LM Good UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Riedl seit 22.1.2018 | Geschäftsführer |
Andreas Dengler seit 8.7.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DCMN GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der DCMN GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft erfüllt die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft macht von den Aufstellungserleichterungen der §§ 276, 288 HGB teilweise Gebrauch. In Anwendung des§ 265 Abs. 6 HGB wurden die Bezeichnungen der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise ihrem tatsächlichen Inhalt angepasst. 2. Wesentliche Unsicherheit Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag iHv. TEUR 3.203 aus. Nach Bereinigung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages um Nachrangdarlehen mit qualifizierten Rangrücktritt verbleibt ein negatives Eigenkapital von TEUR 131. Hieraus kann eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit resultieren. Die gesetzlichen Vertreter gehen aufgrund der Marktlage sowie der integrierten Unternehmensplanung für den Konzern weiterhin davon aus, durch entsprechende interne und externe Finanzierungsmaßnahmen die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit aufrechtzuerhalten. Maßgeblich für interne Finanzierungsmaßnahmen ist die Gesamtbetrachtung der Liquidität innerhalb des DCM N-Konzerns. Die Möglichkeit zur Finanzierung der Muttergesellschaft DCM N GmbH ist durch die Tilgung langfristiger Investitionsdarlehen oder durch die Inanspruchnahme kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber den profitablen Tochtergesellschaften kurzfristig möglich. Wir verweisen hier auf den Konzernabschluss der DCM N GmbH. 3. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten bilanziert. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Entwicklungskosten (§ 255 Abs. 2a HGB) angesetzt und planmäßig unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 bzw. 10 Jahren abgeschrieben. Das Ansatzwahlrecht gem. § 253 Abs. 3 HGB wurde insoweit in Anspruch genommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten (Anteile an verbundenen Unternehmen) bzw. zum Nennwert (Ausleihungen an verbundene Unternehmen) unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 3 S. 6 HGB bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Hierzu wurden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Kassenbestände und Bankguthaben wurden zum Nennwert ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausgezahlte Beträge bzw. fällige Ausgaben, die gem. § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen wurden gem. § 249 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorab eingezahlte Beträge, die gem. § 250 Abs. 2 HGB Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Ansatz und Bewertung latenter Steuern erfolgten unter Zugrundelegung eines unternehmensindividuellen Steuersatzes (30,175%). Die aktiven latenten Steuern (TEUR 220; Vj. TEUR 0) wurden für gewerbesteuerliche Verlustvorträge gebildet, die voraussichtlich innerhalb der nächsten 5 Jahren genutzt werden können. Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus temporären Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz für Vermögensgegenstände und Schulden. Die passiven latenten Steuern i. H. v. TEUR 249 (Vj. TEUR 498) ergeben sich dabei vor allem aus der Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten in fremder Währung, mit einer Restlaufzeit kleiner 1 Jahr, wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. 4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Abschreibungen je Bilanzposten sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Der Erhaltungsaufwand für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstand des Anlagevermögens wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der Bilanzansatz der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 826 (Vj. TEUR 1.652). Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über deren unternehmensindividuelle Nutzungsdauer von 5 bzw. 10 Jahren abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens korreliert direkt mit dem Eintritt und der Realisierung der Unternehmensplanungen. Der Eintritt der Unternehmensplanungen ist mit Unsicherheiten behaftet, jedoch wahrscheinlich. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag folgende Beteiligungen:
* Abweichendes Wirtschaftsjahr vom 01. April
2022 bis 31. März 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum Bilanzstichtag haben alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände - mit Ausnahme von Kautionen TEUR 141 (Vj. TEUR 142) - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen iHv. TEUR 3.870 (Vj. TEUR 1.746) resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Darlehen gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von insgesamt TEUR 84 (Vj. TEUR 83) ausgewiesen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen iHv. TEUR 88 (Vj. TEUR 654), ausstehende Rechnungen iHv. TEUR 446 (Vj. TEUR 845), sowie Jahresabschlusserstellung und -prüfung iHv. TEUR 43 (Vj. TEUR 41). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten können dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (Vorjahreszahlen in Klammern) entnommen werden. Verbindlichkeitenspiegel
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 730 (Vj. TEUR 1.245) und Erträge aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 368. Dabei handelt es sich um Erträge außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung gemäß § 285 Nr. 31 HGB. 5. Sonstige Pflichtangaben Organe Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens hauptberuflich durch
Auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9a und b HGB für die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Arbeitnehmeranzahl betrug ohne die Geschäftsführung im Geschäftsjahr durchschnittlich 95 (Vj. 130) und besteht vollumfänglich aus Angestellten. Haftungsverhältnisse Im Geschäftsjahr 2023 lagen keine Haftungsverhältnisse vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 343 (Vj. TEUR 332 ). Ausschüttungssperre Der gem. § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag in Höhe von TEUR 826 (Vj. TEUR 1.154) resultiert aus der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zuzüglich der aktiven latenten Steuern iHv. TEUR 220, abzüglich der für die Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gebildeten passiven latenten Steuern iHv. TEUR 249 (Vj. TEUR 498). Gewinnverwendungsvorschlag an die GesellschafterversammlungDer Jahresabschluss wurde vor Beschluss über die Ergebnisverwendung aufgestellt. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor: "Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 iHv. EUR 1.799.608,83 wird auf neue Rechnung vorgetragen."
