Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
VertiGIS GmbH
Mallwitzstraße 1, 53177 Bonn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Schulze seit 27.11.2023 | Prokura |
Jens Schmidt seit 27.3.2023 | Geschäftsführer |
Frank Bröse seit 27.3.2023 | Geschäftsführer |
Elmar Happ seit 14.2.2022 | Prokura |
Markus Müller seit 24.7.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
VERTIGIS LTD. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VertiGIS GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VertiGIS GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VertiGIS GmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VertiGIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. August 2024 EY
GmbH & Co. KG
Horbach, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die VertiGIS GmbH hat ihren Sitz in Bonn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter der Nummer HRB 23497 eingetragen. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Mit Verschmelzungsvertrag vom 24.08.2023 und rückwirkend zum 01.01.2023 wurde die KMS-Computer GmbH, Dresden, auf die VertiGIS GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde mit der Eintragung in das Handelsregister der Gesellschaft am 20.09.2023 rechtswirksam. Die Abbildung der Verschmelzung erfolgt zu Buchwerten. Aus der Verschmelzung ergibt sich ein Verschmelzungsverlust in Höhe von 2.870 T€. Aufgrund der Verschmelzung ist ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer wird durch die wirtschaftlich zu erwartende Nutzung der zugrunde liegenden erworbenen Unternehmensorganisation, der Technologie sowie der Kundenbeziehungen individuell bestimmt. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Konzessionen und die enthaltene Software werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend über 3 bis 5 Jahre linear abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Nicht mehr genutzte Anlagegüter werden außerplanmäßig abgeschrieben. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen. Zu Vereinfachung und zusätzlicher Entlastung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2021 die Grenze für den sofortigen Abgang geringwertiger Anlagengüter von 250 € auf 800 € erhöht. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten sowie die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Die Finanzanlagen werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen werden zu Vollkosten, ohne Berücksichtigung der Vertriebskosten und Zinsen, bewertet. Die Bewertung erfolgt nach geleisteter, nicht abgerechneter Leistung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen (PUC-Methode; unter Anwendung der Sterbetafel Dr. Heubeck 2018 G) mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Hierbei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren angenommen. Der angewandte Rechnungszinsfuß (10-Jahresdurchschnitt) beträgt 1,82% p.a. Unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Rechnungszinsfußes der letzten 7 Jahre 1,74% p.a. ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 201 T€. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt, hat jedoch auf die Gewinnabführung keine Auswirkung. Bei der Berechnung wurde ferner eine Gehaltsdynamik von 2,0% p.a., eine durch die erhöhte Inflationsrate der vergangenen Jahre beeinflusste Rentendynamik von 6,90% und eine Fluktuation von 1,0% p.a. (Geschäftsführung: 0,0% p.a.) angenommen. Die Erfolgswirksamkeit aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes von Pensionsrückstellungen wurde gemäß IDW RS HFA 30 Tz. 87 im Finanzergebnis ausgewiesen. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsleistungen erfolgte ebenfalls mittels der PUC- Methode. Der Bewertung wurde ein Zinssatz von 1,74% zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei dem Passiven Rechnungsabgrenzungsposten, handelt es sich um im Voraus erhaltene Kundenzahlungen für Serviceverträge, die für Leistungszeiträume über den Bilanzstichtag hinaus abgeschlossen wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Zur Zusammensetzung des Anlagevermögens und zur Entwicklung im Geschäftsjahr einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen (Anlage zum Anhang). Angaben zum Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist mit 100,0% an der VertiGIS GmbH, Innsbruck / Österreich, beteiligt. Das Eigenkapital von VertiGIS GmbH, Innsbruck / Österreich, betrug am Ende des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 5.348 T€ und