Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 136677
Vorher
Blitz D13-eins-vier-acht GmbHFUNKE Programmzeitschriften GmbH
Eingetragen
14.1.2013
Branche
Verlegen von ZeitschriftenVerlegen von ZeitungenVerlegen von Büchern
Gegenstand
Herausgabe, Verlag, Vertrieb und Vermarktung von Programmzeitschriften und sonstigen Druckschriften sowie deren technische Herstellung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jesper Kuhlmann Doub
seit 16.10.2024
Geschäftsführer
Norbert Janzen
seit 30.5.2023
Prokura
Jörg Tobuschat
seit 17.1.2022
Geschäftsführer
Simone Kasik
seit 23.7.2021
Geschäftsführer
Christoph Rüth
seit 29.12.2020
Geschäftsführer
Eva Dr. Heneweer
seit 7.5.2020
Prokura
Stefan Schweser
seit 4.9.2019
Prokura
Jochen Beckmann
seit 10.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
FUNKE Medien National Brands GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA

Essen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Sitz: Essen, Amtsgericht: Essen HRB 25935

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.509,00 20,0
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.026.092,00 10.267,9
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.724.299.453,95 1.724.299,5
2. Beteiligungen 0,00 1.023,3
3. sonstige Ausleihungen 1.683.787,80 1.043,3
1.725.983.241,75
1.735.022.842,75
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 150,02 0,2
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 796,46 9,6
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
- davon gegen Gesellschafter € 846.332.074,58 (i.V. T€ 807.118,2) 1.144.076.588,70 1.017.681,5
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 2,3
4. sonstige Vermögensgegenstände 99.010.869,86 83.441,6
1.243.088.255,02
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 10.000.000,00 10.000,0
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 212.244.873,04 181.057,0
1.465.333.278,08
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 17.050.192,85 16.827,1
3.217.406.313,68 3.045.673,3

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 60.000.800,00 60.000,8
II. Kapitalrücklage 309.937.675,44 309.937,7
III. Bilanzgewinn 386.996.619,83 386.996,6
756.935.095,27
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.825.078,00 5.545,4
2. Steuerrückstellungen 420,00 0,4
3. sonstige Rückstellungen 17.202.262,00 23.067,3
23.027.760,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 287.569.536,69 355.109,3
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 49.015,54 0,0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.826.232,06 1.653,8
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- davon gegenüber Gesellschaftern € 102.513.433,88 (i.V. T€ 6.540,5) 2.139.864.507,20 1.896.204,7
5. sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern € 4.404.345,67 (i.V. T€ 3.158,3)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 40,00 (i.V. T€ 0,1) 5.017.811,86 3.617,6
2.434.327.103,35
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.116.355,06 3.539,7
3.217.406.313,68 3.045.673,3
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 2.221.734,68 2.056,3
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 220.543.662,40 24.367,5
SONSTIGE ANGABEN
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB 374.530,00 499,0

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 51.657.771,62 36.784,6
2. sonstige betriebliche Erträge
- davon Erträge aus Währungsumrechnung € 0,0 (Vj. T€0, 1) 28.963.638,30 6.142,2
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.501.533,25 9.055,7
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.949.475,66 11.081,9
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung €39.530,11 (Vj. T€ 55,1) 1.182.964,49 1.166,2
12.132.440,15
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.479.330,05 1.479,3
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 52,61 (Vj. T€ 0,5) 56.060.079,87 28.305,0
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 735,8
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 106.827.401,93 57.316,2
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen € 17.260.191,84 (Vj. T€ 16.173,4) 18.516.399,22 17.500,2
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 13.851,5
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 32.804.568,36 44.545,2
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen € 2.028.492,08 (Vj. T€ 3.455,1)
- davon aus Auf-/Abzinsung € 407.203,00 (Vj. T€ 401,9) 7.769.323,05 9.203,8
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -461,54 0,5
14. Ergebnis nach Steuern 87.217.474,80 -209,1
15. sonstige Steuern 291.991,08 433,6
16. Erträge aus Verlustübernahmen 0,00 642,7
17. Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen 86.925.483,72 0,0
18. Jahresüberschuss 0,00 0,0

ANHANG für das Geschäftsjahr 2021

A. Aufstellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA leitet eine Gruppe von Medien- und Verlagsunternehmen.

Mit der Jakob Funke Medien Beteiligungs GmbH & Co. KG, Essen als herrschendem Unternehmen wurde am 24.10.2013 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Ihm hat die Hauptversammlung vom 25.10.2013 zugestimmt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB gegliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten im Berichtsjahr nicht.

Für Zugänge des Sachanlagevermögens wurden im Jahr 2021 entsprechend § 6 Abs. 2a EStG Sammelposten gebildet, sofern ihre jeweiligen Anschaffungskosten zwischen € 250,00 netto und € 1.000,00 liegen. Der Sammelposten wird über fünf Jahre abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 250,00 netto wurden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, angesetzt. Die Ermittlung der beizulegenden Werte basiert auf den jeweiligen vorliegenden Planungen bzw. Einschätzungen oder den erwarteten/vereinbarten Verkaufspreisen für die Unternehmen. Ausgehend von den in der Planung ermittelten Werten wird im Rahmen des Ertragswertverfahrens gem. IDW HFA RS 10 i.V. m. IDW S 1 eine Abzinsung der Ergebnisse vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Unter den Guthaben bei Kreditinstituten werden ebenfalls verschiedene Festgelder ausgewiesen, die im Bedarfsfall kurzfristig verfügbar sind.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Jakob Funke Medien Beteiligungs GmbH & Co. KG werden in der Berichtsgesellschaft keine latenten Steuern bilanziert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Teilwertverfahrens ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde, der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,87% (2,30% zum 31.12.2020) angesetzt. Bei der Anwendung des 7-Jahres-Durchschnitts ergäbe sich eine um € 374.530,00 höhere Rückstellung. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,00% bei den Entgelten und von 1,75% bei den Renten ausgegangen. Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Erwartete Preis- u. Kostensteigerungen werden hierfür berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Gliederung und Entwicklung der Anlageposten im Geschäftsjahr 2021 ist im Anlagengitter dargestellt.

Die Gesellschaft hält im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB Anteile an folgenden Unternehmen:

Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres Beteiligungsquote
Name und Sitz des Unternehmens %
FUNKE Medien NRW GmbH *) 121.153.937,39 0,00 100
FUNKE Digital GmbH *) 480.779,54 0,00 100
FUNKE ONE GmbH *) 25.000,00 0,00 100
FUNKE Services GmbH *) 71.306.671,95 0,00 100
FUNKE Zeitschriften GmbH *) 632.158.942,98 0,00 100
FUNKE Medien Thüringen GmbH *) 41.438.085,53 0,00 100
FUNKE Medien Niedersachsen GmbH *) 564.660.871,67 0,00 100
FUNKE Vermarktungs Holding GmbH *) 25.000,00 0,00 100
FUNKE Foto Services GmbH *) 25.000,00 0,00 100
FUNKE Medien Hamburg GmbH *) 318.521.913,96 0,00 100
FUNKE Zentralredaktion GmbH *) 25.000,00 0,00 100

Es handelt sich um die Zahlen des Jahresabschlusses zum 31.12.2021.

*) Es liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor, es werden die Ergebnisse nach Ergebnisabführung angegeben.

2. Forderungen

bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamtbetrag 31.12.2021
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 796,46 0,00 796,46
(Vorjahr) (9.642,37) (0,00) (9.642,37)
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 312.583.874,28 831.492.714,42 1.144.076.588,70
(Vorjahr) (227.323.870,61) (790.357.644,52) (1.017.681.515,13)
- davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.438.063,11 0,00 1.438.063,11
(Vorjahr) (318.107,80) (0,00) (318.107,80)
- davon gegen Gesellschafter 14.839.360,16 831.492.714,42 846.332.074,58
(Vorjahr) (16.760.526,71) (790.357.644,52) (807.118.171,23)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.320,00) (0,00) (2.320,00)
4. sonstige Vermögensgegenstände 10.648.661,97 88.362.207,89 99.010.869,86
(Vorjahr) (83.441.584,25) (0,00) (83.441.584,25)
Gesamt 323.233.332,71 919.854.922,31 1.243.088.255,02
(Vorjahr) (310.777.417,23) (790.357.644,52) (1.101.135.061,75)

3. Eigenkapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital in Höhe von € 60.000.800,00 ausgewiesen.

Überleitung zum Bilanzgewinn nach § 158 Abs. 1 AktG:

2021 Vorjahr
T€
Jahresüberschuss 0,00 0,0
Gewinnvortrag 386.996.619,83 386.996,6
Bilanzgewinn 386.996.619,83 386.996,6

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortag aus dem Vorjahr i.H. von € 386.996.619,83 enthalten.

4. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit 18,61% Verpflichtungen aus dem Personalbereich und mit 12,69% für ausstehende Rechnungen.

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahren von mehr als 5 Jahren Gesamtbetrag 31.12.2021
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.536,69 287.500.000,00 0,00 287.569.536,69
(Vorjahr) (109.265,60) (355.000.000,00) (0,00) (355.109.265,60)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 49.015,54 0,00 0,00 49.015,54
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.826.232,06 0,00 0,00 1.826.232,06
(Vorjahr) (1.653.802,87) (0,00) (0,00) (1.653.802,87)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.139.864.507,20 0,00 0,00 2.139.864.507,20
(Vorjahr) (1.896.204.688,96) (0,00) (0,00) (1.896.204.688,96)
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.150.563,18 0,00 0,00 14.150.563,18
(Vorjahr) (464.832,18) (0,00) (0,00) (464.832,18)
- davon gegenüber Gesellschafter 102.513.433,88 0,00 0,00 102.513.433,88
(Vorjahr) (6.540.514,10) (0,00) (0,00) (6.540.514,10)
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.017.811,86 0,00 0,00 5.017.811,86
(Vorjahr) (3.617.646,26) (0,00) (0,00) (3.617.646,26)
Gesamt 2.146.827.103,35 287.500.000,00 0,00 2.434.327.103,35
(Vorjahr) (1.901.585.403,69) (355.000.000,00) (0,00) (2.256.585.403,69)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zugleich auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

6. Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Gesamt 2021 Gesamt Vorjahr
T€
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 2.221.734,68 2.056,3
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 220.543.662,40 24.367,5

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften und den Gewährleistungsverträgen wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betroffenen Unternehmen als gering eingeschätzt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben nach § 285 (1) Nr. 31 HGB

Sachverhalt außergewöhnlicher Ertrag T€ GuV-Posten außergewöhnlicher Aufwand T€ GuV-Posten Erläuterung
Projekt Transformation 9.848,4 Uerl 1.131,6 PA Restrukturierungs- und Beratungsaufwendungen, die teilweise an andere Gesellschaften weiterberechnet wurden.
3.834,6 sbE 13.454,6 sbA
Cyberattacke Versicherungserstattung 0,0 Uerl 0,0 PA Der Ertrag im Zusammenhang mit der Cyberattacke wurde an andere Konzerngesellschaften weitergeleitet.
13.100,0 sbE 13.138,9 sbA
Auflösung Rückstellungen Cyberattacke 0,0 Uerl 0,0 PA Der Ertrag resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen die für Risiken der Cyberattacke gebildet wurden.
388,0 sbE 0,0 sbA
Corona-Pandemie 476,6 Uerl 0,0 PA Aufwendungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie an andere Gesellschaften weiterberechnet wurden.
0,0 sbE 461,4 sbA
Projekt Vermarktung 428,7 Uerl 0,0 PA Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Vermarktungsprozesses wurde an andere Konzerngesellschaften weitergeleitet.
0,0 sbE 416,2 sbA
Auflösung Rückstellungen Restrukturierung 0,0 Uerl 7,0 PA Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die an andere Konzerngesellschaften weitergeleitet wurden.
7,0 sbE 0,0 sbA
Summe 10.753,7 Uerl 1.138,6 PA
17.329,7 sbE 27.471,1 sbA

E. Sonstige Angaben

1. Persönlich haftende Gesellschafterin der KGaA

Persönlich haftende Gesellschafterin der Berichtsgesellschaft ist die FUNKE Management GmbH, Essen mit einem gezeichneten Kapital von € 600.000,00.

2. Zusammensetzung der Organe

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans bei der persönlich haftenden Gesellschafterin sind bzw. waren im Geschäftsjahr:

 

Andrea Glock, Herne (ab 16. Juli 2021)

Geschäftsführerin der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich Unternehmensentwicklung und Services)

 

Simone Kasik, Gelsenkirchen (ab 16. Juli 2021)

Geschäftsführerin der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich kaufmännische Konzernleitung)

 

Christoph Rüth, Hannover

Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich Regionalmedien und Digitales)

 

Andreas Schoo, Hamburg (bis 16. Juli 2021)

Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich Zeitschriften und Digital)

 

Michael Wüller, Marl (bis 16. Juli 2021)

Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich Druck, Logistik, Finanzen und Verwaltung)

Von der Hauptversammlung wurden folgende Personen in den Aufsichtsrat gewählt:

 

Frau Petra Grotkamp, Verlegerin, wohnhaft in Essen

 

Herr Dipl.- Kfm. Christian Eigen, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Medion AG, wohnhaft in Essen (Mitglied bis 10. August 2021)

 

Herr Dr. Georg Scheid, Rechtsanwalt Sozietät HOLTHOFF-PFÖRTNER, wohnhaft in Essen

(Stellvertretender Vorsitzender; Mitglied bis 10. August 2021)

 

Frau Julia Alexandra Becker, Landwirtschaftliche Unternehmerin, wohnhaft in Sendenhorst

(Vorsitzende)

 

Herr Niklas Jakob Wilcke, Rechtsanwalt Sozietät KRELL/PLEINES/WILCKE, wohnhaft in Essen

 

Frau Nora Maria Marx, selbständige Werbetexterin, wohnhaft in Essen

 

Dipl.-Kfm. Lambert Lensing Wolff, Verleger, wohnhaft in Herdecke

(Mitglied bis 10. August 2021)

 

Dr. Karl Hans Arnold, Gesellschafter der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft, wohnhaft in Düsseldorf

 

Dr. Andreas Urban, Rechtsanwalt Sozietät HEUKING/KÜHN/LÜER/WOJTEK, wohnhaft in Düsseldorf (Mitglied ab 10. August 2021)

Die Bestellung erfolgt für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr beschließt.

3. Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB

Die Geschäftsführer erhielten Bezüge in Höhe von T€ 6.230. Die Bezüge früherer Mitglieder der Gruppengeschäftsführung sowie deren Hinterbliebenen betrugen T€ 5.009. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Gruppengeschäftsführung wurden T€ 33.712 zurückgestellt.

Den aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA wurden in 2021 Bezüge in Höhe von T€ 40,3 gewährt. Den früheren Mitgliedern des Aufsichtsrates und deren Hinterbliebenen wurden keine Bezüge gewährt.

Für die Tätigkeit im Gesellschafterausschuss der FUNKE Management GmbH erhielten die Mitglieder im Geschäftsjahr 2021 Bezüge in Höhe von T€ 135,9.

Vorschüsse oder Kredite wurden Mitgliedern der Geschäftsführung, des Aufsichtsrates sowie des Gesellschafterausschusses nicht gewährt.

4. Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den Abschlussprüfungshonoraren erfolgen im Konzernabschluss der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 132.448,7. Diese bestreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für die Verlagsgebäude Essen, Hamburg und Berlin.

Die Verpflichtungen liegen im Branchen üblichen Rahmen und haben keinen erheblichen Einfluss auf die Finanzlage.

6. Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 92 kaufm./techn. Angestellte davon 17 Teilzeitkräfte und 1 gewerblicher Arbeitnehmer beschäftigt.

7. Angaben gemäß § 160 AktG

Die Jakob Funke Medien Beteiligungs GmbH & Co. KG hält 60.000.800 nennwertlose und auf den Namen lautende Stückaktien, die mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden Betrag des Grundkapitals von jeweils € 1,00 eingeteilt sind.

8. Konzernabschluss

Die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA (HRB 25935, Amtsgericht Essen) stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, der beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der FUNKE Management GmbH (HRB 25920, Amtsgericht Essen) einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

9. Nachtragsbericht

Nach Geschäftsjahresschluss Ende Februar 2022 begann die kriegerische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland. Die konkreten Auswirkungen aus diesem Krieg und den daraus resultierenden Sanktionen lassen sich noch nicht verlässlich einschätzen. Es ist aber mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen, die primär über den Energiesektor auch in andere Bereiche der Wirtschaft gelangen werden, so dass es zu höheren Kosten auf unserer Beschaffungsseite kommen kann. Ob sich auch Auswirkungen auf unsere Umsatzerlöse hinsichtlich eines rückläufigen Werbemarktes ergeben, lässt sich noch nicht einschätzen. Der beschriebene Sachverhalt kann insbesondere durch mögliche Kostensteigerungen zu spürbaren negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für das Geschäftsjahr 2022 führen. Eine Bestandsgefährdung wird nicht erwartet.

 

Essen, den 25. Mai 2022

FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA

Andrea Glock

Simone Kasik

Christoph Rüth

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.013,48 13.000,00 0,00 0,00 94.013,48
81.013,48 13.000,00 0,00 0,00 94.013,48
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.772.748,49 228.908,46 0,00 29.710,90 13.971.946,05
13.772.748,49 228.908,46 0,00 29.710,90 13.971.946,05
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.737.115.398,17 562.002.230,15 0,00 562.002.230,15 1.737.115.398,17
2. Beteiligungen 2.058.874,42 0,00 0,00 2.058.874,42 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.043.342,76 640.445,04 0,00 0,00 1.683.787,80
1.740.217.615,35 562.642.675,19 0,00 564.061.104,57 1.738.799.185,97
1.754.071.377,32 562.884.583,65 0,00 564.090.815,47 1.752.865.145,50
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.967,48 19.537,00 0,00 80.504,48
60.967,48 19.537,00 0,00 80.504,48
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.504.887,49 1.459.793,05 18.826,49 4.945.854,05
3.504.887,49 1.459.793,05 18.826,49 4.945.854,05
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.815.944,22 0,00 0,00 12.815.944,22
2. Beteiligungen 1.035.576,32 0,00 1.035.576,32 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
13.851.520,54 0,00 1.035.576,32 12.815.944,22
17.417.375,51 1.479.330,05 1.054.402,81 17.842.302,75
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021 31. Dez. 2020
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.509,00 20.046,00
13.509,00 20.046,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.026.092,00 10.267.861,00
9.026.092,00 10.267.861,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.724.299.453,95 1.724.299.453,95
2. Beteiligungen 0,00 1.023.298,10
3. Sonstige Ausleihungen 1.683.787,80 1.043.342,76
1.725.983.241,75 1.726.366.094,81
1.735.022.842,75 1.736.654.001,81

Lagebericht 2021

Inhalt:

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit

1.2. Unternehmensziele und -strategie

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf der FUNKE MEDIENGRUPPE

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

3.2. Chancenbericht

3.3. Risikobericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit

Die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA - im Folgenden KGaA - ist als reine Holdinggesellschaft tätig. Der Konzern der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA wird im Folgenden als FUNKE bzw. Konzern bezeichnet.

Die KGaA führt einen regional, national und crossmedial aufgestellten Medienkonzern (FUNKE Mediengruppe).

Die oberste Konzernmutter ist die FUNKE Management GmbH, die die Komplementärin der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA ist. Die KGaA hält unmittelbar im Wesentlichen die Beteiligungen an den Obergesellschaften der unterschiedlichen Sparten des Konzerns sowie mittelbar an deren Tochterunternehmen.

Ihr Fokus liegt auf den Geschäftsbereichen Regionalmedien, Frauen- und Programmzeitschriften sowie Digitales. Ziel ist es, hochwertigen, serviceorientierten und unterhaltenden Journalismus crossmedial anzubieten. Interessen, Bedürfnisse und Nutzungsgewohnheiten der Leserinnen, Leser und User stehen dabei jederzeit im Mittelpunkt.

Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Essen, Nordrhein-Westfalen (NRW). Weitere Standorte befinden sich unter anderem in den Bundesländern Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen.

Der Konzern ist in nachfolgende Sparten unterteilt:

Regionalmedien Medien National Digitale Medien Services und Sonstiges

Regionalmedien:

In der Sparte "Regionalmedien" werden regionale Tageszeitungen inklusive der Lokalausgaben, zahlreiche regionale Anzeigenblätter sowie Lokalradios gebündelt.

Sämtliche Zeitungstitel informieren ihre Leserschaft zusätzlich über digitale Kanäle und verstärken durch Premiuminhalte das redaktionelle Angebot der Tageszeitungen:

Print Digital
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) www.waz.de
Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) www.nrz.de
Westfälische Rundschau (WR) www.wr.de
Westfalenpost (WP) www.wp.de
Thüringer Allgemeine (TA) www.thueringer-allgemeine.de
Ostthüringer Zeitung (OTZ) www.otz.de
Thüringische Landeszeitung (TLZ) www.tlz.de
Hamburger Abendblatt www.abendblatt.de
Bergedorfer Zeitung www.bergedorfer-zeitung.de
Braunschweiger Zeitung (BZ) www.braunschweiger-zeitung.de
Harz Kurier www.harzkurier.de
Berliner Morgenpost www.morgenpost.de

Die Vermarktungsaktivitäten der Regionalmedien erfolgen vor allem durch eine FUNKE-interne Vermarktungsorganisation. Es besteht aber auch eine Beteiligung an dem Zeitungsvermarkter Score Media Group GmbH & Co. KG. Hinter dem Unternehmen stehen neben der FUNKE weitere regionale Verlagshäuser mit dem Ziel ihre Kräfte im Anzeigengeschäft zu bündeln.

Zum FUNKE-Printportfolio zählen auch Anzeigenblätter. Diese gibt der Konzern an all seinen Tageszeitungsstandorten heraus.

Im Bereich Hörfunk hält der Konzern in NRW Beteiligungen an den Betriebsgesellschaften der folgenden lokalen Hörfunksender:

Mehrheitsbeteiligungen Minderheitsbeteiligungen
Radio Bochum Radio 91.2 (Dortmund)
Radio Duisburg Antenne Düsseldorf
Radio Ennepe Ruhr 1 Radio Neandertal (Mettmann)
Radio Emscher-Lippe Radio Siegen
Radio Essen Antenne Unna
Radio Hagen
Radio Herne
Radio Sauerland
Radio Mülheim/Oberhausen
Radio K. W. (Wesel)

1 Der Sender Radio Ennepe-Ruhr wird seit dem 01.01.2021 nicht mehr durch die Betriebsgesellschaft Radio Ennepe-Ruhr GmbH & Co. KG betrieben

Die 10 Betriebsgesellschaften, an denen FUNKE mehrheitlich beteiligt ist, werden von der "Westfunk GmbH & Co. KG" (Westfunk) betreut und vermarktet. Neben der Buchung von Werbezeiten für Einzelsender besteht ebenso die Möglichkeit, Werbezeiten für mehrere Sender z. B. in der sogenannten "Westfunk Kombi Ruhr" (Kombination aus zwölf Sendern) zu buchen. Zudem ist die Westfunk Dienstleister für den Sender "Radio Vest".

Des Weiteren besteht mit "Radio38" eine Beteiligung an einem Radiosender in den Regionen Braunschweig und Wolfsburg.

Medien National

Zum Kerngeschäft von FUNKE zählt neben den regionalen Tageszeitungen und Anzeigenblättern auch ein vielfältiges Angebot an Zeitschriften. Diese werden in der Sparte "Medien National" abgebildet. Produziert wird im Wesentlichen an den Standorten in Ismaning bei München sowie in Hamburg.

Das Portfolio umfasst über 150 Titel, zu den Wichtigsten gehören:

Frauenzeitschriften Programmzeitschriften Lifestyle-, Mindstyle, Landzeitschriften
Bild der Frau Hörzu DONNA
die aktuelle Gong myself
Frau im Spiegel TV digital LandIDEE
Neue Welt TV direkt

Mit einem breiten Angebot an Frauen-, Programm- und Lifestyle-Zeitschriften ist FUNKE in den für den Leser- und Anzeigenmarkt wichtigen Themenfeldern Gesundheit, Reise, Ratgeber, Food, Mode und Beauty vertreten.

Das breite Sortiment an Publikumszeitschriften runden zahlreiche Special-Interest-Magazine ab, speziell in den Segmenten Rätsel, Hi-Fi und Klassik.

Im Segment der Rätselzeitschriften ist der Konzern mit mehr als 90 verschiedenen Titeln der größte inländische Anbieter.

Im inländischen Vertriebsgeschäft der Zeitschriften hält der Konzern Beteiligungen an der Pressevertriebsgesellschaft "Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft" (MZV).

Die Vermarktung des Anzeigengeschäfts im Bereich Zeitschriften erfolgte im Berichtsjahr durch die konzerninterne Vermarktungseinheit FUNKE Media Sales und durch die externe Dienstleistungsgesellschaft Media Impact GmbH & Co. KG. Die im Vorjahr begonnene Übernahme der Vermarktung durch die FUNKE Media Sales von der Media Impact wurde im Jahr 2021 schrittweise weiter vorangetrieben.

Digitale Medien

News-Portale gehören neben diversen Themenportalen genauso zur Sparte "Digitale Medien" wie Online-Jobbörsen, TV Streaming Angebote und digitale Dienstleistungsangebote für Unternehmen.

Zum einen entwickelt die FUNKE DIGITAL GmbH in Berlin eigene innovative (journalistische) Digitalprodukte und -services, zum anderen unterstützt sie die Zeitungs- und Zeitschriftentitel bei der Weiterentwicklung ihrer Online-Angebote. Zusätzlich gehören zum Aufgabenspektrum die Vermarktung von Digitalprodukten und die Akquise von produktnahen digitalen Angeboten. Hierzu zählen zum Beispiel Online-Services, Digitales Publishing sowie der Betrieb von Internet-Plattformen. Des Weiteren koordiniert und paketiert die FUNKE DIGITAL GmbH digitale Services und Tools für lokale klein- und mittelständische Unternehmen in den FUNKE-Regionen. Die lokalen Marken und Medien des Konzerns sollen den Aufbau von Vertrauen im B2B-Vertrieb vor Ort unterstützen.

