Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 69284
Eingetragen
20.12.2012
Branche
Wärme- und KältehandelElektrizitätshandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Der Handel und Vertrieb von Energie und die Erbringung von Dienstleistungen im Energiemarkt

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Krings
seit 5.5.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TotalEnergies Renewables S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Quadra Energy GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensstruktur

Gegründet im Jahr 2012, ist QUADRA energy eine Gesellschaft innerhalb der Unternehmensgruppe der Aloys Wobben Stiftung, verankert durch den Alleingesellschafter AWS Energie GmbH. Die Stiftung, die sich dem Motto "Energie für die Welt" widmet, integriert führende Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien, darunter den Anlagenbauer ENERCON, den Projektentwickler und Betreiber von erneuerbaren Energieanlagen ALTERRIC sowie QUADRA energy, und bündelt so umfangreiches Know-how im Energiebereich innerhalb ihrer Hauptgesellschaften.

Als eines der führenden modernen Energieversorgungsunternehmen, das sich dem Angebot von 100 % grüner Energie verschrieben hat, stützt sich QUADRA energy auf die Prinzipien der Nachhaltigkeit, Verantwortung und der Förderung der Energiewende, die als Kern der Geschäftsstrategie gelten. Seit dem Markteintritt hat QUADRA energy sein Portfolio an erneuerbaren Energien Jahr für Jahr ausgebaut und eine solide Kundenbasis geschaffen, wodurch es sich als ein führender Anbieter grüner Energie in Deutschland positioniert hat. Im Rahmen der branchenführenden Umfrage zur Direktvermarktung grüner Energie der Fachzeitschrift "Energie & Management" vom Februar 2024 wurde QUADRA energy zum Marktführer gekürt.

Mit einem Team von ca. 40 energiewirtschaftlichen Expertinnen und Experten ist QUADRA energy in der Düsseldorfer Airport City ansässig. Mit der ENERCON Erneuerbare Energien GmbH betreut QUADRA energy eine 100 %ige Tochter mit dem Ziel der Abwicklung von Stromlieferverträgen an Endverbraucher.

QUADRA energy bedient mit seinen Geschäftsfeldern - von Vertrieb und Origination über das Backoffice, Finanzen, Portfoliomanagement, digitales Geschäft, Energiemeteorologie, IT bis hin zum Risikomanagement - die gesamte Wertschöpfungskette eines zu 100 % grünen Energieversorgers, inklusive des 24/7-Intraday-Handels.

Einen bedeutenden Beitrag leistet auch der erfahrene Beirat, zu dem Heiko Janssen und Dr. Warner B. J. Popkes von der Aloys Wobben Stiftung sowie der ehemalige CEO von ENERCON, Hans-Dieter Kettwig, gehören, die QUADRA energy mit ihrer Expertise unterstützen.

Das enorme Wachstum der Gesellschaft verbunden mit den immer drängenderen Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung haben die Aloys Wobben Stiftung dazu bewogen, einen Wachstumspartner für die QUADRA energy zu suchen. Im Ergebnis dieses Prozesses wurde am 26. Oktober des vergangenen Jahres eine Vereinbarung mit der TotalEnergies zum Erwerb der AWS Energie GmbH mit ihrer 100 %igen Beteiligung an der QUADRA energy geschlossen. Diese Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Behörden.

Geschäftsmodell

QUADRA energy integriert derzeit rund 5.000 dezentrale Windenergie- und Solaranlagen sowie Laufwasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von rund 9.500 MW in ein virtuelles grünes Kraftwerk. Das Unternehmen übersetzt dabei mit smarten energielogistischen Produkten eine wetterabhängige Stromproduktion in handhabbare Grünstromprodukte, wodurch eine Brücke zwischen der dezentralen Erzeugung auf der einen und den Verbrauchern von Ökostrom auf der anderen Seite geschlagen wird. Dies ist die moderne Interpretation eines Energieversorgungsunternehmens.

QUADRA energy bietet daher umfassende energiewirtschaftliche Produkte sowohl für die Produzenten von grünem Strom als auch für die Abnehmer - seien es Endkundenversorger, Stadtwerke, industrielle Großverbraucher oder auch der private Haushalt. Das Produktportfolio umfasst unter anderem die Direktvermarktung erneuerbarer Energie, die mittel- und langfristige Preisabsicherung für Anlagenbetreiber, die grüne Vollversorgung von Erzeugungsanlagen, die Bereitstellung von netzunterstützender Flexibilität, die marktseitige Optimierung von Energiespeichern, prognostische Dienste und Analysen für Netzbetreiber sowie maßgeschneiderte Lieferverträge für Energieversorger, Stadtwerke oder die Vollversorgung von Endverbrauchern.

Im Fokus von QUADRA energy steht der Kunde. Mit dieser stringenten Kundenzentrierung ist das Unternehmen in der Lage einzigartige Lösungen zu entwickeln, die für unsere Partner einen echten Mehrwert darstellen:

So bietet QUADRA energy angesichts der zunehmenden Komplexität des deutschen Energiemarktes Betreibern von Erneuerbarer-Energie-Anlagen durch ein Kundenportal, regelmäßige Webinare, optimierte Prozesse im Rahmen der Erlösabschöpfung und die Übernahme der Marktrollen EIV (Einsatzverantwortlicher) und BTR (Betreiber der technischen Ressource) im Rahmen von Redispatch 2.0 einen Mehrwert.

Im Zusammenhang mit dem Weiterbetrieb von Windenergieanlagen sichert QUADRA energy seinen Kunden mittelfristige Erträge über die Laufzeit der EEG-Förderung hinaus. Gemeinsam mit Anlagenbetreibern, Betriebsführern und dem Hersteller ENERCON werden individuell angepasste Lösungen entwickelt, die über die übliche Börsenvermarktung hinausgehen. Durch eine Kombination aus Vermarktungsvertrag und einem technischen Servicevertrag, bekannt als Green Power Purchase and Service Agreement (Green PPSA), erhalten Betreiber von Windenergieanlagen einen Komplettservice aus einer Hand. Auch im Jahr 2024 bleibt QUADRA energy führend im Sektor der Post-EEG-Anlagen.

QUADRA energy bedient die Wertschöpfungskette vom Vertrieb über den 24/7 Stromhandel bis hin zur Endkundenversorgung vollständig selbst und hat bereits Mitte der 2010er mit dem Aufbau der Geschäftseinheit "Digital Business" den Grundstein für die Digitalisierung des Unternehmens bzw. der Produkte sowie der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells in einem rasant wachsenden Markt gelegt.

Bei der Herstellung der Handhabbarkeit von grünem Strom dreht sich vieles um das Wetter. Wetterprognosen spielen daher eine entscheidende Rolle für QUADRA energy. Deren Genauigkeit ist für die Integration und wirtschaftliche Vermarktung von Wind- und Solaranlagen und für die Rentabilität des Unternehmens von großer Bedeutung. Sie tragen ebenso dazu bei, das Potenzial der Erneuerbaren voll auszuschöpfen und den Übergang zu einer nachhaltigeren Energieversorgung zu beschleunigen. Bereits 2016 hat das Unternehmen daher ein Kompetenzzentrum Energiemeteorologie mit einem spezialisierten Team aus den Bereichen Naturwissenschaft und Meteorologie aufgebaut.

Der kontinuierliche Fokus des Kompetenzzentrums Energiemeteorologie in Zusammenarbeit mit der Geschäftseinheit "Digital Business" ist die Entwicklung, Verfeinerung und Anwendung von datenbasierten Verfahren und Modellen voranzutreiben. Dies umfasst auch den Einsatz modernster digitaler Methoden wie zum Beispiel der künstlichen Intelligenz. Die internen Windleistungsprognosen von QUADRA energy erweisen sich auch im externen Benchmark gegenüber marktführenden Anbietern als deutlich überlegen.1 Die Bemühungen um die Weiterentwicklung und Verbesserung der eigenen Analyse- und Prognosefähigkeiten werden folglich mit Nachdruck fortgesetzt.

Für den Wandel erneuerbarer Energien von einer umweltpolitischen Vision zu einer industriellen Erfolgsgeschichte steht zusammenfassend unser intelligentes und technologiegestütztes Managementkonzept:

1. Aggregation

Vernetzung tausender dezentraler Erneuerbarer-Energie-Erzeugungsanlagen und Aggregation der Produktionsdaten in Echtzeit.

2. Energiemeteorologie

Entwicklung eigener präziser Vorhersagen der Stromerzeugung des Erneuerbarer-Energie-Portfolios mit Hilfe modernster KI-Technologien.

3. Energiesystemdaten

Echtzeitüberwachung des europäischen Stromsystems zur Gewinnung von relevanten Markt- und Systeminformationen.

4. Marktzugang

Management eines breiten Börsen- und Abnehmernetzwerkes zur Stromvermarktung mit Termin-, Day-Ahead- und Intra-Day-Produkten.

5. Kurzfristoptimierung

Umsetzung aller gewonnenen Informationen zur 24/7 Optimierung der fluktuierenden Erneuerbaren-Energie-Produktion an den Kurzfristmärkten unter Einbezug von "Algo-Trading-Mechanismen".

6. Flexibilisierung

Nutzung von Flexibilitäten, wie Anlagenabschaltungen, Regelleistung und Speichern etc. als Reaktion auf unvorhergesehene Marktpreis- und Netzschwankungen.

7. Stromlieferung

Lieferung handhabbarer Grünstromprodukte an Verbraucher.

Wirtschaftsbericht

Lage am Energiemarkt

2023 lag die gesamte deutsche Stromerzeugung bei 448,2 TWh. Die erneuerbaren Energien konnten ihren Anteil an der Stromerzeugung um 7,5 % erhöhen und erreichten im abgelaufenen Jahr mit einem Anteil von 56 % an der gesamten deutschen Erzeugung einen neuen Rekordwert. Dieser bedeutet gleichsam, dass erstmals erneuerbare Energien in Summe die Stromerzeugung dominieren.

Dabei leisteten Windenergieanlagen den größten Beitrag zur Erzeugung erneuerbarer Energien, mit einem gemeinsamen Anteil von 31,8 % für On- und Offshore-Anlagen. Die Onshore-Windenergieerzeugung nahm um 18 % zu, während die Offshore-Windenergieerzeugung leicht um 5,0 % fiel, was hauptsächlich auf die zeitweilige Nichtverfügbarkeit von Übertragungsleitungen und Windparks zurückzuführen war, die Wartungsarbeiten unterzogen wurden. Die Stromproduktion aus Solaranlagen blieb mit 55,2 TWh (12,3 %) trotz des starken Ausbaus von fast 20 GW in den Jahren 2022 und 2023 nur konstant, da insbesondere im Vergleich zum Rekordjahr 2022 weniger Sonnenstunden zu verzeichnen waren. Der Anteil von Strom aus Biomasse betrug 8,4 % und aus Wasserkraft sowie andere erneuerbare Quellen zusammen 3,5 %. Die Gesamterzeugung aus erneuerbaren Energien stieg somit auf 251,0 TWh gegenüber 233,7 TWh im Vorjahr.

Die Erzeugung aus konventionellen Energiequellen fiel um 24 % auf 197,2 TWh, mit einem Rückgang der Steinkohle um 36,8 % und der Braunkohle um 24,8 %. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung war die reduzierte Stromnachfrage im Jahr 2023 kombiniert mit einer verstärkten Einspeisung aus erneuerbaren und kostengünstigeren Energiequellen. Der Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz sank um 5,3 % auf nur 456,8 TWh. Zudem traten über das Jahr verteilt vereinzelt Ausfälle bei Kohlekraftwerken auf.

Trotz des Krieges in der Ukraine und Sparbemühungen wurde die Erdgasnutzung zur Stromerzeugung um 31,3 % gesteigert. Nach hohen Gaspreisen Ende 2022 fielen diese wieder, was die Wirtschaftlichkeit von Gaskraftwerken verbesserte und zu einem teilweisen Brennstoffwechsel von Steinkohle zu Gas im Sommer 2023 führte. Bei hohen CO 2 -Preisen positionierten sich effiziente Gaskraftwerke aufgrund niedrigerer Grenzkosten vor den Steinkohlekraftwerken in der "Merit Order", also der Einsatzreihenfolge der stromproduzierenden Kraftwerke. Die Flexibilität von Gaskraftwerken, die schneller als Kohlekraftwerke hoch- und runtergefahren werden können, spielte ebenfalls eine Rolle.

Erwartbar, da politisch gewollt, war der Rückgang in der Kernenergieerzeugung, der bereits Anfang Februar erkennbar wurde und am 15. April 2023 mit der Stilllegung der letzten Kernkraftwerke seinen Höhepunkt fand. Der Strommarkt zeigte sich hiervon allerdings erwartungsgemäß unbeeindruckt und bestätigte damit die Resilienz des dezentralen Energiesystems.

Nach dem Preisanstieg der Commodity-Märkte infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Jahr 2022, setzte im zurückliegenden Jahr eine deutliche Entspannung ein. Am Spotmarkt fiel der durchschnittliche Strompreis im Jahr 2023 auf 95,18 EUR/MWh, was weniger als der Hälfte des Vorjahrespreises von 235,45 EUR/MWh entspricht und somit wieder das Niveau von 2021 (96,85 EUR/MWh) erreichte. Der niedrigste Spotpreis des Jahres 2023 von -500,00 EUR/MWh wurde am 2. Juli in der Stunde 15 verzeichnet, als die Erzeugung aus erneuerbaren Energien den Verbrauch stark überstieg und der Markt nicht mit ausreichender Flexibilität reagierte. In vergleichbaren Situationen in den Folgewochen des 2. Juli zeigte der Markt seine Lernfähigkeit, sodass ein solches Preisniveau am Day-Ahead-Markt durch die ausreichende Bereitstellung von Flexibilität verhindert wurde. Dennoch stellten sich auch in diesen Wochen wiederholt Strompreise jenseits von -200 EUR/MWh ein. Der höchste Preis des Jahres von 524,27 EUR/MWh wiederum trat am 11. September in der Beleuchtungsspitze der Stunde 20 auf.

Der Trend deutlich sinkender Preise ließ sich auch an den Terminmärkten ablesen. Die Stromkontrakte (Base) der Kalenderjahre 2024 bis 2026 fielen deutlich zwischen 60 % und 35 % und lösten die Backwardation weitestgehend auf. Das Baseprodukt Cal24 fiel von seinem Höhepunkt von 215 EUR/MWh im Januar 2023 auf 86,62 EUR/MWh im Dezember. Die Kalenderjahre 2025 und 2026 markierten mit 91,54 EUR/MWh bzw. 87,62 EUR/MWh im Dezember ebenfalls ihre niedrigsten Notierungen des zurückliegenden Handelsjahres 2023.

Geschäftsverlauf

Trotz des weiterhin schleppenden Ausbaus der erneuerbaren Energien vor allem im Kernmarkt Wind onshore konnte QUADRA energy sein virtuelles grünes Kraftwerk auch zum Jahreswechsel 2022 auf 2023 um 400 MW auf nunmehr 8.600 MW (Stand 1. Januar 2023) installierte Kapazität erweitern. Im Jahresverlauf wurde das Portfolio ebenso vergrößert. So betrug der Portfoliostand zum 1. Juli 2023 bereits 9.000 MW und zum 1. Januar 2024 sogar 9.500 MW. Dieses kontinuierliche und nachhaltige Wachstum des Beschaffungsportfolios über mehr als ein Jahrzehnt unterstreicht den Führungsanspruch des Unternehmens als Vermarktungspartner für Betreiber Erneuerbarer-Energie-Anlagen. Dieser Erfolg basiert auf dem Angebot stringent kundenzentrierter Produkte und Services und einer damit einhergehenden starken Kundenloyalität, die zu branchenuntypisch niedrigen Abwanderungsraten führt.2

Eine wesentliche Basis für den Umsatz aber auch die Rentabilität stellt das Windaufkommen dar. Insofern ist positiv hervorzuheben, dass das bereits sehr gute Windjahr 2022 mit dem zurückliegenden Jahr noch einmal deutlich übertroffen werden konnte. Vor allem das Schlussquartal war geprägt von neuen Einspeiserekorden. Unser virtuelles grünes Kraftwerk konnte dank dieser Entwicklung sowie der vergrößerten Kundenbasis mit einer Stromproduktion von 16,7 TWh den Vorjahreswert um abermals gut 20 % schlagen.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges waren auch für das Geschäftsjahr 2023 prägend, denn die Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg der QUADRA energy wurden zu weiten Teilen bereits an den Terminmärkten des Jahres 2022 gelegt, das mit Notierungen für das Strom-Baseprodukt Cal23 von bis zu 985 EUR/MWh neue Höchststände markierte. Analog zum Vorjahr ist es uns in bedeutsamem Umfang gelungen, Erneuerbare-Energie-Strom auch für Anlagen mit einem Förderanspruch an den Terminmärkten zu veräußern. Anlagenbetreibern konnten somit preisliche Absicherungen signifikant oberhalb der eigentlichen EEG-Vergütung für das Lieferjahr 2023 ermöglicht werden.

Insgesamt konnte QUADRA energy für das Geschäftsjahr 2023 über alle Produkte und Anlagen rund 1,3 TWh (2 TWh in 2022) Grünstrom und somit ca. 8 % (15 % in 2022) der Grünstromproduktion des grünen Kraftwerks über Green PPA für die Kunden an den Terminmärkten preislich absichern. Trotz dieses wichtigen Schrittes für die Energiewende - die Erneuerbaren konnten hier durch den Wechsel an die Terminmärkte zusätzliche Liquidität und einen wichtigen Beitrag zur System- und Preisstabilität des gesamten unter Druck stehenden deutschen Energiemarktes leisten - wurden diese Aktivitäten durch das Strompreisbremsegesetz im vertrieblich wichtigen vierten Quartal 2022 faktisch komplett durch die Bundesregierung unterbunden. Dies schränkte den Geschäftsbereich maßgeblich ein. Sämtliche Beschränkungen sind nunmehr jedoch ausgelaufen.

Neben den für den Endverbraucher positiven Effekten der nachgebenden Strompreise auf den Terminmärkten im Jahr 2023 blieben die Kostenentwicklungen des weiterhin vergleichsweise hohen Strompreisniveaus auf den Kurzfristhandel bestehen. Untertägig zu handelnde Abweichungen von den Wetterprognosen blieben aufgrund gestiegener Kosten für Intraday und Ausgleichsenergie gegenüber dem Vorkrisenniveau hoch. Das eingeführte dynamische Preismodell in Abhängigkeit vom Strompreisniveau, die sogenannte Preisgleitklausel (kurz "PGK"), trug dem Rechnung, indem sich preisinduziert steigende Handelskosten in steigenden Vermarktungsentgelten niederschlagen. Festzuhalten bleibt jedoch, dass sowohl die Kostensteigerungen als auch die Einnahmen aus der PGK im Verlauf des Jahres aufgrund fallender Spotpreise deutlich an Einfluss verloren haben. Dieser Gleichklang dokumentiert die Richtigkeit des Preismodells als Ausdruck der partnerschaftlichen Lastenteilung zwischen Betreiber und QUADRA energy.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nach dem deutlichen Umsatzanstieg des Jahres 2022, in dem QUADRA energy einen Umsatz von ca. 2,8 Mrd. EUR verzeichnen konnte, sank dieser im Geschäftsjahre 2023 erwartungsgemäß deutlich auf nunmehr 1,7 Mrd. EUR. Im Einklang mit den rückläufigen Umsätzen geht auch die Bilanzsumme um ca. 17 % auf 335 Mio. EUR zurück. Der Treiber dieser Entwicklungen ist ausschließlich in den niedrigeren Spotnotierungen des Strommarktes zu suchen. Auf der Mengenseite konnte ein erneuter Absatzrekord verzeichnet werden, der die rückläufigen Tendenzen zumindest dämpfen konnte.

Während das neue dynamische Gebührenmodell ("PGK") preisbedingt auf der Ertragsseite an Bedeutung verlor, gewannen die Preisabsicherungen für die Anlagenbetreiber in Form der Green-PPA weiter an Bedeutung. Mit diesem Instrument konnte die ertragreiche Hochpreisphase des Jahres 2022 in gewissem Umfang in das Lieferjahr 2023 hineingetragen werden.

Mit 142,8 Mio. EUR kann QUADRA energy trotz zurückgehender Umsätze einen Jahresüberschuss vor Steuern realisieren, der das Vorjahresergebnis noch einmal leicht übertrifft. Das geänderte Zinsumfeld in Verbindung mit den vorteilhaften Zahlungszielen des Geschäftsmodells Direktvermarktung sowie einer außerordentlichen Liquiditätsausstattung führten erstmals zu einem positiven Finanzergebnis von ca. 1,5 Mio. EUR.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurden Gewinnausschüttungen im Umfang von 157,4 Mio. EUR an die Gesellschafterin vorgenommen. Dies auch vor dem Hintergrund der Transaktion mit TotalEnergies. Die weiterhin starke Ertragslage in Verbindung mit einer rückläufigen Bilanzsumme lässt die Eigenkapitalquote aufgrund dieser Kapitalmaßnahmen lediglich auf ca. 15 % sinken. QUADRA energy verfügte zum 31. Dezember 2023 mit 50 Mio. EUR Eigenkapital somit weiterhin über eine sehr solide Kapitalausstattung, die das Niveau vor 2022 signifikant überstieg und den preisbedingt sinkenden Geschäftsrisiken entsprach.

Die Verbindlichkeiten repräsentieren in erster Linie Verpflichtungen gegenüber den Anlagenbetreibern aus Spot- und Termin-Lieferungen des Monats Dezember. Der Hintergrund des signifikanten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr ist ebenfalls in der Preisentwicklung zu suchen. Auf der Forderungsseite ergeben sich hingegen geringere Veränderungen im Jahresvergleich, da hierin in erheblichem Umfang Lieferungen des Monats Dezember aus Absatzgeschäften mit Abnehmern aus PPA-Absicherungen enthalten sind. Diese wurden noch auf erheblich höherem Preisniveau getätigt.

Sicherheiten gegenüber Handelspartnern zur Absicherung von Terminmarktaktivitäten konnten auch aufgrund der gestärkten Eigenkapitalbasis und gesunden Bilanzstruktur in signifikantem Maße reduziert werden.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 konnte QUADRA energy mit Partnern aus dem Banken- und Versicherungsbereich das vorhandene Avalvolumen auf jetzt mehr als 80 Mio. EUR erweitern. Neben der Absatzseite gilt es auch vereinzelt die Beschaffungsseite abzusichern. Hier stellt die Aloys Wobben Stiftung Bürgschaften an die Erzeuger erneuerbarer Energien im Umfang von ca. 50 Mio. EUR. Diese werden im Zuge des Eigentümerwechsels demnächst sukzessive durch Alternativen substituiert.

Ergänzend wird auf die erläuternden Angaben des Anhangs verwiesen. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stellt sich im Mehrjahresüberblick anhand der bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie folgt dar:

2023 2022 2021 2020
Einspeisevolumen [GWh] 16.690 13.850 11.490 13.670
Umsatzerlöse [TEUR] 1.721.721 2.832.940 1.040.395 404.111
Jahresüberschuss vor Steuern [TEUR] 142.868 141.253 2.527 5.222
Eigenkapitalquote [%] 15,0 14,7 4,7 10,5

Risikobericht

Als Unternehmen, das sich zu 100% auf grüne Energieversorgung konzentriert, setzt QUADRA energy den verantwortungsvollen Umgang mit Grünstrom und die nahtlose Integration erneuerbarer Energien in den deutschen Energiemarkt an oberste Stelle. Als grüner Versorger bringt das Unternehmen Erzeuger und Abnehmer von grünem Strom zusammen, ohne selbst spekulative Positionen auf dem Energiemarkt einzunehmen. Diese Philosophie ist ein zentraler Bestandteil unserer Risikostrategie: QUADRA energy geht bewusst keine spekulativen Positionen ein.

Um den üblichen Vermarktungsrisiken effektiv zu begegnen, hat QUADRA energy ein umfassendes Steuerungs- und Kontrollsystem implementiert. Dies umfasst eine fortlaufende Überwachung relevanter Leistungsindikatoren (KPIs), kontinuierliche Analysen und Überprüfungen wichtiger Risikokennzahlen, die Anwendung eines Vier-Augen-Prinzips für alle kritischen Geschäftsprozesse sowie die Integration von Kontrollmechanismen. Der Risk-Officer überwacht alle geschäftsbezogenen Prozesse und Vorgänge mit potenziellen Risiken und greift bei Bedarf ein, um diese zu korrigieren oder zu überarbeiten.

Cyberrisiken

Mit seinem "virtuellen grünen Kraftwerk" betreibt QUADRA energy kritische Prozesse und Dienstleistungen, die als "Kritische Infrastruktur" eingeordnet werden. Dies verpflichtet das Unternehmen zur Einhaltung strenger Vorschriften, darunter das Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSIG) sowie die Kritische Infrastrukturen Verordnung (KritisV). Als Antwort darauf betreibt QUADRA energy ein umfangreiches Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) welches sich nach den gängigen Sicherheitsstandards der ISO-Normen sowie den Energiesektor-spezifischen Anforderungen richtet. Dieses Managementsystem sowie die daraus resultierenden und umzusetzenden Sicherheitsmaßnahmen werden in regelmäßigen, unabhängigen Audits überprüft und sichergestellt. Für maximale Betriebssicherheit, insbesondere für zentrale Systeme wie das "virtuelle grüne Kraftwerk", setzt das Unternehmen auf fortschrittliche Notfallsysteme, um eine redundante Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Geschäftsrisiken durch Wetter

Das Wetter stellt ein inhärentes Risiko für das Geschäftsmodell dar, da die Qualität von Prognosen den Erfolg von Vermarktungsstrategien erheblich beeinflusst. Um sich von der Mehrheit der Direktvermarkter in Deutschland abzuheben, die sich auf denselben Anbieter für Leistungsprognosen verlassen, entwickelt QUADRA energy eigene, mithilfe fortschrittlicher Technologien wie KI und maschinellem Lernen erstellte Leistungsprognosen, insbesondere für Windenergieanlagen als dominierende Erzeugungsart in unserem Portfolio. Diese Eigenentwicklung gilt als wesentlicher Wettbewerbsvorteil, der die Handelskosten positiv beeinflusst.

Die Handelskosten werden neben den Mengen- auch durch Preiseffekte bestimmt. Dem wurde mit der Preisgleitklausel in den Vermarktungsverträgen Rechnung getragen. Die Analyse der Chancen und Risiken auch im Hinblick auf das neue Preismodell zeigt, dass Handelskosten selbst in einem Worst-Case-Szenario durch die PGK sowie den Einsatz der eigenen Leistungsprognosen kompensiert werden.

Terminmarkthandel

Um die Risiken bei der Vermarktung von schwankendem erneuerbarem Strom an den Terminmärkten zu managen, hat QUADRA energy ein Risikomanagement-Framework etabliert, das auf den Erfahrungen mit Wind und Wetter an den Spotmärkten aufbaut.

Gegenüber der reinen Kurzfristvermarktung an den Day-Ahead- und Intra-Day-Märkten müssen beim Handel an den Terminmärkten zwei weitere Risikofaktoren bewertet und gemanagt werden: Der Windwertfaktor (wann der Wind weht) und das Windaufkommen (wie viel Wind weht).

• Die langfristige Strukturabweichung des Windprofils von Standardhandelsprodukten, also die Wertigkeit des speziellen Windprofils im Verhältnis zum Base-Preis.

• Das Volumenrisiko, also das absolute Windaufkommen eines Jahres.

Ein Windprofil wird im Mittel immer weniger wertig sein als eine Bandlieferung (Base), weil überdurchschnittlich viel Wind überdurchschnittlich günstig auf die Strompreise wirkt, während überdurchschnittlich wenig Wind eben überdurchschnittlich verteuernd auf die Strompreise wirkt (Kannibalisierung). Statistische Modelle ermitteln kontinuierlich aus historischen Daten und Prognosen eine Schätzung der aktuellen zukünftigen Windwertfaktoren. Diese dienen zur Bewertung der Strukturrisiken und werden daher im Hedging entsprechend berücksichtigt. Als Ergebnis dessen wird ein mengenmäßig angepasster Anteil vom Windvolumen am Terminmarkt mit Standardprodukten abgesichert (wertneutral).

Hinsichtlich der Volumenrisiken wird langfristig die Menge anhand des Referenzertrags in Kombination mit den realisierten Erträgen der vergangenen Jahre geplant. Die Gesamtproduktionsmenge wird jedoch zwingend davon abweichen aufgrund der wetterbedingten, jährlichen Schwankungen. Mit Hilfe historischer Windjahre lässt sich herleiten, welchen Anteil des Referenzertrags ein Windpark mit höchster Sicherheit produzieren wird. Um das langfristige Abweichungsrisiko zu vermeiden, wird nur diese sichere Windmenge preislich sowohl beim Betreiber als auch am Terminmarkt fixiert (Die Erläuterungen und Angaben zu den in diesem Zusammenhang gebildeten Bewertungseinheiten befinden sich im Anhang.). Die darüber hinaus produzierten Mengen werden ohne Preisfixierung am Spotmarkt abgesetzt. Das Volumenrisiko ist für QUADRA damit faktisch eliminiert.

Adressausfallrisiken

Für das Management von Adressausfallrisiken werden handelstäglich Bewertungen der Lieferkontrakte auf Basis sogenannter Wiedereindeckungswerte zu aktuellen Marktpreisen (Mark-to-Market-Bewertung) vorgenommen. Allfällige Netting-Vereinbarungen mit Counterparts finden hierbei Berücksichtigung. Zu den Handelspartnern von QUADRA energy gehören ausnahmslos Energieunternehmen mit sehr hoher Bonität und teilweise mit Systemrelevanz.3 Alle Kontrahenten erhalten ein individuelles Kreditlimit, das zu Beginn der Handelspartnerschaft vereinbart und periodisch überprüft wird. Hierzu werden Informationen der wirtschaftlichen Verhältnisse von externen Quellen herangezogen. Derivative Finanzinstrumente wie Futures werden zum Hedgen von Positionen nicht eingesetzt. Die Gesellschaft ist nicht Mitglied an der Stromterminbörse EEX.

Liquiditätsrisiken

Die fortlaufende Liquidität wird neben der Berücksichtigung von Cashflow-at-Risk-Szenarien im Kurzfristhandel auch durch eine umfassende Planung der mittel- und langfristigen Zahlungsströme sichergestellt.

Etwaige Sicherheitsleistungen, die QUADRA energy einigen Handelspartnern hinterlegen muss, werden auf Grundlage einer pauschalen und somit konstanten Basis vereinbart. Das Absicherungskonzept des Marginings, wie es an Terminbörsen praktiziert wird, kommt für QUADRA energy nicht in Betracht. Diese konservative Absicherungsmethode mit berechenbaren finanziellen Volumina sichert die Liquidität gerade in Krisenzeiten mit volatilen Märkten.

Regulatorische Risiken

Regulatorisch verursacht der sogenannte Redispatch 2.0 für erneuerbare Energien weiter erhebliche Unsicherheiten. Knapp zwei Jahre nach dessen Einführung wurde der Zielprozess, nämlich der bilanzielle Ausgleich für die Eingriffe der Netzbetreiber in den Anlagenbetrieb, der zuvor durch wenige Verteilnetzbetreiber testweise umgesetzt wurde, am 1. August 2023 wieder vollständig ausgesetzt. Dies führte wieder zu einer Vereinheitlichung der Prozesse. Aber auch die vom Branchenverband BDEW erarbeitete vereinfachte Übergangslösung wird von den Netzbetreibern nur unzureichend und zum Teil fehlerhaft umgesetzt, was die Koordinierungs- und Klärungsaufgaben für QUADRA energy als Bilanzkreisverantwortlichen und Mittler zwischen Anlagen- und Netzbetreiber massiv erhöht. Aufgrund der hohen Fehlerrate und fehlenden Standardisierung der Klärprozesse werden in der Konsequenz finanzielle Forderungen der Betreiber aber auch von QUADRA energy aktuell nur unzureichend von den Verteilnetzbetreibern bedient. QUADRA energy begegnet diesem zusätzlichen Aufwand durch eine höchstmögliche Automatisierung und Standardisierung in unserem Verantwortungsbereich und arbeitet ständig an der Verbesserung der partnerschaftlichen Sichtweise mit den relevanten Verteilnetzbetreibern.

Ein weiteres regulatorisches Risiko stellt die anstehende europäische Strommarktreform dar, mit dem Ziel einer größeren Unabhängigkeit von russischen Rohstoffimporten. Mit der Reform will die EU eine Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien durch verbesserte Planbarkeit der Erlöse erreichen. Zwar ist dies ein begrüßenswertes Kernelement, aber das gewählte Mittel der staatlichen Differenzverträge (CfDs) schränkt potenziell die Möglichkeiten von PPAs für kommende Neubauprojekte ein. Dennoch hält die Reform am grundsätzlichen Strommarktdesign mit Merit-Order-Prinzip fest und schränkt weitere Erlösabschöpfungen ein, was QUADRA energy ausdrücklich begrüßt.

Neben den ausgeführten Risiken ist das Unternehmen von den branchenspezifischen Risiken eines jeden Energieversorgers und ebenso allgemeinen Unternehmensrisiken im üblichen Rahmen betroffen.

Alle beschriebenen Risiken sind durch organisatorische und technische Vorgaben "State-of-the-Art" gemanagt. Einzelrisiken sind in ihrer Höhe nicht bestandsgefährdend. Zudem tragen die sinkenden Strompreise zu einer erheblichen Minderung sämtlicher Risiken des Unternehmens bei. Die stabile Basis von Eigenkapital und Liquidität sorgt zudem für eine ausreichende Deckung allfälliger Risiken.

Chancenbericht

QUADRA energy operiert in einem enormen Wachstumsmarkt, der aufgrund der guten Positionierung erhebliche Chancen für das Unternehmen bereithält. Die konventionelle Stromerzeugung wird auf längere Sicht an Bedeutung verlieren und die der erneuerbaren Energiequellen weiter deutlich zunehmen.

Die aktuellen Ausbaupläne für erneuerbare Energien in Deutschland zielen darauf ab, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 % zu erhöhen. Besonders fokussiert wird auf den Ausbau von Solar- und Windenergie. Diese Ambitionen sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 verankert, das als die größte energiepolitische Gesetzesnovelle der letzten Jahrzehnte gilt. Das EEG 2023 legt den Grundstein für eine klimaneutrale Zukunft Deutschlands und sieht eine deutliche Beschleunigung des Ausbaus der erneuerbaren Energien vor. Es beinhaltet unter anderem gesetzliche Vorränge für erneuerbare Energien und höhere Vergütungen für Solaranlagen sowie bessere finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Kommunen bei Windenergieprojekten.

Konkret hat die Bundesregierung festgelegt, dass bis 2030 die installierte Leistung an Windenergieanlagen (onshore und offshore) auf 145 GW mehr als verdoppelt werden und die installierte Leistung an Solaranlagen 215 GW erreichen soll. Bis 2045 sollen diese Zahlen für Windenergie 230 GW und für Solarenergie 400 GW betragen. Trotz einiger Herausforderungen im Bereich der Windkraft, wo die Ausbauziele bisher nicht immer erreicht wurden, zeigt die Übererfüllung der Ziele im Bereich der Solarenergie im zurückliegenden Jahr 2023 das Engagement und den Fortschritt Deutschlands in Richtung einer erneuerbaren Zukunft.

Die Ausbaupfade legen zwei strategische Stoßrichtungen nahe, denen sich QUADRA energy zuwenden wird:

Zum einen werden Flexibilitäten in einem von erneuerbaren Energien dominierten Strommarkt eine immer bedeutendere Rolle spielen, um die Grundlastfähigkeit der Erneuerbaren zu gewährleisten. QUADRA energy wird daher kurzfristig erneut mit seinem erneuerbaren Portfolio in den Markt der Regelenergie eintreten und substanzielle Kapazitäten bei den Übertragungsnetzbetreibern präqualifizieren. Zudem wird die marktbasierte Optimierung von Batteriegroßspeichern zu einem neuen Geschäftsfeld, für das technologische Grundlagen gelegt wurden, um im laufenden Geschäftsjahr erste Batterien in die Bewirtschaftung aufzunehmen.

Zum anderen möchte QUADRA energy vom massiven Solarzubau stärker profitieren und das aktuell winddominierte Portfolio um weitere Solaranlagen erweitern. Ein Fokus dieser Strategie wird auch auf kleinen Solaranlagen mit installierten Leistungen zwischen 100 und 750 kW liegen. Dieses Kundensegment soll durch eine neu geschaffene Plattform auf digitalem Wege angesprochen werden. Von diesen konsequenten Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung der Kundeninteraktion sollen zukünftig auch bestehende Kunden und Produkte profitieren, um die weitere Skalierung des Kerngeschäfts Direktvermarktung zu gewährleisten.

Prognosebericht

Die Preisniveaus und die damit verbundene Ertragslage der vergangenen beiden Geschäftsjahre 2022 und auch 2023 war in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich. Wir erwarten, dass das operative Geschäft im Jahr 2024 zwar weiterhin durch erhöhte Energiepreise aber auch durch höhere Inflations- und Zinsraten im Vergleich zu der Zeit vor dem Krisenbeginn geprägt sein wird. Dennoch wird sich der Trend einer Normalisierung fortsetzen. Die Preispeaks der Vergangenheit rücken zusehends in weite Ferne. Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne Einfluss auf das Geschäft der QUADRA energy:

Im Geschäftsbereich der Strompreisfixierungen ist es erneut gelungen, ein Volumen von ca. 1,4 TWh Windproduktion von Betreibern Erneuerbarer-Energie-Anlagen zu kontrahieren. Hier werden im laufenden Lieferjahr erneut signifikante Ergebnisbeiträge erwartet, die analog zu den vergangenen beiden Geschäftsjahren auch bereits durch Absicherungsgeschäfte als weitgehend gesichert angesehen werden können. Regulatorische Unsicherheiten, wie im vergangenen Jahr durch das Strompreisbremsengesetz, werden im aktuellen Marktumfeld nicht erwartet.

Preisfixierungen in Form von Green-PPAs über das laufende Geschäftsjahr hinaus dürften sich jedoch auf aktuellen Terminmarktpreisen als deutlich ambitionierter herausstellen. Für unter dem EEG förderfähige Erneuerbare-Energie-Anlagen dürften Zusatzeinnahmen vorerst nicht realisierbar sein. Somit fokussiert sich dieses Geschäftsfeld in der aktuellen Akquisephase wieder auf den Bereich der sogenannten Post-EEG Anlagen, die nach 20 Betriebsjahren ihren Förderanspruch eingebüßt haben. Hier sieht sich QUADRA energy als marktführendes Unternehmen mit seinen langjährigen Vertriebskontakten hervorragend positioniert. Die durch den anstehenden Gesellschafterwechsel entstehenden neuen Möglichkeiten hinsichtlich Marktzugang, vornehmlich auf der Absatzseite, und Kapitalstärke dürften diese Aktivitäten zukünftig weiter fördern. Auch Abschlüsse über den bislang bewirtschafteten Kurzfristbereich hinaus werden perspektivisch besser besetzt werden können.

Für die Aktivitäten an den Kurzfristmärkten stellen sich die abkühlenden Energiemärkte als ambivalent dar. Auf der einen Seite entgehen dem Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr 2024 mögliche Zusatzeinnahmen aus der PGK. Auf der anderen Seite stehen massiv sinkende Kosten aus der Vermarktung fluktuierender Erzeugung an den Intraday-Märkten sowie deutlich verminderte Risiken. Das Unternehmen erwartet sowohl bei den Vermarktungskosten als auch auf der Ertragsseite positive Kennzahlen, die sich, nicht zuletzt durch den Einsatz von Flexibilitäten aufgrund erwartbar volatilerer Spotmärkte, über Vorkrisenniveau einstellen dürften. Abhängig bleibt dies aber vor allem vom absoluten Preisniveau der Spotmärkte und der Preisvolatilität im Jahr 2024.

Das aktuelle Portfolio konnte erneut ausgebaut werden und dürfte der Ertragslage weitere Impulse geben. Abhängig bleibt die Mengenentwicklung von den Wettereinflüssen, maßgeblich für das Portfolio der QUADRA energy bleibt hierbei weiterhin das Windaufkommen. Für 2024 ist trotz einer mutmaßlich weiter steigenden Erzeugungsmenge dennoch mit einem preisbedingt weiter rückläufigen Umsatz zu rechnen. Das Vorsteuerergebnis für das laufende Geschäftsjahr 2024 wird dennoch nicht zuletzt durch frühzeitig geschlossene Green PPAs im mittleren zweistelligen Millionenbereich und somit deutlich höher als vor der Energiekrise erwartet.

QUADRA energy ist in einem Markt tätig, der vor allem mittel- bis langfristig klare Wachstumschancen bietet. Damit will das Unternehmen seine geplante Expansion vorantreiben, die auf den durchgeführten Maßnahmen und der Entwicklung innovativer Produkte basiert.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Düsseldorf, den 20.03.2024

gez. Antonios Gazeas

gez. Dr. Thomas Krings

gez. Marcus Zander

1 ungeprüft

2 ungeprüft

3 ungeprüft

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 218.816,30 172.374,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.866,30 38.748,30
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.866,30 38.748,30
II. Sachanlagen 164.950,00 108.626,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.950,00 108.626,00
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 334.147.632,23 401.310.619,82
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 185.561.521,72 200.227.174,76
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 116.377.708,47 107.228.402,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.462.742,19 1.221.533,31
3. sonstige Vermögensgegenstände 64.721.071,06 91.777.239,27
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 148.586.110,51 201.083.445,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 168.056,64 202.001,38
Aktiva 334.534.505,17 401.684.995,50

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 50.022.115,09 108.974.106,07
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 0,00 8.500.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 0,00 8.500.000,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag 2.028.258,74
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 96.945.847,33
V. Bilanzgewinn 48.522.115,09
B. Rückstellungen 118.762.253,37 66.938.741,79
1. Steuerrückstellungen 85.840.793,37 42.991.541,79
2. sonstige Rückstellungen 32.921.460,00 23.947.200,00
C. Verbindlichkeiten 165.750.136,71 225.771.956,84
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 161.451.748,77 223.971.133,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.100.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.198.387,94 1.800.823,78
davon aus Steuern 1.007.686,97 1.520.804,72
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 18.124,47 4.585,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 190,80
Passiva 334.534.505,17 401.684.995,50

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 1.721.771.214,39 2.832.940.478,78
2. sonstige betriebliche Erträge 1.358.042,69 2.258.090,76
3. Materialaufwand 1.562.195.202,64 2.675.440.186,50
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.560.352.446,47 2.673.560.599,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.842.756,17 1.879.587,18
4. Personalaufwand 16.059.241,91 15.793.322,54
a) Löhne und Gehälter 15.435.231,23 15.222.365,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 624.010,68 570.957,33
davon für Altersversorgung 37.757,18 157.334,92
5. Abschreibungen 100.376,23 91.187,54
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 100.376,23 91.187,54
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.424.312,09 2.582.285,20
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.382.038,34 124.075,05
davon Erträge aus Abzinsung 73.000,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 864.023,61 162.328,77
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 73.000,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 44.420.129,92 44.307.486,71
10. Ergebnis nach Steuern 98.448.009,02 96.945.847,33
11. Jahresüberschuss 98.448.009,02 96.945.847,33
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.028.258,74
13. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 8.500.000,00
a) aus anderen Gewinnrücklagen 8.500.000,00
14. Ausschüttung 60.454.152,67
15. Bilanzgewinn 48.522.115,09

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Quadra Energy GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Düsseldorf, HRB 69284

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Nutzungsdauer Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 bis 5 Jahre
Nutzungsdauer Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten errechnete Nachzahlungen für noch nicht veranlagte Steuern.

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, wobei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr laufzeitentsprechend abgezinst wurden.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Bewertungseinheiten

Für schwebende Stromhandelsgeschäfte mit nachweisbaren Sicherungsbeziehungen zwischen Grund- und Absicherungsgeschäften werden Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet, sofern diese die Voraussetzung hierfür erfüllen. Die Bildung der Bewertungseinheiten erfolgt auf Portfolio-Ebene. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird mittels der Critical Terms Match-Methode festgestellt. Im Rahmen der Bilanzierung wird für die wirksamen Teile der Bewertungseinheiten die Einfrierungsmethode verwendet, bei der die sich ausgleichenden gegenläufigen Wertänderungen in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt bleiben.

Absatzseitig wurden als Grundgeschäfte schwebende Geschäfte aus Strombelieferung für die Jahre 2024 bis 2026 in Höhe von € 15,2 Mio. in Bewertungseinheiten einbezogen. Diese Geschäfte wiesen zum 31.12.2023 unrealisierte Gewinne aus, welche die gegenläufige Wertentwicklung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte überkompensierten, so dass diesbezüglich keine bilanziellen Risiken bestanden. Gegenläufige Wertentwicklungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den Jahren 2024 bis 2026 ausgleichen.

Beschaffungseitig wurden im Rahmen des Strombezugs von Windenergieanlagen zur Preisabsicherung zum einen feste Lieferverträge mit Stromversorgern abgeschlossen. Als Grundgeschäfte wurden schwebende Geschäfte aus dem Stromeinkauf für das Jahr 2024 in Höhe von € 9,0 Mio. in eine Bewertungseinheit einbezogen. Die Lieferverträge mit den Stromversorgern wurden mit einer festen Marge abgeschlossen, so dass unabhängig von der Strompreisentwicklung keine Risiken aus den Geschäften bestehen. Die gegenläufigen Wertentwicklungen werden sich im Jahr 2024 ausgleichen.

Zum anderen erfolgten in diesem Bereich Absicherungen über annähernd wertgleiche Terminkontrakte. Als Grundgeschäfte wurden schwebende Geschäfte aus dem Stromeinkauf für die Jahre 2024 bis 2026 in Höhe von € 143,5 Mio. in Bewertungseinheiten einbezogen. Durch die Bewertungseinheiten wurden Risiken mit einem Gesamtbetrag von rd. € 43,6 Mio. abgesichert. Die zur Absicherung der Preiskomponente des Stromeinkaufs abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte wiesen zum 31.12.2023 unrealisierte Gewinne aus, die den Betrag der genannten Risiken überkompensierten, so dass diesbezüglich keine bilanziellen Risiken bestanden. Gegenläufige Wertentwicklungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtloch in den Jahren 2024 bis 2026 ausgleichen.

Offene Risikopositionen können aus Handelsgeschäften resultieren, die von den wirksamen Teilen der Bewertungseinheiten nicht abgebildet werden. Hierbei handelt es sich lediglich um kleinere Residualmengen. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten, die abhängig von der Entwicklung der zugrundeliegenden Marktfaktoren sind. Die Bewertung wurde unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten nach marktüblichen Methoden vorgenommen. Dabei werden Ein- und Verkaufsverträge auf Tagesbasis mit einer auf den zum letzten Handelstag des Jahres vorliegenden Marktdaten erzeugten Hourly-Price-Forward-Curve (HPFC) bewertet. Ergeben sich negative Salden aus den offenen Risikopositionen, werden diese Verlustspitzen unter Beachtung des Imparitätsprinzips aufwandswirksam zurückgestellt. Positive Salden bleiben bilanziell unberücksichtigt. Die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste war zum 31.12.2023 nicht erforderlich.

III. Angaben zur Bilanz

1. Angaben zum Anlagevermögen

Zur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

2. Angaben zu Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 99 (Vj.: T€ 99).

3. Angaben zu Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Dieser Posten enthält Guthaben in Höhe von € 7,5 Mio., die zur Hinterlegung von Sicherheiten dienen und somit zum Bilanzstichtag nicht liquide zur Verfügung stehen.

4. Angaben zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Betreibergutschriften (T€ 19.248 - im Wesentlichen in Zusammenhang mit Redispatch 2.0) sowie Beträge für Personalverpflichtungen (T€ 12.871).

5. Angaben zu Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografischen Gesichtspunkten und Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2023
T€
2022
T€
Inland
Lieferung Strom und Herkunftsnachweise 595.116 1.032.582
Sonstige Leistungen 39.108 83.384
Summe Inland 634.224 1.115.966
EU-Ausland
Lieferung Strom und Herkunftsnachweise 136.392 178.902
Sonstige Leistungen 1 42
Summe EU-Ausland 136.393 178.944
Drittland
Lieferung Strom und Herkunftsnachweise 951.154 1.538.030
Summe Drittland 951.154 1.538.030
Gesamtumsatz 1.721.771 2.832.940

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die periodenfremden Erträge in Höhe von T€ 1.090 resultieren im Wesentlichen aus in Rechnung gestellten Herkunftsnachweisen für das Jahr 2022 sowie Korrekturabrechnungen gegenüber Kunden.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von T€ 350 resultieren im Wesentlichen aus Kosten für Ausgleichsenergie.

V. Sonstige Pflichtangaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren - neben der Geschäftsführung - im Durchschnitt 35 Mitarbeiter (im Vj.: 27 Mitarbeiter) beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung oblag:

- Antonios Gazeas, Kaufmann, Köln,

- Dr. Thomas Krings, Kaufmann, Düsseldorf,

- Marcus Zander, Kaufmann, Düsseldorf.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Nennung der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

3. Beirat

Beiratsmitglieder waren:

- Heiko Janssen, Rechtsanwalt und Notar,

- Dr. Warner Popkes, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater - Beiratsvorsitzender,

- Hans-Dieter Kettwig, Berater.

4. Anteilsbesitz von mindestens 20%

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Ergebnis
T€
Eigenkapital
T€
ENERCON Erneuerbare Energien GmbH, Düsseldorf 100% 12 185

5. Konzernzugehörigkeit

Die Quadra Energy GmbH nimmt die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts in Anspruch.

Die Quadra Energy GmbH wird in den Konzernabschluss der AWS Energie GmbH, Aurich, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht werden.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird aufgrund der Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der AWS Energie GmbH, Aurich, verzichtet.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Düsseldorf, den 20.03.2024

gez. Antonios Gazeas

gez. Dr. Thomas Krings

gez. Marcus Zander

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 382.658,88 9.630,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 382.658,88 9.630,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.839,91 137.188,23 0,00
Summe Sachanlagen 333.839,91 137.188,23 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 741.498,79 146.818,23 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 392.288,88
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 392.288,88
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 471.028,14
Summe Sachanlagen 0,00 471.028,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 888.317,02
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 343.910,58 19.512,00 0,00 0,00 363.422,58
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 343.910,58 19.512,00 0,00 0,00 363.422,58
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 225.213,91 80.864,23 0,00 0,00 306.078,14
Summe Sachanlagen 225.213,91 80.864,23 0,00 0,00 306.078,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 569.124,49 100.376,23 0,00 0,00 669.500,72
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 28.866,30 38.748,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 28.866,30 38.748,30
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 164.950,00 108.626,00
Summe Sachanlagen 0,00 164.950,00 108.626,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 218.816,30 172.374,30

sonstige Berichtsbestandteile

BESCHLUSS DES BEIRATS DER QUADRA ENERGY GMBH

Präambel

Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt 60.454.152,67 EUR an die Gesellschafterin ausgeschüttet worden. Hiervon entfallen 51.954.152,67 EUR als Vorabgewinn auf den Jahresüberschuss 2023 und 8.500.000,00 EUR als Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen.

Der Beirat der Quadra Energy GmbH (die Gesellschaft) fasst hiermit unter Verzicht auf alle gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften für die Einberufung und Abhaltung einer Beiratssitzung die folgenden Beschlüsse.

1. Der Jahresabschluss der Gesellschaft vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wird hiermit festgestellt.

2. Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

Leer, 19. April 2024

gez. Heiko Janssen, Beirat der Quadra Energy GmbH

gez. Dr. Warner Popkes, Beirat der Quadra Energy GmbH

gez. Hans-Dieter Kettwig, Beirat der Quadra Energy GmbH

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die QUADRA Energy GmbH, Düsseldorf

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der QUADRA Energy GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der QUADRA Energy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Beirat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die im Lagebericht enthaltenen, lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. Diese umfassen die im Abschnitt Geschäftsmodell genannten Angaben zu der Überlegenheit der internen Windleistungsprognosen gegenüber den Prognosen marktführender Anbieter, die im Abschnitt Geschäftsverlauf genannten Anhaben zu branchenuntypischen Abwanderungsgraden aufgrund von kundenzentrierten Produkten und Services und einer starken Kundenloyalität sowie die im Abschnitt Adressausfallrisiken genannten Angaben zur teilweisen Systemrelevanz und sehr hohen Bonität der Handelspartner von QUADRA Energy.

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leer, 15. April 2024

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