Beyond Lease GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandra Latham-Bauer seit 16.1.2026 | Prokura |
Alexandra Wallek seit 27.10.2025 | Prokura |
Manuel Haber seit 7.1.2025 | Geschäftsführer |
Markus Winnemöller seit 10.5.2024 | Prokura |
Helmut Bienen-Scholt seit 10.5.2024 | Prokura |
Dorothee Funke seit 19.12.2023 | Prokura |
Johannes Kuschel seit 3.1.2023 | Geschäftsführer |
Alexander Moser seit 12.12.2022 | Prokura |
Gianluca Filici seit 20.1.2022 | Prokura |
Andreas Möller seit 29.11.2021 | Prokura |
Klaus Blum seit 29.11.2021 | Prokura |
Oliver Ax seit 8.9.2021 | Prokura |
Frank Stahn seit 15.2.2021 | Prokura |
Dirk Feller seit 15.2.2021 | Prokura |
Bernhard Köthenbürger seit 15.2.2021 | Prokura |
Markus Hartmann seit 15.5.2020 | Prokura |
Tobias Lortz seit 15.5.2020 | Prokura |
Olaf Bodewein seit 12.12.2019 | Prokura |
Ulf Böing seit 14.1.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sonepar International SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sonepar Deutschland GmbHDüsseldorfJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Sonepar Deutschland GmbH ist die deutsche Holding der Sonepar Deutschland- Gruppe und befindet sich im Eigentum der Otra N.V. (Niederlande), die zur französischen Sonepar S.A.S. mit Sitz in Paris gehört. Die Sonepar Deutschland-Gruppe vertreibt Elektroartikel führender nationaler und internationaler Lieferanten an Kunden aus Handwerk, Handel und Industrie. Als Marktführer setzt sie auf qualitativ hochwertige Produkte und Systeme nationaler und internationaler Lieferanten, gepaart mit wertschöpfenden Serviceleistungen. Sie bietet ihren Kunden innovative Lösungen und hochwertige Produkte. Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist in operative Regionalgesellschaften organisiert, die für die nötige Kundennähe sorgen. Neben Beteiligungen in Deutschland gehören zum Konsolidierungskreis der Sonepar Deutschland-Gruppe Unternehmen in Österreich, Ungarn, der Tschechischen Republik und Luxemburg. Sie setzen sich für die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden ein und erarbeiten gemeinsam mit ihnen optimale Lösungen. Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist ein dezentral organisiertes Unternehmen, das Entscheidungen immer kundennah vor Ort ermöglicht. Neben den von der Holding gehaltenen Beteiligungen an den in- und ausländischen Gesellschaften übernimmt diese für die deutschen Gesellschaften der Gruppe operative Zentralfunktionen wie Einkauf, Finanzierung (als Cashpool-Führerin für ihre Beteiligungen), Marketing sowie Verwaltungsfunktionen. Wesentliche Ertragsquellen der Holding sind die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, die mit allen deutschen Tochtergesellschaften bestehen, sowie die Einnahmen aus zentralen Lieferantenvereinbarungen betreffenden Umsatzerlösen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Jahr 2023 geprägt durch die Folgen der globalen Krisen. Die Preise blieben auf allen Wirtschaftsstufen auf einem konstanten Niveau und dämpften die gesamtwirtschaftliche Lage. Aufgrund steigender Zinsen verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen und die allgemeine Nachfrage ging zurück. Das preisbereinigte BIP ging im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % zurück. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona- Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Destatis, 01/2024). Die Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) aus Herbst 2023 zeigte, dass 66,4 % der teilnehmenden Unternehmen die Geschäftsentwicklung als "gut" einschätzten. Wesentlichen Einfluss hatte hierbei die positive Entwicklung der Auftrags- und Umsatzentwicklung, insbesondere die steigende Nachfrage nach Leistungen im Bereich der Erneuerbaren Energien für Photovoltaik und Batteriespeicher. Dem gegenüber standen Sättigungseffekte im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektromobilität durch Förderungen in der E- Mobilität in der Vergangenheit. Des Weiteren waren leichte Eintrübungen im Bereich Elektro-Handwerk zu verzeichnen, jedoch keine echten Umsatzeinbrüche, da die Altbausanierungen den schwächelnden Neubau-Bereich kompensierten. Die Herausforderungen bei der Fachkräftebesetzung bestanden nach wie vor, jedoch war ein Rückgang von offenen Stellen im Vergleich zum Frühjahr 2023 zu verzeichnen. 2.2. Geschäftsverlauf und Ertragslage 2.2.1. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich geprägt durch eine hohe Kundennachfrage im Sortimentsbereich der Erneuerbaren Energiesysteme bei unseren Tochtergesellschaften. Die übrigen Sortimente haben sich leicht über Vorjahresniveau entwickelt. Die Umsätze unserer Tochterunternehmen waren im Jahr 2023 geprägt durch Wachstumsimpulse in der ersten Jahreshälfte, die in der zweiten Jahreshälfte spürbar abgenommen haben. Letzeres hat den Verdrängungswettbewerb weiter verschärft. Aufgrund der verbesserten Lieferketten bei der Warenbeschaffung konnten unsere Tochterunternehmen die durchschnittliche Verfügbarkeit der von den Kunden bestellten Artikel erhöhen. Die Kostenstruktur war geprägt von Inflationseffekten in den Sach- und Personalkosten. Im Jahr 2023 wurden innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe folgende maßgebliche Projekte realisiert: Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde am 17.05.2023 mit Wirkung zum 01.01.2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, verschmolzen. Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich und die eh-technik Beteiligungs- GmbH, Grödig wurden zum 31.10.2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich erworben und am 22.11.2023 mit Wirkung zum 31.10.2023 auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, verschmolzen. 2.2.2. Erklärung zur Unternehmensführung Der Beirat der Gesellschaft hat bereits in seiner Sitzung vom 1. Juni 2017 gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG (alter Fassung) beschlossen, dass für den Anteil von Frauen im Beirat eine Zielgröße von 0-20 % und unter den Geschäftsführern eine Zielgröße von 0 % festgelegt wird. Die Zielgrößen waren bis zum 30. Juni 2022 zu erreichen. Das gilt ebenso hinsichtlich des Beschlusses der Geschäftsführer der Gesellschaft, die bereits durch Beschluss vom 1. Juni 2017 für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer eine Zielgröße von 0-20 % festgelegt haben. Auch diese Zielgröße war zum 30. Juni 2022 zu erreichen. Sowohl die festgesetzten Zielgrößen innerhalb der Geschäftsführung als auch innerhalb der beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung konnten auch während des Geschäftsjahres 2023 beibehalten werden. Der Beirat der Sonepar Deutschland GmbH hat im Jahr 2022 aufgrund der seit 2021 durch das Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst geänderten Rechtslage seinen Beschluss aus 2017 gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG dahingehend präzisiert bzw. abgeändert, dass für den Anteil von Frauen im Beirat eine Zielgröße von 20 % und unter den Geschäftsführern eine Zielgröße von 25 % festgelegt wird. Die Zielgrößen sind bis zum 31. Dezember 2026 zu erreichen. Seit März 2023 gehört dem fünfköpfigen Beirat eine Frau an, sodass die für das Jahr 2026 gesetzte Zielgröße bereits im Jahr 2023 erreicht worden ist und zumindest auf diesem Niveau gehalten werden soll. Ähnliches gilt für die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH. Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023 bestand die Geschäftsführung aus zwei Geschäftsführern. Im Geschäftsjahr sind insgesamt drei Geschäftsführer ausgeschieden. Eine Nachbesetzung dieser Stellen ist bis auf Weiteres nicht geplant. Dennoch besteht die mittelfristige Absicht, innerhalb der Geschäftsführung eine Stelle mit einer Frau zu besetzen. Im Beschluss der Geschäftsführung aus dem Vorjahr wurde für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 20 % festgelegt, die bis zum 31. Dezember 2026 zu erreichen ist. Daran hält die Sonepar Deutschland GmbH weiterhin fest. 2.2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Sonepar Deutschland GmbH beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 480,9 Mio. und lagen damit 6,0 % unter dem Vorjahreswert (Vj.: EUR 511,6 Mio.). Ursächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen ein gegenüber dem Vorjahr rückläufiges Einkaufsvolumen der operativen deutschen Tochtergesellschaften mit einer entsprechenden Entwicklung der zentralen Einkaufsrückvergütungen. Die Umsatzerlöse entfallen zu EUR 478,6 Mio. auf Lieferanterträge und zu EUR 2,3 Mio. auf Management Fees. Die Aufwendungen für bezogene Waren sind im Vergleich zum Vorjahr analog der Umsatzentwicklung um EUR 30,8 Mio. auf EUR 355,2 Mio. gesunken. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Weitergabe der Einkaufsrückvergütungen an die operativen Gesellschaften. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 25,4 Mio. auf EUR 30,0 Mio. gestiegen. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen durch die gestiegene Zahl der Mitarbeiter und Lohnsteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen zum Bilanzstichtag einen Saldo in Höhe von EUR 52,8 Mio. aus und sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 10,9 Mio. gestiegen. Der wesentliche Anstieg ist im Bereich Management und Franchise Fees (EUR 7,7 Mio.), allgemeinen Werbungskosten (EUR 2,0 Mio.) und sonstigen Bewirtungskosten (EUR 0,6 Mio.) zu verzeichnen. Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 111,1 Mio. gegenüber EUR 255,4 Mio. im Jahr 2022. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus den gestiegenen Kosten und den Geschäftsverläufen der Tochtergesellschaften. Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und betrug zum Jahresende EUR 128,0 Mio. (Vj.: EUR 276,1 Mio.). Ursächlich für den Rückgang sind die bereits zuvor beschriebenen Geschäftsentwicklungen der Tochtergesellschaften. Der für das Jahr 2023 prognostizierte und geplante Geschäftsverlauf konnte nicht erreicht werden. 2.2.4. Finanzlage Die Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe erfolgte innerhalb des deutschen Teilkonzerns über ein festverzinsliches Darlehen aus Konzernmitteln, welches im Geschäftsjahr 2023 vollständig zurückbezahlt wurde. Darüber hinaus wurden kurzfristige Mittel im Rahmen des täglichen Cash-Poolings mit der Sonepar S.A.S., Paris, zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung für Geldaufnahmen und Geldanlagen erfolgte auf EU- RIBOR-Basis. Das sog. "asset-backed securitization program" stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzepts dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen an ihren Sonepar-gruppen-eigenen französischen Fonds "FCT SSP". Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash- Pools zur Verfügung gestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 507 Mio. an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Diese betrifft den Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2021 in Höhe von EUR 231 Mio. sowie die Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 276 Mio. Im Vorjahr erfolgte keine Dividendenausschüttung. Die Kreditlinien der Sonepar Deutschland GmbH sind angemessen und ausreichend. Die Abdeckung des Liquiditätsbedarfs wird über ein tägliches Cash-Clearing innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe und der Sonepar S.A.S.-Gruppe sichergestellt. 2.2.5. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,4 Mio. auf EUR 2,0 Mio. erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Anlagen im Bau aufgrund der Umbauaktivitäten in unseren Geschäftsräumen zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich um EUR 38,3 Mio. auf EUR 468,7 Mio. erhöht. Wesentliche Effekte sind die Erstattungsansprüche aus Ertragssteuern in Höhe von EUR 28,9 Mio. für das Jahr 2023 sowie der erhöhte Finanzbedarf in den Tochtergesellschaften. Als gegenläufiger Effekt sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu nennen, die sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 30,9 Mio. auf EUR 143,5 Mio. reduziert haben. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Forderungen aus Lieferantenerträgen aufgrund des rückläufigen Einkaufsvolumens unserer Tochtergesellschaften. Die liquiden Mittel haben sich um EUR 32,7 Mio. auf EUR 9,7 Mio. reduziert. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Cashpool Clearing innerhalb der Sonepar Gruppe. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag EUR 251,5 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 379,1 Mio. gesunken (Vj.: EUR 630,6 Mio.). Grund für den signifikanten Rückgang war die im Vorjahr ausstehende Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2021 an die Otra N.V. in Höhe von EUR 231,0 Mio., welche im Gewinnvortrag im Vorjahr enthalten war, die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 276,0 Mio. an die Otra N.V. sowie der Ergebnisrückgang im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 148,1 Mio. Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 32,7 Mio. auf EUR 37,0 Mio. (Vj.: EUR 69,8 Mio.) gesunken. Die wesentliche Veränderung entfällt auf den Rückgang der Steuerrückstellungen für Vorjahre in Höhe von EUR 33,5 Mio. Die Verbindlichkeiten weisen zum 31. Dezember 2023 einen Saldo in Höhe von EUR 679,2 Mio. (Vj.: EUR 285,1 Mio.) aus und beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche zum Bilanzstichtag EUR 660,1 Mio. betrugen (Vj.: EUR 253,8 Mio.). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 406,4 Mio. ist im Wesentlichen auf die erhöhte konzerninterne Verschuldung aufgrund des Finanzierungsbedarfs zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 16,5 Mio. auf EUR 11,4 Mio. gesunken und liegen im Wesentlichen in der geringeren Steuerverbindlichkeit von EUR 10,3 Mio. begründet. 2.3. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Entwicklung im Geschäftsjahr war deutlich unter den ursprünglichen Erwartunggen der Geschäftsführung aber auf Grund von Sondereffekten noch passabel. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten. Die nicht abschätzbaren Auswirkungen von eventuellen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen auf die konjunkturelle Situation können Einfluss auf die Risikolage und Entwicklung der Sonepar Deutschland Gruppe im Jahr 2024 haben. Die unter anderem daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen für das Jahr 2024 stimmen uns vorsichtig. Es können nicht vorhersehbare Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten oder potenzielle Lieferengpässe sowie einhergehende Kupferkursschwankungen auftreten. Der Start in das neue Geschäftsjahr 2024 in Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik und Ungarn verlief wie erwartet herausfordernd, da wir bisher keine Wachstumsimpulse verzeichnen konnten. Die Sonepar Deutschland GmbH erwartet für das Jahr 2024 für den für die Steuerung der Gesellschaft wesentlichen Leistungsindikators Jahresüberschuss ein Ergebnis leicht über Vorjahresniveau ohne Berücksichtigung von Sondereffekten. 3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1. Organisation und Risikomanagement Die Sonepar Deutschland GmbH ist an das Rechenzentrum der Tochtergesellschaft Sonepar Deutschland Information Services GmbH in Holzwickede angebunden. Zudem verfügt die Gesellschaft über ein integriertes Managementsystem, in dem die Normen zur Qualität, Energie, Umwelt und Arbeitsschutz erfüllt werden. Bezüglich des Risikos einer Betriebsunterbrechung in einzelnen Standorten der mit der Sonepar Deutschland GmbH verbundenen Unternehmen existiert ein entsprechendes flächendeckendes Notfallkonzept, so dass der Ausfall einer Niederlassung durch andere Standorte weitestgehend aufgefangen werden kann. Für Betriebsunterbrechungsrisiken besteht im Übrigen eine hinreichende Versicherungsdeckung. Die Sonepar Deutschland GmbH als Muttergesellschaft verfügt neben einem detaillierten Reportingsystem über verschiedene mehrstufige Controllingsysteme, ein auf alle Prozesse und Abläufe fokussiertes Qualitätsmanagement sowie eine eigene Konzernrevision. Um den Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken, sind Funktionen der "Internen Kontrollen" und der "Internen Revision" für die Sonepar Deutschland-Gruppe installiert. Sie tragen zur Einhaltung der maßgeblichen internen und externen Vorgaben bzw. zur Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken bei und sind damit Bestandteile des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH eine Compliance-Funktion etabliert. Steuerliche Risiken bestehen für die Sonepar Deutschland GmbH durch mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowie bevorstehende Gesetzesänderungen stehen dabei im Fokus der Gesellschaft. Durch interne Maßnahmen, den Einsatz entsprechender Systeme und die Einbindung externer Berater können das Risiko minimiert und regelmäßig notwendige Anpassungen an die sich stets ändernde Gesetzeslage vorgenommen werden. Im Rahmen der unternehmensinternen Organisation werden die rechtlichen Anforderungen zum Datenschutz auf Einhaltung überwacht. 3.2.2. Chancen und Risiken Die weitere Entwicklung der Sonepar Deutschland GmbH basiert auf den Chancen und Risiken, die das Marktumfeld und die wirtschaftliche Lage in der Zukunft bieten. Bei den dargestellten Risiken werden auch ergriffene Risikobegrenzungsmaßnahmen geschildert. Aufgrund der maßgebenden Entwicklung der Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen ist das Ergebnis der Sonepar Deutschland GmbH stark abhängig von der Entwicklung der operativen Gesellschaften. Die Chancen und Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Umfang der erwarteten Auswirkungen auf die Prognose- bzw. Zielabweichung absteigend geordnet aufgeführt. Diese Chancen und Risiken werden nachfolgend beurteilt. Allgemeines Umfeld Der Umsatz im Bereich Kabel und Leitungen ist stark abhängig von der Entwicklung des Kupferpreises. Die unvorhersehbare Entwicklung des Kupferpreises birgt Risiken für die Erlöse aus diesem Geschäft. Dagegen bietet der weitere Ausbau von kundenindividuellen Serviceleistungen neue Wachstumschancen für die Sonepar Deutschland-Gruppe. Branchenumfeld Die Sonepar Deutschland-Gruppe bedient im Bereich des Elektrogroßhandels unterschiedliche Kundengruppen mit diversen Produkten. Das Geschäft mit einzelnen Produktgruppen ist teilweise von staatlichen Regelungen abhängig, so zum Beispiel das Geschäft im Bereich der Produkte zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Änderungen in der Gesetzgebung können dazu führen, dass sich der Absatz einzelner Produktgruppen rückläufig entwickelt. Insgesamt nimmt der Druck auf die Marge im Elektrogroßhandel deutlich zu. Daraus ergeben sich Risiken für die zukünftige Ertragsentwicklung. Die zunehmende Digitalisierung des Handels ermöglicht es branchenfremden Unternehmen, in den Elektrogroßhandelsmarkt einzutreten. Die Sonepar Deutschland- Gruppe wird die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und die sich daraus ergebenden Chancen für neue Vertriebsformen im dreistufigen Vertrieb nutzen. Im Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgte eine Durchsuchung der Räumlichkeiten von Sonepar Deutschland durch das Bundeskartellamt. Die Durchsuchung war Teil der Ermittlung gegen Großhändler hinsichtlich mutmaßlicher Absprachen in Bezug auf allgemeine Normen zur Berechnung von Metallzuschlägen in Deutschland seitens des Bundeskartellamts. Die Staatsanwaltschaft hat die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens aufgrund mangelnder Indizien abgelehnt. Die anhaltenden Engpässe bei Chips und Halbleitern stellen erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft dar. Die globale Knappheit dieser Schlüsselkomponenten kann potenziell Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktverfügbarkeiten zeigen. Die steigende Nachfrage, begrenzte Produktionskapazitäten und geopolitische Unsicherheiten tragen zu diesem Problem bei. Da unser Produktsortiment weitestgehend aus elektronischen Geräten besteht und diese mit Halbleitern und Mikrochips versehen sind, erachten wir Risiken in Bezug auf Lieferketten und Produktverfügbarkeiten. Vor allem bei Halbleitern ist die Weltwirtschaft von Herstellern aus Taiwan stark abhängig. Durch stockende Lieferketten und aufgrund der politischen Konflikte zwischen China und Taiwan könnte dies dramatische Folgen in Bezug auf Versorgungs- und Lieferengpässe für die Weltwirtschaft haben. Aktuell erachten wir keine Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktverfügbarkeiten. Leistungswirtschaftliches Umfeld Das Geschäft der Sonepar Deutschland-Gruppe ist eng an die Entwicklung des konjunkturellen Umfeldes der Bundesrepublik Deutschland gebunden. Die Auswirkungen von Änderungen der politischen Rahmenbedingungen auf die volkwirtschaftliche Situation in Deutschland sind nur sehr schwer abschätzbar. Finanzwirtschaftliches Umfeld Zur Reduzierung des finanzwirtschaftlichen Risikos wird die gesamte Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe durch ein Cash-Pooling sichergestellt. Darüber hinaus wird durch eine gruppenweite Finanzplanung und einen gruppenweiten Cash-Forecast ein laufendes Monitoring des Geldmittelbedarfes sichergestellt. Sonstige Risiken und Chancen Die Forderungen gegen Kunden unterliegen im Allgemeinen einem Ausfallrisiko. Das intensiv betriebene Debitorenmanagement in Verbindung mit einem internen Kunden- Informationssystem leisten eine wertvolle Hilfe zur Früherkennung und Verhinderung von Forderungsausfallrisiken. Nach wie vor werden darüber hinaus die Außenstände weitestgehend über Warenkreditversicherungen abgesichert. Die zunehmende Digitalisierung hat die Angriffsfläche für Cyberangriffe erweitert, was zu potenziell schwerwiegenden finanziellen Verlusten und Reputationsschäden führen kann. Die Cybersicherheitslage in Deutschland ist aktuell sehr angespannt, da die Bedrohung durch Cyberkriminalität stetig zunimmt. Mit Blick auf die unterschiedlichen Angriffsarten geht dabei die derzeit größte Bedrohung von Ransomware-Angriffen aus. Im Jahr 2023 wurden Cybersecurity-Maßnahmen gemäß der internationalen Security- Roadmap umgesetzt. Hierzu gehören umfassende Trainings und Awareness-Workshops für Mitarbeitende der Sonepar Deutschland-Gruppe. 3.3. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage Die Sonepar Deutschland GmbH sieht sich auf Basis der gefestigten Strukturen der Gruppe (Zentralisierung von Logistik, Einkauf, Verwaltung und Datenverarbeitung) und der in den Vorjahren getätigten Akquisitionen gut gerüstet für die positive Weiterentwicklung der Gesamtgruppe in den folgenden Geschäftsjahren. Die Stellung als Marktführer im deutschen Elektrogroßhandel wird der Sonepar Deutschland-Gruppe bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen helfen, diese Position auch in den Folgejahren beibehalten zu können. In der Gesamtbetrachtung erachten wir keine bestandsgefährdenden Risiken.
Düsseldorf, den 05. April 2024 Sonepar Deutschland GmbH Geschäftsführung Dr. Stefan Stegemann, Vorsitzender der Geschäftsführung Johannes Kuschel Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert zum Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Sonepar Deutschland GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 14274 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken - sofern vorhanden - werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie das Eigenkapital sind zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren, der Projected-Unit-Credit-Methode, unter Verwendung der Heubeck "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Bei diesem Verfahren werden die am Stichtag laufenden Renten und der auf die bisherige Dienstzeit entfallende (sogenannte verdiente) Teil der Anwartschaften bewertet. Zusätzlich berücksichtigt werden die hierauf entfallenden, künftig zu erwartenden Erhöhungen durch Gehaltssteigerungen oder Rentenanpassungen. Die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Dabei wird von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 5 (i. Vj. TEUR 21). Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen verwendet:
Zu den wesentlichen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen und daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert wurden. Da ein Zeitwert für Lebensversicherungsverträge nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Rückdeckungsversicherungen mit dem steuerlichen Aktivwert bewertet, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung der Rückstellungen verrechnet, das Ergebnis wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Der verbleibende Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Personalaufwand ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde zum 1. Januar 2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solution GmbH, Soest, verschmolzen. Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich und die eh-technik Beteiligungs GmbH, Grödig/Österreich wurden zum 31. Oktober 2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich erworben und unmittelbar nach dem Erwerb auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich verschmolzen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Bonusansprüche an Lieferanten. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um sonstige Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr einschließlich Gewinnabführungen, Darlehen und Cash- Management. Wie im Vorjahr sind keine Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.
1 direkte und indirekte Beteiligung
Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 6.793 (i. Vj. TEUR 6.976). Damit saldiert wurde ein Deckungsvermögen von TEUR 6.156 (i. Vj. TEUR 6.368). Die resultierende Rückstellung beträgt somit TEUR 637 (i. Vj. TEUR 608). Es sind hieraus wie im Vorjahr Aufwendungen für Altersversorgung (ohne Zahlungen an den Pensionssicherungsverein und Aufwendungen für Unterstützung) in Höhe von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 114) entstanden. Der Netto-Aufwand für Zinsen und ähnliche Aufwendungen beträgt TEUR 10 (i. Vj. TEUR 10). Hierbei wurde der Aufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 328 (i. Vj. TEUR 332) mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 318 (i. Vj. TEUR 322) verrechnet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Verrechnungsverkehr und das Cash-Management. Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betrugen TEUR 480.928 (i. Vj. TEUR 511.632) und entfallen in Höhe von EUR 478,6 Mio. (i. Vj. EUR 509,4 Mio.) auf Lieferantenboni im Inland sowie in Höhe von EUR 2,3 Mio. (i. Vj. EUR 2,3 Mio.) auf Management Fees. Die Aufwendungen für bezogene Waren sind in Höhe von TEUR 355.158 ausgewiesen (i. Vj. TEUR 385.923). In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14.612 (i. Vj. TEUR 36.077), die im Wesentlichen aus Lieferantenboni und Werbekostenzuschüssen resultieren, enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 368 (i. Vj. TEUR 875). Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Aus Bürgschaften gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.737 (i. Vj. TEUR 7.248) für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen wird das Risiko einer Inanspruchnahme aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 29 (i. Vj. TEUR 29) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten beträgt für das Jahr 2023 ohne Auszubildende und Geschäftsführer 211 (i. Vj. 180).
Ausschüttungsgesperrte Beträge Es bestehen gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 21), die dem Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen entsprechen. Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe an die Gesellschafterin auszuschütten. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2023 bekannt. Globale Mindestbesteuerung Das Unternehmen ist in Deutschland ansässig, das die neue Gesetzgebung zur Globalen Mindestbesteuerung mit Wirkung für nach dem 30. Dezember 2023 beginnende Wirtschaftsjahre umgesetzt hat. Das Unternehmen ist dabei, die notwendigen internen Maßnahmen zu ergreifen, um die neue Gesetzgebung vollständig zu erfüllen. Derzeit prüft das Unternehmen, ob das ungarische Tochterunternehmen Sonepar Magyarorszäg Kft., Budapest, ggf. zukünftig der Mindestbesteuerung unterliegen könnte, da der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Ungarn derzeit 9 % beträgt, oder ob diesbezüglich ggf. etwaige Befreiungsvorschriften zur Mindestbesteuerung Anwendung finden. Da das neue Steuergesetz in Deutschland erst ab dem 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, ergeben sich keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Steueraufwand des Geschäftsjahres 2023. Geschäftsführung
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 4.878. Darin sind der Geschäftsführung in 2023 gewährte Aktienbezugsrechte in einer Summe von TEUR 615 (insgesamt 2.900 Aktien mit einem Wert von EUR 212 pro Aktie zum 31. Dezember 2023) enthalten. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.793 (vor Verrechnung mit Planvermögen). Beirat
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielt der Beirat Bezüge von insgesamt TEUR 18. Konzernverhältnisse. Die Sonepar Deutschland GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, in den ihre verbundenen Unternehmen einbezogen werden. Das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich, (Handelsregister R.C.S. Paris B 585 580 202). Das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Otra N.V., Amstelveen/Niederlande, (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492). Der Konzernabschluss ist erhältlich am Sitz der Otra N.V., Amstelveen/Niederlande.
Düsseldorf, den 05. April 2024 Sonepar Deutschland GmbH Geschäftsführung Dr. Stefan Stegemann Johannes Kuschel Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 16. Mai 2024 festgestellt. Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sonepar Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 2.2.2 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) die in Abschnitt 2.2.2 des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 5. April 2024 KPMG
AG
Velder, Wirtschaftsprüfer Sommer, Wirtschaftsprüfer Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Sonepar Deutschland GmbH ist die deutsche Holding der Sonepar Deutschland- Gruppe und befindet sich im Eigentum der Otra N.V. (Niederlande), die zur französischen Sonepar S.A.S. mit Sitz in Paris gehört. Die Sonepar Deutschland-Gruppe vertreibt Elektroartikel führender nationaler und internationaler Lieferanten an Kunden aus Handwerk, Handel und Industrie. Als Marktführer setzt sie auf qualitativ hochwertige Produkte und Systeme nationaler und internationaler Lieferanten, gepaart mit wertschöpfenden Serviceleistungen. Sie bietet ihren Kunden innovative Lösungen und hochwertige Produkte. Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist in operative Regionalgesellschaften organisiert, die für die nötige Kundennähe sorgen. Neben Beteiligungen in Deutschland gehören zum Konsolidierungskreis der Sonepar Deutschland-Gruppe Unternehmen in Österreich, Ungarn, der Tschechischen Republik und Luxemburg. Sie setzen sich für die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden ein und erarbeiten gemeinsam mit ihnen optimale Lösungen. Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist ein dezentral organisierter Konzern, der Entscheidungen immer kundennah vor Ort ermöglicht. Neben den von der Holding gehaltenen Beteiligungen an den in- und ausländischen Gesellschaften übernimmt diese für die deutschen Gesellschaften der Gruppe Zentralfunktionen wie Einkauf, Finanzierung (als Cashpool-Führerin für ihre Beteiligungen), Marketing sowie Verwaltungsfunktionen. Wesentliche Ertragsquellen der Holding sind die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, die mit den wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften bestehen, sowie die Einnahmen aus zentralen Lieferantenvereinbarungen betreffenden Umsatzerlösen. 1.2. Steuerungssystem des Konzerns Die Sonepar Deutschland GmbH nutzt wie in den Vorjahren neben den sich unmittelbar aus dem Jahresabschluss ergebenden Größen, wie den Umsatzerlösen und dem Jahresüberschuss, die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns:
Als nicht-finanziellen Leistungsindikator nutzt die Sonepar Deutschland GmbH die Mitarbeiterfluktuation, definiert als Anzahl der Mitarbeiter, die den Konzern im Geschäftsjahr verlassen haben, im Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl des Geschäftsjahres. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Jahr 2023 geprägt durch die Folgen der globalen Krisen. Die Preise blieben auf allen Wirtschaftsstufen auf einem konstanten Niveau und dämpften die gesamtwirtschaftliche Lage. Aufgrund steigender Zinsen verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen und die allgemeine Nachfrage ging zurück. Das preisbereinigte BIP ging im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % zurück. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona- Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Destatis, 01/2024). Die Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) aus Herbst 2023 zeigte, dass 66,4 % der teilnehmenden Unternehmen die Geschäftsentwicklung als "gut" einschätzten. Wesentlichen Einfluss hatte hierbei die positive Entwicklung der Auftrags- und Umsatzentwicklung, insbesondere die steigende Nachfrage nach Leistungen im Bereich der Erneuerbaren Energien für Photovoltaik und Batteriespeicher. Dem gegenüber standen Sättigungseffekte im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektromobilität durch Förderungen in der E-Mobilität in der Vergangenheit. Des Weiteren waren leichte Eintrübungen im Bereich Elektro-Handwerk zu verzeichnen, jedoch keine echten Umsatzeinbrüche, da die Altbausanierungen den schwächelnden Neubau-Bereich kompensierten. Die Herausforderungen bei der Fachkräftebesetzung bestanden nach wie vor, jedoch war ein Rückgang von offenen Stellen im Vergleich zum Frühjahr 2023 zu verzeichnen. 2.2. Geschäftsverlauf und Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.2.1. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich geprägt durch eine hohe Kundennachfrage im Sortimentsbereich der Erneuerbaren Energiesysteme. Die übrigen Sortimente haben sich leicht über Vorjahresniveau entwickelt. Die Umsätze waren im Jahr 2023 geprägt durch Wachstumsimpulse in der ersten Jahreshälfte, die in der zweiten Jahreshälfte spürbar abgenommen haben. Letzteres hat den Verdrängungswettbewerb weiter verschärft. Aufgrund der verbesserten Lieferketten bei der Warenbeschaffung konnte die Gesellschaft die durchschnittliche Verfügbarkeit der von den Kunden bestellten Artikel erhöhen. Die Kostenstruktur war geprägt von Inflationseffekten in den Sach- und Personalkosten. Im Jahr 2023 wurden innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe folgende maßgebliche Projekte realisiert:
2.2.2. Ertragslage Der Konzernumsatz der Sonepar Deutschland GmbH belief sich im Jahr 2023 auf EUR 4.897,8 Mio. und lag damit um 4,7 % über dem Vorjahreswert (Vj.: EUR 4.678,2 Mio.). Neben der höheren Anzahl an Bestellungen unserer Kunden im Sortimentsbereich Erneuerbare Energiesysteme haben sich die übrigen Sortimente ebenfalls leicht über Vorjahresniveau entwickelt. Aufgrund der verbesserten Lieferketten bei der Warenbeschaffung konnten unsere Tochterunternehmen die durchschnittliche Verfügbarkeit der von den Kunden bestellten Artikel erhöhen. Der Umsatz verteilte sich wie folgt auf die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Länder:
In Österreich ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 % gestiegen. Dies ist insbesondere auf das erhöhte Verkaufsvolumen in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen. Die Bruttomarge ist von EUR 1.139,6 Mio. in 2022 auf EUR 1.050,2 Mio. in 2023 gesunken und lag mit 21,4 % unter dem Vorjahresniveau (24,4 %). Der Jahresüberschuss i. H. v. EUR 130,7 Mio. (Vj.: EUR 263,5 Mio.) liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind insb. die allgemeine internationale wirtschaftliche Lage sowie die inflationsbedingte Kostensteigerung in den Sach- und Personalkosten. 2.2.3. Finanzlage Die Finanzierung des deutschen Teilkonzerns erfolgte über ein festverzinsliches Darlehen aus Konzernmitteln, das im Geschäftsjahr 2023 vollständig zurückgezahlt wurde. Darüber hinaus wurden kurzfristige Mittel, im Rahmen des täglichen Cash-Poolings mit der Sonepar S.A.S., Paris, zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung für Geldaufnahmen und Geldanlagen erfolgte auf EURIBOR-Basis. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 38,8 Mio. erhöht und beträgt zum Stichtag EUR 171,0 Mio. (Vj.: EUR 132,3 Mio.). Der Anstieg setzt sich aus zwei gegenläufigen Effekten zusammen und ist im Wesentlichen auf die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände aus Umsatz- und Wareneinkaufstätigkeit zurückzuführen. Die Abnahme übersteigt die Effekte aus dem Rückgang des EBITDA, der Abnahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva sowie der Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände aus sonstiger laufender Geschäftstätigkeit. Die Verbindlichkeiten haben insgesamt zugenommen aufgrund der erhöhten Cash-Pool-Verbindlichkeiten aus Finanzierung der Dividenden. Gegenüber dem Vorjahr ist der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Zahlungsabfluss) von EUR 53,3 Mio. auf EUR 64,2 Mio. gestiegen. Die Entwicklung ist auf den Anstieg von Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen zurückzuführen, der den Anstieg der erhaltenen Zinsen und Beteiligungserträge entsprechend übersteigt. Die Auszahlungen für Investitionen betreffen im Wesentlichen den Baubeginn des Zentrallagers in Werder (Potsdam) sowie die Investitionen in das SAP-Projekt für das Warenwirtschaftssystem. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Zahlungsabfluss) betrug im Jahr 2023 EUR 696,8 Mio. (Vj.: EUR 8,4 Mio.) und beinhaltet die Auszahlung der Dividenden für das Geschäftsjahr 2021 und 2022 an die Muttergesellschaft sowie die Rückzahlung von Darlehen. Das sog. "asset-backed securitization program" stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzepts dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen an ihren Sonepargruppeneigenen französischen Fonds "FCT SSP". Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash- Pools zur Verfügung gestellt. Die Kreditlinien der Sonepar Deutschland GmbH sind angemessen und ausreichend. Die Abdeckung des Liquiditätsbedarfs der Sonepar Deutschland GmbH wird über ein tägliches Cash-Clearing innerhalb der Sonepar Gruppe sichergestellt. 2.2.4. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen beläuft sich zum Jahresende auf EUR 196,1 Mio. und ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Investitionen um EUR 37,8 Mio. gestiegen (Vj.: EUR 158,3 Mio.). Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 3,7 Mio. auf EUR 465,4 Mio. gesunken. Im Vorjahr wurde Vorratsvermögen aufgebaut, um die Artikelverfügbarkeit sicherzustellen sowie Preissteigerungen entgegenzuwirken. Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Vorratsvermögen entsprechend reduziert werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 73,4 Mio. auf EUR 567,8 Mio. zum Stichtag gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen zum 31. Dezember 2023 einen Saldo i. H.v. EUR 389,9 Mio. aus und sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 37,4 Mio. gesunken. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen ein gesunkenes Volumen bei dem asset-backed securitization program. Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 33,0 Mio. gesunken und betrugen zum 31. Dezember 2023 EUR 10,4 Mio. (Vj.: EUR 43,4 Mio.). Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 75,1 Mio. auf EUR 1.815,8 Mio. gesunken. Dies ist insbesondere auf die geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den Rückgang der liquiden Mittel zurückzuführen. Der Rückgang dieser Positionen überstieg die Investitionen in die Sachanlagen sowie den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 30,6 Mio. gesunken, wobei ein Rückgang von EUR 29,1 Mio. auf Steuerrückstellungen entfällt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich aufgrund des geringeren Einkaufsvolumens zum Ende des Geschäftsjahres um EUR 14,5 Mio. und betrugen zum Bilanzstichtag EUR 500,3 Mio. (Vj.: EUR 514,9 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag einen Saldo von EUR 658,1 Mio. (Vj.: EUR 263,3 Mio.) aus. Die Veränderung ergibt sich durch die gestiegene Refinanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe über das Cash-Pooling mit der Sonepar S.A.S. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 47,6 Mio. auf EUR 295,4 Mio. (Vj.: EUR 343,0 Mio.) gesunken. 2.3. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Entwicklung im Geschäftsjahr war deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen der Geschäftsführung aber aufgrund von Sondereffekten noch passabel. 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Bruttomarge lag bei 21,4 % (Vj.: 24,4 %), was dem prognostizierten Rückgang entspricht. Der Umsatz je Mitarbeiter ist auf Basis der geschilderten Umsatzsteigerungen im Jahresverlauf angestiegen (Berichtsjahr: TEUR 741; Vj.: TEUR 725). Dies entspricht im Wesentlichen der Prognose des Vorjahres. Der Verschuldungsgrad war mit 0,9 über dem Vorjahreswert aufgrund des erhöhten Kapitalbedarfs. Die Eigenkapitalquote lag mit 8,0 % deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vj.: 27,6 %), was auf die ausstehende Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 im Vorjahr zurückzuführen ist. Beide Kennzahlen entsprechen der Prognose des Vorjahres. Das Eigenkapital wies zum Stichtag einen Saldo i. H. v. EUR 145,3 Mio. (Vj.: EUR 521,7 Mio.) aus. Das Working Capital ist um 2,6 %-Punkte auf 11,1 % gesunken (Vj.: 13,7 %). Entgegen der Prognose des Vorjahres, einer leichten Erhöhung, hat das Working Capital aufgrund des Rückgangs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der liquiden Mittel abgenommen. Die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf die Umsatzrückgänge im vierten Quartal zurückzuführen. Der als finanzieller Leistungsindikator berichtete Free Cashflow betrug zum Geschäftsjahresende EUR 80,5 Mio. Er ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR10,0 Mio. gesunken (Vj.: EUR 70,5 Mio.) und lag damit stark unter der Vorjahresprognose, die eine leichte Erhöhung erwarten ließ. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der gezahlten Zinsen aufgrund der gestiegenen Cash-Pool Verbindlichkeiten für die in 2023 erfolgten Dividendenausschüttungen für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 zurückzuführen. Der Return on Capital Employed i. H. v. 21,2 % liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vj.: 39,3 %) und ist auf den Rückgang des Jahresüberschusses zurückzuführen. Die Entwicklung übertrifft die Prognose des Vorjahres, bei der eine leichten Senkung prognostiziert wurde. 2.4.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Um dem demographischen Wandel und dem fortschreitenden Fachkräftemangel noch besser begegnen zu können, hat Sonepar Deutschland GmbH sich entschieden, die bereits seit 2012 bestehende Kampagne zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität durch Übernahme und Adaptierung der globalen Employer Branding-Aktivitäten zu forcieren. Die Mitarbeiterfluktuation lag mit 11,6 % um 3 %-Prozentpunkte über dem Vorjahr und entspricht den Erwartungen des Vorjahres, in dem eine leichte Erhöhung prognostiziert wurde. Die Fluktuationsrate bewegt sich weiterhin erheblich unterhalb des bundesdeutschen Durchschnitts. Dieser solide Zustand soll auch in den kommenden Jahren durch eine auf die Belegschaft und Unternehmensinteressen bestmöglich abgestimmte Personalentwicklung zielgerichtet fortgeschrieben werden, da die kommenden Jahre, insbesondere ab dem Jahr 2025, durch eine größer werdende Anzahl von Mitarbeitern, die das Unternehmen durch Erreichen der Altersgrenzen in den Ruhestand verlassen werden, geprägt sein werden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten. Die nicht abschätzbaren Auswirkungen von eventuellen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen auf die konjunkturelle Situation können Einfluss auf die Risikolage und Entwicklung der Sonepar Deutschland Gruppe im Jahr 2024 haben. Die unter anderem daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen für das Jahr 2024 stimmen uns vorsichtig. Es können nicht vorhersehbare Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten oder potenzielle Lieferengpässe sowie damit einhergehende Kupferkursschwankungen auftreten. Der Start in das neue Geschäftsjahr 2024 in Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik, Luxemburg und Ungarn verlief wie erwartet herausfordernd, da wir bisher keine Wachstumsimpulse verzeichnen konnten. Die Sonepar Deutschland GmbH erwartet für das Jahr 2024 für alle Gesellschaften, an denen die Sonepar Deutschland GmbH beteiligt ist, eine Entwicklung des Jahresüberschusses leicht unter Vorjahresniveau und damit leicht niedrigere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie leicht niedrigere Umsatzerlöse, woraus sich auch ein prognostizierter Jahresüberschuss leicht unter Vorjahresniveau der Sonepar Deutschland GmbH ergibt. Bezüglich der weiteren finanziellen Leistungsindikatoren und des nicht-finanziellen Leistungsindikators werden folgende Entwicklungen erwartet:
3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1. Organisation und Risikomanagement Die Sonepar Deutschland GmbH ist an das Rechenzentrum der Tochtergesellschaft Sonepar Deutschland Information Services GmbH in Holzwickede angebunden. Um die Umsetzung der Unternehmenspolitik und Nachhaltigkeitsstrategie sicherzustellen, hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH ein integriertes Management-System implementiert, das den gesteckten Qualitäts-, Sicherheits-, Energie-, Klima- und Umwelt- und Compliancezielen unserer Anspruchsgruppen (Kunden, Mitarbeiter und Partner) gerecht wird. Mit unseren prozessorientierten, integrierten Managementsystemen erfüllen wir die Anforderungen der nachfolgenden Normen:
Der Geltungsbereich des Managementsystems erstreckt sich auf alle Standorte der Sonepar Deutschland GmbH in Deutschland und Luxemburg. Die Zertifizierung nach ISO 14001 und ISO 45001 ist auf die Zentrallager begrenzt. Die "KTA 1401"-Anforderungen sind auf die Standorte begrenzt, die auf der Eignungsbestätigung aufgeführt sind. Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten, -ziele und -maßnahmen werden in einem Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert, der einen zweijährigen Berichtszeitraum erfasst. Bezüglich des Risikos einer Betriebsunterbrechung an einzelnen Standorten der mit der Sonepar Deutschland GmbH verbundenen Unternehmen existiert ein entsprechendes flächendeckendes Notfallkonzept, so dass der Ausfall einer Niederlassung durch andere Standorte weitestgehend aufgefangen werden kann. Für Betriebsunterbrechungsrisiken besteht im Übrigen eine hinreichende Versicherungsdeckung. Die Sonepar Deutschland GmbH als Muttergesellschaft verfügt neben einem detaillierten Reportingsystem über verschiedene mehrstufige Controllingsysteme, ein auf alle Prozesse und Abläufe fokussiertes Qualitätsmanagement sowie eine eigene Konzernrevision. Um den Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken, sind Funktionen der "Internen Kontrollen" und der "Internen Revision" für die Sonepar Deutschland-Gruppe installiert. Sie tragen zur Einhaltung der maßgeblichen internen und externen Vorgaben bzw. zur Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken bei und sind damit Bestandteile des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH eine Compliance-Funktion etabliert. Steuerliche Risiken bestehen für die Sonepar Deutschland GmbH durch mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowie bevorstehender Gesetzesänderungen stehen dabei im Fokus der Gesellschaft. Durch interne Maßnahmen, den Einsatz entsprechender Systeme und die Einbindung externer Berater können das Risiko minimiert und regelmäßig notwendige Anpassungen an die sich stets ändernde Gesetzeslage vorgenommen werden. Im Rahmen der unternehmensinternen Organisation werden die rechtlichen Anforderungen zum Datenschutz auf Einhaltung überwacht. 3.2.2. Chancen und Risiken Die weitere Entwicklung der Sonepar Deutschland GmbH basiert auf den Chancen und Risiken, die das Marktumfeld und die wirtschaftliche Lage in der Zukunft bieten. Bei den dargestellten Risiken werden auch ergriffene Risikobegrenzungsmaßnahmen geschildert. Aufgrund der maßgebenden Entwicklung der Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen ist das Ergebnis der Sonepar Deutschland GmbH stark abhängig von der Entwicklung der operativen Gesellschaften. Die Chancen und Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und des Umfangs der erwarteten Auswirkungen auf die Prognose- bzw. Zielabweichung absteigend geordnet aufgeführt. Diese Chancen und Risiken werden nachfolgend beurteilt. Allgemeines Umfeld Der Umsatz im Bereich Kabel und Leitungen ist stark abhängig von der Entwicklung des Kupferpreises. Die unvorhersehbare Entwicklung des Kupferpreises birgt Risiken für die Erlöse aus diesem Geschäft. Dagegen bietet der weitere Ausbau von kundenindividuellen Serviceleistungen neue Wachstumschancen für die Sonepar Deutschland-Gruppe. Branchenumfeld Die Sonepar Deutschland-Gruppe bedient im Bereich des Elektrogroßhandels unterschiedliche Kundengruppen mit diversen Produkten. Das Geschäft mit einzelnen Produktgruppen ist teilweise von staatlichen Regelungen abhängig, so zum Beispiel das Geschäft im Bereich der Produkte zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Änderungen in der Gesetzgebung können dazu führen, dass sich der Absatz einzelner Produktgruppen rückläufig entwickelt. Insgesamt nimmt der Druck auf die Marge im Elektrogroßhandel deutlich zu. Daraus ergeben sich Risiken für die zukünftige Ertragsentwicklung. Die zunehmende Digitalisierung des Handels ermöglicht es branchenfremden Unternehmen, in den Elektrogroßhandelsmarkt einzutreten. Die Sonepar Deutschland- Gruppe wird die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und die sich daraus ergebenden Chancen für neue Vertriebsformen im dreistufigen Vertrieb nutzen. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte seitens des Bundeskartellamts eine Ermittlung gegen Großhändler hinsichtlich mutmaßlicher Absprachen in Bezug auf allgemeine Normen zur Berechnung von Metallzuschlägen in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft hat die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens aufgrund mangelnder Indizien abgelehnt. Die anhaltenden Engpässe bei Chips und Halbleitern stellen erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft dar. Die globale Knappheit dieser Schlüsselkomponenten kann potenziell Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktverfügbarkeiten zeigen. Die steigende Nachfrage, begrenzte Produktionskapazitäten und geopolitische Unsicherheiten tragen zu diesem Problem bei. Da unser Produktsortiment weitestgehend aus elektronischen Geräten besteht und diese mit Halbleitern und Mikrochips versehen sind, bestehen Risiken in Bezug auf Lieferketten und Produktverfügbarkeiten. Vor allem bei Halbleitern ist die Weltwirtschaft von Herstellern aus Taiwan stark abhängig. Durch stockende Lieferketten und aufgrund der politischen Konflikte zwischen China und Taiwan könnte dies dramatische Folgen in Bezug auf Versorgungs- und Lieferengpässe für die Weltwirtschaft haben. Aktuell ergeben sich keine Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktverfügbarkeiten. Leistungswirtschaftliches Umfeld Das Geschäft der Sonepar Deutschland-Gruppe ist eng an die Entwicklung des konjunkturellen Umfeldes der Bundesrepublik Deutschland gebunden. Die Auswirkungen von Änderungen der politischen Rahmenbedingungen auf die volkwirtschaftliche Situation in Deutschland sind nur sehr schwer abschätzbar. Finanzwirtschaftliches Umfeld Zur Reduzierung des finanzwirtschaftlichen Risikos wird die gesamte Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe durch ein Cash-Pooling sichergestellt. Darüber hinaus wird durch eine gruppenweite Finanzplanung und einen gruppenweiten Cash-Forecast ein laufendes Monitoring des Geldmittelbedarfes sichergestellt. Sonstige Risiken und Chancen Die Forderungen gegen Kunden unterliegen im Allgemeinen einem Ausfallrisiko. Das intensiv betriebene Debitorenmanagement in Verbindung mit einem internen Kundeninformationssystem leisten eine wertvolle Hilfe zur Früherkennung und Verhinderung von Forderungsausfallrisiken. Nach wie vor werden darüber hinaus die Außenstände weitestgehend über Warenkreditversicherungen abgesichert. In vorangegangenen Geschäftsjahren wurden IT-Projekte mit umfangreichem Einfluss auf die Geschäftsprozesse der Sonepar Deutschland-Gruppe initiiert und in 2023 fortgesetzt. Durch stringentes Projektmanagement und eine transparente Projektorganisation ist die Minimierung der allgemein vorhandenen Risiken derartiger Projekte sichergestellt. Die Modernisierung von Software und Prozessen bildet die solide Grundlage für zukünftiges Wachstum und die Möglichkeit der Wahrnehmung neuer Marktchancen. Die zunehmende Digitalisierung hat die Angriffsfläche für Cyberangriffe erweitert, was zu potenziell schwerwiegenden finanziellen Verlusten und Reputationsschäden führen kann. Die Cybersicherheitslage in Deutschland ist aktuell sehr angespannt, da die Bedrohung durch Cyberkriminalität stetig zunimmt. Mit Blick auf die unterschiedlichen Angriffsarten geht dabei die derzeit größte Bedrohung von Ransomware-Angriffen aus. Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Cybersecurity-Maßnahmen gemäß der internationalen Security-Roadmap umgesetzt. Hierzu gehören umfassende Trainings und Awareness-Workshops für Mitarbeitende der Sonepar Deutschland-Gruppe. 3.3. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage Die Sonepar Deutschland GmbH sieht sich auf Basis der gefestigten Strukturen der Gruppe (Zentralisierung von Logistik, Einkauf, Verwaltung und Datenverarbeitung) und der in den Vorjahren getätigten Akquisitionen gut gerüstet für die positive Weiterentwicklung der Gesamtgruppe in den folgenden Geschäftsjahren. Die Stellung als Marktführer im deutschen Elektrogroßhandel wird der Sonepar Deutschland-Gruppe bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen helfen, diese Position auch in den Folgejahren beibehalten zu können. In der Gesamtbetrachtung erachten wir keine Risiken als bestandsgefährdend.