Die FUNKE Works GmbH und die Joblocal GmbH sind 100 %ige Tochterunternehmen der FUNKE DIGITAL GmbH und betreiben Jobportale für unterschiedliche Zielgruppen. Wirtschaftliches Wachstum, ein Magnet an Fachkräften und gute Geschäftsentwicklungen steigern die Nachfrage nach qualifiziertem Personal bei stagnierendem Angebot. Unternehmen müssen Recruiting-Aktivitäten und Employer Branding intensivieren. Die dynamische Entwicklung basiert auf dem Wechsel von Offline zu Online und dem steigenden Wettbewerb um junge Talente. Mit der trendence Institut GmbH als unabhängiges Beratungs- und Marktforschungsunternehmen hat die FUNKE DIGITAL GmbH ein weiteres innovatives Angebot im Marktsegment Human Resources.

Online-Aktivitäten in den Bereichen temporäres Wohnen und Social Publishing (Veröffentlichung auf Social- Media-Kanälen) werden ebenfalls in der Sparte Digitale Medien ausgewiesen.

Services und Sonstiges

In der Sparte "Services und Sonstiges" werden diverse Dienstleistungs- und Grundstücksgesellschaften zusammengefasst. Hier erfolgt unter anderem der Ausweis von Druck- und Logistikleistungen sowie Konzernservices.

Die Druckereien an den Standorten Hagen, Braunschweig und Erfurt (bis Dezember 2021) bedienen konzerninterne und konzernfremde Kunden. Zum Produktportfolio gehört der Druck von Zeitungen, Zeitschriften, Beilagen und Anzeigenblättern.

1.2. Unternehmensziele und -strategie

FUNKE will deutschlandweit führender Publisher für Regionalmedien und Zeitschriften werden und sich an die Spitze der digitalen Cluster stellen.

Im Einzelnen hat sich FUNKE folgende Unternehmensziele gesetzt:

 

/ Wir wollen den Journalismus (Regionalmedien, Zeitschriften, Digitales) langfristig sichern, auch durch neue Formate

 

/ Wir wollen im Print-Bereich konsolidieren, um eine starke Kund*innenbasis zu erhalten und auch neue, zukunftsfähige Print-Produkte zu entwickeln

 

/ Wir werden das Bestandsgeschäft migrieren durch digitale Transformation

 

/ Wir beabsichtigen, operative Exzellenz nachhaltig zu etablieren, Spitzenleistungen zu liefern und Benchmarks zu setzen

 

/ Wir wollen wachsen durch die Stärkung bestehender und den Aufbau neuer Geschäftsmodelle

 

/ Wir werden eine andockfähige Medienplattform aufbauen und auch dadurch aktives Partnering ermöglichen

Im Zuge der Veränderung der Gesellschafterstruktur im Sommer 2021 erfolgte die Neuaufstellung der Konzerngeschäftsführung und der Anstoß zur Transformation aller internen Strukturen. Durch eine Reorganisation der Konzernstruktur sollen die jeweiligen Sparteninteressen gestärkt und neue spartenübergreifende Produkte und Geschäftsbereiche entstehen.

Effiziente End-to-end-Prozesse und optimale Softwarelösungen sollen einen digitalen Kulturwandel fördern. Mittelpunkt aller Digitalisierungsinitiativen sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Stärken passgenau eingesetzt und permanent weiterentwickelt werden.

Um unsere Ziele zu erreichen wollen wir unternehmerische Verantwortlichkeiten stärken, Kooperationen mit anderen Verlagen und auch branchenübergreifend leichter ermöglichen und möglichst effiziente und flexible Strukturen sowie wirkungsvolle Prozesse etablieren.

Dreh- und Angelpunkt des Zukunftskurses ist auch weiterhin der Ausbau digitaler journalistischer Bezahlangebote. Es gibt eine wachsende Bereitschaft, für regionalen und lokalen Qualitätsjournalismus im Netz zu bezahlen. Daran knüpft FUNKE die Neuausrichtung im Bereich der Regionalmedien konsequent an. Höhere Qualität, höhere Reichweite, größere Geschwindigkeit, bessere Ergebnisse: Entlang dieser Kriterien stellt sie ihre digitalen Aktivitäten im Newsbereich neu auf. Ziel ist die wirkungsvolle digitale Transformation der Zeitungstitel und der konsequente Ausbau digitaler Abo-Modelle für die Portale der Tageszeitungsmarken (z. B. "waz.de", "abendblatt.de", "morgenpost.de").

Im Zuge dieser Offensive wird eine gemeinsame Strategie unter den Regionalmedien verfolgt. Sie soll die Attraktivität der journalistischen Angebote stärken. Dazu richtet FUNKE die Arbeit in den Redaktionen konsequent auf die Interessen, Bedürfnisse und veränderten Nutzungsgewohnheiten der Leserinnen und Leser aus. Absicht ist, die Markenportale journalistisch noch aktueller, interessanter und relevanter zu machen und so den Ausbau der digitalen Bezahlangebote zu beschleunigen. Dem Konzept voran geht eine datenbasierte Analyse der Nutzungsgewohnheiten der Leserinnen und Leser auf den Online-Portalen, die ausschließlich auf Basis vorheriger rechtswirksamer Einwilligungen durchgeführt wird.

Die Eckpunkte der Strategie:

 

/ Dateninformiertes Arbeiten

 

/ Konsequente Trennung zwischen News und Editing

 

/ Aufbau einer einheitlichen technischen Infrastruktur

 

/ Entwicklung neuer journalistisch getriebener Produkte

Ziel ist es, in den kommenden Jahren ein Umsatz- und ertragsstarkes digitales Newsgeschäft aufzubauen. Die Anzahl der Abonennt*innen soll um rd. 1/5 gesteigert werden. Konkret sollen bis zum Jahr 2025 über 1 Mio. Abonennt*innen unsere Regionaltitel lesen, mindestens die Hälfte davon digital.

FUNKE ist auch Zeitschriftenpublisher in Deutschland, vor allem bei Frauenzeitschriften und Programmtiteln. Um auch diese Position zu festigen, setzt das Unternehmen weiterhin auf die Bündelung von Stärken. Mit zentralen Content Hubs in Ismaning und Hamburg verbessern die Titel der FUNKE Zeitschriften ihre Inhaltstiefe in den für den Leser- und Anzeigenmarktwichtigen Themenfeldern Gesundheit, Reise, Ratgeber, Food, Mode und Beauty. Die FUNKE Programmtitel werden weiterhin allesamt in Hamburg produziert. Ein weiteres Beispiel für die Bündelung der Kräfte ist die Zusammenarbeit von FUNKEs nationalen Zeitschriften- und regional verwurzelten Tageszeitungs-Marken. Der Ausbau ist ein konsequenter Schritt in die inhaltlich, organisatorisch und wirtschaftlich richtige Richtung. Auch für die nationalen Anzeigenkunden bietet die Kooperation zwischen Tageszeitungen und Zeitschriften neue Möglichkeiten: Erstmals können wir unseren Partnern regelmäßig nationale und regionale Kooperationen zeitgleich aus einer Hand anbieten. Dieser Bereich soll auch künftig weiter ausgebaut werden.

Das dritte Standbein der FUNKE Mediengruppe sind weiterhin die digitalen Cluster. Wir wollen die positive Entwicklung der bestehenden Cluster (z. B. des Young Professional Bereichs mit Marken wie Azubiyo und Absolventa) fortschreiben, weiterentwickeln und darauf aufbauen. Neue Cluster, etwa im Gaming-Bereich (z. B. 4Players) oder bei den sogenannten Leads- und Listing-Angeboten (z. B. Musterhaus.net), werden geprüft und sollen gegebenenfalls aufgebaut werden. Die erfolgreichen Themenportale des Digital Brand Networks (z. B. gofeminin.de, wmn.de, bildderfrau.de, LifeLine oder die Electronic Program Guides), betrieben von FUNKE Digital in Berlin, werden in den nächsten Jahren ebenfalls weiter ausgebaut.

FUNKE will wachsen - organisch wie anorganisch. In Zukunft sollen bestehende Produkte und Marken kanalübergreifend weiterentwickelt sowie neue Geschäftsfelder identifiziert und erschlossen werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Als Holdinggesellschaft hängt die Entwicklung der FUNKE insbesondere von ihren Beteiligungen und damit von deren wirtschaftlichen Erfolg ab. Insofern wird an dieser Stelle die Entwicklung der FUNKE mit ihren Tochterunternehmen insgesamt betrachtet, deren Ergebnisse sich über das konzernweite Ergebnisabführungskonstrukt in der KGaA widerspiegeln.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist im Jahr 2021 gestiegen. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,7 % (nach 4,6 % Rückgang im Vorjahr) (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank von 5,9 % in 2020 auf 5,7 % in 2021. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. Personen und liegt im Jahresdurchschnitt 2021 bei rund 44,9 Mio. Personen. Die Nettolöhne und -gehälter stiegen im Jahr 2021 um 3,8 % (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die wirtschaftlichen Grunddaten haben Einfluss auf die Entwicklung der Werbe- und Anzeigenumsätze. Ein Ansteigen der Arbeitslosenquote oder ein Sinken der Realeinkommen könnte einen Rückgang der verkauften Auflagen von Tageszeitungen und Zeitschriften hervorrufen, da die privaten Konsumausgaben sinken könnten.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

In Deutschland stiegen die Bruttowerbeinvestitionen über fast alle Medien auf rund 37,96 Mrd. Euro (Vorjahr 35,6 Mrd. Euro). Damit konnte sich der Werbemarkt von den Auswirkungen des Coronavirus schnell erholen und lag über dem Wert des Jahres 2019. Wesentliche Rückgänge (-9,3%) sind nur in der Gattung Werbesendungen zu verzeichnen (Quelle: Nielsen Media Research).

Die Bruttowerbeinvestitionen im Bereich Zeitungen stiegen um 2,6 % (2021: 5,31 Mrd. Euro, 2020: 5,12 Mrd. Euro).

Lokale und regionale Abo-Zeitungen bilden mit 64 % (Vorjahr 64 %) den mit Abstand größten Teil an der Gesamtauflage an Tageszeitungen (Quelle: IVW).

Die Umsätze (Vertrieb und Werbung) der Zeitungen in Deutschland sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken (Quelle: Statista). Es ist davon auszugehen, dass sich der Branchentrend fortsetzt.

Mit wöchentlich 65,8 Mio. Exemplaren haben Anzeigenblätter eine große Verbreitung (Gesamtauflage Vorjahr: 79,8 Mio. Exemplare) (Quelle: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA)).

Die Tagesreichweiten im deutschen Hörfunkbereich lagen bei 73,9 % (Vorjahr 74,8 %) der deutschsprachigen Bevölkerung über 14 Jahre (Quelle: ma 2022 Audio II).

Publikums- und Fachzeitschriften mussten im Berichtsjahr rückläufige Werbe- und Auflagenzahlen hinnehmen (Quelle: IVW; Nielsen).

Die Internetnutzung hat sich im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Rund 89 % der Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren nutzen das Internet. Zu den Top 10 der meistgenutzten Anwendungen gehören Nachrichten zum Weltgeschehen (Platz 3 mit 72,6 %) und regionale oder lokale Nachrichten (Platz 6 mit 65,6 %) (Quelle: agof e. V. daily digital facts November 2021).

2.2. Geschäftsverlauf des Konzerns (FUNKE) und der KGaA

Im Konzern verwendete bedeutsame Steuerungskennzahlen sind die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (earnings before interest, tax, depreciation and amortisation). FUNKE definiert EBITDA als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Beteiligungsergebnis sowie außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen. Für die KGaA sind die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Beteiligungsergebnis.

Für die Kennzahl EBITDA war ein Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich für das Geschäftsjahr 2021 prognostiziert. Mit einer Steigerung um 18,1 % wurde die Erwartung übererfüllt. Gesunkene Personalkosten sowie insbesondere geringere Papier-, Vertriebs- und Logistikkosten und höhere sonstige betriebliche Erträge konnten das rückläufige Umsatzvolumen überkompensieren.

Für 2021 wurde ein leicht rückläufiger Konzernumsatz im unteren einstelligen Prozentbereich erwartet. Tatsächlich lag der Umsatzrückgang bei 2,0 % (-23,0 Mio. Euro). Im Wesentlichen entfällt der Umsatzrückgang auf die Produktbereiche Anzeigenblätter (-14,6 Mio. Euro), Tageszeitungen (-12,5 Mio. Euro) und Zeitschriften (-5,6 Mio. Euro). Ein rückläufiges Werbevolumen bedingt durch die COVID-19 Pandemie und dem Hackerangriff führte bei Zeitungen und Anzeigenblättern maßgeblich zum Umsatzrückgang. Umsatzsteigerungen sind erneut im Onlinegeschäft (+11,1 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Für die Umsatzerlöse der KGaA war ein leichter Rückgang für das Geschäftsjahr 2021 prognostiziert. Mit einer Steigerung um 14,9 Mio. Euro (+40,2%) wurde die Erwartung übererfüllt. Ursächlich hierfür sind die umlagerelevanten Aufwendungen, die zu verrechneten Kosten zuzüglich Marge monatlich an die jeweiligen Obergesellschaften, unmittelbare Tochtergesellschaften der KGaA, weitergegeben werden.

Das Beteiligungsergebnis liegt als Saldo aus Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen bei + 74,0 Mio. Euro im Gewinnbereich und liegt demzufolge deutlich über dem Vorjahresniveau und über Plan. Dazu führten im Wesentlichen die positiven operativen Entwicklungen, gesunkene Personalkosten sowie ein konsequentes Kostenmanagement im Berichtsjahr als auch die im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung von Beteiligungsansätzen.

Wesentliche Ereignisse

Im Sommer 2021 wurden sämtlicher Anteile der FUNKE Mediengruppe durch die Familie Grotkamp - Petra Grotkamp, Julia Becker, Nora Marx und Niklas Wilcke - mit Wirkung Anfang 2024 gekauft.

Andrea Glock und Simone Kasik wurden neue Geschäftsführerinnen auf Konzernebene. Die bis dahin aktiven Konzerngeschäftsführer Andreas Schoo und Michael Wüller wurden als Konzerngeschäftsführer abberufen.

Andrea Glock verantwortet die Bereiche Unternehmensentwicklung & Services. Simone Kasik übernimmt als Chief Financial Officer die kaufmännische Konzernleitung. Christoph Rüth wird weiterhin die Funktion des Konzerngeschäftsführers mit der schwerpunktmäßigen Verantwortung für Regionalmedien und Digitales wahrnehmen.

Bianca Pohlmann und Jochen Beckmann verantworten gemeinsam das Management sämtlicher Zeitschriften des Konzerns.

Durch das neu geschaffene ,Executive Board' entstand direkt zu Beginn der Neuaufstellung ein organisatorischer Rahmen der Zusammenarbeit, in dem sich die Konzerngeschäftsführer*innen und Bianca Pohlmann zu allen wesentlichen Themen informieren, besprechen und entscheiden.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

FUNKE konnte im Geschäftsjahr 2021 ihre Stellung als großes Medienunternehmen weiter festigen. Geprägt durch die COVID-19-Pandemie und den Hackerangriff war das Geschäftsjahr 2021 für den Konzern herausfordernd, verlief aber auch deutlich positiver als prognostiziert. Die insgesamt positive EBITDA Entwicklung gegenüber dem Plan 2021 lässt sich vor allem durch geringere Kosten und höhere sonstige betriebliche Erträge erklären. Das Konzernergebnis vor Gewinnabführung von 75,6 Mio. Euro liegt mit 54,7 Mio. Euro deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (20,9 Mio. Euro). Neben der positiven EBITDA Entwicklung im Berichtsjahr führten im Vorjahr insbesondere Abschreibungen zu einem geringeren Ergebnis. Für die KGaA führten neben geringen Aufwendungen aus Verlustübernahmen insbesondere deutlich höhere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen zu einem sehr guten Ergebnis vor Gewinnabführung an die Gesellschafterin.

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KGaA

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen beträgt zum 31. Dezember 2021 3.217,4 Mio. Euro.

Auf der Aktivseite entfallen auf das Anlagevermögen 1.735,0 Mio. Euro, welches im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.724,3 Mio. Euro besteht.

Das Umlaufvermögen in Höhe von 1.465,3 Mio. Euro entfällt zum Großteil auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.144,1 Mio. Euro. Darin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 846,3 Mio. Euro, welche im Wesentlichen in Form von mittelfristig gewährten Darlehen bestehen. Die Erhöhung des Umlaufvermögens um 173,1 Mio. Euro resultiert hauptsächlich aus der Zunahme von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 126,4 Mio. Euro sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 31,2 Mio. Euro. Die sehr gute Entwicklung des operativen Ergebnisses bei vielen Tochtergesellschaften führte dazu, dass sich trotz der Sondertilgungen in Höhe von 67,5 Mio. Euro der Bestand an liquiden Mitteln im Vergleich zum Vorjahr erhöhte.

Das Eigenkapital in Höhe von 756,9 Mio. Euro entspricht 23,5% der Bilanzsumme.

Die Pensionsrückstellungen betragen 5,8 Mio. Euro (Vorjahr 5,5 Mio. Euro) und die sonstigen Rückstellungen 17,2 Mio. Euro (Vorjahr 23,1 Mio. Euro). Davon betreffen 3,2 Mio. Euro (Vorjahr 3,3 Mio. Euro) Rückstellungen aus dem Personalbereich, 2,7 Mio. Euro (Vorjahr 2,7 Mio. Euro) für Schadenersatzansprüche, 2,2 Mio. Euro (Vorjahr 4,4 Mio. Euro) für ausstehende Rechnungen, 2,7 Mio. Euro (Vorjahr 2,7 Mio. Euro) für Investitionen, 0,0 Euro (Vorjahr 2,5 Mio. Euro) für unterlassene Instandhaltungen und 6,5 Mio. Euro (Vorjahr 7,5 Mio. Euro) für sonstige Sachverhalte. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 2.434,3 Mio. Euro (Vorjahr 2.256.6 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 287.6 Mio. Euro (Vorjahr 355,1 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.139,9 Mio. Euro (Vorjahr 1.896,2 Mio. Euro), diese resultieren aus dem Cash Pool. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Darlehen (Konsortialkredite) zur Finanzierung des Erwerbs von Regionalzeitungs- und Zeitschriftenaktivitäten von der Axel Springer SE. Die Verminderung des Kreditbestandes um 67,5 Mio. Euro (Vorjahr 90,0 Mio. Euro) erfolgte nur durch Sondertilgungen. Die Sondertilgungen werden auf zukünftige Regeltilgungen in den beiden folgenden Jahren 2022 und 2023 angerechnet.

Die Finanzmittel der FUNKE MEDIENGRUPPE werden im Inland grundsätzlich über das durch die KGaA organisierte Cash-Pooling bereitgestellt. Auf diese Weise ist eine ausreichende Liquiditätsausstattung der Tochtergesellschaften gewährleistet. Ziel ist eine kostengünstige Bereitstellung von Liquidität durch verfügbare Mittel aus dem operativen Geschäft sowie durch zentral gesteuerte Kreditaufnahmen. Mittels kurzfristiger Kreditlinien bei Banken können evtl. kurzfristige Engpässe überwunden werden.

Der in 2018 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag konnte durch die Ziehung der ersten Verlängerungsoption für den Großteil des Kreditvolumens um ein Jahr bis Juli 2024 verlängert werden. Die Verzinsung bleibt weiterhin auf variabler Basis.

Die ergänzend zur Verfügung gestellte revolvierende Kreditlinie (75 Mio. Euro) wurde nur sehr geringfügig durch Avale beansprucht.

Ertragslage

Seit dem Geschäftsjahr 2013 nimmt die KGaA insbesondere konzernübergreifende Aufgaben und Funktionen zum Nutzen und Vorteil der gesamten FUNKE Mediengruppe wahr und erbringt in diesem Zusammenhang Leistungen an die einzelnen Gesellschaften der FUNKE Mediengruppe.

Diese Aufgaben und Funktionen werden durch diverse Zentralbereiche durchgeführt. Für die durch die Zentralbereiche erbrachten Dienstleistungen berechnet die KGaA den Konzerngesellschaften ein Entgelt in Höhe ihrer mit den Zentralbereichen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen zuzüglich einer Marge. Die Weitergabe dieser Kosten wird über eine Konzernumlage an die Konzerngesellschaften belastet und bei der KGaA unter den Umsatzerlösen 51,7 Mio. Euro (Vorjahr 36,8 Mio. Euro) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 22,8 Mio. Euro auf 29,0 Mio. Euro erhöht. Für den Anstieg waren im Wesentlichen die gestiegenen außerordentlichen Erträge verantwortlich. Die außerordentlichen Erträge sind im Geschäftsjahr hauptsächlich geprägt durch die Versicherungserstattung im Zusammenhang mit dem Schaden aus der Cyberattacke.

Der Materialaufwand in Höhe von 8,5 Mio. Euro (im Vorjahr 9,1 Mio. Euro) resultiert aus für den Konzern angemietet Verwaltungsgebäude. Die Aufwendungen werden den entsprechenden Tochterunternehmen weiterbelastet.

Die Personalaufwendungen betragen 12,1 Mio. Euro (Vorjahr 12,2 Mio. Euro) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 56,1 Mio. Euro (Vorjahr 28,3 Mio. Euro). Die wesentlichen Positionen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Beratungskosten 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 2,0 Mio. Euro), allgemeine Verwaltungskosten 5,9 Mio. Euro (Vorjahr 10,4 Mio. Euro), außergewöhnlicher Aufwand 27,5 Mio.

Euro (Vorjahr 3,1 Mio. Euro) und sonstige Aufwendungen 20,9 Mio. Euro (Vorjahr 12,8 Mio. Euro), i. W. Kostenerstattungen. Der außergewöhnliche Aufwand besteht hauptsächlich aus den Aufwendungen im Zusammenhang mit der Cyberattacke, Aufwendungen für Restrukturierung und Beratungskosten.

Die KGaA hält unmittelbar Beteiligungen an den Konzerngesellschaften, die Obergesellschaften der einzelnen Sparten sind. Mit diesen Konzerngesellschaften wurden Gewinnabführungsverträge geschlossen. Aus diesen Gewinnabführungsverträgen sind Erträge in Höhe von 106,8 Mio. Euro (Vorjahr 57,3 Mio. Euro) und Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 32,8 Mio. Euro (Vorjahr 44,5 Mio. Euro) entstanden.

Darüber hinaus wurde auch mit der Gesellschafterin, der Jakob Funke Medien Beteiligungs GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2013 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021 waren 92 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Planung basiert auf Annahmen, die vor Beginn des Ukraine-Krieges getroffen wurden. Da der Ukraine-Krieg aller Voraussicht nach Auswirkungen auf die genannten Kennzahlen haben wird, wird im Folgenden auch dort, wo belastbare Daten vorliegen eine erste Einschätzung unter Berücksichtigung des Ukraine-Krieges abgegeben.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch das Jahr 2021 war in Deutschland vor allem durch die Pandemie und entsprechende Eindämmungsmaßnahmen gekennzeichnet. Für das Jahr 2022 wurde zunächst mit einer konjunkturellen Erholung gerechnet. Es wurde eine Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes von 3,6 % erwartet (Quelle: BMWi Jahresprojektion 2022).

Auf dem Arbeitsmarkt rechnete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für das Jahr 2022 mit einer Arbeitslosenquote von 5,1 %.

Angesichts des Ukraine-Kriegs bestehen deutliche Risiken für die Konjunktur in Deutschland. Ende April 2022 veröffentlichte die Bundesregierung ihre Frühjahrsprojektion 2022, nach der nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 % und einer konstanten Arbeitslosenquote auf 5,7 % gerechnet wird.

Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Für den Werbemarkt in Deutschland wird ein spürbares Wachstum zwischen 3,7 und 5,5 Prozent für 2022 erwartet (Quelle: Agenturgruppe JOM).

Abonnements im Printbereich der Tageszeitungen werden sich gemäß einer Analyse von Schickler und BDZV im Branchentrend jeweils um 3 % verringern, Werbeerlöse hingegen werden um 2% steigen. PwC prognostiziert bis 2025 einen durchschnittlichen jährlichen Rückgang von Vertriebsumsätzen im Zeitschriftenbereich von 3,1 % (Quelle: PwC).

Die größten Zuwächse an Werbeumsätzen erreichten in den letzten Jahren die digitalen Werbegattungen. Die Bereiche Influencer-Marketing und Video-Werbung sind im Jahr 2021 sehr stark gewachsen, die Entwicklung von Display-Werbung lag ebenfalls deutlich über der Entwicklung der Vorjahre. Es ist davon auszugehen, dass Werbeumsätze in den digitalen Gattungen auch in den kommenden Jahren weiterwachsen. Für 2022 wird ein Online-Anteil der Werbeumsätze von 49,0 % erwartet (Schickler Media Index 2022).

Prognosen von PwC zufolge werden Werbeumsätze im Radiomarkt in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen (Quelle: PwC).

Prognose des Konzerns

Der Ausblick basiert auf Annahmen, die zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung als hinreichend bestimmbar und überwiegend wahrscheinlich beurteilt wurden. Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund verschiedener Einflussfaktoren deutlich abweichen. Es ist absehbar, dass aufgrund der Ukraine-Krieges zu Preissteigerungen kommt, die primär über den Energiesektor auch in andere Bereiche der Wirtschaft gelangen. Infolgedessen könnte es zu höheren Kosten auf der Beschaffungsseite kommen. Auswirkungen auf Umsatzerlöse lasen sich derzeit nicht abschätzen.

Die Entwicklung der Branchenumsätze spiegelt sich auch in der Umsatzprognose des Konzerns wider. Bedingt durch weiter sinkende Auflagen wird die Verringerung der Vertriebs- und Werbeumsätze im Printbereich bei FUNKE auch im Jahr 2022 fortsetzen. Für das Online- bzw. Digitalgeschäft wird mit weiterhin deutlich steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2022 mit einem leicht rückläufigen Konzernumsatz im unteren einstelligen Prozentbereich gerechnet.

Unter der Annahme der Kostensteigerung wird das EBITDA im Vergleich zum Berichtsjahr 2021 im mittleren zweistelligen Prozentbereich sinken. Bei den Personalkosten wird mit zusätzlichen Belastungen in der Zustellung gerechnet. Materialaufwendungen bleiben annähernd konstant, bei steigenden Papieraufwendungen und rückläufigen Aufwendungen für bezogene Leistungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen steigen aufgrund Intensivierung von Marketingaktivitäten.

Prognose der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA

Die Umsatzerlöse der KGaA werden für das Jahr 2022 deutlich geringer erwartet. Dies ergibt sich aus sinkenden Weiterberechnungen von Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2022 wird eine spürbare Kostenreduktion aufgrund der bereits im Jahr 2021 eingeleitete Transformation der FUNKE Mediengruppe erwartet. Die Weiterberechnung erfolgt, wie im Vorjahr, mit Gewinnaufschlag.

