Viva eCommerce GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ivo Herbert seit 3.6.2025 | Prokura |
Christian Fricke seit 6.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Just In Case 1442 AB (künftig: Viva eCom Holding AB) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vicampo.de GmbHMainzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Unter den Marken VICAMPO und Weinfürst betreibt die Vicampo.de GmbH Wein-Online-Shops in Deutschland und in neun weiteren europäischen Ländern. Mit einem Sortiment von über 12.000 Weinen von mehr als 2.500 deutschen und internationalen Winzern bietet die Vicampo.de GmbH eines der größten Weinangebote in Deutschland. Das Angebot im Ausland ist auf die nationalen Marktbedürfnisse angepasst. Deutsche Weine werden teilweise direkt vom Weingut versendet, internationale Weine vom offiziellen deutschen Vertreter des Weinguts. Der größte Teil wird über das eigene Logistikzentrum abgewickelt. VICAMPO hat einen starken Kundenfokus. Präferenzen von Kunden sollen identifiziert und Weine vorgeschlagen werden, die diesen Präferenzen entsprechen. Der Anspruch: VICAMPO hilft Kunden, den Wein zu finden, der zu ihnen passt (als praktische Hilfe im Alltag gegebener aktueller Verfügbarkeit, Geschmackspräferenz und Zahlungsbereitschaft). Die oberste Muttergesellschaft von Vicampo ist die Viva Wine Group AB mit Sitz in Stockholm, Schweden, in deren Konzernabschluss Vicampo einbezogen wird. Der Hauptsitz der Vicampo.de GmbH befindet sich in der Taunusstraße 57 in 55118 Mainz. Die Zweigniederlassung in der Schweiz befindet sich in St. Gallen. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Während das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den ersten drei Quartalen noch stagniert ist, ist es im vierten Quartal preisbereinigt um 0,3 % gesunken. Somit war die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 insgesamt rückläufig. Obwohl der private Konsum nach dem starken Einbruch im Winterhalbjahr 2022/2023 wieder leicht zugenommen hat, ist er auf Gesamtjahressicht preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Insgesamt wurde die Konjunktur vor allem durch rückläufige Investitionen vor dem Hintergrund der krisenhaften weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgebremst. Die Inflationsrate hat wieder leicht abgenommen. Weitere positive Impulse gingen von der erhöhten Nachfrage nach Dienstleistungen sowie von den etwas gestiegenen Konsumausgaben des Staates aus. Jedoch wirkt sich die deutlich gesunkene Investitionsbereitschaft, vor allem im Baugewerbe, aber auch in Maschinen, Geräten und Fahrzeugen, bedeutend auf den wirtschaftlichen Rückgang aus. Gestützt wurde die deutsche Wirtschaft 2023 vom Dienstleistungssektor, insbesondere dem Bereich Information und Kommunikation (+2,6 %); rückläufige Bereiche waren hier hingegen Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %). Die Exportwirtschaft sank um 1,8 %, die Importe um 3,0 %, was zu einem leicht positiven Außenergebnis führte. Der Arbeitsmarkt spiegelte den Rückgang insgesamt nicht wider: Es gab 2023 mit einem Anstieg von 0,7 % mehr Erwerbstätige in Deutschland als je zuvor, überwiegend in den Dienstleistungsbereichen. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Bruttoumsatz mit Waren im deutschen E-Commerce-Bereich ist 2023 erstmals zweistellig gesunken, um 11,8 % auf 79,7 Mrd. €. Der E-Commerce-Anteil am gesamten Einzelhandel betrug 10,2 % - im Jahr 2022 waren dies noch 11,8 %. Dennoch wird von Branchenexperten erwartet, dass die Talsohle im kommenden Jahr erreicht sein sollte. Im Weinwirtschaftsjahr 2023 (01. August 2022 bis 31. Juli 2023) ist der Weinkonsum von 19,9 auf 19,2 Liter gefallen. Die Weinmengen pro Haushalt sind in Deutschland 2023 stabil geblieben, der Weinabsatz ist insgesamt jedoch um 4 % zurückgegangen, da weniger Haushalte Wein eingekauft haben und im Gegenzug wieder mehr Wein in der Gastronomie getrunken wurde. Das Preisniveau ist dabei um 0,19 € (5 %) auf 4,08 € pro Liter angestiegen, bei deutschen Weinen um 0,31 € auf 4,51 € und bei ausländischen Weinen um durchschnittlich nur 0,11 € auf 3,76 €. Die unterschiedlichen Preissteigerungen haben ihre Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten gezeigt: Der Absatz deutscher Weine verringerte sich 2023 um 9 %, der ausländischer Weine hingegen nur um 1 %, was sich auf einen Umsatzrückgang für die deutschen Erzeuger von 2 % und ein Umsatzplus von 2 % für internationale Anbieter auswirkte. Der Mengenmarktanteil deutscher Weine liegt somit nun bei 42 % (-2 %-Punkte). Die höchsten Marktanteile bei den ausländischen Weinen haben Italien mit 17 %, Spanien mit 14 % und Frankreich mit 10 %. Geschäftsverlauf und Ertragslage Vicampo erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von 57,0 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von -6,3 % gegenüber dem Vorjahresumsatz von 60,8 Mio. €. Das Wachstumsziel im mittleren einstelligen Bereich konnte nicht erreicht werden. Die anhaltende wirtschaftliche Schwäche und der Kaufkraftverlust lässt die Verbraucherstimmung weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau verweilen. Der Versand- und Internet-Einzelhandel musste im Jahr 2023 einen weiteren Rückgang hinnehmen. Die Zahl der Neukunden ging zurück, konnte jedoch auf stabilem Niveau gehalten werden. Der Rohertrag im Berichtszeitraum betrug 30,0 Mio. € (Vorjahr: 31,4 Mio. €). Durch die Nutzung langjähriger Lieferantenbeziehungen und einen gestiegenen Anteil von Eigen- und Exklusivmarken konnte die Marge auf 52,6 % (Vorjahr: 51,6 %) gesteigert werden. Die Geschäftsprozesse im Unternehmen werden stetig optimiert und die Automatisierung in sämtlichen Bereichen vorangetrieben. Im Geschäftsjahr beschäftigte das Unternehmen ein Vollzeitäquivalent von durchschnittlich 164 Mitarbeitern (Vorjahr: 169 Mitarbeiter). Der Personalaufwand belief sich für 2023 auf 9,1 Mio. € nach 7,6 Mio. € im Vorjahr. Die Zunahme ist insbesondere auf höhere Geschäftsführertantiemen sowie die größere Belegschaft in der Zentrale zurückzuführen, während die Belegschaft im Logistikzentrum zurückging. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 5,3 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €). Der Rückgang beruht auf einem niedrigeren Rohertrag, höheren Personalkosten und Investitionen in das neue Logistikzentrum. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung betrug 5,6 Mio. € nach einem Überschuss von 6,2 Mio. € im Vorjahr. Die getroffene Prognose zu einem leicht rückläufigen EBIT wurde somit nicht erreicht. Das Unternehmen wird anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBIT gesteuert. Vermögens- und Finanzlage Zum Stichtag belief sich das Anlagevermögen auf 2,6 Mio. €, was einem Anteil an der Bilanzsumme von 8,2 % entspricht (Vorjahr: 3,4 %). Der starke Anstieg ist auf den Aufbau eines neuen Logistikzentrums mit Betriebsstart im Oktober 2023 zurückzuführen. Die Vorräte betrugen zum Stichtag 3,9 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €). Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme betrug 12,3 % (Vorjahr: 18,7 %). Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 8,1 Mio. € beinhaltet im Wesentlichen Darlehen an Gesellschafter und verbundene Unternehmen in Höhe von 19,4 Mio. € (Vorjahr 14,3 Mio. €). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 1,2 Mio. € auf 1,1 Mio. € reduziert. Der Rückgang ist insbesondere auf die gewährten Darlehen bei positiven operativen Cashflows zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote lag mit 50,3 % deutlich unter dem Vorjahr mit 68,1 %. Die Veränderung ist insbesondere auf den Gewinnabführungsvertrag zurückzuführen, welcher mit der Viva eCommerce GmbH als Gesellschafterin und Organträgerin rückwirkend zum 01. Januar 2023 geschlossen wurde. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Handel eine wichtige Finanzierungsquelle. Zum Stichtag belief sich dieser Posten auf 3,2 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Forschung und Entwicklung VICAMPO investiert kontinuierlich in die Entwicklung der Shop-Plattformen, Schnittstellen, in das Warenwirtschaftssystem sowie in die Steigerung der Nachhaltigkeit. Aufwendungen für Forschung bestanden nicht. 3. Prognosebericht Laut Einschätzung der Bundesbank wird sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 und in den Folgejahren wieder langsam erholen; der Prognose zufolge wird das Wachstum des realen kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei 0,4 % liegen. Ursprünglich hatte die Bundesbank mit einer etwas früheren Erholung gerechnet, welche aber durch die schwächere Auslandsnachfrage der Industrie, den zurückhaltenden privaten Konsum und die gedämpfte Investitionsbereitschaft aufgrund höherer Finanzierungskosten noch gebremst worden ist. Bereits seit Ende 2023 verzeichnet die deutsche Wirtschaft nun wieder steigende Exporte und die Konsumstimmung steigt leicht an, bedingt durch einen stabilen Arbeitsmarkt, steigende Löhne und die rückläufige Inflation. Die Inflation, die ihren Höhepunkt 2022 mit 8,7 % erreicht hat, soll sich erwartungsgemäß von 6,1 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 halbieren. Für die Jahre 2025 und 2026 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 % und 1,3 % gerechnet. Die Wachstumsprognosen der Europäischen Kommission wurden für die EU mit 0,9 % für 2024 und 1,7 % für 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich herunterkorrigiert. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel rechnet für das Jahr mit einem Wachstum von 2,0 % für den Onlinemarkt. Der Jahresumsatz und der Jahresüberschuss der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Für das nächste Jahr wird das Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich liegen, während sich das EBIT stabilisiert. Für die erste Jahreshälfte wird eine durchwachsene Verbraucherstimmung erwartet, die im Laufe der zweiten Jahreshälfte an Fahrt aufnimmt. 4. Chancen- und Risikobericht Wesentliche Risiken Die Geschäftstätigkeit von VICAMPO hängt in hohem Maße von der Funktionsfähigkeit und Stabilität der IT-Systeme und Plattformen ab. Alle wichtigen Systeme sind redundant ausgelegt und werden unter Einhaltung hoher Standards extern gehostet. Das Rechenzentrum ist gegen unbefugten Zugang gesichert. Der Zugriff auf die Systeme über das Internet wird durch Firewalls und andere technische Maßnahmen abgesichert. Gegen DDoS Attacken sind Schutzmechanismen aufgestellt. Die Abhängigkeit von Softwarefirmen ist gering. Währungsrisiken wird durch entsprechende Sicherungsgeschäfte begegnet. Zum Bilanzstichtag bestehen derivative Finanzinstrumente in Form von Devisenswaps. Die Einflüsse durch Wechselkursänderungen lassen sich jedoch nicht immer völlig kompensieren. Forderungsausfälle werden über ein Netz an Sicherheitsmechanismen in Zusammenarbeit mit Partnern im Bereich Forderungsmanagement, Risikoprüfung und Inkasso begegnet. Die Erfahrungswerte der letzten Jahre zeigen, dass mit einem Fortbestehen geringer Zahlungsausfälle gerechnet werden kann. Die Lagerbestände sind stabil. Durch das aktionsgetriebene Geschäft und hohe Lagerumschlagshäufigkeiten ist das Bestandsrisiko jedoch als gering zu betrachten. Wein ist als Naturprodukt abhängig von saisonalen Einflüssen. Es besteht das Risiko, dass sich Einkaufs- oder Verkaufspreise verändern. Dies könnte sich in der Ertragslage der Gesellschaft widerspiegeln. Die anhaltende wirtschaftliche Schwäche, der Kaufkraftverlust und Unsicherheiten infolge geopolitischer Konflikte können sich weiterhin negativ auf die Verbraucherstimmung auswirken. Trotz eines robusten Weinkonsums könnten Verbraucher weiterhin Einsparungen bei Gütern außerhalb des Grundbedarfs vornehmen. Auf der Beschaffungsseite könnte es durch anhaltend hohe Energiepreise, Kosten für Vorprodukte und Personal zu Engpässen kommen. Das letzte Jahr zeigt allerdings erneut, dass eine stabile und effektive Lieferkette vorliegt. Wesentliche Chancen Bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer Belebung der Weltwirtschaft könnten auch die Binnenwirtschaft und der private Konsum wieder an Fahrt aufnehmen. Auch der allgemeine Trend zum Online-Shopping kann sich bei positiver Verbraucherstimmung weiter fortsetzen. Durch Investitionen in die Shop-Systeme und die erfolgten Investitionen in die Lagerlogistik kann die Kundenausrichtung zunehmend gestärkt und dadurch die Kundenzufriedenheit sowie Umsätze gesteigert werden. Darüber hinaus können Skaleneffekte durch die Wachstumssteigerung zu Kostenreduktionen führen. Im Einkauf ermöglichen solide Lieferantenbeziehungen und Effizienzmaßnahmen stabile Margen und Deckungsbeiträge. Durch die kontinuierliche Ausweitung des ERP-Systems werden sowohl auf kaufmännischer als auch prozessualer Seite die Grundlagen für ein effizientes und ressourcenschonendes Wachstum geschaffen. Investitionen in Produkttests und weitere Expansionsmaßnahmen sorgen für nachhaltige Wachstumsbedingungen bei einer gleichzeitigen Verbesserung des Kundenerlebnisses.
Mainz, 31. März 2024 Christian Fricke BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Vicampo.de GmbH mit Sitz in Mainz, ist beim Amtsgericht Mainz unter der Registernummer HRB 44108 eingetragen. Sie ist ein Tochterunternehmen der Viva eCommerce GmbH, Mainz, und wird in den Konzernabschluss der Viva Wine Group AB, Stockholm, Schweden einbezogen. Der Konzernabschluss der Viva Wine Group AB wird in Schweden veröffentlicht. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Es wurde rückwirkend zum 01. Januar 2023 ein Gewinnabführungsvertrag mit der Viva eCommerce GmbH als Gesellschafterin und Organträgerin geschlossen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens zu einem Wert zwischen 250 € und 800 € werden als sofort abziehbare Betriebsausgabe behandelt und in einem separaten Verzeichnis geführt. Geleistete Anzahlungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Nennwerten angesetzt. Das Finanzanlagevermögen wurde zum Nennwert angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Zeitwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit den jeweiligen Nennwerten angesetzt. Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgte linear entsprechend dem Zeitablauf. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023 in € umgerechnet. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung sowie die Entwicklung des Anlagevermögens sind dem Anlagespiegel zu entnehmen. Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt, da mit einem Fortbestand des Unternehmens über mindestens diesen Zeitraum gerechnet wird. Angaben und Erläuterungen zu Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 19.129.698 € (Vorjahr: 13.557.005 €) solche gegenüber Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 19.387.220 € (Vorjahr: 14.306.103 €) aus Darlehensbeziehungen und in Höhe von 400.315 € (Vorjahr: 106.112 €) aus Lieferungen und Leistungen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Geschäftsführertantiemen, übrige Personalkosten sowie für ausstehende Eingangsrechnungen. Angabe und Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.405.149 € (Vorjahr: 38.515 €) sind solche aus dem Gewinnabführungsvertrag gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 5.632.967 € (Vorjahr: 0 €), Darlehensbeziehungen in Höhe von 603.033 € (Vorjahr: 0 €) und Lieferungen und Leistungen über 169.149 € (Vorjahr: 38.515 €). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Angabe zu derivativen Finanzinstrumenten Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Laufzeitoptionen, die der Deckung von Fremdwährungspositionen der Aktivseite dienen. Der Nominalwert der Laufzeitoptionen beträgt 1.560.530 €, welcher zum 31.12.2023 einen beizulegenden Zeitwert (aktueller Devisenkassa-mittelkurs) von 1.619.870 € hat. Eine Drohverlustrückstellung in Höhe des Differenzbetrages wurde gebildet. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 6.052.123 €. Die Laufzeiten stellen sich wie folgt dar:
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Christian Fricke, Geschäftsführer Felix Gärtner, Geschäftsführer, ausgeschieden zum 31.12.2023 Max Gärtner, Geschäftsführer, ausgeschieden zum 31.12.2023 Auf die Angabe über die Gesamtbezüge der in § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB bezeichneten Personen wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.
Mainz, 31. März 2024 gez. Christian Fricke Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25. April 2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vicampo.de GmbH, MainzPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vicampo.de GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vicampo.de GmbH, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 24. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Brettl, Wirtschaftsprüfer gez. Schönhals, Wirtschaftsprüfer |
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