Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 44108
Eingetragen
17.7.2012
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Geändert, jetzt: Der Betrieb von E-Commerce-Angeboten im Internet und die Erbringung von administrativen, kaufmännischen und technischen Dienstleistungen sowie Managementleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder Dritten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ivo Herbert
seit 3.6.2025
Prokura
Christian Fricke
seit 6.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Just In Case 1442 AB (künftig: Viva eCom Holding AB)SWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Lindentor 1081. V V GmbH (zukünftig Viva eCommerce GmbH)
Germany
93.189 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vicampo.de GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Unter den Marken VICAMPO und Weinfürst betreibt die Vicampo.de GmbH Wein-Online-Shops in Deutschland und in neun weiteren europäischen Ländern. Mit einem Sortiment von über 12.000 Weinen von mehr als 2.500 deutschen und internationalen Winzern bietet die Vicampo.de GmbH eines der größten Weinangebote in Deutschland. Das Angebot im Ausland ist auf die nationalen Marktbedürfnisse angepasst. Deutsche Weine werden teilweise direkt vom Weingut versendet, internationale Weine vom offiziellen deutschen Vertreter des Weinguts. Der größte Teil wird über das eigene Logistikzentrum abgewickelt.

VICAMPO hat einen starken Kundenfokus. Präferenzen von Kunden sollen identifiziert und Weine vorgeschlagen werden, die diesen Präferenzen entsprechen. Der Anspruch: VICAMPO hilft Kunden, den Wein zu finden, der zu ihnen passt (als praktische Hilfe im Alltag gegebener aktueller Verfügbarkeit, Geschmackspräferenz und Zahlungsbereitschaft).

Die oberste Muttergesellschaft von Vicampo ist die Viva Wine Group AB mit Sitz in Stockholm, Schweden, in deren Konzernabschluss Vicampo einbezogen wird.

Der Hauptsitz der Vicampo.de GmbH befindet sich in der Taunusstraße 57 in 55118 Mainz. Die Zweigniederlassung in der Schweiz befindet sich in St. Gallen.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Während das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den ersten drei Quartalen noch stagniert ist, ist es im vierten Quartal preisbereinigt um 0,3 % gesunken. Somit war die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 insgesamt rückläufig. Obwohl der private Konsum nach dem starken Einbruch im Winterhalbjahr 2022/2023 wieder leicht zugenommen hat, ist er auf Gesamtjahressicht preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Insgesamt wurde die Konjunktur vor allem durch rückläufige Investitionen vor dem Hintergrund der krisenhaften weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgebremst.

Die Inflationsrate hat wieder leicht abgenommen. Weitere positive Impulse gingen von der erhöhten Nachfrage nach Dienstleistungen sowie von den etwas gestiegenen Konsumausgaben des Staates aus. Jedoch wirkt sich die deutlich gesunkene Investitionsbereitschaft, vor allem im Baugewerbe, aber auch in Maschinen, Geräten und Fahrzeugen, bedeutend auf den wirtschaftlichen Rückgang aus.

Gestützt wurde die deutsche Wirtschaft 2023 vom Dienstleistungssektor, insbesondere dem Bereich Information und Kommunikation (+2,6 %); rückläufige Bereiche waren hier hingegen Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %). Die Exportwirtschaft sank um 1,8 %, die Importe um 3,0 %, was zu einem leicht positiven Außenergebnis führte.

Der Arbeitsmarkt spiegelte den Rückgang insgesamt nicht wider: Es gab 2023 mit einem Anstieg von 0,7 % mehr Erwerbstätige in Deutschland als je zuvor, überwiegend in den Dienstleistungsbereichen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Bruttoumsatz mit Waren im deutschen E-Commerce-Bereich ist 2023 erstmals zweistellig gesunken, um 11,8 % auf 79,7 Mrd. €. Der E-Commerce-Anteil am gesamten Einzelhandel betrug 10,2 % - im Jahr 2022 waren dies noch 11,8 %. Dennoch wird von Branchenexperten erwartet, dass die Talsohle im kommenden Jahr erreicht sein sollte.

Im Weinwirtschaftsjahr 2023 (01. August 2022 bis 31. Juli 2023) ist der Weinkonsum von 19,9 auf 19,2 Liter gefallen. Die Weinmengen pro Haushalt sind in Deutschland 2023 stabil geblieben, der Weinabsatz ist insgesamt jedoch um 4 % zurückgegangen, da weniger Haushalte Wein eingekauft haben und im Gegenzug wieder mehr Wein in der Gastronomie getrunken wurde. Das Preisniveau ist dabei um 0,19 € (5 %) auf 4,08 € pro Liter angestiegen, bei deutschen Weinen um 0,31 € auf 4,51 € und bei ausländischen Weinen um durchschnittlich nur 0,11 € auf 3,76 €.

Die unterschiedlichen Preissteigerungen haben ihre Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten gezeigt: Der Absatz deutscher Weine verringerte sich 2023 um 9 %, der ausländischer Weine hingegen nur um 1 %, was sich auf einen Umsatzrückgang für die deutschen Erzeuger von 2 % und ein Umsatzplus von 2 % für internationale Anbieter auswirkte.

Der Mengenmarktanteil deutscher Weine liegt somit nun bei 42 % (-2 %-Punkte). Die höchsten Marktanteile bei den ausländischen Weinen haben Italien mit 17 %, Spanien mit 14 % und Frankreich mit 10 %.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Vicampo erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von 57,0 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von -6,3 % gegenüber dem Vorjahresumsatz von 60,8 Mio. €. Das Wachstumsziel im mittleren einstelligen Bereich konnte nicht erreicht werden. Die anhaltende wirtschaftliche Schwäche und der Kaufkraftverlust lässt die Verbraucherstimmung weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau verweilen.

Der Versand- und Internet-Einzelhandel musste im Jahr 2023 einen weiteren Rückgang hinnehmen. Die Zahl der Neukunden ging zurück, konnte jedoch auf stabilem Niveau gehalten werden.

Der Rohertrag im Berichtszeitraum betrug 30,0 Mio. € (Vorjahr: 31,4 Mio. €). Durch die Nutzung langjähriger Lieferantenbeziehungen und einen gestiegenen Anteil von Eigen- und Exklusivmarken konnte die Marge auf 52,6 % (Vorjahr: 51,6 %) gesteigert werden.

Die Geschäftsprozesse im Unternehmen werden stetig optimiert und die Automatisierung in sämtlichen Bereichen vorangetrieben. Im Geschäftsjahr beschäftigte das Unternehmen ein Vollzeitäquivalent von durchschnittlich 164 Mitarbeitern (Vorjahr: 169 Mitarbeiter). Der Personalaufwand belief sich für 2023 auf 9,1 Mio. € nach 7,6 Mio. € im Vorjahr. Die Zunahme ist insbesondere auf höhere Geschäftsführertantiemen sowie die größere Belegschaft in der Zentrale zurückzuführen, während die Belegschaft im Logistikzentrum zurückging.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 5,3 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €). Der Rückgang beruht auf einem niedrigeren Rohertrag, höheren Personalkosten und Investitionen in das neue Logistikzentrum. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung betrug 5,6 Mio. € nach einem Überschuss von 6,2 Mio. € im Vorjahr. Die getroffene Prognose zu einem leicht rückläufigen EBIT wurde somit nicht erreicht.

Das Unternehmen wird anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBIT gesteuert.

Vermögens- und Finanzlage

Zum Stichtag belief sich das Anlagevermögen auf 2,6 Mio. €, was einem Anteil an der Bilanzsumme von 8,2 % entspricht (Vorjahr: 3,4 %). Der starke Anstieg ist auf den Aufbau eines neuen Logistikzentrums mit Betriebsstart im Oktober 2023 zurückzuführen.

Die Vorräte betrugen zum Stichtag 3,9 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €). Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme betrug 12,3 % (Vorjahr: 18,7 %).

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 8,1 Mio. € beinhaltet im Wesentlichen Darlehen an Gesellschafter und verbundene Unternehmen in Höhe von 19,4 Mio. € (Vorjahr 14,3 Mio. €).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 1,2 Mio. € auf 1,1 Mio. € reduziert. Der Rückgang ist insbesondere auf die gewährten Darlehen bei positiven operativen Cashflows zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote lag mit 50,3 % deutlich unter dem Vorjahr mit 68,1 %. Die Veränderung ist insbesondere auf den Gewinnabführungsvertrag zurückzuführen, welcher mit der Viva eCommerce GmbH als Gesellschafterin und Organträgerin rückwirkend zum 01. Januar 2023 geschlossen wurde.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Handel eine wichtige Finanzierungsquelle. Zum Stichtag belief sich dieser Posten auf 3,2 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Forschung und Entwicklung

VICAMPO investiert kontinuierlich in die Entwicklung der Shop-Plattformen, Schnittstellen, in das Warenwirtschaftssystem sowie in die Steigerung der Nachhaltigkeit. Aufwendungen für Forschung bestanden nicht.

3. Prognosebericht

Laut Einschätzung der Bundesbank wird sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 und in den Folgejahren wieder langsam erholen; der Prognose zufolge wird das Wachstum des realen kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei 0,4 % liegen. Ursprünglich hatte die Bundesbank mit einer etwas früheren Erholung gerechnet, welche aber durch die schwächere Auslandsnachfrage der Industrie, den zurückhaltenden privaten Konsum und die gedämpfte Investitionsbereitschaft aufgrund höherer Finanzierungskosten noch gebremst worden ist. Bereits seit Ende 2023 verzeichnet die deutsche Wirtschaft nun wieder steigende Exporte und die Konsumstimmung steigt leicht an, bedingt durch einen stabilen Arbeitsmarkt, steigende Löhne und die rückläufige Inflation. Die Inflation, die ihren Höhepunkt 2022 mit 8,7 % erreicht hat, soll sich erwartungsgemäß von 6,1 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 halbieren. Für die Jahre 2025 und 2026 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 % und 1,3 % gerechnet. Die Wachstumsprognosen der Europäischen Kommission wurden für die EU mit 0,9 % für 2024 und 1,7 % für 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich herunterkorrigiert.

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel rechnet für das Jahr mit einem Wachstum von 2,0 % für den Onlinemarkt.

Der Jahresumsatz und der Jahresüberschuss der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Für das nächste Jahr wird das Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich liegen, während sich das EBIT stabilisiert. Für die erste Jahreshälfte wird eine durchwachsene Verbraucherstimmung erwartet, die im Laufe der zweiten Jahreshälfte an Fahrt aufnimmt.

4. Chancen- und Risikobericht

Wesentliche Risiken

Die Geschäftstätigkeit von VICAMPO hängt in hohem Maße von der Funktionsfähigkeit und Stabilität der IT-Systeme und Plattformen ab. Alle wichtigen Systeme sind redundant ausgelegt und werden unter Einhaltung hoher Standards extern gehostet. Das Rechenzentrum ist gegen unbefugten Zugang gesichert. Der Zugriff auf die Systeme über das Internet wird durch Firewalls und andere technische Maßnahmen abgesichert. Gegen DDoS Attacken sind Schutzmechanismen aufgestellt. Die Abhängigkeit von Softwarefirmen ist gering.

Währungsrisiken wird durch entsprechende Sicherungsgeschäfte begegnet. Zum Bilanzstichtag bestehen derivative Finanzinstrumente in Form von Devisenswaps. Die Einflüsse durch Wechselkursänderungen lassen sich jedoch nicht immer völlig kompensieren. Forderungsausfälle werden über ein Netz an Sicherheitsmechanismen in Zusammenarbeit mit Partnern im Bereich Forderungsmanagement, Risikoprüfung und Inkasso begegnet. Die Erfahrungswerte der letzten Jahre zeigen, dass mit einem Fortbestehen geringer Zahlungsausfälle gerechnet werden kann.

Die Lagerbestände sind stabil. Durch das aktionsgetriebene Geschäft und hohe Lagerumschlagshäufigkeiten ist das Bestandsrisiko jedoch als gering zu betrachten.

Wein ist als Naturprodukt abhängig von saisonalen Einflüssen. Es besteht das Risiko, dass sich Einkaufs- oder Verkaufspreise verändern. Dies könnte sich in der Ertragslage der Gesellschaft widerspiegeln.

Die anhaltende wirtschaftliche Schwäche, der Kaufkraftverlust und Unsicherheiten infolge geopolitischer Konflikte können sich weiterhin negativ auf die Verbraucherstimmung auswirken. Trotz eines robusten Weinkonsums könnten Verbraucher weiterhin Einsparungen bei Gütern außerhalb des Grundbedarfs vornehmen.

Auf der Beschaffungsseite könnte es durch anhaltend hohe Energiepreise, Kosten für Vorprodukte und Personal zu Engpässen kommen. Das letzte Jahr zeigt allerdings erneut, dass eine stabile und effektive Lieferkette vorliegt.

Wesentliche Chancen

Bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer Belebung der Weltwirtschaft könnten auch die Binnenwirtschaft und der private Konsum wieder an Fahrt aufnehmen. Auch der allgemeine Trend zum Online-Shopping kann sich bei positiver Verbraucherstimmung weiter fortsetzen.

Durch Investitionen in die Shop-Systeme und die erfolgten Investitionen in die Lagerlogistik kann die Kundenausrichtung zunehmend gestärkt und dadurch die Kundenzufriedenheit sowie Umsätze gesteigert werden. Darüber hinaus können Skaleneffekte durch die Wachstumssteigerung zu Kostenreduktionen führen. Im Einkauf ermöglichen solide Lieferantenbeziehungen und Effizienzmaßnahmen stabile Margen und Deckungsbeiträge.

Durch die kontinuierliche Ausweitung des ERP-Systems werden sowohl auf kaufmännischer als auch prozessualer Seite die Grundlagen für ein effizientes und ressourcenschonendes Wachstum geschaffen.

Investitionen in Produkttests und weitere Expansionsmaßnahmen sorgen für nachhaltige Wachstumsbedingungen bei einer gleichzeitigen Verbesserung des Kundenerlebnisses.

 

Mainz, 31. März 2024

Christian Fricke

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 2.589.387,49 800.921,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64.118,50 17.415,10
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.436,01 3.148,94
II. Sachanlagen 2.050.528,66 561.042,21
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.050.528,66 561.042,21
III. Finanzanlagen 474.740,33 222.463,91
1. sonstige Ausleihungen 474.740,33 222.463,91
B. Umlaufvermögen 29.019.370,17 22.527.072,41
I. Vorräte 3.948.304,79 4.431.213,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.981.648,97 15.855.585,46
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 893.197,83 843.295,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.787.534,87 14.412.215,37
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.300.916,27 600.074,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.089.416,41 2.240.272,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 162.929,28 155.368,99
Bilanzsumme, Summe Aktiva 31.771.686,94 23.483.362,62

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 16.047.465,34 16.047.465,34
I. gezeichnetes Kapital 93.189,00 93.189,00
II. Kapitalrücklage 6.431.476,59 6.431.476,59
III. Bilanzgewinn 9.522.799,75 9.522.799,75
B. Rückstellungen 4.791.709,02 3.059.870,69
C. Verbindlichkeiten 10.932.512,58 4.376.026,59
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 243.183,51 243.653,72
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.211.421,53 3.104.582,40
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.405.149,18 38.514,89
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.072.758,36 989.275,58
Bilanzsumme, Summe Passiva 31.771.686,94 23.483.362,62

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 30.138.217,95 31.723.639,36
2. Personalaufwand -9.099.384,74 -7.616.518,06
a) Löhne und Gehälter -7.639.289,79 -6.319.926,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.460.094,95 -1.296.592,06
davon für Altersversorgung 2.453,85 2.568,60
3. Abschreibungen -193.840,13 -129.107,18
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -193.840,13 -129.107,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -15.560.482,48 -15.591.177,96
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 138.335,03 94.530,34
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 453.437,67 69.951,47
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.333,10 -2.122,77
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.530,34 -2.099.820,86
8. Ergebnis nach Steuern 5.722.084,83 6.354.844,00
9. sonstige Steuern -89.117,73 -177.730,05
10. aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -5.632.967,10 0,00
11. Jahresüberschuss 0,00 6.177.113,95
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.522.799,75 3.345.685,80
13. Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 0,00
14. Ausschüttung an Gesellschafter 0,00 0,00
15. Bilanzgewinn 9.522.799,75 9.522.799,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Vicampo.de GmbH mit Sitz in Mainz, ist beim Amtsgericht Mainz unter der Registernummer HRB 44108 eingetragen. Sie ist ein Tochterunternehmen der Viva eCommerce GmbH, Mainz, und wird in den Konzernabschluss der Viva Wine Group AB, Stockholm, Schweden einbezogen. Der Konzernabschluss der Viva Wine Group AB wird in Schweden veröffentlicht.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Es wurde rückwirkend zum 01. Januar 2023 ein Gewinnabführungsvertrag mit der Viva eCommerce GmbH als Gesellschafterin und Organträgerin geschlossen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens zu einem Wert zwischen 250 € und 800 € werden als sofort abziehbare Betriebsausgabe behandelt und in einem separaten Verzeichnis geführt.

Geleistete Anzahlungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Nennwerten angesetzt.

Das Finanzanlagevermögen wurde zum Nennwert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Zeitwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit den jeweiligen Nennwerten angesetzt.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgte linear entsprechend dem Zeitablauf.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023 in € umgerechnet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung sowie die Entwicklung des Anlagevermögens sind dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt, da mit einem Fortbestand des Unternehmens über mindestens diesen Zeitraum gerechnet wird.

Angaben und Erläuterungen zu Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 19.129.698 € (Vorjahr: 13.557.005 €) solche gegenüber Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 19.387.220 € (Vorjahr: 14.306.103 €) aus Darlehensbeziehungen und in Höhe von 400.315 € (Vorjahr: 106.112 €) aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Geschäftsführertantiemen, übrige Personalkosten sowie für ausstehende Eingangsrechnungen.

Angabe und Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.405.149 € (Vorjahr: 38.515 €) sind solche aus dem Gewinnabführungsvertrag gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 5.632.967 € (Vorjahr: 0 €), Darlehensbeziehungen in Höhe von 603.033 € (Vorjahr: 0 €) und Lieferungen und Leistungen über 169.149 € (Vorjahr: 38.515 €). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angabe zu derivativen Finanzinstrumenten

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Laufzeitoptionen, die der Deckung von Fremdwährungspositionen der Aktivseite dienen. Der Nominalwert der Laufzeitoptionen beträgt 1.560.530 €, welcher zum 31.12.2023 einen beizulegenden Zeitwert (aktueller Devisenkassa-mittelkurs) von 1.619.870 € hat. Eine Drohverlustrückstellung in Höhe des Differenzbetrages wurde gebildet.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 6.052.123 €. Die Laufzeiten stellen sich wie folgt dar:

Bis zu einem Jahr: 1.296.528 €
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren: 4.723.816 €
Über fünf Jahre: 31.779 €

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023 Vorjahr
Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer 213 214
davon:
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 120 132
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 93 82

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Christian Fricke, Geschäftsführer

Felix Gärtner, Geschäftsführer, ausgeschieden zum 31.12.2023

Max Gärtner, Geschäftsführer, ausgeschieden zum 31.12.2023

Auf die Angabe über die Gesamtbezüge der in § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB bezeichneten Personen wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

 

Mainz, 31. März 2024

gez. Christian Fricke

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
42.472,60 56.227,84 0,00 14.264,16 112.964,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.700,00 0,00 0,00 10.700,00
3. geleistete Anzahlungen 14.264,16 0,00 0,00 -14.264,16 0,00
67.436,76 56.227,84 0,00 0,00 123.664,60
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.181.975,93 1.698.665,74 245.702,71 97.760,00 2.732.698,96
2. geleistete Anzahlungen 97.760,00 102.699,07 0,00 -97.760,00 102.699,07
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 222.463,91 252.276,42 0,00 0,00 474.740,33
1.569.636,60 2.109.869,07 245.702,71 0,00 3.433.802,96
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
42.472,60 42.470,60 8.811,51 0,00 51.282,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.551,06 712,93 0,00 8.263,99
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
50.021,66 9.524,44 0,00 59.546,10
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 718.693,72 184.315,69 118.140,04 784.869,37
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
768.715,38 193.840,13 118.140,04 844.415,47
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
42.472,60 61.682,49 2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.436,01 3.148,94
3. geleistete Anzahlungen 0,00 14.264,16
64.118,50 17.415,10
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.947.829,59 463.282,21
2. geleistete Anzahlungen 102.699,07 97.760,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 474.740,33 222.463,91
2.589.387,49 800.921,22

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25. April 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vicampo.de GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vicampo.de GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vicampo.de GmbH, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 24. April 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Brettl, Wirtschaftsprüfer

gez. Schönhals, Wirtschaftsprüfer

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