Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 120914
Eingetragen
3.11.2020
Branche
Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Engineering, Herstellung, Vertrieb, Montage, Inbetriebsetzung, Wartung und Betrieb von elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen sowie solchen, die der Energieversorgung / -wandlung und Automatisierung dienen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Zieten
seit 6.2.2026
Prokura
Eva Düchting
seit 8.1.2026
Prokura
Bernhard Legner
seit 8.1.2026
Prokura
Manuel Dietz
seit 25.2.2025
Prokura
Katrin Kambeck
seit 4.9.2023
Prokura
Thorsten Dahlhoff
seit 16.5.2023
Prokura
Martin Jepkens
seit 12.9.2022
Prokura
Prokura
Gerhard Gretsch
seit 28.5.2021
Geschäftsführer
André Rottstegge
seit 28.5.2021
Geschäftsführer
Rainer Walther
seit 15.2.2021
Prokura
Heike Herzog
seit 15.2.2021
Prokura
Guido Telian
seit 15.2.2021
Prokura
Prokura
Thomas Seehöfer
seit 3.11.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Actemium Controlmatic West GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Actemium Controlmatic West GmbH gehört zum Konzernkreis der VINCI S.A., Paris-Nanterre (Frankreich).

Als Dienstleister und Systemintegrator mit Schwerpunkt in der Industrie ist die Actemium Controlmatic West GmbH dezentral organisiert und erreicht damit eine breite Marktabdeckung im westlichen Teil Deutschlands. Der Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt.

Die Actemium Controlmatic West GmbH hat zwei Vertriebsregionen, die intern auch als separate Geschäftseinheiten (Divisionen) geführt werden. Die Division Rhein-Ruhr hat ihr Hauptbüro in Bottropp, die Division Baden-Württemberg in Weil.

Die wesentlichen Geschäftsgebiete der Actemium Controlmatic West GmbH liegen im Bereich der Energietechnik, Elektro-, Mess- und Regeltechnik und Automatisierungstechnik. Während im Segment der Energietechnik und Automatisierungstechnik neben mittelständischen Unternehmen auch vier bis fünf Großunternehmen im Markt agieren, sind die anderen Geschäftsgebiete überwiegend von Konkurrenz durch Mittelstandsunternehmen geprägt.

2. Forschung und Entwicklung

Als Systemintegrator tätigt die Gesellschaft keine eigene Produktentwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2021 wurde stark von der Corona-Pandemie geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,7% höher als im Vorjahr (auch kalenderbereinigt). Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, auch wenn das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht werden konnte. Im Vergleich zum Jahr 2019 lag das BIP 2021 noch um 2,0% niedriger.

Im Vergleich zum Jahr 2020 hat sich die Wirtschaftsleistung in fast allen Bereichen erhöht. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung um 4,4%, auch der Dienstleistungsbereich wuchs deutlich. Auch im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe wurde trotzt der anhaltenden Einschränkungen ein Plus von 3,0% erreicht. Lediglich im Baugewerbe ging die Wirtschaftsleitung um 0,4% zurück, wobei dieser Bereich im Vorjahr auch keinen pandemiebedingten Einbruch erlebt hatte.

Auch auf der Nachfrageseite waren die andauernden Auswirkungen der Pandemie weiter spürbar. Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich auf dem niedrigen Vorjahresniveau; die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze, sie stiegen um weitere 3,4%. Hier wirken sich die Investitionen in Pandemie getriebene Maßnahmen aus (z.B. Corona-Impfstoffe, Schnelltests und Test- und Impfzentren). Im Bereich der Bauinvestitionen machten sich die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt und beim Material bemerkbar, hier konnte man nach fünf starken Jahren nur ein leichtes Plus von 0,5% verzeichnen. Die Investitionen in Ausrüstung - also die Investitionen in Maschinen und Fahrzeuge - stieg preisbereinigt um 3,2%, nach einem starken Rückgang im Vorjahr.

Die preisbereinigten Exporte nahmen im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 9,4% zu. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum um 8,6% zu, damit lag der Außenhandel nur noch leicht unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, damit lag die Zahl ungefähr auf Vorjahresniveau. Jedoch hat sich die Verteilung auf die Wirtschaftsbereiche durch die Pandemie stark verändert. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentlicher Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit, im Bereich Information und Kommunikation sowie im Baugewerbe. Dagegen kam es in den durch die Pandemie stark getroffenen Bereichen (Handel, Verkehr und Gastgewerbe) zu weiteren Beschäftigungsverlusten. Vor allem die verlängerten Regelungen zur Kurzarbeit dürften Entlassungen verhindert haben. Im Jahr 2021 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen weiter. [Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022; Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Jahreswirtschaftsbericht 2022]

Aufgrund von Großaufträgen hat die branchenrelevante deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Dezember 2021 nochmals 34,1% mehr neue Bestellungen eingesammelt als im Vorjahr. Die Inlandsorders erhöhten sich im letzten Monat des vergangenen Jahres um 42,0% und die Auslandsorders um 27,6%. Aus dem Euroraum gingen 19,8% mehr Aufträge ein als noch im Dezember 2020. Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 32,0%. Für das gesamte Jahr 2021 steht damit ein Bestellplus von 23,9% in den Büchern. Die Auftragseingänge aus dem Inland wuchsen um ein Fünftel (+20,1%) und die aus dem Ausland um 27,0%.

2. Geschäftsverlauf

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag wurden Teile des Vermögens und Schulden der Actemium Controlmatic GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 12686) als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Aufspaltung rückwirkend zum 01.01.2021 übernommen.

Bedingt durch das Rumpfgeschäftsjahr 8. Oktober bis 31. Dezember 2020 der Actemium Controlmatic West GmbH sind die Vergleichswerte nur bedingt aussagefähig. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, konnten für Umsatzerlöse, Material- sowie Personalaufwendungen Vorjahreswerte aus dem übernommenen Bereich der Actemium Controlmatic GmbH für Vergleichszwecke ermittelt werden. Die Bilanzposten sind nur unter Zuhilfenahme der Aufstellung der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden zum 01.01.2021 vergleichbar.

Für die Steuerung des Unternehmens werden sowohl der Auftragseingang als auch das Ergebnis nach Steuern als Kenngröße verwendet. Beide finanziellen Leistungsindikatoren sind für den finanziellen Erfolg der Gesellschaft geeignete Kenngrößen, die insbesondere die Langfristigkeit des Projektgeschäfts und die Qualität der Projektsteuerung abbilden.

Der Geschäftsbetrieb ist erst zum Geschäftsjahr 2021 gestartet, daher wird ferner auch auf Planungsdaten abgestellt.

Das Geschäft der Actemium Controlmatic West GmbH partizipiert am Konjunkturzyklus phasenweise verschoben. Der Auftragseingang 2021 liegt weit über dem Niveau des Vorjahres sowie auch über Budget und zwar in beiden Geschäftseinheiten und deren Untereinheiten.

Das Ergebnis nach Steuern liegt bei TEUR 152. Im Vorjahr lag das Ergebnis bei TEUR -1, jedoch startete die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erst im Berichtsjahr.

Der Geschäftsverlauf ist trotz des Einflusses der Pandemie als stabil zu bewerten und wird von uns insoweit auch insgesamt als zufriedenstellend beurteilt.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Actemium Controlmatic West GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 einen Auftragseingang in Höhe von EUR 68,2 Mio. erzielt. Der Auftragsbestand der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag EUR 31,6 Mio.

1.1.-31.12.2021 8.10.-31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 58.687 90,9 0 0,0 58.687 90,9
Bestandsveränderung 5.907 9,1 0 0,0 5.907 9,1
Gesamtleistung 64.594 100,0 0 0,0 64.594 0,0
Materialaufwand -25.980 -40,1 0 0,0 -25.980 -40,2
Personalaufwand -29.054 -44,9 0 0,0 -29.054 -45,0
Abschreibungen -513 -0,7 0 0,0 -513 -0,8
Sonstiger Betriebsaufwand -10.075 -15,5 -1 0,0 -10.074 -15,6
Aufwendungen für die Betriebsleistungen *) -65.622 -101,5 -1 0,0 -65.621 -101,6
Sonstige betriebliche Erträge 1.345 2,2 0 0,0 1.345 2,1
Betriebsergebnis 317 0,5 -1 0,0 318 0,5
Zinsergebnis -75 -0,1 0 0,0 -75 -0,1
Ergebnis vor Steuern 242 0,4 -1 0,0 243 0,4
Steuern E/E -90 0,0 0 0,0 -90 -0,1
Ergebnis nach Steuern 152 0,2 -1 0,0 153 0,2
Sonstige Steuern -80 -0,1 0 0,0 -80 -0,1
Jahresergebnis vor EAV 72 0,1 -1 0,0 73 0,1

Die Umsatzlegung erfolgt nach HGB auf Basis der Completed-Contract-Methode, sodass Umsätze erst nach Abschluß und Abnahme fakturiert werden können.

Sämtliche Positionen der Ertragslage sind, bedingt durch die erfolgte Übernahme aus der Abspaltung von der Actemium Controlmatic GmbH, nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Der der Abspaltung unterlegene Teil der Actemium Controlmatic GmbH, welcher das jetzige Geschäft der Actemium Controlmatic West GmbH betraf, wies in 2020 für die wesentlichen Posten Umsatzerlöse i.H.v. ca. 51,6 Mio. EUR, Materialaufwand i.H.v. ca. 18,4 Mio. EUR sowie Personalaufwand i.H.v. ca. 26,6 Mio. EUR auf.

Das Ergebnis nach Steuern liegt bei TEUR 72. Einem gestiegenen Umsatzerlös stehen ein relativ stärker gestiegener Material- und relativ geringer gestiegener Personalaufwand im Vergleich zu den Vorjahreswerten des übernommenen Geschäftsbetrieb gegenüber.

b) Finanzlage

Liquidität

Am Ende des Geschäftsjahres 2021 verfügt die Gesellschaft über einen Liquiditätsbestand von TEUR 29.271 (Vj. TEUR 25), der sich aus einem Guthaben in Höhe von TEUR 29.095 (Vj. TEUR 25) im Konzern-Cash-Pool und TEUR 176 (Vj. TEUR 0) an flüssigen Mitteln zusammensetzt.

