Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 16284
Eingetragen
17.12.2018
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikEinzelhandel mit TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Handel mit Computer und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Adrian Dita
seit 17.12.2018
Geschäftsführer
Murat Arpaci
seit 17.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
30.00%
18.20%
11.20%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BAB Distribution GmbH
Germany
17.500 €
70.00%
Adrian Dita
85622 Feldkirchen, Emeranstr. 17 a
7.500 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Terra Solutions GmbH

Hüllhorst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
Sachanlagen 66.379,13 52.694,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.780.953,37 7.571.687,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.751.652,54 4.215.236,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.113.788,38 658.449,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.069,50 462,00
12.716.842,92 12.498.530,62

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.460.678,73 1.145.540,67
III. Jahresüberschuss 481.115,61 315.138,06
1.966.794,34 1.485.678,73
B. Rückstellungen 366.900,00 306.000,00
C. Verbindlichkeiten 10.383.148,58 10.706.851,89
12.716.842,92 12.498.530,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 2.932.771,81 2.313.967,30
- davon aus der Währungsumrechnung: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 884.140,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für für Altersversorgung und für Unterstützung 172.612,60 -1.056.752,96 -821.862,29
- davon für Altersversorgung: 4.320,00 € (Vorjahr: 4.320,00 €)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -18.316,21 -21.409,73
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -990.141,55 -840.931,85
- davon aus der Währungsumrechnung: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.960,00 5.553,60
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -197.839,68 -195.459,33
- davon an verbundene Unternehmen: 195.309,68 € (Vorjahr: 195.459,33 €)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -196.951,80 -124.105,64
- davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
8. Ergebnis nach Steuern 481.729,61 315.752,06
9. sonstige Steuern -614,00 -614,00
10. Jahresüberschuss 481.115,61 315.138,06

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma der Gesellschaft lautet Terra Solutions GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Hüllhorst. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter B 16284 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2023 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 - 256 a, 264 - 288 HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs wurden durch Anwendung der § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken.

Bewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde § 6 Abs. 2 a EStG angewendet.

Die Waren werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt sowie unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Soweit erforderlich, werden in ausreichendem Umfang Wertberichtigungen vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Passivierungspflichtige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.809,59 32.612,26 -2.540,00 142.881,85
Abschreibungen kumuliert
Vortrag 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2023
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.115,03 18.316,21 -1.928,52 76.502,72
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.379,13 52.694,56

Mitzugehörigkeits- und Restlaufzeitvermerke

31.12.2023
31.12.2022
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
- davon gegen Gesellschafter 0,00 0,00
sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
- davon gegen Gesellschafter 241.708,20 289.020,92
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.276.937,08 2.982.896,75
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.733.853,83 7.300.298,27
- davon gegenüber Gesellschaftern 36.151,45 301.305,46
sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern 344.911,92 135.475,74
- davon im Rahmen der sozial Sicherheit 0,00 6.028,38
- davon gegenüber Gesellschaftern 0,00 266.543,75
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 372.357,67 423.656,87

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.

V. Gesonderte Angaben gem. § 327 Abs. 1 Nr. 1 HGB

31.12.2023
31.12.2022
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
- Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.077,33 54.123,46
Verbindlichkeiten
- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.733.853,83 7.300.298,27

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

T€
Inland 33.063
EU 3.638
Drittland 1.117
37.818

VII. Sonstige Angaben

Die Position "sonstige Vermögensgegenstände" enthält ein Darlehen in Höhe von 228.000,00 €, das die Gesellschaft einem Geschäftsführer zur Verfügung gestellt hat. Das Darlehen wird mit 3,5 % p. a. verzinst.

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 18 Arbeitnehmer (davon 6 Aushilfen) beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, bestehen aus einem mehrjährigen Mietvertrag mit einem Jahresbetrag 2024 in Höhe von rd. 25 T€.

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Herr Murat Arpaci, Hüllhorst

Herr Adrian Dita, Feldkirchen

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Wortmann Beteiligungs-GmbH mit Sitz in Hüllhorst ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss mit dem größten und kleinsten Kreis von Unternehmen und einen Konzernlagebericht aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister offengelegt.

 

Hüllhorst, den 25. September 2024

gez. Murat Arpaci, Geschäftsführer

gez. Adrian Dita, Geschäftsführer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Terra Solutions GmbH ist in der Gesellschafterversammlung vom 15.10.2024 festgestellt worden.