Das Beteiligungsergebnis als Saldo von Erträgen aus Gewinnabführungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen wird sich im Geschäftsjahr 2022 voraussichtlich nicht ganz so positiv darstellen, wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021. Wesentlicher Grund dafür ist das rückläufig geplante EBITDA auf Konzernebene, welches sich bis in die Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften auswirkt. Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten Ergebnisse der Tochtergesellschaften nicht durch zusätzliche Preissteigerungen insbesondere aufgrund der Folgen aus dem Krieg in der Ukraine sowie der Unterbrechung von Lieferketten durch Lockdowns in China noch etwas schlechter ausfallen.

Das Zinsergebnis der Gesellschaft verbessert sich weiterhin. Der Zinsertrag erhöht sich leicht infolge höherer Darlehensforderungen gegenüber der Muttergesellschaft. Der Zinsaufwand ist insbesondere durch Sondertilgungen des Konsortialkredites rückläufig, auch die niedrige Marge aufgrund guter Finanzkennziffern wirkt sich entlastend aus.

3.2. Chancenbericht

Die Chancen der KGaA basieren ebenfalls auf den Chancen der Beteiligungsunternehmen. Die wesentlichen identifizierten Chancen in den Beteiligungsunternehmen wurden zu den folgenden gleichartigen Kategorien zusammengefasst:

Chancenidentifizierung

Die für das Unternehmen wesentlichen identifizierten Chancen wurden zu den folgenden gleichartigen Kategorien zusammengefasst:

Kategorie Identifizierte Chancen
Umfeld: - wirtschaftliche Entwicklung
- IT-Strukturen, Technik
Branche - veränderte Mediennutzung, Digitalisierung
- Leistungsschutzrecht
- Wettbewerbsrecht
Sonstiges: - Synergieeffekte / Akquisitionen
- Lokaloffensive

Chancenanalyse

Wirtschaftliche Entwicklung:

Ein über den Erwartungen liegender wirtschaftlicher Aufschwung verbunden mit sinkenden Arbeitslosenzahlen vor allem im Inland könnte zu höheren Investitionen auf dem Werbemarkt führen, die sich positiv auf den Umsatz sowie das Ergebnis auswirken können.

Veränderte Mediennutzung, Digitalisierung:

FUNKE setzt zukunftsorientiert weiterhin auf den laufenden Ausbau ihres medialen Angebots und eruiert kontinuierlich die Tendenzen der relevanten Medien- und mediennahen Dienstleistungsmärkte. Aus jedem frühzeitig aufgenommenen und umgesetzten Trend kann sich Umsatzpotenzial entwickeln.

Die digitalen Projektteams des Konzerns bieten die Möglichkeit, in enger Verzahnung mit den Standorten Trends aufzuspüren und neue Ideen schnell umzusetzen. Neue Geschäftsfelder sollen aufgebaut und das Kerngeschäft (Printmedien und Zeitschriften) konsequent in die digitale Welt überführt werden.

Leistungsschutzrecht:

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist am 1. August 2013 in Kraft getreten. Es soll die Leistung von Verlegern und Journalisten wirksam vor den Wettbewerbsnachteilen der ungerechtfertigten Verbreitung und Vervielfältigung der Erzeugnisse insbesondere im Internet schützen. Im Zeitalter der sich immer mehr beschleunigenden digitalen Entwicklung erscheint dies unverzichtbar und gibt auch FUNKE ein Mittel an die Hand, Dritte, die keine Nutzungsrechte der Presseerzeugnisse von den Verlegern erworben haben, von deren Nutzung auszuschließen.

Ihre Leistungsschutzrechte hat FUNKE an die Verwertungsgesellschaft "VG Media" übertragen. Dort sollen Tarife für die Nutzung der Leistungsschutzrechte der vertretenen Medienhäuser festgelegt werden. Durch die Bündelung der Leistungsschutzrechte diverser Medienhäuser bei nur einer Verwertungsgesellschaft wird eine stärkere Position gegenüber Google angestrebt.

Das EU-Parlament beschloss im Frühjahr 2019 eine neue Urheberrechtsreform. Bestätigt durch den Rat der Europäischen Union, läuft nun die zweijährige Frist für die Umsetzung in nationales Recht. Inhalt der Reform ist neben dem Leistungsschutzrecht auch die Verpflichtung zur Lizenzierung urheberrechtlich geschützter Inhalte und damit verbundener Upload-Filter. Das deutsche Leistungsschutzrecht wird damit stark ausgeweitet. Kernpunkt ist, dass es nicht nur für Suchmaschinenbetreiber gelten soll, sondern für alle Unternehmen, die online Inhalte verbreiten, und zwar nicht nur für einen kurzen Anreißer, sondern für den gesamten Artikel.

IT-Strukturen, Technik:

Künftig sollen Investitionen in neue Technologien (u. a. im Bereich Cloud Computing und Artifical Intelligence) erfolgen. Der weitere Ausbau der Standardisierung und Automatisierung sowie die Konzentration auf spezifische Nutzen- und Wettbewerbsvorteile durch Technologie in den IT-Strukturen soll zu einer gesteigerten Effizienz und zu weiteren Kostenreduktionen führen. Zusätzlich werden diverse Verwaltungsprozesse auch auf der Basis von Benchmarks permanent einer intensiven Überprüfung unterzogen.

Auch im Bereich der Neuen Medien sieht der Konzern zusätzliche Marktchancen. Diese liegen in der Konzentration auf die digitalen Produkt-, Vertriebs- und Kundeninteraktionsschichten (Online-Portale, Digitaler Kiosk, Customer Journey - Marketing Automation) und dem auch datenbasierten weiteren konsequenten Ausbau der Paid-Content-Angebote (und -Strategie). Zusätzlich soll versucht werden, übe Corporate-Publishing-Produkte, neue Kunden zu gewinnen und dadurch auf dem digitalen Mediensektor Marktanteile zu platzieren.

Chance und Herausforderung ist weiterhin die Anpassung der Druck- und Versandtechnik sowie Standorte in Bezug auf die sich verändernden Rahmenbedingungen. Dieses betrifft Investitionen in Erneuerungen sowie auch Ausbau und Verlagerung von Produktionsstandorten, die zu einer gesteigerten Effizienz führen.

Die Harmonisierung der System- und Prozesslandschaft als Beispiel im Anzeigen-, Vertriebs- und Redaktionsbereich hin zu standortübergreifenden Konzernstandards bleibt permanente Aufgabe in einer sich entwickelnden Organisation. Dieses ist Voraussetzung für gruppenweite Effizienz, Integration und Nutzbarmachung von Daten.

Die Digitalisierung der Konzernprozesse, die ebenso die Harmonisierung derselben nutz, ist für die nächsten Jahre eine Chance und wichtige Aufgabe der IT. Neue, digitale Plattformen für bislang manuelle Prozesse aber auch die flächendeckende Einführung der Nutzung von RPA-Technologien (Robotic Process Automation), um manuelle Vorgänge mit bestehenden Systemen und Aufwendungen zu automatisieren sind die Grundlage für eine vollständige Digitalisierung der Konzernweiten, operativen Prozesse.

Synergieeffekte, Akquisitionen:

Weitere Unternehmenszukäufe und das Heben von Synergien durch Konsolidierung können zu Kosteneinsparungen führen.

Neben der Umsetzung diverser Restrukturierungsmaßnahmen werden laufend weitere Effizienzsteigerungspotenziale und Prozessverbesserungen mit dem Ziel einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung untersucht.

Lokaloffensive:

Der Konzern setzt weiterhin auf die Chance seine starke lokale und regionale Verankerung auf den heimischen Märkten zu festigen. Nähe und Bindung zu Leserinnen, Lesern und Usern gilt es zu stärken und neue Anzeigenkundschaft zu gewinnen.

3.3. Risikobericht

Da die Zukunftsaussichten der KGaA von den Chancen- und Risiken der von ihr gehaltenen Beteiligungen abhängen, wird an dieser Stelle die Perspektive der Konzerngesellschaften betrachtet.

Risikomanagement

Für FUNKE bedeutet unternehmerisches Handeln stets Chancen zu nutzen und damit verbundene Risiken zu erkennen und zu begrenzen. Der Konzern versucht, die Chancen seiner relevanten Märkte optimal zu nutzen, um Kundschaft langfristig zu binden und durch fairen Wettbewerb gegenüber der Konkurrenz auf Dauer zu bestehen. Dazu ist es erforderlich, vorausschauend Risiken und Veränderungen der Märkte zu erkennen. So verfügt FUNKE über ein bereits etabliertes Risikomanagement, zu dessen Bestandteilen neben den Erkenntnissen aus der Rechnungslegung und dem Controlling, auch Compliance und Revision zählen. Diese Stabsbereiche flankieren die internen Kontrollsysteme der operativen Bereiche.

Die Revision legt dabei das Hauptaugenmerk auf die Prüfung des Vorhandenseins sowie der Effektivität und Effizienz des internen Kontrollsystems. In diesem Rahmen verfolgt die Revision einen risikoorientierten Prüfungsansatz, aus welchem auch die jährliche Planung entwickelt wird. Ferner koordiniert die Interne Revision gemeinsam mit Compliance gruppenweite Richtlinien, welche wesentliche Handlungsgrundlagen innerhalb FUNKE dokumentieren. Im Compliance Bereich ist auch die disziplinarische Verantwortung für den Datenschutz angesiedelt, der nach Inkrafttreten der DSGVO von zunehmender Bedeutung für datenbasierte Geschäftsmodelle ist. Die Compliance-Arbeit unterstützt die Geschäftsführung dabei, präventiv Governance- und regulatorische Risiken zu erkennen und diesen durch geeignete Maßnahmen in der Organisation entgegenzusteuern.

Compliance ist Ansprechpartner bei Fragen und Verstößen zu behördlichen Regelungen, unternehmensinternen Richtlinien, der Einhaltung von Rechtsvorschriften und Gesetzen. Auf der Basis von Risikoanalysen werden zusammen mit der Internen Revision Kontrollmaßnahmen formuliert, welche durch die Fachbereiche implementiert werden. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen die erforderlichen internen Richtlinien ausgearbeitet bzw. angepasst, ggf. Prozesse auf ihre Rechtssicherheit hin hinterfragt sowie Compliance-Schulungsmaßnahmen für Führungskräfte und Mitarbeitende durchgeführt und/oder koordiniert.

Im Hinblick auf Transparenz und Risikovorsorge sowie die Überwachung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sind speziell folgende Maßnahmen relevant:

 

/ Weitestgehend vereinheitlichte Geschäftsprozesse und Konzernvorgaben wie zum Beispiel Bilanzierungsrichtlinien

 

/ Prozessintegrierte Kontrollen wie zum Beispiel Zugriffsschutz der IT-Systeme durch Berechtigungskonzepte, 4-Augenprinzip und Funktionstrennung

 

/ Laufende Analysen zur Identifizierung von eventuellen Risiken. Zu nennen sind unter anderem Marktbeobachtungen, Ad-hoc-Analysen sowie Wettbewerbsvergleiche

 

/ Regelmäßige Ermittlung von strategischen und marktbedingten Risiken innerhalb standardisierter Planungs- und Forecast-Prozesse

 

/ Monats- und Quartalsberichterstattung mit regelmäßigen Analysen durch die einzelnen Controlling-Abteilungen sowohl für einzelne Geschäftseinheiten als auch für die Gesamtgruppe sowie Plan-Ist Vergleiche

 

/ Zentrales Cash Management mit kontinuierlicher Finanzplanung

 

/ Compliance-Management-System mit regelmäßigen Risikoanalysen

 

/ Externes- und internes Hinweisgebersystem für Compliance-Verstöße

 

/ Eine zentral aufgestellte Einkaufsorganisation

 

/ Zentrale Datenschutzorganisation flankiert von fachlicher und regionaler Koordination

 

/ Ausbau der Informations- und Cybersicherheitsorganisation

Risikoidentifizierung

Die für das Unternehmen wesentlichen identifizierten Risiken wurden zu den folgenden gleichartigen Risikogruppen zusammengefasst:

Kategorie Identifizierte Risiken
Umfeld: - allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken
- politische und rechtliche Risiken
- Technikausfälle und Cyber Security
Branche: - veränderte Mediennutzung, Digitalisierung
Leistungswirtschaft: - Entwicklung Material- und Herstellungskosten
Finanzwirtschaft: - Liquiditätsrisiko
- Forderungsausfälle
- Zinsänderungsrisiko
- Währungsrisiko
Sonstiges: - Epidemie / Pandemie
- Rechtsstreitigkeiten
- Verstöße gegen interne Richtlinien, Datenschutzbestimmungen, Gesetze

Risikoanalyse

Allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken:

Grundsätzlich besteht immer die Gefahr, dass allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken zu sinkenden Einnahmen führen, die kurzfristig nicht durch eine Reduzierung von Kosten aufzufangen sind. Ebenso könnten mögliche Abwertungen der Kreditwürdigkeit einzelner europäischer Länder in Deutschland zu negativen konjunkturellen Auswirkungen führen, die sich auch auf den Werbemarkt niederschlagen und zu sinkenden Werbeeinnahmen führen.

Politische und rechtliche Risiken:

Durch die Europäische Union verhängte Werbeverbote für bestimmte Produktgruppen können zu rückläufigen Werbeeinnahmen führen.

Neue Gesetzeslagen (wie zum Beispiel die EU-Datenschutzgrundverordnung, das neue Telemediengesetz TTDSG) können sich mittel- und unmittelbar negativ auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.

Weitere Erhöhungen in der Zustellung führen zum deutlichen Kostenanstieg in der Logistik.

Politische Krisen, Unruhen und militärisch ausgetragene Konflikte zwischen Staaten, wie z. B. der Ukraine-Krieg, können ein hohes Risiko darstellen. In der Lieferkette können Unternehmen eingebunden sein, sie ihren Sitz und/oder Tätigkeitsschwerpunkt im Krisengebiet haben und/oder die Sanktionen, z.B. der Europäischen Union, unterliegen. Infolgedessen ist mit steigenden Rohstoff- und Energiekosten zu rechnen.

Technikausfälle und Cyber Security:

Die Wertschöpfungskette bei FUNKE ist erheblich von der eingesetzten Technik abhängig. Ein eventueller Ausfall könnte den reibungslosen Produktionsablauf gefährden. Deshalb sind zur Risikominimierung effiziente Backup- und Notfall-Systeme, Viren- und Zugangsschutzprogramme sowie Datensicherungs- und Verschlüsselungssysteme fest integriert, um die Betriebsbereitschaft jederzeit zu gewährleisten. Gleiches gilt für erprobte und funktionale Havarie-Mechanismen. Dieses bedingt die laufende Investition in die Weiterentwicklung der eingesetzten Technologien, um diese auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten.

Durch die Definition und Verwendung von Krisenreaktionsplänen, die alle relevanten Gruppen im Falle einer Systemstörung einbinden, wird eine optimale Lösungsbehebung erreicht. Darüber hinaus unterliegen alle Produktionssysteme einem proaktiven Monitoring, so dass Systemprobleme bereits in der Entstehung erkannt werden und einer Behebung zugeführt werden können. Abschließend arbeitet FUNKE zudem an einer automatisierten Erstellung von sogenannten Havarie-Ausgaben, die in dem Fall einer nicht in der notwendigen Zeit zu behebenden Systemstörung, zur Erzeugung eines Printproduktes, wenn auch mit reduziertem Inhalt, verwendet werden können.

Ein gestiegenes Risiko zeichnet sich im Bereich der Cyber Security ab. Die Attraktivität des kriminellen Geschäftsmodells und die zunehmende Professionalität und Expertise der angreifenden Personen zeichnen sich u. a. in einer deutlichen Zunahme der bekannt gewordenen Fälle ab. Dieses stellt eine neue und gestiegene Bedrohungssituation auch für FUNKE dar. Unsere Konsequenz daraus ist ein erhöhter Fokus auf den Bereich der Informationssicherheit, der sich neben Awareness-Schulungen auch in einer neuen angepassten Security-Organisation sowie Investitionen in das spezifische Themenfeld IT-Security widerspiegeln. Technische und organisatorische Maßnahmen sind hier u. a.:

 

/ Schulungskonzept zur Security-Awareness in der FUNKE Mediengruppe

 

/ Implementierung einer erweiterten konzernweiten Endpoint Security über Microsoft Defender ATP

 

/ Installation eines extern betriebenen Security Operation Center (SOC)

 

/ Regelmäßige interne Vulnerability Assessments

Veränderte Mediennutzung, Digitalisierung:

Das vornehmliche Risiko der veränderten Mediennutzung und der damit verbundenen verstärkten Orientierung hin zu digitalen Medien führt dagegen bereits heute zu einer Verschiebung der Werbemärkte. Die veränderte Mediennutzung bedingt zusammen mit dem demographischen Wandel sinkende Auflagen der klassischen Medien, verbunden mit dem Rückgang von Vertriebserlösen. Die Entwicklung auf den elektronischen Märkten wird daher kontinuierlich analysiert, um aktuelle Trends frühzeitig zu erkennen. So wird das Kerngeschäft konsequent in die digitale Welt überführt und neue Geschäftsfelder werden aufgebaut.

Entwicklung Papierpreis:

Die Branche ist stark von der Entwicklung der Material- und Herstellungskosten (u.a. Papier) abhängig. Eine Erhöhung kann unter Umständen nicht an Leserinnen und Leser weitergegeben werden.

Liquiditätsrisiko:

Eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung ermöglicht es, eventuelle Engpässe rechtzeitig aufzudecken. Frei verfügbare Kreditlinien, ein Basisbestand liquider Mittel sowie ein fest integriertes Cash-Pooling-System garantieren, dass der Konzern jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Die Geldanlage von nicht benötigten liquiden Mitteln wird durch eine Richtlinie vorgegeben. Diese beinhaltet Anlagerichtlinien und Limits zur Risikobegrenzung. Das weiterhin sehr niedrige Zinsniveau hat zu stark reduzierten Zinserträgen geführt. Im Berichtsjahr wurden die negativzinsfreien Anlagevolumina weiter reduziert und Verwahrungsentgelte erhöht. Dies führte zu einer spürbaren Belastung durch in Rechnung gestellte Verwahrentgelte. Der Konzern versucht durch entsprechende Disposition der Liquidität den Aufwand durch Verwahrentgelte zu minimieren. Die Kostenbelastung wird weiter anhalten, da die EZB voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2022 langsam die Leitzinsen erhöhen wird.

Forderungsausfälle:

Ein aktives Debitorenmanagement und Mahnwesen ermöglichen es, Forderungsausfällen frühzeitig entgegenzuwirken. Das Risiko von Forderungsausfällen wird als gering eingestuft, da die Kundenbasis breit gestreut ist. Das Risiko wird bilanziell durch Wertberichtigungen auf Basis von Altersstruktur und Mahnstufen abgebildet.

Zinsänderungsrisiko:

Aufgrund der überwiegend variabel aufgenommenen Bankdarlehen ist der Konzern einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird gemäß internen Richtlinien zentral überwacht. Auswirkungen von möglichen Zinsänderungen auf das Finanzergebnis werden regelmäßig mittels einer Sensitivitätsanalyse geprüft sowie die Zinsentwicklungen beobachtet. Sofern es notwendig erscheint, werden derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung genutzt.

Währungsrisiko:

Währungsrisiken sind überschaubar, da die Ergebnisse hauptsächlich im Euroraum erzielt werden. Verbleibende Risiken aus Wechselkursschwankungen sind für den Konzern unwesentlich, da Einzahlungen aus Umsätzen und die Abrechnungen mit Lieferanten überwiegend in Euro abgewickelt werden. Eine Absicherung erfolgt daher nicht, gleichwohl werden mögliche Risiken aus Wechselkursänderungen überwacht.

Epidemie /Pandemie

Das Risiko einer sich flächendeckend ausbreitenden Infektionskrankheit, wie z. B. die COVID-19, die weite Teile der Bevölkerung betrifft, könnte zu krankheitsbedingten Einschränkungen unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei FUNKE führen.

FUNKE beobachtet die Entwicklung der aktuellen Corona-Pandemie sehr genau, prüft dabei permanent Informationen offizieller Stellen und setzt Maßnahmen zur Eindämmung des Virus konsequent um. Die Belegschaft wird entsprechend regelmäßig informiert und mittels geeigneter Schutzmaßnahmen, wie z. B. mobiles Arbeiten, Masken, Impfung, wird die Verbreitung des Virus aktiv eingedämmt.

Aufgrund sich verschlechternder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen drohen Umsatzeinbußen in den Werbebereichen, weil die Unternehmen zunächst bei ihren Werbebudgets sparen könnten. Davon wären sämtliche Medien wie Print, Digital und Hörfunk betroffen. Das birgt nennenswerte Ergebnisrisiken.

Allerdings kann auch das Informationsbedürfnis der Bevölkerung steigen, so dass insbesondere Zeitungen, Online- und Hörfunkangebote stärker nachgefragt werden.

Rechtsstreitigkeiten:

Letztendlich kann es im Zuge der journalistischen Berichterstattung zu Rechtsstreitigkeiten und damit verbundenen Schadenersatzansprüchen kommen. Ebenso können Kartell- oder Wettbewerbsverletzungen zu Rechtsansprüchen fremder Dritter führen. Etwaige Kosten sind grundsätzlich durch Versicherungen und Rückstellungen für Prozessrisiken abgedeckt.

Verstöße gegen interne Richtlinien, Datenschutzbestimmungen, Gesetze:

Der Verstoß gegen Gesetze und interne Richtlinien kann nicht nur für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Konsequenzen nach sich ziehen. Auf Unternehmensseite können unter anderem Bußgelder oder Strafverfahren drohen. Außerdem können auf das Unternehmen erhebliche Reputationsverluste zukommen.

Insbesondere im Hinblick auf die sich ausweitenden digitalen Aktivitäten bei FUNKE ist die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen sehr wichtig. Der Diebstahl von Kundendaten könnte Vertrauensverluste auf Seiten der Kundschaft nach sich ziehen und damit das digitale Wachstum erschweren.

Der Compliance- und Rechtsbereich tragen aktiv dazu bei, solche Risiken zu mindern und mögliche Verstöße entsprechend zu verfolgen.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation bei FUNKE

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für den Konzern aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, wurde ein Risikomanagementsystem geschaffen. Risikopotenziale werden kontinuierlich aufgedeckt und analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Im Geschäftsjahr 2021 war der Konzern mit Ausnahme der weiteranhaltenden COVID-19-Pandemie wie im Vorjahr mit einer überschaubaren Risikosituation konfrontiert. Zum aktuellen Zeitpunkt sind der KGaA keine über die bereits im Konzernabschluss abgebildeten Risiken hinaus bekannt. Für das laufende Geschäftsjahr sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die KGaA bekannt, allerdings ist mit negativen Auswirkungen aus der andauernden Corona-Krise und des Ukraine-Krieges zu rechnen.

 

Essen, den 25. Mai 2022

Andrea Glock

Simone Kasik

Christoph Rüth

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2020
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.367.016,62 31.440,4
2. Geschäfts- oder Firmenwert 303.211.713,18 358.484,6
3. geleistete Anzahlungen 441.121,76 489,9
323.019.851,56 390.414,9
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.295.408,08 21.121,5
2. technische Anlagen und Maschinen 4.161.591,43 5.537,1
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.475.916,65 28.019,9
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.888.897,15 1.450,4
47.821.813,31 56.129,0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.016.109,92 45,8
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 5.048.096,58 4.969,4
3. Beteiligungen 3.333.511,75 4.386,6
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 561.350,08 750,4
5. sonstige Ausleihungen 1.762.804,22 1.121,6
22.721.872,55 11.273,7
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.222.468,99 12.160,3
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 866.126,03 593,1
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.568.896,99 1.932,4
4. geleistete Anzahlungen 177.788,56 143,2
14.835.280,57 14.829,0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.120.816,53 62.840,1
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100.219,56 25,3
3. Forderungen gegen Gesellschafter 846.352.760,01 807.154,4
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.295.235,79 18.184,5
5. sonstige Vermögensgegenstände 132.392.137,53 123.609,3
1.059.261.169,42 1.011.813,7
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 10.000.000,00 10.000,0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 226.702.920,71 195.688,9
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.339.276,31 20.261,7
1.728.702.184,43 1.710.410,8

PASSIVA

31.12.2020
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 60.000.800,00 60.000,8
II. Kapitalrücklage 309.937.675,44 309.937,7
III. Gewinnnrücklagen 1.896.399,00 1.953,3
IV. Konzernbilanzgewinn 335.889.673,23 348.312,3
V. Nicht beherrschende Anteile 1.382.677,47 401,5
709.107.225,14 720.605,6
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 237.631,61 0,0
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 297.860.235,38 288.478,7
2. Steuerrückstellungen 1.163.610,13 1.247,2
3. sonstige Rückstellungen 163.457.256,22 165.916,1
462.481.101,73 455.642,0
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 287.575.421,83 356.125,4
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 49.575.691,34 48.102,7
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.476.828,03 59.689,6
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.757.909,13 6.848,5
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 87.056.870,78 133,3
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.967.927,37 10.935,5
7. sonstige Verbindlichkeiten 40.229.748,30 39.707,1
- davon aus Steuern € 12.777.240,07 (i.V. T€ 9.355,3)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 485.724,98 (i.V. T€ 312,2)
543.640.396,78 521.542,1
E. Rechnungsabgrenzungsposten 13.235.829,17 12.621,1
1.728.702.184,43 1.710.410,8

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 1.119.510.161,28 1.142.461,9
2. Verminderung / Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -189.142,23 170,3
3. sonstige betriebliche Erträge 58.199.674,06 31.373,3
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 74.870.056,30 87.386,5
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 112.219.238,92 114.990,3
187.089.295,22 202.376,8
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 373.008.997,66 381.722,5
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 75.376.768,23 77.851,3
- davon für Altersversorgung € 4.715.620,58 (i.V. T€ 5.462,4)
448.385.765,89 459.573,8
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 94.111.756,68 115.349,7
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 361.292.282,14 361.669,3
8. Erträge aus Beteiligungen 3.180.637,54 3.431,5
9. Ergebnis aus Equity-Bewertung 295.188,29 -1.081,6
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 75.181,32 93,7
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.633.022,32 15.858,4
- davon aus verbundenen Unternehmen € 15.035.806,64 (i.V. T€ 14.302,9)
- davon Erträge aus der Abzinsung € 0,0 (i.V. T€ 0,0)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 508,74 1.860,5
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.274.049,88 26.930,7
- davon aus verbundenen Unternehmen € 0,0 (i.V. T€ 0,0)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung € 21.663.591,80 (i.V. T€ 21.315,7)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.172.119,53 1.922,8
15. Ergebnis nach Steuern 77.378.944,50 22.624,0
16. sonstige Steuern 1.757.087,18 1.712,8
17. Konzernergebnis vor Gewinnabführung 75.621.857,32 20.911,2
18. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 86.925.483,72 0,0
19. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 -642,7
20. Konzernjahresfehlbetrag (i. Vj. Konzernjahresüberschuss) -11.303.626,40 21.553,9
21. auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne 1.405.251,98 879,2
22. auf nicht beherrschende Anteile entfallende Verluste 436.155,38 1.053,0
23. Konzernverlust (i. Vj. Konzerngewinn) des Mutterunternehmens -12.272.723,00 21.727,7

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

A. Allgemeine Angaben

1. Gesetzliche Grundlagen

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA (FUNKE MEDIENGRUPPE) wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 266 (2) / (3) bzw. § 275 (2) HGB iVm § 298 (1) HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB iVm § 298 (1) HGB zur Anwendung.

Die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Essen wird beim Amtsgericht Essen unter HRB 25935 geführt.

2. Konsolidierungskreis / assoziierte Unternehmen

In den Konzernabschluss wurden gem. § 290 HGB neben der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA (Mutterunternehmen) die in- und ausländischen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen wie folgt einbezogen:

31.12. 2021 31.12. 2020
gem. §§ 300 ff. HGB voll in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 107 108
(Tochterunternehmen) Ausland 0 0
107 108
gem. § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 4 4
(Tochterunternehmen) Ausland 1 1
5 5
gem. § 310 HGB quotal in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 4 6
(Gemeinschaftsunternehmen) Ausland 0 0
4 6
gem. §§ 311 ff. HGB at equity in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 20 21
(assoziierte Unternehmen) Ausland 0 0
20 21
gem. § 311 (2) HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 0 3
(assoziierte Unternehmen) Ausland 1 1
1 4
Gesamtsumme: 137 144

Der gesamte Anteilsbesitz ist der Anteilsbesitzliste zu entnehmen, welche zusätzlich auch Angaben zur Art der Einbeziehung enthält.

Die Anzahl der Gesellschaften des Konsolidierungskreises hat sich im Geschäftsjahr insgesamt um 7 Gesellschaften verringert: Zwei konsolidierte Gesellschaften sind verschmolzen worden, ein Tochterunternehmen ist erworben und erstmalig konsolidiert worden. Bei zwei der quotal einbezogenen Unternehmen ist im Anschluss an einer Realteilung eine Verschmelzung durchgeführt worden. Ein nach der Equity Methode bewertetes Unternehmen ist erworben worden. Zwei assoziierte Unternehmen sind nach Kauf der restlichen Anteile auf ein Tochterunternehmen verschmolzen bzw. angewachsen worden. Darüber hinaus sind drei assoziierte Unternehmen, bei denen keine Bewertung vorgenommen wurde, verkauft worden. Ein Tochterunternehmen, das wegen Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde, ist veräußert worden. Ein anderes ist erworben worden, konnte aufgrund unangemessener Verzögerung aber noch nicht vollkonsolidiert werden.

Im Berichtsjahr wurden zwei Beteiligung an vollkonsolidierten Tochterunternehmen aufgestockt. Die Vorgänge wurden als Erwerbsvorgang gem. DRS 23 behandelt. Der sich nach Verrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert oder als passivischer Unterschiedsbetrag in der Bilanz gesondert ausgewiesen.

Aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben sich nachfolgend aufgeführte nennenswerte Auswirkungen auf die Konzernbilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung.

31.12.2021 31.12.2020 Differenz davon Veränderung Konsolidierungskreis
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögensgegenstände 323,0 390,4 -67,4 6,3
Finanzanlagen 22,7 11,3 11,4 12,0 *)
Sonstige Vermögensgegenstände 132,4 123,6 8,8 0,8
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 226,7 195,7 31,0 1,3
Rückstellungen 462,5 455,6 6,9 0,4
Verbindlichkeiten 543,6 521,5 22,1 0,3
2021 2020 Differenz davon Veränderung Konsolidierungskreis
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 1.119,5 1.142,5 -23,0 -4,0
Materialaufwand 187,1 202,4 -15,3 -1,4
Personalaufwand 448,4 459,6 -11,2 -1,2
Abschreibungen 94,1 115,3 -21,2 -0,1
Sonstiger betrieblicher Aufwand 361,3 361,7 -0,4 -0,9

*) Der Zugang bei den Finanzanlagen beruht auf dem Erwerb eines verbundenen Unternehmens das aufgrund des § 296 (1) Nr. 2 HGB erst im Folgejahr vollkonsolidiert wird.

3. Abschlussstichtag

Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, den 31. Dezember 2021, aufgestellt.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 HGB für Unternehmen, die aufgrund eines Zukaufs/Erwerbs erstmals konsolidiert werden, nach der Erwerbsmethode zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs- und Sonderposten entspricht. Ein nach Verrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und nach § 309 (1) HGB über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei Kapitalkonsolidierungen von Gesellschaften oder zugekauften Kapitalanteilen, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde die Buchwertmethode gem. § 301 (1) Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden den jeweiligen Bilanzpositionen zugeordnet. Ein verbleibender Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert oder als passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Die passivischen Unterschiedsbeträge haben sich bereits realisiert.

Nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile von Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, werden gem. § 307 (1) HGB unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gem. § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Zeitliche Buchungsdifferenzen werden erfolgsneutral in die sonstigen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten gebucht. Echte Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag gebucht.

Zwischengewinneliminierung

Auf eine Eliminierung der Zwischengewinne wird nach § 304 (2) HGB grundsätzlich verzichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Umsatzerlöse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen nach § 305 HGB verrechnet.

Gemeinschaftsunternehmen

Sechs inländische Gemeinschaftsunternehmen wurden gem. § 310 HGB quotal entsprechend ihrer Beteiligungsquote in den Konzernabschluss einbezogen. Die gemeinsame Führung beruht auf faktischen Verhältnissen der Höhe der Beteiligungsquote. Die Grundsätze der Konsolidierung entsprechen denen der vollkonsolidierten Unternehmen. Zwei dieser Gemeinschaftsunternehmen sind aufgrund einer Realteilung zum Ende des Geschäftsjahres aus der Quotenkonsolidierung ausgeschieden.

Assoziierte Unternehmen, die nach § 312 HGB bewertet wurden

Beteiligungen an diesen Unternehmen werden gemäß §312 (1) HGB nach der Buchwertmethode angesetzt. Die Erstkonsolidierungen erfolgen nach § 312 (3) HGB n. F. zum Erwerbszeitpunkt. Erstkonsolidierungen, die vor dem 1. Januar 2010 durchgeführt wurden, erfolgten nach § 312 HGB a. F. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. zum Zeitpunkt des Erwerbs. Auf Grund der Inanspruchnahme des § 312 (5) HGB wird auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden verzichtet.

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Equity-Bilanzierung zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 0,7 Mio. € entfallen auf Firmenwerte.

Unternehmen, die nach § 296 HGB nicht einbezogen und assoziierte Unternehmen, die nach § 311 (2) HGB nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden

Unternehmen, die nach § 296 (2) HGB nicht einbezogen wurden und assoziierte Unternehmen, die nach § 311 (2) HGB nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden, sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Insgesamt betragen die Bilanzsummen und Jahresumsatzerlöse nicht mehr als 1% der Konzernbilanzsumme bzw. der Konzernumsatzerlöse.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen vermindert. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünfzehn Jahren.

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Es wurden Nutzungsdauern zwischen vier und fünfzehn Jahren angesetzt.

Für die entgeltlich erworbenen Geschäfts - oder Firmenwerte wurden die Begründungen der jeweiligen Nutzungsdauer in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden hier aufgrund von Erfahrungswerten nach gleichartigen Gründen und gleicher Nutzungsdauer in Gruppen zusammengefasst:

Gruppe 15 Jahre 5-4 Jahre Begründung
Buchwerte Buchwerte
in Mio. € in Mio. €
Tageszeitungen 91,2 0,0 Tageszeitungen gelten als Kulturgut und haben eine lange Historie. In der jeweiligen Region ist jeweils ein Alleinstellungsmerkmal (Marktführerschaft) zu unterstellen, welches einen langen Produktlebenszyklus und somit eine lange betriebliche Nutzungsdauer begründet. Konzernweit wird demzufolge beim Erwerb eines Verlages etc. grundsätzlich eine Nutzungsdauer von 15 Jahren angesetzt.
Zeitschriften 188,7 1,7 Auf Grund des Bekanntheitsgrades eines Zeitschriftentitels/Verlages und der damit verbundenen Marktstellung, die über einen langen Zeitraum erworben wurde, wird grundsätzlich ein langfristiger Produktlebenszyklus unterstellt. Konzernweit wird demzufolge beim Erwerb eines Verlages etc. grundsätzlich eine Nutzungsdauer von 15 Jahren angesetzt. In Ausnahmefällen erfolgt eine Festlegung von 4 oder 5 Jahren, wenn mit einem kürzeren Produktlebenszyklus zu rechnen ist.
Digital 1,9 14,5 Aufgrund der Schnelllebigkeit im Digitalbereich wird der Produktlebenszyklus unter anderem in Bereichen wie Online-Services, Digitales Publishing und dem Betrieb von Internet-Plattformen als kurzfristig angesehen. Für Geschäfts- und Firmenwerte in diesem Bereich wird daher eine Nutzungsdauer von 5 Jahren unterstellt.
Sonstiges 0,0 5,2 In der Gruppe "Sonstiges" wurde einzelfallbezogen analog zu den Begründungen der anderen Gruppen (Umfang Erwerb und Produktlebenszyklus sowie Marktposition) der erwartete Produktlebenszyklus angesetzt.
Summe 281,8 21,4

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten vermindert um lineare, bei Zugängen vor dem 31. Dezember 2009 auch um degressive Abschreibungen bewertet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung wurde beachtet. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünfzehn, bei Gebäuden zwischen 25 und 50 Jahren.

Für Zugänge zum Sachanlagevermögen wurden im Jahr 2021 entsprechend § 6 Abs. 2a EStG Sammelposten gebildet, sofern ihre jeweiligen Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € liegen. Der Sammelposten wird über 5 Jahre aufgelöst. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 € wurden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, die Ausleihungen mit dem Nominalwert angesetzt. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert. Soweit die Gründe für vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung werden keine Abschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Bestandsrisiken werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten grundsätzlich auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen (soweit durch die Fertigung veranlasst) berücksichtigt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Börsen- oder Marktpreis bilanziert.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Guthaben in ausländischen Währungen werden zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Unter den Guthaben bei Kreditinstituten werden ebenfalls verschiedene Festgelder ausgewiesen, die im Bedarfsfall kurzfristig verfügbar sind.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des Ansatzwahlrechts.

Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Teilwertverfahrens ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre verwendet. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,87% (im Vorjahr 2,30%). Zinsänderungseffekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Erwartete Gehaltssteigerungen wurden bei Pensionen mit bis zu 2,00% und bei Entgeltumwandlung mit 1,50% berücksichtigt. Erwartete Rentensteigerungen wurden bei den Pensionen mit 1,75% und bei Entgeltumwandlung mit 1,00% kalkuliert.

Die Rückstellungen für Sterbegeld werden nach versicherungsmathematischen Methoden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal ein durchschnittlicher Marktzinssatz bei einer Laufzeit von 15 Jahren von 1,35% gem. der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 1,50% berücksichtigt, erwartete Rentensteigerungen wurden nicht berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitkongruenten Zinssatz abgezinst.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Unter Zugrundelegung der tatsächlichen Laufzeit wurde für die Abzinsung pauschal ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 0,36% gem. der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen sowie Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen wurden mit 1,50% berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 (2) Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere, deren beizulegender Zeitwert sich aus Börsenpreisen ergibt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Im Geschäftsjahr 2021 sind Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 9,8 Mio. € entstanden. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Kapitalkonsolidierungen aufgrund von Erstkonsolidierungen erworbener Gesellschaften und sukzessiven Erwerben.

Der Buchwert der Geschäfts- und Firmenwerte resultiert in Höhe von 23,2 Mio. € aus Kapitalkonsolidierungen und in Höhe von 280,0 Mio. € aus einbezogenen Einzelabschlüssen.

Bei den Firmenwerten aus Kapitalkonsolidierung erfolgten insgesamt Abschreibungen in Höhe von 26,4 Mio. €, außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von 4,0 Mio. € vorgenommen. Bei den Firmenwerten aus einbezogenen Einzelabschlüssen erfolgten Abschreibungen in Gesamthöhe von 38,6 Mio. €.

Die Gesellschaft hält im Sinne von § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Verbindung mit § 271 Abs. 1 HGB die folgenden wesentlichen Beteiligungen:

Name und Sitz Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres Beteiligungsquote
des Unternehmens %
Funk & Fernsehen Nordwestdeutschland GmbH & Co. KG, Hannover *) 3.470.301,10 5.052.767,47 8,38
Shore GmbH, München **) 7.305.738,62 -1.703.494,44 7,20

*) es handelt sich um die Zahlen des Jahresabschlusses zum 31.12.2020
**) es handelt sich um die Zahlen des Jahresabschlusses zum 31.12.2019

Forderungen

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.121 62.121
(31.12.2020) (62.840) (62.840)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100 100
(31.12.2020) (25) (25)
Forderungen gegen Gesellschafter 14.860 831.493 846.353
(31.12.2020) (16.796) (790.358) (807.154)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.295 18.295
(31.12.2020) (18.185) (18.185)
Sonstige Vermögensgegenstände 42.709 89.683 132.392
(31.12.2020) (117.750) (5.859) (123.609)
GESAMT 138.085 921.176 0 1.059.261
(31.12.2020) (215.597) (796.217) (0) (1.011.814)

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von 12,0 Mio. €, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um Vorsteuerforderungen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von 0,7 Mio. € gegen Gesellschaftern enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter sind solche gegen verbundene Unternehmen.

In den Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 16,3 Mio. € (Vorjahr 13,1 Mio. €) enthalten.

Latente Steuern

Latente Steuern sind im Wesentlichen in den folgenden Positionen enthalten:

Position aktive latente Steuern passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände X
Grundstücke und Gebäude X
Verlustvortrag KSt/GewSt X
Pensionsrückstellungen X
sonstige Rückstellungen X

Bei den inländischen Gesellschaften sind regionale Steuersätze von 27,38% bis 32,63% angewendet worden.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 60,0 Mio. € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 60,0 Mio. nennwertlose Stückaktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 309,9 Mio. €. Entnahmen aus sowie Einstellungen in die Kapitalrücklage haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen bestehen insgesamt aus anderen Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurden Entnahmen aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 1,0 T€ vorgenommen. Einstellungen sind nicht erfolgt.

Konzernbilanzgewinn

In dem Konzernbilanzgewinn ist ein Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 348,3 Mio. € enthalten.

Nicht beherrschende Anteile

Im Posten "Nicht beherrschende Anteile" wurden 12,3 Mio. € Passivposten mit 10,9 Mio. € Aktivposten verrechnet.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Im Geschäftsjahr 2021 entstand ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 0,2 Mio. € aufgrund eines sukzessiven Erwerbs. Dieser resultiert aus zu erwartenden Verlusten für das Folgejahr.

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Die zum 31. Dezember 2021 gebildeten Rückstellungen entfallen mit 261,2 Mio. € auf Pensionen, mit 36,1 Mio. € auf Entgeltumwandlung und mit 0,6 Mio. € auf Übergangs- und Sterbegelder.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 19,9 Mio. €. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. für die Ausschüttung gesperrt.

Für die Entgeltrückstellung beträgt der Unterschiedsbetrag 0,2 Mio. €.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 39,5 Mio. €, die überwiegend für Tantiemen, ausstehende Urlaube sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet wurden. 27,2 Mio. € wurden für die Restrukturierung zurückgestellt, von denen ein Großteil auf die Neuausrichtung der FUNKE MEDIENGRUPPE entfällt. Weitere Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 21,4 Mio. € und Remittenden in Höhe von 33,9 Mio. €.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75 287.500 287.575
(31.12.2020) (1.125) (355.000) (356.125)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 49.139 437 49.576
(31.12.2020) (48.061) (41) (48.103)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.475 1 54.476
(31.12.2020) (59.689) (1) (59.690)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.758 15.758
(31.12.2020) (6.849) (6.849)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 87.057 87.057
(31.12.2020) (133) (133)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.968 8.968
(31.12.2020) (10.935) (10.935)
Sonstige Verbindlichkeiten 37.127 3.103 40.230
(31.12.2020) (36.572) (3.135) (39.707)
GESAMT 252.599 291.041 0 543.640
(31.12.2020) (163.364) (358.177) (0) (521.542)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr 4,7 Mio. €) enthalten.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Jahres 2021 teilen sich wie folgt auf:

nach Produktbereichen: Mio. €
Tageszeitungen 473,7
Anzeigenblätter 103,5
Zeitschriften 336,2
Druckerei 10,3
Elektronische Medien 110,7
Sonstige 85,1
1.119,5

Die Umsätze wurden ausnahmslos in Deutschland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, periodenfremde Erträge, Erträge aus Kostenerstattungen (z. B. Mahn- und Gerichtskostenerstattungen) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von 23,8 Mio. € entstanden. Davon betreffen 2,7 Mio. € Erstattungsansprüche durch Weiterbelastungen im Wesentlichen von Beratungsaufwendungen, 7,4 Mio. € resultieren aus der Aufgabe von Druckereien. Es sind 13,5 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit der Cyberattacke angefallen, die restlichen 0,2 Mio. € beruhen auf der Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierung.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 23,1 Mio.€, im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen, enthalten.

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. € enthalten, die überwiegend im Zusammenhang mit der Cyber-Attacke stehen.

Personalaufwand

Für Restrukturierungsmaßnahmen in verschiedenen Unternehmensbereichen wie Vermarktung, Redaktion und Serviceeinheiten (12,8 Mio. €), die Cyber-Attacke (1,5 Mio. €) sowie als Folge der Corona Pandemie (0,4 Mio. €) sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Personalaufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von insgesamt 14,7 Mio. € angefallen.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 (3) Satz 5 HGB in Höhe von 4,2 Mio. € erfolgt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dieser Position sind überwiegend Zustellkosten, Werbekosten, Provisionen, Mieten und Pachten sowie Reparaturkosten enthalten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind sonstige betriebliche Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von 37,5 Mio. € angefallen. In Höhe von 26,8 Mio. € stehen sie im Zusammenhang mit der Einstellung für Rückstellungen für Restrukturierung in den Bereichen Vermarktung, Redaktion und Service. 2,0 Mio. € entfallen auf die Schließung von Druckereien, 2,5 Mio. € betreffen Aufwendungen für die Modernisierung von Druckanlagen. Für die Beendigung von Vertragsverhältnissen im IT- Bereich sind 4,9 Mio. € berücksichtigt worden. Mit 0,4 Mio. € entfallen sie auf die Cyberattacke. Weitere 0,9 Mio. € stehen im Zusammenhang mit der Corona Pandemie.

Ebenfalls enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2,7 Mio. €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Provisionen und Mietanpassungen stehen.

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen gem. § 253 (3) Satz 5 HGB erfolgt.

D. Sonstige Angaben

Vermögensverrechnung

Zur Verrechnung nach § 298 (1) i. V. m. §§ 246 (2) Satz 2 HGB und 314 Nr. 17 HGB ergeben sich folgende Beträge:

T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 7.996
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 561
Beizulegender Marktwert der Vermögensgegenstände 561
Verrechnete Aufwendungen 0
Verrechnete Erträge 5

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von 0,8 Mio. € und aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 200,8 Mio. €. Aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagen der Begünstigten, für die die Erklärungen abgegeben wurden, wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen als gering eingeschätzt.

Darüber hinaus bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen für die liquide Ausstattung eines ehemaligen assoziierten Unternehmens, damit ein Mitgesellschafter dieser Gesellschaft die Möglichkeit erhält, Entnahmen aus der Gesellschaft zu tätigen. Da diese Entnahmen in der Vergangenheit stets durch das ehemalige assoziierte Unternehmen selbst getragen werden konnten, wird die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als sehr gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus Miet-, Pacht-, Leasing- oder ähnlichen Dauerschuldverhältnissen sowie Bestellobligos betrugen zum Bilanzstichtag 343,3 Mio. €, berechnet auf das Mindestlaufzeitende bzw. auf die geschätzte Vertragslaufzeit. Davon betreffen 179,7 Mio. € Verpflichtungen aus Objektmietverträgen, 67,6 Mio. € aus Dienstleistungsverträgen, 5,3 Mio. € aus Leasingverpflichtungen sowie 90,7 Mio. € Verpflichtungen aus Bestellobligos. Sie wurden im Wesentlichen zum Zwecke der Liquiditätsschonung sowie zur Vermeidung von Risiken durch Wertschwankungen abgeschlossen. Risiken können im Einzelfall durch eine langfristige Vertragsbindung bestehen. Die konkreten Risiken hieraus werden als gering eingeschätzt.

Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen bestehen nicht.

Zusätzlich ergibt sich durch die Ausgliederung von Abonnentenverträgen ab März 2018 über 5 Jahre eine Nachhaftung gemäß § 133 Abs. 3 Satz 1 Umwandlungsgesetz für die FUNKE Lifestyle GmbH. Dabei handelt es sich um die DONNA Abonnement-Verwaltungs GmbH.

Eine weitere 5-jährige Nachhaftung resultiert aus den im Februar 2019 ausgegliederten Abonnentenverträgen der "myself"-Akquisition ebenfalls für die FUNKE Lifestyle GmbH.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Bezüge der Geschäftsführung sowie früherer Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen

Die Geschäftsführer erhielten Bezüge in Höhe von 6.230 T€. Die Bezüge früherer Mitglieder der Gruppengeschäftsführung sowie deren Hinterbliebenen betrugen 5.009 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Gruppengeschäftsführung wurden 33.712 T€ zurückgestellt.

Den aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA wurden in 2021 Bezüge in Höhe von 40,3 T€ gewährt. Den früheren Mitgliedern des Aufsichtsrates und deren Hinterbliebenen wurden keine Bezüge gewährt.

Für die Tätigkeit im Gesellschafterausschuss der FUNKE Management GmbH erhielten die Mitglieder im Geschäftsjahr 2021 Bezüge in Höhe von 135,9 T€.

Vorschüsse oder Kredite wurden Mitgliedern der Geschäftsführung nicht gewährt.

Abschlussprüferhonorar nach § 314 Nr. 9 HGB

Das Abschlussprüferhonorar umfasst Abschlussprüfungsleistungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Jahresabschlüsse der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA und ihrer inländischen Tochterunternehmen durch den Konzernabschlussprüfer RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft in Höhe von 1,0 Mio. €.

Für andere Bestätigungsleistungen sowie Beratungsleistungen wurden 0,2 Mio. € aufgewendet.

Zahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr waren bei vollkonsolidierten Unternehmen durchschnittlich 5.403 Mitarbeiter beschäftigt, davon 4.847 Angestellte und 556 gewerbliche Mitarbeiter.

Weiterhin sind anteilsmäßig 97 Mitarbeiter von quotal einbezogenen Unternehmen für den Konzern tätig, davon 97 Angestellte und kein gewerblicher Mitarbeiter.

Zusätzlich waren 13.951 Zusteller für den Konzern tätig.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens erfolgt durch die FUNKE Management GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer:

Andrea Glock, Herne (ab 16. Juli 2021)

Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich Unternehmensentwicklung und Services)

Simone Kasik, Gelsenkirchen (ab 16. Juli 2021)

Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich kaufmännische Konzernleitung)

Christoph Rüth, Hannover

Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich Regionalmedien und Digitales)

Andreas Schoo, Hamburg (bis 16. Juli 2021)

Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich Zeitschriften und Digital)

Michael Wüller, Marl (bis 16. Juli 2021)

Geschäftsführer FUNKE Management GmbH, Essen

(zuständig für den Bereich Druck, Logistik, Finanzen und Verwaltung)

Befreiung für Gesellschaften nach § 264 b bzw. § 264 (3) HGB

Eine Übersicht der Unternehmen, die eine Befreiung nach § 264 b bzw. § 264 (3) HGB nutzen, ist der Anteilsbesitzliste zu entnehmen.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der FUNKE Management GmbH (kleinster und größter Kreis) (HRB 25920, Amtsgericht Essen) einbezogen, der beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Nachtragsbericht

Nach Geschäftsjahresschluss Ende Februar 2022 begann die kriegerische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland. Die konkreten Auswirkungen aus diesem Krieg und den daraus resultierenden Sanktionen lassen sich noch nicht verlässlich einschätzen. Es ist aber mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen, die primär über den Energiesektor auch in andere Bereiche der Wirtschaft gelangen werden, so dass es zu höheren Kosten auf unserer Beschaffungsseite kommen kann. Ob sich auch Auswirkungen auf unsere Umsatzerlöse hinsichtlich eines rückläufigen Werbemarktes ergeben, lässt sich noch nicht einschätzen. Der beschriebene Sachverhalt kann insbesondere durch mögliche Kostensteigerungen zu spürbaren negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für das Geschäftsjahr 2022 führen. Eine Bestandsgefährdung wird nicht erwartet.

 

Essen, den 25. Mai 2022

Andrea Glock

Simone Kasik

Christoph Rüth

- Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 377.721.775,29 6.320.413,59 26.487.294,95 430.533,73 358.048.485,09
63.057,43 1) 0,00 2)
0,00 5)
Geschäfts- oder Firmenwert 906.845.726,79 9.812.667,38 206.553.431,77 0,00 709.979.962,40
0,00 1) 125.000,00 5)
geleistete Anzahlungen 489.908,73 381.746,76 0,00 -430.533,73 441.121,76
0,00 1) 0,00 2)
0,00 5)
1.285.057.410,81 16.514.827,73 233.040.726,72 0,00 1.068.469.569,25
63.057,43 1) 0,00 2)
125.000,00 5)
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 139.367.185,60 83.432,04 49.461.158,41 553.604,05 90.543.063,28
0,00 1) 0,00 2)
0,00 5)
technische Anlagen und Maschinen 216.402.486,93 36.335,77 67.801.269,36 1.006.681,41 149.644.234,75
0,00 0,00 2)
0,00 5)
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.901.351,96 5.358.377,27 7.272.604,31 191.042,91 77.232.263,03
65.504,27 1) 0,00 2)
11.409,07 5)
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.450.398,79 3.289.312,11 99.485,38 -1.751.328,37 2.888.897,15
0,00 1) 0,00 2)
0,00 5)
436.121.423,28 8.767.457,19 124.634.517,46 0,00 320.308.458,21
65.504,27 1) 0,00 2)
11.409,07 5)
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 387.266,34 11.995.842,58 25.500,00 0,00 12.357.608,92
0,00 1) 0,00 5)
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 14.457.260,24 684.379,95 355.898,39 0,00 14.785.741,80
0,00 1) 0,00 5)
Beteiligungen 12.463.688,66 140.000,00 2.750.687,56 0,00 9.853.001,10
0,00 1) 0,00 2)
0,00 5)
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.413.123,47 0,00 189.000,00 0,00 3.224.123,47
sonstige Ausleihungen 1.141.887,63 641.210,86 0,00 0,00 1.783.098,49
0,00 1) 0,00 2)
31.863.226,34 13.461.433,39 3.321.085,95 0,00 42.003.573,78
0,00 1) 0,00 2)
0,00 5)
Anlagevermögen gesamt 1.753.042.060,43 38.743.718,31 360.996.330,13 0,00 1.430.781.601,24
128.561,70 1) 0,00 2)
136.409,07 5)
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 346.281.397,69 18.836.898,58 26.477.467,23 2.500,00 338.681.468,47
43.139,43 1) 0,00 2)
0,00 5)
Geschäfts- oder Firmenwert 548.361.099,16 65.085.581,33 206.553.431,77 91.716,01 406.768.249,22
0,00 1) 33.283,49 5)
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
894.642.496,85 83.922.479,91 233.030.899,00 94.216,01 745.449.717,69
43.139,43 1) 0,00 2)
33.283,49 5)
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.245.649,31 845.176,06 42.843.170,17 0,00 76.247.655,20
0,00 1) 0,00 2)
0,00 5)
technische Anlagen und Maschinen 210.865.345,27 2.364.743,41 67.747.445,36 0,00 145.482.643,32
0,00 1) 0,00 2)
0,00 5)
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.881.445,83 6.979.357,30 7.111.932,55 1.532,40 50.756.346,38
17.001,27 1) 0,00 2)
7.993,07 5)
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
379.992.440,41 10.189.276,77 117.702.548,08 1.532,40 272.486.644,90
17.001,27 1) 0,00 2)
7.993,07 5)
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 341.499,00 0,00 0,00 0,00 341.499,00
0,00 5)
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 9.487.877,06 0,00 247.581,02 0,00 9.737.645,22
1.732.129,55 3) 0,00 5) 1.234.780,37 4)
0,00 1)
Beteiligungen 8.077.097,77 0,00 1.557.608,42 0,00 6.519.489,35
0,00 5)
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.662.773,39 0,00 0,00 0,00 2.662.773,39
sonstige Ausleihungen 20.294,27 0,00 0,00 0,00 20.294,27
0,00 1)
20.589.541,49 0,00 1.805.189,44 0,00 19.281.701,23
0,00 1) 0,00 5) 1.234.780,37 4)
1.732.129,55 3)
Anlagevermögen gesamt 1.295.224.478,75 94.111.756,68 352.538.636,52 95.748,41 1.037.218.063,82
60.140,70 1) 0,00 2) 1.234.780,37 4)
1.732.129,55 3) 41.276,56 5)
Buchwerte
01.01.2021 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.440.377,60 19.367.016,62
Geschäfts- oder Firmenwert 358.484.627,63 303.211.713,18
geleistete Anzahlungen 489.908,73 441.121,76
390.414.913,96 323.019.851,56
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.121.536,29 14.295.408,08
technische Anlagen und Maschinen 5.537.141,66 4.161.591,43
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.019.906,13 26.475.916,65
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.450.398,79 2.888.897,15
56.128.982,87 47.821.813,31
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.767,34 12.016.109,92
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.969.383,18 5.048.096,58
Beteiligungen 4.386.590,89 3.333.511,75
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 750.350,08 561.350,08
sonstige Ausleihungen 1.121.593,36 1.762.804,22
11.273.684,85 22.721.872,55
Anlagevermögen gesamt 457.817.581,68 393.563.537,42

1) Zugang / Veränderung Konsolidierungskreis
2) Währungsdifferenzen
3) anteilige Eigenkapitalminderungen
4) anteilige Eigenkapitalerhöhungen
5) Abgang / Veränderung Konsolidierungskreis

Aufstellung des Anteilsbesitzes der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA

(Stand per 31.12.2021)

Nachfolgend aufgeführte Unternehmen sind aufgrund verschiedener Vorschriften in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Die mit 1) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 b HGB in Anspruch.

Die mit 2) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 (3) HGB in Anspruch.

Die mit 3) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 290 (2) Nr. 3 HGB einbezogen

Die mit 4) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 296 (2) HGB nicht einbezogen

Die mit 5) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 311 (2) HGB nicht einbezogen

Die mit 6) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 296 (1) Nr. 2 HGB nicht einbezogen

Unternehmen Sitz der Gesellschaft Fußnote Land (nur bei Ausl.) Anteil (in %)
Folgende Unternehmen wurden gem. § 300 ff. HGB voll in den Konzernabschluss einbezogen:
FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA Essen 100,00
Anzeigen- und Vertriebsgesellschaft Südwestfalen Gesellschaft mit beschränkter Haftung Essen 3) 0,00
Bergedorfer Buchdruckerei von Ed. Wagner GmbH Hamburg 2) 100,00
Betriebsgesellschaft Radio Bochum mbH & Co. KG Bochum 1) 92,99
Betriebsgesellschaft Radio Duisburg mbH & Co. KG Duisburg 1) 63,15
Betriebsgesellschaft Radio Emscher-Lippe mbH & Co. KG Gelsenkirchen 1) 80,29
Betriebsgesellschaft Radio Ennepe-Ruhr-Kreis mbH & Co. KG Essen 1) 99,96
Betriebsgesellschaft Radio Essen mbH & Co. KG Essen 1) 67,05
Betriebsgesellschaft Radio Hagen mbH & Co. KG Hagen 1) 99,91
Betriebsgesellschaft Radio Herne mbH & Co. KG Herne 1) 90,86
Betriebsgesellschaft Radio Hochsauerlandkreis mbH & Co. KG Meschede 1) 96,11
Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH & Co. KG Oberhausen 1) 89,33
Betriebsgesellschaft Radio Wesel mbH & Co. KG Rheinberg 1) 88,51
"Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Bochum GmbH" Bochum 73,88
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Duisburg mbH Duisburg 63,15
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Emscher-Lippe mbH Gelsenkirchen 72,35
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Ennepe-Ruhr-Kreis mbH Essen 75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Essen mbH Essen 67,05
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Hagen mbH Hagen 75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Herne mbH Herne 75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Hochsauerlandkreis mbH Meschede 75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH Oberhausen 67,05
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Wesel mbH Rheinberg 88,70
DONNA Abonnement-Verwaltungs GmbH Ismaning 100,00
Druckzentrum Essen GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Berlin Wochenblatt GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE Bochum Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,90
FUNKE Bottrop Logistik GmbH Hagen 2) 100,00
FUNKE Braunschweig Logistik GmbH & Co. KG Braunschweig 1) 100,00
FUNKE DIALOG GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE DIGITAL GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE direkt GmbH Düsseldorf 2) 100,00
FUNKE Entertain GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Foto Services GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Hagen Logistik GmbH Hagen 2) 100,00
FUNKE Hamburg Logistik GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Hamburger Wochenblatt GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Hamburger-Niendorf Wochenblatt GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Harz Kurier GmbH Osterode am Har: 2) 100,00
FUNKE Life GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Lifestyle GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Logistik GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Medien Berlin GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE Medien Hamburg GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Medien Niedersachsen GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE Medien NRW GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Medien Thüringen GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE MZV Holding GmbH Essen 100,00
FUNKE Niedersachsen Druckzentrum GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Niedersachsen Logistik GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE Niedersachsen Services GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE NRW Druckzentrum GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,82
FUNKE NRW Logistik GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Logistik Wochenblatt GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Redaktionsgesellschaft mbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Wochenblatt GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE ONE GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE OTZ Holding GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Post GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Rätsel GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Salzgitter Logistik GmbH & Co. KG Salzgitter 1) 100,00
FUNKE Services GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Thüringen Druckservice GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Druckzentrum GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,90
FUNKE Thüringen Logistik GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Logistik Verbund GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Logistik Wochenblatt GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Post Kundenservice GmbH Erfurt 100,00
FUNKE Thüringen Postlogistik GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Postservice GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Verlag GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Wochenblatt GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE TV Guide GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE TV Guide Services GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Vermarktungs Holding GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Works GmbH München 2) 100,00
FUNKE Zeitschriften GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Zentralredaktion GmbH Berlin 2) 100,00
gofeminin.de GmbH Köln 100,00
Gong Verlag GmbH Ismaning 2) 100,00
Härting & Lechte GmbH Nordhausen 2) 100,00
Joblocal GmbH Rosenheim 2) 100,00
Media Partisans GmbH Potsdam 80,00
mpn mail & parcel network GmbH Erfurt 100,00
myself-Abonnement-Verwaltungs GmbH Ismaning 100,00
OTZ Druckzentrum GmbH & Co. KG Erfurt 1) 80,00
OTZ II GmbH Essen 60,00
OTZ OSTTHURINGER ZEITUNG Verlag GmbH & Co. KG Gera 1) 60,00
OTZ OSTTHURINGER ZEITUNG Verlag II GmbH & Co. KG Gera 1) 60,00
OTZ OSTTHURINGER ZEITUNG Verlag Verwaltungs-GmbH Gera 60,00
OTZ-Druckzentrum Verwaltungs-GmbH Löbichau 80,00
Papen Werbung GmbH Oberhausen 2) 100,00
Passion 4 Gästezimmer GmbH Berlin 2) 100,00
Raufeld Medien GmbH Berlin 100,00
Reiner H. Nitschke Verlags-GmbH Euskirchen 2) 100,00
trendence Institut GmbH Berlin 2) 100,00
Verleger-Holding Radio Duisburg GmbH & Co. KG Essen 1) 84,20
Verleger-Holding Radio Wesel GmbH & Co. KG Essen 1) 88,70
Verleger-Holding Verwaltungsgesellschaft Radio Duisburg mbH Essen 81,35
Verleger-Holding Verwaltungsgesellschaft Radio Wesel mbH Essen 67,94
Westdeutsche Zeitungs- und Zeitschriftenvertriebs-Gesellschaft J. Funke GmbH und Co. KG Essen 1) + 3) 0,00
Westfunk GmbH & Co. KG Essen 1) 95,52
Westfunk Verwaltungsgesellschaft mbH Essen 95,53
Zeitungs- und Zeitschriftenvertriebsgesellschaft J. Funke GmbH Essen 3) 0,00
Zeitungsverlag Niederrhein Gesellschaft mit beschränkter Haftung Essen 89,40
Zeitungsverlag Niederrhein GmbH & Co. Essen Kommanditgesellschaft Essen 1) 89,40
Folgende Unternehmen wurden gem. § 310 HGB in den Konzernabschluss einbezogen
MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Unterschleißheim 47,50
MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH Unterschleißheim 47,50
MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Unterschleißheim 47,50
MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH Unterschleißheim 47,50
Folgende Unternehmen wurden gem. § 311 HGB ff. bewertet:
"Direkt" Redaktionsservice GmbH Hamburg 24,80
elbe WOCHENBLATT Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co. KG Hamburg 24,90
Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG München 20,00
IKZ-Anzeigen- und Vertriebsgesellschaft mbH Iserlohn 24,80
Lokalfunk Dortmund Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG Dortmund 35,40
Lokalfunk Dortmund Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Dortmund 35,38
Lokalfunk Mettmann Presse-Beteiligungs-Gesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft Mettmann 26,82
Lokalfunk Siegen Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG Siegen 29,00
Lokalfunk Siegen Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs-GmbH Siegen 24,80
mailworXs GmbH Würzburg 20,00
MELO Medienlogistik Niederrhein GmbH Sonsbeck 50,00
PARTNER Medienservices GmbH Stuttgart 47,50
Pressefunk Nordrhein-Westfalen GmbH & Co. KG Düsseldorf 21,72
prettysocial media International GmbH München 25,92
Radio38 GmbH & Co. KG Braunschweig 46,80
TVB Transportvermittlungs- und Vertriebsgesellschaft in Bergedorf mbH Hamburg 20,00
Verwaltungsgesellschaft elbe WOCHENBLATT m.b.H. Hamburg 24,80
Wichelhoven Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Iserlohn 24,80
Win Local GmbH Frankfurt am Main 33,04
ZEITUNGSVERLAG ISERLOHN Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (IKZ) Wichelhoven Verlags-GmbH & Co. KG Iserlohn 24,80
Folgende Unternehmen wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Blattform Marketing & Service GmbH & Co.KG Gera 4) 51,57
Musterhaus.net GmbH Lüneburg 6) 75,10
MZV direkt - ZENIT Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG Stuttgart 4) 51,00
MZV direkt - ZENIT Verwaltungsgesellschaft mbH Stuttgart 4) 51,00
"Audiofon Romania" SRL Bukarest 5) Rumänien 40,00
Stampa Nekretnine d.o.o. Belgrad 4) Serbien 100,00

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
Laufende Geschäftstätigkeit T€ T€
Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -11.303,6 21.553,9
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 94.076,2 117.408,4
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -46.409,2 -20.483,5
Zahlungsunwirksame Ergebnisse aus der Equity-Bewertung 497,3 1.909,3
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 2.321,4 -667,7
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.031,9 7.643,1
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 95.944,5 -3.589,4
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2.531,1 1.088,1
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 10.641,1 11.072,4
Sonstige Beteiligungserträge (-) -4.193,0 -4.482,4
Aufwendungen (+) / Erträge (-) von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 28.873,3 27.350,7
Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) 2.172,1 1.922,8
Einzahlungen (+) im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 7.312,2 4.349,0
Auszahlungen (-) im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordung oder außergewöhnlicher Bedeutung -17.632,5 -12.664,9
Ertragsteuerzahlungen -2.088,5 -2.766,4
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 152.648,3 149.643,4
Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 92,1 271,2
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -8.857,1 -11.251,7
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 474,6 769,3
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.752,1 -6.100,4
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 4.005,9 887,4
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.464,8 -2.099,1
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0,0 6.432,7
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -18.745,4 -3.455,6
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der mittelfristigen Finanzdisposition -23.243,7 0,0
Einzahlungen (+) im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 10.600,0 0,0
Erhaltene Zinsen 342,4 236,1
Erhaltene Dividenden 4.193,0 4.482,4
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -41.355,1 -9.827,7
Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0,0 12,2
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -68.510,2 -91.434,4
Gezahlte Zinsen -5.517,2 -5.454,0
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -6.251,8 -156,8
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -80.279,2 -97.033,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 31.014,0 42.782,7
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 195.688,9 152.906,2
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 226.702,9 195.688,9
davon Bestand von quotal einbezogenen Unternehmen 12.519,4 10.225,3
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 226.702,9 195.688,9
Finanzmittelfonds 226.702,9 195.688,9

Der Finanzmittelfonds wird definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Zahlungsmittel sind Barmittel und täglich fällige Sichteinlagen. Unter Zahlungsmitteläquivalenten werden als Liquiditätsreserve gehaltene kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel verstanden, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Sie weisen eine Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von maximal 3 Monaten auf.

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2021

Mutterunternehmen
Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen (andere Gewinnrücklagen) Summe
T€ T€ T€ T€
Stand 31.12.2020 60.000,8 309.937,7 1.953,3 311.891,0
Kapitalerhöhungen
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen -1,0 -1.0
Gutschriften auf Gesellschafterkonten und Ausschüttungen
übrige erfolgsneutrale Veränderungen *) -55,9
Konzernjahresergebnis
(davon: Änderung des Konsolidierungskreises)
Stand 31.12.2021 60.000,8 309.937,7 1.896,4 311.834,1
Mutterunternehmen
Konzerneigenkapital
Konzernbilanzgewinn Eigenkapital nicht beherrschende Anteile
T€ T€ T€ T€
Stand 31.12.2020 348.312,3 720.204,1 401,5 720.605,6
Kapitalerhöhungen 0,0 0,0 0,0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 1,1 0,1 0,0 0,1
Gutschriften auf Gesellschafterkonten und Ausschüttungen 0,0 -563,9 -563,9
übrige erfolgsneutrale Veränderungen *) -151,0 -206,9 576,0 369,1
Konzernjahresergebnis -12.272,7 -12.272,7 969,1 -11.303,6
(davon: Änderung des Konsolidierungskreises) - - - -
Stand 31.12.2021 335.889,7 707.724,6 1.382,7 709.107,3

*) resultiert aus sukzessiven Anteilserwerben

Konzernlagebericht 2021

Inhalt:

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit

1.2. Unternehmensziele und -Strategie

1.3. Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

3.2. Chancenbericht

3.3. Risikobericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit

Die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA - im Folgenden FUNKE bzw. Konzern - ist ein crossmedial aufgestellter Medienkonzern.

Ihr Fokus liegt auf den Geschäftsbereichen Regionalmedien, Frauen- und Programmzeitschriften sowie Digitales. Ziel ist es, hochwertigen, serviceorientierten und unterhaltenden Journalismus crossmedial anzubieten. Die Interessen, Bedürfnisse und Nutzungsgewohnheiten der Leserinnen, Leser und User stehen dabei jederzeit im Mittelpunkt.

Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Essen, Nordrhein-Westfalen (NRW). Weitere Standorte befinden sich unter anderem in den Bundesländern Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen.

Der Konzern ist in nachfolgende Sparten unterteilt:

Regionalmedien:

In der Sparte "Regionalmedien" werden regionale Tageszeitungen inklusive der Lokalausgaben, zahlreiche regionale Anzeigenblätter sowie Lokalradios gebündelt.

Sämtliche Zeitungstitel informieren ihre Leserschaft zusätzlich über digitale Kanäle und verstärken durch Premiuminhalte das redaktionelle Angebot der Tageszeitungen:

Print Digital
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) www.waz.de
Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) www.nrz.de
Westfälische Rundschau (WR) www.wr.de
Westfalenpost (WP) www.wp.de
Thüringer Allgemeine (TA) www.thueringer-allgemeine.de
Ostthüringer Zeitung (OTZ) www.otz.de
Thüringische Landeszeitung (TLZ) www.tlz.de
Hamburger Abendblatt www.abendblatt.de
Bergedorfer Zeitung www.bergedorfer-zeitung.de
Braunschweiger Zeitung (BZ) www.braunschweiger-zeitung.de
Harz Kurier www.harzkurier.de
Berliner Morgenpost www.morgenpost.de

Die Vermarktungsaktivitäten der Regionalmedien erfolgen vor allem durch eine FUNKE-interne Vermarktungsorganisation. Es besteht aber auch eine Beteiligung an dem Zeitungsvermarkter Score Media Group GmbH & Co. KG. Hinter dem Unternehmen stehen neben FUNKE weitere regionale Verlagshäuser mit dem Ziel, ihre Kräfte im Anzeigengeschäft zu bündeln.

Zum FUNKE-Printportfolio zählen auch Anzeigenblätter. Diese gibt der Konzern an all seinen Tageszeitungsstandorten heraus.

Im Bereich Hörfunk hält der Konzern in NRW Beteiligungen an den Betriebsgesellschaften der folgenden lokalen Hörfunksender:

Mehrheitsbeteiligungen Minderheitsbeteiligungen
Radio Bochum Radio 91.2 (Dortmund)
Radio Duisburg Antenne Düsseldorf
Radio Ennepe Ruhr 1 Radio Neandertal (Mettmann)
Radio Emscher-Lippe Radio Siegen
Radio Essen Antenne Unna
Radio Hagen
Radio Herne
Radio Sauerland
Radio Mülheim/Oberhausen
Radio K. W. (Wesel)

1 Der Sender Radio Ennepe-Ruhr wird seit dem 01.01.2021 nicht mehr durch die Betriebsgesellschaft Radio Ennepe-Ruhr GmbH & Co. KG betrieben

Die 10 Betriebsgesellschaften, an denen FUNKE mehrheitlich beteiligt ist, werden von der "Westfunk GmbH & Co. KG" (Westfunk) betreut und vermarktet. Neben der Buchung von Werbezeiten für Einzelsender besteht ebenso die Möglichkeit, Werbezeiten für mehrere Sender z. B. in der sogenannten "Westfunk Kombi Ruhr" (Kombination aus zwölf Sendern) zu buchen. Zudem ist die Westfunk Dienstleister für den Sender "Radio Vest".

Des Weiteren besteht mit "Radio38" eine Beteiligung an einem Radiosender in den Regionen Braunschweig und Wolfsburg.

Medien National

Zum Kerngeschäft von FUNKE zählt neben den regionalen Tageszeitungen und Anzeigenblättern auch ein vielfältiges Angebot an Zeitschriften. Diese werden in der Sparte "Medien National" abgebildet. Produziert wird im Wesentlichen an den Standorten in Ismaning bei München sowie in Hamburg.

Das Portfolio umfasst über 150 Titel. Zu den Wichtigsten gehören:

Frauenzeitschriften Programmzeitschriften Lifestyle-, Mindstyle-, Landzeitschriften
Bild der Frau Hörzu DONNA
die aktuelle Gong myself
Frau im Spiegel TV digital LandIDEE
Neue Welt TV direkt

Mit einem breiten Angebot an Frauen-, Programm- und Lifestyle-Zeitschriften ist FUNKE in den für den Leser- und Anzeigenmarkt wichtigen Themenfeldern Gesundheit, Reise, Ratgeber, Food, Mode und Beauty vertreten.

Das breite Sortiment an Publikumszeitschriften runden zahlreiche Special-Interest-Magazine ab, speziell in den Segmenten Rätsel, Hifi und Klassik.

Im Segment der Rätselzeitschriften ist der Konzern mit mehr als 90 verschiedenen Titeln der größte inländische Anbieter.

Im inländischen Vertriebsgeschäft der Zeitschriften hält der Konzern Beteiligungen an der Pressevertriebsgesellschaft "Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft" (MZV).

Die Vermarktung des Anzeigengeschäfts im Bereich Zeitschriften erfolgte im Berichtsjahr durch die konzerninterne Vermarktungseinheit FUNKE Media Sales und durch die externe Dienstleistungsgesellschaft Media Impact GmbH & Co. KG. Die im Vorjahr begonnene Übernahme der Vermarktung durch die FUNKE Media Sales von der Media Impact wurde im Jahr 2021 schrittweise weiter vorangetrieben.

Digitale Medien

News-Portale gehören neben diversen Themenportalen genauso zur Sparte "Digitale Medien" wie Online-Jobbörsen, TV Streaming Angebote und digitale Dienstleistungsangebote für Unternehmen.

Zum einen entwickelt die FUNKE DIGITAL GmbH in Berlin eigene innovative (journalistische) Digitalprodukte und -services, zum anderen unterstützt sie die Zeitungs- und Zeitschriftentitel bei der Weiterentwicklung ihrer Online-Angebote. Zusätzlich gehören zum Aufgabenspektrum die Vermarktung von Digitalprodukten und die Akquise von produktnahen digitalen Angeboten. Hierzu zählen zum Beispiel Online-Services, Digitales Publishing sowie der Betrieb von Internet-Plattformen. Des Weiteren koordiniert und paketiert die FUNKE DIGITAL GmbH digitale Services und Tools für lokale klein- und mittelständische Unternehmen in den FUNKE-Regionen. Die lokalen Marken und Medien des Konzerns sollen den Aufbau von Vertrauen im B2B-Vertrieb vor Ort unterstützen.

Die FUNKE Works GmbH und die Joblocal GmbH sind 100%ige Tochterunternehmen der FUNKE DIGITAL GmbH und betreiben Jobportale für unterschiedliche Zielgruppen. Wirtschaftliches Wachstum, ein Mangel an Fachkräften und gute Geschäftsentwicklungen steigern die Nachfrage nach qualifiziertem Personal bei stagnierendem Angebot. Unternehmen müssen Recruiting-Aktivitäten und Employer Branding intensivieren. Die dynamische Entwicklung basiert auf dem Wechsel von Offline zu Online und dem steigenden Wettbewerb um junge Talente. Mit der trendence Institut GmbH als unabhängiges Beratungs- und Marktforschungsunternehmen hat die FUNKE DIGITAL GmbH ein weiteres innovatives Angebot im Marktsegment Human Resources.

Online-Aktivitäten in den Bereichen temporäres Wohnen und Social Publishing (Veröffentlichung auf Social-Media-Kanälen) werden ebenfalls in der Sparte Digitale Medien ausgewiesen.

Services und Sonstiges

In der Sparte "Services und Sonstiges" werden diverse Dienstleistungs- und Grundstücksgesellschaften zusammengefasst. Hier erfolgt unter anderem der Ausweis von Druck- und Logistikleistungen sowie Konzernservices.

Die Druckereien an den Standorten Hagen, Braunschweig und Erfurt (bis Dezember 2021) bedienen konzerninterne und konzernfremde Kunden. Zum Produktportfolio gehört der Druck von Zeitungen, Zeitschriften, Beilagen und Anzeigenblättern.

1.2. Unternehmensziele und -strategie

FUNKE will deutschlandweit führender Publisher für Regionalmedien und Zeitschriften werden und sich an die Spitze der digitalen Cluster stellen.

Im Einzelnen hat sich FUNKE folgende Unternehmensziele gesetzt:

Wir wollen den Journalismus (Regionalmedien, Zeitschriften, Digitales) langfristig sichern, auch durch neue Formate

Wir wollen im Print-Bereich konsolidieren, um eine starke Kund*innenbasis zu erhalten und auch neue, zukunftsfähige Print-Produkte zu entwickeln

Wir werden das Bestandsgeschäft migrieren durch digitale Transformation

Wir beabsichtigen, operative Exzellenz nachhaltig zu etablieren, Spitzenleistungen zu liefern und Benchmarks zu setzen

Wir wollen wachsen durch die Stärkung bestehender und den Aufbau neuer Geschäftsmodelle

Wir werden eine andockfähige Medienplattform aufbauen und auch dadurch aktives Partnering ermöglichen

Im Zuge der Veränderung der Gesellschafterstruktur im Sommer 2021 erfolgte die Neuaufstellung der Konzerngeschäftsführung und der Anstoß zur Transformation aller internen Strukturen. Durch eine Reorganisation der Konzernstruktur sollen die jeweiligen Sparteninteressen gestärkt und neue spartenübergreifende Produkte und Geschäftsbereiche entstehen.

Effiziente End-to-end-Prozesse und optimale Softwarelösungen sollen einen digitalen Kulturwandel fördern. Mittelpunkt aller Digitalisierungsinitiativen sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Stärken passgenau eingesetzt und permanent weiterentwickelt werden.

Um unsere Ziele zu erreichen wollen wir unternehmerische Verantwortlichkeiten stärken, Kooperationen mit anderen Verlagen und auch branchenübergreifend leichter ermöglichen und möglichst effiziente und flexible Strukturen sowie wirkungsvolle Prozesse etablieren.

Dreh- und Angelpunkt des Zukunftskurses ist auch weiterhin der Ausbau digitaler journalistischer Bezahlangebote. Es gibt eine wachsende Bereitschaft, für regionalen und lokalen Qualitätsjournalismus im Netz zu bezahlen. Daran knüpft FUNKE die Neuausrichtung im Bereich der Regionalmedien konsequent an. Höhere Qualität, höhere Reichweite, größere Geschwindigkeit, bessere Ergebnisse: Entlang dieser Kriterien stellt sie ihre digitalen Aktivitäten im Newsbereich neu auf. Ziel ist die wirkungsvolle digitale Transformation der Zeitungstitel und der konsequente Ausbau digitaler Abo-Modelle für die Portale der Tageszeitungsmarken (z. B. "waz.de", "abendblatt.de", "morgenpost.de").

Im Zuge dieser Offensive wird eine gemeinsame Strategie unter den Regionalmedien verfolgt. Sie soll die Attraktivität der journalistischen Angebote stärken. Dazu richtet FUNKE die Arbeit in den Redaktionen konsequent auf die Interessen, Bedürfnisse und veränderten Nutzungsgewohnheiten der Leserinnen und Leser aus. Absicht ist, die Markenportale journalistisch noch aktueller, interessanter und relevanter zu machen und so den Ausbau der digitalen Bezahlangebote zu beschleunigen. Dem Konzept voran geht eine datenbasierte Analyse der Nutzungsgewohnheiten der Leserinnen und Leser auf den Online-Portalen, die ausschließlich auf Basis vorheriger rechtswirksamer Einwilligungen durchgeführt wird.

Die Eckpunkte der Strategie:

Dateninformiertes Arbeiten

Konsequente Trennung zwischen News und Editing

Aufbau einer einheitlichen technischen Infrastruktur

Entwicklung neuer journalistisch getriebener Produkte

Ziel ist es, in den kommenden Jahren ein umsatz- und ertragsstarkes digitales Newsgeschäft aufzubauen. Die Anzahl der Abonnent*innen soll um rd. 1/5 gesteigert werden. Konkret sollen bis zum Jahr 2025 über 1 Mio. Abonnent*innen unsere Regionaltitel lesen, mindestens die Hälfte davon digital.

FUNKE ist auch Zeitschriftenpublisher in Deutschland, vor allem bei Frauenzeitschriften und Programmtiteln. Um auch diese Position zu festigen, setzt das Unternehmen weiterhin auf die Bündelung von Stärken. Mit zentralen Content Hubs in Ismaning und Hamburg verbessern die Titel der FUNKE Zeitschriften ihre Inhaltstiefe in den für den Leser- und Anzeigenmarkt wichtigen Themenfeldern Gesundheit, Reise, Ratgeber, Food, Mode und Beauty. Die FUNKE Programmtitel werden weiterhin allesamt in Hamburg produziert. Ein weiteres Beispiel für die Bündelung der Kräfte ist die Zusammenarbeit von FUNKEs nationalen Zeitschriften- und regional verwurzelten Tageszeitungs-Marken. Der Ausbau ist ein konsequenter Schritt in die inhaltlich, organisatorisch und wirtschaftlich richtige Richtung. Auch für die nationalen Anzeigenkunden bietet die Kooperation zwischen Tageszeitungen und Zeitschriften neue Möglichkeiten: Erstmals können wir unseren Partnern regelmäßig nationale und regionale Kooperationen zeitgleich aus einer Hand anbieten. Dieser Bereich soll auch künftig weiter ausgebaut werden.

Das dritte Standbein der FUNKE Mediengruppe sind weiterhin die digitalen Cluster. Wir wollen die positive Entwicklung der bestehenden Cluster (z. B. des Young Professional Bereichs mit Marken wie Azubiyo und Absolventa) fortschreiben, weiterentwickeln und darauf aufbauen. Neue Cluster, etwa im Gaming-Bereich (z. B. 4(Players) oder bei den sogenannten Leads- und Listing-Angeboten (z. B. Musterhaus.net), werden geprüft und sollen gegebenenfalls aufgebaut werden. Die erfolgreichen Themenportale des Digital Brand Networks (z. B. gofeminin.de, wmn.de, bildderfrau.de, LifeLine oder die Electronic Program Guides), betrieben von FUNKE Digital in Berlin, werden in den nächsten Jahren ebenfalls weiter ausgebaut.

FUNKE will wachsen - organisch wie anorganisch. In Zukunft sollen bestehende Produkte und Marken kanalübergreifend weiterentwickelt sowie neue Geschäftsfelder identifiziert und erschlossen werden.

1.3. Forschung und Entwicklung

Aufgrund zunehmender Digitalisierung, verändertem Leseverhalten, erhöhter Mobilität und demographischer Veränderung konzentriert sich FUNKE mehr denn je darauf, Wachstumspotenziale zu eruieren und zusätzliche Lesergruppen sowie Werbekundschaft durch die Entwicklung neuer Produkte unter Nutzung aller Kommunikationskanäle zu gewinnen. So beginnen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei der Bedürfnisanalyse der Kundinnen und Kunden und reichen über die Entwicklung neuer innovativer Produkte bis hin zur Etablierung dieser auf dem Markt.

Zur Identifizierung der Wünsche der Kundinnen und Kunden betreibt der Konzern qualitative und quantitative Marktforschungen. Systematische Befragungen und Blattreviews spielen dabei genauso eine Rolle wie das kontinuierliche Benchmarking und der Abgleich mit Best Practice. Quantitative Untersuchungen nehmen das sich wandelnde Leseverhalten in den Blick. Anhand von Preisstudien wird die Preissensitivität der Kundschaft überprüft.

Mit modernen Marktforschungsinstrumenten wird kontinuierlich an der Verstärkung der Bindung der Lesenden gearbeitet. Dazu ist FUNKE an der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG (GiK) beteiligt. Diese hat die Werbewirkungsforschung "best for tracking" (b4t) sowie die Markt-Media-Studie "best for planning" (b4p) herausgebracht.

Für die Entwicklung im Digitalbereich führt das Tochterunternehmen FUNKE DIGITAL GmbH regelmäßig Marktforschungen durch. Trends werden aufgenommen und als Grundlage für den Ausbau des digitalen Angebots herangezogen. Des Weiteren betreut sie interne Projektteams bei der Konzeption moderner Produkte sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder und entwickelt Apps und Software-Lösungen.

In der FUNKE ONE GmbH fasst FUNKE einen großen Teil der New-Business-Aktivitäten zusammen: Das Team entwickelt innovative Produkte, die die Stärken der Tageszeitungen, Zeitschriften und auch Digitalaktivitäten bündeln.

Zentrale Aufgaben der Einheit "Audience and Subscription" sind u. a. die Steuerung und Koordination der digitalen Transformation in sämtlichen Redaktions- und Verlagsbereichen der Regionalmedien sowie der konsequente Ausbau des digitalen Geschäfts. Ausgehend von einer datenbasierten Analyse der Nutzungsgewohnheiten der Leserinnen und Leser auf den Online-Portalen wird in Zusammenarbeit mit den Chefredaktionen der Regionalzeitungen und der Technik die Entwicklung passgenauer Angebote weiter forciert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist im Jahr 2021 gestiegen. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,7 % (nach 4,6 % Rückgang im Vorjahr) (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank von 5,9 % in 2020 auf 5,7 % in 2021. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. Personen und liegt im Jahresdurchschnitt 2021 bei rund 44,9 Mio. Personen. Die Nettolöhne und -gehälter stiegen im Jahr 2021 um 3,8 % (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die wirtschaftlichen Grunddaten haben Einfluss auf die Entwicklung der Werbe- und Anzeigenumsätze. Ein Ansteigen der Arbeitslosenquote oder ein Sinken der Realeinkommen könnte einen Rückgang der verkauften Auflagen von Tageszeitungen und Zeitschriften hervorrufen, da die privaten Konsumausgaben sinken könnten.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

In Deutschland stiegen Bruttowerbeinvestitionen über fast alle Medien auf rund 37,96 Mrd. Euro (Vorjahr 35,6 Mrd. Euro). Damit konnte sich der Werbemarkt von den Auswirkungen des Coronavirus schnell erholen und lag sogar über dem Wert des Jahres 2019. Wesentliche Rückgänge (-9,3 %) sind nur in der Gattung Werbesendungen zu verzeichnen (Quelle: Nielsen Media Research).

Die Bruttowerbeinvestitionen im Bereich Zeitungen stiegen um 2,6 % (2021:5,31 Mrd. Euro, 2020:5,12 Mrd. Euro).

Lokale und regionale Abo-Zeitungen bilden mit 64 % (Vorjahr 64 %) den mit Abstand größten Teil an der Gesamtauflage an Tageszeitungen (Quelle: IVW).

Die Umsätze (Vertrieb und Werbung) der Zeitungen in Deutschland sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken (Quelle: Statista). Es ist davon auszugehen, dass sich der Branchentrend fortsetzt.

Mit wöchentlich 65,8 Mio. Exemplaren haben Anzeigenblätter eine große Verbreitung (Gesamtauflage Vorjahr: 79,8 Mio. Exemplare) (Quelle: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA)).

Die Tagesreichweiten im deutschen Hörfunkbereich lagen bei 73,9 % (Vorjahr 74,8 %) der deutschsprachigen Bevölkerung über 14 Jahre (Quelle: ma 2022 Audio I).

Publikums- und Fachzeitschriften mussten im Berichtsjahr rückläufige Werbe- und Auflagenzahlen hinnehmen (Quelle: IVW; Nielsen).

Die Internetnutzung ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Rund 89 % der Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren nutzen das Internet. Zu den Top 10 der meistgenutzten Anwendungen gehören Nachrichten zum Weltgeschehen (Platz 3 mit 72,6 %) und regionale oder lokale Nachrichten (Platz 6 mit 65,6 %) (Quelle: agof e. V. daily digital facts November 2021).

2.2. Geschäftsverlauf

Im Konzern verwendete bedeutsame Steuerungskennzahlen sind die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (earnings before interest, tax, depreciation and amortisation). FUNKE definiert EBITDA als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Beteiligungsergebnis sowie außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen.

Für die Kennzahl EBITDA war ein Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich für das Geschäftsjahr 2021 prognostiziert. Mit einer Steigerung um 18,1 % wurde die Erwartung übererfüllt. Gesunkene Personalkosten sowie insbesondere geringere Papier-, Vertriebs- und Logistikkosten und höhere sonstige betriebliche Erträge konnten das rückläufige Umsatzvolumen überkompensieren.

Für 2021 wurde ein leicht rückläufiger Konzernumsatz im unteren einstelligen Prozentbereich erwartet. Tatsächlich lag der Umsatzrückgang bei 2,0 % (-23,0 Mio. Euro). Im Wesentlichen entfällt der Umsatzrückgang auf die Produktbereiche Anzeigenblätter (-14,6 Mio. Euro), Tageszeitungen (-12,5 Mio. Euro) und Zeitschriften (-5,6 Mio. Euro). Ein rückläufiges Werbevolumen bedingt durch die COVID-19-Pandemie und dem Hackerangriff führte bei Zeitungen und Anzeigenblättern maßgeblich zum Umsatzrückgang. Umsatzsteigerungen sind erneut im Onlinegeschäft (+11,1 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Regionalmedien

Das Jahr 2021 war für FUNKE vor allem gekennzeichnet durch ein rückläufiges Werbevolumen bei den Tageszeitungstiteln und Anzeigenblättern gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzeinbußen sind über alle Verlagsregionen zu beobachten und resultieren neben marktüblichen Rückgängen vor allem aus den Auswirkungen der Cyberattacke.

Vertriebsumsätze sanken im Vergleich zum Vorjahr in allen Regionen, mit Ausnahme von Hamburg. Ihre angestrebten Vertriebsumsatzziele haben ausnahmslos alle Regionen im Berichtsjahr erreicht.

Im Bereich der Regionalmedien hält der Aufwärtstrend der Online-Angebote an. Gegenüber dem Vorjahr ist die Abonnementauflage der E-Paper im Berichtsjahr um 15,2 % gestiegen. Sie macht damit rund 11 % der Gesamtabonnementsauflage aus.

Die Umsatzerlöse des Hörfunkbereiches in NRW sind im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig.

Medien National

Im Bereich Zeitschriften wurden die gesteckten Umsatzziele leicht übertroffen. Titelverkäufe im Bereich von Special-Interest- und Fachmagazinen führten gegenüber dem Vorjahr zu einem Umsatzrückgang von 1,9%.

Digitale Medien

Steigende Bruttowerbeinvestitionen in Online-Werbung und die kontinuierlich steigende Internetnutzung der Gesamtbevölkerung führen bei FUNKE zu positiven operativen Ergebnissen in der Sparte Digitale Medien.

Die Umsätze in den digitalen Geschäftsfeldern Online-Services, Digitales Publishing sowie dem Betrieb von Internet-Plattformen haben sich im Geschäftsjahr 2021 um rund 17,0 % (+11,6 Mio. Euro) erhöht.

Services und Sonstiges

Der Umsatz in der Sparte Services und Sonstiges ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Wesentliche Ereignisse

Im Sommer 2021 wurden sämtliche Anteile der FUNKE Mediengruppe durch die Familie Grotkamp - Petra Grotkamp, Julia Becker, Nora Marx und Niklas Wilcke - mit Wirkung Anfang 2024 gekauft.

Andrea Glock und Simone Kasik wurden neue Geschäftsführerinnen auf Konzernebene. Die bis dahin aktiven Konzerngeschäftsführer Andreas Schoo und Michael Wüller wurden als Konzerngeschäftsführer abberufen.

Andrea Glock verantwortet die Bereiche Unternehmensentwicklung & Services. Simone Kasik übernimmt als Chief Financial Officer die kaufmännische Konzernleitung. Christoph Rüth wird weiterhin die Funktion des Konzerngeschäftsführers mit der schwerpunktmäßigen Verantwortung für Regionalmedien und Digitales wahrnehmen.

Bianca Pohlmann und Jochen Beckmann verantworten gemeinsam das Management sämtlicher Zeitschriften des Konzerns.

Durch das neu geschaffene ,Executive Board' entstand direkt zu Beginn der Neuaufstellung ein organisatorischer Rahmen der Zusammenarbeit, in dem sich die Konzerngeschäftsführer*innen und Bianca Pohlmann zu allen wesentlichen Themen informieren, besprechen und entscheiden.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

FUNKE konnte im Geschäftsjahr 2021 ihre Stellung als großes Medienunternehmen weiter festigen. Geprägt durch die COVID-19-Pandemie und den Hackerangriff war das Geschäftsjahr 2021 für den Konzern herausfordernd, verlief aber auch deutlich positiver als prognostiziert. Die insgesamt positive EBITDA-Entwicklung gegenüber dem Plan 2021 lässt sich vor allem durch geringere Kosten und höhere sonstige betriebliche Erträge erklären. Das Konzernergebnis vor Gewinnabführung von 75,6 Mio. Euro liegt mit 54,7 Mio. Euro deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (20,9 Mio. Euro). Neben der positiven EBITDA-Entwicklung im Berichtsjahr führten im Vorjahr insbesondere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände zu einem geringeren Ergebnis.

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Konzernbilanz (Kurzfassung)

in Mio. € 31.12.2021 %
Anlagevermögen 393.6 22,8
Umlaufvermögen 1.310,8 75,8
Rechnungsabgrenzungsposten (inkl. Vermögensverrechnung) 24,3 1,4
Aktiva 1.728,7 100,0
Eigenkapital 709,3 41,0
Fremdkapital 1.006,1 58,2
Rechnungsabgrenzungsposten 13,3 0,7
Passiva 1.728,7 100,0
in Mio. € 31.12.2020 % Veränderung %
Anlagevermögen 457,8 26,8 -64,2 -4,0
Umlaufvermögen 1.232,3 72,0 78,5 3,8
Rechnungsabgrenzungsposten (inkl. Vermögensverrechnung) 20,3 1,2 4,0 0,2
Aktiva 1.710,4 100,0 18,3
Eigenkapital 720,6 42,1 -11,3 -1,1
Fremdkapital 977,2 574 28,9 1,1
Rechnungsabgrenzungsposten 12,6 0,8 0,7 -0,2
Passiva 1.710,4 100,0 18,3

Im Vergleich zum 31.12.2020 hat sich die Konzernbilanzsumme um 18,3 Mio. Euro auf 1.728,7 Mio. Euro erhöht.

Die Verringerung des Anlagevermögens um 64,2 Mio. Euro ist größtenteils verursacht durch Abschreibungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen (insbesondere Abschreibungen auf Firmenwerte) und Sachanlagen in Höhe von 94,1 Mio. Euro (davon 4,2 Mio. Euro außerplanmäßige Abschreibung). Dem gegenüber stehen Zugänge in Höhe von 38,9 Mio. Euro.

Ein Teil der Investitionen entfiel auf die Anschaffung neuer Hard- und Software. Zudem wurden Investitionen in Verlags-, Titel- und sonstige Rechte getätigt.

Weitere Ausgaben fielen für M&A-Aktivitäten im Digitalbereich an. Diese Investitionen wirkten sich in den Zugängen der immateriellen Vermögensgegenstände und Finanzanlagen aus.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter dargestellt.

Der Anstieg des Umlaufvermögens um 78,5 Mio. Euro resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg an liquiden Mitteln (31,0 Mio. Euro) und gestiegenen Forderungen gegen Gesellschafter (+39,2 Mio. Euro).

Das Eigenkapital liegt bei 709,3 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Mio. Euro verringert, was im Wesentlichen durch einen gesunkenen Konzernbilanzgewinn begründet ist. Die Eigenkapitalquote beträgt 41,0 % (Vorjahr 42,1 %).

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem Eigenkapitalspiegel ersichtlich.

Die Gesamthöhe des Fremdkapitals ist mit 1.006,1 Mio. Euro um 28,9 Mio. Euro gestiegen. Dies ist im Wesentlichen begründet durch Regel- und Sondertilgung des Kreditbestandes (68,5 Mio. Euro) und gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (86,9 Mio. Euro). Die Fremdkapitalquote liegt damit bei 58,2 % im Vergleich zu 57,1 % im Vorjahr.

Konzernkapitalflussrechnung (Kurzfassung)

in Mio. € 2021 2020 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 152,6 149,6 3,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -41,4 -9,8 -31,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -80,3 -97,0 16,7
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 30,9 42,8 -11,9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 226,7 195,7 31,0

Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 21) erstellt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. Euro erhöht. Hauptursächlich hierfür waren die im Vergleich zu den gesunkenen Einzahlungen aus dem Umsatzgeschäft stärker gesunkenen Ausgaben für die betrieblichen Aufwendungen. Die im Saldo gegenüber dem Vorjahr um 31,6 Mio. Euro gestiegenen Auszahlung für den Cashflow aus Investitionstätigkeit sind im Wesentlichen geprägt durch gestiegene Auszahlung für Zugänge zum Konsolidierungskreis, Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der mittelfristigen Finanzdisposition sowie Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich hauptsächlich aufgrund von verminderten Tilgungen um 16,7 Mio. Euro.

Die Finanzmittel des Konzerns werden im Inland über das durch die Konzernmutter organisierte Cash-Pooling bereitgestellt. Auf diese Weise ist eine ausreichende Liquiditätsausstattung der Konzerngesellschaften gewährleistet. Ziel ist eine kostengünstige Bereitstellung von Liquidität durch verfügbare Mittel aus dem operativen Geschäft sowie durch zentral gesteuerte Kreditaufnahmen. Mittels kurzfristiger Kreditlinien bei Banken können evtl. kurzfristige Engpässe überwunden werden.

Der im Jahr 2018 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag ist durch die Ziehung der ersten Verlängerungsoption für den Großteil des Kreditvolumens um ein Jahr bis Juli 2024 verlängert worden. Die Verzinsung bleibt weiterhin auf variabler Basis.

Die ergänzend zur Verfügung gestellte revolvierende Kreditlinie (75 Mio. Euro) wurde nur sehr geringfügig durch Avale beansprucht.

46,5 % der Gesamtverbindlichkeiten des Konzerns haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Ertragslage

Konzernergebnis (Kurzfassung)

in Mio. € 2021 2020 Veränderung %
Umsatzerlöse 1.119,5 1.142,5 -23,0 -2,0
Bestandsveränderung -0,2 0,2 -0,4 -200,0
sonstige betriebliche Erträge 58,2 31,4 26,8 85,4
Materialaufwand 187,1 202,4 -15,3 -7,6
Personalaufwand 448,4 459,6 -11,2 -2,4
sonstige betriebliche Aufwendungen 361,3 361,7 -0,4 -0,1
Außergewöhnliches Ergebnis 2 28,9 27,1 1,8 6,6
EBITDA 209,6 177,5 32,1 18,1

2 das außergewöhnliche Ergebnis, welches in den einzelnen Positionen enthalten ist, wird für die Berechnung des EBITDA wieder korrigiert

Im Berichtsjahr erzielte der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.119,5 Mio. Euro (Vorjahr 1.142,5 Mio. Euro). Der Umsatzrückgang entfällt im Wesentlichen auf die Produktbereiche Tageszeitungen und Anzeigenblätter (-27,1 Mio. Euro). Hierfür hauptursächlich sind rückläufige Anzeigen- und Werbeerlöse. Titelverkäufe im Bereich von Special-Interest- und Fachmagazinen führen zu geringerem Umsatz im Bereich Zeitschriften (-5,6 Mio. Euro). Onlineerlöse entwickelten sich erneut positiv und stiegen um 11,1 Mio. Euro. Übrige Erlöse sind auf nahezu auf Vorjahresniveau.

Ausgehend vom EBITDA liegt die Umsatzrendite im Berichtsjahr bei 18,7 % (Vorjahr 15,5 %).

Umsatzerlöse 2021 nach Produktbereichen

3 Inklusive Onlineerlöse

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 26,8 Mio. Euro gestiegen (2021:58,2 Mio. Euro; 2020:31,4 Mio. Euro) und umfassen unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und außerordentliche Erträge.

Der Materialaufwand ist um 15,3 Mio. Euro auf 187,1 Mio. Euro gesunken:

in Mio. € 2021 2020 Veränderung %
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 74,9 87,4 -12,5 -14,3
redaktionelle Fremdleistungen 33,0 31,0 2,0 6,5
Herstellungs- und sonstige Fremdleistungen 74,0 78,2 -4,2 -5,3
sonstige bezogene Leistungen 5,1 5,8 -0,7 -12,1
Aufwendungen für bezogene Leistungen 112,2 115,0 -2,8 -2,4
Materialaufwand 187,1 202,4 -15,3 -7,6

Niedrigere Papierpreise spiegeln sich im Rückgang des Materialaufwands wider. Die COVID-19-Pandemie und der Hackerangriff wirkten sich reduzierend auf den Umfang der Printtitel aus, was ebenfalls zu geringeren Materialaufwendungen führte.

Der größte Aufwandsposten der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert der Personalaufwand mit 448,4 Mio. Euro:

in Mio. € 2021 2020 Veränderung %
Löhne und Gehälter 373,0 381,7 -8,7 -2,3
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 75,4 77,9 -2,5 -3,2
Personalaufwand 448,4 459,6 -11,2 -2,4

Aufwandsmindernd wirken sich im Berichtsjahr Personalrückgänge und geringere Kosten in der Zustellung aus. Außergewöhnliche Personalaufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 4,0 Mio. Euro auf 14,7 Mio. Euro. Davon fielen für Restrukturierungsmaßnahmen 12,8 Mio. Euro (im Vorjahr 6,5 Mio. Euro) an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren sich insgesamt um 10,7 Mio. Euro auf 361,3 Mio. Euro:

in Mio. € 2021 2020 Veränderung %
Mieten und Mietnebenkosten 34,7 34,1 0,6 1,8
Instandhaltung und Reparaturen 23,7 21,3 2,4 11,3
Vertriebskosten 134,2 142,9 -8,7 -6,1
Dienstleistungsaufwendungen 13,4 14,6 -1,2 -8,2
Verwaltungskosten 38,9 42,4 -3,5 -8,3
Reise-, Bewirtungs- und Werbekosten 41,0 39,8 1,2 3,0
übrige Aufwendungen 75,4 66,6 8,8 13,2
sonstige betriebliche Aufwendungen 361,3 361,7 -0,4 -0,1

Eine verminderte Auflage führte-zur Einsparung von Vertriebskosten. Zudem wurden im Berichtsjahr weniger Beratungs- und Fremdleistungen in Anspruch genommen.

Insgesamt sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 37,5 Mio. Euro (im Vorjahr 24,1 Mio. Euro) angefallen. Darin enthalten sind Kosten für Restrukturierung von insgesamt 28,8 Mio. Euro (im Vorjahr 5,7 Mio. Euro).

Nachfolgend werden einige wichtige Positionen unterhalb des EBITDA dargestellt:

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (insbesondere Abschreibungen auf Firmenwerte) und Sachanlagen in Höhe von 94,1 Mio. Euro (davon 4,2 Mio. Euro außerplanmäßige Abschreibung) haben sich gegenüber 2020 um 21,2 Mio. Euro vermindert. Die Verminderung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf im Vorjahr höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Das Finanzergebnis (Zinserträge & -aufwendungen) ist weitestgehend auf Vorjahresniveau (2021: -10,6 Mio. Euro; 2020: -11,0 Mio. Euro).

Das Mutterunternehmen der FUNKE MEDIENGRUPPE sowie nahezu all ihre Tochterunternehmen sind Teil eines ertragsteuerlichen Organkreises, sodass Ertragssteuern für den Konzern eine untergeordnete Rolle spielen.

Die zuvor genannten Effekte führen zu einem Konzernergebnis vor Gewinnabführung von 75,6 Mio. Euro (Vorjahr 20,9 Mio. Euro).

Auflagen und Medienreichweite

Zu den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählt für FUNKE die Reichweite ihrer Medien.

