Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
ADVICS Europe GmbH
Odenwaldstraße 8, 63263 Neu-Isenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Osamu Kohinata seit 16.6.2025 | Geschäftsführer |
Hisashi Ando seit 16.6.2025 | Geschäftsführer |
Yoshio Uchiyama seit 16.6.2025 | Geschäftsführer |
Nobuyuki Oi seit 13.2.2025 | Geschäftsführer |
Toru Fujita seit 1.8.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ADVICS CO., LTD. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ADVICS Europe GmbHNeu-IsenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Grundlegende Informationen zum Unternehmen1-1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die ADVICS Europe GmbH (ADSEU) mit Sitz in Neu-Isenburg gehört zum ADVICS Konzern innerhalb der japanischen AISIN Gruppe, welche zu den zehn weltweit größten Automobilzulieferern 1 gehört. Das Unternehmen ist die erste Vertriebs- und Entwicklungsniederlassung von ADVICS in Europa. Der Tätigkeitsschwerpunkt des 2011 gegründeten Unternehmens ist die Entwicklung und Lieferung von Bremssystemen und Bremskomponenten in der Automobilindustrie. Die Hauptaufgabe der ADVICS Europe GmbH ist der Verkauf von Bremsenkomponenten auf dem europäischen Markt. Zu den weiteren wichtigen Aufgaben zählt, zusammen mit einem Fertigungswerk in der Tschechischen Republik (ADVICS Manufacturing Czech s.r.o. (ADSMC) - eine 100%ige Tochtergesellschaft der ADSEU), die Förderung und der Ausbau des Verkaufs, sowie der Entwicklung von Bremssystemen in Europa. Derzeit verkauft ADSEU hauptsächlich Bremssättel, die von ADSMC hergestellt werden. Diese werden gemäß den Spezifikationen des jeweiligen Kunden angefertigt. ADSMC agiert hierbei als ein Lohnfertiger für die ADVICS Europe GmbH und wird auf Basis der anfallenden Fertigungskosten zuzüglich Nebenkosten entlohnt. Am Geschäftssitz des Unternehmens sind die Geschäftsbereiche Anwendungstechnik, Vertrieb, Qualität Sicherung, Finanzwesen und Administration angesiedelt. Das Managementteam strebt nach einer nachhaltig positiven Entwicklung der Geschäftsergebnisse. Dies soll insbesondere durch effizientes und abgestimmtes Handeln in den Bereichen Fertigung und Logistik der beiden Unternehmenszweige in Deutschland und der Tschechischen Republik erfolgen. 1-2. Forschung und Entwicklung ADSEU betreibt Forschung und Anwendungsentwicklung im Bereich Fahrzeugbremsen, insbesondere konventionelle Bremsenkomponenten (Bremssättel, Bremsbeläge und Bremsscheiben) sowie Bremskontrollsysteme (ABS, ESP, EPB und Bremssysteme für Elektrofahrzeuge). Darüber hinaus führt ADSEU in Europa Fahrzeugtests durch. Die vom Kunden beauftragten Fahrzeugtests finden innerhalb Deutschlands, in Spanien und in Italien statt. ADSEU stellt seine Produkte speziell europäischen Autoherstellern vor, um sie von der Produktperformance zu überzeugen und um Anfragen für Prototypenprodukte zu Testzwecken zu erhalten. Falls ADSEU derartige Anfragen bekommt, werden die Automobilhersteller zu einem Test am Fahrzeug eingeladen, um die Leistung der Produkte vorzustellen. 2. Wirtschaftsbericht2-1. Europäische branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Europäische Automobilindustrie Laut der Ankündigung des Verbandes der europäischen Automobilhersteller (ACEA) im Jahr 2023 stieg die Zahl der verkauften Neufahrzeuge (Personenkraftwagen) in Europa (EU27) im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 % auf 10,55 Millionen Pkw. Obwohl das Niveau von 2019 vor der Corona Pandemie nicht erreicht wurde, verzeichneten fast alle Länder im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs und übertrafen zum ersten Mal seit vier Jahren die Marke von 10 Millionen Pkw. Deutschland, der größte Markt, verzeichnete einen Anstieg von 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr, während viele andere Länder noch stärkere Zuwächse verzeichnen konnten, wie zum Beispiel Italien (+18,9 %), Spanien (+16,7 %) und Frankreich (+16,1 %). Das Gros der Verkäufe waren weiter Autos mit den traditionellen Antriebsstoffen wie Benzin, deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 % auf rund 3,72 Mil. Stück stieg. Dies war das erste Mal seit vier Jahren, dass der Absatz von Benzin-Verbrennern im Jahresvergleich zunahm, machte dabei 35,3 % aller Neuzulassungen aus, 1,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Es folgten die Hybridelektrofahrzeuge (HEV), die im Vergleich zum Vorjahr um 29,5 % auf rund 2,72 Mil. Stück und 25,8 % der Gesamtzulassungen stiegen (plus 3,1 Prozentpunkte). Erstmals überholten die batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) die Dieselfahrzeuge an dritter Stelle und stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 37,0 % auf rund 1,54 Mil. Stück bzw. 14,6 % des Gesamtbestands (+2,5 Prozentpunkte). Die Zahl der Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen (PHEV)-Neuzulassungen war in vielen Ländern höher als im Vorjahr. In Deutschland, dem größten Markt im Jahr 2023, auf den etwa 40 % der EU entfallen, hat sich die Zahl der Zulassungen jedoch fast halbiert, was teilweise auf die Abschaffung der Subventionen für den Kauf von PHEV Ende 2022 zurückzuführen ist. b) Wettbewerbssituation Die wichtigsten Erfolgsmerkmale in der Automobilindustrie sind Qualität, Technologie und eine hohe, kostengünstige Produktivität. Die Fahrzeughersteller sind damit konfrontiert, die Endpreiserwartungen der Kunden bei wachsenden Garantiekosten durch Rückrufaktionen einzuhalten. Kunden erwarten immer raffiniertere Infotainment-Systeme zu niedrigen Preisen sowie ein hohes Ausstattungsniveau als Standard. Der starke Wettbewerb in allen Marktsegmenten zwingt die Fahrzeughersteller dazu, massiven Druck auf ihre Zulieferer auszuüben, mit dem Ziel deren Gewinnspanne auf das gerade noch erträgliche Minimum zu reduzieren. Der Prozess für den Abschluss eines Serienliefervertrages für Bremssysteme mit einem Automobilhersteller dauert zwischen drei und fünf Jahren. Der Auswahlprozess, den potenzielle Lieferanten durchlaufen müssen, ist komplex und sehr zeitaufwendig. Die Kosten, die dieser Vergabevorgang verursacht, trägt der Zulieferer. Es herrscht ein sehr starker Wettbewerb und Preisdruck, um in die nähere Auswahl zu kommen. ADSEU ist nicht mehr neu auf dem europäischen Markt für Bremssysteme, aber der Marktanteil ist immer noch gering. Es konnten 3 neue Projekte und darunter ein komplett neuer Kunden gewonnen werden, von denen eines im kommenden Jahr mit der Serienproduktion begonnen wird. Hauptkonkurrent der ADSEU in Bezug auf Bremssättel auf dem europäischen Markt ist die Brembo S.p.A., Sitz: CURNO (Bergamo) - Via Brembo, 25 Italy. ADSEU zeichnet sich durch eine besondere Bearbeitungstechnologie aus sowie durch eine Geräuschfreiheit, an deren Verbesserung stetig gearbeitet wird. 2-2. Geschäftsverlauf In der Eurozone ist die Wirtschaft seit dem Sommer 2022 wegen der Energiekrise stark beeinträchtigt. Im Jahr 2023 wurde das Wirtschaftswachstum durch die Aushöhlung der Kaufkraft der privaten Haushalte, eine erhebliche geldpolitische Straffung, die teilweise Rücknahme der fiskalpolitischen Unterstützungsmaßnahmen und die sinkende Auslandsnachfrage gebremst. Neben der aktuellen herausfordernden Situation in der Automobilindustrie führte der Volumenrückgang durch Generationswechsel bei der Automobilplattform MRA1 (erste Serie der Modular Rear Architechture) hauptsächlich zum Rückgang der Absatzzahlen. Durch die Auswirkungen aus der Ukraine-Krise war die ADSEU zudem weiter steigenden Gemeinkosten ausgesetzt. Insgesamt wird es im kommenden Jahr eine Herausforderung sein, weitere neue Kunden zu gewinnen. 2-3. Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 40 % gesunken. Im Geschäftsjahr 2023/2024 generierte ADSEU ein Umsatzvolumen von Mio. EUR 22,9 (gegenüber Vorjahr.: Mio. EUR 38,3). Dieser Rückgang war insbesondere auf das Projektende MRA1 beim Hauptkunden Mercedes-Benz zurückzuführen. Bezogen auf die für das Jahr 2023/2024 geplanten Umsätze von Mio. EUR 25,8 blieben die Umsätze, aufgrund des vorzeitigen Endes der MRA1 Plattform und des nicht eingegangenen Bestellungsvolumen der MRA2 Plattform hinter den Erwartungen leicht zurück. Der Umsatz in Deutschland ist von Mio. EUR 26,9 auf Mio. EUR 12,0 gesunken. Der Umsatz auf dem französischen Markt sind von Mio. EUR 6,5 auf Mio. EUR 7,1 leicht gestiegen. Die ADSEU GmbH ist ebenfalls in Afrika sowie Asien tätig. Auf dem afrikanischen Markt sind die Umsätze von Mio. EUR 0,1 auf Mio. EUR 0,5 gestiegen. Die Umsätze auf dem asiatischen Markt sind von Mio. EUR 4,8 auf Mio. EUR 3,2 gesunken. Die Umsätze wurden im Geschäftsjahr zu 100% in Euro erzielt. Im Vergleich zum Umsatz sind die Materialaufwendungen überproportional auf Mio. EUR 19,8 (Vj.: Mio. EUR 35,4) gesunken, was sich in einer leichten Abnahme der Materialintensität auf 86,5% (Vj. 92,2%) widerspiegelt. Die Umsatzrentabilität als Quotient von EBIT zu den Umsatzerlösen, ist im Geschäftsjahr 2023/2024 auf -0,17 % (Vj.: 0,4 %) gesunken. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 140, insbesondere aufgrund von Gehaltserhöhungen. Ebenso sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 110 auf TEUR 1.744 gestiegen, was u.a. auf höhere Fremdwährungskursverluste zurückzuführen ist. Der Jahresfehlbetrag liegt mit Mio. EUR 0,09 um Mio. EUR 0,17 unter dem Vorjahresergebnis (Mio. EUR 0,08). Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Umsatzerlöse sowie den Anstieg der Personalaufwendungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind Umsatz und Jahresüberschuss. 2-4. Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 3,4 auf Mio. EUR 15,4 verringert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (Mio. EUR 8,2) sind zum Bilanzstichtag um 23,5 % gesunken (per 31. März 2023 Mio. EUR 10,7). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Mio. EUR 2,8 zum Bilanzstichtag sind im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 3,3) um 15% gesunken, was vor allem auf dern starken Umsatzrückgang zurückzuführen ist. Das Anlagevermögen beträgt TEUR 7.127 zum Bilanzstichtag (per 31. März 2023 TEUR 8.055). Der Rückgang resultiert vor allem an der Rückzahlung eines Darlehens der Tochtergesellschaft. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 46% (per 31. März 2023 43%). Der Bestand an liquiden Mitteln (Mio. EUR 0,00) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 0,00) fast nicht verändert, da die Gesellschaft in ein gruppenweites Cash-Pooling System eingebunden ist. Das Cash-Pooling-System der AISIN-Gruppe wird seit 2015 als tägliche Transaktion eines Sweep-Kontos verwendet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen daraus belaufen sich per 31. März 2024 auf Mio. EUR 4,4 (per 31. März 2023 Mio. EUR 6,2), insbesondere aufgrund geringerer Cashpool-Forderungen. Das Eigenkapital verringerte sich per 31. März 2024 auf TEUR 8.941 (per 31. März 2023 TEUR 9.032) durch den im Geschäftsjahr angefallenen Jahresfehlbetrag. Die Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 728 (per 31. März 2023 TEUR 622), insbesondere aufgrund höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten verminderten sich per 31. März 2024 insgesamt auf TEUR 5.743 (per 31. März 2024 TEUR 9.154), vor allem aufgrund geringerer Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin durch die Rückzahlung von Darlehen im Geschäftsjahr sowie geringere Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft in Tschechien aufgrund des Rückgangs der Geschäftstätigkeit. 2-5. Finanzielle Lage Die Sicherstellung der Liquidität wird konzernintern geregelt. Die ADSEU hat keine Kredite von Banken oder Finanzinstituten, da sie in das "Cash-Pooling-System" von AISIN Europe S.A. in Belgien einbezogen wird, die eine stabile Finanzierung gewährleistet und die Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Zum Ende des Geschäftsjahres bestanden keine Kreditlinien aus dem Cash-Pooling Verhältnis. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von Mio. EUR 8,2 sind aktuell um Mio. EUR 5,0 höher als die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Einbindung in den konzerninternen Cashpool sehen wir die Finanzlage derzeit und künftig als geordnet an. Die Darlehen des Gesellschafters ADVICS CO.LTD, Japan, wurden vollständig im Geschäftsjahr getilgt (per 31. März 2023 Mio. EUR 2,3). Die ADSEU hatte ihrer Tochtergesellschaft ADVICS Manufacturing in der Tschechischen Republik ein Darlehen von Mio. EUR 1,0 gewährt, was im Berichtsjahr zurückgezahlt wurde. Der wichtigste Leistungsindikator sind die Umsatzerlöse. Die wesentlichen Leistungsindikatoren und weitere Finanzkennzahlen stellen sich wie folgt dar:
Die Eigenkapitalquote hat sich am Bilanzstichtag von 48,0 % auf 58,0 % erhöht. Dies ist Folge des stark gesunkenen Fremdkapitals bei gleichzeitigem leicht verringertem Eigenkapital. Aufgrund der gestiegenen Eigenkapitalquote und des leicht negativen Jahresergebnisses hat sich die Eigenkapitalrentabilität von 0,9 % auf -1,0 % verschlechtert und die Gesamtkapitalrentabilität ist von 0,4 % auf -0,6 % gesunken. Die deutliche Veränderung im Working Capital und der Liquidität 3. Grades ist hauptsächlich durch die Rückzahlung der Gesellschafterdarlehen begründet. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurden in Erwartung großer Unsicherheiten und starker wirtschaftlicher Belastungen durch den Krieg in der Ukraine und die Umstellungen aufgrund der forcierten Klimaziele Umsätze von Mio. EUR 25,8 und ein Jahresergebnis von Mio. EUR 0,4 geplant. Aufgrund eines stärken Rückgangs der Umsätze als geplant sowie Kostensteigerungen hat sich die Erwartung eines leicht positiven Ergebnisses nicht erfüllt. Trotz der im Geschäftsjahr 2023/2024 leicht gefallenen Materialkosten erhöhten sich die Stückkosten pro verkaufter Einheit auf Grund der höheren Umlagen für laufende Kosten. Grund dafür war, dass die Volumenziele, sowohl für das früher als geplant ausgelaufene MRA1 Projekt also auch für das unter den Erwartungen zurückgeblieben MRA 2 Projekt, nicht erfüllt wurden. Letztlich unterschritten die tatsächlichen Umsätze mit Mio. EUR 22,8 den Plan um 11% und der Jahresüberschuss blieb um Mio. EUR 0,5 unter dem Plan zurück. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3-1 Erwartete Entwicklungen und Geschäftsmöglichkeiten ADSEU hat sich das Ziel "ADVICS VISION 2030" gesetzt. Laut der neuen Zielvorgabe wird bis zum Jahr 2030 angestrebt, einer der weltweit führenden Bremssystemspezialisten zu werden. Die Ziele sind dabei, den weltweiten Umsatz auf Mrd. EUR 7,0 bei einer Umsatzrentabilität von 8 % zu steigern. Langfristig soll (1) die Steigerung der nicht mit Toyota zusammenhängenden Umsätze auf mehr als 40 % in den drei Geschäftsbereichen (Brake, Chassis und Daten) erreicht werden, (2) die Schaffung von evolutionärem Wert durch Wissen und Technologien vorangetrieben werden und (3) die selbst gesteckten Ziele für die Zukunft schneller realisiert werden. Die Aufgabe von ADSEU ist es dabei, durch die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen die Marktposition der Gruppe in Europa zu stärken. Seit dem erfolgreichen Serienstart eines Festsattels bei einem Automobilhersteller aus dem Premiumsegment im Jahr 2015, gilt es weiterhin die Wirtschaftlichkeit und die Qualität innerhalb dieses Projektes zu steigern. Ein wichtiger Schritt in diesem Jahr war es, die Anzahl der für ADSEU in Europa produzierenden, hochqualifizierten Unterlieferanten zu erhöhen und zu sichern. 3-2 Aktuelle Lage Der Nahost-Konflikt wirkt sich auf die internationalen Frachtrouten sowie die Teileversorgung aus. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht jedoch darin noch keine großen Probleme. Laut VDA wird ein Rückgang des Absatzes für den deutschen Markt gesehen. Für die deutsche Automobilindustrie sind eine sichere Gas- und Stromversorgung und auch geordnete internationale Logistik und Lieferketten zentrale Themen. Das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde basierend auf dem Bestellplan der Kunden unter Berücksichtigung der Auswirkungen von weltweiten Energieversorgungsproblemen und Preissteigerungen des Rohmaterials festgelegt. Jeder Kunde hat einen jährlichen sowie einen halbjährlichen, vierteljährlichen und monatlichen Bestellplan. Die Produktionsprognose wird entsprechend bei ADSEU monatlich aktualisiert. Künftige Maßnahmen werden regelmäßig mit dem japanischen Headquarter (HQ) abgestimmt. ADSEU setzt sich täglich mit dem HQ in Verbindung, um sich über die genaue Situation zu informieren und die Prognosen zu aktualisieren. Die derzeitigen Maßnahmen bestehen darin, Prognosen konservativ zu erstellen und die Kosten zu senken. 3-3 Risikobericht Im Wesentlichen existieren die folgenden Risiken, die vom Unternehmen überwacht werden:
Die Risiken sind entsprechend ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der angestrebten Ziele. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Geschäftsleitung hat hierfür ein Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems implementiert, welches permanent alle wesentlichen Geschäftsprozesse überwacht und potentielle Chancen und Risiken analysiert. Klare Regeln bezüglich Verantwortlichkeiten und Prozessabläufen bilden die Grundlage unseres Arbeitssystems. ADSEU unterhält ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO/IATF 16949, welches auf alle Abläufe angewendet wird. Im April 2024 wurde eine Prüfung durchgeführt und die Qualifizierung erneuert. Zusätzlich wurde eine klare Prozessbeschreibung für das Risiko-Management und ein Fragebogen (check list) erstellt. Alle Maßnahmen werden überwacht und regelmäßig aufgrund der erzielten Ergebnisse bewertet. Es gibt ein Risikomanagementhandbuch, nach dem ADSJP einmal pro Jahr alle Niederlassungen einer gründlichen Kontrolle unterzieht und in dem die festgelegten Prozesse und Strukturen niedergeschrieben sind. Notwendige Änderungen werden dadurch erkannt und zeitnah umgesetzt. Insgesamt ist somit die Risikolage auf ein Minimum beschränkt. Sämtliche Unternehmensvorgänge und Unternehmenszahlen werden im Einzelnen monatlich abgeglichen und für das Unternehmensbudget und die Planung auch für ADSJP zusammengestellt. Abweichungen von Budget und Planung lösen unmittelbar einen Bericht und Maßnahmen aus. Die Risiken werden vor allem durch eine gemeinsame Nutzung und Maximierung der Zusammenarbeit mit unseren Konzerngesellschaften, die bereits in Europa Geschäftsinfrastrukturen entwickelt haben, minimiert. Die Gesamtrisikoposition hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. 3-4 Chancenbericht ADSEU bietet eine besondere Bearbeitungstechnologie sowie geräuscharme Produkte, die stetig weiterentwickelt werden. Dadurch sollen Kunden im Premiumbereich akquiriert werden. Des Weiteren möchte ADSEU die Kosten senken. Zum einen sollen Synergien im Bereich Einkauf genutzt werden und zum anderen sollen die Gemeinkosten auf mehrere Projekte aufgeteilt werden, um so die Gesamtkosten zu senken. 4. PrognoseberichtNach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. Die BIP ist in Europa im Jahr 2023 gestiegen (+0,4%). Im Jahresvergleich zwischen 2021 zu 2022 hatte es noch eine deutlichere Zunahme gegeben (+3,5%). Für das BIP der EU erwartet die Europäische Kommission in 2023 ein Wachstum von 0,9% und für das darauffolgende Jahr rechnet sie mit einem Wachstum von 1,5 %. Es wird erwartet, dass sich das Wachstumstempo ab dem zweiten Halbjahr 2024 bis Ende 2025 stabilisiert, da die Inflation abflaut und sich darüber hinaus der Außenhandel weiter normalisiert. Andererseits könnten die, anhaltenden geopolitischen Spannungen und die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten für Unwägbarkeiten sorgen. Bei weiteren Störungen sind neue Versorgungsengpässe nicht auszuschließen, die die Produktion bremsen und die Preise in die Höhe treiben könnten. Ferner spielen die künftige Höhe und Dauerhaftigkeit der Zinssätze eine wichtige Rolle. Auch Klimarisiken und die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse stellen nach wie vor eine Bedrohung dar. ADSEU erwartet die Umstellung von Fahrzeugen auf neue Energiestrukturen und somit die Änderung der Transportmethoden in der Automobilindustrie und trifft verstärkt Maßnahmen, wie zum Beispiel Analysen von Informationen zu Richtlinien und Vorschriften, sowie zu Trends bei Technologien für Bremsen und Fahrgestellen. Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Situation ist ein verlässlicher Ausblick schwierig. Unter Berücksichtigung der vorstehend beschriebenen Unsicherheiten rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Rückgang des Umsatzes von 10 % (auf Mio. EUR 20,6) im Vergleich zum Vorjahr sowie stark rückläufiges Jahresergebnis.
Neu-Isenburg, den 13. Juni 2024 ADVICS Europe GmbH (Geschäftsführer) Koji Mori Kazuyoshi Saito Koichi Kondo Makoto Kamiya Toru Fujita Bilanz zum 31. März 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. APRIL 2023 bis 31. MÄRZ 20241) Allgemeine Angaben zur Gesellschaft1.1) Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
1.2) Angaben zur Größenklasse Die ADVICS Europe GmbH weist zum 31. März 2024 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 HGB auf. 2) ALLGEMEINE ANGABEN zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der §§ 238 - 256a HGB und der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 - 288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden unverändert aus dem Jahresabschluss zum 31. März 2023 übernommen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Der Tätigkeitsbereich der ADVICS Europe GmbH umfasst den Export, Import, Verkauf, Einkauf und die Produktion von Fahrzeugteilen und damit zusammenhängendem Verkauf und technischen Dienstleistungen und Forschung und Entwicklung. 3) Angaben zu DEN Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden3.1) Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (1 bis 8 Jahre) angesetzt. Der Ausweis betrifft EDV-Software. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (1 bis 15 Jahre) angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode, bei unterjährigem Zugang pro rata temporis, abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00 (netto) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Nennbetrag für Ausleihungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 3.2) Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen werden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet. 3.3) Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. 3.4) Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. 3.5) Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Langfristige Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. 3.6) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3.7) Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder wenigerwerden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Entstehungstag unter Beachtung des Imparitätsprinzips bewertet. 3.8) Latente Steuern Zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz bestehen derzeit nur solche temporären Differenzen, die im Saldo zu aktiven latenten Steuern führen. Von dem Wahlrecht einer Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bewertung des Anlagevermögens, der Rückstellungen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Differenzen wurden für die Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,825 % (Vj. 15,825 %) und für die Gewerbesteuer mit einem Steuersatz von 11,55 % (Vj. 11,55 %) bewertet. 4) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ4.1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 4.2) Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100 %-ige Tochtergesellschaft ADVICS MANUFACTURING CZECH s.r.o. mit Sitz in Písek, Tschechien. Die Gesellschaft wurde am 14. März 2014 in das tschechische Handelsregister eingetragen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.000) betreffen ebenfalls die o.g. tschechische Tochtergesellschaft. 4.3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. 4.4) Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen bestehen wie im Vorjahr gegen die ADVICS CO., LTD., Aichi, Japan, und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Diese stellen ebenfalls Forderungen gegen verbundene Unternehmen dar und haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4.5) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen sonstige Forderungen aus Cash-Pooling einschließlich Zinsen in Höhe von TEUR 4.372 (Vj. TEUR 6.224) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 1). Diese haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4.6) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 547 (Vj. TEUR 862) beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 523 (Vj. TEUR 835) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 4) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sowie Kautionen in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 20) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4.7) Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus gezahlte EDV-Wartungskosten, Versicherungsbeiträge und Nutzungsgebühren für Kfz-Prüfsysteme. 4.8) Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital in Höhe von TEUR 500 ist vollständig eingezahlt und wird zu 100 % von der ADVICS CO., LTD., Aichi, Japan, gehalten. 4.9) Kapitalrücklage Die Gesellschafterin ADVICS CO., LTD., Aichi, Japan, stellte der ADVICS Europe GmbH, Neu-Isenburg, mit Beschluss vom 21. April 2014 im Zusammenhang mit der Errichtung einer Tochtergesellschaft einen Betrag von insgesamt TEUR 7.400 zur Verfügung mit der Maßgabe, diesen Betrag als sonstige Zahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage einzustellen. 4.10) Steuerrückstellung Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 203 (Vj. TEUR 220) betreffen Ertragsteuern. 4.11) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 525 (Vj. TEUR 401) beinhalten im Wesentlichen Beratungs-, Rechts- und Buchhaltungskosten sowie ausstehende Rechnungen und Personalkosten. 4.12) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert. 4.13) Ver bindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter, ADVICS CO., LTD., Aichi, Japan, betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 2) sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen im Gesamtvolumen von TEUR 0 (Vj. TEUR 2.300). 4.14) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.531 (Vj. TEUR 5.363) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.531 (Vj. TEUR 2.363) gegenüber dem Tochterunternehmen ADVICS Manufacturing Czech s.r.o und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.000 (Vj. TEUR 3.000) gegenüber dem verbundenen Unternehmen AISIN Europe S.A. 5) ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG5.1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr betrugen TEUR 22.855 (Vj. TEUR 38.345), davon resultieren TEUR 19.926 (Vj. TEUR 35.682) aus dem Verkauf von Komponenten sowie TEUR 2.929 (Vj. TEUR 2.663) aus Forschung und Entwicklung. Die Umsatzerlöse entfallen überwiegend auf Erlöse an EU-Kunden (75,0 %; Vj. 84,9 %), Kunden aus den Drittländern (16,7 %; Vj. 12,4%) und Kunden innerhalb Deutschlands (8,3 %; Vj. 2,7 %). 5.2) Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 1 (Vj. TEUR 2). 5.3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 19 (Vj. TEUR 16). 6) SONSTIGE ANGABEN6.1) Sonstige finanziellen Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen zum Bilanzstichtag aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 145 mit folgenden Fristigkeiten:
6.2) Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr betrug die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende in Summe 12 (Vj. 12). Davon waren 8 (Vj. 8) gewerbliche Arbeitnehmer und 4 (Vj. 4) Angestellte. 6.3) Organe der Gesellschaft Im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 erfolgte die Geschäftsführung der ADVICS Europe GmbH durch folgende Geschäftsführer:
Die Eintragung in das Handelsregister ist bisher noch nicht erfolgt. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit. Da mehrere Geschäftsführer bestellt sind, wird die Gesellschaft in der Regel durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Vergütung. 6.4) Mutterunternehmen und Konzernabschluss Mutterunternehmen ist die ADVICS CO., LTD., Aichi, Japan. Die ADVICS Europe GmbH wird in den Konzernabschluss dieser Gesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss der ADVICS CO., LTD, Aichi, Japan, ist an deren Geschäftssitz erhältlich (kleinster Konsolidierungskreis). Das oberste Mutterunternehmen ist die AISIN CORPORATION, Aichi, Japan. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Nummer 7259 beim Ministry of Finance, Local Finance Bureau in Tokio, Japan (größter Konsolidierungskreis). 6.5) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 eingetreten sind und die einen wesentlichen Einfluss auf die im Jahresabschluss ausgewiesene Vermögens‐, Finanz‐ und Ertragslage haben könnten, gab es zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht. 6.6) Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 in Höhe von EUR 91.034,34 auf neue Rechnung vorzutragen.
Neu-Isenburg, 13. Juni 2024 ADVICS Europe GmbH (Geschäftsführer) Koji Mori Kazuyoshi Saito Koichi Kondo Makoto Kamiya Toru Fujita Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 biis 31. März 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ADVICS Europe GmbH, Neu-Isenburg Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der ADVICS Europe GmbH, Neu-Isenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADVICS Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 13. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Zheng Wang, Wirtschaftsprüferin ppa. Christian Boesenberg, Wirtschaftsprüfer
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