REX-Humboldthafen Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Isabel Spies seit 14.11.2024 | Prokura |
Michael Peters seit 14.11.2024 | Prokura |
Sascha Büchel seit 14.11.2024 | Prokura |
Alexander Florian Katzur seit 31.10.2024 | Vorstandsmitglied |
Sebastian Spielmann seit 13.3.2023 | Prokura |
Martina Régnier seit 19.5.2022 | Vorstandsmitglied |
Jens Dr. Wagener seit 5.7.2021 | Vorstandsmitglied |
Andreas Martens seit 17.3.2020 | Prokura |
Volker Brexendorf seit 17.3.2020 | Prokura |
Rainer Dr. Hensel seit 17.3.2020 | Prokura |
Jörg Pfützenreuter seit 17.3.2020 | Prokura |
Michael Reuter seit 17.3.2020 | Prokura |
Uwe Schöpe seit 17.3.2020 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deutscher Pensionsfonds AktiengesellschaftKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Geschäftsbericht 2023Fünf-Jahres-Überblick
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir
verallgemeinernd das generische Maskulinum. Damit sind
selbstverständlich alle gleichberechtigt angesprochen.
Verwaltungsorgane der GesellschaftAufsichtsrat
Vorstand
LageberichtGeschäftstätigkeit der Deutscher Pensionsfonds AGÜberblickDie Deutscher Pensionsfonds AG vervollständigt das
Produktangebot der Zurich Gruppe Deutschland im Bereich der
betrieblichen Altersvorsorge. Mit innovativen und
marktgerechten Produkten, einer modernen
Verwaltungsplattform und einem professionellen
Anlagemanagement bieten wir unseren Kunden passende und
individuelle Lösungen für die Auslagerung von
Pensionsverpflichtungen. Durch die strategische Kooperation
zwischen der Deutsche Bank AG und der Zurich Gruppe
Deutschland verfügt die Deutsche Pensionsfonds AG
über einen breiten Multi-Channel Vertriebsansatz.
Die ProdukteDie Deutscher Pensionsfonds AG bietet die
Möglichkeit der Ablösung von bestehenden
Pensionszusagen über die Nutzung des § 3 Nr. 66
EStG. Bestehende Pensionszusagen werden dabei im Rahmen des
§ 3 Nr. 66 EStG bilanzverkürzend auf die
Deutscher Pensionsfonds AG ausgelagert. Mit den
Pensionsplänen 8, 9 und 11 bietet die Deutscher
Pensionsfonds AG Lösungen sowohl für
Großkunden als auch für Übertragungen von
kleineren bis mittleren Versorgungswerken sowie für
Einzelzusagen an.
Unsere nicht versicherungsförmigen
Pensionspläne 8, 9 und 11 im Überblick:
Die Deutscher Pensionsfonds AG und die PB Pensionsfonds
AG haben unter der Marke "Die Deutsche Betriebsrente" ein
Konsortium für das Sozialpartnermodell gegründet.
Die Deutscher Pensionsfonds AG ist der
Konsortialführer.
Regelmäßige Informationen zur Nachhaltigkeit der Kapitalanlage in den angebotenen FinanzproduktenIn Zusammenarbeit mit zwei Trägerunternehmen hat
die DPAG zwei Kapitalanlagen angeboten, bei denen
Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Diese
Kapitalanlagen sind im Rahmen des Pensionsplans 8 aufgelegt
worden. Hierbei handelt es sich um die beiden Spezialfonds
(Sondervermögen) "Deutsche GPF" sowie "DBV1". Es
handelt sich hierbei nicht um Finanzprodukte, in deren
Kapitalanlage Neukunden investieren können.
Als Finanzmarktteilnehmer im Sinne der Verordnung (EU)
2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates
vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene
Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (sog.
,Offenlegungsverordnung' oder ,Transparenzverordnung') ist
die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft zur
Offenlegung von bestimmten nachhaltigkeitsbezogenen
Informationen verpflichtet. Im Folgenden finden Sie die
Information nach Artikel 11 der Verordnung (EU) 2019/2088
für die von der DPAG vertriebenen Finanzprodukte.
Sofern das Produkt in die Kapitalanlage "Deutsche GPF
Spezialfonds" oder in den "DBV1 Spezialfonds" investiert
ist, gilt:
Bei diesem Finanzprodukt erfolgt die Kapitalanlage
vollständig in einem Spezial-Fonds
(Sondervermögen). Bei den Informationen zur
Nachhaltigkeit der Kapitalanlage ist die Deutscher
Pensionsfonds AG auf Angaben des Fondsmanagers angewiesen.
Die nachfolgende Darstellung beruht auf diesen Angaben.
Mit dem Finanzprodukt wurden im Jahr 2023
ökologische oder soziale Merkmale beworben bzw.
gefördert (Artikel 8 der Verordnung (EU) 2019/2088).
Leider wurden zum Zeitpunkt der Erstellung dieses
Geschäftsberichtes die regelmäßigen
Informationen nach Artikel 11 der Verordnung (EU) 2019/2088
für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr der
Fonds durch den Fondsmanager noch nicht
veröffentlicht. Daher werden wir diese auf unserer
Website
https://www.deutscher-pensionsfonds.com/de-de/nachhaltigkeitsbezogene-offenlegung
unter den "Angaben auf Produktebene" veröffentlichen,
sobald der Fondsmanager den Jahresbericht des jeweiligen
Fonds veröffentlicht hat und wir die Information
unsererseits geprüft haben. In dieser
Veröffentlichung werden Sie auch Informationen dazu
erhalten, wie die wichtigsten nachteiligen
Nachhaltigkeitsauswirkungen bei der Kapitalanlage im
letzten abgelaufenen Geschäftsjahr des Fonds
berücksichtigt wurden.
Aus diesem Grunde finden Sie im Anhang dieses
Lageberichtes...
Weiterer Hinweis: Aufgrund von regulatorischen
Konkretisierungen wurde die Bewertung der nachhaltigen
Ausrichtung dieser Kapitalanlage durch das Fondsmanagement
zum 01.01.2023 angepasst. Mit der Kapitalanlage werden ab
diesem Zeitpunkt ökologische und/oder soziale Merkmale
beworben bzw. gefördert (Artikel 8 der Verordnung (EU)
2019/2088), ohne nachhaltige Investitionen im Sinne von
Artikel 9 der Verordnung (EU) 2019/2088 anzustreben, jedoch
kann die Kapitalanlage in Teilen nachhaltige Investitionen
enthalten. Die bisher verfolgte nachhaltige Anlagestrategie
als solche wird hierdurch nicht berührt. Die laufende
Information des Fondsmanagers im Anhang erfolgte für
das Jahr 2022 noch auf Basis der damals geltenden
Bewertung.
Für alle sonstigen Produkte gilt:
Mit diesem Finanzprodukt werden weder ökologische
oder soziale Merkmale beworben oder gefördert noch
wird eine nachhaltige Investition angestrebt. Die diesem
Finanzprodukt zugrunde liegenden Investitionen
berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für
ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten.
Aufgrund der Ausgestaltung der Anlagestrategie, die keine
ökologischen und sozialen Merkmale verfolgt, werden
die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf
Nachhaltigkeitsfaktoren nicht berücksichtigt.
Die VertriebspartnerDie Deutscher Pensionsfonds AG verfolgt einen
Multi-Channel Vertriebsansatz. Zu diesem Zweck hat die
Deutscher Pensionsfonds AG Vertriebsvereinbarungen mit der
Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG einerseits
und der Deutsche Bank AG, der DB Privat- und
Firmenkundenbank AG und der DWS Beteiligungs GmbH
andererseits abgeschlossen. Damit sind für den
Vertrieb von Pensionsfondsprodukten die gesamten
Vertriebswege der Zurich Gruppe Deutschland und der
Deutsche Bank Gruppe erschlossen.
Über das Konsortium von Deutscher Pensionsfonds AG
und PB Pensionsfonds AG besteht auch die Möglichkeit,
die Vertriebskanäle der Talanx Gruppe in Zusammenhang
mit Sozialpartnermodellen zu nutzen.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik DeutschlandDeutsche Wirtschaft im Jahr 2023 auf Niveau von Corona-Pandemie BeginnDie gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wurde auch
im Jahr 2023 spürbar von den Folgen des Krieges in der
Ukraine und den damit einhergehenden Herausforderungen
geprägt. Die Corona-Pandemie wurde offiziell als
beendet erklärt, einzelne Fälle treten dennoch
auf, wenn auch ohne pandemische Merkmale. Insbesondere die
extremen Energiepreiserhöhungen und steigenden
Lebenshaltungskosten verschärften die erschwerten
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche bereits im Jahr
2022 vorhanden waren und in Material- und
Lieferengpässen und dem Fachkräftemangel
resultieren. Gleichzeitig zeigte sich auch im Jahr 2023
wieder, dass der Klimawandel kein zyklisch auftretendes
Thema ist und neben den kurzfristigen Krisen eine
langfristige Herausforderung darstellt. Die Folgen der
globalen Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft, wodurch
diese kein Wachstum verzeichnen konnte.
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt
(BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum
Jahr 2019 stieg das BIP im vergangenen Jahr in Deutschland
lediglich um 0,7 % und damit deutlich schwächer als in
vielen anderen europäischen Staaten. Die
preisbereinigte Bruttowertschöpfung fiel im Jahr 2023
um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr an. Die meisten
Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen
Aktivitäten im Vorjahresvergleich leicht ausweiten und
stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel
aber insgesamt schwächer aus als in den beiden
vorangegangenen Jahren. Den größten
preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich
Information und Kommunikation mit +2,6 %. Der Bereich
Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0
%) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten
ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte
Bruttowertschöpfung im zusammengefassten
Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %)
zurück. Das lag vor allem am Groß- und am
Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der
Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Im
Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten
und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend
schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon
war vor allem der Hochbau betroffen.
Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im
Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das
Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.
Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne
Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück.
Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere
Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende
Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne
Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im
Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus
der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.
Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den
energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und
Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in
diesen Branchen bereits 2022 auf die steigenden
Energiepreise reagiert hatte.
Der deutsche Außenhandel entwickelte sich im Jahr
2023 aufgrund der schwachen Weltkonjunktur schlecht und
dürfte sich auch 2024 nicht bemerkbar verbessern.
Globale geldpolitische Straffungen und die Verschlechterung
der preislichen Wettbewerbsfähigkeit setzten dem
deutschen Außenhandel zu. Nach ersten Berechnungen
fielen die Exporte im Jahr 2023 preisbereinigt um -1,2 %
und die Importe preisbereinigt um -1,9 %.
Im Jahr 2023 spannte sich der Arbeitsmarkt weiter an,
wenn auch weniger stark als in den Jahren zuvor. Im
Jahresdurchschnitt erbrachten 45,9 Mio. in Deutschland
arbeitende Erwerbstätige die Wirtschaftsleistung.
Damit stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 %
gegenüber dem Vorjahr und überstieg damit erneut
das Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Einen besonders
starken Zuwachs an Erwerbstätigen verzeichnete der
Bereich Information und Kommunikation (+2,6 %). Die Land-
und Forstwirtschaft, Fischerei ist der einzige
Wirtschaftsbereich, der einen Rückgang der
Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr (-0,4 %)
vermeldet. Die Anzahl an Erwerbstätigen in den
Wirtschaftsbereichen Finanz- und Versicherungsdienstleister
und Grundstücks und Wohnungswesen stagnierte.
Die privaten Konsumausgaben fielen nach aktuellen
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt
um 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegen die
Konsumausgaben weiterhin unter Vorkrisenniveau des Jahres
2019 (-2,1 %). Ursächlich hierfür waren besonders
die hohen Verbraucherpreise insbesondere für
Nahrungsmittel und Energie. Auch der Staat reduzierte im
Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine
preisbereinigten Ausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am
Wegfall staatlich finanzierter Coronamaßnahmen wie
Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie
Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche
Maßnahmen hatten die Staatsausgaben in den Jahren ab
2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.
Im Jahr 2023 haben sich die Verbraucherpreise in
Deutschland im Schnitt um +5,9 % gegenüber 2022
erhöht. Damit erreicht der Verbraucherpreisindex einen
historischen Höchststand, der laut dem Statistischen
Bundesamt insbesondere auf die extremen Preisanstiege
für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des
Krieges in der Ukraine zurückzuführen sei. Die
hohe Inflationsrate hatte für die Arbeitnehmer klare
Reallohnverluste zur Folge. Dadurch, dass die
Verbraucherpreise stärker als das verfügbare
Einkommen stiegen, sank die Kaufkraft der privaten
Haushalte.
Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende
Energiekrise haben das ohnehin schwierige, von sozialen
Ungleichheiten geprägte Umfeld, hoher
Staatsverschuldung, erhöhter Cyber-Kriminalität
und Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit
beeinflusst. Während die Regierungen und
Gesellschaften weiterhin nach angemessenen Lösungen
suchen, werden die Herausforderungen durch unzureichende
Vorsorge, konkurrierende Interessen und die Folgen
früherer Entscheidungen noch größer.
