Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft

Deutzer Allee 1, 50679 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 101097
Vorher
DANFRAN Beteiligungs Aktiengesellschaft
Eingetragen
15.4.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenPensionskassen und PensionsfondsMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
der Betrieb von Pensionsfondsgeschäften im Sinne der §§ 236 ff des VAG in allen ihren Arten und Geschäften, die damit in unmittelbarem Zusammenhang stehen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Isabel Spies
seit 14.11.2024
Prokura
Michael Peters
seit 14.11.2024
Prokura
Sascha Büchel
seit 14.11.2024
Prokura
Vorstandsmitglied
Sebastian Spielmann
seit 13.3.2023
Prokura
Martina Régnier
seit 19.5.2022
Vorstandsmitglied
Jens Dr. Wagener
seit 5.7.2021
Vorstandsmitglied
Andreas Martens
seit 17.3.2020
Prokura
Volker Brexendorf
seit 17.3.2020
Prokura
Rainer Dr. Hensel
seit 17.3.2020
Prokura
Jörg Pfützenreuter
seit 17.3.2020
Prokura
Michael Reuter
seit 17.3.2020
Prokura
Uwe Schöpe
seit 17.3.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäftsbericht 2023

Fünf-Jahres-Überblick

2023 2022 2021 2020 2019
Gebuchte Beiträge EUR 33.631.002 115.167.931 438.134.452 60.559.084 55.534.508
- Veränderung % -70,8 -73,7 623,5 9,0 20,4
Aufwendungen für Versorgungsfälle EUR 127.634.749 125.724.915 98.769.815 99.419.957 113.512.202
Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb EUR 2.809.029 2.786.599 2.541.424 2.631.313 2.415.358
Kapitalanlageergebnis EUR 22.999.422 20.743.484 19.519.888 20.506.864 24.121.857
Rohüberschuss EUR 257.855 583.800 716.628 794.878 600.520
Jahresüberschuss EUR 257.855 583.800 716.570 794.800 600.000
Kapitalanlagen EUR 1.780.195.656 1.740.046.083 2.114.141.054 1.700.928.616 1.633.854.300
Pensionsfondstechnische
Rückstellungen
EUR 1.767.034.217 1.726.906.160 2.100.549.809 1.688.714.460 1.627.944.362
Eigenkapital EUR 12.765.618 12.507.764 11.923.964 11.207.394 10.412.594
Versorgungsverhältnisse Anzahl 22.558 23.351 23.848 19.095 18.597

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir verallgemeinernd das generische Maskulinum. Damit sind selbstverständlich alle gleichberechtigt angesprochen.

Verwaltungsorgane der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Björn Bohnhoff Vorsitzender
Vorstandsmitglied der
Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG Köln
Gero Schomann Stellvertretender Vorsitzender
Mitglied der Geschäftsführung der
DWS International GmbH, Frankfurt am Main
Ulrich Christmann Vorstandsmitglied der
Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland), Frankfurt am Main

Vorstand

Andreas Müller Vorsitzender
Vorstandsbereich I
(Koordination der Geschäftsbereiche, Vertretung der AG nach außen, Datenschutz, Governance, Compliance, DDBR-Geschäftssparte, Fraud, Risikomanagement, Interne Revision, Bestandsverwaltung und Leistungsbearbeitung, Rechenzentrum und Informationstechnologie, Produktmanagement, IT-Datensicherheit, Recht und Steuern)
Martina Régnier Vorstandsbereich III
(Vertriebsunterstützung Bank, Vertriebsunterstützung Exklusiv- und Maklervertrieb, Großausschreibungen)
Dr. Jens Wagener Vorstandsbereich II
(Aktuariat, Investment Controlling und Administration, Rechnungswesen)

Lagebericht

Geschäftstätigkeit der Deutscher Pensionsfonds AG

Überblick

Die Deutscher Pensionsfonds AG vervollständigt das Produktangebot der Zurich Gruppe Deutschland im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge. Mit innovativen und marktgerechten Produkten, einer modernen Verwaltungsplattform und einem professionellen Anlagemanagement bieten wir unseren Kunden passende und individuelle Lösungen für die Auslagerung von Pensionsverpflichtungen. Durch die strategische Kooperation zwischen der Deutsche Bank AG und der Zurich Gruppe Deutschland verfügt die Deutsche Pensionsfonds AG über einen breiten Multi-Channel Vertriebsansatz.

Die Produkte

Die Deutscher Pensionsfonds AG bietet die Möglichkeit der Ablösung von bestehenden Pensionszusagen über die Nutzung des § 3 Nr. 66 EStG. Bestehende Pensionszusagen werden dabei im Rahmen des § 3 Nr. 66 EStG bilanzverkürzend auf die Deutscher Pensionsfonds AG ausgelagert. Mit den Pensionsplänen 8, 9 und 11 bietet die Deutscher Pensionsfonds AG Lösungen sowohl für Großkunden als auch für Übertragungen von kleineren bis mittleren Versorgungswerken sowie für Einzelzusagen an.

Unsere nicht versicherungsförmigen Pensionspläne 8, 9 und 11 im Überblick:

Kleine und mittlere Unternehmen sowie Gesellschafter-Geschäftsführer: Der Pensionsplan 11 beinhaltet einen optionalen biometrischen Risikoausgleich für Langlebigkeit zwischen nicht durch einen Konzern verbundenen Trägerunternehmen. Neben einer verbindlichkeitenorientierten Kapitalanlage, die über einen Spezialfonds abgebildet wird, stehen drei weitere gemanagte Kapitalanlagestrategien für die Trägerunternehmen zur Auswahl.

Konzerne: Der Pensionsplan 9 richtet sich an Konzerne, die eine Auslagerung der Pensionsverpflichtungen mehrerer Gesellschaften des Konzerns umsetzen möchten. Er ermöglicht einen biometrischen Risikoausgleich für Langlebigkeit zwischen Tochterfirmen. Die Kapitalanlage wird individuell mit dem Trägerunternehmen abgestimmt und individuelle Services vereinbart.

Vervollständigt wird die Produktpalette mit dem Pensionsplan 8. Dieser richtet sich an Unternehmen, denen die Möglichkeiten einer individuell abgestimmten Kapitalanlage oder auch Anlage in Rückdeckungsversicherungen wichtig sind.

Die Deutscher Pensionsfonds AG und die PB Pensionsfonds AG haben unter der Marke "Die Deutsche Betriebsrente" ein Konsortium für das Sozialpartnermodell gegründet. Die Deutscher Pensionsfonds AG ist der Konsortialführer.

Regelmäßige Informationen zur Nachhaltigkeit der Kapitalanlage in den angebotenen Finanzprodukten

In Zusammenarbeit mit zwei Trägerunternehmen hat die DPAG zwei Kapitalanlagen angeboten, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Diese Kapitalanlagen sind im Rahmen des Pensionsplans 8 aufgelegt worden. Hierbei handelt es sich um die beiden Spezialfonds (Sondervermögen) "Deutsche GPF" sowie "DBV1". Es handelt sich hierbei nicht um Finanzprodukte, in deren Kapitalanlage Neukunden investieren können.

Als Finanzmarktteilnehmer im Sinne der Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (sog. ,Offenlegungsverordnung' oder ,Transparenzverordnung') ist die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft zur Offenlegung von bestimmten nachhaltigkeitsbezogenen Informationen verpflichtet. Im Folgenden finden Sie die Information nach Artikel 11 der Verordnung (EU) 2019/2088 für die von der DPAG vertriebenen Finanzprodukte.

Sofern das Produkt in die Kapitalanlage "Deutsche GPF Spezialfonds" oder in den "DBV1 Spezialfonds" investiert ist, gilt:

Bei diesem Finanzprodukt erfolgt die Kapitalanlage vollständig in einem Spezial-Fonds (Sondervermögen). Bei den Informationen zur Nachhaltigkeit der Kapitalanlage ist die Deutscher Pensionsfonds AG auf Angaben des Fondsmanagers angewiesen. Die nachfolgende Darstellung beruht auf diesen Angaben.

Mit dem Finanzprodukt wurden im Jahr 2023 ökologische oder soziale Merkmale beworben bzw. gefördert (Artikel 8 der Verordnung (EU) 2019/2088). Leider wurden zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes die regelmäßigen Informationen nach Artikel 11 der Verordnung (EU) 2019/2088 für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr der Fonds durch den Fondsmanager noch nicht veröffentlicht. Daher werden wir diese auf unserer Website https://www.deutscher-pensionsfonds.com/de-de/nachhaltigkeitsbezogene-offenlegung unter den "Angaben auf Produktebene" veröffentlichen, sobald der Fondsmanager den Jahresbericht des jeweiligen Fonds veröffentlicht hat und wir die Information unsererseits geprüft haben. In dieser Veröffentlichung werden Sie auch Informationen dazu erhalten, wie die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen bei der Kapitalanlage im letzten abgelaufenen Geschäftsjahr des Fonds berücksichtigt wurden.

Aus diesem Grunde finden Sie im Anhang dieses Lageberichtes...

... zum "Deutsche GPF Spezialfonds" die Veröffentlichung nach Artikel 11 der Verordnung (EU) 2019/2088 "Regelmäßige Informationen zu den in Artikel 9 Absätze 1 bis 4a der Verordnung (EU) 2019/2088 und Artikel 5 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2020/852 genannten Finanzprodukte" für das vorletzte abgelaufene Geschäftsjahr des Fonds mit Stand 30.11.2022. Hierbei handelt es sich um den aktuell gültigen Stand der Information aus dem letzten veröffentlichten Jahresbericht des Spezialfonds.

Weiterer Hinweis: Aufgrund von regulatorischen Konkretisierungen wurde die Bewertung der nachhaltigen Ausrichtung dieser Kapitalanlage durch das Fondsmanagement zum 01.01.2023 angepasst. Mit der Kapitalanlage werden ab diesem Zeitpunkt ökologische und/oder soziale Merkmale beworben bzw. gefördert (Artikel 8 der Verordnung (EU) 2019/2088), ohne nachhaltige Investitionen im Sinne von Artikel 9 der Verordnung (EU) 2019/2088 anzustreben, jedoch kann die Kapitalanlage in Teilen nachhaltige Investitionen enthalten. Die bisher verfolgte nachhaltige Anlagestrategie als solche wird hierdurch nicht berührt. Die laufende Information des Fondsmanagers im Anhang erfolgte für das Jahr 2022 noch auf Basis der damals geltenden Bewertung.

... zum "DBV1 Spezialfonds" keine Veröffentlichung nach Artikel 11 der Verordnung (EU) 2019/2088 für das vorletzte Geschäftsjahr des Fonds, da der Fonds im letzten Geschäftsjahr erstmals ökologische oder soziale Investitionen nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2019/2088 Artikel 8 beworben bzw. gefördert hat und daher kein entsprechender Bericht für das vorletzte Geschäftsjahr existiert.

Für alle sonstigen Produkte gilt:

Mit diesem Finanzprodukt werden weder ökologische oder soziale Merkmale beworben oder gefördert noch wird eine nachhaltige Investition angestrebt. Die diesem Finanzprodukt zugrunde liegenden Investitionen berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Aufgrund der Ausgestaltung der Anlagestrategie, die keine ökologischen und sozialen Merkmale verfolgt, werden die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren nicht berücksichtigt.

Die Vertriebspartner

Die Deutscher Pensionsfonds AG verfolgt einen Multi-Channel Vertriebsansatz. Zu diesem Zweck hat die Deutscher Pensionsfonds AG Vertriebsvereinbarungen mit der Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG einerseits und der Deutsche Bank AG, der DB Privat- und Firmenkundenbank AG und der DWS Beteiligungs GmbH andererseits abgeschlossen. Damit sind für den Vertrieb von Pensionsfondsprodukten die gesamten Vertriebswege der Zurich Gruppe Deutschland und der Deutsche Bank Gruppe erschlossen.

Über das Konsortium von Deutscher Pensionsfonds AG und PB Pensionsfonds AG besteht auch die Möglichkeit, die Vertriebskanäle der Talanx Gruppe in Zusammenhang mit Sozialpartnermodellen zu nutzen.

Die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland

Deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 auf Niveau von Corona-Pandemie Beginn

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wurde auch im Jahr 2023 spürbar von den Folgen des Krieges in der Ukraine und den damit einhergehenden Herausforderungen geprägt. Die Corona-Pandemie wurde offiziell als beendet erklärt, einzelne Fälle treten dennoch auf, wenn auch ohne pandemische Merkmale. Insbesondere die extremen Energiepreiserhöhungen und steigenden Lebenshaltungskosten verschärften die erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche bereits im Jahr 2022 vorhanden waren und in Material- und Lieferengpässen und dem Fachkräftemangel resultieren. Gleichzeitig zeigte sich auch im Jahr 2023 wieder, dass der Klimawandel kein zyklisch auftretendes Thema ist und neben den kurzfristigen Krisen eine langfristige Herausforderung darstellt. Die Folgen der globalen Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft, wodurch diese kein Wachstum verzeichnen konnte.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2019 stieg das BIP im vergangenen Jahr in Deutschland lediglich um 0,7 % und damit deutlich schwächer als in vielen anderen europäischen Staaten. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung fiel im Jahr 2023 um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr an. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich leicht ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 %. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen.

Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Der deutsche Außenhandel entwickelte sich im Jahr 2023 aufgrund der schwachen Weltkonjunktur schlecht und dürfte sich auch 2024 nicht bemerkbar verbessern. Globale geldpolitische Straffungen und die Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit setzten dem deutschen Außenhandel zu. Nach ersten Berechnungen fielen die Exporte im Jahr 2023 preisbereinigt um -1,2 % und die Importe preisbereinigt um -1,9 %.

Im Jahr 2023 spannte sich der Arbeitsmarkt weiter an, wenn auch weniger stark als in den Jahren zuvor. Im Jahresdurchschnitt erbrachten 45,9 Mio. in Deutschland arbeitende Erwerbstätige die Wirtschaftsleistung. Damit stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr und überstieg damit erneut das Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Einen besonders starken Zuwachs an Erwerbstätigen verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation (+2,6 %). Die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei ist der einzige Wirtschaftsbereich, der einen Rückgang der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr (-0,4 %) vermeldet. Die Anzahl an Erwerbstätigen in den Wirtschaftsbereichen Finanz- und Versicherungsdienstleister und Grundstücks und Wohnungswesen stagnierte.

