F24 MidCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Max Dr. Endter seit 10.5.2022 | Geschäftsführer |
Jens Hartmann seit 10.5.2022 | Geschäftsführer |
Volker Alfred Puck seit 10.5.2022 | Geschäftsführer |
Marc Oliver Trieschmann seit 10.5.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
J*** H******* | 9.11% |
A****** E**** | 6.14% |
M*** O***** T********** | 5.37% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Enmacc Financial Services GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft • Geschäftsmodell Die Enmacc Financial Services GmbH, München (im Folgenden kurz: "EFS"), wurde im Jahr 2022 gegründet. Die Gesellschaft betreibt seit 1.Januar 2023 eine Plattform für den Handel mit Energiegroßhandelsprodukten, die finanziell gesettelt werden (ggf. auch mit deren Registrierung bei Clearing Häusern) sowie für den Handel von EU-Allowances (EUAs) und perspektivisch Wetter-Derivaten (insgesamt im Folgenden: "Energie-Finanzderivate"). Die Plattform wird von Stadtwerken, Handelshäusern, Energieversorgern und Industrieunternehmen im Energiegroßhandel eingesetzt. Diese nutzen den von EFS betriebenen RF(Q (Request-For-Quote) Prozess, um unmittelbar bilateral Vertragsabschlüsse zu tätigen. Alle Prozesse von der Anfrage über die Verhandlung bis hin zum Vertragsschluss werden über die von EFS betriebene Plattform vollständig digital abgewickelt. Die per Internet zur Verfügung gestellte SaaS-Lösung (Software-as-a-Service) wird auf Basis einer Vielzahl quantitativer und qualitativer Entscheidungsparameter kontinuierlich weiterentwickelt. Zum 1. Januar 2023 hat EFS die von der BaFin erlaubte Tätigkeit als Anlage- und Abschlussvermittler nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 u. Nr. 5 WpIG aufgenommen. EFS setzt damit den von der Muttergesellschaft Enmacc GmbH übertragenen Geschäftsbereich fort, nachdem die Enmacc GmbH zum 31. Dezember 2022 ihre erteilte Lizenz zur Anlagevermittlung zurückgegeben hatte. Letztere betreibt seit 1. Januar 2023 ausschließlich aufsichtsrechtlich nicht relevante Vermittlungsgeschäfte im nicht von der MiFID II erfassten REMIT-Carve out und unterliegt seither keinen aufsichtsrechtlichen Anforderungen mehr. • Organisatorische Struktur EFS steht unter der Leitung der vier Geschäftsführer Jens Hartmann, Dr. Florian Endter, Volker Puck und Marc Trieschmann. EFS hat ihren Firmensitz in München und hat Entwicklung und Betrieb der Plattform an ihre Muttergesellschaft, die Enmacc GmbH, outgesourct. Niederlassungen bestehen weder im Inland noch im Ausland. • Segmente, Produkte und Dienstleistungen EFS ist bislang ausschließlich im folgenden Segment tätig: Geschäftsfeld RFQ-Prozess Im Geschäftsfeld RFQ-Prozess bietet EFS einen voll digitalen Prozess per SaaS an, den die professionellen Kunden (Stadtwerke, Handelshäuser, Energieversorger und Industrieunternehmen) zum Energiehandel und -einkauf verwenden. Die Kunden haben ihren Unternehmenssitz in Deutschland und des Europäischen Wirtschaftsraumes sowie im Vereinigten Königreich und in der Schweiz. Alle lizenzpflichtigen Anlage- und Abschlussvermittlungen wurden seit 1. Januar 2023 durch die EFS erbracht. 2. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf • Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. 1 So war im Jahr 2023 ein Anstieg des weltweiten BIP-Wachstum von 2,6 % (Vorjahr 3,0 %) zu verzeichnen. 2 Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland schrumpfte hingegen im Jahr 2023 um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %). 