Grohe North America GmbHLiquidiert

40545 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 6395
Eingetragen
18.12.2007
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen auf eigene Rechnung insbesondere an solchen Unternehmen, deren Unternehmensgegenstand die Herstellung von Produkten auf dem Gebiet der Sanitärtechnik ist. Genehmigungs- und erlaubnispflichtige Tätigkeiten werden nicht betrieben.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LIXIL Europe S.à.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Berichtigung

Aufgrund eines technischen Versehens seitens des Bundesanzeiger Verlages ist die Veröffentlichung vom 05.01.2017 fehlerhaft.

Grohe Holding GmbH

Hemer

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.03.2016

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016

    1.1. - 31.3.  
(in TEUR) Anhang 2016 2015
Umsatzerlöse   338.899 1.300.630
Umsatzkosten   -188.286 -723.486
Bruttoergebnis vom Umsatz   150.613 577.144
Vertriebskosten   -87.494 -333.402
Allgemeine Verwaltungskosten   -12.857 -37.660
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.1 -9.381 -13.880
Sonstige betriebliche Erträge 3.2 8.105 9.812
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen   1.661 6.848
Operatives Ergebnis   50.647 208.862
Zinsaufwendungen 3.3 -5.487 -62.601
Zinserträge 3.3 248 1.105
Sonstiges Finanzergebnis 3.3 -106 -464
Ergebnis vor Steuern   45.302 146.902
Ertragsteuern 4 -17.546 -53.388
Periodenergebnis   27.756 93.514
Davon entfallen auf:      
Anteilseigner des Mutterunternehmens   27.127 92.364
Nicht beherrschende Anteile   629 1.150

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016

    1.1. - 31.3.  
(in TEUR) Anhang 2016 2015
Periodenergebnis   27.756 93.514
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 14 -3.086 5.458
Netto-Gewinne/(-Verluste) aus dem Hedge Accounting 14 4.356 1.092
Latente Steuern 4 -1.367 -343
Ergebnis aus Hedge-Accounting   2.989 749
    -97 6.207
Umgliederung des sonstigen Ergebnisses in Folgeperioden Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus      
Pensionsplänen 18 -44.050 35.914
Latente Steuern 4 13.845 -11.138
Ergebnis aus Pensionsverpflichtungen   -30.205 24.776
Umgliederung des sonstigen Ergebnisses in Folgeperioden   -30.205 24.776
Sonstiges Ergebnis nach Steuern   -30.302 30.983
Gesamtergebnis nach Steuern   -2.546 124.497
Davon entfallen auf:      
Anteilseigner des Mutterunternehmens   -3.036 123.223
Nicht beherrschende Anteile   490 1.274

Konzernbilanz zum 31. März 2016

AKTIVA

(in TEUR) Anhang 31.03.2016 31.12.2015
Sachanlagen 5 170.564 163.502
Immaterielle Vermögenswerte 6, 8 1.389.345 1.388.717
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 7 9.720 8.385
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9 1.718 46.767
Sonstige Vermögenswerte 9 4 2
Aktive latente Steuern 4 11.994 11.933
Langfristige Vermögenswerte   1.583.345 1.619.306
Vorräte 10 140.074 147.371
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11 165.973 167.885
Ertragsteuerforderungen 4 2.504 2.515
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9 63.246 33.838
Sonstige Vermögenswerte 9 16.136 14.642
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 12 148.312 160.839
Kurzfristige Vermögenswerte   536.245 527.090
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 13 827 806
BILANZSUMME   2.120.417 2.147.202

PASSIVA

 
(in TEUR) Anhang 31.03.2016 31.12.2015
Gezeichnetes Kapital 14 25 25
Kapitalrücklage 14 96.100 96.100
Gewinnrücklagen und Konzernergebnis 14 14.121 17.199
Sonstige Rücklagen 14 6.612 6.571
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens      
entfallendes Eigenkapital   116.858 119.895
Nicht beherrschende Anteile   6.689 6.199
Gesamtsumme Eigenkapital   123.547 126.094
Finanzverbindlichkeiten 15 961.577 1.016.106
Rückstellungen 17 14.478 14.304
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des      
Arbeitsverhältnisses 18 396.361 351.482
Sonstige Verbindlichkeiten 20 176 206
Passive latente Steuern 4 167.869 179.950
Langfristige Schulden   1.540.461 1.562.048
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 115.277 100.692
Finanzverbindlichkeiten 15 100.101 95.649
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht      
beherrschenden Anteilen 16 7.301 7.577
Ertragsteuerschulden 4 30.600 23.029
Rückstellungen 17 20.402 19.474
Sonstige Verbindlichkeiten 20 182.728 212.639
Kurzfristige Schulden   456.409 459.060
Gesamtsumme Schulden   1.996.870 2.021.108
BILANZSUMME   2.120.417 2.147.202

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016

    1.1. - 31.3.  
(in TEUR) Anhang 2016 2015
Laufende Geschäftstätigkeit      
Ergebnis vor Steuern (einschließlich aufgegebener Geschäftsbereiche)   45.302 146.902
Zahlungsunwirksame Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle 3.4 11.825 47.783
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-)   -4.148 -9.837
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Vermögenswerten des Anlagevermögens und der Veräußerung von Tochtergesellschaften   -188 -1.258
Zinserträge 3.3 -248 -1.105
Zinsaufwendungen 3.3 5.487 62.601
Veränderungen der Rückstellungen, Pensionsrückstellungen und Zuwendungen der öffentlichen Hand   -763 -13.776
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte   6.598 562
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   1.960 -17.184
Zunahme (-)/Abnahme (+) der sonstigen Forderungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind   7.055 -11.603
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   14.585 -1.398
Zunahme (+)/Abnahme (-) der sonstigen Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind   -30.292 4.858
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel   57.173 206.545
Erhaltene Dividenden   0 4.867
Erhaltene Zinsen   308 2.257
Gezahlte Ertragsteuern   -10.066 -51.899
Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit   47.415 161.770
Investitionstätigkeit      
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten   894 5.782
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte   -21.187 -47.495
Investitionen in das Finanzanlagevermögen   0 -15.000
Rückzahlungen von gewährten Krediten   10.000 450
Kapitalrückzahlungen von Gemeinschaftsunternehmen   0 580
Netto-Cashflow aus der Investitionstätigkeit   -10.293 -55.683
Finanzierungstätigkeit      
Tilgung von Schulden aus Finanzierungsleasing   -184 -706
Mittelzufluss aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten   6.255 1.095.297
Mittelabfluss aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten   -54.400 -1.152.285
Mittelabfluss für Finanzierungsnebenkosten   0 -300
Auszahlungen an Eigentümer von nicht beherrschenden Anteilen   0 -1.009
Gezahlte Zinsen   -609 -21.491
Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   -48.938 -80.494
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds   -11.816 25.593
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds   -711 1.446
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode   160.839 133.800
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12 148.312 160.839

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016

  Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital    
(in TEUR) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Kumulierte Konzernergebnisse Sonstige Rücklagen Summe Nicht beherrschende Anteile Summe
Saldo zum 1. Januar 2015 25 96.100 -99.941 488 -3.328 5.935 2.607
Periodenergebnis 0 0 92.364 0 92.364 1.150 93.514
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe       5.334 5.334 124 5.458
Ergebnis aus Cashflow Hedges       749 749 0 749
Ergebnis aus Pensionsverpflichtungen     24.776   24.776 0 24.776
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 24.776 6.083 30.859 124 30.983
Gesamtergebnis nach Steuern 0 0 117.140 6.083 123.223 1.274 124.497
Auszahlungen an Eigentümer von              
nicht beherrschenden Anteilen         0 -1.010 -1.010
Saldo zum 31. Dezember 2015 25 96.100 17.199 6.571 119.895 6.199 126.094
Periodenergebnis 0 0 27.127 0 27.127 629 27.756
Währungsumrechnung ausländischer              
Geschäftsbetriebe       -2.948 -2.948 -139 -3.087
Ergebnis aus Cashflow Hedges       2.989 2.989 0 2.989
Ergebnis aus Pensionsverpflichtungen     -30.205   -30.205 0 -30.205
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 -30.205 41 -30.164 -139 -30.303
Gesamtergebnis nach Steuern 0 0 -3.078 41 -3.037 490 -2.547
Saldo zum 31. März 2016 25 96.100 14.121 6.612 116.858 6.689 123.547

Konzernanhang
für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2016

1. Informationen zum Unternehmen

Die Grohe Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften ("der Konzern") sind gemessen am Umsatz Europas größter und weltweit einer der führenden Hersteller von Sanitärarmaturen. Die breit gestreute Palette der vom Konzern entwickelten, hergestellten und vertriebenen Produkte unter dem Markennamen "GROHE" umfasst Sanitär- und Küchenarmaturen, Brausen und Duschsysteme, Installations- und Spülsysteme sowie weitere Bad- und Sanitärprodukte.

Die Grohe Holding GmbH, Hemer, (im Folgenden auch "die Gesellschaft") wurde am 17. Mai 2004 gegründet; sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter HRB 5040 eingetragen. Die Muttergesellschaft der Grohe Holding GmbH ist die Grohe Group S.à r.l., Luxemburg, die 100,0 % der Anteile an der Grohe Holding GmbH hält. Die Grohe Group S.à r.l. wiederum wird in den Konzernabschluss der GraceB S.à r.l, Luxemburg ("GraceB"), einbezogen, da die GraceB 87,5 % der Anteile an der Grohe Group S.à r.l. hält. GraceB befindet sich im Besitz der GraceA Co., Ltd., Tokio, Japan, die sich ihrerseits im gemeinsamen Besitz der Lixil Corporation, Tokio, Japan, ("Lixil") und der Development Bank of Japan, Tokio, Japan, ("DBJ") befindet. Jede dieser Gesellschaften hält einen Stimmrechtsanteil von 50 %. Am 1. April 2015 schloss die Lixil Corporation den Kauf des bislang von der Cai GmbH gehaltenen Anteils von 12,5 % an der Grohe Group S.à r.l. ab. Die Grohe Group S.à r.l. und die Grohe Holding GmbH sind seit diesem Zeitpunkt indirekt mehrheitlich gehaltene Tochtergesellschaften der Lixil Corporation.

Die Grohe Holding wird in den Konzernabschluss der Grohe Group S.à r.l. (kleinster Kreis) sowie in den Konzernabschluss der Lixil Corporation (größter Kreis) einbezogen.

Auf Beschluss der Gesellschafterversammlung wurde das Geschäftsjahresende auf den 31. März umgestellt. Die Periode vom 1. Januar bis zum 31. März bildet ein Rumpfwirtschaftsjahr. Die Veröffentlichung des Abschlusses erfolgt nach der Freigabe durch die Geschäftsführung am 8. Juli 2016.

Die Grohe Beteiligung, Hemer, macht für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Verpflichtung, einen Jahresabschluss nach den Vorschriften des Vierten Unterabschnittes des Zweiten Abschnittes des Dritten Buches offenzulegen, Gebrauch.

Die Grohe North America GmbH, Hemer, macht für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Verpflichtung, einen Jahresabschluss nach den Vorschriften des Zweiten Abschnittes des Dritten Buches des HGB aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen, Gebrauch.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen für die Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH wurde gemäß § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der EU anzuwenden sind - aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der Grohe Holding GmbH umfasste in der Vergangenheit den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Zur Anpassung des Geschäftsjahres an das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, der LIXIL Group Corporation, Tokio, Japan, hat die Gesellschafterversammlung der Grohe Holding GmbH am 19. Oktober 2015 beschlossen, dass das Geschäftsjahr der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. April 2016 umgestellt wird. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. April eines jeden Jahres und endet am 31. März des darauf folgenden Jahres. Der Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 31. März 2016 bildet ein Rumpfgeschäftsjahr. Angaben in diesem Konzernanhang zur Gewinn- und Verlustrechnung, die mit "2016" bezeichnet sind, beziehen sich im Folgenden jeweils auf den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2016.

Aufgrund des oben genannten Wechsels des Geschäftsjahres ist eine Vergleichbarkeit der beiden Perioden nur eingeschränkt gegeben.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem international gebräuchlichen Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Zur Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS müssen bei einigen Posten Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie auf die Angabe von Eventualvermögen und -schulden auswirken.

Abweichend zum Vorjahr wurde auf die Erstellung einer Segmentberichterstattung verzichtet.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Grohe Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften zum Abschlussstichtag eines jeden Geschäftsjahres.

Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil des Ergebnisses und des Nettovermögens dar, der nicht den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist. Sie werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.

Die Grohe Holding GmbH ist an den unter Anhangsangabe 27 aufgeführten Unternehmen beteiligt, die mit Ausnahme der Grome Marketing (Cyprus) Ltd., Nikosia, Zypern, und der Grome ig ve Di§ Ticaret Limited irketi, Istanbul, Türkei, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die jeweils 50-prozentigen Beteiligungen an der Grome Marketing (Cyprus) Ltd. sowie an der Grome ig ve Di§ Ticaret Limited irketi, die indirekt über die Grohe AG gehalten werden, werden als Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist von Ermessensentscheidungen sowie von Annahmen und Schätzungen abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Annahmen und Schätzungen abweichen. Die nachstehend wiedergegebenen wesentlichen Schätzungen und Annahmen sind für die Einschätzung der Risiken der Finanzberichterstattung von großer Bedeutung.

Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer

Der Geschäfts- oder Firmenwert sowie das Markenrecht "GROHE" betreffen einen erheblichen Anteil der Bilanzsumme. Da diese Posten nicht planmäßig abgeschrieben werden, kommt dem jährlichen verpflichtenden Wertminderungstest große Bedeutung zu. Aufgrund der fehlenden Abschreibung repräsentieren daher die Buchwerte die Verhältnisse beim Erwerb der Grohe-Posten im Jahr 2004, soweit zwischenzeitlich keine Wertminderung vorzunehmen war.

Der Wertminderungstest erforderte zunächst die Festlegung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppe von solchen Einheiten, denen diese Posten zugeordnet werden. Diese Struktur bleibt grundsätzlich erhalten, bis eine Änderung der Umstände eine Neuausrichtung erfordert. Bei Grohe folgt diese Struktur der regionalen Ausrichtung der Grohe-Geschäftsaktivitäten.

Hierauf aufbauend ist jährlich eine Schätzung des erzielbaren Betrages jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorzunehmen. Hierzu zieht Grohe den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten heran. Zur Ermittlung dieses Betrages muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Cashflows werden grundsätzlich aus der jeweils aktuellen Planung des Unternehmens abgeleitet. Der Abzinsungssatz wird unter Heranziehung aktueller Marktdaten bestimmt.

Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts betrug zum 31. März 2016 TEUR 763.455 (2015: TEUR 763.455); der Buchwert des Markenrechtes "GROHE" betrug TEUR 585.934 (2015: TEUR 585.934).

Für weitere Informationen zu den immateriellen Vermögenswerten wird auf Anhangsangabe 6, für weitere Informationen zur Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. der sonstigen immateriellen Vermögenswerte wird auf Anhangsangabe 8 verwiesen.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangsangabe 2.2 dargestellten Rechnungslegungsmethode aktiviert. Dies bezieht sich insbesondere auf Produktentwicklungen.

Die Anwendung dieser Rechnungslegungsmethode setzt einen klar dokumentierten Prozess der Erfassung der Kosten für Entwicklungsprojekte und deren Überwachung voraus. Grohe setzt hierfür einen sogenannten Stage-Gate-Prozess ein, d.h. ein Phasenmodell mit definierten Kontrollpunkten für Produktentwicklungsprojekte. Die im Stage-Gate-Prozess definierten Phasen reichen von dem Beginn einer Produktidee bis hin zur Vermarktung der Produkte. Vor dem Übergang in eine neue Phase innerhalb des Stage-Gate-Prozesses gibt es jeweils eine formalisierte Entscheidung, ob das Projekt fortgeführt wird. Die Aktivierung der Kosten für ein Entwicklungsprojekt erfolgt erst ab der Phase, in der nach Einschätzung des Managements die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des jeweiligen Projekts nachgewiesen ist. Die Kosten werden nur aktiviert, soweit diese durch den erwarteten zukünftigen Nutzen aus dem Projekt gedeckt sind. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Beträge trifft das Management dabei Annahmen über die Höhe und den Zeitraum der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt und die anzuwendenden Abzinsungssätze. Mit Eintritt der Nutzbarkeit der Projektergebnisse setzt die planmäßige Abschreibung ein.

Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. März 2016 TEUR 30.874 (2015: TEUR 30.991). Vgl. auch Anhangsangabe 6.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Im Konzern existieren eine Reihe nicht durch Fonds gedeckter Pensionspläne, die hauptsächlich die in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter einschließen. Im Ausland bestehen einige weniger umfangreiche Pläne.

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen medizinischen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen inhärenten Unsicherheiten. Die Neuberechnung zum jeweiligen Stichtag führt regelmäßig zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die in voller Höhe im Sonstigen Ergebnis und damit außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Der Abzinsungssatz ist ein wesentliches Element der Bewertung von Pensionen, da mit ihm der Zinsaufwand für den nächsten Berichtszeitraum bestimmt wird.

Die für die Pensionsbewertung relevanten Abzinsungssätze sind grundsätzlich aus dem Kapitalmarkt unter Heranziehung hoch qualitativer Unternehmensanleihen in derselben Währung abzuleiten, soweit ein hinreichend liquider Markt vorliegt.

Zum 31. März 2016 verminderte sich der Abzinsungssatz für die deutschen leistungsorientierten Pensionspläne von 2,8 % auf 2,1 %. Eine Sensitivitätsanalyse ist in Anhangsangabe 18 enthalten. Die Änderungen der finanziellen Annahmen, im Wesentlichen der Anstieg des Abzinsungssatzes, der bei der Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne und der medizinischen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Anwendung kommt, führte im Rumpfgeschäftsjahr zu einem versicherungsmathematischen Verlust in Höhe von TEUR 44.050 (2015: versicherungsmathematischer Gewinn von TEUR 35.914).

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. März 2016 TEUR 396.361 (2015: TEUR 351.482). Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangsangabe 18 zu finden.

Bewertung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Wertaufhellung

Die Bewertung von Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten oder ähnlichen Ansprüchen (einschließlich Ansprüchen im Zusammenhang mit Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses) ist in erheblichem Umfang von der Einschätzung des Managements abhängig. So beruht die Wahrscheinlichkeit, ob aus einem anhängigen Verfahren eine Verbindlichkeit entsteht, auf der Einschätzung der spezifischen Sachverhalte und Gegebenheiten der Situation. Der spätere Urteilsspruch oder ein geschlossener Vergleich können in erheblichem Umfang von der Einschätzung abweichen.

Zum 31. März 2016 wurden für anhängige Rechtsverfahren und Restrukturierungsmaßnahmen Rückstellungen von TEUR 2.865 (2015: TEUR 2.257) gebildet. Weitere Informationen über Rückstellungen sind in Anhangsangabe 17 enthalten.

2.2. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Fremdwährungsumrechnung

Die Währungsumrechnung des Konzerns erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach IAS 21.

Transaktionen in fremder Währung werden mit dem zum Transaktionszeitpunkt gültigen Wechselkurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten werden zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten mit dem zum Transaktionszeitpunkt gültigen Wechselkurs. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Stichtagskurs von der jeweiligen Landeswährung in Euro umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden wie die entsprechenden Jahresergebnisse zu Durchschnittskursen des Berichtszeitraums umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral erfasst.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich hierbei wie folgt:

am Geschäftsjahresende Durchschnittskurse für die Geschäftsjahre
EUR 1,00 entspricht: 2016 2015 2016 2015
US-Dollar 1,14 1,09 1,10 1,11
Kanadische Dollar 1,47 1,51 1,50 1,42
Pfund Sterling 0,79 0,73 0,77 0,73
Thailändische Baht 40,02 39,25 39,27 38,15
Russische Rubel 76,31 80,67 80,62 69,04
Japanische Yen 127,90 131,07 128,59 134,52

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Kosten der laufenden Instandhaltung werden als Aufwand erfasst.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde. Die Abschreibungen auf die jeweiligen Vermögenswerte beginnen, wenn die Vermögenswerte für ihren vorgesehenen Verwendungszweck bereit sind. Bei Durchführung einer größeren Wartung werden die Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz erfasst, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus dem Abgang des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz aus Nettoveräußerungserlösen und Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Für weitere Einzelheiten zu den Sachanlagen wird auf Anhangsangabe 5 verwiesen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, sie fallen für den Erwerb oder die Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts an. Bei qualifizierten Vermögenswerten nimmt der Erwerb oder die Herstellung zwingend einen wesentlichen Zeitraum in Anspruch.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, an dem die Gesellschaft die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert.

Beherrschung wird erreicht, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Rendite mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Der Konzern hat die Beherrschung über ein Beteiligungsunternehmen, wenn er:

Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat (d. h. über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten verleihen)

eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat

die Fähigkeit hat, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass der Besitz der Mehrheit der Stimmrechte zur Beherrschung führt. Um diese Annahme zu stützen, berücksichtigt der Konzern bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen besitzt, alle maßgeblichen Sachverhalte und Umstände. Gleiches gilt, wenn er nicht über die Mehrheit der Stimmrechte oder ähnlicher Rechte des Beteiligungsunternehmens verfügt.

Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Bei Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt die Einbeziehung unter Anwendung der Erwerbsmethode. Danach bemessen sich die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses werden angefallene Kosten als Aufwand erfasst. Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird am Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden entweder ergebniswirksam oder im Eigenkapital erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Erwerbers diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit oder eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wird,

stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmenssteuerung überwacht wird und

ist nicht größer als ein Segment des Konzerns.