Berlin, den 5. November 2024 Andreas Dengler, Geschäftsführer Matthias Riedl, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die DCMN GmbH (im Folgenden "DCMN") unterstützt Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen Marktführer in ihrer Branche zu werden. Hierzu entwickelt DCMN datenbasierte und kreative Marketinglösungen. Das Leistungsangebot reicht dabei von der Entwicklung der Marketing- und Kommunikationsstrategien, Marktforschung, der Erstellung von Werbemitteln, die Mediaplanung und den Mediaeinkauf bis hin zur Kampagnen-optimierung und - umsetzung über selbstentwickelte Technologien. Seit der Gründung im Jahr 2010 hat sich DCMN im deutschsprachigen Raum als führender Anbieter und Innovationstreiber im Bereich performance-orientierter TV-Kampagnen für Marken mit digitalem Geschäftsmodell etabliert. DCMN ist mit eigenen operativen Tochtergesellschaften in den USA, Niederlanden, Indien, Frankreich und England vertreten. Die operativen Tochtergesellschaften realisieren für unsere Kunden Marketingkampagnen in einer Vielzahl von Ländern. In den letzten drei Jahren hat DCMN rund 200 Marken mit Kampagnen in mehr als 20 Ländern zu weiterem Wachstum verholfen. 2. Organisationsstruktur und Unternehmensziel DCMN GmbH fungiert innerhalb der horizontalen Konzernstruktur als Hauptgesellschaft mit eigenem operativen Geschäftsbetrieb. Die Geschäftsführer der DCMN GmbH steuern neben dem eigenen Geschäftsbetrieb auch den der internationalen Tochtergesellschaften. Die Ländergesellschaften innerhalb der Gruppe sind als rechtlich selbständige Gesellschaften mit gleichem oder ähnlichen Leistungsangebot eingegliedert. Die operative Umsetzung der strategischen Ziele wird durch eine zweite Führungsebene unterstützt, die an der Umsetzung der Strategie arbeitet, sowie die Erfüllung der Gruppenplanung fortlaufend überwacht. Die Kunden von DCMN entwickeln Lösungen, die das Leben von Menschen bereichern. Dementsprechend ist die Vision von DCMN, dass jeder Mensch auf der Welt ein Produkt oder eine Dienstleistung von einem Unternehmen nutzt, dem DCMN beim Wachstum hilft. In den nächsten 10 Jahren wollen wir für unsere Kunden 1 Milliarde neue Kunden gewinnen. Sämtliche Teams bei DCMN folgen dieser Vision und tragen dazu bei, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren von DCMN sind die erzielten Umsatzerlöse, der damit erwirtschaftete Rohertrag (Gross Profit), das EBITDA sowie der Cash-Flow. In der internen Kommunikation mit den Teamleitern steht der Rohertrag und das EBITDA sowie relative Leistungsindikatoren im Mittelpunkt. Den Umsatz und Rohertrag überwacht das Unternehmen fortlaufend auf Kampagnen-, Kunden- und auf funktionaler Ebene. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist im Jahr 2023 preisbereinigt um -0,2% gesunken. Nach einem schwierigen Vorjahr, das von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt war, hat sich die Wirtschaft nur partiell erholt. Der Rückgang insgesamt verdeutlicht, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin unter den Nachwirkungen der Pandemie, einer anhaltenden Konsumzurückhaltung und den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine leidet. Besonders die hohen Energiepreise und die globalen Lieferkettenprobleme haben die wirtschaftliche Erholung gebremst. Die Inflation war weiterhin ein zentrales Thema im Jahr 2023. Die Inflationsrate war im Jahr 2023 mit 5,9% immer noch sehr hoch (Vorjahr: 6,9%), was die Kaufkraft der Verbraucher im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich eingeschränkt hat. Im Ergebnis waren die Reallöhne im Jahr 2023 nur um 0,1% gestiegen. Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Europäischen Union (EU) wurde im Jahr 2023 ein reales BIP-Wachstum von 0,4% erzielt. Die Inflation lag bei 6,4%. Für uns wichtige EU- Werbemärkte, wie z.B. Frankreich, Österreich und die Benelux-Länder, hatten mit Bezug auf die Preisentwicklung ebenfalls mit einer hohen Inflation zu kämpfen, wodurch sich die Kaufkraft der Konsumenten nicht wesentlich verbessern konnte. Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten (USA) war in 2023 um 2,5% gewachsen. Die Inflation lag bei 4,1%. Deutschland liegt somit im Vorjahresvergleich preis-, saison- und kalenderbereinigten mit -0,2 % deutlich hinter den USA und ebenso unterhalb der Entwicklung in der EU insgesamt (+0,4%). Insgesamt gibt es eine starke Wechselwirkung zwischen Konsumverhalten, Unternehmensgewinnen und Werbebudgets, die durch ökonomische Bedingungen wie Inflation beeinflusst werden. Eine schwache Nachfrage der privaten Konsumenten kann dazu führen, dass Unternehmen höhere Kosten für die Kundengewinnung haben. Infolgedessen müssen Unternehmen möglicherweise mehr in Werbung investieren, um die gleiche Anzahl von Kunden zu erreichen, was die Kosten für die Kundengewinnung erhöht. Zusätzlich können steigende Kosten durch Inflation und rückläufige Gewinne dazu führen, dass Unternehmen ihre Werbebudgets kürzen, um ihre finanzielle Lage zu stabilisieren. Diese Dynamik kann dazu führen, dass die Werbebranche insgesamt weniger Budget zur Verfügung hat, insbesondere in einem Umfeld steigender Kosten und zurückhaltender Konsumfreude. Dieser Trend wurde in Deutschland im vergangenen Jahr das zweite Mal in Folge durchbrochen, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vorjahr. Laut Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V. stiegen die medienbasierten Ausgaben für Werbung um 2,2% auf 36,98 Mrd. Euro. Dabei fällt das Bild für die einzelnen Werbeträger sehr unterschiedlich aus und der Trend geht weiterhin Richtung Digitalmarkt: Der Anteil für internetbasierte Werbung in Deutschland stieg gegenüber dem Vorjahr um ca. 8% und macht damit nahezu die Hälfte der Mediaausgaben aus. Dem Gegenüber stagnierten die Ausgaben für die Werbeträger Radio und Kino, alle übrigen waren teilweise deutlich rückläufig, namentlich der Bereich Print und Linear TV. Anteil Werbeträger am Gesamtnettoumsatz in Deutschland 2022 und 2023