3 b) Branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Geschäft der EFS hängt naturgemäß von den Handelsaktivitäten mit Energie-Finanzderivaten der professionellen Kunden ab. Diese sind maßgeblich von der Entwicklung der Wirtschaft sowie der Volatilität der Energiepreise auf dem Großhandelsmarkt geprägt. Insgesamt sind die Energiemärkte entspannter, nachdem die Versorgungssicherheit der Energieverbraucher als nicht mehr kritisch zu sehen ist. Günstige und volatile Energiepreise wirken sich auf die EFS positiv aus, da günstige Energiepreise der Wirtschaft geringe Einsatzkosten versprechen und zudem Volatilität Geschäftschancen für Energiehändler ermöglicht was zu einer Ausweitung der Handelsaktivitäten führt. Negative gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen wirken sich dagegen nachteilig auf die Handelsvolumina aus. Das Jahr 2023 war beherrscht von den konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die Ungewvissheit über die wirtschaftliche Entwicklung führte auch 2023 hinein zur Zurückhaltung im professionellen Handel mit Energie-Finanzderivaten. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Energiepreise stark, so dass sich entsprechende Exposure zwischen den beteiligten Energiehandelspartnern ausweiteten. Gleichzeitig führen steigende Zinsen zu höheren Kapitalkosten, der bei Clearing Häusern zu hinterlegenden Barsicherheiten ("Margening'). Zudem führten fortlaufend fallende Preise z.B. bei Trading Hub Europe GmbH ("THE") dazu, dass die Speicher nicht wie geplant abverkauft wurden. Der Energieverbrauch in Deutschland bzw. der EU hat hingegen nur insofern Einfluss auf das Handelsvolumen, als Industrieunternehmen in schwierigem Marktumfeld die Produktion ggf. herunterfahren und damit weniger Energie benötigen. Bereits beschaffte Energie wird dann wieder verkauft. 1 Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" am 15.01.2024 in Berlin Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung vom 21.02.2024, Drucksache 20/10415, https://dserver.bundestag.de/btd/20/104/2010415.pdf . 2 Weltbank Prognose: Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach Ländergruppen von 2020 bis 2025, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158083/umfrage/prognose-zum-bip-wachstum-nach-weltregionen/ 3 Statistisches Bundesamt (DESTATIS) Pressemitteilung zur Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" vom 15. Januar 2024, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile Entwicklung der Geschäftsbereiche, Analyse und Beurteilung der wesentlichen Ertragsquellen Geschäftsfeld RFQ-Prozess Im Geschäftsfeld der EFS war vor dem Hintergrund der 2023 herrschenden Rahmenbedingungen die zunehmende Nutzung der Plattform positiv zu werten. Die Übertragung von der Muttergesellschaft ist insofern geglückt. Das unterstreicht den Product-Market-Fit der EFS Plattform, die zunehmend für Absicherungsgeschäfte mit Energiederivaten verwendet wird. Die Planung der Geschäftsleitung, im Geschäftsjahr Provisionserlöse von knapp TEUR 49 bei der EFS zu erreichen, konnte nahezu erfüllt werden. In den Provisionserträgen der EFS zeigt sich aufgrund der für die Geschäftsentwicklung robusteren Bindung an das Handelsvolumen der Rückgang der Energiepreise nicht. DieProvisionserlöse betragen 46.148,92 EUR. Darin enthalten sind die (fixen) Access Fees, die zu über 50 % zu den Umsätzen beitragen und unabhängig von den Handelsaktivitäten der Kunden sind. Letztere schlagen sich in Trading Fees nieder. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Überwachung des Instituts greift die Geschäftsführung auf finanzielle Leistungsindikatoren zurück. Dies sind insbesondere der Umsatz, die Erträge, die Kosten sowie der Cash-Flow und die Burn-Rate. Der Umsatz wird im Wesentlichen durch die Einnahmen der Access- und Trading-Fee generiert. Die Anzahl und das Volumen der Handelsaktivitäten auf der EFS Plattform sind dabei wesentlich für die Trading-Fee und dienen zusätzlich der Überwachung der Markt- und Unternehmensentwicklung. Das bisher negative Verhältnis aus Einnahmen und Kosten resultiert in einem Cash-Burn, der anhand der Burn-Rate überwacht wird. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit Enmacc GmbH werden die Verluste ausgeglichen. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren a) Kundenbelange Die Kundenzufriedenheit ist der wichtigste nicht finanzielle Leistungsindikator der EFS. Während des Geschäftsjahrs stieg die Kundenanzahl auf 63. Sie ist im kontinuierlichen Austausch mit den zentralen Kunden und initiiert Verbesserungen an der Plattform. EFS hat ein Kundenbeschwerdemanagement eingerichtet. Dieses obliegt Volker Puck als einem der Geschäftsführer, welcher etwaige Beschwerden handhabt und im Rahmen des quartärlichen BaFin Reviews an die Geschäftsführung berichtet. Im Jahr 2023 gab es keine Kundenbeschwerden oder offene oder neue Rechtsstreitigkeiten mit Kunden. b) Umweltbelange Die Geschäftsführung der EFS ist sich der begrenzten Verfügbarkeit von Ressourcen auf der Erde bewusst und agiert im täglichen Geschehen sehr bedacht, was potenziell umweltschädliche Handlungen betrifft. Zusammen mit der Muttergesellschaft hat sich auch EFS gegenüber dem im September 2022 eingestiegenen Investor KLIMA (Alantra Energy Transition Fund) verpflichtet, den Umsatz insbesondere im Bereich Erneuerbarer Energien auszuweiten und damit die für die Energiewende notwendige Preistransparenz voranzutreiben. c) Arbeitnehmerbelange Bei EFS arbeiten ausschließlich die vier Geschäftsführer, die sich regelmäßig in Videokonferenzen, wenn nötig auch persönlich, austauschen. Auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie legt EFS großen Wert und bietet die Möglichkeit van Homeoffice-Arbeiten und flexibler Arbeitszeit an. EFS unterstreicht, dass sie Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht und/oder Herkunft wertschätzt. d) Personalentwicklung Für Erbringung der Dienstleistungen und insbesondere die Weiterentwicklung der Plattform ist die EFS in hohem Maße von der Muttergesellschaft Enmacc GmbH abhängig, an welche der operative Betrieb ausgelagert wurde. Das Kerngeschäft der EFS besteht aus dem erfolgreichen Vertrieb des digitalen RFQ-Prozesses als SaaS, sowie dessen kontinuierlicher Weiterentwicklung. Im Interesse der Kundenzufriedenheit legt die EFS großen Wert auf eine fachliche Kompetenz durch Erfahrung und fortlaufende Weiterbildung der Geschäftsführer. Auch bei der Muttergesellschaft wird auf entsprechende Weiterentwicklung der dortigen Mitarbeiter*innen und auf eine angemessene Personalausstattung geachtet. So fördert die Enmacc GmbH die Wahrnehmung von Weiterbildungsmaß nahmen, insbesondere durch das zur Verfügung stellen eines Zeitkontingents von fünf Tagen pro Jahr für Weiterbildungen. • Darstellung der Lage der EFS a) Allgemein Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der EFS ist als Teil der Enmacc Group bis zum Erreichen des Break-even-Punktes von Anlaufverlusten und Liquiditätsbedarf aufgrund der Burn-rate gekennzeichnet. Die Geschäftsführung überwacht die Ertrags- und Liquiditätssituation laufend, um zeitgerechte Maßnahmen zur Sicherstellung der für den weiteren Aufbau der Unternehmenstätigkeit erforderlichen Kapital- und Liquiditätsausstattung einzuleiten. Alle Verluste werden von der Muttergesellschaft im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages ausglichen. b) Ertragslage Die Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,00 EUR aus, wie auch im Vorjahr. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen i. H. v. 61.726,47 EUR setzen sich hauptsächlich aus Abschluss- und Prüfungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten zusammen und überstiegen den Vorjahreswert von 16.543,86 EUR. Sonstige betriebliche Aufwendungen über 189.000,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) resultierten aus dem zum 1. Januar 2023 geschlossenen Auslagerungsvertrag "EFS GmbH / Enmacc GmbH". Den operativen Kosten stehen Provisionserträge in Höhe von 46.148,92 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) gegenüber. Diese stammen in etwa zur Hälfte aus Access Fees und Trading Fees. Nur letztere Provisionen sind, wie ausgeführt, direkt mit allgemeinen Energiehandelsvolumen verknüpft. c) Finanzlage Kapitalstruktur Das Eigenkapital der EFS beträgt zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr unverändert 260.000,00 EUR und setzt sich aus gezeichnetem Kapital von 75.000,00 EUR, einer freien Kapitalrücklage in Höhe von 1685.000,00 EUR zusammen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages beträgt der Jahresüberschuss 0,00 EUR. Zum Jahresende 2023 beträgt die Eigenkapitalg uote 77,8 % (Vorjahr: 93,9%). Liquidität Die Zahlungsfähigkeit der EFS war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Die Gesellschaft verfügt über keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und per Jahresultimo über ein Guthaben bei Kreditinstituten von 264.259,40 EUR. Nach den Planungen der EFS ist die Liquidität der EFS bis zur gegplanten Profitabilität im Jahr 2025 sichergestellt. Die Muttergesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2023 über Guthaben bei Kreditinstituten von über 5 Mio. EUR. d) Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt 333.911,40 EUR (Vorjahr: 276.681,11 EUR). Die Aktiva bestanden im Wesentlichen zu 264.259,40 EUR aus Guthaben bei Kreditinstituten (Vorjahr: 260.000,99 EUR). Nach Verrechnung der gruppeninternen Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß der schriftlichen Verrechnungsvereinbarung mit der Enmacc GmbH ergeben sich unter Berücksichtigung des Auslagerungs- und Ergebnisabführungsvertrages Forderungen gegen die Enmacc GmbH I.H.v. 60.899,59 EUR. Die Passiva bestehen im Wesentlichen aus den anderen Rückstellungen (45.580,00 EUR) und dem Eigenkapital i.H.v. 260.000,00 EUR, davon 75.000,00 EUR gezeichnetes Kapital. 3. Prognose-Chance-Risikobericht a) Risikomanagement und -bericht Das sehr fokussierte Geschäft der EFS erlaubt eine kontinuierliche und transparente Überwachung der relevanten Risiken. Ein allgemeines Geschäftsrisiko kann stets aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entstehen; dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, das Verhalten der Kunden, der technische Fortschritt sowie die aufsichtsrechtliche Regulierung Zudem können externe negative Schocks wie Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen, kriegerische Konflikte oder auch starke Abschwünge an den Märkten die Gesellschaft treffen. Diese allgemeinen Risiken werden als moderat eingestuft. Die Geschäftsleitung identifiziert als für EFS besonders relevante Risiken vor allem Adressenausfallrisiken, Liquiditäts- und Ertragsrisiken, operationalen Risiken und Nachhaltigkeitsrisiken. Das tatsächlich bestehende Risiko wird als überschaubar angesehen. Zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken dienen insbesondere die Unternehmens- und Liquiditätsplanung sowie das Risikomanagement durch die Geschäftsführung. Neben Ansprüchen aus dem Ergebnisabführungsvertrag verfügt die EFS zur Deckung von Risiken zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital in Höhe von 260.000,00 EUR. • Adressenausfallrisiken Das Adressenausfallrisiko ist aufgrund der Forderungsstruktur als gering anzusehen. Forderungen bestehen stets nur kurzfristig und gegenüber leistungsfähigen Unternehmen der Energiebranche. Insgesamt sieht die Geschäftsführung das Risiko daher als beherrschbar an. Gleichwohl werden die monatlichen Zahlungseingänge sehr aufmerksam verfolgt. • Liquiditäts- und Ertragsrisiken Liquiditäts- und Ertragsrisiken ergeben sich bei der EFS derzeit im Rahmen des Aufbaus der Geschäftstätigkeit durch den negativen Cash-Flow/Burn-rate. Liquiditätsrisiken können auch aus dem marktbedingten Rückgang des Handelsvolumens, Verzug beim Eingang der Provisionsforderungen, unerwarteten Kosten (z. B. Schadensersatz) oder Verzögerung bei der Aufnahme weiterer Finanzmittel resultieren. Die Geschäftsführung schätzt diese Risiken aktuell aufgrund der Start-up-Situation als wesentlich und setzt deshalb umfassende Maßnahmen zur Risikosteuerung ein, die ein zeitgerechtes Ergreifen von Maßnahmen zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gewährleisteten, um das Risiko zu reduzieren. Mittels des Ertragsabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft wird die Liquidität sichergestellt. Bei der EFS wird die Liquidität ausschließlich in Sichtguthaben bei Banken mit erstklassiger Bonität risikolos in Form von Kontokorrentkonten und Termingeldern mit monatlicher Fälligkeit angelegt. Zudem wird ein bewusstes Kostenmanagement betrieben, um die Anlaufverluste auch bei Rückgang der Handelsvolumina unter Kontrolle zu haben. Darüber hinaus weist die Bilanz lediglich kurzfristige Kundenforderungen auf. • Marktrisiken Die EFS verfügt nicht über die Erlaubnis für Eigengeschäfte. Positionen in Aktien, Schuldverschreibungen oder anderen Wertpapieren bestanden daher nicht. Marktpreisrisiken bestehen daher auf Vermögensseite keine. Fremdwährungsrisiken bestehen nicht; sämtliche Geschäfte lauten auf Euro. Marktrisiken als negative Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirken sich dämpfend auf die Energiehandelsmärkte und damit auf das Geschäftsmodell der EFS sowie auch auf die zu erzielenden Provisionserlöse aus. Die Geschäftsführung begegnet dem durch eine stetige Beobachtung des Energiemarktes. • Operationale Risiken Operationelle Risiken ergeben sich für unser Institut im Wesentlichen aus Regputationsrisiken, Personalrisiken, rechtlichen Risiken und IT-Risiken. Grundsätzlich geht vom Versagen von IT-Systemen das wesentliche IT-Risiko für EFS aus. Da die Bereitstellung der Handelsplattform IT-gestützt erfolgt, ist die Funktionsfähigkeit der IT-Systeme zentral für die Geschäftstätigkeit. Ein kritisches Versagen der IT-Systeme ist allerdings unwahrscheinlich. EFS setzt auf Cloudbasiertes Hosting, sodass die Bereitstellung der Plattform sowie die damit verbundene Datenverarbeitung und -speicherung auf den Servern von Amazon Web Service (AWS) erfolgt. AWS als Serviceprovider gewährleistet die Unabhängigkeit von physischen Servern, sodass Unabhängigkeit von einzelnen Rechenzentren besteht. Für alle darüber hinausgehenden Tätigkeiten benötigt EFS lediglich einen Computer und Internetzugang, sodass infrastrukturelle Unabhängigkeit besteht. Aufgrund der ausgeprägten Risikosteuerung ist das IT-Risiko als überschaubar anzusehen. Eine Fehlfunktion der Plattform stellt für EFS das wesentliche Reputationsrisiko dar. Aufgrund der hohen Qualität des Entwicklungsprozesses Sowie strukturierter und ausgiebiger Quality-Assurance-Tests, ist das Risiko als gering einzustufen. Zur Risikosteuerung werden auch Dienstleister mit der Durchführung von Stresstests beauftragt. Rechtliche Risiken bestehen insbesondere in Form von Haftungsrisiken. Diese können sich aus Fehlfunktionen des RFQ-Prozesses ergeben. Da bei der Muttergesellschaft der EFS in erster Linie die bestehende Software weiterentwickelt und diese vom Entwicklungsteam um den Chief Technologies Officer sehr gut verstanden und vertraut ist, wird dieses Risiko als moderat angesehen. Die persönliche Abhängigkeit von der Geschäftsführung ergibt das wesentliche Personalrisiko. Das Risiko ist als gering einzustufen, da insbesondere durch die starke Überschneidung der jeweiligen Zuständigkeitsbereiche ein temporärer Ausfall einer Schlüsselperson kompensiert werden kann. • Nachhaltigkeitsrisiken Nachhaltigkeitsrisiken werden im Sinne von ESG (Environmental, Social and Governance - Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) entsprechend dem BaFin Merkblatt 4 verstanden. Im Rahmen der Transition zu einer CO2-freien Wirtschaft können insbesondere politische Maßnahmen zu einer Verteuerung und/oder Verknappung fossiler Energieträger oder von Emissionszertifikaten und sich damit für unser Institut Preissteigerungen ergeben. Unser Institut ist allerdings aufgrund der Beschaffenheit unseres Geschäftsmodells und der angebotenen Dienstleistungen in der Lage, die sich aus dem Bereich der ESG Kriterien signifikanten Nachhaltigkeitsrisiken zu beherrschen. a) Chancen- und Prognosebericht • Chancenbericht EFS verfolgt im Rahmen ihres integrierten Chancenmanagements die systematische und frühzeitige Identifizierung von Chancen und deren Bewertung. Dieses findet stetig im Zuge der Überprüfung des Umfelds durch die Geschäftsleitung und im Zuge des Austauschs unter den Geschäftsleitern statt. Grundlage des Prozesses ist eine umfangreiche und fortlaufende Analyse des Umfelds. Diese schließt unter anderem die gesamtwirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, Entwicklungen im Produktbereich und Kundenbereich wie auch den Wettbewerb ein. Die Chancen im Hinblick auf die Unternehmensstrategie können sowohl externen wie auch internen Einflüssen unterworfen sein. Das Jahr 2023 hat gezeigt, dass sich verschlechternde gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen teilweise auf das Geschäft der EFS auswirken. Die negative Korrelation zwischen Handelsvolumina und fallenden Preisen bietet weiterhin aber auch Chancen auf Wachstum: Stärkere Aufmerksamkeit für Energiegroßhandelsprodukte bei mehr Kunden wie Industrieunternehmen. Die EFS geht davon aus, im Geschäftsjahr 2024 eine Umsatzsteigerung vor dem Hintergrund der neuen Angebote im Bereich Regenerativer Produkte (z.B. European Union Allowances) generieren zu können. Die zunehmende Regulierung der Finanzdienstleistungsbranche auf Europäischer Ebene (wie REMIT II und DORA) und in Deutschland ist für die EFS Herausforderung und Chance zugleich. Steigende Regulierungsanforderungen führen zunächst zu zusätzlichen Kosten und zu einer Verringerung der Produktivität, da die administrative Belastung steigt und interne Prozesse im Unternehmen ggf. angepasst werden müssen. Allerdings erhöht die Regulierung auch die Qualitätsanforderungen an die Marktteilnehmer. Dies kann zur Konsolidierung des Marktes führen und EFS als unabhängigen Anbieter im OTC-Energiehandel stärken. • Prognosebericht Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa sowie der weitere Verlauf des Ukrainekrieges und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft werden auch im Jahr 2024 ein wesentlicher, jedoch nicht bestandsgefährdender Risikoaspekt auch für die Geschäftsentwicklung der EFS sein. Die Geschäftsführung der EFS verweist bei ihren Planungen für das Jahr 2024 auf die umschriebene Abhängigkeit vom Energiegroßhandelsmarkt. Sollte es im Berichtszeitraum noch stärker als im Jahr 2023 zu sehr deutlicher Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen kommen, wird sich dies wahrscheinlich ebenfalls negativ auf das Geschäft von EFS auswirken. 4 BaFin, Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken (Stand: 13.01.2020), https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Merkblatt/dl_mb_Nachhaltigkeitsrisiken.pdf?__blob=publicationFile&v=9. Davon losgelöst bestehen unverändert die Ziele, einen qualitativ hochwertigen RFQ-Prozess anzubieten, durch gute Leistungen noch mehr Bekanntheit zu erlangen, das Handelsvolumen zu steigern, die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten und weiterhin keinen Anlass zu Kundenbeschwerden zu bieten. Die Geschäftsführung zielt auf folgende Veränderungen in Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren im Jahr 2024 ab: Bei Umsatz, Erträge, Cash-Flow auf eine Vervielfachung um einen Faktor fünf bis 10. Weiterhin arbeitet EFS darauf hin, den über dem Branchendurchschnitt liegenden NPS beizubehalten. Bei der Muttergesellschaft Enmacc GmbH werden auch im kommenden Jahr die Mitarbeiter*innen zur fortlaufenden Weiterbildung ermutigt und dazu weiterhin ein entsprechendes Zeitkontingent gewährt. Entsprechend der Verpflichtung gegenüber KLIMA (Alantra Energy Transition Fund) wird EFS von Investoren-Seite maßgeblich unterstützt, ihr Engagement in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umwelt weiterhin auszubauen, was im Geschäftsbereich der EFS insbesondere den Handel mit EUAs umfasst. Bei weiterwachsendem Handel mit Energie-Finanzderivaten hält die Geschäftsführung es für möglich, in 2024 eine Steigerung der Umsätze um 100 % zu erreichen. Bei im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Kosten rechnet die Geschäftsführung mit einem unverändert noch nicht profitablen Geschäft und einem Verlust auf niedrigerem Niveau. Diese Planung basiert auf der Prämisse einer nachhaltigen Erholung des Energiehandels über den Sommer.
München, den 30.05.2024 Enmacc Financial Services GmbH gez. Jens Hartmann gez. Dr. Florian Endter gez. Volker Puck gez. Marc Trieschmann Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum 31.12.2023A. Grundlagen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Enmacc Financial Services GmbH, München, wurde am 10. Mai 2022 gegründet. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Enmacc GmbH, München. Der Enmacc Financial Services GmbH wurde mit Datum vom 1. Januar 2023 die Erlaubnis nach § 15 WpIG zur Erbringung der Anlagevermittlung nach § 2 Abs. 2 WpIG erteilt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Enmacc Financial Services GmbH, München, waren daher für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 neben den Regelungen des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes auch die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) erstmalig zu berücksichtigen. Die Enmacc Financial Services GmbH, München, ist beim Amtsgericht München eingetragen unter HRB 275981. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der besonderen Vorschriften der RechKredV aufgestellt. Durch die erstmalige Anwendung der Vorschriften der RechKredV erfolgt die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend §2 RechKredV nach Formblatt 1 und Formblatt 3. Im Zuge dessen ist auch eine formblattkonforme Umgliederung der Vorjahreszahlen erfolgt. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit Ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind vor dem Bilanzstichtag in Rechnung gestellte Provisionserträge, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen abgegrenzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. B. Einzelerläuterungen Angaben zur Bilanz Die anderen Forderungen Kreditinstitute haben eine Restlaufzeit von bis 3 Monaten. Die Forderungen an Kunden in Höhe von 8 TEUR (Vj.: 0 TEUR) haben keine feste Laufzeit. Sie sind kurzfristig fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 60.759,66 EUR (Vj.: 16.680,21 EUR) ausgewiesen, die gleichzeitig Forderungen gegenüber der Gesellschafterin darstellen. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind vor dem Bilanzstichtag in Rechnung gestellte Provisionserträge für die Bereitstellung der Enmacc-Plattform abgegrenzt, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 18 TEUR (Vj.: 7 TEUR) setzen sich im Wesentlichen mit 17 TEUR (Vj.: 0 TEUR) aus Verbindlichkeiten gegenüber Lieferung und Leistungen zusammen. Die anderen Rückstellungen von 46 TEUR (Vj.: 9 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 260 TEUR (Vj.: 260 TEUR). Es setzt sich aus gezeichnetem Kapital von 75 TEUR, das in voller Höhe einbezahlt ist, Kapitalrücklagen in Höhe von 185 TEUR (V.: 185 TEUR). Die Kapitalrücklage resultiert aus einer Einlage des Gesellschafters im Jahre 2022. Vermögensgegenstände und Schulden, die auf Fremdwährungen lauten, bestanden am Bilanzstichtag nicht. C. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge in Höhe von 46 TEUR (Vj.: 0 TEUR) resultieren aus der Anlagevermittlung von Energiederivaten über eine Handelsplattform für die Energiewirtschaft. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen umfassen im Wesentlichen folgende andere Verwaltungsaufwendungen
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht bekannt Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 50. Sonstige Angaben In den Rückstellungen ist der Aufwand für das Honorar des Abschlussprüfers für die Durchführung der Prüfung des Jahresabschlusses mit 22 TEUR sowie für sonstige Bestätigungsleistungen mit 15 TEUR erfasst. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die Enmacc GmbH, München, auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in München erhältlich und wird im Unternehmensregister veröffentlich und ist unter www.Uunternehmensregister.de abrufbar. Im Geschäftsjahr 2023 war neben den vier Geschäftsführern keine weiteren Mitarbeiter beschäftigt. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Volker Alfred Puck, Betriebswirt Jens Hartmann, Betriebswirt Marc Oliver Trieschmann, Betriebswirt Dr. Florian Max Endter, Rechtsanwalt Die Vergütungen der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 0 TEUR. Organschaftliche Verhältnisse Die Enmacc GmbH hält 100% der Anteile an der Enmacc Financial Services GmbH, München, und hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Enmacc Financial Services GmbH abgeschlossen. Es besteht eine umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft mit der Enmacc GmbH.
München, den 26.03.2024 Enmacc Financial Services GmbH Volker
Alfred Puck
Jens
Hartmann
Marc
Oliver Trieschmann
Dr.
Florian Endter
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Enmacc Financial Services GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Enmacc Financial Services GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Enmacc Financial Services GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordhnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordhnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die AusSagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 31. Mai 2024 DASE
HAENEL GmbH
Lutz
Michael Dase
Inez-Maria
Haenel
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