Auflage und Medienreichweite Zeitungen

Die durchschnittliche Verbreitung im Berichtsjahr pro Erscheinungstag bezifferte sich auf 901 Tsd. Tageszeitungen:

in Tsd. Exemplare
Region Titel 2021 2020 Veränderung
NRW Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ), Westfälische Rundschau (WR), Westfalenpost (WP) 420 443 -23
Thüringen Thüringer Allgemeine (TA), Ostthüringer Zeitung (OTZ), Thüringische Landeszeitung (TLZ) 189 207 -18
Hamburg Hamburger Abendblatt, Bergedorfer Zeitung 143 151 -8
Niedersachsen Braunschweiger Zeitung, Harz Kurier 101 106 -5
Berlin Berliner Morgenpost 48 57 -9
Gesamt 901 964 -63

In Deutschland nehmen diese 12 regionalen Tageszeitungen führende Positionen auf den jeweiligen Zeitungsmärkten ein. Mit rd. 420 Tsd. Exemplaren bilden die NRW Titel die höchste Auflage an Regionalzeitungen bundesweit. Insgesamt hält FUNKE einen Marktanteil von 7,5 % an der Auflage im deutschen Tageszeitungsmarkt. Den ersten Platz im Zitate-Ranking 2021 belegten in Regionalzeitungen von FUNKE (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Unter den Top 20 der reichweitenstärksten digitalen Verlagsangeboten rangieren im November 2021 die Angebote der FUNKE Medien NRW mit 16,78 Millionen Unique Usern (Quelle: AGOF daily digital facts November 2021).

Die Auflage der Anzeigenblätter reduzierte sich u. a. durch die Einstellung von Ausgaben von 9,0 Mio. Exemplaren auf 7,3 Mio. Exemplare, was aber insgesamt dem Branchendurchschnitt entspricht:

4 Zusätzlich werden in Hamburg weitere 0,3 Mio. Exemplare (Vorjahr 0,35 Mio. Exemplare) über Beteiligungsgesellschaften verteilt.

In NRW publiziert der Konzern Anzeigenblätter über die FUNKE NRW Wochenblatt GmbH und die als Joint-Venture betriebene Ostruhr-Anzeigenblattgesellschaft mbH & Co. KG (ORA). Dabei wird im Rhein-Ruhr-Gebiet sowie im mittleren und südlichen Westfalen eine nahezu flächendeckende Verteilung erreicht.

Im Ranking der 25 auflagenstärksten Anzeigenblätter belegt das Anzeigenblatt "Berliner Woche" Platz 2 und FUNKEs "Allgemeiner Anzeiger" aus Thüringen belegt Platz 5 (Quelle: Kress Pro 09/2021).

Die Lokalradios sind aufgrund ihrer Reichweite eine wichtige Informationsquelle für viele Menschen in NRW. Gemäß einer bundesweiten Reichweitenerhebung schalteten durchschnittlich rund 1,5 Mio. Hörerinnen und Hörer täglich einen der zwölf Sender im Ruhrgebiet, am Niederrhein und im Hochsauerlandkreis ein (Quelle: E.M.A. NRW 2020 II).

Die fünf Sender Radio Essen, Radio Bochum, Radio Hagen, Radio Sauerland, und Radio Herne sind Marktführer in ihrem Sendegebiet vor den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen des WDR (Quelle: E.M.A. NRW 2022 I).

Auflage und Medienreichweite Zeitschriften

Die im Jahresdurchschnitt verkauften Auflagen der herausgegebenen Programm- und Frauenzeitschriften belaufen sich auf rund 6,2 Mio. Exemplare (davon entfallen auf die Programmzeitschriften 3,7 Mio. Exemplare und auf die Frauenzeitschriften 2,5 Mio. Exemplare) und liegen damit um 6,1% unter dem Niveau von 2020.

Unter den Top 10 der auflagenstärksten Publikumszeitschriften finden sich drei FUNKE Titel, und zwar die Programmzeitschriften: "TV Digital", "TV direkt" und "Hörzu". Insgesamt ist bei Programmzeitschriften wie im Vorjahr ein Auflagenverlust zu verzeichnen. Platz 2 im Ranking der wöchentlichen Frauenzeitschriften mit der höchsten verkauften Auflage im vierten Quartal 2021 besetzt die FUNKE Zeitschrift "Bild der Frau" (Quelle: IVW).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

FUNKE investiert konsequent in die Personalentwicklung, Nachwuchsförderung, Fachkräfterekrutierung und Bindung von Mitarbeiter*innen.

Der Konzern beschäftigte im Jahr 2021 durchschnittlich:

2021 2020
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Zustelltätigkeit 5.498 5.671
Zustellerinnen und Zusteller 13.951 15.069
Gesamt 19.449 20.740
Personalaufwand in Mio. € 448,4 459,6

Auch im Jahr 2021 hat die Covid-19-Pandemie die FUNKE Akademie vor besondere Herausforderungen bei der Umsetzung des Qualifizierungsprogramms gestellt. Durch den konsequenten Wechsel von Präsenz- auf innovative Online-Formate konnten alle Entwicklungsmaßnahmen auch in einer Online-Variante angeboten werden. Über 141 Seminare (Vorjahr: 110 Seminare) zu acht verschiedenen Themenbereichen, besucht von mehr als 1.050 internen Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Vorjahr: 950 Teilnehmende), unterstreichen die Akzeptanz der Akademie.

Mit der Umstellung der IT-Systeme auf Microsoft 365 zu Beginn des Jahres wurde auch eine umfassende Qualifizierungsoffensive in der Vermittlung des notwendigen Anwender-Know-hows erforderlich. Durch ein kurzfristig zur Verfügung gestelltes Angebot der FUNKE Akademie, konnten über 1.700 Mitarbeiter*innen in 256 Trainings in der Anwendung der verschiedenen Microsoft 365-Tools befähigt werden.

Als weiteres Highlight im Jahr 2021 ist die Qualifizierungsoffensive "Stärkung Digital Verkauf" zu nennen. Über einen innovativen Methodenmix werden über 250 Portfolio- und Spezialverkäufer*innen in der Vermarktung des digitalen Produktportfolios bis Mitte 2022 gestärkt. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Hamburg Media School haben die Mitarbeiter*innen auch die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen, das über drei verschiedene Kompetenzlevel vermittelt wird, mit einem Zertifikat der angesehenen Bildungseinrichtung zu dokumentieren. In einem ersten Schritt konnten im Jahr 2021 über 1.100 Teilnahmen in den verschiedenen Webinaren des Level 1: Basic, die von internen Multiplikatoren durchgeführt wurden, umgesetzt werden. Im Jahr 2022 werden weitere 2.700 Teilnahmeplätze zur Realisierung der Level 2: Professional und Level 3: Expert angeboten.

Mit dem Dialogformat "FUNKE Feedback- und Entwicklungsgespräch" wird unter Beachtung der Unternehmensziele die individuelle Entwicklung und die Zusammenarbeit zwischen Führungskraft und Mitarbeiter*innen gefördert. Verpflichtende Präsenzveranstaltungen für Führungskräfte und ein modernes E-Learning für Mitarbeiter*innen haben hier zur Kompetenzsteigerung bei der Gesprächsvorbereitung und -durchführung im Jahr 2021 beigetragen.

Aufgrund der Verknappung von potenziellen Nachwuchskräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt kommt dem Ausbau von Hochschulkooperationen für die Gewinnung von Nachwuchstalenten eine immer größere Bedeutung zu. Mit den Hochschulen in Maastricht, Münster, Mannheim und der Hamburg Media School wurden entsprechende Kooperationsvereinbarungen auch im Jahr 2021 verlängert bzw. gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt.

Mit dem Launch des Podcasts "FUNKE Insight - Der Karrierepodcast der FUNKE Mediengruppe" nutzen wir seit 2021 außerdem einen weiteren wichtigen Kanal, um Schüler*innen, Student*innen und Berufseinsteiger*innen besser erreichen und uns als attraktiver Arbeitgeber präsentieren zu können.

Junge Nachwuchstalente haben mittlerweile andere Erwartungen und Ansprüche hinsichtlich der eigenen Entwicklung in Unternehmen. Durch die inhaltliche Ausrichtung der Traineeprogramme werden diese Erwartungen nun noch besser berücksichtigt. Agile Vorgehensweisen zur individuellen Entwicklung und Ausrichtungen der Qualifizierungsbausteine ergänzt um moderne Lernformate, wie z. B. eine Learning Journey, ersetzen starre und feste Programmabläufe.

Darüber hinaus bietet der Konzern eine 24-monatige Ausbildung von Volontär*innen in den Bereichen Print, Online und Bildmanagement an. Diese ist inhaltlich und strukturell an zukünftige Anforderungen ausgerichtet. Diverse Programme für Hochschulabsolvent*innen, Praktikumskräfte und Werkstudierende sowie eine breit gefächerte Ausbildung für kaufmännische und technische Berufe runden das Angebot ab.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunftssicherung von Unternehmen ist die gezielte Entwicklung von Talenten. Mit der Fortführung der bereits im Jahr 2020 gestarteten Entwicklungsprogramme konnten weitere wichtige Impulse für die Persönlichkeitsentwicklung der über 90 Talente gegeben werden. Die FUNKE Entwicklungsprogramme unterstützen (angehende) Führungskräfte, Fachspezialist*innen gezielt in ihrer individuellen Karriereentwicklung und tragen so auch zur Bindung der Talente bei.

Verschiedenste gesundheitsfördernde Angebote und Maßnahmen werden von der Belegschaft an allen Standorten sehr positiv angenommen. Hervorzuheben ist hier die Gesundheitswoche. Mit digitalen Beratungsangeboten und Impulsvorträgen von Gesundheitsexperten*innen, Teamwettbewerben sowie spannenden Tipps, Tricks und Rezepten rund um die Themen Bewegung, Ernährung und Work-Life-Balance im FUNKE Intranet bietet die Gesundheitswoche viele einfache Ideen, um im Berufsalltag fit und gesund zu bleiben.

Auch das Jahr 2021 hat unsere Mitarbeiter*innen vor besonders anspruchsvolle Situationen gestellt. Deswegen haben wir unser Angebot für die psychologische Beratung mit zusätzlichen Kooperationspartnerschaften fortgeführt. Darüber hinaus erhalten Mitarbeiter*innen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei FUNKE die Möglichkeit, sich bei der Organisation der Betreuung ihrer Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger qualifiziert beraten und aktiv unterstützen zu lassen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Planung basiert auf Annahmen, die vor Beginn des Ukraine-Krieges getroffen wurden. Da der Ukraine-Krieg aller Voraussicht nach Auswirkungen auf die genannten Kennzahlen haben wird, wird im Folgenden auch dort, wo belastbare Daten vorliegen eine erste Einschätzung unter Berücksichtigung des Ukraine-Krieges abgegeben.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch das Jahr 2021 war in Deutschland vor allem durch die Pandemie und entsprechende Eindämmungsmaßnahmen gekennzeichnet. Für das Jahr 2022 wurde zunächst mit einer konjunkturellen Erholung gerechnet. Es wurde eine Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes von 3,6 % erwartet (Quelle: BMWi Jahresprojektion 2022).

Auf dem Arbeitsmarkt rechnete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für das Jahr 2022 mit einer Arbeitslosenquote von 5,1 %.

Angesichts des Ukraine-Kriegs bestehen deutliche Risiken für die Konjunktur in Deutschland. Ende April 2022 veröffentlichte die Bundesregierung ihre Frühjahrsprojektion 2022, nach der nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 % und mit einer konstanten Arbeitslosenquote von 5,7 % gerechnet wird.

Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Für den Werbemarkt in Deutschland wird ein Wachstum zwischen 3,7 und 5,5 Prozent für 2022 erwartet (Quelle: Agenturgruppe JOM).

Abonnements im Printbereich der Tageszeitungen werden sich gemäß einer Analyse von Schickler und BDZV im Branchentrend um 3 % verringern, Werbeerlöse hingegen werden um 2 % steigen. PwC prognostiziert bis 2025 einen durchschnittlichen jährlichen Rückgang von Vertriebsumsätzen im Zeitschriftenbereich von 3,1 % (Quelle: PwC).

Die größten Zuwächse an Werbeumsätzen erreichten in den letzten Jahren die digitalen Werbegattungen. Die Bereiche Influencer-Marketing und Video-Werbung sind im Jahr 2021 sehr stark gewachsen, die Entwicklung von Display-Werbung lag ebenfalls deutlich über der Entwicklung der Vorjahre. Es ist davon auszugehen, dass Werbeumsätze in den digitalen Gattungen auch in den kommenden Jahren weiterwachsen. Für 2022 wird ein Online-Anteil der Werbeumsätze von 49,0 % erwartet (Schickler Media Index 2022).

Prognosen von PwC zufolge werden Werbeumsätze im Radiomarkt in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen (Quelle: PwC).

Unternehmensprognose der FUNKE

Der Ausblick basiert auf Annahmen, die zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung als hinreichend bestimmbar und überwiegend wahrscheinlich beurteilt wurden. Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund verschiedener Einflussfaktoren deutlich abweichen. Es ist absehbar, dass es aufgrund des Ukraine-Krieges zu Preissteigerungen kommt, die primär über den Energiesektor auch in andere Bereiche der Wirtschaft gelangen. Infolgedessen könnte es zu höheren Kosten auf der Beschaffungsseite kommen. Auswirkungen auf Umsatzerlöse lassen sich derzeit nicht abschätzen.

Die Entwicklung der Branchenumsätze spiegelt sich auch in der Umsatzprognose des Konzerns wider: Bedingt durch weiter sinkende Auflagen wird sich die Verringerung der Vertriebs- und Werbeumsätze im Printbereich bei FUNKE auch im Jahr 2022 fortsetzen. Für das Online- bzw. Digitalgeschäft wird mit weiterhin deutlich steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2022 mit einem leicht rückläufigen Konzernumsatz im unteren einstelligen Prozentbereich gerechnet.

Unter der Annahme der Kostensteigerung wird das EBITDA im Vergleich zum Berichtsjahr 2021 im mittleren zweistelligen Prozentbereich sinken. Bei den Personalkosten wird mit zusätzlichen Belastungen in der Zustellung gerechnet. Materialaufwendungen bleiben annährend konstant, bei steigenden Papieraufwendungen und rückläufigen Aufwendungen für bezogene Leistungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen steigen aufgrund Intensivierung von Marketingaktivitäten.

3.2. Chancenbericht

Chancenidentifizierung

Die für das Unternehmen wesentlichen identifizierten Chancen wurden zu den folgenden gleichartigen Kategorien zusammengefasst:

Kategorie Identifizierte Chancen
Umfeld: - wirtschaftliche Entwicklung
- IT-Strukturen, Technik
Branche - veränderte Mediennutzung, Digitalisierung
- Leistungsschutzrecht
- Wettbewerbsrecht
Sonstiges: - Synergieeffekte / Akquisitionen
- Lokaloffensive

Chancenanalyse

Wirtschaftliche Entwicklung:

Ein über den Erwartungen liegender wirtschaftlicher Aufschwung verbunden mit sinkenden Arbeitslosenzahlen vor allem im Inland könnte zu höheren Investitionen auf dem Werbemarkt führen, die sich positiv auf den Umsatz sowie das Ergebnis auswirken können.

Veränderte Mediennutzung, Digitalisierung:

FUNKE setzt zukunftsorientiert weiterhin auf den laufenden Ausbau ihres medialen Angebots und eruiert kontinuierlich die Tendenzen der relevanten Medien- und mediennahen Dienstleistungsmärkte. Aus jedem frühzeitig aufgenommenen und umgesetzten Trend kann sich Umsatzpotenzial entwickeln.

Die digitalen Projektteams des Konzerns bieten die Möglichkeit, in enger Verzahnung mit den Standorten Trends aufzuspüren und neue Ideen schnell umzusetzen. Neue Geschäftsfelder sollen aufgebaut und das Kerngeschäft (Printmedien und Zeitschriften) konsequent in die digitale Welt überführt werden.

Leistungsschutzrecht:

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist am 1. August 2013 in Kraft getreten. Es soll die Leistung von Verlegern und Journalisten wirksam vor den Wettbewerbsnachteilen der ungerechtfertigten Verbreitung und Vervielfältigung der Erzeugnisse insbesondere im Internet schützen. Im Zeitalter der sich immer mehr beschleunigenden digitalen Entwicklung erscheint dies unverzichtbar und gibt auch FUNKE ein Mittel an die Hand, Dritte, die keine Nutzungsrechte der Presseerzeugnisse von den Verlegern erworben haben, von deren Nutzung auszuschließen.

Ihre Leistungsschutzrechte hat FUNKE an die Verwertungsgesellschaft "VG Media" übertragen. Dort sollen Tarife für die Nutzung der Leistungsschutzrechte der vertretenen Medienhäuser festgelegt werden. Durch die Bündelung der Leistungsschutzrechte diverser Medienhäuser bei nur einer Verwertungsgesellschaft wird eine stärkere Position gegenüber Google angestrebt.

Das EU-Parlament beschloss im Frühjahr 2019 eine neue Urheberrechtsreform. Bestätigt durch den Rat der Europäischen Union, läuft nun die zweijährige Frist für die Umsetzung in nationales Recht. Inhalt der Reform ist neben dem Leistungsschutzrecht auch die Verpflichtung zur Lizenzierung urheberrechtlich geschützter Inhalte und damit verbundener Upload-Filter. Das deutsche Leistungsschutzrecht wird damit stark ausgeweitet. Kernpunkt ist, dass es nicht nur für Suchmaschinenbetreiber gelten soll, sondern für alle Unternehmen, die online Inhalte verbreiten, und zwar nicht nur für einen kurzen Anreißer, sondern für den gesamten Artikel.

IT-Strukturen, Technik:

Künftig sollen Investitionen in neue Technologien (u. a. im Bereich Cloud Computing und Artifical Intelligence) erfolgen. Der weitere Ausbau der Standardisierung und Automatisierung sowie die Konzentration auf spezifische Nutzen- und Wettbewerbsvorteile durch Technologie in den IT-Strukturen soll zu einer gesteigerten Effizienz und zu weiteren Kostenreduktionen führen. Zusätzlich werden diverse Verwaltungsprozesse auch auf der Basis von Benchmarks permanent einer intensiven Überprüfung unterzogen.

Auch im Bereich der Neuen Medien sieht der Konzern zusätzliche Marktchancen. Diese liegen in der Konzentration auf die digitalen Produkt-, Vertriebs- und Kundeninteraktionsschichten (Online-Portale, Digitaler Kiosk, Customer Journey - Marketing Automation) und dem auch datenbasierten weiteren konsequenten Ausbau der Paid-Content-Angebote (und -Strategie). Zusätzlich soll versucht werden, über Corporate-Publishing-Produkte, neue Kunden zu gewinnen und dadurch auf dem digitalen Mediensektor Marktanteile zu platzieren.

Chance und Herausforderung ist weiterhin die Anpassung der Druck- und Versandtechnik sowie der Standorte in Bezug auf die sich verändernden Rahmenbedingungen. Dieses betrifft Investitionen in Erneuerungen sowie auch Ausbau und Verlagerung von Produktionsstandorten, die zu einer gesteigerten Effizienz führen.

Die Harmonisierung der System- und Prozesslandschaft als Beispiel im Anzeigen-, Vertriebs- und Redaktionsbereich hin zu standortübergreifenden Konzernstandards bleibt permanente Aufgabe in einer sich entwickelnden Organisation. Dieses ist Voraussetzung für gruppenweite Effizienz, Integration und Nutzbarmachung von Daten.

Die Digitalisierung der Konzernprozesse, die ebenso die Harmonisierung derselben nutzt, ist für die nächsten Jahre eine Chance und wichtige Aufgabe der IT. Neue, digitale Plattformen für bislang manuelle Prozesse aber auch die flächendeckende Einführung und Nutzung von RPA-Technologien (Robotic Process Automation), um manuelle Vorgänge mit bestehenden Systemen und Anwendungen zu automatisieren sind die Grundlage für eine vollständige Digitalisierung der konzernweiten, operativen Prozesse.

Synergieeffekte, Akquisitionen:

Weitere Unternehmenszukäufe und das Heben von Synergien durch Konsolidierung können zu Kosteneinsparungen führen.

Neben der Umsetzung diverser Restrukturierungsmaßnahmen werden laufend weitere Effizienzsteigerungspotenziale und Prozessverbesserungen mit dem Ziel einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung untersucht.

Lokaloffensive:

Der Konzern setzt weiterhin auf die Chance, seine starke lokale und regionale Verankerung auf den heimischen Märkten zu festigen. Nähe und Bindung zu Leserinnen, Lesern und Usern gilt es zu stärken und neue Anzeigenkundschaft zu gewinnen.

3.3. Risikobericht

Risikomanagement

Für FUNKE bedeutet unternehmerisches Handeln, stets Chancen zu nutzen und damit verbundene Risiken zu erkennen und zu begrenzen. Der Konzern versucht, die Chancen seiner relevanten Märkte optimal zu nutzen, um Kundschaft langfristig zu binden und durch fairen Wettbewerb gegenüber der Konkurrenz auf Dauer zu bestehen. Dazu ist es erforderlich, vorausschauend Risiken und Veränderungen der Märkte zu erkennen. So verfügt FUNKE über ein bereits etabliertes Risikomanagement, zu dessen Bestandteilen neben den Erkenntnissen aus der Rechnungslegung und dem Controlling, auch Compliance und Revision zählen. Diese Stabsbereiche flankieren die internen Kontrollsysteme der operativen Bereiche.

Die Revision legt dabei das Hauptaugenmerk auf die Prüfung des Vorhandenseins sowie der Effektivität und Effizienz des internen Kontrollsystems. In diesem Rahmen verfolgt die Revision einen risikoorientierten Prüfungsansatz, aus welchem auch die jährliche Planung entwickelt wird. Ferner koordiniert die Interne Revision gemeinsam mit Compliance gruppenweite Richtlinien, welche wesentliche Handlungsgrundlagen innerhalb von FUNKE dokumentieren. Im Compliance Bereich ist auch die disziplinarische Verantwortung für die Revision und den Datenschutz angesiedelt, der nach Inkrafttreten der DSGVO von zunehmender Bedeutung für datenbasierte Geschäftsmodelle ist. Die Compliance-Arbeit unterstützt die Geschäftsführung dabei, präventiv Governance- und regulatorische Risiken zu erkennen und diesen durch geeignete Maßnahmen in der Organisation entgegenzusteuern.

Compliance ist Ansprechpartner bei Fragen und Verstößen zu behördlichen Regelungen, unternehmensinternen Richtlinien, der Einhaltung von Rechtsvorschriften und Gesetzen. Auf der Basis von Risikoanalysen werden zusammen mit der Internen Revision Kontrollmaßnahmen formuliert, welche durch die Fachbereiche implementiert werden. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen die erforderlichen internen Richtlinien ausgearbeitet bzw. angepasst, ggf. Prozesse auf ihre Rechtssicherheit hin hinterfragt sowie Compliance-Schulungsmaßnahmen für Führungskräfte und Mitarbeitende durchgeführt und/oder koordiniert.

Im Hinblick auf Transparenz und Risikovorsorge sowie die Überwachung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sind speziell folgende Maßnahmen relevant:

Weitestgehend vereinheitlichte Geschäftsprozesse und Konzernvorgaben wie z. B. Bilanzierungsrichtlinien

Prozessintegrierte Kontrollen, wie z. B. Zugriffsschutz der IT-Systeme durch Berechtigungskonzepte, 4-Augenprinzip und Funktionstrennung

Laufende Analysen zur Identifizierung von eventuellen Risiken. Zu nennen sind unter anderem Marktbeobachtungen, Ad-hoc-Analysen sowie Wettbewerbsvergleiche

Regelmäßige Ermittlung von strategischen und marktbedingten Risiken innerhalb standardisierter Planungs- und Forecast-Prozesse

Monats- und Quartalsberichterstattung mit regelmäßigen Analysen durch die einzelnen Controlling-Abteilungen sowohl für einzelne Geschäftseinheiten als auch für die Gesamtgruppe sowie Plan-Ist Vergleiche

Zentrales Cash Management mit kontinuierlicher Finanzplanung

Compliance-Management-System mit regelmäßigen Risikoanalysen

Externes- und internes Hinweisgebersystem für Compliance-Verstöße

Eine zentral aufgestellte Einkaufsorganisation

Zentrale Datenschutzorganisation flankiert von fachlicher und regionaler Koordination

Ausbau der Informations- und Cybersicherheitsorganisation

Risikoidentifizierung

Die für das Unternehmen wesentlichen identifizierten Risiken wurden zu den folgenden gleichartigen Risikogruppen zusammengefasst:

Kategorie Identifizierte Risiken
Umfeld: - allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken
- politische und rechtliche Risiken
- Technikausfälle und Cyber Security
Branche: - veränderte Mediennutzung, Digitalisierung
Leistungswirtschaft: - Entwicklung Material- und Herstellungskosten
Finanzwirtschaft: - Liquiditätsrisiko
- Forderungsausfälle
- Zinsänderungsrisiko
- Währungsrisiko
Sonstiges: - Epidemie / Pandemie
- Rechtsstreitigkeiten
- Verstöße gegen interne Richtlinien, Datenschutzbestimmungen, Gesetze

Risikoanalyse

Allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken:

Grundsätzlich besteht immer die Gefahr, dass allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken zu sinkenden Einnahmen führen, die kurzfristig nicht durch eine Reduzierung von Kosten aufzufangen sind. Ebenso könnten mögliche Abwertungen der Kreditwürdigkeit einzelner europäischer Länder in Deutschland zu negativen konjunkturellen Auswirkungen führen, die sich auch auf den Werbemarkt niederschlagen und zu sinkenden Werbeeinnahmen führen.

Politische und rechtliche Risiken:

Durch die Europäische Union verhängte Werbeverbote für bestimmte Produktgruppen können zu rückläufigen Werbeeinnahmen führen.

Neue Gesetzeslagen (wie zum Beispiel die EU-Datenschutzgrundverordnung, das neue Telemediengesetz TTDSG) können sich mittel- und unmittelbar negativ auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.

Weitere Lohnerhöhungen in der Zustellung führen zum deutlichen Kostenanstieg in der Logistik.

Politische Krisen, Unruhen und militärisch ausgetragene Konflikte zwischen Staaten, wie z. B. der Ukraine-Krieg, können ein hohes Risiko darstellen. In den Lieferketten können Unternehmen eingebunden sein, die ihren Sitz und/oder Tätigkeitsschwerpunkt im Krisengebiet haben und/oder die Sanktionen, z. B. der Europäischen Union, unterliegen. Infolgedessen ist mit steigenden Rohstoff- und Energiekosten zu rechnen.