In den Fällen, in denen der Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) darstellt und ein Teil des Geschäftsbereichs dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und dem Teil der zurückbehaltenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Beim Verkauf einer Tochtergesellschaft wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Nettovermögen zuzüglich der kumulierten Fremdwährungsdifferenzen und des nicht amortisierten Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden, soweit sie aktivierungsfähig sind, mit den Herstellungskosten angesetzt.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbegrenzter Nutzungsdauer differenziert.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Nutzungsdauer wird im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Die erforderlichen Änderungen der Nutzungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht. Bei immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer kommt ausschließlich die lineare Abschreibung zur Anwendung.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit eine Überprüfung auf Wertminderung durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Ferner wird die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbegrenzter Nutzungsdauer einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbegrenzten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Für weitere Informationen zu den immateriellen Vermögenswerten wird auf Anhangsangabe 6 verwiesen.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten sind bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen als immaterieller Vermögenswert aktivierungspflichtig, während Forschungskosten in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand zu berücksichtigen sind. Kosten, die in der Entwicklungsphase eines neuen Produktes entstehen und diesem direkt zurechenbar sind, werden aktiviert, sofern sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Technische Möglichkeit zur Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, sodass dieser genutzt oder verkauft werden kann

Vorhandensein der Absicht und der Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen

Erzielung von künftigem wirtschaftlichen Nutzen durch den immateriellen Vermögenswert

Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen zum Abschluss der Entwicklung und anschließendem Verkauf bzw. Nutzung des immateriellen Vermögenswertes

Verlässliche Bewertung der dem immateriellen Vermögenswert zuzurechnenden Kosten.

Die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beginnt, sobald die entwickelten Produkte für ihre vorgesehene Nutzung zur Verfügung stehen. Die Abschreibungen für Produktentwicklungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzkosten erfasst.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen

Der Konzern ist an gemeinsamen Vereinbarungen in Form von Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Ein Gemeinschaftsunternehmen wird als eine vertragliche Vereinbarung von zwei oder mehreren Parteien zur Durchführung einer wirtschaftlichen Tätigkeit, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt, definiert. Ein Gemeinschaftsunternehmen beinhaltet die Gründung eines eigenständigen Unternehmens, an dem jedes Partnerunternehmen beteiligt ist. Der Konzern bilanziert seinen Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen unter Anwendung der Equity-Methode.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen (wie Jahresergebnisse, Ausschüttungen etc.) des Gemeinschaftsunternehmens erfasst. Der mit einem Gemeinschaftsunternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des Gemeinschaftsunternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und - sofern zutreffend - im Sonstigen Ergebnis oder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und den Gemeinschaftsunternehmen werden entsprechend den Anteilen an den Gemeinschaftsunternehmen eliminiert.

Der Bilanzstichtag und die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse unter vergleichbaren Umständen der Gemeinschaftsunternehmen und des Konzerns stimmen überein.

Für weitere Informationen zu den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen wird auf Anhangsangabe 7 verwiesen.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

An jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert.

Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt.

Für in Vorjahren wertgeminderte Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst, es sei denn, der Vermögenswert wird zum Neubewertungsbetrag erfasst. In diesem Fall ist die Wertaufholung als eine Wertsteigerung durch Neubewertung zu behandeln.

Für die Vermögenswerte "Geschäfts- und Firmenwert" sowie "Markenrecht" sind zusätzlich folgende Kriterien zu berücksichtigen:

Geschäfts- oder Firmenwert und Markenrecht

Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts und des Markenrechts wird mindestens einmal jährlich überprüft. Ein Wertminderungstest wird auch dann durchgeführt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert und das Markenrecht zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), der der Geschäfts- oder Firmenwert und das Markenrecht zugeordnet wurden, unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf nicht in den nachfolgenden Berichtsperioden aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts und des Markenrechts auf Werthaltigkeit zum 31. Dezember vor.

Wir verweisen hinsichtlich der Prüfung auf Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und des Markenrechts auf Anhangsangabe 8.

Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird, und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 lagen keine eingebetteten Derivate im Bereich der finanziellen Vermögenswerte vor.

Die Einstufung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte eingestuft werden.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von derivativen finanziellen Vermögenswerten wird anhand von Mark-to-market-Bewertungen unter Zugrundelegung von Zinssätzen, die für den entsprechenden Zeitraum gelten, bestimmt.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen

Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festen Fälligkeitsterminen werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestition klassifiziert, wenn der Konzern die Absicht hat und in der Lage ist, diese bis zur Fälligkeit zu halten. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in Vorjahren wurden vom Konzern keine Finanzinvestitionen dieser Art gehalten.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Disagien und Agien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste nicht direkt im Eigenkapital, sondern im Sonstigen Ergebnis erfasst werden. Bei Abgang oder Wertminderung von Finanzinvestitionen werden die zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Erhaltene oder gezahlte Zinsen aus Finanzinvestitionen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Zinserträge oder Zinsaufwendungen ausgewiesen. Dividenden aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf die Zahlung erfolgswirksam als "Erhaltene Dividenden" erfasst.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der Konzern bewertet Finanzinstrumente wie Derivate und Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in Anhangsangabe 23 aufgeführt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für diesen Vermögenswert bzw. die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist.

Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

 

Stufe 1 - In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht angepasste) Preise

 

Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist

 

Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist

Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Vermögenswerte, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden

Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst.

Es wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder zusammen besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen individuell untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt, ordnet er den Vermögenswert einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen zu und untersucht sie zusammen auf Wertminderung. Vermögenswerte, die individuell auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung erfasst wird, werden nicht in die pauschale Wertminderungsbeurteilung auf Portfoliobasis einbezogen.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Sie wird ergebniswirksam erfasst.

Liegen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen objektive Hinweise (wie z. B. die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners) dafür vor, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden, wird eine Wertminderung unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen. Wertminderungsbeträge werden zusammen mit den Forderungsbeträgen ausgebucht, wenn die entsprechenden Forderungen als uneinbringlich eingestuft werden.

Vorräte

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten. Die Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von weniger als drei Monaten.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Verzinsliche Darlehen

Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden, sowie im Rahmen von Amortisationen.

Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird, und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die vom Konzern gehaltenen derivativen Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht erfüllen.

Derivate, welche die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht erfüllen

Die finanziellen Verbindlichkeiten enthalten auch Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Derivaten, welche die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht erfüllen. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts gemäß dem anzuwendenden Hedge-Accounting-Modell erfasst werden (siehe unten).

Der beizulegende Zeitwert von derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wird anhand von Mark-to-market-Bewertungen unter Zugrundelegung von Zinssätzen, die für den entsprechenden Zeitraum gelten, bestimmt.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte

Die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt regelmäßig bei Erlöschen der Rechte. Dies ist typischerweise dann der Fall, wenn die Zahlung erfolgt, das Recht erloschen ist oder dem Recht durch die Gegenseite erfolgreich widersprochen wurde. Da im Konzern keine ABS-Transaktionen durchgeführt und Forderungen nur in geringem Maße im Rahmen des Factorings verkauft werden, erfolgt die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte dann, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken, bezogen auf den Cashflow aus dem finanziellen Vermögenswert, übertragen wurden.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen

Durch den Abschluss eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der Grohe Beteiligungs GmbH stellen die nicht beherrschenden Anteile an der Grohe AG nach IAS 32 Fremdkapital dar, da den Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen eine Abfindung gemäß § 305 AktG zusteht. Die Grohe Holding GmbH ist zu 100 % an der Grohe Beteiligungs GmbH beteiligt.

Für weitere Informationen wird auf die Anhangsangaben 16 und 21 verwiesen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und wenn die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.

Die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe ist der Betrag, den das Unternehmen bei vernünftiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung zum entsprechenden Stichtag zahlen müsste. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Im Konzern existieren eine Reihe nicht durch Fonds gedeckter Pensionspläne, die nahezu alle in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter einschließen, die vor dem 1. Januar 2001 eingetreten sind. Darüber hinaus existieren Pensionspläne in den USA und Großbritannien, die durch Planvermögen unterlegt sind. Der Konzern hat sich darüber hinaus verpflichtet, zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für Mitarbeiter in den USA zu erbringen. Die Bewertung der aus den Pensionsplänen resultierenden Verpflichtungen erfolgte in allen Fällen durch sachverständige Dritte.

Die Bewertung der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung erfolgt gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) sowie der Ermittlung von laufendem Dienstzeitaufwand und Zinsaufwendungen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und auch künftig nicht mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung wirksam.

Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Der Wert eines Planvermögenswerts entspricht dem Barwert eines etwaigen wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder in Form der Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Plan.

Der Dienstzeitaufwand im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen wird den Kosten der betroffenen Funktionsbereiche in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet. Die Verzinsung der Verpflichtungen wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Leasingverhältnisse

Konzern als Leasingnehmer

Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden nach IAS 17 im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert.

Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Umsatzrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge sind zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung zu bemessen. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgender Ansatzkriterien voraus.

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode, d.h. des bei der erstmaligen Erfassung bestimmten Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden).

Dividenden

Erträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung

Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden nach IAS 1.35 saldiert unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder Erträgen ausgewiesen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt.

Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Konzernbilanz als passiver Abgrenzungsposten dargestellt. Der passive Abgrenzungsposten wird über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswerts in gleichen jährlichen Raten erfolgswirksam aufgelöst.

Steuern

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der:

latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und der

latenten Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, mit dem die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verrechnet werden können, mit Ausnahme von:

latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und

latenten Steueransprüchen aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden und kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem die temporären Differenzen verrechnet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem der latente Steueranspruch verrechnet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im Sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Sonstigen Ergebnis bzw. Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisen- und Rohwarentermingeschäfte, um sich gegen Währungs- und Rohstoffpreisrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden sofort erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme des wirksamen Teils einer Absicherung von Cashflows, der im Sonstigen Ergebnis erfasst wird.

Die im Sonstigen Ergebnis erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, so werden die im Sonstigen Ergebnis erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswerts bzw. der nicht-finanziellen Schuld.

Es wurden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

Es werden derzeit nur Cashflow Hedges zur Absicherung zukünftig erwarteter Transaktionen als Sicherungsinstrumente verwendet.

Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder Überrollen des Sicherungsinstrumentes in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im Sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste so lange im Sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion das Ergebnis beeinflusst. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Fremdwährungen (Cashflow Hedges)

Für einen Großteil der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte liegt eine Designation als effektive Sicherungsgeschäfte im Sinne des IAS 39 vor und der wirksame Teil wird als Sonstiges Ergebnis in der Rücklage zur Absicherung des Cashflows erfasst. Hinsichtlich der unwirksamen Teile sowie der übrigen nicht nach IAS 39 designierten Kontrakte erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung im Finanzergebnis bzw., sofern eine wirtschaftliche Sicherung vorliegt, im operativen Ergebnis.

Rohstoffeinkäufe (Cashflow Hedges)

Für die 2015 abgewickelten Rohwarentermingeschäfte sowie die zum 31. März 2016 bestehenden und für Rohstoffeinkäufe im Rumpfgeschäftsjahr 2016 abgeschlossenen Rohwarentermingeschäfte liegt eine Hedge-Accounting-Dokumentation im Sinne des IAS 39 vor. Die beizulegenden Zeitwerte wurden als Sonstiges Ergebnis in der Rücklage zur Absicherung des Cashflows erfasst.

Für weitere Informationen zu den Finanzinstrumenten wird auf Anhangsangabe 23 verwiesen.

2.3. Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS-Standards

Folgende IFRS-Standards fanden bei der Aufstellung des Abschlusses erstmals im Rumpfgeschäftsjahr 2016 Anwendung:

Standard/Interpretation   Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab Übernahme durch EU- Kommission
Standards      
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.02.2015 Ja
diverse Jährliches Verbesserungsprojekt (2010 - 2012) 01.02.2015 Ja
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01.01.2016 Ja
IAS 16 & IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016 Ja
diverse Jährliches Verbesserungsprojekt (2012 - 2014) 01.01.2016 Ja
IAS 1 Angabeninitiative 01.01.2016 Ja
IAS 16 & IAS 41 Fruchttragende Pflanzen 01.01.2016 Ja
IAS 27 Equity-Methode im separaten Abschluss 01.01.2016 Ja

Die erstmalige Anwendung der obigen Änderungen hatte keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Das IASB hat die nachfolgend aufgeführten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die in der Berichtsperiode noch nicht verpflichtend anzuwenden waren bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommen wurden. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an. Diese Standards und Interpretationen werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.

Ausführungen zum Inhalt und zu möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden im Anschluss an die Übersicht detailliert dargestellt.

Standard/Interpretation   Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab Übernahme durch EU- Kommission
Standards      
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 Nein
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018 Nein
IFRS 16 Leasingverhältnisse 01.01.2019 Nein
IFRS 10 & IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture verschoben Nein
IFRS 10, 12 & IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 01.01.2016 Nein
IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 01.01.2017 Nein
IAS 7 Angabeninitiative 01.01.2017 Nein

IFRS 9: Finanzinstrumente

Im Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 Finanzinstrumente veröffentlicht, die IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sowie alle vorherigen Versionen von IFRS 9 ersetzt. IFRS 9 führt die drei Projektphasen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten "Klassifizierung und Bewertung", "Wertminderung" und "Bilanzierung von Sicherungsgeschäften" zusammen. IFRS 9 gilt erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden.

Die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung sowie die geänderten Wertminderungsvorschriften werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Die Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung ziehen wesentliche Erleichterungen im Bereich der Designation von Sicherungsbeziehungen sowie des Effektivitätsnachweises nach sich.

Die Analyse, ob sich aus der erstmaligen Anwendung wesentliche Änderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben werden, ist noch nicht abgeschlossen.

IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Im Mai 2014 hat das IASB IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht. IFRS 15 wird für alle Sektoren und alle Kundenverträge über die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen anzuwenden sein und alle bestehenden Bestimmungen für die Umsatzrealisierung ersetzen. Das Grundprinzip von IFRS 15 besagt, dass Umsatzerlöse in der Höhe der Gegenleistung, die das Unternehmen voraussichtlich erhalten wird, zu erfassen sind. Die Bestimmungen des Standards werden in einem 5-Schritte-Modell umgesetzt. IFRS 15 regelt auch die Erfassung der zusätzlichen Kosten, die für den Erhalt eines Auftrags anfallen, sowie die Erfassung der Kosten, die im Rahmen der Erfüllung eines Vertrags anfallen. Darüber hinaus enthält IFRS 15 umfangreichere Angabepflichten. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. IFRS 15 ist rückwirkend anzuwenden. Die Übergangsvorschriften bieten zwei Alternativmöglichkeiten.

IFRS 15 wird Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, deren Ausmaß derzeit analysiert wird.

IFRS 16: Leasingverhältnisse

Das IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard zur Leasingbilanzierung veröffentlicht. Dieser sieht für Leasingnehmer für die meisten Leasingverhältnisse den verpflichtenden Ansatz des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit vor. Für Leasinggeber gibt es hingegen lediglich geringfügige Änderungen im Vergleich zur Klassifizierung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17. IFRS 16 erfordert sowohl für Leasingnehmer als auch für Leasinggeber erweiterte Anhangsangaben. IFRS 16 gilt erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist unter der Maßgabe zulässig, dass IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden bereits angewendet wird oder zusammen mit IFRS 16 zum gleichen Zeitpunkt angewendet wird. Der Konzern hat begonnen, die bestehenden Leasingverträge nach den Vorgaben des IFRS 16 zu analysieren. Eine finale Aussage über die Auswirkungen ist noch nicht möglich.

3. Zusätzliche Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in TEUR) 2016 2015
Sonstige Aufwendungen von verbundenen Unternehmen 5.455 3.556
Finanzierungs-, Reorganisationskosten und ähnliche Aufwendungen 577 6.067
Währungskursverluste 0 1.603
Sonstige 3.349 2.654
  9.381 13.880

Die im Posten "Finanzierungs-, Reorganisationskosten und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesenen Finanzierungskosten erfüllen nicht die Definition von Transaktionskosten und wurden daher nicht von den entsprechenden Schulden abgesetzt.

Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden saldiert ausgewiesen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 sind Nettogewinne aus der Währungsumrechnung entstanden.

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

(in TEUR) 2016 2015
Sonstige Erträge von verbundenen Unternehmen 5.606 3.674
Währungskursgewinne 1.889 0
Gewinne aus der Veräußerung von Anlagevermögen 333 1.507
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 29 2.285
Zuwendungen der öffentlichen Hand 27 109
Erlöse aus Schadenersatz 13 142
Sonstige 208 2.095
  8.105 9.812

Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden saldiert ausgewiesen.

3.3 Finanzergebnis

Finanzergebnis

(in TEUR) 2016 2015
Zinsaufwendungen    
Gesellschafterdarlehen Lixil -2.151 -6.836
Term loans (2014) 0 -37.557
Betriebsmittelkredit -51 -4.102
Nachrangiges Gesellschafterdarlehen -61 -1.131
Finanzierungsleasing -22 -117
Aufzinsung Pensionsrückstellungen und andere langfristige Verpflichtungen -2.708 -10.893
Sonstige -494 -1.965
  -5.487 -62.601
Zinserträge    
Zinserträge aus Sichteinlagen und Forderungen 248 1.105
  248 1.105
Sonstiges Finanzergebnis    
Marktbewertung Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern an nicht beherrschenden Anteilen -106 -464
  -106 -464
Finanzergebnis -5.345 --61.960

Im Geschäftsjahr 2015 enthielten die Zinsaufwendungen einen Betrag von TEUR 3.770 für die Abschreibung abgegrenzter Finanzierungsgebühren für die Betriebsmittelkreditlinie sowie einen Betrag von TEUR 27.581 für die Abschreibung abgegrenzter Finanzierungskosten für die Term Loans (2014), die im Wesentlichen aus der vorzeitigen Refinanzierung durch Gesellschafterdarlehen resultierten.

3.4 Zusätzliche Angaben aufgrund der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens

In den Funktionskosten enthaltene Abschreibungen

(in TEUR) 2016 2015
Planmäßige Abschreibungen 11.642 47.061
Wertminderungen 183 829
Wertaufholungen 0 -107
  11.825 47.783

In den Umsatzkosten enthaltene Materialaufwendungen

(in TEUR) 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 119.878 460.399
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.460 5.653
  121.338 466.052

In den Funktionskosten enthaltene Leistungen an Arbeitnehmer

(in TEUR) 2016 2015
Löhne und Gehälter (einschließlich Abfindungen) 63.693 221.902
Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 13.839 51.649
77.532 273.551

In den sozialen Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von TEUR 5.033 (2015: TEUR 20.438) enthalten. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Mitarbeiterzahl setzt sich im Durchschnitt wie folgt zusammen:

Mitarbeiter (im Durchschnitt)

  2016 2015
Gewerbliche Mitarbeiter 3.429 3.424
Angestellte 2.443 2.443
Summe 5.872 5.867
Auszubildende 76 78
Summe 5.948 5.945

3.5 Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzkosten ausgewiesen und betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 TEUR 7.449 (2015: TEUR 31.847). Darüber hinaus wurde im Rumpfgeschäftsjahr 2016 ein Betrag von TEUR 3.229 (2015: TEUR 12.432) aktiviert. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 TEUR 3.186 (2015: TEUR 13.165).

4. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der Ertragsteuern

(in TEUR) 2016 2015
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung    
Laufender Steuerertrag/(-aufwand)    
Steuerertrag/(-aufwand) für das aktuelle Geschäftsjahr -17.486 -56.697
Steuerertrag/(-aufwand) für Vorjahre -144 -413
  -17.630 -57.110
Latenter Steuerertrag/(-aufwand)    
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 1.235 3.730
Steuereffekte aus Verlust- und Zinsverträgen sowie Abwertungen 0 0
Aus Steuersatzänderungen -1.151 -8
  84 3.722
In der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Steuerertrag/(-aufwand) -17.546 -53.388
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung    
Latente Ertragsteuern aus im Sonstigen Ergebnis erfassten Posten:    
Steuereffekt aus der Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 13.845 -11.138
Steuereffekt aus der Wertveränderung von Sicherungsinstrumenten -1.367 -343
Im Sonstigen Ergebnis erfasster Steuerertrag/(-aufwand) 12.478 -11.481

Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steuerertrag/(-aufwand) ist wie folgt:

Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steuerertrag/(-aufwand)

(in TEUR) 2016 2015
Ergebnisvor Ertragsteuern 45.302 146.902
Erwarteter Ertrag/(Aufwand) zum Steuersatz von 31.325% -14.190 -46.018
(Erhöhung) bzw. Minderung der Ertragsteuerbelastung durch:    
Anpassungen von Ertragsteuern für Vorjahre -144 -413
Steuerfreie Erträge 591 1.852
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -877 -9.075
Ausländische Steuersätze 170 257
Steuereffekte aus Verlustvorträgen und Zinsvorträgen -655 -984
Permanente Differenzen -937 1.804
Änderung von Steuersätzen -1.151 -8
Übrige -353 -803
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteuerertrag/(-aufwand) -17.546 -53.388

Der erwartete Steuersatz für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 von 31,325 % (2015: 31,325 %) resultiert aus der erwarteten Gewerbesteuerbelastung von 15,5 % sowie aus der Körperschaftsteuer von 15 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die festgesetzte Körperschaftsteuer in Deutschland, da der wesentliche Teil der Geschäftstätigkeit in Deutschland erfolgt. Aufgrund einer Änderung der Gewerbesteuersätze auf nunmehr 15,7 % wurden die latenten Steuern am 31. März 2016 auf 31,525 % angepasst. Dadurch ergab sich ein Steueraufwand von TEUR 1.133.

Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzpositionen des Konzerns:

Latente Steuern

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Passive latente Steuern    
Immaterielles Anlagevermögen -224.313 -222.554
Sachanlagevermögen -7.515 -8.271
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.444 -1.271
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte -870 -1.000
Rückstellungen -937 0
Finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten -3.018 -3.895
  -239.097 -236.991
Aktive latente Steuern    
Immaterielles Anlagevermögen 0 11
Sachanlagevermögen 357 462
Vorräte 3.660 4.900
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 94 386
Rückstellungen 76.468 60.177
Sonstige Verbindlichkeiten 2.420 2.700
Steuerliche Verlustvorträge 223 338
  83.222 68.974
Latente Steuern (Saldo) -155.875 -168.017
In der Bilanz wie folgt ausgewiesen:    
Aktive latente Steuern 11.994 11.933
Passive latente Steuern -167.869 --179.950
Latente Steuern (Saldo) -155.875 -168.017

Die deutsche Organschaft besteht aus den Gesellschaften Grohe Holding GmbH, Grohe Beteiligungs GmbH, Grohe AG, Grohe Deutschland Vertriebs GmbH, GROHEDAL Sanitärsysteme GmbH, Grohe International GmbH und Grohe North America GmbH.

Auf die steuerlichen Verlustvorträge von ausländischen Tochtergesellschaften wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 keine latenten Steueransprüche angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem der latente Steueranspruch zumindest teilweise verrechnet werden kann.

In Bezug auf die nordamerikanischen Geschäftsbereiche wurden 2016 Zinsvorträge in Höhe von EUR 23,3 Mio. (2015: EUR 24,4 Mio.) nicht in die Steuerabgrenzung einbezogen, da es nicht sicher erscheint, dass diese im Rahmen der Zinsschrankenregelung in naher Zukunft genutzt werden können.

Zum 31. Dezember 2016 wurden latente Steuerschulden für kumulierte, aber noch nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 4,1 Mio. (2015: EUR 3,2 Mio.) erfasst, da der Konzern plant in absehbarer Zeit Ausschüttungen vorzunehmen.

5. Sachanlagen

(in TEUR) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Bruttowert:          
Stand 1. Januar 2015 107.436 172.754 134.021 9.945 424.156
Effekte aus Wechselkursänderungen 217 446 1.860 96 2.619
Zugänge 1.399 12.820 9.574 7.045 30.838
Abgänge -3.951 -3.149 -3.905 -10 -11.015
Umgliederungen innerhalb des Sachanlagevermögens 286 8.199 -1.560 -6.925 0
Umgliederungen aus anderen / in andere Bilanzpositionen 0 0 82 -275 -193
Stand 31. Dezember 2015 105.387 191.070 140.072 9.876 446.405
Effekte aus Wechselkursänderungen -265 -574 -1.185 -82 -2.106
Zugänge 266 3.395 2.671 9.954 16.286
Abgänge -396 -608 -680 -32 -1.716
Umgliederungen innerhalb des Sachanlagevermögens 307 2.064 832 -3.203 0
Umgliederungen aus anderen / in andere Bilanzpositionen 746 0 0 -189 557
Stand 31. März 2016 106.045 195.347 141.710 16.324 459.426
Abschreibungen und Wertberichtigungen:          
Stand 1. Januar 2015 31.398 135.803 92.500 1.245 260.946
Effekte aus Wechselkursänderungen 46 282 1.090 21 1.439
Abschreibungen des Geschäftsjahres 3.126 14.457 12.229 0 29.812
Abgänge -3.146 -3.084 -3.405 0 -9.635
Umgliederungen innerhalb des Sachanlagevermögens 0 1.363 -1.363 0 0
Wertaufholungen -7 0 0 0 -7
Wertminderungsaufwendungen 0 0 348 0 348
Stand 31. Dezember 2015 31.417 148.821 101.399 1.266 282.903
Effekte aus Wechselkursänderungen -36 -405 -830 -25 -1.296
Abschreibungen des Geschäftsjahres 730 3.725 3.124 0 7.579
Abgänge -27 -541 -502 0 -1.070
Umgliederungen aus anderen Bilanzpositionen 746 0 0 0 746
Stand 31. März 2016 32.830 151.600 103.191 1.241 288.862
Buchwert:          
Stand 31. Dezember 2015 73.970 42.249 38.673 8.610 163.502
Stand 31. März 2016 73.215 43.747 38.519 15.083 170.564

Wertminderung von Sachanlagen

Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurden keine Wertminderungen erfasst.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Wertminderungen von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 348 erfasst. Dieser Betrag wurde in den Vertriebskosten ausgewiesen und ist im Zusammenhang mit außerplanmäßigen Abschreibungen in Brasilien angefallen.

Nutzungsdauern

Die Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden wie folgt geschätzt:

Geschätzte Nutzungsdauern der Vermögenswerte

(in Jahren) 2016 2015
Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 25 bis 50 25 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 14 3 bis 14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 3 bis 20

Finanzierungsleasingverhältnisse

Der Buchwert der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen gehaltenen Maschinen und anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31. März 2016 TEUR 1.336 (2015: TEUR 1.495). Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 waren keine Zugänge zu verzeichnen.

Sicherheiten

Zum 31. März 2016 dienten keine Sachanlagen als Sicherheit für die Darlehen der Grohe Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (Anhangsangabe 15) (2015: TEUR 0).

6. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte

(in TEUR) Firmenwert Marke Andere immaterielle Vermögenswerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Summe
Bruttowert:          
Stand 1. Januar 2015 777.138 585.934 34.953 63.323 1.461.348
Effekte aus Wechselkursänderungen 0 0 344 0 344
Zugänge 0 0 4.178 12.478 16.656
Abgänge 0 0 -2.619 -11.063 -13.682
Umgliederungen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte 0 0 269 -269 0
Umgliederungen aus anderen Bilanzpositionen 0 0 268 0 268
Stand 31. Dezember 2015 777.138 585.934 37.393 64.469 1.464.934
Effekte aus Wechselkursänderungen 0 0 -158 0 -158
Zugänge 0 0 1.620 3.281 4.901
Abgänge 0 0 -836 -3.321 -4.157
Umgliederungen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte 0 0 -4 4 0
Umgliederungen aus anderen Bilanzpositionen 0 0 21 0 21
Stand 31. März 2016 777.138 585.934 38.036 64.433 1.465.541
Abschreibungen und Wertberichtigungen:          
Stand 1. Januar 2015 13.683 0 27.979 30.306 71.968
Effekte aus Wechselkursänderungen 0 0 301 0 301
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 0 3.243 14.006 17.249
Abgänge 0 0 -2.619 -11.063 -13.682
Wertminderungen 0 0 152 329 481
Wertaufholungen 0 0 0 -100 -100
Stand 31. Dezember 2015 13.683 0 29.056 33.478 76.217
Effekte aus Wechselkursänderungen 0 0 -119 0 -119
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 0 844 3.219 4.063
Abgänge 0 0 -827 -3.321 -4.148
Wertminderungen 0 0 0 183 183
Stand 31. März 2016 13.683 0 28.954 33.559 76.196
Buchwert:          
Stand 31. Dezember 2015 763.455 585.934 8.337 30.991 1.388.717
Stand 31. März 2016 763.455 585.934 9.082 30.874 1.389.345

Der Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 763.455 ist auf den Erwerb der ehemaligen Grohe Aktiengesellschaft im Jahr 2004 zurückzuführen.

Die Marke bezieht sich im Wesentlichen auf die Marke "GROHE". Die Nutzungsdauer der Marke "GROHE" ist weder wirtschaftlich noch technologisch begrenzt. Es ist daher davon auszugehen, dass die Marke keiner bestimmbaren Nutzungsdauer unterliegt. Die Schutzrechte können ohne wesentlichen Aufwand verlängert werden. Neben dem Geschäfts- oder Firmenwert wird daher auch die Marke "GROHE" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegt dem jährlichen Wertminderungstest.

Die Zugänge im Rumpfgeschäftsjahr 2016 sind im Wesentlichen einzeln erworbene oder selbst geschaffene Vermögenswerte. Die Zugänge bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 3.281 (2015: TEUR 12.478) setzen sich ausschließlich aus aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 2.497 (2015: TEUR 10.436) sowie weiteren aktivierten selbst geschaffenen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 784 (2015: TEUR 2.042) zusammen. Der Ausweis der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgte im Wesentlichen im Posten "Umsatzkosten".

Wertminderungen

Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurden Wertminderungen von TEUR 183 für die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte erfasst und im Posten "Umsatzkosten" ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden für die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte Wertminderungen von TEUR 329 und Wertaufholungen von TEUR 100 sowie für sonstige immaterielle Vermögenswerte Wertminderungen von TEUR 152 erfasst und im Posten "Umsatzkosten" ausgewiesen.

Sicherheiten

Zum 31. März 2016 dienten keine immateriellen Vermögenswerte als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (Anhangsangabe 15) (2015: TEUR 0).

Nutzungsdauern

Die geschätzten Nutzungsdauern der sonstigen und der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte liegen zwischen drei und fünf Jahren.

7. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen

Die Grohe Holding GmbH ist zu 50 % an der Grome Marketing (Cyprus) Ltd. sowie an der Grome ig ve Dis Ticaret Limited irketi, die indirekt über die Grohe AG gehalten werden, beteiligt. Diese Beteiligungen werden als Anteile an Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen und nach der Equity-Methode bewertet.

Die Art der Leistungsbeziehungen der Grome Gesellschaften erstreckt sich auf den Vertrieb und Marketingaktivitäten sowie Service Support im Raum Middle East auf Kommissionsbasis. Das Geschäftsjahresende der Gesellschaften ist abweichend zum Geschäftsjahr der Grohe Holding GmbH der 31. Dezember 2015.

Anteile an Joint Ventures

(in TEUR) 2016 2015
Anteil an den Erträgen der Joint Ventures 8.243 30.852
Anteil an den Aufwendungen der Joint Ventures -6.526 -24.379
Buchwert der Beteiligungen 9.720 8.385

8. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer

Der im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde zur Überprüfung auf Wertminderung den nachfolgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Deutschland

Europa (ohne Deutschland)

Amerika

Mittlerer Osten

Asien

Das Geschäftsjahresende wurde auf den 31. März umgestellt. Da auch nach Umstellung des Geschäftsjahresendes weiterhin auf den Impairmenttest zum 31. Dezember 2015 zurückgegriffen wird, erfolgt in diesem Abschluss aufgrund von identischen Werten keine gesonderte Angabe von Vorjahreswerten.

Die Aufteilung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht im Wesentlichen den Segmenten. Das Segment "Europa" besteht aus zwei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Geschäftstätigkeiten in Deutschland bilden eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit, da Deutschland sich aufgrund der hier durch die Grohe AG verankerten Produktion sowie der Forschung und Entwicklung von den Tätigkeiten im übrigen Europa unterscheidet. Die Tätigkeiten im übrigen Europa konzentrieren sich im Wesentlichen auf den Vertrieb und sind innerhalb der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sehr homogen.

Die vorhandenen Geschäfts- oder Firmenwerte und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. In Übereinstimmung mit dem Budgetierungsprozess werden diese Tests jeweils im letzten Quartal eines Jahres durchgeführt.

Die Durchführung eines weiteren Wertminderungstests aufgrund kritischer Ereignisse innerhalb des Jahres war nicht notwendig.

Die im Rahmen des Erwerbs aller Anteile an der ehemaligen Grohe Aktiengesellschaft, Hemer, im Jahr 2004 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte teilen sich nunmehr wie folgt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf:

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten

(in TEUR)  
Deutschland 377.229
Europa (außer Deutschland) 212.085
Amerika 79.889
Mittlerer Osten 66.600
Asien 27.652
Summe 763.455

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Deutschland"

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Deutschland" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 7,0 %.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Europa (ohne Deutschland)"

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Europa (ohne Deutschland)" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 8,0 %.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Amerika"

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Amerika" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 7,0 %.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Mittlerer Osten"

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Mittlerer Osten" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 10,0 %.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Asien"

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Asien" wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wurde der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet.

Die nach diesem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,5 % extrapoliert. Der im Geschäftsjahr verwendete Abzinsungssatz nach Steuern beträgt 9,0 %.

Markenrechte "GROHE"

In der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Deutschland" sind ferner Markenrechte mit einem Buchwert zum 31. März 2016 von TEUR 585.934 (2015: TEUR 585.934) bilanziert. Das Markenrecht wurde zum Zeitpunkt der Akquisition der vormaligen Grohe Aktiengesellschaft durch die Grohe Holding GmbH mittels Anwendung der Lizenzpreisanalogiemethode bewertet. Die Überprüfung auf Wertminderung erfolgt im Rahmen der Überprüfung der Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Deutschland".

Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten

Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind folgende Annahmen von besonderer Bedeutung und unterliegen Schätzungsunsicherheiten:

Umsatzerlöse

Margenentwicklung (Bruttomarge)

Abzinsungssätze

Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits des Planungszeitraums zugrunde gelegt wird.

Umsatzerlöse und Wachstumsraten - Den geschätzten Umsatzerlösen und Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden interne Annahmen getroffen. Für den Planungszeitraum von fünf Jahren geht die Gesellschaft von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Dies ist Ausdruck der angestrebten weiteren Internationalisierung von Grohe.

Margenentwicklung (Bruttomarge) - Im Einklang mit den Umsatzplanungen geht die Geschäftsführung von einer leichten Margenverbesserung aus.

Abzinsungssätze - Die Abzinsungssätze werden durch die Unternehmensleitung als WACC (Weighted Average Cost of Capital) für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmt. Hierbei werden die folgenden wesentlichen Inputfaktoren zugrunde gelegt:

risikoloser Zins von 1,50 %

Marktrisikoprämie von 6,50 %

Planungszeitraum - Die Jahre 2016/17 bis 2020/21 bilden den Planungszeitraum.

Daneben erfordert die WACC-Ermittlung Annahmen zu den Fremdkapitalkosten, dem Beta-Faktor und der Kapitalstruktur, die sich aus einer unveränderten Peer Group ableiten. Darüber hinaus werden gegebenenfalls Risikofaktoren abgebildet, die spezifisch für die zahlungsmittelgenerierende Einheit sind.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Wert wesentlich übersteigt.

Abzinsungssätze - Eine Veränderung der Abzinsungssätze um einen Prozentpunkt führt nicht zu einer Wertminderung.

Wachstumsrate - Eine Verminderung der Wachstumsrate um einen Prozentpunkt führt nicht zu einer Wertminderung.

9. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Darlehen und Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 53.500 71.053
Kautionen und Sicherheitsleistungen 2.468 2.435
Derivative Finanzinstrumente 3.199 456
Forderungen gegenüber Mitarbeitern 492 306
Sonstige Forderungen 5.305 6.355
  64.964 80.605
Davon kurzfristig 63.246 33.838
Davon langfristig 1.718 46.767

Die ausgereichten Forderungen sind zum Bilanzstichtag überwiegend nicht fällig. Es deutet nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Währungs- und Rohstoffpreisrisiken.

Zum 31. März 2016 dienten keine sonstigen finanziellen Vermögenswerte als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (2015: TEUR 0).

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der sonstigen Vermögenswerte

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Sonstige Steuerforderungen 8.694 8.697
Abgegrenzte Kosten 6.394 3.752
Übrige 1.052 2.195
  16.140 14.644
Davon kurzfristig 16.136 14.642
Davon langfristig 4 2

10. Vorräte

Vorräte

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23.551 24.041
Unfertige Erzeugnisse 20.334 22.331
Fertige Erzeugnisse 90.167 94.974
Ware unterwegs 23.018 22.323
Erfasste Wertminderungen -16.996 -16.298
  140.074 147.371

Insgesamt wurden Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 821 erfasst (2015: Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 4.350).

Die Aufwendungen aus Verschrottungen betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 TEUR 2.244 (2015: TEUR 977). Der Ausweis erfolgt jeweils unter den Umsatzkosten.

Sicherheiten

Zum 31. März 2016 dienten keine Vorräte als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (Anhangsangabe 15) (31. Dezember 2015: TEUR 0).

11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 168.231 170.191
Wertberichtigungen -2.258 -2.306
  165.973 167.885

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von bis zu 120 Tagen.

Zum 31. März 2016 waren Forderungen aus Lieferungen und TEUR 2.258 (2015: TEUR 2.306) in voller Höhe wertberichtigt.

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung des Wertberichtigungskontos

(in TEUR) 2016 2015
Stand 1. Januar 2.306 2.665
Aufwandswirksame Zuführungen 429 1.312
Verbrauch -63 -898
Auflösung -423 -713
Effekte aus Wechselkursänderungen 9 -60
Stand 31. März (Vorjahr 31. Dezember) 2.258 2.306

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. März stellt sich wie folgt dar:

Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR) Summe wertgemindert Weder überfällig noch wertgemindert Überfällig, aber nicht wertgemindert
< 30 Tage 30-60 Tage 60-90 Tage 90-120 Tage > 120 Tage
31.03.2016 168.231 2.258 149.692 8.384 3.128 1.267 1.473 2.029
31.12.2015 170.191 2.306 143.947 19.963 1.550 510 1.441 474

Sicherheiten

Zum 31. März 2016 dienten keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (Anhangsangabe 15) (31. Dezember 2015: TEUR 0).

12. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 148.312 (2015: TEUR 160.839) enthalten fast ausschließlich Bank- und Kassenbestände von operativen Tochtergesellschaften.

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen kann der Kapitalflussrechnung entnommen werden.

Sicherheiten

Zum 31. März 2016 dienten keine Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen als Sicherheit für die Darlehen des Konzerns (Anhangsangabe 15) (31. Dezember 2015: TEUR 0).

13. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Nach der Entscheidung, die Fertigungsstätte in Kanada mit Wirkung zum 31. Dezember 2014 zu schließen, hatte das zuständige Management beschlossen, einen Teil der diesbezüglichen Vermögenswerte zu veräußern, da die bisher im GROHE-Werk in Mississauga durchgeführten Produktionsaktivitäten in ein Werk in Mexiko der ASD Americas Holding Corp.(bekannt als American Standard Brands ("ASB")) verlagert wurden.

Da auch die anderen Kriterien des IFRS 5 für eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten erfüllt waren, wurden die folgenden Vermögenswerte als zur Veräußerung gehalten klassifiziert:

Zusammensetzung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Grundstücke und Gebäude 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 827 806
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0
  827 806

Es wurden keine Wertminderungen in Bezug auf diese Vermögenswerte erfasst. Die Vermögenswerte wurden im 2. Quartal 2016 zum Buchwert verkauft.

14. Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital besteht aus zwei Geschäftsanteilen von EUR 24.900 sowie EUR 100. Die Grohe Group S.à r.l. hält sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Die Kapitalanteile wurden vollständig eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 50.000 resultiert aus einer sonstigen Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB aus dem Jahr 2004. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2013 ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 46.100 in Eigenkapital umgewandelt. Der Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Gewinnrücklagen und Konzernergebnis

Die Position "Gewinnrücklagen und Konzernergebnis" enthält die aufgelaufenen Ergebnisse der im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. In den kumulierten Konzernergebnissen werden außerdem versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Pensionsbewertung erfasst.

Zum 31. März 2016 beliefen sich die aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne (+) bzw. Verluste (-) nach Steuern auf TEUR -89.842 (2015: TEUR -59.636).

Sonstige Rücklagen

Unter den sonstigen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Umrechnung der ausländischen Abschlüsse ausgewiesen. Diese betragen zum 31. März 2016 TEUR 5.752 (2015: TEUR 8.599).

Des Weiteren erfolgt hier der Ausweis der kumulierten Wertveränderung von Sicherungsinstrumenten in Höhe von TEUR 960 (2015: TEUR -2.029).

15. Finanzielle Verbindlichkeiten

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

(in TEUR) Effektiver Zinssatz % Fälligkeit 31.03.2016 31.12.2015
Langfristig        
Gesellschafterdarlehen Lixil 0.8-0.9 2019/2020 1.031.000 1.031.000
Nachrangiges Gesellschafterdarlehen     0 54.400
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 5,3-15,9 2016-2018 1.219 1.403
      1.032.219 1.086.803
Hiervon kurzfristiger Teil     70.642 70.697
      961.577 1.016.106

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

(in TEUR) Effektiver Zinssatz % Fälligkeit 31.03.2016 31.12.2015
Kurzfristig        
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0.4-4.9 2016 9.513 7.575
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Wechseln 2.0-3.5 2016 18.696 12.350
Derivative Finanzinstrumente   2016 1.250 5.027
Kurzfristiger Teil der langfristigen Verbindlichkeiten     70.642 70.697
      100.101 95.649

Zum 31. März 2016 hat die Grohe Holding GmbH drei unbesicherte Gesellschafterdarlehen der Lixil Group Finance Corporation über insgesamt EUR 1.031 Mio. in Anspruch genommen. Darüber hinaus steht der Grohe AG, einer Tochtergesellschaft der Grohe Holding GmbH, eine Betriebsmittelkreditlinie über EUR 120 Mio. zur Verfügung.

Von den drei Gesellschafterdarlehen sind zwei Darlehen (über EUR 380 Mio. bzw. EUR 311 Mio.) endfällig und stehen der Grohe Holding GmbH bis zu ihrem Fälligkeitstermin am 22. April 2020 zur Verfügung. Sie werden mit einem variablen Zinssatz von 6M-EURIBOR plus 0,9 % Aufschlag verzinst. Das dritte Darlehen (über ursprünglich EUR 400 Mio.) ist in halbjährlichen Raten, beginnend am 15. Juni 2015, zu tilgen und ist mit der letzten Ratenzahlung am 15. Dezember 2019 vollständig getilgt. Es wird mit einem variablen Zinssatz von 6M-EURIBOR plus 0,8 % Aufschlag verzinst. Zum 31. März 2016 waren von diesem Darlehen noch EUR 340 Mio. ausstehend.

Die Betriebsmittelkreditlinie steht für allgemeine Unternehmenszwecke und zur Deckung des Working-Capital-Bedarfs der Grohe AG bis zum 9. April 2020 zur Verfügung. Der Zinssatz auf die Betriebsmittelkreditlinie ist EURIBOR plus 0,325 % Aufschlag. Zum 31. März 2016 war die Betriebsmittelkreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die Betriebsmittelkreditlinie ist durch eine Garantie der Lixil Group Corporation besichert.

Im Februar 2016 hat die Grohe Holding GmbH das konzerninterne Darlehen seitens der Muttergesellschaft, der Grohe Group S.à r.l., in Höhe von TEUR 54.400 zurückgezahlt.

16. Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen

Nach der Verschmelzung der Grohe Water Technology AG & Co. KG mit der Grohe AG als aufnehmende Gesellschaft waren die nicht beherrschenden Anteile aufgrund des Abschlusses eines Beherrschungsvertrages mit dem Abfindungsbetrag nach § 305 AktG zu bewerten; auf der Basis eines gerichtlichen Vergleichsvorschlags sowie eines Gerichtsentscheids in einem vorangegangenen Spruchverfahren wird der Wert der Verbindlichkeit geschätzt. Wir verweisen auf Anhangsangabe 21 (Rechtsstreitigkeiten).

Durch die Neubewertung im Jahr 2016 ist ein Bewertungsaufwand von TEUR 106 (2015: TEUR 464) angefallen. Die Bewertungsergebnisse sind innerhalb des sonstigen Finanzergebnisses ausgewiesen.

Sollte der vorgeschlagene Vergleich des Gerichts 10 % höher ausfallen als derzeit erwartet, würde die entsprechende Verbindlichkeit ebenfalls um 10 % steigen. Dies würde zu einem finanziellen Aufwand von TEUR 730 führen.