Die Gesellschaft finanziert die laufenden Projekte überwiegend aus den projektbezogenen erhaltenen Anzahlungen sowie Umsatzerlösen und ist über die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt, in den Cash-Pool-Verbund der VINCI Finance International S.A., Brüssel (Belgien), einer 100%-Beteiligung der VINCI S.A., Paris-Nanterre (Frankreich), integriert.

Die bilanzielle Kapitalstruktur speist sich weitestgehend aus Quellen der Innen- und Eigenfinanzierung, sodass keine konzernfremden Finanzierungen zur Deckung herangezogen werden mussten. Die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war zu keiner Zeit gefährdet, und ist auch für das kommende Geschäftsjahr gewährleistet.

c) Vermögenslage

31.12.2021 01.01.2021
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 529 1,1 195 0,4
Sachanlagevermögen 592 1,3 743 1,4
Finanzanlagen 492 1,0 617 1,2
Langfristig gebundenes Vermögen 1.613 3,4 1.555 3,0
Vorräte 2.782 5,9 9.755 18,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.071 25,8 13.804 25,8
Forderungen Verbundbereich 29.533 63,0 27.892 52,3
Sonstige Vermögensgegenstände 694 1,5 162 0,3
Flüssige Mittel 176 0,4 110 0,2
Rechnungsabgrenzungsposten 29 0,1 48 0,1
Kurzfristig geb. Vermögen und flüssige Mittel 45.285 96,7 51.771 97,0
  46.898 99,9 53.326 100,0
31.12.2020 Veränderung 2021 / 2020
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 529 1,1
Sachanlagevermögen 0 0,0 592 1,3
Finanzanlagen 0 0,0 492 1,0
Langfristig gebundenes Vermögen 0 0,0 1.613 3,4
Vorräte 0 0,0 2.782 5,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0,0 12.071 25,7
Forderungen Verbundbereich 26 100,0 29.507 63,0
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0,0 694 1,5
Flüssige Mittel 0 0,0 176 0,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 29 0,1
Kurzfristig geb. Vermögen und flüssige Mittel 26 100,0 45.259 96,6
  26 100,0 46.872 100,0

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem zum 01.01.2021 übernommenen Geschäftsbetrieb um TEUR 6.403 zurückgegangen. Dies ist vor allem auf die gegenüber dem 01.01.2021 geringeren Vorräte zurückzuführen, wobei die unfertigen Leistungen zum 31.12.2021 zwar anstiegen, aber da zum 01.01.2021 keine erhaltenen Anzahlungen mit den unfertigen Leistungen verrechnet wurden, gingen die Vorräte zurück.

d) Kapitalstruktur

31.12.2021 01.01.2021
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 100 0,2 25 0,0
Kapitalrücklage 2.500 5,3 2.500 4,7
Eigenkapital 2.600 5,5 2.525 4,7
Steuerrückstellungen 834 1,8 2.964 5,6
Sonstige Rückstellungen *) 26.178 55,9 21.187 39,9
Rückstellungen 27.012 57,7 24.151 45,5
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.703 25,0 19.337 36,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.760 5,9 920 1,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.658 5,7 6.184 11,6
Sonstige Verbindlichkeiten 165 0,4 209 0,4
Verbindlichkeiten 17.286 37,0 26.650 49,7
  46.898 100,1 53.326 99,9
31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 25 96,2 75 0,2
Kapitalrücklage 0 0,0 2.500 5,3
Eigenkapital 25 96,2 2.575 5,5
Steuerrückstellungen 0 0,0 834 1,8
Sonstige Rückstellungen *) 0 0,1 26.178 56,0
Rückstellungen 0 0,1 27.012 57,8
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0,0 11.703 24,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0,0 2.760 5,9
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0,0 2.658 5,7
Sonstige Verbindlichkeiten 1 3,8 164 0,3
Verbindlichkeiten 1 3,8 17.285 36,8
  26 100,0 46.872 100,0

*) davon 19.785 TEUR projektbezogene Rückstellungen, 5.041 TEUR personalbezogene Rückstellungen und 1.352 TEUR sonstige Rückstellungen

Sämtliche Positionen der Kapitalstruktur sowie der Vermögenslage sind nur unter Zuhilfenahme der durch die Aufspaltung übernommenen Vermögensgegenstände, Eigenkapitals und Schulden vergleichbar.

Das Stammkapital wurde durch Barkapitalerhöhung um 75 TEUR auf 100 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2021 5,5%.

Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen gegenüber den zum 01.01.2021 übernommenen ist auf die nur zum 31.12.2021 vorgenommene Verrechnung mit den unfertigen Leistungen zurückzuführen.

4. Nichtfinanzielle Kennzahlen der Gesellschaft

Organisation, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft richten sich nach Grundsätzen des VINCI-Konzerns. Es wird großer Wert daraufgelegt, dass jede Konzerngesellschaft ausreichend Autonomie sowohl in der Definition und Umsetzung der Strategie als auch im kurzfristigen operativen Geschäft behält. Dies fördert den Unternehmergeist und die Reaktionsbereitschaft. Eingebettet in Werte wie Solidarität, Vertrauen und Verantwortung gilt immer der Grundsatz Ertrag vor Volumen.

Für die Gesellschaft ist die Gesundheit der Mitarbeiter, auf die sich die Betriebsleistung stützt, ein hohes Gut. In der VINCI-Gruppe ist die UH1-Kennzahl (Unfallhäufigkeitswert), die sich aus der Anzahl der Unfälle ≥ 1 Tag Arbeitszeitausfall, multipliziert mit 1 Mio. Stunden und dividiert durch die Anzahl der insgesamt geleisteten Stunden errechnet, die wichtigste Kennzahl zum Thema Arbeitssicherheit. In 2021 liegt der UH1-Wert für die Actemium Controlmatic West bei Null. Das Ziel "Null Unfälle" wird auch in 2022 ein sehr wichtiges Ziel der Gesellschaft bleiben.

III. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Die Investitionen im Jahr 2022 sind über dem Wert des abgelaufenen Jahres geplant, sofern die Lieferengpässe unserer Lieferanten die zeitnahe Auslieferung der Bestellungen ermöglichen.

In die Weiterbildung unserer Mitarbeiter werden wir auch weiter investieren, da diese für uns die Zukunft darstellen.

Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise (Omikron-Variante) haben wir sämtliche für uns erkennbaren Maßnahmen ergriffen, um die bestehenden Prognosen zu halten. Durch unsere Tätigkeit im systemrelevanten Bereich der Infrastrukturen versuchen wir in Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und Kunden die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Hierbei unterstützen uns die dezentrale Struktur und die aufgestellten Notfallpläne. Der Ausblick unterstellt, dass sich die derzeitigen Auswirkungen der Corona-Krise auf unsere Unternehmung nicht weiter verschlechtern.

Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für die Jahre 2022 und 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 2,9%. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2022 um 1,8% und im Jahr 2023 um 3,6% zulegen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2 % und 2,9% (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1% und 3,4% (VPI) für Deutschland. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten. (sachverstaendigenrat-wirtschaft.de / Konjunkturprognose 2022)

Zusätzlich wird wahrscheinlich die militärische Intervention Russlands in der Ukraine die Lieferengpässe und Kostensteigerungen beim Material und der Energie verschärfen. Hier rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation durch unsere Kunden, sowie mit zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voranzutreiben. Eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lässt sich aber nicht ausschließen.

Für 2022 rechnet der ZVEI mit einem realen Produktionswachstum von 4%. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist auch zu Jahresbeginn gestiegen. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen im Januar 2022 nochmals deutlich besser aus als im Dezember 2021. 60% der Branchenfirmen bewerteten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation im Januar als gut. 31% stuften sie als stabil und 9% als schlecht ein. Was die nächsten sechs Monate betrifft, so gingen 26% der Elektrounternehmen von expandierenden Geschäften aus. 66% erwarteten gleichbleibende und 8% nachlassende Aktivitäten (vgl. ZVEI-Konjunkturbarometer, Ausgabe Februar 2022 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Januar 2021).

Aufgrund der Einflüsse durch die Pandemie kommt es hin und wieder zu Verzögerungen bei den Auftragsabwicklungen. Insbesondere der Preisanstieg bei den Materialien und die verlängerten Lieferzeiten beeinflussen das Projektgeschehen und führen zu verlängerten Projektlaufzeiten.

Aufgrund der sehr breiten Kundenbasis und trotz der aktuellen Stimmung der Industrie kann für die Jahre 2022 und 2023 mit einem stabilen Geschäftsverlauf gerechnet werden. Wir planen noch konservativ und gehen von einem in etwa gleichbleibenden Niveau beim Auftragseingang im Vergleich zu unserem Budget 2021 aus (ca. EUR 56 Mio.). Es wird mit einem Ergebnis nach Steuern für 2022 von MEUR 2 und für 2023 von mindestens MEUR 3 gerechnet.

Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Einschätzungen abweichen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als Folge der anhaltenden Corona-Pandemie und der gestiegenen Risiken hinsichtlich der Inflation und Lieferketten aufgrund der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine, wird mit einer Verzögerung der Erholung der deutschen Wirtschaft für 2022 gerechnet.

Der Einfluss der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie auf die Actemium Controlmatic West GmbH hielt sich bisher in Grenzen, die weitere Entwicklung ist dennoch final nicht abschätzbar.

Drohende Inflationsrisiken betreffend der Preise auf dem Material- und Leistungsmarkt werden von uns engmaschig beobachtet. Die Entwicklungen der Preise werden bei der Preisgestaltung unserer Angebote berücksichtigt. Hier besteht insbesondere das Risiko, dass die Preissteigerungen, die aufgrund eines Zeitverzugs der Materialbestellungen nicht zu 100% an unsere Kunden weitergegeben werden können.

Geopolitische Risiken, wie beispielsweise die militärische Intervention Russlands in der Ukraine, die Verschärfung von Handelskonflikten oder außenpolitische Konflikte können die Rahmenbedingungen für unsere Gesellschaft negativ beeinträchtigen und zu einem operativen Betriebs- und Ertragsrisiko führen.

Eine Auswirkung auf die Investitionsneigung aufgrund der vorgenannten Sachverhalte ist bei unseren Kunden derzeit noch nicht zu beobachten.

Insgesamt wird das gesamtwirtschaftliche Risiko von uns als mittleres Risiko bewertet.

Branchenspezifische Risiken

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken. Unsere Gesellschaft begegnet diesen Risiken, indem vor der Angebotsabgabe die Bonität des Kunden überprüft wird, vor der Angebotsfreigabe ab einem bestimmten Wert Risiko-Komitees die Angebote einer Plausibilitätsprüfung unterziehen und freigeben sowie während der Ausführungsphase regelmäßig Projektstatussitzungen stattfinden, in denen individuelle Projektrisiken besprochen und in der laufenden Projektkalkulation berücksichtigt werden - dies gilt gleichermaßen für die Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt, die i.d.R. mit der des Absatzmarktes einhergeht.

Dieser Prozess wird im Unternehmen durchgehend gelebt und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, welche eine transparente Darstellung der Aufträge und deren Abwicklung vorgibt.

Insgesamt wird das branchenspezifische Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken bestehen in Zusammenhang mit der Projektabwicklung. Diese Risiken resultieren im Wesentlichen aus Fertigungsmängeln sowie Fristen- und Kostenüberschreitungen. Daher existiert im Rahmen der Akademie der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland GmbH ein Ausbildungsprogramm, das sich über eine kontinuierliche Schulung schwerpunktmäßig an Projekt- und Bauleiter wendet. Dieses Ausbildungsprogramm ist als integrativer Teil des Projektgeschäftes verankert, um in der Projektausführung den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Kompetenz zu vermitteln und zu vertiefen.

Ertrags- und liquiditätswirksame Fehlentwicklungen werden dadurch möglichst früh erkannt und ihnen wird entsprechend gegengesteuert.

Insgesamt wird das ertragsorientierte Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

Personalspezifische Risiken

Ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften am Markt ist derzeit in nahezu allen Bereichen zu beobachten. Dies führt zur Verlangsamung des weiter angestrebten organischen Wachstums. Aus diesem Grund erhöhen wir den Fokus auf die Ausbildung von Fachkräften und auf die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen und einem Kapazitätsausgleich bei gleichzeitiger Akquise von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt. Insgesamt wird das personalspezifische Risiko von uns als geringes Risiko bewertet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über erhaltene Anzahlungen und Umsatzerlöse. Die Gesellschaft ist über die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main in den Cash-Pool-Verbund der VINCI integriert.

Währungsrisiken bestehen aufgrund größtenteils nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nur in sehr geringem Umfang. Außerhalb der Eurozone werden Währungsrisiken, wenn nötig, durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Insgesamt wird das finanzwirtschaftliche Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

2. Chancenbericht

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir vor allem durch interne Ablauf-, Risiko- und Qualitätskontrollen in Zusammenhang mit der Projektabwicklung sowie durch stetige Weiterbildung durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch unsere langjährige Erfahrung und Innovationen in Verbindung mit Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität sowie durch Synergieeffekte durch gemeinsame Projektabwicklung und intensivem Kompetenzaustausch innerhalb des Konzerns begegnen.

Bedingt durch unsere interne Umstrukturierung des Pôles Vinci Energies Deutschland - Actemium Deutschland in drei neue Pôles (VED ISMO, VED ISW und VED IEP) im Jahr 2020, gehört die Actemium Controlmatic West GmbH dem Pôle Vinci Energies Deutschland Industrial Solutions West (VED ISW) an. Hierbei sehen wir vor allem in den Themen Sicherheit, Wachstum und Nähe der Entscheidungsträger zum Kunden hohe Chancen auf Erhöhung des Marktanteils, Know-how Vertiefung sowie einen stärkeren Fokus auf schnelles und flexibles Handeln.

Als Chance nehmen wir die breite Marktpräsenz des VINCI-Konzern wahr. Daraus ergeben sich aus unserer Sicht viele Anknüpfungspunkte bei Kunden, bei denen die Actemium Controlmatic West GmbH heute noch nicht präsent ist. Zusätzlich sehen wir vielfältige Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit den Konzerntöchtern entlang der Wertschöpfungskette wie z.B. der Elektro- und Automatisierungstechnik, im Bereich der Infrastruktur sowie im Bereich von Wartungen und Serviceleistungen.

3. Gesamtaussage

Durch kontinuierliche Nutzung unserer Fachexpertise und unseres Qualitätsanspruchs werden wir den dargestellten Risiken angemessen begegnen.

Es sind bis zum heutigen Tage keine finanziellen oder operativen Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Eigenmittel.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Frankfurt am Main, den 22. Dezember 2022

Die Geschäftsführung der Actemium Controlmatic West GmbH

Gerhard Gretsch

Andre Rottstege

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
31.12.2020
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14 27 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 515 168 0
  529 195 0
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken      
  8 9 0
2. technische Anlagen und Maschinen 99 119 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 485 615 0
  592 743 0
III. Finanzanlagen      
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 492 617 0
  1.613 1.555 0
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Leistungen 14.813 8.955 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -14.813 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 2.782 800 0
  2.782 9.755 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.071 13.804 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.533 27.867 26
3. Sonstige Vermögensgegenstände 694 162 0
  42.298 41.833 26
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 176 110 0
  45.256 51.698 26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29 48 0
  46.898 53.301 26

*) Zugang aus Aufspaltung Actemium Controlmatic GmbH

Passiva

31.12.2021
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
31.12.2020
TEUR
A. Eigenkapital      
I Gezeichnetes Kapital 100 0 25
II. Kapitalrücklagen 2.500 2.500 0
  2.600 2.500 25
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 834 2.964 0
2. Sonstige Rückstellungen 26.178 21.187 0
  27.012 24.151 0
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.703 19.337 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.760 920 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.658 6.184 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 165 209 1
davon aus Steuern TEUR 50 (Vorjahr T€ 0)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 29 (Vorjahr T€ 0)      
  17.286 26.650 1
  46.898 53.301 26

*) Zugang aus Aufspaltung Actemium Controlmatic GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

01.01-31.12.2021
TEUR
08.10.-31.12.2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 58.687 0
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 5.907 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.345 0
davon aus Währungsumrechnung 11 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)    
4. Materialaufwand    
a) Aufwand für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und für bezogene Waren -13.339 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.641 0
  -25.980 0
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -23.731 0
b) Soziale Abgaben -5.323 0
davon Aufwendungen für Altersversorgung -22 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)    
  -29.054 0
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögen und Sachanlagen -513 0
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.075 -1
davon aus Währungsumrechnung 61 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)    
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6 0
davon aus verbundenen Unternehmen 6 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2 0
davon aus verbundenen Unternehmen 2 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -83 0
davon aus verbundenen Unternehmen 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)    
davon aus Aufzinsungen 20 TEUR (Vorjahr 0 TEUR)    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -90 0
12. Ergebnis nach Steuern 152 -1
13. Sonstige Steuern -80 0
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -72 0
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust 0 1
16. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Information

Alleinige Gesellschafterin der Actemium Controlmatic West GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter Registernummer HRB 120914 registriert.

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 ist der Geschäftsbetrieb zum 01.01.2021 in Teilen von der Actemium Controlmatic GmbH, Frankfurt am Main unter Registernummer HRB 12686 auf die Gesellschaft übergegangen.

Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, wurden die von der Actemium Controlmatic GmbH übertragenen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in einer dritte Spalte (Teil-Schlußbilanz per 01.01.2021) dargestellt. Für Umsatzerlöse, Material- sowie Personalaufwendungen konnten Vorjahreswerte für Vergleichszwecke ermittelt werden, die im Abschnitt Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung näher aufgeführt werden.

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Ergänzend wurde das GmbHG berücksichtigt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bewertungsgrundsätze, auch für die aus der Aufspaltung von der Actemium Controlmatic GmbH übernommenen Vermögenswerte und Schulden keine Änderung erfahren.

Die Darstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Tausend Euro.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das Vorjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr vom 08. Oktober bis 31. Dezember 2020.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen. Die unter diesem Posten ausgewiesene Software wird linear über einen Zeitraum von 3 Jahren abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 5 Jahre abgeschrieben. Dies entspricht der Dauer der Restlaufzeit von übernommenen langfristigen Projekte und hieraus erwarteten Erlösen.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen. Zinsen wurden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

- Bauten auf fremden Grundstücken: 3 bis 6 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 19 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung: 2 bis 15 Jahre

Die Abschreibungen erfolgen im Zugangsjahr "pro rata temporis" nach der linearen Methode. Von der Option der Sofortabschreibung bei Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis zu EUR 800 entsprechend den steuerlichen Regelungen nach § 6 Abs. 2 EStG wird Gebrauch gemacht. Diese geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs auch als Abgang erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die unfertigen Leistungen (Anlagen in Arbeit) werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung der projektspezifischen verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen direkte Kosten sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst wird. Aufwendungen für drohende Verluste werden zunächst von den aktivierten Anlagen in Arbeit aktivisch abgesetzt. Für darüberhinausgehende erwartete Verluste werden Rückstellungen gebildet. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nominalwert bilanziert und bis zur Höhe der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen offen von den Vorräten abgesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigen Wert angesetzt. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken und Risiken aus überfälligen Forderungen durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die liquiden Mittel (Kassenbestände und Bankguthaben) der Gesellschaft werden zum Nominalwert angesetzt.

Das Stammkapital wird zum Nennwert, die Kapitalrücklage gemäß § 272 (2) Nr. 4 HGB zum Buchwert des übergegangenen Vermögens bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlung vor dem Abschlußstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Diese sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen, bei denen folgende Bewertungsparameter zum Ansatz kamen: Heubeck-Richttafeln 2018 G, Rechnungszins 1,35 % (7-Jahresdurchschnitt, Restlaufzeit 15 Jahre) sowie Bezüge-Dynamik 3,0 %.

Die Bewertung der Rückstellungen für Sterbegeld erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren und nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G. Künftige Steigerungen der Versorgungsleistungen aufgrund der Gehalts- und Rentenentwicklung werden ebenfalls erfasst. Im Berichtsjahr wird wie im Vorjahr gemäß § 253 Abs. 2 HGB ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,35 % p. a. (7-Jahresdurchschnitt) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die zukünftige Gehaltssteigerung wurde mit 3,0 % und die Rentenanpassung mit 1,6 % angesetzt.

Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsvaluten

Die erstmalige Erfassung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt mit dem Tageskurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung.

Gemäß § 256a HGB werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr erfolgt grundsätzlich mit dem Fremdwährungsumrechnungskurs zum Entstehungszeitpunkt und bei Vermögensgegenständen zum niedrigeren bzw. bei Verbindlichkeiten zum höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 0) bzw. als "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Die Abschreibungen sind in voller Höhe planmäßig entstanden.

Vorräte

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen unfertigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um noch nicht abgerechnete Projektleistungen aus Ingenieurs- und Konstruktionstätigkeiten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 12.071 (Vorjahr TEUR 0) haben grundsätzlich eine Laufzeit von unter einem Jahr (wie auch alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände), lediglich die darin enthaltenen Gewährleistungseinbehalte in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 0) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen, oder sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind nicht vorhanden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 438 (Vorjahr TEUR 0) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1).

Gegen die Gesellschafterin, die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, bestehen zum Stichtag Forderungen aus dem laufenden "Cash-Pool" von TEUR 29.096 (Vorjahr TEUR 25).

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt zum Stichtag TEUR 100 (Vorjahr TEUR 25) und wird zum Nennwert bilanziert. Es wurde eine Barkapitalerhöhung von TEUR 75 vorgenommen.

Kapitalrücklage

Im Zusammenhang mit der Aufspaltung wurde die entstandene Vermögensmehrung in Höhe von TEUR 2.500 (Vorjahr TEUR 0) in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs 2 Nr. 4 HGB eingestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen folgende projekt- und personalbezogenen Rückstellungen:

Rückstellung für: 31.12.2021
TEUR
01.01.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
- fehlende Selbstkosten 16.125 14.245 0
- Garantien 752 179 0
- Haftungs- und Prozessrisiken 1.216 878 0
- sonstige Projektrisiken 1.692 1.000 0
- fehlende Eingangsrechnungen 1.352 942 0
- Boni, Aktienoptionen 2.060 1.574 0
- ausstehende Urlaubstage, Überstunden und Gleitzeit 961 771 0
- Restrukturierungsmaßnahmen 50 0 0
- Berufsgenossenschaftsbeiträge 361 304 0
- sonstige Belegschaft 1.609 1.294 0
  26.178 21.187 0

Erhaltene Anzahlungen

Von den erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 26.516 - davon TEUR 1.542 gegenüber verbundenen Unternehmen - werden TEUR 14.813 (Vorjahr TEUR 0) offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Es bestehen keine Restlaufzeiten über ein Jahr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten besitzen folgende Restlaufzeiten:

31.12.2021
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.760 2.760 0
Vorjahr 0 0 0
Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen 2.658 2.658 0
Vorjahr 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 165 165 0
Vorjahr 1 1 0

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.418 (Vorjahr TEUR 0).

Gegenüber der Gesellschafterin VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH bestehen zum Stichtag sonstige Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr TEUR 0).

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, betragen für die folgenden Geschäftsjahre TEUR 2.512 (Vorjahr TEUR 0)

bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
  764 1.583 165 2.512

Neben den oben dargestellten finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen existieren weitere finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 7.404 (Vorjahr 0), davon TEUR 3.290 (Vorjahr 0) gegenüber verbundenen Unternehmen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bedingt durch das Rumpfgeschäftsjahr 08. Oktober bis 31. Dezember 2020 der Actemium Controlmatic West GmbH sind die Vorjahresvergleichswerte nur bedingt aussagefähig. Die Vorjahreswerte, des durch die Aufspaltung übertragenen Geschäfts von der Actemium Controlmatic GmbH, wären hier aussagekräftiger.

Der der Aufspaltung unterlegene Teil der Actemium Controlmatic GmbH, welcher das jetzige Geschäft der Actemium Controlmatic West GmbH betraf, wies in 2020 für die wesentlichen Posten Umsatzerlöse i. H. v. ca. 52 Mio. EUR, Materialaufwand i. H. v. ca. 18 Mio. EUR sowie Personalaufwand i. H. v. ca. 27 Mio. EUR auf.

Umsatzerlöse

2021
TEUR
2020
TEUR
Inland 56.799 0
Ausland 2.270 0
davon EU 228 0
davon Drittländer 2.042 0
Zu-/Abnahme Rückstellung für Erlösschmälerungen -382 0
Gesamt 58.687 0
Fremde Dritte 52.924 0
Verbundene Unternehmen 6.145 0
Zu-/Abnahme Rückstellung für Erlösschmälerungen -382 0
Gesamt 58.687 0

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich insbesondere auf Dienstleistungen wie Entwicklung, Planung, Engineering, Vertrieb, Montage, Inbetriebsetzung, Wartung und Betrieb von elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen sowie solchen, die der Automatisierung dienen. Die Gesellschaft bietet Projekt- und Serviceleistungen von der Entwicklung über die Realisierung bis zur Wartung und Instandhaltung. Der Kompetenzschwerpunkt liegt in den Bereichen Industrie, Infrastruktur und Energie. Die Umsätze betreffen insbesondere Leistungen im Bereich der Energietechnik, Elektro-, Mess- und Regeltechnik und Automatisierungstechnik. Wir verweisen auf die ergänzende Darstellung zur Ertragslage im Lagebericht.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen die periodenfremden Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.229 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

E. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss, in den die Actemium Controlmatic West GmbH einbezogen wird, wird von der VINCI S.A., 1973 boulevard de la Défense, 92000 Nanterre (Frankreich), erstellt und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

VINCI S.A. stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Ort der Offenlegung ist:

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre

4, rue Pablo Neruda F-92020 Nanterre Cedex RCS 552 037 806 Nanterre

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der VINCI S.A. erfolgt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Nahestehende Unternehmen

Von der Berichtspflicht nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäfte mit und zwischen mittel- und unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogene Unternehmen ausgenommen. Von dieser Erleichterung wurde Gebrauch gemacht.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 401 (Vorjahr 0) Mitarbeiter, davon 229 Angestellte (Vorjahr 0) und 172 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 0). Daneben waren im Jahr 2021 durchschnittlich 7 kaufmännische Auszubildende (Vorjahr 0) und 21 gewerbliche Auszubildende (Vorjahr 0) beschäftigt.

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Die Geschäftsführung wurde durch nachstehend genannte Geschäftsführer wahrgenommen:

Gerhard, Gretsch, Divisionsleiter Division Baden-Württemberg und LS , ab 28.04.2021

Andre Rottstegge Divisionsleiter Division Ruhrgebiet, ab 28.04.2021

Gerd Renner, Leiter Rechtsabteilung VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, bis 28.04.2021

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag wird das Ergebnis in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt.

Nachtragsbericht

Die Folgen der seit Anfang 2020 fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus werden fortlaufend analysiert sowie deren Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die geopolitischen Ereignisse im Zusammenhang mit der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine können einen direkten oder indirekten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 bzw. 2023 haben. In welcher Art und Weise sich die zu erwartenden Einflüsse auf die Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 und 2023 auswirken, wird fortlaufend untersucht. Die Lieferengpässe und damit verbundene Kostensteigerungen beim Material und der Energie, haben zu einer allgemeinen Kostensteigerung im Materialbereich geführt. Es wird versucht diese Mehrkosten an die Kunden weiterzugeben. Wir rechnen mit einer teilweisen Kompensation und zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voranzutreiben.

 

Frankfurt am Main, den 22. Dezember 2022

Die Geschäftsführung der Actemium Controlmatic West GmbH

Gerhard Gretsch

Andre Rottstege

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten
31.12.2020
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 258 12 0 270
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 296 465 0 761
  0 554 477 0 1.031
II. Sachanlagen          
Bauten auf fremden Grundstücken 0 118 6 0 124
technische Anlagen und Maschinen 0 220 7 0 227
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 1.440 208 3 1.645
  0 1.778 221 3 1.996
III. Finanzanlagen          
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 617 0 125 492
  0 617 0 125 492
  0 2.949 698 128 3.519
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2020
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 231 25 0 256
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 129 117 0 246
  0 360 142 0 502
II. Sachanlagen          
Bauten auf fremden Grundstücken   109 7   116
technische Anlagen und Maschinen   101 27   128
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 826 336 2 1.160
  0 1.036 370 2 1.404
III. Finanzanlagen          
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
  0 1.396 512 2 1.906
Buchwerte
31.12.2020
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 27 14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 167 515
  0 194 529
II. Sachanlagen      
Bauten auf fremden Grundstücken 0 9 8
technische Anlagen und Maschinen 0 119 99
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 614 485
  0 742 592
III. Finanzanlagen      
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 617 492
  0 617 492
  0 1.553 1.613

*) Zugang aus Aufspaltung Actemium Controlmatic GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Actemium Controlmatic West GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Actemium Controlmatic West GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Actemium Controlmatic West GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 8. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2020 und für das Rumpfgeschäftsjahr vom 8. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 23. Dezember 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Peter Hillebrand, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 27. Dezember 2022 festgestellt.

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