der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 2.288 T€. Die Gesellschaft ist mit 100,0% an der VertiGIS AG, Burgdorf / Schweiz, beteiligt. Das Eigenkapital von VertiGIS AG betrug am Ende des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 2.473 TCHF und der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 1.743 TCHF. Mit Verschmelzungsvertrag vom 24.08.2023 zwischen der KMS-Computer GmbH und der VertiGIS GmbH überträgt die KMS-Computer GmbH ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten im Wege der Verschmelzung unter Auflösung ohne Abwicklung gemäß §§ 2 Nr. 1, 4 ff., 46 ff. UmwG auf die VertiGIS GmbH (Verschmelzung durch Aufnahme). Mit dem Übergang des Vermögens der KMS-Computer GmbH gehen auch alle deren Verpflichtungen und Lasten auf die VertiGIS GmbH über. Die Übertragung des Vermögens der KMS-Computer GmbH erfolgt im Innenverhältnis mit Wirkung zum 01.01.2023 (0:00 Uhr) (Verschmelzungsstichtag) gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 20.09.2023. Der Bestand der in der Buchführung der VertiGIS GmbH als Zugang zu berücksichtigenden Vermögensgegenstände und Schulden bestimmt sich nach der Schlussbilanz i.S.v. § 17 Abs. 2 UmwG der KMS-Computer GmbH zum 31.12.2022 (24.00 Uhr). Die VertiGIS GmbH hat die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden unter Ausübung des eingeräumten Wahlrechts nach § 24 UmwG mit den Buchwerten aus der Schlussbilanz der KMS-Computer GmbH zum 31.12.2022 bewertet. Das übernommene Reinvermögen der KMS-Computer GmbH betrug zum 31.12.2022 280 T€. Mit dem Verschmelzungsvorgang ergibt sich aus dem Buchwert der untergehenden Anteile an der KMS-Computer GmbH und dem zum Buchwert übernommenen negativen Reinvermögens der KMS-Computer GmbH ein negativer Differenzbetrag in Höhe von 3.150 T€. Der entstandene Verschmelzungsverlust in Höhe von 2.870 T€ wurde als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung der VertiGIS GmbH für das Geschäftsjahr 2023 berücksichtigt. Die Gesellschaft ist unverändert mit 50,6% an der Baral Geohaus-Consulting AG, Reutlingen, beteiligt. Das Eigenkapital von Baral Geohaus-Consulting AG betrug am Geschäftsjahresende zum 31.12.2023 1.202 T€ und der Jahresüberschuss 735 T€. Mit notarieller Urkunde vom 19.07.2023 hat die Gesellschaft sämtliche Geschäftsanteile (nominal 51 T€) der ibR Ingenieurbüro Riemer Gesellschaft für Geoinformation mbH, Bonn, zum Kaufpreis von 28.060 T€ erworben. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft betrug am Ende des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 3.905 T€ und der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 2.494 T€. Mit notarieller Urkunde vom 24.08.2023 hat die Gesellschaft sämtliche Geschäftsanteile (nominal 26 T€) der TOPO Graphics Geoinformationssysteme GmbH, Meckenheim, zum Kaufpreis von 750 T€ erworben. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft betrug am Ende des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 335 T€ und der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 213 T€. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich vollständig um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen den Gesellschafter AED GIS Holding GmbH, München, in Höhe von 4 T€ (Vorjahr: 74 T€) aus der steuerlichen Organschaft zwischen der VertiGIS GmbH und der AED GIS Holding GmbH. Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungsspiegel zum 31.12.2023
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Fonds/Depots sowie Bankkonten.
Der aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung entsteht aus der Verrechnung der vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen und deren Deckungsvermögen. Für das Jahr 2023 ergeben sich 62 T€ (Vorjahr: 64 T€). Eigenkapital Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die Gesellschaft hat weiterhin einen wirksamen Ergebnisabführungsvertrag mit der AED GIS Holding GmbH, München. Das gesamte Ergebnis wird damit abgeführt. Die sich aus der Bewertung von Planvermögen zum beizulegenden Wert ergebende Abführsperre im Sinne von § 268 Abs. 8 S. 3 HGB liegt in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 4 T€) und wird vollständig durch die frei verfügbaren Rücklagen abgedeckt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehen einschließlich Zinsen in Höhe von 17.022 T€ (Vorjahr 4.280 T€) enthalten. Die Darlehen gegenüber Gesellschafter weisen einen Saldo von 1.432 T€ (Vorjahr 0 T€) aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 9.657 T€ (Vorjahr < 1 Jahr: 5.127 T€) enthalten die abzuführenden Gewinne des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 8.225 T€ (Vorjahr 3.298 T€). Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse, die überwiegend in Deutschland erzielt werden, beinhalten Erlöse aus der Erbringung von IT-Dienstleistungen 20.898 T€ (Vorjahr 9.857 T€) und Erlöse aus Lizenzen und Wartung 35.903 T€ (Vorjahr 35.076 T€). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden Erträge (Vorjahr: 86 T€) enthalten. Diese betreffen die Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von ca. 70 T€ (Vorjahr: 156 T€) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen von Konzernleistungen 2.994 T€ (Vorjahr 1.123 T€), dem entstandenen Verschmelzungsverlust in Höhe von 2.870 T€, Wartung und Miete 1.918 T€ (Vorjahr 1.638 T€); Mitarbeiter und Reisekosten 730 T€ (Vorjahr 722 T€) und sonstige Aufwendungen 3.214 T€ (Vorjahr 1.386 T€). Zinsen und ähnlichen Aufwendungen Im Wesentlichen resultieren die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und Verzinsung laufender Darlehensverbindlichkeiten. Für das Geschäftsjahr beträgt der Zinsanteil zur Aufzinsung der Pensionsrückstellung 344 T€ (Vorjahr: 548 T€). Für die laufenden Darlehen sind 474 T€ (Vorjahr: 459 T€) Zinsaufwendungen angefallen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze finden Anwendung auf Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2023 beginnen. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es wurden folgende Sicherheiten für Verbindlichkeiten der VertiGIS Ltd., London, Großbritannien, gewährt:
Die Gesellschaft haftet in diesem Zusammenhang, zusammen mit anderen Gruppengesellschaften, mittels Verpfändung für fremde Verbindlichkeiten von insgesamt 59.971 T€ (Vorjahr: 42.575 T€). Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus diesen Bürgschaften in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Ebenso ist aus unserer Sicht die Inanspruchnahme aus der Sicherheitenstellung für den Gesellschafter aufgrund der bestehenden wirtschaftlichen Lage des Unternehmensverbundes als gering einzuschätzen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4.119 T€ (Vorjahr 4.166 T€). Im Wesentlichen betreffen diese Verpflichtungen folgende Mietverträge:
Die o.g. Verträge haben längstens eine Laufzeit bis zum Jahre 2027 (Vorjahr: 2027). Miet- und Leasingverträge werden abgeschlossen, um das Investitionsrisiko zu begrenzen und die Finanzierungsfunktion zu nutzen. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt im Jahresdurchschnitt 2023 213 (Vorjahr 201) Angestellte (nach Köpfen; ohne Berücksichtigung von Geschäftsführer, Auszubildenden und Arbeitnehmern in der Freistellungsphase der Altersteilzeit), dies entspricht 196 FTE (Vorjahr 184). Davon sind 26 FTE (Vorjahr 29) in der Verwaltung, 115 (Vorjahr 107) in Vertrieb/Consulting und 55 (Vorjahr 48) in der Entwicklung beschäftigt. Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfts abzuschließen. Als Prokuristen sind berufen:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung und früherer Mitglieder der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung werden aufgrund der Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht offengelegt. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 54 T€ und betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 41 T€ sowie Steuerberaterleistungen in Höhe von 13 T€. Konzernzugehörigkeit Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen gemäß § 285 Nr. 14 und 14a HGB aufstellt ist die: VertiGIS Ltd. (Registered Number 10874638), c/o Tmf Group, 13th Floor, One Angel Court, London, England, EC2R 7HJ. Der Konzernabschluss ist auf der Website "Companies House" (www.gov.uk) veröffentlicht. Das Mutterunternehmen und Organträger der Gesellschaft ist die AED GIS Holding GmbH, Carl-Wery-Straße 22, 81739 München HRB 254570. Einen Konzernabschluss auf Ebene des Mutterunternehmens wird nicht erstellt. Der Konzernabschluss der VertiGIS Ltd. hat gemäß § 292 HGB eine befreiende Wirkung für die VertiGIS GmbH. Nachtragsbericht Am 16.08.2024 (0:00 Uhr) ist die VertiGIS GmbH als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 30.07.2024 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 30.07.2024 und der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom 30.07.2024 mit der TOPO Graphics Geoinformationssysteme GmbH mit Sitz in Meckenheim (Amtsgericht Bonn HRB 10570) verschmolzen.
