Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 8591
Vorher
Beechcraft Vertrieb und Service GmbH
Eingetragen
9.1.1973
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und LuftfahrzeugenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Gegenstand
An- und Verkauf, Vermittlung und die Instandhaltung von Flugzeugen einschließlich Ersatzteilen und Zubehör hierfür im In- und Ausland, insbesondere von solchen der Firma Beech Aircraft Corporation, Wichita (Kansas), USA.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gregor Bremer
seit 14.3.2019
Prokura
Albert Bugl
seit 17.5.2017
Prokura
Benedikt Tolle
seit 17.5.2017
Prokura
Florian Kohlmann
seit 17.3.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Augsburg Air Service GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Augsburg Air Service GmbH Augsburg

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Unternehmensaktivitäten der Augsburg Air Service GmbH sind in vier Geschäftsbereiche gegliedert: Wartung/Instandhaltung sowie Umrüstungen von Geschäftsreiseflugzeugen, Komponenten- und Ausrüstungs-Wartung mit Zertifizierung, externer Ersatzteilverkauf und Handel von Gebrauchtflugzeugen. Die Unternehmensaktivitäten sind am Flughafen Augsburg in zwei Werftbetriebshallen beheimatet.

Forschung und Entwicklung gehören nicht zum Tätigkeitsbereich des Unternehmens.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Märkte für die vier Geschäftsbereiche sind in 2023 unterschiedlich zu beurteilen.

Die Gesamtflugleistung im Geschäftsreiseflugbetrieb ist gegenüber dem Vorjahr im europäischen Luftraum um -6,5 % auf rund 709.000 Flüge und in Deutschland um -8 % auf rund 177.000 Flüge gesunken (Quelle: European Business Aviation Association, Traffic Tracker December 2023).

Die europäische Flotte der Geschäftsreiseflugzeuge ist um 58 Flugzeuge oder +1,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Quelle: European Business Aviation Association, Fleet Tracker December 2023, Fleet Tracker December 2022).

Auf dem Gesamtmarkt für Flugzeuginstandhaltungen war die Nachfrage wegen der Einschränkungen des Flugverkehrs im Zuge der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stark rückläufig und hat sich in 2021 geringfügig erholt. In 2022 hat sich die Nachfrage weiter erholt, durch den Ausbruch des Ukraine-Kriegs ist dieser Aufwärtstrend jedoch abgeschwächt. Auch für das Jahr 2023 hat sich die Branche weiter erholt (Quelle: IBIS Branchenreport C33.16DE, Reparatur und Instandhaltung von Luftfahrzeugen, September 2023).

Die größten Herausforderungen der Branche stellen weiterhin der Ukraine-Krieg, die hohe Inflation sowie die Ersatzteilverfügbarkeit dar. (Quelle: IBIS Branchenreport C33.16DE, Reparatur und Instandhaltung von Luftfahrzeugen, September 2023).

Der Teilemarkt für Geschäftsreiseflugzeuge war durch Lieferengpässe immer noch betroffen. Das führte zu längeren Standzeiten während des Werftaufenthalts. Um dieser Problematik zu begegnen, wurde das Vorratsvermögen aufgestockt, um zeitweise Lieferprobleme zu kompensieren. Das Unternehmen verzeichnete bei der Nachfrage nach Flugzeuginstandhaltungen und Komponentenwartung einen gleichbleibenden, bei Ausrüstungs-Wartung einen erhöhten sowie bei Ersatzteilverkäufen geringfügig rückläufigen Umsatz durch mangelnde Verfügbarkeit.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Auftragsvolumen im Instandhaltungsbetrieb im Jahr 2023 ist gegenüber 2022 gleich geblieben.