Die privaten Konsumausgaben fielen nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegen die Konsumausgaben weiterhin unter Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1 %). Ursächlich hierfür waren besonders die hohen Verbraucherpreise insbesondere für Nahrungsmittel und Energie. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Ausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Coronamaßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatten die Staatsausgaben in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Im Jahr 2023 haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Schnitt um +5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit erreicht der Verbraucherpreisindex einen historischen Höchststand, der laut dem Statistischen Bundesamt insbesondere auf die extremen Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine zurückzuführen sei. Die hohe Inflationsrate hatte für die Arbeitnehmer klare Reallohnverluste zur Folge. Dadurch, dass die Verbraucherpreise stärker als das verfügbare Einkommen stiegen, sank die Kaufkraft der privaten Haushalte.

Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise haben das ohnehin schwierige, von sozialen Ungleichheiten geprägte Umfeld, hoher Staatsverschuldung, erhöhter Cyber-Kriminalität und Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit beeinflusst. Während die Regierungen und Gesellschaften weiterhin nach angemessenen Lösungen suchen, werden die Herausforderungen durch unzureichende Vorsorge, konkurrierende Interessen und die Folgen früherer Entscheidungen noch größer. Nirgendwo ist dies deutlicher geworden als im Kampf gegen die hohe Inflation. Regierungen und Zentralbanken versuchen zu reagieren. Dennoch bleibt das Risiko politischer Fehler hoch, da der Spielraum für die gleichzeitige Bewältigung wirtschaftlicher und damit verbundener gesellschaftlicher Belastungen begrenzt ist. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone ist von ebendiesen Herausforderungen betroffen.

Entwicklung an den Kapitalmärkten

Wie bereits 2022 wurde die Entwicklung an den Kapitalmärkten auch 2023 maßgeblich durch die Themen Inflation und Geldpolitik bestimmt. Grundsätzlich war die Erwartung vieler Marktteilnehmer, dass die Inflation 2023 den Höhepunkt erreichen und die Zentralbanken somit am Ende des Zinserhöhungszyklus stehen würden, sodass der Ausblick sowohl für die Aktien- als auch die Rentenmärkte grundsätzlich positiv war. Dank fallender Energiepreise sank die Gesamtinflation, während sich die Kerninflation - gemessen ohne die schwankungsreichen Preise für Energie und Lebensmittel - auf hohem Niveau stabilisierte. So führte die gerade im ersten Halbjahr 2023 hohe Kerninflation sowie der stabile Arbeitsmarkt zu restriktiven Geldpolitiken der US-Zentralbank Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank, in deren Folge durch die höheren Zinsen sich im Verlauf des Jahres dann auch die wirtschaftlichen Daten und Prognosen abschwächten. Während sich die Wirtschaft in den USA noch stabil halten konnte, befand sich die Eurozone mit zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit negativem Wirtschaftswachstum bereits Ende des ersten Quartals in einer sogenannten technischen Rezession. Obwohl der Dienstleistungssektor sich im ersten Halbjahr noch sehr positiv entwickelte, verschlechterten sich die Frühindikatoren sowohl des verarbeitenden Gewerbes als auch später des Dienstleistungssektors, über das Jahr hinweggesehen, deutlich. Auf den Finanzmärkten zeigten sich erste Verwerfungen mit dem Kollaps der Silicon Valley Bank in den USA und in Europa musste die Credit Suisse unter Eingriff der Schweizer Nationalbank von der UBS übernommen werden, um einen Zusammenbruch der Credit Suisse mit weitreichenden negativen Folgen für das Finanzsystem zu verhindern. Insgesamt erwies sich das Bankensystem jedoch sowohl in den USA als auch in Europa als sehr robust und konnte diese kurzzeitige Krise gut überwinden.

Die Rentenmärkte erfuhren 2023 durch die Zinsentwicklung ein sehr volatiles Jahr. Getrieben durch die weiterhin hohe Inflation und die Zinserhöhungen der Zentralbanken, erreichten die Renditen deutscher Staatsanleihen gegen Ende des dritten Quartals ihre Höchststände und wiesen folglich deutliche Kursrückgänge auf. Ein stark ausgeprägter Zinsrückgang im vierten Quartal ließ länger laufende Anleihen gegen Jahresende dann aber wieder unterhalb der Renditen des Vorjahres fallen, so dass über das Gesamtjahr Kursgewinne erzielt werden konnten.

Im Immobiliensektor setzte sich der Trend aus 2022 ebenfalls fort. Viele Immobilien mussten weitere oder erstmalige Abwertungen erfahren, wobei Immobilien in den sehr guten Lagen mit niedrigem Risiko erneut besser abschneiden konnten als der Gesamtmarkt. Die gestiegenen Zinsen und hierdurch höheren Finanzierungskosten bzw. die Unsicherheit bzgl. zukünftiger Refinanzierungen machten sich nun auch bei großen Immobilienunternehmen bemerkbar. Resultierend daraus gab es die ersten Insolvenzen im Immobiliensektor. Speziell im Bereich der Immobilienentwicklungen kam es zu Engpässen bei Finanzierungen und Refinanzierungen. Auch einige gelistete Aktiengesellschaften in der Immobilienbranche sehen sich zunehmend stärkerem Gegenwind ausgesetzt, sei es durch Neubewertungen des Portfolios oder die gestiegenen Finanzierungskosten.

Während die Zinsen Ende des dritten/Anfang des vierten Quartals auf langjährigen Höchstständen notierten, zeigten die Maßnahmen der Zentralbanken ihre Wirkung und die Kerninflation ging merklich zurück, sodass nun mit keinen weiteren Zinserhöhungen in Europa und den USA gerechnet wird. Im Gegenteil, speziell in den USA wird bereits von einigen Marktteilnehmern mit Zinssenkungen im ersten Halbjahr 2024 gerechnet. Diese Entwicklung und der implizite Ausblick lösten eine Kursrallye bei globalen Aktien aus, sodass einige Indizes ihre Allzeithöchststände erreichen konnten. Allerdings könnte dies auch ein Risiko für Aktien im Jahr 2024 darstellen, da der Kapitalmarkt vor dem Hintergrund eines sich verlangsamenden Wirtschaftswachstums und einer gegebenenfalls zu früh erwarteter Zinssenkung eventuell zu optimistisch positioniert ist.

Die Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft 2023

Auch das Versicherungsgeschäft wurde im Jahr 2023 stark von der steigenden Inflation und den Folgen des Krieges in der Ukraine geprägt. Über alle Sparten hinweg schätzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) einen leichten Anstieg der Beitragseinnahmen 2023 um 0,6 % auf 224,7Mrd. EUR. Die realen Einkommensverluste der privaten Haushalte belasten dabei vor allem das Geschäft der Lebensversicherer, da die Menschen weniger Geld für die private Altersvorsorge zurücklegen. In der Schaden- und Unfallversicherung und der privaten Krankenversicherung sind trotz diverser Krisen weiterhin Beitragszuwächse zu verzeichnen.

In der Lebensversicherung insgesamt (inklusive Pensionsfonds und Pensionskassen) sanken die gebuchten Bruttobeiträge deutlich, um -5,0 % gegenüber dem Vorjahr auf 92,17 Mrd. EUR.

In den Geschäftsergebnissen der Lebensversicherer i. e. S. zeichnet sich ein Trend deutlich sinkender Beitragseinnahmen aufgrund stark rückläufiger Einmalbeiträge und grundsätzlichem Rückgang im Neuzugang ab. Die Anzahl der Versicherungsverträge weist laut GDV einen Bestandsrückgang auf. Laut Ergebnissen des GDV sanken die gebuchten Brutto-Beiträge im Geschäftsjahr 2023 (ohne Beiträge aus RfB) auf 89,15 Mrd. EUR; dies entspricht einem Rückgang von 3,9 %. Die laufenden Beiträge blieben nahezu konstant bei 64,27 Mrd. EUR und steigerten damit ihren Anteil auf 72,1 % der Beitragseinnahmen (Vorjahr: 69,3 %), da die Einmalbeiträge im selben Zeitraum um -12,5 % auf 24,88 Mrd. EUR zurückgingen. Der Bestand an Hauptversicherungen betrug zum 31.12.2023 81,42 Mio. Verträge und sank damit um 0,5 %. Dennoch stieg die versicherte Summe um 2,4 % auf 3.639,11 Mrd. EUR und der laufende Beitrag um 0,4 % auf 64,76 Mrd. EUR.

Der Anteil der fondsgebundenen Versicherungen ist mit 4,4%, bezogen auf die Bestandsstruktur (laufender Beitrag), unverändert, Rentenversicherungen als Mischformen mit Garantien stiegen um 1,2 Prozentpunkte auf 25,8% und sind somit in Summe bei 30,2 %. Beide Werte verdeutlichen das starke Wachstum der fondsgebundenen Lebensversicherungen. Im Jahr 2023 erreichte der Neuzugang laut GDV 4,42 Mio. Lebensversicherungsverträge (0,2 %) mit einer Versicherungssumme in Höhe von 322,53 Mrd. EUR, was einem Anstieg von +3,7 %entspricht. Basierend auf Neugeschäftsbeiträgen errechnet sich für das Jahr 2023 ein Annual Premium Equivalent (APE) in Höhe von 8,90 Mrd. EUR (-1,1 %).

Die Bedeutung von Rentenversicherungen für das Neugeschäft der Lebensversicherer nahm im vergangenen Jahr leicht ab. Ihr Anteil am Neugeschäft belief sich, gemessen an der Anzahl der Verträge, auf 46,1 % (Vorjahr: 48,3 %) und gemessen an den Beiträgen auf 67,3 % (Vorjahr: 70,2 %).

Der Bestand an förderfähigen Riester-Verträgen sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf 10,01 Mio. Verträge (-2,3 %). Der laufende Beitrag des gesamten Neuzugangs an Riester-Verträgen betrug 213,83 Mio. EUR (-19,9 %) mit einer versicherten Summe von 4,66 Mrd. EUR, die im Jahr 2023 ebenfalls deutlich gesunken ist (-28,4 %). Die Entwicklung der Basisrente ist entgegen den anderen Trends im Bereich der Lebensversicherer i. e. S. positiv. Der GDV meldet 133.800 neu abgeschlossenen Verträge im Jahr 2023 (+14,2 %) und einen laufenden Beitrag in Höhe von 502,83 Mio. EUR (+22,7 %).

Im Gegensatz zu der privaten Altersvorsorge entwickelte sich die betriebliche Altersvorsorge (bAV) im vergangenen Jahr deutlich schlechter. Die gebuchten Bruttobeiträge sanken in der bAV nach ersten Berechnungen des GDV um -5,7 % gegenüber 2022 auf 19,1 Mrd. EUR. Auch in der Entwicklung der Pensionsfonds lassen sich laut GDV wie bei den Pensionskassen rückläufige Tendenzen in der Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr abzeichnen. Die gebuchten Bruttobeiträge der Pensionskassen sanken auf 1,92 Mrd. EUR (-5,0 %).

Während des Geschäftsjahres 2023 wurden 42.200 Hauptversicherungen neu abgeschlossen, was 10,9% weniger sind als im Vorjahr -die versicherte Summe des Neuzugangs belief sich dabei auf 0,54 Mrd. EUR und damit nur 1,6% unter Vorjahr. Der laufende Beitrag für ein Jahr sank für Haupt- und Zusatzversicherungen auf 29,70 Mio. EUR (-0,4 %), Einmalbeiträge sanken um 1,3% auf 129,24 Mio. EUR und somit verringerte sich die APE auf 43,75 Mio. EUR.

Die Entwicklung der Pensionsfonds in Deutschland 2023

Die gebuchten Bruttobeiträge der Pensionsfonds normalisierte sich auf ein Niveau vor Corona und Sondereffekten mit 1,10 Mrd. EUR (-50,8 %). Der gesamte Neuzugang belief sich im vergangenen Jahr auf 58.200 versicherte Personen (+0,8 %). Der laufende Beitrag für ein Jahr aus diesem Neuzugang stieg auf 40,56 Mio. EUR (+19,2 %), der Einmalbeitrag sank auf 0,81 Mrd. EUR (-60,2 %). Basierend auf den vorläufigen Neugeschäftsbeiträgen, errechnet sich hieraus ein APE von 121,43 Mio. EUR (-48,8 %).

Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Die Geschäftstätigkeit der Deutscher Pensionsfonds AG umfasste im Geschäftsjahr sowohl beitragsbezogene als auch leistungsbezogene Pensionspläne.

Im Berichtsjahr 2023 wurden ausschließlich Verträge für die Übertragungen von Pensionsverpflichtungen ohne versicherungsförmige Garantien gemäß der Pensionspläne 8, 9 und 11 abgeschlossen. Die Einmalbeiträge für diese leistungsbezogenen Pensionspläne beliefen sich auf 33,4 Mio. EUR (Vorjahr: 114,8 Mio. EUR).

Neben den Beiträgen für leistungsbezogene Pensionspläne wurden zudem 280,3 Tsd. EUR (Vorjahr: 320,2 Tsd. EUR) für beitragsbezogene Pensionspläne vereinnahmt. Insgesamt belaufen sich die gebuchten und verdienten Bruttobeiträge im Geschäftsjahr auf 33,6 Mio. EUR (Vorjahr: 115,2 Mio. EUR). Das Pensionsfondsgeschäft ist vorwiegend gekennzeichnet durch das Einmalbeitragsgeschäft, welches in hohem Maße vom Erfolg im Großkundensegment beeinflusst wird. Der Rückgang zum Vorjahr begründet sich dabei durch eine Bestandsübertragung von einem Großkunden im Jahr 2022. Derartige Übertragungen sind generell ursächlich für die deutlichen jährlichen Schwankungen bei den Einmalbeiträgen. Auch in diesem Jahr liegt die Entwicklung der Einmalbeiträge über unseren Erwartungen, da eine Großübertragung stattgefunden hat, die jedoch im Vorjahresvergleich betragsmäßig gering ausfiel. Unsere Annahmen bezüglich des Ausbaus des kleinteiligeren, aber besser planbaren Einzelübertragung-Segmentes wurden nicht erfüllt, haben sich im Jahresverlauf jedoch positiv entwickelt.

Im Berichtsjahr wurden 127,4 Mio. EUR (Vorjahr: 125,5 Mio. EUR) an Leistungen an die Versorgungsberechtigten ausgezahlt. Davon entfielen 127,0 Mio. EUR (Vorjahr: 125,0 Mio. EUR) auf leistungsbezogene Pensionspläne, womit erwartungsgemäß ein gleichbleibendes Niveau erhalten bleibt.