Quelle: ZAW 29.04.2024 Ein ganz ähnliches Bild zeichnete sich nach dem Global Ad Spend Report 2023 von Dentsu auch auf dem internationalen Werbemarkt ab. In großen Werbemärkten wie Großbritannien, Frankreich, USA und für die EU wurden Wachstumsraten von 0,6% (Deutschland) bis 6,2% (Großbritannien) gegenüber dem Vorjahr ermittelt. Insgesamt wuchs der globale Werbemarkt um 3,3% auf USD 718.6 Mrd. Anteil Werbeträger am Gesamtnettoumsatz Global 2022 und 2023
Quelle: Dentsu Mai 2024 In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Entwicklung von DCMN stark von den Risikokapitalinvestitionen (Venture Capital, VC) in Wachstumsunternehmen abhängig ist. Dies ist damit zu begründen, dass DCMN sich auf schnell wachsende digitale Marken fokussiert, deren Entwicklung wesentlich von Risikokapitalinvestitionen abhängig ist. Einschlägige Studien von Förderbanken und Unternehmensberatungen testieren erneut einen deutlichen Rückgang der Transaktionen und Volumina in VC-finanzierte Wachstums-unternehmen für das Jahr 2023. Je nach Studie ist das Transaktions- bzw. Investitionsvolumen in 2023 für Deutschland bzw. in der DACH-Region um bis zu 40% im Vergleich zum Vorjahr zurück gegangen. Die zuvor übliche Praxis, Marktanteile von Start-ups durch breit angelegte Werbekampagnen rasch auszubauen, rückte im Jahr 2023 in den Hintergrund. Stattdessen legten Investoren vermehrt Wert auf kapitaleffiziente und nachhaltige Geschäftsmodelle. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatzrückgang von 42,6 % auf TEUR 47.835 verzeichnet. Hauptursachen hierfür waren reduzierte Werbebudgets unserer Großkunden sowie eine Umverteilung von Budgets zugunsten unserer Tochtergesellschaften, die auf Auslandsmärkte ausgerichtet sind. Insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahres herrschte weiterhin noch eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung, ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, steigende Inflationskosten und eine rückläufige Verbrauchernachfrage nach Konsumgütern. Diese Unsicherheiten führten dazu, dass Kunden geplante Kampagnen teilweise aussetzten, Budgets kürzten oder deren Umsetzung auf unbestimmte Zeit verschoben haben. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind mit 42,8% nahezu proportional zu den Umsatzerlösen auf TEUR 41.321 gesunken. Gegenüber dem Vorjahr konnte das negative EBITDA um TEUR 366 auf TEUR -1.456 verringert werden. Trotzdem wurde sowohl der geplante Umsatz als auch die angestrebte Profitabilität deutlich nicht erreicht. Das Jahr 2023 hat deutlich gemacht, dass der anhaltende strukturelle Wandel im Medienmarkt die bereits 2022 eingeleitete Restrukturierung von DCMN zusätzlich belastet hat. Dennoch sehen wir uns weiterhin in der Lage, flexibel auf neue Marktbedingungen zu reagieren und erforderliche organisatorische Anpassungen vorzunehmen. Zusätzliche Finanzierungsmittel wurden frühzeitig gesichert und das Restrukturierungsprogramm, mit Kostensenkungsmaßnahmen aber auch einer strategischen Neuausrichtung, wurde auch 2023 konsequent fortgeführt. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage Im ersten Halbjahr 2023 hielten die Unsicherheiten unserer Kunden bezüglich der globalen politischen und wirtschaftlichen Spannungen weiterhin an. Während zuvor das Wachstum junger Unternehmen durch VC-Finanzierungen im Vordergrund stand, hat die zurückhaltende Investitionsbereitschaft ein Umdenken erzwungen und den Fokus auf Profitabilität verlagert. Dies führte bei wichtigen Bestandskunden zu erheblichen Kürzungen der Marketingbudgets. Der Umsatzrückgang im Inland betrug 33,7%. Insgesamt sind die Umsatzerlöse um TEUR 35.470 auf TEUR 47.835 gesunken. Der Materialaufwand war mit 42,8% geringfügig stärker rückläufig als die Umsatzerlöse. Dadurch konnte die Rohertragsmarge, trotz des schwierigen Marktumfeldes, von 13,3% im Vorjahr auf 13,6% im Berichtsjahr gesteigert werden. Absolut ist der Rohertrag um TEUR 4.544 auf TEUR 6.515 gesunken. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge i. H. v. TEUR 730 (Vorjahr TEUR 1.245) aus der Auflösung von Rückstellungen, periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 368 (Vorjahr TEUR 0) sowie Währungserträge von TEUR 55 (Vorjahr TEUR 487) enthalten. Zum Jahresende betrug die Mitarbeiterzahl 90, ein Rückgang von 30,7 % im Vergleich zum Vorjahr (130). Entsprechend sanken die Personalaufwendungen um 36,8 % auf insgesamt TEUR 6.712. In diesem Bereich wurden somit die geplanten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen konsequent und nachhaltig wirksam umgesetzt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich um TEUR 48 auf TEUR 967 vermindert und enthalten mit TEUR 826 planmäßige Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten realisierte Währungsverluste in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr TEUR 163) sowie Forderungsverluste von TEUR 94 (Vorjahr TEUR 131). Durch die in 2022 eingeleiteten Restrukturierung konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt um TEUR 1.606 auf TEUR 2.539 reduziert werden. 3.2 Finanzlage Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat frühzeitig mögliche negative finanzielle Auswirkungen der Krisen infolge von Krieg, Pandemie, gestörter Lieferketten und gestiegener Inflation auf die Zahlungsziele und -fristen der Mediapartner und Kunden der Gesellschaft antizipiert. Durch ein vorausschauendes Liquiditätsmanagement konnten rechtzeitig zusätzliche - teilweise sehr langfristige - finanzielle Mittel eingeworben und faire Zahlungsvereinbarungen mit Kunden und Lieferanten zum gegenseitigen Vorteil getroffen werden. Trotz einer unverändert niedrigen Kontokorrentlinie konnte somit im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt ausreichend liquide Mittel vorgehalten werden, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und die Liquiditätslage stabil zu halten. Der positive Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Einzahlungen für Kampagnen mit einer Laufzeit über das Berichtsjahr hinaus sowie der Abnahme unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Somit ergibt sich ein positiver Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i. H. v. TEUR 2.741 (Vorjahr TEUR -6.976). Der positive Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 960 (Vorjahr TEUR - 152) ist geprägt durch Rückzahlungen von Investitions- und Wachstumsdarlehen aus den Beteiligungen gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 889. Aufgrund der weltweit unterschiedlichen Konsum- und Marktentwicklungen konnten sich Tochtergesellschaften teilweise besser entwickeln und waren in der Lage die zum Geschäftsaufbau ausgereichten Darlehen an die Muttergesellschaft zurückzuführen und so die Liquidität zu stärken. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit mit einem Einzahlungssaldo von TEUR 331 (Vorjahr TEUR 1.657) ergibt sich im Wesentlichen aus der Sicherung zusätzlicher liquider Mittel i. H. v. TEUR 800 abzüglich gezahlter Zinsen und der Tilgung eines langfristigen Investitionskredites. Der Zahlungsmittelfond der GmbH setzt sich zum Ende des Geschäftsjahres aus TEUR 3.725 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum Stichtag 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.511 auf TEUR 22.442 erhöht. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen das kurzfristige Vermögen und den Posten des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags. Der Rückgang bei den immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ergibt sich im Wesentlichen aus der planmäßigen Abschreibung der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände und der strategischen Entscheidung laufende Aufwendungen nicht mehr zu aktivieren. Dementsprechend wurden hier in den Vorjahren aktivierte Investitionen lediglich abgeschrieben und Weiterentwicklungen als Erhaltungsaufwand für die Aufrechterhaltung des technologischen Vorsprungs sofort aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich um TEUR 630 auf TEUR 4.549. Aufgrund der zunehmenden Profitabilität der Auslandsgesellschaften konnten im Berichtsjahr langfristige Investitions- und Wachstumsdarlehen an die DCMN GmbH weiter zurückgeführt werden. Die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.502 gesunken sind, ergibt sich im Wesentlichen aus den niedrigen Umsatzerlösen und der stichtagsbezogenen Betrachtung der Vermögensgegenstände. Es wird weiterhin ein strenges Forderungsmanagement in Verbindung mit angemessenen Zahlungszielen umgesetzt. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 3.870) handelt es sich um Forderungen aus der Konzernumlage sowie aus erbrachter Medialeistungen. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 46 auf TEUR 676 resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Umsatzsteuerguthaben. Trotz der im Jahr 2022 eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen konnten die Verluste durch den anhaltenden Umsatzrückgang in 2023 nicht ausgeglichen werden. Dies führte am Ende des Geschäftsjahres zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 3.203 (Vorjahr: TEUR 1.403). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Rückstellungen um TEUR 1.658 gesunken. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i. H. v TEUR 446 (Vj. TEUR 845), Personalverpflichtungen i. H. v. TEUR 88 (Vj. TEUR 654), sowie für die Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung i. H. v. TEUR 43 (Vj. TEUR 41). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem früheren Investitionsdarlehen, welches vertragskonform getilgt wird. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind stichtagsbezogen um TEUR 511 gesunken (TEUR 189). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen auf Grund der Geschäftsentwicklung mit TEUR 1.745 um TEUR 1.406 niedriger ausgefallen als zum Vorjahresstichtag. Überfällige Forderungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit den Tochtergesellschaften. Der Anstieg der Einlagen stiller Gesellschafter ergibt sich Wesentlichen aus dem gestiegenen Finanzierungsbedarf zur Neuausrichtung von DCMN an die geänderten Marktbedingungen. III. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht 1.1 Marktrisiken Die Konjunkturprognosen und ihr Einfluss auf die Werbeausgaben bleiben mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Nach dem leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 0,2 % im Jahr 2023 wird für 2024 nur ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Die Inflation, die 2023 bei durchschnittlich 6,2 % lag, könnte sich 2024 leicht abkühlen, bleibt aber weiterhin ein entscheidender Faktor für die Kaufkraft der Konsumenten und die Personal- und Finanzierungskosten von Unternehmen. Ein weiterer bedeutender Faktor ist der Rückgang des linearen Fernsehens als einst dominantes Werbemedium. Der Anteil des linearen Fernsehens an den Werbebudgets nimmt stetig ab, da sich immer mehr Konsumenten digitalen Plattformen und Streaming-Diensten zuwenden. Dieser Wandel zwingt Mediaagenturen, ihre Strategien zu überdenken und sich auf neue Werbemittel und Dienstleistungen zu konzentrieren, die den veränderten Konsumgewohnheiten gerecht werden, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Zusätzlich wird die Werbebranche durch die regelmäßigen Verschärfungen des Datenschutzes durch die Gesetzgeber und deren Umsetzung von US-Technologiekonzernen wie Google und Apple, weiter herausgefordert. Diese Änderungen erschweren die Erfolgsmessung von Werbekampagnen erheblich und können potenziell zur Reduzierung der Werbebudgets führen. Dies könnte auch die selbstentwickelte Attributionstechnologie "DC Analytics" zur Erfolgsmessung von TV-Kampagnen in ihrer Wirksamkeit für Kunden einschränken und damit das frühere Alleinstellungsmerkmal von DCMN schwächen. Insgesamt stellt sich das Marktumfeld für Mediaagenturen in 2023 und 2024 als herausfordernd dar, wobei Anpassungen an die neuen Bedingungen, flexible Strategien und hohe Innovationskraft entscheidend sein werden, um in einem sich wandelnden Marktumfeld erfolgreich zu bleiben. 1.2 Rechtliche Risiken Die Relevanz des Datenschutzes in der Europäischen Union und die Sensibilität der Privatsphäre im digitalen Bereich nehmen weiterhin zu. Seit Mai 2018 gilt in Deutschland die Datenschutz- Grundverordnung (DSGVO), die wesentlichen Änderungen mit sich brachte und die Risiken für datenverarbeitende Unternehmen erheblich erhöhte. DCMN evaluiert weiterhin alle Tätigkeiten im Hinblick auf mögliche Risiken aus der DSGVO und arbeitet eng mit einem externen Datenschutzbeauftragten zusammen. Eine weitere rechtliche Herausforderung betrifft die zielgruppenspezifische Werbung im Internet, insbesondere durch Technologien zur Messung des Nutzerverhaltens. Die ePrivacy-Verordnung, die diese Aspekte regeln soll, ist nach wie vor nicht in Kraft getreten, da sich die EU-Staaten bislang nicht auf einen finalen Text einigen konnten. Neuere Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass ein Inkrafttreten der ePrivacy-Verordnung möglicherweise noch in 2024 erfolgen könnte. Diese Verordnung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Nutzung von Cookies und anderen Tracking- Technologien haben. Seit Dezember 2021 ist in Deutschland das Telekommunikations-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) in Kraft, das bestimmte Aspekte der ePrivacy-Verordnung vorwegnimmt. Insbesondere regelt es den Einsatz von Cookies und vergleichbaren Technologien im Bereich der Telekommunikation und Telemedien. Dies hat zur Folge, dass Unternehmen bereits jetzt erhebliche Anpassungen vornehmen müssen, um rechtskonform zu handeln. Große Browser- Anbieter wie Google arbeiten ebenfalls an der Unterbindung von Drittanbieter-Cookies, was weitere Herausforderungen für die Werbeindustrie mit sich bringt. Für DCMN besteht das Risiko, dass selbstentwickelte Technologien zur Nutzerverfolgung und zielgerichteten Werbung zukünftig nicht mehr wie gewohnt eingesetzt werden können. DCMN verfolgt die regulatorischen Entwicklungen aufmerksam und wird proaktiv risikomindernde Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell zu minimieren und die gesetzlichen Regelungen zu erfüllen. 1.3 Personalrisiken Ein Erfolg von DCMN basiert auf den individuellen Fähigkeiten, den fachlichen Kompetenzen und der Motivation aller Mitarbeiter. Ein wesentliches Risiko besteht nach wie vor im Verlust von Fachkräften oder deren Motivation und dem damit verbundenen Wissensverlust sowie in der Herausforderung, neue Talente zu rekrutieren. Der Fachkräftemangel, der durch den demografischen Wandel und die zunehmende Digitalisierung verstärkt wird, stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Insbesondere in hochspezialisierten Bereichen wie Datenanalyse, IT und digitalem Marketing ist der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte besonders intensiv. Um die hohe Professionalität, Innovationskraft und Profitabilität zu gewährleisten, setzt DCMN auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter und eine gezielte Personalstrategie. Aktuelle Erkenntnisse aus der Personalforschung betonen die Bedeutung einer positiven Unternehmenskultur, die durch gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -entwicklung unterstützt wird. Dazu gehören flexible Arbeitsmodelle, kontinuierliche Weiterbildung und die Förderung einer inklusiven und wertschätzenden Arbeitsumgebung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung von Führungsansätzen und der Schaffung einer Innovationskultur, die durch flache Hierarchien und transparente Kommunikation geprägt ist. Durch den Einsatz agiler Arbeitsmethoden wird ein Umfeld geschaffen, das Mitarbeiter ermutigt, neue Ideen einzubringen, und somit langfristig die Erfolgs- und Widerstandsfähigkeit des Unternehmens stärkt. Die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt und der zunehmende Fachkräftemangel haben bereits zu einem deutlichen Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter sowie zu höheren Aufwendungen für die Mitarbeitergewinnung und -bindung geführt. Diese Entwicklung wird durch die hohen Inflationserwartungen verstärkt, da Arbeitnehmer höhere Gehälter fordern, um den Kaufkraftverlust auszugleichen. DCMN sieht sich vor der Herausforderung, diese Kostensteigerungen nicht vollständig an die Kunden weitergeben zu können, was die Margen und den Ertrag der Gesellschaft belastet. Um diesen Risiken zu begegnen, verfolgt DCMN eine proaktive Personalpolitik, die auf einer kontinuierlichen Überwachung von Personalkennzahlen und einer flexiblen, rollierenden Personalplanung basiert. Darüber hinaus investiert DCMN in die Optimierung der IT-Infrastruktur, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und die Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Diese Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, DCMN langfristig als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und die Wettbewerbsfähigkeit im hart umkämpften Markt zu sichern. 1.4 Strategische Risiken Die strategische Positionierung von DCMN birgt das Risiko, dass Kunden aufgrund ausbleibender oder niedrigerer Fremdfinanzierung über Risikokapital nicht ausreichend Mittel für Wachstumsinvestitionen in Marketing erhalten. Die globale Risikokapitalfinanzierung sank 2023 auf USD 248,4 Mrd., was den niedrigsten Stand seit 2017 und einen Rückgang von 42 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Auch die Zahl der Deals sank im Vergleich zum Vorjahr um 30 % auf 29.303, den niedrigsten Stand seit sechs Jahren. In Deutschland wurden im Jahr 2023 EUR 2,5 Mrd. in Venture Capital investiert, im Vergleich zu EUR 3,6 Mrd. im Jahr 2022. Dies entspricht einem Rückgang von 30%, der auf das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen ist. Insgesamt zeigt sich der deutsche Venture-Capital-Markt 2023 als robust, trotz der Herausforderungen durch das wirtschaftliche Umfeld und die Zinsentwicklung. Der Markt hat sich gegenüber den Vorjahren behauptet, jedoch ohne an die Rekordniveaus der Jahre 2021 und 2022 anknüpfen zu können Der Venture-Capital-Markt für Direct-to-Consumer (D2C) Unternehmen sah sich in 2023 mehreren Herausforderungen gegenüber, zeigte jedoch auch Resilienz und Anpassungsfähigkeit an die sich ändernden Marktbedingungen. Der D2C-Sektor hatte mit globalen Unsicherheiten, einem Rückgang der Finanzierungsmöglichkeiten und steigenden Kosten zu kämpfen. Investoren zeigten jedoch weiterhin großes Interesse an nachhaltigen und spezialisierten D2C-Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten. Trotz der anfänglichen Herausforderungen zeigte der D2C-Sektor Anzeichen einer Erholung, wobei der Fokus auf Omnichannel-Strategien lag, um Verbraucher effektiv zu erreichen. Mit Blick auf 2024 sind die Prognosen von verschiedenen Faktoren geprägt, die sowohl international als auch in Deutschland und im D2C-Bereich unterschiedliche Entwicklungen erwarten lassen. Insgesamt deuten die Prognosen für 2024 auf eine mögliche Erholung und Belebung des Venture-Capital-Marktes hin, sowohl international als auch in Deutschland. Im D2C- Bereich ist mit einer Fortsetzung des Trends zu Omnichannel-Strategien könnte D2C- Unternehmen helfen, ihre Marktposition zu stärken und neue Investitionsmöglichkeiten zu erschließen. 1.5 Finanzwirtschaftliche Risiken Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements bei DCMN ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. DCMN verfolgt dabei eine konservative Risikopolitik, die darauf abzielt, finanzwirtschaftliche Risiken, die sich auf die Ertrags- und Liquiditätslage auswirken können, frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Zu diesen Risiken zählen stark rückläufige Umsatzerlöse, Anlaufverluste von Tochtergesellschaften, Währungsverluste, mögliche Zahlungsausfälle von Kunden und eine Konsumzurückhaltung privater Haushalte, die durch eine anhaltend hohe Inflation bedingt ist. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag i. H. v. TEUR 3.203 aus. Auch nach Berücksichtigung von Nachrangdarlehen mit qualifizierten Rangrücktritt verbleibt noch ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 131. Sollte DCMN die geplanten Umsatz- und Ertragsziele für 2024 nicht erreichen, könnte dies die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit gefährden. In Anbetracht der aktuellen Marktlage erscheint eine weitere Finanzierung durch externe Kapitalgeber als wenig realistisch. Das Verfehlen der Zielvorgaben für 2024 würde somit ein erhebliches Risiko für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit bedeutet. Um diesen Risiken zu begegnen, überwachen die gesetzlichen Vertreter kontinuierlich die Marktlage sowie die integrierte Unternehmensplanung und arbeiten daran, durch entsprechende interne und externe Maßnahmen die Zahlungsfähigkeit der DCMN GmbH jederzeit aufrechtzuerhalten. Um ungünstige Finanzierungskonditionen mit externen Geldgebern in der aktuellen Situation zu vermeiden, wird vorrangig auf interne Finanzierungs-maßnahmen innerhalb der DCMN-Gruppe zurückgegriffen. Die Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung der Muttergesellschaft DCMN GmbH besteht durch die Tilgung langfristiger Investitionsdarlehen oder durch die Inanspruchnahme kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber den profitablen Tochtergesellschaften. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Bonität von Kunden wird fortlaufend überwacht, und zur Minimierung von Ausfallrisiken wird mit Neukunden überwiegend Vorkasse oder sehr kurze Zahlungsziele vereinbart. Die weiter anhaltende hohe Inflation und gestiegene Finanzierungskosten erhöhen den Druck auf der Ausgabenseite. Kostensteigerungen infolge der Inflation werden im Finanzcontrolling fortlaufend beobachtet und es wird versucht, diesen durch Allokationen und Skaleneffekte entgegenzuwirken, da ein Anstieg, der nicht direkt zurechenbaren Kosten, nicht unmittelbar an Kunden weitergegeben werden kann. Insgesamt bleibt die finanzwirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungen ein kritischer Faktor. Ein kontinuierlicher Austausch zwischen allen Beteiligten stellt sicher, dass bei erkennbaren Risiken frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, um die Stabilität und Zahlungsfähigkeit von DCMN zu gewährleisten. 2. Chancenbericht 2.1 Strategische Chancen Die Marketingwelt und die Kundenanforderungen wandeln sich rasant. Technologische Neuerungen ermöglichen eine datengestützte Kampagnensteuerung in Echtzeit (Realtime- Advertising), auch in traditionellen Werbekanälen. Künstliche Intelligenz hilft dabei, die effektivsten Kanäle für die Zielgruppe zu identifizieren und die Marketingstrategien entsprechend anzupassen. Durch die Nutzung von Standortdaten können Offline-Kampagnen besser auf lokale Zielgruppen zugeschnitten werden, was die Relevanz und Effektivität von Out-of-Home (OOH) und anderen traditionellen Medien erhöht. Durch die Integration dieser Daten aus verschiedenen Kanälen können Offline-Kampagnen mit Online-Daten verknüpft werden, um ein umfassenderes Bild der Kundeninteraktionen zu erhalten und die Kampagnen entsprechend zu optimieren. DCMN will diesen Wandel aktiv mitgestalten und seinen Kunden durch eigene Technologien zu stärkerem Wachstum verhelfen. Neue Ansätze bei der Planung und Auswertung von Marketingaktivitäten