WerftEins Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Natalia Luchnikova seit 21.7.2023 | Geschäftsführer |
Holger Seim seit 31.8.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
APIOM LLC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Blinks Labs GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Lageberichtder Blinks Labs GmbH1. Grundlagen des UnternehmensDie Blinks Labs GmbH, Berlin, (im Folgenden "Blinkist" oder "Gesellschaft") betreibt unter der Marke Blinkist eine App, die die großen Ideen der besten Sachbücher in einprägsame Kurztexte verpackt und erklärt. Die Inhalte der über 5.000 Titel starken Bibliothek reichen von Sachbuch- Klassikern, über populäre Ratgeber bis hin zu diskutierten Neuerscheinungen. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird jeder Titel von speziell geschulten Autoren aufbereitet und dem Nutzer als Kurztext und Audiotitel zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus enthält die App weitere Audio-Formate, wie beispielsweise Podcasts sowie kuratierte Inhalte, sogenannte Guided Collections. Die wichtigsten Einsatzfaktoren für die Durchführung der Geschäftstätigkeit sind die Entwicklung der App und deren Inhalte durch die Gesellschaft. Unser Geschäftsmodell basiert auf dem Vertrieb von Abonnements, die im Voraus bezahlt werden und unseren Kunden Zugang zu unserer virtuellen Bibliothek ermöglichen. Die Abos können für unterschiedlich lange Zeiträume, z.B. für einen Monat oder ein Jahr gekauft werden. Die App wird über die App Stores (iTunes oder Google) und auf unserer Website vertrieben und wird von Kunden weltweit gekauft. Blinkist hat seinen Sitz in Berlin und besitzt keine weiteren Betriebsstätten. Blinkist hat eine 100%-ige Tochtergesellschaft in den USA (Blinkist Inc.), mit Sitz in Dover, Delaware. Mit Wirkung zum 02.05.2023 wurde Blinkist zu 100% von der Apiom, Inc. mit Sitz in den USA (Delaware) übernommen. Apiom, Inc. ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe, welche unter der Marke "GO1" Lernmanagementsysteme an Enterprise-Kunden vertreibt (im Weiteren auch "GO1 Gruppe" genannt). Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15. Juni 2023 wurde das Geschäftsjahr geändert (Geschäftsjahresbeginn jeweils am 1. Juli eines Jahres, Geschäftsjahresende am 30. Juni des folgenden Jahres). Dieser Lagebericht fokussiert sich daher auf das Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar bis 30. Juni 2023 ("Berichtszeitraum"). Als Vergleichszahlen werden im Einklang mit den Vorgaben des HGB die Vorjahresangaben für den 31. Dezember 2022 (Bilanz) bzw. den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 (Gewinn- und Verlustrechnung) herangezogen. Zu Informations- und Vergleichszwecken werden auch Werte zum 30. Juni 2022 als Vergleichswerte ausgewiesen. Diese Werte sind nicht Gegenstand der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Das folgende Geschäftsjahr 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024 wird nachfolgend auch als "Geschäftsjahr 2023/2024" bezeichnet. Entwicklungstätigkeit Entwicklungstätigkeiten sind ein wichtiger Bestandteil der Geschäftstätigkeit von Blinkist. Die Entwicklungstätigkeit gliedert sich in die technische Weiterentwicklung der Apps, des Backends und der Dateninfrastruktur sowie die Erstellung der virtuellen Bibliothek, bestehend aus Kurztexten, Audiotiteln, Podcasts und Guided Collections. Im Berichtszeitraum gab es Zugänge in Höhe T€ 450 (Vorjahr: T€ 575, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 251) bei entgeltlich erworbenen Vermögensgegenständen, die sich auf die virtuelle Bibliothek beziehen. Blinkist arbeitet kontinuierlich an diversen Produkterweiterungen und Verbesserungen und bringt fortlaufend neue Releases des Produktes heraus. Im Berichtszeitraum hat unser Entwicklungsteam erfolgreich die Weiterentwicklung unserer Produkte vorangetrieben, beispielsweise sogenannte "Guides" für die Kuratierung von zusammengehörenden Titeln weiterentwickelt und die Nutzung von künstlicher Intelligenz für Produktinnovationen vorbereitet. Zum Bilanzstichtag arbeiten 42 (Vorjahr 45) Mitarbeiter im Produktbereich. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum waren weiterhin durch Effekte aus dem Krieg in der Ukraine und anhaltenden hohen Inflationsraten geprägt. Der Krieg in der Ukraine und daraus resultierende Folgeeffekte hatten bisher keinen nennenswerten Einfluss auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Gesellschaft. Die hohen Inflationsraten können mittelfristig das Konsumentenverhalten negativ beeinflussen, was sich ebenfalls negativ auf die Kaufbereitschaft der Blinkist Kunden auswirken kann. Die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Deutschland stagniert laut dem Statistischen Bundesamt im ersten Halbjahr 2023 und ist preis- und kalenderbereinigt im ersten Quartal 2023 um 0,3% sowie im zweiten Quartal 2023 um 0,2% im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal geschrumpft nach einem Wachstum von 1,9% im Kalenderjahr 2022. Insgesamt verschlechterten sich somit die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum leicht. Das gesunkene Wirtschaftswachstum und eine anhaltend hohe Inflation können es für die Gesellschaft erschweren, neue Kunden zu gewinnen und die Wahrscheinlichkeit vermindern, dass wiederkehrende Kunden ihre Abonnements verlängern. 2.2. Darstellung & Analyse des Geschäftsverlaufs und der Geschäftsergebnisse im Berichtszeitraum Die gesamtwirtschaftliche Situation für technologiebasiertes, mobiles und selbstgesteuertes Lernen hat sich auch im Berichtszeitraum - teilweise bedingt durch den anhaltenden Einfluss nach der COVID-19 Pandemie auf Themen wie digitale Medien und Homeoffice - vorteilhaft gestaltet. Die Bereitschaft, für Lerninhalte online zu zahlen, hat in den letzten Jahren stark zugenommen und diese Bereitschaft bleibt anhaltend hoch. Alternative Lernmöglichkeiten haben zudem mehr und mehr an Bedeutung gewonnen und der anhaltende Trend zum Homeoffice verstärkt den Bedarf nach digitalen Lerninhalten. Diese Trends wurden nach der Corona Pandemie weiter verfestigt. Darüber hinaus hat die verstärkte Akzeptanz von Apps in Verbindung mit Audio-Inhalten zu einer wachsenden Nachfrage geführt. Blinkist wird von diesen Trends langfristig profitieren. Der Umsatz im Berichtszeitraum betrug 53% des Vorjahres und wuchs um 7% im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022, was auf eine gesunde Entwicklung des Umsatzes im Berichtszeitraum hindeutet. Der Umsatz lag absolut leicht unter dem Planwert. Die leicht unterplanmäßige Entwicklung ist vor allem dadurch zu erklären, dass sich die Gesellschaft insbesondere im Zeitraum April bis Juni 2023 auf einen effizienten Einsatz von Marketingausgaben fokussiert hat und nicht wie erwartet in Neukundenakquise investiert hat. Insgesamt verzeichnete die Gesellschaft ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022, das deutlich über dem BIP-Wachstum in Deutschland liegt. Wir konnten im Berichtszeitraum wie im Vorjahr eine weitere Erholung bei der Adaption sehen. In diesem Zusammenhang konnte die Anzahl der aktiven Abonnenten zum 30. Juni 2023 im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 3% und im Vergleich zum 30. Juni 2022 um 11% gesteigert werden. Der Berichtszeitraum wurde mit Umsatzerlösen von T€ 27.990 (Vorjahr: T€ 52.986, Vorjahr bis 30. Juni 2022: T€ 26.245) - abgeschlossen. Die Planung für den Berichtszeitraum sah einen Umsatz von T€ 28.726 vor. Dies entspricht einer Planverfehlung von 2,6%, welche vor allem durch eine geringere Effizienz von neuen Marketingaktivitäten und reduzierte Marketingausgaben zu erklären ist. Gestützt wurde die Umsatzentwicklung wie im Vorjahr durch einen stabilen Beitrag des Umsatzes aus dem Bestandskundengeschäft. In diesem Bereich blieb die jährliche Renewal-Rate (48%) im Vergleich zum Vorjahr (48%) konstant. Zusätzlich konnte das Geschäft mit Unternehmenskunden weiter ausgebaut werden - hier betrug der Umsatzanteil im Vergleich zum Gesamtumsatz im Berichtszeitraum 6,1% (Vorjahr: 4,9%, Vorjahr bis 30. Juni 2022: 4,3%). Der Jahresfehlbetrag verringerte sich im Berichtszeitraum auf T€ 291 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 3.410, Vorjahr zum 30. Juni 2022: T€ 2.294) und fiel um ca. T€ 2.400 geringer aus als geplant, was vor allem aus einem effizienten Einsatz von Marketingaufwendungen resultiert. Mit liquiden Mitteln von T€ 6.783 (Vorjahr T€ 8.140, Vorjahr zum 30. Juni 2022: T€ 6.745) weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag für den Berichtszeitraum eine solide Cash-Balance aus, diese liegt 2% unter Plan. Die Gesellschaft hat das Rumpfgeschäftsjahr mit einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€ 12.231 (Vorjahr T€ 11.941) abgeschlossen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird von den gesetzlichen Vertretern nicht als bestandsgefährdender Umstand angesehen, da die geplanten Maßnahmen für weiteres Wachstum wie der Ausbau des Produktes und die Erhöhung der Ausgaben für Marketing durch die bestehende Liquidität und den für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarteten positiven Cashflow finanziert werden können. Dennoch wird die Gesellschaft ggf. zusätzliche finanzielle Mittel aufnehmen, um das weitere Wachstum zu beschleunigen. Zudem hat der alleinige Gesellschafter, die Apiom Inc., am 4. Oktober 2023 eine Patronatserklärung gegenüber der Blinks Labs GmbH ausgegeben, um der Gesellschaft die zur Erfüllung ihrer jeweiligen fälligen Verbindlichkeiten benötigte Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Laufzeit beträgt mindestens 24 Monate nach dem Testatsdatum für den Jahresabschluss zum 30. Juni 2023. Die Fortführungsprognose stellt sich daher positiv dar und die Gesellschaft befindet sich in der Lage, aus eigenen Mitteln weiteres Wachstum sowie die Begleichung der erwarteten Aufwendungen aus gebildeten Rückstellungen zu finanzieren. Insgesamt ergibt sich für die Geschäftsführung eine positive Betrachtung des Berichtszeitraums. Wir haben adäquat auf das Marktumfeld im Berichtszeitraum reagiert, die Effizienz unserer Marketingaktivitäten schrittweise erhöht, eine gesunde Umsatzentwicklung realisiert und dabei den Jahresfehlbetrag reduziert. 2.3. Lage des Unternehmens A. Ertragslage Die wesentliche Ergebnisquelle ist der Verkauf von Abonnements an Privatkunden. Die Anzahl der aktiven Abonnenten konnte im Berichtszeitraum um 3% im Vergleich zum Vorjahr und im Vergleich zum 30.06.2022 um 11% gesteigert werden. Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum 53% des Vorjahres und konnten im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022 um 7% gesteigert werden. Die positive Umsatzentwicklung resultiert vor allem aus dem Erfolg des Abonnement-Modells sowie der weitergeführten Internationalisierung. Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 29.977) erhöhten sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr (T€ 666) um T€ 29.311. Dies liegt zum überwiegenden Teil an der Kostenübernahme für Bonuszahlungen an Mitarbeiter aus virtuellen Optionsvereinbarungen durch die vor dem 2. Mai 2023 an der Gesellschaft beteiligten Gesellschafter. Zu einem geringen Teil stammen die sonstigen betrieblichen Erträge aus periodenfremden Erträgen (T€ 297), welche sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 60) um 399,0% und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bis 30. Juni 2022 (T€ 55) um 436,5% erhöhten. Dieser Anstieg resultierte vor allem an höher als erwartet ausgefallenen Auszahlungen von Apple und einer daraus resultierenden Erlösbuchung. Die Personalkosten sind besonders durch Sondereffekte aufgrund des Erwerbs der Gesellschaft geprägt. So wurden durch den Erwerb virtuelle Optionsvereinbarungen mit Mitarbeitern fällig, welche als Bonuszahlungen ausgezahlt wurden (insgesamt T€ 17.158). Die Personalkosten stiegen dadurch auf T€ 24.416 (Vorjahr T€ 13.986, Vorjahr bis 30. Juni 2022: T€ 6.830). Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte betrugen die Personalkosten im Berichtszeitraum T€ 7.258. Dies entspricht 51,9% der Personalkosten im Vorjahr und einem Anstieg von 6,3% im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022. Aufgrund des kompetitiven Marktumfelds in Bezug auf Mitarbeiter entwickeln sich die um Sondereffekte bereinigten Personalkosten somit ansteigend, während die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 2,7% auf 142 gesunken ist (Vorjahr: 146 Mitarbeiter im Durchschnitt). Die Entwicklung der Personalkosten ist leicht geringer als erwartet, partiell beeinflusst durch einen geringeren Headcount als geplant und das Wachstum der Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022 liegt unterhalb des Umsatzwachstums im selben Zeitraum. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden, wie die Personalkosten, ebenfalls teilweise durch Bonuszahlungen im Zusammenhang mit virtuellen Optionsvereinbarungen (insgesamt T€ 12.175), welche mit Verkauf der Gesellschaft fällig wurden, beeinflusst und betrugen im Berichtszeitraum T€ 33.268 (Vorjahr T€ 41.757, Vorjahr bis 30. Juni 2022: T€ 21.368). Dies entspricht 79,7% der sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres und einem Anstieg von 55,7% im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtszeitraum T€ 21.092, was 50,5% der sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres und einer Reduktion von 1,3% im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022 entspricht. Kostenpositionen wie Marketingaufwendungen, Verkaufsprovisionen und Lizenzaufwendungen, welche sich teilweise variabel zum Umsatz entwickeln, stiegen im Vergleich zur Umsatzentwicklung unterproportional, während sonstige Kosten im Berichtszeitraum reduziert werden konnten. Die Marketingaufwendungen im B2C-Bereich lagen mit T€ 10.358 bei 48,7% der B2C-Marketingaufwendungen des Vorjahres (T€ 21.268) und um 11,5% unter dem Wert des Vorjahres bis 30. Juni 2022 (T€ 11.704). Im B2B-Bereich entstanden Marketingaufwendungen i.H.v. T€ 512, insbesondere durch Agenturen für Leadgenerierung, Online-Marketing und Aufwendungen für die Repräsentation bei Ausstellungen und Messen. Diese Aufwendungen liegen bei 91,2% der Aufwendungen des Vorjahres (T€ 562) und stellen einen Anstieg von 250,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bis 30. Juni 2022 (T€ 146) dar. Dieser Anstieg spiegelt die erhöhten Anstrengungen im B2B-Vertrieb wider. Die Kosten für Verkaufsprovisionen in Höhe von T€ 4.503 (Vorjahr T€ 8.658) lagen bei 52,0% der Vorjahresaufwendungen und waren 1,6% höher als zum Vorjahreszeitraum bis 30. Juni 2022 (T€ 4.431) und entwickelten sich damit unterproportional zum Umsatz. Dies lag daran, dass die Gesellschaft im Berichtszeitraum einen größeren Anteil von Renewal-Kunden gegenüber Neukunden verzeichnet hat und die Renewal-Gebühren in den großen App-Stores nur 15% betragen, während für Neukunden 30% anfallen. Die Aufwendungen für Lizenzen von T€ 1.162 lagen bei 50,1% der Vorjahresaufwendungen (T€ 2.321) und stiegen im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022 (T€ 1.146) um 1,3%. Die Kosten für Fremdleistungen und Fremdarbeiten, insbesondere für Freelancer und Agenturen zur Verbesserung unseres Produktes, betragen mit T€ 1.186 54,2% der Kosten des Vorjahres (T€ 2.189). Dies entspricht einer Steigerung von 5,6% im Vergleich zum Wert des Vorjahres bis 30. Juni 2022 (T€ 1.123). Die Steigerung wird vor allem durch Fremdleistungen für B2B Coaching als neue Produktkategorie getrieben. Die Kostenübernahmen für die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Blinkist Inc. In den USA betrugen im Berichtszeitraum T€ 1.090, was 46,9% der Vorjahreskosten (T€ 2.325) entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022 (T€ 1.024) entwickelten sich diese Kosten leicht ansteigend (+6,5%). Die Mietkosten für die Büroflächen in Berlin betrugen im Berichtszeitraum T€ 233, was 53,5% der Vorjahreskosten (T€ 436) entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022 (T€ 218) entwickelten sich diese Kosten leicht ansteigend (+6,9%), was an dem bestehenden Staffelmietvertrag sowie eine Mieterhöhung lag. Die Aufwendungen für Hosting und verwendete Software betrugen im Berichtszeitraum T€ 875, was 53,1% der Vorjahreskosten (T€ 1.647) entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr bis 30. Juni 2022 (T€ 768) entwickelten sich diese Kosten ansteigend (+13,9%). Dies liegt zum Teil an gestiegenen Hosting-Kosten, welche mit steigenden Nutzerzahlen ebenfalls steigen, sowie höheren Aufwendungen für Software-Lizenzen für intern eingesetzte Software-Lösungen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (exklusive Vertriebsprovisionen) liegen mit T€ 2.593 (Vorjahr T€ 4.509) bei 57,5% des Vorjahreswerts und 44,6% über Vorjahr bis 30. Juni 2022 (T€ 1.793). Dies liegt vor allem an Bonuszahlungen an B2B Vertriebsmitarbeiter, Kostenübernahmen für ausgeliehene Mitarbeiter von Unternehmen der GO1 Gruppe, vermehrten Reisetätigkeiten mit verbundenen höheren betrieblichen Aufwendungen sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnungen. Der Berichtszeitraum wurde mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 291 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 3.410, Vorjahr bis 30. Juni 2022: Jahresfehlbetrag T€ 2.294) abgeschlossen und fiel um ca. T€ 2.400 geringer aus als geplant, was vor allem aus einem effizienten Einsatz von Marketingaufwendungen resultiert. Das EBITDA 1 belief sich auf T€ 283 (Vorjahr: minus T€ 2.092, Vorjahr bis 30. Juni 2022: minus T€ 1.897) und entwickelte sich positiv. B. Finanzlage Die Gesellschaft verfügt zum 30. Juni 2023 über ausreichend Liquidität, um das weitere Wachstum voranzutreiben und die Begleichung der erwarteten Aufwendungen aus gebildeten Rückstellungen zu finanzieren. Die liquiden Mittel weisen zum Bilanzstichtag einen Bestand von T€ 6.783 (Vorjahr T€ 8.140, Vorjahr zum 30. Juni 2022: T€ 6.745) auf. Die Reduktion im Vergleich zum Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2022 ist dem normalen unterjährigen Verlauf der Liquidität geschuldet. Im Vergleich zum Vorjahreswert per 30. Juni 2022 hat sich die Liquidität um 0,6% erhöht. Das Unternehmen ist bilanziell überschuldet, der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt zum 30. Juni 2023 T€ 12.231 (Vorjahr T€ 11.941, Vorjahr zum 30. Juni 2022: T€ 10.824). Die geplanten Maßnahmen für weiteres Wachstum wie der Ausbau des Produktes und Erhöhung der Ausgaben für Marketing können durch die bestehende Liquidität finanziert werden. Nach derzeitiger Planung der Geschäftsführung wird daher keine externe Kapitalrunde sowie keine Finanzierung durch die Muttergesellschaft Apiom, Inc. in den Geschäftsjahren 2023/2024 und 2024/2025 benötigt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird von den gesetzlichen Vertretern nicht als bestandsgefährdender Umstand angesehen, da die geplanten Maßnahmen für weiteres Wachstum wie der Ausbau des Produktes und die Erhöhung der Ausgaben für Marketing durch die bestehende Liquidität und den für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarteten positiven Cashflow finanziert werden können. Die Going-Concern-Prämisse wird durch eine nach dem Bilanzstichtag ausgestellte Patronatserklärung der Muttergesellschaft Apiom, Inc. untermauert, in welcher sich Apiom, Inc. verpflichtet, die Gesellschaft auf erstes Anfordern mit zusätzlichen Mitteln finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen. Die Finanzierungszusage hat eine Gültigkeit von 24 Monaten nach dem HGB Testatsdatum für den Jahresabschluss zum 30. Juni 2023. Ein ordentliches Kündigungsrecht wurde für diesen Zeitraum ausgeschlossen. Daher stellt sich die Fortführungsprognose der Gesellschaft für die Geschäftsführung als positiv dar. C. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,2% erhöht und beträgt T€ 29.543 (Vorjahr T€ 28.361). Im Vergleich zur Bilanzsumme zum 30. Juni 2022 (T€ 26.795) beträgt die Steigerung 10,3%. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände betragen 8,3% (Vorjahr 8,3%, Vorjahr zum 30. Juni 2022: 8,8%) der Bilanzsumme und beinhalten hauptsächlich Investitionen in unsere virtuelle Bibliothek. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 1,3% (Vorjahr 1,4%, Vorjahr zum 30. Juni 2022: 1,6%) der Bilanzsumme. Der Rückgang ist durch planmäßige Abschreibungen bei gleichzeitig geringeren Investitionen zu erklären. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen machen 12,0% (Vorjahr 9,4%, Vorjahr zum 30. Juni 2022: 16,3%) der Bilanzsumme aus und beinhalten vor allem die Forderungen gegenüber den großen App Stores sowie gegenüber B2B Kunden. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 5,9% (Vorjahr 6,6%, Vorjahr zum 30. Juni 2022: 5,5%) der Bilanzsumme und beinhalten hauptsächlich verfügungsbeschränkte Sicherheitseinbehalte von Online-Zahlungsdienstleistern, geleisteten Anzahlungen für B2B Events, welche nach dem Bilanzstichtag stattfinden werden, Darlehen an die Tochtergesellschaft Blinkist Inc., Kautionen und Umsatzsteuerforderungen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt 8,1% (Vorjahr 3,4%, Vorjahr zum 30. Juni 2022: 1,9%) der Bilanzsumme. Der Anstieg beruht hauptsächlich auf vorausgezahlten Aufwendungen für Bonifikationen an Mitarbeiter durch die Muttergesellschaft (T€ 1.672). Vorauszahlungen auf vor allem jährlich laufende Software-Lizenzen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zum 30. Juni 2022 um 36,0% und betrugen 73,0% des Vorjahreswertes. Die Steuerrückstellungen betragen 1,6% (Vorjahr 2,9%) der Bilanzsumme und beinhalten in Drittländern noch abzuführende Umsatzsteuerbeträge. Der Rückgang ist durch bereits geleistete Zahlungen aus Umsatzsteuerverpflichtungen zu erklären. Die sonstigen Rückstellungen betragen 3,5% (Vorjahr 2,3%) der Bilanzsumme und beinhalten neben Urlaubsrückstellungen vor allem noch ungewisse Verbindlichkeiten für ausstehende Publisher Abrechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 7,6% (Vorjahr 13,7%, Vorjahr zum 30. Juni 2022: 16,1%) der Bilanzsumme aus und beinhalten vor allem Verbindlichkeiten gegenüber den großen Marketingplattformen. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 7,1% (Vorjahr 1,0%) der Bilanzsumme. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch eine Vorauszahlung für Bonifikationen für Mitarbeiter und Geschäftsführer begründet. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 5,6% (Vorjahr 2,1%, Vorjahr zum 30. Juni 2022: 2,0%) der Bilanzsumme. Der Anstieg im zum Großteil aus höheren Verpflichtungen aus Lohn- und Kirchensteuer aus Boni-Zahlungen sowie höheren Verbindlichkeiten aus Steuern in Drittländern begründet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt 74,4% (Vorjahr 78,0%, Vorjahr zum 30. Juni 2022: 79,7%) der Bilanzsumme. Er weist alle Einnahmen aus dem Abonnement-Modell aus, die einen Ertrag der Gesellschaft für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 12.231 (Vorjahr T€ 11.941, Vorjahr zum 30. Juni 2022: T€ 10.824) auf. Die Gesellschaft verfügt jedoch über liquide Mittel in Höhe von T€ 6.783 zum 30. Juni 2023 und ist daher weiterhin uneingeschränkt zahlungsfähig. D. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Kennzahlen - insbesondere der Stand der liquiden Mittel sowie das Jahresergebnis zum Bilanzstichtag - können weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren betrachtet werden. Das monatliche Reporting der Gesellschaft beinhaltet Leistungsindikatoren wie die Fluktuationsrate der Mitarbeiter. Die Entwicklung dieser Kennzahl soll im Weiteren betrachtet werden. Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 142 (Vorjahr: 146). Dies liegt vor allem an der Nichtnachbesetzung von offenen Stellen zur Erhöhung der Effizienz. Die rollierende Fluktuationsrate (gemessen an aktiven Kündigungen durch Mitarbeiter) verringerte sich kontinuierlich im Berichtszeitraum von 31,4% im Januar 2023 auf 20,8% im Juni 2023 und lag seit Mai 2023 wieder unterhalb dem Vorjahreswert (22,9%). Dies zeigt, dass sich unsere Anstrengungen zur Mitarbeiterbindung weiterhin positiv auf die Fluktuationsrate auswirken. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht3.1 Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die Wettbewerbssituation ist weiterhin vorteilhaft für das Unternehmen, wenn auch neue Wettbewerber am Markt in Erscheinung treten. Sollte ein Wettbewerber mit Zugriff auf mehr Ressourcen entstehen, könnten daraus für die Gesellschaft erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Die Geschäftsführung verfolgt die Entwicklungen am Markt sehr genau, um rechtzeitig auf neue Entwicklungen und Wettbewerber reagieren und branchenspezifische Risiken minimieren zu können. Als relevanter Wettbewerber kann derzeit "Headway" gesehen werden. Das Unternehmen bietet ein ähnliches Produkt an und ist in den USA stärker aktiv. Insgesamt weist Blinkist eine deutlich höhere Anzahl an zahlenden Kunden auf, wobei Headway in den USA einen höheren Marktanteil als Blinkist aufweisen kann. Ertrags- und Finanzwirtschaftliche Risiken Es bestehen Risiken für Blinkist im Bereich der weiteren Entwicklung der Devisenkurse, da die Gesellschaft ca. 69,6% (Vorjahr 73,3%) ihres Umsatzes außerhalb des Euro-Raums generiert. Das Risiko wird stetig überwacht und es wurde ein USD-Bankkonto eingerichtet, um eingehende USD-Zahlungen mit ausgehenden USD-Zahlungen besser harmonisieren zu können. Der weitere Einsatz von Finanzinstrumenten soll geprüft werden, es werden jedoch noch keine Finanzinstrumente eingesetzt. Technische Risiken beinhalten Ausfälle oder Störungen der Plattformen. Diese Risiken werden durch die kontinuierliche Kontrolle und Datensicherung aller relevanten Informationen verringert, um den möglichen Schaden zu minimieren. Wesentliche Rechtsgeschäfte unterliegen der Prüfung durch die Geschäftsführung, unserer in-house Legal Counsel sowie externen Juristen und werden fortlaufend auf unvermeidbare Risiken minimiert. Im Berichtszeitraum bestehen weiterhin Rückstellungen für internationale Steuern, da die Gesellschaft voraussichtlich in mehreren Ländern eine Registrierung zur Mehrwertsteuer (oder vergleichbar) durchführen wird und sich damit Zahlungsverpflichtungen für vergangene Zeiträume eröffnen können. Infolge der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Weltwirtschaft bestehen potenzielle Unsicherheiten hinsichtlich Absatzrisiken auf Grund einer möglichen weltweiten Rezession. Zusätzliche Risiken bestehen bei einer anhaltend hohen Inflationsrate, da die Kaufkraft der Blinkist Zielgruppe und die Zahlungsbereitschaft sinken kann. Durch die Übernahme der Gesellschaft durch die GO1 Gruppe können sich Risiken aus der Bindung von Ressourcen für Integrationsarbeiten ergeben. Diese Risiken haben sich bisher nicht materialisiert und erscheinen überschaubar und sollten durch die nachfolgend beschriebenen Chancen überwogen werden. 3.2 Chancenbericht Die Gesellschaft besetzt eine strategisch sehr gute Position im Wachstumsmarkt für mobile Bildungsinhalte und sieht sich gut aufgestellt, um das weitere Wachstum voranzutreiben. Das Unternehmen erzielt Erfolge bei der Vermarktung des Produktes und wird diese im Geschäftsjahr 2023/2024 weiter ausbauen. Insbesondere in der Internationalität der bestehenden Kundengruppe und durch internationale Wachstumsmärkte ergeben sich sehr gute Chancen für weiteres Wachstum. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eine Kundengruppe, welche das Produkt an Freunde und Arbeitskollegen weiterempfiehlt. Deshalb soll die Möglichkeit, dass private Nutzer Blinkist ihrem Arbeitgeber empfehlen und die Abo-Kosten übernehmen, vereinfacht und ausgebaut werden (sog. B2C2B Geschäft). Die Bereitschaft von Unternehmen, für ihre Mitarbeiter digitale Lernangebote bereitzustellen, wächst kontinuierlich. Blinkist konnte das B2B-Geschäft deutlich ausbauen und plant dies stringent fortzuführen. Audio-Inhalte werden im Markt immer stärker nachgefragt und die Bereitschaft, über Technologie lebenslang zu lernen, ist im Mainstream der Zielgruppe angekommen. Diese Faktoren erhöhen die Chancen auf eine erhöhte Zahlungsbereitschaft im Markt des technologiebasierten, mobilen und selbstgesteuerten Lernens in Verbindung mit Audio-Inhalten. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über ein Netzwerk an freien Autoren, die effizient und in hoher Qualität Inhalte für Blinkist erstellen. Im Berichtszeitraum konnten in diesem Bereich beispielsweise kuratierte Listen mit namhaften Autoren und Experten erarbeitet werden, sogenannte Guided Collections. Eine Intensivierung dieser Kooperationen und die Erarbeitung weiterer Inhaltsformate bietet großes Potential für eine erfolgreiche Weiterentwicklung von Blinkist. Des Weiteren arbeitet Blinkist fortlaufend an Ideen für neue Produkte, die das Angebot für mobile Bildungsinhalte erweitern können, so auch an der Einführung weiterer Sprachen der Übersetzungen. Der Ausbau des Angebotskatalogs beinhaltet eine große Chance der Weiterentwicklung für die Gesellschaft, um die bestehenden Kunden länger zu binden und neue Kunden zu erreichen. Die Lizenzierung unserer Inhalte und der verstärkte Fokus auf das B2B-Geschäft geben Blinkist weiterhin viel Spielraum, mit Hilfe einer verstärkten Lokalisierung der Vermarktungsstrategie weltweit zu wachsen. Durch die Übernahme der Gesellschaft durch die GO1 Gruppe ergeben sich zusätzliche Wachstumspotentiale, insbesondere im B2B Bereich. Durch die internationale Ausrichtung des neuen Gesellschafters, die internationale Marktbearbeitung durch Blinkist und die breitere Kapitalausstattung des neuen Gesellschafters ergeben sich deutliche Kooperations- und Synergiepotentiale, die eine noch effizientere Marktbearbeitung sowie einen deutlichen Kundenzuwachs im B2B Bereich erzeugen können. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Geschäftsführung vor allem in der Wettbewerbssituation. Vor dem Hintergrund unserer schwer imitierbaren Ressourcen bei der Erstellung der Inhalte und der loyalen und zufriedenen Kundengruppe sieht sich die Gesellschaft für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Durch die Übernahme durch die GO1 Gruppe ergeben sich aus Sicht der Gesellschaft mehr Chancen als Risiken, insbesondere im Bereich des Kundenzuwachses im B2B-Bereich. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Damit einhergehend rechnet die Gesellschaft mit einer weiteren kontinuierlichen Verbesserung der finanziellen Leistungsindikatoren, was die Ertragskraft der Gesellschaft deutlich steigern kann. 3.3 Prognosebericht Die Prognose der OECD für das weltweite BIP-Wachstum für 2023 lautet +3,0% und soll sich demnach weiter abschwächen. Eine Erholung ist im Jahr 2024 zu erwarten (BIP-Wachstum von 2,7%). Für Deutschland ist aktuell mit einer moderaten Rezession für 2023 zu rechnen. Die Inflationserwartungen liegen laut OECD für 2023 weiter hoch, sollen sich aber im Lauf des Jahres 2023 weiter abschwächen und im Jahr 2024 ebenfalls weiter zurückgehen. Die gesamtwirtschaftliche Situation für lernbasierte Technologien und virtuelle Bibliotheken wird sich nach Einschätzung der Gesellschaft trotz der weltweit angespannten Lage weiterhin positiv entwickeln. Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2023/2024 davon aus, dass der Markt für mobile Inhalte weiterhin wachsen wird und Blinkist die Investitionsmöglichkeiten zu einem Ausbau der globalen Marktanteile nutzen wird. Auf Kundenseite steigt die Bereitschaft, für Lerninhalte zu bezahlen. Darüber hinaus ist ein positiver Trend mit zunehmender Zahlungsbereitschaft bei der Verwendung von Lerninhalten in Audio-Form zu beobachten, der das Wachstum der Gesellschaft positiv beeinflussen sollte. Diese positiven Aspekte haben aus Sicht der Geschäftsführung das Potential, die Risiken der Kaufkraftminderung und geringerer allgemeiner Zahlungsbereitschaft möglicher Kunden aufzuwiegen. Die Geschäftsführung erwartet daher, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation für technologiebasiertes, mobiles und selbstbestimmtes Lernen weiterhin vorteilhaft für Blinkist entwickeln wird. Diese Annahme basiert auch auf der Beobachtung, dass alternative Lernmöglichkeiten mehr und mehr Bedeutung beigemessen werden. Darüber hinaus führt die breite Akzeptanz von Apps in Verbindung mit Audio-Inhalten weiterhin zu einer wachsenden Nachfrage. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung, den Umsatz im Geschäftsjahr 2023/2024 auf T€ 61.000 steigern zu können. Dies entspricht einem Umsatzwachstum bezogen auf das letzte volle Geschäftsjahr 2022 von 15%, wobei das Wachstum im B2C Bereich 10% und im B2B Bereich und 115% ausfallen soll. Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, soll verstärkt in Marketing und Vertriebstätigkeiten im B2B-Bereich investiert werden. Durch die erhöhten Kosten rechnet die Geschäftsführung mit einem negativen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von T€ 2.500. Der Stand der flüssigen Mittel zum 30. Juni 2024 wird auf ca. T€ 5.000 prognostiziert.
Berlin, den 10. Oktober 2023 Holger Seim, Geschäftsführer Manuel Dufresne, Geschäftsführer Natalia Luchnikova, Geschäftsführer Shannon Tatz, Geschäftsführer Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 30. Juni 20231. Allgemeine AngabenDie Blinks Labs GmbH, Berlin, wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nr. HRB 144222 B geführt. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15. Juni 2023 wurde das Geschäftsjahr geändert (Geschäftsjahresbeginn jeweils am 1. Juli eines Jahres, Geschäftsjahresende am 30. Juni des folgenden Jahres). Für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023 wird ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Der vorliegende Jahresabschluss betrifft dieses Rumpfgeschäftsjahr. Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt. Im Einklang mit den Vorgaben des HGB betreffen die Vorjahresangaben den 31. Dezember 2022 (Bilanz) bzw. den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 (Gewinn- und Verlustrechnung). Zu Informations- und Vergleichszwecken werden auch Werte zum 30. Juni 2022 ausgewiesen. Diese Werte sind nicht Gegenstand der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Die Blinks Labs GmbH ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Im Rumpfgeschäftsjahr wurde die Gesellschaft durch die Apiom, Inc. mit Sitz in den USA (Delaware) übernommen. Apiom, Inc. ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe, welche unter der Marke "GO1" Lernmanagementsysteme an Enterprise Kunden vertreibt (im Weiteren auch "GO1 Gruppe" genannt). Es ist derzeit geplant, die künftigen Kosten der Gesellschaft für Marketing und weitere Produktentwicklung aus bestehender Liquidität und Cashflow zu finanzieren. Die Aufnahme weiterer finanzieller Mittel zur Beschleunigung des Wachstums ist ergänzend denkbar, derzeit aber nicht geplant. Die Gesellschaft hat das Rumpfgeschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 291 (Vorjahr Jahresfehlbetrag von T€ 3.505) und einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€ 12.231 (Vorjahr T€ 11.941) abgeschlossen. Die liquiden Mittel weisen zum Bilanzstichtag einen Bestand von T€ 6.783 (Vorjahr T€ 8.140) auf. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird von den gesetzlichen Vertretern nicht als bestandsgefährdender Umstand angesehen, da die geplanten Maßnahmen für weiteres Wachstum wie der Ausbau des Produktes und die Erhöhung der Ausgaben für Marketing durch die bestehende Liquidität und den für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarteten positiven Cashflow finanziert werden können. Dennoch wird die Gesellschaft ggf. zusätzliche finanzielle Mittel aufnehmen, um das weitere Wachstum zu beschleunigen. Zudem hat der alleinige Gesellschafter, die Apiom Inc., am 4. Oktober 2023 eine Patronatserklärung gegenüber der Blinks Labs GmbH ausgegeben, um der Gesellschaft die zur Erfüllung ihrer jeweiligen fälligen Verbindlichkeiten benötigte Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Laufzeit beträgt mindestens 24 Monate nach dem Testatsdatum für den Jahresabschluss zum 30. Juni 2023. Die Gesellschaft hat daher den Jahresabschluss unter Zugrundelegung der Going-Concern Prämisse aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert. AKTIVA Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, im Zugangsjahr zeitanteilig. Die Abschreibungsdauer des immateriellen Vermögensgegenstandes "Virtuelle Bibliothek" beträgt weiterhin sechs Jahre. Die Domains werden nicht planmäßig abgeschrieben, da sie eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben. Die Abschreibungsdauer des Sachanlagevermögens beträgt drei bis dreizehn Jahre. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 1.000,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Flüssige Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt und beinhalten auch die jederzeit verfügbaren Guthaben bei Online-Zahlungsdienstleistern. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. PASSIVA Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit hinreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs im Zugangszeitpunkt oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 3. Erläuterungen zur BilanzAKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Finanzanlagen Die Blinks Labs GmbH hat im Geschäftsjahr 2019 eine 100%-ige Tochtergesellschaft in den USA (Blinkist Inc.), mit Sitz in Dover, Delaware, gegründet. Der Anteil beträgt T€ 5 (Vorjahr T€ 5). Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf T$ 15 (Vorjahr Jahresfehlbetrag von T$ 19) und für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023 beträgt der Jahresüberschuss T$ 58. Die Blinkist Inc. weist zum 31. Dezember 2022 keinen durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag mehr aus (Vorjahr nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T$ 1). Aufgrund des Jahresüberschusses im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023 weist die Blinkist Inc. zum 30. Juni 2023 ebenfalls keinen durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Die Fortführungsprognose der Blinkist Inc. ist positiv, da die Finanzierung komplett durch die Muttergesellschaft Blinks Labs GmbH erfolgt. Umlaufvermögen Forderungen aus Lieferungen Die Forderungen aus Lieferungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Online-Verkaufsplattformen in Höhe von T€ 3.125 (Vorjahr T€ 2.037, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 3.684), sämtlich mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen verfügungsbeschränkte Sicherheitseinbehalte von Online-Zahlungsdienstleistern in Höhe von T€ 759 (Vorjahr T€ 1.065, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 765), geleistete Anzahlungen in Höhe von T€ 278 (Vorjahr: T€ 0, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 0), Darlehen an Tochtergesellschaft Blinkist Inc. In Höhe von T€ 272 (Vorjahr T€ 275, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 260), Kautionen in Höhe von T€ 150 (Vorjahr T€ 150, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 151) und Umsatzsteuerforderungen in Höhe von T€ 121 (Vorjahr T€ 229, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 326). Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände liegt, mit Ausnahme von Kautionen in Höhe von T€ 150 (Restlaufzeit bis fünf Jahre), unter einem Jahr. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel betragen zum 30. Juni 2023 T€ 6.783 (Vorjahr T€ 8.139, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 6.745). Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten, bei dem Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt wurden, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, beträgt T€ 2.379 (Vorjahr T€ 969, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 520). Er betrifft im Wesentlichen vorausgezahlte Aufwendungen für Boni, Software-Lizenzen, Werbung und Online-Marketingdienstleistungen. PASSIVA Eigenkapital Die Gesellschaft weist für das Rumpfgeschäftsjahr zum 30. Juni 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 291 (Vorjahr T€ 3.410, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 2.294) sowie einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 12.231 (Vorjahr T€ 11.941, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 10.824) aus. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 478 (Vorjahr T€ 820, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 71) betreffen in Drittländern noch abzuführende Umsatzsteuerbeträge. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.045 (Vorjahr T€ 638, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 501) sind für Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Lizenzkosten für Verlage in Höhe von T€ 453 (Vorjahr T€ 128, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 278), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von T€ 482 (Vorjahr T€ 346, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 270), sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 68 (Vorjahr T€ 38, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 26). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 38 (Vorjahr T€ 16, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 17) betreffen laufende Abrechnungssalden für Firmenkreditkarten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 2.235 (Vorjahr T€ 3.895, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 4.323). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 2.098 (Vorjahr T€ 290) und betreffen eine Vorauszahlung für Bonifikationen für Mitarbeiter und Geschäftsführer in Höhe von T€ 2.000 (Vorjahr T€ 0) sowie Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 98 (Vorjahr T€ 290). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.665 (Vorjahr T€ 594, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 541) beinhalten zum Großteil Verpflichtungen aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 1.144 (Vorjahr T€ 186, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 184) und aus Umsatzsteuer außerhalb Deutschlands in Höhe von T€ 342 (Vorjahr T€ 158). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum 30. Juni 2023 T€ 21.984 (Vorjahr T€ 22.108, Vorjahr zum 30. Juni 2022 T€ 21.342). Dieser enthält Abgrenzungen für Umsatzerlöse, die erst im Folgejahr realisiert werden. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Rumpfgeschäftsjahr 2023 betrugen T€ 27.990 (Vorjahr T€ 52.986, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 26.245). Die Umsatzanteile nach Märkten gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse werden vor Abzug von Verkaufsprovisionen ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 29.977 (Vorjahr T€ 666, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 196) beinhalten im Rumpfgeschäftsjahr im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit der Übernahme von Kosten für virtuelle Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (cash-settled EVOP) durch die Altgesellschafter im Rahmen des Erwerbs durch die GO1 Gruppe. Es handelt sich hierbei um einen einmaligen Effekt. Hinzu kommen insbesondere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 297 (Vorjahr T€ 59, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 55), Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 92 (Vorjahr T€ 129, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 56) sowie aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 77 (Vorjahr T€ 98, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 23). Die Personalaufwendungen betrugen im Rumpfgeschäftsjahr T€ 24.416 (Vorjahr T€ 13.986, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 6.830). Der starke Anstieg der Personalkosten hängt mit Kosten für virtuelle Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (cash-settled EVOP) zusammen, die durch den Erwerb der Gesellschaft durch die Go1 Gruppe ausgelöst wurden. Es handelt sich hierbei um einen einmaligen Effekt. Die Abschreibungen des Anlagevermögens betragen T€ 421 (Vorjahr T€ 799, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 397). Dies umfasst vor allem Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 347 (Vorjahr T€ 643, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 317). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 33.268 (Vorjahr T€ 41.757, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 21.368) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Performance Marketing in Höhe von T€ 8.411 (Vorjahr T€ 16.801, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 8.899), Verkaufsprovisionen in Höhe von T€ 4.503 (Vorjahr T€ 8.658, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 4.431), Kostenübernahmen der Tochtergesellschaft Blinkist Inc. - insbesondere für Personalaufwand - T€ 1.090 (Vorjahr T€ 2.325, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 1.024), sowie Aufwendungen für Lizenzen T€ 1.182 (Vorjahr T€ 2.410, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 1.191). Im Rumpfgeschäftsjahr sind darüber hinaus einmalige Kosten im Zusammenhang mit virtuellen Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen (cash-settled EVOP) in Höhe von T€ 12.175 angefallen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betrugen T€ 149 (Vorjahr T€ 303, Vorjahr bis 30. Juni 2022 T€ 105). 5. Sonstige AngabenArbeitnehmer Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 142 (Vorjahr 146 Mitarbeiter). Nach Unternehmensbereichen gliedern sich die Mitarbeiter wie folgt auf:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 30. Juni 2023 bestehen langfristige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.732 (Vorjahr T€ 2.960), darin sind Miet-, sowie Leasing- und Wartungsverträge mit den folgenden Beträgen und Fälligkeiten enthalten:
Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung im Rumpfgeschäftsjahr:
Darüber hinaus wurden am 2. Mai 2023 folgende weitere Geschäftsführer bestellt und am 21. Juli 2023 im Handelsregister eingetragen:
Für die Angabe der Geschäftsführervergütung wird die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Haftungsverhältnisse Zum 30. Juni 2023 bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB. Marktunübliche Geschäfte Im Rumpfgeschäftsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Latente Steuern Das Wahlrecht zum Ausweis von aktiven latenten Steuern wurde gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgeübt und auf einen Ausweis verzichtet. Die steuerlichen Verlustvorträge können zu einer aktiven Steuerlatenz führen, soweit diese zukünftig mit Gewinnen verrechnet werden können. Dabei kommt ein Steuersatz von 30,175% (15,825% Körperschaftsteuer und 14,35% Gewerbesteuer) zur Anwendung. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Rumpfgeschäftsjahres wurde durch die Muttergesellschaft Apiom, Inc. eine Patronatserklärung ausgestellt, in welcher sich Apiom, Inc. verpflichtet, die Gesellschaft auf erstes Anfordern mit zusätzlichen Mitteln finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen. Die Finanzierungszusage hat eine Gültigkeit von 24 Monaten nach dem HGB Testatsdatum für den Jahresabschluss zum 30. Juni 2023. Ein ordentliches Kündigungsrecht wurde für diesen Zeitraum ausgeschlossen. Diese Patronatserklärung untermauert die Going-Concern-Prämisse der Gesellschaft. Honorar des Abschlussprüfers Im Rumpfgeschäftsjahr wurden für den Abschlussprüfer die der Tabelle zu entnehmenden Honorare als Aufwand erfasst:
Vorschlag zur ErgebnisverwendungWir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den zum 30. Juni 2023 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 291 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 10. Oktober 2023 Holger Seim, Geschäftsführer Manuel Dufresne, Geschäftsführer Natalia Luchnikova, Geschäftsführer Shannon Tatz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Blinks Labs GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Blinks Labs GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Blinks Labs GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die Vergleichsangaben für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 in Anhang und Lagebericht haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Vergleichsangaben für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 als nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Anhangs und des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 10. Oktober 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer ppa. Anna Gotthardt, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 30.06.2023 wurde am 19.12.2023 festgestellt. |
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