Die Gesamtleistung (bestehend aus den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen) im Geschäftsjahr 2023 ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen (Steigerung um 32 %). Der deutliche Anstieg ist unter anderem Auf den Abschluss eines Großprojekts zurückzuführen. Der größte Umsatzanteil wird im Geschäftsbereich Wartung und Instandhaltung von Luftfahrzeugen generiert. Eine durchgehend hohe Auslastung zeichnete sich über das gesamte Jahr ab. Grund dafür ist, dass das Fliegen mit Geschäftsreiseflugzeugen mit weniger Kontakten und direkteren Verbindungen als auf Linienflügen möglich ist. Dadurch ist die Nachfrage nach Wartungen ebenfalls hoch. Die Nachfrage nach Umrüstungen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, weil neue Flugzeuge lange Lieferzeiten haben und der Gebrauchtflugzeugmarkt eine hohe Preissteigerung zu verzeichnen hat, was zu Werterhalt durch Umrüstungen und Modernisierungen führt.

Die Gesamtleistung in der Komponenten- und Ausrüstungs-Wartung ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies konnte durch individuelle Angebote erzielt werden.

Die Wertschöpfung und die Effizienz der Abläufe sind durch das langfristig tätige Team aus Sicht der Geschäftsführung auf einem hohen Niveau. Die Auslastung konnte während des gesamten Geschäftsjahres stabil gehalten werden. Kurzarbeit musste nicht eingeführt werden, kleineren Schwankungen wird mit Überstundenabbau begegnet. Durch erhöhten Personal- und Qualifikationsstand konnte etwas weniger auf Zeitarbeitskräfte zurückgegriffen werden.

Das für das Geschäftsjahr prognostizierte Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 2,0 Mio. wurde erreicht und ist wesentlich auf die hohe durchgängige Auslastung und Großaufträge zurückzuführen.

2.3 Lage

Die Lage des Unternehmens ist insgesamt stabil und aus Sicht der Geschäftsführung ausgesprochen zufriedenstellend.

2.3.a Ertragslage

Wegen der für das Unternehmen hohen durchgehenden Auslastung der vier Geschäftsbereiche im Jahr 2023 wurde insgesamt ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaftet. Umsatzschwankungen sowie Schwankungen des Material- und Personaleinsatzes resultieren im Allgemeinen aus der Struktur der Wartungs- und Umrüstungsaufträge. Je nach Alter und Flugzeugtyp fällt der Anteil an Material- und Personalaufwendungen unterschiedlich aus.

Das Rohergebnis setzt sich aus den Umsatzerlösen, der Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen, den sonstigen betrieblichen Erträgen und den Materialaufwendungen zusammen und ist mit € 8,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 8,5 Mio.) um rund 3,2 % angestiegen.

Der Personalaufwand ist bei gleicher Beschäftigtenanzahl mit € 4,8 Mio. (Vorjahr: € 4,4 Mio.) um ca. 9,5 % gestiegen. Der Anstieg resultiert aus Gehaltsanpassungen.

Die Abschreibungen sind mit € 0,3 Mio. auf Vorjahresniveau.

Der sonstige betriebliche Aufwand beträgt € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 1,8 Mio.) und liegt somit unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Aufwendungen für Währungsumrechnung, und im Vorjahr notwendigen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Reparatur von Schadensfällen.

Der Zinsaufwand hat sich im Geschäftsjahr geringfügig erhöht, da zum Jahresende ein Darlehen aufgenommen wurde.

Die Ertragsteuern belaufen sich auf € 0,6 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.) und sind korrespondierend zum Ergebnis leicht gestiegen.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt € 1,4 Mio. (Vorjahr: € 1,3 Mio.).

2.3.b Finanzlage

Die Finanzen des Unternehmens sind stabil und geordnet.

Verbindlichkeiten werden immer innerhalb der Zahlungsfrist und wenn möglich mit Skontoabzug bedient.

Das Forderungsmanagement des Unternehmens zielt auf fristgerechte Zahlungseingänge der Kundenforderungen ab. Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen betragen wie im Vorjahr € 0,0 Mio.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 67,21 % (Vorjahr: 58,5 %). Gründe hierfür sind der erhebliche Rückgang der Bilanzsumme aufgrund des Abschlusses des Großauftrags sowie vorgenommene Gewinnausschüttungen.

Das Unternehmen hat zum 31. Dezember 2023 keine langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verfügt über unbesicherte, ungekündigte Betriebsmittelkreditlinien von zwei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt € 2,3 Mio. sowie einer Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von US-$ 0,5 Mio. und arbeitet mit vier Kreditinstituten zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum 31. Dezember 2023 € 0,6 Mio. (Vorjahr: € 0,3 Mio.).

2.3.c Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt € 10,0 Mio. (Vorjahr: € 12,5 Mio.) und liegt somit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Grund dafür ist der Abschluss des Großauftrags, der zu einer deutlichen Verringerung des Vorratsvermögens geführt hat.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Betriebsleistungsdaten und kaufmännische Kennzahlen der Augsburg Air Service GmbH werden monatlich dem Vorstand des Mutterunternehmens und weiterreichend dem Aufsichtsrat der ATLAS AIR SERVICE Aktiengesellschaft, Ganderkesee, zur Verfügung gestellt. Das Management nutzt diese Informationen für die Unternehmenssteuerung. Nach jedem Kalenderquartal wird eine aktuelle Prognose für das gesamte Geschäftsjahr dem Aufsichtsrat und jährlich oder bei Bedarf den Banken bereitgestellt. Zu Beginn des Geschäftsjahres wird eine Geschäftsplanung erstellt. Wichtigster finanzieller Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern.

3. Prognosebericht

Das Unternehmen wird sich in 2024 abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage entwickeln.

Das Unternehmen plant für das neue Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund € 1,8 Mio. Basis ist eine Planung, die leicht unter dem Geschäftsjahr 2023 liegt.

Die Prognose ist mit Unsicherheiten behaftet, da der weitere Verlauf des Ukraine-Konflikts und die hohen Energiekosten schwer absehbar sind. Der militärische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat erhöhte Kosten der Energieversorgung zur Folge und kann darüber hinaus zu einem weiteren Auftragsrückgang aufgrund der Sanktionen gegen Russland führen. Es stehen Investitionen an, welche Aufgrund von Brandschutzanforderungen umgesetzt werden müssen, welche neue Fluchtwege und Rettungswege voraussetzen. Zusätzlich sind Entwässerungsmaßnahmen und Bau von Abwasserrohrleitungen und Instandsetzungen vonnöten. Gebühren für die UK-Zulassung durch den Brexit und andere nicht EASA Zulassungen führen außerdem zu erhöhten Kosten, welche nicht direkt auf den Kunden umgesetzt werden können. Das Unternehmen wird alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um auch künftig stets in der Lage zu sein, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

4. Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem

In dem Unternehmen ist ein Risikomanagementsystem etabliert mit einem monatlichen Berichtswesen, das zur Unternehmenssteuerung und zur Information des Gesellschafters sowie der Banken dient und Auskunft über die Lage des Unternehmens gibt.

4.2 Branchenspezifische Risiken

Die Kunden des Unternehmens sind Geschäftsreisefluggesellschaften, mittlere und große Unternehmen sowie vermögende Privatpersonen. Eine konjunkturelle Störung kann die Nachfrage insgesamt negativ beeinflussen; bereits eine volkswirtschaftliche Verunsicherung würde die Nachfrage nach Flügen sowie die Flugzeugkaufnachfrage reduzieren. Diese konjunkturellen Störungen würden mit Verzögerung auch negativ auf den Instandhaltungsbetrieb wirken. Kriege, Terroranschläge, Welthandelseinschränkungen, Epidemien und Pandemien sowie andere Ereignisse verursachen konjunkturelle Störungen, die heute nicht absehbar sind und sind daher nicht in der Geschäftsplanung berücksichtigt wurden. Stark steigende Inflation ist ebenfalls ein Risiko und kann durch langfristige Verträge das Ergebnis negativ beeinträchtigen, diese ist durch Preisanpassungen nur teilweise zu kompensieren.

Die Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes und das Ausmaß der hieraus resultierenden Störungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind nicht absehbar. Die Geschäftsbereiche der Augsburg Air Service GmbH können von den Sanktionen gegen Russland, Auftrags- und Nachfragerückgängen, steigenden Energiepreisen und Forderungsausfällen negativ betroffen werden. Eine eingeschränkte Ersatzteilverfügbarkeit, steigende Personalkosten oder eine wirtschaftliche Rezession können jedoch auch negative Folgen für die Nachfrage haben.

Darüber hinaus könnten in der Zukunft möglicherweise vom Gesetzgeber geforderte Umweltschutzmaßnahmen ein Risiko darstellen und die größer werdende Klimaschutz-Bewegung in der Zukunft die Nachfrage nach Flugreisen insgesamt und damit auch nach Geschäftsreiseflügen negativ beeinflussen.

Ein weiteres Risiko kann ein sich in Zukunft erhöhender Wettbewerbsdruck darstellen, da die Flugzeughersteller ihr Leistungsangebot tendenziell auf die Instandhaltung ausweiten oder hierfür die Kosten der autorisierten Werften erhöhen.

4.3 Ertragsorientierte Risiken

Das Unternehmen ist mit vier Geschäftsbereichen in der Luftfahrt breit aufgestellt. Spezifische Ertragsrisiken für die Geschäftsbereiche können aus besonderen Ereignissen oder neuen Rahmenbedingungen entstehen.

Pandemien und Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges können den Ertrag stark beeinflussen, da unsere Kunden beispielsweise aufgrund von Flugverboten und dem Wegfall der Kundschaft der osteuropäischen Staaten und Russland keine Flüge in diesen Regionen bedienen können. Dadurch sinkt wiederum die Nachfrage nach Flugzeuginstandhaltungen.

Aus aktueller Sicht führt der Krieg in der Ukraine jedoch nicht zu bestandsgefährdenden Risiken, da die Augsburg Air Service GmbH keine unverzichtbaren Geschäftsbeziehungen mit russischen oder ukrainischen Kunden und Lieferanten führt und somit nur mittelbar und geringfügig von den bisherigen Sanktionen gegen Russland betroffen ist.

Im Instandhaltungsbetrieb wird Auslastungsschwankungen durch Arbeitszeitkonten und auftragsbezogenen Einsatz von Leiharbeitern nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz entsprochen. Einkaufspreisänderungen bei Ersatzteilen und Hilfs- und Betriebsstoffen werden jährlich in der eigenen Preiskalkulation und bei besonderen Änderungen durch unterjährige Preisanpassungen berücksichtigt. Insofern sind Ertrags- und Preisänderungsrisiken eng begrenzt.

Im Geschäftsjahr 2023 trat ein Triebwerkschaden an einem LFZ in der Werft der Augsburg Air Service GmbH auf. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ist nicht abschließend geklärt, wer die Verantwortlichkeit für den Schaden trägt und für die Reparatur bzw. Ersatz aufkommen muss. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Verantwortlichkeit nicht bei der Augsburg Air Service GmbH liegt. Unterstützend zu dieser Einschätzung wurde ein Gutachten eingeholt, welches diese Ansicht bestätigt. Eine Rückstellung im Jahresabschluss wurde hierfür nicht gebildet. Der Neuwert des Triebwerks beträgt ca. 1 Mio €.

4.4 Qualitätsrisiken

Eine fehlerhafte Dienstleistung kann neben Haftungsrisiken auch zu Reputationsschäden führen.

Das luftrechtlich vorgeschriebene, mehrfach jährlich auditierte und bewährte Qualitätsmanagement in der Flugzeuginstandhaltung kann mögliche Qualitätsrisiken wirksam minimieren.

4.5 Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen verfügt über eine ausreichende Liquidität und stabile Bankkreditlinien. Liquiditätsrisiken sind nicht absehbar. Bankbürgschaften werden von Kunden teilweise gefordert, wenn hohe Summen für z.B. Triebwerksüberholungen als Vorkasse gestellt werden. Das Unternehmen ist US-$/Euro-Währungsschwankungen ausgesetzt. Die Ausgaben für Ersatzteile werden in US-$ abgerechnet. Aus US-$-Einnahmen und US-$-Ausgaben resultiert ein niedriger Saldo, der nicht prognostizierbar ist. Deshalb wird hierfür auf eine Währungskurssicherung verzichtet. Nur bei Ersatzteil-Großbeschaffungen mit verzögerter Lieferzeit wie beispielsweise Überholung von Triebwerken verlangen Kunden aufgrund der US-$ Kursschwankungen Währungskurssicherungen, die wir durch unsere Hausbanken bereitstellen können, um den Auftrag zu erlangen.

Zusätzlich werden auftragsbezogen hohe US-$-Ausgaben für Fremdleistungen zum aktuellen US-$-Einkaufskurs an Kunden weiterberechnet.

5. Chancenbericht

Die Geschäftsreise-Luftfahrt profitiert von Streiks und Ausfällen bei der Bahn und dem Linienflugverkehr: Da Kunden teilweise auf Geschäftsreiseflugzeuge umsteigen, da sie von der Zuverlässigkeit sowie den direkten Verbindungen profitieren. Sie sparen dadurch Ressourcen, zeitintensive Anreisen und Parkgebühren der weit außerhalb der Termine liegenden internationalen Flughäfen. Dadurch können für die Gesellschaft neue Wartungsaufträge generiert werden.

Upgrades der bestehenden Flotte zum Werterhalt können zu neuen Umrüstungsaufträgen führen.

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente des Unternehmens sind Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten und bei Bedarf langfristige Bankfinanzierungen.

Forderungsausfälle werden durch ein Forderungsmanagement gering gehalten und in Zweifelsfällen durch Zahlung-Vor-Lieferung und andere Sicherungsmaßnahmen verhindert.

Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Langfristige Bankverbindlichkeiten bestehen zum Stichtag nicht.

Bei Großbestellungen mit verzögerter Lieferzeit werden Forderungen nach Einschätzung des Managements durch Devisentermingeschäfte gegen Fremdwährungsrisiken abgesichert. Zum 31. Dezember 2023 besteht kein Devisentermingeschäft. Weitere Sicherungsgeschäfte gegen Finanzrisiken werden nicht getätigt, weil Zinsrisiken nicht bestehen, die Währungskursrisiken begrenzt sind und weil Liquiditäts- und Ausfallsrisiken durch das Forderungsmanagement und die Unternehmenssteuerung minimiert sind.

 

Augsburg, 08. April 2024

Augsburg Air Service GmbH
Augsburg

gez. Florian Kohlmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.273.306,04 4.548.009,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 123.442,50 173.882,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 123.442,50 173.882,00
II. Sachanlagen 4.149.863,54 4.374.127,54
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.913.547,54 4.122.033,54
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 236.316,00 252.094,00
B. Umlaufvermögen 5.719.012,14 7.948.435,51
I. Vorräte 2.308.830,45 4.932.051,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.313.433,50 2.979.710,58
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 79.001,00 3.085,26
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.234.432,50 2.976.625,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.096.748,19 36.673,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.107,21 49.770,20
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.047.425,39 12.546.215,25

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.753.323,87 7.336.764,25
I. gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.100.000,00
II. Gewinnvortrag 3.236.764,25 3.917.570,62
III. Jahresüberschuss 1.416.559,62 1.319.193,63
B. Rückstellungen 684.740,62 543.550,30
C. Verbindlichkeiten 2.505.428,93 4.665.900,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 600.735,97 316.460,97
2. übrige Verbindlichkeiten 1.904.692,96 4.349.439,73
D. Rechnungsabgrenzungsposten 103.931,97 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.047.425,39 12.546.215,25

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.354.934,98 8.080.460,36
2. Personalaufwand 4.833.435,55 4.414.257,38
a) Löhne und Gehälter 4.048.691,62 3.687.927,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 784.743,93 726.329,67
3. Abschreibungen 334.605,85 343.835,52
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 334.605,85 343.835,52
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.512.549,08 1.786.847,35
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.694,25 8.568,63
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.113,14 5.407,42
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 628.694,37 596.523,65
8. Ergebnis nach Steuern 1.429.574,56 1.332.382,57
9. sonstige Steuern 13.014,94 13.188,94
Jahresüberschuss 1.416.559,62 1.319.193,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Augsburg Air Service GmbH, Augsburg

A. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft firmiert unter Augsburg Air Service GmbH mit Sitz in Augsburg und ist im Handelsregister Augsburg unter der Nummer HRB 8591 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetze aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren, § 275 Abs. 2 HGB, aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "davon-Vermerke" zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls im Anhang gemacht. Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet. Für Software beträgt die Nutzungsdauer grundsätzlich drei bis fünf Jahre. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, einbezogen.

Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögen mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben gezeigt.

Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Für anteilige Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für Folgejahre darstellen, bewertet.

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden im Laufe des Geschäftsjahres mit aktuellen Kursen umgerechnet. Am Geschäftsjahresende werden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet; insofern die Posten eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden Fremdwährungsforderungen zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Anschaffungskurs bzw. zum höheren Geldkurs bewertet.

Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

C. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel:

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 304.534,55 3.330,00 0,00 307.864,55
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 304.534,55 3.330,00 0,00 307.864,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.504.377,03 0,00 0,00 6.504.377,03
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.683.659,55 56.575,35 18.927,31 1.721.307,59
Summe Sachanlagen 8.188.036,58 56.575,35 18.927,31 8.225.684,62
Summe Anlagevermögen 8.492.571,13 59.905,35 18.927,31 8.533.549,17
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 130.652,55 53.769,50 0,00 184.422,05
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 130.652,55 53.769,50 0,00 184.422,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.382.343,49 208.486,00 0,00 2.590.829,49
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.431.565,55 72.350,35 18.924,31 1.484.991,59
Summe Sachanlagen 3.813.909,04 280.836,35 18.924,31 4.075.821,08
Summe Anlagevermögen 3.944.561,59 334.605,85 18.924,31 4.260.243,13
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 123.442,50 173.882,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 123.442,50 173.882,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.913.547,54 4.122.033,54
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 236.316,00 252.094,00
Summe Sachanlagen 4.149.863,54 4.374.127,54
Summe Anlagevermögen 4.273.306,04 4.548.009,54

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 79.001,00 (Vorjahr: € 3.085,26) enthalten.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 828.991,07 (Vorjahr: € 265.545,61) enthalten.

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 289.557,67 (Vorjahr: € 695,96), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 29.000,00) sowie Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von € 6.687,56 (Vorjahr: € 160,04) enthalten.

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen € 72.120,42 (Vorjahr: € 187.375,16).

2. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 64.804,95 (Vorjahr: € 145.916,49).

3. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen sind solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 1.622,23 enthalten.

D. Sonstige Pflichtangaben

I. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2023
Angestellte 68
Aushilfen 4
72

II. Organe der Gesellschaft

Als hauptberuflicher Geschäftsführer ist bestellt:

- Herr Florian Kohlmann, Friedberg

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

IV. Konzernabschluss des Mutterunternehmens

Die Augsburg Air Service GmbH, Augsburg, wird einbezogen in den nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches aufgestellten Konzernabschluss der WEYSA GmbH, Ganderkesee, für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen.

 

Augsburg, 08. April 2024

Augsburg Air Service GmbH
Augsburg

gez. Florian Kohlmann, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Augsburg Air Service GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Augsburg Air Service GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Oldenburg, 08. April 2024

COMMERZIAL TREUHAND
Gesellschaft mit beschränkter Haftung Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Matthias Eggers, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Timo Cybucki, Wirtschaftsprüfer

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