Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
SIGNALIS GmbHLiquidiert
Hanna-Kunath-Straße 3, 28199 Bremen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Guido Pahl seit 15.5.2015 | Geschäftsführer |
Luc Bentolila seit 25.4.2013 | Geschäftsführer |
Frank Müller seit 6.5.2011 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
AIRBUS SE | 61.47% |
AIRBUS HELICOPTERS S.A.S | 38.53% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIGNALIS GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SIGNALIS GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung durch die Airbus Defence and Space GmbH im Rahmen der von dieser abgegebenen Patronatserklärung abhängig ist.
München, den 28. Juli 2016 Ernst
& Young GmbH
Keller, Wirtschaftsprüfer von Wachter, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 20141. Allgemeine AngabenDie SIGNALIS ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB und stellt den Einzelabschluss nach den für diese geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG auf. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Bilanzierung und BewertungEs wurde unter der Fortführungsannahme bilanziert da eine positive Fortführungsprognose besteht. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Abschreibungen auf abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden entsprechend den nachfolgend angesetzten Nutzungsdauern vorgenommen:
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung angesetzt; die selbsterstellten Anlagen sind mit Material- und Personalkosten bewertet. Das Sachanlagevermögen wird teils linear und teils degressiv (für Zugänge vor der Einführung des BilMoG jeweils in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht) abgeschrieben. Zugänge, die Erweiterungen bestehender Anlagen sind, werden nach derselben Methode abgeschrieben. Handelt es sich dabei um die degressive Abschreibungsmethode, wird der für das Jahr des erstmaligen Zugangs nach Steuerrecht zulässige Höchstsatz angewandt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis Euro 150,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die steuerliche Sonderregelung der Jahre 2008 und 2009 zur Bildung von Sammelposten für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Wert Euro 150 aber nicht Euro 1.000 übersteigt, wird nicht mehr angewandt. Bei der planmäßigen Abschreibung wird von den oben genannten Nutzungsdauern ausgegangen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden stets vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu rechnen ist. Bei den Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bestandsrisiken auf Grund der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit, gesunkener Wiederbeschaffungs- bzw. Verkaufspreise sind angemessen berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden mit den Einzelkosten und aktivierungspflichtigen Gemeinkosten angesetzt. Im Rahmen der verlustfreien Bewertung werden Wertabschläge für drohende Verluste bis zur Höhe der angearbeiteten Bestände abgesetzt. Die geleisteten sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit den Nennwerten angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen bewertet. Im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung werden Teilgewinne realisiert, wenn nach Vertrag zulässige oder vereinbarte Teilabrechnungen gestellt werden. Zur Absicherung der Exportrisiken und des Delkredererisikos schließt SIGNALIS Exportkreditversicherungen ab bzw. wendet auch andere Instrumente und Methoden (Akkreditive, Bankgarantien) an, wenn im Bezug auf die Erfüllung von finanziellen Verpflichtungen des Vertragspartners Risiken eingegangen werden. Für alle Kunden und Länder erfolgt eine Bonitätsprüfung. Unverzinsliche Ansprüche mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem Barwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen wurden im Grundsatz die Generationstafeln RT 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Alle anderen Wahrscheinlichkeiten, die in den "Richttafeln 2005 G" (RT 2005 G) enthalten sind, wurden unverändert übernommen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2014 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre abgezinst. Bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt der Zinssatz 4,55 % p.a.. Ferner wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,25 % p.a. und Rentensteigerungen von 1,7 % p.a. zugrunde gelegt, sowie eine jährliche vom Alter abhängige Fluktuation in Höhe der Standardwerte unterstellt. Rückstellungen für die Verpflichtung aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Prof. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Für die Bewertung wurde ein Rechnungszinssatz von 2,94 % p.a. zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftig potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften zu Erfüllungsbeträgen gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr sind, unter Berücksichtigung von zukünftigen Kostensteigerungen für Material in Höhe von 2,0 % p.a. und für Stundenleistungen in Höhe von 2,43 % p.a., gemäß Kalkulationsrichtlinie, mit dem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgt abhängig von der Laufzeit mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank festgelegten Zinssatz. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken wurden Vermögenswerte und Schulden mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Kurzfristige Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung, für die kein Kurssicherungsgeschäft abgeschlossen wurde, werden mit dem am Abschlussstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden zum Umrechnungskurs des Entstehungstages bewertet. Sofern die Umrechnung der Währungsposten zum Kurs des Bilanzstichtages einen niedrigeren bzw. höheren Betrag ergibt, werden diese entsprechend berücksichtigt. Forderungen werden, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren Briefkurs des Bilanzstichtages bewertet, Verbindlichkeiten entsprechend mit dem höheren Geldkurs. Abgeschlossene Kurssicherungsgeschäfte werden bei der Bewertung in der Form berücksichtigt, dass gesicherte Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den jeweiligen Sicherungskursen eingebucht und unverändert fortgeführt werden, da sie keinem Kursrisiko unterliegen. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel im Anhang ersichtlich. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Nutzungsrechte und entgeltlich erworbene Software. Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens werden Fondsanteile der ebase, European Bank for Fund Services GmbH, Haar bei München, ausgewiesen, durch die die Gesellschaft Ansprüche von Mitarbeitern, die im Wege der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) zur Altersvorsorge erworben wurden, soweit aus Gründen des gesetzlichen Insolvenzschutzes erforderlich, absichert. Zum Bilanzstichtag lagen keine dauerhaften Wertminderungen vor. 3.2. Vorräte Die in den Vorräten enthaltenen geleisteten Anzahlungen werden für Zulieferungen von Unterlieferanten im Rahmen von Großaufträgen geleistet. Vom Bilanzwert der Vorräte werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in voller Höhe abgesetzt. 3.3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Gegenüber dem Gesellschafter besteht zum 31.12.2014 eine Finanzforderung in Höhe von TEuro 137. Im Vorjahr bestand eine Forderung in Höhe von TEuro 79. 3.4. Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Finanzbehörden aus ausländischen Vorsteuererstattungsansprüchen (TEuro 70; i.Vj. TEuro 77) enthalten. Weiterhin enthalten sind Forderungen aus Cash-Pooling gegenüber der Airbus Group N.V. in Höhe von TEuro 1.743. 3.5. Flüssige Mittel Hier sind Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. 3.6. Eigenkapital Mit der Einbringung des Teilbetriebes "Maritime Sicherheitssysteme" durch die ATLAS ELEKTRONIK GmbH im Geschäftsjahr 2009 wurde das Stammkapital um Teuro 1 auf TEuro 26 erhöht, sowie eine Kapitalrücklage in Höhe von TEuro 24 gebildet. Auf Grund des Jahresfehlbetrages (TEuro -3.055) weist die Gesellschaft per 31. Dezember 2014 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEuro 3.471 aus. Die Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEuro 3.055 auf neue Rechnung vorzutragen. 3.7. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten:
Im Rahmen des BilMoG ergibt sich aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ein noch nicht verbuchter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 305 im Vergleich zum alten Ansatz per 31. Dezember 2009. Von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird Gebrauch gemacht. Der Aufwand aus der Umstellung wird linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren verteilt. Im Berichtsjahr wurden TEuro 22 als außerordentlicher Aufwand erfasst. Die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen beläuft sich zum Abschlussstichtag auf TEuro 216. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für ausstehende Eingangsrechnungen/fehlende Herstellkosten (TEuro 4.125; i.Vj. TEuro 3.366) sowie Gewährleistungen und Garantien (Teuro 1.207; i.Vj. TEuro 1.011) gebildet. Für Verpflichtungen aus dem Personalbereich bestehen per 31. Dezember 2014 Rückstellungen in Höhe von Teuro 860 (i.Vj. TEuro 1.317). 3.8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren bestehen zum Stichtag nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber der Airbus Group N.V. (ehemals: EADS N.V.) in Höhe von TEuro 4.135 (i.Vj. TEuro 0). 3.9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen insgesamt TEuro 2.193 (i.Vj. TEuro 2.383). Davon entfallen auf das Geschäftsjahr 2015 TEuro 1.222 und auf die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 TEuro 971. Zum 31. Dezember 2014 besteht für Anlagevermögen, Vorräte sowie Dienstleistungen ein Bestellobligo in Höhe von TEuro 17.210 (i.Vj. TEuro 7.962). 3.10. Derivative Finanzinstrumente Das operative Geschäft der Gesellschaft unterliegt Wechselkursrisiken. Zur Begrenzung dieser Risiken werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, sowie in geringem Umfang Optionsgeschäfte als Sicherungsinstrumente eingesetzt, die mit der Airbus Group N.V. (ehemals: EADS N.V.) abgeschlossen werden. Alle derivativen Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung, die insbesondere durch eine strikte Funktionstrennung in Handel, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet ist. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelzuflüsse, die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Umsätze und Beschaffung) eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode festgestellt. Wirksame Teile der gebildeten Bewertungseinheiten werden nach der sogenannten Einfrierungsmethode abgebildet. Es wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet: Devisentermingeschäfte (Mikro - Hedge) Art der gebildeten Bewertungseinheit: Mikro - Hedge Art des abgesicherten Risikos: Wertänderungsrisiko aus Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen (US - Dollar, Australischer Dollar). In die Bewertungseinheiten sind zum Abschlussstichtag bzw. im Vorjahr als Grundgeschäfte Forderungen, Verbindlichkeiten, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete zukünftige Umsätze und zukünftig geplante Beschaffungen in den aufgeführten Fremdwährungen einbezogen. In der folgenden Tabelle handelt es sich um zum Sicherungskurs bewertete Buchwerte.
Es wurden jeweils einzelne Devisenterminkontrakte abgeschlossen, deren Laufzeiten der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entsprechen. Die zukünftigen Umsätze und geplanten Beschaffungen basieren auf bereits abgeschlossenen Verträgen und betreffen in der Zukunft vereinbarte Zahlungsmeilensteine. Zum Abschlussstichtag ergibt sich die Höhe der mit der gebildeten Bewertungseinheit abgesicherten Risiken aus der unterlassenen Abwertung der Forderungen auf den niedrigeren Devisenkassamittelkurs, der unterlassenen Aufwertung der Verbindlichkeiten und der geplanten Beschaffungen auf den höheren Devisenkassamittelkurs und dem geplanten errechneten Verlustrisiko aus den erwarteten nachteiligen Wertänderungen der zukünftigen Umsätze folgendermaßen:
Die gegenläufigen Wertänderungen der Devisenterminkontrakte als Sicherungsinstrumente gleichen sich weitgehend mit denen der Grundgeschäfte aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Forderungen und Verbindlichkeiten zum Fälligkeitszeitpunkt sich ausgleichende Verbindlichkeiten und Forderungen zu einem festen Euro - Kurs gegenüberstehen. Die Wertänderungen der zum Abschlussstichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten und der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten zukünftigen Umsätze und geplanten Beschaffungen gleichen sich in folgenden Zeiträumen wieder aus:
Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Kundenforderungen oder der Abwicklung der Auftragseingänge kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte, sowie die positiven und negativen Marktwerte sehen wie folgt aus:
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und abschlägen. 3.11. Latente Steuern Ein aktiver Überhang latenter Steuern wird im Geschäftsjahr gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht ausgewiesen. Aus den zum 31.12.2014 bestehenden Unterschiedsbeträgen zwischen Steuer- und Handelsbilanz bei den Rückstellungen für Altersvorsorge resultieren ausschließlich (aktive) latente Steueransprüche. Aufgrund der steuerlichen Verlustvorträge bestehen zum Ende des Geschäftsjahres 2014 weiterhin steuerliche Verlustvorträge für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1. Umsatzerlöse Die SIGNALIS erbringt im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung Teilleistungen, die im Rahmen der Teilgewinnrealisierung abgerechnet werden. Die Vertragsgegenstände der zulässigen Teilabrechnungen gehen nach erfolgter Abnahme rechtlich und wirtschaftlich an den Kunden über.
4.2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge betreffen Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEuro 26 (i.Vj. TEuro 59). Im Geschäftsjahr 2014 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEuro 19 (i.Vj. TEuro 16) angefallen. 4.4. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Zinsaufwendungen aus dem Cash Pooling mit der Airbus Group N.V. (ehemals: EADS N.V.). 4.5. Außerordentliches Ergebnis Die außerordentlichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2014 resultieren wie im Vorjahr aus der linearen Verteilung des Unterschiedsbetrages der Pensionsrückstellungen aus der BilMoG Umstellung gemäß dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über 15 Jahre. 5. Sonstige AngabenMitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 88 (i.Vj. 88) Gehaltsempfänger. Geschäftsführer Geschäftsführer der SIGNALIS waren:
Von den Mitgliedern der Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2014 ausschließlich Dr. Thomas Fröhlich Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mutterunternehmen Die SIGNALIS GmbH war bis Juli 2016 ein Tochterunternehmen der SIGNALIS Holding GmbH und wurde in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der SIGNALIS Holding GmbH wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), herausgegeben vom International Accounting Standards Board (IASB) und gebilligt von der Europäischen Union, erstellt und ist bei dieser erhältlich. Dieser Konzernabschluss wurde zum 31.12.2014 sowohl at equity in den Konzernabschluss der Airbus Group N.V, Amsterdam/Niederlande (Veröffentlichung im Bundesanzeiger unter der Nummer HRB 107648) als auch at equity in den Konzernabschluss der ATLAS ELEKTRONIK GmbH (Veröffentlichung im Bundesanzeiger unter der Nummer HRB 21570) einbezogen. Letztere wurde in den Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen (Veröffentlichung im Bundesanzeiger unter den Nummern HRB 9092 in Duisburg und HRB 15364 in Essen) einbezogen. Im ersten Quartal 2016 hat ein Gesellschafterwechsel stattgefunden infolge dessen Airbus alleiniger indirekter Gesellschafter der SIGNALIS GmbH wurde. Im Juli 2016 wurde in einem zweiten Schritt die Gesellschaft an die Airbus Defence and Space GmbH verkauft, um diese in einem dritten Schritt bis Ende August 2016 mit dieser zu verschmelzen.
Bremen, den 25. Juli 2016 SIGNALIS GmbH Luc Bentolila, Geschäftsführer und CEO Guido Pahl, Geschäftsführer und CFO Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014der SIGNALIS GmbHA. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Die Geschäftstätigkeit der SIGNALIS GmbH gliedert sich in 2 Hauptgeschäftsbereiche: Zum einen der Geschäftsbereich Hafensicherheits- und Verkehrsführungssysteme, zum anderen der Geschäftsbereich Küsten- und Grenzüberwachungssysteme. Das Unternehmen ist an zwei Standorten in Deutschland vertreten, mit Betriebsstätten in Unterschleißheim und Bremen. Am Standort Bremen befindet sich der Hauptsitz der SIGNALIS GmbH. Beide Geschäftsbereiche entwickelten sich in 2014 rückläufig. Bei den Küsten- und Grenzüberwachungssysteme konnte der Umsatz gegenüber 2013 zwar noch um 43 % gesteigert werden, dies ist jedoch dem in 2013 gewonnenen Großauftrag der Airbus Group zuzurechnen. Wesentliche Gründe waren geringe Auftragseingänge der Airbus Group und die zunehmende Konkurrenz im Mittleren und Fernen Osten sowie der hiermit in Zusammenhang stehende wachsende Druck auf die Verkaufspreise. 2. Geschäftsverlauf a) Auftragseingang und Umsatz Im Geschäftsjahr 2014 hatte die SIGNALIS GmbH einen Auftragseingang von 12.806 TEUR (2013: 66.994 TEUR) und einen Umsatz von 19.412 TEUR (2013: 19.509) zu verzeichnen. Der hohe Auftragseingang in 2013 war durch einen Großauftrag der Airbus Group in Saudi-Arabien geprägt, dem in 2014 keine Weiteren gefolgt sind. Im Geschäftsbereich Küsten- und Grenzüberwachungssysteme waren die bedeutendsten Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2014 Zusatzbeauftragungen der Airbus Group in Saudi-Arabien (2.735 TEUR), aus Deutschland (2.104 TEUR) und Estland (1.400 TEUR). Im Geschäftsbereich Hafensicherheits- und Verkehrsführungssysteme waren China (4.504 TEUR), Niederlande (558 TEUR) und Kuweit (408 TEUR) führend. Bezogen auf den Umsatz wurden die bedeutendsten Projekte im Geschäftsbereich Küsten- und Grenzüberwachungssysteme in Saudi-Arabien (11.324 TEUR) und Deutschland (3.322 TEUR) abgewickelt. Im Geschäftsbereich Hafensicherheits- und Verkehrsführungssysteme waren China (2.466 TEUR) und Niederlande (445 TEUR) herausragend. b) Investition Die Geschäftstätigkeit der SIGNALIS GmbH ist nicht sehr kapitalintensiv und erfordert bei gleichbleibender Kapazität jährlich nur geringe Ersatzinvestitionen. Die Sachanlagen gingen im Jahr 2014 netto um 55 TEUR (2013: Abgang 296) zurück, da die Abschreibungen die Zugänge überstiegen. Die Zugänge betrafen im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung. Entsprechend den Sachanlagen verzeichnete auch das gesamte Anlagevermögen in 2014 einen Rückgang in Höhe von insgesamt 67 TEUR (2013: Verringerung 304 TEUR). Das die Zugänge 2014 übersteigende Abschreibungsvolumen erklärte sich durch die außergewöhnlich hohen Investitionen aus 2011. c) Weitere wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres In 2014 gab es außerordentliche Belastungen bei einem Großprojekt in Deutschland in Folge von Mehrarbeiten. d) Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr wurde von der Gesellschaft für Entwicklungen 462 TEUR (2013: 1.018 TEUR) aufgewendet und betrafen überwiegend ein EU Förderprojekt. 3. Wirtschaftliche Lage a) Ertragslage Das Jahresergebnis 2014 war entgegen der Planung mit -3.055 TEUR negativ (2013: +348 TEUR). Trotz des nahezu gleichen Umsatzniveaus (um 97 TEUR gesunken), konnte das positive Ergebnis aus 2013 nicht gehalten werden, da es bei einem Projekt in Deutschland in Folge von Mehrarbeiten zu einer erheblichen Verschlechterung kam. Die Betriebsleistung sank im Jahr 2014 um 10.181 TEUR (entspricht -32 %) gegenüber 2013. Die Summe aus Materialaufwand (um 4.926 TEUR gesunken), Personalaufwand (um 276 TEUR gesunken) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (um 1.195 TEUR gesunken) sank gegenüber 2013 um 6.397 TEUR (entspricht -20 %) weniger als proportional zur Betriebsleistung. Dies war die Folge von Auslastungsproblemen. b) Finanzlage Insgesamt ergab sich zum 31.12.2014 entgegen der Planung eine negative Nettoliquidität von -2.289 TEUR (2013: +7.168 TEUR). Diese negative Entwicklung ist insbesondere auf den Rückgang des Auftragseingangs im Berichtsjahr und die damit verbundenen ausbleibenden Kundenanzahlungen zurückzuführen sowie einem erhöhten Liquiditätsbedarf bei einem Großprojekt in Deutschland in Folge von Mehrarbeiten. Der Gesellschaft stand zum Bilanzstichtag eine Kreditlinie eines indirekten Gesellschafters der SIGNALIS Holding GmbH in Höhe von 5.000 TEUR zur Verfügung, welche zum Bilanzstichtag zu 2.549 TEUR in Anspruch genommen wurde (2013: 0 TEUR). Für einen nach dem Geschäftsjahr 2014 erwarteten und über die bestehende Kreditlinie von 5.000 TEUR hinausgehenden Liquiditätsbedarf steht zusätzlich eine Patronatserklärung eines indirekten Gesellschafters zur Verfügung. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen machte mit 614 TEUR (2013: 681 TEUR) ca. 2 % (2013: ca. 3 %) der Bilanzsumme aus. Die Nettoliquidität (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, zuzüglich/abzüglich der innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände/Verbindlichkeiten ausgewiesenen Forderungen/Verbindlichkeiten aus dem Airbus Cash-Pooling) betrug -2.289 TEUR (2013: 7.168 TEUR) und verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 9.457 TEUR. Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital negativ. Aufgrund des Jahresfehlbetrags im Berichtsjahr erhöhte sich das negative Eigenkapital um 3.055 TEUR (2013: Verminderung um 348 TEUR). Zum 31.12.2014 bestand ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 3.471 TEUR (2013: -417 TEUR). Der Aufbau der sonstigen Verbindlichkeiten resultierte aus dem Cash-Pooling, da sich im Vergleich zum Vorjahr keine Forderung mehr ggü. Airbus aus dem Cash-Pooling ergibt. Der Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieb mit 11.754 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (2013: 12.430 TEUR) weitgehend gleich. Der bedeutendste Lieferant war die SIGNALIS SAS. d) Gesamtaussage In 2014 verschlechterte sich die Auftrags-, Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft entgegen der ursprünglichen Prognose. In Folge wirkte sich die Geschäftsentwicklung auf das Eigenkapital zum 31.12.2014 negativ aus, was zu einer Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags auf 3.471 TEUR geführt hat. Für die Gesellschaft besteht eine positive Fortführungsprognose. In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 stellte der indirekte Gesellschafter Airbus Group temporär Mittel jenseits der Kreditlinie (5.000 TEUR) zur Verfügung. Im ersten Quartal 2016 hat ein Gesellschafterwechsel stattgefunden infolge dessen Airbus alleiniger indirekter Gesellschafter der SIGNALIS GmbH wurde. Im Juli 2016 wurde in einem zweiten Schritt die Gesellschaft an die Airbus Defence and Space GmbH verkauft, um diese in einem dritten Schritt bis Ende August 2016 mit dieser zu verschmelzen. Im Zuge dieser Veränderungen wurde die "alte" Patronatserklärung im zweiten Quartal 2016 durch eine harte Patronatserklärung inklusive Rangrücktrittsvereinbarung ersetzt. Der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts prognostizierte Liquiditätsbedarf liegt stets unterhalb der eingeräumten Kreditlinie samt Patronatserklärung. B. Prognoseberichta) Geschäftsjahr 2015 Der Auftragseingang entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 mit 8,0 MEUR (2014: 12,8 MEUR) rückläufig, bedingt durch den Geschäftsbereich Küsten- und Grenzüberwachungssysteme mit 1,3 MEUR (2014: 6,2 MEUR). Das Auftragsvolumen des Projektes mit der Airbus Group in Saudi Arabien wurde nach kleineren Zusatzbeauftragungen (0,7 MEUR) von 60,5 MEUR auf 39,8 MEUR reduziert. Die ausstehenden Lieferungen sind bis Mitte 2016 geplant. Bei den Hafensicherheits- und Verkehrsführungssysteme stagnierte der Auftragseingang mit 6,7 MEUR auf dem Niveau des Vorjahres (2014: 6,6 MEUR). Der Umsatz des Geschäftsjahres 2015 lag mit 18,7 MEUR auf dem Niveau des Vorjahres (19,4 MEUR). Während im Geschäftsbereich Hafensicherheits- und Verkehrsführungssysteme mit 7,6 MEUR (2014: 4,4 MEUR) Zuwächse erzielt wurden, entwickelten sich die Küsten- und Grenzüberwachungssysteme mit 11,1 MEUR (2014: 15,0 MEUR) rückläufig. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung machte im Geschäftsjahr 2015 681 TEUR aus und betraf im Wesentlichen Datenbank-Entwicklungen und EU-Förderprojekte. Das Ergebnis zeigte im Geschäftsjahr 2015 einen Verlust i.H.v. -5,2 MEUR (2014: -3,1 MEUR), der durch Mehraufwand in einem Großprojekt in Deutschland und zu hohe Strukturkosten verursacht wurde. Die Nettoliquidität belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf -8,6 MEUR (2014: -2,3 MEUR). b) Geschäftsjahr 2016 Im Geschäftsjahr 2016 wird sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich leicht rückläufig entwickeln bedingt durch den Geschäftsbereich Hafensicherheits- und Verkehrsführungssysteme. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2016 wird hauptsächlich im Geschäftsbereich Küsten- und Grenzüberwachungssysteme erwartet und bestimmt sein durch die Restabwicklung zweier Großprojekte mit der Airbus Group in Saudi Arabien und Deutschland sowie durch den Projektfortschritt in einem Weiteren von Airbus unabhängigen Großprojekt in Deutschland. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung 2016 wird geringer prognostiziert als im Vorjahr, inhaltlich aber ebenfalls durch Datenbank-Entwicklungen und EU-Förderprojekte bestimmt sein. Der prognostizierte Jahresfehlbetrag 2016 steht im Zusammenhang mit weiteren Mehraufwendungen bei einem Großprojekt in Deutschland sowie mit der Restrukturierung und Verschmelzung der Gesellschaft mit der Airbus Defence and Space GmbH. Diese Maßnahmen sind notwendig, um wieder nachhaltig profitabel zu werden. Ziele sind die Schließung des Standortes Unterschleißheim, über die Gruppe hinweg die Optimierung der Strukturkosten, der internen Organisation und Prozesse sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Aufgrund der Restrukturierung ist im Geschäftsjahr 2016 ein erhöhter Finanzierungsbedarf notwendig, dem mit der Patronatserklärung und der geplanten Verschmelzung begegnet wird. C. NachtragsberichtBis auf die oben erläuterten Vorgänge sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem heutigen Unterschriftsdatum bekannt, welche sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken könnten. D. Chancen- und Risikobericht1. Risikobericht Das Risikomanagement ist ein fester Bestandteil des permanenten Planungs- und Kontrollprozesses bei der SIGNALIS GmbH und beinhaltet zum Beispiel die Identifizierung von technischen und kaufmännischen Projektrisiken bereits in der Angebotsphase sowie regelmäßig durchgeführte Durchsprachen der relevanten Projekte und Geschäftsbereiche bei projektunabhängigen Risiken. Zur Absicherung aller wichtigen Finanztransaktionen wendet die SIGNALIS GmbH eine Reihe von Instrumenten und Methoden an: Zahlungsausfallrisiken werden durch Akkreditive und/oder eine Versicherung abgedeckt, Lieferrisiken werden ausgeschlossen durch die im internationalen Projektgeschäft üblichen Sicherungsinstrumente (z.B. Transport- und Montageversicherungen sowie Anzahlungen des Kunden) und Devisentermingeschäfte dienen zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Für die künftige Geschäftsentwicklung bestehen die Risiken, dass die künftig geplanten Auftragseingänge nicht realisiert werden können und es zu weiteren Verzögerungen im Großprojekt in Deutschland sowie zu Know-How-Verlust infolge der Schließung des Standortes Unterschleißheim kommt. Demgegenüber stehen die Chancen aus der Verschmelzung der Gesellschaft mit der Airbus Defence and Space GmbH. Um die Zahlungsfähigkeit aufrecht erhalten zu können und insolvenzrechtliche Folgen der bilanziellen Überschuldung zu vermeiden und damit die Unternehmenstätigkeit fortführen zu können, ist die Aufrechterhaltung der Kreditlinie und Patronatserklärung sowie letztlich die Verschmelzung mit der Airbus Defence and Space GmbH erforderlich. Rechtsstreitigkeiten mit einem nennenswerten Einfluss auf die finanzielle Lage der Gesellschaft lassen sich zurzeit nicht erkennen. 2. Chancenbericht Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch den zunehmenden Preisdruck der Konkurrenten, wird die SIGNALIS GmbH und nachfolgend die Airbus Defence and Space GmbH weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Für die Abdeckung der zunehmenden lokalen Marktanforderungen werden neue Kooperationsmodelle geprüft und, wenn vorteilhaft, implementiert. Letztlich wird mit STYRIS und dessen Einbindung in die Airbus Architektur ein neues innovatives Produkt am Markt platziert. Auf der Beschaffungsseite kann auf eine breite Palette von Anbietern zurückgegriffen werden. Mögliche Einsparungspotentiale werden laufend geprüft. Mit der Restrukturierung und der Verschmelzung der Gesellschaft werden die Strukturkosten, die interne Organisation und Prozesse nachhaltig verbessert und die Gesellschaft moderner, wettbewerbsfähiger und finanziell gestärkt am Markt platziert.
Bremen, den 25. Juli 2016 Luc BENTOLILA, Geschäftsführer und CEO Guido PAHL, Geschäftsführer und CFO |
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