Technikausfälle und Cyber Security:

Die Wertschöpfungskette bei FUNKE ist erheblich von der eingesetzten Technik abhängig. Ein eventueller Ausfall könnte den reibungslosen Produktionsablauf gefährden. Deshalb sind zur Risikominimierung effiziente Backup- und Notfall-Systeme, Viren- und Zugangsschutzprogramme sowie Datensicherungs- und Verschlüsselungssysteme fest integriert, um die Betriebsbereitschaft jederzeit zu gewährleisten. Gleiches gilt für erprobte und funktionale Havarie-Mechanismen. Dieses bedingt die laufende Investition in die Weiterentwicklung der eingesetzten Technologien, um diese auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten.

Durch die Definition und Verwendung von Krisenreaktionsplänen, die alle relevanten Gruppen im Falle einer Systemstörung einbinden, wird eine optimale Lösungsbehebung erreicht. Darüber hinaus unterliegen alle Produktionssysteme einem proaktiven Monitoring, so dass Systemprobleme bereits in der Entstehung erkannt werden und einer Behebung zugeführt werden können. Abschließend arbeitet FUNKE zudem an einer automatisierten Erstellung von sogenannten Havarie-Ausgaben, die in dem Fall einer nicht in der notwendigen Zeit zu behebenden Systemstörung, zur Erzeugung eines Printproduktes, wenn auch mit reduziertem Inhalt, verwendet werden können.

Ein gestiegenes Risiko zeichnet sich im Bereich der Cyber Security ab. Die Attraktivität des kriminellen Geschäftsmodells und die zunehmende Professionalität und Expertise der angreifenden Personen zeichnen sich u. a. in einer deutlichen Zunahme der bekannt gewordenen Fälle ab. Dieses stellt eine neue und gestiegene Bedrohungssituation auch für FUNKE dar. Unsere Konsequenz daraus ist ein erhöhter Fokus auf den Bereich der Informationssicherheit, der sich neben Awareness-Schulungen auch in einer neuen angepassten Security-Organisation sowie Investitionen in das spezifische Themenfeld IT-Security widerspiegeln. Technische und organisatorische Maßnahmen sind hier u. a.:

Schulungskonzept zur Security-Awareness in der FUNKE Mediengruppe

Implementierung einer erweiterten konzernweiten Endpoint Security über Microsoft Defender ATP

Installation eines extern betriebenen Security Operation Center (SOC)

Regelmäßige interne Vulnerability Assessments

Veränderte Mediennutzung, Digitalisierung:

Das vornehmliche Risiko der veränderten Mediennutzung und der damit verbundenen verstärkten Orientierung hin zu digitalen Medien führt dagegen bereits heute zu einer Verschiebung der Werbemärkte. Die veränderte Mediennutzung bedingt zusammen mit dem demographischen Wandel sinkende Auflagen der klassischen Medien, verbunden mit dem Rückgang von Vertriebserlösen. Die Entwicklung auf den elektronischen Märkten wird daher kontinuierlich analysiert, um aktuelle Trends frühzeitig zu erkennen. So wird das Kerngeschäft konsequent in die digitale Welt überführt und neue Geschäftsfelder werden aufgebaut.

Entwicklung Material- und Herstellungskosten:

Die Branche ist stark von der Entwicklung der Material- und Herstellungskosten (u. a. Papier) abhängig. Eine Erhöhung kann unter Umständen nicht an Leserinnen und Leser weitergegeben werden.

Liquiditätsrisiko:

Eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung ermöglicht es, eventuelle Engpässe rechtzeitig aufzudecken. Frei verfügbare Kreditlinien, ein Basisbestand liquider Mittel sowie ein fest integriertes Cash-Pooling-System garantieren, dass der Konzern jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Die Geldanlage von nicht benötigten liquiden Mitteln wird durch eine Richtlinie vorgegeben. Diese beinhaltet Anlagerichtlinien und Limits zur Risikobegrenzung. Das weiterhin sehr niedrige Zinsniveau hat zu stark reduzierten Zinserträgen geführt. Im Berichtsjahr wurden die negativzinsfreien Anlagevolumina weiter reduziert und Verwahrentgelte erhöht. Dies führte zu einer spürbaren Belastung durch die in Rechnung gestellte Verwahrentgelte. Der Konzern versucht durch entsprechende Disposition der Liquidität den Aufwand durch Verwahrentgelte zu minimieren. Die Kostenbelastung wird weiter anhalten, da die EZB voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2022 langsam die Leitzinsen erhöhen wird.

Forderungsausfälle:

Ein aktives Debitorenmanagement und Mahnwesen ermöglichen es, Forderungsausfällen frühzeitig entgegenzuwirken. Das Risiko von Forderungsausfällen wird als gering eingestuft, da die Kundenbasis breit gestreut ist. Das Risiko wird bilanziell durch Wertberichtigungen auf Basis von Altersstruktur und Mahnstufen abgebildet.

Zinsänderungsrisiko:

Aufgrund der überwiegend variabel aufgenommenen Bankdarlehen ist der Konzern einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird gemäß internen Richtlinien zentral überwacht. Auswirkungen von möglichen Zinsänderungen auf das Finanzergebnis werden regelmäßig mittels einer Sensitivitätsanalyse geprüft sowie die Zinsentwicklungen beobachtet. Sofern es notwendig erscheint, werden derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung genutzt.

Währungsrisiko:

Währungsrisiken sind überschaubar, da die Ergebnisse hauptsächlich im Euroraum erzielt werden. Verbleibende Risiken aus Wechselkursschwankungen sind für den Konzern unwesentlich, da Einzahlungen aus Umsätzen und die Abrechnungen mit Lieferanten überwiegend in Euro abgewickelt werden. Eine Absicherung erfolgt daher nicht. Gleichwohl werden mögliche Risiken aus Wechselkursänderungen überwacht.

Epidemie / Pandemie

Das Risiko einer sich flächendeckend ausbreitenden Infektionskrankheit, wie z.B. COVID-19, die weite Teile der Bevölkerung betrifft, könnte zu krankheitsbedingten Einschränkungen unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei FUNKE führen.

FUNKE beobachtet die Entwicklung der aktuellen Corona-Pandemie sehr genau, prüft dabei permanent Informationen offizieller Stellen und setzt Maßnahmen zur Eindämmung des Virus konsequent um. Die Belegschaft wird entsprechend regelmäßig informiert und mittels geeigneter Schutzmaßnahmen, wie z. B. mobiles Arbeiten, Masken, Impfung, wird die Verbreitung des Virus aktiv eingedämmt.

Aufgrund sich verschlechternder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen drohen Umsatzeinbußen in den Werbebereichen, weil die Unternehmen zunächst bei ihren Werbebudgets sparen könnten. Davon wären sämtliche Medien wie Print, Digital und Hörfunk betroffen. Das birgt nennenswerte Ergebnisrisiken.

Allerdings kann auch das Informationsbedürfnis der Bevölkerung steigen, so dass insbesondere Zeitungen, Online- und Hörfunkangebote stärker nachgefragt werden.

Rechtsstreitigkeiten:

Letztendlich kann es im Zuge der journalistischen Berichterstattung zu Rechtsstreitigkeiten und damit verbundenen Schadenersatzansprüchen kommen. Ebenso können Kartell- oder Wettbewerbsverletzungen zu Rechtsansprüchen fremder Dritter führen. Etwaige Kosten sind grundsätzlich durch Versicherungen und Rückstellungen für Prozessrisiken abgedeckt.

Verstöße gegen interne Richtlinien, Datenschutzbestimmungen, Gesetze:

Der Verstoß gegen Gesetze und interne Richtlinien kann nicht nur für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Konsequenzen nach sich ziehen. Auf Unternehmensseite können unter anderem Bußgelder oder Strafverfahren drohen. Außerdem können auf das Unternehmen erhebliche Reputationsverluste zukommen.

Insbesondere im Hinblick auf die sich ausweitenden digitalen Aktivitäten bei FUNKE ist die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen sehr wichtig. Der Diebstahl von Kundendaten könnte Vertrauensverluste auf Seiten der Kundschaft nach sich ziehen und damit das digitale Wachstum erschweren.

Der Compliance- und Rechtsbereich tragen aktiv dazu bei, solche Risiken zu mindern und mögliche Verstöße entsprechend zu verfolgen.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation bei FUNKE

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für den Konzern aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, wurde ein Risikomanagementsystem geschaffen. Risikopotenziale werden kontinuierlich aufgedeckt und analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Im Geschäftsjahr 2021 war der Konzern mit Ausnahme der weiteranhaltenden COVID-19-Pandemie wie im Vorjahr mit einer überschaubaren Risikosituation konfrontiert. Zum aktuellen Zeitpunkt sind dem Konzern keine über die bereits im Konzernabschluss abgebildeten Risiken hinaus bekannt. Für das laufende Geschäftsjahr sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für den Konzern bekannt, allerdings ist mit negativen Auswirkungen aus der andauernden Corona-Krise und des Ukraine-Krieges zu rechnen.

 

Essen, den 25. Mai 2022

Andrea Glock

Simone Kasik

Christoph Rüth

Aufstellung des Anteilsbesitzes der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA

(Stand per 31.12.2021)

Nachfolgend aufgeführte Unternehmen sind aufgrund verschiedener Vorschriften in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Die mit 1) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 b HGB in Anspruch.

Die mit 2) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 (3) HGB in Anspruch.

Die mit 3) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 290 (2) Nr. 3 HGB einbezogen

Die mit 4) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 296 (2) HGB nicht einbezogen

Die mit 5) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 311 (2) HGB nicht einbezogen

Die mit 6) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 296 (1) Nr. 2 HGB nicht einbezogen

Unternehmen Sitz der Gesellschaft Fußnote Land (nur bei Ausl.) Anteil ( in % )
Folgende Unternehmen wurden gem. § 300 ff. HGB voll in den Konzernabschluss einbezogen:
FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA Essen 100,00
Anzeigen- und Vertriebsgesellschaft Südwestfalen Gesellschaft mit beschränkter Haftung Essen 3) 0,00
Bergedorfer Buchdruckerei von Ed. Wagner GmbH Hamburg 2) 100,00
Betriebsgesellschaft Radio Bochum mbH & Co. KG Bochum 1) 92,99
Betriebsgesellschaft Radio Duisburg mbH & Co. KG Duisburg 1) 63,15
Betriebsgesellschaft Radio Emscher-Lippe mbH & Co. KG Gelsenkirchen 1) 80,29
Betriebsgesellschaft Radio Ennepe-Ruhr-Kreis mbH & Co. KG Essen 1) 99,96
Betriebsgesellschaft Radio Essen mbH & Co. KG Essen 1) 67,05
Betriebsgesellschaft Radio Hagen mbH & Co. KG Hagen 1) 99,91
Betriebsgesellschaft Radio Herne mbH & Co. KG Herne 1) 90,86
Betriebsgesellschaft Radio Hochsauerlandkreis mbH & Co. KG Meschede 1) 96,11
Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH & Co. KG Oberhausen 1) 89,33
Betriebsgesellschaft Radio Wesel mbH & Co. KG Rheinberg 1) 88,51
"Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Bochum GmbH" Bochum 73,88
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Duisburg mbH Duisburg 63,15
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Emscher-Lippe mbH Gelsenkirchen 72,35
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Ennepe-Ruhr-Kreis mbH Essen 75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Essen mbH Essen 67,05
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Hagen mbH Hagen 75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Herne mbH Herne 75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Hochsauerlandkreis mbH Meschede 75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH Oberhausen 67,05
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Wesel mbH Rheinberg 88,70
DONNA Abonnement-Verwaltungs GmbH Ismaning 100,00
Druckzentrum Essen GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Berlin Wochenblatt GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE Bochum Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,90
FUNKE Bottrop Logistik GmbH Hagen 2) 100,00
FUNKE Braunschweig Logistik GmbH & Co. KG Braunschweig 1) 100,00
FUNKE DIALOG GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE DIGITAL GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE direkt GmbH Düsseldorf 2) 100,00
FUNKE Entertain GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Foto Services GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Hagen Logistik GmbH Hagen 2) 100,00
FUNKE Hamburg Logistik GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Hamburger Wochenblatt GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Hamburger-Niendorf Wochenblatt GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Harz Kurier GmbH Osterode am Harz 2) 100,00
FUNKE Life GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Lifestyle GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Logistik GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Medien Berlin GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE Medien Hamburg GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Medien Niedersachsen GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE Medien NRW GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Medien Thüringen GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE MZV Holding GmbH Essen 100,00
FUNKE Niedersachsen Druckzentrum GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Niedersachsen Logistik GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE Niedersachsen Services GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE NRW Druckzentrum GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,82
FUNKE NRW Logistik GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Logistik Wochenblatt GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Redaktionsgesellschaft mbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Wochenblatt GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE ONE GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE OTZ Holding GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Post GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Rätsel GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Salzgitter Logistik GmbH & Co. KG Salzgitter 1) 100,00
FUNKE Services GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Thüringen Druckservice GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Druckzentrum GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,90
FUNKE Thüringen Logistik GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Logistik Verbund GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Logistik Wochenblatt GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Post Kundenservice GmbH Erfurt 100,00
FUNKE Thüringen Postlogistik GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Postservice GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Verlag GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Wochenblatt GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE TV Guide GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE TV Guide Services GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Vermarktungs Holding GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Works GmbH München 2) 100,00
FUNKE Zeitschriften GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Zentralredaktion GmbH Berlin 2) 100,00
gofeminin.de GmbH Köln 100,00
Gong Verlag GmbH Ismaning 2) 100,00
Harting & Lechte GmbH Nordhausen 2) 100,00
Joblocal GmbH Rosenheim 2) 100,00
Media Partisans GmbH Potsdam 80,00
mpn mail & parcel network GmbH Erfurt 100,00
myself-Abonnement-Verwaltungs GmbH Ismaning 100,00
OTZ Druckzentrum GmbH & Co. KG Erfurt 1) 80,00
OTZ II GmbH Essen 60,00
OTZ OSTTHURINGER ZEITUNG Verlag GmbH & Co. KG Gera 1) 60,00
OTZ OSTTHÜRINGER ZEITUNG Verlag II GmbH & Co. KG Gera 1) 60,00
OTZ OSTTHURINGER ZEITUNG Verlag Verwaltungs-GmbH Gera 60,00
OTZ-Druckzentrum Verwaltungs-GmbH Löbichau 80,00
Papen Werbung GmbH Oberhausen 2) 100,00
Passion 4 Gästezimmer GmbH Berlin 2) 100,00
Raufeld Medien GmbH Berlin 100,00
Reiner H. Nitschke Verlags-GmbH Euskirchen 2) 100,00
trendence Institut GmbH Berlin 2) 100,00
Verleger-Holding Radio Duisburg GmbH & Co. KG Essen 1) 84,20
Verleger-Holding Radio Wesel GmbH & Co. KG Essen 1) 88,70
Verleger-Holding Verwaltungsgesellschaft Radio Duisburg mbH Essen 81,35
Verleger-Holding Verwaltungsgesellschaft Radio Wesel mbH Essen 67,94
Westdeutsche Zeitungs- und Zeitschriftenvertriebs-Gesellschaft J. Funke GmbH und Co. KG Essen 1) + 3) 0,00
Westfunk GmbH & Co. KG Essen 1) 95,52
Westfunk Verwaltungsgesellschaft mbH Essen 95,53
Zeitungs- und Zeitschriftenvertriebsgesellschaft J. Funke GmbH Essen 3) 0,00
Zeitungsverlag Niederrhein Gesellschaft mit beschränkter Haftung Essen 89,40
Zeitungsverlag Niederrhein GmbH & Co. Essen Kommanditgesellschaft Essen 1) 89,40
Folgende Unternehmen wurden gem. § 310 HGB in den Konzernabschluss einbezogen
MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Unterschleißheim 47,50
MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH Unterschleißheim 47,50
MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Unterschleißheim 47,50
MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH Unterschleißheim 47,50
Folgende Unternehmen wurden gem. § 311 HGB ff. bewertet:
"Direkt" Redaktionsservice GmbH Hamburg 24,80
elbe WOCHENBLATT Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co. KG Hamburg 24,90
Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG München 20,00
IKZ-Anzeigen- und Vertriebsgesellschaft mbH Iserlohn 24,80
Lokalfunk Dortmund Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG Dortmund 35,40
Lokalfunk Dortmund Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Dortmund 35,38
Lokalfunk Mettmann Presse-Beteiligungs-Gesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft Mettmann 26,82
Lokalfunk Siegen Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG Siegen 29,00
Lokalfunk Siegen Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs-GmbH Siegen 24,80
mailworXs GmbH Würzburg 20,00
MELO Medienlogistik Niederrhein GmbH Sonsbeck 50,00
PARTNER Medienservices GmbH Stuttgart 47,50
Pressefunk Nordrhein-Westfalen GmbH & Co. KG Düsseldorf 21,72
prettysocial media International GmbH München 25,92
Radio38 GmbH & Co. KG Braunschweig 46,80
TVB Transportvermittlungs- und Vertriebsgesellschaft in Bergedorf mbH Hamburg 20,00
Verwaltungsgesellschaft elbe WOCHENBLATT m.b.H. Hamburg 24,80
Wichelhoven Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Iserlohn 24,80
Win Local GmbH Frankfurt am Main 33,04
ZEITUNGSVERLAG ISERLOHN Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (IKZ) Wichelhoven Verlags-GmbH & Co. KG Iserlohn 24,80
Folgende Unternehmen wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Blattform Marketing & Service GmbH & Co.KG Gera 4) 51,57
Musterhaus.net GmbH Lüneburg 6) 75,10
MZV direkt - ZENIT Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG Stuttgart 4) 51,00
MZV direkt - ZENIT Verwaltungsgesellschaft mbH Stuttgart 4) 51,00
"Audiofon Romania" SRL Bukarest 5) Rumänien 40,00
Stampa Nekretnine d.o.o. Belgrad 4) Serbien 100,00

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021

Das Geschäftsjahr 2021 war für die FUNKE MEDIENGRUPPE geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie, den Umgang mit bzw. die Auswirkungen der Cyberattacke auf die FUNKE MEDIENGRUPPE, Optimierungsprozesse in den Bereichen Logistik, Regionalmedien und Zeitschriften sowie einer strategischen Neuausrichtung der Vermarktung und die Weiterentwicklung des Digitalbereichs. Die FUNKE MEDIENGRUPPE konnte im Geschäftsjahr 2021 ihre Stellung als einer der größten Medienkonzerne in Deutschland weiter festigen.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat die persönlich haftende Gesellschafterin, die FUNKE Management GmbH, und deren Geschäftsführer bei der Leitung der FUNKE MEDIENGRUPPE regelmäßig beraten und die Geschäftsführung sorgfältig und kontinuierlich überwacht.

Im Rahmen seiner Tätigkeit hat sich der Aufsichtsrat fortwährend über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und die beabsichtigte Geschäftspolitik anhand der mündlichen und schriftlichen Berichte der Geschäftsführung unterrichten lassen. Auch außerhalb der regulären Sitzungen wurde der Aufsichtsrat und insbesondere die Vorsitzende über besondere Vorgänge in Kenntnis gesetzt.

Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2021, pandemiebedingt teilweise telefonisch bzw. als Videokonferenz, vier Sitzungen ab, nämlich am 23. Februar 2021, am 10. August 2021, am 26. Oktober 2021 und am 13. Dezember 2021. Frau Petra Grotkamp fehlte in den Sitzungen des Aufsichtsrats vom 23. Februar 2021, 10. August 2021 und 26. Oktober 2021 entschuldigt. Herr Dr. Karl Hans Arnold nahm an den Beratungen zu ausgewählten Tagesordnungspunkten in der Sitzung vom 23. Februar 2022 nicht teil. Sonst haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Im Geschäftsjahr 2021 schieden die Aufsichtsratsmitglieder Herr Christian Eigen, Herr Lambert Lensig-Wolff und Herr Dr. Georg Scheid mit Wirkung zum 10. August 2021 aus dem Aufsichtsrat aus.

Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat in seinen Sitzungen regelmäßig über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen einschließlich der wesentlichen aktuellen Kennzahlen unterrichtet. Hierbei wurden auch konkrete mittelfristige Planungen sowie der kurz- und mittelfristige Handlungsbedarf und bestehende Optionen besprochen.

Ein zentrales Thema der Beratungen des Aufsichtsrats waren die Auswirkungen der Cyberattacke auf die FUNKE MEDIENGRUPPE. Im Mittelpunkt der Beratungen standen dabei die zum Schutze des Unternehmens zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen und die wirtschaftlichen Folgen des Angriffs, insbesondere die Schadensregulierung durch die Cyber-Versicherung. Der Aufsichtsrat hat sich von der Geschäftsführung fortlaufend über den jeweiligen Sachstand unterrichten lassen.

Außerdem hat der Aufsichtsrat über Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung im Bereich der Regionalmedien, insbesondere Konsolidierungs-, Neuordnungs- und Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der einzelnen Regionalmedienstandorte, die Prozessoptimierung der Druck- und Logistikstruktur sowie die strategische Neuausrichtung der regionalen und nationalen Vertriebs- und Vermarktungsorganisation beraten. Der Aufsichtsrat hat sich über die jeweiligen Fortschritte mit ihren Auswirkungen auf die Kennzahlen der FUNKE MEDIENGRUPPE von der Geschäftsführung eingehend unterrichten lassen.

Weitere Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat waren die Planung und der Stand diverser geschäftsbereichsübergreifender Projekte zur Konsolidierung und Optimierung der jeweiligen Geschäftsmodelle, mögliche Optimierungen und Akquisitionen im Zeitschriftengeschäft, Kooperationen mit anderen Medienhäusern im Veranstaltungs-, Vermarktungs- und Vertriebsbereich sowie verschiedene Harmonisierungs- und Integrationsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat hat ferner über die Weiterentwicklung, Zentralisierung und strategische Ausrichtung des Digitalbereichs, insbesondere im Hinblick auf mögliche Akquisitionen beraten.

Der Aufsichtsrat hat die im Geschäftsjahr 2018 verabschiedete Geschäftsordnung sowie die auf Grundlage dieser Geschäftsordnung verabschieden Leitlinien über die Zusammenarbeit mit Herrn Lensing-Wolff im Aufsichtsrat bis zum Ausscheiden von Herrn Lensing-Wolff umgesetzt.

Jahresabschlüsse und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2021 wurden von der persönlich haftenden Gesellschafterin nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

In der Hauptversammlung der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA vom 10. August 2021 wurde RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (RLT), Essen, zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2021 bestellt. RLT hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 geprüft. Die Prüfung erfolgte in Übereinstimmung mit § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung. Der Jahres- und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen.

Der Jahres- und Konzernabschluss und die Lageberichte sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen hat der Aufsichtsrat geprüft und in einer gesonderten Sitzung im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, erörtert. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Die von der persönlich haftenden Gesellschafterin getroffene Einschätzung der Lage der Gesellschaft und des Konzerns stimmt mit der Einschätzung des Aufsichtsrats überein. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in der gesonderten Sitzung gebilligt. Die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 obliegt gem. § 286 Abs. 1 AktG der Hauptversammlung der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FUNKE MEDIENGRUPPE für ihre Leistungen und Beiträge im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Essen, im Juni 2022

Für den Aufsichtsrat:

Julia Alexandra Becker, Vorsitzende

Aufstellung des Anteilsbesitzes der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA

(Stand per 31.12.2021)

Nachfolgend aufgeführte Unternehmen sind aufgrund verschiedener Vorschriften in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Die mit 1) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 b HGB in Anspruch.

Die mit 2) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 (3) HGB in Anspruch.

Die mit 3) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 290 (2) Nr. 3 HGB einbezogen

Die mit 4) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 296 (2) HGB nicht einbezogen

Die mit 5) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 311 (2) HGB nicht einbezogen

Die mit 6) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 296 (1) Nr. 2 HGB nicht einbezogen

Unternehmen Sitz der Gesellschaft Fußnote Land (nur bei Ausl.) Anteil (in %)
Bergedorfer Buchdruckerei von Ed. Wagner GmbH Hamburg 2) 100,00
Druckzentrum Essen GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Berlin Wochenblatt GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE Bochum Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,90
FUNKE Bottrop Logistik GmbH Hagen 2) 100,00
FUNKE DIALOG GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE DIGITAL GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE direkt GmbH Düsseldorf 2) 100,00
FUNKE Entertain GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Foto Services GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Hagen Logistik GmbH Hagen 2) 100,00
FUNKE Hamburg Logistik GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Hamburger Wochenblatt GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Hamburger-Niendorf Wochenblatt GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Harz Kurier GmbH Osterode am Harz 2) 100,00
FUNKE Life GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Lifestyle GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Logistik GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Medien Berlin GmbH Berlin 2) 100,00
FUNKE Medien Hamburg GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Medien Niedersachsen GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE Medien NRW GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Medien Thüringen GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Niedersachsen Druckzentrum GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Niedersachsen Logistik GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE Niedersachsen Services GmbH Braunschweig 2) 100,00
FUNKE NRW Druckzentrum GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,82
FUNKE NRW Logistik GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Logistik Wochenblatt GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Redaktionsgesellschaft mbH Essen 2) 100,00
FUNKE NRW Wochenblatt GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE ONE GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE OTZ Holding GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Post GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Rätsel GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Services GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Thüringen Druckservice GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Druckzentrum GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Grundstücksgesellschaft mbH Essen 2) 89,90
FUNKE Thüringen Logistik GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Logistik Verbund GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Logistik Wochenblatt GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Postlogistik GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Postservice GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Verlag GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE Thüringen Wochenblatt GmbH Erfurt 2) 100,00
FUNKE TV Guide GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE TV Guide Services GmbH Hamburg 2) 100,00
FUNKE Vermarktungs Holding GmbH Essen 2) 100,00
FUNKE Works GmbH München 2) 100,00
FUNKE Zeitschriften GmbH Ismaning 2) 100,00
FUNKE Zentralredaktion GmbH Berlin 2) 100,00
Gong Verlag GmbH Ismaning 2) 100,00
Härting & Lechte GmbH Nordhausen 2) 100,00
Joblocal GmbH Rosenheim 2) 100,00
Papen Werbung GmbH Oberhausen 2) 100,00
Passion 4 Gästezimmer GmbH Berlin 2) 100,00
Reiner H. Nitschke Verlags-GmbH Euskirchen 2) 100,00
trendence Institut GmbH Berlin 2) 100,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 25. Mai 2022

RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Fooke, Wirtschaftsprüfer

Hagelschur, Wirtschaftsprüfer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 25. Mai 2022

RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Fooke, Wirtschaftsprüfer

Hagelschur, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.