Nirgendwo ist dies deutlicher geworden als im Kampf gegen
die hohe Inflation. Regierungen und Zentralbanken versuchen
zu reagieren. Dennoch bleibt das Risiko politischer Fehler
hoch, da der Spielraum für die gleichzeitige
Bewältigung wirtschaftlicher und damit verbundener
gesellschaftlicher Belastungen begrenzt ist. Die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone ist von
ebendiesen Herausforderungen betroffen.
Entwicklung an den KapitalmärktenWie bereits 2022 wurde die Entwicklung an den
Kapitalmärkten auch 2023 maßgeblich durch die
Themen Inflation und Geldpolitik bestimmt.
Grundsätzlich war die Erwartung vieler
Marktteilnehmer, dass die Inflation 2023 den Höhepunkt
erreichen und die Zentralbanken somit am Ende des
Zinserhöhungszyklus stehen würden, sodass der
Ausblick sowohl für die Aktien- als auch die
Rentenmärkte grundsätzlich positiv war. Dank
fallender Energiepreise sank die Gesamtinflation,
während sich die Kerninflation - gemessen ohne die
schwankungsreichen Preise für Energie und Lebensmittel
- auf hohem Niveau stabilisierte. So führte die gerade
im ersten Halbjahr 2023 hohe Kerninflation sowie der
stabile Arbeitsmarkt zu restriktiven Geldpolitiken der
US-Zentralbank Federal Reserve und der Europäischen
Zentralbank, in deren Folge durch die höheren Zinsen
sich im Verlauf des Jahres dann auch die wirtschaftlichen
Daten und Prognosen abschwächten. Während sich
die Wirtschaft in den USA noch stabil halten konnte, befand
sich die Eurozone mit zwei aufeinanderfolgenden Quartalen
mit negativem Wirtschaftswachstum bereits Ende des ersten
Quartals in einer sogenannten technischen Rezession. Obwohl
der Dienstleistungssektor sich im ersten Halbjahr noch sehr
positiv entwickelte, verschlechterten sich die
Frühindikatoren sowohl des verarbeitenden Gewerbes als
auch später des Dienstleistungssektors, über das
Jahr hinweggesehen, deutlich. Auf den Finanzmärkten
zeigten sich erste Verwerfungen mit dem Kollaps der Silicon
Valley Bank in den USA und in Europa musste die Credit
Suisse unter Eingriff der Schweizer Nationalbank von der
UBS übernommen werden, um einen Zusammenbruch der
Credit Suisse mit weitreichenden negativen Folgen für
das Finanzsystem zu verhindern. Insgesamt erwies sich das
Bankensystem jedoch sowohl in den USA als auch in Europa
als sehr robust und konnte diese kurzzeitige Krise gut
überwinden.
Die Rentenmärkte erfuhren 2023 durch die
Zinsentwicklung ein sehr volatiles Jahr. Getrieben durch
die weiterhin hohe Inflation und die Zinserhöhungen
der Zentralbanken, erreichten die Renditen deutscher
Staatsanleihen gegen Ende des dritten Quartals ihre
Höchststände und wiesen folglich deutliche
Kursrückgänge auf. Ein stark ausgeprägter
Zinsrückgang im vierten Quartal ließ länger
laufende Anleihen gegen Jahresende dann aber wieder
unterhalb der Renditen des Vorjahres fallen, so dass
über das Gesamtjahr Kursgewinne erzielt werden
konnten.
Im Immobiliensektor setzte sich der Trend aus 2022
ebenfalls fort. Viele Immobilien mussten weitere oder
erstmalige Abwertungen erfahren, wobei Immobilien in den
sehr guten Lagen mit niedrigem Risiko erneut besser
abschneiden konnten als der Gesamtmarkt. Die gestiegenen
Zinsen und hierdurch höheren Finanzierungskosten bzw.
die Unsicherheit bzgl. zukünftiger Refinanzierungen
machten sich nun auch bei großen
Immobilienunternehmen bemerkbar. Resultierend daraus gab es
die ersten Insolvenzen im Immobiliensektor. Speziell im
Bereich der Immobilienentwicklungen kam es zu
Engpässen bei Finanzierungen und Refinanzierungen.
Auch einige gelistete Aktiengesellschaften in der
Immobilienbranche sehen sich zunehmend stärkerem
Gegenwind ausgesetzt, sei es durch Neubewertungen des
Portfolios oder die gestiegenen Finanzierungskosten.
Während die Zinsen Ende des dritten/Anfang des
vierten Quartals auf langjährigen
Höchstständen notierten, zeigten die
Maßnahmen der Zentralbanken ihre Wirkung und die
Kerninflation ging merklich zurück, sodass nun mit
keinen weiteren Zinserhöhungen in Europa und den USA
gerechnet wird. Im Gegenteil, speziell in den USA wird
bereits von einigen Marktteilnehmern mit Zinssenkungen im
ersten Halbjahr 2024 gerechnet. Diese Entwicklung und der
implizite Ausblick lösten eine Kursrallye bei globalen
Aktien aus, sodass einige Indizes ihre
Allzeithöchststände erreichen konnten. Allerdings
könnte dies auch ein Risiko für Aktien im Jahr
2024 darstellen, da der Kapitalmarkt vor dem Hintergrund
eines sich verlangsamenden Wirtschaftswachstums und einer
gegebenenfalls zu früh erwarteter Zinssenkung
eventuell zu optimistisch positioniert ist.
Die Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft 2023Auch das Versicherungsgeschäft wurde im Jahr 2023
stark von der steigenden Inflation und den Folgen des
Krieges in der Ukraine geprägt. Über alle Sparten
hinweg schätzt der Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) einen leichten Anstieg
der Beitragseinnahmen 2023 um 0,6 % auf 224,7Mrd. EUR. Die
realen Einkommensverluste der privaten Haushalte belasten
dabei vor allem das Geschäft der Lebensversicherer, da
die Menschen weniger Geld für die private
Altersvorsorge zurücklegen. In der Schaden- und
Unfallversicherung und der privaten Krankenversicherung
sind trotz diverser Krisen weiterhin Beitragszuwächse
zu verzeichnen.
In der Lebensversicherung insgesamt (inklusive
Pensionsfonds und Pensionskassen) sanken die gebuchten
Bruttobeiträge deutlich, um -5,0 % gegenüber dem
Vorjahr auf 92,17 Mrd. EUR.
In den Geschäftsergebnissen der Lebensversicherer
i. e. S. zeichnet sich ein Trend deutlich sinkender
Beitragseinnahmen aufgrund stark rückläufiger
Einmalbeiträge und grundsätzlichem Rückgang
im Neuzugang ab. Die Anzahl der Versicherungsverträge
weist laut GDV einen Bestandsrückgang auf. Laut
Ergebnissen des GDV sanken die gebuchten
Brutto-Beiträge im Geschäftsjahr 2023 (ohne
Beiträge aus RfB) auf 89,15 Mrd. EUR; dies entspricht
einem Rückgang von 3,9 %. Die laufenden Beiträge
blieben nahezu konstant bei 64,27 Mrd. EUR und steigerten
damit ihren Anteil auf 72,1 % der Beitragseinnahmen
(Vorjahr: 69,3 %), da die Einmalbeiträge im selben
Zeitraum um -12,5 % auf 24,88 Mrd. EUR zurückgingen.
Der Bestand an Hauptversicherungen betrug zum 31.12.2023
81,42 Mio. Verträge und sank damit um 0,5 %. Dennoch
stieg die versicherte Summe um 2,4 % auf 3.639,11 Mrd. EUR
und der laufende Beitrag um 0,4 % auf 64,76 Mrd. EUR.
Der Anteil der fondsgebundenen Versicherungen ist mit
4,4%, bezogen auf die Bestandsstruktur (laufender Beitrag),
unverändert, Rentenversicherungen als Mischformen mit
Garantien stiegen um 1,2 Prozentpunkte auf 25,8% und sind
somit in Summe bei 30,2 %. Beide Werte verdeutlichen das
starke Wachstum der fondsgebundenen Lebensversicherungen.
Im Jahr 2023 erreichte der Neuzugang laut GDV 4,42 Mio.
Lebensversicherungsverträge (0,2 %) mit einer
Versicherungssumme in Höhe von 322,53 Mrd. EUR, was
einem Anstieg von +3,7 %entspricht. Basierend auf
Neugeschäftsbeiträgen errechnet sich für das
Jahr 2023 ein Annual Premium Equivalent (APE) in Höhe
von 8,90 Mrd. EUR (-1,1 %).
Die Bedeutung von Rentenversicherungen für das
Neugeschäft der Lebensversicherer nahm im vergangenen
Jahr leicht ab. Ihr Anteil am Neugeschäft belief sich,
gemessen an der Anzahl der Verträge, auf 46,1 %
(Vorjahr: 48,3 %) und gemessen an den Beiträgen auf
67,3 % (Vorjahr: 70,2 %).
Der Bestand an förderfähigen
Riester-Verträgen sank im Jahr 2023 im Vergleich zum
Vorjahr auf 10,01 Mio. Verträge (-2,3 %). Der laufende
Beitrag des gesamten Neuzugangs an Riester-Verträgen
betrug 213,83 Mio. EUR (-19,9 %) mit einer versicherten
Summe von 4,66 Mrd. EUR, die im Jahr 2023 ebenfalls
deutlich gesunken ist (-28,4 %). Die Entwicklung der
Basisrente ist entgegen den anderen Trends im Bereich der
Lebensversicherer i. e. S. positiv. Der GDV meldet 133.800
neu abgeschlossenen Verträge im Jahr 2023 (+14,2 %)
und einen laufenden Beitrag in Höhe von 502,83 Mio.
EUR (+22,7 %).
Im Gegensatz zu der privaten Altersvorsorge entwickelte
sich die betriebliche Altersvorsorge (bAV) im vergangenen
Jahr deutlich schlechter. Die gebuchten Bruttobeiträge
sanken in der bAV nach ersten Berechnungen des GDV um -5,7
% gegenüber 2022 auf 19,1 Mrd. EUR. Auch in der
Entwicklung der Pensionsfonds lassen sich laut GDV wie bei
den Pensionskassen rückläufige Tendenzen in der
Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr abzeichnen.
Die gebuchten Bruttobeiträge der Pensionskassen sanken
auf 1,92 Mrd. EUR (-5,0 %).
Während des Geschäftsjahres 2023 wurden 42.200
Hauptversicherungen neu abgeschlossen, was 10,9% weniger
sind als im Vorjahr -die versicherte Summe des Neuzugangs
belief sich dabei auf 0,54 Mrd. EUR und damit nur 1,6%
unter Vorjahr. Der laufende Beitrag für ein Jahr sank
für Haupt- und Zusatzversicherungen auf 29,70 Mio. EUR
(-0,4 %), Einmalbeiträge sanken um 1,3% auf 129,24
Mio. EUR und somit verringerte sich die APE auf 43,75 Mio.
EUR.
Die Entwicklung der Pensionsfonds in Deutschland 2023Die gebuchten Bruttobeiträge der Pensionsfonds
normalisierte sich auf ein Niveau vor Corona und
Sondereffekten mit 1,10 Mrd. EUR (-50,8 %). Der gesamte
Neuzugang belief sich im vergangenen Jahr auf 58.200
versicherte Personen (+0,8 %). Der laufende Beitrag
für ein Jahr aus diesem Neuzugang stieg auf 40,56 Mio.
EUR (+19,2 %), der Einmalbeitrag sank auf 0,81 Mrd. EUR
(-60,2 %). Basierend auf den vorläufigen
Neugeschäftsbeiträgen, errechnet sich hieraus ein
APE von 121,43 Mio. EUR (-48,8 %).
Geschäftsentwicklung der GesellschaftDie Geschäftstätigkeit der Deutscher
Pensionsfonds AG umfasste im Geschäftsjahr sowohl
beitragsbezogene als auch leistungsbezogene
Pensionspläne.
Im Berichtsjahr 2023 wurden ausschließlich
Verträge für die Übertragungen von
Pensionsverpflichtungen ohne versicherungsförmige
Garantien gemäß der Pensionspläne 8, 9 und
11 abgeschlossen. Die Einmalbeiträge für diese
leistungsbezogenen Pensionspläne beliefen sich auf
33,4 Mio. EUR (Vorjahr: 114,8 Mio. EUR).
Neben den Beiträgen für leistungsbezogene
Pensionspläne wurden zudem 280,3 Tsd. EUR (Vorjahr:
320,2 Tsd. EUR) für beitragsbezogene
Pensionspläne vereinnahmt. Insgesamt belaufen sich die
gebuchten und verdienten Bruttobeiträge im
Geschäftsjahr auf 33,6 Mio. EUR (Vorjahr: 115,2 Mio.
EUR). Das Pensionsfondsgeschäft ist vorwiegend
gekennzeichnet durch das Einmalbeitragsgeschäft,
welches in hohem Maße vom Erfolg im
Großkundensegment beeinflusst wird. Der Rückgang
zum Vorjahr begründet sich dabei durch eine
Bestandsübertragung von einem Großkunden im Jahr
2022. Derartige Übertragungen sind generell
ursächlich für die deutlichen jährlichen
Schwankungen bei den Einmalbeiträgen. Auch in diesem
Jahr liegt die Entwicklung der Einmalbeiträge
über unseren Erwartungen, da eine
Großübertragung stattgefunden hat, die jedoch im
Vorjahresvergleich betragsmäßig gering ausfiel.
Unsere Annahmen bezüglich des Ausbaus des
kleinteiligeren, aber besser planbaren
Einzelübertragung-Segmentes wurden nicht erfüllt,
haben sich im Jahresverlauf jedoch positiv entwickelt.
Im Berichtsjahr wurden 127,4 Mio. EUR (Vorjahr: 125,5
Mio. EUR) an Leistungen an die Versorgungsberechtigten
ausgezahlt. Davon entfielen 127,0 Mio. EUR (Vorjahr: 125,0
Mio. EUR) auf leistungsbezogene Pensionspläne, womit
erwartungsgemäß ein gleichbleibendes Niveau
erhalten bleibt.
Über die Zusammensetzung des
Pensionsfondsvertragsbestandes in tabellarischer Form
berichten wir in den Anlagen zum Lagebericht.
Abschluss- und VerwaltungsaufwendungenIm Geschäftsjahr 2023 sind die
Abschlussaufwendungen auf 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio.
EUR) angestiegen. Bezogen auf die Beitragssumme stieg der
Abschlusskostensatz auf 4,9 % (Vorjahr: 1,3 %).
Die Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem
Vorjahr von 1,3 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR gesunken. Der
Verwaltungskostensatz in Bezug auf die gebuchten
Bruttobeiträge stieg im Vergleich zum Vorjahr von 1,1%
auf 3,5 %.
Haupttreiber für die deutlich gestiegenen Kosten
ist das geringere Volumen an gebuchten Bruttobeiträgen
gegenüber dem Vorjahr.
KapitalanlageergebnisDer Kapitalanlagebestand zu Bilanzwerten ohne die
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern stieg per ultimo 2023 auf
20,3 Mio. EUR (Vorjahr: 20,2 Mio. EUR).
Die Nettoerträge aus diesem Bestand betrugen im
Geschäftsjahr 353,5 Tsd. EUR nach 345,3 Tsd. EUR im
Vorjahr. Die Nettoverzinsung betrug 1,7 % (Vorjahr: 1,7 %).
Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Arbeitgebern und Arbeitnehmern stiegen im Vergleich zum
Vorjahr von 1,7 Mrd. EUR auf 1,8 Mrd. EUR.
Bei diesen Kapitalanlagen wurden im Geschäftsjahr
nicht realisierte Gewinne per Saldo von 116,8 Mio. EUR
(Vorjahr: Nicht realisierte Verluste 384,6 Mio. EUR)
ausgewiesen.
Überschussbeteiligung und Zinszusatzreserve für VersorgungsberechtigteDas Niveau der Überschussanteilsätze wurde
für 2024 gegenüber 2023 nicht geändert.
Einzelheiten hierzu sind der Aufstellung
"Überschussanteilsätze 2024" ab Seite 43 zu
entnehmen.
Grundsätzlich besteht die
Überschussbeteiligung für unsere Kunden aus den
Komponenten Dotierung der Rückstellung für
Beitragsrückerstattung und Direktgutschrift.
In diesem Berichtsjahr wurden jedoch, wie im Vorjahr,
keine Mittel für die unmittelbare
Überschussbeteiligung unserer Kunden in Form der
Direktgutschrift aufgewandt.
Der Rückstellung für
Beitragsrückerstattung wurden in diesem Jahr ebenfalls
keine Mittel (Vorjahr: 0 EUR) zugeführt.
Der Aufbau einer sogenannten Zinszusatzreserve zur
Erhöhung der Sicherheitsmargen in der
Deckungsrückstellung wurde im abgelaufenen
Geschäftsjahr auf Basis eines Referenzzinssatzes von
1,57 % (Vorjahr: 1,57 %) fortgesetzt. Dabei wurden der
Deckungsrückstellung 28,7 Tsd. EUR (Vorjahr:
Zuführung in Höhe von 18,7 Tsd. EUR) entnommen,
da sich die Lage, bedingt durch das derzeitige Zinsumfeld
und eines konstant bleibenden Referenzzinssatzes, etwas
verbessert.
Vermögens- und FinanzlageDie gesamten Aktiva beliefen sich am Bilanzstichtag auf
1,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,7 Mrd. EUR). Die Kapitalanlagen
ohne das fondsgebundene Geschäft erhöhten sich
von 20,2 Mio. EUR auf 20,3 Mio. EUR und stellen somit 1,1 %
der Bilanzsumme (Vorjahr: 1,2 %).
Die stärkste Anlagenkategorie in unserem Portfolio
sind weiterhin Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere (60,3 %, Vorjahr: 60,9 %) und
Sonstige Ausleihungen (35,7 %, Vorjahr: 36,2 %) sowie
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen (3,7 %, Vorjahr:
2,5 %).
Der Rückgang des Marktzinsniveaus (Swapsatz (EUR)
10 Jahre lag zum Jahresende 2023 bei 2,5 %, Vorjahr 3,2 %)
führte insbesondere bei diesen zinssensitiven Anlagen
zu einem Anstieg der Marktwerte. Die stillen Nettoreserven
bezogen auf den Buchwert des Kapitalanlagebestandes
betrugen -6,5 % zum 31.12.2023 und stiegen damit um 42,2 %
auf -1,3 Mio. EUR (Vorjahr: -2,3 Mio. EUR).
Das Vermögen für Rechnung und Risiko von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern hatte einen Anteil an der
Bilanzsumme von 98,8 % (Vorjahr 98,8 %). Der Buchwert des
Vermögens für Rechnung und Risiko von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern erhöhte sich durch die
Kapitalmarkteinflüsse von 1,7 Mrd. EUR auf 1,8 Mrd.
EUR.
Das Eigenkapital der Deutscher Pensionsfonds AG stieg um
2,1 % auf 12,8 Mio. EUR an (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR). Von
dem Jahresüberschuss in Höhe von 257,9 Tsd. EUR
(Vorjahr: 583,8 Tsd. EUR) wurden 12,9 Tsd. EUR (Vorjahr:
29,2 Tsd. EUR) den Gewinnrücklagen (der gesetzlichen
Rücklage) und 245,0 Tsd. EUR (Vorjahr: 554,6 Tsd. EUR)
zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 7,3 Mio.
EUR in den Bilanzgewinn eingestellt. Der Bilanzgewinn
betrug zum 31.12.2023 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR).
Die pensionsfondstechnischen Rückstellungen
erhöhten sich um 0,5 % und betrugen zum Jahresende 7,1
Mio. EUR nach 7,1 Mio. EUR im Vorjahr. Hinzu kommen die
pensionsfondstechnischen Rückstellungen, bei denen das
Anlagerisiko von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern
getragen wird, in Höhe von 1,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,7
Mrd. EUR). Die Deckungsrückstellung für das
versicherungsförmige Geschäft beinhaltete eine
Zinszusatzreserve in Höhe von 775,2 Tsd. EUR (Vorjahr:
803,9 Tsd. EUR). Die Rückstellungen für
Beitragsrückerstattung (RfB) verringerten sich um 2,4
% und lagen bei 129,4 Tsd. EUR. Der
Schlussüberschussanteilfonds belief sich auf 59,9 Tsd.
EUR (Vorjahr: 62,3 Tsd. EUR) und reduzierte sich um 4,0 %.
Der freie Teil der RfB erhöhte sich von 64,6 Tsd. EUR
auf 65,7 Tsd. EUR.
Die Verbindlichkeiten betrugen zum
Geschäftsjahresende 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 643,4 Tsd.
EUR), wobei die Verbindlichkeiten aus dem selbst
abgeschlossenen Pensionsfondsgeschäft gegenüber
Arbeitnehmern und Arbeitgebern mit 47,5 % (Vorjahr: 83,7 %)
den größten Teil ausmachten.
Die Liquidität des Unternehmens wird laufend
geprüft und Hochrechnungen monatlich aktualisiert. Es
bestanden während des Geschäftsjahres jederzeit
ausreichend liquide Mittel.
Entwicklung von LeistungskennziffernDie wesentlichen Leistungskennziffern des Unternehmens
sind die Beitragsentwicklung, der Rohüberschuss und
die Solvabilität.
Da überwiegend Verträge für die
Übertragung von Pensionsverpflichtungen gezeichnet
werden, ist die Beitragsentwicklung stark schwankend. In
diesem Jahr wurden keine (neuen) Bestände von
Großkunden übernommen, somit ist das Volumen im
Einzelübertragungssegment im Vergleich zum Vorjahr
geringer.
Das Eigenkapital erhöhte sich zum Vorjahr von 12,5
Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR.
Der Rohüberschuss vor Reduktion der
Zinszusatzreserve sank im Vergleich zum Vorjahr von 602,5
Tsd. EUR auf 229,1 Tsd. EUR.
Die Solvabilitätsquote hat sich gegenüber dem
Vorjahr kaum verändert und liegt nun bei 220 %
(Vorjahr: 222 %). Dies steht für Konstanz und
unterstreicht die Solidität und
Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft.
In unseren Prozessabläufen liegt der Fokus auf
Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit. Aus diesem
Grund achten wir darauf, dass die Dienstleister, mit denen
wir zusammenarbeiten, bestimmte Standards in Sachen
Qualität und Sicherheit erfüllen.
Als Unternehmen der Zurich Gruppe Deutschland beziehen
wir unsere Kunden in die allgemeinen Umfragen zum Net
Promoter Score ein, um uns stetig in der Erfüllung der
Erwartungen und des Bedarfs unserer Kunden zu verbessern.
Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2023,
trotz der äußeren Einflüsse,
gemäß unseren Erwartungen. Dies betrifft
insbesondere den Rohüberschuss und die
Solvabilität, die Beitragserwartungen wurden nicht
ganz erfüllt.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die
wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil zu
beurteilen.
Jahresergebnis und BilanzgewinnDas Geschäftsjahr endete mit einem
Jahresüberschuss von 257.855 EUR (Vorjahr: 583.800
EUR). Nach Einstellung von 12.893 EUR in die gesetzliche
Rücklage (Vorjahr: 29.190 EUR) und unter
Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von
7.261.425 EUR (Vorjahr: 6.706.815 EUR) betrug der
Bilanzgewinn 7.506.387 EUR (Vorjahr: 7.261.425 EUR).
Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementsystemIm Rahmen der regulären
Geschäftstätigkeit wird die Deutscher
Pensionsfonds Aktiengesellschaft laufend von Chancen und
Risiken begleitet. Um unter diesen Rahmenbedingungen
erfolgreich zu agieren, hat die Gesellschaft ein
Risikomanagementsystem aufgebaut, das in die
Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse
integriert ist. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft
aus der Geschäftsstrategie die Risikostrategie
abgeleitet, das Risikotragfähigkeitskonzept
entsprechend definiert und ein Limitsystem im Sinne eines
Frühwarnsystems eingerichtet. Darüber hinaus ist
das Governance-System mit seinen Schlüsselfunktionen
und Funktionstrennungen so aufgebaut, dass es das
Risikomanagement unterstützt.
Ziel des Risikomanagements ist die Sicherstellung der
Risikotragfähigkeit und damit der langfristigen und
nachhaltigen Existenzsicherung der Gesellschaft. Mit
zielgerichteten Risikomanagementaktivitäten verfolgt
die Gesellschaft die Optimierung der Risikolage, d. h. eine
Begrenzung der Risiken auf ein akzeptables Niveau unter
Berücksichtigung der ihnen gegenüberstehenden
Chancen. Bei den Aktivitäten berücksichtigt die
Gesellschaft die aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Durch
die regelmäßige Anwendung von konsistenten
Risikomanagementverfahren identifiziert und bewertet die
Gesellschaft ihr Risikopotential und ergreift bei Bedarf
Gegensteuerungsmaßnahmen. Überschreiten die
Analyseergebnisse dabei den definierten Toleranzbereich,
werden risikomindernde Maßnahmen eingeleitet. Deren
Umsetzung und Wirksamkeit werden anhand eines
systematischen Controllings überwacht. Darüber
hinaus soll durch entsprechende Prozesse gewährleistet
werden, dass das Management zeitnah über neu
auftretende Risiken informiert wird und erforderliche
Maßnahmen eingeleitet werden.
Das Risikomanagement der Deutscher Pensionsfonds
Aktiengesellschaft verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und
ist in das Risikomanagement der Zurich Gruppe Deutschland
(ZGD) und dessen Aufbauorganisation integriert. Dem
zentralen Risikomanagement, einem eigenständigen
Bereich, obliegt dabei die Organisation,
Verantwortlichkeitsregelung, Koordination, Überwachung
und Kommunikation des Risikomanagementprozesses.
Gemäß des Jahresplans wird unter anderem in
Workshops mittels Risikoanalysemethoden die
Risikoidentifikation und -bewertung vorgenommen. Die daraus
resultierenden Informationen werden zentral in einem System
vorgehalten, sodass umfassende sowie konsistente
Risikoanalysen erstellt werden können. Darüber
hinaus wird durch das implementierte Limitsystem der vom
Vorstand definierte Risikoappetit operationalisiert und
durch entsprechende Risikokennzahlen die
Risikotragfähigkeit überwacht. Durch
risikopolitische Maßnahmen im Unternehmen, aber auch
durch die Umsetzung der Aktivitäten aus den
verschiedenen Risikoanalysemethoden, soll eine
Risikominderung erreicht werden. Die Erkenntnisse aus dem
Risikomanagementprozess werden schließlich im
Risikoreporting dargestellt.