Der in der Bilanz zum 31.12.2023 ausgewiesene Jahresüberschuss von 481.115,61 € und der Gewinnvortrag von 1.460.678,73 € werden wie folgt verwendet:

Ausschüttung an die Gesellschafter 400.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 1.541.794,34
1.941.794,34

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

II. Geschäftsmodell des Unternehmens

III. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

a) Chancen

b) Risiken

c) Gesamtaussage

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Terra Solutions GmbH wurde am 9. November 2018 als Tochterunternehmen der BAB Distribution GmbH gegründet und hat zum 1. Januar 2019 den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Das Stammkapital beträgt 25.000,00 EUR. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Gegenstand des Unternehmens ist der Großhandel von IT-Produkten und deren Zubehör im B2B-Segment.

II. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Terra Solutions GmbH liefert im IT-Großhandelssegment als Großhändler IT-Produkte deutschlandweit und an diverse Absatzmärkte im Ausland. Hauptabsatzgebiet ist Deutschland.

Das gesamte Produktsortiment des Unternehmens ist aktuell in 3 Geschäftsbereiche unterteilt:

- Printing (Verkauf von Druckern)

- Supplies (Verkauf von Druckerzubehör)

- Diverse IT-Produkte rund um das Office

III. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 stand die deutsche Wirtschaft weiterhin unter großem Druck. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte nach den Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, was vor allem auf die hohen Energiepreise, die geopolitischen Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg sowie Störungen in den Lieferketten zurückzuführen war. Diese Faktoren belasteten auch die IT-Hardware- und Unterhaltungselektronikbranche.

Herausforderungen für die Branche:

Material- und Lieferengpässe: Die Lieferkettenprobleme, insbesondere im Halbleiterbereich, setzten sich fort, was zu Produktionsverzögerungen und erhöhten Kosten führte. Diese Engpässe betrafen besonders die IT-Hardware-Hersteller, die auf eine reibungslose Materialversorgung angewiesen sind.

Energiepreise: Die gestiegenen Energiepreise erhöhten die Produktionskosten, insbesondere für energieintensive Fertigungsprozesse wie die Halbleiterherstellung. Diese Kostensteigerungen belasteten die Margen der Unternehmen und führten zu Preisanpassungen.

Gedämpfte Konsumnachfrage: Aufgrund der hohen Inflation und gestiegener Lebenshaltungskosten in Deutschland und Europa war die Konsumnachfrage nach Unterhaltungselektronik schwächer als erwartet. Verbraucher verzichteten vermehrt auf größere Anschaffungen, was sich negativ auf den Absatz auswirkte.

Einfluss der Zinspolitik: Die straffere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2023 spielte ebenfalls eine bedeutende Rolle. Die EZB erhöhte die Leitzinsen deutlich, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Dies führte zu steigenden Finanzierungskosten für Unternehmen und zu einer Zurückhaltung bei Investitionen, insbesondere in kapitalintensiven Bereichen wie der IT-Hardware-Produktion. Auch die Konsumausgaben wurden durch die höheren Zinsen gedämpft, da Verbraucher vermehrt Sparanreize hatten und Kredite teurer wurden. Dies wirkte sich insbesondere auf den Verkauf von Unterhaltungselektronikprodukten aus, die oft über Konsumentenkredite finanziert werden.

Die Herausforderungen der Branche sowie der Gesamtwirtschaft haben zu einer Verlangsamung des Wachstums der ITK-Branche geführt. Der Umsatz der ITK-Branche mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland belief sich im Jahr 2023 auf 215,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 210,7 Mrd. EUR). Dies entspricht einem Wachstum von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2022 lag das Wachstum der ITK-Branche noch bei 6,8 %.

Den wesentlichen Umsatzanteil im ITK-Markt hat der Bereich Informationstechnik (IT) mit einem Umsatz von 143,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 139,8 Mrd. EUR). Im Vergleich zum Jahr 2022 wuchs der Bereich Informationstechnik somit um 2,6 %. Der Umsatz im Bereich Telekommunikationsmarkt belief sich auf 72,3 Mrd. EUR (Vorjahr: 70,9 Mrd. EUR) und stieg somit um 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr.

2. Geschäftsverlauf

Nach einem etwas schwächeren Vorjahr konnte die Gesellschaft einen Umsatz von 37.818 TEUR (Vorjahr: 36.729 TEUR) erzielen und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres. Die wirtschaftliche Leistung der Gesellschaft im Jahr 2023 ist unter der Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Lage als sehr positiv zu bewerten. Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass die zu Corona-Zeiten gestiegene Nachfrage nach Produkten aus IT wieder zurückgegangen ist. Dennoch ist erkennbar, dass die Arbeit im Homeoffice nicht nur eine Notwendigkeit während der Corona-Pandemie war, sondern sich als fester Bestandteil im Arbeitsalltag etabliert hat, sodass die Produkte für Arbeitsplatzausstattung zu Hause weiterhin, wenn auch in geringerem Umfang, gefragt sind.

Während die Umsätze in den Bereichen Printing und Supplies stiegen, konnte die Terra Solutions GmbH im Bereich Diverse IT-Produkte kein Umsatzwachstum verzeichnen.

Im Bereich Printing wurde ein Umsatz von 6.396 TEUR (Vorjahr: 4.406 TEUR) erreicht. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 1.990 TEUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erweiterung des Produktportfolios und die Neustrukturierung der Einkaufspolitik mit einer stärkeren Fokussierung des Produktmanagements auf schnelldrehende Produkte zurückzuführen.

Als logische Konsequenz gab es im Bereich Supplies ebenfalls eine Umsatzsteigerung um 534 TEUR gegenüber dem Vorjahr. In 2023 betrug der Umsatz 5.082 TEUR (Vorjahr: 4.548 TEUR). Im Verhältnis ist das Wachstum hier jedoch nicht so hoch wie im Bereich Printing.

Der umsatzstärkste Bereich der Terra Solutions GmbH ist weiterhin "Diverse IT-Produkte". Auch wenn in diesem Bereich ein Umsatzrückgang zu verzeichnen ist. Hier lag der Umsatz 2023 bei 26.341 TEUR und somit 1.435 TEUR unter dem Vorjahr (Vorjahr: 27.775 TEUR).

In Deutschland werden ca. 87,5 % der Umsätze erzielt. In der EU wurden 9,6 % des Umsatzes erwirtschaftet und der Rest in Drittländern.

3. Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 fiel mit 37.818 TEUR gegenüber dem Vorjahr mit 36.729 TEUR, wie im Lagebericht 2022 prognostiziert, höher aus, was einem Umsatzwachstum von ca. 3,0 % entspricht. Wir werten dies als sehr positiv und erkennen eine erhöhte Nachfrage in unserem spezifischen Produktsortiment und unserer attraktiven Preisgestaltung. Die Materialaufwandsquote sank dabei von 93,7 % im Vorjahr auf 92,4 % im Berichtsjahr.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 235 TEUR gestiegen. Der Personalkostenanteil an den Umsatzerlösen belief sich für das Geschäftsjahr auf 2,8 % (Vorjahr: 2,2 %).

Wesentliche Änderungen zum Vorjahr ergaben sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese stiegen um 149 TEUR auf 990 TEUR (Vorjahr: 841 TEUR). Ursächlich für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere die Logistikkosten wie Ausgangsfrachten und Verpackungskosten. Diese stiegen um 148 TEUR auf 400 TEUR (Vorjahr: 252 TEUR).

Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug im Geschäftsjahr 867 TEUR (Vorjahr: 629 TEUR). Der Anstieg des operativen Ergebnisses ist insbesondere auf die gestiegenen Umsatzerlöse bei einer gesunkenen Materialaufwandsquote zurückzuführen.

Das Finanzergebnis blieb nahezu unverändert und betrug -189 TEUR (Vorjahr: -190 TEUR).

Das Ergebnis nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 481 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR).

Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 entsprach hinsichtlich der Umsatzerlöse unseren im Lagebericht 2022 zum Ausdruck gebrachten Erwartungen (37.500 TEUR). Hinsichtlich des Jahresüberschusses wurden die Erwartungen (10 % über dem Jahresüberschuss 2022) mehr als erfüllt. Die Gründe hierfür sind insbesondere die gestiegenen Absatzpreise bei End of Life Artikeln im Produktsortiment und die optimierte Einkaufs- und Verkaufsstrategie.

b) Finanzlage

Wichtigste und wesentliche Finanzinstrumente sind Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ein Finanzierungsdarlehen der Wortmann AG, eines verbundenen Unternehmens. Die Rückzahlung fälliger Verbindlichkeiten war stets sichergestellt. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit ausreichend.

Die Terra Solutions GmbH war und ist nach heutigem Stand in der Lage, bestehende Verpflichtungen zu begleichen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich von 12,5 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 12,7 Mio. EUR im Jahr 2023 um 0,2 Mio. EUR bzw. um rd. 1,6 %.

Auf der Aktivseite ist diese Entwicklung insbesondere auf den Anstieg der Vorräte und der liquiden Mittel zurückzuführen. Die Vorräte erhöhten sich um ca. 209 TEUR. Die liquiden Mittel sind von 658 TEUR im Jahr 2022 auf 1.114 TEUR im Jahr 2023 gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind hingegen um 375 TEUR gesunken.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses 2023 um 481 TEUR. Die Rückstellungen stiegen um 61 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen ebenfalls, und zwar um 294 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind dagegen von 7.300 TEUR im Jahr 2022 auf 6.734 TEUR im Jahr 2023 gesunken.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis, den Cashflow nach DVFA/SG sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) und nach Steuern heran.

Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Wareneinsatz) ist gegenüber dem Vorjahr um 572 TEUR auf 2.870 TEUR (Vorjahr: 2.298 TEUR) gestiegen, was einer Rohgewinnmarge in Höhe von 7,6 % (Vorjahr: 6,3 %) entspricht.

Das Ziel, die Rohgewinnmarge langfristig zu halten, wurde im Geschäftsjahr 2023 erreicht bzw. übertroffen.

Der Cashflow nach DVFA/SG beträgt im Berichtszeitraum 497 TEUR (Vorjahr: 346 TEUR).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) stieg um 239 TEUR auf 678 TEUR (Vorjahr: 439 TEUR).

5. Gesamtaussage

Die unsererseits herangezogenen Kennzahlen zeigen eine positive Unternehmensentwicklung und spiegeln nicht unbedingt die gesamtwirtschaftliche Situation wider.

Die im Lagebericht 2022 für 2023 getroffene Prognose hinsichtlich der Umsatzerlöse wurde erreicht. Die zum Ausdruck gebrachten Erwartungen hinsichtlich des Jahresüberschusses 2023 wurden nicht nur erreicht, sondern auch übertroffen.

Im Hinblick auf die allgemeine wirtschaftliche Situation sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 sehr zufrieden und blicken sehr optimistisch in die Zukunft.

IV. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft wird voraussichtlich nur sehr schwach wachsen. Laut dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung (Stand August 2024) wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 voraussichtlich nur um 0,2 % steigen. Wobei die genaue Rate von globalen Entwicklungen wie der Stabilisierung der Lieferketten, geopolitischen Risiken und dem Konsumverhalten abhängt. Nach den hohen Inflationsraten in den Jahren 2022 und 2023, die vor allem durch hohe Energiepreise und Lieferengpässe verursacht wurden, dürfte die Inflation im Jahr 2024 moderat zurückgehen. Schätzungen gehen von einer Inflationsrate von etwa 2 % bis 3 % aus, abhängig von der Stabilität der Energiepreise.

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte auch 2024 eine zurückhaltende Zinspolitik verfolgen, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen und gleichzeitig die Inflation unter Kontrolle zu halten. Es wird erwartet, dass die Zinsen auf einem moderaten Niveau bleiben.

Die Wirtschaftsprognose für die IT-Branche im Jahr 2024 ist weiterhin positiver als die Prognose für die Gesamtwirtschaft, da digitale Transformation, technologische Innovationen und die zunehmende Abhängigkeit von IT-Diensten weltweit zunehmen. Die IT-Branche spielt eine zentrale Rolle in vielen Sektoren, von der Industrie bis hin zum Dienstleistungssektor, und ihre Bedeutung wird voraussichtlich weiter steigen.

Trotz der derzeit unsicheren wirtschaftlichen Situation blicken wir sehr optimistisch in die Zukunft. Da die Produkte im IT-Segment schnelllebig sind, gehen wir davon aus, dass die Nachfrage im IT-Bereich weniger von den Auswirkungen der Krisen betroffen sein wird als die Wirtschaft insgesamt. Vor diesem Hintergrund und den bisherigen bis August 2024 erzielten Umsatzerlösen plant die Geschäftsleitung für 2024 einen Umsatz in Höhe von 42.000 TEUR, was einem Wachstum von ca. 11 % im Vergleich zu 2023 entspricht, bei einem Jahresüberschuss, der deutlich über dem Jahresüberschuss des Jahres 2023 liegen sollte.

V. Chancen- und Risikobericht

a) Chancen

Die Terra Solutions GmbH konnte sich im fünften abgelaufenen Geschäftsjahr weiter am Markt etablieren und ihre Position trotz anhaltender Herausforderungen weiter stärken.

Durch die Erweiterung unseres Produktportfolios und das Einstellen fachgerechter Mitarbeiter sehen wir uns gut für die Zukunft gerüstet. Flexibel dem Trend auf dem Markt folgen zu können, ohne dabei kostenintensive Maßnahmen ergreifen zu müssen, sind die Stärken der Terra Solutions GmbH. Durch eine flache Hierarchie im Unternehmen können Entscheidungen schnell umgesetzt werden. Die optimierte Einkaufs- und Verkaufsstrategie hat bereits im Jahr 2023 Früchte getragen und wird sich hoffentlich auch in den Folgejahren weiter positiv auf das Ergebnis auswirken.

Durch die Zugehörigkeit zu der Unternehmensgruppe Wortmann verbindet die Terra Solutions GmbH die Flexibilität und Dynamik eines kleinen Unternehmens mit der Wirtschaftsfähigkeit und Infrastruktur einer großen Unternehmensgruppe. Das verleiht der Gesellschaft Stabilität.

Die Digitalisierung schreitet ungebremst weiter voran. Sicherlich werden einige Produktbereiche durch die Anschaffung in Vorjahren eine gewisse Sättigung erfahren haben, da eine Vielzahl von Unternehmen die Etablierung mobiler und externer Arbeitsplätze vorerst abgeschlossen hat. Dennoch werden auch zukünftig regelmäßige Neuanschaffungen zu erwarten sein, weil die während der Corona-Pandemie notwendig gewordene Arbeit aus dem Homeoffice längst Normalität geworden ist. Außerdem machen der Technologiewandel und die Schnelllebigkeit der IT-Produkte immer wieder Neuanschaffungen notwendig.

b) Risiken

Bei den Risiken sind der Nahostkonflikt, der immer noch anhaltende Ukraine-Krieg, die Energiekrise sowie die weiterhin hohe Inflation zu nennen, während die als Folge der Corona-Pandemie in den Vorjahren eingetretenen Störungen der Lieferketten und Lieferengpässe nicht mehr so offensichtlich spürbar sind.

Die allgemeine Teuerung aufgrund der Inflation führt zu einer zurückgehenden Investitionsbereitschaft bei den Unternehmen sowie zum zurückhaltenden Konsumverhalten bei den Endverbrauchern. Die fortschreitende Digitalisierung führt jedoch dazu, dass gerade im ITK-Bereich kurz- und mittelfristig nicht von einer stark sinkenden Nachfrage auszugehen ist.

Ein weiteres Risiko in der Geschäftsentwicklung ist das Risiko der Erzielung zu geringer Margen. Diesem Risiko begegnen wir durch eine gezielte Aufstockung von End of Life Gütern, da hier höhere Margen erzielt werden können.

Der schnelle Technologiewandel und der allgemeine Preisverfall erhöhen das Abwertungsrisiko im Lagerbereich. Daher achtet die Terra Solutions GmbH auf einen schnellen Lagerumschlag und kontrolliert den Lagerbestand regelmäßig auf die Aktualität der Waren.

Des Weiteren sind noch Risiken im Personalbereich zu nennen. Der Wettbewerb um qualifiziertes Personal ist sehr hoch. Die langfristige Bindung der Mitarbeiter durch Mitarbeiterbindungsmaßnahmen hat für die Gesellschaft eine hohe Bedeutung.

c) Gesamtaussage

Insgesamt überwiegen aus unserer Sicht die Chancen.

 

Hüllhorst, den 25. September 2024

gez. Murat Arpaci, Geschäftsführer

gez. Adrian Dita, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschuss handelt es sich um die nach § 327 für Offenlegungswecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Terra Solutions GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Terra Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierung- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Terra Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

● entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

● vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebricht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

● beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

● beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Herford, den 25. September 2024

DR. WOELKE AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wilhelm Upheber, Wirtschaftsprüfer

gez. Daniel Upheber, Wirtschaftsprüfer

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