ergeben sich durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Erste Pilotprojekte zeigten hohe Effizienz und vielversprechende Ergebnisse. Datengetriebenes Marketing ermöglicht es, das Kundenverhalten vorherzusagen und Kampagnen zu automatisieren, was die Relevanz und Effizienz steigern. DCMN zeichnet sich durch eine datengetriebene Denkweise und eigene Technologien aus, die es ermöglichen, einen klaren Leistungsnachweis in der Kampagnenperformance zu liefern. Die Expertise im performancefokussierten Marketing wird mit markenfokussierten Strategien unter dem Begriff "Brandformance" kombiniert. Dies bietet DCMN einen strategischen Vorteil, da die Nachfrage nach integrierten Ansätzen steigt. Zusätzlich sieht DCMN Chancen in der internationalen Aufstellung der Gruppe und der ganzheitlichen Betreuung von Kunden entlang der Wertschöpfungskette. Einheitliche Qualitätsstandards und kulturelle Prinzipien gewährleisten ein konsistentes Kundenerlebnis. DCMN bietet sämtliche Leistungen intern an, was die Effizienz und Effektivität der Kampagnen weiter steigert. 2.2 Marktchancen DCMN sieht in einem dynamischen Marktumfeld strategische Wettbewerbsvorteile. Während große Wettbewerber aufgrund starrer Strukturen Schwierigkeiten haben, sich anzupassen, nutzt DCMN diese Gelegenheit, um Kunden durch innovative Brandformance-Ansätze und kostenbewusste Werbung zu gewinnen. Dank der breiten Positionierung, die Daten, Technologie, Media und kreative Ideen für Performance- und Markenkampagnen vereint, ist DCMN gut aufgestellt, diese Vorteile zu nutzen. Der beschleunigte Digitalisierungsprozess und der Trend zu Omnichannel- und Cross-Channel- Strategien bei D2C-Unternehmen bieten DCMN durch seine datengetriebene Denkweise zusätzliche Chancen. Die starke Arbeitgebermarke und der Standort Berlin ermöglichen es zudem, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und neue Kunden durch schnelles Wachstum zu unterstützen. IV. Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für das Jahr 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von etwa 3,2 Prozent. Dies stellt eine leichte Verbesserung gegenüber der vorherigen Prognose von 3,1 Prozent dar, bleibt jedoch hinter dem historischen Durchschnittswert von 3,8 Prozent zurück. Für Deutschland wir nur ein Wachstum von 0,2% geschätzt, was eine der niedrigsten Wachstumsraten unter den G7-Staaten darstellt. Diese Prognose wurde aufgrund struktureller Probleme, wie z.B. hohe Energiepreise und eine restriktive Finanzpolitik, Rezessionsängste und Herausforderungen wie dem Rückgang der Erwerbsbevölkerung und Investitions-hemmnissen angepasst. Für die Eurozone wird ein Wachstum von 1,2 % erwartet. Dies ist eine moderate Erholung, unterstützt durch stärkeren Konsum, nachdem die Energiepreise zurückgegangen sind und die Inflation nachlässt. Für die USA wird ein Wachstum von 1,7 % prognostiziert. Diese Zahl wurde leicht nach unten korrigiert, spiegelt aber dennoch eine relativ robuste wirtschaftliche Leistung wider. Diese Prognosen spiegeln eine insgesamt langsame, aber stetige Erholung wider, jedoch bleibt das globale Umfeld aufgrund hoher Inflation und geopolitischer Unsicherheiten herausfordernd 2. Branchenumfeld Die positiven Erwartungen der Experten an das Wachstum der Werbebranche haben sich in 2023 nicht realisiert. War der "Ad Spend Forecast" von Dentsu Aegis noch von einem globalen Wachstum von 5,4% ausgegangen, konnte rückblickend nur ein Wachstum von 3,3% erreicht werden. Insgesamt hat sich der Wachstumstrend über die Jahre verlangsamt. Im aktuellen Report wird von den Experten ein globales Marktwachstum von 5,0% vorausgesagt. Die Gesamtwerbeausgaben werden 2024 voraussichtlich USD 754,4 Mrd. erreichen. Indien wird mit 12,2% in 2024 weiterhin ein deutlich über den Durschnitt der Schlüsselmärkte liegendes Wachstum ausweisen können. Für Deutschland prognostizieren die Dentsu-Analysten ein Wachstum von 3,4% auf USD 33,4 Mrd. Im Vergleich zu den anderen großen westeuropäischen Märkten liegt Deutschland damit an vierter Stelle hinter den ebenfalls steigenden Wachstumsaussichten in Großbritannien (6,0 Prozent), Frankreich (4,0 Prozent), Italien (4,4 Prozent) und Spanien (3,2 Prozent). Insgesamt erwarten wir für den Werbemarkt in 2024 unterschiedliche Entwicklungen in verschiedenen Medienkanälen. Out-of-Home (OOH)-Werbung wird moderat wachsen, unterstützt durch den Ausbau digitaler Bildschirme und programmatischer Käufe, und trotz eines allgemeinen Rückgangs seines Anteils an den gesamten Werbeausgaben wird OOH einer der wenigen traditionellen Sektoren sein, die steigende Einnahmen verzeichnen. Above-the-Line (ATL)- Werbung, einschließlich traditioneller Fernsehwerbung, könnte angesichts der zunehmenden Konzentration der Werbetreibenden auf digitale Kanäle vor Herausforderungen stehen. Allerdings könnten große Ereignisse wie die UEFA-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele vorübergehend für höhere Zuschauerzahlen und Werbeausgaben sorgen. Ähnlich wie bei CTV wird auch Broadcast Video on Demand (BVOD) voraussichtlich vom Trend zum digitalen Medienkonsum profitieren und im Einklang mit der digitalen Werbung wachsen. Für Printmedien und Radio wird eine Stagnation oder ein Rückgang der Werbeeinnahmen erwartet, da sich die Werbetreibenden stärker auf digitale und wachsende Medienkanäle konzentrieren. Insgesamt wird für die digitale Werbung, einschließlich digitalem OOH, in Deutschland ein anhaltendes Wachstum prognostiziert, während traditionelle Medienkanäle vor größeren Herausforderungen stehen könnten. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Entwicklung von DCMN stärker von den Risikokapitalinvestitionen (Venture Capital, VC) in Wachstumsunternehmen und den privaten Konsumausgaben abhängig ist als von konjunkturellen Schwankungen am Werbemarkt. Dies ist damit zu begründen, dass DCMN sich fast ausschließlich auf schnell wachsende digitale Marken für Endkonsumenten fokussiert, deren Entwicklung wesentlich von Risikokapitalinvestitionen und der privaten Konsumlaune abhängig ist. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir, dass es für junge Wachstumsunternehmen weiterhin herausfordernd bleibt, zusätzliche Finanzmittel zu erhalten. Angesichts steigender Kapitalkosten und sinkender Bewertungen achten Investoren mehr auf Rentabilität als auf langfristige Wachstumsversprechen. Angesichts der aktuellen makroökonomischen Unsicherheiten bleibt es für DCMN weiterhin schwierig eine gesicherte Prognose für das Gesamtjahr abzugeben. 3. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2024 hat für die DCMN GmbH im 1. Halbjahr erwartungsgemäß mit einem Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, begonnen. Das geplante EBITDA-Ziel der DCMN GmbH konnte in diesem Zeitraum nicht vollständig erreicht werden. Der Ausblick auf das 2. Halbjahr 2024 ist verhalten optimistisch, sowohl die Planzahlen für das EBITDA als auch für das EBIT werden voraussichtlich erreicht. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 bleibt im deutschen Markt weiterhin zurückhaltend. Für unsere Zielkunden planen wir mit einem moderaten Umsatzwachstum von etwa 10% bis 13% im Vergleich zum Berichtsjahr, begleitet von einer etwas schwächeren Rohertragsmarge. Dabei kann immer noch ein positives EBITDA erreicht werden. Der zu erwartender EBIT-Verlust für 2024 wird voraussichtlich niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die Liquidität wird für das Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich nochmals sinken. Insgesamt verzeichnen wir wieder einen Zuwachs bei dem Potential und eine Stabilisierung der Auftragseingänge im Bestandskundengeschäft sowie erste positive Entwicklungen im globalen Neukundengeschäft. In den Pitches profitiert DCMN in der aktuellen Wirtschaftslage von seinem performance-getriebenen Marketingansatz, der hohen Messbarkeit seiner Leistungen durch den technologiegetriebenen Ansatz mit "DC Analytics" sowie der länderübergreifenden Kompetenz für seine Kunden durch die Tochtergesellschaften. Gegenüber Wettbewerbern können wir hier ein transparentes Preis-Leistungs-Versprechen abgeben und Testkampagnen effizient umsetzten. Das führt immer häufiger zu einer verstärkten Kundenbindung mit zunehmender Sicherheit über eine mittelfristige Planbarkeit der Werbebudgets unserer Kunden. Der weitere wirtschaftliche Ausblick bleibt angesichts der aktuellen Herausforderungen unsicher. Mehrere Risiken, wie hohe Zinssätze in großen Volkswirtschaften zur Bekämpfung der Inflation und die geopolitischen Unsicherheiten bestehen weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit. Diese Faktoren belasten das Wirtschaftswachstum, das voraussichtlich hinter den historischen Durchschnittswerten zurückbleiben wird. Hinzu kommt die gesunkene Liquidität der Gesellschaft aufgrund schwacher Umsatzerlöse in den letzten Jahren, was bei unterjährigen Umsatzschwankungen ein erhebliches Liquiditätsrisiko darstellen kann. Trotz einzelner Kunden, mit denen mittelfristige Kooperationen vertraglich eingegangen werden konnten, bleibt eine längerfristige Planbarkeit der Geschäftsentwicklung über 2024 hinaus aufgrund dieser Unsicherheiten stark eingeschränkt. Ein positiver Faktor ist jedoch die Entwicklung von Omnichannel-Strategien bei D2C-Unternehmen zur Kundengewinnung, die DCMN als Marketingagentur zugutekommt. Diese Strategien ermöglichen es, durch multimediale Kampagnen neue Zielmärkte zu erobern und die kombinierte Wirkung von Kreativität und Medien zu verstärken. Dies könnte die Geschäfts- und Ertragsentwicklung von DCMN durch unseren Ansatz der ganzheitlichen Betreuung unserer Kunden unterstützen.
Berlin, den 5. November 2024 Andreas Dengler, Geschäftsführer Matthias Riedl, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DCM N GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DCMN GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DCM N GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt 2 "Wesentliche Unsicherheit" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt III.1.5 "Finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass neben einem ausgewiesenen Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 1.800 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag i.H.v. TEUR 3.203 besteht. Die Geschäftsführung geht in ihrer plausiblen Planung für die Jahre 2024 und 2025 von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse aus. Werden diese nicht wie geplant erreicht, ist die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet. Wie in Abschnitt 2 des Anhangs und Abschnitt III.1.5 des Lageberichtes dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und M aßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 5. November 2024 ba
audit gmbh
Steffen Langner, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
54 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Büros für Innenarchitektur
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlung von Arbeitskräften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Dienstleistungen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten, klinischen und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen, ohne ärztliche Therapien
Verlegen von Computerspielen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Betrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Allgemeine öffentliche Verwaltung
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Aufstiegsfortbildung, Schulen der beruflichen Fortbildung
Bauträger für Wohngebäude
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur Erziehung
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Verlegen von Computerspielen
Erbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen