Grohe International GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas-Hermann Ziegler seit 19.1.2015 | Geschäftsführer |
Michael Thomas Rockenbach seit 19.1.2015 | Geschäftsführer |
Michael Josef Rauterkus seit 19.1.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LIXIL Europe S.à.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BerichtigungAufgrund eines technischen Versehens seitens des Bundesanzeiger Verlages ist die Veröffentlichung vom 05.01.2017 fehlerhaft.Grohe Holding GmbHHemerKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.03.2016Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016
Konzernbilanz zum 31. März 2016AKTIVA
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016
Konzernanhang
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| am Geschäftsjahresende | Durchschnittskurse für die Geschäftsjahre | |||
| EUR 1,00 entspricht: | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| US-Dollar | 1,14 | 1,09 | 1,10 | 1,11 |
| Kanadische Dollar | 1,47 | 1,51 | 1,50 | 1,42 |
| Pfund Sterling | 0,79 | 0,73 | 0,77 | 0,73 |
| Thailändische Baht | 40,02 | 39,25 | 39,27 | 38,15 |
| Russische Rubel | 76,31 | 80,67 | 80,62 | 69,04 |
| Japanische Yen | 127,90 | 131,07 | 128,59 | 134,52 |
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Kosten der laufenden Instandhaltung werden als Aufwand erfasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde. Die Abschreibungen auf die jeweiligen Vermögenswerte beginnen, wenn die Vermögenswerte für ihren vorgesehenen Verwendungszweck bereit sind. Bei Durchführung einer größeren Wartung werden die Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz erfasst, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind.
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus dem Abgang des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz aus Nettoveräußerungserlösen und Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Für weitere Einzelheiten zu den Sachanlagen wird auf Anhangsangabe 5 verwiesen.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, sie fallen für den Erwerb oder die Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts an. Bei qualifizierten Vermögenswerten nimmt der Erwerb oder die Herstellung zwingend einen wesentlichen Zeitraum in Anspruch.
Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert
Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, an dem die Gesellschaft die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert.
Beherrschung wird erreicht, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Rendite mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Der Konzern hat die Beherrschung über ein Beteiligungsunternehmen, wenn er:
| • |
Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat (d. h. über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten verleihen) |
| • |
eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat |
| • |
die Fähigkeit hat, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. |
Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass der Besitz der Mehrheit der Stimmrechte zur Beherrschung führt. Um diese Annahme zu stützen, berücksichtigt der Konzern bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen besitzt, alle maßgeblichen Sachverhalte und Umstände. Gleiches gilt, wenn er nicht über die Mehrheit der Stimmrechte oder ähnlicher Rechte des Beteiligungsunternehmens verfügt.
Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Bei Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt die Einbeziehung unter Anwendung der Erwerbsmethode. Danach bemessen sich die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses werden angefallene Kosten als Aufwand erfasst. Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird am Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden entweder ergebniswirksam oder im Eigenkapital erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Erwerbers diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit oder eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird,
| • |
stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmenssteuerung überwacht wird und |
| • |
ist nicht größer als ein Segment des Konzerns. |
In den Fällen, in denen der Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) darstellt und ein Teil des Geschäftsbereichs dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und dem Teil der zurückbehaltenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.
Beim Verkauf einer Tochtergesellschaft wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Nettovermögen zuzüglich der kumulierten Fremdwährungsdifferenzen und des nicht amortisierten Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte
Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden, soweit sie aktivierungsfähig sind, mit den Herstellungskosten angesetzt.
Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbegrenzter Nutzungsdauer differenziert.
Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Nutzungsdauer wird im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Die erforderlichen Änderungen der Nutzungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht. Bei immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer kommt ausschließlich die lineare Abschreibung zur Anwendung.
Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit eine Überprüfung auf Wertminderung durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Ferner wird die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbegrenzter Nutzungsdauer einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbegrenzten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen.
Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.
Für weitere Informationen zu den immateriellen Vermögenswerten wird auf Anhangsangabe 6 verwiesen.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten sind bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen als immaterieller Vermögenswert aktivierungspflichtig, während Forschungskosten in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand zu berücksichtigen sind. Kosten, die in der Entwicklungsphase eines neuen Produktes entstehen und diesem direkt zurechenbar sind, werden aktiviert, sofern sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:
| • |
Technische Möglichkeit zur Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, sodass dieser genutzt oder verkauft werden kann |
| • |
Vorhandensein der Absicht und der Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen |
| • |
Erzielung von künftigem wirtschaftlichen Nutzen durch den immateriellen Vermögenswert |
| • |
Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen zum Abschluss der Entwicklung und anschließendem Verkauf bzw. Nutzung des immateriellen Vermögenswertes |
| • |
Verlässliche Bewertung der dem immateriellen Vermögenswert zuzurechnenden Kosten. |
Die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beginnt, sobald die entwickelten Produkte für ihre vorgesehene Nutzung zur Verfügung stehen. Die Abschreibungen für Produktentwicklungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzkosten erfasst.
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
Der Konzern ist an gemeinsamen Vereinbarungen in Form von Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Ein Gemeinschaftsunternehmen wird als eine vertragliche Vereinbarung von zwei oder mehreren Parteien zur Durchführung einer wirtschaftlichen Tätigkeit, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt, definiert. Ein Gemeinschaftsunternehmen beinhaltet die Gründung eines eigenständigen Unternehmens, an dem jedes Partnerunternehmen beteiligt ist. Der Konzern bilanziert seinen Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen unter Anwendung der Equity-Methode.
Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen (wie Jahresergebnisse, Ausschüttungen etc.) des Gemeinschaftsunternehmens erfasst. Der mit einem Gemeinschaftsunternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des Gemeinschaftsunternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und - sofern zutreffend - im Sonstigen Ergebnis oder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und den Gemeinschaftsunternehmen werden entsprechend den Anteilen an den Gemeinschaftsunternehmen eliminiert.
Der Bilanzstichtag und die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse unter vergleichbaren Umständen der Gemeinschaftsunternehmen und des Konzerns stimmen überein.
Für weitere Informationen zu den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen wird auf Anhangsangabe 7 verwiesen.
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
An jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert.
Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt.
Für in Vorjahren wertgeminderte Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst, es sei denn, der Vermögenswert wird zum Neubewertungsbetrag erfasst. In diesem Fall ist die Wertaufholung als eine Wertsteigerung durch Neubewertung zu behandeln.
Für die Vermögenswerte "Geschäfts- und Firmenwert" sowie "Markenrecht" sind zusätzlich folgende Kriterien zu berücksichtigen:
Geschäfts- oder Firmenwert und Markenrecht
Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts und des Markenrechts wird mindestens einmal jährlich überprüft. Ein Wertminderungstest wird auch dann durchgeführt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.
Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert und das Markenrecht zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), der der Geschäfts- oder Firmenwert und das Markenrecht zugeordnet wurden, unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf nicht in den nachfolgenden Berichtsperioden aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts und des Markenrechts auf Werthaltigkeit zum 31. Dezember vor.
Wir verweisen hinsichtlich der Prüfung auf Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und des Markenrechts auf Anhangsangabe 8.
Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird, und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 lagen keine eingebetteten Derivate im Bereich der finanziellen Vermögenswerte vor.
Die Einstufung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte eingestuft werden.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von derivativen finanziellen Vermögenswerten wird anhand von Mark-to-market-Bewertungen unter Zugrundelegung von Zinssätzen, die für den entsprechenden Zeitraum gelten, bestimmt.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festen Fälligkeitsterminen werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestition klassifiziert, wenn der Konzern die Absicht hat und in der Lage ist, diese bis zur Fälligkeit zu halten. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in Vorjahren wurden vom Konzern keine Finanzinvestitionen dieser Art gehalten.
Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Disagien und Agien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste nicht direkt im Eigenkapital, sondern im Sonstigen Ergebnis erfasst werden. Bei Abgang oder Wertminderung von Finanzinvestitionen werden die zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Erhaltene oder gezahlte Zinsen aus Finanzinvestitionen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Zinserträge oder Zinsaufwendungen ausgewiesen. Dividenden aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf die Zahlung erfolgswirksam als "Erhaltene Dividenden" erfasst.
Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
Der Konzern bewertet Finanzinstrumente wie Derivate und Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in Anhangsangabe 23 aufgeführt.
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für diesen Vermögenswert bzw. die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist.
Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.
Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
|
Stufe 1 - In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht angepasste) Preise |
|
|
Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist |
|
|
Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist |
Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.
Vermögenswerte, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden
Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst.
Es wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder zusammen besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen individuell untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt, ordnet er den Vermögenswert einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen zu und untersucht sie zusammen auf Wertminderung. Vermögenswerte, die individuell auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung erfasst wird, werden nicht in die pauschale Wertminderungsbeurteilung auf Portfoliobasis einbezogen.
Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Sie wird ergebniswirksam erfasst.
Liegen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen objektive Hinweise (wie z. B. die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners) dafür vor, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden, wird eine Wertminderung unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen. Wertminderungsbeträge werden zusammen mit den Forderungsbeträgen ausgebucht, wenn die entsprechenden Forderungen als uneinbringlich eingestuft werden.
Vorräte
Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten. Die Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von weniger als drei Monaten.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verzinsliche Darlehen
Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden, sowie im Rahmen von Amortisationen.
Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird, und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die vom Konzern gehaltenen derivativen Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht erfüllen.
Derivate, welche die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht erfüllen
Die finanziellen Verbindlichkeiten enthalten auch Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Derivaten, welche die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht erfüllen. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts gemäß dem anzuwendenden Hedge-Accounting-Modell erfasst werden (siehe unten).
Der beizulegende Zeitwert von derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wird anhand von Mark-to-market-Bewertungen unter Zugrundelegung von Zinssätzen, die für den entsprechenden Zeitraum gelten, bestimmt.
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten
Finanzielle Vermögenswerte
Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt regelmäßig bei Erlöschen der Rechte. Dies ist typischerweise dann der Fall, wenn die Zahlung erfolgt, das Recht erloschen ist oder dem Recht durch die Gegenseite erfolgreich widersprochen wurde. Da im Konzern keine ABS-Transaktionen durchgeführt und Forderungen nur in geringem Maße im Rahmen des Factorings verkauft werden, erfolgt die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte dann, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken, bezogen auf den Cashflow aus dem finanziellen Vermögenswert, übertragen wurden.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen
Durch den Abschluss eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der Grohe Beteiligungs GmbH stellen die nicht beherrschenden Anteile an der Grohe AG nach IAS 32 Fremdkapital dar, da den Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen eine Abfindung gemäß § 305 AktG zusteht. Die Grohe Holding GmbH ist zu 100 % an der Grohe Beteiligungs GmbH beteiligt.
Für weitere Informationen wird auf die Anhangsangaben 16 und 21 verwiesen.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und wenn die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.
Die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe ist der Betrag, den das Unternehmen bei vernünftiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung zum entsprechenden Stichtag zahlen müsste. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Im Konzern existieren eine Reihe nicht durch Fonds gedeckter Pensionspläne, die nahezu alle in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter einschließen, die vor dem 1. Januar 2001 eingetreten sind. Darüber hinaus existieren Pensionspläne in den USA und Großbritannien, die durch Planvermögen unterlegt sind. Der Konzern hat sich darüber hinaus verpflichtet, zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für Mitarbeiter in den USA zu erbringen. Die Bewertung der aus den Pensionsplänen resultierenden Verpflichtungen erfolgte in allen Fällen durch sachverständige Dritte.
Die Bewertung der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung erfolgt gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) sowie der Ermittlung von laufendem Dienstzeitaufwand und Zinsaufwendungen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und auch künftig nicht mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung wirksam.
Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Der Wert eines Planvermögenswerts entspricht dem Barwert eines etwaigen wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder in Form der Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Plan.
Der Dienstzeitaufwand im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen wird den Kosten der betroffenen Funktionsbereiche in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet. Die Verzinsung der Verpflichtungen wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Leasingverhältnisse
Konzern als Leasingnehmer
Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden nach IAS 17 im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert.
Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Umsatzrealisierung
Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge sind zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung zu bemessen. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgender Ansatzkriterien voraus.
Verkauf von Waren und Erzeugnissen
Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen.
Zinserträge
Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode, d.h. des bei der erstmaligen Erfassung bestimmten Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden).
Dividenden
Erträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden nach IAS 1.35 saldiert unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder Erträgen ausgewiesen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt.
Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Konzernbilanz als passiver Abgrenzungsposten dargestellt. Der passive Abgrenzungsposten wird über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswerts in gleichen jährlichen Raten erfolgswirksam aufgelöst.
Steuern
Latente Steuern
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der:
| • |
latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und der |
| • |
latenten Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. |
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, mit dem die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verrechnet werden können, mit Ausnahme von:
| • |
latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und |
| • |
latenten Steueransprüchen aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden und kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem die temporären Differenzen verrechnet werden können. |
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem der latente Steueranspruch verrechnet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im Sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Sonstigen Ergebnis bzw. Eigenkapital erfasst.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisen- und Rohwarentermingeschäfte, um sich gegen Währungs- und Rohstoffpreisrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.
Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden sofort erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme des wirksamen Teils einer Absicherung von Cashflows, der im Sonstigen Ergebnis erfasst wird.
Die im Sonstigen Ergebnis erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, so werden die im Sonstigen Ergebnis erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswerts bzw. der nicht-finanziellen Schuld.
Es wurden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.
Es werden derzeit nur Cashflow Hedges zur Absicherung zukünftig erwarteter Transaktionen als Sicherungsinstrumente verwendet.
Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder Überrollen des Sicherungsinstrumentes in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im Sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste so lange im Sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion das Ergebnis beeinflusst. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.
Fremdwährungen (Cashflow Hedges)
Für einen Großteil der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte liegt eine Designation als effektive Sicherungsgeschäfte im Sinne des IAS 39 vor und der wirksame Teil wird als Sonstiges Ergebnis in der Rücklage zur Absicherung des Cashflows erfasst. Hinsichtlich der unwirksamen Teile sowie der übrigen nicht nach IAS 39 designierten Kontrakte erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung im Finanzergebnis bzw., sofern eine wirtschaftliche Sicherung vorliegt, im operativen Ergebnis.
Rohstoffeinkäufe (Cashflow Hedges)
Für die 2015 abgewickelten Rohwarentermingeschäfte sowie die zum 31. März 2016 bestehenden und für Rohstoffeinkäufe im Rumpfgeschäftsjahr 2016 abgeschlossenen Rohwarentermingeschäfte liegt eine Hedge-Accounting-Dokumentation im Sinne des IAS 39 vor. Die beizulegenden Zeitwerte wurden als Sonstiges Ergebnis in der Rücklage zur Absicherung des Cashflows erfasst.
Für weitere Informationen zu den Finanzinstrumenten wird auf Anhangsangabe 23 verwiesen.
2.3. Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS-Standards
Folgende IFRS-Standards fanden bei der Aufstellung des Abschlusses erstmals im Rumpfgeschäftsjahr 2016 Anwendung:
| Standard/Interpretation | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab | Übernahme durch EU- Kommission | |
| Standards | |||
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 01.02.2015 | Ja |
| diverse | Jährliches Verbesserungsprojekt (2010 - 2012) | 01.02.2015 | Ja |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 01.01.2016 | Ja |
| IAS 16 & IAS 38 | Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 01.01.2016 | Ja |
| diverse | Jährliches Verbesserungsprojekt (2012 - 2014) | 01.01.2016 | Ja |
| IAS 1 | Angabeninitiative | 01.01.2016 | Ja |
| IAS 16 & IAS 41 | Fruchttragende Pflanzen | 01.01.2016 | Ja |
| IAS 27 | Equity-Methode im separaten Abschluss | 01.01.2016 | Ja |
Die erstmalige Anwendung der obigen Änderungen hatte keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Das IASB hat die nachfolgend aufgeführten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die in der Berichtsperiode noch nicht verpflichtend anzuwenden waren bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommen wurden. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an. Diese Standards und Interpretationen werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.
Ausführungen zum Inhalt und zu möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden im Anschluss an die Übersicht detailliert dargestellt.
| Standard/Interpretation | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab | Übernahme durch EU- Kommission | |
| Standards | |||
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 | Nein |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 | Nein |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 01.01.2019 | Nein |
| IFRS 10 & IAS 28 | Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | verschoben | Nein |
| IFRS 10, 12 & IAS 28 | Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 01.01.2016 | Nein |
| IAS 12 | Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste | 01.01.2017 | Nein |
| IAS 7 | Angabeninitiative | 01.01.2017 | Nein |
IFRS 9: Finanzinstrumente
Im Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 Finanzinstrumente veröffentlicht, die IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sowie alle vorherigen Versionen von IFRS 9 ersetzt. IFRS 9 führt die drei Projektphasen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten "Klassifizierung und Bewertung", "Wertminderung" und "Bilanzierung von Sicherungsgeschäften" zusammen. IFRS 9 gilt erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden.
Die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung sowie die geänderten Wertminderungsvorschriften werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung ziehen wesentliche Erleichterungen im Bereich der Designation von Sicherungsbeziehungen sowie des Effektivitätsnachweises nach sich.
Die Analyse, ob sich aus der erstmaligen Anwendung wesentliche Änderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben werden, ist noch nicht abgeschlossen.
IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Im Mai 2014 hat das IASB IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht. IFRS 15 wird für alle Sektoren und alle Kundenverträge über die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen anzuwenden sein und alle bestehenden Bestimmungen für die Umsatzrealisierung ersetzen. Das Grundprinzip von IFRS 15 besagt, dass Umsatzerlöse in der Höhe der Gegenleistung, die das Unternehmen voraussichtlich erhalten wird, zu erfassen sind. Die Bestimmungen des Standards werden in einem 5-Schritte-Modell umgesetzt. IFRS 15 regelt auch die Erfassung der zusätzlichen Kosten, die für den Erhalt eines Auftrags anfallen, sowie die Erfassung der Kosten, die im Rahmen der Erfüllung eines Vertrags anfallen. Darüber hinaus enthält IFRS 15 umfangreichere Angabepflichten. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. IFRS 15 ist rückwirkend anzuwenden. Die Übergangsvorschriften bieten zwei Alternativmöglichkeiten.
IFRS 15 wird Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, deren Ausmaß derzeit analysiert wird.
IFRS 16: Leasingverhältnisse
Das IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard zur Leasingbilanzierung veröffentlicht. Dieser sieht für Leasingnehmer für die meisten Leasingverhältnisse den verpflichtenden Ansatz des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit vor. Für Leasinggeber gibt es hingegen lediglich geringfügige Änderungen im Vergleich zur Klassifizierung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17. IFRS 16 erfordert sowohl für Leasingnehmer als auch für Leasinggeber erweiterte Anhangsangaben. IFRS 16 gilt erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist unter der Maßgabe zulässig, dass IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden bereits angewendet wird oder zusammen mit IFRS 16 zum gleichen Zeitpunkt angewendet wird. Der Konzern hat begonnen, die bestehenden Leasingverträge nach den Vorgaben des IFRS 16 zu analysieren. Eine finale Aussage über die Auswirkungen ist noch nicht möglich.
3.1 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Sonstige Aufwendungen von verbundenen Unternehmen | 5.455 | 3.556 |
| Finanzierungs-, Reorganisationskosten und ähnliche Aufwendungen | 577 | 6.067 |
| Währungskursverluste | 0 | 1.603 |
| Sonstige | 3.349 | 2.654 |
| 9.381 | 13.880 |
Die im Posten "Finanzierungs-, Reorganisationskosten und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesenen Finanzierungskosten erfüllen nicht die Definition von Transaktionskosten und wurden daher nicht von den entsprechenden Schulden abgesetzt.
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden saldiert ausgewiesen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 sind Nettogewinne aus der Währungsumrechnung entstanden.
3.2 Sonstige betriebliche Erträge
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Sonstige Erträge von verbundenen Unternehmen | 5.606 | 3.674 |
| Währungskursgewinne | 1.889 | 0 |
| Gewinne aus der Veräußerung von Anlagevermögen | 333 | 1.507 |
| Erträge aus Auflösung von Rückstellungen | 29 | 2.285 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 27 | 109 |
| Erlöse aus Schadenersatz | 13 | 142 |
| Sonstige | 208 | 2.095 |
| 8.105 | 9.812 |
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden saldiert ausgewiesen.
3.3 Finanzergebnis
Finanzergebnis
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Zinsaufwendungen | ||
| Gesellschafterdarlehen Lixil | -2.151 | -6.836 |
| Term loans (2014) | 0 | -37.557 |
| Betriebsmittelkredit | -51 | -4.102 |
| Nachrangiges Gesellschafterdarlehen | -61 | -1.131 |
| Finanzierungsleasing | -22 | -117 |
| Aufzinsung Pensionsrückstellungen und andere langfristige Verpflichtungen | -2.708 | -10.893 |
| Sonstige | -494 | -1.965 |
| -5.487 | -62.601 | |
| Zinserträge | ||
| Zinserträge aus Sichteinlagen und Forderungen | 248 | 1.105 |
| 248 | 1.105 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | ||
| Marktbewertung Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern an nicht beherrschenden Anteilen | -106 | -464 |
| -106 | -464 | |
| Finanzergebnis | -5.345 | --61.960 |
Im Geschäftsjahr 2015 enthielten die Zinsaufwendungen einen Betrag von TEUR 3.770 für die Abschreibung abgegrenzter Finanzierungsgebühren für die Betriebsmittelkreditlinie sowie einen Betrag von TEUR 27.581 für die Abschreibung abgegrenzter Finanzierungskosten für die Term Loans (2014), die im Wesentlichen aus der vorzeitigen Refinanzierung durch Gesellschafterdarlehen resultierten.
3.4 Zusätzliche Angaben aufgrund der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens
In den Funktionskosten enthaltene Abschreibungen
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Planmäßige Abschreibungen | 11.642 | 47.061 |
| Wertminderungen | 183 | 829 |
| Wertaufholungen | 0 | -107 |
| 11.825 | 47.783 |
In den Umsatzkosten enthaltene Materialaufwendungen
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 119.878 | 460.399 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.460 | 5.653 |
| 121.338 | 466.052 |
In den Funktionskosten enthaltene Leistungen an Arbeitnehmer
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Löhne und Gehälter (einschließlich Abfindungen) | 63.693 | 221.902 |
| Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 13.839 | 51.649 |
| 77.532 | 273.551 |
In den sozialen Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von TEUR 5.033 (2015: TEUR 20.438) enthalten. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.
Die Mitarbeiterzahl setzt sich im Durchschnitt wie folgt zusammen:
Mitarbeiter (im Durchschnitt)
| 2016 | 2015 | |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 3.429 | 3.424 |
| Angestellte | 2.443 | 2.443 |
| Summe | 5.872 | 5.867 |
| Auszubildende | 76 | 78 |
| Summe | 5.948 | 5.945 |
3.5 Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzkosten ausgewiesen und betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 TEUR 7.449 (2015: TEUR 31.847). Darüber hinaus wurde im Rumpfgeschäftsjahr 2016 ein Betrag von TEUR 3.229 (2015: TEUR 12.432) aktiviert. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 TEUR 3.186 (2015: TEUR 13.165).
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Zusammensetzung der Ertragsteuern
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| Laufender Steuerertrag/(-aufwand) | ||
| Steuerertrag/(-aufwand) für das aktuelle Geschäftsjahr | -17.486 | -56.697 |
| Steuerertrag/(-aufwand) für Vorjahre | -144 | -413 |
| -17.630 | -57.110 | |
| Latenter Steuerertrag/(-aufwand) | ||
| Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen | 1.235 | 3.730 |
| Steuereffekte aus Verlust- und Zinsverträgen sowie Abwertungen | 0 | 0 |
| Aus Steuersatzänderungen | -1.151 | -8 |
| 84 | 3.722 | |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Steuerertrag/(-aufwand) | -17.546 | -53.388 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | ||
| Latente Ertragsteuern aus im Sonstigen Ergebnis erfassten Posten: | ||
| Steuereffekt aus der Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | 13.845 | -11.138 |
| Steuereffekt aus der Wertveränderung von Sicherungsinstrumenten | -1.367 | -343 |
| Im Sonstigen Ergebnis erfasster Steuerertrag/(-aufwand) | 12.478 | -11.481 |
Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steuerertrag/(-aufwand) ist wie folgt:
Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steuerertrag/(-aufwand)
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Ergebnisvor Ertragsteuern | 45.302 | 146.902 |
| Erwarteter Ertrag/(Aufwand) zum Steuersatz von 31.325% | -14.190 | -46.018 |
| (Erhöhung) bzw. Minderung der Ertragsteuerbelastung durch: | ||
| Anpassungen von Ertragsteuern für Vorjahre | -144 | -413 |
| Steuerfreie Erträge | 591 | 1.852 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | -877 | -9.075 |
| Ausländische Steuersätze | 170 | 257 |
| Steuereffekte aus Verlustvorträgen und Zinsvorträgen | -655 | -984 |
| Permanente Differenzen | -937 | 1.804 |
| Änderung von Steuersätzen | -1.151 | -8 |
| Übrige | -353 | -803 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteuerertrag/(-aufwand) | -17.546 | -53.388 |
Der erwartete Steuersatz für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 von 31,325 % (2015: 31,325 %) resultiert aus der erwarteten Gewerbesteuerbelastung von 15,5 % sowie aus der Körperschaftsteuer von 15 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die festgesetzte Körperschaftsteuer in Deutschland, da der wesentliche Teil der Geschäftstätigkeit in Deutschland erfolgt. Aufgrund einer Änderung der Gewerbesteuersätze auf nunmehr 15,7 % wurden die latenten Steuern am 31. März 2016 auf 31,525 % angepasst. Dadurch ergab sich ein Steueraufwand von TEUR 1.133.
Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzpositionen des Konzerns:
Latente Steuern
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Passive latente Steuern | ||
| Immaterielles Anlagevermögen | -224.313 | -222.554 |
| Sachanlagevermögen | -7.515 | -8.271 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -2.444 | -1.271 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | -870 | -1.000 |
| Rückstellungen | -937 | 0 |
| Finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten | -3.018 | -3.895 |
| -239.097 | -236.991 | |
| Aktive latente Steuern | ||
| Immaterielles Anlagevermögen | 0 | 11 |
| Sachanlagevermögen | 357 | 462 |
| Vorräte | 3.660 | 4.900 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 94 | 386 |
| Rückstellungen | 76.468 | 60.177 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.420 | 2.700 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 223 | 338 |
| 83.222 | 68.974 | |
| Latente Steuern (Saldo) | -155.875 | -168.017 |
| In der Bilanz wie folgt ausgewiesen: | ||
| Aktive latente Steuern | 11.994 | 11.933 |
| Passive latente Steuern | -167.869 | --179.950 |
| Latente Steuern (Saldo) | -155.875 | -168.017 |
Die deutsche Organschaft besteht aus den Gesellschaften Grohe Holding GmbH, Grohe Beteiligungs GmbH, Grohe AG, Grohe Deutschland Vertriebs GmbH, GROHEDAL Sanitärsysteme GmbH, Grohe International GmbH und Grohe North America GmbH.
Auf die steuerlichen Verlustvorträge von ausländischen Tochtergesellschaften wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 keine latenten Steueransprüche angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem der latente Steueranspruch zumindest teilweise verrechnet werden kann.
In Bezug auf die nordamerikanischen Geschäftsbereiche wurden 2016 Zinsvorträge in Höhe von EUR 23,3 Mio. (2015: EUR 24,4 Mio.) nicht in die Steuerabgrenzung einbezogen, da es nicht sicher erscheint, dass diese im Rahmen der Zinsschrankenregelung in naher Zukunft genutzt werden können.
Zum 31. Dezember 2016 wurden latente Steuerschulden für kumulierte, aber noch nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 4,1 Mio. (2015: EUR 3,2 Mio.) erfasst, da der Konzern plant in absehbarer Zeit Ausschüttungen vorzunehmen.
| (in TEUR) | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
| Bruttowert: | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 107.436 | 172.754 | 134.021 | 9.945 | 424.156 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 217 | 446 | 1.860 | 96 | 2.619 |
| Zugänge | 1.399 | 12.820 | 9.574 | 7.045 | 30.838 |
| Abgänge | -3.951 | -3.149 | -3.905 | -10 | -11.015 |
| Umgliederungen innerhalb des Sachanlagevermögens | 286 | 8.199 | -1.560 | -6.925 | 0 |
| Umgliederungen aus anderen / in andere Bilanzpositionen | 0 | 0 | 82 | -275 | -193 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 105.387 | 191.070 | 140.072 | 9.876 | 446.405 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -265 | -574 | -1.185 | -82 | -2.106 |
| Zugänge | 266 | 3.395 | 2.671 | 9.954 | 16.286 |
| Abgänge | -396 | -608 | -680 | -32 | -1.716 |
| Umgliederungen innerhalb des Sachanlagevermögens | 307 | 2.064 | 832 | -3.203 | 0 |
| Umgliederungen aus anderen / in andere Bilanzpositionen | 746 | 0 | 0 | -189 | 557 |
| Stand 31. März 2016 | 106.045 | 195.347 | 141.710 | 16.324 | 459.426 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen: | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 31.398 | 135.803 | 92.500 | 1.245 | 260.946 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 46 | 282 | 1.090 | 21 | 1.439 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 3.126 | 14.457 | 12.229 | 0 | 29.812 |
| Abgänge | -3.146 | -3.084 | -3.405 | 0 | -9.635 |
| Umgliederungen innerhalb des Sachanlagevermögens | 0 | 1.363 | -1.363 | 0 | 0 |
| Wertaufholungen | -7 | 0 | 0 | 0 | -7 |
| Wertminderungsaufwendungen | 0 | 0 | 348 | 0 | 348 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 31.417 | 148.821 | 101.399 | 1.266 | 282.903 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -36 | -405 | -830 | -25 | -1.296 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 730 | 3.725 | 3.124 | 0 | 7.579 |
| Abgänge | -27 | -541 | -502 | 0 | -1.070 |
| Umgliederungen aus anderen Bilanzpositionen | 746 | 0 | 0 | 0 | 746 |
| Stand 31. März 2016 | 32.830 | 151.600 | 103.191 | 1.241 | 288.862 |
| Buchwert: | |||||
| Stand 31. Dezember 2015 | 73.970 | 42.249 | 38.673 | 8.610 | 163.502 |
| Stand 31. März 2016 | 73.215 | 43.747 | 38.519 | 15.083 | 170.564 |
Wertminderung von Sachanlagen
Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurden keine Wertminderungen erfasst.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden Wertminderungen von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 348 erfasst. Dieser Betrag wurde in den Vertriebskosten ausgewiesen und ist im Zusammenhang mit außerplanmäßigen Abschreibungen in Brasilien angefallen.
Nutzungsdauern
Die Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden wie folgt geschätzt:
Geschätzte Nutzungsdauern der Vermögenswerte
| (in Jahren) | 2016 | 2015 |
| Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 25 bis 50 | 25 bis 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 bis 14 | 3 bis 14 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 20 | 3 bis 20 |
Finanzierungsleasingverhältnisse
Der Buchwert der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen gehaltenen Maschinen und anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31. März 2016 TEUR 1.336 (2015: TEUR 1.495). Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 waren keine Zugänge zu verzeichnen.
Sicherheiten
Zum 31. März 2016 dienten keine Sachanlagen als Sicherheit für die Darlehen der Grohe Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (Anhangsangabe 15) (2015: TEUR 0).
Immaterielle Vermögenswerte
| (in TEUR) | Firmenwert | Marke | Andere immaterielle Vermögenswerte | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe |
| Bruttowert: | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 777.138 | 585.934 | 34.953 | 63.323 | 1.461.348 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 0 | 0 | 344 | 0 | 344 |
| Zugänge | 0 | 0 | 4.178 | 12.478 | 16.656 |
| Abgänge | 0 | 0 | -2.619 | -11.063 | -13.682 |
| Umgliederungen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte | 0 | 0 | 269 | -269 | 0 |
| Umgliederungen aus anderen Bilanzpositionen | 0 | 0 | 268 | 0 | 268 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 777.138 | 585.934 | 37.393 | 64.469 | 1.464.934 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 0 | 0 | -158 | 0 | -158 |
| Zugänge | 0 | 0 | 1.620 | 3.281 | 4.901 |
| Abgänge | 0 | 0 | -836 | -3.321 | -4.157 |
| Umgliederungen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte | 0 | 0 | -4 | 4 | 0 |
| Umgliederungen aus anderen Bilanzpositionen | 0 | 0 | 21 | 0 | 21 |
| Stand 31. März 2016 | 777.138 | 585.934 | 38.036 | 64.433 | 1.465.541 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen: | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 13.683 | 0 | 27.979 | 30.306 | 71.968 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 0 | 0 | 301 | 0 | 301 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0 | 0 | 3.243 | 14.006 | 17.249 |
| Abgänge | 0 | 0 | -2.619 | -11.063 | -13.682 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 152 | 329 | 481 |
| Wertaufholungen | 0 | 0 | 0 | -100 | -100 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 13.683 | 0 | 29.056 | 33.478 | 76.217 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 0 | 0 | -119 | 0 | -119 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0 | 0 | 844 | 3.219 | 4.063 |
| Abgänge | 0 | 0 | -827 | -3.321 | -4.148 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 183 | 183 |
| Stand 31. März 2016 | 13.683 | 0 | 28.954 | 33.559 | 76.196 |
| Buchwert: | |||||
| Stand 31. Dezember 2015 | 763.455 | 585.934 | 8.337 | 30.991 | 1.388.717 |
| Stand 31. März 2016 | 763.455 | 585.934 | 9.082 | 30.874 | 1.389.345 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 763.455 ist auf den Erwerb der ehemaligen Grohe Aktiengesellschaft im Jahr 2004 zurückzuführen.
Die Marke bezieht sich im Wesentlichen auf die Marke "GROHE". Die Nutzungsdauer der Marke "GROHE" ist weder wirtschaftlich noch technologisch begrenzt. Es ist daher davon auszugehen, dass die Marke keiner bestimmbaren Nutzungsdauer unterliegt. Die Schutzrechte können ohne wesentlichen Aufwand verlängert werden. Neben dem Geschäfts- oder Firmenwert wird daher auch die Marke "GROHE" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegt dem jährlichen Wertminderungstest.
Die Zugänge im Rumpfgeschäftsjahr 2016 sind im Wesentlichen einzeln erworbene oder selbst geschaffene Vermögenswerte. Die Zugänge bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 3.281 (2015: TEUR 12.478) setzen sich ausschließlich aus aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 2.497 (2015: TEUR 10.436) sowie weiteren aktivierten selbst geschaffenen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 784 (2015: TEUR 2.042) zusammen. Der Ausweis der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgte im Wesentlichen im Posten "Umsatzkosten".
Wertminderungen
Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurden Wertminderungen von TEUR 183 für die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte erfasst und im Posten "Umsatzkosten" ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden für die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte Wertminderungen von TEUR 329 und Wertaufholungen von TEUR 100 sowie für sonstige immaterielle Vermögenswerte Wertminderungen von TEUR 152 erfasst und im Posten "Umsatzkosten" ausgewiesen.
Sicherheiten
Zum 31. März 2016 dienten keine immateriellen Vermögenswerte als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (Anhangsangabe 15) (2015: TEUR 0).
Nutzungsdauern
Die geschätzten Nutzungsdauern der sonstigen und der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte liegen zwischen drei und fünf Jahren.
Die Grohe Holding GmbH ist zu 50 % an der Grome Marketing (Cyprus) Ltd. sowie an der Grome ig ve Dis Ticaret Limited irketi, die indirekt über die Grohe AG gehalten werden, beteiligt. Diese Beteiligungen werden als Anteile an Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen und nach der Equity-Methode bewertet.
Die Art der Leistungsbeziehungen der Grome Gesellschaften erstreckt sich auf den Vertrieb und Marketingaktivitäten sowie Service Support im Raum Middle East auf Kommissionsbasis. Das Geschäftsjahresende der Gesellschaften ist abweichend zum Geschäftsjahr der Grohe Holding GmbH der 31. Dezember 2015.
Anteile an Joint Ventures
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Anteil an den Erträgen der Joint Ventures | 8.243 | 30.852 |
| Anteil an den Aufwendungen der Joint Ventures | -6.526 | -24.379 |
| Buchwert der Beteiligungen | 9.720 | 8.385 |
Der im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde zur Überprüfung auf Wertminderung den nachfolgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
| • |
Deutschland |
| • |
Europa (ohne Deutschland) |
| • |
Amerika |
| • |
Mittlerer Osten |
| • |
Asien |
Das Geschäftsjahresende wurde auf den 31. März umgestellt. Da auch nach Umstellung des Geschäftsjahresendes weiterhin auf den Impairmenttest zum 31. Dezember 2015 zurückgegriffen wird, erfolgt in diesem Abschluss aufgrund von identischen Werten keine gesonderte Angabe von Vorjahreswerten.
Die Aufteilung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht im Wesentlichen den Segmenten. Das Segment "Europa" besteht aus zwei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Geschäftstätigkeiten in Deutschland bilden eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit, da Deutschland sich aufgrund der hier durch die Grohe AG verankerten Produktion sowie der Forschung und Entwicklung von den Tätigkeiten im übrigen Europa unterscheidet. Die Tätigkeiten im übrigen Europa konzentrieren sich im Wesentlichen auf den Vertrieb und sind innerhalb der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sehr homogen.
Die vorhandenen Geschäfts- oder Firmenwerte und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. In Übereinstimmung mit dem Budgetierungsprozess werden diese Tests jeweils im letzten Quartal eines Jahres durchgeführt.
Die Durchführung eines weiteren Wertminderungstests aufgrund kritischer Ereignisse innerhalb des Jahres war nicht notwendig.
Die im Rahmen des Erwerbs aller Anteile an der ehemaligen Grohe Aktiengesellschaft, Hemer, im Jahr 2004 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte teilen sich nunmehr wie folgt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf:
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten
| (in TEUR) | |
| Deutschland | 377.229 |
| Europa (außer Deutschland) | 212.085 |
| Amerika | 79.889 |
| Mittlerer Osten | 66.600 |
| Asien | 27.652 |
| Summe | 763.455 |
Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Deutschland"
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Deutschland" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.
Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 7,0 %.
Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Europa (ohne Deutschland)"
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Europa (ohne Deutschland)" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.
Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 8,0 %.
Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Amerika"
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Amerika" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.
Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 7,0 %.
Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Mittlerer Osten"
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Mittlerer Osten" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.
Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 10,0 %.
Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Asien"
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Asien" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.
Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 9,0 %.
Markenrechte "GROHE"
In der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Deutschland" sind ferner Markenrechte mit einem Buchwert zum 31. März 2016 von TEUR 585.934 (2015: TEUR 585.934) bilanziert. Das Markenrecht wurde zum Zeitpunkt der Akquisition der vormaligen Grohe Aktiengesellschaft durch die Grohe Holding GmbH mittels Anwendung der Lizenzpreisanalogiemethode bewertet. Die Überprüfung auf Wertminderung erfolgt im Rahmen der Überprüfung der Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Deutschland".
Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten
Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind folgende Annahmen von besonderer Bedeutung und unterliegen Schätzungsunsicherheiten:
| • |
Umsatzerlöse |
| • |
Margenentwicklung (Bruttomarge) |
| • |
Abzinsungssätze |
| • |
Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits des Planungszeitraums zugrunde gelegt wird. |
Umsatzerlöse und Wachstumsraten - Den geschätzten Umsatzerlösen und Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden interne Annahmen getroffen. Für den Planungszeitraum von fünf Jahren geht die Gesellschaft von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Dies ist Ausdruck der angestrebten weiteren Internationalisierung von Grohe.
Margenentwicklung (Bruttomarge) - Im Einklang mit den Umsatzplanungen geht die Geschäftsführung von einer leichten Margenverbesserung aus.
Abzinsungssätze - Die Abzinsungssätze werden durch die Unternehmensleitung als WACC (Weighted Average Cost of Capital) für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmt. Hierbei werden die folgenden wesentlichen Inputfaktoren zugrunde gelegt:
| • |
risikoloser Zins von 1,50 % |
| • |
Marktrisikoprämie von 6,50 % |
| • |
Planungszeitraum - Die Jahre 2016/17 bis 2020/21 bilden den Planungszeitraum. |
Daneben erfordert die WACC-Ermittlung Annahmen zu den Fremdkapitalkosten, dem Beta-Faktor und der Kapitalstruktur, die sich aus einer unveränderten Peer Group ableiten. Darüber hinaus werden gegebenenfalls Risikofaktoren abgebildet, die spezifisch für die zahlungsmittelgenerierende Einheit sind.
Sensitivität der getroffenen Annahmen
Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Wert wesentlich übersteigt.
| • |
Abzinsungssätze - Eine Veränderung der Abzinsungssätze um einen Prozentpunkt führt nicht zu einer Wertminderung. |
| • |
Wachstumsrate - Eine Verminderung der Wachstumsrate um einen Prozentpunkt führt nicht zu einer Wertminderung. |
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Darlehen und Forderungen gegen nahestehende Unternehmen | 53.500 | 71.053 |
| Kautionen und Sicherheitsleistungen | 2.468 | 2.435 |
| Derivative Finanzinstrumente | 3.199 | 456 |
| Forderungen gegenüber Mitarbeitern | 492 | 306 |
| Sonstige Forderungen | 5.305 | 6.355 |
| 64.964 | 80.605 | |
| Davon kurzfristig | 63.246 | 33.838 |
| Davon langfristig | 1.718 | 46.767 |
Die ausgereichten Forderungen sind zum Bilanzstichtag überwiegend nicht fällig. Es deutet nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Währungs- und Rohstoffpreisrisiken.
Zum 31. März 2016 dienten keine sonstigen finanziellen Vermögenswerte als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (2015: TEUR 0).
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Zusammensetzung der sonstigen Vermögenswerte
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Sonstige Steuerforderungen | 8.694 | 8.697 |
| Abgegrenzte Kosten | 6.394 | 3.752 |
| Übrige | 1.052 | 2.195 |
| 16.140 | 14.644 | |
| Davon kurzfristig | 16.136 | 14.642 |
| Davon langfristig | 4 | 2 |
Vorräte
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 23.551 | 24.041 |
| Unfertige Erzeugnisse | 20.334 | 22.331 |
| Fertige Erzeugnisse | 90.167 | 94.974 |
| Ware unterwegs | 23.018 | 22.323 |
| Erfasste Wertminderungen | -16.996 | -16.298 |
| 140.074 | 147.371 |
Insgesamt wurden Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 821 erfasst (2015: Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 4.350).
Die Aufwendungen aus Verschrottungen betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 TEUR 2.244 (2015: TEUR 977). Der Ausweis erfolgt jeweils unter den Umsatzkosten.
Sicherheiten
Zum 31. März 2016 dienten keine Vorräte als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (Anhangsangabe 15) (31. Dezember 2015: TEUR 0).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 168.231 | 170.191 |
| Wertberichtigungen | -2.258 | -2.306 |
| 165.973 | 167.885 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von bis zu 120 Tagen.
Zum 31. März 2016 waren Forderungen aus Lieferungen und TEUR 2.258 (2015: TEUR 2.306) in voller Höhe wertberichtigt.
Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:
Entwicklung des Wertberichtigungskontos
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Stand 1. Januar | 2.306 | 2.665 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 429 | 1.312 |
| Verbrauch | -63 | -898 |
| Auflösung | -423 | -713 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 9 | -60 |
| Stand 31. März (Vorjahr 31. Dezember) | 2.258 | 2.306 |
Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. März stellt sich wie folgt dar:
Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| (in TEUR) | Summe | wertgemindert | Weder überfällig noch wertgemindert | Überfällig, aber nicht wertgemindert | ||||
| < 30 Tage | 30-60 Tage | 60-90 Tage | 90-120 Tage | > 120 Tage | ||||
| 31.03.2016 | 168.231 | 2.258 | 149.692 | 8.384 | 3.128 | 1.267 | 1.473 | 2.029 |
| 31.12.2015 | 170.191 | 2.306 | 143.947 | 19.963 | 1.550 | 510 | 1.441 | 474 |
Sicherheiten
Zum 31. März 2016 dienten keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (Anhangsangabe 15) (31. Dezember 2015: TEUR 0).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 148.312 (2015: TEUR 160.839) enthalten fast ausschließlich Bank- und Kassenbestände von operativen Tochtergesellschaften.
Die Entwicklung der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen kann der Kapitalflussrechnung entnommen werden.
Sicherheiten
Zum 31. März 2016 dienten keine Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (Anhangsangabe 15) (31. Dezember 2015: TEUR 0).
Nach der Entscheidung, die Fertigungsstätte in Kanada mit Wirkung zum 31. Dezember 2014 zu schließen, hatte das zuständige Management beschlossen, einen Teil der diesbezüglichen Vermögenswerte zu veräußern, da die bisher im GROHE-Werk in Mississauga durchgeführten Produktionsaktivitäten in ein Werk in Mexiko der ASD Americas Holding Corp.(bekannt als American Standard Brands ("ASB")) verlagert wurden.
Da auch die anderen Kriterien des IFRS 5 für eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten erfüllt waren, wurden die folgenden Vermögenswerte als zur Veräußerung gehalten klassifiziert:
Zusammensetzung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Grundstücke und Gebäude | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 827 | 806 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 0 |
| 827 | 806 |
Es wurden keine Wertminderungen in Bezug auf diese Vermögenswerte erfasst. Die Vermögenswerte wurden im 2. Quartal 2016 zum Buchwert verkauft.
Gezeichnetes Kapital
Das Stammkapital besteht aus zwei Geschäftsanteilen von EUR 24.900 sowie EUR 100. Die Grohe Group S.à r.l. hält sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Die Kapitalanteile wurden vollständig eingezahlt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 50.000 resultiert aus einer sonstigen Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB aus dem Jahr 2004. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2013 ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 46.100 in Eigenkapital umgewandelt. Der Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.
Gewinnrücklagen und Konzernergebnis
Die Position "Gewinnrücklagen und Konzernergebnis" enthält die aufgelaufenen Ergebnisse der im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. In den kumulierten Konzernergebnissen werden außerdem versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Pensionsbewertung erfasst.
Zum 31. März 2016 beliefen sich die aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne (+) bzw. Verluste (-) nach Steuern auf TEUR -89.842 (2015: TEUR -59.636).
Sonstige Rücklagen
Unter den sonstigen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Umrechnung der ausländischen Abschlüsse ausgewiesen. Diese betragen zum 31. März 2016 TEUR 5.752 (2015: TEUR 8.599).
Des Weiteren erfolgt hier der Ausweis der kumulierten Wertveränderung von Sicherungsinstrumenten in Höhe von TEUR 960 (2015: TEUR -2.029).
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
| (in TEUR) | Effektiver Zinssatz % | Fälligkeit | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Langfristig | ||||
| Gesellschafterdarlehen Lixil | 0.8-0.9 | 2019/2020 | 1.031.000 | 1.031.000 |
| Nachrangiges Gesellschafterdarlehen | 0 | 54.400 | ||
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing | 5,3-15,9 | 2016-2018 | 1.219 | 1.403 |
| 1.032.219 | 1.086.803 | |||
| Hiervon kurzfristiger Teil | 70.642 | 70.697 | ||
| 961.577 | 1.016.106 |
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
| (in TEUR) | Effektiver Zinssatz % | Fälligkeit | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Kurzfristig | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0.4-4.9 | 2016 | 9.513 | 7.575 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Wechseln | 2.0-3.5 | 2016 | 18.696 | 12.350 |
| Derivative Finanzinstrumente | 2016 | 1.250 | 5.027 | |
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Verbindlichkeiten | 70.642 | 70.697 | ||
| 100.101 | 95.649 |
Zum 31. März 2016 hat die Grohe Holding GmbH drei unbesicherte Gesellschafterdarlehen der Lixil Group Finance Corporation über insgesamt EUR 1.031 Mio. in Anspruch genommen. Darüber hinaus steht der Grohe AG, einer Tochtergesellschaft der Grohe Holding GmbH, eine Betriebsmittelkreditlinie über EUR 120 Mio. zur Verfügung.
Von den drei Gesellschafterdarlehen sind zwei Darlehen (über EUR 380 Mio. bzw. EUR 311 Mio.) endfällig und stehen der Grohe Holding GmbH bis zu ihrem Fälligkeitstermin am 22. April 2020 zur Verfügung. Sie werden mit einem variablen Zinssatz von 6M-EURIBOR plus 0,9 % Aufschlag verzinst. Das dritte Darlehen (über ursprünglich EUR 400 Mio.) ist in halbjährlichen Raten, beginnend am 15. Juni 2015, zu tilgen und ist mit der letzten Ratenzahlung am 15. Dezember 2019 vollständig getilgt. Es wird mit einem variablen Zinssatz von 6M-EURIBOR plus 0,8 % Aufschlag verzinst. Zum 31. März 2016 waren von diesem Darlehen noch EUR 340 Mio. ausstehend.
Die Betriebsmittelkreditlinie steht für allgemeine Unternehmenszwecke und zur Deckung des Working-Capital-Bedarfs der Grohe AG bis zum 9. April 2020 zur Verfügung. Der Zinssatz auf die Betriebsmittelkreditlinie ist EURIBOR plus 0,325 % Aufschlag. Zum 31. März 2016 war die Betriebsmittelkreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die Betriebsmittelkreditlinie ist durch eine Garantie der Lixil Group Corporation besichert.
Im Februar 2016 hat die Grohe Holding GmbH das konzerninterne Darlehen seitens der Muttergesellschaft, der Grohe Group S.à r.l., in Höhe von TEUR 54.400 zurückgezahlt.
Nach der Verschmelzung der Grohe Water Technology AG & Co. KG mit der Grohe AG als aufnehmende Gesellschaft waren die nicht beherrschenden Anteile aufgrund des Abschlusses eines Beherrschungsvertrages mit dem Abfindungsbetrag nach § 305 AktG zu bewerten; auf der Basis eines gerichtlichen Vergleichsvorschlags sowie eines Gerichtsentscheids in einem vorangegangenen Spruchverfahren wird der Wert der Verbindlichkeit geschätzt. Wir verweisen auf Anhangsangabe 21 (Rechtsstreitigkeiten).
Durch die Neubewertung im Jahr 2016 ist ein Bewertungsaufwand von TEUR 106 (2015: TEUR 464) angefallen. Die Bewertungsergebnisse sind innerhalb des sonstigen Finanzergebnisses ausgewiesen.
Sollte der vorgeschlagene Vergleich des Gerichts 10 % höher ausfallen als derzeit erwartet, würde die entsprechende Verbindlichkeit ebenfalls um 10 % steigen. Dies würde zu einem finanziellen Aufwand von TEUR 730 führen.
Rückstellungen
| (in TEUR) | Gewährleistung | Personal- und Sozialbereich | Restrukturierung sowie rechtliche Risiken | Gesamt | davon langfristig |
| Stand 1. Januar 2015 | 17.662 | 19.180 | 6.181 | 43.023 | 20.856 |
| Zuführung | 0 | 697 | 2.887 | 3.584 | |
| Verbrauch | 6 | 5.779 | 2.165 | 7.950 | |
| Auflösung | 440 | 768 | 3.300 | 4.508 | |
| Zinseffekte | 0 | 900 | -1.398 | -498 | |
| Währungseffekte | 0 | 75 | 52 | 127 | |
| Stand 31. Dezember 2015 | 17.216 | 14.305 | 2.257 | 33.778 | 14.304 |
| Zuführung | 321 | 1.112 | 1.543 | 2.976 | |
| Verbrauch | 0 | 956 | 802 | 1.758 | |
| Auflösung | 0 | 245 | 100 | 345 | |
| Zinseffekte | 0 | 242 | -31 | 211 | |
| Währungseffekte | 0 | 20 | -2 | 18 | |
| Stand 31. März 2016 | 17.537 | 14.478 | 2.865 | 34.880 | 14.478 |
Gewährleistungen
Die Rückstellungen für Gewährleistungen beruhen auf den Erfahrungswerten der Kundenreklamationen aus den Vorjahren. Die entsprechenden Kosten werden im Wesentlichen im nächsten Geschäftsjahr anfallen.
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich
Die Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich umfassen hauptsächlich Jubiläumsgelder, Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie ähnliche Verpflichtungen. Sie sind in der Regel langfristig.
Restrukturierung sowie rechtliche Risiken
Die Rückstellungen für Restrukturierung und rechtliche Risiken betreffen insbesondere Umstrukturierungsmaßnahmen und das Spruchverfahren (siehe hierzu Anhangsangabe 21).
Im Konzern existieren in Deutschland eine Reihe nicht durch Fonds gedeckter Pensionspläne, die nahezu alle in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter einschließen, die vor dem 1. Januar 2001 eingetreten sind. Seit diesem Stichtag sind die deutschen Pensionspläne für neue Mitarbeiter geschlossen. Die Pläne dienen zur Erfüllung der Pensionszusagen und gewähren bestimmte Arbeitsunfähigkeits- und Hinterbliebenenleistungen. Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen erwirbt ein Arbeitnehmer ein unverfallbares Recht auf zukünftige Leistungen. In den meisten Fällen bemessen sich die zu zahlenden Leistungen nach der Dienstzeit, dem Einkommen und der Position im Unternehmen.
Für die Mitarbeiter in den USA und in Großbritannien hat der Konzern fondsbasierte Pensionspläne aufgelegt. Diese Pläne wurden für neue Mitarbeiter geschlossen und es können auch von bestehenden Mitarbeitern keine zusätzlichen Ansprüche mehr erworben werden.
Der Konzern gewährt seinen Mitarbeitern in den USA bestimmte sonstige Leistungen nach Rentenbeginn. Der entsprechende Plan deckt Beiträge für Krankenversicherung und zahnärztliche Versicherung ab.
In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträge dargestellt:
Angefallene Aufwendungen für Versorgungsleistungen
| (in TEUR) | ||||
| 2016 | Pläne in Deutschland | Pläne im Ausland | Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland | Summe |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.438 | 0 | 0 | 1.438 |
| Zinsaufwand | 2.400 | 30 | 0 | 2.430 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | 3.838 | 30 | 0 | 3.868 |
| 2015 | Pläne in Deutschland | Pläne im Ausland | Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland | Summe |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 6.526 | 0 | 0 | 6.526 |
| Zinsaufwand | 8.610 | 568 | 12 | 9.190 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | -271 | -271 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | 15.136 | 568 | -259 | 15.445 |
Der Dienstzeitaufwand entfällt auf die folgenden Aufwandspositionen:
| • Umsatzkosten | 70 % |
| • Vertriebskosten | 26 % |
| • Verwaltungskosten | 4 % |
Der Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung nicht durch Planvermögen finanziert | 393.252 | 348.252 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung ganz oder teilweise durch Planvermögen finanziert | 14.159 | 16.151 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 11.050 | 12.921 |
| Nettopensionsverpflichtung | 396.361 | 351.482 |
Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung aus Pensionen
| (in TEUR) | Pläne in Deutschland | Pläne im Ausland | Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland | Summe |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2015 | 379.659 | 15.355 | 257 | 395.271 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 6.527 | 0 | 0 | 6.527 |
| Zinsaufwand | 8.610 | 568 | 12 | 9.190 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | -271 | -271 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung, davon | -36.234 | 287 | 11 | -35.936 |
| versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus biometrischen Annahmen | 0 | 768 | 0 | 768 |
| versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus finanziellen Annahmen | -32.216 | -674 | 0 | -32.890 |
| erfahrungsbedingte Anpassungen | -4.018 | 193 | 11 | -3.814 |
| Gezahlte Leistungen | -10.327 | -1.538 | -105 | -11.970 |
| Umgliederungen aus anderen Bilanzpositionen | 0 | 266 | 0 | 266 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 0 | 1.213 | 113 | 1.326 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2015 | 348.235 | 16.151 | 17 | 364.403 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.438 | 0 | 0 | 1.438 |
| Zinsaufwand | 2.400 | 149 | 0 | 2.549 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 0 | 0 | 4 | 4 |
| Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung, davon | 43.757 | 282 | -2 | 44.037 |
| versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus finanziellen Annahmen | 45.960 | 282 | 0 | 46.242 |
| erfahrungsbedingte Anpassungen | -2.203 | 0 | -2 | -2.205 |
| Gezahlte Leistungen | -2.591 | -1.196 | -5 | -3.792 |
| Umgliederungen in andere Bilanzpositionen | 0 | -266 | 0 | -266 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 0 | -961 | -1 | -962 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. März 2016, | ||||
| davon für | 393.239 | 14.159 | 13 | 407.411 |
| aktive Anwärter | 174.043 | 4.650 | 9 | 178.702 |
| ausgeschiedene Anwärter | 52.356 | 5.528 | 0 | 57.884 |
| Pensionäre | 166.840 | 3.981 | 4 | 170.825 |
Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:
Entwicklung des Planvermögens der Pläne im Ausland
Ziele der Anlagepolitik für das Fondsvermögen sind Kapitalerhalt und eine langfristige Kapitalvermehrung. Zu diesem Zweck wird ausschließlich in offene Investmentfonds mit einem ausgewogenen Portfolio investiert.
Die Hauptgruppen des Planvermögens stellen sich als prozentualer Anteil des beizulegenden Zeitwerts des gesamten Planvermögens wie folgt dar:
Hauptgruppen des Planvermögens im Ausland
| 31.03.2016 | 31.12.2015 | |
| Aktien | 77% | 77% |
| Anleihen | 11% | 11% |
| Staatsanleihen | 5% | 5% |
| Barmittel | 6% | 6% |
| Immobilien | 1% | 1% |
Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von insgesamt TEUR 89.
Zum 31. März 2016 betrug die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen 18,9 Jahre. Das Fälligkeitsprofil der leistungsorientierten Verpflichtungen im Zusammenhang mit den deutschen Pensionsplänen stellt sich wie folgt dar:
Fälligkeit der undiskontierten Versorgungsleistungen für die Pensionspläne in Deutschland
| (in TEUR) | <1 Jahr | 1-5 Jahre | 6-10 Jahre | Gesamt |
| 31. März 2016 | 10.708 | 59.051 | 70.665 | 140.424 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen, die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen werden, stellen sich wie folgt dar:
Im sonstigen Ergebnis erfasste (Erträge) und Aufwendungen nach Steuern
| (in TEUR) | ||||
| 2016 | Pläne in Deutschland | Pläne im Ausland | Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland | Summe |
| Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste | 43.757 | 295 | -2 | 44.050 |
| Ertragsteuer-Effekt | -13.740 | -105 | 1 | -13.844 |
| Im Konzern-Eigenkapital erfasste (Erträge) und Aufwendungen nach Steuern | 30.017 | 190 | -1 | 30.206 |
| 2015 | Pläne in Deutschland | Pläne im Ausland | Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland | Summe |
| Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste | -36.234 | 309 | 11 | -35.914 |
| Ertragsteuer-Effekt | 11.349 | -207 | -4 | 11.138 |
| Im Konzern-Eigenkapital erfasste (Erträge) und Aufwendungen nach Steuern | -24.885 | 102 | 7 | -24.776 |
Zum 31. März 2016 ergaben sich kumulierte versicherungsmathematische Verluste nach Steuern in Höhe von TEUR -89.842 (2015: TEUR -59.636).
Nachfolgend werden die wesentlichen versicherungsmathematischen Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen für die Pensionspläne in Deutschland dargestellt:
Versicherungsmathematische Grundannahmen für die Pensionspläne in Deutschland
| 2016 | 2015 | |
| Diskontierungszinssatz | 2,10% | 2,80% |
| Gehaltstrend | 2,50% | 2,50% |
| Rententrend | 1,75% | 1,75% |
| Inflation | 1,75% | 1,75% |
| Sterblichkeit/Invalidität | Heubeck Richttafeln 2005 G | Heubeck Richttafeln 2005 G |
Der Abzinsungssatz ist nach IFRS aus dem Kapitalmarkt abzuleiten. Hierfür sind grundsätzlich hoch qualitative Unternehmensanleihen heranzuziehen, soweit ein hinreichend liquider Markt gegeben ist.
Die Gesellschaft verwendet für die zur Bestimmung des Abzinsungssatzes notwendige Ermittlung der Zinsstrukturkurve nicht die verdichteten Renditeinformationen der iBoxx-Subindices, sondern legt die Renditeinformationen jedes einzelnen Bonds zugrunde. Das Zinsermittlungsverfahren auf Einzelpapierbasis lieferte zum Stichtag 31. März 2016 einen Rechnungszins in Höhe von 2,1 % und zum 31. Dezember 2015 einen Rechnungszins in Höhe von 2,8 %.
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich Änderungen der entsprechenden versicherungsmathematischen Annahmen, die nach vernünftigem Ermessen zum Stichtag 31. März 2016 hätten möglich sein können, auf die leistungsorientierten Pensionspläne in Deutschland ausgewirkt hätten:
Auswirkungen von Annahmeänderungen für die Pensionspläne in Deutschland für 2016
| Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung | ||
| Erhöhung | Rückgang | |
| Diskontierungszinssatz (100 Basispunkte) | -16,1% | 21,2% |
| Gehaltstrend (25 Basispunkte) | 0,7% | -0,7% |
| Rententrend (25 Basispunkte) | 3,1% | -3,0% |
| Sterblichkeit (um ein Jahr verlängert) | 3,5% | - |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich.
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert und setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Verbindlichkeiten
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Kundenboni und sonstige Verbindlichkeiten ggü. Kunden | 67.420 | 112.295 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal | 39.425 | 29.775 |
| Ausstehende Rechnungen | 27.835 | 24.197 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 15.684 | 15.145 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 10.300 | 11.832 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 176 | 206 |
| Übrige | 22.064 | 19.395 |
| 182.904 | 212.845 | |
| Davon langfristig | 176 | 206 |
| Davon kurzfristig | 182.728 | 212.639 |
Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sowie der Zuwendungen der öffentlichen Hand sind sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten finanzielle Verbindlichkeiten.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die ausgewiesenen Zuwendungen resultieren im Wesentlichen aus einem Investitionszuschuss in Portugal. Dieser wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.
Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen und Mietverträgen - Konzern als Leasingnehmer
Der Konzern hat Leasingverträge für verschiedene Kraftfahrzeuge, Hardware, diverse Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Maschinen und Mietverträge für Gebäude abgeschlossen. Die durchschnittliche Laufzeit der Leasingverträge für die Mobilien liegt bei drei bis fünf Jahren. Die Leasingverträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen.
Zum 31. März bestehen folgende künftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen:
Mietleasingzahlungsverpflichtungen
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Bis 1 Jahr | 17.831 | 20.138 |
| 1 bis 5 Jahre | 27.226 | 32.771 |
| Über 5 Jahre | 5.333 | 5.115 |
| 50.390 | 58.024 |
Die erfolgswirksam erfassten Leasing- und Mietzahlungen betrugen 2016 TEUR 17.125 (2015: TEUR 9.807).
Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen
Der Konzern hat Leasingverträge für Gegenstände der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- und Kaufoptionen, jedoch in der Regel keine Preisanpassungsklauseln. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:
Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen
| (in TEUR) | 31.03.2016 | 31.12.2015 | ||
| Mindestleasingzahlungen | Barwert der Mindestleasingzahlungen | Mindestleasingzahlungen | Barwert der Mindestleasingzahlungen | |
| Bis 1 Jahr | 704 | 642 | 769 | 697 |
| 1 bis 5 Jahre | 610 | 577 | 751 | 706 |
| Über 5 Jahre | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Mindestleasingzahlungen | 1.314 | 1.219 | 1.520 | 1.403 |
| Abzüglich des Zinsanteils | -95 | 0 | -117 | 0 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 1.219 | 1.219 | 1.403 | 1.403 |
Rechtsstreitigkeiten
Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Grohe Water Technology AG & Co. KG auf die Grohe AG hat die Grohe AG den Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 33,11 pro Aktie unterbreitet. Mehrere Eigentümer von nicht beherrschenden Anteilen haben ein Spruchverfahren gegen die Grohe AG eingeleitet und beantragt, das Barabfindungsangebot zu erhöhen und eine Bar-Zuzahlung entsprechend dem Umtauschverhältnis festzusetzen. Die Grohe AG hat nach Wirksamwerden der vorgenannten Verschmelzung einen neuen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Grohe Beteiligungs GmbH abgeschlossen. In diesem Zusammenhang hat die Grohe Beteiligungs GmbH den Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen der Grohe AG ebenfalls ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 35,19 pro Aktie unterbreitet und eine feste jährliche Ausgleichszahlung zugesichert. Auch hier haben Eigentümer von nicht beherrschenden Anteilen ein Spruchverfahren gegen die Grohe Beteiligungs GmbH eingeleitet, um die angebotene Barabfindung und die zugesicherte Ausgleichszahlung überprüfen zu lassen. Die Aktionäre können nur eines der Barabfindungsangebote annehmen. 2011 hat das Landgericht Dortmund in beiden Spruchverfahren einen Gutachter bestellt. Dieser hat seinen Bericht im August 2013 vorgelegt.
Im Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag hat das Landgericht Dortmund am 6. März 2014 entschieden, dass die festgesetzte Barabfindung sowie die feste jährliche Ausgleichszahlung angemessen sind. Einige Antragsteller haben gegen den Beschluss des Landgerichts Dortmund Beschwerde eingelegt. Am 12. November 2015 hat das Oberlandesgericht Düsseldorf in zweiter Instanz entschieden, dass die festgesetzte Barabfindung sowie die feste jährliche Ausgleichszahlung nicht angemessen sind und auf EUR 37,06 bzw. EUR 2,79 je Aktie der Grohe AG anzuheben sind. Diese Entscheidung ist rechtskräftig.
Im Spruchverfahren zur Verschmelzung hat das Landgericht Dortmund am 25. Juni 2015 entschieden, dass die festgesetzte Barabfindung auf EUR 52,08 je Aktie der Grohe AG anzuheben ist und eine zusätzliche Ausgleichszahlung von EUR 2,42 je Aktie zu zahlen ist. Die Grohe AG hat gegen den Beschluss des Landgerichts Dortmund Beschwerde eingelegt. Das Verfahren ist jetzt in zweiter Instanz beim Oberlandesgericht Düsseldorf anhängig.
Von den beiden Entscheidungen könnten insgesamt 218.678 Aktien betroffen sein, davon maximal 97.240 Aktien im Rahmen der Barabfindung aus dem Verschmelzungsvertrag. Sollte eine höhere Barabfindung rechtskräftig festgesetzt werden, ergibt sich eine entsprechende finanzielle Belastung. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter "Rechtliche Risiken".
Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die die Grohe Holding GmbH beherrschen oder von ihr beherrscht werden oder die unter ihrer gemeinschaftlicher Führung oder ihrem maßgeblichem Einfluss stehen (oder umgekehrt), zusammen mit etwaigen Geschäftsvorfällen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH einbezogen werden.
In den Jahren 2014 und 2015 ist die Grohe Group S.à r.l. Inhaberin aller Geschäftsanteile der Grohe Holding GmbH. Die Grohe Group S.à r.l. hält ferner 100 % der Anteile an der Grohe Luxembourg Three S.à r.l., Luxemburg, die wiederum mit einem 100 %-Anteil die Grohe Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen, beherrscht. Ferner beherrscht die Grohe Group S.à r.l. über die Grohe Four S.A. auch die Grohe Dawn Watertech Holding (Pty) Ltd., South Africa.
Bis zum 21. Januar 2014 wurde die Grohe Group S.à r.l. zu 100 % von der Glacier Luxembourg One S.à r.l. gehalten. Die Konzernobergesellschaft für diese Gesellschaften war die Glacier Partners L.P., Cayman Islands, deren Komplementärin die Glacier G.P. Inc., Cayman Islands, war. Die Anteile an Glacier Partners L.P. und Glacier G.P. Inc. wurden mehrheitlich von TPG Partners IV, L.P., Delaware/USA, und verschiedenen DU Merchant Banking Funds gehalten.
Seit dem 21. Januar 2014 wird ein Anteil von 87,5 % an der Grohe Group S.à r.l. von der GraceB S.à r.l., gehalten; ein Anteil von 12,5 % wird von der Cai GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. GraceB S.à r.l., wird zu 100 % von der Muttergesellschaft GraceA Co. Ltd., gehalten, die wiederum gemeinschaftlich von der Lixil Corporation und der Development Bank of Japan geführt wird.
Am 1. April 2015 schloss die Lixil Corporation den Kauf des von der Cai GmbH gehaltenen Anteils von 12,5 % an der Grohe Group S.à r.l. ab. Die Grohe Group S.à r.l. und die Grohe Holding GmbH sind seit diesem Zeitpunkt indirekt mehrheitlich gehaltene Tochtergesellschaften der Lixil Corporation.
Das oberste beherrschende Mutterunternehmen Lixil Corporation
Die wesentlichen Geschäftsvorfälle im Rumpfgeschäftsjahr 2016 waren neben der in Abschnitt 15 dargestellten Finanzierung durch die Lixil Group Finance Corporation Verkäufe und Käufe von Halbfertigwaren zwischen der Lixil Corporation bzw. ihren Tochtergesellschaften und den Grohe-Unternehmen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 betrug das Gesamtvolumen der Käufe von Lixil-Unternehmen TEUR 9.967 (2015: TEUR 24.940). Grohe verkaufte Produkte an Lixil und ihre Tochtergesellschaften für insgesamt TEUR 3.173 (2015: TEUR 9.869).
Mutterunternehmen Grohe Group S.à r.l./GraceB S.à r.l.
Im Wesentlichen werden zwischen den Mutterunternehmen Grohe Group S.à r.l./GraceB S.à r.l. und den Konzernunternehmen Managementleistungen in Höhe von TEUR 5.748 (2015: TEUR 17.262) verrechnet.
Im Übrigen belasteten die Konzernunternehmen Kosten in Höhe von 537 TEUR an die Grohe Group S.à r.l./GraceB S.à r.l.
Im März 2014 erhielt die Grohe Holding GmbH ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 54.400 von ihrem Mutterunternehmen, der Grohe Group S.à r.l., die wiederum ein Gesellschafterdarlehen in gleicher Höhe von ihrem Mutterunternehmen, der GraceB S.à r.l., erhielt. Die Rückzahlung seitens der Grohe Holding erfolgte im Rumpfgeschäftsjahr 2016 in voller Höhe. Die Darlehen wurden mit dem EURIBOR plus 0,9 % Aufschlag verzinst.
Die hieraus resultierenden Zinsaufwendungen betrugen TEUR 61 (2015: TEUR 1.131).
Demgegenüber erhielt die Grohe Group S.à r.l./GraceB S.à r.l. Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 35.000 zum 31. März 2016 (2015: TEUR 52.000). Hierfür wurden Zinsen in Höhe von TEUR 222 berechnet.
Im Rumpfwirtschaftsjahr verkaufte die Grohe AG Produkte im Gesamtwert von TEUR 1.655 (2015: TEUR 4.092) an die Grohe Dawn Watertech Holding (Pty) Ltd.
Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern
Maßgeblichen Einfluss auf den Konzern haben die Anteilseigner der Development Bank of Japan.
Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 gab es keine wesentlichen Geschäftsvorfälle mit der Development Bank of Japan.
Gemeinschaftsunternehmen
Die Grohe Holding GmbH ist zu 50 % an der Grome Marketing (Cyprus) Ltd. sowie an der Grome ig ve Di§ Ticaret Limited irketi, die indirekt über die Grohe AG gehalten werden, beteiligt. Diese Beteiligungen werden als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert und sind im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bewertet. Grome fungiert in der Regel als Handelsvertreter des Grohe-Konzerns.
Es bestehen reguläre Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu den Gemeinschaftsunternehmen mit marktüblichen Konditionen.
Es wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 7.919 (2015: TEUR 23.883) erzielt. Daneben verzeichnete Grome im Rumpfgeschäftsjahr 2016 Provisionserträge in Höhe von TEUR 5.303 (2015: TEUR 20.325) sowie Marketingbeiträge in Höhe von TEUR 2.140 (2015: TEUR 8.143).
Die Forderungen zum Stichtag 31. März 2016 betrugen TEUR 7.755 (2015: TEUR 5.527) und die Schulden TEUR 232 (2015: TEUR 309).
Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Verkäufe an und Käufe von nahestehende(n) Unternehmen und Personen sowie erbrachte bzw. bezogene Dienstleistungen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die zum Rumpfgeschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahestehende(n) Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien oder Besicherungen. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen wurden in den Rumpfgeschäftsjahren 2016 und in 2015 nicht wertberichtigt. Ein Wertminderungstest wird jährlich durchgeführt. Dieser beinhaltet eine Beurteilung der Finanzlage des nahestehenden Unternehmens oder der nahestehenden Person sowie die Entwicklung des Markts, in dem diese tätig sind.
Vergütung der Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns
Führungspersonen in Schlüsselpositionen sind die nachfolgenden Mitglieder des Vorstands der Grohe AG und der Geschäftsführung der Grohe Holding GmbH.
Dem Vorstand der Grohe AG gehörten im Rumpfgeschäftsjahr 2016 an:
| • |
Michael Rauterkus (Vorstand Vertrieb/Chief Sales Officer) |
| • |
Thomas Fuhr (Vorstand Technik/Chief Operations Officer) |
| • |
Michael Mager (Vorstand Personal/Chief of Staff) |
| • |
Adam Bryson (Vorstand Finanzen, Controlling & Informationstechnologie/Chief Financial Officer) |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurden Michael Rauterkus (Vorstand Vertrieb/Chief Sales Officer) zum Vorstandsvorsitzenden und Thomas Fuhr zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Grohe AG bestellt.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 belaufen sich auf TEUR 1.900 (Vorjahr: TEUR 4.713).Bei diesen Bezügen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer einschließlich Bonuszahlungen.
Für ehemalige Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bzw. ihrer Vorgängergesellschaften bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 15.508 (2015: TEUR 14.435). Die Ruhegehälter ehemaliger Vorstandsmitglieder belaufen sich auf TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 915).
Der Geschäftsführung der Grohe Holding GmbH gehörten im Rumpfgeschäftsjahr 2016 an:
| • |
Michael Rauterkus |
| • |
Thomas Fuhr |
| • |
Michael Mager |
| • |
Adam Bryson |
| • |
Gerald Mulvin (bis 7. März 2016) |
| • |
Detlef Schmitz (bis 7. März 2016) |
| • |
Hans-Norbert Topp (bis 7. März 2016) |
Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2016 gehörten folgende Personen dem Aufsichtsrat der Grohe AG an:
| • |
Ahmet Karademir*, Geschäftsführer (1. Bevollmächtigter), IG Metall Offenburg (Stellvertretender Vorsitzender) |
| • |
Laurence W. Bates, Executive Officer der LIXIL Group Corporation (ab 30. März 2016) |
| • |
Sachio Matsumoto, Executive Officer der LIXIL Group Corporation (ab 30. März 2016) |
| • |
Yosuke Yaki, Executive Officer der LIXIL Group Corporation (ab 30. März 2016) |
| • |
Marc Dobro, Corporate Officer der LIXIL Corporation |
| • |
Chihiro Shima, Direktor der DBJ Investment Advisory Co., Ltd. |
| • |
Sabine Bauer*, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall - Bezirksleitung NRW |
| • |
Peter Paulokat*, freigestellter Betriebsrat |
| • |
Timo Mai*, freigestellter Betriebsrat |
| • |
Martina Pflum*, freigestellte Betriebsrätin |
Mit Wirkung zum 29. April 2016 wurde Frau Ulrike Heuser-Greipl*, Senior Vice President - Public & Investor Relations / Press Officer der Grohe AG, als Aufsichtsrätin bestellt.
Am 7. Juli 2016 wurde Kinya Seto (Chief Executive Officer der LIXIL Group Corporation) zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.
Folgende Mitglieder sind im Rumpfgeschäftsjahr 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden:
| • |
David J. Haines, Vorstandsvorsitzender der Grohe Group S.à r.l. bis 7. März 2016 |
| • |
Gerald Mulvin, Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à r.l. bis 7. März 2016 |
| • |
Hans-Norbert Topp, Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à r.l. bis 7. März 2016 |
| • |
Prof. Dr. Gerhard Schmidt, Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Weil, Gotshal & Manges LLP bis 14. März 2016 |
| • |
Joachim Meyer*, Senior Vice President Plant Integration bis 16. März 2016 |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 betragen TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 425).
Neben den aufgeführten Aufsichtsratsvergütungen wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wie im Vorjahr für die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats weitere Leistungen im Rahmen ihres Arbeitnehmerverhältnisses aufwandswirksam erfasst. Die Höhe der Bezüge richtet sich nach tarifvertraglichen Regelungen bzw. den in der Gesellschaft geltenden Gehaltsstufen für außertarifliche Mitarbeiter.
Geschäftsvorfälle mit Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns
Es gab sowohl im Rumpfgeschäftsjahr als auch im Vorjahr neben den genannten Vergütungen keine weiteren Geschäftsvorfälle mit Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns.
Die vom Konzern verwendeten Finanzinstrumente sind Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungs-Leasingverhältnisse, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gewährte und aufgenommene Darlehen.
Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Des Weiteren verfügt der Konzern auch über derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Rohwaren- und Devisentermingeschäfte. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Währungs- und Rohstoffpreisrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.
Entsprechend den konzerninternen Richtlinien wurde im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 und es wird auch künftig kein Handel mit Derivaten betrieben.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflowrisiken sowie Liquiditäts-, Währungs-, Rohstoffpreis-, Kredit- und sonstige Marktrisiken. Die Unternehmensleitung legt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten fest, die im Folgenden dargestellt werden.
Zinsänderungsrisiko
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den finanziellen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Da zur Unternehmensfinanzierung variabel verzinsliche Schuldinstrumente eingesetzt werden, ist Grohe Zinsänderungsrisiken ausgesetzt.
Diese Zinsänderungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus in Deutschland aufgenommenen Darlehen in Euro. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze (aufgrund der Auswirkungen auf variabel verzinsliche Darlehen). Alle anderen Variablen bleiben konstant. Aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus wird auf eine Sensitivitätsanalyse für weiter sinkende Zinssätze zum 31. Dezember 2015 und 31. März 2016 verzichtet.
Variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
| 2016 | Erhöhung/Verringerung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (in TEUR) | Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital vor Steuern (in TEUR) |
| + 50 | -5.155 | 0 | |
| 2015 | Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (in TEUR) | Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital vor Steuern (in TEUR) |
| + 50 | -5.427 | 0 |
Währungsrisiko
Der Konzern steht im Wesentlichen einem operativen Währungsrisiko aufgrund von Erlösen in Fremdwährung gegenüber. Wesentliche Risiken im Finanzierungs- bzw. Investitionsbereich bestehen demgegenüber nicht.
Ein erheblicher Teil (rund 40 %) der Faktura erfolgte 2016 nicht in Euro. Wesentliche Teile dieser Fremdwährungen betreffen aber die jeweilige funktionale Währung, sodass insoweit kein direktes Risiko für das Konzernergebnis besteht. Dennoch bestehen verbleibende Währungsrisiken durch die Faktura in Fremdwährungen.
Der Konzern minimiert seine Währungsrisiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften, die sich in erster Linie auf den US-Dollar und in geringerem Umfang auf den japanischen Yen und das britische Pfund beziehen. Risiken aus einer Veränderung der Währungsrelationen begegnet das Unternehmen mit einer Absicherung der in Fremdwährung abzurechnenden Umsätze und der daraus resultierenden Forderungen. Zur Absicherung werden Devisentermingeschäfte verwendet, mit denen die Zahlungseingänge in Fremdwährung zu einem festen Kurs in Euro getauscht werden. Der Sicherungszeitraum beträgt für erwartete Umsätze grundsätzlich bis zu einem Jahr. Abhängig von den Erwartungen über die Währungsentwicklung und die Einschätzung des Gesamtrisikos kann der Sicherungszeitraum jedoch auch jederzeit verlängert oder verkürzt werden. Zum Bilanzstichtag betrug der durchschnittliche Sicherungszeitraum (Laufzeit der zum Stichtag bestehenden Verträge) ca. sechs Monate.
Die Planung der erwarteten Zahlungseingänge (aus Umsatzerlösen) basiert auf den Daten und Erfahrungswerten der Vorjahre. Da die erwarteten Zahlungseingänge nicht vollständig gesichert werden (generell ca. 50 %), sind die in ein Hedge Accounting eingebundenen antizipativen Transaktionen zum Bilanzstichtag hoch wahrscheinlich.
Zum 31. März 2016 wurde über insgesamt 67 Kontrakte mit einzelnen Nominalvolumen von USD 0,5 Mio. bis zu USD 5,0 Mio. insgesamt ein Nominalvolumen von USD 110,3 Mio. (2015: über insgesamt 69 Kontrakte mit einzelnen Nominalvolumen von USD 0,5 Mio. bis zu USD 5,4 Mio. insgesamt ein Nominalvolumen von USD 126,4 Mio.) abgesichert. Der hierbei durchschnittlich abgesicherte Kurs ist USD/EUR 1,12 (2015: USD/EUR 1,12). Die durchschnittliche Restlaufzeit der Kontrakte ist 174 Tage (2015: 164 Tage).
Darüber hinaus bestanden Kontrakte zur Sicherung von Wechselkursrisiken aus dem japanischen Yen und dem britischen Pfund in deutlich geringerem Umfang. Diese werden je nach Bedarf von Zeit zu Zeit abgeschlossen.
Der Großteil der Devisentermingeschäfte für zukünftige Umsätze wurde in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden und demnach wurde der beizulegende Zeitwert für eben diese Kontrakte in der Cashflow Hedge Reserve im Eigenkapital erfasst. Die Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows aus den erwarteten künftigen Umsatzerlösen für die nachfolgenden Geschäftsjahre wurden zum Stichtag als hoch wirksam eingestuft.
Die nicht effektiven Kontrakte sind wirtschaftlich auch in Sicherungsbeziehungen eingebunden. Die beizulegenden Zeitwerte je Währung stellen sich wie folgt dar:
Marktwerte je Währung
| (in TEUR) | |||||
| Nicht Effektive Kontrakte | 31.03.2016 | 31.12.2015 | Effektive Kontrakte | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| USD | 142 | -215 | USD | 1.656 | -2.359 |
| GBP | 0 | 0 | GBP | 1.143 | 57 |
| JPY | 0 | 0 | JPY | -113 | -115 |
| 142 | -215 | 2.686 | -2.417 |
Zur Darstellung von Währungsrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die hypothetischen Auswirkungen von Änderungen der relevanten Währungskurse auf Eigenkapital und Ergebnis darstellen. Risiken dieser Art bestehen gemäß IFRS 7 durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind. Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben hierbei unberücksichtigt.
Die vorhandenen Risiken bestehen daher in den vorhandenen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie in den Währungsderivaten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern sowie die Auswirkungen ergebnisneutraler Buchungen im Eigenkapital aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung verschiedener Währungen. Alle anderen Variablen bleiben konstant.
Fremdwährungsrisiko
| 2016 | Kursentwicklung | Auswirkungen auf das
Ergebnis vor Steuern
(in TEUR) |
Auswirkungen auf das
Konzerneigenkapital vor Steuern
(in TEUR) |
| USD/EUR | + 5% | 2.484 | 3.222 |
| -5% | -2.745 | -3.561 | |
| JPY/EUR | + 5% | -83 | 156 |
| -5% | 88 | -173 | |
| GBP/EUR | + 3% | -60 | 460 |
| -3% | 66 | -488 | |
| 2015 | Kursentwicklung | Auswirkungen auf das
Ergebnis vor Steuern
(in TEUR) |
Auswirkungen auf das
Konzerneigenkapital vor Steuern
(in TEUR) |
| USD/EUR | + 5% | 697 | 3.156 |
| -5% | -770 | -3.237 | |
| JPY/EUR | + 5% | 0 | 145 |
| -5% | 0 | -154 | |
| GBP/EUR | + 3% | 0 | 456 |
| -3% | 0 | -501 |
Kreditrisiko
Der Konzern schließt grundsätzlich Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, um wesentliche Ausfallrisiken für den Konzern zu vermeiden.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen und bestimmten derivativen Finanzinstrumenten entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.
Eine besondere Abhängigkeit des Konzerns von wichtigen Großkunden ist nicht gegeben.
Liquiditätsrisiko
Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools. Dieses berücksichtigt die erwartete Laufzeit der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die operative Geschäftsentwicklung und Investitionen.
Zum 31. März 2016 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen.
In der nachfolgenden Aufstellung sind die Barwerte aller künftigen Cashflows dargestellt. Der Konzern hält dies für eine geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anstünden, wenn die Position geschlossen werden müsste. Derivate werden als kurzfristig fällig dargestellt, da in dieser Position der früheste Liquiditätsabfluss abgebildet wird. Die tatsächliche Vertragslaufzeit kann sich auf eine längere Periode beziehen. Die Buchwerte der Zinsuntergrenzen sind für diese Darstellung in den Buchwerten der zugrunde liegenden finanziellen Verbindlichkeiten enthalten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns führen in Zukunft zu den folgenden Auszahlungen:
Liquiditätsrisiko
| (in TEUR) | |||||
| 2016 | Buchwert | Auszahlungen | |||
| < 1 Jahr | 1-2 Jahre | > 2 Jahre | Summe | ||
| Gesellschafterdarlehen | 1.031.000 | 78.241 | 97.624 | 884.551 | 1.060.416 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 28.210 | 28.881 | 28.881 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.219 | 704 | 431 | 178 | 1.313 |
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
| - Fremdwährungsgeschäfte | 226 | 226 | 226 | ||
| - Rohstoffderivate | 1.023 | 1.023 | 1.023 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 115.277 | 115.277 | 115.277 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümer | 7.301 | 7.301 | 7.301 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 167.044 | 167.044 | 1 | 167.045 | |
| 398.697 | 98.056 | 884.729 | 1.381.482 | ||
| 2015 | Buchwert | Auszahlungen | |||
| < 1 Jahr | 1-2 Jahre | > 2 Jahre | Summe | ||
| Gesellschafterdarlehen | 1.085.400 | 78.898 | 98.311 | 941.379 | 1.118.588 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 19.924 | 20.675 | 20.675 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.403 | 769 | 477 | 274 | 1.520 |
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
| - Fremdwährungsgeschäfte | 3.075 | 3.075 | 3.075 | ||
| - Rohstoffderivate | 1.953 | 1.953 | 1.953 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 100.692 | 100.692 | 100.692 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen | 7.577 | 7.577 | 7.577 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 197.498 | 197.494 | 5 | 197.499 | |
| 411.133 | 98.793 | 941.653 | 1.451.579 | ||
Rohstoffpreisrisiken
Als Hersteller hochwertiger Armaturen ist Grohe Preisrisiken bezüglich der notwendigen Rohstoffe ausgesetzt. Ein wesentliches Rohmaterial ist Messing sowie aus Messing gefertigte Teile. Hauptbestandteile von Messing sind Kupfer und Zink. Um diese Risiken zu minimieren, erfolgt der Abschluss von Preis- und Mengenkontrakten mit Lieferanten zur Sicherung des Rohstoffpreises für einen Zeitraum von maximal einem Jahr im Voraus. Die physischen Lieferverträge mit den Lieferanten fallen unter die sogenannte "Own Use Exemption" nach IAS 39 und gelten damit nicht als derivative Finanzinstrumente. Gegebenenfalls sind Drohverlustrückstellungen zu berücksichtigen, sofern das Endprodukt keine Marge mehr erzielt.
Ferner werden Rohstoffeinkäufe von Kupfer und Zink auch seit dem Jahr 2010 durch Rohwarentermingeschäfte abgesichert. Mithilfe der Rohwarentermingeschäfte wird die Preisschwankung der zukünftigen, sehr wahrscheinlich zu erwartenden Zahlungsströme für Rohstoffe abgesichert, indem der Preis für eine bestimmte Menge und für einen bestimmten Zeitpunkt im Voraus festgelegt wird. Der Sicherungszeitraum beträgt für erwartete Einkäufe in der Regel bis zu einem Jahr. Die Termingeschäfte wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 in effektive Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 eingebunden. Die Planung der erwarteten Zahlungsausgänge (aus Rohstoffeinkäufen) basiert auf den Daten und Erfahrungswerten der Vorjahre und der Produktionsplanung der Werke für das kommende Jahr. Da die erwarteten Zahlungsausgänge nicht vollständig gesichert werden (generell max. 70 %), sind die in die Bewertungseinheiten eingebundenen antizipativen Transaktionen zum Bilanzstichtag hoch wahrscheinlich.
Die beizulegenden Zeitwerte und abgeschlossenen Tonnagen setzen sich am Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2016 wie folgt zusammen:
Rohwarentermingeschäfte per 31. März 2016
| (Finanzielle Kontrakte) | Menge Tonnen | Beizulegender Zeitwert TEUR | |
| Effektive Kontrakte | Kupfer | 1.785 | -780 |
| Zink | 1.200 | -98 | |
| Summe | 2.985 | -878 |
Rohwarentermingeschäfte per 31. Dezember 2015
| (Finanzielle Kontrakte) | Menge Tonnen | Beizulegender Zeitwert TEUR | |
| Effektive Kontrakte | Kupfer | 1.785 | -1.523 |
| Zink | 1.200 | -417 | |
| Summe | 2.985 | --1.940 |
Kapitalsteuerung
Der Konzern unterliegt neben den gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen Deutschlands keinen weiteren Verpflichtungen zum Kapitalerhalt.
Wesentliches Unternehmensziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Die Steuerung des bilanziellen Kapitals spielt insoweit nur eine untergeordnete Rolle.
Als Steuerungsgröße für dieses Ziel setzt der Konzern im Wesentlichen auf erfolgsorientierte Größen wie das normalisierte EBIT. Das normalisierte EBIT wird definiert als das Ergebnis des Geschäftsjahres vor Zinsen und Steuern, bereinigt um bestimmte Aufwendungen im Zusammenhang mit Finanzierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen, außergewöhnlichen und/oder nicht wiederkehrenden Aufwendungen und Erträgen und bestimmten nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen.
Beizulegender Zeitwert und Bewertungskategorie
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente; ferner erfolgt eine Einordnung in die Bewertungskategorien des IAS 39.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte haben für gewöhnlich Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die Buchwerte dieser Vermögenswerte zum Bilanzstichtag annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten zu diesem Datum.
Bei sonstigen langfristigen Forderungen entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten weisen regelmäßig Restlaufzeiten von unter einem Jahr auf. Daher stellen auch hier die Buchwerte näherungsweise die entsprechenden beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von verzinslichen Darlehen und Ausleihungen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit-Spread-Strukturkurve bestimmt.
Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Floating Rate Notes wurden auf der Basis von Marktpreisen ermittelt:
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte zum 31. März 2016
| Wertansatz nach IAS 39 | |||||
| Bewertungskategorie | Buchwert in TEUR | Fair-Value erfolgswirksam | Fair-Value erfolgsneutral | fortgeführte Anschaff. | |
| Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel | L&R | 148.312 | 148.312 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 165.973 | 165.973 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Sonstige Forderungen | L&R | 61.765 | 61.765 | ||
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
| Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accounting) | n. a. | 2.912 | 2.912 | ||
| Rohstoffderivate | n. a. | 145 | 145 | ||
| Fremdwährungsgeschäfte | HfT | 142 | 142 | ||
| Anteile an Joint Ventures | 9.720 | ||||
| Schulden | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Gesellschafterdarlehen | FLAC | 1.031.000 | 1.031.000 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 28.210 | 28.210 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | FLAC | 1.219 | |||
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
| Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accounting) | n. a. | 226 | 226 | ||
| Rohstoffderivate (mit Hedge Accounting) | n. a. | 1.023 | 1.023 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 115.277 | 115.277 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern um nicht beherrschenden Anteilen | HfT | 7.301 | 7.301 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 167.044 | 167.044 | ||
| Summe je Klasse von Finanzinstrumenten | |||||
| Financial liabilities at cost | FLAC | 0 | 0 | 1.341.531 | |
| Loans & receivables | L&R | 0 | 0 | 376.050 | |
| Held for trading | HfT | 7.443 | 0 | 0 | |
| Wertansatz | Wertansatz | ||
| Zeitwert in TEUR | nach IAS 17 in TEUR | nach IAS 28 in TEUR | |
| Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel | 148.312 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 165.973 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Sonstige Forderungen | 61.765 | ||
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accounting) | 2.912 | ||
| Rohstoffderivate | 145 | ||
| Fremdwährungsgeschäfte | 142 | ||
| Anteile an Joint Ventures | 9.720 | ||
| Schulden | |||
| Finanzverbindlichkeiten | |||
| Gesellschafterdarlehen | 1.031.000 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 28.210 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.219 | ||
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accounting) | 226 | ||
| Rohstoffderivate (mit Hedge Accounting) | 1.023 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 115.277 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern um nicht beherrschenden Anteilen | 7.301 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 167.044 | ||
| Summe je Klasse von Finanzinstrumenten | |||
| Financial liabilities at cost | |||
| Loans & receivables | |||
| Held for trading |
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte zum 31. Dezember 2015
| Wertansatz nach WS 39 | |||||
| Bewertungskategorie | Buchwert in TEUR | Fair-Value erfolgswirksam | Fair-Value erfolgsneutral | fortgeführte Anschaff. | |
| Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel | L&R | 160.839 | 160.839 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 167.885 | 167.885 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Sonstige Forderungen | L&R | 80.149 | 80.149 | ||
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
| Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accouning) | n. a. | 443 | 443 | ||
| Rohstoffderivate | na. | 13 | 13 | ||
| Anteile an Joint Ventures | 8.385 | ||||
| Schulden | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Gesellschafterdarlehen | FLAC | 1.085.400 | 1.085.400 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 19.924 | 19.924 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | FLAC | 1.403 | |||
| Derivative Finanzinstrumente | |||||
| Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accouning) | na. | 2.860 | 2.860 | ||
| Rohstoffderivate (mit Hedge Accounting) | na. | 1.953 | 1.953 | ||
| Fremdwährungsgeschäfte | HfT | 215 | 215 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Wechselverbindlichkeiten | FLAC | 100.692 | 100.692 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen | HfT | 7.577 | 7.577 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 197.494 | 197.494 | ||
| Summe je Klasse von Finanzinstrumenten | |||||
| Financial habillies at cost | FLAC | 0 | 0 | 1.403.510 | |
| Loans & receivables | L&R | 0 | 0 | 408.873 | |
| Held for trading | HfT | 7.792 | 0 | 0 | |
| Wertansatz | Wertansatz | ||
| Zeitwert in TEUR | nach LAS 17 in TEUR | rech IAS 28 in TEUR | |
| Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel | 160.839 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 167.885 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Sonstige Forderungen | 80.149 | ||
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accouning) | 443 | ||
| Rohstoffderivate | 13 | ||
| Anteile an Joint Ventures | 8.385 | ||
| Schulden | |||
| Finanzverbindlichkeiten | |||
| Gesellschafterdarlehen | 1.085.400 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 19.924 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.403 | ||
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accouning) | 2.860 | ||
| Rohstoffderivate (mit Hedge Accounting) | 1.953 | ||
| Fremdwährungsgeschäfte | 215 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Wechselverbindlichkeiten | 100.692 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen | 7.577 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 197.494 | ||
| Summe je Klasse von Finanzinstrumenten | |||
| Financial habillies at cost | |||
| Loans & receivables | |||
| Held for trading |
Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 in verschiedene Bewertungslevel eingeteilt. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente, die
| 1. |
zu aktuellen Marktpreisen in einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bewertet werden (Level 1), |
| 2. |
zu aktuellen Marktpreisen in einem aktiven Markt für vergleichbare Finanzinstrumente oder mit Bewertungsmodellen, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind, bewertet werden (Level 2) oder |
| 3. |
mithilfe von Inputfaktoren bewertet werden, die nicht auf beobachtbaren Marktpreisen basieren (Level 3). |
Zum 31. März 2016 verfügte der Konzern über die folgenden Klassen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten:
Buchwerte und Fair Values zum 31. März 2016
| Fair Value-Hierarchie | Buchwert
in TEUR |
Fair Value
in TEUR |
|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Finanzielle Vermögenswerte - langfristig | 2 | 1.718 | 1.718 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2 | 1.718 | 1.718 |
| Finanzielle Vermögenswerte - kurzfristig | 63.246 | 63.246 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2 | 60.047 | 60.047 |
| Derivative Finanzinstrumente | 2 | 3.199 | 3.199 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten - langfristig | 961.577 | 961.577 | |
| Gesellschafterdarlehen | 2 | 961.000 | 961.000 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2 | 577 | 577 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - kurzfristig | 100.101 | 100.101 | |
| Gesellschafterdarlehen | 2 | 70.000 | 70.000 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 642 | 642 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 2 | 1.249 | 1.249 |
| Foreign currency forwards (including hedge accounting) | 2 | 226 | 226 |
| Commodity futures (including hedge accounting) | 2 | 1.023 | 1.023 |
| Foreign currency forwards | 2 | ||
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 2 | 28.210 | 28.210 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen | 2 | 7.301 | 7.301 |
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich wie folgt zusammen:
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten
| (in TEUR) | Aus der Folgebewertung | ||||
| 2016 | aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Nettoergebnis |
| Kredite und Forderungen | 248 | -46 | -138 | 64 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert | 106 | 106 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -2.779 | 52 | -2.727 | ||
| Summe | -2.531 | 106 | 6 | -138 | -2.557 |
| 2015 | aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Nettoergebnis |
| Kredite und Forderungen | 1.105 | 2.337 | 599 | 4.041 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert | 464 | 464 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -51.708 | 642 | -51.066 | ||
| Summe | -50.603 | 464 | 2.979 | 599 | -46.561 |
Neben den obigen Währungseffekten resultierten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen weitere Aufwendungen und Erträge.
Sicherungsbeziehungen
Grohe setzt derivative Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein. Zum 31. März 2016 erfüllt der Großteil der zum Stichtag bestehenden Devisen- und Rohwarentermingeschäfte die formellen Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Sinne des IAS 39. Die Wertveränderungen (nach Abzug hierauf gebildeter latenter Steuern) von TEUR 2.989 wurden daher direkt in das Eigenkapital eingestellt.
In den anderen Fällen liegen die formellen Voraussetzungen nicht vollständig vor, sodass die derivativen Instrumente am Bilanzstichtag erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurde für den Abschlussprüfer und seine inländischen verbundenen Unternehmen ein Gesamthonorar von TEUR 633 als Aufwand erfasst, welches sich wie folgt aufteilt:
Abschlussprüferhonorare
| (in TEUR) | 2016 | 2015 |
| Abschlussprüferleistungen | 623 | 684 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 10 | 18 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 5 |
| Summe | 633 | 707 |
Der Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2016 wurde am 8. Juli 2016 von der Geschäftsführung zur Veröffentlichung freigegeben.
Bis zu diesem Datum gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Name und Sitz der Gesellschaft
| Anteil am Kapital
in % |
Eigenkapital 31.03.2016
in TEUR |
Ergebnis Rumpfgeschäftsjahr 2016 | |
| Bathroom International Trading Company Limited, Hongkong, China | 100,0 | -10.781 | -693 3) |
| Bathroom & Kitchen Depot Limited, Hounslow, Großbritannien | 100,0 | -3.104 | -36 3) |
| Grohe (Shanghai) Sanitary Products Co., Ltd., Shanghai, China | 100,0 | -984 | -2.472 |
| Grohe A/S, Kopenhagen, Dänemark | 100,0 | 2.524 | 543 |
| Grohe Adria d.o.o., Zagreb, Kroatien | 100,0 | 432 | 38 |
| Grohe America do Sul Serviços de Representação Ltda., São Paulo, Brasilien | 100,0 | 789 | -186 |
| Grohe America Inc., Roselle, USA | 100,0 | 2.681 | 334 |
| Grohe Beteiligungs GmbH, Hemer, Deutschland | 100,0 | 691.019 | 40.590 1) |
| Grohe Canada Inc., Mississauga, Kanada | 100,0 | 4.047 | 444 |
| Grohe CR s.r.o., Prag, Tschechien | 100,0 | 390 | -16 |
| Grohe Deutschland Vertriebs GmbH, Porta Westfalica, Deutschland | 100,0 | 2.824 | 7.556 1) |
| Grohe Esparia S.A., Barcelona, Spanien | 100,0 | 7.848 | 256 |
| Grohe Gesellschaft mbH, Wien, Österreich | 100,0 | 535 | 123 |
| Grohe Hong Kong Limited, Hongkong, China | 100,0 | 1.602 | 267 |
| Grohe Hungary Kft., Budapest, Ungarn | 100,0 | 262 | 16 |
| Grohe India Private Limited, Neu Delhi, Indien | 100,0 | 9.451 | 149 |
| Grohe International GmbH, Hemer, Deutschland | 100,0 | 34.204 | 1.867 1) |
| Grohe Japan K.K., Tokio, Japan | 100,0 | 388 | -353 |
| Grohe Ltd., Hounslow, Großbritannien | 100,0 | 1.560 | 44 |
| Grohe Malaysia Sdn Bhd, Kuala Lumpur, Malaysia | 100,0 | 355 | 7 |
| Grohe N.V., Winksele, Belgien | 100,0 | 3.972 | 430 |
| Grohe Nederland B.V., Zoetermeer, Niederlande | 100,0 | 3.023 | 891 |
| Grohe North America GmbH, Hemer, Deutschland | 100,0 | 71.469 | 4.964 1) |
| Grohe Pacific Pte. Ltd., Singapur, Singapur | 100,0 | 6.872 | -97 |
| Grohe Portugal, Componentes Sanitários, Lda. Albergaria-a-Velha, Portugal | 100,0 | 15.268 | 1.889 |
| Grohe S.à r.l., Courbevoie - La Defense, Frankreich | 100,0 | 4.800 | 970 |
| Grohe S.p.A., Mailand, Italien | 100,0 | 5.071 | 226 |
| Grohe Services GmbH, Hemer, Deutschland | 100,0 | 60 | 8 |
| Grohe Switzerland S.A., Volketswil, Schweiz | 100,0 | 470 | 6 |
| Grohe Verwaltungs-GmbH, Hemer, Deutschland | 100,0 | 145 | 0 |
| Grohe Vietnam One Member Company Limited, Ho Chi Minh City, Vietnam | 100,00 | 33 | -5 |
| GROHEDAL Sanitärsysteme GmbH, Porta Westfalica, Deutschland | 100,0 | 21.172 | 1.224 1) |
| GROHEMEXICO S. DE R.L. DE C.V., Monterrey, Mexiko | 100,0 | -512 | 0 |
| OOO Grohe, Moskau, Russland | 100,0 | 4.367 | 743 |
| PT Grohe Indonesia, Jakarta, Indonesien | 100,0 | 319 | -44 |
| SERVICIOS GROHEMEXICO S. DE R.L. DE C.V., Monterrey, Mexiko | 100,0 | 8 | -116 |
| Grohe AG, Hemer, Deutschland | 99,8 | 893.648 | 45.588 1) |
| Grohe Siam Ltd., Klaeng, Thailand | 74,0 | 24.809 | 2.205 |
| Grohe (Thailand) Limited, Klaeng, Thailand | 70,0 | 1.329 | 43 |
| Joyou International MEA DMCC (ab 17.04.2016: Bathroom Solutions MEA DMCC), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 50,0 | -285 | -3 2), 3) |
| Grome İç ve Dış Ticaret Limited Şirketi, Istanbul, Türkei | 50,0 | 4.933 | 419 |
| Grome Marketing (Cyprus) Ltd., Nikosia, Zypern | 50,0 | 15.505 | 3.015 |
Das Eigenkapital von Gesellschaften, die ihre Abschlüsse in Fremdwährung aufstellen, wurde zum Devisenkassamittelkurs des jeweiligen Bilanzstichtags umgerechnet; Ergebnisse wurden zu Durchschnittskursen des Rumpfgeschäftsjahres umgerechnet.
1) Ergebnis vor Gewinnabführung
2) Joyou International MEA DMCC (ab 17.04.2016:
Bathroom Solutions MEA DMCC) wird aufgrund einer Mehrheit
der Stimmrechte in der Geschäftsführung
vollkonsolidiert.
3) Die Gesellschaften Bathroom & Kitchen
Depot Limited, Bathroom International Trading Company
Limited und Joyou International MEA DMCC (ab 17.04.2016:
Bathroom Solutions MEA DMCC) waren zu keinem Zeitpunkt
direkte oder indirekte Tochterunternehmen der Joyou Grohe
Holding GmbH.
Hemer, den 8. Juli 2016
Michael Rauterkus
Thomas Fuhr
Adam Bryson
Michael Mager
1.1 Geschäftsmodell
1.1.1 Allgemeine Informationen
Die Grohe Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften ("der Konzern") sind gemessen am Umsatz Europas größter und weltweit einer der führenden Hersteller von Sanitärarmaturen. Die breit gestreute Palette der vom Konzern entwickelten, hergestellten und vertriebenen Produkte unter dem Markennamen "GROHE" umfasst Sanitär- und Küchenarmaturen, Brausen und Duschsysteme, Installations- und Spülsysteme sowie weitere Bad- und Sanitärprodukte.
Im Folgenden bezeichnet "Grohe" oder "der Konzern" die Grohe Holding GmbH und ihre konsolidierten Tochtergesellschaften.
1.1.2 Rechtliche Konzernstruktur und -leitung
Die Grohe Holding GmbH wurde am 17. Mai 2004 gegründet und hält 100 % der Anteile an der Grohe Beteiligungs GmbH. Zwischen beiden Gesellschaften besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Grohe Holding GmbH und die Grohe Beteiligungs GmbH sind Verwaltungs- und Holdinggesellschaften des Konzerns und übernehmen die entsprechenden Aufgaben einer Holding. Hierzu gehören z. B. die strategische Planung und Ausrichtung des Konzerns, die Bereitstellung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen und die Finanzierung dieser Unternehmen.
1.1.2.1 Konzernstruktur
Die Grohe Beteiligungs GmbH hält 99,8 % der Anteile an der Grohe AG, die nicht börsennotiert sind. Zwischen der Grohe Beteiligungs GmbH und der Grohe AG besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Grohe AG ist innerhalb des Konzerns die wichtigste operative Gesellschaft. Darüber hinaus bestehen weitere Vertriebs- und Produktionsgesellschaften in verschiedensten Ländern. Die Grohe Holding GmbH hält 100 % der Anteile an der Grohe North America GmbH, unter deren Dach das Amerika-Geschäft des Konzerns zusammengefasst ist. Zwischen der Grohe Holding GmbH und der Grohe North America GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
Die Muttergesellschaft der Grohe Holding GmbH ist die Grohe Group S.à r.l., Luxemburg ("Grohe Group S.à r.l."), die 100,0 % der Anteile an der Grohe Holding GmbH hält.
1.1.2.2 Geschäftsführung
Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gehörten die folgenden Personen der Geschäftsführung der Grohe Holding GmbH an: Michael Rauterkus (Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Vertrieb und Marketing der Grohe AG), Thomas Fuhr (stellvertretender Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Technik der Grohe AG), Adam Bryson (Vorstand Finanzen, Controlling & Informationstechnologie der Grohe AG), Michael Mager (Vorstand Personal & Organisation sowie Arbeitsdirektor der Grohe AG), Gerald Mulvin (Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à r.l.), Detlef Schmitz (Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à r.l.) sowie Hans-Norbert Topp (Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à.r.l.).
Mit Wirkung zum 7. März 2016 sind die Herren Detlef Schmitz, Gerald Mulvin und Hans-Norbert Topp aus der Geschäftsführung der Grohe Holding GmbH ausgeschieden.
1.1.2.3 Aufsichtsrat
Bei der Grohe AG besteht ein Aufsichtsrat, der paritätisch mit sechs Vertretern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner besetzt wird. Der Aufsichtsrat trifft seine Entscheidungen mit einfacher Mehrheit. Ergibt sich bei einer Abstimmung Stimmengleichheit, so hat der Aufsichtsratsvorsitzende zwei Stimmen und gibt damit den Ausschlag. Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss, den Personal- und Exekutivausschuss sowie den Vermittlungsausschuss.
1.1.2.4 Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr des Konzerns umfasste in der Vergangenheit den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Zur Anpassung des Geschäftsjahres an das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, der LIXIL Group Corporation, Tokio, Japan, wurde auf der Gesellschafterversammlung am 19. Oktober 2015 der Beschluss gefasst, das Ende des Geschäftsjahres vom 31. Dezember auf den 31. März zu verlegen. Der Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. März 2016 ist daher ein Rumpfgeschäftsjahr.
1.1.3 Märkte
Mit 31 eigenen Vertriebsgesellschaften, 35 Niederlassungen sowie Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen selbständigen Handelsvertretungen verfügt Grohe über ein weit verzweigtes Vertriebsnetz, das es dem Unternehmen ermöglicht, seine Produkte in über 130 Ländern zu vermarkten. Die Grohe-Gesellschaften vertreiben ihre Produkte im Wesentlichen über den Sanitärgroßhandel an Installateure und Einzelhändler, die wiederum private und gewerbliche Abnehmer zu ihren Kunden zählen. Die Vertriebsaktivitäten werden bei Bedarf den entsprechenden landestypischen Erfordernissen angepasst. Den jeweiligen regionalen und nationalen Marktgegebenheiten Rechnung tragend, erfolgt so die operative Umsetzung der zentral definierten Ziele.
1.1.4 Produktion
Grohe betreibt drei Produktionsstätten in Deutschland, die sich in Hemer, Lahr und Porta Westfalica befinden. Zusätzlich unterhält Grohe Fertigungsstätten in Portugal und Thailand. Die einzelnen Grohe-Werke sind jeweils auf die Herstellung bestimmter Produkte wie Sanitärarmaturen, Duschen und Sanitärsysteme spezialisiert.
1.1.5 Marktposition
Grohe konzentriert sich auf mittlere und obere Marktsegmente und ist Marktführer in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern, Österreich, Italien, Russland und zahlreichen Ländern des Nahen/Mittleren Ostens. In vielen anderen Ländern, einschließlich der USA, Japan und Indien, ist Grohe ein Marktführer im Segment der europäischen Sanitärarmaturen.
1.1.6 Struktur und Vertriebsorganisation
Die Vertriebsorganisation des Konzerns ist regional aufgebaut, wobei die Grohe-Produkte größtenteils weltweit vertrieben werden. Alle Grohe-Produkte werden von dieser einheitlichen Vertriebsorganisation vermarktet. Entsprechend der internen Organisations- und Berichtsstruktur wird unsere Geschäftstätigkeit folgendermaßen aufgeteilt:
| • |
Europa. Hierzu zählen die geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Produkten, die hauptsächlich unter dem Markennamen "GROHE" im Wesentlichen in folgenden Ländern vertrieben werden: Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Vereinigtes Königreich, Irland, Island, Italien, Kasachstan, Kirgisistan, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine und Ungarn. |
| • |
Mittlerer Osten und Afrika. Hierzu zählen die geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Produkten, die hauptsächlich unter dem Markenamen "GROHE" im Wesentlichen in folgenden Ländern vertrieben werden: Ägypten, Bahrain, Griechenland, Israel, Jordanien, Katar, Kenia, Kuwait, Libanon, Marokko, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Südafrika, Tunesien, Türkei und Vereinigte Arabische Emirate. |
| • |
Asien. Hierzu zählen die geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Produkten, die hauptsächlich unter dem Markennamen "GROHE" im Wesentlichen in folgenden Ländern vertrieben werden: Australien, China, Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neuseeland, Thailand und Vietnam. |
| • |
Amerika. Hierzu zählen die geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Produkten, die hauptsächlich unter dem Markennamen "GROHE" im Wesentlichen in folgenden Ländern vertrieben werden: Kanada, Mexiko, USA sowie Latein- und Südamerika. |
1.2 Forschung und Entwicklung
Leistungsstarke und nachfrageorientierte Innovationen sichern das nachhaltige Wachstum und den langfristigen Erfolg einer globalen Marke. Dies spiegelt sich auch in unseren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wider.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 7,4 Mio. (2015: EUR 31,8 Mio.). Darüber hinaus wurde 2016 ein Betrag von EUR 3,2 Mio. aktiviert (2014: EUR 12,4 Mio.). Die in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthaltenen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 3,2 Mio. (2015: EUR 13,2 Mio.). Die Aktivierungsquote belief sich somit auf 43,1 % (2014: 40,0 %). Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. März 2016 unverändert EUR 29,5 Mio. (2015: EUR 29,5 Mio.).
Zum 31. März 2016 arbeiteten 128 Mitarbeiter (31. Dezember 2015: 128 Mitarbeiter) für Grohe an der Entwicklung neuer und der Optimierung vorhandener Produkte.
Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet bei Produktneuentwicklungen eng mit unserem hauseigenen Designteam, unserem Produktmanagement, unseren Werken und wichtigen Lieferanten zusammen. Dabei wird eine große Anzahl von neuen Produkten entwickelt und es konnten zahlreiche neue Grohe-Produkte für die Serienproduktion freigegeben werden.
Aus dem Bereich Forschung und Entwicklung wurde in den vergangenen Monaten eine Reihe technischer Neuerungen in Serienprodukte eingeführt. Besonders erwähnt sei hier das SmartControl Showersystem mit neuer, innovativer Bedienung, Aquasymphony eine 40" Deckenbrause, Bluetooth-Konnektivität für Sensor Armaturen, Dusch-WCs, Bad-Keramiken sowie Aquatunes, ein kabelloser Bluetooth Dusch-Lautsprecher. Zudem wurde die Produktpalette durch Grohe Zero erweitert, bei der das Trinkwasser innerhalb der Armatur nicht mit bleihaltigen Komponenten in Kontakt kommt. Zusätzlich wurde das GROHE Light Messing mit einem Bleigehalt von max. 0,9 % entwickelt, welches in allen Produktionswerken eingesetzt wird. Beispielhaft ist zudem die Entwicklung einer Waschtisch-Armatur für LIXIL, die im März 2016 eingeführt wurde.
Eine effiziente Entwicklung insbesondere neuer Produkte und relativ kurze Entwicklungszeiten werden dabei durch den Einsatz von qualitativ hochwertigen und geprüften Komponenten forciert, die in einer Vielzahl von Produkten eingesetzt werden können. Als Neuerung im Bereich der Funktionskomponenten wurde die GROHE SmartControl Druck- und Drehknopf-Kartusche für den Einsatz in Europa entwickelt.
Die Produktstandardisierung und die Reduzierung der Komplexität sichern außerdem eine wettbewerbsfähige Kostenposition bei hohem Qualitätsstandard. Durch die im Jahr 2014 neu entstandenen Kooperationsmöglichkeiten mit LIXIL/INAX und American Standard Brands wurden zudem neue Potentiale zur Kostenreduzierung erschlossen.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit ergibt sich unverändert durch die Notwendigkeit der Einhaltung internationaler Normen, wie z.B. den Vorschriften zur Wassereinsparung und den sich global verschärfenden Grenzwerten zur Abgabe von Stoffen in das Trinkwasser.
Die weiter zunehmende Anzahl an elektrischen und elektronischen Produkten erforderte außerdem einen wachsenden Aufwand hinsichtlich der CE-Kennzeichnung sowie hinsichtlich der weltweiten elektrischen Zulassungen nach länderspezifischen Richtlinien und Auflagen.
2.1 Makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklung des Markts für Sanitärtechnik
Die Sanitärnachfrage wird beeinflusst durch die Entwicklung der Baukonjunktur, die Investitionsneigung der Verbraucher für langlebige Gebrauchsgüter sowie den anfallenden Ersatzbedarf. Ungefähr 65 % der weltweiten Nachfrage nach Sanitärprodukten sind auf Ersatzbedarf und Renovierungsaktivitäten und ca. 35 % auf den privaten, öffentlichen und gewerblichen Neubau zurückzuführen. In der Vergangenheit hat sich die Ersatzbedarfsnachfrage im Allgemeinen weniger zyklisch als die Neubaunachfrage entwickelt, da der Ersatzbedarf im Wesentlichen von der Altersstruktur der Sanitärprodukte im Bestand abhängt.
Nachdem im Jahre 2014 nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (World Economic Outlook vom Januar 2016) trotz mehrerer geopolitischer Krisen ein reales Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % erreicht werden konnte, wurde für 2015 mit 3,1 % ein etwas geringeres Wachstum geschätzt. Eine leichte Wachstumsbelebung in den Industriestaaten (von 1,8 % in 2014 auf 1,9 % in 2015) wurde durch eine Abmilderung der Wachstumsdynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern (von 4,6 % in 2014 auf 4,0 % in 2015) überkompensiert, zu der neben der Fortdauer der durch die Krim-Krise ausgelösten Sanktionsmechanismen vor allem der Rückgang vieler Rohstoffpreise sowie der Abzug von Kapital aus vielen Schwellenländern beigetragen haben. Besonders deutlich fiel der in 2015 verzeichnete Rückgang in Russland (-3,7 %) und Brasilien (-3,8 %) aus, aber auch in China war ein Rückgang der Wachstumsdynamik unübersehbar, auch wenn der IWF ein reales Wachstum von 6,9 % (Vorjahr: 7,3 %) ausweist.
Die realen Bauinvestitionen in Gebäude haben nach dem Marktforschungsinstitut IHS GLOBAL IN-SIGHT (April 2016) in 2015 um 2,1 % zugenommen, womit das globale Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude überraschend deutlich hinter dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 3,1 % zurückblieb. Ein wesentlicher Wachstumstreiber in 2015 war die weitere Erholung der bauwirtschaftlichen Aktivitäten in den USA, wo die Bauinvestitionen in Gebäude um 10,7 % gewachsen sind und damit wesentlich zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 2,4 % beigetragen haben. Dabei lagen allerdings die Bauinvestitionen in Gebäude lt. Angaben von IHS GLOBAL INSIGHT in 2015 in realer Betrachtung noch immer nur bei 64 % des im Jahre 2005 erreichten bisherigen Höchstwerts, was den Umfang weiterer baukonjunktureller Potentiale in den USA verdeutlicht.
Auch in Europa ist in 2015 das Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude hinter dem allgemeinwirtschaftlichen Wachstum zurückgeblieben. Während der IWF das in 2015 in der Eurozone erreichte Wirtschaftswachstum auf 1,6 % beziffert, schätzt IHS GLOBAL INSIGHT das Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude in den dort berücksichtigten westeuropäischen Hauptmärkten auf 0,7 % ein, während EUROCONSTRUCT (Dezember 2015) für die dort abgedeckten 19 europäischen Märkte von einem Wachstum von 1,1 % ausgeht, was in beiden Fällen einen leichten Rückgang der Wachstumsdynamik im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Ein deutlicher Anstieg der realen Bauinvestitionen in Gebäude (von 2 % und mehr) in den EUROCONSTRUCT-Ländern wird für Irland (+13,1 %), Schweden (+8,5 %), die Niederlande (+7,2 %), Polen (+4,4 %), die Tschechische Republik (+4,0 %) sowie für Portugal (+3,8 %) beobachtet. Demgegenüber gingen die Bauinvestitionen in Gebäude in 2015 nur in wenigen EUROCONSTRUCT-Ländern zurück, und das auch nur geringfügig: -0,9 % in Frankreich, -0,7 % in Finnland, -0,3 % in Italien und -0,2 % in der Slowakei. Die Zahl der in den EUROCONSTRUCT-Ländern fertiggestellten Wohnungen, die im Jahre 2014 um 1,5 % zurückgegangen war, reduzierte sich in 2015 um weitere 0,8 % auf 1,41 Millionen.
Insgesamt wird geschätzt, dass Nordamerika mit einem Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude von 65 Milliarden US Dollar (zu Preisen von 2010) 2015 den größten Beitrag zum Wachstum der globalen Bauwirtschaft erbracht hat, gefolgt von den asiatischen Schwellenländern (31 Milliarden US Dollar), dem Mittleren Osten und Afrika (10 Milliarden US $) sowie Westeuropa (9 Milliarden US Dollar). IHS GLOBAL INSIGHT schätzt, dass dabei der nordamerikanische Markt (ohne Mexiko) um 9,4 %, die asiatischen Schwellenländer um 1,8 %, der Mittlere Osten und Afrika um 4,1 %, die asiatischen Industrieländer um 2,8% (ohne Japan, in dem die Bauinvestitionen in Gebäude mit +0,3 % beinahe stagnierten) und Westeuropa um 0,7 % gewachsen sind, während für Lateinamerika ein Rückgang um 2,2 % und für Osteuropa um 4,2 % verzeichnet wurde.
Angetrieben durch ein reales Wachstum des globalen BIP von 3,1 % und der Bauinvestitionen in Gebäude von 2,1 % ist der Nominalwert der weltweiten Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten nach Schätzungen von BRG Research Services (April 2016) in 2015 um 4,4 % gestiegen. Nach Einschätzung von BRG Research Services nahm die Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten in Europa um 1,0 % zu, wohingegen in Asien (ohne Japan) eine Zunahme um 7,2 %, auf dem amerikanischen Kontinent von 4,5 % und im Mittleren Osten/Afrika um 3,3 % verzeichnet wurde. Damit haben die asiatischen Länder in 2015 fast 60 % zum weltweiten Wachstum der Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten beigetragen, davon China 40 % und Indien 9 %, während 31 % des Wachstums aus den Ländern der amerikanischen Hemisphäre kamen. Demgegenüber entfielen auf den Mittleren Osten und auf Gesamt-Europa jeweils knapp 5 % des weltweiten Wachstums der Nachfrage nach Produkten sanitärer Wassertechnologie.
Die dargestellte Entwicklung des Kalenderjahres 2015 hat sich im 1. Quartal 2016 auf sehr ähnlichem Niveau fortgesetzt. Für das Jahr 2016 wird ein fast unverändertes Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 % erwartet.
Bei den Sanitärherstellern lag der Schwerpunkt vor der Finanz- und Wirtschaftskrise sowohl auf der organischen Globalisierung führender Marken durch beschleunigte Marktpenetration insbesondere in den Ländern Osteuropas sowie des Mittleren und Fernen Ostens als auch auf der forcierten Globalisierung der Produktionsaktivitäten. Dies geschah zum einen durch Neuinvestitionen und zum anderen durch die Übernahme lokaler Hersteller. Im Zeitraum 2009 bis 2012 gab es relativ wenige Akquisitionen von Sanitärherstellern durch andere Sanitärhersteller. Seitdem ist jedoch eine deutliche Belebung der Akquisitionsdynamik zu verzeichnen. Dazu gehört auch der Anfang 2014 abgeschlossene Erwerb eines 87,5 %-Anteils an Grohe durch ein Joint Venture zwischen der LIXIL Gruppe und der Development Bank of Japan. Zusammen sind die sanitärbezogenen Aktivitäten der LIXIL Gruppe und der Grohe Gruppe die führende Sanitärhersteller-Gruppe im globalen Sanitärmarkt. Zudem hat der Sanitärtechnik-Hersteller GEBERIT inzwischen die Badausstattungs-Herstellergruppe SANITEC übernommen, wodurch die größte Sanitär-Herstellergruppe in Europa entstanden ist.
2.2 Ertragslage
2.2.1 Besonderheiten für das Rumpfgeschäftsjahr
Aufgrund des unter Punkt 1.1.2.4. genannten Wechsels des Geschäftsjahres ist eine Vergleichbarkeit des Rumpfgeschäftsjahres mit dem Vorjahr insbesondere für die Ertragslage nur eingeschränkt möglich. Um jedoch die Vergleichbarkeit hinsichtlich der Ertragslage zu erleichtern, werden für diese im Folgenden den Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres 2016 entsprechende Zahlen der Vorjahresperiode 2015 (Q1 2015) gegenübergestellt.
2.2.2 Umsatzerlöse
Der Umsatz ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal (Q1 2015: EUR 317,9 Mio.) um EUR 21,0 Mio. bzw. 6,6 % auf EUR 338,9 Mio. gestiegen. Das Umsatzwachstum ist in erster Linie auf höhere Absatzmengen, vor allem in Europa, Amerika sowie dem Mittleren Osten und Afrika zurückzuführen. Die Umsatzerlöse folgen damit der weiterhin günstigen Branchenentwicklung.
Umsatzerlöse nach Segmenten
| (in TEUR) | Anstieg / (Rückgang) | ||||
| Q1 2016 | Q1 2015 | 2015 | total | in % | |
| Europa | 217.035 | 197.798 | 782.907 | 19.237 | 9,7 |
| Asien | 41.025 | 41.049 | 185.651 | -24 | -0,1 |
| Mittlerer Osten und Afrika | 51.211 | 48.646 | 193.342 | 2.565 | 5,3 |
| Amerika | 28.955 | 25.982 | 123.208 | 2.973 | 11,4 |
| Sonstige | 673 | 4.418 | 15.522 | -3.745 | -84,8 |
| Gesamt | 338.899 | 317.893 | 1.300.630 | 21.006 | 6,6 |
2.2.1.1. Europa
Der Umsatz des Segments "Europa" erhöhte sich um 9,7 %, von EUR 197,8 Mio. im Q1 2015 auf EUR 217,1 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 2016. Zurückzuführen ist dieser Anstieg in erster Linie auf höhere Umsätze im E-Commerce, aber auch im "Over the Counter" (OTC) und "Do-lt-Yourself' (DIY) Business, vor allem in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Der Umsatzrückgang in Osteuropa liegt vorwiegend an der Abwertung des Rubels gegenüber dem Euro und damit geringeren einzubeziehenden EUR-Umsätzen.
Der Umsatz in den größten europäischen Absatzmärkten von Grohe entwickelte sich wie folgt:
| • |
In Deutschland ist der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 61,9 Mio.) um EUR 10,3 Mio. bzw. 16,6 % auf EUR 72,2 Mio. gestiegen. |
| • |
In Frankreich erhöhte sich der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 34,4 Mio.) um EUR 2,2 Mio. bzw. 6,4 % auf EUR 36,6 Mio. |
| • |
In den Niederlanden ist der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 19,2 Mio.) um EUR 2,8 Mio. bzw. 14,6 % auf EUR 22,0 Mio. gestiegen. |
| • |
In Russland ist der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 8,2 Mio.) um EUR 1,0 Mio. bzw. 12,2 % auf EUR 7,2 Mio. gesunken. Dies lag in erster Linie an negativen Wechselkursentwicklungen. |
2.2.1.2 Asien
Der Umsatz im Segment "Asien" ist mit EUR 41,0 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 2016 nahezu unverändert geblieben im Vergleich mit Q1 2015. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung einzelner Regionen und Länder wider:
| • |
Der Umsatz in China blieb im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 12,2 Mio.) mit EUR 12,1 Mio. nahezu unverändert. |
| • |
Der Umsatz in Indien ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 12,6 Mio.) leicht um EUR 0,8 Mio. bzw. 6,3 % auf EUR 11,8 Mio. gesunken. |
| • |
Der Umsatz in Japan dagegen erhöhte sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 2,9 Mio.) um EUR 0,9 Mio. bzw. 31,0% auf EUR 3,8 Mio. |
Mittlerer Osten und Afrika
Der Umsatz des Segments "Mittlerer Osten und Afrika" ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 48,6 Mio.) um EUR 2,6 Mio. bzw. 5,3 % auf EUR 51,2 Mio. gestiegen. Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf höhere Umsätze im Direktgeschäft (over the counter) und im Showroom Business sowie auf positive Wechselkurseffekte zurückzuführen.
2.2.2.4 Amerika
Der Umsatz des Segments "Amerika" ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 26,0 Mio.) um EUR 3,0 Mio. bzw. 11,5 % auf EUR 29,0 Mio. gestiegen. Dies lag neben positiven Währungskurseffekten vor allem an den höheren Umsätzen im E-Commerce Bereich, vor allem in den USA.
| • |
Der Umsatz in den USA ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 19,3 Mio.) um EUR 2,6 Mio. bzw. 13,5 % auf EUR 21,9 Mio. gestiegen. |
| • |
Der Umsatz in Kanada erhöhte sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 4,3 Mio.) leicht auf EUR 4,8 Mio. |
2.2.2.5 Sonstige
Im Segment "Sonstige" werden die Umsätze aus Produkten mit Eigenmarken ausgewiesen. Da dieser Geschäftszweig nicht weiter forciert wird, kam es im Rumpfgeschäftsjahr 2016 zu einem Umsatzrückgang von EUR 4,4 Mio. im Q1 2015 auf EUR 0,7 Mio. im Q1 2016.
2.2.3 Bruttoergebnis vom Umsatz und Bruttomarge
Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 erzielte Grohe bei Umsatzerlösen von EUR 338,9 Mio. (Q1 2015: EUR 317,9 Mio.) ein Bruttoergebnis von EUR 150,6 Mio. (Q1 2015: EUR 142,5 Mio.). Das entspricht einer stabilen Bruttoergebnismarge von 44,4 % (Q1 2015: 44,8 %).
2.2.4 Sonstige wesentliche Gewinne und Verluste
Die Vertriebskosten sind im Rumpfgeschäftsjahr um EUR 1,3 Mio. auf EUR 87,5 Mio. gestiegen (Q1 2015: EUR 86,2 Mio.). Dies lag im Wesentlichen an den umsatzbedingt erhöhten Ausgangsfrachten.
Die allgemeinen Verwaltungskosten betrugen EUR 12,9 Mio. und sind damit um EUR 0,8 Mio. höher als im Q1 2015 (EUR 12,1 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Aufwendungen für Managementleistungen zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (+)/Aufwendungen (-), netto, beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf EUR -1,3 Mio. (Q1 2015: EUR -0,9 Mio.). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 7,6 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 2016 ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 5,5 Mio. (Q1 2015: 0,1 Mio. EUR) sowie Zuführungen zu Rückstellungen zurückzuführen. Den Aufwendungen an verbundene Unternehmen stehen entsprechende Erträge an verbundene Unternehmen i.H.v. EUR 5,6 Mio. (Q1 2015: 0,1 Mio. EUR) gegenüber. Diese Aufwendungen und Erträge entstehen durch Kostenweiterbelastungen bzw. Kostenerstattungen insbesondere seitens der Muttergesellschaft für Management bzw. Personalleistungen. Ferner wird der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch den im Rumpfgeschäftsjahr 2016 entstandenen Währungsgewinn in Höhe von EUR 1,9 Mio. im sonstigen betrieblichen Ertrag kompensiert (Q1 2015: Währungsverlust in Höhe von EUR 0,1 Mio.)
Das Finanzergebnis war im Berichtszeitraum negativ und belief sich auf EUR -5,3 Mio. (Q1 2015: EUR -42,3 Mio.). Im Q1 2015 beinhalteten die Zinsaufwendungen einen Betrag von EUR 31,4 Mio. für Sondereffekte aus der vorzeitigen Ablösung des Senior Term and Revolving Facilities Agreement ("SFA") mit einem ursprünglichen Volumen von EUR 1.281.000 durch entsprechende Gesellschafterdarlehen der LIXIL Group Finance Corporation.
Das Finanzergebnis umfasst außerdem Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen, insbesondere der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, in Höhe von EUR 2,7 Mio. (Q1 2015: EUR 2,1 Mio.).
Der Nettosteueraufwand betrug im Rumpfgeschäftsjahr EUR 17,5 Mio. (Q1 2015: EUR 4,5 Mio.). Davon entfallen EUR 17,6 Mio. auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand (Q1 2015: EUR 7,0 Mio.) und EUR 0,1 Mio. auf den latenten Ertragsteuerertrag (Q1 2015: EUR 2,6 Mio.). Der Anstieg des tatsächlichen Ertragsteueraufwands korrespondiert mit dem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses vor Steuern.
2.2.5 Periodenergebnis und EBIT als Steuerungsgröße
Das EBIT ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf EUR 50,6 Mio. gestiegen (Q1 2015: EUR 44,6 Mio.). Das Periodenergebnis ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf EUR 27,8 Mio. gestiegen (Q1 2015: EUR -2,1 Mio.). Im Rumpfgeschäftsjahr enthält dieses ein negatives Finanzergebnis von EUR 5,3 Mio. sowie einen Nettosteueraufwand von EUR 17,5 Mio. Demgegenüber wurde das negative Periodenergebnis von EUR -2,1 Mio. im Vergleichszeitraum Q1 2015 von einem deutlich höheren negativen Finanzergebnis von EUR 42,3 Mio. sowie einem Nettosteueraufwand von EUR 4,5 Mio. beeinflusst. Das Ergebnis der Vorjahresperiode wurde stark durch die einmalig anfallenden Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 31,4 Mio. für die vorzeitige Ablösung der bestehenden Finanzierung belastet. Diese Effekte gab es im Rumpfgeschäftsjahr nicht, so dass das Ergebnis positiv durch die gestiegenen Umsätze bei annähernd gleichbleibender Aufwandsstruktur beeinflusst wurde.
2.2.6 Gesamtergebnis
Das Gesamtergebnis nach Steuern ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf EUR -2,5 Mio. gesunken (2015: EUR 124,5 Mio.). Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurde das Periodenergebnis in Höhe von EUR 27,8 Mio. vollständig durch das negative Ergebnis aus leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von EUR 30,2 Mio. nach Steuern aufgezehrt.
Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 glichen sich die Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Höhe von EUR -3,1 Mio. und das Ergebnis aus Cashflow Hedges in Höhe von 3,0 Mio. nahezu aus.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde der positive Effekt aus dem Periodenergebnis von EUR 93,5 Mio. durch einen positiven Effekt aus leistungsorientierten Pensionsplänen von EUR 24,8 Mio. nach Steuern verstärkt, der vor allem aus der Erhöhung des Abzinsungssatzes resultierte. Das sonstige Ergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 außerdem durch die Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Höhe von EUR 5,5 Mio. sowie das Ergebnis aus Cashflow Hedges in Höhe von EUR 0,7 Mio.
2.3 Finanzlage
2.3.1 Finanzierungsstruktur und Liquidität
Die Finanzierung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die von der LIXIL Group Finance Corporation im April 2015 erhaltenen Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 1.031,0 Mio. Diese machen 48,6% der Konzernbilanzsumme aus und werden zum Bilanzstichtag mit EUR 961,0 Mio. überwiegend in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Einen weiteren wesentlichen Aspekt der Finanzierung der Geschäftstätigkeit stellen die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 396,4 Mio. bzw. 18,7% der Konzernbilanzsumme dar. Insgesamt decken die langfristigen Schulden (EUR 1.540,5 Mio.) zusammen mit dem bilanziellen Eigenkapital (EUR 123,5 Mio.) einen Anteil von 78,5% der Konzernbilanzsumme ab.
Die liquiden Mittel des Konzerns betragen zum Bilanzstichtag EUR 148,3 Mio. Darüber hinaus steht der Grohe AG seit dem 23. April 2015 eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von EUR 120 Mio. für allgemeine Unternehmenszwecke zur Verfügung. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis 9. April 2020. Sie wird variabel auf Basis des EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Die Betriebsmittelkreditlinie ist nicht mit Sicherheiten der Gruppe, sondern durch eine Garantie der LIXIL Group Corporation besichert und unterliegt marktüblichen Informationspflichten.
2.3.2 Netto-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Der Netto-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 47,4 Mio. (2015: EUR 161,8 Mio.). Wesentliche Einflussfaktoren sind im Rumpfgeschäftsjahr 2016 neben dem Ergebnis vor Steuern von Mio. 45,3 Mio. (2015: Mio. EUR 146,9) Steuerzahlungen in Höhe von EUR 10,1 Mio. (2015: EUR 51,9 Mio.) sowie zahlungsunwirksame Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 11,8 Mio. (2015: 47,8 Mio.). Nach der im Jahr 2015 erfolgten Refinanzierung ist der Einfluss der Zinsaufwendungen im Rumpfgeschäftsjahr deutlich auf EUR 5,5 Mio. zurückgegangen (Vorjahr: EUR 62,6 Mio.).
Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 ergab sich aus den Veränderungen der sonstigen Bilanzposten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind und im Wesentlichen das Working Capital des Konzerns ausmachen, insgesamt ein Zahlungsmittelabfluss von EUR 0,9 Mio. (2015: Zahlungsmittelabfluss von EUR 38,5 Mio.). Im Einzelnen sind die folgenden Effekte zu beobachten:
Sowohl bei den Vorräten als auch bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Rumpfgeschäftsjahr eine Abnahme um EUR 6,6 Mio. (2015: EUR 0,6 Mio.) bzw. EUR 2,0 Mio. (2015: Zunahme um 17,2 Mio.) mit entsprechend positiver Wirkung auf den Cashflow zu verzeichnen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergab sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 eine Erhöhung um EUR 14,6 Mio. (2015: Abnahme um 1,4 Mio.), welche sich ebenfalls positiv auf den Cashflow auswirkt. Den vorgenannten Zahlungsmittelzuflüssen steht ein Zahlungsmittelabfluss in Form einer deutlichen Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 30,3 (2015: Zunahme um Mio. 4,9 EUR) gegenüber. Die Effekte bei den Forderungen sowie Verbindlichkeiten im Rumpfgeschäftsjahr 2016 sind im Wesentlichen bedingt durch die Umstellung des Geschäftsjahres und damit zusammenhängenden saisonalen Effekten der operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns, beispielsweise Bonusabrechnungsmodalitäten bei Kunden und Lieferanten.
2.3.3 Netto-Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 2015 EUR -10,3 Mio. (2015: EUR -55,7 Mio.).
Grohe investierte im Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 21,2 Mio. (2015 EUR 47,5 Mio.) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Von den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte entfielen im Jahr 2016 EUR 3,2 Mio. und im Jahr 2015 EUR 12,4 Mio. auf aktivierte Entwicklungskosten.
Rückzahlungen von gewährten Krediten in Höhe von EUR 10,0 Mio. führten zu einer entsprechenden Erhöhung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (2015: EUR 0,5 Mio.).
2.3.4 Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Der Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Rumpfgeschäftsjahr EUR -48,9 Mio. (2015: EUR -80,5 Mio.).
Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurde der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im Wesentlichen durch die Tilgung eines Gesellschafterdarlehens in den Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 54,4 Mio. beeinflusst.
Im Geschäftsjahr 2015 nahm Grohe bei der Lixil Group Finance Corporation drei neue Gesellschafterdarlehen über EUR 1.091,0 Mio. auf. Die Einzahlungen aus den Darlehen verwendete Grohe zur Refinanzierung der bestehenden Finanzierungsverpflichtungen aus dem SFA.
Zinszahlungen verursachten im Rumpfgeschäftsjahr 2016 einen Mittelabfluss von EUR 0,6 Mio., im Geschäftsjahr 2015 einen Mittelabfluss von EUR 21,5 Mio.
2.3.5 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Unter Berücksichtigung von Wechselkurseinflüssen sanken die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von EUR 160,8 Mio. zu Beginn des Berichtszeitraumes auf EUR 148,3 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres an.
2.4 Vermögenslage
Vermögenswerte, Eigenkapital und Schulden
| (in TEUR) | Anstieg / (Rückgang) | |||
| 2016 | 2015 | total | in % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.583.345 | 1.619.306 | -35.961 | -2,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 537.072 | 527.896 | 9.176 | 1,7 |
| Gesamtsumme Vermögenswerte | 2.120.417 | 2.147.202 | -26.785 | -1,2 |
| Eigenkapital | 123.547 | 126.094 | -2.547 | -2,0 |
| Langfristige Schulden | 1.540.461 | 1.562.048 | -21.587 | -1,4 |
| Kurzfristige Schulden | 456.409 | 459.060 | -2.651 | -0,6 |
| Gesamtsumme Eigenkapital und Schulden | 2.120.417 | 2.147.202 | -26.785 | -1,2 |
Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf EUR 1.583,3 Mio. und machen ca. 75 % der Bilanzsumme in Höhe von EUR 2.120,4 Mio. aus. Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen EUR 1.389,3 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte (2015: EUR 1.388,7 Mio.). Diese enthalten vor allem den aus Anteilserwerben resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 763,5 Mio. sowie Markenrechte in Höhe von EUR 585,9 Mio. und darüber hinaus selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 31,0 Mio. Das Sachanlagevermögen beträgt EUR 170,6 Mio. (2015: EUR 163,5 Mio.).
Insgesamt betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte zum 31. März 2016 EUR 537,1 Mio. bzw. rund 25 % der Bilanzsumme (2014: EUR 527,9 Mio.). Von den EUR 537,1 Mio. entfallen EUR 140,1 Mio. auf Vorräte (2015: EUR 147,4 Mio.), EUR 166,0 Mio. auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2015: EUR 167,9 Mio.) und EUR 148,3 Mio. auf Bankguthaben (2015: EUR 160,8 Mio.).
Die Schulden betrugen zum 31. März 2016 EUR 1.996,9 Mio. (2015: EUR 2.021,1 Mio.). Darin enthalten sind Finanzverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von nominal EUR 1.031,0 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. März 2016 auf EUR 115,3 Mio. (2015: EUR 100,7 Mio.).
Die in den Schulden enthaltenen Rückstellungen betrugen zum 31. März 2016 EUR 431,2 Mio. (2015: EUR 385,3 Mio.). Für Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 396,4 Mio. (2015: EUR 351,5 Mio.) gebildet. Der Anstieg ist hier im Wesentlichen auf eine Verringerung des Diskontierungssatzes von 2,8% auf 2,1% zurückzuführen. Die Ertragsteuerschulden von Grohe betrugen EUR 30,6 Mio. (2015: EUR 23,0 Mio.).
Zum 31. März 2016 betrug das Eigenkapital insgesamt EUR 123,5 Mio. Der leichte Rückgang um EUR 2,6 Mio. im Vergleich zum 31. Dezember 2015 (EUR 126,1 Mio.) ist auf das negative Gesamtergebnis nach Steuern zurückzuführen. Hier konnte das negative sonstige Ergebnis in Höhe von EUR 30,3 Mio. nicht durch das positive Periodenergebnis für 2016 in Höhe von EUR 27,8 Mio. kompensiert werden. Das sonstige Ergebnis wurde vor allem durch das negative Ergebnis aus Pensionsverpflichtungen beeinflusst.
Die Unternehmensleitung schätzt die wirtschaftliche Lage aufgrund der erfreulichen operativen Ergebnisse, der stabilen Liquiditätslage und der gesicherten Finanzierung insgesamt als gut ein. Die im Vorjahr prognostizierte positive Entwicklung des Umsatzes und des EBIT ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 eingetroffen.
2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren
2.5.1 Umsatzerlöse
Hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzerlöse als finanzieller Leistungsindikator verweisen wir auf die Angaben unter Kapitel 2.2.1.
2.5.2 EBIT
Hinsichtlich der Entwicklung des normalisierten EBIT als finanzieller Leistungsindikator verweisen wir auf die Angaben unter Kapitel 2.2.4.
2.6 Mitarbeiter
In den vergangenen 12 Monaten betrug die Mitarbeiterzahl von Grohe durchschnittlich 5.872 (2015: 5.867). Zum Jahresende betrug die Mitarbeiterzahl 5.858 (Jahresende 2015: 5.803). Darüber hinaus hatte Grohe zum Jahresende 70 Auszubildende (Vorjahr: 80).
Durch den Einsatz verschiedener personalwirtschaftlicher Instrumente ist es Grohe in den vergangenen Jahren gelungen, Beschäftigungsschwankungen aufzufangen. Dazu gehört auch ein ausgewogener Mix an Festanstellungen und variablen Beschäftigungsverhältnissen.
Wie auch in den Jahren zuvor legen wir großen Wert auf die Ausbildung junger Menschen. So freuen wir uns über die große Zahl der herausragenden Ausbildungsabschlüsse im abgelaufenen Ausbildungsjahr 2015, darunter zahlreiche Landessieger und - bereits im vierten Jahr in Folge - ein Bundesbester. Diesmal sind es sogar zwei junge Kollegen, die in verschiedenen Kategorien eindrucksvoll die Leistungsbereitschaft unserer Auszubildenden unterstrichen haben. Sie wurden durch eine entsprechende betriebliche Unterstützung der Ausbilder gefördert.
Seit zehn Jahren zeichnet die Industrie- und Handelskammer die besten Auszubildenden eines Jahres aus. Wir sind sehr stolz, dass unsere Auszubildenden diese Auszeichnung "Bundesbester" bereits sechsmal erhalten haben. Dies sind ein hervorragendes Ergebnis und eine Bestätigung der Qualität des Ausbildungsangebots bei Grohe.
Gerade im Zeichen der sich verändernden Märkte und des demografischen Wandels ist die Mitarbeiterqualifikation ein wichtiger Faktor zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Wir bauen dabei auf die Mischung zwischen externen und internen Weiterbildungsprogrammen sowie ein produktives Zusammenwirken von jüngeren und erfahreneren Mitarbeitern. Die Erfolge zeigen sich unter anderem bei der Beurteilung unserer internen Referenten, die ihre Erfahrung praxisnah weitergeben; sie schnitten in der allgemeinen Seminarbeurteilung und Erfolgskontrolle hervorragend ab.
Soziale Verantwortung übernehmen wir durch die traditionelle Förderung bestimmter Bildungseinrichtungen sowie die Fortführung der in 2009 gestarteten Grohe Jal Academy in Indien. Die Grohe Jal Academy ist ein Projekt zur Qualifizierung von Straßenkindern in Indien nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, dessen Erfolg mittlerweile national wie international große Beachtung und Anerkennung findet. Unser entsprechendes Engagement wurde 2012 mit dem Innovationspreis des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgezeichnet. Im Jahr 2014 haben wir eine Zusage zur finanziellen Förderung weiterer Projekte seitens des BMZ erhalten. Daher wurde beschlossen, im November 2015 ein Ausbildungszentrum in Manila sowie im Mai 2016 in Delhi zu eröffnen. Das bestehende Ausbildungszentrum in Mumbai wird weiter geführt.
Unsere Bemühungen um unsere Mitarbeiter werden schließlich auch in unseren Anstrengungen beim Thema Gesundheitsmanagement sichtbar. Durch gezielte Kampagnen in Gesundheitsfragen sowie Beratung der Mitarbeiter in Fragen der Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu Betriebsvereinbarungen, die Anreize zur Gesunderhaltung bieten, haben wir die Gesundheitsquote auf ein für unsere Industrie überdurchschnittlich positives Niveau gehoben. Das Gesundheitsmanagement wurde mit einer großen Veranstaltung während einer Betriebsversammlung in Lahr gestartet, die Aktivitäten zur Reduzierung der psychischen Belastung starteten mit einem Pilotprojekt in Hemer. Weitere Gesundheitsprojekte wurden und werden an den Standorten durchgeführt.
Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach Geschäftsjahresende mit Auswirkung auf den Konzernabschluss per 31. März 2016 vor.
Angesichts weiterhin positiver allgemein- und bauwirtschaftlicher Wachstumsprognosen wie auch unserer derzeitigen Umsatzentwicklung ist unser Ausblick trotz einer Vielzahl fortwährender währungs-, finanz- und geopolitischer Risiken auch für das Geschäftsjahr 2016/2017 optimistisch. Die zahlreichen monetären und budgetären Maßnahmen in vielen Ländern scheinen die realwirtschaftlichen Auswirkungen der anhaltenden weltweiten Finanz- und Schuldenkrise weiterhin abmildern zu können, während die Migrationskrise in Europa eher zu einer Belebung unseres Geschäftes als Folge eines Bedarfs an zusätzlichem Wohnraum beitragen dürfte.
Der IWF rechnet in seiner Prognose vom April 2016 mit einer leichten Beschleunigung des weltwirtschaftlichen Wachstums von real 3,1 % 2015 auf 3,2 % 2016.
Die positiven Umsatzerwartungen von Grohe sind insbesondere dadurch begründet, dass die realen Bauinvestitionen in Gebäude nach den aktuellen Prognosen von IHS GLOBAL INSIGHT (April 2016) 2016 weltweit mit 2,7 % deutlich stärker zunehmen werden als 2015 (2,1 %) und damit nur weniger stark wachsen würden als die Weltwirtschaft insgesamt (+3,2 %). Dabei wird es allerdings weiterhin deutliche regionale Unterschiede geben.
Für die realen Bauinvestitionen in Gebäude in Westeuropa erwartet IHS eine erhebliche Wachstumsbeschleunigung von 0,7 % 2015 auf 2,8 % 2016, ebenso wie von EUROCONSTRUCT, das für die 19 EUROCONSTRUCT-Länder eine entsprechende Wachstumsbeschleunigung von 1,1 % 2015 auf 3,1 % 2016 prognostiziert. Ein weiterhin lebhaftes reales Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude von 3,1 % wird auch für den Mittleren Osten/Afrika prognostiziert. Für Nordamerika, das sich weiter auf dem Wege einer von sehr niedrigem Niveau ausgehenden Erholung der Baukonjunktur befindet, wird für 2016 ein weiteres Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude von 4,7 % prognostiziert - und somit zwar deutlich schwächeres Wachstum als 2015 (+9,4 %), aber nach wie vor eine stärkere Wachstumsdynamik als in den Schwellenländern Asiens (+2,7 %). Demgegenüber wird für Lateinamerika ein weiterer Rückgang von 0,5 % erwartet.
Angesichts der derzeit vorliegenden Prognosen wird davon ausgegangen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf sehr ähnlichem Niveau wie im Kalenderjahr 2016 entwickeln werden.
Grohe hat seine Marktpositionen in den vergangenen Jahren sowohl bezüglich des Produktangebots als auch der Penetration der relevanten Ländermärkte und Vertriebswege systematisch weiter ausgebaut. Damit ist Grohe in einer ausgezeichneten Ausgangssituation, sowohl von der bauwirtschaftlichen Belebung in Westeuropa als vom Wachstum in Nordamerika und dem nach wie vor insgesamt starken Wachstum in aufstrebenden asiatischen Märkten profitieren zu können.
Vor diesem Hintergrund blickt Grohe optimistisch auf das angelaufene Geschäftsjahr 2016/2017. Grohe strebt nicht nur an, die durch die außerordentlich starke Globalisierung der Marktposition der Marke "GROHE" entstehenden Chancen konsequent zu nutzen und Geschäftsfelder, Sortimente und Vertriebswege weiterhin systematisch weiter auszubauen, sondern auch in zunehmendem Maße von Synergien mit anderen Marken und Aktivitäten in der LIXIL Gruppe zu profitieren. Grohe wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017 eine offensive Produktpolitik verfolgen, konsequent Märkte mit hohem Potenzial erschließen und seine Vertriebsaktivitäten in allen wichtigen Kanälen intensivieren, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Wir rechnen daher mit einem Umsatzwachstum sowie mit einem Anstieg des EBIT im einstelligen Prozentbereich. Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum 31. März 2016.
Grohe ist ein innovatives und leistungsstarkes Unternehmen. Als solches stellen wir uns den Herausforderungen des Wettbewerbs und sind mit ihnen gewachsen. Es ist für uns von großer Bedeutung, von unseren Kunden und Endverbrauchem als Unternehmen wahrgenommen zu werden, das fair im Markt unter strenger Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben agiert. Um dies zu gewährleisten, hat Grohe schon seit einigen Jahren ein Compliance-Risk-Managementsystem implementiert, welches wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung geworden ist. Compliance steht dabei für die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher, behördlicher und unternehmensinterner Vorgaben.
Grundlage ist der LIXIL Code of Conduct, der eine klare Vorgabe enthält, welchen Prinzipien sich das Unternehmen verpflichtet fühlt und welches Verhalten es von seinen Mitarbeitern erwartet. Daneben gibt es eine Vielzahl von verbindlichen Richtlinien, die einzelne Bereiche der Compliance detailliert regeln.
Für das operative Compliance Management ist im Unternehmen der Chief Compliance Officer verantwortlich. Er wird hierbei vom Trade Compliance Officer, dem Konzerndatenschutzbeauftragten sowie dem Compliance Committee unterstützt. Mitglieder des Compliance Committees sind Vertreter aus den Bereichen Corporate Audit, Human Resource, Legal und Trade Compliance. Grohe hat ein weltweites Hinweisgeber-System aufgebaut, bei dem sich Mitarbeiter und Dritte unter Wahrung ihrer Anonymität an externe Ombudsmänner (auch in ihrer jeweiligen Landessprache) wenden können.
Die Mitarbeiter von Grohe werden zu den wesentlichen Inhalten des Compliance Managements sowie zu den einzelnen Compliance-Themen, die in ihrem beruflichen Alltag relevant sind, durch Online- und Präsenztrainings regelmäßig geschult.
Grohe verfolgt mittels eines effizienten Risikomanagementsystems die aus der weltweiten Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken und versucht, unangemessene Risiken weitestgehend zu vermeiden.
Die nachfolgend aufgeführten Risiken können nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung von Grohe haben:
Absatzmarktrisiken.
Aufgrund der nachhaltigen Intensivierung des Wettbewerbs ist Grohe mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert und konkurriert sowohl mit international agierenden Wettbewerbern als auch mit zahlreichen regionalen und spezialisierten Anbietern. Grohe ist dabei nicht nur von allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklungen, sondern auch von branchenspezifischen Einflüssen wie beispielsweise der Baukonjunktur abhängig.
Beschaffungsrisiken.
Auf der Beschaffungsseite ist Grohe Risiken durch Preisschwankungen bei den Rohstoffen ausgesetzt. Ein wesentliches Rohmaterial ist Messing sowie aus Messing gefertigte Teile. Hauptbestandteile von Messing sind Kupfer und Zink, die in den letzten Jahren an der London Metal Exchange eine hohe Volatilität der Preise und Bestandsmengen verzeichneten.
Grohe begegnet diesem Risiko durch Preis- und Mengenfixierungen mit Lieferanten und durch derivative Finanzgeschäfte mit Banken (vornehmlich Rohwarentermingeschäfte), wodurch die Planungssicherheit im Bereich der Herstellungskosten sowie der Rohmaterialbeschaffung erhöht wird. Weitere Ausführungen zu den Sicherungsgeschäften sind im Anhang zu finden.
Währungsrisiken.
Grohe ist in mehr als 130 Ländern tätig und wickelt Geschäfte in mehr als 10 Währungen ab. In 2016 wurden insgesamt mehr als 38 % der Umsatzerlöse in anderen Währungen als dem Euro erzielt. Die Währungsrisiken beziehen sich in erster Linie auf den US-Dollar. Weitere Währungsrisiken für Grohe ergeben sich aus dem russischen Rubel, dem chinesischen Renminbi, dem britischen Pfund, der indischen Rupie sowie aus weiteren Währungen von Ländern, in denen Umsätze erzielt werden. Risiken aus einer Veränderung der Währungsrelationen begegnet Grohe mit einer teilweisen Absicherung der in Fremdwährung abzurechnenden Umsätze und der daraus resultierenden Forderungen. Zur Absicherung werden Devisentermingeschäfte verwendet, mit denen die Zahlungseingänge in Fremdwährung zu einem festen Kurs in Euro getauscht werden. Wir verweisen ferner auf die Darstellung der zum Jahresende 2016 bestehenden Devisenterminkontrakte im Anhang.
Zinsänderungsrisiko.
Zum 31. März 2016 bestehen drei unbesicherte Gesellschafterdarlehen der Lixil Group Finance Corporation über insgesamt Mio. EUR 1.031,0. Diese werden mit EURIBOR zzgl. einer Marge verzinst. Das sich aus der variablen Verzinsung dieses Kredits ergebende Zinsänderungsrisiko wurde 2016 nicht abgesichert.
Finanzierungsrisiko.
Neben den drei unbesicherten Gesellschafterdarlehen der Grohe Holding GmbH steht der Grohe AG eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von Mio. EUR 120,0 für allgemeine Unternehmenszwecke bis zum 9. April 2020 zur Verfügung, die durch eine Garantie der Lixil Group Corporation besichert ist. Zum 31. März 2016 ist die Betriebsmittelkreditlinie nicht in Anspruch genommen.
Rechtliche Risiken.
Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Grohe Water Technology AG & Co. KG auf die Grohe AG hat die Grohe AG den abfindungsberechtigten ehemaligen Kommanditisten der Grohe Water Technology AG & Co. KG, die Widerspruch gegen die Verschmelzung eingelegt hatten, ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 33,11 pro Aktie der Grohe AG unterbreitet. Mehrere ehemalige Kommanditisten haben ein Spruchverfahren gegen die Grohe AG eingeleitet und beantragt, das Barabfindungsangebot zu erhöhen und eine bare Zuzahlung hinsichtlich des Umtauschverhältnisses festzusetzen. Die Grohe AG hat nach Wirksamwerden der vorgenannten Verschmelzung einen neuen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Grohe Beteiligungs GmbH abgeschlossen. In diesem Zusammenhang hat die Grohe Beteiligungs GmbH den außenstehenden Aktionären der Grohe AG ebenfalls ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 35,19 pro Aktie der Grohe AG unterbreitet und eine feste jährliche Ausgleichszahlung in Höhe von EUR 2,72 pro Aktie der Grohe AG zugesichert. Auch hier haben außenstehende Aktionäre ein Spruchverfahren gegen die Grohe Beteiligungs GmbH eingeleitet, um die angebotene Barabfindung und die zugesicherte feste jährliche Ausgleichszahlung überprüfen zu lassen. Die Aktionäre können nur eines der Barabfindungsangebote annehmen. 2011 hat das Landgericht Dortmund in beiden Spruchverfahren einen Gutachter bestellt. Dieser hat seine Gutachten im August 2013 vorgelegt.
Im Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hat das Landgericht Dortmund am 6. März 2014 entschieden, dass die Barabfindung sowie die feste jährliche Ausgleichszahlung angemessen sind. Einige Antragsteller haben gegen den Beschluss des Landgerichts Dortmund Beschwerde eingelegt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat als das in zweiter Instanz zuständige Gericht am 12. November 2015 entschieden, dass die Barabfindung sowie die feste jährliche Ausgleichszahlung nicht angemessen sind und hat die angebotene Barabfindung auf einen Betrag von EUR 37,06 je Aktie der Grohe AG und die feste jährliche Ausgleichszahlung auf einen Betrag von EUR 2,79 je Aktie der Grohe AG erhöht. Dieses Urteil ist rechtskräftig. Die Grohe AG hat den Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf im Februar 2016 bekanntgemacht und die Abwicklung der Nachbesserung eingeleitet.
Im Spruchverfahren zur Verschmelzung hat das Landgericht Dortmund am 25. Juni 2015 entschieden, dass die Barabfindung auf einen Betrag von EUR 52,08 je Aktie der Grohe AG erhöht wird und dass eine bare Zuzahlung in Höhe von EUR 2,42 je Aktie der Grohe AG zu zahlen ist. Die Grohe AG hat gegen den Beschluss des Landgerichts Dortmund Beschwerde eingelegt. Das Verfahren ist jetzt in zweiter Instanz beim Oberlandesgericht Düsseldorf anhängig.
Von den beiden Entscheidungen könnten insgesamt 218.678 Aktien betroffen sein, davon maximal 97.240 Aktien im Rahmen der Barabfindung aus dem Verschmelzungsvertrag. Sollte eine höhere Barabfindung rechtskräftig festgesetzt werden, ergibt sich eine entsprechende finanzielle Belastung.
Bei Grohe wird die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Genehmigungsauflagen sowie die kontinuierliche Verbesserung im Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement durch die direkt unterhalb des Vorstandes angesiedelte Zentralfunktion Corporate EHS & Sustainability Management mit Hilfe systematischer Aufbau- und Ablaufstrukturen und regelmäßiger interner und externer Environmental, Health and Safety (EHS) Legal Compliance, Performance und Management System Audits in allen relevanten Bereichen sichergestellt und überwacht.
Das Umweltmanagementsystem der Grohe AG wurde erstmals 2003 für alle europäischen Standorte und 2004 für den Produktionsstandort in Thailand nach der ISO 14001 zertifiziert. Im Jahr 2011 folgte eine erfolgreiche Erst-Zertifizierung der Grohe Gruppe nach OHSAS 18001, der weltweit führenden Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsysteme (zukünftig: ISO 45001). Die aktuell gültigen Re-Zertifizierungen datieren aus 2015 (sowohl Umweltmanagement, ISO 14001:2009, als auch Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement, OHSAS 18001:2007). Als Zertifizierungsgesellschaft fungiert der TÜV Nord, Essen.
Bereits seit mehreren Jahren nimmt der Einfluss der Europäischen Chemikalienverordnung REACH auf die europäische Industrie und damit auch auf Grohe zu. Gemäß REACH müssen Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender ihre Chemikalien registrieren und sind für deren sichere Verwendung selbst verantwortlich. Ausgewählte Stoffe werden von den Behörden bewertet und ggf. einer Regelung zugeführt. Mit Einrichtung des "Grohe REACH Radar" analysiert Grohe die Verwendung von Chemikalien im Unternehmen, um frühzeitig auf drohende Stoffverbote bzw. Stoffbeschränkungen aufmerksam zu werden und reagieren zu können.
Um dem aktuellen Anwendungsverbot von Chromtrioxid (Juristisch: Verbot mit Erlaubnisvorbehalt) innerhalb der EU zu begegnen (Ablaufdatum: 21. September 2017), ist Grohe als aktives Mitglied im Konsortium CTAC (Chromium Trioxide Application Consortia) tätig geworden, das am 7. August 2015 Zulassungsanträge gestellt hat. Grohe hat zudem am 7. Oktober 2015 einen eigenen Zulassungsantrag für die weitere Nutzung von Chromtrioxid bei der ECHA - European Chemicals Agency in Helsinki gestellt. Entscheidungen über die Zulassungszeiten werden nicht vor der 2. Jahreshälfte 2016 erwartet.
Neben Gesetzen und Vorschriften, die unsere Produktionsstätten und Fertigungsprozesse betreffen, können sich auch gesetzliche Auflagen im Umweltschutz-, Gesundheits- und Arbeitssicherheitsbereich auf unser Produktportfolio auswirken, indem Substanzen, die von uns verwendet werden, in Art oder Umfang beschränkt oder verboten werden können. So trat in Deutschland zum 1. Dezember 2013 die neue Trinkwasserverordnung in Kraft, die strengere Grenzwerte für die Metallabgabe ins Trinkwasser vorsieht.
Grohe geht davon aus, dass alle derzeit relevanten gesetzlichen Umweltvorschriften eingehalten sind. Aufgrund von Faktoren, die sich der Kontrolle der Gesellschaft entziehen (wie die Entdeckung bislang nicht erkannter Altlasten oder Änderungen der bestehenden Umweltgesetzgebung bzw. der Auslegung durch entsprechende Behörden), kann eine Belastung aus Umweltrisiken jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Die vorgenannten Risiken werden durch das bestehende Risikomanagementsystem überwacht und regelmäßig kontrolliert. Wir schätzen die positive Entwicklung des Konzerns trotz dieser Risiken nicht als gefährdet ein, sondern gehen - auch aufgrund der Ausführungen im Chancenbericht - von einer weiterhin positiven Gesamtentwicklung des Konzerns aus.
Grohe sieht seine Stärken und damit Chancen in der weltweiten Bekanntheit von Grohe als Premiummarke für Wassertechnologie-Produkte im Sanitärbereich mit hohen Qualitäts- und Innovationsstandards sowie den zahlreichen langjährigen Geschäftsbeziehungen mit Kunden in vielen Ländern der Welt. Neben dem hohen Wiedererkennungswert der Marke "GROHE" stärkt auch die universal attraktive, funktionsorientierte Formensprache der Grohe-Produkte, die von einem in-house Designteam gepflegt wird, die Kundenakzeptanz und stärkt damit nicht nur die Kundenbindung, sondern verbessert auch den Zugang zu weiteren Absatzmärkten und Kunden. Durch diese Vorteile ergeben sich für uns vielversprechende Möglichkeiten, Umsatz und Profitabilität weiter zu steigern und das Wachstum des Unternehmens zu sichern. Darüber hinaus erhofft sich Grohe durch die Zusammenarbeit mit dem neuen Partner LIXIL, den nachhaltigen Wachstumskurs konsequent fortzusetzen und neue Synergien zu nutzen.
Der gemeinsame Erwerb der Mehrheit der Anteile durch die Grohe Group S.à r.l. und die LIXIL Corporation an einigen Unternehmen der südafrikanischen DAWN-Gruppe in 2014 gibt Grohe die Möglichkeit, seine Geschäftsaktivitäten in Afrika konsequent zu intensivieren und von weiteren Umsatzsteigerungen zu profitieren.
Mit der Umgestaltung der LIXIL Gruppe in vier technologische Geschäftseinheiten in 2015 wurde auch das Sanitärgeschäft der Gruppe mit den Marken GROHE, American Standard und LIXIL/Inax als LIXIL Water Technology (LWT) zusammengefasst. Mit den einzelnen, weiterhin eigenständig geführten Marken werden weltweit führende Marktpositionen in den entscheidenden Kernmärkten besetzt, Aktivitäten in 150 Märkten vorangetrieben, zwei Forschungs- und Entwicklungskompetenzzentren - in Deutschland und Japan - betrieben und Produkte in 50 Produktionsstätten weltweit gefertigt. Alle Marken zusammen nehmen dadurch eine global ausgerichtete Marktführungsposition ein. Durch Bündelung und Austausch von ausgewiesener Expertise und breitem Know-how profitiert auch Grohe und hat dadurch beste Voraussetzungen, sich erfolgreich weiterzuentwickeln und profitabel zu wachsen.
Hemer, den 8. Juli 2016
Die Geschäftsführung
Michael Rauterkus
Thomas Fuhr
Adam Bryson
Michael Mager
Wir haben den von der Grohe Holding GmbH, Hemer, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH, Hemer, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 8. Juli 2016
Deloitte
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Graetz, Wirtschaftsprüfer
gez. Dr. Brüggemann, Wirtschaftsprüfer
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
20 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Elektrizitätshandel
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Sanitärkeramik
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Herstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Großhandel mit Werkzeugmaschinen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Dienstleistungen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten, klinischen und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen, ohne ärztliche Therapien
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Mobile Gastronomie auf Jahrmärkten u. Ä.
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen