Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 43375
Vorher
Praxair Surface Technologies GmbH
Eingetragen
2.11.1989
Branche
Herstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und WarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Isolatoren und Isolierteilen aus Keramik
Gegenstand
die Herstellung von Oberflächenschichten auf Gegenständen durch Flammschockspritzen, Plasma oder ähnliche Verfahren und die hierzu notwendige Bearbeitung und der Verkauf oder Handel mit diesen Gegenständen, die Produktion und der Verkauf von industriekeramischen Produkten und der Handel mit diesen Erzeugnissen.

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Oliver Morgan
seit 23.2.2026
Geschäftsführer
Derek Hileman
seit 5.8.2024
Geschäftsführer
Sascha Koitzsch
seit 5.8.2024
Prokura
Holger van Crüchten
seit 8.12.2021
Prokura
Marc Horeth
seit 29.9.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PRAXAIR Euroholding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PRAXAIR Euroholding B.V.
Netherlands
4.400.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Praxair Surface Technologies GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht 2017

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die Praxair Surface Technologies GmbH (im Folgenden kurz PST) ist im Bereich der Hochtechnologie-Beschichtung tätig. Mit den Beschichtungsanlagen (thermisches Spritzen) können Metall, Keramik, Hartmetall, Einlaufschichten und Wärmedämmschichten auf die Oberfläche von Kundenbauteilen zur Vermeidung von Korrosion, Erosion oder Abrasion aufgebracht werden.

Außerdem ist die PST im Flexoprinting Geschäft tätig und bietet die Fertigung von lasergravierten Farbübertragungswalzen an.

Des Weiteren bietet die PST auch das Schleifen und Läppen von rotationssymmetrischen Körpern an, dass so genannte Nachbearbeiten der Bauteile.

Im Jahr 2017 wurde erstmals die bis dahin an dem inzwischen geschlossenen Standort Duisburg hergestellte "SermeTel" Technologie aus Ratingen geliefert.

Die Zweigniederlassung Wiggensbach beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Handel von Produkten zum thermischen Spritzen. Es werden Werkstoffe und Anlagentechnik nebst Ersatzteilen, vor allem von PST eigenen Herstellbetrieben in den USA eingekauft, für den Verbleib in der EU importiert, zwischengelagert und an Kunden in Europa sowie Südafrika und den mittleren Osten weiterverkauft. Zur Verkaufsunterstützung und zu Vorführzwecken besteht die Möglichkeit, Anlagen auch im Hause zu betreiben. Zur langfristigen Kundenbetreuung führt ein Service Team Wartungs- und Reparaturdienstleistungen an Kundenanlagen durch. Das Aufgabenfeld besteht aus dem Handel mit Produkten, die zur Erzeugung von thermisch gespritzten Schichten erforderlich sind und nicht mit der Erzeugung dieser Schichten. In den letzten Jahren hat der Handel von Metallpulvern - ähnlich denen zum thermischen Beschichten - für den Einsatz in der Additiven Fertigung (bekannt auch als 3D-Druck) zunehmend an Bedeutung gewonnen.

1.2 Ziele und Strategien

Unsere Ziele sind es, kontinuierlich und qualitativ zu wachsen bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung.

Unsere Ziele konnten wir in weiten Bereichen nur bedingt erreichen, da sich einige große Projekte in das Jahr 2018 verschoben haben und die Anlaufschwierigkeiten bei der "SermeTel" Produktion zu Umsatz- und Ertragsausfall geführt haben.

Bei hochtechnologischen Anwendungen verfügen wir weiterhin über ein deutliches Differenzierungspotenzial und haben unverändert eine technologische Führungsposition in bestimmten Märkten.

Änderungen der geopolitischen Lage - Nordafrika, Ukraine, Russland, China - hatten einen nur bedingten Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit.

Unser Ziel ist es, kontinuierlich und qualitativ zu wachsen und Marktführer bei Qualität und operativer Exzellenz zu sein.

1.3. Forschung und Entwicklung

Das Detonationsverfahren hat einmal mehr bewiesen, dass es bei bestimmten technischen Anforderungen nicht zu schlagen ist. Im Jahr 2017 erhielten wir deswegen den 2ten großen Einzelauftrag von Propapier in Höhe von 170.000.- € für eine einzige Walze.

Die Innenbeschichtungstechnologie erreichte nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten zum Ende des Jahres eine bessere Verfügbarkeit. Es sind weitere Anstrengungen erforderlich, um diese Technologie dauerhaft erfolgreich zu machen.

Die Kaltgastechnologie (LoxPlate) wurde optimiert und hat sich zu einem stabilen Produktbereich entwickelt.

Neue Kundenapplikationen für die Hochgeschwindigkeitstechnologie und für Plasmaschichten gehören zum Tagesgeschäft mit unseren Kunden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Ratingen - Beschichtung

Die Stahlindustrie ist geprägt von Zusammenschlüssen und Rationalisierungen. Nach wie vor bleibt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Stählen auf konstantem Niveau bestehen. Unser Geschäft ist durch Automotive, Weiße Ware und Dach/Wand getragen. Insgesamt sehen wir hier eine konstante Entwicklung.

Die Papierindustrie ist aus struktureller Sicht mit der Stahlindustrie vergleichbar. Nach wie vor werden Werke geschlossen oder verkauft. Das betrifft vor allem den Bereich graphischer Papiere. Im Bereich Verpackungspapiere setzt sich der positive Trend wegen des zunehmenden E-Commerce weiter fort. Neumaschinen werden seit einigen Jahren nur noch im Bereich Verpackung bestellt.

Der Markt für lasergravierte Farbübertragungswalzen in den verschiedenen Segmenten der Druckindustrie ist in Europa und in Russland weitgehend stabil. Der Bereich Offset ist tendenziell weiter am Schrumpfen. Dies wird durch die sog. Flexible Verpackung und den Bereich Etikettendruck kompensiert.

Unser Geschäft im Markt der Kraftfahrzeugindustrie ist auf vergleichbarem Niveau geblieben, verspricht aber starkes Wachstum für Folgejahre, da VW die strategische Entscheidung getroffen hat, unser Produkt langfristig weiter und vermehrt einzusetzen.

Die militärische Luftfahrt hat sich im Berichtsjahr sehr zurückhaltend entwickelt. Die betrifft hauptsächlich die Waffensysteme Tornado, Sea King, Tiger und Transall. Das Großprojekt Eurofighter versprach ein erhebliches Potenzial, verzögerte sich allerdings aufgrund technischer Gründe erheblich.

In der zivilen Luftfahrt hat die Ablösung von Hartchrom-Schichten durch thermische Beschichtungsverfahren zu erheblichen Möglichkeiten geführt. Dies betrifft insbesondere den A350, der als Chrom- und Cadmium-frei seitens Airbus beworben wird. Aber auch das Flugzeug A320 ist betroffen, das mit 50 Auslieferungen pro Monat das "Brot und Butter" Geschäft von Airbus ist. Wir liefern 1 Bauteil für den A320, das eine Jahresausbringungsmenge von 4.000 Stück erreicht. Weitere Teile liefern wir regelmäßig für den A330, den A380 und die Militärversion A400M.

Marktsegmentübergreifend hat der für den Standort Ratingen neue Bereich "SermeTel" durch die Integration in bestehende Strukturen der Luftfahrt- und Energieindustrie zu Synergieeffekten geführt.

Zu den Hauptumsatzfeldern des Beschichtungsbereiches gehören nach wie vor die Bereiche der industriellen Gasturbinen und Kompressoren, der Flexodrucktechnologie, die Automobilindustrie, die militärische und zivile Luftfahrt, die Papier- und Stahlerzeugung sowie die Bereiche Chemie, Zigarette und Lebensmittel.

Betriebsstätte Wiggensbach - Handel

Im Jahr 2017 konnte im Markt in Europa regional unterschiedlich moderates Wachstum verzeichnet werden. Der Vorjahresumsatz für Produkte im Bereich der thermischen Beschichtung konnte übertroffen werden. Der Handel mit Pulvern für additive Fertigungsverfahren konnte zudem weiteres erhebliches Wachstum verzeichnen.

In der Gasturbinenindustrie in Europa war die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2017 etwas rückläufig. Bedingt durch weiterhin hohen Konkurrenzdruck stagnieren unsere Anteile an der Papier- und Druckindustrie auf sehr niedrigem Niveau. Durch Erschließen neuer Kunden und erhebliches Wachstum eines Kernkunden konnten bei Anwendungen für Öl- und Gasindustrie erheblicher Umsatzsteigerungen verzeichnet werden.

Die Umsätze in der Luftfahrtindustrie sind im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zurückgegangen, was vor allem auf ein einmaliges Projekt im Vorjahr zurückzuführen ist.

Im geographischen Markt Mittlerer Osten konnte das Ergebnis des Vorjahres erheblich übertroffen werden, was speziell auf Investitionen in Anlagentechnik in dieser Region zurückzuführen ist. Das Geschäftspotential in diesen Märkten ist hier weiterhin als positiv einzustufen.

In Osteuropa besteht weiterhin Wachstumspotential. Der Zugang zu diesen Märkten ist jedoch durch lokale Gegebenheiten erschwert und lässt in der Realität nur wenig Wachstum zu. Aus dem Westen verlagerte Produktionen haben in den vergangenen Jahren positive Entwicklungen ermöglicht, die sich auch in 2017 weiter fortgesetzt haben.

2.2 Geschäftsentwicklung

2.2.1 Produktion

Nach wie vor sind LoxPlate, D-Gun- und Super-D-Gun-, Plasmaschichten und Hochgeschwindigkeitsflammspritzschichten die Hauptprodukte am Standort.

Hinzu kam die SermeTel-Beschichtung, die technisch einem Lackierprozess vergleichbar ist, sich jedoch nahezu perfekt in das bestehende Portfolio einfügt.

Noch in der Anfangsphase ist die neue Innenbeschichtung, aber wir sehen der Zukunft dieser neuen Technologie positiv entgegen.

Die Herstellung von Farbübertragungswalzen für die Flexodrucktechnologie in den Bereichen Zeitung, Tissue, Pre- und Postprint, Etikette und Offset bleibt ein weiteres wichtiges Produkt für den Standort, obschon dieser Bereich aus Sicht des Wettbewerbsumfeldes und wegen der Kostensituation vergleichsweise weniger gut aufgestellt ist.

2.2.2 Investitionen

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr € 0,7 Mio. (Vorjahr € 1,3 Mio.) investiert. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen den Ausbau und die Modernisierung unseres Maschinenparks sowie unserer Betriebs- und Geschäftsausstattung.

2.3 Personal- und Sozialbereich

Die Mitarbeiterförderung gehört zu einem wesentlichen Bestandteil der Geschäftspolitik. Neben der Mitarbeiterförderung durch interne Schulungsprogramme haben unsere Mitarbeiter auch an externen Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogrammen teilgenommen.

Der alte Pensionsplan, die Union Carbide Versorgungsordnung, wurde zum 31. Dezember 2009 für Neueintritte geschlossen. Zum 1. Januar 2010 wurde ein neuer Pensionsplan, CABA 2010, abgeschlossen. Beide Versorgungsordnungen wurden im Dezember 2015, unter Einhaltung der Kündigungsfrist, gekündigt, um durch eine harmonisierte, der zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens angepassten Versorgungsordnung ersetzt zu werden.

Zum 1. November 2017 wurde ein neuer Pensionsplan abgeschlossen. Der neue Pensionsplan ist eine beitragsorientierte Leistungszusage im Sinne von § 1 Abs. 2 Nr. 1 BetrAVG. Für den Zeitraum zwischen den Ablösungsstichtagen und dem Inkrafttreten des Praxair Pensionsplans für Bestandsmitarbeiter gibt es eine Übergangsregelung.

Zum Stichtag sind 137 (Vorjahr 144) Mitarbeiter bei PST beschäftigt.

2.4 Umweltschutz/Arbeitssicherheit

Der Umweltschutz wird nach wie vor als ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie angesehen. Die gesetzlichen Vorgaben werden eingehalten und zu einem erheblichen Teil übertroffen.

Das Umweltrisiko wird als sehr gering eingestuft; die Präventionssysteme, die kontinuierlich überprüft und verbessert werden, greifen. Trotz der aktiven Prävention ist eine ausreichende Risikodeckung durch eine entsprechende Versicherung abgeschlossen.

Die Arbeitssicherheit nimmt weiterhin eine hervorragende Stellung im Unternehmen ein. Durch ein breites Spektrum von Mitarbeiterschulungen, Events und Prüfungen ist es gelungen, im vergangenen Jahr nicht einen unfallbedingten Ausfalltag melden zu müssen.

2.5 Lage der Gesellschaft

2.5.1 Vermögen- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist von € 55,3 Mio. auf € 55,7 Mio. gestiegen. Bei einem zum Vorjahr gesunkenem Eigenkapital von insgesamt € 24,7 Mio. (Vorjahr € 26,7 Mio.) mindert sich somit die Eigenkapitalquote von 48,3 % auf 44,3 % an der Bilanzsumme. Insbesondere bedingt durch die Anpassung des Zinssatzes sind die Rückstellungen für Pensionen um € 1,5 Mio. auf € 22,2 Mio. gestiegen. Die Aktivseite der Bilanz ist geprägt durch das Sachanlagevermögen von € 12,7 Mio. (Vorjahr € 13,9 Mio.), die Anteile an unserer Tochtergesellschaft von € 7,2 Mio. (Vorjahr € 7,2 Mio.) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen von € 22,0 Mio. (Vorjahr € 20,6 Mio.). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen mit € 21,0 Mio. (Vorjahr € 19,7 Mio.) aus dem Finanzverkehr.