Über die Zusammensetzung des Pensionsfondsvertragsbestandes in tabellarischer Form berichten wir in den Anlagen zum Lagebericht.

Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Abschlussaufwendungen auf 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) angestiegen. Bezogen auf die Beitragssumme stieg der Abschlusskostensatz auf 4,9 % (Vorjahr: 1,3 %).

Die Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr von 1,3 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR gesunken. Der Verwaltungskostensatz in Bezug auf die gebuchten Bruttobeiträge stieg im Vergleich zum Vorjahr von 1,1% auf 3,5 %.

Haupttreiber für die deutlich gestiegenen Kosten ist das geringere Volumen an gebuchten Bruttobeiträgen gegenüber dem Vorjahr.

Kapitalanlageergebnis

Der Kapitalanlagebestand zu Bilanzwerten ohne die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern stieg per ultimo 2023 auf 20,3 Mio. EUR (Vorjahr: 20,2 Mio. EUR).

Die Nettoerträge aus diesem Bestand betrugen im Geschäftsjahr 353,5 Tsd. EUR nach 345,3 Tsd. EUR im Vorjahr. Die Nettoverzinsung betrug 1,7 % (Vorjahr: 1,7 %).

Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitgebern und Arbeitnehmern stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 Mrd. EUR auf 1,8 Mrd. EUR.

Bei diesen Kapitalanlagen wurden im Geschäftsjahr nicht realisierte Gewinne per Saldo von 116,8 Mio. EUR (Vorjahr: Nicht realisierte Verluste 384,6 Mio. EUR) ausgewiesen.

Überschussbeteiligung und Zinszusatzreserve für Versorgungsberechtigte

Das Niveau der Überschussanteilsätze wurde für 2024 gegenüber 2023 nicht geändert. Einzelheiten hierzu sind der Aufstellung "Überschussanteilsätze 2024" ab Seite 43 zu entnehmen.

Grundsätzlich besteht die Überschussbeteiligung für unsere Kunden aus den Komponenten Dotierung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung und Direktgutschrift.

In diesem Berichtsjahr wurden jedoch, wie im Vorjahr, keine Mittel für die unmittelbare Überschussbeteiligung unserer Kunden in Form der Direktgutschrift aufgewandt.

Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden in diesem Jahr ebenfalls keine Mittel (Vorjahr: 0 EUR) zugeführt.

Der Aufbau einer sogenannten Zinszusatzreserve zur Erhöhung der Sicherheitsmargen in der Deckungsrückstellung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Basis eines Referenzzinssatzes von 1,57 % (Vorjahr: 1,57 %) fortgesetzt. Dabei wurden der Deckungsrückstellung 28,7 Tsd. EUR (Vorjahr: Zuführung in Höhe von 18,7 Tsd. EUR) entnommen, da sich die Lage, bedingt durch das derzeitige Zinsumfeld und eines konstant bleibenden Referenzzinssatzes, etwas verbessert.

Vermögens- und Finanzlage

Die gesamten Aktiva beliefen sich am Bilanzstichtag auf 1,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,7 Mrd. EUR). Die Kapitalanlagen ohne das fondsgebundene Geschäft erhöhten sich von 20,2 Mio. EUR auf 20,3 Mio. EUR und stellen somit 1,1 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 1,2 %).

Die stärkste Anlagenkategorie in unserem Portfolio sind weiterhin Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (60,3 %, Vorjahr: 60,9 %) und Sonstige Ausleihungen (35,7 %, Vorjahr: 36,2 %) sowie Ausleihungen an verbundenen Unternehmen (3,7 %, Vorjahr: 2,5 %).

Der Rückgang des Marktzinsniveaus (Swapsatz (EUR) 10 Jahre lag zum Jahresende 2023 bei 2,5 %, Vorjahr 3,2 %) führte insbesondere bei diesen zinssensitiven Anlagen zu einem Anstieg der Marktwerte. Die stillen Nettoreserven bezogen auf den Buchwert des Kapitalanlagebestandes betrugen -6,5 % zum 31.12.2023 und stiegen damit um 42,2 % auf -1,3 Mio. EUR (Vorjahr: -2,3 Mio. EUR).

Das Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern hatte einen Anteil an der Bilanzsumme von 98,8 % (Vorjahr 98,8 %). Der Buchwert des Vermögens für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern erhöhte sich durch die Kapitalmarkteinflüsse von 1,7 Mrd. EUR auf 1,8 Mrd. EUR.

Das Eigenkapital der Deutscher Pensionsfonds AG stieg um 2,1 % auf 12,8 Mio. EUR an (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR). Von dem Jahresüberschuss in Höhe von 257,9 Tsd. EUR (Vorjahr: 583,8 Tsd. EUR) wurden 12,9 Tsd. EUR (Vorjahr: 29,2 Tsd. EUR) den Gewinnrücklagen (der gesetzlichen Rücklage) und 245,0 Tsd. EUR (Vorjahr: 554,6 Tsd. EUR) zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 7,3 Mio. EUR in den Bilanzgewinn eingestellt. Der Bilanzgewinn betrug zum 31.12.2023 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR).

Die pensionsfondstechnischen Rückstellungen erhöhten sich um 0,5 % und betrugen zum Jahresende 7,1 Mio. EUR nach 7,1 Mio. EUR im Vorjahr. Hinzu kommen die pensionsfondstechnischen Rückstellungen, bei denen das Anlagerisiko von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen wird, in Höhe von 1,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,7 Mrd. EUR). Die Deckungsrückstellung für das versicherungsförmige Geschäft beinhaltete eine Zinszusatzreserve in Höhe von 775,2 Tsd. EUR (Vorjahr: 803,9 Tsd. EUR). Die Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (RfB) verringerten sich um 2,4 % und lagen bei 129,4 Tsd. EUR. Der Schlussüberschussanteilfonds belief sich auf 59,9 Tsd. EUR (Vorjahr: 62,3 Tsd. EUR) und reduzierte sich um 4,0 %. Der freie Teil der RfB erhöhte sich von 64,6 Tsd. EUR auf 65,7 Tsd. EUR.

Die Verbindlichkeiten betrugen zum Geschäftsjahresende 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 643,4 Tsd. EUR), wobei die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Pensionsfondsgeschäft gegenüber Arbeitnehmern und Arbeitgebern mit 47,5 % (Vorjahr: 83,7 %) den größten Teil ausmachten.

Die Liquidität des Unternehmens wird laufend geprüft und Hochrechnungen monatlich aktualisiert. Es bestanden während des Geschäftsjahres jederzeit ausreichend liquide Mittel.

Entwicklung von Leistungskennziffern

Die wesentlichen Leistungskennziffern des Unternehmens sind die Beitragsentwicklung, der Rohüberschuss und die Solvabilität.

Da überwiegend Verträge für die Übertragung von Pensionsverpflichtungen gezeichnet werden, ist die Beitragsentwicklung stark schwankend. In diesem Jahr wurden keine (neuen) Bestände von Großkunden übernommen, somit ist das Volumen im Einzelübertragungssegment im Vergleich zum Vorjahr geringer.

Das Eigenkapital erhöhte sich zum Vorjahr von 12,5 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR.

Der Rohüberschuss vor Reduktion der Zinszusatzreserve sank im Vergleich zum Vorjahr von 602,5 Tsd. EUR auf 229,1 Tsd. EUR.

Die Solvabilitätsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert und liegt nun bei 220 % (Vorjahr: 222 %). Dies steht für Konstanz und unterstreicht die Solidität und Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft.

In unseren Prozessabläufen liegt der Fokus auf Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit. Aus diesem Grund achten wir darauf, dass die Dienstleister, mit denen wir zusammenarbeiten, bestimmte Standards in Sachen Qualität und Sicherheit erfüllen.

Als Unternehmen der Zurich Gruppe Deutschland beziehen wir unsere Kunden in die allgemeinen Umfragen zum Net Promoter Score ein, um uns stetig in der Erfüllung der Erwartungen und des Bedarfs unserer Kunden zu verbessern.

Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2023, trotz der äußeren Einflüsse, gemäß unseren Erwartungen. Dies betrifft insbesondere den Rohüberschuss und die Solvabilität, die Beitragserwartungen wurden nicht ganz erfüllt.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil zu beurteilen.

Jahresergebnis und Bilanzgewinn

Das Geschäftsjahr endete mit einem Jahresüberschuss von 257.855 EUR (Vorjahr: 583.800 EUR). Nach Einstellung von 12.893 EUR in die gesetzliche Rücklage (Vorjahr: 29.190 EUR) und unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von 7.261.425 EUR (Vorjahr: 6.706.815 EUR) betrug der Bilanzgewinn 7.506.387 EUR (Vorjahr: 7.261.425 EUR).

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeit wird die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft laufend von Chancen und Risiken begleitet. Um unter diesen Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren, hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem aufgebaut, das in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse integriert ist. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft aus der Geschäftsstrategie die Risikostrategie abgeleitet, das Risikotragfähigkeitskonzept entsprechend definiert und ein Limitsystem im Sinne eines Frühwarnsystems eingerichtet. Darüber hinaus ist das Governance-System mit seinen Schlüsselfunktionen und Funktionstrennungen so aufgebaut, dass es das Risikomanagement unterstützt.

Ziel des Risikomanagements ist die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit der langfristigen und nachhaltigen Existenzsicherung der Gesellschaft. Mit zielgerichteten Risikomanagementaktivitäten verfolgt die Gesellschaft die Optimierung der Risikolage, d. h. eine Begrenzung der Risiken auf ein akzeptables Niveau unter Berücksichtigung der ihnen gegenüberstehenden Chancen. Bei den Aktivitäten berücksichtigt die Gesellschaft die aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Durch die regelmäßige Anwendung von konsistenten Risikomanagementverfahren identifiziert und bewertet die Gesellschaft ihr Risikopotential und ergreift bei Bedarf Gegensteuerungsmaßnahmen. Überschreiten die Analyseergebnisse dabei den definierten Toleranzbereich, werden risikomindernde Maßnahmen eingeleitet. Deren Umsetzung und Wirksamkeit werden anhand eines systematischen Controllings überwacht. Darüber hinaus soll durch entsprechende Prozesse gewährleistet werden, dass das Management zeitnah über neu auftretende Risiken informiert wird und erforderliche Maßnahmen eingeleitet werden.

Das Risikomanagement der Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und ist in das Risikomanagement der Zurich Gruppe Deutschland (ZGD) und dessen Aufbauorganisation integriert. Dem zentralen Risikomanagement, einem eigenständigen Bereich, obliegt dabei die Organisation, Verantwortlichkeitsregelung, Koordination, Überwachung und Kommunikation des Risikomanagementprozesses.

Gemäß des Jahresplans wird unter anderem in Workshops mittels Risikoanalysemethoden die Risikoidentifikation und -bewertung vorgenommen. Die daraus resultierenden Informationen werden zentral in einem System vorgehalten, sodass umfassende sowie konsistente Risikoanalysen erstellt werden können. Darüber hinaus wird durch das implementierte Limitsystem der vom Vorstand definierte Risikoappetit operationalisiert und durch entsprechende Risikokennzahlen die Risikotragfähigkeit überwacht. Durch risikopolitische Maßnahmen im Unternehmen, aber auch durch die Umsetzung der Aktivitäten aus den verschiedenen Risikoanalysemethoden, soll eine Risikominderung erreicht werden. Die Erkenntnisse aus dem Risikomanagementprozess werden schließlich im Risikoreporting dargestellt.

Das operative Risikomanagement findet in den Fachbereichen statt und ist somit in die Geschäfts- und Entscheidungsprozesse integriert. Grundsätzlich ist das operative Management für den unmittelbaren Umgang mit Risiken und insbesondere für das Eingehen von Risiken verantwortlich. Risikorelevante Themen werden regelmäßig in den Vorstandssitzungen der Gesellschaft behandelt. Darüber hinaus überprüft ein mit Vorständen besetztes Gremium auf Holding-Ebene regelmäßig die Einschätzungen zur Risikosituation der Zurich Gruppe Deutschland und beschließt - erforderlichenfalls unter Abstimmung mit der Gesellschaft - gegebenenfalls Maßnahmen zur Risikoreduktion. Zusammen mit dem zentralen Risikomanagement bewirkt dieses Gremium eine übergreifende und vernetzte Sicht auf alle zur Zurich Gruppe Deutschland gehörenden Unternehmen. Zudem werden spezielle Risikobelange hinsichtlich der Kapitalanlage oder Sicherheitsthemen in verschiedenen Gremien betrachtet.

Risikoprofil

Resultierend aus dem Geschäftsmodell der Gesellschaft betreffen die maßgeblichen Risiken die pensionsfondstechnischen Risiken, Risiken aus der Kapitalanlage, Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft, operationelle Risiken und sonstige Risiken und werden im Folgenden dargestellt.

Chancen und Risiken aus dem Pensionsfondsgeschäft

Die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft bietet Pensionspläne an, mit denen Versorgungsleistungen von Arbeitgebern gemäß § 236 Abs. 2 VAG, d. h. Geschäft das gemäß § 3 Nr. 66 EstG, auf unsere Gesellschaft ausgelagert wird. Die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft übernimmt die Durchführung der Leistungen nur insoweit, als die Trägerunternehmen ihren Finanzierungsverpflichtungen nachkommen und der Gesellschaft ausreichende Deckungsmittel zur Verfügung stellen. Da der Arbeitgeber für die Erfüllung der durchgeführten Zusagen ohne versicherungsförmige Garantien, für die die Gesellschaft keine ausreichenden Deckungsmittel zur Verfügung hat, unmittelbar verpflichtet bleibt, trägt die Gesellschaft aus diesem Geschäft keine unmittelbaren pensionsfondstechnischen Risiken. Sollte ein geforderter Nachschuss nicht erbracht werden und auch kein Bedeckungsplan abgeschlossen werden, wird die Zusage der Gesellschaft nach Maßgabe des Umstellungspensionsplans auf versicherungsförmig garantierte Leistungen herabgesetzt.

Die mit dem Pensionsfondsgeschäft verbundenen Kostenrisiken werden bei der aktuariellen Preisgestaltung berücksichtigt. Das Kostenrisiko wird auch dadurch abgemildert, dass bei einzelnen Pensionsplänen am Inflationsindex orientierte Anpassungsklauseln vereinbart wurden oder die Kosten von den Trägerunternehmen übernommen werden. Die tatsächliche Entwicklung der Kosten wird von der Gesellschaft laufend überwacht.