17. Rückstellungen

Rückstellungen

(in TEUR) Gewährleistung Personal- und Sozialbereich Restrukturierung sowie rechtliche Risiken Gesamt davon langfristig
Stand 1. Januar 2015 17.662 19.180 6.181 43.023 20.856
Zuführung 0 697 2.887 3.584  
Verbrauch 6 5.779 2.165 7.950  
Auflösung 440 768 3.300 4.508  
Zinseffekte 0 900 -1.398 -498  
Währungseffekte 0 75 52 127  
Stand 31. Dezember 2015 17.216 14.305 2.257 33.778 14.304
Zuführung 321 1.112 1.543 2.976  
Verbrauch 0 956 802 1.758  
Auflösung 0 245 100 345  
Zinseffekte 0 242 -31 211  
Währungseffekte 0 20 -2 18  
Stand 31. März 2016 17.537 14.478 2.865 34.880 14.478

Gewährleistungen

Die Rückstellungen für Gewährleistungen beruhen auf den Erfahrungswerten der Kundenreklamationen aus den Vorjahren. Die entsprechenden Kosten werden im Wesentlichen im nächsten Geschäftsjahr anfallen.

Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich

Die Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich umfassen hauptsächlich Jubiläumsgelder, Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie ähnliche Verpflichtungen. Sie sind in der Regel langfristig.

Restrukturierung sowie rechtliche Risiken

Die Rückstellungen für Restrukturierung und rechtliche Risiken betreffen insbesondere Umstrukturierungsmaßnahmen und das Spruchverfahren (siehe hierzu Anhangsangabe 21).

18. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Im Konzern existieren in Deutschland eine Reihe nicht durch Fonds gedeckter Pensionspläne, die nahezu alle in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter einschließen, die vor dem 1. Januar 2001 eingetreten sind. Seit diesem Stichtag sind die deutschen Pensionspläne für neue Mitarbeiter geschlossen. Die Pläne dienen zur Erfüllung der Pensionszusagen und gewähren bestimmte Arbeitsunfähigkeits- und Hinterbliebenenleistungen. Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen erwirbt ein Arbeitnehmer ein unverfallbares Recht auf zukünftige Leistungen. In den meisten Fällen bemessen sich die zu zahlenden Leistungen nach der Dienstzeit, dem Einkommen und der Position im Unternehmen.

Für die Mitarbeiter in den USA und in Großbritannien hat der Konzern fondsbasierte Pensionspläne aufgelegt. Diese Pläne wurden für neue Mitarbeiter geschlossen und es können auch von bestehenden Mitarbeitern keine zusätzlichen Ansprüche mehr erworben werden.

Der Konzern gewährt seinen Mitarbeitern in den USA bestimmte sonstige Leistungen nach Rentenbeginn. Der entsprechende Plan deckt Beiträge für Krankenversicherung und zahnärztliche Versicherung ab.

In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträge dargestellt:

Angefallene Aufwendungen für Versorgungsleistungen

(in TEUR)        
2016 Pläne in Deutschland Pläne im Ausland Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland Summe
Laufender Dienstzeitaufwand 1.438 0 0 1.438
Zinsaufwand 2.400 30 0 2.430
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 3.838 30 0 3.868
2015 Pläne in Deutschland Pläne im Ausland Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland Summe
Laufender Dienstzeitaufwand 6.526 0 0 6.526
Zinsaufwand 8.610 568 12 9.190
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 -271 -271
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 15.136 568 -259 15.445

Der Dienstzeitaufwand entfällt auf die folgenden Aufwandspositionen:

• Umsatzkosten 70 %
• Vertriebskosten 26 %
• Verwaltungskosten 4 %

Der Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Leistungsorientierte Verpflichtung nicht durch Planvermögen finanziert 393.252 348.252
Leistungsorientierte Verpflichtung ganz oder teilweise durch Planvermögen finanziert 14.159 16.151
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 11.050 12.921
Nettopensionsverpflichtung 396.361 351.482

Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung aus Pensionen

(in TEUR) Pläne in Deutschland Pläne im Ausland Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland Summe
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2015 379.659 15.355 257 395.271
Laufender Dienstzeitaufwand 6.527 0 0 6.527
Zinsaufwand 8.610 568 12 9.190
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 -271 -271
Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 0 0
Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung, davon -36.234 287 11 -35.936
versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus biometrischen Annahmen 0 768 0 768
versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus finanziellen Annahmen -32.216 -674 0 -32.890
erfahrungsbedingte Anpassungen -4.018 193 11 -3.814
Gezahlte Leistungen -10.327 -1.538 -105 -11.970
Umgliederungen aus anderen Bilanzpositionen 0 266 0 266
Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen 0 1.213 113 1.326
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2015 348.235 16.151 17 364.403
Laufender Dienstzeitaufwand 1.438 0 0 1.438
Zinsaufwand 2.400 149 0 2.549
Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 4 4
Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung, davon 43.757 282 -2 44.037
versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus finanziellen Annahmen 45.960 282 0 46.242
erfahrungsbedingte Anpassungen -2.203 0 -2 -2.205
Gezahlte Leistungen -2.591 -1.196 -5 -3.792
Umgliederungen in andere Bilanzpositionen 0 -266 0 -266
Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen 0 -961 -1 -962
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. März 2016,        
davon für 393.239 14.159 13 407.411
aktive Anwärter 174.043 4.650 9 178.702
ausgeschiedene Anwärter 52.356 5.528 0 57.884
Pensionäre 166.840 3.981 4 170.825

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

Entwicklung des Planvermögens der Pläne im Ausland

Ziele der Anlagepolitik für das Fondsvermögen sind Kapitalerhalt und eine langfristige Kapitalvermehrung. Zu diesem Zweck wird ausschließlich in offene Investmentfonds mit einem ausgewogenen Portfolio investiert.

Die Hauptgruppen des Planvermögens stellen sich als prozentualer Anteil des beizulegenden Zeitwerts des gesamten Planvermögens wie folgt dar:

Hauptgruppen des Planvermögens im Ausland

  31.03.2016 31.12.2015
Aktien 77% 77%
Anleihen 11% 11%
Staatsanleihen 5% 5%
Barmittel 6% 6%
Immobilien 1% 1%

Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von insgesamt TEUR 89.

Zum 31. März 2016 betrug die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen 18,9 Jahre. Das Fälligkeitsprofil der leistungsorientierten Verpflichtungen im Zusammenhang mit den deutschen Pensionsplänen stellt sich wie folgt dar:

Fälligkeit der undiskontierten Versorgungsleistungen für die Pensionspläne in Deutschland

(in TEUR) <1 Jahr 1-5 Jahre 6-10 Jahre Gesamt
31. März 2016 10.708 59.051 70.665 140.424

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen, die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen werden, stellen sich wie folgt dar:

Im sonstigen Ergebnis erfasste (Erträge) und Aufwendungen nach Steuern

(in TEUR)        
2016 Pläne in Deutschland Pläne im Ausland Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland Summe
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 43.757 295 -2 44.050
Ertragsteuer-Effekt -13.740 -105 1 -13.844
Im Konzern-Eigenkapital erfasste (Erträge) und Aufwendungen nach Steuern 30.017 190 -1 30.206
2015 Pläne in Deutschland Pläne im Ausland Medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Ausland Summe
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste -36.234 309 11 -35.914
Ertragsteuer-Effekt 11.349 -207 -4 11.138
Im Konzern-Eigenkapital erfasste (Erträge) und Aufwendungen nach Steuern -24.885 102 7 -24.776

Zum 31. März 2016 ergaben sich kumulierte versicherungsmathematische Verluste nach Steuern in Höhe von TEUR -89.842 (2015: TEUR -59.636).

Nachfolgend werden die wesentlichen versicherungsmathematischen Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen für die Pensionspläne in Deutschland dargestellt:

Versicherungsmathematische Grundannahmen für die Pensionspläne in Deutschland

  2016 2015
Diskontierungszinssatz 2,10% 2,80%
Gehaltstrend 2,50% 2,50%
Rententrend 1,75% 1,75%
Inflation 1,75% 1,75%
Sterblichkeit/Invalidität Heubeck Richttafeln 2005 G Heubeck Richttafeln 2005 G

Der Abzinsungssatz ist nach IFRS aus dem Kapitalmarkt abzuleiten. Hierfür sind grundsätzlich hoch qualitative Unternehmensanleihen heranzuziehen, soweit ein hinreichend liquider Markt gegeben ist.

Die Gesellschaft verwendet für die zur Bestimmung des Abzinsungssatzes notwendige Ermittlung der Zinsstrukturkurve nicht die verdichteten Renditeinformationen der iBoxx-Subindices, sondern legt die Renditeinformationen jedes einzelnen Bonds zugrunde. Das Zinsermittlungsverfahren auf Einzelpapierbasis lieferte zum Stichtag 31. März 2016 einen Rechnungszins in Höhe von 2,1 % und zum 31. Dezember 2015 einen Rechnungszins in Höhe von 2,8 %.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich Änderungen der entsprechenden versicherungsmathematischen Annahmen, die nach vernünftigem Ermessen zum Stichtag 31. März 2016 hätten möglich sein können, auf die leistungsorientierten Pensionspläne in Deutschland ausgewirkt hätten:

Auswirkungen von Annahmeänderungen für die Pensionspläne in Deutschland für 2016

  Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung
  Erhöhung Rückgang
Diskontierungszinssatz (100 Basispunkte) -16,1% 21,2%
Gehaltstrend (25 Basispunkte) 0,7% -0,7%
Rententrend (25 Basispunkte) 3,1% -3,0%
Sterblichkeit (um ein Jahr verlängert) 3,5% -

19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich.

20. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert und setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Verbindlichkeiten

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Kundenboni und sonstige Verbindlichkeiten ggü. Kunden 67.420 112.295
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 39.425 29.775
Ausstehende Rechnungen 27.835 24.197
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 15.684 15.145
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 10.300 11.832
Zuwendungen der öffentlichen Hand 176 206
Übrige 22.064 19.395
  182.904 212.845
Davon langfristig 176 206
Davon kurzfristig 182.728 212.639

Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sowie der Zuwendungen der öffentlichen Hand sind sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten finanzielle Verbindlichkeiten.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die ausgewiesenen Zuwendungen resultieren im Wesentlichen aus einem Investitionszuschuss in Portugal. Dieser wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

21. Erfolgsunsicherheiten und andere Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen und Mietverträgen - Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern hat Leasingverträge für verschiedene Kraftfahrzeuge, Hardware, diverse Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Maschinen und Mietverträge für Gebäude abgeschlossen. Die durchschnittliche Laufzeit der Leasingverträge für die Mobilien liegt bei drei bis fünf Jahren. Die Leasingverträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen.

Zum 31. März bestehen folgende künftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen:

Mietleasingzahlungsverpflichtungen

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
Bis 1 Jahr 17.831 20.138
1 bis 5 Jahre 27.226 32.771
Über 5 Jahre 5.333 5.115
  50.390 58.024

Die erfolgswirksam erfassten Leasing- und Mietzahlungen betrugen 2016 TEUR 17.125 (2015: TEUR 9.807).

Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen

Der Konzern hat Leasingverträge für Gegenstände der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- und Kaufoptionen, jedoch in der Regel keine Preisanpassungsklauseln. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen

(in TEUR) 31.03.2016 31.12.2015
  Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen
Bis 1 Jahr 704 642 769 697
1 bis 5 Jahre 610 577 751 706
Über 5 Jahre 0 0 0 0
Summe Mindestleasingzahlungen 1.314 1.219 1.520 1.403
Abzüglich des Zinsanteils -95 0 -117 0
Barwert der Mindestleasingzahlungen 1.219 1.219 1.403 1.403

Rechtsstreitigkeiten

Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Grohe Water Technology AG & Co. KG auf die Grohe AG hat die Grohe AG den Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 33,11 pro Aktie unterbreitet. Mehrere Eigentümer von nicht beherrschenden Anteilen haben ein Spruchverfahren gegen die Grohe AG eingeleitet und beantragt, das Barabfindungsangebot zu erhöhen und eine Bar-Zuzahlung entsprechend dem Umtauschverhältnis festzusetzen. Die Grohe AG hat nach Wirksamwerden der vorgenannten Verschmelzung einen neuen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Grohe Beteiligungs GmbH abgeschlossen. In diesem Zusammenhang hat die Grohe Beteiligungs GmbH den Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen der Grohe AG ebenfalls ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 35,19 pro Aktie unterbreitet und eine feste jährliche Ausgleichszahlung zugesichert. Auch hier haben Eigentümer von nicht beherrschenden Anteilen ein Spruchverfahren gegen die Grohe Beteiligungs GmbH eingeleitet, um die angebotene Barabfindung und die zugesicherte Ausgleichszahlung überprüfen zu lassen. Die Aktionäre können nur eines der Barabfindungsangebote annehmen. 2011 hat das Landgericht Dortmund in beiden Spruchverfahren einen Gutachter bestellt. Dieser hat seinen Bericht im August 2013 vorgelegt.

Im Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag hat das Landgericht Dortmund am 6. März 2014 entschieden, dass die festgesetzte Barabfindung sowie die feste jährliche Ausgleichszahlung angemessen sind. Einige Antragsteller haben gegen den Beschluss des Landgerichts Dortmund Beschwerde eingelegt. Am 12. November 2015 hat das Oberlandesgericht Düsseldorf in zweiter Instanz entschieden, dass die festgesetzte Barabfindung sowie die feste jährliche Ausgleichszahlung nicht angemessen sind und auf EUR 37,06 bzw. EUR 2,79 je Aktie der Grohe AG anzuheben sind. Diese Entscheidung ist rechtskräftig.

Im Spruchverfahren zur Verschmelzung hat das Landgericht Dortmund am 25. Juni 2015 entschieden, dass die festgesetzte Barabfindung auf EUR 52,08 je Aktie der Grohe AG anzuheben ist und eine zusätzliche Ausgleichszahlung von EUR 2,42 je Aktie zu zahlen ist. Die Grohe AG hat gegen den Beschluss des Landgerichts Dortmund Beschwerde eingelegt. Das Verfahren ist jetzt in zweiter Instanz beim Oberlandesgericht Düsseldorf anhängig.

Von den beiden Entscheidungen könnten insgesamt 218.678 Aktien betroffen sein, davon maximal 97.240 Aktien im Rahmen der Barabfindung aus dem Verschmelzungsvertrag. Sollte eine höhere Barabfindung rechtskräftig festgesetzt werden, ergibt sich eine entsprechende finanzielle Belastung. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter "Rechtliche Risiken".

22. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die die Grohe Holding GmbH beherrschen oder von ihr beherrscht werden oder die unter ihrer gemeinschaftlicher Führung oder ihrem maßgeblichem Einfluss stehen (oder umgekehrt), zusammen mit etwaigen Geschäftsvorfällen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH einbezogen werden.

In den Jahren 2014 und 2015 ist die Grohe Group S.à r.l. Inhaberin aller Geschäftsanteile der Grohe Holding GmbH. Die Grohe Group S.à r.l. hält ferner 100 % der Anteile an der Grohe Luxembourg Three S.à r.l., Luxemburg, die wiederum mit einem 100 %-Anteil die Grohe Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen, beherrscht. Ferner beherrscht die Grohe Group S.à r.l. über die Grohe Four S.A. auch die Grohe Dawn Watertech Holding (Pty) Ltd., South Africa.

Bis zum 21. Januar 2014 wurde die Grohe Group S.à r.l. zu 100 % von der Glacier Luxembourg One S.à r.l. gehalten. Die Konzernobergesellschaft für diese Gesellschaften war die Glacier Partners L.P., Cayman Islands, deren Komplementärin die Glacier G.P. Inc., Cayman Islands, war. Die Anteile an Glacier Partners L.P. und Glacier G.P. Inc. wurden mehrheitlich von TPG Partners IV, L.P., Delaware/USA, und verschiedenen DU Merchant Banking Funds gehalten.

Seit dem 21. Januar 2014 wird ein Anteil von 87,5 % an der Grohe Group S.à r.l. von der GraceB S.à r.l., gehalten; ein Anteil von 12,5 % wird von der Cai GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. GraceB S.à r.l., wird zu 100 % von der Muttergesellschaft GraceA Co. Ltd., gehalten, die wiederum gemeinschaftlich von der Lixil Corporation und der Development Bank of Japan geführt wird.

Am 1. April 2015 schloss die Lixil Corporation den Kauf des von der Cai GmbH gehaltenen Anteils von 12,5 % an der Grohe Group S.à r.l. ab. Die Grohe Group S.à r.l. und die Grohe Holding GmbH sind seit diesem Zeitpunkt indirekt mehrheitlich gehaltene Tochtergesellschaften der Lixil Corporation.

Das oberste beherrschende Mutterunternehmen Lixil Corporation

Die wesentlichen Geschäftsvorfälle im Rumpfgeschäftsjahr 2016 waren neben der in Abschnitt 15 dargestellten Finanzierung durch die Lixil Group Finance Corporation Verkäufe und Käufe von Halbfertigwaren zwischen der Lixil Corporation bzw. ihren Tochtergesellschaften und den Grohe-Unternehmen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 betrug das Gesamtvolumen der Käufe von Lixil-Unternehmen TEUR 9.967 (2015: TEUR 24.940). Grohe verkaufte Produkte an Lixil und ihre Tochtergesellschaften für insgesamt TEUR 3.173 (2015: TEUR 9.869).

Mutterunternehmen Grohe Group S.à r.l./GraceB S.à r.l.

Im Wesentlichen werden zwischen den Mutterunternehmen Grohe Group S.à r.l./GraceB S.à r.l. und den Konzernunternehmen Managementleistungen in Höhe von TEUR 5.748 (2015: TEUR 17.262) verrechnet.

Im Übrigen belasteten die Konzernunternehmen Kosten in Höhe von 537 TEUR an die Grohe Group S.à r.l./GraceB S.à r.l.

Im März 2014 erhielt die Grohe Holding GmbH ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 54.400 von ihrem Mutterunternehmen, der Grohe Group S.à r.l., die wiederum ein Gesellschafterdarlehen in gleicher Höhe von ihrem Mutterunternehmen, der GraceB S.à r.l., erhielt. Die Rückzahlung seitens der Grohe Holding erfolgte im Rumpfgeschäftsjahr 2016 in voller Höhe. Die Darlehen wurden mit dem EURIBOR plus 0,9 % Aufschlag verzinst.

Die hieraus resultierenden Zinsaufwendungen betrugen TEUR 61 (2015: TEUR 1.131).

Demgegenüber erhielt die Grohe Group S.à r.l./GraceB S.à r.l. Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 35.000 zum 31. März 2016 (2015: TEUR 52.000). Hierfür wurden Zinsen in Höhe von TEUR 222 berechnet.

Im Rumpfwirtschaftsjahr verkaufte die Grohe AG Produkte im Gesamtwert von TEUR 1.655 (2015: TEUR 4.092) an die Grohe Dawn Watertech Holding (Pty) Ltd.

Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern

Maßgeblichen Einfluss auf den Konzern haben die Anteilseigner der Development Bank of Japan.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 gab es keine wesentlichen Geschäftsvorfälle mit der Development Bank of Japan.

Gemeinschaftsunternehmen

Die Grohe Holding GmbH ist zu 50 % an der Grome Marketing (Cyprus) Ltd. sowie an der Grome ig ve Di§ Ticaret Limited irketi, die indirekt über die Grohe AG gehalten werden, beteiligt. Diese Beteiligungen werden als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert und sind im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bewertet. Grome fungiert in der Regel als Handelsvertreter des Grohe-Konzerns.

Es bestehen reguläre Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu den Gemeinschaftsunternehmen mit marktüblichen Konditionen.

Es wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 7.919 (2015: TEUR 23.883) erzielt. Daneben verzeichnete Grome im Rumpfgeschäftsjahr 2016 Provisionserträge in Höhe von TEUR 5.303 (2015: TEUR 20.325) sowie Marketingbeiträge in Höhe von TEUR 2.140 (2015: TEUR 8.143).

Die Forderungen zum Stichtag 31. März 2016 betrugen TEUR 7.755 (2015: TEUR 5.527) und die Schulden TEUR 232 (2015: TEUR 309).

Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Verkäufe an und Käufe von nahestehende(n) Unternehmen und Personen sowie erbrachte bzw. bezogene Dienstleistungen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die zum Rumpfgeschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahestehende(n) Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien oder Besicherungen. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen wurden in den Rumpfgeschäftsjahren 2016 und in 2015 nicht wertberichtigt. Ein Wertminderungstest wird jährlich durchgeführt. Dieser beinhaltet eine Beurteilung der Finanzlage des nahestehenden Unternehmens oder der nahestehenden Person sowie die Entwicklung des Markts, in dem diese tätig sind.

Vergütung der Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns

Führungspersonen in Schlüsselpositionen sind die nachfolgenden Mitglieder des Vorstands der Grohe AG und der Geschäftsführung der Grohe Holding GmbH.

Dem Vorstand der Grohe AG gehörten im Rumpfgeschäftsjahr 2016 an:

Michael Rauterkus

(Vorstand Vertrieb/Chief Sales Officer)

Thomas Fuhr

(Vorstand Technik/Chief Operations Officer)

Michael Mager

(Vorstand Personal/Chief of Staff)

Adam Bryson

(Vorstand Finanzen, Controlling & Informationstechnologie/Chief Financial Officer)

Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurden Michael Rauterkus (Vorstand Vertrieb/Chief Sales Officer) zum Vorstandsvorsitzenden und Thomas Fuhr zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Grohe AG bestellt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 belaufen sich auf TEUR 1.900 (Vorjahr: TEUR 4.713).Bei diesen Bezügen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer einschließlich Bonuszahlungen.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bzw. ihrer Vorgängergesellschaften bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 15.508 (2015: TEUR 14.435). Die Ruhegehälter ehemaliger Vorstandsmitglieder belaufen sich auf TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 915).

Der Geschäftsführung der Grohe Holding GmbH gehörten im Rumpfgeschäftsjahr 2016 an:

Michael Rauterkus

Thomas Fuhr

Michael Mager

Adam Bryson

Gerald Mulvin (bis 7. März 2016)

Detlef Schmitz (bis 7. März 2016)

Hans-Norbert Topp (bis 7. März 2016)

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2016 gehörten folgende Personen dem Aufsichtsrat der Grohe AG an:

Ahmet Karademir*, Geschäftsführer (1. Bevollmächtigter), IG Metall Offenburg (Stellvertretender Vorsitzender)

Laurence W. Bates, Executive Officer der LIXIL Group Corporation (ab 30. März 2016)

Sachio Matsumoto, Executive Officer der LIXIL Group Corporation (ab 30. März 2016)

Yosuke Yaki, Executive Officer der LIXIL Group Corporation (ab 30. März 2016)

Marc Dobro, Corporate Officer der LIXIL Corporation

Chihiro Shima, Direktor der DBJ Investment Advisory Co., Ltd.

Sabine Bauer*, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall - Bezirksleitung NRW

Peter Paulokat*, freigestellter Betriebsrat

Timo Mai*, freigestellter Betriebsrat

Martina Pflum*, freigestellte Betriebsrätin

Mit Wirkung zum 29. April 2016 wurde Frau Ulrike Heuser-Greipl*, Senior Vice President - Public & Investor Relations / Press Officer der Grohe AG, als Aufsichtsrätin bestellt.

Am 7. Juli 2016 wurde Kinya Seto (Chief Executive Officer der LIXIL Group Corporation) zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Folgende Mitglieder sind im Rumpfgeschäftsjahr 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden:

David J. Haines, Vorstandsvorsitzender der Grohe Group S.à r.l. bis 7. März 2016

Gerald Mulvin, Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à r.l. bis 7. März 2016

Hans-Norbert Topp, Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à r.l. bis 7. März 2016

Prof. Dr. Gerhard Schmidt, Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Weil, Gotshal & Manges LLP bis 14. März 2016

Joachim Meyer*, Senior Vice President Plant Integration bis 16. März 2016

* Arbeitnehmervertreter

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 betragen TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 425).

Neben den aufgeführten Aufsichtsratsvergütungen wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wie im Vorjahr für die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats weitere Leistungen im Rahmen ihres Arbeitnehmerverhältnisses aufwandswirksam erfasst. Die Höhe der Bezüge richtet sich nach tarifvertraglichen Regelungen bzw. den in der Gesellschaft geltenden Gehaltsstufen für außertarifliche Mitarbeiter.

Geschäftsvorfälle mit Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns

Es gab sowohl im Rumpfgeschäftsjahr als auch im Vorjahr neben den genannten Vergütungen keine weiteren Geschäftsvorfälle mit Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns.

23. Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten

Die vom Konzern verwendeten Finanzinstrumente sind Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungs-Leasingverhältnisse, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gewährte und aufgenommene Darlehen.

Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Des Weiteren verfügt der Konzern auch über derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Rohwaren- und Devisentermingeschäfte. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Währungs- und Rohstoffpreisrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Entsprechend den konzerninternen Richtlinien wurde im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 und es wird auch künftig kein Handel mit Derivaten betrieben.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflowrisiken sowie Liquiditäts-, Währungs-, Rohstoffpreis-, Kredit- und sonstige Marktrisiken. Die Unternehmensleitung legt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten fest, die im Folgenden dargestellt werden.

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den finanziellen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Da zur Unternehmensfinanzierung variabel verzinsliche Schuldinstrumente eingesetzt werden, ist Grohe Zinsänderungsrisiken ausgesetzt.

Diese Zinsänderungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus in Deutschland aufgenommenen Darlehen in Euro. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze (aufgrund der Auswirkungen auf variabel verzinsliche Darlehen). Alle anderen Variablen bleiben konstant. Aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus wird auf eine Sensitivitätsanalyse für weiter sinkende Zinssätze zum 31. Dezember 2015 und 31. März 2016 verzichtet.

Variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

2016 Erhöhung/Verringerung in Basispunkten Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (in TEUR) Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital vor Steuern (in TEUR)
  + 50 -5.155 0
2015 Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (in TEUR) Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital vor Steuern (in TEUR)
  + 50 -5.427 0

Währungsrisiko

Der Konzern steht im Wesentlichen einem operativen Währungsrisiko aufgrund von Erlösen in Fremdwährung gegenüber. Wesentliche Risiken im Finanzierungs- bzw. Investitionsbereich bestehen demgegenüber nicht.

Ein erheblicher Teil (rund 40 %) der Faktura erfolgte 2016 nicht in Euro. Wesentliche Teile dieser Fremdwährungen betreffen aber die jeweilige funktionale Währung, sodass insoweit kein direktes Risiko für das Konzernergebnis besteht. Dennoch bestehen verbleibende Währungsrisiken durch die Faktura in Fremdwährungen.

Der Konzern minimiert seine Währungsrisiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften, die sich in erster Linie auf den US-Dollar und in geringerem Umfang auf den japanischen Yen und das britische Pfund beziehen. Risiken aus einer Veränderung der Währungsrelationen begegnet das Unternehmen mit einer Absicherung der in Fremdwährung abzurechnenden Umsätze und der daraus resultierenden Forderungen. Zur Absicherung werden Devisentermingeschäfte verwendet, mit denen die Zahlungseingänge in Fremdwährung zu einem festen Kurs in Euro getauscht werden. Der Sicherungszeitraum beträgt für erwartete Umsätze grundsätzlich bis zu einem Jahr. Abhängig von den Erwartungen über die Währungsentwicklung und die Einschätzung des Gesamtrisikos kann der Sicherungszeitraum jedoch auch jederzeit verlängert oder verkürzt werden. Zum Bilanzstichtag betrug der durchschnittliche Sicherungszeitraum (Laufzeit der zum Stichtag bestehenden Verträge) ca. sechs Monate.

Die Planung der erwarteten Zahlungseingänge (aus Umsatzerlösen) basiert auf den Daten und Erfahrungswerten der Vorjahre. Da die erwarteten Zahlungseingänge nicht vollständig gesichert werden (generell ca. 50 %), sind die in ein Hedge Accounting eingebundenen antizipativen Transaktionen zum Bilanzstichtag hoch wahrscheinlich.

Zum 31. März 2016 wurde über insgesamt 67 Kontrakte mit einzelnen Nominalvolumen von USD 0,5 Mio. bis zu USD 5,0 Mio. insgesamt ein Nominalvolumen von USD 110,3 Mio. (2015: über insgesamt 69 Kontrakte mit einzelnen Nominalvolumen von USD 0,5 Mio. bis zu USD 5,4 Mio. insgesamt ein Nominalvolumen von USD 126,4 Mio.) abgesichert. Der hierbei durchschnittlich abgesicherte Kurs ist USD/EUR 1,12 (2015: USD/EUR 1,12). Die durchschnittliche Restlaufzeit der Kontrakte ist 174 Tage (2015: 164 Tage).

Darüber hinaus bestanden Kontrakte zur Sicherung von Wechselkursrisiken aus dem japanischen Yen und dem britischen Pfund in deutlich geringerem Umfang. Diese werden je nach Bedarf von Zeit zu Zeit abgeschlossen.

Der Großteil der Devisentermingeschäfte für zukünftige Umsätze wurde in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden und demnach wurde der beizulegende Zeitwert für eben diese Kontrakte in der Cashflow Hedge Reserve im Eigenkapital erfasst. Die Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows aus den erwarteten künftigen Umsatzerlösen für die nachfolgenden Geschäftsjahre wurden zum Stichtag als hoch wirksam eingestuft.

Die nicht effektiven Kontrakte sind wirtschaftlich auch in Sicherungsbeziehungen eingebunden. Die beizulegenden Zeitwerte je Währung stellen sich wie folgt dar:

Marktwerte je Währung

(in TEUR)          
Nicht Effektive Kontrakte 31.03.2016 31.12.2015 Effektive Kontrakte 31.03.2016 31.12.2015
USD 142 -215 USD 1.656 -2.359
GBP 0 0 GBP 1.143 57
JPY 0 0 JPY -113 -115
  142 -215   2.686 -2.417

Zur Darstellung von Währungsrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die hypothetischen Auswirkungen von Änderungen der relevanten Währungskurse auf Eigenkapital und Ergebnis darstellen. Risiken dieser Art bestehen gemäß IFRS 7 durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind. Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben hierbei unberücksichtigt.

Die vorhandenen Risiken bestehen daher in den vorhandenen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie in den Währungsderivaten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern sowie die Auswirkungen ergebnisneutraler Buchungen im Eigenkapital aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung verschiedener Währungen. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Fremdwährungsrisiko

2016 Kursentwicklung Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
(in TEUR)
Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital vor Steuern
(in TEUR)
USD/EUR + 5% 2.484 3.222
  -5% -2.745 -3.561
JPY/EUR + 5% -83 156
  -5% 88 -173
GBP/EUR + 3% -60 460
  -3% 66 -488
2015 Kursentwicklung Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
(in TEUR)
Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital vor Steuern
(in TEUR)
USD/EUR + 5% 697 3.156
  -5% -770 -3.237
JPY/EUR + 5% 0 145
  -5% 0 -154
GBP/EUR + 3% 0 456
  -3% 0 -501

Kreditrisiko

Der Konzern schließt grundsätzlich Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, um wesentliche Ausfallrisiken für den Konzern zu vermeiden.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen und bestimmten derivativen Finanzinstrumenten entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Eine besondere Abhängigkeit des Konzerns von wichtigen Großkunden ist nicht gegeben.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools. Dieses berücksichtigt die erwartete Laufzeit der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die operative Geschäftsentwicklung und Investitionen.

Zum 31. März 2016 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen.

In der nachfolgenden Aufstellung sind die Barwerte aller künftigen Cashflows dargestellt. Der Konzern hält dies für eine geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anstünden, wenn die Position geschlossen werden müsste. Derivate werden als kurzfristig fällig dargestellt, da in dieser Position der früheste Liquiditätsabfluss abgebildet wird. Die tatsächliche Vertragslaufzeit kann sich auf eine längere Periode beziehen. Die Buchwerte der Zinsuntergrenzen sind für diese Darstellung in den Buchwerten der zugrunde liegenden finanziellen Verbindlichkeiten enthalten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns führen in Zukunft zu den folgenden Auszahlungen:

Liquiditätsrisiko

(in TEUR)          
2016 Buchwert Auszahlungen  
    < 1 Jahr 1-2 Jahre > 2 Jahre Summe
Gesellschafterdarlehen 1.031.000 78.241 97.624 884.551 1.060.416
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 28.210 28.881     28.881
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.219 704 431 178 1.313
Derivative Finanzinstrumente          
- Fremdwährungsgeschäfte 226 226     226
- Rohstoffderivate 1.023 1.023     1.023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 115.277 115.277     115.277
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümer 7.301 7.301     7.301
Sonstige Verbindlichkeiten 167.044 167.044 1   167.045
    398.697 98.056 884.729 1.381.482
2015 Buchwert   Auszahlungen  
    < 1 Jahr 1-2 Jahre > 2 Jahre Summe
Gesellschafterdarlehen 1.085.400 78.898 98.311 941.379 1.118.588
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 19.924 20.675     20.675
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.403 769 477 274 1.520
Derivative Finanzinstrumente          
- Fremdwährungsgeschäfte 3.075 3.075     3.075
- Rohstoffderivate 1.953 1.953     1.953
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.692 100.692     100.692
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen 7.577 7.577     7.577
Sonstige Verbindlichkeiten 197.498 197.494 5   197.499
    411.133 98.793 941.653 1.451.579

Rohstoffpreisrisiken

Als Hersteller hochwertiger Armaturen ist Grohe Preisrisiken bezüglich der notwendigen Rohstoffe ausgesetzt. Ein wesentliches Rohmaterial ist Messing sowie aus Messing gefertigte Teile. Hauptbestandteile von Messing sind Kupfer und Zink. Um diese Risiken zu minimieren, erfolgt der Abschluss von Preis- und Mengenkontrakten mit Lieferanten zur Sicherung des Rohstoffpreises für einen Zeitraum von maximal einem Jahr im Voraus. Die physischen Lieferverträge mit den Lieferanten fallen unter die sogenannte "Own Use Exemption" nach IAS 39 und gelten damit nicht als derivative Finanzinstrumente. Gegebenenfalls sind Drohverlustrückstellungen zu berücksichtigen, sofern das Endprodukt keine Marge mehr erzielt.

Ferner werden Rohstoffeinkäufe von Kupfer und Zink auch seit dem Jahr 2010 durch Rohwarentermingeschäfte abgesichert. Mithilfe der Rohwarentermingeschäfte wird die Preisschwankung der zukünftigen, sehr wahrscheinlich zu erwartenden Zahlungsströme für Rohstoffe abgesichert, indem der Preis für eine bestimmte Menge und für einen bestimmten Zeitpunkt im Voraus festgelegt wird. Der Sicherungszeitraum beträgt für erwartete Einkäufe in der Regel bis zu einem Jahr. Die Termingeschäfte wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2016 und in 2015 in effektive Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 eingebunden. Die Planung der erwarteten Zahlungsausgänge (aus Rohstoffeinkäufen) basiert auf den Daten und Erfahrungswerten der Vorjahre und der Produktionsplanung der Werke für das kommende Jahr. Da die erwarteten Zahlungsausgänge nicht vollständig gesichert werden (generell max. 70 %), sind die in die Bewertungseinheiten eingebundenen antizipativen Transaktionen zum Bilanzstichtag hoch wahrscheinlich.

Die beizulegenden Zeitwerte und abgeschlossenen Tonnagen setzen sich am Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2016 wie folgt zusammen:

Rohwarentermingeschäfte per 31. März 2016

(Finanzielle Kontrakte)   Menge Tonnen Beizulegender Zeitwert TEUR
Effektive Kontrakte Kupfer 1.785 -780
  Zink 1.200 -98
  Summe 2.985 -878

Rohwarentermingeschäfte per 31. Dezember 2015

(Finanzielle Kontrakte)   Menge Tonnen Beizulegender Zeitwert TEUR
Effektive Kontrakte Kupfer 1.785 -1.523
  Zink 1.200 -417
  Summe 2.985 --1.940

Kapitalsteuerung

Der Konzern unterliegt neben den gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen Deutschlands keinen weiteren Verpflichtungen zum Kapitalerhalt.

Wesentliches Unternehmensziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Die Steuerung des bilanziellen Kapitals spielt insoweit nur eine untergeordnete Rolle.

Als Steuerungsgröße für dieses Ziel setzt der Konzern im Wesentlichen auf erfolgsorientierte Größen wie das normalisierte EBIT. Das normalisierte EBIT wird definiert als das Ergebnis des Geschäftsjahres vor Zinsen und Steuern, bereinigt um bestimmte Aufwendungen im Zusammenhang mit Finanzierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen, außergewöhnlichen und/oder nicht wiederkehrenden Aufwendungen und Erträgen und bestimmten nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen.

Beizulegender Zeitwert und Bewertungskategorie

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente; ferner erfolgt eine Einordnung in die Bewertungskategorien des IAS 39.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte haben für gewöhnlich Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Daher entsprechen die Buchwerte dieser Vermögenswerte zum Bilanzstichtag annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten zu diesem Datum.

Bei sonstigen langfristigen Forderungen entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten weisen regelmäßig Restlaufzeiten von unter einem Jahr auf. Daher stellen auch hier die Buchwerte näherungsweise die entsprechenden beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von verzinslichen Darlehen und Ausleihungen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit-Spread-Strukturkurve bestimmt.

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Floating Rate Notes wurden auf der Basis von Marktpreisen ermittelt:

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte zum 31. März 2016

      Wertansatz nach IAS 39
  Bewertungskategorie Buchwert in TEUR Fair-Value erfolgswirksam Fair-Value erfolgsneutral fortgeführte Anschaff.
Vermögenswerte          
Zahlungsmittel L&R 148.312     148.312
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen L&R 165.973     165.973
Sonstige finanzielle Vermögenswerte          
Sonstige Forderungen L&R 61.765     61.765
Derivative Finanzinstrumente          
Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accounting) n. a. 2.912   2.912  
Rohstoffderivate n. a. 145   145  
Fremdwährungsgeschäfte HfT 142 142    
Anteile an Joint Ventures   9.720      
Schulden          
Finanzverbindlichkeiten          
Gesellschafterdarlehen FLAC 1.031.000     1.031.000
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 28.210     28.210
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 1.219      
Derivative Finanzinstrumente          
Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accounting) n. a. 226   226  
Rohstoffderivate (mit Hedge Accounting) n. a. 1.023   1.023  
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten          
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 115.277     115.277
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern um nicht beherrschenden Anteilen HfT 7.301 7.301    
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 167.044     167.044
Summe je Klasse von Finanzinstrumenten          
Financial liabilities at cost FLAC   0 0 1.341.531
Loans & receivables L&R   0 0 376.050
Held for trading HfT   7.443 0 0
    Wertansatz Wertansatz
  Zeitwert in TEUR nach IAS 17 in TEUR nach IAS 28 in TEUR
Vermögenswerte      
Zahlungsmittel 148.312    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 165.973    
Sonstige finanzielle Vermögenswerte      
Sonstige Forderungen 61.765    
Derivative Finanzinstrumente      
Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accounting) 2.912    
Rohstoffderivate 145    
Fremdwährungsgeschäfte 142    
Anteile an Joint Ventures     9.720
Schulden      
Finanzverbindlichkeiten      
Gesellschafterdarlehen 1.031.000    
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 28.210    
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing   1.219  
Derivative Finanzinstrumente      
Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accounting) 226    
Rohstoffderivate (mit Hedge Accounting) 1.023    
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 115.277    
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern um nicht beherrschenden Anteilen 7.301    
Sonstige Verbindlichkeiten 167.044    
Summe je Klasse von Finanzinstrumenten      
Financial liabilities at cost      
Loans & receivables      
Held for trading      

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte zum 31. Dezember 2015

      Wertansatz nach WS 39
  Bewertungskategorie Buchwert in TEUR Fair-Value erfolgswirksam Fair-Value erfolgsneutral fortgeführte Anschaff.
Vermögenswerte          
Zahlungsmittel L&R 160.839     160.839
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen L&R 167.885     167.885
Sonstige finanzielle Vermögenswerte          
Sonstige Forderungen L&R 80.149     80.149
Derivative Finanzinstrumente          
Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accouning) n. a. 443   443  
Rohstoffderivate na. 13   13  
Anteile an Joint Ventures   8.385      
Schulden          
Finanzverbindlichkeiten          
Gesellschafterdarlehen FLAC 1.085.400     1.085.400
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 19.924     19.924
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 1.403      
Derivative Finanzinstrumente          
Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accouning) na. 2.860   2.860  
Rohstoffderivate (mit Hedge Accounting) na. 1.953   1.953  
Fremdwährungsgeschäfte HfT 215 215    
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten          
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Wechselverbindlichkeiten FLAC 100.692     100.692
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen HfT 7.577 7.577    
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 197.494     197.494
Summe je Klasse von Finanzinstrumenten          
Financial habillies at cost FLAC   0 0 1.403.510
Loans & receivables L&R   0 0 408.873
Held for trading HfT   7.792 0 0
    Wertansatz Wertansatz
  Zeitwert in TEUR nach LAS 17 in TEUR rech IAS 28 in TEUR
Vermögenswerte      
Zahlungsmittel 160.839    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 167.885    
Sonstige finanzielle Vermögenswerte      
Sonstige Forderungen 80.149    
Derivative Finanzinstrumente      
Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accouning) 443    
Rohstoffderivate 13    
Anteile an Joint Ventures     8.385
Schulden      
Finanzverbindlichkeiten      
Gesellschafterdarlehen 1.085.400    
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 19.924    
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing   1.403  
Derivative Finanzinstrumente      
Fremdwährungsgeschäfte (mit Hedge Accouning) 2.860    
Rohstoffderivate (mit Hedge Accounting) 1.953    
Fremdwährungsgeschäfte 215    
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Wechselverbindlichkeiten 100.692    
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen 7.577    
Sonstige Verbindlichkeiten 197.494    
Summe je Klasse von Finanzinstrumenten      
Financial habillies at cost      
Loans & receivables      
Held for trading      

Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 in verschiedene Bewertungslevel eingeteilt. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente, die

1.

zu aktuellen Marktpreisen in einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bewertet werden (Level 1),

2.

zu aktuellen Marktpreisen in einem aktiven Markt für vergleichbare Finanzinstrumente oder mit Bewertungsmodellen, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind, bewertet werden (Level 2) oder

3.

mithilfe von Inputfaktoren bewertet werden, die nicht auf beobachtbaren Marktpreisen basieren (Level 3).

Zum 31. März 2016 verfügte der Konzern über die folgenden Klassen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten:

Buchwerte und Fair Values zum 31. März 2016

  Fair Value-Hierarchie Buchwert
in TEUR
Fair Value
in TEUR
Finanzielle Vermögenswerte      
Finanzielle Vermögenswerte - langfristig 2 1.718 1.718
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2 1.718 1.718
Finanzielle Vermögenswerte - kurzfristig   63.246 63.246
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2 60.047 60.047
Derivative Finanzinstrumente 2 3.199 3.199
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Finanzielle Verbindlichkeiten - langfristig   961.577 961.577
Gesellschafterdarlehen 2 961.000 961.000
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2 577 577
Finanzielle Verbindlichkeiten - kurzfristig   100.101 100.101
Gesellschafterdarlehen 2 70.000 70.000
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing   642 642
Derivative Finanzinstrumente 2 1.249 1.249
Foreign currency forwards (including hedge accounting) 2 226 226
Commodity futures (including hedge accounting) 2 1.023 1.023
Foreign currency forwards 2    
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2 28.210 28.210
Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern von nicht beherrschenden Anteilen 2 7.301 7.301

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich wie folgt zusammen:

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

(in TEUR)   Aus der Folgebewertung  
2016 aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis
Kredite und Forderungen 248   -46 -138 64
Zum beizulegenden Zeitwert   106     106
Finanzielle Verbindlichkeiten -2.779   52   -2.727
Summe -2.531 106 6 -138 -2.557
2015 aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis
Kredite und Forderungen 1.105   2.337 599 4.041
Zum beizulegenden Zeitwert   464     464
Finanzielle Verbindlichkeiten -51.708   642   -51.066
Summe -50.603 464 2.979 599 -46.561

Neben den obigen Währungseffekten resultierten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen weitere Aufwendungen und Erträge.

Sicherungsbeziehungen

Grohe setzt derivative Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein. Zum 31. März 2016 erfüllt der Großteil der zum Stichtag bestehenden Devisen- und Rohwarentermingeschäfte die formellen Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Sinne des IAS 39. Die Wertveränderungen (nach Abzug hierauf gebildeter latenter Steuern) von TEUR 2.989 wurden daher direkt in das Eigenkapital eingestellt.

