Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 4622
Eingetragen
18.12.2002
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung von und der Handel mit Kunststoffen, Kunststofferzeugnissen und Elektro-Isoliermaterial sowie die Fertigung und der Vertrieb der erforderlichen Werkzeuge, Formen und sonstigen Vorrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Krieger
seit 6.4.2023
Geschäftsführer
Petra Rulf
seit 6.4.2023
Prokura
Udo Karnott
seit 25.10.2022
Prokura
Ralf Richter
seit 25.10.2022
Prokura
Rene Keller
seit 14.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Isolastr. 2 52353 Düren
99.60%
Isola Group B.V.NLD
0.40%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Isolastr. 2 52353 Düren
Germany
24.900 €
99.60%
Opal 11 Beteiligungs GmbH
Germany
100 €
0.40%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Isola GmbH

Düren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

INHALTSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

A. PRÜFUNGSAUFTRAG UND ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

I. Prüfungsauftrag

II. Erklärung der Unabhängigkeit

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

II. Feststellungen zur Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

2. Jahresabschluss

3. Lagebericht

III. Feststellungen zu Bereichen, die sich nicht unmittelbar auf die Rechnungslegung beziehen

D. GEGENSTAND DER PRÜFUNG

E. ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. Rechnungslegungsnormen

II. Wesentliche Bewertungsgrundlagen

G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

ANLAGEN

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Verhältnisse

Rechtliche Verhältnisse

Wirtschaftliche Verhältnisse

Steuerliche Verhältnisse

Besondere Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund der kaufmännischen Rundung Differenzen auftreten.

Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und anderer Gesetze, die im Prüfungsbericht genannt werden, beziehen sich, soweit nicht anders gekennzeichnet, auf die für das geprüfte Geschäftsjahr geltende Fassung.

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Kurzbezeichnung vollständige Bezeichnung
AAB Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
AG Aktiengesellschaft
Art. Artikel
BAB Besondere Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
EGHGB Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch
HR Handelsregister
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
LLC Limited Liability Company
PS Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.

A. PRÜFUNGSAUFTRAG UND ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

I. PRÜFUNGSAUFTRAG

Die Gesellschafterversammlung der

Isola GmbH, Düren

(im Folgenden auch "Isola" oder "Gesellschaft" genannt)

hat uns am 9. Dezember 2022 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 gewählt. Daraufhin beauftragte uns die Geschäftsführung der Gesellschaft mit der Prüfung

des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung sowie

des Lageberichts

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 nach den §§ 317 ff. HGB.

Die Prüfung erfolgte zur Erfüllung der gesetzlichen Prüfungspflicht nach § 316 Abs. 1 Satz 1 HGB.

Dieser Bericht ist ausschließlich an die Isola GmbH gerichtet.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit unterliegen - auch im Verhältnis zu Dritten - den Besonderen Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (BAB) sowie den Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (AAB), die diesem Bericht als Anlage IV beigefügt sind.

II. ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Isola GmbH, Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 in den diesem Bericht als Anlage I (Jahresabschluss) und Anlage II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 27. September 2023 in Köln unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Isola GmbH, Düren

PRÜFUNGSURTEILE

"Wir haben den Jahresabschluss der Isola GmbH, Düren - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Isola GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

"

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. STELLUNGNAHME ZUR LAGEBEURTEILUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Aus dem von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellten Lagebericht heben wir folgende Angaben hervor, die unseres Erachtens für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft sowie der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von besonderer Bedeutung sind:

Der Umsatz der Isola GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 EUR 66,9 Mio. Dies ist ein Rückgang um 3,74 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 69,5 Mio.). Der Rückgang ist vor allem auf geringere Erlöse aus dem Verkauf von Laminaten (EUR -5,3 Mio.) zurückzuführen, während der Verkauf von Prepregs um EUR 2,7 Mio. anstieg. Der Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2022 ist durch eine geringere Absatzmenge (-4,3 % gegenüber dem Vorjahr) bedingt. Der Durchschnittspreis blieb dagegen stabil. Der Materialaufwand (einschließlich Bestandsveränderungen) ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,8 Mio. gestiegen. Dies ist auf die gestiegenen Rohstoffpreise zurückzuführen. Infolgedessen ist der Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand) um EUR 5,4 Mio. auf EUR 22,8 Mio. gesunken und die Rohertragsquote von 40,6 % auf 34,1 % gesunken. Das Jahresergebnis (vor Verlustübernahme) verschlechterte sich nach einem Gewinn in 2021 von EUR 2,7 Mio. um EUR 4,5 Mio. auf einen Verlust von EUR -1,8 Mio. Das für das Geschäftsjahr 2022 erwartete Ergebnis (EUR 0,5 bis 0,8 Mio.) wurde damit deutlich verfehlt. Ursache für die Ergebnisverschlechterung war hauptsächlich der starke Umsatzeinbruch und die stark gestiegenen Rohstoffkosten.

Die Bilanzsumme ist mit EUR 59,8 Mio. um EUR 3,4 Mio. höher als im Vorjahr (EUR 56,4 Mio.). Das Umlaufvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,7 Mio. auf EUR 53,7 Mio. Diese Veränderung resultiert aus einer Erhöhung der Vorräte um EUR 0,6 Mio., der Forderungen um EUR 3,0 Mio. und der flüssigen Mittel um EUR 0,1 Mio. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um insgesamt EUR 3,1 Mio. Dies ist überwiegend auf höhere Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zurückzuführen.

Der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln nahm um EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,6 Mio. zu. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (EUR 0,6 Mio.) wird hauptsächlich beeinflusst durch das negative Jahresergebnis und der Zunahme von Vorräten und Forderungen. Dem entgegen steht die Erhöhung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Geschäftsrisiken ergeben sich für die Isola GmbH in der Hauptsache aus den starken zyklischen Nachfrageschwankungen in der Elektronikindustrie. Diese können temporär zu Überkapazitäten im Markt führen, was sich wiederum negativ auf die Verkaufspreise und schließlich die Erträge auswirken kann. Erhebliche Risiken können sich auch aus den Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten ergeben. Zum einen liegen die Risiken in der nicht ausreichenden Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffe und Vorprodukte. Da viele Rohstoffe aus Übersee (Asien und Amerika) bezogen werden müssen, erhöht sich zwangsläufig das Risiko des Auftretens disruptiver Störungen der Lieferkette. Aber insbesondere auch durch Spekulationsgeschäfte bedingte und von der realen Wirtschaftsentwicklung losgelöste Preisverschiebungen bei wichtigen Rohstoffen sind hier bedeutsam. Auch Schwankungen der Wechselkurse können sich ungünstig auf die Wettbewerbssituation auswirken. Die Situation am Energiemarkt, die sich aufgrund der wegen des Angriffs auf die Ukraine gegen Russland verhängten Sanktionen zunächst sehr dramatisch dargestellt hatte, hat sich zum Jahresende entspannt. Dennoch ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung der Gesellschaft weiterhin Risiken für die Energieversorgung und die Energiepreise.

Chancen ergeben sich für die Isola GmbH aus der fortschreitenden Digitalisierung vieler Lebensbereiche. Da dies zu einem ständig wachsenden Datenverkehr führt, kommt der 5G-Technologie immense Bedeutung zu. Sie ist die Schlüsseltechnologie für die Erfüllung zukünftiger Anforderungen hinsichtlich Datengeschwindigkeit, Netzkapazität, Reaktionszeit und Datensicherheit. Erst dadurch wird die weitere Verbreitung von Innovationen bspw. im Bereich industrieller Anwendungen ("Industrie 4.0"), im Transportwesen ("autonomes Fahren") oder auch im häuslichen Bereich ("Smart Home") ermöglicht. Isola arbeitet an Produkten, die dieser Entwicklung Rechnung tragen.

Wegen der bestehenden gesamtwirtschaftlichen Risiken und der Entwicklung des Leiterplattenmarktes in Europa geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich der zu Beginn des Jahres positive Geschäftsverlauf nicht ungebrochen fortsetzen wird. Erst in der zweiten Jahreshälfte wird wieder eine bessere Branchenkonjunktur erwartet. Für das gesamte Geschäftsjahr 2023 erwartet man einen Umsatz in Höhe von EUR 54,0 bis 56,0 Mio. (einschl. sonstiger Erlöse aus Vermietung und Dienstleistungen an andere Konzerngesellschaften), was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von etwa 16,3 - 19,3 % und einem positiven Jahresergebnis von EUR 0,0 bis 0,5 Mio. vor Gewinnabführung entspricht. Ergebnisrisiken bestehen vor allem in der Entwicklung der Rohstoffpreise, der Energieversorgung bzw. der Entwicklung der Energiepreise und der Entwicklung der Nachfrage vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen stellt der Lagebericht die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

II. FESTSTELLUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

1. BUCHFÜHRUNG UND WEITERE GEPRÜFTE UNTERLAGEN

Die Buchführung entspricht nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß abgebildet.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist nach unserer Feststellung grundsätzlich geeignet, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten.

2. JAHRESABSCHLUSS

Der von uns geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ist diesem Bericht als Anlage I beigefügt. Er entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen.

Die für Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden. Der Anhang enthält die vorgeschriebenen Angaben zu den einzelnen Posten von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und gibt die sonstigen Pflichtangaben richtig und vollständig wieder.

Der Anhang enthält unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB nicht die geforderte Angabe der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter nach § 285 Nr. 9a) und b) HGB. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist zu Recht erfolgt.

Eine Darstellung der für den Jahresabschluss wesentlichen Bewertungsgrundlagen, die zum Verständnis der Gesamtaussage erforderlich sind, findet sich in Abschnitt F.II.

Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

3. LAGEBERICHT

Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ist diesem Bericht als Anlage II beigefügt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

III. FESTSTELLUNGEN ZU BEREICHEN, DIE SICH NICHT UNMITTELBAR AUF DIE RECHNUNGSLEGUNG BEZIEHEN

Wir haben bei unserer Prüfung die nachfolgend beschriebenen Tatsachen festgestellt, die sich nicht unmittelbar auf die Rechnungslegung beziehen. Über diese berichten wir nach § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB wie folgt:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 6. Oktober 2022 festgestellt. Entgegen der Verpflichtung des § 42a Abs. 2 Satz 1 GmbHG wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 daher nicht innerhalb der gesetzlichen Frist festgestellt.

Entgegen der Verpflichtung des § 264 Abs. 1 HGB hat die Gesellschaft den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 nicht innerhalb der gesetzlichen Frist aufgestellt.

D. GEGENSTAND DER PRÜFUNG

Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren die Buchführung und der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Dieser besteht aus

der Bilanz,

der Gewinn- und Verlustrechnung sowie

dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich die Prüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Die Verantwortung für Jahresabschluss und Lagebericht haben wir im Bestätigungsvermerk (Abschnitt B.) beschrieben.

E. ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

Wir haben die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens im Bestätigungsvermerk dargestellt (Abschnitt B.). Darüber hinaus geben wir hierzu nachfolgend weitere Erläuterungen:

Risiko- und systemorientierter Prüfungsansatz

Grundlage unseres risiko- und systemorientierten Prüfungsansatzes ist die Erarbeitung einer Prüfungsstrategie. Die hierzu notwendige Risikobeurteilung basiert auf der Einschätzung der Lage, der Geschäftsrisiken und des Umfeldes sowie des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der Gesellschaft. Darüber hinaus berücksichtigen wir bei dieser Einschätzung unser Verständnis vom Prozess der Aufstellung des Jahresabschlusses und von den Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Auf der Grundlage unserer Risikobeurteilung haben wir die relevanten Prüffelder sowie Prüfungsschwerpunkte auf Abschluss- bzw. Aussageebene bestimmt und das Prüfprogramm entwickelt. In unserem Prüfprogramm wurden Art und Umfang der jeweiligen Prüfungshandlungen festgelegt.

Die Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen umfassten Aufbau- und Kontrolltests, aussagebezogene analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen (sonstige aussagebezogene Prüfungshandlungen) für die ausgewählten Prüffelder. Dabei wurden Wesentlichkeitsaspekte berücksichtigt.

Beschreibung des Prüfungsprozesses

Unseren Prüfungsprozess haben wir in Phasen unterteilt, die mit der Auftragsannahme/-fortführung beginnen und sich bis zur Berichterstattung erstrecken. Die nachfolgende Abbildung stellt unseren Prüfungsprozess zusammengefasst grafisch dar.

Die dargestellten Phasen berücksichtigen die vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung.

Als Schwerpunkte unserer Prüfung haben wir festgelegt:

Bestand und Bewertung von Vorräten

Vollständigkeit und Bewertung von Rückstellungen

Periodenabgrenzung in der Umsatzrealisierung

Alle Prüfungshandlungen erfolgten jeweils anhand bewusst oder repräsentativ ausgewählter Elemente. Die Bestimmung der jeweiligen Auswahl erfolgte abhängig von unseren Erkenntnissen über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der Geschäftsvorfälle.

An der Inventur der Vorräte haben wir beobachtend teilgenommen, um uns von der ordnungsgemäßen Aufnahme zu überzeugen.

Bei der Durchführung von Einzelfallprüfungen haben wir Bestätigungen bzw. Mitteilungen und Auskünfte Dritter eingeholt von:

Kunden

Lieferanten

sowie von für die Gesellschaft tätigen

Kreditinstituten

Rechtsanwälten

Bei der Prüfung der versicherungsmathematischen Berechnung

der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen

der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen

haben wir die Ergebnisse der versicherungsmathematischen Gutachten eines Sachverständigen der gesetzlichen Vertreter genutzt.

Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er insgesamt den gesetzlichen Vorschriften entspricht sowie mit dem Jahresabschluss und mit den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und ob er insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durchgeführt. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise haben wir hierbei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollzogen und die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen beurteilt.

Wir haben die Prüfung im Dezember 2022 (Vorprüfung) und - mit Unterbrechungen - in den Monaten Januar bis September 2023 bis zum 27. September 2023 durchgeführt.

Zum Abschluss der Prüfung haben wir von den gesetzlichen Vertretern eine schriftliche Erklärung eingeholt, in der diese mit Datum vom 27. September 2023 die Vollständigkeit der uns erteilten Aufklärungen und Nachweise sowie von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht bestätigt haben. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft erteilten alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise.

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. RECHNUNGSLEGUNGSNORMEN

Der Jahresabschluss war nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellen.

II. WESENTLICHE BEWERTUNGSGRUNDLAGEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert aufgrund der gesetzlichen Wahlrechte eine Vielzahl von Bilanzierungs- und Bewertungsentscheidungen seitens der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Im Folgenden gehen wir gemäß § 321 Abs. 2 Satz 4 HGB

auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten ein sowie darauf,

welchen Einfluss sachverhaltsgestaltende Maßnahmen insgesamt auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang (Anlage I) gemäß § 284 HGB beschrieben.

Im Einzelnen heben wir nachfolgend wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen hervor:

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des durch die Fertigung veranlassten Wertverzehrs des Anlagevermögens; im Rahmen der Folgebewertung zum Bilanzstichtag werden Bewertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer verminderten Verwertbarkeit ergeben, durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden gemäß der Projected-Unit-Credit-Method berechnet; dabei werden jährliche Renten- und Versorgungsanpassungen von 2,00 % (Vorjahr: 1,50%) bzw. 1,00% (Vorjahr: 1,00%) berücksichtigt; der zugrunde gelegte Rechnungszins beträgt 1,78 % (Vorjahr: 1,94 %); es werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G für die Berechnung der Sterbens- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten angewendet.

Im Zusammenhang mit Erläuterung und Beurteilung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden berichten wir auch über sachverhaltsgestaltende Maßnahmen. Dies sind Maßnahmen, die sich auf Ansatz und/oder Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden auswirken, sofern

sie von der üblichen Gestaltung abweichen, die nach unserer Einschätzung den Erwartungen der Abschlussadressaten entspricht, und

sich die Abweichung von der üblichen Gestaltung auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses auswirkt.

Die im Folgenden dargestellten sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen haben unseres Erachtens wesentliche Auswirkungen auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses:

Die Isola GmbH hat zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 Forderungen gegen ihre alleinige Gesellschafterin Opal 11. Beteiligungs GmbH, Düren, in Höhe von TEUR 29.257. Dieser Forderungsbestand setzt sich zusammen aus Forderungen aus Ergebnisübernahmen des Berichtsjahres und vergangener Jahre aufgrund des mit der Gesellschafterin bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages, Forderungen aufgrund von der Isola GmbH für die Gesellschafterin geleisteter Steuerzahlungen sowie aus Zinsforderungen für die vorgenannten Forderungen. Die Gesellschafterin übt selbst keinerlei operative Tätigkeit aus und stellt damit lediglich eine rechtliche Einheit dar, der bestimmte Aktiva und Passiva sowie Aufwendungen und Erträge rechtlich und wirtschaftlich zuzurechnen sind. Da das Aktivvermögen der Gesellschafterin nahezu ausschließlich in ihrer Beteiligung an der Isola GmbH besteht, beruht die Werthaltigkeit der Forderungen der Isola GmbH an ihre Gesellschafterin praktisch vollständig auf ihrer eigenen wirtschaftlichen Substanz. Dieser Umstand ist bei der wirtschaftlichen Beurteilung der (Rein-) Vermögenssituation der Isola GmbH zu berücksichtigen.

G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 der Isola GmbH, Düren, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, (IDW PS 450 n.F. (10.2021)) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. dieses Prüfungsberichts wiedergegeben.

 

Köln, 27. September 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schubert, Wirtschaftsprüferin

ppa. Hamers, Wirtschaftsprüfer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 40.653,66 54.166,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.656.416,52 1.851.221,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.483.145,03 3.708.761,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 527.049,94 538.649,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.746,97 110.624,85
5.734.358,46 6.209.257,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 120.555,00 120.555,00
5.895.567,12 6.383.979,25
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.283.937,98 5.977.698,76
2. Unfertige Erzeugnisse 1.635.109,49 2.095.963,38
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 698.014,55 901.545,03
4. Geleistete Anzahlungen 5.501,55 40.984,44
9.622.563,57 9.016.191,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.743.655,37 4.287.696,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 40.354.958,32 35.948.031,58
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 4.512.785,31 (Vorjahr: TEUR 4.513)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 371.045,62 197.893,81
43.469.659,31 40.433.621,86
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 581.478,29 473.203,71
53.673.701,17 49.923.017,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 246.240,47 142.882,08
59.815.508,76 56.449.878,51

PASSIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 31.824.205,69 31.824.205,69
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
31.849.205,69 31.849.205,69
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 12.405.532,76 11.700.080,03
2. Sonstige Rückstellungen 2.434.414,72 2.842.245,64
14.839.947,48 14.542.325,67
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 749,30 91.969,84
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.407.237,93 7.416.929,67
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 8.407.237,93 (Vorjahr: TEUR 7.417)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.922.202,22 646.914,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.922.202,22 (Vorjahr: TEUR 647)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.784.259,62 1.894.410,36
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.132.995,79 (Vorjahr: TEUR 1.200)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 651.263,83 (Vorjahr: TEUR 694)
- davon aus Steuern EUR 256.256,86 (Vorjahr: TEUR 256)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 2)
13.114.449,07 10.050.224,33
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 11.906,52 8.122,82
59.815.508,76 56.449.878,51

Gewinn- und Verlustrechnung

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 66.935.517,50 69.468.182,65
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -685.628,08 -367.995,84
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.529,00 3.883,25
4. Sonstige betriebliche Erträge 688.715,73 540.619,08
66.943.134,15 69.644.689,14
5. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 43.417.728,51 40.907.676,03
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.422.591,32 12.588.806,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.077.423,79 3.458.643,85
- davon für Altersversorgung EUR 735.118,79 (Vorjahr: TEUR 1.136)
15.500.015,11 16.047.449,93
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.043.142,70 1.226.003,28
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.470.287,38 9.342.458,91
-2.488.039,55 2.121.100,99
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.056.899,71 1.027.614,11
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.056.899,71 (Vorjahr: TEUR 1.028)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 241.964,96 232.009,63
814.934,75 795.604,48
-1.673.104,80 2.916.705,47
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 36.105,49 44.882,47
12. Ergebnis nach Steuern -1.709.210,29 2.871.823,00
13. Sonstige Steuern 135.681,36 135.960,36
14. Erträge (Vorjahr: Aufwendungen) aus Verlustübernahmen / Ergebnisabführungsvertrag 1.844.891,65 -2.735.862,64
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften der § 242 ff., § 264 ff. HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unverändert eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düren unter der Register-Nr. HRB 4622 eingetragen.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zugunsten eines verbesserten Einblicks in die Ertragslage wurden in die Gewinn- und Verlustrechnung Zwischensummen eingefügt.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachstehend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr unverändert beibehalten.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bilanziert. Die Nutzungsdauern betragen:

Jahre
- Software 3-5

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit abnutzbar vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Anschaffungskosten entsprechen mit Ausnahme einer Heizzentrale, einer Industriedruckluftanlage sowie einer Kälteanlage, die jeweils im Rahmen eines Finanzierungsleasings erworben und zum Barwert aktiviert wurden, den Einzelkosten. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bewegliche Sachanlagen werden grundsätzlich planmäßig linear über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt abgeschrieben:

Jahre
- Gebäude 25 -50
- Technische Anlagen, Maschinen 5-15
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-25

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden jährlich in einen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben; solche mit Anschaffungskosten bis EUR 250,01 werden mit der Anschaffung sofort als Aufwand gebucht.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder bei Vorliegen von voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die Anschaffungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden in ausreichendem Umfang durch pauschale Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Diese umfassen Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden in ausreichendem Umfang durch pauschale Abwertungen berücksichtigt. Soweit erforderlich, wurde bei den Vorräten die verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Die Liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, die zu Aufwand in einem bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag werden.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PuC-Method) berechnet. Dabei wurden jährliche Renten- und Versorgungsanpassungen von 2,00 % bzw. 1,00 % (Vorjahr: 1,50 % bzw. 1,00 %) entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn (Vorjahr: zehn) Geschäftsjahre verwendet (deutscher Bundesbankzins), der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,78 % Stand Oktober 2022 (Vorjahr: 1,94 % Stand: Oktober 2021). Es wurden zudem die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck für die Berechnung der Sterbens- und Invaliditätswahrscheinlichkeit zugrunde gelegt.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ab 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des vor der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren beträgt TEUR 772 (Vorjahr: TEUR 1.216). Der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 1,42 % Stand Oktober 2022 (Vorjahr: 1,37 % Stand Oktober 2021).

Aufgrund des bei der erstmaligen Anwendung der Bilanzierungsvorschriften nach BilMoG ausgeübten Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Geschäftsjahr weitere TEUR 26 (1/15 des zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags von TEUR 393) zu den Pensionsrückstellungen zugeführt. Infolge der ratierlichen Zuführung über 15 Jahre sind zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 79) nicht in der Bilanz enthalten.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2022 1,42 % (Stand: Oktober 2022; Vorjahr: 1,37 % Stand Oktober 2021). Außerdem wurden Kostensteigerungen von 2,50 % (Vorjahr: 1,6 %) p.a. sowie Fluktuationsabschläge zwischen 0,00 % und 2,00 % (Vorjahr: 0,00 % bzw. 2,00 %) berücksichtigt.

Effekte aus der Änderung von Abzinsungssätzen werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Einbuchungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an den Kunden realisiert.

Erläuterung zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz der Isola GmbH ausgewiesenen Anlageposten und ihre Entwicklung sind in der dem Anhang als Anlage beigefügten "Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 40.355 (Vorjahr: TEUR 35.948) entfallen mit TEUR 4.327 (Vorjahr: TEUR 3.153) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 36.028 (Vorjahr: TEUR 32.795) auf sonstige Vermögensgegenstände. Letztere umfassen insbesondere ein längerfristiges Darlehen inkl. Zinsen sowie Forderungen aus der Verlustübernahme früherer Jahre saldiert mit Verbindlichkeiten aus Gewinnabführungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen insgesamt TEUR 29.257 (Vorjahr: TEUR 26.441) auf die Gesellschafterin.

Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen werden wie im Vorjahr im Wesentlichen Steuerforderungen ausgewiesen.

3. Flüssige Mittel

Von den ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten ist ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 46) verpfändet.

4. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Isola GmbH beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert TEUR 25. Es ist eingeteilt in zwei Geschäftsanteile von EUR 24.900,00 und EUR 100,00. Sämtliche Geschäftsanteile werden von der Opal 11. Beteiligungs GmbH, Düren, gehalten.

5. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der Isola GmbH, Düren, beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert TEUR 31.824.

6. Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.434 (Vorjahr: TEUR 2.842) betreffen Fertigungs- und Vertriebsrisiken (TEUR 150; Vorjahr: TEUR 180), Rückstellungen für Verluste aus schwebenden Verkaufsgeschäften (TEUR 370; Vorjahr: TEUR 591), Verpflichtungen aus Anstellungsverträgen inkl. Berufsgenossenschaftsbeiträgen und Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 1.203; Vorjahr: TEUR 1.356), Kosten des Jahresabschlusses (TEUR 97; Vorjahr: TEUR 86) sowie sonstige ungewisse Verpflichtungen (TEUR 614; Vorjahr: TEUR 629), insbesondere aus Rechtsstreitigkeiten sowie aus Energie.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.922 (Vorjahr: TEUR 647) resultierten wie im Vorjahr ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten wie im Vorjahr neben den gesondert vermerkten Steuerverbindlichkeiten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie andere kurzfristig fällige Verbindlichkeiten vor allem gegenüber Mitarbeitern. Sie haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 376 (Vorjahr: TEUR 430).

8. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
fällig 2023 (2022) 196 147
fällig 2024 (2023) bis 2027 (2026) 373 205
fällig nach 2027 (2026) 10 40
579 392

Die Verpflichtungen bestehen für Kfz (TEUR 96; Vorjahr: TEUR 95), EDV-Equipment (TEUR 284 Vorjahr: TEUR 62) sowie Leasingverträge für sonstige technische Ausstattung (TEUR 199; Vorjahr: TEUR 235). Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Dies sind zugleich auch die wesentlichen Vorteile. Risiken bestehen generell in der zeitlichen Vertragsbindung, da ein ggf. eintretender wesentlicher technischer Fortschritt nicht durch Neuanschaffungen kompensiert werden kann.

Das latente Risiko aus der Inanspruchnahme gemäß § 89b HGB (Handelsvertreterausgleichszahlung) wird mit TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 4) beziffert. Die Bewertung erfolgte auf Basis der durchschnittlich in den letzten fünf Jahren vergüteten Provisionen.

Mit verschiedenen Lieferanten bestehen Vereinbarungen über Konsignationslager für diverse Rohstoffe. Zum Bilanzstichtag betragen die Konsignationsbestände insgesamt TEUR 2.183 (Vorjahr: TEUR 2.096). Mit den Vereinbarungen sind formal keine festen Abnahmeverpflichtungen verbunden, allerdings verbrauchen wir die Bestände erfahrungsgemäß innerhalb von drei Monaten. Die Vereinbarungen sichern uns die zeitlich optimale Rohstoffversorgung ohne eigene Lagerhaltung.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

10. Umsatzerlöse

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Aufgliederung nach Regionen
Bundesrepublik Deutschland 31.845 33.908
Übrige EU-Länder 22.523 24.300
Übriges Europa 1.962 3.157
Asien 6.739 7.240
Nordamerika 4.690 1.156
Übrige Welt 946 1.696
68.705 71.457
Skonti, Boni 1.769 1.989
66.936 69.468
Aufgliederung nach Produktgruppen
Laminate 44.585 49.923
Prepregs 20.702 17.997
Sonstige 3.418 3.537
68.705 71.457
Skonti, Boni 1.769 1.989
66.936 69.468

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 689 (Vorjahr: TEUR 541) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 317) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 469; Vorjahr: TEUR 193).

12. Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren enthalten Materialaufwendungen für den Fertigungsbereich, Verpackungsmaterial, die Kosten für Brenn- und Betriebsstoffe sowie für Energiebezüge.

13. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden bei Sachanlagen keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den jeweiligen niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.470 (Vorjahr: TEUR 9.342) betreffen alle nicht gesondert auszuweisenden Aufwandsposten. Hierunter fallen vor allem Instandhaltungskosten einschließlich Materialverbrauch, Verwaltungskosten wie Beiträge, Versicherungen, Büro- und Beratungskosten, Vertriebskosten wie Frachten, Provisionen sowie Gewährleistungsaufwendungen. Weiterhin werden hier vom Konzern übernommene Kosten in Höhe von TEUR 993 (Vorjahr: TEUR 911) sowie Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von TEUR O (Vorjahr: TEUR 18) ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 644 (Vorjahr: TEUR 487) sowie Aufwendungen aus der Bewertungsänderung von Pensionsrückstellungen nach BilMoG in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26) enthalten. Bei Letzteren handelt es sich um die Anwendung des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, wonach jährlich 1/15 des zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags zu den Pensionsrückstellungen zusätzlich zugeführt wird.

15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten mit TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 232) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und anderen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Position betrifft im Wesentlichen wie im Vorjahr ausländische Quellensteuer.

17. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen wie im Vorjahr Grundsteuer.

Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Herr Werner Wetterau, Köln (bis 1. April 2023) einzelvertretungsberechtigt

Herr Jürgen Krieger, Düren einzelvertretungsberechtigt

Herr Wetterau übte und Herr Krieger übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 Buchstabe a) und b) verzichtet.

2. Mitarbeiter (im Durchschnitt)

2022 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 196 179
Angestellte 67 66
263 245
Auszubildende 1 6

3. Konzernzugehörigkeit

Seit dem 1. Juli 2004 besteht zwischen der Isola GmbH, Düren, als Organgesellschaft und der Opal 11. Beteiligungs GmbH, Düren, als Organträger ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die Gesellschaft wird in den von der Isola Group LLC, Cayman Islands, erstellten Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt.

4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen:

Art der Beziehung
Art des Geschäfts Gesellschafterin verbundene Unternehmen
TEUR TEUR
Absatzgeschäfte 0 8.334
Beschaffungsgeschäfte 0 3.583
Bezug von Dienstleistungen 0 194
Erbringung von Dienstleistungen 0 1.165
Sonstige Geschäfte (Zinserträge) 956 101
Sonstige Geschäfte 0 2.137
(Verlustübernahme, sonstige Kosten) 1.845 0

5. Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 54). Davon entfielen auf:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 55

6. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält eine 100%-ige Beteiligung an der im Jahre 2018 gegründeten Isola Laminate Italien SRL, Bruneck/Italien, mit einem Gesellschaftskapital von TEUR 50. Zum 31. Dezember 2022 beträgt das Jahresergebnis TEUR 105. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 403.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres ereignet.

 

Düren, den 27. September 2023

Die Geschäftsführung

Jürgen Krieger

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.101.347,49 1.235,00 0,00 0,00 2.102.582,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.595.773,46 20.810,97 0,00 0,00 9.616.584,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.848.589,79 341.194,10 5.138,99 110.624,85 32.295.269,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.827.397,65 123.743,53 37.504,93 0,00 3.913.636,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 110.624,85 67.746,97 0,00 -110.624,85 67.746,97
45.382.385,75 553.495,57 42.643,92 0,00 45.893.237,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 120.555,00 0,00 0,00 0,00 120.555,00
47.604.288,24 554.730,57 42.643,92 0,00 48.116.374,89
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.047.180,84 14.747,99 0,00 2.061.928,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.744.551,66 215.616,25 0,00 7.960.167,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.139.828,14 677.435,57 5.138,99 28.812.124,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.288.748,35 135.342,89 37.504,93 3.386.586,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
39.173.128,15 1.028.394,71 42.643,92 40.158.878,94
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
41.220.308,99 1.043.142,70 42.643,92 42.220.807,77
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 40.653,66 54.166,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.656.416,52 1.851.221,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.483.145,03 3.708.761,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 527.049,94 538.649,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.746,97 110.624,85
5.734.358,46 6.209.257,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 120.555,00 120.555,00
5.895.567,12 6.383.979,25

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Das Unternehmen im Überblick

Die Isola GmbH ist der mittelständisch geprägte europäische Standort eines Technologiekonzerns. Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe, mit weiteren Standorten in den USA und Asien, ist die Isola Group LLC mit Sitz auf den Cayman Islands.

Die Isola-Gruppe ist ein international tätiger Hersteller von Basismaterial für mehrlagige Leiterplatten. Mit eigenem Hersteller-Know-how entwickelt die Isola-Gruppe, in enger Zusammenarbeit mit Leiterplattenherstellern und OEMs, hochwertige kupferkaschierte Laminate und Prepregs - die Basis für innovative und zuverlässige Produkte im High-End-Segment der Elektronikindustrie sind. Dabei profitiert Isola von den individuellen Stärken der einzelnen Regionen. Die globale Organisationsstruktur nutzt dieses Synergiepotenzial, um durch gezielte Produktallokation Kapazitätsauslastungen und Kundennähe zu optimieren.

Im Rahmen dieses globalen Verbundes bearbeitet die Isola GmbH schwerpunktmäßig den europäischen Markt und angrenzende Regionen, beliefert aber auch die Schwestergesellschaften in Asien und Nordamerika.

Die Kunden von Isola entwerfen und fertigen Leiterplatten - die physische Plattform für Halbleiter, passive Komponenten und Verbindungsschaltung - die nahezu alle moderne Elektronik antreiben und steuern. Die leistungsstarken Leiterplattenmaterialien von Isola werden in einer Vielzahl von elektronischen Endmärkten (Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Militär- und Medizinmärkte) eingesetzt, darunter Anwendungen in den Bereichen Computer, Netzwerk- und Kommunikationsgeräte, High-End-Unterhaltungselektronik sowie Produkte, die für den Einsatz in der Industrie entwickelt wurden.

Die Elektronikindustrie und insbesondere die Leiterplattenindustrie sind durch eine hohe Marktdynamik und kurze Produktzyklen geprägt. Die Implementierung neuer Produkte in engen Zeitfenstern hat deshalb hohe Priorität. Isola ist ein Basismaterialhersteller mit globalen Forschungs- und Entwicklungsstandorten, Fertigungsstätten und technischem Service für Leiterplattenhersteller und OEMs, ein Alleinstellungsmerkmal, das für das Unternehmen gerade im Umfeld hoher technologischer und wirtschaftlicher Marktanforderungen zu Vorteilen gegenüber Wettbewerbern führen kann.

Marktentwicklung und Marktposition

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2022 insgesamt deutlich abgeschwächt, wenn auch mit unstetem Verlauf. Im 4. Quartal legte die globale Wirtschaftsleistung nur wenig zu. Bremsend wirkten die gestiegenen Energiepreise, die in Reaktion auf die hohe Inflation inzwischen deutlich restriktivere Geldpolitik und die in China nochmals ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung einer Corona-Infektionswelle. Im Jahresergebnis erhöhte sich die Weltproduktion um 3,2 % und damit in etwa so stark wie im mittelfristigen Trend; im Schlussquartal lag sie aber nur noch um 1,8 % höher als ein Jahr zuvor. 1

1 Kieler Konjunkturberichte Nr.99 (2023/Q1) S.3

In den Vereinigten Staaten wurde im Gesamtjahr trotz des Rückgangs im ersten Halbjahr ein Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 2,1 % verzeichnet, da das Bruttoinlandsprodukt in der zweiten Jahreshälfte deutlich expandierte. 2

Die chinesische Wirtschaft expandierte im vergangenen Jahr mit 3,0 % gemessen an den Vorjahren nur schwach, da die strikte Null-Covid-Politik die wirtschaftliche Aktivität weiterhin stark belastete. 3 In der Europäischen Union waren die Auftriebskräfte nach der Corona Pandemie trotz des Ukrainekrieges 2022 stark genug, um zu verhindern, dass die Wirtschaftsleistung als Folge der hohen Energiepreise und des damit verbundenen Kaufkraftentzugs schrumpft. Die bis zur Jahresmitte kräftige Erholung von den pandemiebedingten Einbußen ist aber in der zweiten Jahreshälfte zu Ende gegangen. Insbesondere die Mitgliedsländer in Osteuropa sind stark von den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts betroffen. In den mittel- und osteuropäischen Ländern ging die Produktion in der zweiten Jahreshälfte zum Teil recht deutlich zurück. Besonders hohe Inflationsraten, ein relativ hoher Anteil des Handels mit Russland und der Ukraine, und wohl auch eine besonders hohe Unsicherheit aufgrund der räumlichen Nähe zu Russland belasteten die Konjunktur. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. 4

Das Bruttoinlandsprodukt Japans stieg im Jahresvergleich lediglich um 1,1 %, das Großbritanniens stieg trotz Belastung durch eine hohe Inflation um 4,0 %. 5

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist 2022 um 1,8 % gewachsen. Die hohe Inflation und insbesondere die infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine und den nachfolgend ergriffenen Maßnahmen entstandene Energiekrise wirkten sich negativ auf den privaten Konsum aus und von der schwächelnden Weltwirtschaft gingen kaum positive Impulse aus.

Die ökonomischen Rahmenbedingungen haben sich im Laufe des Jahres verschlechtert. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die in vielen Staaten ergriffen worden waren, um negative wirtschaftliche Folgen der Covid-19-Pandemie einzudämmen, liefen aus bzw. wurden durch Maßnahmen zur Eindämmung der wachsenden Inflation ersetzt. Die hohe Inflation insbesondere bei Energie und Nahrungsmitteln hat die Nachfrage der Unternehmen und privaten Haushalte nach elektronischen Produkten reduziert. Steigende Zinsen und verschärfte Regeln für die Kreditvergabe haben sich auf die Nachfrage nach elektronischen Investitionsgütern negativ ausgewirkt. Die rückläufige Nachfrage hat zu einem verstärkten Abbau von Lagerbeständen auf der Ebene der elektronischen Komponenten und Materialien geführt. Dies hat sich insbesondere auch auf die Leiterplattenindustrie und damit auf die Nachfrage nach unseren Produkten negativ ausgewirkt. Nach einer Einschätzung des Branchen-Beratungsinstituts PRISMARK ist die Produktion von Leiterplatten im Jahr 2022 weltweit lediglich um 1% auf USD 81,7 Mrd. gestiegen. Die Marktentwicklung war allerdings regional und auch in den einzelnen Marktsegmenten sehr unterschiedlich. Die europäische Leiterplattenproduktion lag mit USD 1,9 Mrd. um 5,9 % unter dem Vorjahresniveau. Insbesondere die gestiegenen Energiekosten und die Schwäche des Euro sind als Hauptursachen des Rückgangs zu sehen.

Die Produktionsmenge von Leiterplatten ging weltweit um 8,7% und in Europa sogar um 10,5% zurück. Lediglich im amerikanischen Markt war ein moderater Zuwachs der Produktionsmenge zu verzeichnen, wozu hauptsächlich die Rüstungsindustrie beigetragen hat.

2 Kieler Konjunkturberichte Nr.99 (2023/Q1) S.10
3 Kieler Konjunkturberichte Nr.99 (2023/Q1) S.14
4 Kieler Konjunkturberichte Nr.99 (2023/Q1) S.16 u. S.17
5 Kieler Konjunkturberichte Nr.99 (2023/Q1) S.17 - S.19

Unser Geschäft mit Basismaterial (kupferkaschierte Laminate und unkaschierte Prepregs) für die Leiterplattenindustrie hat im Jahresverlauf zunehmend unter der rückläufigen Nachfrage nach Leiterplatten im gesamten europäischen Markt gelitten. Zumindest teilweise war dies auch dadurch bedingt, dass asiatische Wettbewerber wieder verstärkt in den europäischen Markt drängten. Die Rohstoffversorgung war im Wesentlichen stabil, da die negativen Einflüsse der Pandemie auf das globale Logistiksystem keine große Rolle mehr gespielt haben. Die Rohstoffpreise haben sich aber trotz gesunkener Gesamtnachfrage aufgrund des geschwächten Euro für uns nicht verbessert.

Aufgrund dieser Entwicklungen blieb der Umsatz hinter den Erwartungen des Geschäftsjahres. Wir waren davon ausgegangen, dass sich der Trend des Vorjahres, den die europäische Leiterplattenindustrie in 2021 zu verzeichnen hatte, länger fortsetzten würde. Die Nachfrage von externen Kunden schwächte sich jedoch schon im 2. Quartal ab. In der Folge mussten auch Preisaufschläge, die im Vorjahr zur Umsatzsteigerung beigetragen hatten, zurückgenommen werden. Das für das Geschäftsjahr 2022 erwartete Ergebnis (Mio. EUR 0,5 bis 0,8) wurde deutlich verfehlt. Ursache für die Ergebnisverschlechterung war hauptsächlich der starke Umsatzeinbruch und die stark gestiegenen Rohstoffkosten.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Nachfolgend werden unter anderem die für unsere Geschäftstätigkeit bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis erläutert.

Der Umsatz der Isola GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 Mio. EUR 66,9. Dies ist ein Rückgang um 3,74 % gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 69,5).

Der für das Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnende Umsatzrückgang betraf das Geschäft mit Dritten (-9,6 %). Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen hingegen verzeichnete einen Anstieg (66,1 %).

Der Rückgang ist vor allem auf geringere Erlöse aus dem Verkauf von Laminaten (Mio. EUR -5,3) zurückzuführen, während der Verkauf von Prepregs um 2,7 Mio. EUR anstieg. Insgesamt sanken diese Erlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr - vor Erlösschmälerungen - um Mio. EUR 2,6 auf Mio. EUR 65,3 (Vorjahr Mio. EUR 67,9). Damit blieb der Umsatz hinter den Erwartungen des Geschäftsjahres. Ein weiterer Grund für den Rückgang mit externen Kunden war der Angriff Russlands auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen wie das Lieferembargo an Russland.

Für den Umsatz mit verbundenen Unternehmen hatten wir im Vergleich zum Vorjahr einen geringen Rückgang erwartet. Aus diesen Gründen hatten wir für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von Mio. EUR 70,0 bis 75,0 geplant. Mit Beginn des 2. Quartals 2022 schwächte sich die Branchenkonjunktur jedoch ab, so dass Auftragseingang und Umsatz bei externen Kunden deutlich unter der Planung lagen. Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen lag jedoch über der Planung des Geschäftsjahres. Aus makroökonomischen Gründen wurde entschieden, die Produktion verschiedener hochpreisiger Produkte aus Taiwan nach Deutschland zu verlagern, um den US-Markt schneller bedienen zu können.

Der Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2022 ist durch eine geringere Absatzmenge (-4,3 % gegenüber dem Vorjahr) bedingt. Der Durchschnittspreis blieb dagegen stabil.

Der Materialaufwand (einschließlich Bestandsveränderungen) ist gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 2,8 gestiegen. Dies ist auf die gestiegenen Rohstoffpreise zurückzuführen. Der Steigerung von 6,85 % steht ein Umsatzrückgang von 3,74% entgegen. Infolgedessen ist der Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand) um Mio. EUR 5,4 auf Mio. EUR 22,8 gesunken und die Rohertragsquote von 40,6% auf 34,1% gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge waren um Mio. EUR 0,2 höher als im Vorjahr. Hierzu trugen vor allem um Mio. EUR 0,3 höheren Kursgewinne bei, die sich im Wesentlichen aus der Umrechnung von in Fremdwährung notierter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergaben.

Der Personalaufwand ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 15,5 gesunken. Der Rückgang resultiert vor allem aus einem niedrigen Aufwand für die Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,1 gestiegen. Hauptursache hierfür sind vor allem ein höherer Aufwand für Versicherungsprämien (Mio. EUR 0,1), ein geringerer Aufwand für Fracht (Mio. EUR - 0,2) sowie ein höherer Aufwand für Kursverluste (Mio. EUR 0,2).

Das Zinsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert (TEUR 815; TEUR 796).

Das Jahresergebnis (vor Verlustübernahme) verschlechterte sich nach einem Gewinn in 2021 von Mio. EUR 2,7 um Mio. EUR 4,5 auf einen Verlust von Mio. EUR -1,8.

Der Verlust des Geschäftsjahres 2022 wurde aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags von der Gesellschafterin Opal 11. Beteiligungs GmbH, Düren, übernommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit Mio. EUR 59,8 um Mio. EUR 3,4 höher als im Vorjahr (Mio. EUR 56,4).

Durch planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von Mio. EUR 1,0 sowie Zugänge zu den Sachanlagen in Höhe von Mio. EUR 0,5 verminderte sich das Anlagevermögen im Saldo um EUR Mio. 0,5 auf Mio. EUR 5,9.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 3,7 auf Mio. EUR 53,7. Diese Veränderung resultiert aus einer Erhöhung der Vorräte um Mio. EUR 0,6, der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. EUR 3,0 und der flüssigen Mittel um Mio. EUR 0,1.

Die Vorräte sind vor allem infolge einer Zunahme der Rohstoffbestände um Mio. EUR 1,0 angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Einkaufspreisen.

Die Forderungen sind im Wesentlichen aufgrund niedriger Forderungen gegen Dritte aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR -1,5) und höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR 4,4) um Mio. EUR 3,0 angestiegen. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist hauptsächlich auf gestiegenen Forderungen gegen die Gesellschafterin Opal 11. Beteiligungs GmbH wegen Übernahme des Verlustes des Geschäftsjahres und höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Isola USA Corp. zurückzuführen.

Die Rückstellungen sind mit Mio. EUR 14,8 gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 14,5) um Mio. EUR 0,3 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus dem Anstieg der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen um Mio. EUR 0,7 und einem Rückgang der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 0,4.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um insgesamt Mio. EUR 3,1. Dies ist überwiegend auf höhere Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zurückzuführen.

Finanzlage

Der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln nahm um Mio. EUR 0,1 auf Mio. EUR 0,6 zu.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Mio. EUR + 0,6 ) wird hauptsächlich beeinflusst durch das negativen Jahresergebnis und der Zunahme von Vorräten und Forderungen. Dem entgegen steht die Erhöhung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr Mio. EUR - 0,5 und entspricht den Anlageinvestitionen (Mio. EUR 0,5).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen aus den liquiden Mitteln zu decken.

Ohne Berücksichtigung von Konzernforderungen und Konzernverbindlichkeiten stehen sich kurzfristiges Vermögen und kurzfristige Schulden in fast gleicher Höhe gegenüber.

Das Eigenkapital blieb aufgrund des mit der Opal 11. Beteiligungs GmbH bestehenden Gewinnabführungsvertrages unverändert. Die Eigenkapitalquote ist im Berichtsjahr, bedingt durch die höhere Bilanzsumme, von 56,4 % im Vorjahr auf 53,2 % gesunken.

Investitionen

In 2022 wurden Anlageinvestitionen in Höhe von Mio. EUR 0,5 vorgenommen. Die Höhe der Anlageinvestitionen entspricht damit dem Vorjahreswert. Die Investitionen dienten in der Hauptsache der technischen Verbesserung der Produktionsanlagen und -prozesse sowie der Verbesserung der Produktqualität.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die im Folgenden erläuterten Erfolgsfaktoren in den Bereichen "Personal", "Umweltschutz und Energiemanagement" und "Innovationen" setzen wir zurzeit nicht im Sinne quantifizierter Zielvorgaben zur Steuerung unseres Unternehmens ein. Sie sind jedoch für uns von wesentlicher Bedeutung und haben deshalb großen Einfluss auf unser unternehmerisches Handeln.

Personal

In 2022 waren im Durchschnitt 264 Mitarbeiter (einschl. Auszubildende) bei der Isola GmbH beschäftigt. Das ist ein Rückgang um 13 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang ist auf eine Reduzierung des Personals im Produktionsbereich zurückzuführen. Hier wurden als Reaktion auf die rückläufige Nachfrage Anpassungen vorgenommen.

Die Anzahl unserer Auszubildenden betrug im Jahresdurchschnitt 1 (Vorjahr: 6).

Der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Deshalb sind Arbeitssicherheits- und Gesundheitsaspekte wichtiger Bestandteil unserer Entscheidungsfindung.

Die Identifizierung und Bewertung bestehender und sich neu ergebender Risiken für Arbeitssicherheit und Gesundheit ist ein fortlaufender Prozess. Wir sind nicht nur bestrebt, Risiken für die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter, sondern auch anderer Personen, die unser Unternehmen besuchen oder dort arbeiten, zu minimieren. Wir reagieren umgehend und effektiv auf Sicherheits- und Gesundheitsvorfälle, untersuchen sie und ergreifen gegebenenfalls geeignete Korrekturmaßnahmen. Wir sind überzeugt, dass eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung neben der Minimierung von arbeitsbedingten Verletzungen und Erkrankungen nicht nur der Erhaltung der Arbeitskraft sowie der Arbeitsmoral dienlich ist, sondern sich auch positiv auf die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen und die Kontinuität der Produktionsprozesse auswirkt. Wir sind uns auch darüber bewusst, dass fortwährender Einsatz von Ressourcen und Know-how unerlässlich ist, um Gesundheits- und Sicherheitsfragen am Arbeitsplatz zu erkennen und zu lösen. Alle Mitarbeiter werden im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung regelmäßig zu diesen Themen geschult. Darüber hinaus unterzieht sich die Isola GmbH jährlich einem Zertifizierungsprozess nach OHSAS 18001, welcher auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich durchlaufen wurde. Damit ist sichergestellt, dass die Unternehmensprozesse und Arbeitsabläufe hinsichtlich der Arbeitssicherheit hohen Anforderungen genügen und mit den Risiken, die sich bei einer industriellen Produktion unvermeidlich ergeben, verantwortungsvoll umgegangen wird.

Umweltschutz und Energiemanagement

Das Managementsystem der Isola GmbH enthält als wichtige Komponenten ein Umweltmanagementsystem, welches nach der DIN ISO 14001 zertifiziert ist, sowie ein Energiemanagementsystem, welches nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert ist. Für beide Systeme wurde die Zertifizierung im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich erneuert.

Die ressourcenschonende und energieeffiziente Gestaltung der Unternehmensprozesse und die Minimierung von Umweltrisiken ist für uns ein wichtiger Aspekt. Auch im vergangenen Jahr haben wir Anstrengungen unternommen und auch Investitionen getätigt, um die Energieeffizienz zu verbessern und Verschwendung zu reduzieren. Wir werden auch weiterhin nach Möglichkeiten suchen, um in diesen Bereichen weitere Verbesserungen zu erzielen und unser Geschäft in einer möglichst umweltfreundlichen Art und Weise zu betreiben und die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt zu minimieren.

Innovationen

Isola hat in den letzten Jahren eine Reihe neuer Produkte entwickelt, die den technischen Anforderungen vor allem in drei Bereichen der Leiterplattentechnologie Rechnung tragen:

High-Speed-Digital-Anwendungen (HSD) - digitale Datenverarbeitung und Datentransport-Systeme, also Workstations, Server, Telefon- und Internet-Routing-Systeme.

Radio-Frequency / Microwave-Technik (RF/MW) - hierunter fallen Anwendungen im Bereich der mobilen Datenkommunikation (z.B. die 5G-Technologie), die Radar-Sensortechnik (hier vor allem der Einsatz im Automobilsektor mit dem großen Thema autonomes Fahren). Aber auch Industrie-Anwendungen spielen eine gewichtige Rolle.

Elektromobilität - zunehmende Abkehr vom Verbrennungsmotor hin zur elektrischen Antriebstechnik mit entsprechenden Anforderungen bezüglich hoher Spannungen / Ströme / Leistungen bei herausragender Zuverlässigkeit (Nutzungszeiten von bis zu 30 Jahren).

Halogenfrei - Während Tetrabromobishenol-A nach wie vor der Industriestandard für das Erreichen des Flammschutzniveaus ist, das für die Einhaltung der Normen des Underwriters Laboratory (UL) erforderlich ist, entwickelt Isola weiterhin aktiv Produkte für eine Reihe von elektrischen und thermischen Leistungsuntergruppen, die halogenfreie Lösungen verwenden.

Hier verfügt Isola inzwischen über ein Portfolio an Produkten, welches auf Kundenseite auf ein starkes Interesse trifft. Auch künftig wird der Fokus darauf liegen, diese Produktportfolio weiterzuentwickeln, um Problemlösungen anbieten zu können, die für die Kunden ein bestmögliches Verhältnis von Kosten und Nutzen haben.

Risikomanagement

Die wesentlichen Management-Prozesse der Isola GmbH sind nach IATF 16949:2016 und 130 9001:2015 zertifiziert und werden einer jährlichen Überprüfung durch externe Gutachter unterzogen. Dadurch ist sichergestellt, dass die Geschäftsprozesse mindestens den üblichen Industriestandards entsprechen.

Der Planungs- und Controlling-Prozess der Isola GmbH stellt sicher, dass der Geschäftsführung zeitnah und in ausreichendem Umfang Informationen über die Geschäftsentwicklung, die Entwicklung auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten und die sich abzeichnenden Chancen und Risiken zur Verfügung stehen.

Selbst bei sorgsamster Unternehmensführung bringt unternehmerisches Handeln unvermeidliche Risiken mit sich. Zur Absicherung dieser verfügt die Isola GmbH über einen angemessenen Versicherungsschutz, der finanzielle Folgen von Schadensfällen und Haftungsrisiken weitgehend begrenzt. Auch wenn sich so nicht alle erdenklichen Risiken abdecken lassen, kann nach vernünftigem Ermessen davon ausgegangen werden, dass durch Schadens- oder Haftungsfälle keine Bestandsgefährdung des Unternehmens eintreten wird.

Finanzinstrumente

Um das Ausfallrisiko bei Kunden oder anderen Vertragspartnern zu minimieren, wird, bevor eine Neuanlage von Kundenstammsätzen im ERP-System erfolgt, eine Bonitätseinstufung mit Festlegung der Kreditlimits (ggf. unter Einbindung von Ratingagenturen) durchgeführt. Zudem werden jährlich sowohl Bonität und Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben der Risikovorsorge besteht ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen in Form einer individuellen Abschreibung von säumigen Kunden.

Liquiditätsrisiken hervorgerufen durch Liquiditätsengpässe begegnet die Isola in Form einer rollierenden Liquiditätsplanung. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich entsprechend der Liquiditätslage in den einzelnen Verbundunternehmen ausgeglichen. Im Falle von Liquiditätsengpässen kann aus dem Konzernverrechnungsverkehr zusätzliche Liquidität abgerufen werden.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Geschäftsrisiken ergeben sich für das kommende Jahr 2023 für die Isola GmbH in der Hauptsache aus den starken zyklischen Nachfrageschwankungen in der Elektronikindustrie. Diese können temporär zu Überkapazitäten im Markt führen, was sich wiederum negativ auf die Verkaufspreise und schließlich die Erträge auswirken kann.

Erhebliche Risiken können sich auch aus den Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten ergeben. Zum einen liegen die Risiken in der nicht ausreichenden Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffe und Vorprodukte. Da viele Rohstoffe aus Übersee (Asien und Amerika) bezogen werden müssen, erhöht sich zwangsläufig das Risiko des Auftretens disruptiver Störungen der Lieferkette. Aber insbesondere auch durch Spekulationsgeschäfte bedingte und von der realen Wirtschaftsentwicklung losgelöste Preisverschiebungen bei wichtigen Rohstoffen sind hier bedeutsam. Auch Schwankungen der Wechselkurse können sich ungünstig auf die Wettbewerbssituation auswirken, da z.B. asiatische Wettbewerber i. d. R. auf US-Dollar-Basis handeln, bzw. Rohstoffe von uns auf US-Dollar-Basis eingekauft werden. Die Situation am Energiemarkt, die sich aufgrund der wegen des Angriffs auf die Ukraine gegen Russland verhängten Sanktionen zunächst sehr dramatisch dargestellt hatte, hat sich zum Jahresende entspannt. Dennoch ergeben sich aus unserer Sicht weiterhin Risiken für die Energieversorgung und die Energiepreise.

Chancen ergeben sich für die Isola GmbH aus der fortschreitenden Digitalisierung vieler Lebensbereiche. Da dies zu einem ständig wachsenden Datenverkehr führt, kommt der 5G-Technologie immense Bedeutung zu. Sie ist die Schlüsseltechnologie für die Erfüllung zukünftiger Anforderungen hinsichtlich Datengeschwindigkeit, Netzkapazität, Reaktionszeit und Datensicherheit. Erst dadurch wird die weitere Verbreitung von Innovationen bspw. im Bereich industrieller Anwendungen ("Industrie 4.0"), im Transportwesen ("autonomes Fahren") oder auch im häuslichen Bereich ("Smart Home") ermöglicht. Isola arbeitet an Produkten, die dieser Entwicklung Rechnung tragen.

Im Berichtszeitraum bestanden keine außergewöhnlichen, den Fortbestand der Isola GmbH gefährdenden Risiken.

Lage Weltwirtschaft - Euroraum - Deutschland

Einige der ungünstigen Rahmenbedingungen, die für die Abschwächung der Weltkonjunktur im vergangenen Jahr verantwortlich waren, haben sich zuletzt verbessert. Die Rohstoffpreise und insbesondere die Preise für Energie sind wieder deutlich gesunken. In der Folge hat sich die Inflation etwas verringert. Die Abkehr von der Null-Covid-Politik in China hat die Aussichten verbessert, dass sich die Konjunkturentwicklung dort verstetigen kann und Lieferengpässe die wirtschaftliche Aktivität immer weniger behindern. In der Folge hat sich die Stimmung bei Unternehmen und Haushalten weltweit aufgehellt. Das Risiko eines Abrutschens in eine ausgeprägte Rezession ist deutlich gesunken. Allerdings deuten die Frühindikatoren nicht auf eine rasche Belebung der Konjunktur hin. Ausschlaggebend für die nach wie vor gedämpften wirtschaftlichen Aussichten ist die deutliche Straffung der Geldpolitik, die zu deutlich höheren Finanzierungskosten geführt hat und die Ausgabenneigung bremst. 6

Kaufkraftbereinigt wird ein Anstieg der Weltproduktion im Jahr 2023 um 2,5 % und im Jahr 2024 um 3,2 % erwartet. Nach wie vor stellen Energieversorgung und -preise ein erhebliches Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft dar. Allerdings wird dieses zunehmend durch Risiken im finanziellen Umfeld überlagert. Hier sind insbesondere die weiter anhaltende hohe Inflation und steigende Zinsen zu nennen. Aber auch eine zunehmende Destabilisierung des Bankensektors und sinkende Immobilienpreise stellen ein deutlich gewachsenes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung dar. 7

In Europa ist die bis zur Jahresmitte 2022 kräftige Erholung von den pandemiebedingten Einbußen erst einmal zu Ende gegangen. Die Wirtschaftspolitik hat sich aber mit einem zum Teil erheblichen fiskalischen Aufwand darum bemüht, die Auswirkungen der Energiekrise auf Haushalte und Unternehmen zu begrenzen. Diese blicken auch deshalb inzwischen wieder etwas optimistischer in die Zukunft und die Konjunktur dürfte, nach der zum Jahresende 2022 verzeichneten Stagnation, allmählich wieder Tritt fassen. Für die Europäische Union wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 1,0 % wächst und für 2024 wird ein Zuwachs um 1,8 % erwartet. 8

Die deutsche Wirtschaft wird den Erwartungen der Wirtschaftsexperten zufolge gravierende Produktionsrückgänge infolge der Energiekrise voraussichtlich vermeiden. Allerdings haben die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine die Erholung von der Pandemie abgewürgt und das Niveau des Bruttoinlandsprodukts merklich gedrückt. Die Inflation wird noch für einige Zeit hoch bleiben, was die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte schmälert und die privaten Konsumausgaben dämpft. Wesentliche Impulse durch die weltwirtschaftliche Konjunkturentwicklung werden nicht erwartet. Die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe können angesichts nachlassender Lieferengpässe Auftragsbestände abarbeiten. Die Bauinvestitionen werden aufgrund der schlechteren Finanzierungsbedingungen allerdings deutlich sinken. Insgesamt wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 % für 2023 und von 1,4 % für das Jahr 2024 gerechnet. 9

6 Kieler Konjunkturberichte Nr.99 (2023/Q1) S.8
7 Kieler Konjunkturberichte Nr.99 (2023/Q1) S.9f.
8 Kieler Konjunkturberichte Nr.100 (2023/Q1)
9 Kieler Konjunkturberichte Nr.101 (2023/Q1)
11 Prismark Electronics Supply Chain Report March 2023

Lage und Prognose Leiterplattenmarkt

Nach starkem Beginn endet das Jahr 2022 für die Leiterplattenindustrie in einem weltweit starken Rückgang der Nachfrage. Im 4. Quartal betrug der Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal 15,0 %. Es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung nicht vor der 2. Jahreshälfte 2023 umkehren wird. Die Zahlen für 2022 zeigen allerdings, dass die Entwicklung je Produkt- bzw. Marktsegment sehr unterschiedlich sein kann. Für 2023 wird erwartet, dass Marktsegmente, die im Jahr 2022 noch gewachsen sind, rückläufig sein werden. Die Umsätze europäischer und japanischer Leiterplattenhersteller könnten zusätzlich von Währungseffekten negativ beeinflusst werden. Weltweit wird mit einem Rückgang der Leiterplattenproduktion von 4,1 % gerechnet. Eine langfristige Prognose gestaltet sich aufgrund der gegenwärtig unsicheren Situation schwierig. Branchenanalysten erwarten, dass der Leiterplattenmarkt bis 2027 auf USD 98,4 Mrd. wachsen wird, was einem durchschnittlichen Zuwachs von 3,8% entsprechen würde. Der europäische Markt soll bis 2027 um durchschnittlich 3,6% auf USD 2,3 Mrd. wachsen. Als Wachstumstreiber werden vor allem Server, Speicher- und KI-Systeme gesehen, aber auch im Bereich der Automobilelektronik (Anwendungen zur Unterstützung des autonomen Fahrens und Systeme für die Elektrifizierung) wird ein robustes Wachstum erwartet. 11

Ausblick für 2023

Zu Beginn des Jahres 2023 entwickelt sich die Nachfrage nach unseren Produkten aufgrund einer wieder stärkeren Nachfrage nicht nur von europäischen Kunden positiv. Insgesamt leidet der Leiterplattenmarkt aber noch unter einer gesunkenen Nachfrage, hohen Lagerbeständen, einem daraus resultierenden Überangebot und einem starken Wettbewerb. Deshalb wird auch der Markt für das Basismaterial für Leiterplatten sich zunächst nicht ungebrochen positiv weiterentwickeln. Schwankende bzw. rückläufige Absatzmengen werden die Folge sein. Auch die Absatzpreise können zunehmend unter Druck geraten.

Die Versorgung mit Rohstoffen hat sich weiter stabilisiert, die Rohstoffpreise bleiben allerdings vor allem bedingt durch einen schwächer gewordenen Euro bisher relativ hoch. Hinzu kommen hohe Energiepreise.

Wegen der bestehenden gesamtwirtschaftlichen Risiken und der Entwicklung des Leiterplattenmarktes in Europa sind wir davon ausgegangen, dass sich der zu Beginn des Jahres positive Geschäftsverlauf nicht ungebrochen fortsetzen wird. Erst in der zweiten Jahreshälfte haben wir wieder eine bessere Branchenkonjunktur erwartet und geplant. Für das gesamte Geschäftsjahr 2023 erwarten wir daher einen Umsatz in Höhe von Mio. EUR 54,0 bis 56,0 (einschl. sonstiger Erlöse aus Vermietung und Dienstleistungen an andere Konzerngesellschaften), was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von etwa 16,3 - 19,3 % und einem positiven Jahresergebnis von Mio. EUR 0,0 bis 0,5 vor Gewinnabführung entspricht. Ergebnisrisiken bestehen vor allem in der Entwicklung der Rohstoffpreise, der Energieversorgung bzw. der Entwicklung der Energiepreise und der Entwicklung der Nachfrage vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

 

Düren, den 27. September 2023

Die Geschäftsführung

Jürgen Krieger

Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Verhältnisse

Rechtliche Verhältnisse

Der Sitz der Gesellschaft ist Düren.

Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 6. Dezember 2004.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düren unter der Nr. HRB 4622 eingetragen. Der letzte uns vorliegende Auszug datiert vom 3. Juli 2023.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von und der Handel mit Kunststoffen, Kunststofferzeugnissen und Elektro-Isoliermaterial sowie die Fertigung und der Vertrieb der erforderlichen Werkzeuge, Formen und sonstigen Vorrichtungen.

Das Stammkapital beträgt EUR 25.000,00; es ist voll eingezahlt.

In der Gesellschafterversammlung am 6. Oktober 2022 wurde der von der Geschäftsführung aufgestellte, von uns geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 festgestellt.

Der Geschäftsführung wurde für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt.

Die Gesellschaft ist i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Isola Group LLC (Cayman Islands) einbezogen. Die unmittelbare und 100 %ige Gesellschafterin der Isola GmbH ist die Opal 11. Beteiligungs GmbH, Düren.

Zwischen der Opal 11. Beteiligungs GmbH, Düren, und der Gesellschaft besteht ein am 6. Dezember 2004 abgeschlossener Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, dem die Gesellschafterversammlung am 6. Dezember 2004 zugestimmt hat und der am 13. Dezember 2004 in das Handelsregister eingetragen worden ist. Er wurde am 16. Dezember 2014 mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung vom selben Tag geändert. Der Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009 und verlängert sich seither jeweils um ein Jahr, sofern er nicht sechs Monate vor Ablauf der Vertragsdauer gekündigt wird. Zum 31. Dezember 2022 war keine Kündigung erfolgt.

Die Mitglieder der Geschäftsführung sind im Anhang der Gesellschaft (Anlage I) aufgeführt.

Wirtschaftliche Verhältnisse

Die Gesellschaft ist tätig in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von kupferkaschierten, glasfaserverstärkten Basismaterialien (Elektroniklaminate) zur Herstellung von Leiterplatten und entsprechenden Zwischenprodukten für die Elektronikindustrie. Sitz und Produktionsstandort ist Düren. Sie betreibt ihren Geschäftsbetrieb in Gebäuden auf eigenem Grund und Boden.

Die Gesellschaft ist organisatorisch und wirtschaftlich eng in den weltweit tätigen Isola Konzern (rechtliche Muttergesellschaft Isola Group LLC, Cayman Islands) eingebunden. Die rechtliche Konzernstruktur ist tief gestaffelt und weist zahlreiche Tochter- und Enkelgesellschaften in Europa, USA und Asien aus, wozu auch die Isola GmbH, Düren, gehört. Es bestehen Produktionsstätten in allen drei genannten Erdteilen mit nicht unerheblichen innerkonzernlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen. Dennoch beliefert die Isola GmbH weitgehend ihren eigenen Kundenkreis in Deutschland, in Europa und in Übersee.

Operativ wird der Konzern von der Isola USA Corp., Chandler/USA, geführt, die rechtlich jedoch eine Enkelgesellschaft der Konzernmutter ist.

Der Konzern ist auch finanziell eng miteinander verflochten. Es besteht eine Gesamtkonzernfinanzierung, die von der Konzernleitung weltweit gesteuert wird. In diesem Rahmen werden freie Finanzmittel der Isola GmbH in der Regel dem Gesamtkonzern über die Isola USA Corp. zur Verfügung gestellt und auf einem entsprechenden Verrechnungskonto verbucht. Andererseits finanziert sich die Isola GmbH bei Bedarf vollständig über den Konzern. Die eigenständige und unmittelbare Aufnahme von Kreditmitteln bei Banken oder anderen Kapitalgebern erfolgt nicht.

Die Gesellschaft hat mit der Isola USA Corp., Chandler/USA, mit Wirkung zum 1. Januar 2005 einen Vertrag über diverse von der Isola USA Corp. zu erbringenden Dienstleistungen geschlossen. Der Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2005 und verlängert sich seitdem automatisch um ein weiteres Jahr. Der Vertrag kann mit einer Frist von 30 Tagen zum Laufzeitende beidseitig gekündigt werden.

Ferner besteht mit der Isola USA Corp., Chandler/USA und der Isola Asia Pacific (Singapore) Pte Ltd. jeweils ein Vertrag über bestimmte von diesen zu erbringenden Labor- und Testdienstleistungen. Die Laufzeit der jeweiligen Vereinbarung beträgt zwei Jahre ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens (23. Mai/30. Mai 2022), wobei sich diese Laufzeit automatisch um jeweils ein weiteres Jahr verlängert, es sei denn, das Unternehmen teilt den anderen Vertragsparteien mindestens dreißig Tage vor Ablauf einer einjährigen Laufzeit mit, dass diese Vereinbarung nicht verlängert werden soll. Danach kann jede Partei diese Vereinbarung oder Teile davon jederzeit unter Einhaltung einer Frist von dreißig Tagen kündigen.

Steuerliche Verhältnisse

Zwischen der Gesellschaft und ihrer Alleingesellschafterin, der Opal 11. Beteiligungs GmbH, Düren, besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft.

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