Neben diesem nicht-versicherungsförmigen Geschäft hat die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft auch versicherungsförmige Leistungen angeboten, mit denen im Wesentlichen das biometrische Langlebigkeitsrisiko und das Zinsgarantierisiko übernommen wird.

Während das Langlebigkeitsrisiko darin besteht, dass die tatsächlichen Parameter nachteilig von den Annahmen abweichen, die den Kalkulationen zugrunde gelegt wurden, bezieht sich das Zinsgarantierisiko auf den Risikoumstand, dass die bei Vertragsabschluss in den Verträgen vereinbarten jährlichen Mindestverzinsungen nicht entsprechend durch Kapitalanlageerträge erwirtschaftet werden können.

Die Gesellschaft begegnet dem biometrischen Langlebigkeitsrisiko, indem für die Berechnung und die Bildung der pensionsfondstechnischen Rückstellungen bei Zusagen mit versicherungsförmigen Garantien, Rechnungsgrundlagen mit Sicherheitszuschlägen verwendet werden. Diese werden regelmäßig anhand anerkannter aktuarieller Methoden und unter Berücksichtigung von Empfehlungen sowie Hinweisen der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde überprüft.

In den zurückliegenden Jahren wurden Zinsgarantierisiken durch den länger anhaltenden fallenden Trend getrieben. Um diesem Umfeld zu begegnen, hat der Aufbau der sogenannten Zinszusatzreserve stattgefunden und die Risikotragfähigkeit gestärkt. Die Zinszusatzreserve wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Basis einer gemäß gesetzlichen Vorgabe berechneten Referenzzinssatzes von 1,57 % gebildet. Der im Vorjahr gestiegene und weiterhin vergleichsweise hohe Kapitalmarktzins hat den Ausblick auf diese Risikolage vorerst abgemildert.

Die Bruttodeckungsrückstellung bei Zusagen mit versicherungsförmigen Garantien wird einzelvertraglich unter Berücksichtigung des jeweiligen Garantiezinses berechnet. Weitere Details zu den verwendeten Rechnungsgrundlagen finden sich unter den Angaben zur Bilanzierung und Bewertung.

Zum Bilanzstichtag ergab sich folgende Verteilung der konventionellen Deckungsrückstellung je Garantiezins:

Garantiezins Anteil an der Bruttodeckungsrückstellung
3,25 % 35,02 %
2,75 % 48,50 %
2,25 % 5,34 %
Zinszusatzreserve 11,14 %

Das nicht-versicherungsförmige Pensionsfondsgeschäft bietet gemäß § 24 PFAV aufgrund der Kalkulation auf Basis bester Schätzwerte für Biometrie und Zins deutliche Chancen gegenüber Altersvorsorgeprodukten mit versicherungsförmiger Kalkulation, da sowohl im Niedrigzinsumfeld als auch bei steigenden Zinsen Kunden attraktivere Rechnungsgrundlagen ohne zusätzliche Sicherheiten geboten werden können. Die Kalkulation profitierte im Niedrigzinsumfeld davon, dass zusätzliche Kapitalmarktchancen kalkulatorisch berücksichtigt werden konnten und profitiert beim aktuellen Zinsanstieg davon, dass dieser kurzfristig bei der Wahl der Kalkulationsparameter berücksichtigt werden kann. Zudem ist das Pensionsfondsgeschäft in Deutschland insgesamt wachsend, so dass weiterhin Chancen auf attraktive Neugeschäftsvolumina bestehen, über die Skaleneffekte für das Geschäft der DPAG und positive Ergebnisbeiträge erwirtschaftet werden können.

Chancen und Risiken aus der Kapitalanlage

Im Bereich der Kapitalanlage wird das Ziel verfolgt, eine angemessene und risikoadjustierte Rendite zu erreichen. Hierzu findet ein systematischer und strukturierter Investmentprozess Anwendung. Dabei wird auf ein möglichst stabiles Ergebnis im Zeitablauf geachtet. Daher wird insbesondere in Bezug auf die mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken eine konservative Ausrichtung verfolgt. Risken in Bezug auf das Asset-Liability-Management ("ALM-Risiken") werden kontinuierlich überwacht und gesteuert.

Ein weiteres Element bei Investitionsentscheidungen ist die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialfragen sowie einer guten Unternehmensführung. So werden zum Beispiel keine Investitionen in Unternehmen vorgenommen, die geächtete Waffen wie Streubomben und Landminen produzieren, lagern, verteilen oder verkaufen. Außerdem werden keine Neuinvestitionen in Unternehmen, welche mehr als 30 % ihrer Erträge durch die Förderung von Kohle, Ölsanden und Ölschiefer erwirtschaften oder mehr als 20 Mio. Tonnen Kohle pro Jahr fördern sowie solche, die mehr als 30 % ihres Stroms mit Kohle produzieren, getätigt. Generell wird bei der Analyse einzelner Investitionen nicht nur ihre finanziellen Kennzahlen, sondern auch die Leistung im Hinblick auf ESG-Faktoren betrachtet. Die Ergebnisse fließen in die Entscheidung über den Erwerb oder die Veräußerung von Vermögenswerten ein. Grundsätzlich wird über diesen Ansatz das Ziel verfolgt, jene Unternehmen zu identifizieren, die voraussichtlich langfristig nachhaltig und erfolgreich sind.

Für einen Großteil der Kapitalanlage erwachsen für die Gesellschaft keine direkten Chancen und Risiken, da die Verwaltung auf Rechnung und Risiko des Arbeitgebers erfolgt. Mittelbar sind steigende Fondskurse eine Chance, da hierüber höhere Kostenerträge erwirtschaftet werden können, während fallende Fondskurse analog ein mittelbares Risiko darstellen. Daher beziehen sich die folgenden Ausführungen auf die auf Rechnung und Risiko der Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft gehaltenen Kapitalanlagen.

Die Risiken aus der Kapitalanlage lassen sich in Marktpreis-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken unterteilen.

Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiko ist das Risiko einer negativen Preisänderung einer Kapitalanlage aufgrund von Entwicklungen zugrundeliegender Marktrisikofaktoren. Grundsätzlich wird zwischen Aktienkurs-, Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken unterschieden.

Dem Risiko wird über die Festlegung von Anlagerichtlinien, einer Limitsystematik sowie einer ausgewogenen Mischung und Streuung der Kapitalanlagen gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und unter Anwendung moderner Asset Management-Verfahren begegnet. Zudem wird im Rahmen des Kapitalanlagemanagements eine kontinuierliche Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften sichergestellt. Auswirkungen auf den Marktwert der Kapitalanlagen werden über Szenarioanalysen sowie Stresstests modelliert. Wechselkurs- oder nennenswerte Aktienkursrisiken sind nicht vorhanden, entsprechend bestehen nahezu ausschließlich Zinsänderungsrisiken.

Die Simulation des Zinsänderungsrisikos der Kapitalanlagen anhand einer Erhöhung bzw. Absenkung der Zinskurve um jeweils absolut +/- 1 % ergibt bei einer durchschnittlichen Zinssensitivität von 8,3 %, gemessen anhand der modifizierten Duration, eine Reduktion bzw. einen Anstieg des Marktwertes der zinssensitiven Anlagen um -/+ 1,5 Mio. EUR. Ein Eintreten eines solchen Szenarios liegt innerhalb der Risikotragfähigkeit und würde die Bilanz nicht signifikant gefährden.

Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko ist das Risiko einer Bonitätsverschlechterung oder eines Ausfalls eines Wertpapiers (Emission) beziehungsweise eines Schuldners (Emittenten). Die interne Betrachtung des Bonitätsrisikos bzw. der Kreditqualität beruht auf Marktratings anerkannter Ratingagenturen. Sofern mehrere und unterschiedliche Ratings vorliegen, wird das schlechtere bei zwei Ratings bzw. das mittlere bei drei Ratings verwendet.

Die Steuerung und Begrenzung des Bonitätsrisikos erfolgt über vorgegebene Anlagerichtlinien, strenge Auswahlkriterien sowie Anlagehöchstgrenzen unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Anforderungen.

Das Durchschnittsrating der bewerteten Titel im Anleiheportfolio beträgt AA und setzt sich auf Basis der Marktwerte wie folgt zusammen:

Rating Anteil in %
AAA 49
AA+, AA, AA- 27
A+, A, A- 7
BBB+, BBB, BBB- 17
Non-Investment Grade 1

Der Anteil von Staats- und Länderanleihen im Anleiheportfolio beträgt dabei 84 %, gefolgt von Unternehmensanleihen mit 8 % und Pfandbriefen mit 8 %.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, den Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit mangels ausreichend vorhandener liquider Mittel nicht gerecht werden zu können. Dem Risiko wird mit einer mittelfristigen Liquiditätsplanung begegnet, welche für das jeweilige Geschäftsjahr eine Prognose der Zahlungsströme auf Monatsbasis erstellt, auf deren Basis die weitere Steuerung vorgenommen wird.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft

Hierunter wird das Risiko verstanden, dass eine ausstehende Forderung gegenüber Arbeitgebern, Versorgungsberechtigten und Vermittlern nicht vereinnahmt werden kann.

Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft unter anderem mit der systematischen Überwachung der Forderungsbestände sowie der rechtzeitigen Einleitung von Maßnahmen zur Wahrung unserer Ansprüche bei überfälligen Forderungen.

Die Forderungen gegenüber Arbeitgebern und Versorgungsberechtigten mit einer Fälligkeit älter als 90 Tage beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 11.755 EUR (Vorjahr: 11.870 EUR). Dies entspricht einer Außenstandsquote von rund 0,03 % (Vorjahr: 0,01 %) des Jahresumsatzes. Im Berichtsjahr sowie während der vorangegangenen letzten zwei Jahre ergab sich kein Wertberichtigungsbedarf auf Forderungen gegenüber Arbeitgebern, Versorgungsberechtigten und Vermittlern.

Grundsätzlich besteht bei Pensionsplänen nach § 236 Abs. 2 VAG für die Trägerunternehmen die Pflicht, Beiträge gegenüber der Gesellschaft auch in der Rentenbezugsphase zu erbringen. Für den Fall, dass ein Trägerunternehmen dieser Nachschusspflicht nicht nachkommt, können biometrische Risiken im Umfang der mit den verfügbaren Mitteln versicherungsförmig garantierten Leistungen und auch entsprechende Zinsgarantierisiken auf die Gesellschaft zurückfallen.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken bezeichnen Risiken, die aus unzulänglichen internen Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen Ereignissen entstehen.

Diese Risiken können zum einen originär in der Gesellschaft anfallen und zum anderen - da die Gesellschaft ihre Geschäftsprozesse im Wesentlichen ausgelagert hat - indirekt auf die Gesellschaft über die verschiedenen für sie tätigen Dienstleister einwirken. Die Gesellschaft arbeitet mit externen und Zurich-internen Dienstleistern zusammen, die ihrerseits in Teilen unmittelbar oder mittelbar mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten können.

Insgesamt begegnet die Gesellschaft den operationellen Risiken mit einer Vielzahl eng miteinander vernetzter Instrumente und Aktivitäten des von der Gesellschaft adaptierten Rahmenwerkes der Zurich, welches sich auch auf die für die Gesellschaft tätigen Zurich-internen Dienstleister erstreckt.

Den Ausgangspunkt bilden dabei vom zentralen Risikomanagement der Zurich gesteuerte, systematische Verfahren, die regelmäßig die Identifikation, Bewertung und Steuerung von operationellen Risiken auf Ebene der für die Gesellschaft tätigen Zurich-internen Fachbereiche sowie auf Gesellschaftsebene vorsehen.

Als wesentliche Schutzvorrichtung vor operationellen Risiken dient der Gesellschaft ein internes Kontrollsystem, das eigens auf die Reduktion von Risiken ausgerichtet ist, die den Geschäfts- und Finanzprozessen grundsätzlich immanent sind. Hierbei wird auch fehlerhaften Bearbeitungen oder dolosen Handlungen vorgebeugt, z. B. durch Stichprobenkontrollen, Vier-Augen-Prinzip sowie diversen Berechtigungs- und Vollmachtenregelungen. Im Quartalsturnus erfolgt für wesentliche Prozesse eine Überprüfung durch die jeweiligen Fachbereiche hinsichtlich Angemessenheit und Effektivität der wesentlichen Kontrollen.

Ein dauerhaftes Risiko ist aufgrund der wesentlichen Ausgliederung an den externen Dienstleister Lurse gegeben. Zu den möglichen Auslösern sind hier Schwächen in der Ausgestaltung, der Qualität und der Überwachung der an Lurse ausgegliederten Prozesse zu nennen, die zu wesentlichen Auswirkungen führen könnten, sollten sie unentdeckt bleiben. Aufgrund der Bedeutung des Dienstleisters für die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft, wurden durch den Vorstand dauerhafte Kontrollmechanismen aufgestellt, die regelmäßig aktualisiert und verbessert werden.

Einen weiteren wichtigen Baustein zur Absicherung der Gesellschaft vor operationellen Risiken stellt das Business Continuity Management der Zurich dar, in das unsere Gesellschaft integriert ist. Hierbei werden zur Begegnung von Risiken aus externen Ereignissen, wie z. B. Katastrophenfällen infolge von Feuer oder Naturkatastrophen, für alle kritischen Prozesse der Gesellschaft Notfallpläne für eine möglichst baldige Wiederherstellung des Geschäftsbetriebes entwickelt. Auch regelmäßige Aktualisierungen sowie Tests dieser Pläne sollen dazu beitragen, das Risiko längerer Geschäftsunterbrechungen infolge von solchen Ereignissen zu reduzieren.

Der organisatorische Wandel in der strukturellen Aufstellung der Gesellschaft muss mit der technischen und prozessualen Entwicklung einhergehen. Die Verzögerung und/oder Beschleunigung eines der Entwicklungsstränge führt zu unausgeglichenen Fortschritten, die wiederum zu Verfehlungen der Unternehmensziele führen können. Daher werden die Abhängigkeiten zwischen dem organisatorischen Wandel in der strukturellen Aufstellung der Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft und der technischen und prozessualen Entwicklung regelmäßig analysiert und überwacht.

Im Bereich der operationellen Risiken wurden keine isolierten Nachhaltigkeitsrisiken identifiziert. Jedoch können Risiken bezüglich der nicht fristgerechten Einhaltung von gesetzlichen oder regulatorischen Vorgaben (z. B. Datenschutzanforderungen, IT-Sicherheitsanforderungen) auch negative Auswirkungen auf die festgelegten ESG-Ziele nach sich ziehen.

Rechtsrisiken

Ferner versuchen die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft und die Zurich-internen Dienstleister die Risiken aus externen Ereignissen, zu denen sie auch Risiken aus neuen gesetzlichen Regelungen oder für sie nachteilige Auslegungen durch Gerichte zählen, durch ständige Beobachtung des Branchenumfeldes frühzeitig zu identifizieren.

Sonstige Risiken

Hierunter werden insbesondere Konzentrationsrisiken, Strategische Risiken und Reputationsrisiken verstanden. Das Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko, das sich dadurch ergibt, dass die Gesellschaft einzelne Großrisiken oder stark korrelierte Risiken eingeht. Strategische Risiken sind Risiken, die sich vor allem aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergeben bzw. einen strategischen Bezug haben, wie beispielsweise das Risiko, dass Geschäftsentscheidungen nicht schnell genug einem sich verändernden Wirtschaftsumfeld angepasst werden könnten. Reputationsrisiken entstehen wiederum aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden).

Diesen sonstigen Risiken begegnet die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft mit einem regelmäßig durchgeführten Risikokontrollprozess, indem die Risiken identifiziert, analysiert, bewertet, gesteuert, intensiv überwacht und kommuniziert werden.

Auf folgende sonstige Risiken wird hingewiesen:

Die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft bietet auch nachhaltige bzw. ESG-konforme Kapitalanlagen an. Die mit dem Kunden festgelegten Nachhaltigkeitskriterien hinsichtlich Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung werden in den Anlagerichtlinien der jeweiligen Kapitalanlagen festgehalten. Im Rahmen der regelmäßigen Anlageausschusssitzungen zu den jeweiligen Kapitalanlagen wird die laufende Überwachung der Nachhaltigkeitskriterien aufgezeigt und bestätigt. Damit wird dem Risiko begegnet, dass sich die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft unfreiwillig an Greenwashing beteiligt.

Die Gesellschaft muss alle geltenden IT-relevanten regulatorischen Vorgaben, insbesondere die Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT), einhalten. Regelmäßige interne und externe Prüfungen bewerten den Stand der Compliance und geben Auskunft zu etwaigen Nachholbedarfes Von besonderem Interesse sind die Bereiche Informationsrisikomanagement (IRM) und Berechtigungsmanagement (Identity Access Management bzw. IAM). Mit der Einhaltung der regulatorischen Anforderungen, insbesondere auch des bald umzusetzenden Digital Operational Resilience Act (DORA), begegnet die Gesellschaft den Risiken aus der Digitalisierung und Automatisierung aber auch der Ausgliederung von Prozessen.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage

Zusammenfassend sieht die Gesellschaft, unter Berücksichtigung der von ihr ergriffenen Maßnahmen, derzeit keine Entwicklungen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bestandsgefährdend beeinträchtigen. Die aufgeführten Einzelrisiken betrachtet die Gesellschaft mit den auf den Weg gebrachten Maßnahmen als ausreichend abgedeckt. Die Gesellschaft beobachtet intensiv die Megatrends, wie z. B. die Digitalisierung oder die Nachhaltigkeitsziele der UN zu Umwelt- und Klimaschutz, die gesellschaftlichen Entwicklungen und die verantwortungsvolle Unternehmensführung und reagiert auf solche Herausforderungen mit unternehmerischen Maßnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich keine wesentlich veränderte Risikolage unserer Gesellschaft.

Die in diesem Bericht getroffenen Aussagen und Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung trifft die Gesellschaft unter dem Vorbehalt, dass neben den hier aufgeführten Risiken bisher nicht prognostizierte schwerwiegende Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation auf den internationalen Finanzmärkten einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und -ergebnisse haben können. Nicht prognostizierte Veränderungen können insbesondere aus Gesetzesänderungen resultieren.

Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Solvabilität werden weiterhin erfüllt.

Prognosebericht

Deutschland - Ausblick 2024

Laut aktuellem Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist ein starker Rückgang der Wirtschaftsleistung ausgeblieben. Für das Jahr 2024 ist mit einer langsam erholenden Gesamtwirtschaft zu rechnen, wobei es an Impulsen für einen Wachstumspfad fehlt. Trotz der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten resultierend aus dem Krieg in der Ukraine und Israel und deren wirtschaftlichen Folgen, der schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft und den anhaltend hohen Energie- und Verbraucherpreisen, geht der Sachverständigenrat davon aus, dass das BIP im Jahr 2024 um 0,7 % wächst.

Im kommenden Jahr rechnet der Sachverständigenrat mit einer sinkenden, aber dennoch erhöhten Verbraucherpreisinflation, getrieben durch hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise. Der Sachverständigenrat rechnet für das kommende Jahr mit einem Fall der Verbraucherpreise auf 2,6 % und ist der Ansicht, dass sich die Inflationsentwicklung normalisiert und das 2,0 % Ziel näher rückt. Es ist nach Einschätzung des Sachverständigenrates davon auszugehen, dass sich die steigenden Arbeitseinkommen und höheren monetären Sozialleistungen die privaten Konsumausgaben positiv beeinflussen werden und für einen leichten Anschub sorgen. Für 2024 prognostiziert der Sachverständigenrat ein Wachstum von 3,1 % der real verfügbaren Einkommen und eine daraus resultierende stabilisierende privaten Konsumnachfrage. Entlastungsmaßnahmen des Staates werden überwiegend Haushalten mit niedrigem Einkommen helfen, die kaum Möglichkeiten haben, ihr Sparverhalten anzupassen. Stabilisierend werden voraussichtlich ein Rückgang der Inflationsraten und Lohnerhöhungen wirken. Trotz preisdämpfender staatlicher Maßnahmen ist damit zu rechnen, dass dies die binnenwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 belasten wird. Der Arbeitsmarkt wird im kommenden Jahr nach aktueller Prognose des Sachverständigenrates im Vergleich zum letzten Jahr nur noch geringfügig um 0,2 % wachsen.

Während die Risikolandschaft immer komplexer wird, bleibt der Klimawandel die übergreifende Herausforderung, die es heutzutage zu bewältigen gilt. Das Ausmaß der Herausforderung, die mit dem Klimawandel einhergehen, erfordert einen gesellschaftsübergreifenden Ansatz.

Kapitalmärkte - Ausblick 2024

Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass die Kapitalmärkte maßgeblich durch die Politik der Zentralbanken bestimmt werden. So wurden bereits mehrere Zinssenkungen für 2024 sowohl bei der US-amerikanischen Federal Reserve (FED) als auch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) eingepreist, was zu deutlich gefallenen Zinsen und Allzeithochs an den Aktienmärkten zum Jahresende 2023 und Anfang 2024 geführt hat. Für 2024 wird ein weiterer Rückgang der Inflationsraten erwartet, allerdings könnte dies ein längerer Prozess sein, und temporäre Rückschläge sind dabei durchaus möglich. Zudem werden die aktuell noch hohen Zinsen der Zentralbanken das Wirtschaftswachstum voraussichtlich weiter bremsen, sodass die Zentralbanken, neben der Inflation, zukünftig noch stärker die wirtschaftliche Entwicklung sowie den Arbeitsmarkt im Auge behalten werden. Daher erwartet der Kapitalmarkt bereits relativ deutliche Zinssenkungen durch die FED und die EZB in 2024. Diese stark ausgeprägte Erwartungshaltung könnte allerdings auch zu steigenden Renditen und fallenden Aktienkursen führen, sollte der Zinssenkungspfad nicht so schnell wie erwartet eintreten.

Aufgrund der starken Kursentwicklung der Aktienmärkte im Jahr 2023 und der relativ hohen Bewertungen - vor allem in den USA -gehen wir im Jahr 2024 eher von seitwärts tendierenden Aktienmärkten aus, wobei europäische Aktien im Vergleich zu den USA in Bezug auf die Bewertung günstiger erscheinen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die veröffentlichten Unternehmensgewinne und Gewinnerwartungen gelegt werden, da sie Aufschluss darüber geben werden, inwiefern Unternehmen auch 2024 den hohen Zinsen, allgemein höheren Kosten und dem erwarteten Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums trotzen können. Für 2024 erwartet die Gesellschaft leicht zurückgehende, aber weiterhin solide Unternehmensgewinne. Insgesamt geht die Gesellschaft auch weiterhin von erhöhter Volatilität an den Kapitalmärkten und besonders in den Anleihemärkten aus. Hier wird das Zinsniveau maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Arbeitsmarkt, der Inflationsentwicklung und der zugehörigen Zentralbankenreaktion abhängen.

Deutsche Versicherungswirtschaft - Ausblick 2024

Der GDV erwartet für 2024 ein Beitragswachstum von 3,8 %, rechnet jedoch mit unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen.

Auch in der Lebensversicherung werden vom GDV wie in der Schaden- und Unfallversicherung zwei gegenläufige Entwicklungen erwartet. Zum einen befördert die Zinsentwicklung die Beitragseinnahmen, da die Zinsen länger auf einem erhöhten Niveau verweilen dürften. Zum anderen ist davon auszugehen, dass die Nachholeffekte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geringer bleibt als angenommen. Wirtschaftliche Unsicherheiten, wie Reallohnverluste, in den privaten Haushalten werden weiter belastend wirken und die Menschen werden weniger Geld für die private Altersvorsorge zurücklegen. Dem entgegen steht eine erhöhte Sparneigung, welche aber zum Großteil in kurzfristige Anleihen oder Geldmarktprodukte fließen, deren Konditionen sich schnell an die gestiegenen Zinsen angepasst haben. Es wird davon ausgegangen, dass im Jahr 2024 ein vorsichtiger Erholungsprozess einsetzt. Hierfür sollen insbesondere Lohnerhöhungen und die allmählich sinkende Inflationsrate sorgen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen rechnet der GDV in der Lebensversicherung mit einer leicht positiven Geschäftsentwicklung von 0,2 %. Im Einzelnen wird erwartet, dass sich die Lebensversicherungen gegen Einmalbeiträge und die Einnahmen der Pensionsfonds stabil entwickeln. Während die Einnahmen der Pensionskassen um 4 % schrumpfen dürften, ist bei Lebensversicherungen gegen laufende Beiträge mit einem geringen Rückgang von - 0,2 % zu rechnen. Der Anteil klassischer Versicherungen mit Höchstrechnungszins wird nach Schätzungen des GDV stagnieren oder weiter zurückgehen, während fondsgebundene Versicherungen ihren Anteil im Neugeschäft ausweiten dürften.

Pensionsfonds - Ausblick 2024

Der Diskontierungszinssatz für Pensionsverpflichtungen nach HGB wird mittels einer Durchschnittsbildung über das Marktzinsniveau der jeweils letzten 10 Jahre und in der Regel unter Ansatz einer pauschalen Laufzeit von 15 Jahren bestimmt. Im Jahr 2023 ergab sich ein leichter Anstieg dieses Diskontierungszinssatzes. Für 2024 wird erwartet, dass sich diese Entwicklung verstärkt fortsetzt. Daher sollte sich die Belastung durch die HGB-Rückstellungen tendenziell rückläufig entwickeln und keinen zusätzlichen Rückenwind für das Auslagerungsgeschäft darstellen. Risikominimierung und operative Entlastung rücken dadurch stärker in den Fokus. Aufgrund gestiegener Renditeerwartungen an den Finanzmärkten verringert sich der Liquiditätsbedarf zur Ausfinanzierung bestehender Pensionsverpflichtungen. Inwieweit die damit einhergehenden Bilanzeffekte sich positiv auf die Entwicklung der Beiträge für Pensionsfonds auswirkt, bleibt abzuwarten.

Dabei hat der Gesetzgeber nach wie vor entscheidenden Einfluss auf die weitere Marktentwicklung. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz hat bislang nicht zu einem starken Aufschwung im Pensionsfondsmarkt gesorgt. Starke Impulse vom Gesetzgeber sind insbesondere vor der anstehenden Bundestagswahl 2025 nicht in Sicht. Nennenswertes Neugeschäft aus Sozialpartnermodellen erwarten wir kurzfristig nicht. Die demografische Entwicklung erhöht den Druck auf die Altersversorgungssysteme. Dies kann zu einer verstärkten Akzeptanz von Sozialpartnermodellen führen. Auch können Gesetzesänderungen oder eine veränderte Auslegung der Gesetze die Marktentwicklung erschweren oder beschleunigen.

Der Krieg in der Ukraine konnte bisher nicht beendet werden und der Nahostkonflikt könnte weiter eskalieren. Auch in vielen anderen Regionen der Welt haben sich die Spannungen verstärkt. Die gestiegene Inflation sowie die Anhebungen des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank belasten die Wirtschaft. Hinzu kommen der Fachkräftemangel, der anstehende Übergang der Babyboomer in die Altersrente sowie die großen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem nachhaltigkeitsorientierten Umbau der Wirtschaft. Die hieraus resultierenden Unsicherheiten führen zu einer spürbaren Investitionszurückhaltung, insbesondere im Segment KMU aber auch bei Großunternehmen. Dies wird auch maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Pensionsfonds im Jahr 2024 haben.

Insgesamt ist der Markt für Pensionsfonds gemessen am Neugeschäft aufgrund seiner Größe volatil, insbesondere da wenige Großgeschäfte signifikante Schwankungen bewirken. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Krisen sowie den zahlreichen strukturellen Problemen in Deutschland kann von einem weiteren Bestandswachstum in den kommenden Jahren nicht unbedingt ausgegangen werden.

Deutscher Pensionsfonds AG - Ausblick

Die Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren hängt unter anderem davon ab, inwieweit der Markt - der insbesondere durch die auf die Pensionsverpflichtungen handelsbilanziellen konträren Wirkungen der steigenden Zinsen und der hohen Inflation beeinflusst ist -von der Möglichkeit der Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds nach § 3 Nr. 66 EStG Gebrauch machen wird. Die Deutscher Pensionsfonds AG ist durch ihre Pensionspläne Nr. 8, 9 und 11 in diesem Segment sehr gut aufgestellt.

Um die bestehenden Pensionspläne noch attraktiver zu gestalten, fand im Jahr 2023 eine Neugestaltung der Proposition statt. Diese umfasste eine Überarbeitung des Produktangebotes mitsamt Angebotsdokumenten, Anträgen und dem damit verbundenen Marketingauftritt der Deutscher Pensionsfonds AG. Für 2024 ist die Fortsetzung der Neugestaltung der Produkte der Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft geplant, was insgesamt zu mehr Flexibilität und einer Steigerung der Attraktivität der Auslagerung auf Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft führen soll. Prozessweiterentwicklungen, Automatisierung und Digitalisierung wurden 2023 zudem vorangetrieben, sodass wir hieraus insgesamt neue Impulse für die Akquisition erwarten. In den kommenden Jahren haben wir Chancen, das Geschäftsvolumen gemessen an den Assets under Management weiter zu steigern. Unsere Neugeschäftskennziffern hängen stark von größeren Geschäftsabschlüssen ab und unterliegen dadurch einer gewissen Volatilität. Durch leicht steigende Abschlüsse im kleineren und ggfs. mittleren Segment, gehen wir für das nächste Jahr von einer geringen Erhöhung der Beitragseinnahmen, auch ohne Großabschlüsse, aus. Danach erwarten wir für die weitere Zukunft eine Verstetigung bei den Beitragseinnahmen.

Aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten ist der Referenzzinssatz zur Ermittlung der Zinszusatzreserve im vergangenen Geschäftsjahr konstant geblieben, wodurch die Zinszusatzreserve in geringem Umfang aufgelöst wurde. Für die Zukunft erwarten wir weiterhin einen konstanten oder leicht fallenden Referenzzinssatz, sodass weiterhin Auflösungen der Zinszusatzreserve sowie ansteigende Entwicklungen in der Nettoverzinsung der Kapitalanlagen, die wir für eigene Rechnung halten, zu erwarten sind. Dem gegenüberstehend erwarten wir ein sinkendes Kostenergebnis, so dass wir insgesamt von einem rückläufigen Rohüberschuss, im kommenden Jahr und dann von einem leichten Wachstum ausgehen. Die Verbesserung der Solvabilitätsquote wird sich aufgrund positiver erwarteter und thesaurierter Jahresüberschüsse fortsetzen. Die Risiken, unsere Ziele nicht zu erreichen, liegen in der konjunkturellen Entwicklung, in Kapitalmarktbewegungen, in Kostenerhöhungen (z. B. durch Inflation) und in außergewöhnlichen Risikoereignissen.

Neben dem andauernden Krieg in der Ukraine ist es auch im Nahostkonflikt zu einer militärischen Auseinandersetzung gekommen. Das weltpolitische Grundgefüge sowie die Handelsbeziehungen zwischen den Nationen werden grundlegend hinterfragt. Weitere Unsicherheiten ergeben sich aus wichtigen Wahlen, die im Jahr 2024 anstehen. Zur Bekämpfung der Inflation hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen angehoben. Dies belastet die Wirtschaft. Auch wenn von einem sogenannten Soft-Landing ausgegangen wird und es erste Anzeichen für eine erwartete Zinssenkung gibt, so ist die wirtschaftliche Lage auch im Zusammenhang mit den Sparzielen der Bundesregierung angespannt. Es bestehen daher Risiken für die Validität der getroffenen Annahmen, das Eintreffen der in diesem Lagebericht enthaltenen Prognosen für das kommende Geschäftsjahr und damit auch für die Erreichung der Planziele.

Die Gesellschaft zeichnet kein Pensionsfondsgeschäft in der Ukraine oder in Russland und hält auch keine nennenswerten Kapitalanlagen in diesen Ländern. Entsprechend ergeben sich daraus für die Gesellschaft derzeit keine direkten Risiken im Zusammenhang mit ihrem Pensionsfondsgeschäft oder ihrer Kapitalanlage. Sekundäreffekte am globalen Kapitalmarkt oder auf die volkswirtschaftliche Entwicklung würden aber auch die Gesellschaft wie alle anderen Marktteilnehmer betreffen.

Die reine Beitragszusage ist ein international erfolgreiches Modell. Dieses ist in Deutschland aktuell nur im Rahmen eines Tarifvertrages zulässig (Sozialpartnermodell). Die Zurich Gruppe Deutschland hat gemeinsam mit der Talanx Deutschland ein solches Produktangebot entwickelt. Dieses wird unter der eingetragenen Marke "Die Deutsche Betriebsrente" bereits am Markt beworben. Es wird als Konsortium von der Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft als Konsortialführer gemeinsam mit der PB Pensionsfonds AG durchgeführt. Das entwickelte Produktmodell mit unterschiedlichen Sicherungsmechanismen und einer kollektiven Kapitalanlage hat sich auch in der hochvolatilen Kapitalmarktlage der letzten Jahre als stabil erwiesen. Bisher hat sich das Sozialpartnermodell am deutschen Markt nicht etabliert. Die Go-to-market Strategie ist in Abstimmung mit den Konsortialpartnern. Hierbei werden das Marktumfeld und die politischen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Die vertrieblichen Prozesse werden weiter optimiert und Ressourcen systematisch genutzt. Dabei wird vor allem auf eine intensive Schulung der Experten im Auslagerungsgeschäft gesetzt. Neue vertriebliche Ansätze und die Erschließung neuer Zielgruppen stärken die Akquisition. Basierend auf einer umfassenden Produktpalette und einer hohen Marktakzeptanz hat die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft die Chance, die positive Geschäftsentwicklung der Gesellschaft weiter fortzusetzen. Bei der weiteren Expansion werden die im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Prozessverbesserungen bei Angebots- und Verwaltungsservices unterstützen. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse können von den vorgenannten Planungen abweichen.

Vorstandserklärung

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG berichtet. Den Bericht haben wir mit folgender Schlusserklärung versehen:

"Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, hat unsere Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es wurden keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen, die die Gesellschaft benachteiligt haben, getroffen oder unterlassen."

 

Köln, den 14. März 2024

Der Vorstand

Müller

Régnier

Dr. Wagener

Anlage zum Lagebericht

Bewegung des Bestandes an Versorgungsverhältnissen im Geschäftsjahr 2023

Anwärter Invaliden- und Altersrenten Hinterbliebenenrenten
Männer Frauen Männer Frauen Summe der Jahresrenten Witwen
Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl in Tsd. EUR Anzahl
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 3.490 2.986 8.737 3.449 101.480 4.395
II. Zugang während des Geschäftsjahres
1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern 26 12 212 118 2.659 230
2. Sonstiger Zugang - - 1 - 2.290 -
3. Gesamter Zugang 26 12 213 118 4.949 230
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod 4 3 524 171 5.230 414
2. Beginn der Altersrente 138 81
3. Invalidität - -
4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf 31 7 - - - -
5. Beendigung unter Zahlung von Beträgen 1 - 6 - 247 -
6. Beendigung ohne Zahlung von Beträgen - - - - - -
7. Sonstiger Abgang 1 - 2 - 29 -
8. Gesamter Abgang 175 91 532 171 5.506 414
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 3.341 2.907 8.418 3.396 100.923 4.211
davon:
1. nur mit Anwartschaft auf Invaliditätsversorgung 1 -
2. nur mit Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung 10 1 8.196 3.101 95.072
3. mit Anwartschaft auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung 2.991 2.772
4. beitragsfreie Anwartschaften 3.002 2.774
5. in Rückdeckung gegeben 19 2 12 4 213 3
6. in Rückversicherung gegeben - - - - - -
7. lebenslange Altersrente 3.331 2.904 8.417 3.396 100.872
8. Auszahlungsplan mit Restverrentung - - 1 - 51
Hinterbliebenenrenten
Witwer Waisen Summe der Jahresrenten
Anzahl Anzahl Witwen in Tsd. EUR Witwer in Tsd. EUR Waisen in Tsd. EUR
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 196 98 20.622 651 104
II. Zugang während des Geschäftsjahres
1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern 22 6 2.007 79 10
2. Sonstiger Zugang - - 426 22 2
3. Gesamter Zugang 22 6 2.433 101 12
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod 18 2 1.977 43 1
2. Beginn der Altersrente
3. Invalidität
4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf - 16 - - 26
5. Beendigung unter Zahlung von Beträgen - - - - -
6. Beendigung ohne Zahlung von Beträgen - - - - -
7. Sonstiger Abgang 1 - 61 5 -
8. Gesamter Abgang 19 18 2.038 48 27
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 199 86 21.017 704 89
davon:
1. nur mit Anwartschaft auf Invaliditätsversorgung
2. nur mit Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung
3. mit Anwartschaft auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung
4. beitragsfreie Anwartschaften
5. in Rückdeckung gegeben - - 17 - -
6. in Rückversicherung gegeben - - - - -
7. lebenslange Altersrente
8. Auszahlungsplan mit Restverrentung

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR EUR EUR 2023 EUR 2022 EUR
A. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 750.000 500.000
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere
1.079 4.206
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 12.246.382 12.319.970
3. Sonstige Ausleihen
a) Namensschuldverschreibungen 1.600.000 1.600.000
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 5.642.928 5.730.497
7.242.928 7.330.497
4. Einlagen bei Kreditinstituten 59.133 85.981
19.549.522 19.740.655
20.299.522 20.240.655
B. Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
I. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern 1.752.880.049 1.714.740.395
II. Sonstiges Vermögen 7.016.085 5.065.033
1.759.896.134 1.719.805.428
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem Pensionsgeschäft an:
Arbeitgeber und Versorgungsberechtigte
71.984 15.493
II. Sonstige Forderungen 279.980 445.344
davon: gegenüber verbundenen Unternehmen
5.359,22 EUR (Vj.: 8.567,13 EUR )
351.965 460.837
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 370.114 100.566
II. Andere Vermögensgegenstände 42.898 22.265
413.012 122.831
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 291.356 296.003
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 183.235 224.494
474.591 520.497
F. Aktive latente Steuern 257 531
Summe der Aktiva 1.781.435.481 1.741.150.778

Passiva

EUR 2023 EUR 2022 EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000 3.000.000
II. Kapitalrücklage 2.000.000 2.000.000
III. Gewinnrücklagen gesetzliche Rücklage 259.231 246.339
IV. Bilanzgewinn 7.506.387 7.261.425
davon Gewinnvortrag
7.261.425 EUR (Vj.: 6.706.815 EUR )
9.765.618 9.507.764
B. Pensionsfondstechnische Rückstellungen
I. Deckungsrückstellung 6.959.024 6.865.469
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versorgungsfälle 49.624 102.625
III. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung 129.435 132.637
7.138.082 7.100.732
C. Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
I. Deckungsrückstellung 1.759.810.482 1.719.726.893
II. Übrige pensionsfondstechnische Rückstellungen 85.652 78.535
1.759.896.134 1.719.805.428
D. Andere Rückstellungen
I. Steuerrückstellungen 72.086 423.433
II. Sonstige Rückstellungen 322.182 670.064
394.268 1.093.497
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem Pensionsgeschäft gegenüber:
Arbeitgebern 589.195 538.665
II. Verbindlichkeiten gegenüber Lebensversicherungsunternehmen 280 2.446
davon: gegenüber verbundenen Unternehmen
280 EUR (Vj.: 2.446 EUR )
III. Sonstige Verbindlichkeiten 651.904 102.246
davon: aus Steuern
- EUR (Vj.: - EUR)
davon: im Rahmen der sozialen Sicherheit
- EUR (Vj.: 4.025 EUR)
davon: gegenüber verbundenen Unternehmen
630.384 EUR (Vj.: 77.269 EUR )
1.241.378 643.357
Summe der Passiva 1.781.435.481 1.741.150.778

Bestätigungsvermerk des Verantwortlichen Aktuars:

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B. I. und C. I. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341f HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 240 Satz 1 Nummer 10 bis 12 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist.

 

Köln, den 29. Januar 2024

Hendrik Germann
Verantwortlicher Aktuar

Bestätigungsvermerk des Treuhänders:

Gemäß § 128 Abs. 5 VAG bestätige ich, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.

 

Köln, den 13. März 2024

Gero Tuchan
Treuhänder

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

EUR 2023 EUR 2022 EUR
I. Pensionsfondstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge
Gebuchte Beiträge 33.631.002 115.167.931
2. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 23.328.812 21.065.033
davon: aus verbundenen Unternehmen
16.576 EUR (Vj.: 1.516 EUR)
b) Erträge aus Zuschreibungen - -
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 24.013 14.362
23.352.825 21.079.396
3. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 119.269.393 2.394.991
4. Sonstige pensionsfondstechnische Erträge 273 3.580.377
5. Aufwendungen für Versorgungsfälle
a) Zahlungen für Versorgungsfälle 127.687.751 125.705.626
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versorgungsfälle -53.002 19.290
127.634.749 125.724.915
6. Veränderungen der übrigen pensionsfondstechnischen Rückstellungen
a) Deckungsrückstellung -40.177.143 373.634.156
b) Sonstige pensionsfondstechnische Rückstellungen -7.117 22.552
-40.184.261 373.656.708
7. Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb
a) Abschlussaufwendungen 1.647.265 1.489.672
b) Verwaltungsaufwendungen 1.161.764 1.296.927
2.809.029 2.786.599
8. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen,
Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen
326.784 327.391
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 10 75
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 26.609 8.446
353.403 335.911
9. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen 2.464.084 387.014.969
10. Sonstige pensionsfondstechnische Aufwendungen 2.986.801 26.769
11. Pensionsfondstechnisches Ergebnis -178.833 -9.762
II. Nichtpensionsfondstechnische Rechnung
1. Sonstige Erträge 1.492.322 1.459.575
2. Sonstige Aufwendungen 875.075 634.286
617.247 825.289
3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 438.414 815.527
4. Außerordentliche Aufwendungen 3.947 323
5. Außerordentliches Ergebnis -3.947 -323
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -176.338 -231.935
7. Sonstige Steuern -274 531
-176.612 -231.404
8. Jahresüberschuss 257.855 583.800
9. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.261.425 6.706.815
10. Einstellungen in Gewinnrücklagen
in die gesetzliche Rücklage
-12.893 -29.190
11. Bilanzgewinn 7.506.387 7.261.425

Anhang

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Angaben im Geschäftsbericht erfolgen generell auf Euro gerundet. Rundungsdifferenzen werden billigend in Kauf genommen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, VAG, AktG und den für Pensionsfondsunternehmen geltenden Sondervorschriften aufgestellt.

Die Bewertung der kurzfristigen Ausleihungen erfolgte zum Nominalwert.

Für Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere erfolgte die Bewertung gemäß § 341b Abs. 2 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 und 5 HGB nach den Vorschriften für die Bewertung des Umlaufvermögens mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag.

Für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere erfolgte die Bewertung gemäß § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB nach den Vorschriften für das Anlagevermögen mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Sich ergebende Agien wurden linear über die Restlaufzeit amortisiert. Bei den Inhaberschuldverschreibungen ohne Endfälligkeit wurde das Agio im Geschäftsjahr über die Zinsbindungsfrist amortisiert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Zur Feststellung, ob eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorlag, wandten wir systematische Methoden gemäß IDW RS VFA 2 an. Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung waren u. a. der Umfang und die Dauer der Wertminderung. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB wurde beachtet.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren der Abschreibungsbetrag im Rahmen einer Einzelfallprüfung festgelegt. Die Deutscher Pensionsfonds AG hat bei der Beurteilung des Vorliegens einer voraussichtlich dauernden Wertminderung in Bezug auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen von Ratings herangezogen. Die stillen Lasten stellten nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB keine voraussichtlich dauernde Wertminderung dar. Daher waren außerplanmäßige Abschreibungen nicht erforderlich. Die Gesellschaft rechnete aufgrund der Bonität der Emittenten nicht mit Zahlungsausfällen.

Namensschuldverschreibungen wurden gemäß § 341c Abs. 1 HGB mit dem Nennbetrag abzüglich Tilgungen bewertet. Agiobeträge wurden aktiv abgegrenzt und linear auf die Laufzeit verteilt. Das Verfahren zur Ermittlung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung entsprach demjenigen von Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren.

Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden gemäß § 341c Abs. 3 HGB mit den Anschaffungskosten zuzüglich/abzüglich der kumulierten Amortisation eines Unterschiedsbetrages zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Das Verfahren zur Ermittlung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung entsprach demjenigen von Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren.

Die Bewertung der Einlagen bei Kreditinstituten erfolgte zum Nominalwert.

Bei den Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern wurden die Investmentanteile mit den Rücknahmepreisen am Bewertungsstichtag bewertet. Die Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen wurden gemäß § 341b Abs. 4 HGB mit dem Deckungskapital angesetzt.

Die Forderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft sowie alle übrigen Forderungen wurden mit den Nominalbeträgen eingestellt.

Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Anwendung des Durchschnittsbewertungsverfahrens angesetzt.

Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen im Eigenkapital werden zum Nennwert angesetzt.

Die Deckungsrückstellung für Verträge mit einer versicherungsförmigen Garantie (fondsgebundene Rentenversicherungen mit Beitragsgarantie im Rentenbezug) ist unter Beachtung der Bestimmungen nach § 341f Abs. 1 Satz 1 HGB und der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung (PFAV) nach einer prospektiven Methode und einzelvertraglich berechnet worden. Bei den verwendeten Rechnungsgrundlagen handelt es sich um die Sterbetafeln DAV 2004 R-B 19/20, also den um neunzehn Zwanzigstel linear interpolierten Wert zwischen der Deckungsrückstellung auf Basis der Tafel DAV 2004R-Bestand und der auf Basis der Tafel DAV 2004 R-B20, bzw. DAV 2004 R und einem Rechnungszins von 3,25 % bzw. 2,25 %. Zusätzlich wurde für die Verträge aller Rechnungszinsgenerationen eine Zinszusatzreserve auf Basis eines Referenzzinses von 1,57 % gestellt. Für fondsgebundene Rentenversicherungen mit Beitragsgarantie in der Aufschubzeit stellt das Guthaben mit konventioneller und fondsgebundener Komponente einen reinen Ansparvorgang ohne Biometrie dar. Die Verzinsung des konventionellen Guthabens erfolgt mit einem Rechnungszins von 3,25 %, 2,75 % bzw. 2,25 %. Für den fondsgebundenen Teil der Pensionspläne erfolgt die Berechnung der Deckungsrückstellung gemäß § 341f Abs. 1 Satz 2 HGB und der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung nach einer retrospektiven Methode.

Die Rechnungszinsen für das Feststellungsverfahren für die Zusagen ohne versicherungsförmige Garantien vor Beginn des Rentenbezugs bestimmen sich gemäß den im Bestand befindlichen Vermögenswerten unter Berücksichtigung von angemessenen Sicherheitsspannen.

Die Deckungsrückstellung enthält auch die Verwaltungskostenrückstellung für die beitragsfreie Zeit.

Der Schlussüberschussanteilfonds wurde gemäß den Bestimmungen des § 15 RechPensV einzelvertraglich und retrospektiv berechnet.

Das sonstige Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beinhaltet kurzfristig eingegangene Beiträge sowie Forderungen zu nicht versicherungsförmigen Pensionsplänen, die zum Bilanzstichtag noch nicht für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern angelegt werden konnten.

Die unter dem Posten "C. Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern" ausgewiesene Deckungsrückstellung zu nichtversicherungsförmigen Pensionsplänen wurde mit modifizierten bzw. den Original-Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung eines Rechnungszinses für den Pensionsplan 8 von 4,20 % bzw. 4,30 %, für den Pensionsplan 8 mit Rückdeckungsversicherung von 0,90 %, 1,25 %, 1,75 % bzw. 2,25 %, für den Pensionsplan 9 von 3,30 %, 3,60 % bzw. 4,80 % und für den Pensionsplan 11 von 3,90 %, 4,10 %, 4,70 % bzw. 5,30 % berechnet.

Der Wert der "Pensionsfondstechnischen Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern" entspricht insgesamt den Zeitwerten der korrespondierenden Aktiva.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Vorstehend nicht einzeln aufgeführte Aktiva und Passiva wurden mit dem Nominalwert bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Zurich Gruppe ist aktuell dabei, die steuerrechtlichen Auswirkungen infolge der Umsetzung der OECD-Initiative zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2; Umsetzung in Deutschland durch das Inkrafttreten des am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Mindeststeuergesetzes; "MinStG") auf allen Ebenen zu prüfen und zu analysieren.

Die Zurich Gruppe fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften. Die in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten sind Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG. Die Geschäftseinheiten der deutschen Mindeststeuergruppe unterliegen der deutschen nationalen Ergänzungssteuer gemäß der §§ 90 ff. MinStG. Eine erstmalige Steuerentstehung ist frühstens im Geschäftsjahr 2024 möglich. Aktuell gehen wir nicht davon aus, dass für die Zurich Gruppe in Deutschland eine Ergänzungssteuer entsteht. Die Regelungen des § 274 Abs. 3 HGB, wonach Differenzen aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes und entsprechender ausländischer Mindeststeuergesetze bei dem Ansatz und der Bewertung latenter Steuern nicht zu berücksichtigen sind, werden bei der Ermittlung angewendet.

Angaben zur Bilanz

Entwicklung der im Aktivposten A. erfassten Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2023

Aktivposten Bilanzwerte
31.12.2022
Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Sonstige Kapitalanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 500.000 250.000 - - - -
2. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.206 359.101 - 362..219 - 9
3. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 12.319.970 490.248 - 563.836 - -
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 1.600.000 - - - - -
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 5.730.497 4.133 - 91.703 - -
5. Einlagen bei Kreditinstituten 85.981 - - 26.848 - -
Summe 20.240.654 1.103.482 - 1.044.606 - 9
Aktivposten Bilanzwerte
31.12.2023
EUR
A. Sonstige Kapitalanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 750.000
2. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.079
3. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 12.246.382
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 1.600.000
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 5.642.927
5. Einlagen bei Kreditinstituten 59.133
Summe 20.299.521

Entwicklung der im Aktivposten B.I. erfassten Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2023

Kapitalanlagearten Bilanzwerte
31.12.2022
Zugänge Umbuchungen Abgänge Nicht realisierte
Gewinne
Nicht realisierte
Verluste
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
B.I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.703.982.791 253.694.569 - 331.426.822 119.035.606 2.197.550
2. Versicherungsverträge bei Lebensversicherungsunternehmen 10.757.604 2.346 - 935.748 233.787 266.534
Summe 1.714.740.395 253.696.915 - 332.362.570 119.269.393 2.464.084
Kapitalanlagearten Bilanzwerte
31.12.2023
EUR
B.I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.743.088.594
2. Versicherungsverträge bei Lebensversicherungsunternehmen 9.791.456
Summe 1.752.880.049

Zeitwert der Kapitalanlagen

Aktivposten Bilanzwerte
31.12.2023
Zeitwerte
31.12.2023
Bilanzwerte
31.12.2022
Zeitwerte
31.12.2022
Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 750 750 500 500
Investmentanteile 1 1 4 4
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 12.246 11.563 12.320 11.015
Namensschuldverschreibungen 1.600 1.740 1.600 1.683
Schuldscheinforderungen und Darlehen 5.643 4.870 5.730 4.675
Einlagen bei Kreditinstituten 59 59 86 86
Summe 20.300 18.984 20.240 17.964
Unterschied zum Bilanzwert -1.316 -2.276

Für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden die Zeitwerte anhand der Börsenkurse am Stichtag ermittelt.

Für die Zeitwerte der Investmentanteile wurden Rücknahmepreise angesetzt.

Die Zeitwertermittlung für Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen erfolgte auf Grundlage unterschiedlicher Zinsstrukturkurven, unter Berücksichtigung der Restlaufzeit und der Bonität, nach einem finanzmathematischen Bewertungsverfahren.

Bei den Einlagen bei Kreditinstituten und kurzfristigen Ausleihungen wurde als Zeitwert der Buchwert herangezogen.

Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen betrug 20,5 Mio. EUR (Vorjahr: 20,5 Mio. EUR). Der Zeitwert dieser Anlagen belief sich auf 19,0 Mio. EUR (Vorjahr: 18,0 Mio. EUR), so dass sich ein negativer Saldo in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) ergab.

Der Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesenen Kapitalanlagen entsprechend § 36 RechPensV i. V. m. § 54 und § 56 RechVersV betrug 16,4 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7 Mio. EUR).

Der Zeitwert der zum Nennwert ausgewiesenen Namensschuldverschreibungen entsprechend § 54 und § 56 RechVersV betrug 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR).

Die Buchwerte der Inhaberschuldverschreibungen, die wie Anlagevermögen gemäß § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB bilanziert wurden, betrugen 12,3 Mio. EUR (Vorjahr: 12,3 Mio. EUR).

Für die zu den Kapitalanlagen gehörenden Finanzinstrumente, für welche die Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterblieben ist, betrug der Buchwert 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,5 Mio. EUR); der Zeitwert betrug 11,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,7 Mio. EUR). Die Abschreibung ist unterblieben, da die Wertminderungen nicht als dauernd eingeschätzt wurden. Wir erachten die Wertminderung als zinsinduziert und nicht bonitätsinduziert.

Dadurch waren im laufenden Geschäftsjahr Abschreibungen in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) nicht erforderlich.

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Zusammensetzung Tageswert
31.12.2023
Anteileinheiten Wert je Anteileinheit
EUR Stück EUR
DEAM-Fonds Deutsche GPF Spezialfonds 531.120.565,24 46.753.570,884 11,36
DEAM-Fonds DBV 1 Spezialfonds 81.217.314,13 445.368,031 182,36
DEAM-Fonds DPAG1 Spezialfonds 207.729.923,73 15.954.679,242 13,02
DEAM-Fonds RKM 1 Spezialfonds 57.666.834,56 5.062.935,431 11,39
DEAM-Fonds SGPF Spezialfonds 456.190.226,44 37.209.643,266 12,26
DWS ESG Akkumula LC 1.139.754,06 631,306 1.805,39
DWS ESG Dynamic Opportunities LC 5.879,81 103,682 56,71
DWS ESG Investa LD 152.808,04 788,117 193,89
DWS ESG Top World 95.158,45 573,555 165,91
DWS Euro Bond Fund LD 1.321.002,48 84.897,332 15,56
DWS Eurorenta 64.777,38 1.359,156 47,66
DWS Global Growth LD 443.450,33 2.226,045 199,21
DWS Strategic ESG Allocation Balance NC 65.837.216,59 561.607,239 117,23
DWS Strategic ESG Allocation Defensive LC 25.370.483,91 237.729,422 106,72
DWS Strategic ESG Allocation Dynamic LC 40.024.960,86 293.825,876 136,22
DWS Top Europe LD 456.148,33 2.428,776 187,81
DWS Top Portfolio Offensiv LC 9.223,92 112,405 82,06
DWS Vermoegensbildungsfonds I LD 1.331.243,27 5.011,834 265,62
DWS-Fonds ZDV EVO 188.698.892,07 18.373.796,695 10,27
grundbesitz europa RC 7.258,52 188,289 38,55
ZDV Alternative Investment 34.524.162,69 4.989.040,854 6,92
ZDV-Immo Fonds 49.681.308,88 3.525.997,792 14,09
Versicherungsverträge bei
Lebensversicherungsunternehmen
9.791.455,54
davon: aus verbundenen
Unternehmen: 8.291.521,52 EUR
Summe 1.752.880.049,23

Sonstiges Vermögen

Bei diesem Posten handelt es sich um Forderungen aus Vorauszahlungen auf Pensionsfondsleistungen, noch nicht angelegten Beiträgen sowie Beitragsforderungen zur Anlage auf Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Darüber hinaus sind in diesem Posten Forderungen aus Unterdeckungen des Sicherungsvermögens in Höhe von 35,3 Tsd. EUR gegenüber Trägerunternehmen enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

- andere -

In diesem Posten befinden sich ausschließlich vorausgezahlte Versorgungsfälle.

Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

- aktive -

2023 EUR 2022 EUR
Unterschiedsbetrag:
Agio auf Namensschuldverschreibungen 183.235 224.494

Aktive latente Steuern

Der Bestand an aktiven latenten Steuern resultiert aus steuerlichen Bewertungsunterschieden bei der Abzinsung auf Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Der Bewertung ist ein Steuersatz von 32,50 % zu Grunde gelegt worden.

Eigenkapital

01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
EUR 2023 EUR
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 3.000.000 - 3.000.000
II. Kapitalrücklage 2.000.000 - 2.000.000
III. Gewinnrücklagen gesetzliche Rücklage 246.339 12.893 259.231
IV. Bilanzgewinn 7.261.425 244.962 7.506.387
12.507.764 257.855 12.765.618

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 EUR je Stückaktie.

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Anteile unserer Gesellschaft werden zu 74,9 % von der DEUTSCHER HEROLD AG, Köln, und zu 25,1 % von der DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, gehalten.

Rückstellungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung

- erfolgsabhängig -

2023 EUR 2022 EUR
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 132.637 138.867
Entnahme im Geschäftsjahr 6.405 6.230
Zuführung im Geschäftsjahr 0 0
Stand am Ende des Geschäftsjahres 129.435 132.637

Hiervon sind für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile 3.897 EUR festgelegt. Darüber hinaus sind für später fällig werdende Schlussüberschussanteile 59.856 EUR gebunden.

Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Die in diesem Posten ausgewiesene Deckungsrückstellung beträgt als mindestens zu bildende Deckungsrückstellung gemäß der aufgrund des § 240 VAG erlassenen Vorschrift 1.209 Mio. EUR.

Andere Rückstellungen

2023 EUR 2022 EUR
Steuerrückstellungen 72.086 423.433

Die Steuerrückstellung betrifft die Gewerbesteuer für das Jahr 2023.

Andere Rückstellungen

-sonstige-

2023 EUR 2022 EUR
Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung Jahresabschluss 107.400 131.800
Rechts- und Beratungskosten / Prozesskosten - -
BaFin und GDV-Gebühren 75.948 319.186
Kosten für Dienstleister und Berater 125.234 192.750
Übrige Posten 13.600 26.328
322.182 670.064

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gebuchte Bruttobeiträge

- selbst abgeschlossenes Pensionsfondsgeschäft - 2023 EUR 2022 EUR
1. gebuchte Bruttobeiträge, untergliedert nach:
a) laufenden Beiträgen 279.886 317.757
b) Einmalbeiträgen 33.351.116 114.850.173
2. gebuchte Bruttobeiträge, untergliedert nach Beiträgen im Rahmen von Verträgen
a) ohne Gewinnbeteiligung 33.350.683 114.847.763
b) mit Gewinnbeteiligung 280.320 320.167
3. gebuchte Bruttobeiträge aus:
a) beitragsbezogenen Pensionsplänen 280.320 320.167
b) leistungsbezogenen Pensionsplänen 33.350.683 114.847.763

Die gebuchten Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Pensionsfondsgeschäfts stammen aus dem Inland.

Nettoergebnis aus Kapitalanlagen

2023 EUR 2022 EUR
Erträge aus Kapitalanlagen (Aktivposten A.) 390.095 363.169
Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Aktivposten B.) 22.962.730 20.716.226
Erträge aus Kapitalanlagen 23.352.825 21.079.396
Aufwendungen für Kapitalanlagen (Aktivposten A.) 36.632 17.844
Aufwendungen für Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Aktivposten B.) 316.771 318.067
Aufwendungen für Kapitalanlagen 353.403 335.911
Nettoergebnis aus Kapitalanlagen 22.999.422 20.743.484

Nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

2023 EUR 2022 EUR
Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 119.269.393 2.394.991
Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen 2.464.084 387.014.969

Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen spiegeln die Marktwertentwicklung der zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern wider.

Provisionen und sonstige Bezüge der Vertreter, Personalaufwendungen

2023 EUR 2022 EUR
c) Provisionen jeglicher Art der Vertreter 717.342 617.703
d) Sonstige Bezüge der Vertreter - -
e) Löhne und Gehälter - -
f) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung - -
g) Aufwendungen für Altersversorgung - -
Aufwendungen insgesamt 717.342 617.703

Weitere hier nicht genannte Aufwendungen für die Zurverfügungstellung von Personal und Sachmitteln wurden der Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland) im Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge erstattet.

Honorar des Abschlussprüfers

2023 EUR 2022 EUR
Abschlussprüfungsleistungen 32.700 37.800
andere Bestätigungsleistungen - -
Steuerberatungsleistungen - -
sonstige Leistungen - -
Gesamthonorar 32.700 37.800

Außerordentliches Ergebnis

Im Geschäftsjahr entstanden außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 3.947 EUR (Vj.: 323 EUR) aus der Inanspruchnahme der Restrukturierungsprogramme im Rahmen des Sozialplans 2023 und der Zurich Strategie "zukunft e1ns".

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen die Körperschaft- und Gewerbesteuer der laufenden Geschäftstätigkeit.

Allgemeine Angaben

Identifikation der Gesellschaft

Deutscher Pensionsfonds AG, Deutzer Allee 1, 50679 Köln

Sitz der Gesellschaft: Köln; Handelsregister: Amtsgericht Köln HRB 101097

Organe

Die Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf den Seiten 1 und 2 aufgeführt.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, gewährte Kredite

Die Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr von Konzernunternehmen und nichtverbundenen Unternehmen vergütet worden. Nur in dem Umfang, in dem sie für die Gesellschaft tätig geworden sind, ist es im Rahmen der allgemeinen Konzernumlage zu einer Belastung unserer Gesellschaft gekommen.

Im Geschäftsjahr wurden an ehemalige Vorstände und deren Hinterbliebene keine Vergütungen gezahlt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten keine Vergütungen.

Es bestehen keine Kredite an Vorstände und Mitglieder des Aufsichtsrats.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiter angestellt.

Verbundene Unternehmen und Konzernzugehörigkeit

Die DEUTSCHER HEROLD AG, Köln, hat uns gemäß § 20 Absatz 4 AktG mitgeteilt, dass sie mit Mehrheit unmittelbar am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt ist. Die DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, hat uns gemäß § 20 Absatz 3 AktG mitgeteilt, dass sie mit mehr als dem vierten Teil am Grundkapital unserer Gesellschaft unmittelbar beteiligt ist.

Die DWS Group GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main, die DB Beteiligungs-Holding GmbH, Frankfurt am Main und die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, haben uns gemäß § 20 Absatz 1 AktG mitgeteilt, dass ihnen jeweils mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört.

Die Deutscher Pensionsfonds AG gehört unmittelbar mehrheitlich der DEUTSCHER HEROLD AG. Die Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland), Frankfurt am Main, hält mittelbar eine mehrheitliche Beteiligung an unserer Gesellschaft. Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Zürich, und die Zurich Insurance Group Ltd., Zürich, halten ebenfalls jeweils mittelbar eine mehrheitliche Beteiligung an unserer Gesellschaft.

Der Jahresabschluss der Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland) und die Jahresabschlüsse ihrer Tochterunternehmen, zu denen auch die Deutscher Pensionsfonds AG gehört, werden in den Konzernabschluss der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Zürich, einbezogen. Es handelt sich hierbei um den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den unsere Gesellschaft einbezogen ist.

Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Zürich, wird einschließlich ihrer Tochterunternehmen, zu denen auch unsere Gesellschaft gehört, in den Konzernabschluss der Zurich Insurance Group Ltd., Zürich, einbezogen; es handelt sich dabei um den größten Kreis von Unternehmen, in den unsere Gesellschaft einbezogen ist.

Der Konzernabschluss der Zurich Insurance Group Ltd., Zürich, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Beide Konzernabschlüsse sind erhältlich bei der Zurich Insurance Group Ltd., Mythenquai 2, CH-8022 Zürich.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Sonstige aus der Bilanz nicht ersichtliche finanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor. Sonstige Verbindlichkeiten aus der Begebung von Wechseln, aus Bürgschaften oder Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Vorgänge nach Geschäftsjahresschluss

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Sonstige Angaben

Der zukünftige Verlauf des Krieges in der Ukraine und der Nahostkonflikt könnten indirekt Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben und die Erreichung der geplanten Ziele beeinflussen. Siehe hierzu auch die Ausführungen im Ausblick des Lageberichts. Eine Quantifizierung dieser Auswirkung ist aktuell schwierig.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von 7.506.387 EUR wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnung = 7.506.387 EUR

Bilanzgewinn 2023 = 7.506.387 EUR

 

Köln, den 14. März 2024

Der Vorstand

Müller

Régnier

Dr. Wagener

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Pensionsfonds geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden, für den Geschäftsbericht vorgesehenen Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben:

den Bericht des Aufsichtsrats

den Fünf-Jahresüberblick sowie

den Abschnitt Zurich Gruppe - Gesellschaftsstruktur und Kennzahlen, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Pensionsfonds geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 19. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Vogt
Wirtschaftsprüfer

Zander
Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres über die wesentlichen Geschäftsvorgänge, die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft sowie über grundlegende Fragen der Unternehmensplanung, die Risikosituation, das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem und die Compliance durch mündliche und schriftliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichten lassen.

Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden in zwei ordentlichen Aufsichtsratssitzungen erörtert. Dabei hat der Vorstand über das Erreichen der geplanten Ziele für das laufende Geschäftsjahr und über die Planung für die künftige Periode berichtet. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat den Vorstand der Gesellschaft laufend überwacht und war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets eingebunden.

Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende haben in Einzelgesprächen mit dem Vorstand geschäftspolitische Fragen sowie die tagesaktuelle Lage und die Entwicklung der Gesellschaft behandelt.

Schwerpunkte der Beratung waren die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft, die Anpassungen der Governance innerhalb des Unternehmens, die Fortsetzung der Transformation der IT-Systeme sowie vertriebliche Maßnahmen einschließlich Kooperationen.

Bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.

In der Bilanzsitzung hat der Verantwortliche Aktuar dem Aufsichtsrat die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung dargestellt. Aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse hat er eine uneingeschränkte versicherungsmathematische Bestätigung gemäß § 141 Abs. 5 Nr. 2 VAG abgegeben. Den Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars und seine Ausführungen in der Bilanzsitzung hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes der Gesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, hat den vom Vorstand nach § 312 des Aktiengesetzes aufgestellten Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht und der entsprechende Bericht des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt und von diesen geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich der Beurteilung des Abschlussprüfers an. In der Bilanzsitzung war der Abschlussprüfer bei der Besprechung des Abhängigkeitsberichts anwesend, hat über die Durchführung der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.

In der Bilanzsitzung war der Abschlussprüfer bei der Besprechung des Jahresabschlusses anwesend, hat über die Durchführung der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats, sind Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Er schließt sich dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns an.

 

Köln, im Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Bohnhoff
Vorsitzender

Schomann

Christmann

Überschussanteilsätze 2024

Es erfolgt keine laufende Überschussbeteiligung im Jahr 2024. Schlussüberschussbeteiligung wird gemäß den aufgeführten Überschussanteilssätzen gewährt.

Auf nicht aufgeführte Überschusskomponenten erfolgt im Jahr 2024 keine Zuteilung.

1 Überschussanteilsätze vor Rentenbeginn

1.1 PENSIONSPLAN NR. 4 (2004) BZW. 7 (AB 2005)

Bestandsgruppe 13, Gewinnverband 13.456

Bestandsgruppe 25, Gewinnverband 25.456

Schlussüberschussanteil bei Übergang in den Rentenbezug im Jahr 2024 sowie vor Rentenbeginn anteilig bei Tod bzw. Rückkauf im Jahr 2024, zusammengesetzt aus Beträgen in % des Garantie-Deckungskapitals zum Zeitpunkt der Zuteilung

für den Garantie-Schlussüberschuss
in den Jahren 2004 bis 2014 0,40 %
im Jahr 2015 0,15 %
und für den Fonds-Schlussüberschuss
in den Jahren 2004 bis 2014 0,35 %

Eine Erhöhung des Schlussüberschusses entfällt in den Vertragsjahren, in denen der im betreffenden Jahr gezahlte Beitrag unter 180 EUR liegt.

1.2 PENSIONSPLAN NR. 3 (2001-2003)

Bestandsgruppe 13, Gewinnverband 13.454

Bestandsgruppe 25, Gewinnverband 25.454

Schlussüberschussanteil bei Übergang in den Rentenbezug im Jahr 2024 sowie vor Rentenbeginn anteilig bei Tod bzw. Rückkauf im Jahr 2024, zusammengesetzt aus Beträgen in % des Garantie-Deckungskapitals zum Zeitpunkt der Zuteilung

für den Garantie-Schlussüberschuss
im Jahr 2002 0,20 %
im Jahr 2003 0,25 %
in den Jahren 2004 bis 2013 0,40 %
im Jahr 2014 0,15 %
und für den Fonds-Schlussüberschuss
im Jahr 2002 0,30 %
in den Jahren 2003 bis 2014 0,35 %

Eine Erhöhung des Schlussüberschusses entfällt in den Vertragsjahren, in denen der im betreffenden Jahr gezahlte Beitrag unter 180 EUR liegt.

2 Überschussanteilsätze nach Rentenbeginn

2.1 PENSIONSPLAN NR. 3, 4 UND 7

Rechnungsgrundlagen DAV 1994 R und 3,25 %

Rentenzuwachs in % der Vorjahresrente
- Bonusrente 0,00 %
- Bonus-PLUS-Rente 0,00 %
Kalkulationszins für gleichbleibende Zusatzrente
- Bonus-PLUS-Rente 0,00 %

Rechnungsgrundlagen DAV 1994 R und 2,75 %, DAV 2004 R und 2,75 % sowie DAV 2004 R und 2,25 %

Es gilt für das im Jahr 2024 beginnende Versicherungsjahr
Rentenzuwachs in % der Vorjahresrente
- Bonusrente 0,00 %
- Bonus-PLUS-Rente 0,00 %
Kalkulationszins für gleichbleibende Zusatzrente
- Bonus-PLUS-Rente 0,00 %

Es werden für das in 2024 beginnende Versicherungsjahr weiterhin die lebenslang kalkulierten Leistungen aus den bisherigen Überschüssen der Rentenzahlungszeit gewährt.

Zurich Gruppe - Gesellschaftsstruktur

Kennzahlen Zurich Gruppe Deutschland

2022
in Mio. EUR
2023 in Mio. EUR Veränderung
in Prozent
Versicherungsbeiträge (nach IFRS 17) 5.797 5.829 0.5 %
- Gebuchte Brutto-Beiträge Nicht-Leben 2.667 2.869 7,1 %
- Gebuchte Brutto-Beiträge Leben 3.132 2.961 -5,8 %
Neugeschäft Leben in APE* 240 268 10,5 %
Kapitalanlagen (inkl. FLV) 49.324 51.295 4,0 %
Combined Ratio Nicht-Leben 95,1 % 99,5 % 3,7%-Pkt
Business Operating Profit (BOP) nach IFRS 17** 398 255 -56,3 %
Anzahl der Mitarbeiter (31.12.) 4.693 4.919 4,6 %

*) Annual Premium Equivalent (Neugeschäft laufende Beiträge plus 10 % der Einmalbeiträge)
**) Zurich-interne Leistungskennzahl für den Betriebsgewinn, vor Steuern und bereinigt um nicht-operative Kenngrößen (insb. Finanzmarktvolatilität und außerordentliche Ergebniskomponenten)

Impressum

Herausgeber:

Zurich Gruppe Deutschland

Deutzer Allee 1 50679 Köln

Telefon 0221/7715-0 www.zurich.de

Deutscher Pensionsfonds

Aktiengesellschaft

Sitz der Gesellschaft: Köln

Handelsregister: Amtsgericht Köln

HRB 101097

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