Düsseldorf, 23. August 2024 Sonepar Deutschland GmbH vertreten durch Dr. Stefan Stegemann, Vorsitzender der Geschäftsführung Johannes Kuschel Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht 2023 wurden unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) erstellt. Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten wurden zur besseren Übersichtlichkeit in einem Verbindlichkeitenspiegel im Anhang zusammengefasst. Soweit der besseren Übersichtlichkeit dienend wurde zudem das gesetzlich vorgegebene Gliederungsschema erweitert. Für die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. 1. Konsolidierungskreis Die Jahresabschlüsse der folgenden Tochtergesellschaften wurden in die Konsolidierung einbezogen (Angabe der Beteiligungen nach dem Stand vom 31. Dezember 2023):
1 direkte und indirekte Beteiligung
Die in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochterunternehmen machen von der Befreiungsmöglichkeit nach § 264 Abs. 3 HGB vollumfänglich Gebrauch. Nicht in die Konsolidierung einbezogen wurde wegen untergeordneter Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB) die Unterstützungskasse der Elektroböhmer GmbH e.V., Holzwickede. Deren Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.165, der Gewinn für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 5. Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde zum 1. Januar 2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, verschmolzen. Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich, und die eh-technik Beteiligungs GmbH, Grödig/Österreich, wurden zum 31. Oktober 2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, erworben und am 22. November.2023 mit Wirkung zum 31. Oktober 2023 auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, verschmolzen. 2. Stichtag des Konzernabschlusses Der Stichtag des Konzernabschlusses stimmt mit dem Stichtag des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, überein. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben ein mit dem Kalenderjahr übereinstimmendes Geschäftsjahr. 3. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse in Euro erfolgt unverändert nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Fremdwährungsbeträge von monetären Posten wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Insgesamt wurden nur unwesentliche Umrechnungsdifferenzen im Periodenergebnis erfasst. 4. Konsolidierungsgrundsätze Die Konsolidierung erfolgt auf die gemeinsame Obergesellschaft Sonepar Deutschland GmbH. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in der Weise, dass der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Teile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet wird (§ 301 Abs. 1 Satz 1 HGB). Entsprechend der Buchwertmethode wurde das Eigenkapital der Tochterunternehmen für Konsolidierungen bis zum 31. Dezember 2007 mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Bilanzierungshilfen und Sonderposten entspricht. Die Kapitalkonsolidierung für nach dem 31. Dezember 2007 erstmals konsolidierte Gesellschaften wurde nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Die zu aktivierenden bzw. passivierenden Beträge wurden soweit wie möglich den betreffenden Aktiv- bzw. Passivposten zugeordnet; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen. Die Verrechnung nach § 301 Abs. 1 HGB wird auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung dieser Vorschrift (Artikel 27 Abs. 2 EGHGB) und, für spätere Erwerbe, zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (§ 301 Abs. 2 HGB) vorgenommen. Der aus Anwendung der Buchwertmethode bis zum 31. Dezember 2007 entstandene aktive Unterschiedsbetrag (TEUR 7.938) wurde in der Konzernbilanz mit den Rücklagen verrechnet. Durch die Konsolidierung wurden ferner eliminiert: In der Bilanz:
In der Gewinn- und Verlustrechnung:
Auf eine Zwischengewinneliminierung im Vorratsbestand wurde wegen der untergeordneten Bedeutung verzichtet. Latente Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB wurden für alle wesentlichen Konsolidierungsmaßnahmen mit den Ertragsteuersätzen des Mutterunternehmens (Organschaft) oder den unternehmensindividuellen Ertragsteuersätzen der betroffenen Tochterunternehmen vorgenommen, soweit sich der jeweils induzierte höhere oder niedrigere Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Die sich hieraus ergebenden aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wurden saldiert ausgewiesen. Einheitliche Wertgrundlage sind die übereinstimmenden Wertansätze in den Einzelbilanzen der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben den Jahresabschluss 2023 nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode verrechnet. Die Nutzungsdauern der Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sind sämtlich begrenzt und reichen von zwei bis fünf Jahren. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abzüglich der kumulierten plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden sowohl linear als auch arithmetisch degressiv mit Wechsel zur linearen Methode verrechnet. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen reichen von zwei bis vierzig Jahren. Die inländischen Gesellschaften haben die Abschreibungen in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Dabei wurden grundsätzlich im Konzern einheitlich definierte Reichweitenabschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand sind durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstich-tag, die Aufwendungen in der folgenden Periode darstellen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und von Skontoabzügen wurde grundsätzlich eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % (i. Vj. 3,5 %) des um einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und enthaltene Umsatzsteuer gekürzten Forderungsbestandes angesetzt. Der auf die Skontoabzüge der Kunden entfallende Teil der Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 10.428 wird zur Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzvorschriften als Rückstellung für Skonto ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge in der folgenden Periode darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren, der Projected-Unit-Credit-Methode, unter Verwendung der Heubeck'schen "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Bei diesem Verfahren werden die am Stichtag laufenden Renten und der auf die bisherige Dienstzeit entfallende (sogenannte erdiente) Teil der Anwartschaften bewertet. Zusätzlich berücksichtigt werden die hierauf entfallenden, künftig zu erwartenden Erhöhungen durch Gehaltssteigerungen oder Rentenanpassungen. Die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst und nicht mehr wie bis 2015 aus den vergangenen sieben Jahren. Dabei wird von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren in Höhe von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) und aus den vergangenen sieben Jahren in Höhe von 1,75 % (i. Vj. 1,45 %) beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 161 (i. Vj. TEUR 773), wovon TEUR 5 (i. Vj. TEUR 21) die Sonepar Deutschland GmbH betreffen und aufgrund des § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt sind. Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen verwendet:
Zu den wesentlichen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen und daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert wurden. Da ein Zeitwert für Lebensversicherungsverträge nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden diese Rückdeckungsversicherungen mit dem steuerlichen Aktivwert bewertet, der den Anschaffungskosten entspricht. Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen und Erträgen aus der Ab- bzw. Aufzinsung der Rückstellungen verrechnet, das Ergebnis wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Der übrige Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Betriebsergebnis ausgewiesen. Die anderen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken ab und sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrages nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen ermittelt worden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Positionen des Anlagevermögens sowie die Abschreibung des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023) dargestellt. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung der in 2008 neu erworbenen Gesellschaften ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung TEUR 139.841. Um den im Kaufpreis berücksichtigten zukünftigen Erträgen Rechnung zu tragen, werden die Firmenwerte grundsätzlich planmäßig über 15 Jahre nach der linearen Methode abgeschrieben. Dies spiegelt die lokalen regionalen Verhältnisse der Branche in der Vergangenheit wider und wurde durch den entsprechenden Faktor bei Erwerb der Rexel Deutschland und Hagemeyer bestätigt. Um den seit den Akquisitionen eingetretenen wirtschaftlichen Entwicklungen und konzerninternen Umstrukturierungen Rechnung zu tragen, wurden in den vorangegangenen Geschäftsjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag betragen diese kumuliert TEUR 58.768 und sind damit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Ferner ist aus dem Anteilserwerb an der Otto Kuhmann GmbH & Co. KG im Jahr 2010 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 13.117 entstanden, der über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Der aus dem Erwerb von Anteilen an der im Geschäftsjahr 2012 verschmolzenen I-Center s.r.o., Prag/Tschechien, im Jahr 2011 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.353 wird ebenfalls über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Der aus dem Erwerb der ETS Elektrotechnische Großhandels- u. Service-GmbH im Jahr 2014 entstandene Firmenwert in Höhe von TEUR 2.792 wird über sieben Jahre abgeschrieben. Der Firmenwert der ebenfalls in 2014 erworbenen BTF-Gruppe in Höhe von TEUR 10.531 wird über elf Jahre abgeschrieben. Die BTF-Gruppe (BTF GmbH & Co. KG, Cölbe, deren Tochtergesellschaft Joh. Bähr Großhandels- Gesellschaft für elektrotechnische Produkte mbH, Mannheim, und die HEG Elektro-Ingenieur Kühn GmbH & Co. KG, Marburg) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2015 auf die Sonepar Deutschland/Region West GmbH, Holzwickede, verschmolzen. Die in 2015 entstandenen Firmenwerte für die Akquisition der Solar Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 4.334 werden über 15 Jahre abgeschrieben. Durch den Erwerb der Firma Doll KG ist bei Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH ein Firmenwert von TEUR 350 entstanden, der über 15 Jahre abgeschrieben wird. In 2015 wurde die Firma Willy Heidkamp GmbH erworben und mit der Firma Sonepar Deutschland/Region West GmbH verschmolzen. Durch den Erwerb ist ein Firmenwert von TEUR 1.916 entstanden, der ebenfalls über 15 Jahre abgeschrieben wird. Durch den Erwerb der Fa. Götz GmbH ist ein Firmenwert von TEUR 6.741 entstanden, der über neun Jahre abgeschrieben wird. Durch den Erwerb der Weniger GmbH ist ein Firmenwert von TEUR 6.280 entstanden, der über sieben Jahre abgeschrieben wird. Bei der Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauern wurden die Kundenstruktur, das Geschäftsmodell der übertragenden Gesellschaften sowie das Know-how der Mitarbeiter berücksichtigt. Die Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, wurde zum 1. Januar 2023 auf die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, verschmolzen. Die eh-technik Reinbacher GmbH, Salzburg/Österreich, und die eh-technik Beteiligungs GmbH, Grödig/Österreich, wurden zum 31. Oktober 2023 durch die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, erworben und am 22. November.2023 mit Wirkung zum 31. Oktober 2023 auf die Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, verschmolzen. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit Restlaufzeiten über einem Jahr sind in der Bilanz ausgewiesen. Die Tochtergesellschaften Sonepar Deutschland/Region Nord-Ost GmbH, Sonepar Deutschland/Region West GmbH und Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH nehmen zudem am sog. "asset-backed securitization program" der Sonepar-Gruppe teil, das seit Juli 2010 durchgeführt wird. Das Programm stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzeptes dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen (zum 31. Dezember 2023 TEUR 120.396) - mit Ausnahme von Forderungen insbesondere gegen "key accounts" oder ähnliche Kunden - an ihren Sonepargruppeneigenen französischen Fonds "FCT SSP", der eigens zu diesem Zweck gegründet wurde. Mit dem Verkauf der Forderungen gehen alle Rechte und Risiken auf den Fonds über. Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash-Pools zur Verfügung gestellt. Daraus resultieren Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 387.547 (i. Vj. TEUR 426.583). 3. Latente Steuern Der Konzern macht von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB gebrauch. Die im Konzernabschluss angesetzten aktiven latenten Steuern beinhalten im Wesentlichen latente Steuern aus der Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich, und aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB. Der deutsche Körperschaftsteuersatz betrug 15,0 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag. Daraus resultiert ein nomineller Steuersatz von 15,825 %. Die Gewerbesteuerbelastung betrug bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 440 % rund 15,4 %. Bei ausländischen Tochtergesellschaften kam ein Steuersatz von 9 % bis 25 % bei der Berechnung der laufenden und latenten Steuern zur Anwendung. 4. Eigenkapital Bezüglich des Konzerneigenkapitalspiegels gemäß den Vorschriften des DRS 22 verweisen wir auf die Anlage Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023. 5. Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 27.257 (i. Vj. TEUR 29.116). Damit saldiert wurde ein Deckungsvermögen von TEUR 6.408 (i. Vj. TEUR 6.661). Die resultierende Rückstellung beträgt somit TEUR 20.856 (i. Vj. TEUR 22.455). Der Aufwand für Zinsen und ähnliche Aufwendungen beträgt TEUR 376 (i. Vj. TEUR 386). Hier wurde der Aufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 712 (i. Vj. TEUR 719) mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 336 (i. Vj. TEUR 333) verrechnet. Zudem enthält dieser Bilanzposten ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.993 (i. Vj. TEUR 3.627). Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beträgt TEUR 8 (i. Vj. TEUR 8). 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen:
7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 0, i. Vj. TEUR 163.421) sowie aus dem Verrechnungsverkehr und dem Cash-Management (TEUR 658.104, i. Vj. TEUR 99.831). 8. Haftungsverhältnisse
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des deutschen Teilkonzerns als gering eingeschätzt. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Gegenstand der Miet- und Leasingverträge sind Betriebsstätten, Fahrzeuge und Büroausstattung. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung über Leasing anzuschaffen, ermöglicht es dem Konzern, die Kapitalbindung zu reduzieren. Wesentliche Risiken hieraus sind nicht erkennbar. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Gliederung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. 2. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden mit Ausnahme von in Österreich, Ungarn, Luxemburg und in der Tschechischen Republik erzielten Umsätzen (TEUR 871.146) im Wesentlichen im Inland getätigt. Die Umsätze entfallen im Wesentlichen auf folgende Sortimentsgruppen:
3. Periodenfremde Erträge In der Konzerngewinn- und -Verlustrechnung sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge enthalten:
4. Latente Steuern Innerhalb der Ertragsteuern werden latente Steuererträge aus Konsolidierungsvorgängen in Höhe von TEUR 444 (i. Vj. TEUR 701) ausgewiesen. V. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds ergibt sich aus der Kapitalflussrechnung. Der Finanzmittelfonds ist definiert als der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurde umgestellt auf die Ausgangsgröße EBITDA. Der EBITDA ist definiert aus den GuV Positionen 1 bis 4 minus Position 6. Die Ausgangsgröße EBITDA hat gegenüber dem Jahresüberschuss den Vorteil, dass die Korrekturen für die Ertragssteueraufwendungen, Abschreibungen, Zinserträge, Zinsaufwendungen und Beteiligungserträge nicht notwendig sind. Zudem wurden für den Bereich der laufenden Geschäftstätigkeit die Veränderungen der Aktiva und Passiva separat aufgegliedert nach den Veränderungen, die zum einen aus Umsatz- und Wareneinkaufstätigkeiten resultieren und zum anderen nach den Veränderungen, die aus sonstigen laufenden Geschäftstätigkeiten resultieren. Diese Aufteilung der Veränderungen der Vorräte, Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva und Passiva wurde für das aktuelle Berichtsjahr 2023 als auch für das Vorjahr 2022 vorgenommen. Hiermit werden dem Rechnungsadressaten Informationen über die wesentlichen Zahlungsstromstrukturen im Bereich der laufenden Geschäftstätigkeit zur Verfügung gestellt. VI. Sonstige Angaben Mutterunternehmen Die Sonepar Deutschland GmbH (Handelsregister Amtsgericht Düsseldorf HRB 14274) ist eine Tochtergesellschaft der OTRA N.V., Amstelveen/Niederlande (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492), welche wiederum eine Tochtergesellschaft der Sonepar S.A.S., Paris/ Frankreich (Handelsregister RCS Paris B 585 580 202), ist. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den handelsrechtlichen Jahresüberschuss des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2023 der Sonepar Deutschland GmbH (EUR 128.017.040,25), insoweit er nicht ausschüttungsgesperrt ist, in voller Höhe an die Gesellschafterin auszuschütten. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2023 bekannt. Globale Mindestbesteuerung Die Muttergesellschaftist in Deutschland ansässig, das die neue Gesetzgebung zur Globalen Mindestbesteuerung mit Wirkung für nach dem 30. Dezember 2023 beginnende Wirtschaftsjahre umgesetzt hat. Der Konzern ist dabei, die notwendigen internen Maßnahmen zu ergreifen, um die neue Gesetzgebung vollständig zu erfüllen. Derzeit prüft das Unternehmen, ob das ungarische Tochterunternehmen Sonepar Magyarorszag Kft., Budapest, ggf. zukünftig der Mindestbesteuerung unterliegen könnte, da der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Ungarn derzeit 9 % beträgt, oder ob diesbezüglich ggf. etwaige Befreiungsvorschriften zur Mindestbesteuerung. Anwendung finden. Da das neue Steuergesetz in Deutschland erst ab dem 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, ergeben sich keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Steueraufwand des Geschäftsjahres 2023. Geschäftsführung
Beirat
Bezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 4.878. Darin sind der Geschäftsführung in 2023 gewährte Aktienbezugsrechte in einer Summe von TEUR 615 (insgesamt 2.900 Aktien mit einem Wert von EUR 212 pro Aktie zum 31. Dezember 2023) enthalten. Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.793 (vor Verrechnung mit Planvermögen). Gesamtbezüge des Beirats Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielt der Beirat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 18. Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten beträgt für das Geschäftsjahr 2023 ohne Auszubildende und Geschäftsführer 6.614 (i. Vj. 6.451).
Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für
Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Honorare für die Jahresabschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, sowie die Prüfung der Konzernpackages inländischer und ausländischer Tochtergesellschaften. Fehlbeträge aus mittelbaren Pensionszusagen Der Fehlbetrag aus von Unterstützungskassen zugesagten Pensionen (Teilwert der zugesagten Versorgungsbezüge abzüglich Kassenvermögen) beträgt TEUR 9.234 (i. Vj. TEUR 9.655).W Konzernverhältnisse Die Sonepar Deutschland GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, in den ihre verbundenen Unternehmen einbezogen werden. Das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich (Handelsregister RCS Paris B 585 580 202). Das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Otra N.V., Amstelveen/Niederlande (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492). Der Konzernabschluss ist erhältlich am Sitz der Otra N.V., Amstelveen/ Niederlande.
Düsseldorf, den 23. August 2024 Sonepar Deutschland GmbH vertreten durch Dr. Stefan Stegemann, Vorsitzender der Geschäftsführung Johannes Kuschel Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30. September 2024 gebilligt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 130.731 steht ein Betrag in Höhe von TEUR 128.012 (Jahresüberschuss der Sonepar Deutschland GmbH von TEUR 128.017 abzüglich eines nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrten Betrags von TEUR 5) für eine mögliche Ausschüttung zur Verfügung. Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
*) EBITDA = GuV Positionen 1 bis 4 minus 6
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sonepar Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 23. August 2024 KPMG
AG
Velder, Wirtschaftsprüfer Sommer, Wirtschaftsprüfer |
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Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
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Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
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Bauträger für Wohngebäude
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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Bauträger für Wohngebäude
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Beteiligungsgesellschaften
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Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen