TUI AG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dennis Jlussi seit 5.11.2025 | Prokura |
Hélène Hildegarde M. Vincke seit 5.11.2025 | Prokura |
Ilka Lauenroth seit 16.10.2024 | Prokura |
Benjamin, geb. Weiss Jacobi seit 30.3.2023 | Geschäftsführer |
Normen Knetsch seit 29.11.2022 | Prokura |
Fabian Heuer seit 14.11.2022 | Prokura |
Susanne Dr. Gauglitz seit 20.11.2019 | Geschäftsführer |
Matthias Lange seit 7.5.2018 | Prokura |
Dieter Franz Michael Schaupp seit 28.5.2014 | Prokura |
Olaf Petersenn seit 28.5.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TUI Deutschland GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2014 bis zum 30. September 20151. Grundlagen des Unternehmens1.1. Struktur, Geschäftsmodell und Marktumfeld Struktur TUI Deutschland GmbH Die TUI Deutschland GmbH (im Folgenden TUI Deutschland) mit Sitz in Hannover ist weltweit in rund 180 Ländern aktiv und bietet eine Vielzahl von Produkten an, die von Pauschalreisen bis hin zu einer breiten Palette von Spezialangeboten reichen. Geschäftsmodell und Marktumfeld Die Geschäftstätigkeit der TUI Deutschland umfasst das touristische Veranstaltergeschäft und die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte (Flug- und Hoteleinkauf, Paketierung und Preissetzung für Pauschalreisen und Bausteinprodukte) sowie den stationären Vertrieb und den Online-Vertrieb der eigenen Produkte. Unabhängig von den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen nahm die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr die Führung für die Gesellschaften der Central Region (im Wesentlichen der stationäre Vertrieb der TUI Leisure Travel Gruppe, der Online-Vertrieb der TUI.com GmbH und TUIfly Vermarktungs GmbH, der Last Minute Vertrieb sowie die Spezialveranstaltung der L'tur AG, Berge & Meer Gruppe, der Wolters Gruppe, der Flugbetrieb der TUIfly GmbH, das Flugconsolidatorgeschäft der TUI 4U GmbH, das Dienstleistungsgeschäft der Business-Service Gesellschaften, Österreich, Schweiz und Polen) wahr. Ferner wird die in der Schweiz ansässige Zielgebietsbetreuungsgesellschaft TUI Service AG von der TUI Deutschland geführt. Die TUI Deutschland hat durch Unternehmensteilerwerb die Rechte für der Veranstalter "Terra Reisen", "Gulet" sowie den Betrieb der Internetplattform "magiclife.com" von der TUI AUSTRIA Holding GmbH, Wien, bzw. von der TUI Österreich GmbH, Wien, übernommen. Die Leibniz-Service GmbH, Hannover, ist alleinige Gesellschafterin der TUI Deutschland und gleichzeitig eine 100%-ige Tochtergesellschaft der TUI AG, Berlin und Hannover. 1.2. Ziele und Strategien Im Zuge der eingeleiteten Repositionierung der TUI Deutschland als Führungsgesellschaft für den deutschen Quellenmarkt steht das Strategie- und Wachstumsprogramm "XQ - 200 - 50 - 25" im Mittelpunkt. Mit Hilfe dieses klar definierten Programms soll ein Marktanteil von 25 Prozent, ein Net Promoter Score (NPS) von 50 und ein Ergebnisziel (EBITA) von 200 Mio. EUR in den nächsten 5 Jahren erreicht werden. Neben den vorgenannten Zielsetzungen unseres Wachstumprogramms sind das Mitarbeiterengagement und die Kundenzufriedenheit wesentliche Bausteine zur Weiterentwicklung der TUI Deutschland. Die Erreichung des definierten Ergebnisziels in Höhe von 200 Mio. EUR soll über einen deutlichen Ausbau des Gästevolumens sowie einer damit einhergehenden Umsatzsteigerung erreicht werden. Weiterhin sind klare Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz definiert. Dies umfasst neben einer Optimierung der Kostenstrukturen auch die Umsetzung von Produktivitätsmaßnahmen. Beispielsweise soll durch die Einführung eines strategischen Flugplans, der eine Konzentration auf die wesentlichen Abflughäfen und verbindliche Flugzeiten für unsere Kunden bedeutet, unter anderem die Effektivität erhöht werden. Die Steigerung des NPS auf 50, als zweite wesentliche Zielsetzung des aufgesetzten Programms, soll durch ein breiteres Portfolio, erhöhte Kundenzufriedenheit und Servicequalität erreicht werden. Dabei steht die durch unabhängige Studien ermittelte Kundenzufriedenheit bei der TUI Deutschland im Mittelpunkt des Handelns. Mittels durchzuführender Analysen soll eine stetige Verbesserung erreicht werden. Im Rahmen des Bereichs Vertrieb & Online sollen die Interaktionen der Vertriebskanäle und die Vertriebsplattformen kontinuierlich verbessert werden. Die Produktdifferenzierung wird durch die Ausweitung des Produktportfolios und der Volumina in eigenen, differenzierten Produktlinien vorangetrieben. Unter Berücksichtigung der wesentlichen Bedürfnisse der Kunden wird die Kosteneffizienz gesteigert und die Komplexität reduziert. Die dadurch optimierten und verschlankten Prozesse sollen dem Ziel dienen die Profitabilität zu steigern. Als weitere Säule des Wachstumsprogramms wird ein Marktanteil in Höhe von 25% angestrebt, zum Ende des Geschäftsjahrs 2014/15 lag dieser bei 20,7%. Das Wachstum soll durch einen deutlichen Ausbau des Hotelportfolios erfolgen. Neben hundert neuen eigenen Hotels der Marken RIU, TUI Blue, Robinson und Magic Life soll das Wachstumstempo durch die Aufnahme von auch bei Mitbewerbern buchbaren Hotels im Bereich der Mittel- und Fernstrecke bei Städte- und Autoreisen sowie durch eine Ausweitung der Bettendatenbanken gesteigert werden. Die Geschäftsführung ist sich der Bedeutung und des großen Einflusses der Kultur im Unternehmen sowie des Mitarbeiterengagements auf den Unternehmenserfolg bewusst. Hierfür muss sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter neben einer marktgerechten Vergütung eine professionelle Arbeitsumgebung, einen klaren Verantwortungs- und Aufgabenfokus, hinreichende Informationen über Unternehmensstrategie und deren Umsetzung sowie einen stetigen Meinungsaustausch mit dem Management haben und wertschätzende sowie professionelle Führung erfahren. Aus diesem Grunde hat die Geschäftsführung im Zeitraum Juni bis September 2015 bei der Konzeption der Unternehmensstrategie "XQ 200 - 50 - 25" unter anderem den Fokus auf die nachfolgenden Themen gelegt:
Insgesamt stellt die beschriebene Strategie der TUI Deutschland eine Wachstumsstrategie dar, die mittelfristig insbesondere durch die Fokussierung auf die Parameter EBITA, NPS und Marktanteil umgesetzt werden soll. 1.3. Forschung und Entwicklung Als touristisches Dienstleistungsunternehmen betreibt die TUI Deutschland keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung. 1.4. Steuerungssystem über finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die TUI Deutschland verwendet zur Steuerung der in Abschnitt 1.2 dargestellten Strategie verschiedene Leistungsindikatoren. Diese lassen sich in finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren einteilen. Die Steuerung des Unternehmens wird grundsätzlich auf Basis der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) vorgenommen. Soweit die Berechnungen gegenüber dem Handelsgesetzbuch (HGB) abweichen, werden sie im Weiteren näher erläutert. Als finanzielle Leistungsindikatoren sind die "Teilnehmer-Reiseerlöse" und das "underlying EBITA" zu nennen. Die " Teilnehmer-Reiseerlöse" setzen sich aus Erlösen aus dem Verkauf von Pauschalreisen, von Flugeinzelplätzen oder reinen Unterkunftsleistungen sowie Mietwagen zusammen. Die zur Steuerung verwendeten Werte nach IFRS unterscheiden sich wie folgt zu den HGB-Werten:
Als weiteres wichtiges finanzielles Kriterium dient das " underlying EBITA" (earnings before interest, taxes and amortization). Das "underlying EBITA" ist das Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und außerplanmäßigen Abschreibungen (Amortisation) auf immaterielle Vermögensgegenstände (in Folge eines Impairmenttests). Das "underlying EBITA" unterscheidet sich vom Jahresüberschuss nach HGB neben den bereits genannten Korrekturen durch unterschiedliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach HGB und IFRS. Diese sind im Wesentlichen auf unterschiedliche Passivierungen bei den Rückstellungen und abweichende Erlösrealisierungszeitpunkte zurückzuführen. Als Beispiel für die Rückstellungen sind dem Ansatz dem Grunde nach die Pensionen und dem Ansatz der Höhe nach die Abzinsungen zu nennen. Hieraus ergibt sich die folgende Überleitung zwischen IFRS und HGB:
Die wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind der sogenannte "Diff-Share", der "Online-Share", der NPS (= Net Promoter Score), die Flugauslastung, die Markenbekanntheit sowie die Wiederholerquote. Der nicht finanzielle Leistungsindikator " Diff-Share" setzt die Anzahl der Gäste in differenzierten Hotelobjekten der Marke "TUI" in Sun & Beach-Zielgebieten in das Verhältnis zu der gesamten Anzahl der Gäste der Marke "TUI" in Sun & Beach-Zielgebieten. Differenzierte Hotelobjekte sind solche, in denen die TUI eigene Produktlinien/-konzepte umgesetzt hat und mit denen die TUI Deutschland exklusiv im deutschen Markt vertreten ist (z.B. Robinson, Sensimar oder die "Reisewelten" wie TUI Lifestyle). Als Sun & Beach Zielgebiete werden klassische Pauschalreisedestinationen bezeichnet (z.B. Griechenland, Türkei, Spanien oder die Dominikanische Republik). Der "Online-Share" zeigt den Anteil der Reiseteilnehmer, die ihre Reise über eine TUI-eigene Web-Seite (z.B. tui.com) gebucht haben im Verhältnis zur Gesamtheit der Reiseteilnehmer. Die Flugauslastung ermittelt sich aus der Anzahl der verkauften Garantiesitze bezogen auf die Garantiekapazität. Zwischen der TUI Deutschland und der TUIfly GmbH, Langenhagen, besteht seit dem 27.03.2009 ein ACMIO-Vertrag (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance, Overhead). Dieser führt dazu, dass Kosten wie Treibstoff, Flughafengebühren, Abfertigungsentgelte etc. ausschließlich in das Risiko der TUI Deutschland übergehen. Die Wiederholerquote (retention rate) misst wie viele Kunden innerhalb eines jeweils individuellen zwei Jahreszeitraums mindestens zwei Reisen gebucht haben. Der hier ausgegebene Wert bezieht sich auf den Stichtag 30.09.2015 und damit das Ende des Geschäftsjahres 2014/15. Die konsequente Kundenorientierung ist fest im Zielsystem der TUI Deutschland verankert. Gemessen wird diese über den NPS. Der NPS misst die Weiterempfehlungsabsicht von Kunden mit Hilfe einer einzigen Frage: "Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie "TUI" einem Freund oder Bekannten empfehlen werden?" Die Messung erfolgt mittels einer Skala von Null (= werde ich auf keinen Fall weiterempfehlen) bis zehn (= werde ich sicher weiterempfehlen). Dabei wird der NPS berechnet, indem man den Anteil der Kunden, die mit einer sechs oder weniger antworten (sog. Detractor), vom Anteil derjenigen Kunden, die mit einer neun oder zehn antworten (sog. Promoter), abzieht. NPS-Formel: NPS = Promoter minus Detractor Dieser Wert wurde bislang einmal jährlich als repräsentative Online-Befragung durch das unabhängige Marktforschungsinstitut rc-consulting erhoben. Im Zuge der Internationalisierung befindet sich die Studie derzeit in Umstellung. Ab dem Touristikjahr 2015/16 werden die Daten für alle Quellmärkte einheitlich durch das Marktforschungsinstitut InSites Consulting ermittelt und erstmalig im Herbst 2015 berichtet. Alle drei Monate wird dann neben der Weiterempfehlung auch die Zufriedenheit mit den einzelnen Kundenkontaktpunkten abgefragt. Dadurch kann die neue Studie Hinweise auf Ursachen für Veränderungen des NPS und Ansatzpunkte für Verbesserungen geben. Da Konsumenten bei der Kaufentscheidung vorzugsweise Marken berücksichtigen, die bereits bekannt sind, ist der Aufbau und das Halten einer hohen Markenbekanntheit eine wichtige Voraussetzung für das Erreichen der Unternehmensziele. Dies gilt insbesondere für das geplante Online-Wachstum der TUI Deutschland, denn bekannte Marken werden vom Konsumenten im Suchprozess aktiv angesteuert. Die gestützte Markenbekanntheit bezeichnet dabei den prozentualen Anteil der Personen, die eine bestimmte Marke erkennen, wenn diese erwähnt oder gezeigt wird. Dieser Wert wird bei der TUI Deutschland bis einschließlich Oktober 2014 durch das unabhängige Marktforschungsinstitut TNS Infratest kontinuierlich durch eine repräsentative telefonische Bevölkerungsbefragung anhand folgender Frage ermittelt: "Ich lese Ihnen jetzt die Namen einiger Reiseanbieter vor. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie diesen Reiseanbieter zumindest dem Namen nach kennen oder nicht." Ebenso wie die Messung des NPS wird auch die Messung der Marken- und Werbekennziffern derzeit über alle Quellmärkte hinweg vereinheitlicht und ab dem Touristikjahr 2015/16 durch das Marktforschungsinstitut InSites Consulting erhoben. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde die Weltwirtschaft durch geopolitische und wirtschaftliche Spannungen sowie durch weitreichende Entwicklungen auf den Öl- und Devisenmärkten beeinflusst. Der Internationale Währungsfond prognostiziert für das Jahr 2015 ein Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts von 3,5%. Die Entwicklungen der Wirtschaft fallen für die einzelnen Regionen sehr unterschiedlich aus. Durch den gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Ölpreis wird in den erdölimportierenden Regionen (USA, Euroraum sowie Teile Asiens) Wachstum generiert, da die Produktionskosten der Unternehmen sinken und die Realeinkommen der Konsumenten steigen. Hingegen ist bei den rohstoffexportierenden Schwellenländern eine anhaltende Wachstumsabkühlung zu verzeichnen. Eine Abwertung des Euro und des Yen im Vergleich zum US-Dollar unterstützt die positive wirtschaftliche Entwicklung in den exportorientierten Nationen. Abgeschwächt und teilweise kompensiert wird dieser Effekt durch die Währungsabwertungen gegenüber dem US-Dollar in den importorientierten Ländern. Die globale wirtschaftliche Entwicklung in vielen Industrie- und Schwellenländern wird außerdem durch eine Investitionsschwäche, Stagnation und niedrigere Inflation belastet. 2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Folgenden werden die branchenbezogenen Teilnehmer-Reiseerlöse nach Zielregionen und aufgeteilt nach Winter- und Sommersaison dargestellt (Quelle: GfK Reisebüropanel, Stand September 2015).
*Größtenteils Umsätze, die keinem Land direkt zugeordnet werden können (z.B. Rundreisen); Die Vorjahreswerte wurden seitens GfK angepasst Zur Fernstrecke zählen neben Südostasien auch Australien, Afrika (ohne Nordafrika), die Karibik sowie Nord- und Mittelamerika. Die Kurz- und Mittelstrecke beinhaltet dagegen den Mittelmeerraum einschließlich Nordafrika und die spanischen Inseln. Als dritte Komponente sind die Country - Ziele wie beispielsweise Deutschland, Schweiz, Österreich und die Adria Anrainerstaaten zu nennen. Der deutsche Reisebüromarkt verzeichnet beim gebuchten Umsatz im Touristikjahr 2014/15 ein Wachstum von 3%. Gekennzeichnet ist das Jahr von einer Wintersaison, die leicht unter Vorjahr abschloss (-1% ), da insbesondere der Dezember die Erwartungen nicht erfüllte. Die Sommersaison, die im aktuellen Buchungsstand mit 5% Wachstum der Teilnehmer-Reiseerlöse deutlich über dem Vorjahr liegt, entwickelte sich besonders positiv im Mai und Juli des aktuellen Jahres. Die leicht negative Entwicklung der Wintersaison 2014/15 gegenüber der Vorsaison für den deutschen Reisebüromarkt beruht auf einem starken Rückgang im Bereich Country (-7%) und leichten Rückgängen (-1%) auf der Mittelstrecke, die durch das Wachstum auf der Fernstrecke (+1%) jedoch ausgeglichen wurden. Die rückläufigen Umsätze im Bereich Country resultierten aus Rückgängen in allen wichtigen Destinationen, wie z.B. Deutschland (-7%), Italien (-11%) sowie Österreich mit -4%. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang sind die Osterferien, die in den April fielen und somit nicht mehr schneesicher waren. Im Bereich Sun&Beach der Mittelstrecke entwickelten sich Ägypten (+48%) und Portugal (+10%) am erfolgreichsten. Auf Grund der hohen Wettbewerbsintensität stellten sich die gebuchten Umsätze auf den Kanaren (-7%) und den Balearen (-5%) gegenläufig dar. Zusammen mit geringeren Umsätzen in Tunesien und Marokko ergab sich somit für die Mittelstrecke ein Umsatzrückgang von -1%. Das Wachstum der Fernstrecke resultierte im Wesentlichen aus der guten Entwicklung für die Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.) (+14%) und der Karibik (+11%). Die gebuchten Umsätze der Sommersaison 2015 für den deutschen Reisebüromarkt lagen 5% über dem Sommer des Vorjahres, die Mittel- (+5%) und die Fernstrecke (+7%) sowie der Bereich Country (+3%) entwickelten sich positiv. Auf der Mittelstrecke erzielten Ägypten (+33%), Portugal (+17%), die Balearen (+8%) sowie die Türkei (+5%) die höchsten Wachstumsraten, wohingegen Tunesien auf Grund des Anschlags in Sousse mit -48% den größten Rückgang verzeichnete. Auf der Fernstrecke wurden in den Zielgebieten Mauritius (+28%), Thailand (+22%) und die V.A.E. (+15%) die gebuchten Umsätze deutlich gesteigert. Im Bereich Country konnten insbesondere Kroatien (+17%) sowie Italien (+7%) eine positive Bilanz ziehen, während Deutschland ein Buchungsminus von -4% verzeichnete. 2.3. Allgemeine Geschäftsentwicklung 2.3.1. Absatzbereich Die Reiseerlöse der TUI Deutschland betrugen 3,61 Mrd. EUR und lagen damit etwa 3,6% über dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung entspricht dem Trend der Gesamtbranche. Die Zahl der Reiseteilnehmer, gemessen an der Anzahl der Produktvarianten mit Übernachtung und der Anzahl der Teilnehmer mit Beförderung für den Flugeinzelplatz, lag mit 4.501,6 Tsd. (Vorjahr 4.453,9 Tsd.) um rund 1% über dem entsprechenden Vorjahreswert. Im Vertrieb wurde im touristischen Geschäftsjahr 2014/15 (Veröffentlichung Juni 2014) das erfolgreiche Agentur- Provisionsmodell des Vorjahres mit leichten Modifikationen weiterentwickelt. Dies verschaffte den Vertriebspartnern frühzeitig Sicherheit, da die Grundlogik des Modells in Bezug auf Umsatzgrößenklassen und Bindungsstufen beibehalten wurde. Auch die Bemessung des "TUI Value Anteiles" - des Anteiles der differenzierten TUI Deutschland Produkte wie Konzepthotels der TUI Deutschland und "TUI Reisewelten" am Gesamtumsatz einer Vertriebsagentur - wurde unverändert fortgeführt. Als wesentlicher Baustein zur Absicherung des strategischen Wachstumsziels der TUI Deutschland wurde zusätzlich der sog. "TUI Wachstumsincentive" eingeführt. Dies ermöglicht die Zusatzprovisionen auf den Mehrumsatz der TUI Deutschland im Vergleich zum Vorjahresumsatz zu messen. Das Provisionsmodell bildet somit konsequent die Unternehmensziele im Vertrieb ab: Je mehr Umsatz die Agentur für TUI Deutschland generiert, je stärker sie im Vergleich zum Vorjahr wächst und je besser die Agentur auf die differenzierten Produkte steuert, desto höher ist die zu erreichende TUI Deutschland Agenturprovision. Konsequenterweise wurde das Betreuungskonzept der Agenturen durch die Verkaufsniederlassungen der TUI Deutschland entsprechend fortgeführt. Ein strukturiertes Konzept der Kontaktaufnahme mit den Agenturen mit Fokus auf Zielvereinbarungen in Bezug auf Umsatzentwicklung und Steuerung sowie Abstimmung von entsprechenden Vermarktungsaktionen wurde erfolgreich implementiert und in den operativen Verkaufsrunden im gesamten Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzt. Dabei stehen Vertriebspartner des Eigenvertriebs, der strategischen Partner sowie regionaler Potenzialagenturen im Fokus. Um das dynamische Wachstum im Online-Geschäft für TUI Deutschland zu nutzen, wurde die Zusammenarbeit im OTA (Online Travel Agency)-Geschäft mit langjährigen Partnern wie Holiday Check, Expedia, Comvel zusätzlich durch den Vertragsabschluss mit der UNISTER Holding GmbH, Leipzig, gestärkt. Der Vertrag wurde im November 2014 abgeschlossen und trägt wesentlich zur positiven Umsatzentwicklung bei. Die zielgerichtete Ausschöpfung lokaler Marktpotenziale für die TUI Deutschland stand im Vordergrund der lokalen und regionalen Marktbearbeitung. Ergänzend fand die umfassende Schulung der Expedienten zu den Produkten der TUI Deutschland in Kombination mit Trainings zu relevanten Weiterentwicklungen des Buchungssystems der TUI Deutschland, IRIS.plus inklusive content.plus erfolgreich statt. Sowohl der provisionsrelevante Gesamtumsatz für die TUI Gruppe als auch der Umsatz für TUI Deutschland konnte gesteigert werden.
Der Winter 2014/15 schloss mit einem Umsatzplus von 3% gegenüber der Vorsaison ab. Eine Entwicklung auf dem Niveau der Vorsaison zeigte sich für die Mittelstrecke, während die Fernstrecke bedingt durch eine sehr starke Entwicklung der Dominikanischen Republik über Vorjahr lag. Die Zielgebiete der Eigenanreise wiesen ebenfalls eine Buchungsentwicklung über dem Vorjahresniveau auf. Auf der Mittelstrecke gingen Umsatzverluste mit dem kapazitätsgetriebenen Preiskampf auf den Kanaren sowie mit den Effekten der Syrienkrise in der Türkei einher, während Ägypten deutliche Zuwächse verzeichnete. Aus Markenperspektive lag die Kernmarke "TUI" nur leicht über dem Vorjahresniveau, während die Marke 1-2-Fly ein Buchungsplus von 32% aufwies. Auch airtours konnte an Volumen gewinnen. Die Marke discount travel wurde mit der Wintersaison 2014/15 eingestellt und zeigte einen entsprechenden Rückgang. Bei den Hotelmarken entwickelten sich mit Ausnahme von Grupotel (begründet durch die Saisonlänge Balearen) alle Marken oberhalb des Vorjahresniveaus. Die Flugauslastung schloss auf dem Niveau des Vorwinters ab. Die Sommersaison 2015 wies eine Umsatzentwicklung auf, welche 4% über dem Niveau der Vorsaison lag. Sowohl auf der Mittelstrecke, als auch auf der Fernstrecke waren Zuwächse zu verzeichnen, während das Städtereisengeschäft und das Einzelplatzgeschäft hinter dem Vorjahr zurückblieben. Auf der Mittelstrecke entwickelten sich die Balearen und Portugal ebenso wie Ägypten erfreulich. Griechenland wies eine Umsatzentwicklung im Zielgebietsdurchschnitt auf; nach einem sehr erfreulichen Buchungsstart waren jedoch die Buchungen in den Wochen der Grexit-Diskussionen deutlich zurückgegangen; darüber hinaus litten Einzeldestinationen wie Kos unter den Auswirkungen der Flüchtlingskrise. Die Türkei stagnierte durch die Syrienkrise und die politischen Unruhen auf Vorjahresniveau, während Tunesien in Folge des Anschlags kaum noch Buchungsvolumina aufwies und um 41% im Vorjahresvergleich zurücklag. Aus Markenperspektive lag die Kernmarke "TUI" um 4% über dem Vorjahresniveau, während die Marke 1-2-Fly einen Buchungszuwachs im Umsatz um 22% erzielen konnte. Auch airtours gewann deutlich an Volumen. Bei den Hotelmarken war eine leichtpositive Entwicklung zu verzeichnen. Die Flugauslastung lag auf dem Niveau des Vorsommers. 2.3.2.Beschaffungsbereich Die an verbundene Unternehmen, Beteiligungsunternehmen sowie Dritte geleisteten touristischen Vorauszahlungen betragen zum Stichtag 30.09.2015 einschließlich aktivierter Zinsansprüche insgesamt 68,6 Mio. EUR und sind aufgrund von Vorauszahlungen um 17,4% gestiegen. Die Zunahme resultiert vornehmlich aus Vorauszahlungen auf Garantien und mit einer Laufzeit größer als ein Jahr an Dritte und Beteiligungsunternehmen. Die Zahlungen an Beteiligungsunternehmen haben sich um 0,2 Mio. EUR reduziert. Ursächlich hierfür ist der Verkauf von Anteilen der Grecotel S.A., Rethymnon/Kreta, Griechenland sowie Phaiax AETA, Komeno/Corfu, Greece durch die TUI AG. Neuauszahlungen an Atlantica Hotel Management Ltd., Limasol, Cyprus haben dies weitgehend ausgeglichen. Vorauszahlungen an verbundene Unternehmen, u.a. Magic Hotels S.A., Ariana/Tunis, Tunesien haben sich um 1,4 Mio. EUR erhöht. Grundsätzlich wird der Großteil der im Geschäftsjahr ausgegebenen kurzfristigen Vorauszahlungen weiterhin von den Leistungsträgern im gleichen Geschäftsjahr bereits wieder getilgt. 2.3.3. Wesentliche Geschäftsvorfälle Das Geschäftsjahr 2014/15 war geprägt von Veränderungen innerhalb der Geschäftsführung der TUI Deutschland. Herr Arnd Dunse wurde mit Wirkung zum 01.12.2014 als Chief Financial Officer (CFO) und Herr Peter Schmidt als Arbeitsdirektor bestellt. Herr Christian Clemens ist als Vorsitzender der Geschäftsführung zum 30.06.2015 ausgeschieden, als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung wurde Herr Sebastian Ebel zum 01.07.2015 bestellt. Die TUI Deutschland hat die Markenrechte für die Veranstalter "Terra Reisen" und "Gulet" sowie den Betrieb der Internetplattform "magiclife.com" von der TUI AUSTRIA Holding GmbH, Wien, bzw. von der TUI Österreich GmbH, Wien, übernommen (Projektname "Tandem"). Zusätzlich zu den Markenrechten wurden mittels Kaufvertrag u.a. auch IP-Rechte erworben. Der Kaufpreis betrug insgesamt 11,7 Mio. EUR. Durch die Umstrukturierungen sollen die Veranstaltertätigkeiten der Produkte des österreichischen Marktes mit denen der TUI Deutschland gebündelt werden. Der österreichische Markt soll auch zukünftig von den österreichischen Tochtergesellschaften versorgt werden, jedoch handelt es sich hierbei überwiegend um Vertriebs- und Vermittlungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden dafür entsprechende Dienstleistungsverträge zwischen der TUI Deutschland und der TUI Austria Holding bzw. der TUI Österreich abgeschlossen. Mit gesellschaftsrechtlicher Wirkung zum 26.05.2015 und wirtschaftlicher Rückwirkung zum 01.10.2014 wurde die TUI Leisure airport sales GmbH, Hannover, auf die TUI Deutschland, zur Aufnahme verschmolzen. Darüber hinaus ist das Vermögen der Hapag-Lloyd Reisebüro Lübeck GmbH & Co. KG, Hannover, in Folge des Austritts der Komplementär-GmbH auf die TUI Deutschland zum 01.10.2014 angewachsen. Aufgrund eines terroristischen Anschlags auf ein RIU Hotel in Tunesien im Sommer 2015 wurden den Kunden Umbuchungen in andere Zielgebiete oder höherwertige Hotelkategorien angeboten. Des Weiteren wurde das Reisegeschäft stark durch die drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und die Nähe der Türkei zum Syrienkonflikt beeinflusst. 2.3.4. Personal- und Sozialbericht Wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen / Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sozialpartnern Die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu den Themen Kultur und Mitarbeiterengagement war Schwerpunkt der Personalarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15. Dazu gehörte die schrittweise Angleichung von Arbeitsbedingungen im Vertrieb und im Veranstalterbereich der TUI Deutschland. Das Ziel einer Harmonisierung von Arbeitsbedingungen ergab sich aus der im vorausgegangenen Geschäftsjahr 2013/14 durchgeführten gesellschaftsrechtlichen Zusammenführung der Veranstalterorganisation der TUI Deutschland und der stationären Vertriebsorganisation der TUI Leisure Travel mit ihren über 400 eigenen Reisebüros im Wege einer Verschmelzung. Im Rahmen von in sehr konstruktivem Klima geführten Haustarifvertragsverhandlungen auf Firmenebene ist es der Gesellschaft gelungen, eine gemeinsame Vergütungstabelle für die Mitarbeiter/innen in den Betrieben Veranstalter und Vertrieb mit der zuständigen Gewerkschaft ver.di abzuschließen. Darüber hinaus konnte neben einem Manteltarifvertrag auch ein gesonderter Tarifvertrag für Auszubildende sowie ein Tarifvertrag zur Altersteilzeit für die TUI Deutschland abgeschlossen werden. Über das Geschäftsjahresende hinaus sind bereits weitere Verhandlungen u.a. zum Thema Qualifikation terminiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 in der Verschlankung der Beteiligungsstruktur. Im Wege der Anwachsung sind die Beschäftigten der Tochtergesellschaft Hapag-Lloyd Reisebüro Lübeck GmbH & Co KG, sowie im Wege einer Verschmelzung zur Aufnahme die Beschäftigten der TUI Leisure airport sales in die TUI Deutschland gewechselt und dort in die Regionalleiterstruktur des Vertriebs integriert worden. Dies wirkt sich maßgeblich auf den Personalbestand im Geschäftsjahr 2014/15 aus: Insgesamt sind hierdurch 119 Vollzeitkräfte zur TUI Deutschland gewechselt. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitbestimmungsgremien und Sozialpartnern wurde ebenfalls erfolgreich fortgesetzt. So wurden zahlreiche Betriebsvereinbarungen abgeschlossen, wie beispielsweise zur Pilotierung einer variablen Vergütung im Vertrieb ("Gesamtbetriebsvereinbarung On TOP 100") und gemeinsam kulturprägende Maßnahmen umgesetzt, wie z.B. die Organisation einer vierwöchigen Kinderbetreuung im Unternehmen während des Kita-Streiks. Weiter fand eine Einigung auf die Durchführung einer Gefährdungsanalyse statt, die im März kommenden Jahres umgesetzt wird. Personalbestand Der Personalbestand der Gesellschaft (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) entwickelte sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Der Anstieg um 130 Mitarbeiter (+3,3%) bei der TUI Deutschland erfolgte ausschließlich im Bereich Retail und resultiert im Wesentlichen aus der beschriebenen Anwachsung bzw. Verschmelzung sowie aus Zukäufen von Reisebüros. Demgegenüber stehen weitere umfangreiche Personalabbaumaßnahmen resultierend aus dem Projektbündel "Radical Simplicity", welches als Fortsetzung des Strategieprogramms "GET 2015" weitere Effizienzverbesserungen in den Support- und Produktionsprozessen zum Ziel hat. Die Nachwuchssicherung und -ausbildung wurde auf dem hohen Niveau der Vorjahre fortgeführt. Die Zahl der Auszubildenden zum Bilanzstichtag betrug insgesamt 431 (274 Retail, 146 Tour Operator, 11 in Retail-Beteiligungen; Vorjahr 417). Zum August 2015 wurden insgesamt 158 (Vorjahr 161) neue Auszubildende bei der TUI Deutschland eingestellt (107 Retail, 48 Tour Operator, 3 Retail-Beteiligungen). Ihre Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen haben insgesamt 135 Auszubildende (81 Retail, 50 Tour Operator, 4 in Retail-Beteiligungen; Vorjahr 166). Es wurden wiederum mehrere Leistungsauszeichnungen von den Industrie- und Handelskammern an ehemalige Auszubildende der TUI Deutschland vergeben. Talent Management Ziel der Gesellschaft ist es, mit einem zukunftsorientierten Talent Management den Unternehmenserfolg durch Bereitstellung von qualifiziertem Personal abzusichern. Dazu wird eine Lernkultur entwickelt, die es ermöglicht, hohe Performance zu zeigen, Potentiale zu erkennen bzw. zu fördern und in Verantwortung zu bringen. Auf Grundlage der TUI Kompetenzen identifiziert und fördert die Gesellschaft Talente, die sich eigenverantwortlich für Ihre Entwicklung engagieren und mit ihrer Arbeit zum Gesamterfolg der Gesellschaft beitragen. Ziel ist es, die Fach- und Führungstalente innerhalb der TUI-Gruppe auf die richtigen Funktionen zu platzieren. Eingangsvoraussetzung für alle durch den PPM ("People Performance Management") Prozess des Veranstalterbereichs nominierten Talente für die Talent Pools ist das erfolgreiche Absolvieren eines eintägigen Development Centers. Nachdem im Geschäftsjahr 2014/15 insgesamt 11 Talente neu in die Talent Pools der Gesellschaft aufgenommen wurden, endete offiziell zum Ablauf des Geschäftsjahres für 15 Talente aller Zielgruppen das zweijährige Entwicklungsprogramm. Zudem nahmen Führungskräfte an verschiedenen internationalen Entwicklungsprogrammen der TUI Gruppe teil. Im Sinne von "oneTUI" wird die gesellschaftsübergreifende Gestaltung und Begleitung des lokalen Entwicklungsprogramms "Navigator" für den Talent Pool "People Leader" immer weiter vorangetrieben. Die TUI Business Services, die TUIfly und die TUI Deutschland ermöglichen den Talenten während des zweijährigen Programms somit eine stetige Vernetzung, um voneinander zu lernen und gemeinsam an der persönlichen Weiterentwicklung zu arbeiten. Die Teilnehmer dieses Talent Pools erhalten zudem die Möglichkeit, sich auf die international ausgerichteten Leadership Development Programme der TUI Gruppe zu bewerben und die Lerninhalte miteinander zu verbinden. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde zudem erstmalig die "Talent Convention" durchgeführt - ein neues Format im Programm -, welches den Talenten eine aktive Mitarbeit an unternehmensrelevanten, strategischen Themen ermöglicht, um dadurch die Selbstreflexion und die eigene Weiterentwicklung zu stärken. Zudem bietet das Format die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Führungskräften und Alumni-Talenten zu vernetzen. Insights Discovery Die TUI Deutschland hat das Ziel, einen gesellschaftsübergreifenden Trainerpool zu etablieren. Das Instrument "Insights Discovery" wird innerhalb der Central Region im Sinne der Führungskräfteentwicklung und Teamentwicklung genutzt. Um den Bedürfnissen unserer Kunden bestmöglich nachzukommen, wurde im Geschäftsjahr 2014/15 ein gesellschaftsübergreifender Trainerpool etabliert mit akkreditierten Kolleginnen & Kollegen der TUIfly, TUI Business Services, TUI InfoTec, Hannover, und TUI Deutschland. Diagnostik Im Rahmen der Neugestaltung und Anpassung der Personalauswahl und Personalentwicklungsverfahren in der TUI Deutschland wurden im Geschäftsjahr 2014/15 die Assessment Center für Führungskräfte neu konzipiert. Die Ausrichtung erfolgt auf Grundlage des sich verändernden touristischen Kontexts und der strategischen Anforderungen in der "TUI" und erlaubt zukünftig einen flexiblen Einsatz unter Berücksichtigung der Aufgaben und Stellenprofile der Bewerber. Digital Journey - Qualifizierungsmaßnahmen Digitale Arbeitsweisen gewinnen in der "TUI" zunehmend an Bedeutung. Um die Mitarbeiter frühzeitig mit neuen Tools, Arbeitsweisen und Arbeitsumfeldern vertraut zu machen, ist es wichtig, entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen bedarfsorientiert anzubieten. In einem Pilotprojekt in der Gesellschaft wurden für Mitarbeiter erste Aktivitäten, wie zum Beispiel Hospitationen oder digitale Bootcamps, angeboten. Es werden sukzessiv weitere Qualifizierungsmaßnahmen zum Erwerb von digitalem Know-how konzipiert und umgesetzt. 360° Feedback In diesem Geschäftsjahr wurde erneut das alle zwei Jahre stattfindende 360° Feedback für die Führungskräfte der Gesellschaft im Bereich Tour Operator durchgeführt. Die TUI Deutschland nutzt das 360° Feedback als ein wichtiges Instrument, um die touristischen Kompetenzen von Führungskräften aus unterschiedlichen Perspektiven zu reflektieren: aus Sicht der Mitarbeiter, der Vorgesetzten sowie der Kollegen. Dadurch soll die Feedbackkultur weiter gefördert werden, um jeder Führungskraft die Möglichkeit zu geben, sich ihrer Stärken bewusst zu werden, aber auch Entwicklungsfelder zu identifizieren. Für alle Führungskräfte mit Entwicklungsbedarf sind Teamworkshops sowie Entwicklungspläne obligatorisch. TUIgether - die Mitarbeiterbefragung der TUI Die konzernweite Mitarbeiterbefragung, an der sich auch die Gesellschaft beteiligt, schafft die Basis für eine gemeinsame Unternehmenskultur. Ab dem Geschäftsjahr 2014/15 wird die erste konzernweite TUI Gruppe Mitarbeiterbefragung "TUIgether" implementiert, die zukünftig jährlich durchgeführt wird, um regelmäßig den Fortschritt des Konzerns überprüfen zu können. Ein Arbeitsumfeld, das unseren Mitarbeitern erlaubt, in den offenen Dialog zu treten, positive Veränderungen zu bewirken und dadurch motiviert und engagiert die zukünftige Entwicklung des Konzerns mitzugestalten. Unternehmenskultur ist daher keine Frage des "Ob" sondern des "Wie". Alle Kolleginnen und Kollegen waren bis zum 04. Oktober 2015 aufgerufen, Feedback zu 34 Fragen zu geben, die auf die Themen Engagement, Kundenorientierung, Führungskultur, Strategie & Ziele, Effizienz, Zusammenarbeit und persönliche Weiterentwicklung abzielen. Um die Anonymität, den Datenschutz, eine professionelle Ausführung & Auswertung der Befragung zu gewährleisten, wurde TNS, als unabhängiges, auf Marktforschung und Mitarbeiterbefragungen spezialisiertes Beratungsinstitut, von Arbeitgeber- & Arbeitnehmerseite mit der Durchführung beauftragt. Wesentlich für die Zielerreichung ist der darauf aufbauende Nachfolgeprozess. Daher werden die Führungskräfte der TUI Gruppe im richtigen Umgang mit den Ergebnisberichten geschult, um im Anschluss daran Teamworkshops zu halten, in denen Maßnahmen vereinbart werden. Zudem kann in den Workshops Feedback an die lokale Geschäftsführung und/oder den Vorstand gerichtet werden, welches an entsprechende Zielgruppen weitergeleitet und die Antwort an die Teams zurückgespielt wird. Hiermit soll verlorenes Vertrauen in die Wertschätzung der Mitarbeitermeinung wieder hergestellt werden. Führungsverständnis Die Geschäftsführung sieht die Notwendigkeit, über ein einheitliches Führungsverständnis mit Schwerpunkt auf die Werte "Ergebnis- und Umsetzungsorientierung, Performance fordern und fördern, Talente identifizieren und entwickeln sowie Leadership vorleben", sowohl das Engagement der Mitarbeiter zu steigern als auch die Erreichung der Ziele des "XQ 200 - 50 - 25" Programms zu ermöglichen. Im gemeinsamen Wirken mit allen Führungskräften soll nicht nur ein Bewußtsein für diese Werte geschaffen, sondern dieses Bewusstsein auch in positive Verhaltensänderungen überführt werden. Beispielhaft hierfür seien genannt die schnelle, strukturierte und effiziente Erarbeitung und Implementierung von Ergebnistypen/Ergebnissen, regelmäßige Teammeetings mit konstruktiv-kritischem Ergebnisreview und Leistungsfeedback, mehr Zeit der Führungskräfte für Austausch mit Mitarbeitern u.a. hinsichtlich der Identifikation von Talent sowie stärkengerechtem Mitarbeitereinsatz. Darüber hinaus sind alle Mitarbeiter, Führungskräfte und die Geschäftsführung ständig aufgefordert, sich an Zielen und ihrer Performance zu messen und messen zu lassen. Umsetzungsmaßnahmen sind definiert worden. Gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen Als internationales Unternehmen strebt die TUI Deutschland eine heterogene zusammengesetzte Belegschaft an. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten zielt darauf ab, den Anteil an weiblichen Führungskräften langfristig zu erhöhen. Begleitende Maßnahmen wie maßgeschneiderte Mentorenprogramme sollen nachhaltig die Mitarbeiterinnen auf ihrem beruflichen Weg unterstützen und begleiten.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat s gremium der TUI Deutschland beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 31,3%. Im Beschluss des Aufsichtsrates wurde die Zielgröße (Plan) von 30% zum Ablauf des 31. Dezember 2016 festgelegt. Es wurde ausdrücklich hervorgehoben, dass in Zukunft auch ein höherer Frauenanteil im Aufsichtsrat angestrebt bzw. erreicht werden soll. Die Wahl soll dabei künftig aber ebenso wie in der Vergangenheit in erster Linie von den Kenntnissen, Fähigkeiten und durch bereits beruflich gesammelte Erfahrungen der in Betracht kommenden Kandidatinnen und Kandidaten bestimmt sein. Außerdem wurde vom Aufsichtsrat die Frauenzielquote zum 30. Juni 2017 in Höhe von 20% für die Geschäftsführung der TUI Deutschland festgelegt. Sowohl beim Aufsichtsrat als auch bei der Geschäftsführung sowie der ersten und zweiten Führungsebene wird eine höhere Frauenquote nicht ausgeschlossen. Das Auswahlkriterium für die richtige Kandidatin oder den richtigen Kandidaten soll auf allen Ebenen von der Befähigung bestimmt sein. Per Geschäftsführungs-Beschluss wurde die Höhe des Frauenanteils für die erste und zweite Ebene unter der Geschäftsführung bestimmt. Diese sollen in Zukunft 30 bzw. 40% betragen. Die geplanten Frauenquoten wurden auf der ersten und zweiten Ebene bereits erreicht. 2.4. Lage 2.4.1. Ertragslage
*Aufgrund einer leicht geänderten Definition ist ein Vorjahresvergleich nur bedingt möglich. Die Ist-Werte für das Geschäftsjahr 2014/15 lagen für die finanziellen Leistungsindikatoren deutlich unter den Erwartungen (Prognose- / Plan-Wert). Eine abschließende wirtschaftliche Beurteilung kann nur im Zusammenhang mit dem Sektor Germany erfolgen (insbesondere "underlying EBITA"). Allerdings liegt der Ist-Wert auch auf Sektor-Ebene deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die " Teilnehmer-Reiseerlöse" nach HGB (3,61 Mrd. EUR; Vorjahr 3,49 Mrd. EUR) entwickelten sich zur Vorperiode um +3,6% positiv. Nach IFRS stiegen die Reiseerlöse um +3,8% gegenüber dem Vorjahr lagen aber 6,0% unter den Erwartungen. Diese Entwicklung ist auf einen sehr intensiven Wettbewerb in fast allen Flugdestinationen der Mittelstrecke zurückzuführen. Der intensive Preiswettbewerb getrieben durch Überkapazitäten am deutschen Flugmarkt, konnte nicht durch nachverhandelte Kostensenkungen auf der Einkaufsseite kompensiert werden, so dass die Margen deutlich unterhalb des Budgets blieben. Darüber hinaus wirkten sich die Schuldenkrise in Griechenland sowie die Flüchtlingskrise auf Kos, die politische Situation in Syrien mit Auswirkungen auf die Türkei und der Anschlag in Tunesien negativ auf die Mengen- und Ergebnisentwicklung aus. Um Risiken zu minimieren und Marktanteile zu halten, waren deutliche Preisnachlässe nötig, die zu der Verschlechterung der Ergebnislage der TUI Deutschland führten. Der Anstieg der externen Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf die bereits erwähnten "Teilnehmer-Reiseerlöse" zurückzuführen. Gegenläufig entwickeln sich die erhaltenen, externen Provisionserlöse (51,8 Mio. EUR; Vorjahr 54,6 Mio. EUR). Der Rückgang der Provisionserlöse ist vor allem durch die Erhöhung der "TUI-Sortimentsanteile" in den eigenen Reisebüros sowie einen gestiegenen Online-Anteil begründet. Die Gesamtanzahl der Reiseteilnehmer im Geschäftsjahr 2014/15 betrug 4.501.512 (Vorjahr 4.453.946). Der Anteil der Reiseteilnehmer in differenzierten Hotelobjekten (" Diff-Share") konnte von 65,0% auf 72,2% gesteigert werden. Ursächlich für den Anstieg ist sowohl eine deutliche Angebotsausweitung von differenzierten Hotelprodukten als auch eine erhöhte Bekanntheit der einzelnen Konzepte sowie deren konsequente Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen. Deutlich steigern konnte die TUI Deutschland Buchungen, die über eigene Online-Kanäle generiert wurden, was zu einem höheren Online-Share von 9% (Vorjahr 6%) führte. Da die TUI Deutschland ein hohes Volumen an Fluggarantien eingeht, ist die Flugauslastung eine entscheidende Steuerungsgröße. Diese Garantieauslastung lag im Geschäftsjahr 2014/15 auf dem Vorjahresniveau von 93%. Der Plan-Wert der Wiederholerquote des Geschäftsjahres 2014/15 betrug 35,1% und konnte nahezu erreicht werden. Um die Aussagekraft der "Retention Rate" zu steigern wurde im Geschäftsjahr 2014/15 die Messmethodik verfeinert. Sie bildet nun vielmehr eine zukunftsgerichtete Perspektive ab, die es ermöglicht, die Treiber der Wiederbuchung besser zu analysieren. Durch den methodischen Wechsel sind Vorjahreswert und Wert des aktuellen Geschäftsjahres nur bedingt vergleichbar. Des Weiteren werden die Umsatzerlöse durch den NPS beeinflusst, der nach einem starken Anstieg von 39 auf 47 im Vorjahr, mit 45 im Geschäftsjahr 2014/15, sein hohes Niveau mit geringen Schwankungen nahezu behielt. In der im Vergleich zu anderen Branchen schon NPS-starken Touristik steht TUI Deutschland damit an der Spitze der klassischen Veranstaltermarken. Nur Nischenanbieter erreichen noch höhere NPS-Werte. Die ersten Werte für die umgestellte Befragung des NPS werden für den Herbst 2015 erwartet. Bei der Markenbekanntheit erreicht die "TUI" als Traditionsmarke nun schon seit sehr vielen Jahren Spitzenwerte. So lag der Wert zum letzten Messzeitpunkt (touristisches Jahr: November 2013 bis Oktober 2014) durch das Marktforschungsinstitut TNS Infratest bei 98%. Die ersten Werte der umgestellten Befragung erwarten wir für die Markenbekanntheit im Herbst 2015. Die Messung der Markenbekanntheit wird derzeit über alle Quellmärkte hinweg vereinheitlicht und ab dem Touristikjahr 2015/16 durch das Marktforschungsinstitut InSites Consulting erhoben und erstmalig im Herbst 2015 berichtet. Um die Kennzahl Markenbekanntheit auch in der Umstellungsphase zur Steuerung nutzen zu können, führte TNS Infratest von November 2014 bis zur Umstellung auf die internationale Befragung im Herbst 2015 eine Online-Befragung durch. Der Wert der Markenbekanntheit lag in dieser Online-Befragung für das erste touristische Halbjahr (November 2014 bis 2015) bei 95%. Die Abweichung zur telefonischen Befragung stellt keine Verschlechterung dar, sondern beruht auf der leicht unterschiedlichen Zielgruppe, die mit der Online-Befragung erreicht wird. Auch in dieser Umfrage ist "TUI" mit einem Abstand von 3%-Punkten zum nächsten Wettbewerber der bekannteste Veranstalter im deutschen Veranstaltermarkt. Die Ergebnisse sind daher mit den gewohnten Spitzenwerten vergleichbar. Die Bestandsveränderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. EUR verändert. Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus dem Anstieg für Leistungen für nicht beendete Reisen (54,1 Mio. EUR; Vorjahr 52,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken (91,91 Mio. EUR; Vorjahr 127,5 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist der Rückgang auf geringere Auflösungen von Rückstellungen (13,0 Mio. EUR; Vorjahr 55,1 Mio. EUR) für drohende Verluste (1,6 Mio. EUR; Vorjahr 28,0 Mio. EUR) u.a. für Währungsrisiken aus Devisentermingeschäften von Unterkunftsleistungen (0 Mio. EUR; Vorjahr 18,9 Mio. EUR) zurückzuführen. Diesen geringeren Rückstellungsauflösungen stehen höhere Auflösungen aus Pensionen (1,1 Mio. EUR; 0,2 Mio. EUR) gegenüber. Die Aufwendungen für touristische Fremdleistungen sind zum Vorjahr um 3% (3.497,7 Mio. EUR; Vorjahr 3.392,8 Mio. EUR) gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Aufwendungen für Unterkünfte (2.021,7; Vorjahr 1.876,8 Mio. EUR) zurückzuführen. Des Weiteren ist die Veränderung durch höhere Transfer- (46,0 Mio. EUR; Vorjahr 43,1 Mio. EUR) und Betreuungsaufwendungen (36,7 Mio. EUR; Vorjahr 34,2 Mio. EUR) begründet. Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie für soziale Abgaben und Altersversorgung sind im Vergleich zum Vorjahr um 2% angestiegen. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl insbesondere im Retail-Bereich von 3.934 auf 4.049 Mitarbeiter. Darüber hinaus gab es im Kalenderjahr 2015 eine Entgelterhöhung in Höhe von 1,0% für die Tarifangestellten ab dem 01. Juli 2015. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 617,5 Mio. EUR auf 678,9 Mio. EUR gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf eine Erhöhung der Provisionsaufwendungen und die Erhöhung der Fremdarbeiten durch die deutlich gestiegenen "Management Fee" der TUI AG zurückzuführen. In Folge dieser deutlichen Mehraufwendungen hat sich das underlying EBITA nach IFRS um -55,9 Mio. EUR auf 11,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (67,7 Mio. EUR) reduziert. Das Zinsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 17,4 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang resultiert zu einem großen Teil aus dem höheren Zinsaufwand aus Pensionen sowie infolge des weiterhin gesunkenen Anlagezinsniveaus. Aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen erzielte die TUI Deutschland ein Ergebnis in Höhe von 38,0 Mio. EUR gegenüber 29,2 Mio. EUR im Vorjahr. Wesentliche Ergebnisbeiträge wurden hierzu von der TUI 4U, der TUIfly Vermarktung sowie Berge und Meer Touristik geleistet. Das außerordentliche Ergebnis im Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von -4,4 Mio. EUR (Vorjahr -7,9 Mio. EUR) resultiert wie im Vorjahr aus den Restrukturierungsaufwendungen des Projekts "Radical Simplicity". Die außerordentlichen Aufwendungen umfassen überwiegend Personalaufwendungen aus freiwilligen Aufhebungsvereinbarungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich in der Berichtsperiode vor Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses auf 11,5 Mio. EUR (Vorjahr 116,4 Mio. EUR). An die Leibniz-Service GmbH wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags der Gewinn nach Steuern in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr 90,0 Mio. EUR) vertragsgemäß abgeführt. 2.4.2. Finanzlage 2.4.2.1. Kapitalstruktur
Bei dem auf Vorjahresniveau liegenden langfristigen Kapital wurden im Wesentlichen die gestiegen Rückstellungen für Pensionen unter anderem durch sinkende Drohverlustrückstellungen für touristische Leistungen kompensiert. Bezogen auf die Bilanzsumme ist das langfristige Kapital nur leicht gesunken. Die Eigenkapitalquote ist in Bezug auf das Vorjahr aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme entsprechend angestiegen. Das Eigenkapital ist mit 66 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die hohe Fremdkapitalquote in Höhe von 94,8% (Vorjahr 95,2%) ist den branchenspezifischen Besonderheiten geschuldet. In den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind erhaltene Anzahlungen auf touristischen Leistungen in Höhe von 418 Mio. EUR (Vorjahr 410 Mio. EUR) enthalten. 2.4.2.2. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Buchwerte des Anlagevermögens zum 30.09.2015 (140,5 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr (131,2 Mio. EUR) nur leicht erhöht (+7,1%). Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände standen Zugängen in Höhe von 15,4 Mio. EUR Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 6,6 Mio. EUR gegenüber, so dass per Saldo ein Anstieg der Buchwerte um 7,1 Mio. EUR zu verzeichnen war. Bei den Zugängen handelte es sich überwiegend um Zugänge aus dem Projekt "Tandem", welches im Bereich der wesentlichen Geschäftsvorfälle dargestellt wurde. Die Buchwerte der "Betriebs- und Geschäftsausstattung" sind von 12,6 Mio. EUR im Vorjahr um 1,4 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR gestiegen. Zugängen in Höhe von 4,7 Mio. EUR standen Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 3,0 Mio. EUR gegenüber. Bei den Zugängen handelt es sich im Wesentlichen um Mietereinbauten sowie um Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Finanzanlagen sind im Geschäftsjahr um +0,7 Mio. EUR von 98,8 Mio. EUR auf 99,5 Mio. EUR leicht angestiegen. Ursächlich sind hierfür insbesondere die langfristigen Darlehen an Hoteliers, welche in der Position "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" enthalten sind. 2.4.2.3. Liquidität
Ausgehend von einem Jahresüberschuss von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr 90,0 Mio. EUR) und Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 10,9 Mio. EUR (Vorjahr 10,4 Mio. EUR) war der Mittelabfluss der laufenden Geschäftstätigkeit von der Veränderung des Working Capitals in Höhe von -91,9 Mio. EUR (Vorjahr 27,7 Mio. EUR) geprägt. Das Working Capital wurde im Wesentlichen durch die Abnahme der Forderungen (-17,1 Mio. EUR), der Einzelwertberichtigung auf touristische Vorauszahlungen (-4,0 Mio. EUR) sowie der Erhöhung der Veränderung der passivischen Rückreiseabgrenzung (10,5 Mio. EUR) positiv beeinflusst. Gegenläufig entwickelte sich hierzu die Abnahme der Verbindlichkeiten (-22,6 Mio. EUR) sowie der Rückstellungen (-5,2 Mio. EUR). Insgesamt ergaben sich somit Veränderungen des Working Capitals inklusive zahlungswirksamer Erträge/Aufwendungen (-38,0 Mio. EUR; Vorjahr -27,2 Mio. EUR) in Höhe von -91,9 Mio. EUR (Vorjahr 27,7 Mio. EUR). Neben den Auswirkungen aus dem gegenüber dem Vorjahr schwächeren operativen Geschäft, wirkten sich Dispositionsmaßnahmen im Working Capital des Vorjahres belastend auf den Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Jahres aus. Dies führte per Saldo zu einem negativem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von -74,1 Mio. EUR (Vorjahr 128,1 Mio. EUR), was einer Abweichung von -202,2 Mio. EUR entspricht. Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit war im Wesentlichen auf höhere erhaltene Dividendenzahlungen (38,0 Mio. EUR) der Tochtergesellschaften, erhaltene Zinszahlungen (2,5 Mio. EUR) sowie Abgänge von Vermögensgegenständen in Höhe von 12,2 Mio. EUR zurückzuführen. Diesem Mittelzufluss stand ein Mittelabfluss aus Zugängen der Betriebs- und Geschäftsausstattung (4,7 Mio. EUR) sowie aus touristischen Vorauszahlungen (5,4 Mio. EUR) und immateriellen Vermögensgegenständen (3,7 Mio. EUR) gegenüber. Insgesamt ergab sich ein Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 31,4 Mio. EUR (Vorjahr 28,3 Mio. EUR). Die Differenz zum Vorjahr betrug 3,1 Mio. EUR und war im Wesentlichen auf höhere Auszahlungen für Investitionen zurückzuführen. Insbesondere aufgrund der Auszahlung des Vorjahresergebnisses an die Leibniz-Service GmbH betrug der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2014/15 -92,0 Mio. EUR (Vorjahr -48,1 Mio. EUR). Dieses spiegelte sich auch im saldierten Vorjahresvergleich in Höhe von -43,9 Mio. EUR wider. Durch den Gesamtbetrag von -132,6 Mio. EUR an zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestands ergab sich ein Finanzmittelbestand am Ende der Periode von 795,3 Mio. EUR (Vorjahr 927,9 Mio. EUR). Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode setzte sich aus 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR) flüssige Mittel und 792,5 Mio. EUR (Vorjahr 924,9 Mio. EUR) aus der Cash-Poolanlage bei der Leibniz-Service GmbH zusammen. 2.4.3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme war gegenüber dem Vorjahr um -94 Mio. EUR auf 1.278 Mio. EUR gesunken. Wesentlich war dies auf der Aktivseite durch den Rückgang des Umlaufvermögens verursacht (-106 Mio. EUR). Hier spiegelte sich insbesondere der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash-Pooling (792 Mio. EUR; Vorjahr 925 Mio. EUR) durch eine geringere Liquiditätsanlage aus dem operativen Cashflow bei der Leibniz-Service GmbH auf Grund des unter den Erwartungen liegenden Geschäftsverlaufs wider. Auf der Passivseite waren im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-49 Mio. EUR) aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages (7 Mio. EUR; Vorjahr 90 Mio. EUR) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gesunken (-46 Mio. EUR). Dem Rückgang dieser Verbindlichkeiten standen höhere erhaltene Anzahlungen auf touristische Leistungen in Höhe von 8 Mio. EUR gegenüber. Das Anlagevermögen entwickelte sich mit 140 Mio. EUR leicht über auf Vorjahresniveau. Abschreibungen und Abgänge von Vermögensgegenständen wurden durch Reinvestitionen nahezu vollständig kompensiert. Mit 87,2% bildete das Umlaufvermögen den größten Anteil an der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen wurde auf der Passivseite nahezu vollständig durch kurzfristiges Fremdkapital, das 86,5% der Bilanzsumme ausmachte, finanziert. Das Anlagevermögen wurde vollständig durch Eigenkapital sowie langfristiges Fremdkapital gedeckt, so dass innerhalb der Bilanz vollständige Fristenkongruenz gegeben war. Das Geschäftsjahr 2014/15 war insbesondere durch einen sehr intensiven Preiswettbewerb in unseren wesentlichen Flugdestinationen geprägt, welcher als Folge der bestehenden Überkapazitäten im deutschen Flugmarkt nicht durch Nachverhandlungen auf der Einkaufsseite kompensiert werden konnte. Zudem haben exogene Ereignisse wie die Schuldenkrise in Griechenland und politische Instabilitäten in wichtigen Zieldestinationen wie der Türkei die Margenqualität weiter belastet. Daher wurden die für das abgelaufene Geschäftsjahr gesteckten wirtschaftlichen und finanziellen Zielsetzungen deutlich verfehlt. Insgesamt entspricht der Geschäftsverlauf 2014/15 nicht den gesetzten Erwartungen. 3. NachtragsberichtEs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten. 4. PrognoseberichtGemäß Einschätzung des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) im Finanzbericht 2016 hat die Konjunktur an Dynamik gewonnen und konnte von den Inlandskonsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates profitieren. Gegenüber dem Schlussquartal 2014 konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) (preis-, kalender- und saisonbereinigt) im 1. Quartal 2015 um +0,3% gesteigert werden. Gemäß Einschätzung BMF wird auch in 2016 ein Zuwachs der privaten Konsumausgaben (+1,8%) erwartet. Dies ist vor allem auf den privaten Konsum zurückzuführen, der sich aufgrund höherer verfügbarer Einkommen der privaten Haushalte, niedriger Ölpreise sowie der moderaten Preisniveauentwicklung ausweiten dürfte. Das Geschäftsjahr 2014/15 war insbesondere durch einen sehr intensiven Preiswettbewerb in unseren wesentlichen Flugdestinationen geprägt, welcher als Folge der bestehenden Überkapazitäten im deutschen Flugmarkt nicht durch Nachverhandlungen auf der Einkaufsseite kompensiert werden konnte. Zudem haben exogene Ereignisse wie die Schuldenkrise in Griechenland, und politische Instabilitäten in wichtigen Zieldestinationen, wie der Türkei, die Margenqualität weiter belastet. Daher wurden die für das abgelaufene Geschäftsjahr gesteckten finanziellen Prognosen wie Umsatz und underlying EBITA deutlich verfehlt. Die TUI Deutschland erwartet weiterhin einen sehr intensiven Wettbewerb in den Zielgebieten der Mittelstrecke. Diesem Wettbewerb stellt sich die "TUI" mit dem klaren Ziel, die Anzahl der Kunden und den Marktanteil zu steigern. Das Portfolio der eigenen Hotelmarken, wie z.B. Sensimar wird auch im kommenden Geschäftsjahr deutlich ausgeweitet. Die Gästezahl in differenzierten Hotelkonzepten soll um ca. 100.000 Kunden gesteigert werden. Basis hierfür ist eine direkte Kundenansprache sowohl in den eigenen Reisebüros als auch online. Insbesondere wird für das Onlinegeschäft ein überproportionales Wachstum prognostiziert, so dass der Online-Anteil der gebuchten Gäste von 9% auf 16% inklusive des österreichischen Quellenmarktes steigen soll. Durch verbesserte Verkaufspreisstellungen und parallelem Ausbau des nicht-differenzierten Hotelportfolios soll das Gästevolumen überproportional wachsen und somit die Garantieauslastung der Flüge auf das Niveau von 94% angehoben werden. Durch die Erweiterung des Produktportfolios wird der Anteil der bei "TUI" exklusiv buchbarer Produkte gegenüber der Gesamtzahl abnehmen. Es wird deswegen ein Rückgang des " Diff-Share" um 0,6%-Pkt auf 71,6% erwartet. Für das nächste Jahr werden auf 4,14 Mrd. EUR steigende Teilnehmer-Reiseerlöse einhergehend mit einem underlying EBITA-Anstieg auf 72 Mio. EUR erwartet. Erreicht wird dieses Wachstum durch den Ausbau der eigenen Hotelkonzepte, eine konsequente Wachstumsstrategie im Non-Diff-Bereich sowie eine optimierte Pricing-Strategie. Darüber hinaus wird der eigene Vertrieb durch den Ausbau des Online-Kanals und moderne Shops für den Kunden attraktiver. Zielsetzung ist es, ebenfalls den Kunden mit geeigneten Maßnahmen vor, während und nach der Reise optimal zu betreuen, was zukünftig zu einer Steigerung der Wiederholerquote auf 37,4% führen soll. In der Wintersaison 2015/16 liegt der Umsatz derzeit 4% über dem Niveau der Vergleichsperiode. Nach einem schwachen Buchungsstart entwickelt sich der Umsatz seit Ende der Sommerferien auf Grund der Preismaßnahmen über Vorjahr. Dabei liegen die Mittelstreckenziele leicht hinter dem Vergleichszeitraum zurück, während die Fernstreckendestinationen Zuwächse zu verzeichnen haben. Das Städte- und Eigenanreisegeschäft und der Flugeinzelplatz liegen unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2013/14. Auf der Mittelstrecke liegen die Kanaren als volumenstärkstes Zielgebiet im Winter auf dem Niveau des Vorjahres. Ägypten weist deutliche Buchungszuwächse auf und liegt 14% über dem Niveau der Vergleichsperiode. Auf Grund der politischen Lage liegen die Türkei und Tunesien hinter der Entwicklung der letzten Saison zurück. Auf der Fernstrecke entwickeln sich insbesondere Thailand, Kuba, Mauritius und VAE positiv. Bei der Betrachtung im Durchschnitt liegen die Marken "TUI" und 1-2-Fly bei jeweils 4% Umsatzplus. Die Marke airtours zeigt mit 9% eine überdurchschnittliche Entwicklung. Die Flugauslastung liegt derzeit über dem Niveau des Vorwinters. Um die positive Entwicklung nachhaltig zu gestalten, wird das Marketing der TUI Deutschland im Geschäftsjahr 2015/16 das CRM (Customer Relationship Management) weiter ausbauen. Kunden sollen hierdurch zeitnah und schneller mit individuell passenden Angeboten und Services entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette versorgt werden. Ziel ist es im Geschäftsjahr 2015/16 die Wiederholerrate auf 37,4% zu steigern. Aufbauend auf einem bereits heute sehr guten NPS erwartet die TUI Deutschland innerhalb von 5 Jahren einen NPS von 50 (2014/15: 45). Dieser Wert soll durch die folgenden Maßnahmen erreicht werden:
Aufgrund der geänderten Erhebung der Kennzahl NPS durch das Marktforschungsinstitut InSites Consulting ab dem Touristikjahr 2015 wurde der NPS-Zielwert von 50 noch nicht auf die einzelnen Jahre heruntergebrochen. Bedingt durch den hohen Bekanntheitsgrad der Traditionsmarke "TUI" und höheren geplanten Marketingausgaben im nächsten Jahr wird in der Zielgruppe der Online-Befragung weiterhin ein Wert von 95% erwartet. 4.1. Investitionsplanung Die Investitionsplanung für das kommende Geschäftsjahr umfasst insbesondere Investitionen für Software sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung und in den neuen Marktauftritt der "TUI Reisebüros". Bei den Investitionen in neue Projekte ist zwischen Gruppenprojekten, die mit anderen Gesellschaften der "World of TUI" zusammen durchgeführt werden und Projekten, welche die TUI Deutschland allein verantwortet, zu unterscheiden. TUI Deutschland wird zu Beginn des kommenden Geschäftsjahres eine Kommunikationsplattform für Hoteliers einführen, die von der TUI InfoTec, Hannover, im Rahmen eines Lizenzvertrages zur Verfügung gestellt wird("Destimo III"). Hierbei soll die Kommunikation der Buchungsdaten zwischen Hoteliers und Vertrieb bis hin zum Kunden verbessert werden. Darüber hinaus soll durch den Ausbau des Verkaufs von Zusatzleistungen ("Ancillaries") das Angebot von zubuchbaren Leistungen, wie bspw. Tagesausflüge im Zielgebiet, erhöht werden. Hoteliers können Verträge somit eigenständig erfassen bzw. verlängern. Zusätzlich hat der Hotelier die Möglichkeit, ermäßigte Angebote über die TUI Deutschland direkt an unsere Kunden zu vermarkten. Parallel findet die Anbindung von TUI UK statt, in 2016 auch TUI Nordic - somit erhält der Hotelier sämtliche Buchungsdaten der drei Märkte über diesen Kanal. Weitere Funktionen werden im kommenden Geschäftsjahr 2015/16 in UK/Nordic ausgerollt. 4.2. Personalplanung In der Planung für das kommende Geschäftsjahr finden sich die angestrebten weiteren Produktivitätsfortschritte aus dem Projekt "Radical Simplicity" wieder. Durch kontinuierliche Prozessoptimierungen rechnet die Gesellschaft im neuen Geschäftsjahr mit einem weiter reduzierten Personalbedarf im Veranstalterbereich und optimierten Personaleinsatz. 5. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement Die Gesellschaft ist in das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem der TUI AG eingebunden. Das Risikofrüherkennungssystem ist als separates Berichts- und Überwachungssystem mit eigener Aufbau- und Ablauforganisation Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements. Dessen Aufgabe ist es, durch regelmäßige und fallweise Berichterstattung Risikopotentiale zu erkennen, einheitlich zu bewerten und in einer Gesamtbetrachtung zusammenzufassen. Besondere, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind im Rahmen dieser Berichte weder während noch zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 bekannt geworden. Die Methoden und Systeme, die im Rahmen des Risikomanagements eingesetzt werden und die zeitliche Intensität der Kontrollen sind auf Art und Umfang der Risiken zugeschnitten. Sie unterliegen einer ständigen Überprüfung und werden auf der Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse weiterentwickelt und den sich wandelnden geschäftlichen Umfeldern angepasst. Methodisch wird jedem Risiko anhand einer Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen des Risikoeintritts ein bestimmter Wert zugewiesen. Risikoauswirkungen können entweder finanzieller Art sein, zur Rufschädigung der Gesellschaft führen oder die Sicherheit und Gesundheit von Kunden oder Mitarbeitern berücksichtigen. Auf dieser Basis sind die wesentlichen Risiken:
Die Verfahren zur Früherkennung von Existenz gefährdenden Risiken (Enterprise Risk Management - ERM) sind Bestandteil des Prüfungsfelds von Group Audit Services. Abhängig von Risikoeinschätzungen können Prüfungen auf Group-Ebene, in einzelnen Gesellschaften und auch spezifisch bzgl. einzelner Risiken durchgeführt werden. Identifizierte Verbesserungspotentiale werden im Rahmen der regelmäßigen Entwicklungen und Anpassungen der Verfahren berücksichtigt und überwacht. Eine Prüfung des ERM bei der TUI Deutschland erfolgte durch Group Audit Services im Geschäftsjahr 2013/14. Das Ergebnis zeigte, dass adäquate Kontrollen vorliegen. Beschreibung der Chancen und Risiken In den folgenden Abschnitten werden die wesentlichen Risiken für die TUI Deutschland beschrieben. Dabei werden jeweils der mögliche Eintritt und die Wirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eingeschätzt; dies erfolgt aus Unternehmenssicht ab dem Bilanzstichtag für das nachfolgende Geschäftsjahr. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien:
Liegt die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50% ist grundsätzlich eine Rückstellung i.S.d. § 253 HGB zu bilden. Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt anhand der quantitativ bestimmten Ausprägungsmerkmale:
grundsätzlich unter Beachtung des aktuellen TUI Deutschland "underlying EBITAs". Die Bandbreiten der Wirkung sind in der folgenden Tabelle "Chancen- und Risikoeinstufungen nach potenzieller finanzieller Auswirkung" dargestellt: Chancen- und Risikoeinstufungen nach potenzieller finanzieller Auswirkung
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den Annahmen der Gesellschaftsplanung kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung der Einschätzungen durch die Geschäftsführung führen, die dann eine Plananpassung zur Folge hätten. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Gesamtrisikosituation der TUI Deutschland zum Berichtszeitpunkt. Chancen- und Risikomatrix
Gesamtaussage zur Risikosituation der TUI Deutschland Die Gesamtsituation der TUI Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Weitere wesentliche als die in dem Risikobericht beschriebenen Risiken bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht. Weder während noch zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 sind im Rahmen der regelmäßigen Risikoberichterstattung besondere den Fortbestand einzelner Tochterunternehmen oder der TUI Deutschland gefährdende Risiken bekannt geworden. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Risiken für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung ergeben sich im Wesentlichen aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld. Durch eine mögliche Eintrübung von Wachstumsperspektiven in den Entwicklungs- und Schwellenländern sowie der nicht absehbaren Folgen aus dem Russland-Ukraine-Konflikt und Syrien-Bürgerkrieg sowie den damit verbundenen Flüchtlingsströmen könnten die positiven Wachstumserwartungen gefährdet sein. Schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie hohe Arbeitslosenzahlen in relevanten Quellmärkten, ein unerwarteter Anstieg der Zinsen, der direkten oder indirekten Steuern oder der Lebenshaltungskosten, können demzufolge zu einer Verringerung der verfügbaren Einkommen und somit zu maßgeblichen Rückgängen in der Nachfrage nach Reisen und sonstigen touristischen Produkten führen. Hierbei spielen nicht nur die real erlebte, sondern bereits die Erwartung einer bestimmten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und deren Auswirkungen auf die individuelle Lebenssituation eine Rolle. Insbesondere sich ändernde wirtschaftliche Zyklen können positive sowie auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach touristischen Produkten haben. Diese gesamtwirtschaftlichen Zyklen können durch globale politische Ereignisse, wie terroristische Anschläge, Kriege, soziale Unruhen und politische Instabilitäten, noch verstärkt werden. Branchenspezifische Chancen und Risiken Das Buchungsverhalten der Kunden in der Touristik wird wesentlich durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen und externe Faktoren beeinflusst. Politische Ereignisse, Naturkatastrophen, Epidemien oder terroristische Anschläge wirken auf Urlaubsentscheidungen und damit auf den Geschäftsverlauf in einzelnen Märkten. Dieses kann sich negativ auf die Nachfrage in einzelnen Quellmärkten oder aber auf die Nachfrage nach bestimmten Zielgebieten auswirken. Zudem können ungeplante Kosten für die Rückführung von Gästen aus betroffenen Destinationen anfallen. Aufgrund der dargestellten positiven Konsumneigung in Deutschland werden die Chancen für das Absatzpotential der Tourismusbranche weiterhin als grundsätzlich gut eingeschätzt. Risiken für die Branche gehen von instabilen politischen Situationen, insbesondere in nordafrikanischen Zielgebieten sowie mittelbar durch die Syrienkrise betroffenen Anrainerstaaten und die Staaten, die auf den Flüchtlingsrouten liegen aus. Hier besteht die Gefahr, dass Umsatzrückgänge nicht durch Umsatzsteigerungen in anderen Zielgebieten vollständig kompensiert werden können. Ein wesentliches geschäftliches Risiko in der Touristik liegt in der Saisonplanung der Flug- und Hotelkapazitäten. Hierzu ist neben der Nachfrageprognose durch die Veranstalter das Erkennen von Trends in der Urlaubsgestaltung sowie der präferierten Urlaubsgebiete notwendig. Die Geschäftslogik der TUI Deutschland bietet gute Chancen, um Auslastungsrisiken zu begegnen und Entwicklungen in einzelnen Märkten oder Produktgruppen auszugleichen:
Chancen und Risiken aus der Informationstechnologie Die touristische Wettbewerbsintensität und die Marktrisiken nehmen durch den Auftritt weiterer Marktteilnehmer mit neuen Geschäftsmodellen zu. Insbesondere Anbieter, die den Verkauf von Reiseleistungen über das Internet vermarkten, können den stationären Vertrieb von Reisen negativ beeinflussen. In den vergangenen Jahren haben sich Geschäftsmodelle herausgebildet, die es dem Endkonsumenten generell ermöglichen, die einzelnen Bestandteile einer Urlaubsreise selbst zusammenzustellen und separat zu buchen. Onlinebasierte Hotelportale bieten nicht mehr nur Business-Hotels an, sondern haben das Angebot an Ferienhotels stark erweitert. TUI Deutschland tritt der zunehmenden digitalen Wettbewerbsintensität mit einer stärkeren Kundenorientierung entgegen. Die IT Strategie der "TUI" beinhaltet eine permanente kritische Überprüfung und Anpassung an die Kundenanforderungen, sowie die Bereitstellung einer kundenfreundlichen und intuitiven Technologie, wie internetbasierte Reise- und Hotelportale und mobile Applikationen. Diese bieten die Chance, die Effizienz der Geschäftstätigkeiten und die Nutzung vorhandener Potenziale gegenüber Mitbewerbern, weiter auszubauen. Umweltchancen und -risiken Die TUI Deutschland, deren Umweltmanagementsystem seit 2003 nach ISO 14001 zertifiziert ist, wird ihr Nachhaltigkeitsmanagement auch im Geschäftsjahr 2015/16 fortführen. Das "TUI Nachhaltigkeitsmanagement" verleiht bereits seit 1996 jährlich den "TUI Umwelt Champion". Damit werden umwelt- und sozialfreundliche Hotels ausgezeichnet. Die Anzahl ausgezeichneter Hotels konnte im Geschäftsjahr 2014/15 deutlich gesteigert werden. Für das Geschäftsjahr 2015/16 wird ein weiteres Wachstum von 10% angestrebt. Im Mai 2015 hat TUI Deutschland das sechsjährige Aufforstungsprojekt, den "TUI Wald", auf Mallorca beendet. Gemeinsam mit dem Umweltministerium der Balearen wurde ein Gebiet von 71ha aufgeforstet und durch die Unterstützung von TUI Deutschland konnten 57.600 einheimische Bäume gepflanzt werden. Zudem nimmt die TUI Deutschland mit Beginn der Wintersaison 2015/16 alle Ausflüge, die Elefantenshows oder Elefantenritte enthalten, aus dem Portfolio. Das umweltpolitische Bewusstsein der Kunden wächst weiterhin, so auch die Erwartungshaltung des Gastes. Hieraus können sich sowohl Chancen als auch Risiken ergeben. Den gesteigerten Erwartungen der Gäste an Service und Qualität im Hotel begegnet TUI Deutschland mit innovativen und exklusiven Hotelkonzepten, z.B. Sensimar, und einer zielgruppengerechten Kundeninformation. Absatz- und Beschaffungschancen/-risiken Absatzmarkt Im Beschaffungsbereich existieren zusätzlich Risiken, dass Wettbewerber fallende Flugkosten im Markt umfassender in ihre Verkaufspreise übernehmen können als die TUI Deutschland, da diese einen Großteil ihres Flugprogramms mit der eignen Airline abdeckt. Dies zeigte sich im Jahr 2014/15 und daher wurde das Beschaffungsrisiko in der Matrix erhöht. Durch den weiteren Ausbau des Internen Kontrollsystems wurde die Risikoeinschätzung für die Einhaltung vertraglicher Regelungen reduziert. Die Konsolidierung der stationären Reisebüros durch Anschluss an Vertriebsketten und -kooperationen ist weitgehend abgeschlossen. Nur ganz wenige Agenturen agieren unabhängig am Markt, die meisten suchen Anschluss an Vertriebsorganisationen, so dass sich die Entwicklung des Vorjahres im Geschäftsjahr 2015/16 weiter fortsetzt. Das touristische Geschäftsjahr 2015/16 wird positiv verlaufen, sowohl stationäre Reisebüros als auch der Online-Reisemarkt wachsen. Aus diesem Grund wird, wenn überhaupt, mit einem marginalen Rückgang der Agenturanzahl im deutschen Markt gerechnet, welcher vorwiegend bei fehlender Nachfolgeregelungen von Reisebüros auftritt. Neben der Weiterentwicklung eigener Midoffice-Systeme spielt die Implementierung und der Roll-Out von Mobilen Apps sowie die Verbesserung der Kundenansprache auf Basis professionalisierter CRM-Systeme im deutschen Vertrieb die treibende Rolle. Daran arbeiten nahezu alle Vertriebsorganisationen. Zielsetzung der Vertriebsorganisationen ist dabei die Hoheit über Steuerung, Vorgangs- und Kundendatenmanagement auszubauen und damit die Bindung zum Vertriebspartner zu erhöhen. Die Nutzung von Preis- & Produkt-Vergleichssystemen (z.B. BISTRO) wird massiv unterstützt und steht in Konkurrenz zum direkten Marktzugang der TUI Deutschland durch das propriätere Vertriebssystem IRIS.plus. BISTRO hat sich im Vertrieb zum Systemstandard für Preisvergleiche etabliert. Die technologische Basis ist außerdem Standardsystem für die meisten Internet Booking Maschinen (IBE). "TUI" hat die Digitalisierung und Weiterentwicklung der eigenen Systeme ebenfalls massiv vorangetrieben, um digitale Informationen für alle Vertriebskanäle aufzubereiten. Digitale Informationen können damit medienneutral sowohl an tui.com als auch an das Vertriebs-Verkaufssystem IRIS.plus/content.plus ausgeleitet werden. Ergänzend wurde die Bereitstellung von mehr Online-Informationen (sog. Content) in Breite und Tiefe erfolgreich mit dem Ausbau des Contentsystems der "TUI" implementiert. Für TUI Deutschland liegt weiterhin ein Fokus auf der Weiterentwicklung der eigenen Vertriebsbuchungsoberflächen. Investitionen werden sowohl für den B2C-Kunden als auch für B2B-Systeme getätigt. Funktionalitäten, usability für Such- und Buchprozesse helfen dabei, die relevanten Qualitätsmerkmale der TUI Deutschland noch besser und aktiver im Vertrieb zu verankern und damit die Chance zu ergreifen einen strategischen Gegenpol zu Preisvergleichssystemen zu generieren. Der Vertrieb nimmt diese Entwicklung sehr positiv auf. Der Ausbau von "Meine TUI" als ein Online-Informationsportal für Endkunden wurde weiter intensiviert. Mittlerweile verzeichnet "Meine TUI" über 1.000.000 Nutzer, die noch stärker in direkten Kontakt treten und auf diesem innovativen Weg den Informationsaustausch mit "TUI" suchen. Diese Portale sind auch für weitere Produktmarken entsprechend eingeführt. Das ticketlose Reisen hat sich erfolgreich etabliert. TUI Deutschland bietet als einziger Marktteilnehmer die Form einer Identifizierung des Reisenden durch Personalausweis oder Reisepass. Kunden benötigen bei allen Leistungsträgern keine gedruckten Reisedokumente, um deren Leistungen in Anspruch zu nehmen. Kosteneinsparungen sowie die schnellere Verfügbarkeit der Daten stellen für die TUI Deutschland gegenüber Mitbewerbern einen Wettbewerbsvorteil dar. Die Weiterentwicklung der Online-Portale hat zu einer erneuten, massiven Steigerung der Umsätze im Online Eigenvertrieb geführt. Hier verzeichnet die TUI Deutschland im Vertrieb die höchsten Wachstumsraten. Die Dynamik und das Wachstum der Veranstalterportale tui.com und airtours.de sowie das Markenportal robinson.com soll auch im Geschäftsjahr 2015/16 weiter zulegen. Auch der Online Fremdvertrieb mit sog. OTAs ist weiter in den Umsätzen gewachsen, jedoch weniger dynamisch als im eigenen Online-Geschäft. Die Reiseportale von UNISTER wurden als Vertriebspartner von TUI Deutschland wieder hinzugewonnen. Ebenso aktiv wurde durch eine gezielte Sortimentssteuerung auf TUI Produkte und die Umsetzung einer zielgerichteten Expansion die überproportionale Umsatzentwicklung im stationären Eigenvertrieb und Franchisevertrieb weiter vorangetrieben. Das Ziel der Anteilserhöhung im kontrollierten Vertrieb konnte damit ebenfalls erreicht werden und soll im nächsten Geschäftsjahr weiter gesteigert werden. Mittelständische Unternehmen, wie Schauinsland oder Alltours sowie FTI, werden weiterhin im Vertrieb hohe Provisionssätze bieten und greifen mit dem Ausbau des Produktportfolios, guten Preisen und kunden- und vertriebsfreundlicher Unternehmenspolitik insbesondere die etablierten Großveranstalter an. Im Vertrieb hat sich das neu eingeführte Provisionsmodell bewährt, bietet hervorragende Wachstumsanreize und honoriert insbesondere die Vertriebsleistung von Verkäufen margenstarker "TUI Value Produkte" und eigener Hotelmarken. Dieses Provisionsmodell umfasst alle Marken der TUI Deutschland im Quellmarkt, bietet auch die Basis für gute Verkaufserfolge im nicht-differenzierten Portfolio von 1-2-Fly sowie im Luxus-Segment unter der Marke airtours. Darüber hinaus sind weitere TUI-Unternehmen - TUI Cruises, Wolters, GeBeCo und TUI 4U - in die Gesamtbetrachtung des Provisionsmodelles integriert. Das Angebot exklusiver Hotelkonzepte, das ein Alleinstellungsmerkmal der TUI Deutschland begründen soll, bietet einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern. Die speziell auf die Kundenwünsche zugeschnittenen Angebote bieten die Chance, die Teilnehmerreiseerlöse zu erhöhen, bei gleichzeitiger Steigerung des Marktanteils und der Umsatzrendite. Einem möglichen rückläufigen Marktanteil soll in Zukunft mit der Wachstumsstrategie, auch bei Mitbewerbern buchbaren Hotels im Bereich der Mittel- und Fernstrecke sowie bei Städte- und Autoreisen anzubieten, entgegengewirkt werden. Sofern die notwendigen Hotelkapazitäten in Umfang oder Qualität zur Steigerung der Gästezahl nicht beschafft werden können, ist eine Nichteinhaltung dieser Prognose nicht ausgeschlossen. Sollte das Portfolio von den Kunden besser als erwartet angenommen werden, besteht die Chance einer Übererfüllung der Ziele. Der Expedienten Club wird weiterhin als sehr gutes Verkaufssteuerungs- und Bindungsinstrument angesehen und wurde auf eine Anzahl von über 30.000 Mitgliedern gesteigert. Er wurde enger mit dem Online-Informationssystem für den Vertrieb (TUI NewsNet) verzahnt, um die Durchdringung und Informationspenetration zu erhöhen. Außerdem wurden die Kommunikationsbotschaften noch besser mit den strategischen Zielen des Unternehmens verknüpft. Das stützt wesentlich die Umsatzzuwächse, die in Zukunft weiter ausgebaut werden sollen. Als größtes Risiko, welches zu einer Beeinträchtigung der Zielerreichung führen könnte, ist erneut die Überkapazität im deutschen Flugmarkt zu nennen. Darüber hinaus würden sich eine zurückgehende Konsumneigung bzw. Naturkatastrophen oder politische Unruhen in wesentlichen Zielgebieten negativ auf das geplante Umsatzwachstum auswirken. Chancen liegen in der hohen Attraktivität des von TUI Deutschland exklusiv angebotenen Hotelportfolios und einer entsprechenden Nachfrage sowie eines reduzierten Wettbewerbsdrucks im Flugmarkt im Falle einer Kapazitätsreduzierung und in einem im Zuge der Wachstumsstrategie erweiterten Produktportfolio. Das Risiko und gleichzeitig die Chance liegen in der rechtzeitigen Implementierung von IT Systemen und Prozessen. Eine frühzeitige Nutzung vom CRM Programmen wird, abhängig vom Zeitpunkt, zu einer leichten bis mittleren Steigerung der Wiederholerrate führen. Eine spätere Implementierung könnte zu einer Zielverfehlung bezüglich der angestrebten Wiederholerquote führen. Beschaffungsmarkt Aus dem touristischen Geschäft resultierende Währungsrisiken werden abgesichert. Richtlinien definieren Regeln und Limits für Transaktionen sowie Risikopositionen. Dabei wird der auf den erwarteten Buchungen für zukünftige touristische Saisons basierende Fremdwährungsbedarf, bei allen für die Gesellschaft relevanten Währungen, durch entsprechende Termin- oder Optionsgeschäfte gesichert. Die derivativen Finanzinstrumente dienen insbesondere zur Abfederung von Fremdwährungsschwankungen der wichtigsten Währungen (u.a. USD) gegenüber dem Euro auf das touristische Einkaufsvolumen. Die Planbedarfe an Fremdwährungen werden zu festgelegten Terminen, in der Regel mindestens dreimal pro touristische Saison, überprüft und sofern notwendig angepasst. Entsprechend der betreffenden TUI-Konzernrichtlinie müssen zum Zeitpunkt des Risikoeintritts (Festlegung der Kalkulationskurse für die Katalogproduktion; spätestens 12 Monate vor der touristischen Saison) mindestens 95,0% des risikobehafteten Fremdwährungsexposures gesichert sein. Die wichtigste Fremdwährung ist nach wie vor der US-Dollar für den Bezug von Leistungen aus nicht europäischen Destinationen. Daneben erfolgen größere Absicherungen bezogen auf thailändische Baht sowie auf Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und dem Südafrikanischen Rand (ZAR). Die ermittelten Bedarfe werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst, so dass auf Über- und Unterdeckungen reagiert werden kann. Ein Risiko, aber auch eine Chance liegt in einer mittelfristigen Veränderung der Eurokurse zu den wesentlichen Fremdwährungen und der daraus resultierenden Effekte auf die Ergebnismarge, die sich sowohl positiv als auch negativ auswirken können. Die sich aus der Art der Verträge (Langfristigkeit und Festkontingentabnahmen) ergebenden Flug- und Hotelgarantien unterliegen in ihrer Beobachtung und Bewertung fest definierten Regeln. Regelmäßige Auslastungsprognosen mit Auslastungs- und Flugrisikostatistiken sind Bestandteil der wöchentlichen und monatlichen Berichterstattung, damit im Risikoeintrittsfall definierte Maßnahmen zur Ergebnissicherung frühzeitig ergriffen werden können. Durch die derzeitigen im Markt vorhandenen Überkapazitäten, insbesondere im Charterflugbereich und dem bestehenden preisintensiven Verdrängungswettbewerb, besteht aus Sicht der Gesellschaft beim Ausscheiden von Mitbewerbern die Chance, die Auslastungsquote zu erhöhen. Die vollumfängliche wirtschaftliche Verantwortung der TUIfly Flugkapazitäten liegt auf Basis des ACMIO-Chartervertrages zwischen TUI Deutschland und TUIfly auch weiterhin bei der TUI Deutschland. Das Vermarktungsrisiko reduziert sich aber im GJ 2015/16 um die TUIfly-Fernstrecken-Flüge in die Karibik, die bislang von Hamburg aus mit einer B767 bedient wurden. Hier findet keine eigene Flugproduktion mehr statt. Stattdessen werden Kapazitäten bedarfsgerecht bei "Eurowings ex CGN", inkl. Zubringernetz, eingekauft. Eurowings wird damit zum strategischen Partner der TUI Deutschland im Bereich touristische Fernstrecke. Gleichzeitig ist es der TUIfly gelungen den Betrieb einer B767 an die Eurowings GmbH auszulagern. Dies erfolgte mittels Abschluss eines kostendeckenden "Wet Lease" Vertrages, der jeweils in der Wintersaison der nächsten drei Jahre Gültigkeit hat. Im Gegenzug hat sich TUI Deutschland verpflichtet, innerhalb dieses 3-Jahres-Zeitraums, Risiko-Kapazitäten bei Eurowings abzunehmen. Für aus Flug- und Hotelverträgen resultierende, erkannte Auslastungsrisiken wird in Höhe der zu erwartenden negativen Produktergebnisse bilanzielle Vorsorge getroffen. Preiserhöhungen, die aus gestiegenen Einkaufspreisen resultieren sind kalkuliert und werden an den Markt weitergegeben, wobei es Einschränkungen bei preisreduzierten Kurzfristangeboten geben kann. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus steigenden Preisforderungen von Hoteliers, die bislang ausschließlich über die Gesellschaft vertrieben werden. Den Risiken im Sachkostenbereich aus der allgemeinen Preissteigerung wird durch konsequentes Kostenmanagement Rechnung getragen, sie werden von der Gesellschaft als beherrschbar angesehen. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Investitionschancen/-risiken Aufgrund ihrer stabilen und guten Vermögens- und Finanzlage hat die Gesellschaft den finanziellen Handlungsspielraum für Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in das Anlagevermögen aus der vorhandenen Liquidität heraus. Die gute Liquiditätssituation ist Folge des Geschäftsmodells der TUI Deutschland, bei dem Kunden bereits bei Buchung eine Anzahlung auf den Reisepreis leisten. Für den Investitions- und Finanzierungsbereich werden die Risiken derzeit als sehr gering eingeschätzt. Liquiditätschancen/-risiken Die TUI Deutschland entwickelt im Rahmen der jährlichen Unternehmensplanung einen mehrjährigen Finanzplan auf Geschäftsjahresebene. Daneben wird jeweils wöchentlich und monatlich eine rollierende Liquiditätsvorausschau erstellt. Zur Finanzierung des Unternehmens dienen die vertraglichen Vereinbarungen über das Cash-Pooling mit der Leibniz-Service GmbH. Andere Geld- und Kapitalmarktinstrumente, insbesondere jene, die an einen separaten Banken- und Kapitalmarktzugang geknüpft sind, liegen nicht vor. Diese sind vor allem der TUI AG vorbehalten. Einhaltung vertraglicher Regelungen Unternehmensinterne Grundlage des Handelns ist für die TUI Deutschland der Verhaltenskodex des Konzerns. Das Unternehmen macht anhand dieser Richtlinie deutlich, dass die Beachtung von Recht und Gesetz, sowie die anerkannten Wertmaßstäbe der jeweiligen Kulturkreise oberstes Gebot im TUI-Konzern für das unternehmerische Handeln sind. TUI Deutschland prüft fortlaufend den Einklang des Verhaltungskodex mit den vertraglichen Regelungen. Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklungen haben, bestehen zurzeit nicht. Personalchancen/-risiken (inklusive Pensionsrisiken) Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Personalengpässe im Rahmen von Restrukturierungen stellen auch für die TUI Deutschland potenzielle Risiken dar. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, liegt ein wesentlicher Schwerpunkt im Human Resources Management auf einem ganzheitlichen Talent Management, der kontinuierlichen Verbesserung der Führungsarbeit, der wertschätzenden Einbeziehung der Meinungen und Vorschläge der Mitarbeiter, dem integrierten Gesundheits- und Diversity-Management und dem kontinuierlichen Streben nach einem motivierenden und familienfreundlichen Arbeitsumfeld. Durch diese Maßnahmen sowie durch die laufenden strategischen Personalprojekte, wie z. B. Employer Branding, sollen die TUI Mitarbeiter qualifiziert, motiviert und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Aufgrund der weiteren Optimierung der touristischen Prozesse und der breiten Einsatzfähigkeit der TUI Mitarbeiter kann der interne Personalbedarf auch grundsätzlich in Zukunft abgedeckt werden. Eine Personalunterdeckung in den Wachstumsbereichen könnte die Stabilität der Online-Buchungsplattform beeinträchtigen und die zukünftigen Attraktivitäts- und Performanceakzente verzögern. Finanzielle Risiken aus Pensionszusagen können sich aus der höheren Lebenserwartung und aus einem niedrigeren Eintrittsalter ergeben. Dieses Risiko ist davon abhängig, ob es sich um eine Direktfinanzierung oder eine beitragsbezogene Finanzierung handelt. Die Risiken werden bei einer Direktfinanzierung durch schwankende Abzinsungssätze verstärkt oder verringert. Die vorhandene Liquidität muss ausreichend sein, die zugesicherten Zahlungen leisten zu können. Die gute und stabile Vermögens- und Finanzlage der TUI Deutschland sowie das Geschäftsmodell lassen die Liquiditätsrisiken infolge zu leistender Pensionszahlungen als gering erscheinen. Steuerliche Risiken Die deutschen Finanzbehörden haben mit Schreiben vom 22. Mai 2013 der TUI AG und dem Deutschen Reiseverband (DRV) mitgeteilt, dass eine Bestimmung des mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2008 geänderten Gewerbesteuergesetzes so auszulegen sei, dass ggf. zu schätzende Mietanteile aus dem "Hotelaufwand" bei der Ermittlung der gewerbesteuerlichen Bemessungsgrundlage nicht vollständig abzugsfähig sind. "TUI" teilt diese Auffassung insbesondere deshalb nicht, weil es sich bei den Hoteleinkaufsverträgen um so genannte gemischte Verträge handelt, mit denen auch Verpflegung, Reinigung, Animation und andere Leistungen eingekauft werden, die der eingekauften Leistung das Gepräge geben. Solche gemischten Verträge sind nach der Rechtsprechung und auch nach der in 2012 ergangenen Verwaltungsauffassung (Anmietung bemannter Schiffe) vollständig abzugsfähig. Sofern die Finanzverwaltung ihre Auffassung beibehält, ist mit einem sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstreckenden finanzgerichtlichen Verfahren in Deutschland zu rechnen. Aufgrund der Verschiedenheit der Verträge ist die Quantifizierung des Risikos mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Nach unserer Einschätzung könnte sich ein wesentliches Risiko für den Gesamtzeitraum ab 2008 ergeben, die sich hieraus ergebenen Auswirkungen fließen in die Veranlagung der ertragssteuerlichen Organträgerin (bis einschließlich 2013/14: Leibniz-Service GmbH, ab 2014/15: TUI AG) ein. Sonstige Risiken Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten Die TUI Deutschland befindet sich in zwei laufenden Gerichtsverfahren mit der Verbraucherschutzzentrale. Gegenstand der Verfahren ist im Wesentlichen die Höhe der Anzahlungskonditionen durch den Kunden. Bei "Last Minute" Produkten soll die Höhe der Anzahlungen aus Sicht der Verbraucherschutzzentrale von 40% auf 20% reduziert werden, bei Katalogprodukten von 25% auf 20%. Würden beide Gerichtsverfahren gegen TUI Deutschland entschieden, hätte dies einerseits einen nicht unwesentlichen negativen Cashflow-Effekt (mittlerer zweistelliger Millionenbetrag) und andererseits einen weitaus geringeren Ergebniseffekt (einstelliger Millionenbetrag) zur Folge. Die Cash Auswirkungen sind insbesondere in Zeiten mit sehr niedrigem Zinsniveau nicht wesentlich. Weniger erhaltene Kundenanzahlungen würden sich aber gegebenenfalls auf die Hoteliers auswirken, da die Finanzmittel erst später zur Verfügung stehen und nicht für Vorfinanzierungen im Wege von touristischen Vorauszahlungen genutzt werden können. Dies würde dazu führen, dass die Hoteliers die Einkaufspreise für die TUI Deutschland erhöhen und das Risiko besteht, dass die Gesellschaft diese Preissteigerung nur bedingt an den Kunden weiter geben kann. Im Rahmen von Flugbuchungen ist ein weiteres Verfahren anhängig, dessen Gegenstand die Vereinnahmung des vollen Preises bei Buchung ist. TUI Deutschland vertritt die Auffassung, dass die 100% Vereinnahmung rechtens ist. In erster Instanz wurde die Rechtsauffassung der TUI Deutschland bestätigt. Das hieraus entstehende Cash-Risiko ist im niedrigeren zweistelligen Millionenbereich anzusiedeln. 6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDie Geschäftstätigkeit der TUI Deutschland unterliegt finanziellen Risiken, die aufgrund der bestehenden Verträge (Ergebnisabführungsvertrag und Cash-Pooling Vertrag) durch die Leibniz-Service Gesellschaft und die TUI AG übernommen werden. Die finanzwirtschaftliche Zielsetzung der "TUI" schreibt u.a. vor, dass finanzwirtschaftliche Risiken zu begrenzen sind. Daraus abgeleitet sind konzernweit gültige Richtlinien und Vorschriften, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für alle Finanztransaktionen verbindlich festlegen, anzuwenden. Die zugrunde liegenden Währungssicherungskontrakte sind mit der First Choice Finance Company Ltd, Crawley / Großbritannien, abgeschlossen worden. Die Gesellschaft ist daher nicht selbständig am Kapitalmarkt tätig.
Hannover, 16. November 2015 Bilanz zum 30. September 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015der TUI Deutschland GmbH, Hannover(1) Allgemeine AngabenMit gesellschaftsrechtlicher Wirkung zum 26.05.2015 und wirtschaftlicher Rückwirkung zum 01.10.2014 wurde die TUI Leisure airport sales GmbH, Hannover, auf die TUI Deutschland GmbH, Hannover, zur Aufnahme verschmolzen. Darüber hinaus ist das Vermögen der Hapag-Lloyd Reisebüro Lübeck GmbH & Co. KG, Hannover, in Folge des Austritts der Komplementär-GmbH auf die TUI Deutschland GmbH zum 01.10.2014 angewachsen. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf eine Proforma-Darstellung der Vorjahreszahlen verzichtet. Die TUI Deutschland GmbH hat durch Unternehmensteilerwerb die Rechte für die Veranstalter "Terra Reisen", "Gulet" sowie den Betrieb der Internetplattform "magiclife.com" von der TUI AUSTRIA Holding GmbH, Wien, und von der TUI Österreich GmbH, Wien, übernommen. Der Jahresabschluss der TUI Deutschland GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit wurden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Branchenspezifischen Besonderheiten wurde in Abweichung von den allgemeinen Gliederungsgrundsätzen durch die Anpassung von Postenbezeichnungen Rechnung getragen. Das Geschäftsjahr der TUI Deutschland GmbH umfasst den Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres. (2) KonzernzugehörigkeitAlleinige Gesellschafterin der TUI Deutschland GmbH ist die Leibniz-Service GmbH, Hannover. Mit der Leibniz-Service GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft ist in den nach § 315a HGB aufgestellten Konzernabschluss der TUI AG, Berlin und Hannover, einbezogen. Der Konzernabschluss der TUI AG stellt den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB dar. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der TUI AG werden nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese sind im Internet unter www.ebanz.de sowie unter www.unternehmensregister.de unter den Stichworten TUI AG / TUI Aktiengesellschaft erhältlich. Ferner werden diese Informationen unter www.tui-group.com/de veröffentlicht. Die TUI Deutschland GmbH ist gemäß § 291 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit. (3) Bilanzierung und BewertungDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Gliederung des Vorjahres wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr beibehalten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben, wobei Wettbewerbsverbote gemäß den vertraglichen Vereinbarungen abgeschrieben werden. Bis 30. September 2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Regel linear über fünfzehn Jahre, seit dem 1. Oktober 2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte linear über fünf Jahre, abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, sofern abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen wirtschaftliche Nutzungsdauern zwischen drei und 13 Jahren zugrunde. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Geringwertige Vermögensgegenstände bis 150 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 und 1.000 EUR werden Sammelposten gebildet. Diese als unwesentlich klassifizierten Sammelposten werden, unabhängig vom tatsächlichen Gebrauch, linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, die dauerhaft dem Unternehmen dienen, sowie der übrigen Finanzanlagen erfolgt zu den Anschaffungskosten. Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit ihrem Barwert bilanziert. Dabei kommen länderspezifische risikoorientierte und laufzeitabhängige Abzinsungssätze zur Anwendung. Auf Gegenstände des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Im Finanzanlagevermögen erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auch bei vorübergehender Wertminderung. Sind die Gründe für die Wertminderung ganz oder teilweise entfallen, wird das Wertaufholungsgebot angewendet. Vorräte werden mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. "Leistungen für nicht beendete Reisen" werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Für Hilfs- und Betriebsstoffe von untergeordneter Bedeutung erfolgt der Ansatz zu Festwerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und grundsätzlich dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Ferner werden bei den touristischen Vorauszahlungen die länderspezifischen Risiken durch eine risikoorientierte Abzinsung berücksichtigt. Forderungen aus Verlustübernahmen gegen die bzw. Verbindlichkeiten aus Gewinnabführungen gegenüber der Gesellschafterin werden grundsätzlich unsaldiert von den Forderungen aus dem Cash Pooling ausgewiesen. Vom Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten wird kein Gebrauch gemacht. Kurzfristige Währungspositionen sind grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bilanziert. Langfristige Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag umgerechnet, soweit nicht bei Forderungen ein niedrigerer Stichtagskurs bzw. bei Verbindlichkeiten ein höherer Stichtagskurs zur Anwendung kommt. Darüber hinaus wird für zum Bilanzstichtag erkennbare Risiken aus Sicherungsgeschäften (Finanzinstrumente), soweit diese nicht die bilanzierten gesicherten Währungspositionen betreffen, durch die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, in Höhe des beizulegenden Zeitwertes, bilanzielle Vorsorge getroffen. Rückdeckungsversicherungsansprüche, die zur Absicherung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den dazugehörenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer. Nicht verpfändete Aktivwerte werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet und mit einem Zinssatz von 4,06 % (Vorjahr: 4,70 %) abgezinst. Im Vorjahr wurde hierzu der von der Deutschen Bundesbank im Monat August veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verwendet, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinssituation wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von der TUI Deutschland GmbH ein für September prognostizierter Zinssatz zugrunde gelegt, der sich bis auf 0,01%-Punkte mit dem im September veröffentlichen Zinssatz deckt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr; 2,5 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde gelegt, sowie eine altersspezifische Fluktuation in Höhe von 0,0 % - 8,0 % p.a. (Vorjahr: 0,0 % - 8,0 %) unterstellt. Sofern der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (Aktivwert) die entsprechende Altersversorgungsverpflichtung übersteigt, wird die korrespondierende Altersversorgungsverpflichtung gemäß § 253 Abs. 1 S. 3 HGB in Höhe des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung angesetzt. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt mit einem Rechnungszinsfuß von 4,06 % p.a. (Vorjahr 4,70 % p.a.) sowie einer geschlechtsspezifischen Fluktuationsrate wie im Vorjahr von 0,0 % bis 8,0 % p.a. Der für die Ermittlung der Rückstellungen für Vorruhestand zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß beträgt 2,53 % p.a. (Vorjahr 3,28 % p.a.). Die gesetzlich vorgeschriebene Absicherung der Altersteilzeitverpflichtung erfolgt zentral durch die Leibniz-Service GmbH. Die TUI Deutschland GmbH ist daher von dieser Verpflichtung freigestellt und weist dementsprechend ihre Altersteilzeitverpflichtungen unsaldiert aus. Die übrigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung zu erwartender Kosten- und Preissteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern wird das Aktivierungswahlrecht nicht ausgeübt. Grundsätzlich werden latente Steuern auf die Unterschiede (temporäre Differenzen) in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende Verlustvorträge mit in die latente Steuerberechnung einbezogen, soweit für diese innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Realisierung zu erwarten ist. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft sind die latenten Steuern dem Organträger zugeordnet. Dementsprechend werden diese temporären Differenzen der Gesellschaft im Abschluss der TUI AG erfasst. (4) Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungErläuterungen zur Bilanz (4.1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage I zum Anhang dargestellt. (4.2) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind in der Anteilsbesitzliste als Anlage II zum Anhang aufgeführt. (4.3) Vorräte Bei den Vorräten handelt es sich hauptsächlich um Leistungen für nicht beendete Reisen und Vorauszahlungen auf nicht begonnene Reisen, welche sich einerseits aus den Rückreiseabgrenzungen in Höhe von 54.100 TEUR (Vorjahr 52.200 TEUR) und andererseits aus Provisionszahlungen an Reisebüros für Abreisen nach dem Bilanzstichtag in Höhe von 44.787 TEUR (Vorjahr 38.257 TEUR) zusammensetzen. Von den Leistungen für nicht beendete Reisen und den Vorauszahlungen auf nicht begonnene Reisen in Höhe von insgesamt Brutto 98.887 TEUR (Vorjahr 90.457 TEUR) werden die erhaltenen Kundenanzahlungen in gleicher Höhe offen abgesetzt, insgesamt ergibt sich somit kein Bilanzausweis für Leistungen für nicht beendete Reisen und Vorauszahlungen auf nicht begonnene Reisen. Darüber hinaus handelt es sich bei den Vorräten u.a. um geleistete Anzahlungen an Leistungsträger in Höhe von 45.389 TEUR (Vorjahr 45.628 TEUR). Alle Posten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (4.4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8.973 TEUR resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Forderungen gegen Fluggesellschaften. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Cash-Pooling in Höhe von 893.138 TEUR (Vorjahr 982.769 TEUR) enthalten. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden insbesondere touristische Vorauszahlungen, debitorische Kreditoren und Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. (4.5) Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält in Höhe von 17.834 TEUR (Vorjahr 18.114 TEUR) Abgrenzungen für bereits gezahlte Linienflugscheine, sowie 382 TEUR (Vorjahr 411 TEUR) Abgrenzungen für bereits gezahlte Personalkosten. (4.6) Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 50.000.000 EUR und ist voll eingezahlt. (4.7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält Einstellungen aus Aufgeldern und Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 und 4 HGB. (4.8) Andere Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen betragen gemäß § 272 Abs. 3 HGB 40 TEUR. (4.9) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag betragen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen vor Saldierung 58.982 TEUR (Vorjahr 53.389 TEUR). Darin sind pensionsähnliche Verpflichtungen aus Überbrückungsgeldern und Urlaubsvergünstigungen in Höhe von 1.142 TEUR (Vorjahr 1.542 TEUR) enthalten. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Sie wurden mit den ihnen zugrundeliegenden Verpflichtungen in voller Höhe verrechnet. Darüber hinaus bestehen nicht verpfändete Aktivwerte in Höhe von 241 TEUR (Vorjahr 240 TEUR), die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden. Diese Aktivwerte wurden mit den Verpflichtungen nicht verrechnet, da die gesetzlichen Voraussetzungen nicht vorliegen. Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Vermögensgegenstände und Schulden:
Im Geschäftsjahr wurden 136 TEUR (Vorjahr 87 TEUR) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen mit Erträgen aus den Überschussbeteiligungen bzw. aus der Verzinsung, des aktiven Deckungsvermögens, verrechnet. (4.10) Sonstige Rückstellungen
In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind u.a. bilanzielle Vorsorgen für Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1.370 TEUR (Vorjahr 3.375 TEUR) ausgewiesen. (4.11) Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 172.725 TEUR (Vorjahr 131.688 TEUR), aus Cash-Pooling mit der TUIfly Vermarktungs GmbH, Hannover, der TUI Deutschland GmbH in Höhe von 82.213 TEUR (Vorjahr 91.357 TEUR), aus Cash-Pooling mit der TUI Leisure Travel Service GmbH für den Reisebürobereich in Höhe von 18.472 TEUR sowie aus der Gewinnabführung gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 6.849 TEUR (Vorjahr 89.992 TEUR) enthalten. Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (4.12) Umsatzerlöse
(4.13) Veränderungen des Bestandes an Leistungen für nicht beendete Reisen Die Bestandsveränderungen beziehen sich ausschließlich auf die Rückreiseabgrenzungen für begonnene aber nicht beendete Reisen über den Bilanzstichtag. (4.14) Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen neben den Erträgen aus Rückstellungsauflösungen Erträge aus weiterberechneten Kosten sowie Werbekostenbeiträge. (4.15) Aufwendungen für touristische Fremdleistungen Hierunter werden Aufwendungen für Unterkunft, Flug, Bahn, Zielgebietstransfer und sonstige touristische Leistungen erfasst. (4.16) Personalaufwand
(4.17) Abschreibungen Die Abschreibungen entfallen mit 6.578 TEUR (Vorjahr 6.092 TEUR) auf immaterielle Vermögensgegenstände. Darüber hinaus betragen die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.016 TEUR (Vorjahr 2.717 TEUR). (4.18) Sonstige betriebliche Aufwendungen Diese Position enthält im Wesentlichen Provisions-, Werbe- und Verwaltungsaufwendungen. Darüber hinaus sind Wechselkursverluste von 695 TEUR (Vorjahr 205 TEUR) enthalten. (4.19) Beteiligungsergebnis
(4.20) Abschreibungen auf Finanzanlagen Von den Abschreibungen auf Finanzanlagen entfallen mit 1.063 TEUR (Vorjahr 1.295 TEUR) auf Abzinsungen von unverzinslichen bzw. niedrig verzinslichen sonstigen Ausleihungen an Hoteliers. Darüber hinaus sind in den Abschreibungen auf Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 219 TEUR auf die Beteiligung an der Travelland GmbH, Neuss, im Zusammenhang mit dem beschlossenen Verkauf des Gesellschaftsvermögens, enthalten. Im Vorjahr betrugen die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Anteile von verbundenen Unternehmen 276 TEUR. (4.21) Zinsergebnis
In den Zinsaufwendungen sind Abzinsungsaufwendungen in Höhe von 1.474 TEUR (Vorjahr 1.782 TEUR) enthalten, im Wesentlichen bedingt durch die risikoorientierte, länderspezifische und laufzeitadäquate Abzinsung von touristischen Vorauszahlungen. Die Ermittlung des Abzinsungssatzes erfolgte unter Anwendung der Zinsstrukturkurven der jeweiligen Empfängerländer der Vorauszahlungen. Diesen Zinsaufwendungen stehen Zinserträge aus der Aufzinsung von touristischen Vorauszahlungen in Höhe von 381 TEUR (Vorjahr 7.067 TEUR) gegenüber. Des Weiteren bestehen die im Zinsaufwand ausgewiesenen Zinsanteile im Wesentlichen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie aus Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen. Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen betragen insgesamt 9.007 TEUR (Vorjahr 4.393 TEUR). Darüber hinaus werden für diese Rückstellungen Aufwendungen/Erträge, die aus der Veränderung des Zinssatzes resultieren im Zinsergebnis gezeigt. Andere Ergebniseffekte, z.B. aus der Änderung der biometrischen Annahmen (versicherungsmathematische Parameter), aus der Bewertung von Pensionen und Personalkostenrückstellungen werden hingegen im Personalaufwand erfaßt. (4.22) Außerordentliches Ergebnis Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind durch das fortgeführte Restrukturierungsprogramm "Radical Simplicity" außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 4.401 TEUR (Vorjahr 7.855 TEUR) angefallen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Personalaufwendungen aus freiwilligen Aufhebungsverträgen. (4.23) Steuern
Ab dem Geschäftsjahr 2014/15 verzichtet die TUI AG auf eine Erhebung von Ertragsteuerumlagen bei ihren Organgesellschaften der. Folglich entfällt im aktuellen Geschäftsjahr ein separater Ausweis der Steuerumlagen in dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. (4.24) Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die periodenfremden Erträge in Höhe von 7.016 TEUR (Vorjahr 16.920 TEUR) betreffen im Wesentlichen die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für touristische Leistungsträger in Höhe von 5.157 TEUR (Vorjahr 13.253 TEUR). In den periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 723 TEUR (Vorjahr 2.814 TEUR) sind im Wesentlichen Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen enthalten. Diese sind im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Periodenfremde Zinsaufwendungen sind in Höhe von 618 TEUR (Vorjahr 562 TEUR) angefallen, denen periodenfremde Zinserträge in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr 550) gegenüberstehen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 1.858 TEUR) erfasst. (5) Sonstige Angaben(5.1) Derivative Finanzinstrumente
Für drohende Verluste aus den zum Marktwert bewerteten Devisentermingeschäften werden Rückstellungen gebildet. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente basieren auf Optionspreismodellen oder auf Gegenwartswerten abgezinster, zukünftiger Cash-Flows. Die zugrunde liegenden Währungssicherungskontrakte sind mit der Konzerngesellschaft First Choice Finance Company Ltd, Crawley / Großbritannien abgeschlossen worden. (5.2) Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen insgesamt Haftungsverhältnisse gegenüber fremden Dritten in Höhe von insgesamt 55 TEUR (Vorjahr 34 TEUR). Die Inanspruchnahme ist aufgrund der Vergangenheitserfahrung, der guten Bonität und der Einbindung in den Konzernverbund derzeit nicht zu erwarten. (5.3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus abgeschlossenen touristischen Miet-, Pacht-, Dienstleistungs-, Hotel- und Flugcharterverträgen. Darüber hinaus bestehen gegenüber Mitgesellschaftern von Tochterunternehmen der TUI Deutschland GmbH potentielle Verpflichtungen aus zwei Put-Optionen in Höhe von insgesamt 16.633 TEUR (Vorjahr 10.345 TEUR) zum Erwerb der restlichen Anteile an diesen Tochterunternehmen der TUI Deutschland GmbH. (5.4) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Gesellschaft Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss der TUI Deutschland GmbH unterliegen. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen abgeschlossen. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. (5.5) Abschlussprüferhonorare Die Gesellschaft hat auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der TUI AG enthalten ist. (5.6) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)
Der Anstieg bei den Angestellten resultiert im Wesentlichen aus der in den "allgemeinen Angaben" beschriebenen Verschmelzung sowie aus Zukäufen von Reisebüros. In den Kreis der leitenden Angestellten wurden Mitarbeiter der TUI Deutschland GmbH einbezogen, die leitende Funktionen in anderen Konzerngesellschaften ausüben. (5.7) Geschäftsführung
Christian Clemens ist zum Ablauf des 30.06.2015 als Vorsitzender der Geschäftsführung ausgeschieden und Sebastian Ebel mit Wirkung zum 01.07.2015 als neuer Vorsitzender bestellt worden. Arnd Dunse (zum 01.12.2014) sowie Peter Schmidt (zum 01.01.2015) wurden im Laufe des Geschäftsjahres zu Geschäftsführern der TUI Deutschland GmbH bestellt. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich einschließlich erworbener Ansprüche aus aktienbasierter Vergütung auf 2.680 TEUR (Vorjahr 2.385 TEUR). In den Bezügen sind 436 TEUR (Vorjahr 699 TEUR) für erworbene Ansprüche aus aktienbasierter Vergütung enthalten, wobei ein Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhielt. Im Geschäftsjahr wurden darüber hinaus Ansprüche aus erworbenen aktienbasierten Vergütungen des Vorjahres mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1.270 TEUR (Vorjahr 905 TEUR) in 248.678 Aktien der TUI Travel plc gewandelt. Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen für ausgeschiedene Geschäftsführer betragen 1.916 TEUR (Vorjahr 2.003 TEUR). Die Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung einschließlich pensionsähnlicher Vergütungen betrugen 98 TEUR (Vorjahr 102 TEUR). (5.8) Aufsichtsrat
Für die Tätigkeit im Aufsichtsrat erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates im Berichtsjahr Gesamtbezüge von 192 TEUR (Vorjahr 250 TEUR). Die Bezüge ehemaliger Mitglieder des Aufsichtsrates bzw. die Leistungen verwandter Art betrugen 8 TEUR (Vorjahr 25 TEUR). Die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen ehemaliger Mitglieder des Aufsichtsrates betragen 309 TEUR (Vorjahr 468 TEUR). (6) ErgebnisverwendungMit der Gesellschafterin Leibniz-Service GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Der Gewinn des Geschäftsjahres wurde vertragsgemäß abgeführt.
Hannover, den 16. November 2015 Sebastian Ebel Ralf Horter Dr. Oliver Dörschuck Arnd Dunse Peter Schmidt Entwicklung des Anlagevermögens
Anteilsbesitz der TUI Deutschland GmbH zum 30. September 2015
1 TLW = in Tausend der jeweiligen Landeswährung 2 Jahresergebnis vor Gewinnabführung/-verlustübernahme; keine Steuerumlage 2015 3 Jahresabschluss 30.06.2015 4 Jahresabschluss 31.12.2014 5 Jahresabschluss 30.09.2014 6 Jahresabschluss 31.12.2013 7 Liquidation am 02.10.2015 Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TUI Deutschland GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 23. November 2015 PricewaterhouseCoopers
Prof. Dr. Mathias Schellhorn, Wirtschaftsprüfer ppa. Hergen Ahlers-Hanstedt, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015Auch im abgelaufenen Berichtsjahr wurden vom Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015 durch mündliche und schriftliche Berichterstattung der Geschäftsführung der TUI Deutschland GmbH sowie in vier regulären und einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung über die Lage der Gesellschaft und wichtige Fragen in der Geschäftsführung unterrichtet. Der vorliegende Jahresabschluss und Lagebericht der TUI Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr 2014/15 sind im Auftrag des Aufsichtsrates durch PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Den Prüfungsbericht haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Auch unsere eigene Prüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2015 (einschließlich des Lageberichtes) hat keine Beanstandungen ergeben. Wir haben den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht gebilligt.
Hannover, den 11.12.2015 Der Aufsichtsrat Peter Long, Vorsitzender Der Jahresabschluss zum 30. September 2015 wurde am 20. Januar 2016 festgestellt. |
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