In den anderen Fällen liegen die formellen Voraussetzungen nicht vollständig vor, sodass die derivativen Instrumente am Bilanzstichtag erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

24. Abschlussprüferhonorare

Für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurde für den Abschlussprüfer und seine inländischen verbundenen Unternehmen ein Gesamthonorar von TEUR 633 als Aufwand erfasst, welches sich wie folgt aufteilt:

Abschlussprüferhonorare

(in TEUR) 2016 2015
Abschlussprüferleistungen 623 684
Andere Bestätigungsleistungen 10 18
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 5
Summe 633 707

25. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2016 wurde am 8. Juli 2016 von der Geschäftsführung zur Veröffentlichung freigegeben.

Bis zu diesem Datum gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

26. Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft

  Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital 31.03.2016
in TEUR
Ergebnis Rumpfgeschäftsjahr 2016
Bathroom International Trading Company Limited, Hongkong, China 100,0 -10.781 -693 3)
Bathroom & Kitchen Depot Limited, Hounslow, Großbritannien 100,0 -3.104 -36 3)
Grohe (Shanghai) Sanitary Products Co., Ltd., Shanghai, China 100,0 -984 -2.472
Grohe A/S, Kopenhagen, Dänemark 100,0 2.524 543
Grohe Adria d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,0 432 38
Grohe America do Sul Serviços de Representação Ltda., São Paulo, Brasilien 100,0 789 -186
Grohe America Inc., Roselle, USA 100,0 2.681 334
Grohe Beteiligungs GmbH, Hemer, Deutschland 100,0 691.019 40.590 1)
Grohe Canada Inc., Mississauga, Kanada 100,0 4.047 444
Grohe CR s.r.o., Prag, Tschechien 100,0 390 -16
Grohe Deutschland Vertriebs GmbH, Porta Westfalica, Deutschland 100,0 2.824 7.556 1)
Grohe Esparia S.A., Barcelona, Spanien 100,0 7.848 256
Grohe Gesellschaft mbH, Wien, Österreich 100,0 535 123
Grohe Hong Kong Limited, Hongkong, China 100,0 1.602 267
Grohe Hungary Kft., Budapest, Ungarn 100,0 262 16
Grohe India Private Limited, Neu Delhi, Indien 100,0 9.451 149
Grohe International GmbH, Hemer, Deutschland 100,0 34.204 1.867 1)
Grohe Japan K.K., Tokio, Japan 100,0 388 -353
Grohe Ltd., Hounslow, Großbritannien 100,0 1.560 44
Grohe Malaysia Sdn Bhd, Kuala Lumpur, Malaysia 100,0 355 7
Grohe N.V., Winksele, Belgien 100,0 3.972 430
Grohe Nederland B.V., Zoetermeer, Niederlande 100,0 3.023 891
Grohe North America GmbH, Hemer, Deutschland 100,0 71.469 4.964 1)
Grohe Pacific Pte. Ltd., Singapur, Singapur 100,0 6.872 -97
Grohe Portugal, Componentes Sanitários, Lda. Albergaria-a-Velha, Portugal 100,0 15.268 1.889
Grohe S.à r.l., Courbevoie - La Defense, Frankreich 100,0 4.800 970
Grohe S.p.A., Mailand, Italien 100,0 5.071 226
Grohe Services GmbH, Hemer, Deutschland 100,0 60 8
Grohe Switzerland S.A., Volketswil, Schweiz 100,0 470 6
Grohe Verwaltungs-GmbH, Hemer, Deutschland 100,0 145 0
Grohe Vietnam One Member Company Limited, Ho Chi Minh City, Vietnam 100,00 33 -5
GROHEDAL Sanitärsysteme GmbH, Porta Westfalica, Deutschland 100,0 21.172 1.224 1)
GROHEMEXICO S. DE R.L. DE C.V., Monterrey, Mexiko 100,0 -512 0
OOO Grohe, Moskau, Russland 100,0 4.367 743
PT Grohe Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,0 319 -44
SERVICIOS GROHEMEXICO S. DE R.L. DE C.V., Monterrey, Mexiko 100,0 8 -116
Grohe AG, Hemer, Deutschland 99,8 893.648 45.588 1)
Grohe Siam Ltd., Klaeng, Thailand 74,0 24.809 2.205
Grohe (Thailand) Limited, Klaeng, Thailand 70,0 1.329 43
Joyou International MEA DMCC (ab 17.04.2016: Bathroom Solutions MEA DMCC), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 50,0 -285 -3 2), 3)
Grome İç ve Dış Ticaret Limited Şirketi, Istanbul, Türkei 50,0 4.933 419
Grome Marketing (Cyprus) Ltd., Nikosia, Zypern 50,0 15.505 3.015

Das Eigenkapital von Gesellschaften, die ihre Abschlüsse in Fremdwährung aufstellen, wurde zum Devisenkassamittelkurs des jeweiligen Bilanzstichtags umgerechnet; Ergebnisse wurden zu Durchschnittskursen des Rumpfgeschäftsjahres umgerechnet.

1) Ergebnis vor Gewinnabführung
2) Joyou International MEA DMCC (ab 17.04.2016: Bathroom Solutions MEA DMCC) wird aufgrund einer Mehrheit der Stimmrechte in der Geschäftsführung vollkonsolidiert.
3) Die Gesellschaften Bathroom & Kitchen Depot Limited, Bathroom International Trading Company Limited und Joyou International MEA DMCC (ab 17.04.2016: Bathroom Solutions MEA DMCC) waren zu keinem Zeitpunkt direkte oder indirekte Tochterunternehmen der Joyou Grohe Holding GmbH.

 

Hemer, den 8. Juli 2016

Michael Rauterkus

Thomas Fuhr

Adam Bryson

Michael Mager

Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2016

1 Unternehmensprofil

1.1 Geschäftsmodell

1.1.1 Allgemeine Informationen

Die Grohe Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften ("der Konzern") sind gemessen am Umsatz Europas größter und weltweit einer der führenden Hersteller von Sanitärarmaturen. Die breit gestreute Palette der vom Konzern entwickelten, hergestellten und vertriebenen Produkte unter dem Markennamen "GROHE" umfasst Sanitär- und Küchenarmaturen, Brausen und Duschsysteme, Installations- und Spülsysteme sowie weitere Bad- und Sanitärprodukte.

Im Folgenden bezeichnet "Grohe" oder "der Konzern" die Grohe Holding GmbH und ihre konsolidierten Tochtergesellschaften.

1.1.2 Rechtliche Konzernstruktur und -leitung

Die Grohe Holding GmbH wurde am 17. Mai 2004 gegründet und hält 100 % der Anteile an der Grohe Beteiligungs GmbH. Zwischen beiden Gesellschaften besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Grohe Holding GmbH und die Grohe Beteiligungs GmbH sind Verwaltungs- und Holdinggesellschaften des Konzerns und übernehmen die entsprechenden Aufgaben einer Holding. Hierzu gehören z. B. die strategische Planung und Ausrichtung des Konzerns, die Bereitstellung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen und die Finanzierung dieser Unternehmen.

1.1.2.1 Konzernstruktur

Die Grohe Beteiligungs GmbH hält 99,8 % der Anteile an der Grohe AG, die nicht börsennotiert sind. Zwischen der Grohe Beteiligungs GmbH und der Grohe AG besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Grohe AG ist innerhalb des Konzerns die wichtigste operative Gesellschaft. Darüber hinaus bestehen weitere Vertriebs- und Produktionsgesellschaften in verschiedensten Ländern. Die Grohe Holding GmbH hält 100 % der Anteile an der Grohe North America GmbH, unter deren Dach das Amerika-Geschäft des Konzerns zusammengefasst ist. Zwischen der Grohe Holding GmbH und der Grohe North America GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Die Muttergesellschaft der Grohe Holding GmbH ist die Grohe Group S.à r.l., Luxemburg ("Grohe Group S.à r.l."), die 100,0 % der Anteile an der Grohe Holding GmbH hält.

1.1.2.2 Geschäftsführung

Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gehörten die folgenden Personen der Geschäftsführung der Grohe Holding GmbH an: Michael Rauterkus (Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Vertrieb und Marketing der Grohe AG), Thomas Fuhr (stellvertretender Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Technik der Grohe AG), Adam Bryson (Vorstand Finanzen, Controlling & Informationstechnologie der Grohe AG), Michael Mager (Vorstand Personal & Organisation sowie Arbeitsdirektor der Grohe AG), Gerald Mulvin (Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à r.l.), Detlef Schmitz (Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à r.l.) sowie Hans-Norbert Topp (Mitglied des Vorstandes der Grohe Group S.à.r.l.).

Mit Wirkung zum 7. März 2016 sind die Herren Detlef Schmitz, Gerald Mulvin und Hans-Norbert Topp aus der Geschäftsführung der Grohe Holding GmbH ausgeschieden.

1.1.2.3 Aufsichtsrat

Bei der Grohe AG besteht ein Aufsichtsrat, der paritätisch mit sechs Vertretern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner besetzt wird. Der Aufsichtsrat trifft seine Entscheidungen mit einfacher Mehrheit. Ergibt sich bei einer Abstimmung Stimmengleichheit, so hat der Aufsichtsratsvorsitzende zwei Stimmen und gibt damit den Ausschlag. Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss, den Personal- und Exekutivausschuss sowie den Vermittlungsausschuss.

1.1.2.4 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr des Konzerns umfasste in der Vergangenheit den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Zur Anpassung des Geschäftsjahres an das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, der LIXIL Group Corporation, Tokio, Japan, wurde auf der Gesellschafterversammlung am 19. Oktober 2015 der Beschluss gefasst, das Ende des Geschäftsjahres vom 31. Dezember auf den 31. März zu verlegen. Der Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. März 2016 ist daher ein Rumpfgeschäftsjahr.

1.1.3 Märkte

Mit 31 eigenen Vertriebsgesellschaften, 35 Niederlassungen sowie Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen selbständigen Handelsvertretungen verfügt Grohe über ein weit verzweigtes Vertriebsnetz, das es dem Unternehmen ermöglicht, seine Produkte in über 130 Ländern zu vermarkten. Die Grohe-Gesellschaften vertreiben ihre Produkte im Wesentlichen über den Sanitärgroßhandel an Installateure und Einzelhändler, die wiederum private und gewerbliche Abnehmer zu ihren Kunden zählen. Die Vertriebsaktivitäten werden bei Bedarf den entsprechenden landestypischen Erfordernissen angepasst. Den jeweiligen regionalen und nationalen Marktgegebenheiten Rechnung tragend, erfolgt so die operative Umsetzung der zentral definierten Ziele.

1.1.4 Produktion

Grohe betreibt drei Produktionsstätten in Deutschland, die sich in Hemer, Lahr und Porta Westfalica befinden. Zusätzlich unterhält Grohe Fertigungsstätten in Portugal und Thailand. Die einzelnen Grohe-Werke sind jeweils auf die Herstellung bestimmter Produkte wie Sanitärarmaturen, Duschen und Sanitärsysteme spezialisiert.

1.1.5 Marktposition

Grohe konzentriert sich auf mittlere und obere Marktsegmente und ist Marktführer in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern, Österreich, Italien, Russland und zahlreichen Ländern des Nahen/Mittleren Ostens. In vielen anderen Ländern, einschließlich der USA, Japan und Indien, ist Grohe ein Marktführer im Segment der europäischen Sanitärarmaturen.

1.1.6 Struktur und Vertriebsorganisation

Die Vertriebsorganisation des Konzerns ist regional aufgebaut, wobei die Grohe-Produkte größtenteils weltweit vertrieben werden. Alle Grohe-Produkte werden von dieser einheitlichen Vertriebsorganisation vermarktet. Entsprechend der internen Organisations- und Berichtsstruktur wird unsere Geschäftstätigkeit folgendermaßen aufgeteilt:

Europa. Hierzu zählen die geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Produkten, die hauptsächlich unter dem Markennamen "GROHE" im Wesentlichen in folgenden Ländern vertrieben werden: Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Vereinigtes Königreich, Irland, Island, Italien, Kasachstan, Kirgisistan, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine und Ungarn.

Mittlerer Osten und Afrika. Hierzu zählen die geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Produkten, die hauptsächlich unter dem Markenamen "GROHE" im Wesentlichen in folgenden Ländern vertrieben werden: Ägypten, Bahrain, Griechenland, Israel, Jordanien, Katar, Kenia, Kuwait, Libanon, Marokko, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Südafrika, Tunesien, Türkei und Vereinigte Arabische Emirate.

Asien. Hierzu zählen die geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Produkten, die hauptsächlich unter dem Markennamen "GROHE" im Wesentlichen in folgenden Ländern vertrieben werden: Australien, China, Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neuseeland, Thailand und Vietnam.

Amerika. Hierzu zählen die geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Produkten, die hauptsächlich unter dem Markennamen "GROHE" im Wesentlichen in folgenden Ländern vertrieben werden: Kanada, Mexiko, USA sowie Latein- und Südamerika.

1.2 Forschung und Entwicklung

Leistungsstarke und nachfrageorientierte Innovationen sichern das nachhaltige Wachstum und den langfristigen Erfolg einer globalen Marke. Dies spiegelt sich auch in unseren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wider.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 7,4 Mio. (2015: EUR 31,8 Mio.). Darüber hinaus wurde 2016 ein Betrag von EUR 3,2 Mio. aktiviert (2014: EUR 12,4 Mio.). Die in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthaltenen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 3,2 Mio. (2015: EUR 13,2 Mio.). Die Aktivierungsquote belief sich somit auf 43,1 % (2014: 40,0 %). Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. März 2016 unverändert EUR 29,5 Mio. (2015: EUR 29,5 Mio.).

Zum 31. März 2016 arbeiteten 128 Mitarbeiter (31. Dezember 2015: 128 Mitarbeiter) für Grohe an der Entwicklung neuer und der Optimierung vorhandener Produkte.

Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet bei Produktneuentwicklungen eng mit unserem hauseigenen Designteam, unserem Produktmanagement, unseren Werken und wichtigen Lieferanten zusammen. Dabei wird eine große Anzahl von neuen Produkten entwickelt und es konnten zahlreiche neue Grohe-Produkte für die Serienproduktion freigegeben werden.

Aus dem Bereich Forschung und Entwicklung wurde in den vergangenen Monaten eine Reihe technischer Neuerungen in Serienprodukte eingeführt. Besonders erwähnt sei hier das SmartControl Showersystem mit neuer, innovativer Bedienung, Aquasymphony eine 40" Deckenbrause, Bluetooth-Konnektivität für Sensor Armaturen, Dusch-WCs, Bad-Keramiken sowie Aquatunes, ein kabelloser Bluetooth Dusch-Lautsprecher. Zudem wurde die Produktpalette durch Grohe Zero erweitert, bei der das Trinkwasser innerhalb der Armatur nicht mit bleihaltigen Komponenten in Kontakt kommt. Zusätzlich wurde das GROHE Light Messing mit einem Bleigehalt von max. 0,9 % entwickelt, welches in allen Produktionswerken eingesetzt wird. Beispielhaft ist zudem die Entwicklung einer Waschtisch-Armatur für LIXIL, die im März 2016 eingeführt wurde.

Eine effiziente Entwicklung insbesondere neuer Produkte und relativ kurze Entwicklungszeiten werden dabei durch den Einsatz von qualitativ hochwertigen und geprüften Komponenten forciert, die in einer Vielzahl von Produkten eingesetzt werden können. Als Neuerung im Bereich der Funktionskomponenten wurde die GROHE SmartControl Druck- und Drehknopf-Kartusche für den Einsatz in Europa entwickelt.

Die Produktstandardisierung und die Reduzierung der Komplexität sichern außerdem eine wettbewerbsfähige Kostenposition bei hohem Qualitätsstandard. Durch die im Jahr 2014 neu entstandenen Kooperationsmöglichkeiten mit LIXIL/INAX und American Standard Brands wurden zudem neue Potentiale zur Kostenreduzierung erschlossen.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit ergibt sich unverändert durch die Notwendigkeit der Einhaltung internationaler Normen, wie z.B. den Vorschriften zur Wassereinsparung und den sich global verschärfenden Grenzwerten zur Abgabe von Stoffen in das Trinkwasser.

Die weiter zunehmende Anzahl an elektrischen und elektronischen Produkten erforderte außerdem einen wachsenden Aufwand hinsichtlich der CE-Kennzeichnung sowie hinsichtlich der weltweiten elektrischen Zulassungen nach länderspezifischen Richtlinien und Auflagen.

2 Geschäftsübersicht

2.1 Makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklung des Markts für Sanitärtechnik

Die Sanitärnachfrage wird beeinflusst durch die Entwicklung der Baukonjunktur, die Investitionsneigung der Verbraucher für langlebige Gebrauchsgüter sowie den anfallenden Ersatzbedarf. Ungefähr 65 % der weltweiten Nachfrage nach Sanitärprodukten sind auf Ersatzbedarf und Renovierungsaktivitäten und ca. 35 % auf den privaten, öffentlichen und gewerblichen Neubau zurückzuführen. In der Vergangenheit hat sich die Ersatzbedarfsnachfrage im Allgemeinen weniger zyklisch als die Neubaunachfrage entwickelt, da der Ersatzbedarf im Wesentlichen von der Altersstruktur der Sanitärprodukte im Bestand abhängt.

Nachdem im Jahre 2014 nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (World Economic Outlook vom Januar 2016) trotz mehrerer geopolitischer Krisen ein reales Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % erreicht werden konnte, wurde für 2015 mit 3,1 % ein etwas geringeres Wachstum geschätzt. Eine leichte Wachstumsbelebung in den Industriestaaten (von 1,8 % in 2014 auf 1,9 % in 2015) wurde durch eine Abmilderung der Wachstumsdynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern (von 4,6 % in 2014 auf 4,0 % in 2015) überkompensiert, zu der neben der Fortdauer der durch die Krim-Krise ausgelösten Sanktionsmechanismen vor allem der Rückgang vieler Rohstoffpreise sowie der Abzug von Kapital aus vielen Schwellenländern beigetragen haben. Besonders deutlich fiel der in 2015 verzeichnete Rückgang in Russland (-3,7 %) und Brasilien (-3,8 %) aus, aber auch in China war ein Rückgang der Wachstumsdynamik unübersehbar, auch wenn der IWF ein reales Wachstum von 6,9 % (Vorjahr: 7,3 %) ausweist.

Die realen Bauinvestitionen in Gebäude haben nach dem Marktforschungsinstitut IHS GLOBAL IN-SIGHT (April 2016) in 2015 um 2,1 % zugenommen, womit das globale Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude überraschend deutlich hinter dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 3,1 % zurückblieb. Ein wesentlicher Wachstumstreiber in 2015 war die weitere Erholung der bauwirtschaftlichen Aktivitäten in den USA, wo die Bauinvestitionen in Gebäude um 10,7 % gewachsen sind und damit wesentlich zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 2,4 % beigetragen haben. Dabei lagen allerdings die Bauinvestitionen in Gebäude lt. Angaben von IHS GLOBAL INSIGHT in 2015 in realer Betrachtung noch immer nur bei 64 % des im Jahre 2005 erreichten bisherigen Höchstwerts, was den Umfang weiterer baukonjunktureller Potentiale in den USA verdeutlicht.

Auch in Europa ist in 2015 das Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude hinter dem allgemeinwirtschaftlichen Wachstum zurückgeblieben. Während der IWF das in 2015 in der Eurozone erreichte Wirtschaftswachstum auf 1,6 % beziffert, schätzt IHS GLOBAL INSIGHT das Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude in den dort berücksichtigten westeuropäischen Hauptmärkten auf 0,7 % ein, während EUROCONSTRUCT (Dezember 2015) für die dort abgedeckten 19 europäischen Märkte von einem Wachstum von 1,1 % ausgeht, was in beiden Fällen einen leichten Rückgang der Wachstumsdynamik im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Ein deutlicher Anstieg der realen Bauinvestitionen in Gebäude (von 2 % und mehr) in den EUROCONSTRUCT-Ländern wird für Irland (+13,1 %), Schweden (+8,5 %), die Niederlande (+7,2 %), Polen (+4,4 %), die Tschechische Republik (+4,0 %) sowie für Portugal (+3,8 %) beobachtet. Demgegenüber gingen die Bauinvestitionen in Gebäude in 2015 nur in wenigen EUROCONSTRUCT-Ländern zurück, und das auch nur geringfügig: -0,9 % in Frankreich, -0,7 % in Finnland, -0,3 % in Italien und -0,2 % in der Slowakei. Die Zahl der in den EUROCONSTRUCT-Ländern fertiggestellten Wohnungen, die im Jahre 2014 um 1,5 % zurückgegangen war, reduzierte sich in 2015 um weitere 0,8 % auf 1,41 Millionen.

Insgesamt wird geschätzt, dass Nordamerika mit einem Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude von 65 Milliarden US Dollar (zu Preisen von 2010) 2015 den größten Beitrag zum Wachstum der globalen Bauwirtschaft erbracht hat, gefolgt von den asiatischen Schwellenländern (31 Milliarden US Dollar), dem Mittleren Osten und Afrika (10 Milliarden US $) sowie Westeuropa (9 Milliarden US Dollar). IHS GLOBAL INSIGHT schätzt, dass dabei der nordamerikanische Markt (ohne Mexiko) um 9,4 %, die asiatischen Schwellenländer um 1,8 %, der Mittlere Osten und Afrika um 4,1 %, die asiatischen Industrieländer um 2,8% (ohne Japan, in dem die Bauinvestitionen in Gebäude mit +0,3 % beinahe stagnierten) und Westeuropa um 0,7 % gewachsen sind, während für Lateinamerika ein Rückgang um 2,2 % und für Osteuropa um 4,2 % verzeichnet wurde.

Angetrieben durch ein reales Wachstum des globalen BIP von 3,1 % und der Bauinvestitionen in Gebäude von 2,1 % ist der Nominalwert der weltweiten Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten nach Schätzungen von BRG Research Services (April 2016) in 2015 um 4,4 % gestiegen. Nach Einschätzung von BRG Research Services nahm die Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten in Europa um 1,0 % zu, wohingegen in Asien (ohne Japan) eine Zunahme um 7,2 %, auf dem amerikanischen Kontinent von 4,5 % und im Mittleren Osten/Afrika um 3,3 % verzeichnet wurde. Damit haben die asiatischen Länder in 2015 fast 60 % zum weltweiten Wachstum der Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten beigetragen, davon China 40 % und Indien 9 %, während 31 % des Wachstums aus den Ländern der amerikanischen Hemisphäre kamen. Demgegenüber entfielen auf den Mittleren Osten und auf Gesamt-Europa jeweils knapp 5 % des weltweiten Wachstums der Nachfrage nach Produkten sanitärer Wassertechnologie.

Die dargestellte Entwicklung des Kalenderjahres 2015 hat sich im 1. Quartal 2016 auf sehr ähnlichem Niveau fortgesetzt. Für das Jahr 2016 wird ein fast unverändertes Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 % erwartet.

Bei den Sanitärherstellern lag der Schwerpunkt vor der Finanz- und Wirtschaftskrise sowohl auf der organischen Globalisierung führender Marken durch beschleunigte Marktpenetration insbesondere in den Ländern Osteuropas sowie des Mittleren und Fernen Ostens als auch auf der forcierten Globalisierung der Produktionsaktivitäten. Dies geschah zum einen durch Neuinvestitionen und zum anderen durch die Übernahme lokaler Hersteller. Im Zeitraum 2009 bis 2012 gab es relativ wenige Akquisitionen von Sanitärherstellern durch andere Sanitärhersteller. Seitdem ist jedoch eine deutliche Belebung der Akquisitionsdynamik zu verzeichnen. Dazu gehört auch der Anfang 2014 abgeschlossene Erwerb eines 87,5 %-Anteils an Grohe durch ein Joint Venture zwischen der LIXIL Gruppe und der Development Bank of Japan. Zusammen sind die sanitärbezogenen Aktivitäten der LIXIL Gruppe und der Grohe Gruppe die führende Sanitärhersteller-Gruppe im globalen Sanitärmarkt. Zudem hat der Sanitärtechnik-Hersteller GEBERIT inzwischen die Badausstattungs-Herstellergruppe SANITEC übernommen, wodurch die größte Sanitär-Herstellergruppe in Europa entstanden ist.

2.2 Ertragslage

2.2.1 Besonderheiten für das Rumpfgeschäftsjahr

Aufgrund des unter Punkt 1.1.2.4. genannten Wechsels des Geschäftsjahres ist eine Vergleichbarkeit des Rumpfgeschäftsjahres mit dem Vorjahr insbesondere für die Ertragslage nur eingeschränkt möglich. Um jedoch die Vergleichbarkeit hinsichtlich der Ertragslage zu erleichtern, werden für diese im Folgenden den Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres 2016 entsprechende Zahlen der Vorjahresperiode 2015 (Q1 2015) gegenübergestellt.

2.2.2 Umsatzerlöse

Der Umsatz ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal (Q1 2015: EUR 317,9 Mio.) um EUR 21,0 Mio. bzw. 6,6 % auf EUR 338,9 Mio. gestiegen. Das Umsatzwachstum ist in erster Linie auf höhere Absatzmengen, vor allem in Europa, Amerika sowie dem Mittleren Osten und Afrika zurückzuführen. Die Umsatzerlöse folgen damit der weiterhin günstigen Branchenentwicklung.

Umsatzerlöse nach Segmenten

(in TEUR)       Anstieg / (Rückgang)
  Q1 2016 Q1 2015 2015 total in %
Europa 217.035 197.798 782.907 19.237 9,7
Asien 41.025 41.049 185.651 -24 -0,1
Mittlerer Osten und Afrika 51.211 48.646 193.342 2.565 5,3
Amerika 28.955 25.982 123.208 2.973 11,4
Sonstige 673 4.418 15.522 -3.745 -84,8
Gesamt 338.899 317.893 1.300.630 21.006 6,6

2.2.1.1. Europa

Der Umsatz des Segments "Europa" erhöhte sich um 9,7 %, von EUR 197,8 Mio. im Q1 2015 auf EUR 217,1 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 2016. Zurückzuführen ist dieser Anstieg in erster Linie auf höhere Umsätze im E-Commerce, aber auch im "Over the Counter" (OTC) und "Do-lt-Yourself' (DIY) Business, vor allem in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Der Umsatzrückgang in Osteuropa liegt vorwiegend an der Abwertung des Rubels gegenüber dem Euro und damit geringeren einzubeziehenden EUR-Umsätzen.

Der Umsatz in den größten europäischen Absatzmärkten von Grohe entwickelte sich wie folgt:

In Deutschland ist der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 61,9 Mio.) um EUR 10,3 Mio. bzw. 16,6 % auf EUR 72,2 Mio. gestiegen.

In Frankreich erhöhte sich der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 34,4 Mio.) um EUR 2,2 Mio. bzw. 6,4 % auf EUR 36,6 Mio.

In den Niederlanden ist der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 19,2 Mio.) um EUR 2,8 Mio. bzw. 14,6 % auf EUR 22,0 Mio. gestiegen.

In Russland ist der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 8,2 Mio.) um EUR 1,0 Mio. bzw. 12,2 % auf EUR 7,2 Mio. gesunken. Dies lag in erster Linie an negativen Wechselkursentwicklungen.

2.2.1.2 Asien

Der Umsatz im Segment "Asien" ist mit EUR 41,0 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 2016 nahezu unverändert geblieben im Vergleich mit Q1 2015. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung einzelner Regionen und Länder wider:

Der Umsatz in China blieb im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 12,2 Mio.) mit EUR 12,1 Mio. nahezu unverändert.

Der Umsatz in Indien ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 12,6 Mio.) leicht um EUR 0,8 Mio. bzw. 6,3 % auf EUR 11,8 Mio. gesunken.

Der Umsatz in Japan dagegen erhöhte sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 2,9 Mio.) um EUR 0,9 Mio. bzw. 31,0% auf EUR 3,8 Mio.

Mittlerer Osten und Afrika

Der Umsatz des Segments "Mittlerer Osten und Afrika" ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 48,6 Mio.) um EUR 2,6 Mio. bzw. 5,3 % auf EUR 51,2 Mio. gestiegen. Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf höhere Umsätze im Direktgeschäft (over the counter) und im Showroom Business sowie auf positive Wechselkurseffekte zurückzuführen.

2.2.2.4 Amerika

Der Umsatz des Segments "Amerika" ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 26,0 Mio.) um EUR 3,0 Mio. bzw. 11,5 % auf EUR 29,0 Mio. gestiegen. Dies lag neben positiven Währungskurseffekten vor allem an den höheren Umsätzen im E-Commerce Bereich, vor allem in den USA.

Der Umsatz in den USA ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 19,3 Mio.) um EUR 2,6 Mio. bzw. 13,5 % auf EUR 21,9 Mio. gestiegen.

Der Umsatz in Kanada erhöhte sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 gegenüber dem Q1 2015 (EUR 4,3 Mio.) leicht auf EUR 4,8 Mio.

2.2.2.5 Sonstige

Im Segment "Sonstige" werden die Umsätze aus Produkten mit Eigenmarken ausgewiesen. Da dieser Geschäftszweig nicht weiter forciert wird, kam es im Rumpfgeschäftsjahr 2016 zu einem Umsatzrückgang von EUR 4,4 Mio. im Q1 2015 auf EUR 0,7 Mio. im Q1 2016.

2.2.3 Bruttoergebnis vom Umsatz und Bruttomarge

Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 erzielte Grohe bei Umsatzerlösen von EUR 338,9 Mio. (Q1 2015: EUR 317,9 Mio.) ein Bruttoergebnis von EUR 150,6 Mio. (Q1 2015: EUR 142,5 Mio.). Das entspricht einer stabilen Bruttoergebnismarge von 44,4 % (Q1 2015: 44,8 %).

2.2.4 Sonstige wesentliche Gewinne und Verluste

Die Vertriebskosten sind im Rumpfgeschäftsjahr um EUR 1,3 Mio. auf EUR 87,5 Mio. gestiegen (Q1 2015: EUR 86,2 Mio.). Dies lag im Wesentlichen an den umsatzbedingt erhöhten Ausgangsfrachten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten betrugen EUR 12,9 Mio. und sind damit um EUR 0,8 Mio. höher als im Q1 2015 (EUR 12,1 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Aufwendungen für Managementleistungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (+)/Aufwendungen (-), netto, beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf EUR -1,3 Mio. (Q1 2015: EUR -0,9 Mio.). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 7,6 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 2016 ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 5,5 Mio. (Q1 2015: 0,1 Mio. EUR) sowie Zuführungen zu Rückstellungen zurückzuführen. Den Aufwendungen an verbundene Unternehmen stehen entsprechende Erträge an verbundene Unternehmen i.H.v. EUR 5,6 Mio. (Q1 2015: 0,1 Mio. EUR) gegenüber. Diese Aufwendungen und Erträge entstehen durch Kostenweiterbelastungen bzw. Kostenerstattungen insbesondere seitens der Muttergesellschaft für Management bzw. Personalleistungen. Ferner wird der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch den im Rumpfgeschäftsjahr 2016 entstandenen Währungsgewinn in Höhe von EUR 1,9 Mio. im sonstigen betrieblichen Ertrag kompensiert (Q1 2015: Währungsverlust in Höhe von EUR 0,1 Mio.)

Das Finanzergebnis war im Berichtszeitraum negativ und belief sich auf EUR -5,3 Mio. (Q1 2015: EUR -42,3 Mio.). Im Q1 2015 beinhalteten die Zinsaufwendungen einen Betrag von EUR 31,4 Mio. für Sondereffekte aus der vorzeitigen Ablösung des Senior Term and Revolving Facilities Agreement ("SFA") mit einem ursprünglichen Volumen von EUR 1.281.000 durch entsprechende Gesellschafterdarlehen der LIXIL Group Finance Corporation.

Das Finanzergebnis umfasst außerdem Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen, insbesondere der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, in Höhe von EUR 2,7 Mio. (Q1 2015: EUR 2,1 Mio.).

Der Nettosteueraufwand betrug im Rumpfgeschäftsjahr EUR 17,5 Mio. (Q1 2015: EUR 4,5 Mio.). Davon entfallen EUR 17,6 Mio. auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand (Q1 2015: EUR 7,0 Mio.) und EUR 0,1 Mio. auf den latenten Ertragsteuerertrag (Q1 2015: EUR 2,6 Mio.). Der Anstieg des tatsächlichen Ertragsteueraufwands korrespondiert mit dem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses vor Steuern.

2.2.5 Periodenergebnis und EBIT als Steuerungsgröße

Das EBIT ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf EUR 50,6 Mio. gestiegen (Q1 2015: EUR 44,6 Mio.). Das Periodenergebnis ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf EUR 27,8 Mio. gestiegen (Q1 2015: EUR -2,1 Mio.). Im Rumpfgeschäftsjahr enthält dieses ein negatives Finanzergebnis von EUR 5,3 Mio. sowie einen Nettosteueraufwand von EUR 17,5 Mio. Demgegenüber wurde das negative Periodenergebnis von EUR -2,1 Mio. im Vergleichszeitraum Q1 2015 von einem deutlich höheren negativen Finanzergebnis von EUR 42,3 Mio. sowie einem Nettosteueraufwand von EUR 4,5 Mio. beeinflusst. Das Ergebnis der Vorjahresperiode wurde stark durch die einmalig anfallenden Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 31,4 Mio. für die vorzeitige Ablösung der bestehenden Finanzierung belastet. Diese Effekte gab es im Rumpfgeschäftsjahr nicht, so dass das Ergebnis positiv durch die gestiegenen Umsätze bei annähernd gleichbleibender Aufwandsstruktur beeinflusst wurde.

2.2.6 Gesamtergebnis

Das Gesamtergebnis nach Steuern ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf EUR -2,5 Mio. gesunken (2015: EUR 124,5 Mio.). Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurde das Periodenergebnis in Höhe von EUR 27,8 Mio. vollständig durch das negative Ergebnis aus leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von EUR 30,2 Mio. nach Steuern aufgezehrt.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 glichen sich die Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Höhe von EUR -3,1 Mio. und das Ergebnis aus Cashflow Hedges in Höhe von 3,0 Mio. nahezu aus.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde der positive Effekt aus dem Periodenergebnis von EUR 93,5 Mio. durch einen positiven Effekt aus leistungsorientierten Pensionsplänen von EUR 24,8 Mio. nach Steuern verstärkt, der vor allem aus der Erhöhung des Abzinsungssatzes resultierte. Das sonstige Ergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 außerdem durch die Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Höhe von EUR 5,5 Mio. sowie das Ergebnis aus Cashflow Hedges in Höhe von EUR 0,7 Mio.

2.3 Finanzlage

2.3.1 Finanzierungsstruktur und Liquidität

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen über die von der LIXIL Group Finance Corporation im April 2015 erhaltenen Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 1.031,0 Mio. Diese machen 48,6% der Konzernbilanzsumme aus und werden zum Bilanzstichtag mit EUR 961,0 Mio. überwiegend in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Einen weiteren wesentlichen Aspekt der Finanzierung der Geschäftstätigkeit stellen die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 396,4 Mio. bzw. 18,7% der Konzernbilanzsumme dar. Insgesamt decken die langfristigen Schulden (EUR 1.540,5 Mio.) zusammen mit dem bilanziellen Eigenkapital (EUR 123,5 Mio.) einen Anteil von 78,5% der Konzernbilanzsumme ab.

Die liquiden Mittel des Konzerns betragen zum Bilanzstichtag EUR 148,3 Mio. Darüber hinaus steht der Grohe AG seit dem 23. April 2015 eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von EUR 120 Mio. für allgemeine Unternehmenszwecke zur Verfügung. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis 9. April 2020. Sie wird variabel auf Basis des EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Die Betriebsmittelkreditlinie ist nicht mit Sicherheiten der Gruppe, sondern durch eine Garantie der LIXIL Group Corporation besichert und unterliegt marktüblichen Informationspflichten.

2.3.2 Netto-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Der Netto-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 47,4 Mio. (2015: EUR 161,8 Mio.). Wesentliche Einflussfaktoren sind im Rumpfgeschäftsjahr 2016 neben dem Ergebnis vor Steuern von Mio. 45,3 Mio. (2015: Mio. EUR 146,9) Steuerzahlungen in Höhe von EUR 10,1 Mio. (2015: EUR 51,9 Mio.) sowie zahlungsunwirksame Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 11,8 Mio. (2015: 47,8 Mio.). Nach der im Jahr 2015 erfolgten Refinanzierung ist der Einfluss der Zinsaufwendungen im Rumpfgeschäftsjahr deutlich auf EUR 5,5 Mio. zurückgegangen (Vorjahr: EUR 62,6 Mio.).

Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 ergab sich aus den Veränderungen der sonstigen Bilanzposten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind und im Wesentlichen das Working Capital des Konzerns ausmachen, insgesamt ein Zahlungsmittelabfluss von EUR 0,9 Mio. (2015: Zahlungsmittelabfluss von EUR 38,5 Mio.). Im Einzelnen sind die folgenden Effekte zu beobachten:

Sowohl bei den Vorräten als auch bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Rumpfgeschäftsjahr eine Abnahme um EUR 6,6 Mio. (2015: EUR 0,6 Mio.) bzw. EUR 2,0 Mio. (2015: Zunahme um 17,2 Mio.) mit entsprechend positiver Wirkung auf den Cashflow zu verzeichnen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergab sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 eine Erhöhung um EUR 14,6 Mio. (2015: Abnahme um 1,4 Mio.), welche sich ebenfalls positiv auf den Cashflow auswirkt. Den vorgenannten Zahlungsmittelzuflüssen steht ein Zahlungsmittelabfluss in Form einer deutlichen Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 30,3 (2015: Zunahme um Mio. 4,9 EUR) gegenüber. Die Effekte bei den Forderungen sowie Verbindlichkeiten im Rumpfgeschäftsjahr 2016 sind im Wesentlichen bedingt durch die Umstellung des Geschäftsjahres und damit zusammenhängenden saisonalen Effekten der operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns, beispielsweise Bonusabrechnungsmodalitäten bei Kunden und Lieferanten.

2.3.3 Netto-Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 2015 EUR -10,3 Mio. (2015: EUR -55,7 Mio.).

Grohe investierte im Rumpfgeschäftsjahr 2016 EUR 21,2 Mio. (2015 EUR 47,5 Mio.) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Von den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte entfielen im Jahr 2016 EUR 3,2 Mio. und im Jahr 2015 EUR 12,4 Mio. auf aktivierte Entwicklungskosten.

Rückzahlungen von gewährten Krediten in Höhe von EUR 10,0 Mio. führten zu einer entsprechenden Erhöhung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (2015: EUR 0,5 Mio.).

2.3.4 Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Rumpfgeschäftsjahr EUR -48,9 Mio. (2015: EUR -80,5 Mio.).

Im Rumpfgeschäftsjahr 2016 wurde der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im Wesentlichen durch die Tilgung eines Gesellschafterdarlehens in den Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 54,4 Mio. beeinflusst.

Im Geschäftsjahr 2015 nahm Grohe bei der Lixil Group Finance Corporation drei neue Gesellschafterdarlehen über EUR 1.091,0 Mio. auf. Die Einzahlungen aus den Darlehen verwendete Grohe zur Refinanzierung der bestehenden Finanzierungsverpflichtungen aus dem SFA.

Zinszahlungen verursachten im Rumpfgeschäftsjahr 2016 einen Mittelabfluss von EUR 0,6 Mio., im Geschäftsjahr 2015 einen Mittelabfluss von EUR 21,5 Mio.

2.3.5 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Unter Berücksichtigung von Wechselkurseinflüssen sanken die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von EUR 160,8 Mio. zu Beginn des Berichtszeitraumes auf EUR 148,3 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres an.

2.4 Vermögenslage

Vermögenswerte, Eigenkapital und Schulden

(in TEUR)     Anstieg / (Rückgang)
  2016 2015 total in %
Langfristige Vermögenswerte 1.583.345 1.619.306 -35.961 -2,2
Kurzfristige Vermögenswerte 537.072 527.896 9.176 1,7
Gesamtsumme Vermögenswerte 2.120.417 2.147.202 -26.785 -1,2
Eigenkapital 123.547 126.094 -2.547 -2,0
Langfristige Schulden 1.540.461 1.562.048 -21.587 -1,4
Kurzfristige Schulden 456.409 459.060 -2.651 -0,6
Gesamtsumme Eigenkapital und Schulden 2.120.417 2.147.202 -26.785 -1,2

Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf EUR 1.583,3 Mio. und machen ca. 75 % der Bilanzsumme in Höhe von EUR 2.120,4 Mio. aus. Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen EUR 1.389,3 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte (2015: EUR 1.388,7 Mio.). Diese enthalten vor allem den aus Anteilserwerben resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 763,5 Mio. sowie Markenrechte in Höhe von EUR 585,9 Mio. und darüber hinaus selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 31,0 Mio. Das Sachanlagevermögen beträgt EUR 170,6 Mio. (2015: EUR 163,5 Mio.).

Insgesamt betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte zum 31. März 2016 EUR 537,1 Mio. bzw. rund 25 % der Bilanzsumme (2014: EUR 527,9 Mio.). Von den EUR 537,1 Mio. entfallen EUR 140,1 Mio. auf Vorräte (2015: EUR 147,4 Mio.), EUR 166,0 Mio. auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2015: EUR 167,9 Mio.) und EUR 148,3 Mio. auf Bankguthaben (2015: EUR 160,8 Mio.).

Die Schulden betrugen zum 31. März 2016 EUR 1.996,9 Mio. (2015: EUR 2.021,1 Mio.). Darin enthalten sind Finanzverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von nominal EUR 1.031,0 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. März 2016 auf EUR 115,3 Mio. (2015: EUR 100,7 Mio.).

Die in den Schulden enthaltenen Rückstellungen betrugen zum 31. März 2016 EUR 431,2 Mio. (2015: EUR 385,3 Mio.). Für Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 396,4 Mio. (2015: EUR 351,5 Mio.) gebildet. Der Anstieg ist hier im Wesentlichen auf eine Verringerung des Diskontierungssatzes von 2,8% auf 2,1% zurückzuführen. Die Ertragsteuerschulden von Grohe betrugen EUR 30,6 Mio. (2015: EUR 23,0 Mio.).

Zum 31. März 2016 betrug das Eigenkapital insgesamt EUR 123,5 Mio. Der leichte Rückgang um EUR 2,6 Mio. im Vergleich zum 31. Dezember 2015 (EUR 126,1 Mio.) ist auf das negative Gesamtergebnis nach Steuern zurückzuführen. Hier konnte das negative sonstige Ergebnis in Höhe von EUR 30,3 Mio. nicht durch das positive Periodenergebnis für 2016 in Höhe von EUR 27,8 Mio. kompensiert werden. Das sonstige Ergebnis wurde vor allem durch das negative Ergebnis aus Pensionsverpflichtungen beeinflusst.

Die Unternehmensleitung schätzt die wirtschaftliche Lage aufgrund der erfreulichen operativen Ergebnisse, der stabilen Liquiditätslage und der gesicherten Finanzierung insgesamt als gut ein. Die im Vorjahr prognostizierte positive Entwicklung des Umsatzes und des EBIT ist im Rumpfgeschäftsjahr 2016 eingetroffen.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1 Umsatzerlöse

Hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzerlöse als finanzieller Leistungsindikator verweisen wir auf die Angaben unter Kapitel 2.2.1.

2.5.2 EBIT

Hinsichtlich der Entwicklung des normalisierten EBIT als finanzieller Leistungsindikator verweisen wir auf die Angaben unter Kapitel 2.2.4.

2.6 Mitarbeiter

In den vergangenen 12 Monaten betrug die Mitarbeiterzahl von Grohe durchschnittlich 5.872 (2015: 5.867). Zum Jahresende betrug die Mitarbeiterzahl 5.858 (Jahresende 2015: 5.803). Darüber hinaus hatte Grohe zum Jahresende 70 Auszubildende (Vorjahr: 80).

Durch den Einsatz verschiedener personalwirtschaftlicher Instrumente ist es Grohe in den vergangenen Jahren gelungen, Beschäftigungsschwankungen aufzufangen. Dazu gehört auch ein ausgewogener Mix an Festanstellungen und variablen Beschäftigungsverhältnissen.

Wie auch in den Jahren zuvor legen wir großen Wert auf die Ausbildung junger Menschen. So freuen wir uns über die große Zahl der herausragenden Ausbildungsabschlüsse im abgelaufenen Ausbildungsjahr 2015, darunter zahlreiche Landessieger und - bereits im vierten Jahr in Folge - ein Bundesbester. Diesmal sind es sogar zwei junge Kollegen, die in verschiedenen Kategorien eindrucksvoll die Leistungsbereitschaft unserer Auszubildenden unterstrichen haben. Sie wurden durch eine entsprechende betriebliche Unterstützung der Ausbilder gefördert.

Seit zehn Jahren zeichnet die Industrie- und Handelskammer die besten Auszubildenden eines Jahres aus. Wir sind sehr stolz, dass unsere Auszubildenden diese Auszeichnung "Bundesbester" bereits sechsmal erhalten haben. Dies sind ein hervorragendes Ergebnis und eine Bestätigung der Qualität des Ausbildungsangebots bei Grohe.

Gerade im Zeichen der sich verändernden Märkte und des demografischen Wandels ist die Mitarbeiterqualifikation ein wichtiger Faktor zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Wir bauen dabei auf die Mischung zwischen externen und internen Weiterbildungsprogrammen sowie ein produktives Zusammenwirken von jüngeren und erfahreneren Mitarbeitern. Die Erfolge zeigen sich unter anderem bei der Beurteilung unserer internen Referenten, die ihre Erfahrung praxisnah weitergeben; sie schnitten in der allgemeinen Seminarbeurteilung und Erfolgskontrolle hervorragend ab.

Soziale Verantwortung übernehmen wir durch die traditionelle Förderung bestimmter Bildungseinrichtungen sowie die Fortführung der in 2009 gestarteten Grohe Jal Academy in Indien. Die Grohe Jal Academy ist ein Projekt zur Qualifizierung von Straßenkindern in Indien nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, dessen Erfolg mittlerweile national wie international große Beachtung und Anerkennung findet. Unser entsprechendes Engagement wurde 2012 mit dem Innovationspreis des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgezeichnet. Im Jahr 2014 haben wir eine Zusage zur finanziellen Förderung weiterer Projekte seitens des BMZ erhalten. Daher wurde beschlossen, im November 2015 ein Ausbildungszentrum in Manila sowie im Mai 2016 in Delhi zu eröffnen. Das bestehende Ausbildungszentrum in Mumbai wird weiter geführt.

Unsere Bemühungen um unsere Mitarbeiter werden schließlich auch in unseren Anstrengungen beim Thema Gesundheitsmanagement sichtbar. Durch gezielte Kampagnen in Gesundheitsfragen sowie Beratung der Mitarbeiter in Fragen der Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu Betriebsvereinbarungen, die Anreize zur Gesunderhaltung bieten, haben wir die Gesundheitsquote auf ein für unsere Industrie überdurchschnittlich positives Niveau gehoben. Das Gesundheitsmanagement wurde mit einer großen Veranstaltung während einer Betriebsversammlung in Lahr gestartet, die Aktivitäten zur Reduzierung der psychischen Belastung starteten mit einem Pilotprojekt in Hemer. Weitere Gesundheitsprojekte wurden und werden an den Standorten durchgeführt.

3 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach Geschäftsjahresende mit Auswirkung auf den Konzernabschluss per 31. März 2016 vor.

4 Ausblick

Angesichts weiterhin positiver allgemein- und bauwirtschaftlicher Wachstumsprognosen wie auch unserer derzeitigen Umsatzentwicklung ist unser Ausblick trotz einer Vielzahl fortwährender währungs-, finanz- und geopolitischer Risiken auch für das Geschäftsjahr 2016/2017 optimistisch. Die zahlreichen monetären und budgetären Maßnahmen in vielen Ländern scheinen die realwirtschaftlichen Auswirkungen der anhaltenden weltweiten Finanz- und Schuldenkrise weiterhin abmildern zu können, während die Migrationskrise in Europa eher zu einer Belebung unseres Geschäftes als Folge eines Bedarfs an zusätzlichem Wohnraum beitragen dürfte.

Der IWF rechnet in seiner Prognose vom April 2016 mit einer leichten Beschleunigung des weltwirtschaftlichen Wachstums von real 3,1 % 2015 auf 3,2 % 2016.

Die positiven Umsatzerwartungen von Grohe sind insbesondere dadurch begründet, dass die realen Bauinvestitionen in Gebäude nach den aktuellen Prognosen von IHS GLOBAL INSIGHT (April 2016) 2016 weltweit mit 2,7 % deutlich stärker zunehmen werden als 2015 (2,1 %) und damit nur weniger stark wachsen würden als die Weltwirtschaft insgesamt (+3,2 %). Dabei wird es allerdings weiterhin deutliche regionale Unterschiede geben.

Für die realen Bauinvestitionen in Gebäude in Westeuropa erwartet IHS eine erhebliche Wachstumsbeschleunigung von 0,7 % 2015 auf 2,8 % 2016, ebenso wie von EUROCONSTRUCT, das für die 19 EUROCONSTRUCT-Länder eine entsprechende Wachstumsbeschleunigung von 1,1 % 2015 auf 3,1 % 2016 prognostiziert. Ein weiterhin lebhaftes reales Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude von 3,1 % wird auch für den Mittleren Osten/Afrika prognostiziert. Für Nordamerika, das sich weiter auf dem Wege einer von sehr niedrigem Niveau ausgehenden Erholung der Baukonjunktur befindet, wird für 2016 ein weiteres Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude von 4,7 % prognostiziert - und somit zwar deutlich schwächeres Wachstum als 2015 (+9,4 %), aber nach wie vor eine stärkere Wachstumsdynamik als in den Schwellenländern Asiens (+2,7 %). Demgegenüber wird für Lateinamerika ein weiterer Rückgang von 0,5 % erwartet.

Angesichts der derzeit vorliegenden Prognosen wird davon ausgegangen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf sehr ähnlichem Niveau wie im Kalenderjahr 2016 entwickeln werden.

Grohe hat seine Marktpositionen in den vergangenen Jahren sowohl bezüglich des Produktangebots als auch der Penetration der relevanten Ländermärkte und Vertriebswege systematisch weiter ausgebaut. Damit ist Grohe in einer ausgezeichneten Ausgangssituation, sowohl von der bauwirtschaftlichen Belebung in Westeuropa als vom Wachstum in Nordamerika und dem nach wie vor insgesamt starken Wachstum in aufstrebenden asiatischen Märkten profitieren zu können.

Vor diesem Hintergrund blickt Grohe optimistisch auf das angelaufene Geschäftsjahr 2016/2017. Grohe strebt nicht nur an, die durch die außerordentlich starke Globalisierung der Marktposition der Marke "GROHE" entstehenden Chancen konsequent zu nutzen und Geschäftsfelder, Sortimente und Vertriebswege weiterhin systematisch weiter auszubauen, sondern auch in zunehmendem Maße von Synergien mit anderen Marken und Aktivitäten in der LIXIL Gruppe zu profitieren. Grohe wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017 eine offensive Produktpolitik verfolgen, konsequent Märkte mit hohem Potenzial erschließen und seine Vertriebsaktivitäten in allen wichtigen Kanälen intensivieren, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Wir rechnen daher mit einem Umsatzwachstum sowie mit einem Anstieg des EBIT im einstelligen Prozentbereich. Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum 31. März 2016.

5 Compliance Management System

Grohe ist ein innovatives und leistungsstarkes Unternehmen. Als solches stellen wir uns den Herausforderungen des Wettbewerbs und sind mit ihnen gewachsen. Es ist für uns von großer Bedeutung, von unseren Kunden und Endverbrauchem als Unternehmen wahrgenommen zu werden, das fair im Markt unter strenger Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben agiert. Um dies zu gewährleisten, hat Grohe schon seit einigen Jahren ein Compliance-Risk-Managementsystem implementiert, welches wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung geworden ist. Compliance steht dabei für die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher, behördlicher und unternehmensinterner Vorgaben.

Grundlage ist der LIXIL Code of Conduct, der eine klare Vorgabe enthält, welchen Prinzipien sich das Unternehmen verpflichtet fühlt und welches Verhalten es von seinen Mitarbeitern erwartet. Daneben gibt es eine Vielzahl von verbindlichen Richtlinien, die einzelne Bereiche der Compliance detailliert regeln.

Für das operative Compliance Management ist im Unternehmen der Chief Compliance Officer verantwortlich. Er wird hierbei vom Trade Compliance Officer, dem Konzerndatenschutzbeauftragten sowie dem Compliance Committee unterstützt. Mitglieder des Compliance Committees sind Vertreter aus den Bereichen Corporate Audit, Human Resource, Legal und Trade Compliance. Grohe hat ein weltweites Hinweisgeber-System aufgebaut, bei dem sich Mitarbeiter und Dritte unter Wahrung ihrer Anonymität an externe Ombudsmänner (auch in ihrer jeweiligen Landessprache) wenden können.

Die Mitarbeiter von Grohe werden zu den wesentlichen Inhalten des Compliance Managements sowie zu den einzelnen Compliance-Themen, die in ihrem beruflichen Alltag relevant sind, durch Online- und Präsenztrainings regelmäßig geschult.

6 Risikomanagement

Grohe verfolgt mittels eines effizienten Risikomanagementsystems die aus der weltweiten Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken und versucht, unangemessene Risiken weitestgehend zu vermeiden.

Die nachfolgend aufgeführten Risiken können nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung von Grohe haben:

Absatzmarktrisiken.

Aufgrund der nachhaltigen Intensivierung des Wettbewerbs ist Grohe mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert und konkurriert sowohl mit international agierenden Wettbewerbern als auch mit zahlreichen regionalen und spezialisierten Anbietern. Grohe ist dabei nicht nur von allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklungen, sondern auch von branchenspezifischen Einflüssen wie beispielsweise der Baukonjunktur abhängig.

Beschaffungsrisiken.

Auf der Beschaffungsseite ist Grohe Risiken durch Preisschwankungen bei den Rohstoffen ausgesetzt. Ein wesentliches Rohmaterial ist Messing sowie aus Messing gefertigte Teile. Hauptbestandteile von Messing sind Kupfer und Zink, die in den letzten Jahren an der London Metal Exchange eine hohe Volatilität der Preise und Bestandsmengen verzeichneten.

Grohe begegnet diesem Risiko durch Preis- und Mengenfixierungen mit Lieferanten und durch derivative Finanzgeschäfte mit Banken (vornehmlich Rohwarentermingeschäfte), wodurch die Planungssicherheit im Bereich der Herstellungskosten sowie der Rohmaterialbeschaffung erhöht wird. Weitere Ausführungen zu den Sicherungsgeschäften sind im Anhang zu finden.

Währungsrisiken.

Grohe ist in mehr als 130 Ländern tätig und wickelt Geschäfte in mehr als 10 Währungen ab. In 2016 wurden insgesamt mehr als 38 % der Umsatzerlöse in anderen Währungen als dem Euro erzielt. Die Währungsrisiken beziehen sich in erster Linie auf den US-Dollar. Weitere Währungsrisiken für Grohe ergeben sich aus dem russischen Rubel, dem chinesischen Renminbi, dem britischen Pfund, der indischen Rupie sowie aus weiteren Währungen von Ländern, in denen Umsätze erzielt werden. Risiken aus einer Veränderung der Währungsrelationen begegnet Grohe mit einer teilweisen Absicherung der in Fremdwährung abzurechnenden Umsätze und der daraus resultierenden Forderungen. Zur Absicherung werden Devisentermingeschäfte verwendet, mit denen die Zahlungseingänge in Fremdwährung zu einem festen Kurs in Euro getauscht werden. Wir verweisen ferner auf die Darstellung der zum Jahresende 2016 bestehenden Devisenterminkontrakte im Anhang.

Zinsänderungsrisiko.

Zum 31. März 2016 bestehen drei unbesicherte Gesellschafterdarlehen der Lixil Group Finance Corporation über insgesamt Mio. EUR 1.031,0. Diese werden mit EURIBOR zzgl. einer Marge verzinst. Das sich aus der variablen Verzinsung dieses Kredits ergebende Zinsänderungsrisiko wurde 2016 nicht abgesichert.

Finanzierungsrisiko.

Neben den drei unbesicherten Gesellschafterdarlehen der Grohe Holding GmbH steht der Grohe AG eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von Mio. EUR 120,0 für allgemeine Unternehmenszwecke bis zum 9. April 2020 zur Verfügung, die durch eine Garantie der Lixil Group Corporation besichert ist. Zum 31. März 2016 ist die Betriebsmittelkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

Rechtliche Risiken.

Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Grohe Water Technology AG & Co. KG auf die Grohe AG hat die Grohe AG den abfindungsberechtigten ehemaligen Kommanditisten der Grohe Water Technology AG & Co. KG, die Widerspruch gegen die Verschmelzung eingelegt hatten, ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 33,11 pro Aktie der Grohe AG unterbreitet. Mehrere ehemalige Kommanditisten haben ein Spruchverfahren gegen die Grohe AG eingeleitet und beantragt, das Barabfindungsangebot zu erhöhen und eine bare Zuzahlung hinsichtlich des Umtauschverhältnisses festzusetzen. Die Grohe AG hat nach Wirksamwerden der vorgenannten Verschmelzung einen neuen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Grohe Beteiligungs GmbH abgeschlossen. In diesem Zusammenhang hat die Grohe Beteiligungs GmbH den außenstehenden Aktionären der Grohe AG ebenfalls ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 35,19 pro Aktie der Grohe AG unterbreitet und eine feste jährliche Ausgleichszahlung in Höhe von EUR 2,72 pro Aktie der Grohe AG zugesichert. Auch hier haben außenstehende Aktionäre ein Spruchverfahren gegen die Grohe Beteiligungs GmbH eingeleitet, um die angebotene Barabfindung und die zugesicherte feste jährliche Ausgleichszahlung überprüfen zu lassen. Die Aktionäre können nur eines der Barabfindungsangebote annehmen. 2011 hat das Landgericht Dortmund in beiden Spruchverfahren einen Gutachter bestellt. Dieser hat seine Gutachten im August 2013 vorgelegt.

Im Spruchverfahren zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hat das Landgericht Dortmund am 6. März 2014 entschieden, dass die Barabfindung sowie die feste jährliche Ausgleichszahlung angemessen sind. Einige Antragsteller haben gegen den Beschluss des Landgerichts Dortmund Beschwerde eingelegt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat als das in zweiter Instanz zuständige Gericht am 12. November 2015 entschieden, dass die Barabfindung sowie die feste jährliche Ausgleichszahlung nicht angemessen sind und hat die angebotene Barabfindung auf einen Betrag von EUR 37,06 je Aktie der Grohe AG und die feste jährliche Ausgleichszahlung auf einen Betrag von EUR 2,79 je Aktie der Grohe AG erhöht. Dieses Urteil ist rechtskräftig. Die Grohe AG hat den Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf im Februar 2016 bekanntgemacht und die Abwicklung der Nachbesserung eingeleitet.

Im Spruchverfahren zur Verschmelzung hat das Landgericht Dortmund am 25. Juni 2015 entschieden, dass die Barabfindung auf einen Betrag von EUR 52,08 je Aktie der Grohe AG erhöht wird und dass eine bare Zuzahlung in Höhe von EUR 2,42 je Aktie der Grohe AG zu zahlen ist. Die Grohe AG hat gegen den Beschluss des Landgerichts Dortmund Beschwerde eingelegt. Das Verfahren ist jetzt in zweiter Instanz beim Oberlandesgericht Düsseldorf anhängig.

Von den beiden Entscheidungen könnten insgesamt 218.678 Aktien betroffen sein, davon maximal 97.240 Aktien im Rahmen der Barabfindung aus dem Verschmelzungsvertrag. Sollte eine höhere Barabfindung rechtskräftig festgesetzt werden, ergibt sich eine entsprechende finanzielle Belastung.

Bei Grohe wird die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Genehmigungsauflagen sowie die kontinuierliche Verbesserung im Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement durch die direkt unterhalb des Vorstandes angesiedelte Zentralfunktion Corporate EHS & Sustainability Management mit Hilfe systematischer Aufbau- und Ablaufstrukturen und regelmäßiger interner und externer Environmental, Health and Safety (EHS) Legal Compliance, Performance und Management System Audits in allen relevanten Bereichen sichergestellt und überwacht.

Das Umweltmanagementsystem der Grohe AG wurde erstmals 2003 für alle europäischen Standorte und 2004 für den Produktionsstandort in Thailand nach der ISO 14001 zertifiziert. Im Jahr 2011 folgte eine erfolgreiche Erst-Zertifizierung der Grohe Gruppe nach OHSAS 18001, der weltweit führenden Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsysteme (zukünftig: ISO 45001). Die aktuell gültigen Re-Zertifizierungen datieren aus 2015 (sowohl Umweltmanagement, ISO 14001:2009, als auch Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement, OHSAS 18001:2007). Als Zertifizierungsgesellschaft fungiert der TÜV Nord, Essen.

Bereits seit mehreren Jahren nimmt der Einfluss der Europäischen Chemikalienverordnung REACH auf die europäische Industrie und damit auch auf Grohe zu. Gemäß REACH müssen Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender ihre Chemikalien registrieren und sind für deren sichere Verwendung selbst verantwortlich. Ausgewählte Stoffe werden von den Behörden bewertet und ggf. einer Regelung zugeführt. Mit Einrichtung des "Grohe REACH Radar" analysiert Grohe die Verwendung von Chemikalien im Unternehmen, um frühzeitig auf drohende Stoffverbote bzw. Stoffbeschränkungen aufmerksam zu werden und reagieren zu können.

Um dem aktuellen Anwendungsverbot von Chromtrioxid (Juristisch: Verbot mit Erlaubnisvorbehalt) innerhalb der EU zu begegnen (Ablaufdatum: 21. September 2017), ist Grohe als aktives Mitglied im Konsortium CTAC (Chromium Trioxide Application Consortia) tätig geworden, das am 7. August 2015 Zulassungsanträge gestellt hat. Grohe hat zudem am 7. Oktober 2015 einen eigenen Zulassungsantrag für die weitere Nutzung von Chromtrioxid bei der ECHA - European Chemicals Agency in Helsinki gestellt. Entscheidungen über die Zulassungszeiten werden nicht vor der 2. Jahreshälfte 2016 erwartet.

Neben Gesetzen und Vorschriften, die unsere Produktionsstätten und Fertigungsprozesse betreffen, können sich auch gesetzliche Auflagen im Umweltschutz-, Gesundheits- und Arbeitssicherheitsbereich auf unser Produktportfolio auswirken, indem Substanzen, die von uns verwendet werden, in Art oder Umfang beschränkt oder verboten werden können. So trat in Deutschland zum 1. Dezember 2013 die neue Trinkwasserverordnung in Kraft, die strengere Grenzwerte für die Metallabgabe ins Trinkwasser vorsieht.

Grohe geht davon aus, dass alle derzeit relevanten gesetzlichen Umweltvorschriften eingehalten sind. Aufgrund von Faktoren, die sich der Kontrolle der Gesellschaft entziehen (wie die Entdeckung bislang nicht erkannter Altlasten oder Änderungen der bestehenden Umweltgesetzgebung bzw. der Auslegung durch entsprechende Behörden), kann eine Belastung aus Umweltrisiken jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Die vorgenannten Risiken werden durch das bestehende Risikomanagementsystem überwacht und regelmäßig kontrolliert. Wir schätzen die positive Entwicklung des Konzerns trotz dieser Risiken nicht als gefährdet ein, sondern gehen - auch aufgrund der Ausführungen im Chancenbericht - von einer weiterhin positiven Gesamtentwicklung des Konzerns aus.

7 Chancenbericht

Grohe sieht seine Stärken und damit Chancen in der weltweiten Bekanntheit von Grohe als Premiummarke für Wassertechnologie-Produkte im Sanitärbereich mit hohen Qualitäts- und Innovationsstandards sowie den zahlreichen langjährigen Geschäftsbeziehungen mit Kunden in vielen Ländern der Welt. Neben dem hohen Wiedererkennungswert der Marke "GROHE" stärkt auch die universal attraktive, funktionsorientierte Formensprache der Grohe-Produkte, die von einem in-house Designteam gepflegt wird, die Kundenakzeptanz und stärkt damit nicht nur die Kundenbindung, sondern verbessert auch den Zugang zu weiteren Absatzmärkten und Kunden. Durch diese Vorteile ergeben sich für uns vielversprechende Möglichkeiten, Umsatz und Profitabilität weiter zu steigern und das Wachstum des Unternehmens zu sichern. Darüber hinaus erhofft sich Grohe durch die Zusammenarbeit mit dem neuen Partner LIXIL, den nachhaltigen Wachstumskurs konsequent fortzusetzen und neue Synergien zu nutzen.

Der gemeinsame Erwerb der Mehrheit der Anteile durch die Grohe Group S.à r.l. und die LIXIL Corporation an einigen Unternehmen der südafrikanischen DAWN-Gruppe in 2014 gibt Grohe die Möglichkeit, seine Geschäftsaktivitäten in Afrika konsequent zu intensivieren und von weiteren Umsatzsteigerungen zu profitieren.

Mit der Umgestaltung der LIXIL Gruppe in vier technologische Geschäftseinheiten in 2015 wurde auch das Sanitärgeschäft der Gruppe mit den Marken GROHE, American Standard und LIXIL/Inax als LIXIL Water Technology (LWT) zusammengefasst. Mit den einzelnen, weiterhin eigenständig geführten Marken werden weltweit führende Marktpositionen in den entscheidenden Kernmärkten besetzt, Aktivitäten in 150 Märkten vorangetrieben, zwei Forschungs- und Entwicklungskompetenzzentren - in Deutschland und Japan - betrieben und Produkte in 50 Produktionsstätten weltweit gefertigt. Alle Marken zusammen nehmen dadurch eine global ausgerichtete Marktführungsposition ein. Durch Bündelung und Austausch von ausgewiesener Expertise und breitem Know-how profitiert auch Grohe und hat dadurch beste Voraussetzungen, sich erfolgreich weiterzuentwickeln und profitabel zu wachsen.

 

Hemer, den 8. Juli 2016

Die Geschäftsführung

Michael Rauterkus

Thomas Fuhr

Adam Bryson

Michael Mager

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Grohe Holding GmbH, Hemer, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH, Hemer, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 8. Juli 2016

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Graetz, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Brüggemann, Wirtschaftsprüfer

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