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pool-System der Praxair-Gruppe einbezogen. Kreditlinien bei Kreditinstituten sind aus diesem Grund nicht erforderlich. Die Gesellschaft finanziert sich zu 44 % mit Eigenkapital.

2.5.2 Ertragslage

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um € 0,1 Mio. (0,3 %) auf € 47,3 Mio. gestiegen. Der Umsatz für den Bereich der Beschichtung lag bei € 23,2 Mio. (Vorjahr € 24,2 Mio.) und ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % gesunken.

Im Bereich des Handels mit Anlagen und Verbrauchsmaterialien zur Beschichtung, wurden im Berichtsjahr Umsätze von € 23,6 Mio. erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr (€ 22,0 Mio.) bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von 7,0 %.

Bei einer rückläufigen Bruttomarge beträgt das Betriebsergebnis (EBIT) € -1,3 Mio. (Vorjahr € 3,4 Mio.), was insbesondere durch gestiegenen Materialaufwand und gestiegene sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Aufwendungen für Altersversorgung erklären lässt.

Im Vorjahr wurden außergewöhnliche Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen von € 1,2 Mio. unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Das Finanzergebnis beträgt € -0,7 Mio. (Vorjahr € -0,7 Mio.).

Insgesamt ergibt sich einen Jahresfehlbetrag von € 2,0 Mio. nach einem Jahresüberschuss von € 2,7 Mio. im Vorjahr.

In unserer Niederlassung in Wiggensbach hat sich die Umsatzerwartung aus dem Vorjahr bestätigt. Die Umsatzentwicklung in Ratingen liegt unter unseren Erwartungen und ist verursacht durch einen geringeren Auftragseingang und einen schlechteren Produktmix. Durch erhöhte Material- und Personalaufwendungen liegt das Ergebnis des Unternehmens ebenfalls unter unseren Erwartungen.

3. Chancen und Risikobericht

3.1 Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert. Hierzu gehört insbesondere die konjunkturelle Entwicklung in den für uns relevanten Absatzmärkten, in denen sich der Wettbewerb weiter intensivieren wird.

Im Rahmen eines Planungs- und Controlling-Prozesses (Frühwarnsystem) erfassen, analysieren und bewerten wir kontinuierlich die technischen und kaufmännischen Rahmenbedingungen sowie die unternehmerischen Chancen und Risiken in den einzelnen Geschäftsfeldern.

3.2 Markt- und Umfeldrisiken

Das Berichtssystem der Gesellschaft stellt eine zeitnahe und sachgerechte Information der jeweiligen Entscheidungsträger sicher. In Verbindung mit Markt- und Wettbewerbsanalysen sind größere Veränderungen des Geschäftsumfeldes in der Regel frühzeitig zu erkennen. Gegenmaßnahmen zu möglichen unerwünschten Entwicklungen können deshalb rechtzeitig und gezielt eingeleitet werden.

3.3 Betriebsrisiken und finanzwirtschaftliche Risiken

Entlang unserer Wertschöpfungskette betreiben wir ein System von Wartung und Qualitätssicherung, um mögliche Produktionsausfälle, die unser Ergebnis beeinträchtigen können, zu vermeiden.

Produkt- und Umweltrisiken begegnen wir mit Qualitäts- und Prozesssicherungssystemen, die eine hohe Produktqualität gewährleisten, das Risiko von Umweltschäden minimieren sowie störungs- und unfallfreie Betriebsabläufe ermöglichen.

Auch unsere Gesellschaft ist Preis- und Absatzrisiken eines von Globalisierung und Konzentration geprägten Marktes ausgesetzt. Wir begegnen diesen Marktrisiken durch differenzierte Preisstrategien und einer offensiven Absatzpolitik, insbesondere durch die Ausweitung des Vertriebsnetzes in Märkten mit hoher Konzentration.

Die Preisschwankungen am Rohstoffmarkt werden über ein Preis-Zuschlagskonzept an Kunden weitergegeben. Ausfallrisiken begegnen wir mit einer strikten Überwachung des Kreditlimits im Debitorenbereich.

In unserer Niederlassung in Wiggensbach werden Kosten- und Preisschwankungen sowie Einflüsse der Währungskurse durch bedarfsgemäß herausgegebene Preislisten berücksichtigt. Entsprechend werden auch die Verkaufspreise anhand der sich ändernden Wechselkurse kalkuliert. Eine genaue Berechnung der Marge sowie eine Vorhersage für jedes Quartal sind damit gewährleistet. Es wird sichergestellt, dass Preisänderungen am Markt relativ zeitnah berücksichtigt werden.

Das Qualitätsmanagementsystem in unserem Werk in Ratingen ist nach EN 9100:2009 und ISO 9001:2015 als kerntechnischer Betrieb von den Firmen Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH, Kernkraftwerk Brunsbüttel und Framatome GmbH zertifiziert. Der Betrieb ist außerdem gemäß EASA Teil-145 vom Luftfahrtbundesamt (LBA) als Luftfahrttechnischer Betrieb für ziviles Luftfahrtgerät sowie für die Instandsetzung von militärischem Luftfahrtgerät vom Luftfahrtamt der Bundeswehr zugelassen. Es liegen ebenfalls Genehmigungen als kerntechnischer Betrieb von den Firmen EON S.E. und Areva GmbH gemäß Regelwerk KTA 1401 vor. Darüber hinaus verfügt Praxair Surface Technologies GmbH über eine größere Anzahl an Kundenzulassungen (z.B. von Rolls Royce, MTU Aero Engines AG etc.).

In unserer Niederlassung in Wiggensbach ist unser Qualitätssystem nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Zudem wurde ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2009 zertifiziert. Zuletzt besitzt die Niederlassung in Wiggensbach eine Zertifizierung vom Luftfahrtbundesamt als "Bekannter Versender".

Für Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, die die finanziellen Risiken begrenzen bzw. ausschließen. Der Versicherungsschutz wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Risikolandschaft der Gesellschaft hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Gegenwärtig liegen keine den Fortbestand der Praxair Surface Technologies GmbH gefährdenden Risiken vor.

3.4 Chancen

Technische Kompetenzen sowohl im Vertrieb als auch in der Fertigung sowie Liefertreue bei exzellenter Qualität ermöglichen eine deutliche Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb. Dies erlaubt uns unsere Position im Markt auszubauen.

In Wiggensbach bieten neue Produkte für neue Applikationen - speziell im Bereich der additiven Fertigung von Bauteilen - die Aussicht auf erhebliche Neugeschäfte mit sehr guter Profitabilität. Daneben bietet das in Europa in einigen Branchen zu beobachtende Wachstum weitere Möglichkeiten der Umsatzsteigerung. Effektives Kostenmanagement unserer Lieferanten und Kostenreduktionen innerhalb unserer Gesellschaft bieten die Möglichkeit der Profitabilitätssteigerung.

Aufgrund unserer wettbewerbsfähigen Produkte, unserer technischen Kompetenz, Kraft zu Veränderungen und Anpassungsfähigkeit an verändernde Rahmenbedingungen sind wir zuversichtlich, uns auch zukünftig erfolgreich auf unseren Märkten behaupten und neue Märkte hinzugewinnen zu können.

4. Prognosebericht

Hauptsitz in Ratingen

Wir erwarten für das Jahr 2018 einen deutlich steigenden Umsatz, der zum weitaus größten Teil durch die zivile Luftfahrt getragen sein wird. Aber auch im Bereich der militärischen Luftfahrt kündigen sich große, unvorhergesehene Umsätze an, die mit dem erheblichen Nachholbedarf der Deutschen Streitkräfte für Erhaltungsaufwendungen zu begründen sind.

Betriebsstätte in Wiggensbach

Für das Jahr 2018 erwarten wir einen Umsatzzuwachs in Höhe von ca. 20 % mit Drittkunden für Additive Fertigungsverfahren und einen Umsatzzuwachs bei Kunden für Produkte zum thermischen Beschichten sowie gleichbleibende Umsätze mit Praxair Surface Technologies-Gesellschaften in Europa. Ebenso zu berücksichtigen sind der starke Einfluss des Dollarkurses und des Britischen Pfundes auf unsere Umsatzentwicklung, da 55 % unseres Umsatzes nicht in EURO fakturiert werden.

Gesamtaussage

Insgesamt erwarten wir für die Jahre 2018 und 2019 deutlich steigende Umsatzerlöse und ein positives Betriebsergebnis von ungefähr € 0,5 Mio.

 

Ratingen, den 5. November 2018

Die Geschäftsführung

Steven Cast

Jann Steen

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 168.497,92 212.035,83
II. Sachanlagen 12.725.451,19 13.872.959,72
III. Finanzanlagen 7.237.039,76 7.237.039,76
  20.130.988,87 21.322.035,31
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.100.062,27 1.280.774,43
2. Unfertige Erzeugnisse 466.516,00 389.361,00
3. Waren 4.326.475,74 3.814.575,10
  5.893.054,01 5.484.710,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.269.998,74 5.890.248,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.036.624,04 20.562.262,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.331.265,39 1.994.361,44
  29.637.888,17 28.446.872,23
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 37.092,21 3.889,12
  35.568.034,39 33.935.471,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.586,53 24.988,64
  55.729.609,79 55.282.495,83

Passiva

   
  31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 4.400.000,00 4.400.000,00
II. Kapitalrücklage 2.044.957,03 2.044.957,03
III. Gewinnvortrag 20.274.329,22 17.604.263,16
IV. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -2.001.321,78 2.670.066,06
  24.717.964,47 26.719.286,25
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22.203.782,00 20.752.966,98
2. Sonstige Rückstellungen 2.211.215,23 2.496.666,56
  24.414.997,23 23.249.633,54
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 78.517,16 48.588,15
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.739.316,13 1.085.045,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.373.097,02 3.919.712,78
4. Sonstige Verbindlichkeiten 405.717,78 260.229,67
(davon aus Steuern € 279.472,02 ; Vorjahr € 207.312,96)    
  6.596.648,09 5.313.576,04
  55.729.609,79 55.282.495,83

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2016
1. Umsatzerlöse 47.316.164,42 47.176.723,90
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 77.155,00 37.047,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 890.932,00 1.664.372,11
(davon aus Währungsumrechnung € 554.161,28; Vorjahr € 346.202,12)    
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -23.730.001,72 -21.541.548,54
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -887.537,94 -1.114.113,96
  -24.617.539,66 -22.655.662,50
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -9.980.371,75 -9.586.729,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.800.359,51 -1.770.477,47
(davon für Altersversorgung € 1.338.676,44; Vorjahr € 148.293,63)    
  -12.780.731,26 -11.357.207,24
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.820.760,29 -1.880.973,79
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.354.837,46 -9.552.935,50
(davon aus Währungsumrechnung € 359.471,09; Vorjahr € 384.597,74)    
8. Betriebsergebnis -1.289.617,25 3.431.363,98
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 154.293,50 148.548,94
(davon aus verbundenen Unternehmen € 151.730,78 ; Vorjahr € 146.936,62)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -828.743,55 -824.479,59
(davon an verbundene Unternehmen € 3.758,55; Vorjahr € 3.644,59)    
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 824.985,00; Vorjahr € 820.835,00)    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20.491,00 -69.021,00
12. Ergebnis nach Steuern -1.984.558,30 2.686.412,33
13. Sonstige Steuern -16.763,48 -16.346,27
14. Jahresfehlbetrag (Vorjahr Jahresüberschuss) -2.001.321,78 2.670.066,06

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

1. Anwendungen der handelsrechtlichen Vorschriften

Die Praxair Surface Technologies GmbH hat ihren Sitz in Ratingen und ist unter der Nummer HRB 43375 beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen.

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Sachanlagen und die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen entgeltlich erworbenen EDV-Programme sind zu Anschaffungskosten, abzüglich aufgelaufener Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen für technische Anlagen und Maschinen, für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie EDV-Programme und Gebäude werden nach der linearen Methode ermittelt; die zugrunde liegenden Nutzungsdauern sind unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände liegen zwischen 3 und 13 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten € 410,00 nicht überstiegen haben, werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren ist zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen zum Bilanzstichtag erfolgt. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben Einzelkosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten für Material und Fertigung sowie für den Wertverzehr des Anlagevermögens in angemessener Höhe einbezogen werden. Für nichtgängige Bestände wurden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennwerten, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, bewertet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden zu Nennwerten ausgewiesen.

Unter den Forderungengegen verbundene Unternehmen werden kurzfristige Finanzforderungen gegen die COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH, Schlüchtern, T€ 0 (Vorjahr T€ 12.718) ausgewiesen. Daneben bestehen Forderungen aus Finanzverkehr von T€ 20.951 (Vorjahr T€ 7.030). Im Übrigen betreffen die Forderungen den laufenden Lieferungs- und Leistungsaustausch.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten vorausbezahlte Ausgaben für Aufwendungen des nächsten Geschäftsjahres.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen aus "alten" Pensionszusagen (leistungsorientierte Altersversorgungspläne) werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,68% (Stand 31. Dezember 2017). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. unterstellt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen liegen um T€ 3.731 (Vorjahr T€ 2.776) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum Stichtag bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Der Wert der Rückstellungen aus "neuen" Pensionszusagen (beitragsorientierte Leistungszusagen) bestimmt sich nach der Wertentwicklung des Aktivwertes der kongruenten Rückdeckungsversicherung unter Anwendung des § 253 Abs. 1 Satz 3 HBG (wertpapiergebundene Altersvorsorge). Die Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (gleich fortgeführte Anschaffungskosten).

Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens und somit auch der Erfüllungsbetrag der verrechneten Rückstellungen belaufen sich auf T€ 175.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie den übrigen personalbezogenen Verpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen und Garantieverpflichtungen.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines fristenkongruenten Rechnungszinssatzes von 0% und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen (T€ 145) werden um das mit T€ 87 zum beizulegenden Zeitwert (gleich fortgeführte Anschaffungskosten) bewertete Deckungsvermögen vermindert ausgewiesen und belaufen sich somit auf T€ 58.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Wie auch im Vorjahr haben die Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Unter den Verbindlichkeitengegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr von T€ 1.202 (Vorjahr T€ 494) ausgewiesen; die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsaustausch.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden.

Aufgrund der sich insgesamt ergebenen aktiven latenten Steuer wurde gemäß dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 2 HGB auf eine Bilanzierung verzichtet.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Darstellung der Ergebnisrechnung richtet sich nach den handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften des Gesamtkostenverfahrens.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

2017
T€
2016
T€
Aufteilung nach geographisch bestimmten Märkten    
Inland 21.703 21.971
Drittkunden 20.548 20.578
Verbundene Unternehmen 1.155 1.393
Ausland 25.613 25.206
Drittkunden 20.047 19.343
Verbundene Unternehmen 5.566 5.863
  47.316 47.177
Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen    
Beschichtung 23.200 24.233
Handel 23.556 22.011
Sonstiges (Weiterbelastung) 560 933
  47.316 47.177

Außergewöhnliche Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen von T€ 1.241 wurden im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Des Weiteren sind Kursgewinne in Höhe von T€ 554 (Vorjahr T€ 346) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 337 (Vorjahr T€ 19) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Aufgrund der unbedeutenden Höhe der aus dem Deckungsvermögen entstehenden Erträge wurde auf eine Saldierung mit den Zinsaufwendungen verzichtet.

4. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen belaufen sich bis zum Ablauf der Grundmietzeit auf T€ 528 (Vorjahr T€ 516); davon werden T€ 173 im Geschäftsjahr 2018 fällig.

Bei den Leasingverträgen handelt es sich im sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen Kauf und Verkauf von Waren, Bezug und Erbringung von Leistungen im Bereich der Lohnveredelung sowie im Bereich von Dienstleistungen und Kauf und Verkauf von Vermögensgegenständen. Mit natürlichen nahestehenden Personen wurden mit Ausnahme der Geschäftsführeranstellungsverträge keine Geschäfte getätigt. Nachfolgend sind alle wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen aufgeführt:

Geschäft s beziehung en an verbundene Unternehmen 2017
T€
Lieferungen und Leistungen 5.656
Provisionen 651
Dienstleistungen 353
Zinsen 152
Geschäft s beziehung en von verbundenen Unternehmen 2017
T€
Lieferung und Leistungen (und Lohnveredelung) 20.313
Dienstleistungen 1.370
Lizenzen 1.171
Anlagevermögen 133
Provision 65
Zinsen 4

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird von folgenden Personen wahrgenommen:

 

Steven Cast, General Manager North Europe der Praxair Surface Technologies, Batheaston / Vereinigtes Königreich

 

Jann Steen, Hamburg

Herr Steen übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge ist mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben, weil nur die Herr Steen Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft belaufen sich auf T€ 1.470. Die Bezüge von ehemaligen Geschäftsführern der Gesellschaft belaufen sich auf T€ 174.

Arbeitnehmerzahl

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die PST 71 gewerbliche (Vorjahr 86) und kaufmännische 66 (Vorjahr 67) Angestellte.

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr berechnete Abschlussprüferhonorar beläuft sich auf T€ 40 und betrifft Abschlussprüfungsdienstleistungen.

Nachtragsbericht

Mit Vertrag vom 8. Oktober 2018 und mit Wirkung zum 1. November 2018 hat die Praxair Euroholding S.L., Madrid/Spanien, sämtliche Anteile an der Gesellschaft erworben. Der Zusammenschluss der Linde AG, München, und der Praxair Inc., Danbury, Connecticut/USA, wurde zum 31. Oktober 2018 vollzogen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Konzernzugehörigkeit

Zum 31. Dezember 2017 wird der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis, in den die Gesellschaft einbezogen ist, von der Praxair Euroholding S.L., Madrid/Spanien, und der für den größten Kreis verbundener Unternehmen wird von der Praxair Inc., Danbury, Connecticut/USA, erstellt. Der Konzernabschluss der Praxair Euroholding S.L. wird in deutscher Sprache beim Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Praxair Inc. ist unter www.praxair.com veröffentlicht.

Die Gesellschaft hat als verbundene Unternehmen alle Unternehmen angesehen, an der die Praxair Inc., Danbury, Connecticut/USA, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist.

Der Konzernabschluss der Praxair Euroholding S.L. wird nach den Vorschriften des spanischen Handelsgesetzbuches aufgestellt und hat befreiende Wirkung für die ansonsten bestehende Konzernrechnungslegungspflicht der Gesellschaft. Wesentliche vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses der Praxair Euroholding S.L. werden nachfolgend erläutert:

Die Aktivierung von Leasinggegenständen erfolgt auch nach spanischem Recht beim wirtschaftlichen Eigentümer. Für die hiernach erfolgende Zuordnung eines Leasinggegenstandes zum Leasinggeber oder -nehmer werden im Vergleich zu deutschen Prinzipien jedoch unterschiedliche Kriterien angewendet.

Nach spanischem Recht sind auch zukünftige latente Steuervorteile aus temporären Abweichungen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen in Abhängigkeit von der späteren Realisierbarkeit zu aktivieren.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden unabhängig von ihrer Fristigkeit grundsätzlich mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich nicht planmäßig abgeschrieben. Die jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit kann jedoch eine außerplanmäßige Abschreibung erforderlich machen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt mit abweichenden Berechnungsparametern. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach spanischem Recht erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile am Nennkapital der COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredelung mbH, Schlüchtern. Die COATEC Gesellschaft für Oberflächenveredlung mbH verfügt über ein Eigenkapital von T€ 15.726. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt T€ 503.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen.

 

Ratingen, den 5. November 2018

Praxair Surface Technologies GmbH, Ratingen

Die Geschäftsführung

Steven Cast

Jann Steen

Entwicklung des Anlagevermögens 2017

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2017
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Software 1.788.736,52 700,00 0,00 1.226,10 1.788.210,42
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.488.646,43 52.476,20 0,00 478.496,97 9.062.625,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.771.711,00 221.782,84 70.813,32 770.515,08 24.293.792,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.610.107,36 262.165,07 64.152,29 486.789,10 5.449.635,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156.200,61 124.040,40 -134.965,61 9.560,00 135.715,40
  40.026.665,40 660.464,51 0,00 1.745.361,15 38.941.768,76
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.237.039,76 0,00 0,00 0,00 7.237.039,76
  49.052.441,68 661.164,51 0,00 1.746.587,25 47.967.018,94
Abschreibungen
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 1.576.700,69 43.863,70 851,89 1.619.712,50
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.023.131,74 291.799,86 348.673,01 4.966.258,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.063.734,33 1.162.456,05 882.783,72 17.343.406,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.066.839,61 322.640,68 482.827,97 3.906.652,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  26.153.705,68 1.776.896,59 1.714.284,70 26.216.317,57
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  27.730.406,37 1.820.760,29 1.715.136,59 27.836.030,07
Restbuchwerte
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 168.497,92 212.035,83
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.096.367,07 4.465.514,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.950.385,42 7.707.976,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.542.983,30 1.543.267,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 135.715,40 156.200,61
  12.725.451,19 13.872.959,72
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.237.039,76 7.237.039,76
  20.130.988,87 21.322.035,31

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Praxair Surface Technologies GmbH, Ratingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Praxair Surface Technologies GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Praxair Surface Technologies GmbH, Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 5. November 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Dr. Dieter Hovenjürgen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Richard Hindmarsh, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 29.11.2018 festgestellt.

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