Peter Drösser GmbHLiquidiert

51766 Engelskirchen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 7528
Eingetragen
16.6.1976
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
der Betrieb eines Stahlhandels, die Stahlbearbeitung - soweit nicht unter die Handwerksordnung fallend -, die hierzu erforderlichen Nebengeschäfte sowie Handelsgeschäfte jeder Art, soweit hierfür keine besondere gesetzliche Genehmigung erforderlich ist; gewerblicher Güterverkehr und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Marx
seit 12.3.2024
Prokura
Prokura
Koray Süerdem
seit 12.3.2024
Prokura
Richard Pohl
seit 12.3.2024
Prokura
Daniel Bopp
seit 10.1.2013
Geschäftsführer
René Hülser
seit 5.9.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

570.240 €
71.28%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Peter Drösser GmbH

Engelskirchen (vormals: Köln)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

Seit der Gründung im Jahre 1919 beschäftigen wir uns mit dem Handel von Stahl und Metallen aller Art. Unsere Branche hatte seit Jahren mit erheblichen Überkapazitäten zu kämpfen. Unter dem Motto "Menge vor Preis" wurden Geschäfte getätigt, deren Margen im normalen Handelsgeschäft nicht mehr auskömmlich waren. Um diesem ruinösen Wettbewerb zu entgehen, haben wir schon frühzeitig damit begonnen, unser Leistungsspektrum über das normale Handelsgeschäft hinaus zu erweitern und zusätzlich neue Kundengruppen zu erschließen.

In unserem STAHLHANDEL mit den Standorten Ackerstraße 144 in Köln-Mülheim und Im Auel 67-79 in Engelskirchen betreiben wir das klassische Großhandelsgeschäft mit Profilen, Blechen und Rohren aus Stahl, Edelstahl und Aluminium sowie Bauelementen und Bauzubehör. Unsere Stärken sind: Breites Sortiment, hohe Verfügbarkeit, vielfältige Dienstleistungen, Flexibilität, Schnelligkeit und Kundennähe.

In unserem STAHLCENTER, welches in 2019 von der Schanzenstraße in Köln- Mülheim und Von-Hünefeld-Str. in Köln-Ossendorf an unseren Standort nach Engelskirchen umgezogen ist, bieten wir mit unserem Stahlcenter alle gängigen Schneidverfahren für Flachprodukte, Rohre und Profile. Moderne Maschinen und die eigene Pulverbeschichtung komplettieren das Angebot als verlängerte Werkbank unserer Kunden. Wir entwickeln unsere Dienstleistungen ständig weiter, um den Rückgang der Margen aus dem normalen Handelsgeschäft auszugleichen.

Die Peter Drösser GmbH wurde schon im Jahr 1994 nach DIN ISO EN 9002 zertifiziert und gehörte zu den ersten Stahlhandlungen in Deutschland, die ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt hatten. Im Jahr 2014 haben wir uns nach DIN EN 9010 zertifizieren lassen.

Wir sind heute ein über das Rheinland hinaus anerkanntes und renommiertes Unternehmen für Werkstoffkompetenz.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2020 wurde die Weltwirtschaft von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erheblich beeinflusst. Ab Februar belasteten Kontakt-, Reise- sowie Wirtschaftsbeschränkungen als Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus nahezu alle Volkswirtschaften. Die Lockdown-Maßnahmen hatten massive Auswirkungen auf die Wertschöpfungsketten, die Produktionstätigkeit, die Arbeitsmärkte und den Welthandel. Nach der Lockerung der ersten COVID-19-Beschränkungen im Sommer erholten sich die wirtschaftlichen Aktivitäten deutlich. Durch die erneute Ausbreitung der Pandemie zum Jahresende verlangsamte sich diese Dynamik mitunter, da viele Länder ihre Schutzmaßnahmen wieder ausweiteten. Zeitgleich gab es Erfolge bei der Entwicklung und Zulassung der COVID-19-Impfstoffe. Neben der Pandemie haben die US-Präsidentschaftswahlen und der befürchtete harte Brexit in Europa zu erheblichen Unsicherheiten geführt und das Geschäftsklima in 2020 belastet. Die globale Wirtschaft schrumpfte nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Berichtsjahr um 3,5 % (2019: +2,80 %).

In der Eurozone ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut IWF um 7,2 % (2019: + 1,3 %) zurück. Die Wirtschaftsleistung sank pandemiebedingt durch die massiven Auswirkungen auf die Produktions- und Handelstätigkeit deutlich. Aufgrund der schwachen Auslandsnachfrage und Lieferengpässen, insbesondere bei Lieferungen aus China, kam zunächst die Exportwirtschaft unter Druck. Mit dem starken Rückgang des privaten Konsums brach schließlich auch die Inlandsnachfrage stark ein. Die staatlichen Konjunkturpakete konnten die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie teilweise abfangen. Gegen Ende des Jahres führte die zweite Pandemiewelle dann zu erneuten Beschränkungen, die bis ins laufende Jahr anhielten.

Die Wirtschaft Deutschlands verkraftete die Belastungen aus der Corona-Krise im Jahr 2020 besser, als die meisten anderen Euroländer. Waren die Auswirkungen im ersten Quartal noch verhalten, verschärfte sich die Lage mit Beschluss des Lockdown Ende März dramatisch und führte im zweiten Quartal zu einem Konjunktureinbruch von knapp 10 %. Eine Erholungstendenz im Sommer bis etwa November wurde durch den zweiten Lockdown wieder gebremst. Auf Jahressicht erwiesen sich die staatlichen Konsumausgaben insbesondere für Kurzarbeit sowie die Entwicklung der Bauwirtschaft konjunkturstützend. Die übrigen Wirtschaftssektoren mussten zum Teil erhebliche Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Der IWF berechnete für die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2020 eine Verringerung der Wirtschaftsleistung von 5,4 % (2019: +0,6 %). Das statistische Bundesamt weißt mit -5,0 % einen geringfügig besseren Wert aus.

Die Informationen stammen im Wesentlichen aus den folgenden Quellen: Internationaler Währungsfonds (1/2020): World Economic Outlook Update; ifo Konjunkturprognose 2018-2020; Weltbank (1/2020): Global Economic Prospects; Statistisches Bundesamt, Januar 2020.

2. Geschäftsverlauf

Mit dem Ablauf des Geschäftsjahres 2020 gehen 3 extrem anspruchsvolle Jahre für die Peter Drösser GmbH zu Ende. Eine umfassende strategische Neuausrichtung und die Konsolidierung der Standortstrukturen haben in den Bilanzen der Drösser GmbH deutliche Spuren hinterlassen. Auch das Geschäftsjahr 2020 war besonders durch außerordentliche Aufwendungen und nicht planbare Einschränkungen im operativen Geschäft geprägt. Als weitere Maßnahme unserer Strategieumsetzung haben wir im 3. Quartal das Grundstück und Gebäude einer Tochtergesellschaft veräußert und diese zum 31.07.2020 mit unserem Unternehmen verschmolzen.

Aufgrund der deutlichen Einschränkungen durch das Coronavirus und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen konnten wir unsere Vertriebsaktivitäten zum Aufbau unserer neuen strategischen Ausrichtung nicht wie geplant umsetzen.

Durch die besonders im 2. Quartal 2020 entstehende Unsicherheit über die weitere Entwicklung rund um das Coronavirus und eine damit einhergehende Konfrontation mit dem Thema Kurzarbeit, Homeoffice, etc. konnten wir unsere Personalkostenplanung nicht halten. Um möglichst handlungsfähig zu bleiben, haben auch wir uns auf das Thema Kurzarbeit vorbereitet. Um die Voraussetzungen für den Antrag auf Kurzarbeit zu erfüllen, mussten sämtliche Alturlaubstage und Überstunden abgebaut werden. Aufgrund dessen konnten wir Optimierungen der Personalkostenstruktur nicht wie geplant umsetzen.

Erhöhte Aufwendungen in den Bereichen Warenabgabe und IT /EDV haben hier das Ergebnis ebenfalls belastet. Im Bereich der Warenabgabe hat eine immens ansteigende Zunahme der Kleinlosigkeit die Aufwendungen im Bereich der externen Verfrachtung deutlich erhöht. Diese negativen Effekte konnten durch eine Umstellung der Logistik erst zum Ende des 3. Quartals 2020 behoben werden. Im Bereich der IT / EDV Aufwendungen ergaben sich Mehraufwendungen unter anderem durch den nicht wie geplant im Geschäftsjahr 2020 umgesetzten Umzug der Vertriebseinheit nach Engelskirchen und den damit einhergehenden Weiterbetrieb zweier Verkaufsbüros und die Herstellung der Homeoffice Fähigkeit.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2020 ist unser Umsatz um 1,8 % gestiegen. Dies liegt an den oben genannten Gründen und auch an den am Jahresende leicht gestiegenen Stahlpreisen.

Zum 31.07.2020 wurde eine 100 %ige Tochtergesellschaft auf die Berichtsfirma verschmolzen. Die G.u.V. -Werte der Drösser Immobilien GmbH wurden in die G.u.V. der Peter Drösser GmbH übernommen. Die Tochtergesellschaft hatte im Juli 2020 ihre einzige Betriebsgrundlage (Grundstück und Gebäude) mit einem Gewinn von TEUR 1.298 verkauft. Diesen Gewinn weist die Berichtsfirma unter den "sonstigen betrieblichen Erträgen" aus, welcher im wesentlichen zu der deutlichen Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem Vorjahr führt.

Der Rohertrag erhöhte sich aufgrund der beiden oben aufgeführten Punkte um TEUR 1.594. Das Betriebsergebnis war mit TEUR 193 um TEUR 1.648 besser als im Vorjahr.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2020 TEUR 604.

Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 551 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 332 auf TEUR 4.740 erhöht. Wesentliche Veränderungen ergaben sich im Berichtsjahr insbesondere bei den Mietleasing-Kosten für bewegliche technische Anlagen (TEUR 134), bei den Ausgangsfrachten (TEUR 131), sowie den EDV-Kosten (TEUR 68).

3.2 Finanzlage

Unser Unternehmen verfügte im Berichtsjahr stets über ausreichende Liquidität. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt unsere solide Finanzierung. Die Eigenkapitalquote ist von 6,3 % auf 12,98 % gestiegen.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzstruktur unseres Unternehmens stellt sich im Vorjahres vergleich wie folgt dar:

31.12.2020 31.12.2019
Aktiva TEUR TEUR
Anlagevermögen 4.181 3.999
Umlaufvermögen 11.288 9.931
Gesamtvermögen 15.469 13.930
31.12.2020 31.12.2019
Passiva TEUR TEUR
Eigenkapital 2.008 877
Rückstellungen 1.012 1.022
Verbindlichkeiten 12.449 12.031
Gesamtkapital 15.469 13.930

Die Bilanzsumme der Peter Drösser GmbH ist zum 31.12.2020 um TEUR 1.539 gestiegen. Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 182 erhöht. Die Erhöhung resultiert im wesentlichen aus dem Anstieg der Finanzanlagen um TEUR 162.

Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr um TEUR 659 erhöht. Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind um TEUR 153 gesunken.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 1.456 auf TEUR 1.134 gemindert. Die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen haben sich um TEUR 835 verringert. Die Forderungen gegen die Peter Drösser Stahlhandel GmbH & Co. KG haben sich um TEUR 1.803 gegenüber dem Vorjahr gemindert und werden im Berichtsjahr als Verbindlichkeit ausgewiesen.

III. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2021 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 5,5 %. Die Produktion von wirksamen COVID-19-Impfstoffen und Therapien, die das Gesundheitssystem entlasten, sowie eine Ausweitung der fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen könnten die globale Produktion ankurbeln und das Wirtschaftswachstum deutlich positiv beeinflussen. Weitere mutierte COVID-19- Ausbrüche und Verzögerungen bei der Verteilung von Impfstoffen seien die Hauptrisiken. Zusätzliche Unsicherheitsfaktoren wie erneute politische Spannungen zwischen den USA und China, zunehmende Liquiditätsengpässe und steigende Unternehmensinsolvenzen stellen ebenfalls Risiken dar.

Die Wirtschaft der Eurozone wird im Jahr 2021 gemäß IWF voraussichtlich um 4,2 % wachsen. Eine nachhaltige Bewältigung der Pandemie im Jahresverlauf in Verbindung mit einer raschen und effizienten Umsetzung des EU-Konjunkturprogramms könnte laut IWF Strukturreformen fördern und dem Euroraum zu Konsum- und Produktivitätswachstum verhelfen. Die unveränderte Geldpolitik führt weiterhin zu niedrigen Zinsen für die Zeit der Pandemiekrise.

Trotz der aufwendigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen blicken wir durchaus positiv auf das Geschäftsjahr 2021. Die Mischung aus einem sehr spannenden Marktumfeld (dies bezieht sich vor allem auf die besondere Lage auf der Beschaffungsseite) und unsere sich sehr positiv entwickelnden strategischen Ausrichtungen stellen sich für das 1. und auch 2. Quartal 2021 als sehr zufriedenstellend dar.

Die strategische Positionierung in den Produktbereichen Blech und Rohr und der damit einhergehende Ausbau der Kundengruppen Großverbraucher und Industrie zeigen bereits sehr erfreuliche und vor allem auch erfolgreiche Entwicklungen. So konnte mit mehreren strategischen Zielkunden bereits größere Rahmenabkommen abgeschlossen werden. Die Entwicklung bei der Gewinnung weiterer neuer Kunden in diesem Segment ist ebenfalls sehr erfreulich.

Der Outscourcing-Prozess der Grobblechbearbeitung (Kundengruppe Maschinenbau) ist im vollen Gange. Eine Plasmabrennschneidanlage sowie eine Strahlanlage konnte bereits erfolgreich veräußert werden. Die Veräußerung der autogenen Brennschneidanlage als letzte Maschine in diesem Segment ist für das 3. Quartal 2021 realisiert worden. Aktuell arbeiten wir mit einem Partnerbertrieb an einem Preismodell für den Zukauf von Brennteilen aus Grob- und Quartoblech.

Auch die Fokussierung in unserem Stahlcenter auf die Rohr - und Blechbearbeitung konnte bereits eingeleitet werden. So konnten wir gemeinsam mit unserem Partner Trumpf die Anschaffung einer zweiten Flachbettlaserschneidanlage realslisieren. Das Interesse unserer Kunden an den unzähligen Einsatzmöglichkeiten des Rohr- und Profillasers ist sehr groß.

Waren Anfang des Geschäftsjahres 2021 die stark steigenden Einkaufspreise im Fokus unseres Einkaufs, so hat sich die Lage zu Beginn des 2. Quartals 2021 nochmal deutlich verschärft! Nicht die immer weiter steigenden Einkaufspreise bestimmen aktuell das Geschehen, sondern schlichtweg die Verfügbarkeit des Materials an sich. Für uns hat diese Entwicklung für das erste Halbjahr 2021 zu einer erheblichen Steigerung des Rohertrages im Vergleich zu den Planzahlen geführt.

Für das Jahr 2021 rechnen wir mit einem deutlichen Gewinn und keinem Verlust mehr.

Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Geschäftsfelder im Großhandel sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Um eine zuverlässige Finanzberichterstattung und die zutreffende Erfassung von Transaktionen in der Buchhaltung sicherzustellen, bestehen Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmungen. Zur Vermeidung von Missbrauch achten wir auf eine systematische Trennung von Funktionen. Zusätzlich tragen die vom Management durchgeführten Überwachungen und Bewertungen dazu bei, dass Risiken mit direktem Einfluss auf die Finanzberichterstattung identifiziert werden und Kontrollen zur Risikominimierung eingerichtet sind.

Soweit darstellbar gilt bereits seit vielen Jahren konsequent das 4-Augen-Prinzip. Speziell im finanzwirtschaftlichen Bereich gibt es hiervon keine Ausnahmen.

Risiken, hervorgerufen durch Katastrophen und sonstige Fehlleistungen im personellen Bereich werden durch umfängliche Versicherungen abgedeckt, wie z.B. eine Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung oder Haftpflichtversicherungen bis hin zur Umwelt-Haftpflichtdeckung. Darüber hinaus existiert zur Abdeckung von internen und teilweise auch externen Betrugsfällen eine Vertrauensschadensversicherung.

Alle betrieblichen Prozesse unterliegen dem Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001:2000. Im Rahmen dessen werden interne Prozesse ständig optimiert und abgesichert. Im IT-Bereich wird ausgehend von einer intern erarbeiteten Sicherungsphilosophie gewährleistet, dass alle Betriebsbereiche selbst im Katastrophenfall (Brand) auf redundanten Systemen jederzeit mit nur kurzen Unterbrechungen weiter arbeiten können.

Durch kontinuierliche Weitereinwicklung der Controlling-Systeme konnte im Geschäftsjahr die Transparenz der gesamten Gruppe deutlich verbessert werden. Monatliche Analysen je Unternehmen, je Profitcenter und Kostenstelle sind möglich.

Das Risiko von Forderungsausfällen bleibt weiterhin beherrschbar. Die eingerichteten Prozesse, deren konsequente Anwendung und die flankierende Warenkreditversicherung, helfen uns, die Forderungsausfallquote in engen Grenzen zu halten. Außerdem wurden durch den bei uns angestellten Juristen die Kreditprüfung und das Mahnwesen weiter professionalisiert.

2. Chancenbericht

Unternehmerisches Handeln besteht auch darin, Chancen zu erschließen und zu nutzen, und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Unternehmerische Chancen werden nicht innerhalb unseres Risikomanagementsystems berichtet; sie werden in der jährlich zu erstellenden Operativen Planung erfasst und unterjährig im Rahmen der periodischen Berichterstattung verfolgt. Die direkte Verantwortung, Chancen frühzeitig zu identifizieren und zu realisieren, liegt bei den Geschäftsfeldern. Im Rahmen des Strategieprozesses werden längerfristig die Chancen für weiteres profitables Wachstum ermittelt und in den Entscheidungsprozess eingebracht.

Wir sehen uns durch unseren breiten Produktmix, unser umfassendes Dienstleitungsangebot sowie das weit gefächerte Kundenportfolio sehr gut aufgestellt.

Durch unser Geschäftsmodell mit schnellen, flexiblen und individuellen Lösungen für unsere Kunden, können wir uns weitestgehend aus dem doch teils ruinösen Margenwettkampf unserer Mitbewerber heraushalten. Die weitere Vernetzung der einzelnen Unternehmen im Bereich der Kundenbetreuung liegt hier im Fokus für das Jahr 2021.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, schwankenden Stahlpreisen und sinkenden Margen. Vor dem Hintergrund unserer oben aufgeführten Chancen sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Köln, im Juni 2021

Michael Bopp

Daniel Bopp

Rene Hülser

Bilanz zum 31. Dezember 20

mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 465.455,90 531.146,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.168,17 12.501,17
474.624,07 543.648,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.524,37 20.460,37
2. technische Anlagen und Maschinen 781.516,05 698.378,92
3. andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 1.316.748,92 1.307.187,66
4. Anlagen im Bau 0,00 1.447,56
2.115.789,34 2.027.474,51
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.152.212,87 1.044.204,62
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 242.688,95 232.100,40
3. sonstige Ausleihungen 195.472,08 151.450,61
1.59O.373,9O 1.427.755,63
4.180.787,31 3.998.878,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.878.235,00 5.219.246,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.008.336,39 4.616.185,07
-davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Euro 460.967,47 (Vj. Euro 1.309.971,49)
III. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.323.080,73 64.311,55
11.209.652,12 9.899.742,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.329,36 31.511,90
15.468.768,79 13.930.132,73

PASSIVA

Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Eigenkapital 800.000,00 800.000,00
II. Gewinnrücklagen - Andere Gewinnrücklagen - 51.129,19 51.129,19
III. Gewinnvortrag 1.658.394,18 1.315.400,93
IV. Jahresfehlbetrag -501.556,60 -1.289.723,82
2.007.966,77 876.806,30
B. Rückstellungen 1.011.851,14 1.021.636,41
C. Verbindlichkeiten 12.448.950,88 12.031.690,02
-davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Euro 7.828.294,82 (Vj. Euro 9.156.534,64)
-davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Euro 605.158,01 (Vj. Euro 975.266,40)
15.468.768,79 13.930.132,73

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
Euro Euro
1. Rohergebnis 13.057.679,00
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -6.265.453,13
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.255.727,93 -7.521.181,06
- davon für Altersversorgung Euro 23.386,15 (Vj. Euro 127.308,34)
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -604.354,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.739.757,08
5. Erträge aus Beteiligungen 261,65
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.930,36
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -572.570,64
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 42.652,00 (Euro 48.746,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -67.954,45
9. Ergebnis nach Steuern -392.946,46
10. sonstige Steuern -108.610,14
11. Jahresfehlbetrag -501.556,60

Anlagespiegel 2020

Anfangsbestand Zugänge
Zuschreibungen (Z)
Umbuchungen
( +/ ./.) netto
Abgänge netto Endbestand
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 734.634,61 65.824,00 0,00 0,00 800.458,61
0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
0,00
784.634,61 65.824,00 0,00 0,00 850.458,61
0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 54.670,17 0,00 0,00 0,00 54.670,17
0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.126.480,49 216.464,03 0,00 171.266,88 1.171.677,64
3,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.544.707,94 292.284,54 1.447,56 136.578,22 2.701.861,82
3.092,00
4. Anlagen im Bau 1.447,56 0,00 -1.447,56 0,00 0,00
0,00
3.727.306,16 508.748,57 0,00 307.845,10 3.928.209,63
3.095,50
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.044.204,62 400.000,00 0,00 291.991,75 1.152.212,87
291.991,75
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 232.100,40 10.588,55 0,00 0,00 242.688,95
3. sonstige Ausleihungen 151.450,61 44.021,47 0,00 0,00 195.472,08
1.427.755,63 454.610,02 0,00 0,00 1.590.373,90
5.939.696,40 1.029.182,59 0,00 307.845,10 6.369.042,14
295.087,25
Abschreibungen
(kumuliert)
01.01.2020
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
Abgänge Abschreibungen
(kumuliert)
31.12.2020
Buchwert Ende
des Geschäftsjahres
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 203.487,71 131.515,00 0,00 335.002,71 465.455,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 37.498,83 3.333,00 0,00 40.831,83 9.168,17
240.986,54 134.848,00 0,00 375.834,54 474.624,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 34.209,80 2.936,00 0,00 37.145,80 17.524,37
2. technische Anlagen und Maschinen 428.101,57 133.323,40 171.263,38 390.161,59 781.516,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.237.520,28 281.078,84 133.486,22 1.385.112,90 1.316.748,92
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.699.831,65 417.338,24 304.749,60 1.812.420,29 2.115.789,34
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.152.212,87
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 242.688,95
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 195.472,08
0,00 0,00 0,00 0,00 1.590.373,90
1.940.818,19 552.186,24 304.749,60 2.188.254,83 4.180.787,31
Die aufgrund der Verschmelzung mit der Peter Drösser Immobilien GmbH übernommene Abschreibung beträgt für 2020: 52.168,00 52.168,00
604.354,24 356.917,60

Verbindlichkeitenspiegel 2020

Bilanz Restlaufzeit
Passivseite bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren
EUR EUR EUR EUR
C. Verbindlichkeiten 12.448.950,88 9.867.275,28 2.581.675,60 1.134.563,98
12.448.950,88 9.867.275,28 2.581.675,60 1.134.563,98
davon - aus Steuern (1) - im Rahmen der sozialen Sicherheit (2) davon gesichert durch Pfand - und ähnliche Rechte Art der Sicherheit
EUR EUR
C. Verbindlichkeiten 216.370,39 (1) 7.828.294,82 Sicherungsübereignungen, Bürgschaften und Globalzession
8.741,01 (2)
225.111,40 7.828.294,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Die Peter Drösser GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 7528 eingetragen.

Zum 31.07.2020 wurde die 100 %ige Tochter Drösser Immobilien GmbH auf die Peter Drösser GmbH verschmolzen. Die Bilanz- und G.u.V.-Werte der Drösser Immobilien GmbH wurden einzeln in die Bilanz und G.u.V. der Peter Drösser GmbH übernommen.

Geschäftsführungsorgane

Geschäftsführer in 2020 waren Herr Michael Bopp (Kaufmann), Herr Daniel Bopp (Kaufmann), jeweils Köln und Herr René Hülser (Kaufmann), Brühl.

Am Ende des Berichtsjahres waren

9 leitende Angestellte

60 Angestellte

87 Arbeiter

13 Aushilfen

3 Auszubildende

beschäftigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Grundsatz der Ansatz- und Bewertungsstetigkeit wurde beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend der handelsrechtlichen Handhabung aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die im Jahre 2008 erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden weiterhin nach der bisherigen Methode abgeschrieben. Eine Änderung des Abschreibungsplans erfolgte nicht. Die Abschreibung beträgt für 2020 EUR 3.333,00.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Der Wertminderung des Sachanlagevermögens wird durch angemessene lineare bzw. degressive Abschreibung für Abnutzung unter Einhaltung der handelsrechtlichen Vorschriften Rechnung getragen. Die im Geschäftsjahr 2020 angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 wurden in voller Höhe abgesetzt.

Die Finanzanlagen werden mit dem Aktivwert bzw. den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Beschaffungskosten. Bei der Bewertung der Waren wurde die Durchschnittsbewertung angewandt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die übrigen Forderungen sind mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Zur Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) nach den International Accounting Standards gewählt. Dabei wurde die Rückstellung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der anzuwendende Abzinsungssatz wurde von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der "Rückstellungsabzinsungsverordnung" ermittelt und beträgt zum 31.12.2020 2,30 %.

Bei der Berechnung der Pensionsrückstellung für Michael Bopp wurde als Rententrend 1,00 % angesetzt. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus dem Übergang vom 7- auf den 10-Jahres-Durchschnitt des Marktzinses ergibt, beläuft sich auf Euro 153.239,00 und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die Pensionsrückstellung für Michael Bopp mit einem Erfüllungsbetrag von Euro 1.606.720,00 wurde mit dem zuzuordnenden Planvermögen verrechnet. Die Anschaffungskosten dieses Planvermögens entsprechen dem verrechneten beizulegenden Zeitwert von Euro 1.041.968,86.

Die übrigen Rückstellungen enthalten sämtliche erkennbaren Risiken nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Die Dotierung der Rückstellungen erfolgte mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Der Wertansatz der Eventualverbindlichkeiten entspricht dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Mit einer Inanspruchnahme aus den Avalkonten wird nicht gerechnet.

Anlagevermögen

Unter Beteiligungen sind die folgenden Geschäftsanteile ausgewiesen:

Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
Euro Euro Euro Euro
ProKilo Distribution GmbH 225.000,00 100 % -182.265,87 -18.535,65
BF - Verwaltung GmbH 25.000,00 100 % -41.892,40 2.337,33
SuMo GmbH 25.000,00 100 % 5.763,16 -324,71
Stahlhandel Beteiligungs GmbH 64.003,00 90 % 3.479.468,51 1.518.334,23
Drösser Franchise GmbH 26.882,03 100 % 25.883,61 505,96
ProKilo Metall- und Kunststoffmarkt GmbH 10.000,00 100 % -595.767,25 -61.954,51
LSB GmbH 25.000,00 50 % -243.789,25 -5.008,96
ProKilo GmbH & Co. KG 551.327,84 100 % 496.198,42 30.216,54
Blechform GmbH & Co. KG 200.000,00 100 % 200.000,00 -128.925,09
1.152.212,87

Das ausgewiesene Eigenkapital und Jahresergebnis entspricht dem Geschäftsjahr 2019.

Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von Euro 800.000,-- und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Bei den wesentlichen sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für ausstehenden Urlaub.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren stellen sich wie folgt dar :

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Euro 71.208,41
sonstige Verbindlichkeiten Euro 1.063.355,57

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen zum 31.12.2020 Euro 467.473,73.

Die Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

sonstige Angaben

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind aufgrund der Verschmelzung der Drösser Immobilien GmbH auf die Peter Drösser GmbH folgende einmalige außerordentliche Effekte enthalten:

Unter den sonstigen betrieblichen Erträge befindet sich ein Ertrag aus dem Verkauf des Grundstücks und Gebäude der Drösser Immobilien GmbH von TEuro 1.298. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen befindet sich ein Verschmelzungsverlust von TEuro 92.

Avale und Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten betragen zum 31.12.2020 Euro 6.928.711,83. Dabei handelt es sich überwiegend um Bürgschaften für Verbindlichkeiten von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Die Berichtsfirma hat am 31.12.2020 Euro 2.279.997,60 Kontoguthaben für ein Unternehmen der Drösser-Gruppe verpfändet.

Die Berichtsfirma hat am 31.12.2020 Euro 464.579,84 ihrer Forderungen aus L.u.L. und ihren Warenbestand als Sicherheiten für Unternehmen der Drösser-Gruppe gestellt.

Mit einer Inanspruchnahme aus den gestellten Sicherheiten wird nicht gerechnet, weil die Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Banken ausreichend nachkommen.

Die Berichtsfirma hat sich bereit erklärt, die ProKilo Metall- und Kunststoffmarkt GmbH, Wien, laufend mit Finanzmitteln auszustatten.

Die Berichtsfirma hat bezogen auf ihre Forderungen gegen die LSB GmbH, gegen die ProKilo Distribution GmbH und gegen die ProKilo Deutschland GmbH Rangrücktritte erklärt.

sonstige finanziellen Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Leasing- und Mietverträgen für bewegliche Anlagengegenstände betragen für das Jahr 2020 Euro 837.854,17 netto.

Insgesamt über die Laufzeit betragen die zukünftigen sonstigen Verpflichtungen Euro 2.865.316,79 netto.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus diversen Mietverträgen für Geschäftsgrundstücke und Büroräume mit zu leistenden Mietzinsen pro Jahr in Höhe von Euro 1.047.934,86 für das Jahr 2020.

Die zukünftigen sonstigen Verpflichtungen aus den Mietverträgen betragen jährlich Euro 1.051.321,00.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Aufgrund der Verschmelzung ist der Gewinnvortrag der Drösser Immobilien GmbH in Höhe von Euro 1.632.717,07 auf die Peter Drösser GmbH übergegangen.

Für das Geschäftsjahr 2020 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.156.837,58.

Wir schlagen vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Organe der Gesellschaft

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer entfällt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren

 

Köln, den 28.06.2021

Michael Bopp

Daniel Bopp

René Hülser

Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses 2020 und zum Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und den Lagebericht 2020 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen.

Zu dem in der ordentlichen Gesellschafterversammlung vom 05.07.2021 festgestellten vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 hat unser Abschlussprüfer den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Peter Drösser GmbH

Prüfungsurteile

"Ich habe den Jahresabschluss der Peter Drösser GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Peter Drösser GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht auf gedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Engelskirchen, den 30.06.2021

Dr. Udo Meyer, Wirtschaftsprüfer"

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