Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 14274
Eingetragen
23.3.1979
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit SanitärkeramikGroßhandel mit nicht elektrischen Haushaltsgeräten, Haushaltswaren aus Metall sowie sonstigen Gebrauchs- und Verbrauchsgütern a. n. g.
Gegenstand
Der Großhandel mit technischen Artikeln aller Art, mit Elektro-, Rundfunk-, Fernseh-, Sanitär- und heizungstechnischen Artikeln sowie mit Baumaterial und Haushaltsgeräten. Des weiteren ist Gegenstand des Unternehmens die Planung, Lieferung, Montage, Reparatur und Wartung von Investitionsgütern der Lager-, Umschlag-, Förder-, Innentransport- und Flächenreinigungstechnik sowie der Handel mit und der Export und Import von Zubehör und Ersatzteilen und der Vertrieb ähnlicher technischer Handelsartikel, sowie Serviceleistungen bei den einzelnen Artikeln, sowie Handel mit Do-it-your-self-, Baumarkt- und Autozubehör-Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandra Latham-Bauer
seit 16.1.2026
Prokura
Alexandra Wallek
seit 27.10.2025
Prokura
Manuel Haber
seit 7.1.2025
Geschäftsführer
Markus Winnemöller
seit 10.5.2024
Prokura
Helmut Bienen-Scholt
seit 10.5.2024
Prokura
Dorothee Funke
seit 19.12.2023
Prokura
Johannes Kuschel
seit 3.1.2023
Geschäftsführer
Alexander Moser
seit 12.12.2022
Prokura
Gianluca Filici
seit 20.1.2022
Prokura
Andreas Möller
seit 29.11.2021
Prokura
Klaus Blum
seit 29.11.2021
Prokura
Oliver Ax
seit 8.9.2021
Prokura
Frank Stahn
seit 15.2.2021
Prokura
Dirk Feller
seit 15.2.2021
Prokura
Prokura
Markus Hartmann
seit 15.5.2020
Prokura
Tobias Lortz
seit 15.5.2020
Prokura
Olaf Bodewein
seit 12.12.2019
Prokura
Ulf Böing
seit 14.1.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sonepar International SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sonepar International SAS
France
63.500.100 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sonepar Deutschland GmbH

Düsseldorf

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Sonepar Deutschland GmbH ist die deutsche Holding der Sonepar Deutschland- Gruppe und befindet sich im Eigentum der Otra N.V. (Niederlande), die zur französischen Sonepar S.A.S. mit Sitz in Paris gehört. Die Sonepar Deutschland-Gruppe vertreibt Elektroartikel führender nationaler und internationaler Lieferanten an Kunden aus Handwerk, Handel und Industrie. Als Marktführer setzt sie auf qualitativ hochwertige Produkte und Systeme nationaler und internationaler Lieferanten, gepaart mit wertschöpfenden Serviceleistungen. Sie bietet ihren Kunden innovative Lösungen und hochwertige Produkte.

Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist in operative Regionalgesellschaften organisiert, die für die nötige Kundennähe sorgen. Neben Beteiligungen in Deutschland gehören zum Konsolidierungskreis der Sonepar Deutschland-Gruppe Unternehmen in Österreich, Ungarn, der Tschechischen Republik und Luxemburg. Sie setzen sich für die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden ein und erarbeiten gemeinsam mit ihnen optimale Lösungen. Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist ein dezentral organisiertes Unternehmen, das Entscheidungen immer kundennah vor Ort ermöglicht.

Neben den von der Holding gehaltenen Beteiligungen an den in- und ausländischen Gesellschaften übernimmt diese für die deutschen Gesellschaften der Gruppe operative Zentralfunktionen wie Einkauf, Finanzierung (als Cashpool-Führerin für ihre Beteiligungen), Marketing sowie Verwaltungsfunktionen. Wesentliche Ertragsquellen der Holding sind die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, die mit allen deutschen Tochtergesellschaften bestehen, sowie die Einnahmen aus zentralen Lieferantenvereinbarungen betreffenden Umsatzerlösen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Jahr 2023 geprägt durch die Folgen der globalen Krisen. Die Preise blieben auf allen Wirtschaftsstufen auf einem konstanten Niveau und dämpften die gesamtwirtschaftliche Lage. Aufgrund steigender Zinsen verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen und die allgemeine Nachfrage ging zurück. Das preisbereinigte BIP ging im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % zurück. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona- Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Destatis, 01/2024).

Die Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) aus Herbst 2023 zeigte, dass 66,4 % der teilnehmenden Unternehmen die Geschäftsentwicklung als "gut" einschätzten. Wesentlichen Einfluss hatte hierbei die positive Entwicklung der Auftrags- und Umsatzentwicklung, insbesondere die steigende Nachfrage nach Leistungen im Bereich der Erneuerbaren Energien für Photovoltaik und Batteriespeicher. Dem gegenüber standen Sättigungseffekte im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektromobilität durch Förderungen in der E- Mobilität in der Vergangenheit. Des Weiteren waren leichte Eintrübungen im Bereich Elektro-Handwerk zu verzeichnen, jedoch keine echten Umsatzeinbrüche, da die Altbausanierungen den schwächelnden Neubau-Bereich kompensierten. Die Herausforderungen bei der Fachkräftebesetzung bestanden nach wie vor, jedoch war ein Rückgang von offenen Stellen im Vergleich zum Frühjahr 2023 zu verzeichnen.

2.2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

2.2.1. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich geprägt durch eine hohe Kundennachfrage im Sortimentsbereich der Erneuerbaren Energiesysteme bei unseren Tochtergesellschaften. Die übrigen Sortimente haben sich leicht über Vorjahresniveau entwickelt. Die Umsätze unserer Tochterunternehmen waren im Jahr 2023 geprägt durch Wachstumsimpulse in der ersten Jahreshälfte, die in der zweiten Jahreshälfte spürbar abgenommen haben. Letzeres hat den Verdrängungswettbewerb weiter verschärft. Aufgrund der verbesserten Lieferketten bei der Warenbeschaffung konnten unsere Tochterunternehmen die durchschnittliche Verfügbarkeit der von den Kunden bestellten Artikel erhöhen. Die Kostenstruktur war geprägt von Inflationseffekten in den Sach- und Personalkosten.

Im Jahr 2023 wurden innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe folgende maßgebliche Projekte realisiert:

Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde am 17.05.2023 mit Wirkung zum 01.01.2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, verschmolzen.

Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich und die eh-technik Beteiligungs- GmbH, Grödig wurden zum 31.10.2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich erworben und am 22.11.2023 mit Wirkung zum 31.10.2023 auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, verschmolzen.

2.2.2. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Beirat der Gesellschaft hat bereits in seiner Sitzung vom 1. Juni 2017 gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG (alter Fassung) beschlossen, dass für den Anteil von Frauen im Beirat eine Zielgröße von 0-20 % und unter den Geschäftsführern eine Zielgröße von 0 % festgelegt wird. Die Zielgrößen waren bis zum 30. Juni 2022 zu erreichen. Das gilt ebenso hinsichtlich des Beschlusses der Geschäftsführer der Gesellschaft, die bereits durch Beschluss vom 1. Juni 2017 für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer eine Zielgröße von 0-20 % festgelegt haben. Auch diese Zielgröße war zum 30. Juni 2022 zu erreichen.

Sowohl die festgesetzten Zielgrößen innerhalb der Geschäftsführung als auch innerhalb der beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung konnten auch während des Geschäftsjahres 2023 beibehalten werden.

Der Beirat der Sonepar Deutschland GmbH hat im Jahr 2022 aufgrund der seit 2021 durch das Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst geänderten Rechtslage seinen Beschluss aus 2017 gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG dahingehend präzisiert bzw. abgeändert, dass für den Anteil von Frauen im Beirat eine Zielgröße von 20 % und unter den Geschäftsführern eine Zielgröße von 25 % festgelegt wird. Die Zielgrößen sind bis zum 31. Dezember 2026 zu erreichen.

Seit März 2023 gehört dem fünfköpfigen Beirat eine Frau an, sodass die für das Jahr 2026 gesetzte Zielgröße bereits im Jahr 2023 erreicht worden ist und zumindest auf diesem Niveau gehalten werden soll.

Ähnliches gilt für die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH. Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023 bestand die Geschäftsführung aus zwei Geschäftsführern. Im Geschäftsjahr sind insgesamt drei Geschäftsführer ausgeschieden. Eine Nachbesetzung dieser Stellen ist bis auf Weiteres nicht geplant. Dennoch besteht die mittelfristige Absicht, innerhalb der Geschäftsführung eine Stelle mit einer Frau zu besetzen.

Im Beschluss der Geschäftsführung aus dem Vorjahr wurde für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 20 % festgelegt, die bis zum 31. Dezember 2026 zu erreichen ist. Daran hält die Sonepar Deutschland GmbH weiterhin fest.

2.2.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Sonepar Deutschland GmbH beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 480,9 Mio. und lagen damit 6,0 % unter dem Vorjahreswert (Vj.: EUR 511,6 Mio.). Ursächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen ein gegenüber dem Vorjahr rückläufiges Einkaufsvolumen der operativen deutschen Tochtergesellschaften mit einer entsprechenden Entwicklung der zentralen Einkaufsrückvergütungen. Die Umsatzerlöse entfallen zu EUR 478,6 Mio. auf Lieferanterträge und zu EUR 2,3 Mio. auf Management Fees.

Die Aufwendungen für bezogene Waren sind im Vergleich zum Vorjahr analog der Umsatzentwicklung um EUR 30,8 Mio. auf EUR 355,2 Mio. gesunken. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Weitergabe der Einkaufsrückvergütungen an die operativen Gesellschaften.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 25,4 Mio. auf EUR 30,0 Mio. gestiegen. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen durch die gestiegene Zahl der Mitarbeiter und Lohnsteigerungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen zum Bilanzstichtag einen Saldo in Höhe von EUR 52,8 Mio. aus und sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 10,9 Mio. gestiegen. Der wesentliche Anstieg ist im Bereich Management und Franchise Fees (EUR 7,7 Mio.), allgemeinen Werbungskosten (EUR 2,0 Mio.) und sonstigen Bewirtungskosten (EUR 0,6 Mio.) zu verzeichnen.

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 111,1 Mio. gegenüber EUR 255,4 Mio. im Jahr 2022. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus den gestiegenen Kosten und den Geschäftsverläufen der Tochtergesellschaften.

Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und betrug zum Jahresende EUR 128,0 Mio. (Vj.: EUR 276,1 Mio.). Ursächlich für den Rückgang sind die bereits zuvor beschriebenen Geschäftsentwicklungen der Tochtergesellschaften.

Der für das Jahr 2023 prognostizierte und geplante Geschäftsverlauf konnte nicht erreicht werden.

2.2.4. Finanzlage

Die Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe erfolgte innerhalb des deutschen Teilkonzerns über ein festverzinsliches Darlehen aus Konzernmitteln, welches im Geschäftsjahr 2023 vollständig zurückbezahlt wurde. Darüber hinaus wurden kurzfristige Mittel im Rahmen des täglichen Cash-Poolings mit der Sonepar S.A.S., Paris, zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung für Geldaufnahmen und Geldanlagen erfolgte auf EU- RIBOR-Basis.

Das sog. "asset-backed securitization program" stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzepts dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen an ihren Sonepar-gruppen-eigenen französischen Fonds "FCT SSP". Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash- Pools zur Verfügung gestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 507 Mio. an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Diese betrifft den Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2021 in Höhe von EUR 231 Mio. sowie die Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 276 Mio. Im Vorjahr erfolgte keine Dividendenausschüttung.

Die Kreditlinien der Sonepar Deutschland GmbH sind angemessen und ausreichend. Die Abdeckung des Liquiditätsbedarfs wird über ein tägliches Cash-Clearing innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe und der Sonepar S.A.S.-Gruppe sichergestellt.

2.2.5. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,4 Mio. auf EUR 2,0 Mio. erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Anlagen im Bau aufgrund der Umbauaktivitäten in unseren Geschäftsräumen zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich um EUR 38,3 Mio. auf EUR 468,7 Mio. erhöht. Wesentliche Effekte sind die Erstattungsansprüche aus Ertragssteuern in Höhe von EUR 28,9 Mio. für das Jahr 2023 sowie der erhöhte Finanzbedarf in den Tochtergesellschaften.

Als gegenläufiger Effekt sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu nennen, die sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 30,9 Mio. auf EUR 143,5 Mio. reduziert haben. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Forderungen aus Lieferantenerträgen aufgrund des rückläufigen Einkaufsvolumens unserer Tochtergesellschaften.

Die liquiden Mittel haben sich um EUR 32,7 Mio. auf EUR 9,7 Mio. reduziert. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Cashpool Clearing innerhalb der Sonepar Gruppe.

Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag EUR 251,5 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 379,1 Mio. gesunken (Vj.: EUR 630,6 Mio.). Grund für den signifikanten Rückgang war die im Vorjahr ausstehende Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2021 an die Otra N.V. in Höhe von EUR 231,0 Mio., welche im Gewinnvortrag im Vorjahr enthalten war, die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 276,0 Mio. an die Otra N.V. sowie der Ergebnisrückgang im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 148,1 Mio.

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 32,7 Mio. auf EUR 37,0 Mio. (Vj.: EUR 69,8 Mio.) gesunken. Die wesentliche Veränderung entfällt auf den Rückgang der Steuerrückstellungen für Vorjahre in Höhe von EUR 33,5 Mio.

Die Verbindlichkeiten weisen zum 31. Dezember 2023 einen Saldo in Höhe von EUR 679,2 Mio. (Vj.: EUR 285,1 Mio.) aus und beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche zum Bilanzstichtag EUR 660,1 Mio. betrugen (Vj.: EUR 253,8 Mio.). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 406,4 Mio. ist im Wesentlichen auf die erhöhte konzerninterne Verschuldung aufgrund des Finanzierungsbedarfs zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 16,5 Mio. auf EUR 11,4 Mio. gesunken und liegen im Wesentlichen in der geringeren Steuerverbindlichkeit von EUR 10,3 Mio. begründet.

2.3. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Entwicklung im Geschäftsjahr war deutlich unter den ursprünglichen Erwartunggen der Geschäftsführung aber auf Grund von Sondereffekten noch passabel.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten. Die nicht abschätzbaren Auswirkungen von eventuellen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen auf die konjunkturelle Situation können Einfluss auf die Risikolage und Entwicklung der Sonepar Deutschland Gruppe im Jahr 2024 haben. Die unter anderem daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen für das Jahr 2024 stimmen uns vorsichtig. Es können nicht vorhersehbare Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten oder potenzielle Lieferengpässe sowie einhergehende Kupferkursschwankungen auftreten.

Der Start in das neue Geschäftsjahr 2024 in Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik und Ungarn verlief wie erwartet herausfordernd, da wir bisher keine Wachstumsimpulse verzeichnen konnten. Die Sonepar Deutschland GmbH erwartet für das Jahr 2024 für den für die Steuerung der Gesellschaft wesentlichen Leistungsindikators Jahresüberschuss ein Ergebnis leicht über Vorjahresniveau ohne Berücksichtigung von Sondereffekten.

3.2. Chancen- und Risikobericht

3.2.1. Organisation und Risikomanagement

Die Sonepar Deutschland GmbH ist an das Rechenzentrum der Tochtergesellschaft Sonepar Deutschland Information Services GmbH in Holzwickede angebunden. Zudem verfügt die Gesellschaft über ein integriertes Managementsystem, in dem die Normen zur Qualität, Energie, Umwelt und Arbeitsschutz erfüllt werden.

Bezüglich des Risikos einer Betriebsunterbrechung in einzelnen Standorten der mit der Sonepar Deutschland GmbH verbundenen Unternehmen existiert ein entsprechendes flächendeckendes Notfallkonzept, so dass der Ausfall einer Niederlassung durch andere Standorte weitestgehend aufgefangen werden kann. Für Betriebsunterbrechungsrisiken besteht im Übrigen eine hinreichende Versicherungsdeckung.

Die Sonepar Deutschland GmbH als Muttergesellschaft verfügt neben einem detaillierten Reportingsystem über verschiedene mehrstufige Controllingsysteme, ein auf alle Prozesse und Abläufe fokussiertes Qualitätsmanagement sowie eine eigene Konzernrevision.

Um den Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken, sind Funktionen der "Internen Kontrollen" und der "Internen Revision" für die Sonepar Deutschland-Gruppe installiert. Sie tragen zur Einhaltung der maßgeblichen internen und externen Vorgaben bzw. zur Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken bei und sind damit Bestandteile des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH eine Compliance-Funktion etabliert.

Steuerliche Risiken bestehen für die Sonepar Deutschland GmbH durch mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowie bevorstehende Gesetzesänderungen stehen dabei im Fokus der Gesellschaft. Durch interne Maßnahmen, den Einsatz entsprechender Systeme und die Einbindung externer Berater können das Risiko minimiert und regelmäßig notwendige Anpassungen an die sich stets ändernde Gesetzeslage vorgenommen werden.

Im Rahmen der unternehmensinternen Organisation werden die rechtlichen Anforderungen zum Datenschutz auf Einhaltung überwacht.

3.2.2. Chancen und Risiken

Die weitere Entwicklung der Sonepar Deutschland GmbH basiert auf den Chancen und Risiken, die das Marktumfeld und die wirtschaftliche Lage in der Zukunft bieten. Bei den dargestellten Risiken werden auch ergriffene Risikobegrenzungsmaßnahmen geschildert. Aufgrund der maßgebenden Entwicklung der Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen ist das Ergebnis der Sonepar Deutschland GmbH stark abhängig von der Entwicklung der operativen Gesellschaften. Die Chancen und Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Umfang der erwarteten Auswirkungen auf die Prognose- bzw. Zielabweichung absteigend geordnet aufgeführt. Diese Chancen und Risiken werden nachfolgend beurteilt.

Allgemeines Umfeld

Der Umsatz im Bereich Kabel und Leitungen ist stark abhängig von der Entwicklung des Kupferpreises. Die unvorhersehbare Entwicklung des Kupferpreises birgt Risiken für die Erlöse aus diesem Geschäft.

Dagegen bietet der weitere Ausbau von kundenindividuellen Serviceleistungen neue Wachstumschancen für die Sonepar Deutschland-Gruppe.

Branchenumfeld

Die Sonepar Deutschland-Gruppe bedient im Bereich des Elektrogroßhandels unterschiedliche Kundengruppen mit diversen Produkten. Das Geschäft mit einzelnen Produktgruppen ist teilweise von staatlichen Regelungen abhängig, so zum Beispiel das Geschäft im Bereich der Produkte zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Änderungen in der Gesetzgebung können dazu führen, dass sich der Absatz einzelner Produktgruppen rückläufig entwickelt.

Insgesamt nimmt der Druck auf die Marge im Elektrogroßhandel deutlich zu. Daraus ergeben sich Risiken für die zukünftige Ertragsentwicklung.

Die zunehmende Digitalisierung des Handels ermöglicht es branchenfremden Unternehmen, in den Elektrogroßhandelsmarkt einzutreten. Die Sonepar Deutschland- Gruppe wird die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und die sich daraus ergebenden Chancen für neue Vertriebsformen im dreistufigen Vertrieb nutzen.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgte eine Durchsuchung der Räumlichkeiten von Sonepar Deutschland durch das Bundeskartellamt. Die Durchsuchung war Teil der Ermittlung gegen Großhändler hinsichtlich mutmaßlicher Absprachen in Bezug auf allgemeine Normen zur Berechnung von Metallzuschlägen in Deutschland seitens des Bundeskartellamts. Die Staatsanwaltschaft hat die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens aufgrund mangelnder Indizien abgelehnt.

Die anhaltenden Engpässe bei Chips und Halbleitern stellen erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft dar. Die globale Knappheit dieser Schlüsselkomponenten kann potenziell Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktverfügbarkeiten zeigen. Die steigende Nachfrage, begrenzte Produktionskapazitäten und geopolitische Unsicherheiten tragen zu diesem Problem bei.

Da unser Produktsortiment weitestgehend aus elektronischen Geräten besteht und diese mit Halbleitern und Mikrochips versehen sind, erachten wir Risiken in Bezug auf Lieferketten und Produktverfügbarkeiten. Vor allem bei Halbleitern ist die Weltwirtschaft von Herstellern aus Taiwan stark abhängig. Durch stockende Lieferketten und aufgrund der politischen Konflikte zwischen China und Taiwan könnte dies dramatische Folgen in Bezug auf Versorgungs- und Lieferengpässe für die Weltwirtschaft haben. Aktuell erachten wir keine Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktverfügbarkeiten.

Leistungswirtschaftliches Umfeld

Das Geschäft der Sonepar Deutschland-Gruppe ist eng an die Entwicklung des konjunkturellen Umfeldes der Bundesrepublik Deutschland gebunden. Die Auswirkungen von Änderungen der politischen Rahmenbedingungen auf die volkwirtschaftliche Situation in Deutschland sind nur sehr schwer abschätzbar.

Finanzwirtschaftliches Umfeld

Zur Reduzierung des finanzwirtschaftlichen Risikos wird die gesamte Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe durch ein Cash-Pooling sichergestellt. Darüber hinaus wird durch eine gruppenweite Finanzplanung und einen gruppenweiten Cash-Forecast ein laufendes Monitoring des Geldmittelbedarfes sichergestellt.

Sonstige Risiken und Chancen

Die Forderungen gegen Kunden unterliegen im Allgemeinen einem Ausfallrisiko. Das intensiv betriebene Debitorenmanagement in Verbindung mit einem internen Kunden- Informationssystem leisten eine wertvolle Hilfe zur Früherkennung und Verhinderung von Forderungsausfallrisiken. Nach wie vor werden darüber hinaus die Außenstände weitestgehend über Warenkreditversicherungen abgesichert.

Die zunehmende Digitalisierung hat die Angriffsfläche für Cyberangriffe erweitert, was zu potenziell schwerwiegenden finanziellen Verlusten und Reputationsschäden führen kann. Die Cybersicherheitslage in Deutschland ist aktuell sehr angespannt, da die Bedrohung durch Cyberkriminalität stetig zunimmt. Mit Blick auf die unterschiedlichen Angriffsarten geht dabei die derzeit größte Bedrohung von Ransomware-Angriffen aus.

Im Jahr 2023 wurden Cybersecurity-Maßnahmen gemäß der internationalen Security- Roadmap umgesetzt. Hierzu gehören umfassende Trainings und Awareness-Workshops für Mitarbeitende der Sonepar Deutschland-Gruppe.

3.3. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Die Sonepar Deutschland GmbH sieht sich auf Basis der gefestigten Strukturen der Gruppe (Zentralisierung von Logistik, Einkauf, Verwaltung und Datenverarbeitung) und der in den Vorjahren getätigten Akquisitionen gut gerüstet für die positive Weiterentwicklung der Gesamtgruppe in den folgenden Geschäftsjahren. Die Stellung als Marktführer im deutschen Elektrogroßhandel wird der Sonepar Deutschland-Gruppe bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen helfen, diese Position auch in den Folgejahren beibehalten zu können. In der Gesamtbetrachtung erachten wir keine bestandsgefährdenden Risiken.

 

Düsseldorf, den 05. April 2024

Sonepar Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Dr. Stefan Stegemann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Johannes Kuschel

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 384.849,00 29.655,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.730,00 650.025,23
2. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen 1.407.950,56 2.008.680,56 0,00 650.025,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 333.302.470,80 333.302.470,80
2. Beteiligungen 70.302,64 333.372.773,44 70.302,64 333.372.773,44
335.766.303,00 334.052.453,67
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 143.489.243,89 174.367.118,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 438.854.505,46 426.450.314,16
3. Sonstige Vermögensgegenstände 29.844.361,28 612.188.110,63 3.927.538,61 604.744.970,96
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
621.901.196,52 647.206.682,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.065.244,04 4.272.464,01
967.732.743,56 985.531.600,60

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.500.100,00 63.500.100,00
II. Kapitalrücklage 60.000.000,00 60.000.000,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 230.998.492,99
IV. Jahresüberschuss 128.017.040,25 276.125.048,56
251.517.140,25 630.623.641,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit Deckungsvermögen 636.546,00 607.839,00
2. Steuerrückstellungen 25.070.000,00 58.577.573,45
3. Sonstige Rückstellungen 11.317.914,96 10.582.043,17
37.024.460,96 69.767.455,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.683.947,02 3.523.355,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 660.117.603,42 253.755.634,68
3. Sonstige Verbindlichkeiten 11.385.037,55 27.856.958,83
- davon aus Steuern EUR 10.844.802,51 (i. Vj. EUR 21.162.700,71) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.321,85 (i. Vj. EUR 71.415,15)-
679.186.587,99 285.135.949,07
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.554,36 4.554,36
967.732.743,56 985.531.600,60

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 480.927.669,66 511.631.980,08
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.405.666,86 1.492.688,05
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 279.449,60 (i.Vj. EUR 262.103,06)-
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -355.157.751,36 -385.922.585,48
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -26.160.132,08 -22.121.589,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.815.626,96 -29.975.759,04 -3.246.667,96 -25.368.257,80
- davon für Altersversorgung EUR 235.967,54 (i. Vj. EUR 191.031,41) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -278.972,31 -297.433,41
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -53.105.940,79 -41.948.435,54
7. Erträge aus Beteiligungen 42.417.682,54 59.058.558,40
- sämtliche aus verbundenen Unternehmen -
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 111.127.149,54 255.401.595,22
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.400.854,27 5.293.059,67
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 7.400.854,27 (i.Vj. EUR 5.288.525,79)-
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22.229.040,80 -5.128.477,91
- davon an verbundene Unternehmen EUR 21.768.910,62 (i.Vj. EUR 4.788.450,97)-
- davon aus Aufzinsung EUR 328.435,00 (i. Vj. EUR 331.506,00) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -54.498.491,40 -98.074.962,26
12. Ergebnis nach Steuern 128.033.067,17 276.137.729,02
13. Sonstige Steuern -16.026,92 -12.680,46
14. Jahresüberschuss 128.017.040,25 276.125.048,56

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert zum Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Sonepar Deutschland GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 14274 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken - sofern vorhanden - werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie das Eigenkapital sind zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren, der Projected-Unit-Credit-Methode, unter Verwendung der Heubeck "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Bei diesem Verfahren werden die am Stichtag laufenden Renten und der auf die bisherige Dienstzeit entfallende (sogenannte verdiente) Teil der Anwartschaften bewertet. Zusätzlich berücksichtigt werden die hierauf entfallenden, künftig zu erwartenden Erhöhungen durch Gehaltssteigerungen oder Rentenanpassungen. Die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Dabei wird von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 5 (i. Vj. TEUR 21).

Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen verwendet:

31.12.2023 31.12.2022
% %
Rechnungszins 1,83 1,79
Rentensteigerungen 2,00 2,00

Zu den wesentlichen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen und daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert wurden. Da ein Zeitwert für Lebensversicherungsverträge nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Rückdeckungsversicherungen mit dem steuerlichen Aktivwert bewertet, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.

Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung der Rückstellungen verrechnet, das Ergebnis wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Der verbleibende Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Personalaufwand ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung 1 Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
% TEUR TEUR
Sonepar Česká republika spol. s r.o., Hradec Králové/Tschechien 100 15.817 6.992
Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich 1 100 65.313 35.414
Sonepar Deutschland Financial Services GmbH, Düsseldorf 100 26 0 2
Sonepar Deutschland Information Services GmbH, Holzwickede 100 856 0 2
Sonepar Deutschland/Region Nord-Ost GmbH, Hannover 100 40.095 0 2
Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH, Augsburg 100 94.038 0 2
Sonepar Deutschland / Region West GmbH, Holzwickede 100 37.303 0 2
Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest 100 203 0 2
Sonepar Deutschland Cable Services GmbH, München 100 100 0 2
Sonepar Magyarorszäg Kft., Budapest/Ungarn 100 10.960 -632
Sonepar PIM solutions GmbH, Hannover 100 26 0 2
Hagewe-Sozialwerk GmbH, Essen 3 100 29 4
Unterstützungskasse der Elektroböhmer GmbH e.V., Holzwickede 3 100 1.165 5
Sonepar Luxembourg S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg 3 100 632 551
One4Business Solutions GmbH, Düsseldorf 100 100 0 2

Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde zum 1. Januar 2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solution GmbH, Soest, verschmolzen.

Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich und die eh-technik Beteiligungs GmbH, Grödig/Österreich wurden zum 31. Oktober 2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich erworben und unmittelbar nach dem Erwerb auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich verschmolzen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Bonusansprüche an Lieferanten.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um sonstige Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr einschließlich Gewinnabführungen, Darlehen und Cash- Management.

Wie im Vorjahr sind keine Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.

1 direkte und indirekte Beteiligung
2 nach Ergebnisübernahme
3 indirekte Beteiligung / Werte zum 31. Dezember 2022

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 6.793 (i. Vj. TEUR 6.976). Damit saldiert wurde ein Deckungsvermögen von TEUR 6.156 (i. Vj. TEUR 6.368). Die resultierende Rückstellung beträgt somit TEUR 637 (i. Vj. TEUR 608). Es sind hieraus wie im Vorjahr Aufwendungen für Altersversorgung (ohne Zahlungen an den Pensionssicherungsverein und Aufwendungen für Unterstützung) in Höhe von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 114) entstanden. Der Netto-Aufwand für Zinsen und ähnliche Aufwendungen beträgt TEUR 10 (i. Vj. TEUR 10). Hierbei wurde der Aufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 328 (i. Vj. TEUR 332) mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 318 (i. Vj. TEUR 322) verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

Sonstige Rückstellungen 31.12.2023
TEUR
Zuwendungen an Mitarbeiter 7.739
Restrukturierungskosten 1.848
Jahresabschlusskosten 557
Ausstehende Eingangsrechnungen 474
Urlaubsrückstellung 196
Miet- und Mietnebenkosten 165
Steuerberatung 91
Anwaltskosten 90
Berufsgenossenschaft 61
Jubiläumsrückstellung 42
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 32
Jahresabschlusskosten (intern) 18
Veröffentlichungskosten 5
11.318

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Verrechnungsverkehr und das Cash-Management.

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Restlaufzeit 31.12.2023 Gesamt 31.12.2022 Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.684 0 0 7.684
(Vorjahr) (3.523) (0) (0) (3.523)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 660.118 0 0 660.118
(Vorjahr) (253.756) (0) (0) (253.756)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 11.385 0 0 11.385
(Vorjahr) (27.857) (0) (0) (27.857)
- davon aus Steuern - 10.845 0 0 10.845
(Vorjahr) (21.163) (0) (0) (21.163)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - 4 0 0 4
(Vorjahr) (71) (0) (0) (71)
679.187 679.187
(285,136) (0) (0) (285.136)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betrugen TEUR 480.928 (i. Vj. TEUR 511.632) und entfallen in Höhe von EUR 478,6 Mio. (i. Vj. EUR 509,4 Mio.) auf Lieferantenboni im Inland sowie in Höhe von EUR 2,3 Mio. (i. Vj. EUR 2,3 Mio.) auf Management Fees.

Die Aufwendungen für bezogene Waren sind in Höhe von TEUR 355.158 ausgewiesen (i. Vj. TEUR 385.923).

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14.612 (i. Vj. TEUR 36.077), die im Wesentlichen aus Lieferantenboni und Werbekostenzuschüssen resultieren, enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 368 (i. Vj. TEUR 875).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Aus Bürgschaften gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.737 (i. Vj. TEUR 7.248) für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen wird das Risiko einer Inanspruchnahme aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 29 (i. Vj. TEUR 29) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Mietverträgen 2023 2022
TEUR TEUR
Fällig 2024 2.512 950
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (648) (101)
Fällig 2025 - 2028 8.661 3.021
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (2.734) (118)
Fällig > 2028 4.373 0
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (2.540) (0)

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten beträgt für das Jahr 2023 ohne Auszubildende und Geschäftsführer 211 (i. Vj. 180).

Arbeitnehmer 2023 2022
Angestellte 194 165
Teilzeit 17 15

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Es bestehen gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 21), die dem Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen entsprechen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe an die Gesellschafterin auszuschütten.

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2023 bekannt.

Globale Mindestbesteuerung

Das Unternehmen ist in Deutschland ansässig, das die neue Gesetzgebung zur Globalen Mindestbesteuerung mit Wirkung für nach dem 30. Dezember 2023 beginnende Wirtschaftsjahre umgesetzt hat. Das Unternehmen ist dabei, die notwendigen internen Maßnahmen zu ergreifen, um die neue Gesetzgebung vollständig zu erfüllen. Derzeit prüft das Unternehmen, ob das ungarische Tochterunternehmen Sonepar Magyarorszäg Kft., Budapest, ggf. zukünftig der Mindestbesteuerung unterliegen könnte, da der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Ungarn derzeit 9 % beträgt, oder ob diesbezüglich ggf. etwaige Befreiungsvorschriften zur Mindestbesteuerung Anwendung finden.

Da das neue Steuergesetz in Deutschland erst ab dem 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, ergeben sich keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Steueraufwand des Geschäftsjahres 2023.

Geschäftsführung

Dr. Stefan Stegemann, Kaufmann, Rheine, Vorsitzender der Geschäftsführung

Alexander Gießwein, Kaufmann, Düsseldorf, Geschäftsführer Finanzen (bis 31. Oktober 2023)

Johannes Kuschel, Kaufmann, Mettmann, Geschäftsführer Finanzen (ab 1. Januar 2023)

Ingolf Coers, Kaufmann, Unna, Geschäftsführer Supply Chain (bis zum 31. März 2023)

Bernhard Weber, Kaufmann, Marktoberdorf, Geschäftsführer Vertrieb (bis zum 30. Juni 2023)

Dieter Lautz, Kaufmann, Bergisch Gladbach, Geschäftsführer Vertrieb Deutschland (bis zum 31. Dezember 2023)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 4.878. Darin sind der Geschäftsführung in 2023 gewährte Aktienbezugsrechte in einer Summe von TEUR 615 (insgesamt 2.900 Aktien mit einem Wert von EUR 212 pro Aktie zum 31. Dezember 2023) enthalten.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.793 (vor Verrechnung mit Planvermögen).

Beirat

Philippe Delpech, CEO der Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich, Vorsitzender

Damien Delannoy, Berater, Paris/Frankreich (bis 28. Februar 2023)

Timothee Coisne, Berater, Paris/Frankreich (ab 1. März 2023)

Andros Neocleous, CFO der Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich

Vincent Coisne, Berater, Paris/Frankreich (bis 28. Februar 2023)

Camille Tack, Berater, Paris/Frankreich (ab 1. März 2023)

Jerome Malassigne, Président Sonepar France, Paris/Frankreich, und Sonepar International Services, Genf/Schweiz

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielt der Beirat Bezüge von insgesamt TEUR 18.

Konzernverhältnisse.

Die Sonepar Deutschland GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, in den ihre verbundenen Unternehmen einbezogen werden.

Das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich, (Handelsregister R.C.S. Paris B 585 580 202).

Das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Otra N.V., Amstelveen/Niederlande, (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492). Der Konzernabschluss ist erhältlich am Sitz der Otra N.V., Amstelveen/Niederlande.

 

Düsseldorf, den 05. April 2024

Sonepar Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Dr. Stefan Stegemann

Johannes Kuschel

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 16. Mai 2024 festgestellt.

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 892.334,18 374.252,30 0,00 1.266.586,48
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.684.463,32 210.618,78 0,00 3.895.082,10
2. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen 0,00 1.407.950,56 0,00 1.407.950,56
3.684.463,32 1.618.569,34 0,00 5.303.032,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 333.302.470,80 0,00 0,00 333.302.470,80
2. Beteiligungen 70.302,64 0,00 0,00 70.302,64
333.372.773,44 0,00 0,00 333.372.773,44
337.949.570,94 1.992.821,64 0,00 339.942.392,58
kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 862.679,18 19.058,30 0,00 881.737,48
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.034.438,09 259.914,01 0,00 3.294.352,10
2. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.034.438,09 259.914,01 0,00 3.294.352,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.897.117,27 278.972,31 0,00 4.176.089,58
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 384.849,00 29.655,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.730,00 650.025,23
2. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen 1.407.950,56 0,00
2.008.680,56 650.025,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 333.302.470,80 333.302.470,80
2. Beteiligungen 70.302,64 70.302,64
333.372.773,44 333.372.773,44
335.766.303,00 334.052.453,67

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sonepar Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 2.2.2 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) die in Abschnitt 2.2.2 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 5. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Velder, Wirtschaftsprüfer

Sommer, Wirtschaftsprüfer

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Sonepar Deutschland GmbH ist die deutsche Holding der Sonepar Deutschland- Gruppe und befindet sich im Eigentum der Otra N.V. (Niederlande), die zur französischen Sonepar S.A.S. mit Sitz in Paris gehört. Die Sonepar Deutschland-Gruppe vertreibt Elektroartikel führender nationaler und internationaler Lieferanten an Kunden aus Handwerk, Handel und Industrie. Als Marktführer setzt sie auf qualitativ hochwertige Produkte und Systeme nationaler und internationaler Lieferanten, gepaart mit wertschöpfenden Serviceleistungen. Sie bietet ihren Kunden innovative Lösungen und hochwertige Produkte.

Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist in operative Regionalgesellschaften organisiert, die für die nötige Kundennähe sorgen. Neben Beteiligungen in Deutschland gehören zum Konsolidierungskreis der Sonepar Deutschland-Gruppe Unternehmen in Österreich, Ungarn, der Tschechischen Republik und Luxemburg. Sie setzen sich für die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden ein und erarbeiten gemeinsam mit ihnen optimale Lösungen. Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist ein dezentral organisierter Konzern, der Entscheidungen immer kundennah vor Ort ermöglicht.

Neben den von der Holding gehaltenen Beteiligungen an den in- und ausländischen Gesellschaften übernimmt diese für die deutschen Gesellschaften der Gruppe Zentralfunktionen wie Einkauf, Finanzierung (als Cashpool-Führerin für ihre Beteiligungen), Marketing sowie Verwaltungsfunktionen. Wesentliche Ertragsquellen der Holding sind die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, die mit den wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften bestehen, sowie die Einnahmen aus zentralen Lieferantenvereinbarungen betreffenden Umsatzerlösen.

1.2. Steuerungssystem des Konzerns

Die Sonepar Deutschland GmbH nutzt wie in den Vorjahren neben den sich unmittelbar aus dem Jahresabschluss ergebenden Größen, wie den Umsatzerlösen und dem Jahresüberschuss, die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns:

Bruttomarge, definiert als Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren

Umsatz pro Mitarbeiter, definiert als Umsatzerlöse dividiert durch die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr

Verschuldungsgrad, definiert als Anteil von Fremdkapital und Rückstellungen an der Bilanzsumme

Eigenkapitalquote, definiert als Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme

Working Capital in % vom Umsatz, definiert als Summe von Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Free Cashflow, definiert als die Summe aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit abzüglich gezahlter Zinsen

Return on Capital Employed (ROCE), definiert als Gewinn vor Zinsen und Steuern dividiert durch Gesamtkapital abzüglich erhaltener Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen, sonstiger Verbindlichkeiten und liquider Mittel

Als nicht-finanziellen Leistungsindikator nutzt die Sonepar Deutschland GmbH die Mitarbeiterfluktuation, definiert als Anzahl der Mitarbeiter, die den Konzern im Geschäftsjahr verlassen haben, im Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl des Geschäftsjahres.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Jahr 2023 geprägt durch die Folgen der globalen Krisen. Die Preise blieben auf allen Wirtschaftsstufen auf einem konstanten Niveau und dämpften die gesamtwirtschaftliche Lage. Aufgrund steigender Zinsen verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen und die allgemeine Nachfrage ging zurück. Das preisbereinigte BIP ging im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % zurück. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona- Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Destatis, 01/2024).

Die Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) aus Herbst 2023 zeigte, dass 66,4 % der teilnehmenden Unternehmen die Geschäftsentwicklung als "gut" einschätzten. Wesentlichen Einfluss hatte hierbei die positive Entwicklung der Auftrags- und Umsatzentwicklung, insbesondere die steigende Nachfrage nach Leistungen im Bereich der Erneuerbaren Energien für Photovoltaik und Batteriespeicher. Dem gegenüber standen Sättigungseffekte im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektromobilität durch Förderungen in der E-Mobilität in der Vergangenheit. Des Weiteren waren leichte Eintrübungen im Bereich Elektro-Handwerk zu verzeichnen, jedoch keine echten Umsatzeinbrüche, da die Altbausanierungen den schwächelnden Neubau-Bereich kompensierten. Die Herausforderungen bei der Fachkräftebesetzung bestanden nach wie vor, jedoch war ein Rückgang von offenen Stellen im Vergleich zum Frühjahr 2023 zu verzeichnen.

2.2. Geschäftsverlauf und Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.2.1. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich geprägt durch eine hohe Kundennachfrage im Sortimentsbereich der Erneuerbaren Energiesysteme. Die übrigen Sortimente haben sich leicht über Vorjahresniveau entwickelt. Die Umsätze waren im Jahr 2023 geprägt durch Wachstumsimpulse in der ersten Jahreshälfte, die in der zweiten Jahreshälfte spürbar abgenommen haben. Letzteres hat den Verdrängungswettbewerb weiter verschärft. Aufgrund der verbesserten Lieferketten bei der Warenbeschaffung konnte die Gesellschaft die durchschnittliche Verfügbarkeit der von den Kunden bestellten Artikel erhöhen. Die Kostenstruktur war geprägt von Inflationseffekten in den Sach- und Personalkosten.

Im Jahr 2023 wurden innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe folgende maßgebliche Projekte realisiert:

Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde am 17.05.2023 mit Wirkung zum 01.01.2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, verschmolzen.

Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich, und die eh-technik Beteiligungs GmbH, Grödig, wurden zum 31.10.2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, erworben und am 22.11.2023 mit Wirkung zum 31.10.2023 auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, verschmolzen.

2.2.2. Ertragslage

Der Konzernumsatz der Sonepar Deutschland GmbH belief sich im Jahr 2023 auf EUR 4.897,8 Mio. und lag damit um 4,7 % über dem Vorjahreswert (Vj.: EUR 4.678,2 Mio.). Neben der höheren Anzahl an Bestellungen unserer Kunden im Sortimentsbereich Erneuerbare Energiesysteme haben sich die übrigen Sortimente ebenfalls leicht über Vorjahresniveau entwickelt. Aufgrund der verbesserten Lieferketten bei der Warenbeschaffung konnten unsere Tochterunternehmen die durchschnittliche Verfügbarkeit der von den Kunden bestellten Artikel erhöhen.

Der Umsatz verteilte sich wie folgt auf die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Länder:

2023 2022 Veränderung
EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. %
Deutschland 4.026,6 3.879,9 146,7 3,8
Österreich 631,1 556,3 74,8 13,4
Tschechische Republik 123,5 119,1 4,4 3,7
Ungarn 96,2 101,7 -5,5 -5,4
Luxemburg 20,4 21,2 -0,8 -3,8
Gesamt 4.897,8 4.678,2 219,6 4,7

In Österreich ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 % gestiegen. Dies ist insbesondere auf das erhöhte Verkaufsvolumen in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen.

Die Bruttomarge ist von EUR 1.139,6 Mio. in 2022 auf EUR 1.050,2 Mio. in 2023 gesunken und lag mit 21,4 % unter dem Vorjahresniveau (24,4 %).

Der Jahresüberschuss i. H. v. EUR 130,7 Mio. (Vj.: EUR 263,5 Mio.) liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind insb. die allgemeine internationale wirtschaftliche Lage sowie die inflationsbedingte Kostensteigerung in den Sach- und Personalkosten.

2.2.3. Finanzlage

Die Finanzierung des deutschen Teilkonzerns erfolgte über ein festverzinsliches Darlehen aus Konzernmitteln, das im Geschäftsjahr 2023 vollständig zurückgezahlt wurde. Darüber hinaus wurden kurzfristige Mittel, im Rahmen des täglichen Cash-Poolings mit der Sonepar S.A.S., Paris, zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung für Geldaufnahmen und Geldanlagen erfolgte auf EURIBOR-Basis.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 38,8 Mio. erhöht und beträgt zum Stichtag EUR 171,0 Mio. (Vj.: EUR 132,3 Mio.). Der Anstieg setzt sich aus zwei gegenläufigen Effekten zusammen und ist im Wesentlichen auf die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände aus Umsatz- und Wareneinkaufstätigkeit zurückzuführen. Die Abnahme übersteigt die Effekte aus dem Rückgang des EBITDA, der Abnahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva sowie der Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände aus sonstiger laufender Geschäftstätigkeit. Die Verbindlichkeiten haben insgesamt zugenommen aufgrund der erhöhten Cash-Pool-Verbindlichkeiten aus Finanzierung der Dividenden.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Zahlungsabfluss) von EUR 53,3 Mio. auf EUR 64,2 Mio. gestiegen. Die Entwicklung ist auf den Anstieg von Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen zurückzuführen, der den Anstieg der erhaltenen Zinsen und Beteiligungserträge entsprechend übersteigt. Die Auszahlungen für Investitionen betreffen im Wesentlichen den Baubeginn des Zentrallagers in Werder (Potsdam) sowie die Investitionen in das SAP-Projekt für das Warenwirtschaftssystem.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Zahlungsabfluss) betrug im Jahr 2023 EUR 696,8 Mio. (Vj.: EUR 8,4 Mio.) und beinhaltet die Auszahlung der Dividenden für das Geschäftsjahr 2021 und 2022 an die Muttergesellschaft sowie die Rückzahlung von Darlehen.

Das sog. "asset-backed securitization program" stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzepts dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen an ihren Sonepargruppeneigenen französischen Fonds "FCT SSP". Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash- Pools zur Verfügung gestellt.

Die Kreditlinien der Sonepar Deutschland GmbH sind angemessen und ausreichend. Die Abdeckung des Liquiditätsbedarfs der Sonepar Deutschland GmbH wird über ein tägliches Cash-Clearing innerhalb der Sonepar Gruppe sichergestellt.

2.2.4. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen beläuft sich zum Jahresende auf EUR 196,1 Mio. und ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Investitionen um EUR 37,8 Mio. gestiegen (Vj.: EUR 158,3 Mio.).

Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 3,7 Mio. auf EUR 465,4 Mio. gesunken. Im Vorjahr wurde Vorratsvermögen aufgebaut, um die Artikelverfügbarkeit sicherzustellen sowie Preissteigerungen entgegenzuwirken. Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Vorratsvermögen entsprechend reduziert werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 73,4 Mio. auf EUR 567,8 Mio. zum Stichtag gesunken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen zum 31. Dezember 2023 einen Saldo i. H.v. EUR 389,9 Mio. aus und sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 37,4 Mio. gesunken. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen ein gesunkenes Volumen bei dem asset-backed securitization program.

Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 33,0 Mio. gesunken und betrugen zum 31. Dezember 2023 EUR 10,4 Mio. (Vj.: EUR 43,4 Mio.).

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 75,1 Mio. auf EUR 1.815,8 Mio. gesunken. Dies ist insbesondere auf die geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den Rückgang der liquiden Mittel zurückzuführen. Der Rückgang dieser Positionen überstieg die Investitionen in die Sachanlagen sowie den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 30,6 Mio. gesunken, wobei ein Rückgang von EUR 29,1 Mio. auf Steuerrückstellungen entfällt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich aufgrund des geringeren Einkaufsvolumens zum Ende des Geschäftsjahres um EUR 14,5 Mio. und betrugen zum Bilanzstichtag EUR 500,3 Mio. (Vj.: EUR 514,9 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag einen Saldo von EUR 658,1 Mio. (Vj.: EUR 263,3 Mio.) aus. Die Veränderung ergibt sich durch die gestiegene Refinanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe über das Cash-Pooling mit der Sonepar S.A.S. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 47,6 Mio. auf EUR 295,4 Mio. (Vj.: EUR 343,0 Mio.) gesunken.

2.3. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Entwicklung im Geschäftsjahr war deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen der Geschäftsführung aber aufgrund von Sondereffekten noch passabel.

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Bruttomarge lag bei 21,4 % (Vj.: 24,4 %), was dem prognostizierten Rückgang entspricht.

Der Umsatz je Mitarbeiter ist auf Basis der geschilderten Umsatzsteigerungen im Jahresverlauf angestiegen (Berichtsjahr: TEUR 741; Vj.: TEUR 725). Dies entspricht im Wesentlichen der Prognose des Vorjahres.

Der Verschuldungsgrad war mit 0,9 über dem Vorjahreswert aufgrund des erhöhten Kapitalbedarfs. Die Eigenkapitalquote lag mit 8,0 % deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vj.: 27,6 %), was auf die ausstehende Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 im Vorjahr zurückzuführen ist. Beide Kennzahlen entsprechen der Prognose des Vorjahres. Das Eigenkapital wies zum Stichtag einen Saldo i. H. v. EUR 145,3 Mio. (Vj.: EUR 521,7 Mio.) aus.

Das Working Capital ist um 2,6 %-Punkte auf 11,1 % gesunken (Vj.: 13,7 %). Entgegen der Prognose des Vorjahres, einer leichten Erhöhung, hat das Working Capital aufgrund des Rückgangs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der liquiden Mittel abgenommen. Die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf die Umsatzrückgänge im vierten Quartal zurückzuführen.

Der als finanzieller Leistungsindikator berichtete Free Cashflow betrug zum Geschäftsjahresende EUR 80,5 Mio. Er ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR10,0 Mio. gesunken (Vj.: EUR 70,5 Mio.) und lag damit stark unter der Vorjahresprognose, die eine leichte Erhöhung erwarten ließ. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der gezahlten Zinsen aufgrund der gestiegenen Cash-Pool Verbindlichkeiten für die in 2023 erfolgten Dividendenausschüttungen für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 zurückzuführen.

Der Return on Capital Employed i. H. v. 21,2 % liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vj.: 39,3 %) und ist auf den Rückgang des Jahresüberschusses zurückzuführen. Die Entwicklung übertrifft die Prognose des Vorjahres, bei der eine leichten Senkung prognostiziert wurde.

2.4.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Um dem demographischen Wandel und dem fortschreitenden Fachkräftemangel noch besser begegnen zu können, hat Sonepar Deutschland GmbH sich entschieden, die bereits seit 2012 bestehende Kampagne zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität durch Übernahme und Adaptierung der globalen Employer Branding-Aktivitäten zu forcieren. Die Mitarbeiterfluktuation lag mit 11,6 % um 3 %-Prozentpunkte über dem Vorjahr und entspricht den Erwartungen des Vorjahres, in dem eine leichte Erhöhung prognostiziert wurde.

Die Fluktuationsrate bewegt sich weiterhin erheblich unterhalb des bundesdeutschen Durchschnitts. Dieser solide Zustand soll auch in den kommenden Jahren durch eine auf die Belegschaft und Unternehmensinteressen bestmöglich abgestimmte Personalentwicklung zielgerichtet fortgeschrieben werden, da die kommenden Jahre, insbesondere ab dem Jahr 2025, durch eine größer werdende Anzahl von Mitarbeitern, die das Unternehmen durch Erreichen der Altersgrenzen in den Ruhestand verlassen werden, geprägt sein werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten. Die nicht abschätzbaren Auswirkungen von eventuellen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen auf die konjunkturelle Situation können Einfluss auf die Risikolage und Entwicklung der Sonepar Deutschland Gruppe im Jahr 2024 haben. Die unter anderem daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen für das Jahr 2024 stimmen uns vorsichtig. Es können nicht vorhersehbare Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten oder potenzielle Lieferengpässe sowie damit einhergehende Kupferkursschwankungen auftreten.

Der Start in das neue Geschäftsjahr 2024 in Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik, Luxemburg und Ungarn verlief wie erwartet herausfordernd, da wir bisher keine Wachstumsimpulse verzeichnen konnten. Die Sonepar Deutschland GmbH erwartet für das Jahr 2024 für alle Gesellschaften, an denen die Sonepar Deutschland GmbH beteiligt ist, eine Entwicklung des Jahresüberschusses leicht unter Vorjahresniveau und damit leicht niedrigere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie leicht niedrigere Umsatzerlöse, woraus sich auch ein prognostizierter Jahresüberschuss leicht unter Vorjahresniveau der Sonepar Deutschland GmbH ergibt.

Bezüglich der weiteren finanziellen Leistungsindikatoren und des nicht-finanziellen Leistungsindikators werden folgende Entwicklungen erwartet:

Leichter Anstieg der Bruttomarge

Leichter Rückgang des Umsatzes pro Mitarbeiter

Leichter Rückgang der Eigenkapitalquote

Leichte Erhöhung des Working Capital (in % vom Umsatz)

Starke Senkung des Free Cashflows

Leichte Senkung des ROCE

Leichte Senkung der Mitarbeiterfluktuation

3.2. Chancen- und Risikobericht

3.2.1. Organisation und Risikomanagement

Die Sonepar Deutschland GmbH ist an das Rechenzentrum der Tochtergesellschaft Sonepar Deutschland Information Services GmbH in Holzwickede angebunden.

Um die Umsetzung der Unternehmenspolitik und Nachhaltigkeitsstrategie sicherzustellen, hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH ein integriertes Management-System implementiert, das den gesteckten Qualitäts-, Sicherheits-, Energie-, Klima- und Umwelt- und Compliancezielen unserer Anspruchsgruppen (Kunden, Mitarbeiter und Partner) gerecht wird. Mit unseren prozessorientierten, integrierten Managementsystemen erfüllen wir die Anforderungen der nachfolgenden Normen:

Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001

Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001

Compliancemanagement nach DIN EN ISO 37301

Arbeitsschutzmanagementsystem nach DIN EN ISO 45001

Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001

Qualitätssicherung nach Regeln des Kerntechnischen Ausschusses KTA 1401.

Der Geltungsbereich des Managementsystems erstreckt sich auf alle Standorte der Sonepar Deutschland GmbH in Deutschland und Luxemburg. Die Zertifizierung nach ISO 14001 und ISO 45001 ist auf die Zentrallager begrenzt. Die "KTA 1401"-Anforderungen sind auf die Standorte begrenzt, die auf der Eignungsbestätigung aufgeführt sind. Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten, -ziele und -maßnahmen werden in einem Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert, der einen zweijährigen Berichtszeitraum erfasst.

Bezüglich des Risikos einer Betriebsunterbrechung an einzelnen Standorten der mit der Sonepar Deutschland GmbH verbundenen Unternehmen existiert ein entsprechendes flächendeckendes Notfallkonzept, so dass der Ausfall einer Niederlassung durch andere Standorte weitestgehend aufgefangen werden kann. Für Betriebsunterbrechungsrisiken besteht im Übrigen eine hinreichende Versicherungsdeckung.

Die Sonepar Deutschland GmbH als Muttergesellschaft verfügt neben einem detaillierten Reportingsystem über verschiedene mehrstufige Controllingsysteme, ein auf alle Prozesse und Abläufe fokussiertes Qualitätsmanagement sowie eine eigene Konzernrevision.

Um den Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken, sind Funktionen der "Internen Kontrollen" und der "Internen Revision" für die Sonepar Deutschland-Gruppe installiert. Sie tragen zur Einhaltung der maßgeblichen internen und externen Vorgaben bzw. zur Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken bei und sind damit Bestandteile des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH eine Compliance-Funktion etabliert.

Steuerliche Risiken bestehen für die Sonepar Deutschland GmbH durch mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowie bevorstehender Gesetzesänderungen stehen dabei im Fokus der Gesellschaft. Durch interne Maßnahmen, den Einsatz entsprechender Systeme und die Einbindung externer Berater können das Risiko minimiert und regelmäßig notwendige Anpassungen an die sich stets ändernde Gesetzeslage vorgenommen werden.

Im Rahmen der unternehmensinternen Organisation werden die rechtlichen Anforderungen zum Datenschutz auf Einhaltung überwacht.

3.2.2. Chancen und Risiken

Die weitere Entwicklung der Sonepar Deutschland GmbH basiert auf den Chancen und Risiken, die das Marktumfeld und die wirtschaftliche Lage in der Zukunft bieten. Bei den dargestellten Risiken werden auch ergriffene Risikobegrenzungsmaßnahmen geschildert. Aufgrund der maßgebenden Entwicklung der Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen ist das Ergebnis der Sonepar Deutschland GmbH stark abhängig von der Entwicklung der operativen Gesellschaften. Die Chancen und Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und des Umfangs der erwarteten Auswirkungen auf die Prognose- bzw. Zielabweichung absteigend geordnet aufgeführt. Diese Chancen und Risiken werden nachfolgend beurteilt.

Allgemeines Umfeld

Der Umsatz im Bereich Kabel und Leitungen ist stark abhängig von der Entwicklung des Kupferpreises. Die unvorhersehbare Entwicklung des Kupferpreises birgt Risiken für die Erlöse aus diesem Geschäft.

Dagegen bietet der weitere Ausbau von kundenindividuellen Serviceleistungen neue Wachstumschancen für die Sonepar Deutschland-Gruppe.

Branchenumfeld

Die Sonepar Deutschland-Gruppe bedient im Bereich des Elektrogroßhandels unterschiedliche Kundengruppen mit diversen Produkten. Das Geschäft mit einzelnen Produktgruppen ist teilweise von staatlichen Regelungen abhängig, so zum Beispiel das Geschäft im Bereich der Produkte zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Änderungen in der Gesetzgebung können dazu führen, dass sich der Absatz einzelner Produktgruppen rückläufig entwickelt.

Insgesamt nimmt der Druck auf die Marge im Elektrogroßhandel deutlich zu. Daraus ergeben sich Risiken für die zukünftige Ertragsentwicklung.

Die zunehmende Digitalisierung des Handels ermöglicht es branchenfremden Unternehmen, in den Elektrogroßhandelsmarkt einzutreten. Die Sonepar Deutschland- Gruppe wird die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und die sich daraus ergebenden Chancen für neue Vertriebsformen im dreistufigen Vertrieb nutzen.

Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte seitens des Bundeskartellamts eine Ermittlung gegen Großhändler hinsichtlich mutmaßlicher Absprachen in Bezug auf allgemeine Normen zur Berechnung von Metallzuschlägen in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft hat die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens aufgrund mangelnder Indizien abgelehnt.

Die anhaltenden Engpässe bei Chips und Halbleitern stellen erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft dar. Die globale Knappheit dieser Schlüsselkomponenten kann potenziell Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktverfügbarkeiten zeigen. Die steigende Nachfrage, begrenzte Produktionskapazitäten und geopolitische Unsicherheiten tragen zu diesem Problem bei.

Da unser Produktsortiment weitestgehend aus elektronischen Geräten besteht und diese mit Halbleitern und Mikrochips versehen sind, bestehen Risiken in Bezug auf Lieferketten und Produktverfügbarkeiten. Vor allem bei Halbleitern ist die Weltwirtschaft von Herstellern aus Taiwan stark abhängig. Durch stockende Lieferketten und aufgrund der politischen Konflikte zwischen China und Taiwan könnte dies dramatische Folgen in Bezug auf Versorgungs- und Lieferengpässe für die Weltwirtschaft haben. Aktuell ergeben sich keine Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktverfügbarkeiten.

Leistungswirtschaftliches Umfeld

Das Geschäft der Sonepar Deutschland-Gruppe ist eng an die Entwicklung des konjunkturellen Umfeldes der Bundesrepublik Deutschland gebunden. Die Auswirkungen von Änderungen der politischen Rahmenbedingungen auf die volkwirtschaftliche Situation in Deutschland sind nur sehr schwer abschätzbar.

Finanzwirtschaftliches Umfeld

Zur Reduzierung des finanzwirtschaftlichen Risikos wird die gesamte Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe durch ein Cash-Pooling sichergestellt. Darüber hinaus wird durch eine gruppenweite Finanzplanung und einen gruppenweiten Cash-Forecast ein laufendes Monitoring des Geldmittelbedarfes sichergestellt.

Sonstige Risiken und Chancen

Die Forderungen gegen Kunden unterliegen im Allgemeinen einem Ausfallrisiko. Das intensiv betriebene Debitorenmanagement in Verbindung mit einem internen Kundeninformationssystem leisten eine wertvolle Hilfe zur Früherkennung und Verhinderung von Forderungsausfallrisiken. Nach wie vor werden darüber hinaus die Außenstände weitestgehend über Warenkreditversicherungen abgesichert.

In vorangegangenen Geschäftsjahren wurden IT-Projekte mit umfangreichem Einfluss auf die Geschäftsprozesse der Sonepar Deutschland-Gruppe initiiert und in 2023 fortgesetzt. Durch stringentes Projektmanagement und eine transparente Projektorganisation ist die Minimierung der allgemein vorhandenen Risiken derartiger Projekte sichergestellt. Die Modernisierung von Software und Prozessen bildet die solide Grundlage für zukünftiges Wachstum und die Möglichkeit der Wahrnehmung neuer Marktchancen.

Die zunehmende Digitalisierung hat die Angriffsfläche für Cyberangriffe erweitert, was zu potenziell schwerwiegenden finanziellen Verlusten und Reputationsschäden führen kann. Die Cybersicherheitslage in Deutschland ist aktuell sehr angespannt, da die Bedrohung durch Cyberkriminalität stetig zunimmt. Mit Blick auf die unterschiedlichen Angriffsarten geht dabei die derzeit größte Bedrohung von Ransomware-Angriffen aus.

Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Cybersecurity-Maßnahmen gemäß der internationalen Security-Roadmap umgesetzt. Hierzu gehören umfassende Trainings und Awareness-Workshops für Mitarbeitende der Sonepar Deutschland-Gruppe.

3.3. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Die Sonepar Deutschland GmbH sieht sich auf Basis der gefestigten Strukturen der Gruppe (Zentralisierung von Logistik, Einkauf, Verwaltung und Datenverarbeitung) und der in den Vorjahren getätigten Akquisitionen gut gerüstet für die positive Weiterentwicklung der Gesamtgruppe in den folgenden Geschäftsjahren. Die Stellung als Marktführer im deutschen Elektrogroßhandel wird der Sonepar Deutschland-Gruppe bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen helfen, diese Position auch in den Folgejahren beibehalten zu können. In der Gesamtbetrachtung erachten wir keine Risiken als bestandsgefährdend.

 

Düsseldorf, 23. August 2024

Sonepar Deutschland GmbH

vertreten durch

Dr. Stefan Stegemann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Johannes Kuschel

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.542.732,40 14.283.610,01
2. Firmenwerte 5.048.150,41 7.774.011,66
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 12.319.623,12 18.276.580,53
4. Geleistete Anzahlungen 48.459.176,64 34.282.866,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.274.966,69 85.146.327,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 502.808,50 555.225,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.940.456,38 55.329.889,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.397.947,48 17.256.056,65
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 70.302,64 70.302,64
274.556.164,26 232.974.870,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 465.351.894,67 469.095.390,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 567.796.777,78 641.189.228,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 389.901.457,81 427.319.526,07
3. Sonstige Vermögensgegenstände 83.503.554,06 58.213.276,02
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 45.102,50 (i. Vj. EUR 78.349,50) -
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.436.237,41 43.408.524,23
1.516.989.921,73 1.639.225.945,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.036.019,00 14.153.349,74
D. Latente Steuern 4.212.229,85 4.536.636,73
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 7.503,00 7.988,00
1.815.801.837,84 1.890.898.789,98

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital des Mutterunternehmens
I. Gezeichnetes Kapital 63.500.100,00 63.500.100,00
II. Kapitalrücklage 66.457.534,19 66.457.534,19
III. Kumulierter Konzernjahresüberschuss 15.298.839,01 391.691.383,30
IV. Kumulierte Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 66.597,96 66.597,96
145.323.071,16 521.715.615,45
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit Deckungsvermögen 24.849.209,46 26.081.471,36
2. Steuerrückstellungen 52.317.066,03 81.454.129,18
3. Sonstige Rückstellungen 130.791.647,04 131.033.429,01
207.957.922,53 238.569.029,55
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskassen 1.221.500,74 1.240.306,79
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.013.370,79 7.657.223,83
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 500.344.092,24 514.891.403,79
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 658.103.983,48 263.252.215,75
5. Sonstige Verbindlichkeiten 295.413.927,08 343.011.783,34
- davon aus Steuern EUR 19.622.829,07 (i. Vj. EUR 30.489.991,29) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 851.611,24 (i. Vj. EUR 958.399,14) -
1.462.096.874,33 1.130.052.933,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten 423.969,82 561.211,48
1.815.801.837,84 1.890.898.789,98

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.897.778.581,85 4.678.231.025,69
2. Sonstige betriebliche Erträge 28.327.380,73 21.268.699,85
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 137,00) -
4.926.105.962,58 4.699.499.725,54
3. Aufwendungen für bezogene Waren 3.847.546.216,29 3.538.672.807,60
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 352.696.336,40 323.348.788,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 71.204.583,23 67.040.565,00
- davon für Altersversorgung EUR 1.928.384,99 (i. Vj. EUR 4.132.930,57) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 37.185.536,57 38.838.474,92
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 405.093.165,48 345.886.344,72
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 2.514,06) -
4.713.725.837,97 4.313.786.981,08
7. Erträge aus Beteiligungen 11.924,71 46.132,07
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.547.463,03 3.235.172,34
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 13.906.525,23 (i. Vj. EUR 1.685.209,18) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.277.105,66 8.405.472,17
- davon an verbundene Unternehmen EUR 21.775.238,45 (i. Vj. EUR 5.366.610,84) -
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 711.703,00 (i. Vj. EUR 718.592,00) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 69.354.416,36 116.547.589,11
11. Ergebnis nach Steuern 131.307.990,33 264.040.987,59
12. Sonstige Steuern 576.919,06 570.174,07
13. Konzernjahresüberschuss (sämtlich auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend) 130.731.071,27 263.470.813,52

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht 2023 wurden unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) erstellt.

Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten wurden zur besseren Übersichtlichkeit in einem Verbindlichkeitenspiegel im Anhang zusammengefasst. Soweit der besseren Übersichtlichkeit dienend wurde zudem das gesetzlich vorgegebene Gliederungsschema erweitert. Für die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

1. Konsolidierungskreis

Die Jahresabschlüsse der folgenden Tochtergesellschaften wurden in die Konsolidierung einbezogen (Angabe der Beteiligungen nach dem Stand vom 31. Dezember 2023):

Anteil am Kapital 1
%
Sonepar Česka republika spol. s.r.o., Hradec Kralové/Tschechische Republik 100
Hagewe-Sozialwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen 100
Sonepar Deutschland Cable Services GmbH, München 100
Sonepar Deutschland Financial Services GmbH, Düsseldorf 100
Sonepar Deutschland Information Services GmbH, Holzwickede 100
Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest 100
Sonepar Deutschland/Region Nord-Ost GmbH, Hannover 100
Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH, Augsburg 100
Sonepar Deutschland/Region West GmbH, Holzwickede 100
Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich 100
Sonepar Magyarorszäg Kft., Budapest/Ungarn 100
Sonepar Luxembourg S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg 100
Sonepar PIM solutions GmbH, Hannover 100
One4Business Solutions GmbH, Düsseldorf 100

1 direkte und indirekte Beteiligung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochterunternehmen machen von der Befreiungsmöglichkeit nach § 264 Abs. 3 HGB vollumfänglich Gebrauch.

Nicht in die Konsolidierung einbezogen wurde wegen untergeordneter Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB) die Unterstützungskasse der Elektroböhmer GmbH e.V., Holzwickede. Deren Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.165, der Gewinn für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 5.

Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde zum 1. Januar 2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, verschmolzen.

Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich, und die eh-technik Beteiligungs GmbH, Grödig/Österreich, wurden zum 31. Oktober 2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, erworben und am 22. November.2023 mit Wirkung zum 31. Oktober 2023 auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, verschmolzen.

2. Stichtag des Konzernabschlusses

Der Stichtag des Konzernabschlusses stimmt mit dem Stichtag des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, überein. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben ein mit dem Kalenderjahr übereinstimmendes Geschäftsjahr.

3. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse in Euro erfolgt unverändert nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB.

Fremdwährungsbeträge von monetären Posten wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Insgesamt wurden nur unwesentliche Umrechnungsdifferenzen im Periodenergebnis erfasst.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung erfolgt auf die gemeinsame Obergesellschaft Sonepar Deutschland GmbH.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in der Weise, dass der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Teile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet wird (§ 301 Abs. 1 Satz 1 HGB).

Entsprechend der Buchwertmethode wurde das Eigenkapital der Tochterunternehmen für Konsolidierungen bis zum 31. Dezember 2007 mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Bilanzierungshilfen und Sonderposten entspricht.

Die Kapitalkonsolidierung für nach dem 31. Dezember 2007 erstmals konsolidierte Gesellschaften wurde nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Die zu aktivierenden bzw. passivierenden Beträge wurden soweit wie möglich den betreffenden Aktiv- bzw. Passivposten zugeordnet; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.

Die Verrechnung nach § 301 Abs. 1 HGB wird auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung dieser Vorschrift (Artikel 27 Abs. 2 EGHGB) und, für spätere Erwerbe, zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (§ 301 Abs. 2 HGB) vorgenommen.

Der aus Anwendung der Buchwertmethode bis zum 31. Dezember 2007 entstandene aktive Unterschiedsbetrag (TEUR 7.938) wurde in der Konzernbilanz mit den Rücklagen verrechnet.

Durch die Konsolidierung wurden ferner eliminiert:

In der Bilanz:

die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften.

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

die Umsätze zwischen den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften sowie der entsprechende Wareneinsatz, sodass als Umsatzerlöse die Beträge ausgewiesen werden, die mit konzernfremden Dritten entstanden sind,

Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisübernahmen innerhalb des Konsolidierungskreises,

Zinsaufwendungen und Zinserträge für Darlehen aus laufenden Konten unter den zur Gruppe gehörenden Gesellschaften sowie

alle übrigen gegenseitigen Aufwendungen und Erträge der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften.

Auf eine Zwischengewinneliminierung im Vorratsbestand wurde wegen der untergeordneten Bedeutung verzichtet.

Latente Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB wurden für alle wesentlichen Konsolidierungsmaßnahmen mit den Ertragsteuersätzen des Mutterunternehmens (Organschaft) oder den unternehmensindividuellen Ertragsteuersätzen der betroffenen Tochterunternehmen vorgenommen, soweit sich der jeweils induzierte höhere oder niedrigere Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Die sich hieraus ergebenden aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wurden saldiert ausgewiesen.

Einheitliche Wertgrundlage sind die übereinstimmenden Wertansätze in den Einzelbilanzen der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben den Jahresabschluss 2023 nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode verrechnet. Die Nutzungsdauern der Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sind sämtlich begrenzt und reichen von zwei bis fünf Jahren. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abzüglich der kumulierten plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden sowohl linear als auch arithmetisch degressiv mit Wechsel zur linearen Methode verrechnet. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen reichen von zwei bis vierzig Jahren. Die inländischen Gesellschaften haben die Abschreibungen in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Dabei wurden grundsätzlich im Konzern einheitlich definierte Reichweitenabschläge vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand sind durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstich-tag, die Aufwendungen in der folgenden Periode darstellen.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und von Skontoabzügen wurde grundsätzlich eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % (i. Vj. 3,5 %) des um einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und enthaltene Umsatzsteuer gekürzten Forderungsbestandes angesetzt. Der auf die Skontoabzüge der Kunden entfallende Teil der Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 10.428 wird zur Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzvorschriften als Rückstellung für Skonto ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge in der folgenden Periode darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren, der Projected-Unit-Credit-Methode, unter Verwendung der Heubeck'schen "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Bei diesem Verfahren werden die am Stichtag laufenden Renten und der auf die bisherige Dienstzeit entfallende (sogenannte erdiente) Teil der Anwartschaften bewertet. Zusätzlich berücksichtigt werden die hierauf entfallenden, künftig zu erwartenden Erhöhungen durch Gehaltssteigerungen oder Rentenanpassungen. Die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst und nicht mehr wie bis 2015 aus den vergangenen sieben Jahren. Dabei wird von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren in Höhe von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) und aus den vergangenen sieben Jahren in Höhe von 1,75 % (i. Vj. 1,45 %) beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 161 (i. Vj. TEUR 773), wovon TEUR 5 (i. Vj. TEUR 21) die Sonepar Deutschland GmbH betreffen und aufgrund des § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt sind.

Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen verwendet:

31.12.2023 31.12.2022
% %
Rechnungszins 1,83 1,79
Gehaltssteigerungen 2,5 2,5
Rentensteigerungen 2,0 2,0
Fluktuation Siehe nachfolgende Fluktuationstabelle
Fluktuationswahrscheinlichkeiten Männer Frauen
% %
Alter 20-25 6,00 8,00
Alter 26-30 5,00 7,00
Alter 31-35 4,00 5,00
Alter 36-40 2,50 2,50
Alter 41-45 2,50 2,50
Alter 46-50 1,00 1,00
Ab Alter 51 0,00 0,00

Zu den wesentlichen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen und daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert wurden. Da ein Zeitwert für Lebensversicherungsverträge nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden diese Rückdeckungsversicherungen mit dem steuerlichen Aktivwert bewertet, der den Anschaffungskosten entspricht.

Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen und Erträgen aus der Ab- bzw. Aufzinsung der Rückstellungen verrechnet, das Ergebnis wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Der übrige Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Betriebsergebnis ausgewiesen. Die anderen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken ab und sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrages nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen ermittelt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Positionen des Anlagevermögens sowie die Abschreibung des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023) dargestellt.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung der in 2008 neu erworbenen Gesellschaften ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung TEUR 139.841. Um den im Kaufpreis berücksichtigten zukünftigen Erträgen Rechnung zu tragen, werden die Firmenwerte grundsätzlich planmäßig über 15 Jahre nach der linearen Methode abgeschrieben. Dies spiegelt die lokalen regionalen Verhältnisse der Branche in der Vergangenheit wider und wurde durch den entsprechenden Faktor bei Erwerb der Rexel Deutschland und Hagemeyer bestätigt. Um den seit den Akquisitionen eingetretenen wirtschaftlichen Entwicklungen und konzerninternen Umstrukturierungen Rechnung zu tragen, wurden in den vorangegangenen Geschäftsjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag betragen diese kumuliert TEUR 58.768 und sind damit gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Ferner ist aus dem Anteilserwerb an der Otto Kuhmann GmbH & Co. KG im Jahr 2010 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 13.117 entstanden, der über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Der aus dem Erwerb von Anteilen an der im Geschäftsjahr 2012 verschmolzenen I-Center s.r.o., Prag/Tschechien, im Jahr 2011 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.353 wird ebenfalls über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Der aus dem Erwerb der ETS Elektrotechnische Großhandels- u. Service-GmbH im Jahr 2014 entstandene Firmenwert in Höhe von TEUR 2.792 wird über sieben Jahre abgeschrieben. Der Firmenwert der ebenfalls in 2014 erworbenen BTF-Gruppe in Höhe von TEUR 10.531 wird über elf Jahre abgeschrieben. Die BTF-Gruppe (BTF GmbH & Co. KG, Cölbe, deren Tochtergesellschaft Joh. Bähr Großhandels- Gesellschaft für elektrotechnische Produkte mbH, Mannheim, und die HEG Elektro-Ingenieur Kühn GmbH & Co. KG, Marburg) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2015 auf die Sonepar Deutschland/Region West GmbH, Holzwickede, verschmolzen. Die in 2015 entstandenen Firmenwerte für die Akquisition der Solar Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 4.334 werden über 15 Jahre abgeschrieben. Durch den Erwerb der Firma Doll KG ist bei Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH ein Firmenwert von TEUR 350 entstanden, der über 15 Jahre abgeschrieben wird. In 2015 wurde die Firma Willy Heidkamp GmbH erworben und mit der Firma Sonepar Deutschland/Region West GmbH verschmolzen. Durch den Erwerb ist ein Firmenwert von TEUR 1.916 entstanden, der ebenfalls über 15 Jahre abgeschrieben wird.

Durch den Erwerb der Fa. Götz GmbH ist ein Firmenwert von TEUR 6.741 entstanden, der über neun Jahre abgeschrieben wird. Durch den Erwerb der Weniger GmbH ist ein Firmenwert von TEUR 6.280 entstanden, der über sieben Jahre abgeschrieben wird. Bei der Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauern wurden die Kundenstruktur, das Geschäftsmodell der übertragenden Gesellschaften sowie das Know-how der Mitarbeiter berücksichtigt. Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde zum 1. Januar 2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, verschmolzen. Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich, und die eh-technik Beteiligungs GmbH, Grödig/Österreich, wurden zum 31. Oktober 2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, erworben und am 22. November.2023 mit Wirkung zum 31. Oktober 2023 auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, verschmolzen.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit Restlaufzeiten über einem Jahr sind in der Bilanz ausgewiesen.

Die Tochtergesellschaften Sonepar Deutschland/Region Nord-Ost GmbH, Sonepar Deutschland/Region West GmbH und Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH nehmen zudem am sog. "asset-backed securitization program" der Sonepar-Gruppe teil, das seit Juli 2010 durchgeführt wird. Das Programm stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzeptes dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen (zum 31. Dezember 2023 TEUR 120.396) - mit Ausnahme von Forderungen insbesondere gegen "key accounts" oder ähnliche Kunden - an ihren Sonepargruppeneigenen französischen Fonds "FCT SSP", der eigens zu diesem Zweck gegründet wurde. Mit dem Verkauf der Forderungen gehen alle Rechte und Risiken auf den Fonds über.

Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash-Pools zur Verfügung gestellt. Daraus resultieren Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 387.547 (i. Vj. TEUR 426.583).

3. Latente Steuern

Der Konzern macht von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB gebrauch. Die im Konzernabschluss angesetzten aktiven latenten Steuern beinhalten im Wesentlichen latente Steuern aus der Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, und aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB.

Der deutsche Körperschaftsteuersatz betrug 15,0 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag. Daraus resultiert ein nomineller Steuersatz von 15,825 %. Die Gewerbesteuerbelastung betrug bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 440 % rund 15,4 %. Bei ausländischen Tochtergesellschaften kam ein Steuersatz von 9 % bis 25 % bei der Berechnung der laufenden und latenten Steuern zur Anwendung.

4. Eigenkapital

Bezüglich des Konzerneigenkapitalspiegels gemäß den Vorschriften des DRS 22 verweisen wir auf die Anlage Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023.

5. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 27.257 (i. Vj. TEUR 29.116). Damit saldiert wurde ein Deckungsvermögen von TEUR 6.408 (i. Vj. TEUR 6.661). Die resultierende Rückstellung beträgt somit TEUR 20.856 (i. Vj. TEUR 22.455). Der Aufwand für Zinsen und ähnliche Aufwendungen beträgt TEUR 376 (i. Vj. TEUR 386). Hier wurde der Aufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 712 (i. Vj. TEUR 719) mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 336 (i. Vj. TEUR 333) verrechnet.

Zudem enthält dieser Bilanzposten ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.993 (i. Vj. TEUR 3.627). Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beträgt TEUR 8 (i. Vj. TEUR 8).

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Kundenboni 49.396 49.787
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 20.433 24.127
Skonti 10.428 11.296
Ausstehende Eingangsrechnungen 10.199 8.878
Aktienoptionsprogramm Mitarbeiter 8.178 8.861
Jubiläumsverpflichtungen 7.432 7.202
Gewährleistungen 6.002 5.548
Miet- und Mietnebenkosten, Instandhaltungs- und Renovierungsverpflichtungen 6.087 5.401
Sozialpläne, Abfindungen, Vorruhestandsverpflichtungen und Restrukturierungsmaßnahmen 4.396 315
Aufbewahrungspflichten 2.344 2.315
Rechts-, Beratungs-, Prozess- und Gerichtskosten 1.732 1.952
Berufsgenossenschaft 1.321 1.288
Allgemeine Geschäftskosten 777 1.843
Versicherungen 339 283
Sonstige 1.728 1.937
130.792 131.033

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Restlaufzeit 31.12.2023 gesamt 31.12.2022 gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahren übe 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskassen 1.222 0 0 1.222
(Vorjahr) (1.240) (0) (0) (1.240)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.013 0 0 7.013
(Vorjahr) (7.657) (0) (0) (7.657)
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 500.344 0 0 500.344
(Vorjahr) (514.891) (0) (0) (514.891)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 658.104 0 0 658.104
(Vorjahr) (250.470) (12.782) (0) (263.252)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 295.411 3 0 295.414
(Vorjahr) (343.012) (0) (0) (343.012)

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 0, i. Vj. TEUR 163.421) sowie aus dem Verrechnungsverkehr und dem Cash-Management (TEUR 658.104, i. Vj. TEUR 99.831).

8. Haftungsverhältnisse

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Bürgschaften 9.477 8.008

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des deutschen Teilkonzerns als gering eingeschätzt.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Mietverträgen
fällig innerhalb eines Jahres 48.635 39.775
fällig in 1 bis 5 Jahren 134.754 101.482
fällig nach 5 Jahren 62.124 22.027
245.513 163.284

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Gegenstand der Miet- und Leasingverträge sind Betriebsstätten, Fahrzeuge und Büroausstattung. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung über Leasing anzuschaffen, ermöglicht es dem Konzern, die Kapitalbindung zu reduzieren. Wesentliche Risiken hieraus sind nicht erkennbar.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Gliederung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

2. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden mit Ausnahme von in Österreich, Ungarn, Luxemburg und in der Tschechischen Republik erzielten Umsätzen (TEUR 871.146) im Wesentlichen im Inland getätigt.

Die Umsätze entfallen im Wesentlichen auf folgende Sortimentsgruppen:

%
1. Kabel und Leitungen und Leitungsführungssysteme, Installations- und Gebäudetechnik 67,9
2. Licht und Leuchten 10,8
3. Konsumgüter 3,5
4. Erneuerbare Energie, Photovoltaik 17,8
100,0

3. Periodenfremde Erträge

In der Konzerngewinn- und -Verlustrechnung sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge enthalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Lieferantenboni 4.011 24.571
Werbekostenzuschüsse 3.766 3.087
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 11.049 4.923
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.114 1.099
Übrige periodenfremde Erträge 4.509 0
24.449 33.680

4. Latente Steuern

Innerhalb der Ertragsteuern werden latente Steuererträge aus Konsolidierungsvorgängen in Höhe von TEUR 444 (i. Vj. TEUR 701) ausgewiesen.

V. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds ergibt sich aus der Kapitalflussrechnung. Der Finanzmittelfonds ist definiert als der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurde umgestellt auf die Ausgangsgröße EBITDA. Der EBITDA ist definiert aus den GuV Positionen 1 bis 4 minus Position 6. Die Ausgangsgröße EBITDA hat gegenüber dem Jahresüberschuss den Vorteil, dass die Korrekturen für die Ertragssteueraufwendungen, Abschreibungen, Zinserträge, Zinsaufwendungen und Beteiligungserträge nicht notwendig sind. Zudem wurden für den Bereich der laufenden Geschäftstätigkeit die Veränderungen der Aktiva und Passiva separat aufgegliedert nach den Veränderungen, die zum einen aus Umsatz- und Wareneinkaufstätigkeiten resultieren und zum anderen nach den Veränderungen, die aus sonstigen laufenden Geschäftstätigkeiten resultieren. Diese Aufteilung der Veränderungen der Vorräte, Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva und Passiva wurde für das aktuelle Berichtsjahr 2023 als auch für das Vorjahr 2022 vorgenommen. Hiermit werden dem Rechnungsadressaten Informationen über die wesentlichen Zahlungsstromstrukturen im Bereich der laufenden Geschäftstätigkeit zur Verfügung gestellt.

VI. Sonstige Angaben

Mutterunternehmen

Die Sonepar Deutschland GmbH (Handelsregister Amtsgericht Düsseldorf HRB 14274) ist eine Tochtergesellschaft der OTRA N.V., Amstelveen/Niederlande (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492), welche wiederum eine Tochtergesellschaft der Sonepar S.A.S., Paris/ Frankreich (Handelsregister RCS Paris B 585 580 202), ist.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den handelsrechtlichen Jahresüberschuss des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2023 der Sonepar Deutschland GmbH (EUR 128.017.040,25), insoweit er nicht ausschüttungsgesperrt ist, in voller Höhe an die Gesellschafterin auszuschütten.

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2023 bekannt.

Globale Mindestbesteuerung

Die Muttergesellschaftist in Deutschland ansässig, das die neue Gesetzgebung zur Globalen Mindestbesteuerung mit Wirkung für nach dem 30. Dezember 2023 beginnende Wirtschaftsjahre umgesetzt hat. Der Konzern ist dabei, die notwendigen internen Maßnahmen zu ergreifen, um die neue Gesetzgebung vollständig zu erfüllen. Derzeit prüft das Unternehmen, ob das ungarische Tochterunternehmen Sonepar Magyarorszag Kft., Budapest, ggf. zukünftig der Mindestbesteuerung unterliegen könnte, da der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Ungarn derzeit 9 % beträgt, oder ob diesbezüglich ggf. etwaige Befreiungsvorschriften zur Mindestbesteuerung. Anwendung finden.

Da das neue Steuergesetz in Deutschland erst ab dem 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, ergeben sich keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Steueraufwand des Geschäftsjahres 2023.

Geschäftsführung

Dr. Stefan Stegemann, Kaufmann, Rheine, Vorsitzender der Geschäftsführung

Alexander Gießwein, Kaufmann, Düsseldorf, Geschäftsführer Finanzen (bis 31. Oktober 2023)

Johannes Kuschel, Kaufmann, Mettmann, Geschäftsführer Finanzen (ab 1. Januar 2023)

Ingolf Coers, Kaufmann, Unna, Geschäftsführer Supply Chain (bis zum 31. März 2023)

Bernhard Weber, Kaufmann, Marktoberdorf, Geschäftsführer Vertrieb (bis zum 30. Juni 2023)

Dieter Lautz, Kaufmann, Bergisch Gladbach, Geschäftsführer Vertrieb Deutschland (bis zum 31. Dezember 2023)

Beirat

Philippe Delpech, CEO der Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich, Vorsitzender

Damien Delannoy, Berater, Paris/Frankreich (bis 28. Februar 2023)

Timothée Coisne, Berater, Paris/Frankreich (ab 1. März 2023)

Andros Neocleous, CFO der Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich

Vincent Coisne, Berater, Paris/Frankreich (bis 28. Februar 2023)

Camille Tack, Berater, Paris/Frankreich (ab 1. März 2023)

Jerome Malassigne, Président Sonepar France, Paris/Frankreich, und Sonepar International Services, Genf/Schweiz

Bezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 4.878. Darin sind der Geschäftsführung in 2023 gewährte Aktienbezugsrechte in einer Summe von TEUR 615 (insgesamt 2.900 Aktien mit einem Wert von EUR 212 pro Aktie zum 31. Dezember 2023) enthalten.

Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.793 (vor Verrechnung mit Planvermögen).

Gesamtbezüge des Beirats

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielt der Beirat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 18.

Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten beträgt für das Geschäftsjahr 2023 ohne Auszubildende und Geschäftsführer 6.614 (i. Vj. 6.451).

2023 2022
Arbeiter 1.800 1.799
Angestellte 3.960 3.912
Teilzeit 854 740

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 867

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Honorare für die Jahresabschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, sowie die Prüfung der Konzernpackages inländischer und ausländischer Tochtergesellschaften.

Fehlbeträge aus mittelbaren Pensionszusagen

Der Fehlbetrag aus von Unterstützungskassen zugesagten Pensionen (Teilwert der zugesagten Versorgungsbezüge abzüglich Kassenvermögen) beträgt TEUR 9.234 (i. Vj. TEUR 9.655).W

Konzernverhältnisse

Die Sonepar Deutschland GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, in den ihre verbundenen Unternehmen einbezogen werden.

Das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich (Handelsregister RCS Paris B 585 580 202).

Das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Otra N.V., Amstelveen/Niederlande (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492). Der Konzernabschluss ist erhältlich am Sitz der Otra N.V., Amstelveen/ Niederlande.

 

Düsseldorf, den 23. August 2024

Sonepar Deutschland GmbH

vertreten durch

Dr. Stefan Stegemann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Johannes Kuschel

Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30. September 2024 gebilligt.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.297.020,67 8.095.344,62 87.207,89
2. Firmenwerte 57.361.554,05 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 186.299.553,37 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 34.282.866,00 14.832.065,33 0,00
342.240.994,09 22.927.409,95 87.207,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 151.907.819,63 2.655.752,61 1.434.234,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.506.498,87 248.475,49 136.814,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 173.162.683,47 17.765.753,65 3.921.328,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.256.056,65 36.791.495,44 102.306,30
343.833.058,62 57.461.477,19 5.594.683,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.358,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 70.302,64 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
102.660,64 0,00 0,00
686.176.713,35 80.388.887,14 5.681.891,25
Anschaffungskosten
Umbuchungen Zukauf/ Anwachsung Anpassung Währung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 663.307,19 15.008,82 21.886,08 73.005.359,49
2. Firmenwerte 0,00 0,00 25.748,68 57.387.302,73
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 0,00 0,00 0,00 186.299.553,37
4. Geleistete Anzahlungen -663.307,19 0,00 7.552,50 48.459.176,64
0,00 15.008,82 55.187,26 365.151.392,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 251.075,96 0,00 -8.829,74 153.371.584,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 1.618.159,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.323.662,70 5.623,04 417.724,48 191.754.118,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -4.574.738,66 0,00 27.440,35 49.397.947,48
0,00 5.623,04 436.335,09 396.141.810,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 32.358,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 70.302,64
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 102.660,64
0,00 20.631,86 491.522,35 761.395.863,45
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.013.410,66 10.477.582,06 28.509,92 0,00
2. Firmenwerte 49.587.542,39 2.887.251,00 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 168.022.972,84 5.956.957,41 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
267.623.925,89 19.321.790,47 28.509,92 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66.761.491,92 4.985.123,93 647.403,51 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 951.273,71 164.512,29 434,60 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.832.793,62 12.714.109,88 3.113.231,88 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
185.545.559,25 17.863.746,10 3.761.069,99 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.358,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
32.358,00 0,00 0,00 0,00
453.201.843,14 37.185.536,57 3.789.579,91 0,00
Abschreibungen
Zukauf/ Anwachsung Anpassung Währung 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.894,16 -5.749,87 60.462.627,09
2. Firmenwerte 0,00 -135.641,07 52.339.152,32
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 0,00 0,00 173.979.930,25
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
5.894,16 -141.390,94 286.781.709,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -2.594,67 71.096.617,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 1.115.351,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.869,50 375.121,34 127.813.662,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
4.869,50 372.526,67 200.025.631,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 32.358,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 32.358,00
10.763,66 231.135,73 486.839.699,19
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.542.732,40 14.283.610,01
2. Firmenwerte 5.048.150,41 7.774.011,66
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 12.319.623,12 18.276.580,53
4. Geleistete Anzahlungen 48.459.176,64 34.282.866,00
78.369.682,57 74.617.068,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.274.966,69 85.146.327,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 502.808,50 555.225,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.940.456,38 55.329.889,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.397.947,48 17.256.056,65
196.116.179,05 158.287.499,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 70.302,64 70.302,64
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
70.302,64 70.302,64
274.556.164,26 232.974.870,21

Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Kumulierter Konzernjahresüberschuss Kumulierte Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Januar 2022 63.500 66.458 128.220 67 258.245
Ausschüttungen - - - - -
Konzernjahresüberschuss - - 263.471 - 263.471
Übriges Konzernergebnis - - - - -
Konzerngesamtergebnis - - 263.471 - 263.471
31. Dezember 2022 63.500 66.458 391.691 67 521.716
Ausschüttungen - - -507.124 - -507.124
Konzernjahresüberschuss - - 130.731 - 130.731
Übriges Konzernergebnis - - - - -
Konzerngesamtergebnis - - 130.731 - 130.731
31. Dezember 2023 63.500 66.458 15.298 67 145.323

Aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 130.731 steht ein Betrag in Höhe von TEUR 128.012 (Jahresüberschuss der Sonepar Deutschland GmbH von TEUR 128.017 abzüglich eines nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrten Betrags von TEUR 5) für eine mögliche Ausschüttung zur Verfügung.

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
EBITDA *) 249.566 424.551
Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen und sonstigen Aktiva aus Umsatztätigkeiten und Wareneinkauf 145.727 -333.272
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva aus Umsatztätigkeiten und Wareneinkauf -44.109 55.248
Zunahme/Abnahme Forderungen und sonstigen Aktiva aus sonstiger laufender Geschäftstätigkeit -62.346 30.484
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva aus sonstiger laufender Geschäftstätigkeit -17.598 14.080
Veränderung der Rückstellungen -1.474 3.791
Ertragssteuerzahlungen und sonstige Steuern -98.744 -62.614
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 171.022 132.268
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Abgänge von Gegenstände des Anlagevermögens und Wechselkurseffekte 1.622 92
Investitionen in das Sachanlagevermögen -57.461 -35.932
Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -22.927 -19.260
Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -1.500
Erhaltene Zinsen und Beteiligungserträge 14.559 3.281
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -64.207 -53.319
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen an Unternehmenseigner -507.124 0
Rückzahlung von Darlehen -163.421 0
Gezahlte Zinsen -26.277 -8.405
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -696.822 -8.405
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1. - 3.) -590.007 70.544
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -56.422 -126.966
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -646.429 -56.422
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 10.436 43.409
Cash-Pool -656.865 -99.831
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -646.429 -56.422

*) EBITDA = GuV Positionen 1 bis 4 minus 6

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sonepar Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 23. August 2024

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