München, den 26. August 2024 Jens Schmidt, Geschäftsleitung Frank Bröse, Geschäftsleitung Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 20231 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Das Unternehmen Die VertiGIS GmbH besteht in ihrer heutigen Firmenstruktur und mit ihrem Marktauftritt seit Mitte 2021. Sie entstand aus der Umfirmierung der AED SICAD GmbH, die wiederum ihre Ursprünge in der AED-Graphics und der SICAD Geomatics hatte. Im Geschäftsjahr 2021 wurden die AED-SYNERGIS GmbH und die GEOCOM Informatik GmbH auf die VertiGIS GmbH verschmolzen. Die VertiGIS GmbH kann mittlerweile auf eine über 40 Jahre bestehende Firmengeschichte zurückblicken. 1.2 Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell des Unternehmens konzentriert sich auf die Entwicklung, Vermarktung und Implementierung von (Geo-) Informationssystemen, Fachlösungen und IT-Systemen in den Marktsegmenten Ver- und Entsorgung, öffentliche Verwaltung und Infrastrukturbetreibern. Bei den durch das Unternehmen entwickelten Softwarelösungen ist es das Ziel, die Arbeitsprozesse der Kunden auf allen Anwendungsebenen zu unterstützen und damit zur Wertschöpfung beizutragen. Die konsequente Verwendung von IT-Standards und der modulare und skalierbare Aufbau der Produkte ermöglichen deren Einsatz bei Kunden der verschiedensten Größenordnungen. Neben dem Verkauf und der Wartung von eigen entwickelten Softwarekomponenten sind auch Dienstleistungsangebote Teil des Geschäftsmodells. Zu den Dienstleistungsangeboten gehören unter anderem: Schulung, Systemparametrierungen, kundenspezifische Softwareanpassungen und Entwicklungen, Datendienstleistungen, lösungsbezogenes IT Consulting, Systemintegration und Beratung. Dabei ist es dem Unternehmen wichtig, in Projekten verschiedenster Größenordnungen tätig zu sein, um dabei die Nähe zum Kunden zu pflegen und das Verständnis der Kundenprozesse aufrecht zu erhalten. Die geographischen Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist, konzentrieren sich vorwiegend auf die deutschsprachige Region in Europa sowie Mitteleuropa. Die Regionen werden überwiegend durch eigenes Personal und Vertriebspartner betreut, wobei sich das Personal der VertiGIS GmbH auf die 6 Firmenstandorte Bonn, München, Berlin, Hamburg, Dresden und St. Leon-Rot verteilt. Bei den Vertriebspartnern handelt es sich weitgehend um Distributionspartner aus dem Partnernetzwerk unseres Technologielieferanten Esri Deutschland GmbH. Neben der vertrieblichen Betreuung hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren die Strukturen für die Produktentwicklung, die Produktwartung, die Dienstleistungsabwicklung, die kaufmännischen und Personalprozesse sowie die interne IT-Betreuung aufgebaut und kontinuierlich verbessert. Im Jahr 2015 wurde das gesamte Unternehmen erstmals nach ISO 9001 zertifiziert und im Jahr 2021 für weitere 3 Jahre folgezertifiziert. Zusätzlich wurde das Unternehmen im Jahr 2023 erstmals nach ISA 27001 zertifiziert. 1.3 Die Beteiligungsunternehmen Seit 2005 ist die Gesellschaft mit 50,6% an der BARAL Geohaus-Consulting AG (BARAL AG), Reutlingen, beteiligt, einem langjährigen Geschäftspartner mit dem regionalen Fokus Südwest-Deutschland. Die BARAL AG unterstützt die Gesellschaft in den Bereichen Vertrieb, Consulting und Dienstleistung insbesondere auf regionaler Ebene. Im zweiten Quartal 2019 hat sich die damalige AED-SICAD GmbH zu 100% an der Synergis GIS&FM Solutions GmbH mit Sitz in Innsbruck, Österreich, beteiligt. Das Unternehmen wurde rückwirkend zum 20.06.2019 mit der Dynamic Design GmbH, Wels, Österreich, verschmolzen und dann zum April 2020 umbenannt. Die Gesellschaft firmiert nun unter dem Namen VertiGIS GmbH mit Sitz in Innsbruck, Österreich. Die VertiGIS GmbH, Innsbruck, Österreich, konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Softwarelösungen in den Bereichen des kommunalen Assetmanagements und des Facility Managements sowie dem Vertrieb des gesamten VertiGIS Produktportfolios in ihrem Heimatmarkt. Zu Beginn des Jahres 2021 hat sich die VertiGIS GmbH, Deutschland, an der KMS-Computer GmbH, Dresden, zu 100% beteiligt. Die KMS-Computer GmbH erweiterte das Produktportfolio der VertiGIS in den Bereichen Wartung und Inspektion von Betriebsmitteln sowie im Bereich Facility Management. Gemäß notarieller Urkunde vom 24.08.2023 wurde die KMS-Computer GmbH rückwirkend zum 01.01.2023 (0:00 Uhr) (Verschmelzungsstichtag) gem. § 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG auf die Gesellschaft verschmolzen, die Eintragung im Handelsregister der VertiGIS GmbH erfolgte am 20.09.2023. Die VertiGIS GmbH war die aufnehmende Gesellschaft (up-stream Merger). Alle Vermögens- und Schuldposten der KMS-Computer GmbH wurden unter Ausübung des eingeräumten Wahlrechts nach § 24 UmwG mit den Buchwerten aus der Schlussbilanz zum 31.12.2022 bewertet. Die zu Buchwerten übernommenen Vermögensgegenstände betrugen 2.072 T€, die zu Buchwerten übernommenen Schulden 1.792 T€. Der aus dem negativen Vermögenssaldo entstandene Verschmelzungsverlust in Höhe von 2.870 T€ wurde als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung der VertiGIS GmbH berücksichtigt. Zu Beginn des Jahres 2021 hat die AED GIS Holding GmbH, als Muttergesellschaft der VertiGIS GmbH, die VertiGIS AG, Burgdorf, Schweiz, als weitere Tochtergesellschaft in die VertiGIS GmbH, Deutschland, im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit Sachagio übertragen. Gleichzeitig wurde bei der VertiGIS AG eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Somit ist die VertiGIS AG eine 100% Tochtergesellschaft der VertiGIS GmbH, Deutschland. Im Juli 2023 hat die VertiGIS GmbH 100% der Geschäftsanteile der ibR Ingenieurbüro Riemer Gesellschaft für Geoinformation mbH, Bonn, zum Kaufpreis von 28.060 T€ erworben Im August 2023 hat die VertiGIS GmbH 100% der Geschäftsanteile der TOPO Graphics Geoinformationssysteme GmbH, Meckenheim, zum Kaufpreis von 750 T€ erworben. 1.4 Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl der VertiGIS GmbH betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 213 (VJ: 201), dies entspricht 196 FTE ("Full Time Equivalent") (VJ: 184). Davon sind 26 FTE (VJ: 29) in der Verwaltung, 115 (VJ: 107) in Vertrieb/Consulting und 55 (VJ: 48) in der Entwicklung beschäftigt. 1.5 Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr sind keine aktivierungspflichtigen Investitionen in Forschung und Entwicklung erfolgt. Für Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wurden Personalkosten in Höhe von 4.058 T€ und externe Honorare in Höhe von 1.831 T€ aufgewendet. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2023 war nicht mehr durch die globale Corona-Pandemie geprägt, jedoch waren die Auswirkungen Krieges in der Ukraine deutlich spürbar. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich um 0,3% gegenüber dem Vorjahr (Steigerung im Jahr 2022 um +1,9% gegenüber 2021) 1. Damit liegt das BIP immer noch unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie bzw. dem Beginn des Krieges in der Ukraine. 2.2 Geschäftsverlauf und Unternehmensstruktur Seit dem Jahr 2017 hält Battery Ventures indirekt 100% der Unternehmensanteile an der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2018 wurde das Unternehmen, die heutige VertiGIS GmbH durch eine Formwandlung von einer AG in eine GmbH überführt. Zwischen der VertiGIS GmbH und der Muttergesellschaft, der AED GIS Holding GmbH, München, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die VertiGIS GmbH konnte im Berichtsjahr die Umsatzerlöse um ca. 26,4% (VJ: +8,3%) erhöhen. Die Ertragssituation, bezogen auf das Ergebnis nach Steuern, erhöhte sich u.a. aufgrund der Zunahme von Beteiligungserträgen trotz gestiegener Kostenbelastungen um ca. 149,2% (VJ: +19,6%). Dabei ist bereits berücksichtigt, dass im Vergleich zum Vorjahr die Intercompany Kostenverrechnung durch ein Group Transfer Pricing Modell ersetzt wurde, mit einem ergebnisbelastenden Netto-Effekt. Die Einzelheiten zu der Entwicklung der Geschäftszahlen sind in den folgenden Kapiteln im Einzelnen beschrieben. Im Bereich des Wareneinkaufs musste ein erhöhter Kostendruck im Wesentlichen beim Einkauf von Softwarekomponenten unseres Technologiepartners Esri Deutschland GmbH hingenommen werden. Darüber hinaus haben die Technologie-Zulieferanten mehrheitlich die Software-Wartungsgebühren ebenfalls erhöht. Bei den Personalkosten hat sich in den vergangenen Jahren der Druck auf die Gehaltsentwicklung der Mitarbeiter erhöht. Die Wettbewerbssituation um qualifiziertes Personal ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, so dass auch im Berichtsjahr die Personalkosten für Löhne und Gehälter wiederum gegenüber dem Vorjahr um ca. 8,3% (VJ: +3,7%) gestiegen sind. 2.3 Leistungsindikatoren Die Steuerung des Unternehmens erfolgt nicht auf Landesebene, sondern im Konzernverbund der VertiGIS-Gruppe nach UK-GAAP und richtet sich dabei im Wesentlichen nach den Umsatzerlösen und nach dem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA).
1 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3%
gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
2.4 Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Jahre 2023 erhöhten sich auf 56.801 T€ (VJ: 44.933 T€). Das Umsatzwachstum konnte im Wesentlichen durch ein organisches Wachstum aufgrund der verbesserten Wirtschaftsbedingungen erzielt werden. Die Integration der KMS-Computer GmbH hat isoliert ein Umsatzzuwachs in Höhe von nur ca. 1,4 Mio. € beigetragen. Das für 2023 prognostizierten Umsatzwachstum von 5-8%. € konnten mit einem eingetretenen Wachstum von 26% übertroffen werden. Bei gestiegenem Materialaufwand auf 24.624 T€ (VJ: 15.336 T€) ergab die Materialaufwandsquote 43,4% (VJ: 34,1%). Der Waren- und Dienstleistungseinkauf war zum einen geprägt durch den Einkauf von Dienstleistungen von Lieferanten, um die bestehende Kundenprojekte und Dienstleistungen voranzutreiben (9.311 T€; VJ: 10.836 T€) und zum anderen durch das neue Group Transfer Pricing Modell (15.313 T€; VJ: 4.499 T€). Die gestiegene Umsatzleistung führt dazu, dass trotz der gestiegenen Materialaufwendungen auf Ebene des Bruttoertrags (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) eine Erhöhung auf 32.177 T€ (VJ: 29.597 T€) erzielt wurde. Die größte Einzelposition beim Warenaufwand sind wie in den Vorjahren die Lizenz- und Wartungskosten. Der Personalaufwand einschließlich dem Aufwand für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 18.950 T€ (VJ: 20.791 T€) stieg zwar einerseits durch Gehaltsanpassungen, Bonus- und Abfindungszahlungen, andererseits verringerten sich die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung aufgrund eines im Berichtsjahres fast unveränderten Zinssatzes bei den Berechnungen der Pensionsrückstellungen; im Vorjahr war infolge der notwendigen Anpassungen des zu berücksichtigenden höherem Zinsniveaus ein massiver Anstieg bei den Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtszeitraum von 4.870 T€ auf 11.726 T€ angestiegen, insbesondere aufgrund der Veränderungen der Intercompany Kostenverrechnungen; das neu eingeführte einheitliche Abrechnungssystem in der VertiGIS-Gruppe weist den Gesellschaften die effektiven Kosten für Leistungsverrechnungen und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen verursachungsgerecht zu, dieser Effekt beträgt ca. 1.870 T€. Weiterhin ist der Verschmelzungsverlust in Höhe von 2.870 T€ zu beziffern. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 825 T€ auf 1.345 T€ (VJ: 520 T€) und die Erträge aus Beteiligungen um 6.274 T€ auf 6.540 T€ (VJ: 267 T€) gestiegen. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem positiven EBITDA (Ergebnis vor Steuern abzüglich Zinsergebnis und Abschreibungen) in Höhe von 9.257 T€ (VJ: 4.744 T€) ab. Die im Vorjahr für 2023 angenommene EBITDA-Steigerungsprognose in Höhe von 5-8% konnte im Berichtsjahr aufgrund von Dividendenausschüttungen in Höhe von 6,5 Mio. € übertroffen werden. Das Ergebnis nach Zinsen und Steuern weist einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 8.225 T€ (VJ: 3.298 T€) aus. 2.5 Finanzlage Der Bestand an kurzfristig verfügbaren Finanzmitteln bestehend aus Bankguthaben betrug zum Bilanzstichtag 2.663 T€ (VJ: 5.271 T€). Die Bilanzsumme ist damit zu 3,4% (VJ: 12,0%) durch flüssige Mittel gedeckt. Zum Stichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten in Höhe von 31.130 T€ (VJ: 14.191 T€) aus. Davon betragen die langfristigen Verbindlichkeiten, bestehend im Wesentlichen aus Intercompany Darlehen, 16.883 T€ (VJ: 4.280 T€) begründet mit den Unternehmensakquisitionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 9.657 T€ (VJ: < 1 Jahr: 5.127 T€) enthalten die abzuführenden Gewinne des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 8.225 T€ (VJ: 3.298 T€). Mit der bestehenden Liquidität und den kurzfristigen Vermögensgegenständen in Höhe von 15.531 T€ (VJ: 5.239 T€) ist die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs damit sichergestellt. Investitionen in Anlagevermögen sind nicht im wesentlichen Ausmaß geplant. Im Bereich der außerbilanziellen Verpflichtungen hat das Unternehmen langfristigere Mietverträge und Leasingvereinbarungen für Kraftfahrzeuge und Büro-Equipment. Das Gesamtvolumen der langfristigen Mietverträge und Leasingverträge ist für den Zeitraum ab dem 01.01.2024 mit 4.119 T€ (VJ: 4.166 T€) zu beziffern. Die Verpflichtungen haben meist eine Laufzeit von unter 5 Jahren. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der AED GIS Holding GmbH, München, wird seit dem Geschäftsjahr 2018 unverändert durchgeführt. Zum 31.12.2023 weist die Gesellschaft ein positives Eigenkapital aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 7,8% (VJ: 14,0%). 2.6 Vermögenslage Das Aktivvermögen der Gesellschaft von 78.918 T€ setzt sich zusammen aus Anlagevermögen (59.530 T€ = 75,4%) und Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten (19.388 T€ = 24,6%). Die unfertigen Leistungen betragen 603 T€ (VJ: 914 T€). Die Verminderung ist durch eine geringere Anzahl an Dienstleistungsprojekten, die am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren, gegenüber dem Vorjahr zu erklären. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte beträgt stichtagsbezogen 3.103 T€ und liegt somit bei 3,9% des Gesamtvermögens. Der Forderungsbestand reduzierte sich trotz höherem Geschäftsvolumen durch ein aktives Forderungsmanagement. Die langfristigen Rückstellungen beinhalten ausschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Gemäß den handelsrechtlichen Vorgaben wurde Planvermögen mit Pensionsverbindlichkeiten saldiert. Zum Stichtag weist die Gesellschaft eine Pensionsrückstellung in Höhe von 18.401 T€ und einen Aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 62 T€ (VJ: 64 T€) aus. Die sonstigen Rückstellungen inkludieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 18.267 T€ (VJ: 232 T€), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 2.130 T€ (VJ: 2.041 T€) und übrige Rückstellungen in Höhe von 352 T€ (VJ: 790 T€). Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betreffen im Wesentlichen Intercompany Kostenverrechnungen. Die wesentlichsten Veränderungen der Vermögenslage des Unternehmens liegen:
2.7 Investitionen Im Bereich Geschäfts- und Büroausstattung wurden die üblichen erforderlichen Ersatz-Investitionen zur Aktualisierung der Infrastruktur getätigt, die sich wertmäßig in etwa im Bereich der Abschreibungen auf Sachanlagen bewegen. Im Berichtsjahr wurden folgende Finanzinvestitionen in Form von Unternehmensbeteiligungen getätigt:
2.8 Gesamtaussage Die gesetzlichen Vertreter beurteilen die Geschäftsentwicklung der VertiGIS GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als zufriedenstellend. Die finanzielle Stabilität der Gesellschaft war jederzeit gegeben und ist auch für die vorhersehbare Zukunft gegeben. 3 Prognosebericht 3.1 Wesentliche Annahmen An der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens bzgl. Marktsegmente und geografischer Regionen wird sich auch in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 nichts Wesentliches ändern. Die Gesellschaft wird weiterhin schwerpunktmäßig in den Zielmarktsegmenten Landmanagement sowie Ver- und Entsorgungswirtschaft für öffentliche Auftraggeber als auch private Infrastrukturbetreiber tätig sein. In den kommenden Jahren gehen wir von einer Nachfrage auf stabilem Niveau für Softwarelizenzen in unserem Marktumfeld aus. Die Lizenz- und Pflegeerlöse erwarten wir dabei leicht sinkend, da wir uns in einigen Produktfamilien bei einer Umstellung der Software-Lizenzverträge hin zu Software-Subskriptionen befinden. Entsprechend erwarten wir eine weitere Steigerung der Software-Subskriptionsumsätze. Bei den Dienstleistungsumsätzen erwarten wir nach wie vor eine beständige Nachfrage und gehen von steigenden Umsätzen in diesem Bereich aus. Aufgrund von anstehenden Fortentwicklungen in der Technologiebasis werden nach Ansicht der Geschäftsführung auch in Zukunft Investitionen in die Erneuerung des Produktportfolios notwendig sein, um die zukünftige Ertragskraft der Gesellschaft sichern. 3.2 Erwartete wirtschaftliche Entwicklung Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Die Planung beruht auf Erwartungen und Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter auf Basis unserer gruppenweiten Mittelfristplanung. In die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der VertiGIS GmbH wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Im Finanzjahr 2024 geht die Geschäftsführung, abgeleitet vom gruppenweiten Budget und bei vergleichbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, von einer Steigerung Umsatzerlöse in einer Bandbreite von 5-8% und für das EBITDA von einer Steigerung von ca. 49% im Vergleich zum Ergebnis von 2023 aus. 4 Risiko- und Chancenbericht Es bestehen sowohl Risiken aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage als auch aufgrund von allgemeinen Entwicklungen auf dem Softwaremarkt. Darüber hinaus bestehen unternehmensspezifische Risiken und Chancen. Die Erfassung der Risiken berücksichtigt einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren und erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Schwellenwerte sowohl brutto, d. h. vor der Durchführung von Gegenmaßnahmen als auch netto, d. h. nach der Durchführung der Gegenmaßnahmen. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen in drei Risikokategorien eingestuft (von "hoch" bis "gering"). Bestandsgefährdende Risiken liegen hiernach nicht vor. Wettbewerb (Risikoklasse hoch) Die Wettbewerbslandschaft für VertiGIS ist sehr vielfältig. Auf der einen Seite gibt es nur sehr wenig Wettbewerb vor allem in den Märkten, in denen wir mit unserem lokalisierten Produktportfolio (Deutschland mit unseren Katasterlösungen) tätig sind. Deutlich mehr Wettbewerb gibt es auf den Märkten für Versorgungsunternehmen und Telekommunikationsmärkten auf der ganzen Welt mit wichtigen Akteuren wie GE, Hexagon und ähnliche. VertiGIS investiert kontinuierlich in seine Lösungen, um den technologischen Entwicklungen voraus zu sein. Wir haben den Aufbau unserer globalen F&E-Abteilungen Abteilungen überprüft und an die Marktbedürfnisse angepasst. Gleichzeitig vertieften wir unsere Beziehungen zu Off- und Nearshore F&E-Anbietern, um flexibler auf die Bedürfnisse des auf Marktbedürfnisse reagieren zu können. Im Jahr 2023 haben wir unsere Anstrengungen erheblich ausgeweitet, um ein Partner-Ökosystem aufzubauen, um unsere Kunden besser zu unterstützen. Eine wichtige Initiative im Jahr 2023 war der Aufbau und die Vertiefung der Beziehungen zu ESRI Inc. (ESRI) auf Executive and Non-Executive Level und ihren Vertriebspartner als unser wichtigster Technologiepartner. Personalrisiko (Risikoklasse: hoch): Einer der wesentlichen Unternehmensbausteine ist das qualifizierte Personal. Aufgrund des hohen Wettbewerbs um Fachkräfte besteht ein Risiko der Personalkostensteigerung und die Möglichkeit, offene Stellen nicht zeitgerecht wieder besetzen zu können. Um diese Risiken zu minimieren, findet eine fortwährende Qualifizierung der Mitarbeitenden statt. Zudem betreibt das Unternehmen Nachwuchsrekrutierung an Universitäten und arbeitet unter anderem mit Personalvermittlungsunternehmen zur Nachbesetzung von Stellen zusammen. Darüber hinaus werden die Gehälter der Mitarbeiter in einem jährlichen Gehalts-Review Prozess überprüft. Mögliche durch diese Anpassungen verursachte Mehrkosten können sich auch aufgrund der hohen Inflation im Bereich von ca. 3,8% der Lohnsumme für das Jahr 2024 bewegen (ca. 600 T€). Für das Jahr 2025 könnte sich dieser Effekt auf bis zu 3% belaufen. Verstärktes Remote-Working und damit höhere Anforderungen an die IT-Sicherheit (Risikoklasse: hoch): Im Zuge der COVID-Pandemie wurde auch in der VertiGIS-Gruppe die Telearbeit oder die Arbeit von zu Hause aus eingeführt. Diese Entwicklung ging mit einer erhöhten Nachfrage und einem erhöhten Bedarf an IT-Sicherheit einher Im Jahr 2023 hat die Gruppe die IT-Sicherheitspraktiken weiter verbessert. Wir konnten die ISO 27001-Zertifizierung für unsere europäischen Einheiten erfolgreich umsetzen. Dies zeigt, dass VertiGIS robuste Sicherheitsstandards erfüllt. Chancen: Neben den geschilderten Risiken bestehen aufgrund von Großprojekten mit namhaften Adressen der Energiewirtschaft auch Chancen für die Gesellschaft. Hier sieht die Geschäftsleitung insbesondere außerhalb Deutschlands noch Wachstumsmöglichkeiten. Der im Zuge der Energiewende erforderliche Netzausbau der Energieversoger bietet neue Chancen für GIS unterstützte Planungs- und Entscheidungsprozesse. Darüber ergeben sich Chancen durch die Erweiterung des Produktportfolios der Gesellschaft durch Unternehmenszukäufe oder auch durch eine Konsolidierung der Anbieter im Markt. Neben der Erweiterung des Produktportfolios können sich durch Unternehmenszukäufe auch Synergieeffekte durch eine Straffung des Produktportfolios und durch die gemeinsame Nutzung von geteilten Ressourcen ergeben. Die Gesellschaft verfügt über ein monatliches Berichtswesen mit Vergleich der Soll- und Ist-Zahlen, so dass eine angemessene Reaktion auf evtl. Planabweichungen frühzeitig möglich ist. Von der Geschäftsführung wird im Rahmen der Erstellung des Wirtschaftsplans eine Planung erstellt, die zunächst in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsausschuss analysiert und mit den Gesellschaftern des Unternehmens verabschiedet wird.
Bonn, den 26. August 2024 VertiGIS GmbH Jens Schmidt Frank Bröse Feststellung des Jahresabschlusses 2023 Der Jahresabschluss der VertiGIS GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 30. August 2024 festgestellt.
Bonn, 30. August 2024 VertiGIS GmbH Jens Schmidt, Geschäftsführer |
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