Das operative Risikomanagement findet in den
Fachbereichen statt und ist somit in die Geschäfts-
und Entscheidungsprozesse integriert. Grundsätzlich
ist das operative Management für den unmittelbaren
Umgang mit Risiken und insbesondere für das Eingehen
von Risiken verantwortlich. Risikorelevante Themen werden
regelmäßig in den Vorstandssitzungen der
Gesellschaft behandelt. Darüber hinaus
überprüft ein mit Vorständen besetztes
Gremium auf Holding-Ebene regelmäßig die
Einschätzungen zur Risikosituation der Zurich Gruppe
Deutschland und beschließt - erforderlichenfalls
unter Abstimmung mit der Gesellschaft - gegebenenfalls
Maßnahmen zur Risikoreduktion. Zusammen mit dem
zentralen Risikomanagement bewirkt dieses Gremium eine
übergreifende und vernetzte Sicht auf alle zur Zurich
Gruppe Deutschland gehörenden Unternehmen. Zudem
werden spezielle Risikobelange hinsichtlich der
Kapitalanlage oder Sicherheitsthemen in verschiedenen
Gremien betrachtet.
RisikoprofilResultierend aus dem Geschäftsmodell der
Gesellschaft betreffen die maßgeblichen Risiken die
pensionsfondstechnischen Risiken, Risiken aus der
Kapitalanlage, Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus
dem Pensionsfondsgeschäft, operationelle Risiken und
sonstige Risiken und werden im Folgenden dargestellt.
Chancen und Risiken aus dem PensionsfondsgeschäftDie Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft bietet
Pensionspläne an, mit denen Versorgungsleistungen von
Arbeitgebern gemäß § 236 Abs. 2 VAG, d. h.
Geschäft das gemäß § 3 Nr. 66 EstG,
auf unsere Gesellschaft ausgelagert wird. Die Deutscher
Pensionsfonds Aktiengesellschaft übernimmt die
Durchführung der Leistungen nur insoweit, als die
Trägerunternehmen ihren Finanzierungsverpflichtungen
nachkommen und der Gesellschaft ausreichende Deckungsmittel
zur Verfügung stellen. Da der Arbeitgeber für die
Erfüllung der durchgeführten Zusagen ohne
versicherungsförmige Garantien, für die die
Gesellschaft keine ausreichenden Deckungsmittel zur
Verfügung hat, unmittelbar verpflichtet bleibt,
trägt die Gesellschaft aus diesem Geschäft keine
unmittelbaren pensionsfondstechnischen Risiken. Sollte ein
geforderter Nachschuss nicht erbracht werden und auch kein
Bedeckungsplan abgeschlossen werden, wird die Zusage der
Gesellschaft nach Maßgabe des
Umstellungspensionsplans auf versicherungsförmig
garantierte Leistungen herabgesetzt.
Die mit dem Pensionsfondsgeschäft verbundenen
Kostenrisiken werden bei der aktuariellen Preisgestaltung
berücksichtigt. Das Kostenrisiko wird auch dadurch
abgemildert, dass bei einzelnen Pensionsplänen am
Inflationsindex orientierte Anpassungsklauseln vereinbart
wurden oder die Kosten von den Trägerunternehmen
übernommen werden. Die tatsächliche Entwicklung
der Kosten wird von der Gesellschaft laufend
überwacht.
Neben diesem nicht-versicherungsförmigen
Geschäft hat die Deutscher Pensionsfonds
Aktiengesellschaft auch versicherungsförmige
Leistungen angeboten, mit denen im Wesentlichen das
biometrische Langlebigkeitsrisiko und das
Zinsgarantierisiko übernommen wird.
Während das Langlebigkeitsrisiko darin besteht,
dass die tatsächlichen Parameter nachteilig von den
Annahmen abweichen, die den Kalkulationen zugrunde gelegt
wurden, bezieht sich das Zinsgarantierisiko auf den
Risikoumstand, dass die bei Vertragsabschluss in den
Verträgen vereinbarten jährlichen
Mindestverzinsungen nicht entsprechend durch
Kapitalanlageerträge erwirtschaftet werden
können.
Die Gesellschaft begegnet dem biometrischen
Langlebigkeitsrisiko, indem für die Berechnung und die
Bildung der pensionsfondstechnischen Rückstellungen
bei Zusagen mit versicherungsförmigen Garantien,
Rechnungsgrundlagen mit Sicherheitszuschlägen
verwendet werden. Diese werden regelmäßig anhand
anerkannter aktuarieller Methoden und unter
Berücksichtigung von Empfehlungen sowie Hinweisen der
Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde
überprüft.
In den zurückliegenden Jahren wurden
Zinsgarantierisiken durch den länger anhaltenden
fallenden Trend getrieben. Um diesem Umfeld zu begegnen,
hat der Aufbau der sogenannten Zinszusatzreserve
stattgefunden und die Risikotragfähigkeit
gestärkt. Die Zinszusatzreserve wurde im abgelaufenen
Geschäftsjahr auf Basis einer gemäß
gesetzlichen Vorgabe berechneten Referenzzinssatzes von
1,57 % gebildet. Der im Vorjahr gestiegene und weiterhin
vergleichsweise hohe Kapitalmarktzins hat den Ausblick auf
diese Risikolage vorerst abgemildert.
Die Bruttodeckungsrückstellung bei Zusagen mit
versicherungsförmigen Garantien wird einzelvertraglich
unter Berücksichtigung des jeweiligen Garantiezinses
berechnet. Weitere Details zu den verwendeten
Rechnungsgrundlagen finden sich unter den Angaben zur
Bilanzierung und Bewertung.
Zum Bilanzstichtag ergab sich folgende Verteilung der
konventionellen Deckungsrückstellung je Garantiezins:
Das nicht-versicherungsförmige
Pensionsfondsgeschäft bietet gemäß §
24 PFAV aufgrund der Kalkulation auf Basis bester
Schätzwerte für Biometrie und Zins deutliche
Chancen gegenüber Altersvorsorgeprodukten mit
versicherungsförmiger Kalkulation, da sowohl im
Niedrigzinsumfeld als auch bei steigenden Zinsen Kunden
attraktivere Rechnungsgrundlagen ohne zusätzliche
Sicherheiten geboten werden können. Die Kalkulation
profitierte im Niedrigzinsumfeld davon, dass
zusätzliche Kapitalmarktchancen kalkulatorisch
berücksichtigt werden konnten und profitiert beim
aktuellen Zinsanstieg davon, dass dieser kurzfristig bei
der Wahl der Kalkulationsparameter berücksichtigt
werden kann. Zudem ist das Pensionsfondsgeschäft in
Deutschland insgesamt wachsend, so dass weiterhin Chancen
auf attraktive Neugeschäftsvolumina bestehen,
über die Skaleneffekte für das Geschäft der
DPAG und positive Ergebnisbeiträge erwirtschaftet
werden können.
Chancen und Risiken aus der KapitalanlageIm Bereich der Kapitalanlage wird das Ziel verfolgt,
eine angemessene und risikoadjustierte Rendite zu
erreichen. Hierzu findet ein systematischer und
strukturierter Investmentprozess Anwendung. Dabei wird auf
ein möglichst stabiles Ergebnis im Zeitablauf
geachtet. Daher wird insbesondere in Bezug auf die mit der
Kapitalanlage verbundenen Risiken eine konservative
Ausrichtung verfolgt. Risken in Bezug auf das
Asset-Liability-Management ("ALM-Risiken") werden
kontinuierlich überwacht und gesteuert.
Ein weiteres Element bei Investitionsentscheidungen ist
die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialfragen
sowie einer guten Unternehmensführung. So werden zum
Beispiel keine Investitionen in Unternehmen vorgenommen,
die geächtete Waffen wie Streubomben und Landminen
produzieren, lagern, verteilen oder verkaufen.
Außerdem werden keine Neuinvestitionen in
Unternehmen, welche mehr als 30 % ihrer Erträge durch
die Förderung von Kohle, Ölsanden und
Ölschiefer erwirtschaften oder mehr als 20 Mio. Tonnen
Kohle pro Jahr fördern sowie solche, die mehr als 30 %
ihres Stroms mit Kohle produzieren, getätigt. Generell
wird bei der Analyse einzelner Investitionen nicht nur ihre
finanziellen Kennzahlen, sondern auch die Leistung im
Hinblick auf ESG-Faktoren betrachtet. Die Ergebnisse
fließen in die Entscheidung über den Erwerb oder
die Veräußerung von Vermögenswerten ein.
Grundsätzlich wird über diesen Ansatz das Ziel
verfolgt, jene Unternehmen zu identifizieren, die
voraussichtlich langfristig nachhaltig und erfolgreich
sind.
Für einen Großteil der Kapitalanlage
erwachsen für die Gesellschaft keine direkten Chancen
und Risiken, da die Verwaltung auf Rechnung und Risiko des
Arbeitgebers erfolgt. Mittelbar sind steigende Fondskurse
eine Chance, da hierüber höhere
Kostenerträge erwirtschaftet werden können,
während fallende Fondskurse analog ein mittelbares
Risiko darstellen. Daher beziehen sich die folgenden
Ausführungen auf die auf Rechnung und Risiko der
Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft gehaltenen
Kapitalanlagen.
Die Risiken aus der Kapitalanlage lassen sich in
Marktpreis-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken
unterteilen.
MarktpreisrisikoMarktpreisrisiko ist das Risiko einer negativen
Preisänderung einer Kapitalanlage aufgrund von
Entwicklungen zugrundeliegender Marktrisikofaktoren.
Grundsätzlich wird zwischen Aktienkurs-,
Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken unterschieden.
Dem Risiko wird über die Festlegung von
Anlagerichtlinien, einer Limitsystematik sowie einer
ausgewogenen Mischung und Streuung der Kapitalanlagen
gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und
unter Anwendung moderner Asset Management-Verfahren
begegnet. Zudem wird im Rahmen des Kapitalanlagemanagements
eine kontinuierliche Einhaltung der gesetzlichen und
aufsichtsrechtlichen Vorschriften sichergestellt.
Auswirkungen auf den Marktwert der Kapitalanlagen werden
über Szenarioanalysen sowie Stresstests modelliert.
Wechselkurs- oder nennenswerte Aktienkursrisiken sind nicht
vorhanden, entsprechend bestehen nahezu
ausschließlich Zinsänderungsrisiken.
Die Simulation des Zinsänderungsrisikos der
Kapitalanlagen anhand einer Erhöhung bzw. Absenkung
der Zinskurve um jeweils absolut +/- 1 % ergibt bei einer
durchschnittlichen Zinssensitivität von 8,3 %,
gemessen anhand der modifizierten Duration, eine Reduktion
bzw. einen Anstieg des Marktwertes der zinssensitiven
Anlagen um -/+ 1,5 Mio. EUR. Ein Eintreten eines solchen
Szenarios liegt innerhalb der Risikotragfähigkeit und
würde die Bilanz nicht signifikant gefährden.
BonitätsrisikoDas Bonitätsrisiko ist das Risiko einer
Bonitätsverschlechterung oder eines Ausfalls eines
Wertpapiers (Emission) beziehungsweise eines Schuldners
(Emittenten). Die interne Betrachtung des
Bonitätsrisikos bzw. der Kreditqualität beruht
auf Marktratings anerkannter Ratingagenturen. Sofern
mehrere und unterschiedliche Ratings vorliegen, wird das
schlechtere bei zwei Ratings bzw. das mittlere bei drei
Ratings verwendet.
Die Steuerung und Begrenzung des Bonitätsrisikos
erfolgt über vorgegebene Anlagerichtlinien, strenge
Auswahlkriterien sowie Anlagehöchstgrenzen unter
Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Anforderungen.
Das Durchschnittsrating der bewerteten Titel im
Anleiheportfolio beträgt AA und setzt sich auf Basis
der Marktwerte wie folgt zusammen:
Der Anteil von Staats- und Länderanleihen im
Anleiheportfolio beträgt dabei 84 %, gefolgt von
Unternehmensanleihen mit 8 % und Pfandbriefen mit 8 %.
LiquiditätsrisikoUnter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden,
den Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer
Fälligkeit mangels ausreichend vorhandener liquider
Mittel nicht gerecht werden zu können. Dem Risiko wird
mit einer mittelfristigen Liquiditätsplanung begegnet,
welche für das jeweilige Geschäftsjahr eine
Prognose der Zahlungsströme auf Monatsbasis erstellt,
auf deren Basis die weitere Steuerung vorgenommen wird.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem PensionsfondsgeschäftHierunter wird das Risiko verstanden, dass eine
ausstehende Forderung gegenüber Arbeitgebern,
Versorgungsberechtigten und Vermittlern nicht vereinnahmt
werden kann.
Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft unter anderem
mit der systematischen Überwachung der
Forderungsbestände sowie der rechtzeitigen Einleitung
von Maßnahmen zur Wahrung unserer Ansprüche bei
überfälligen Forderungen.
Die Forderungen gegenüber Arbeitgebern und
Versorgungsberechtigten mit einer Fälligkeit
älter als 90 Tage beliefen sich zum Bilanzstichtag auf
11.755 EUR (Vorjahr: 11.870 EUR). Dies entspricht einer
Außenstandsquote von rund 0,03 % (Vorjahr: 0,01 %)
des Jahresumsatzes. Im Berichtsjahr sowie während der
vorangegangenen letzten zwei Jahre ergab sich kein
Wertberichtigungsbedarf auf Forderungen gegenüber
Arbeitgebern, Versorgungsberechtigten und Vermittlern.
Grundsätzlich besteht bei Pensionsplänen nach
§ 236 Abs. 2 VAG für die Trägerunternehmen
die Pflicht, Beiträge gegenüber der Gesellschaft
auch in der Rentenbezugsphase zu erbringen. Für den
Fall, dass ein Trägerunternehmen dieser
Nachschusspflicht nicht nachkommt, können biometrische
Risiken im Umfang der mit den verfügbaren Mitteln
versicherungsförmig garantierten Leistungen und auch
entsprechende Zinsgarantierisiken auf die Gesellschaft
zurückfallen.
Operationelle RisikenOperationelle Risiken bezeichnen Risiken, die aus
unzulänglichen internen Prozessen, menschlichem
Handeln, Systemen oder externen Ereignissen entstehen.
Diese Risiken können zum einen originär in der
Gesellschaft anfallen und zum anderen - da die Gesellschaft
ihre Geschäftsprozesse im Wesentlichen ausgelagert hat
- indirekt auf die Gesellschaft über die verschiedenen
für sie tätigen Dienstleister einwirken. Die
Gesellschaft arbeitet mit externen und Zurich-internen
Dienstleistern zusammen, die ihrerseits in Teilen
unmittelbar oder mittelbar mit externen Dienstleistern
zusammenarbeiten können.
Insgesamt begegnet die Gesellschaft den operationellen
Risiken mit einer Vielzahl eng miteinander vernetzter
Instrumente und Aktivitäten des von der Gesellschaft
adaptierten Rahmenwerkes der Zurich, welches sich auch auf
die für die Gesellschaft tätigen Zurich-internen
Dienstleister erstreckt.
Den Ausgangspunkt bilden dabei vom zentralen
Risikomanagement der Zurich gesteuerte, systematische
Verfahren, die regelmäßig die Identifikation,
Bewertung und Steuerung von operationellen Risiken auf
Ebene der für die Gesellschaft tätigen
Zurich-internen Fachbereiche sowie auf Gesellschaftsebene
vorsehen.
Als wesentliche Schutzvorrichtung vor operationellen
Risiken dient der Gesellschaft ein internes Kontrollsystem,
das eigens auf die Reduktion von Risiken ausgerichtet ist,
die den Geschäfts- und Finanzprozessen
grundsätzlich immanent sind. Hierbei wird auch
fehlerhaften Bearbeitungen oder dolosen Handlungen
vorgebeugt, z. B. durch Stichprobenkontrollen,
Vier-Augen-Prinzip sowie diversen Berechtigungs- und
Vollmachtenregelungen. Im Quartalsturnus erfolgt für
wesentliche Prozesse eine Überprüfung durch die
jeweiligen Fachbereiche hinsichtlich Angemessenheit und
Effektivität der wesentlichen Kontrollen.
Ein dauerhaftes Risiko ist aufgrund der wesentlichen
Ausgliederung an den externen Dienstleister Lurse gegeben.
Zu den möglichen Auslösern sind hier
Schwächen in der Ausgestaltung, der Qualität und
der Überwachung der an Lurse ausgegliederten Prozesse
zu nennen, die zu wesentlichen Auswirkungen führen
könnten, sollten sie unentdeckt bleiben. Aufgrund der
Bedeutung des Dienstleisters für die Deutscher
Pensionsfonds Aktiengesellschaft, wurden durch den Vorstand
dauerhafte Kontrollmechanismen aufgestellt, die
regelmäßig aktualisiert und verbessert werden.
Einen weiteren wichtigen Baustein zur Absicherung der
Gesellschaft vor operationellen Risiken stellt das Business
Continuity Management der Zurich dar, in das unsere
Gesellschaft integriert ist. Hierbei werden zur Begegnung
von Risiken aus externen Ereignissen, wie z. B.
Katastrophenfällen infolge von Feuer oder
Naturkatastrophen, für alle kritischen Prozesse der
Gesellschaft Notfallpläne für eine möglichst
baldige Wiederherstellung des Geschäftsbetriebes
entwickelt. Auch regelmäßige Aktualisierungen
sowie Tests dieser Pläne sollen dazu beitragen, das
Risiko längerer Geschäftsunterbrechungen infolge
von solchen Ereignissen zu reduzieren.
Der organisatorische Wandel in der strukturellen
Aufstellung der Gesellschaft muss mit der technischen und
prozessualen Entwicklung einhergehen. Die Verzögerung
und/oder Beschleunigung eines der Entwicklungsstränge
führt zu unausgeglichenen Fortschritten, die wiederum
zu Verfehlungen der Unternehmensziele führen
können. Daher werden die Abhängigkeiten zwischen
dem organisatorischen Wandel in der strukturellen
Aufstellung der Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft
und der technischen und prozessualen Entwicklung
regelmäßig analysiert und überwacht.
Im Bereich der operationellen Risiken wurden keine
isolierten Nachhaltigkeitsrisiken identifiziert. Jedoch
können Risiken bezüglich der nicht fristgerechten
Einhaltung von gesetzlichen oder regulatorischen Vorgaben
(z. B. Datenschutzanforderungen,
IT-Sicherheitsanforderungen) auch negative Auswirkungen auf
die festgelegten ESG-Ziele nach sich ziehen.
RechtsrisikenFerner versuchen die Deutscher Pensionsfonds
Aktiengesellschaft und die Zurich-internen Dienstleister
die Risiken aus externen Ereignissen, zu denen sie auch
Risiken aus neuen gesetzlichen Regelungen oder für sie
nachteilige Auslegungen durch Gerichte zählen, durch
ständige Beobachtung des Branchenumfeldes
frühzeitig zu identifizieren.
Sonstige RisikenHierunter werden insbesondere Konzentrationsrisiken,
Strategische Risiken und Reputationsrisiken verstanden. Das
Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko, das sich
dadurch ergibt, dass die Gesellschaft einzelne
Großrisiken oder stark korrelierte Risiken eingeht.
Strategische Risiken sind Risiken, die sich vor allem aus
strategischen Geschäftsentscheidungen ergeben bzw.
einen strategischen Bezug haben, wie beispielsweise das
Risiko, dass Geschäftsentscheidungen nicht schnell
genug einem sich verändernden Wirtschaftsumfeld
angepasst werden könnten. Reputationsrisiken entstehen
wiederum aus einer möglichen Beschädigung des
Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung
in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden,
Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden).
Diesen sonstigen Risiken begegnet die Deutscher
Pensionsfonds Aktiengesellschaft mit einem
regelmäßig durchgeführten
Risikokontrollprozess, indem die Risiken identifiziert,
analysiert, bewertet, gesteuert, intensiv überwacht
und kommuniziert werden.
Auf folgende sonstige Risiken wird hingewiesen:
Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und RisikolageZusammenfassend sieht die Gesellschaft, unter
Berücksichtigung der von ihr ergriffenen
Maßnahmen, derzeit keine Entwicklungen, die die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
bestandsgefährdend beeinträchtigen. Die
aufgeführten Einzelrisiken betrachtet die Gesellschaft
mit den auf den Weg gebrachten Maßnahmen als
ausreichend abgedeckt. Die Gesellschaft beobachtet intensiv
die Megatrends, wie z. B. die Digitalisierung oder die
Nachhaltigkeitsziele der UN zu Umwelt- und Klimaschutz, die
gesellschaftlichen Entwicklungen und die
verantwortungsvolle Unternehmensführung und reagiert
auf solche Herausforderungen mit unternehmerischen
Maßnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich keine
wesentlich veränderte Risikolage unserer Gesellschaft.
Die in diesem Bericht getroffenen Aussagen und
Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung
trifft die Gesellschaft unter dem Vorbehalt, dass neben den
hier aufgeführten Risiken bisher nicht prognostizierte
schwerwiegende Veränderungen der allgemeinen
wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation auf den
internationalen Finanzmärkten einen erheblichen
Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und
-ergebnisse haben können. Nicht prognostizierte
Veränderungen können insbesondere aus
Gesetzesänderungen resultieren.
Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur
Solvabilität werden weiterhin erfüllt.
PrognoseberichtDeutschland - Ausblick 2024Laut aktuellem Jahresgutachten des
Sachverständigenrates zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist ein starker
Rückgang der Wirtschaftsleistung ausgeblieben.
Für das Jahr 2024 ist mit einer langsam erholenden
Gesamtwirtschaft zu rechnen, wobei es an Impulsen für
einen Wachstumspfad fehlt. Trotz der nach wie vor
bestehenden Unsicherheiten resultierend aus dem Krieg in
der Ukraine und Israel und deren wirtschaftlichen Folgen,
der schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft und den
anhaltend hohen Energie- und Verbraucherpreisen, geht der
Sachverständigenrat davon aus, dass das BIP im Jahr
2024 um 0,7 % wächst.
Im kommenden Jahr rechnet der Sachverständigenrat
mit einer sinkenden, aber dennoch erhöhten
Verbraucherpreisinflation, getrieben durch hohe Energie-
und Nahrungsmittelpreise. Der Sachverständigenrat
rechnet für das kommende Jahr mit einem Fall der
Verbraucherpreise auf 2,6 % und ist der Ansicht, dass sich
die Inflationsentwicklung normalisiert und das 2,0 % Ziel
näher rückt. Es ist nach Einschätzung des
Sachverständigenrates davon auszugehen, dass sich die
steigenden Arbeitseinkommen und höheren monetären
Sozialleistungen die privaten Konsumausgaben positiv
beeinflussen werden und für einen leichten Anschub
sorgen. Für 2024 prognostiziert der
Sachverständigenrat ein Wachstum von 3,1 % der real
verfügbaren Einkommen und eine daraus resultierende
stabilisierende privaten Konsumnachfrage.
Entlastungsmaßnahmen des Staates werden
überwiegend Haushalten mit niedrigem Einkommen helfen,
die kaum Möglichkeiten haben, ihr Sparverhalten
anzupassen. Stabilisierend werden voraussichtlich ein
Rückgang der Inflationsraten und Lohnerhöhungen
wirken. Trotz preisdämpfender staatlicher
Maßnahmen ist damit zu rechnen, dass dies die
binnenwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 belasten
wird. Der Arbeitsmarkt wird im kommenden Jahr nach
aktueller Prognose des Sachverständigenrates im
Vergleich zum letzten Jahr nur noch geringfügig um 0,2
% wachsen.
Während die Risikolandschaft immer komplexer wird,
bleibt der Klimawandel die übergreifende
Herausforderung, die es heutzutage zu bewältigen gilt.
Das Ausmaß der Herausforderung, die mit dem
Klimawandel einhergehen, erfordert einen
gesellschaftsübergreifenden Ansatz.
Kapitalmärkte - Ausblick 2024Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass die
Kapitalmärkte maßgeblich durch die Politik der
Zentralbanken bestimmt werden. So wurden bereits mehrere
Zinssenkungen für 2024 sowohl bei der
US-amerikanischen Federal Reserve (FED) als auch bei der
Europäischen Zentralbank (EZB) eingepreist, was zu
deutlich gefallenen Zinsen und Allzeithochs an den
Aktienmärkten zum Jahresende 2023 und Anfang 2024
geführt hat. Für 2024 wird ein weiterer
Rückgang der Inflationsraten erwartet, allerdings
könnte dies ein längerer Prozess sein, und
temporäre Rückschläge sind dabei durchaus
möglich. Zudem werden die aktuell noch hohen Zinsen
der Zentralbanken das Wirtschaftswachstum voraussichtlich
weiter bremsen, sodass die Zentralbanken, neben der
Inflation, zukünftig noch stärker die
wirtschaftliche Entwicklung sowie den Arbeitsmarkt im Auge
behalten werden. Daher erwartet der Kapitalmarkt bereits
relativ deutliche Zinssenkungen durch die FED und die EZB
in 2024. Diese stark ausgeprägte Erwartungshaltung
könnte allerdings auch zu steigenden Renditen und
fallenden Aktienkursen führen, sollte der
Zinssenkungspfad nicht so schnell wie erwartet eintreten.
Aufgrund der starken Kursentwicklung der
Aktienmärkte im Jahr 2023 und der relativ hohen
Bewertungen - vor allem in den USA -gehen wir im Jahr 2024
eher von seitwärts tendierenden Aktienmärkten
aus, wobei europäische Aktien im Vergleich zu den USA
in Bezug auf die Bewertung günstiger erscheinen. Ein
besonderes Augenmerk wird auf die veröffentlichten
Unternehmensgewinne und Gewinnerwartungen gelegt werden, da
sie Aufschluss darüber geben werden, inwiefern
Unternehmen auch 2024 den hohen Zinsen, allgemein
höheren Kosten und dem erwarteten Rückgang des
globalen Wirtschaftswachstums trotzen können. Für
2024 erwartet die Gesellschaft leicht zurückgehende,
aber weiterhin solide Unternehmensgewinne. Insgesamt geht
die Gesellschaft auch weiterhin von erhöhter
Volatilität an den Kapitalmärkten und besonders
in den Anleihemärkten aus. Hier wird das Zinsniveau
maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung, dem
Arbeitsmarkt, der Inflationsentwicklung und der
zugehörigen Zentralbankenreaktion abhängen.
Deutsche Versicherungswirtschaft - Ausblick 2024Der GDV erwartet für 2024 ein Beitragswachstum von
3,8 %, rechnet jedoch mit unterschiedlichen Entwicklungen
in den einzelnen Geschäftsbereichen.
Auch in der Lebensversicherung werden vom GDV wie in der
Schaden- und Unfallversicherung zwei gegenläufige
Entwicklungen erwartet. Zum einen befördert die
Zinsentwicklung die Beitragseinnahmen, da die Zinsen
länger auf einem erhöhten Niveau verweilen
dürften. Zum anderen ist davon auszugehen, dass die
Nachholeffekte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
geringer bleibt als angenommen. Wirtschaftliche
Unsicherheiten, wie Reallohnverluste, in den privaten
Haushalten werden weiter belastend wirken und die Menschen
werden weniger Geld für die private Altersvorsorge
zurücklegen. Dem entgegen steht eine erhöhte
Sparneigung, welche aber zum Großteil in kurzfristige
Anleihen oder Geldmarktprodukte fließen, deren
Konditionen sich schnell an die gestiegenen Zinsen
angepasst haben. Es wird davon ausgegangen, dass im Jahr
2024 ein vorsichtiger Erholungsprozess einsetzt.
Hierfür sollen insbesondere Lohnerhöhungen und
die allmählich sinkende Inflationsrate sorgen. Vor dem
Hintergrund dieser Entwicklungen rechnet der GDV in der
Lebensversicherung mit einer leicht positiven
Geschäftsentwicklung von 0,2 %. Im Einzelnen wird
erwartet, dass sich die Lebensversicherungen gegen
Einmalbeiträge und die Einnahmen der Pensionsfonds
stabil entwickeln. Während die Einnahmen der
Pensionskassen um 4 % schrumpfen dürften, ist bei
Lebensversicherungen gegen laufende Beiträge mit einem
geringen Rückgang von - 0,2 % zu rechnen. Der Anteil
klassischer Versicherungen mit Höchstrechnungszins
wird nach Schätzungen des GDV stagnieren oder weiter
zurückgehen, während fondsgebundene
Versicherungen ihren Anteil im Neugeschäft ausweiten
dürften.
Pensionsfonds - Ausblick 2024Der Diskontierungszinssatz für
Pensionsverpflichtungen nach HGB wird mittels einer
Durchschnittsbildung über das Marktzinsniveau der
jeweils letzten 10 Jahre und in der Regel unter Ansatz
einer pauschalen Laufzeit von 15 Jahren bestimmt. Im Jahr
2023 ergab sich ein leichter Anstieg dieses
Diskontierungszinssatzes. Für 2024 wird erwartet, dass
sich diese Entwicklung verstärkt fortsetzt. Daher
sollte sich die Belastung durch die HGB-Rückstellungen
tendenziell rückläufig entwickeln und keinen
zusätzlichen Rückenwind für das
Auslagerungsgeschäft darstellen. Risikominimierung und
operative Entlastung rücken dadurch stärker in
den Fokus. Aufgrund gestiegener Renditeerwartungen an den
Finanzmärkten verringert sich der
Liquiditätsbedarf zur Ausfinanzierung bestehender
Pensionsverpflichtungen. Inwieweit die damit einhergehenden
Bilanzeffekte sich positiv auf die Entwicklung der
Beiträge für Pensionsfonds auswirkt, bleibt
abzuwarten.
Dabei hat der Gesetzgeber nach wie vor entscheidenden
Einfluss auf die weitere Marktentwicklung. Das
Betriebsrentenstärkungsgesetz hat bislang nicht zu
einem starken Aufschwung im Pensionsfondsmarkt gesorgt.
Starke Impulse vom Gesetzgeber sind insbesondere vor der
anstehenden Bundestagswahl 2025 nicht in Sicht.
Nennenswertes Neugeschäft aus Sozialpartnermodellen
erwarten wir kurzfristig nicht. Die demografische
Entwicklung erhöht den Druck auf die
Altersversorgungssysteme. Dies kann zu einer
verstärkten Akzeptanz von Sozialpartnermodellen
führen. Auch können Gesetzesänderungen oder
eine veränderte Auslegung der Gesetze die
Marktentwicklung erschweren oder beschleunigen.
Der Krieg in der Ukraine konnte bisher nicht beendet
werden und der Nahostkonflikt könnte weiter
eskalieren. Auch in vielen anderen Regionen der Welt haben
sich die Spannungen verstärkt. Die gestiegene
Inflation sowie die Anhebungen des Leitzinses durch die
Europäische Zentralbank belasten die Wirtschaft. Hinzu
kommen der Fachkräftemangel, der anstehende
Übergang der Babyboomer in die Altersrente sowie die
großen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem
nachhaltigkeitsorientierten Umbau der Wirtschaft. Die
hieraus resultierenden Unsicherheiten führen zu einer
spürbaren Investitionszurückhaltung, insbesondere
im Segment KMU aber auch bei Großunternehmen. Dies
wird auch maßgeblichen Einfluss auf die
Geschäftsentwicklung der Pensionsfonds im Jahr 2024
haben.
Insgesamt ist der Markt für Pensionsfonds gemessen
am Neugeschäft aufgrund seiner Größe
volatil, insbesondere da wenige Großgeschäfte
signifikante Schwankungen bewirken. Vor dem Hintergrund der
geopolitischen Krisen sowie den zahlreichen strukturellen
Problemen in Deutschland kann von einem weiteren
Bestandswachstum in den kommenden Jahren nicht unbedingt
ausgegangen werden.
Deutscher Pensionsfonds AG - AusblickDie Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren
hängt unter anderem davon ab, inwieweit der Markt -
der insbesondere durch die auf die Pensionsverpflichtungen
handelsbilanziellen konträren Wirkungen der steigenden
Zinsen und der hohen Inflation beeinflusst ist -von der
Möglichkeit der Übertragung von
Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds nach §
3 Nr. 66 EStG Gebrauch machen wird. Die Deutscher
Pensionsfonds AG ist durch ihre Pensionspläne Nr. 8, 9
und 11 in diesem Segment sehr gut aufgestellt.
Um die bestehenden Pensionspläne noch attraktiver
zu gestalten, fand im Jahr 2023 eine Neugestaltung der
Proposition statt. Diese umfasste eine Überarbeitung
des Produktangebotes mitsamt Angebotsdokumenten,
Anträgen und dem damit verbundenen Marketingauftritt
der Deutscher Pensionsfonds AG. Für 2024 ist die
Fortsetzung der Neugestaltung der Produkte der Deutscher
Pensionsfonds Aktiengesellschaft geplant, was insgesamt zu
mehr Flexibilität und einer Steigerung der
Attraktivität der Auslagerung auf Deutscher
Pensionsfonds Aktiengesellschaft führen soll.
Prozessweiterentwicklungen, Automatisierung und
Digitalisierung wurden 2023 zudem vorangetrieben, sodass
wir hieraus insgesamt neue Impulse für die Akquisition
erwarten. In den kommenden Jahren haben wir Chancen, das
Geschäftsvolumen gemessen an den Assets under
Management weiter zu steigern. Unsere
Neugeschäftskennziffern hängen stark von
größeren Geschäftsabschlüssen ab und
unterliegen dadurch einer gewissen Volatilität. Durch
leicht steigende Abschlüsse im kleineren und ggfs.
mittleren Segment, gehen wir für das nächste Jahr
von einer geringen Erhöhung der Beitragseinnahmen,
auch ohne Großabschlüsse, aus. Danach erwarten
wir für die weitere Zukunft eine Verstetigung bei den
Beitragseinnahmen.
Aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten ist
der Referenzzinssatz zur Ermittlung der Zinszusatzreserve
im vergangenen Geschäftsjahr konstant geblieben,
wodurch die Zinszusatzreserve in geringem Umfang
aufgelöst wurde. Für die Zukunft erwarten wir
weiterhin einen konstanten oder leicht fallenden
Referenzzinssatz, sodass weiterhin Auflösungen der
Zinszusatzreserve sowie ansteigende Entwicklungen in der
Nettoverzinsung der Kapitalanlagen, die wir für eigene
Rechnung halten, zu erwarten sind. Dem
gegenüberstehend erwarten wir ein sinkendes
Kostenergebnis, so dass wir insgesamt von einem
rückläufigen Rohüberschuss, im kommenden
Jahr und dann von einem leichten Wachstum ausgehen. Die
Verbesserung der Solvabilitätsquote wird sich aufgrund
positiver erwarteter und thesaurierter
Jahresüberschüsse fortsetzen. Die Risiken, unsere
Ziele nicht zu erreichen, liegen in der konjunkturellen
Entwicklung, in Kapitalmarktbewegungen, in
Kostenerhöhungen (z. B. durch Inflation) und in
außergewöhnlichen Risikoereignissen.
Neben dem andauernden Krieg in der Ukraine ist es auch
im Nahostkonflikt zu einer militärischen
Auseinandersetzung gekommen. Das weltpolitische
Grundgefüge sowie die Handelsbeziehungen zwischen den
Nationen werden grundlegend hinterfragt. Weitere
Unsicherheiten ergeben sich aus wichtigen Wahlen, die im
Jahr 2024 anstehen. Zur Bekämpfung der Inflation hat
die Europäische Zentralbank die Leitzinsen angehoben.
Dies belastet die Wirtschaft. Auch wenn von einem
sogenannten Soft-Landing ausgegangen wird und es erste
Anzeichen für eine erwartete Zinssenkung gibt, so ist
die wirtschaftliche Lage auch im Zusammenhang mit den
Sparzielen der Bundesregierung angespannt. Es bestehen
daher Risiken für die Validität der getroffenen
Annahmen, das Eintreffen der in diesem Lagebericht
enthaltenen Prognosen für das kommende
Geschäftsjahr und damit auch für die Erreichung
der Planziele.
Die Gesellschaft zeichnet kein
Pensionsfondsgeschäft in der Ukraine oder in Russland
und hält auch keine nennenswerten Kapitalanlagen in
diesen Ländern. Entsprechend ergeben sich daraus
für die Gesellschaft derzeit keine direkten Risiken im
Zusammenhang mit ihrem Pensionsfondsgeschäft oder
ihrer Kapitalanlage. Sekundäreffekte am globalen
Kapitalmarkt oder auf die volkswirtschaftliche Entwicklung
würden aber auch die Gesellschaft wie alle anderen
Marktteilnehmer betreffen.
Die reine Beitragszusage ist ein international
erfolgreiches Modell. Dieses ist in Deutschland aktuell nur
im Rahmen eines Tarifvertrages zulässig
(Sozialpartnermodell). Die Zurich Gruppe Deutschland hat
gemeinsam mit der Talanx Deutschland ein solches
Produktangebot entwickelt. Dieses wird unter der
eingetragenen Marke "Die Deutsche Betriebsrente" bereits am
Markt beworben. Es wird als Konsortium von der Deutscher
Pensionsfonds Aktiengesellschaft als Konsortialführer
gemeinsam mit der PB Pensionsfonds AG durchgeführt.
Das entwickelte Produktmodell mit unterschiedlichen
Sicherungsmechanismen und einer kollektiven Kapitalanlage
hat sich auch in der hochvolatilen Kapitalmarktlage der
letzten Jahre als stabil erwiesen. Bisher hat sich das
Sozialpartnermodell am deutschen Markt nicht etabliert. Die
Go-to-market Strategie ist in Abstimmung mit den
Konsortialpartnern. Hierbei werden das Marktumfeld und die
politischen Rahmenbedingungen berücksichtigt.
Die vertrieblichen Prozesse werden weiter optimiert und
Ressourcen systematisch genutzt. Dabei wird vor allem auf
eine intensive Schulung der Experten im
Auslagerungsgeschäft gesetzt. Neue vertriebliche
Ansätze und die Erschließung neuer Zielgruppen
stärken die Akquisition. Basierend auf einer
umfassenden Produktpalette und einer hohen Marktakzeptanz
hat die Deutscher Pensionsfonds Aktiengesellschaft die
Chance, die positive Geschäftsentwicklung der
Gesellschaft weiter fortzusetzen. Bei der weiteren
Expansion werden die im Geschäftsjahr 2023
durchgeführten Prozessverbesserungen bei Angebots- und
Verwaltungsservices unterstützen. Die
tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse können
von den vorgenannten Planungen abweichen.
VorstandserklärungÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
wurde gemäß § 312 AktG berichtet. Den
Bericht haben wir mit folgender Schlusserklärung
versehen:
"Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt
bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen
wurden, hat unsere Gesellschaft bei jedem
Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen eine
angemessene Gegenleistung erhalten. Es wurden keine
Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von
verbundenen Unternehmen, die die Gesellschaft benachteiligt
haben, getroffen oder unterlassen."
Köln, den 14. März
2024
Der
Vorstand
Müller Régnier Dr. Wagener Anlage zum LageberichtBewegung des Bestandes an Versorgungsverhältnissen
im Geschäftsjahr 2023
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Bestätigungsvermerk des Verantwortlichen Aktuars:Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den
Posten B. I. und C. I. der Passiva eingestellte
Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341f
HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 240 Satz
1 Nummer 10 bis 12 VAG erlassenen Rechtsverordnungen
berechnet worden ist.
Köln, den 29. Januar
2024
Hendrik
Germann
Bestätigungsvermerk des Treuhänders:Gemäß § 128 Abs. 5 VAG bestätige
ich, dass das Sicherungsvermögen
vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.
Köln, den 13. März
2024
Gero
Tuchan
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAngaben zur Bilanzierung und BewertungDie Angaben im Geschäftsbericht erfolgen generell
auf Euro gerundet. Rundungsdifferenzen werden billigend in
Kauf genommen.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB,
VAG, AktG und den für Pensionsfondsunternehmen
geltenden Sondervorschriften aufgestellt.
Die Bewertung der kurzfristigen Ausleihungen erfolgte
zum Nominalwert.
Für Aktien, Anteile oder Aktien an
Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere erfolgte die Bewertung gemäß §
341b Abs. 2 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 und 5
HGB nach den Vorschriften für die Bewertung des
Umlaufvermögens mit den Anschaffungskosten bzw. dem
niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag.
Für Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere erfolgte die Bewertung
gemäß § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB i.
V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB nach den
Vorschriften für das Anlagevermögen mit den
fortgeführten Anschaffungskosten. Sich ergebende Agien
wurden linear über die Restlaufzeit amortisiert. Bei
den Inhaberschuldverschreibungen ohne Endfälligkeit
wurde das Agio im Geschäftsjahr über die
Zinsbindungsfrist amortisiert. Bei voraussichtlich
dauernder Wertminderung wird auf den niedrigeren
beizulegenden Wert abgeschrieben. Zur Feststellung, ob eine
voraussichtlich dauernde Wertminderung vorlag, wandten wir
systematische Methoden gemäß IDW RS VFA 2 an.
Indizien für eine voraussichtlich dauernde
Wertminderung waren u. a. der Umfang und die Dauer der
Wertminderung. Das Wertaufholungsgebot gemäß
§ 253 Abs. 5 HGB wurde beachtet.
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird bei
Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren der Abschreibungsbetrag im Rahmen einer
Einzelfallprüfung festgelegt. Die Deutscher
Pensionsfonds AG hat bei der Beurteilung des Vorliegens
einer voraussichtlich dauernden Wertminderung in Bezug auf
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere Bonitätsprüfungen der Emittenten
sowie die Entwicklungen von Ratings herangezogen. Die
stillen Lasten stellten nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB
keine voraussichtlich dauernde Wertminderung dar. Daher
waren außerplanmäßige Abschreibungen nicht
erforderlich. Die Gesellschaft rechnete aufgrund der
Bonität der Emittenten nicht mit
Zahlungsausfällen.
Namensschuldverschreibungen wurden gemäß
§ 341c Abs. 1 HGB mit dem Nennbetrag abzüglich
Tilgungen bewertet. Agiobeträge wurden aktiv
abgegrenzt und linear auf die Laufzeit verteilt. Das
Verfahren zur Ermittlung einer voraussichtlich dauernden
Wertminderung entsprach demjenigen von
Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren.
Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden
gemäß § 341c Abs. 3 HGB mit den
Anschaffungskosten zuzüglich/abzüglich der
kumulierten Amortisation eines Unterschiedsbetrages
zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag
unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Das
Verfahren zur Ermittlung einer voraussichtlich dauernden
Wertminderung entsprach demjenigen von
Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren.
Die Bewertung der Einlagen bei Kreditinstituten erfolgte
zum Nominalwert.
Bei den Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern wurden die Investmentanteile
mit den Rücknahmepreisen am Bewertungsstichtag
bewertet. Die Verträge bei
Lebensversicherungsunternehmen wurden gemäß
§ 341b Abs. 4 HGB mit dem Deckungskapital angesetzt.
Die Forderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft sowie
alle übrigen Forderungen wurden mit den
Nominalbeträgen eingestellt.
Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter
Anwendung des Durchschnittsbewertungsverfahrens angesetzt.
Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und
die Gewinnrücklagen im Eigenkapital werden zum
Nennwert angesetzt.
Die Deckungsrückstellung für Verträge mit
einer versicherungsförmigen Garantie (fondsgebundene
Rentenversicherungen mit Beitragsgarantie im Rentenbezug)
ist unter Beachtung der Bestimmungen nach § 341f Abs.
1 Satz 1 HGB und der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung
(PFAV) nach einer prospektiven Methode und
einzelvertraglich berechnet worden. Bei den verwendeten
Rechnungsgrundlagen handelt es sich um die Sterbetafeln DAV
2004 R-B 19/20, also den um neunzehn Zwanzigstel linear
interpolierten Wert zwischen der Deckungsrückstellung
auf Basis der Tafel DAV 2004R-Bestand und der auf Basis der
Tafel DAV 2004 R-B20, bzw. DAV 2004 R und einem
Rechnungszins von 3,25 % bzw. 2,25 %. Zusätzlich wurde
für die Verträge aller Rechnungszinsgenerationen
eine Zinszusatzreserve auf Basis eines Referenzzinses von
1,57 % gestellt. Für fondsgebundene
Rentenversicherungen mit Beitragsgarantie in der
Aufschubzeit stellt das Guthaben mit konventioneller und
fondsgebundener Komponente einen reinen Ansparvorgang ohne
Biometrie dar. Die Verzinsung des konventionellen Guthabens
erfolgt mit einem Rechnungszins von 3,25 %, 2,75 % bzw.
2,25 %. Für den fondsgebundenen Teil der
Pensionspläne erfolgt die Berechnung der
Deckungsrückstellung gemäß § 341f Abs.
1 Satz 2 HGB und der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung nach
einer retrospektiven Methode.
Die Rechnungszinsen für das Feststellungsverfahren
für die Zusagen ohne versicherungsförmige
Garantien vor Beginn des Rentenbezugs bestimmen sich
gemäß den im Bestand befindlichen
Vermögenswerten unter Berücksichtigung von
angemessenen Sicherheitsspannen.
Die Deckungsrückstellung enthält auch die
Verwaltungskostenrückstellung für die
beitragsfreie Zeit.
Der Schlussüberschussanteilfonds wurde
gemäß den Bestimmungen des § 15 RechPensV
einzelvertraglich und retrospektiv berechnet.
Das sonstige Vermögen für Rechnung und Risiko
von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beinhaltet kurzfristig
eingegangene Beiträge sowie Forderungen zu nicht
versicherungsförmigen Pensionsplänen, die zum
Bilanzstichtag noch nicht für Rechnung und Risiko von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern angelegt werden konnten.
Die unter dem Posten "C. Pensionsfondstechnische
Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für
Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern"
ausgewiesene Deckungsrückstellung zu
nichtversicherungsförmigen Pensionsplänen wurde
mit modifizierten bzw. den Original-Richttafeln 2018 G von
Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung eines Rechnungszinses
für den Pensionsplan 8 von 4,20 % bzw. 4,30 %,
für den Pensionsplan 8 mit
Rückdeckungsversicherung von 0,90 %, 1,25 %, 1,75 %
bzw. 2,25 %, für den Pensionsplan 9 von 3,30 %, 3,60 %
bzw. 4,80 % und für den Pensionsplan 11 von 3,90 %,
4,10 %, 4,70 % bzw. 5,30 % berechnet.
Der Wert der "Pensionsfondstechnischen
Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für
Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern"
entspricht insgesamt den Zeitwerten der korrespondierenden
Aktiva.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe
des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr gemäß § 253 Abs. 2 HGB
abgezinst.
Vorstehend nicht einzeln aufgeführte Aktiva und
Passiva wurden mit dem Nominalwert bzw.
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Zurich Gruppe ist aktuell dabei, die
steuerrechtlichen Auswirkungen infolge der Umsetzung der
OECD-Initiative zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0
Pillar 2; Umsetzung in Deutschland durch das Inkrafttreten
des am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt
veröffentlichten Mindeststeuergesetzes; "MinStG") auf
allen Ebenen zu prüfen und zu analysieren.
Die Zurich Gruppe fällt in den Geltungsbereich der
erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten
Rechtsvorschriften. Die in Deutschland belegenen
Geschäftseinheiten sind Teil der Mindeststeuergruppe
gemäß § 3 Abs. 1 MinStG. Die
Geschäftseinheiten der deutschen Mindeststeuergruppe
unterliegen der deutschen nationalen Ergänzungssteuer
gemäß der §§ 90 ff. MinStG. Eine
erstmalige Steuerentstehung ist frühstens im
Geschäftsjahr 2024 möglich. Aktuell gehen wir
nicht davon aus, dass für die Zurich Gruppe in
Deutschland eine Ergänzungssteuer entsteht. Die
Regelungen des § 274 Abs. 3 HGB, wonach Differenzen
aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes und
entsprechender ausländischer Mindeststeuergesetze bei
dem Ansatz und der Bewertung latenter Steuern nicht zu
berücksichtigen sind, werden bei der Ermittlung
angewendet.
Angaben zur BilanzEntwicklung der im Aktivposten A. erfassten Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2023
Entwicklung der im Aktivposten B.I. erfassten Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2023
Zeitwert der Kapitalanlagen
Für Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere wurden die Zeitwerte anhand
der Börsenkurse am Stichtag ermittelt.
Für die Zeitwerte der Investmentanteile wurden
Rücknahmepreise angesetzt.
Die Zeitwertermittlung für
Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und
Darlehen erfolgte auf Grundlage unterschiedlicher
Zinsstrukturkurven, unter Berücksichtigung der
Restlaufzeit und der Bonität, nach einem
finanzmathematischen Bewertungsverfahren.
Bei den Einlagen bei Kreditinstituten und kurzfristigen
Ausleihungen wurde als Zeitwert der Buchwert herangezogen.
Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die
Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen
betrug 20,5 Mio. EUR (Vorjahr: 20,5 Mio. EUR). Der Zeitwert
dieser Anlagen belief sich auf 19,0 Mio. EUR (Vorjahr: 18,0
Mio. EUR), so dass sich ein negativer Saldo in Höhe
von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) ergab.
Der Zeitwert der zu fortgeführten
Anschaffungskosten ausgewiesenen Kapitalanlagen
entsprechend § 36 RechPensV i. V. m. § 54 und
§ 56 RechVersV betrug 16,4 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7
Mio. EUR).
Der Zeitwert der zum Nennwert ausgewiesenen
Namensschuldverschreibungen entsprechend § 54 und
§ 56 RechVersV betrug 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio.
EUR).
Die Buchwerte der Inhaberschuldverschreibungen, die wie
Anlagevermögen gemäß § 341b Abs. 2
zweiter Halbsatz HGB bilanziert wurden, betrugen 12,3 Mio.
EUR (Vorjahr: 12,3 Mio. EUR).
Für die zu den Kapitalanlagen gehörenden
Finanzinstrumente, für welche die Abschreibung
gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterblieben
ist, betrug der Buchwert 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,5 Mio.
EUR); der Zeitwert betrug 11,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,7 Mio.
EUR). Die Abschreibung ist unterblieben, da die
Wertminderungen nicht als dauernd eingeschätzt wurden.
Wir erachten die Wertminderung als zinsinduziert und nicht
bonitätsinduziert.
Dadurch waren im laufenden Geschäftsjahr
Abschreibungen in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8
Mio. EUR) nicht erforderlich.
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern
Sonstiges VermögenBei diesem Posten handelt es sich um Forderungen aus
Vorauszahlungen auf Pensionsfondsleistungen, noch nicht
angelegten Beiträgen sowie Beitragsforderungen zur
Anlage auf Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und
Arbeitgebern. Darüber hinaus sind in diesem Posten
Forderungen aus Unterdeckungen des Sicherungsvermögens
in Höhe von 35,3 Tsd. EUR gegenüber
Trägerunternehmen enthalten.
Sonstige Vermögensgegenstände- andere -In diesem Posten befinden sich ausschließlich
vorausgezahlte Versorgungsfälle.
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten- aktive -
Aktive latente SteuernDer Bestand an aktiven latenten Steuern resultiert aus
steuerlichen Bewertungsunterschieden bei der Abzinsung auf
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle. Der Bewertung ist ein Steuersatz
von 32,50 % zu Grunde gelegt worden.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 3.000.000 auf
den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen
Anteil am Grundkapital von 1 EUR je Stückaktie.
Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr.
4 HGB.
Die Anteile unserer Gesellschaft werden zu 74,9 % von
der DEUTSCHER HEROLD AG, Köln, und zu 25,1 % von der
DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, gehalten.
Rückstellungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung- erfolgsabhängig -
Hiervon sind für bereits festgelegte, aber noch
nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile 3.897 EUR
festgelegt. Darüber hinaus sind für später
fällig werdende Schlussüberschussanteile 59.856
EUR gebunden.
Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und ArbeitgebernDie in diesem Posten ausgewiesene
Deckungsrückstellung beträgt als mindestens zu
bildende Deckungsrückstellung gemäß der
aufgrund des § 240 VAG erlassenen Vorschrift 1.209
Mio. EUR.
Andere Rückstellungen
Die Steuerrückstellung betrifft die Gewerbesteuer
für das Jahr 2023.
Andere Rückstellungen-sonstige-
Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungGebuchte Bruttobeiträge
Die gebuchten Bruttobeiträge des selbst
abgeschlossenen Pensionsfondsgeschäfts stammen aus dem
Inland.
Nettoergebnis aus Kapitalanlagen
Nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus
Kapitalanlagen spiegeln die Marktwertentwicklung der zum
Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen für Rechnung und
Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern wider.
Provisionen und sonstige Bezüge der Vertreter, Personalaufwendungen
Weitere hier nicht genannte Aufwendungen für die
Zurverfügungstellung von Personal und Sachmitteln
wurden der Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland) im
Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und
Dienstleistungsverträge erstattet.
Honorar des Abschlussprüfers
Außerordentliches ErgebnisIm Geschäftsjahr entstanden außerordentliche
Aufwendungen in Höhe von 3.947 EUR (Vj.: 323 EUR) aus
der Inanspruchnahme der Restrukturierungsprogramme im
Rahmen des Sozialplans 2023 und der Zurich Strategie
"zukunft e1ns".
Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im
Wesentlichen die Körperschaft- und Gewerbesteuer der
laufenden Geschäftstätigkeit.
Allgemeine AngabenIdentifikation der GesellschaftDeutscher Pensionsfonds AG, Deutzer Allee 1, 50679
Köln
Sitz der Gesellschaft: Köln; Handelsregister:
Amtsgericht Köln HRB 101097
OrganeDie Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des
Vorstands sind auf den Seiten 1 und 2 aufgeführt.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, gewährte KrediteDie Mitglieder des Vorstands sind im Geschäftsjahr
von Konzernunternehmen und nichtverbundenen Unternehmen
vergütet worden. Nur in dem Umfang, in dem sie
für die Gesellschaft tätig geworden sind, ist es
im Rahmen der allgemeinen Konzernumlage zu einer Belastung
unserer Gesellschaft gekommen.
Im Geschäftsjahr wurden an ehemalige Vorstände
und deren Hinterbliebene keine Vergütungen gezahlt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten keine
Vergütungen.
Es bestehen keine Kredite an Vorstände und
Mitglieder des Aufsichtsrats.
MitarbeiterDie Gesellschaft hat keine Mitarbeiter angestellt.
Verbundene Unternehmen und Konzernzugehörigkeit
Die DEUTSCHER HEROLD AG, Köln, hat uns
gemäß § 20 Absatz 4 AktG mitgeteilt, dass
sie mit Mehrheit unmittelbar am Grundkapital unserer
Gesellschaft beteiligt ist. Die DWS Beteiligungs GmbH,
Frankfurt am Main, hat uns gemäß § 20
Absatz 3 AktG mitgeteilt, dass sie mit mehr als dem vierten
Teil am Grundkapital unserer Gesellschaft unmittelbar
beteiligt ist.
Die DWS Group GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main,
die DB Beteiligungs-Holding GmbH, Frankfurt am Main und die
Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, haben uns
gemäß § 20 Absatz 1 AktG mitgeteilt, dass
ihnen jeweils mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien
unserer Gesellschaft gehört.
Die Deutscher Pensionsfonds AG gehört unmittelbar
mehrheitlich der DEUTSCHER HEROLD AG. Die Zürich
Beteiligungs-AG (Deutschland), Frankfurt am Main, hält
mittelbar eine mehrheitliche Beteiligung an unserer
Gesellschaft. Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft
AG, Zürich, und die Zurich Insurance Group Ltd.,
Zürich, halten ebenfalls jeweils mittelbar eine
mehrheitliche Beteiligung an unserer Gesellschaft.
Der Jahresabschluss der Zürich Beteiligungs-AG
(Deutschland) und die Jahresabschlüsse ihrer
Tochterunternehmen, zu denen auch die Deutscher
Pensionsfonds AG gehört, werden in den
Konzernabschluss der Zürich Versicherungs-Gesellschaft
AG, Zürich, einbezogen. Es handelt sich hierbei um den
kleinsten Kreis von Unternehmen, in den unsere Gesellschaft
einbezogen ist.
Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG,
Zürich, wird einschließlich ihrer
Tochterunternehmen, zu denen auch unsere Gesellschaft
gehört, in den Konzernabschluss der Zurich Insurance
Group Ltd., Zürich, einbezogen; es handelt sich dabei
um den größten Kreis von Unternehmen, in den
unsere Gesellschaft einbezogen ist.
Der Konzernabschluss der Zurich Insurance Group Ltd.,
Zürich, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Beide Konzernabschlüsse sind erhältlich bei der
Zurich Insurance Group Ltd., Mythenquai 2, CH-8022
Zürich.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen
vorgenommen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und HaftungsverhältnisseSonstige aus der Bilanz nicht ersichtliche finanzielle
Verpflichtungen liegen nicht vor. Sonstige
Verbindlichkeiten aus der Begebung von Wechseln, aus
Bürgschaften oder Gewährleistungsverträgen
sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von
Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen
nicht.
Vorgänge nach GeschäftsjahresschlussVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem
Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Sonstige AngabenDer zukünftige Verlauf des Krieges in der Ukraine
und der Nahostkonflikt könnten indirekt Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben und
die Erreichung der geplanten Ziele beeinflussen. Siehe
hierzu auch die Ausführungen im Ausblick des
Lageberichts. Eine Quantifizierung dieser Auswirkung ist
aktuell schwierig.
Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsDer Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den
Bilanzgewinn 2023 in Höhe von 7.506.387 EUR wie folgt
zu verwenden:
Vortrag auf neue Rechnung = 7.506.387 EUR
Bilanzgewinn 2023 = 7.506.387 EUR
Köln, den 14. März
2024
Der
Vorstand
Müller Régnier Dr. Wagener Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deutscher Pensionsfonds AktiengesellschaftVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Deutscher
Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Köln - bestehend aus
der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Deutscher Pensionsfonds
Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige InformationenDer Aufsichtsrat ist für den Bericht des
Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die
gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen
verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die
folgenden, für den Geschäftsbericht vorgesehenen
Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung
dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die
Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und
dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Pensionsfonds geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 19. April 2024
EY
GmbH & Co. KG
Vogt
Zander
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat sich während des
Geschäftsjahres über die wesentlichen
Geschäftsvorgänge, die Lage und die Entwicklung
der Gesellschaft sowie über grundlegende Fragen der
Unternehmensplanung, die Risikosituation, das
Risikomanagement, das interne Kontrollsystem und die
Compliance durch mündliche und schriftliche Berichte
regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichten
lassen.
Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik
sowie Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden in zwei
ordentlichen Aufsichtsratssitzungen erörtert. Dabei
hat der Vorstand über das Erreichen der geplanten
Ziele für das laufende Geschäftsjahr und
über die Planung für die künftige Periode
berichtet. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat den
Vorstand der Gesellschaft laufend überwacht und war in
Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets
eingebunden.
Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende
haben in Einzelgesprächen mit dem Vorstand
geschäftspolitische Fragen sowie die tagesaktuelle
Lage und die Entwicklung der Gesellschaft behandelt.
Schwerpunkte der Beratung waren die geschäftliche
Entwicklung der Gesellschaft, die Anpassungen der
Governance innerhalb des Unternehmens, die Fortsetzung der
Transformation der IT-Systeme sowie vertriebliche
Maßnahmen einschließlich Kooperationen.
Bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind keine
Interessenkonflikte aufgetreten.
In der Bilanzsitzung hat der Verantwortliche Aktuar dem
Aufsichtsrat die wesentlichen Ergebnisse seines
Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen
Bestätigung dargestellt. Aufgrund seiner
Untersuchungsergebnisse hat er eine uneingeschränkte
versicherungsmathematische Bestätigung
gemäß § 141 Abs. 5 Nr. 2 VAG abgegeben. Den
Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars und
seine Ausführungen in der Bilanzsitzung hat der
Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist von der EY
GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Köln, unter Einbeziehung der Buchführung und des
Lageberichtes der Gesellschaft geprüft und mit dem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen
worden. Der Prüfungsbericht wurde den Mitgliedern des
Aufsichtsrats ausgehändigt. Der Aufsichtsrat hat von
dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.
Die EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, hat den
vom Vorstand nach § 312 des Aktiengesetzes
aufgestellten Abhängigkeitsbericht geprüft und
folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und
Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig
sind und
2. bei den im Bericht aufgeführten
Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht
unangemessen hoch war."
Der Abhängigkeitsbericht und der entsprechende
Bericht des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern
des Aufsichtsrats ausgehändigt und von diesen
geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich der
Beurteilung des Abschlussprüfers an. In der
Bilanzsitzung war der Abschlussprüfer bei der
Besprechung des Abhängigkeitsberichts anwesend, hat
über die Durchführung der Prüfung berichtet
und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende
Auskünfte zur Verfügung. Nach dem
abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung
hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die
Schlusserklärung des Vorstands im
Abhängigkeitsbericht zu erheben.
In der Bilanzsitzung war der Abschlussprüfer bei
der Besprechung des Jahresabschlusses anwesend, hat
über die Durchführung der Prüfung berichtet
und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende
Auskünfte zur Verfügung. Nach dem
abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des
Aufsichtsrats, sind Einwendungen gegen den Jahresabschluss,
den Lagebericht und den Vorschlag zur Verwendung des
Bilanzgewinns nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt
den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit
festgestellt ist. Er schließt sich dem Vorschlag
über die Verwendung des Bilanzgewinns an.
Köln, im Mai 2024
Der
Aufsichtsrat
Bohnhoff
Schomann Christmann Überschussanteilsätze 2024Es erfolgt keine laufende Überschussbeteiligung im
Jahr 2024. Schlussüberschussbeteiligung wird
gemäß den aufgeführten
Überschussanteilssätzen gewährt.
Auf nicht aufgeführte Überschusskomponenten
erfolgt im Jahr 2024 keine Zuteilung.
1 Überschussanteilsätze vor Rentenbeginn1.1 PENSIONSPLAN NR. 4 (2004) BZW. 7 (AB 2005)Bestandsgruppe 13, Gewinnverband 13.456Bestandsgruppe 25, Gewinnverband 25.456Schlussüberschussanteil bei Übergang in den
Rentenbezug im Jahr 2024 sowie vor Rentenbeginn anteilig
bei Tod bzw. Rückkauf im Jahr 2024, zusammengesetzt
aus Beträgen in % des Garantie-Deckungskapitals zum
Zeitpunkt der Zuteilung
Eine Erhöhung des Schlussüberschusses
entfällt in den Vertragsjahren, in denen der im
betreffenden Jahr gezahlte Beitrag unter 180 EUR liegt.
1.2 PENSIONSPLAN NR. 3 (2001-2003)Bestandsgruppe 13, Gewinnverband 13.454Bestandsgruppe 25, Gewinnverband 25.454Schlussüberschussanteil bei Übergang in den
Rentenbezug im Jahr 2024 sowie vor Rentenbeginn anteilig
bei Tod bzw. Rückkauf im Jahr 2024, zusammengesetzt
aus Beträgen in % des Garantie-Deckungskapitals zum
Zeitpunkt der Zuteilung
Eine Erhöhung des Schlussüberschusses
entfällt in den Vertragsjahren, in denen der im
betreffenden Jahr gezahlte Beitrag unter 180 EUR liegt.
2 Überschussanteilsätze nach Rentenbeginn2.1 PENSIONSPLAN NR. 3, 4 UND 7Rechnungsgrundlagen DAV 1994 R und 3,25 %
Rechnungsgrundlagen DAV 1994 R und 2,75 %, DAV 2004 R und 2,75 % sowie DAV 2004 R und 2,25 %
Es werden für das in 2024 beginnende
Versicherungsjahr weiterhin die lebenslang kalkulierten
Leistungen aus den bisherigen Überschüssen der
Rentenzahlungszeit gewährt.
Zurich Gruppe - Gesellschaftsstruktur
Kennzahlen Zurich Gruppe Deutschland
*) Annual Premium Equivalent (Neugeschäft
laufende Beiträge plus 10 % der Einmalbeiträge)
ImpressumHerausgeber:Zurich Gruppe Deutschland
Deutzer Allee 1 50679 Köln
Telefon 0221/7715-0 www.zurich.de
Deutscher Pensionsfonds
Aktiengesellschaft
Sitz der Gesellschaft: Köln
Handelsregister: Amtsgericht Köln
HRB 101097
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