Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 159572
Vorher
Blitz 05-607 GmbHDorsch Consult Wasser & Umwelt GmbHDorsch International Consultants GmbH
Eingetragen
15.11.2005
Branche
Architekturbüros für HochbauIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen von Management-Consulting, Planung, Projektmanagement und Bauüberwachung von Bauvorhaben aller Art sowie im Zusammenhang mit der Vorbereitung, Durchführung und Nachbetreuung von technischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsprojekten im In- und Ausland, sowie deren fachliche und konzeptionelle Begleitung, einschließlich der Beratung anderer Unternehmen darin. Erbringung von Steuer- und Rechtsberatung ist nicht Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Juan Rainer Neidhardt
seit 27.12.2024
Geschäftsführer
Frauke Goldmann
seit 27.12.2024
Geschäftsführer
Zihni Erençin
seit 27.12.2024
Geschäftsführer
Mélanie Salaun
seit 27.12.2024
Prokura
Mario Solte
seit 27.12.2024
Prokura
Hans-Jürgen Monden
seit 11.1.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dorsch Impact GmbH (vormals: Dorsch International Consultants GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

1. Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Die Dorsch International Consultants GmbH (im Folgenden "DI") ist im nationalen und internationalen Planungs-, Bauüberwachungs- und Beratungsmarkt für Infrastrukturprojekte tätig und bearbeitet etwa 400 Projekte jährlich. Diese erstrecken sich von Studien, Gutachten und Forschungsarbeiten sowie Entwicklungsplanung und Machbarkeitsstudien bis Projektmanagement, Vor- und Baureifeplanung, Bauüberwachung, Inbetriebnahme, Instandhaltung und Personalschulung. Die Projekthonorare reichen von einigen tausend bis zu mehreren Millionen Euro.

Die DI mit Stammsitz in München zählt zu dem bekannten und leistungsstarken Ingenieurdienstleister Dorsch Gruppe. Die Geschichte der DI reicht bereits über sechs Jahrzehnte zurück. Sie arbeitet unabhängig von Bau-, Produktions- und Lieferinteressen. Neben München liegen weitere wesentliche inländische Standorte der DI in Wiesbaden, Berlin und Bochum. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 197 Mitarbeiter fest angestellt (Vj.: 154 Mitarbeiter). Darüber hinaus bestanden Verträge mit durchschnittlich 40 freien Mitarbeitern, im internationalen Geschäft, d.h. für Leistungen außerhalb Deutschlands über eine langfristige temporäre Zusammenarbeit.

Tätigkeitsschwerpunkte bilden sich in Geschäftsbereichen ab, die Beratungs- und Planungsleistungen für technische Infrastruktur in den Sektoren Flughäfen, Hochbau, Wasser, Umwelt und Verkehr erbringen.

Die DI bedient sowohl öffentliche als auch private Auftraggeber. In Deutschland reicht ihr Kreis von der Gemeinde über Zweckverbände bis zu Bundesministerien, von Privatpersonen über Investoren bis zu Industrieunternehmen. Hauptkunden für Planungs- und Bauüberwachungsleistungen in allen Phasen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) sind Kommunen bzw. öffentlich-rechtliche Institutionen sowie Verwaltungen des Bundes mit ihren Ämtern. International war die DI 2023 mit dem o.g. Spektrum in elf Ländern aktiv. Im Ausland waren dies vor allem Projekte der Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Geldgeber sind beispielsweise und vor allem KfW, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Swiss Agency for Development ans Cooperation (SDC) sowie Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und Europäische Investitionsbank (EIB). Neben Deutschland bilden die Staaten des Nahen Ostens, der Balkanraum sowie Subsahara-Afrika, regionale Schwerpunkte. In Amman, Gaza, Ramallah, Montenegro und Tirana ist die DI mit Niederlassungen vertreten. Darüber hinaus bestehen temporäre Projektbüros in weiteren Ländern. Zur Projektanbietung und -abwicklung werden Konsortien mit in- und ausländischen Partnerbüros unterhalten.

2. Externe Einflussfaktoren - Entwicklung der Weltwirtschaft 1

Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Die Inflation geht inzwischen zügig zurück, und die Geldpolitik beginnt voraussichtlich bereits im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen. Eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber derzeit noch nicht ab. Die Inflation geht weiter zurück und dürfte im Jahr 2025 allgemein wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein.

Zu der ausgeprägten Abschwächung der weltwirtschaftlichen Aktivität, die angesichts des Inflationsschocks im vergangenen Jahr und der daraufhin erfolgten scharfen geldpolitischen Reaktion vielfach - und auch von uns - befürchtet worden war, ist es bislang nicht gekommen. Die globale Produktion expandierte in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres mit einer Rate von durchschnittlich 0,8 % kaum schwächer als im vor der Coronakrise verzeichneten Trend. Damit zeichnet sich für 2023 eine Zuwachsrate der Weltproduktion von 3,1 % ab, deutlich mehr als zu Beginn dieses Jahres prognostiziert (2,5 % in unserer Frühjahrsprognose). Allerdings ist eine baldige Verstärkung des insgesamt moderaten Expansionstempos nicht in Sicht; der vom IfW Kiel auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnete Indikator für das globale Wirtschaftsklima signalisiert für das vierte Quartal sogar eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik.

Die Geldpolitik beginnt voraussichtlich bereits im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen. Die großen Notenbanken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften haben auf den starken Anstieg der Inflation recht spät, dann aber mit einer im historischen Vergleich sehr steilen Anhebung der Leitzinsen reagiert. Bis Ende 2025 wird die Obergrenze des Zielbandes für den Leitzins voraussichtlich auf 3,25 % reduziert werden. Die EZB dürfte ebenso wie die Bank von England rasch folgen, sodass der Grad der geldpolitischen Restriktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Verlauf des Prognosezeitraum sukzessive abnehmen wird. Auch in den Schwellenländern beginnt der Zinszyklus zu drehen. Mehr und mehr Länder senken die Notenbankzinsen. Allerdings gibt es Ausnahmen wie die Türkei, Russland und Argentinien, wo angesichts eines zunehmenden Inflationsdrucks auch in jüngster Zeit zum Teil sehr deutliche Zinserhöhungen vorgenommen wurden.

Die stützenden Wirkungen der Finanzpolitik laufen aus. In den vergangenen Jahren hat die Finanzpolitik expansiv gewirkt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die Auswirkungen gestiegener Energiepreise zu dämpfen. Vielfach wurden auch Programme mit industriepolitischer Zielsetzung, zur Förderung der Infrastruktur und zum Ausbau erneuerbarer Energien implementiert. Die Krisenmaßnahmen laufen nun aus, und zusätzliche expansive Impulse sind kaum zu erwarten angesichts der stark gestiegenen Staatsverschuldung und vielfach noch hoher Budgetdefizite, deren Finanzierung im derzeitigen Zinsumfeld deutlich teurer ist als in den vergangenen Jahren.

Die Wirkung negativer Schocks flaut ab, doch Unsicherheit bleibt. Im Verlauf des Jahres 2023 sind die Störfaktoren, die im vergangenen Jahr die Erholung von der Coronakrise - in vielen Ländern vorzeitig - beendet hatten, weitgehend geschwunden. Die Rohstoffpreise und insbesondere die für Energie sind wieder deutlich gesunken, und in der Folge hat sich die Inflation verringert. Die Reallöhne steigen dank nachlassender Inflation und anziehender Vergütungen inzwischen wieder und Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. Gleichzeitig ist die Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten aber hoch geblieben. Sie ist zum Teil geopolitischer Natur und in anhaltenden oder neuen militärischen Auseinandersetzungen (Ukraine, Gaza/Israel) oder wirtschaftlichen Konflikten (Vereinigte Staaten/China) begründet, zum Teil aber auch auf unklare oder inkonsistente Wirtschaftspolitik (Europa) oder innenpolitische Unsicherheiten (Vereinigte Staaten) zurückzuführen und dürfte die Neigung zu Investitionen und Konsum dämpfen. Bremsend wirkt zunächst auch noch die Geldpolitik; die Wirkung der kräftigen Zinserhöhungen dürfte noch nicht vollständig in der Realwirtschaft angekommen sein. Schließlich ist für den Prognosezeitraum nicht mit Impulsen von der Finanzpolitik zu rechnen, die im vergangenen Jahr die Konjunktur noch angeregt haben.

Die derzeitige konjunkturelle Schwächephase im Euroraum dürfte im Verlauf des kommenden Jahres überwunden werden. Nach einer kräftigen Erholung im Gefolge der Pandemie befindet sich die Wirtschaft im Euroraum derzeit in der Flaute. Nachdem die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten den privaten Verbrauch gebremst haben, die Finanzierungsbedingungen im Zuge der raschen geldpolitischen Straffung ungünstiger geworden sind und zuletzt auch das außenwirtschaftliche Umfeld kaum Unterstützung bot, sind die wirtschaftlichen Auftriebskräfte erlahmt. Die seit einem Jahr anhaltende Stagnation der Wirtschaftsleistung dürfte sich in den kommenden Monaten zunächst fortsetzen. Hierfür spricht die insbesondere in der Industrie bis zuletzt schwache Unternehmenszuversicht. Im Verlauf des Jahres 2024 dürfte die europäische Wirtschaft dann nach und nach an Schwung gewinnen. Zum einen steigen die Reallöhne aufgrund kräftigerer Lohndynamik bei sinkendem Preisauftrieb wieder, zum anderen dürften sich die Finanzierungsbedingungen mit der erwarteten Lockerung der geldpolitischen Zügel wieder verbessern. Schließlich wird voraussichtlich auch das außenwirtschaftliche Umfeld im Prognosezeitraum allmählich wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität geben. Allerdings wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 mit voraussichtlich 0,8 % nochmals recht schwach ausfallen, nach 0,5 % im Jahr 2023, und sich erst im Jahr 2025 mit 1,5 % auf eine Rate in der Nähe des Potenzialwachstums beschleunigen. Die Teuerung sinkt von 5,4 % im Durchschnitt des Jahres 2023 voraussichtlich auf 2,2 % (2024) sowie 1,9 % (2025) und ist somit in der Nähe des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank.

Die Risiken für die Prognose sind finanzieller und politischer Natur. Zwar bilden Energieversorgung und Energiepreise nach wie vor ein Risiko für die Prognose. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass die Märkte bei freier Preisbildung in der Lage sind, Anpassungsreaktionen auszulösen, welche die gesamtwirtschaftlichen Folgen von stark veränderten Knappheitsverhältnissen drastisch mindern. Gegenwärtig erscheinen uns Aufwärts- und Abwärtsrisiken für die Rohstoffpreise ausgeglichen. Die Auswirkungen der scharfen Zinswende auf die Konjunktur in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften waren bislang überraschend gering. Möglicherweise ist hier die volle Wirkung noch nicht eingetreten und die veränderten Finanzierungskalküle schlagen sich erst mit größerer Verzögerung in den Ausgaben für Investitionen und langfristige Konsumgüter nieder. Geopolitische Risiken ergeben sich aus den wieder stärker in den Vordergrund getretenen Differenzen zwischen China und den Vereinigten Staaten, die weit über handelspolitische Fragen hinausgehen. Auch zwischen der EU und China nahmen die Spannungen zuletzt zu. Schließlich ist die parteipolitische Konfrontation in den Vereinigten Staaten - insbesondere auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen - mit dem Risiko verbunden, dass ein fiskalpolitischer Schock oder eine tiefgreifende Verunsicherung von Verbrauchern und Investoren die wirtschaftliche Aktivität erheblich dämpfen. Unabhängig davon birgt der Wahlausgang im kommenden November erhebliche (wirtschafts-) politische Unsicherheit.

1 Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2023 Q4, Bericht Nr. 109 (2023/Q4), Abruf unter: https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf

3. Strategie

Die strategische Ausrichtung liegt auf komplexen Projekten in den Bereichen Hochbau, Wasser & Umwelt, Mobilität sowie Entwicklungszusammenarbeit. Neben der fach- und standortübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der DI wurde insbesondere die Abstimmung mit den neu erworbenen Schwestergesellschaften in Deutschland intensiviert. Insbesondere die Integration und Zusammenarbeit mit der AMBERO Consulting Gesellschaft mbH, Kronberg in Taunus (seit 1. Januar 2021) und mit der AHT-Group GmbH, Essen, (seit 1. Juli 2021) standen im Geschäftsbereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit im Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung im Geschäftsjahr 2023.

Die geschäftsbereichs- und gesellschaftsübergreifende Akquise verfolgt insbesondere solche Projekte, die zur Erhöhung des privaten Auftraggeber-Anteils an der Gesamtleistung und höherer Margen beitragen können. Zur übergreifenden Koordination und gemeinsamen Bearbeitung der Märkte werden regelmäßige Abstimmungsgespräche auf Leitungsebene und zwischen den Fachbereichen geführt.

Weiterentwicklungen betrafen auch prozessuale Verbesserungen, die durch neue digitale Lösungen unterstützt werden und dem Ausbau des Risikomanagementsystems. Die prozessualen Veränderungen dienen der Verbesserung der Qualität für die Auftraggeber und der Steigerung der internen Produktivität.

Als Alleinstellungsmerkmal der DI werden dabei

die regionale Verankerung und Nähe zu Kunden durch die dezentrale Struktur,

die Interdisziplinarität der Gesellschaft und

der Einsatz neuer Arbeitsmethoden (wie BIM)

weiter betont werden. Den Kunden wird als Erfüllungsgehilfe mehr Sicherheit und höhere Qualität, im Sinne einer Investitionsnachhaltigkeit geboten. Diese Vorteile werden auch helfen, dass Unternehmen im zunehmenden komplexen Aufgabenfeld des Bauens im Bestand und für Sanierungsprojekte eine bessere Marktposition erreichen können.

Einen besonderen Status in diesen Bemühungen zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten nehmen auch sogenannte "interdisziplinäre" Projekte ein, bei denen mehrere Geschäftsfelder der DI gemeinsam an der Projektplanung und Umsetzung beteiligt sind; z.B. Hochbau, Verkehr und Wasser und Umwelt bei Logistikcentren oder Firmenerweiterungen und Ansiedlungen.

Ein wichtiges Ziel ist weiterhin die Ausweitung der Kundenbasis, angestrebt wird ein höherer Anteil an privatwirtschaftlich finanzierten Projekten, Projekten mit Nutzung der BIM-Methodik sowie eine höhere Internationalisierung der Leistungen.

4. Geschäftsverlauf

Im Jahre 2023 konnten die angestrebten Zielwerte nicht erreicht werden. Bei einer Gesamtleistung von TEUR 18.153 (Vj.: TEUR 21.193), erwirtschaftete die DI einen Jahresfehlbetrag von TEUR 3.153 (Vj.: Jahresfehlbetrag TEUR 177).

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ist gegenüber dem Vorjahr um 43 auf 197 Mitarbeiter angestiegen.

Der Auftragseingang liegt im Geschäftsjahr bei TEUR 16.039. Im laufenden Geschäft der Dorsch International lieferte der Bereich Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft solides Wachstum und gesunde Margen. Dem entgegen entwickelte sich die Leistung in den Bereichen Buildings und Airports im Geschäftsjahr 2023 rückläufig.

Im internationalen Umfeld sind im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft vor allem Wasserversorgung (von großen Transportstrukturen, über städtische Versorgungsnetze bis zu Hausanschlüssen) und Abwasserentsorgung (von Entsorgungsnetzen, über Abwasserreinigung bis zu Infrastruktur zur Wiederverwendung, hier vor allem landwirtschaftliche Bewässerung) sowie begleitende Betriebsberatung (Entsalzungsprojekte im Nahen Osten Treiber für die Ergebnisentwicklung. National befindet sich der Bereich Wasserbau und auch Siedlungswasserwirtschaft in einer Wachstumsphase und ist damit einer der zukünftigen Ausbaufelder für die Entwicklung der Dorsch International.

5. Ertragslage

Bei Umsatzerlösen von TEUR 8.581 (Vj.: TEUR 19.265) und einer Gesamtleistung von TEUR 18.153 (Vj.: TEUR 21.193) ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.153 (Vj.: TEUR 177).

Die Gesamtleistung ist - neben der Eigenleistung - einer der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Die Gesamtleistung hat gegenüber dem Vorjahr um 14,3 % abgenommen (Vj.: +6,6 %). Ebenso wird die Eigenleistung (als Differenz der Gesamtleistung abzüglich der Fremdleistungen) regelmäßig gemessen. Die Eigenleistung liegt zum Jahresende bei TEUR 14.048 und verzeichnet damit einen Rückgang um 10,5 % gegenüber dem Vorjahr (TEUR 15.701). Wesentliche Treiber für diese Entwicklungen waren der Beginn des Nahost-Konflikts im 4. Quartal 2023 und den damit verbundenen sofortigen Einstellungen aller Tätigkeiten in den betroffenen Gebieten sowie die verminderten Leistungen im nationalen Geschäft aufgrund der Bundeshaushaltssperre. Die geplante Steigerung der Gesamtleistung konnte somit nicht erreicht werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen um TEUR 939 auf TEUR 1.323 ab (Vj.: TEUR 2.262). Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 877; Vj.: TEUR 638) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 241; Vj.: TEUR 253).

Die Materialintensität (Verhältnis von Materialaufwand zur Gesamtleistung) sank auf 22,6 % gegenüber 25,9 % im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2023 wurden mehr Leistungen durch eigene Mitarbeiter statt beauftragter Dritten durchgeführt. Korrespondierend dazu kam es zu einem deutlichen Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl auf 197 (Vj.: 154). Dies führte zu einem Anstieg des Personalaufwands um TEUR 362 auf TEUR 12.252 (Vj.: TEUR 11.890). Dementsprechend nahm das Verhältnis der Personalaufwendungen zur Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 %-Punkte auf 67,5 % (Vj.: 56,1 %) zu. Die Personalsituation konnte demnach im Geschäftsjahr stabilisiert werden, was zu einer Erhöhung des Eigenleistungsanteils führte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 174 (TEUR 5.777; Vj.: TEUR 5.603) erhöht.

Das negative Finanzergebnis betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 326 (Vj.: TEUR -417) und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 91. In Höhe von TEUR 44 (Vj.: TEUR 73) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie der Änderung des Diskontierungssatzes der Pensionsrückstellung enthalten.

Der Auftragseingang nahm im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von TEUR 19.968 auf TEUR 16.039 ab. Der Auftragsbestand liegt zum Berichtsjahresende mit TEUR 45.306 bei 249,6 % der Jahresgesamtleistung und damit um 31,8 %-Punkte höher als im Vorjahr (TEUR 46.148; 217,8 %).

6. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 432 auf TEUR 13.661 reduziert. Aktivisch steht der Zunahme der Vorratsbestände um TEUR 316 auf TEUR 7.838 (Vj.: TEUR 7.522) und der Forderungen gegen Gesellschafter um TEUR 84 auf TEUR 573 (Vj.: TEUR 489), ein Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 338 auf TEUR 1.883 (Vj.: TEUR 2.221) gegenüber. Die Zunahme der Vorräte zeigt, dass zahlreiche Projekte in der Ausführungsphase sind. Allerdings konnten im Vergleich zum Vorjahr weniger Projekte beendet werden, da vor allem im 4. Quartal weniger Leistungen erbracht werden konnten, was zum Anstieg des Vorratsvermögens führte. Der Anstieg der Forderungen gegenüber Gesellschaftern steht in Zusammenhang mit den gestiegenen Erträgen aus Verträgen mit verbundenen Unternehmen für Personaldienstleistungen. Diese sind abhängig von der Mitarbeiteranzahl der verbundenen Unternehmen sowie den allgemein gestiegenen Kosten im Beriech Personal. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Projektgeschäft. Die DI hat im Geschäftsjahr 2023 weniger Leistungen für verbundene Unternehmen erbracht. Darüber hinaus unterliegen diese, in Abhängigkeit des Leistungsfortschritts der langfristigen Projekte, jahresübergreifenden Schwankungen.

Die Gesellschaft verfügt über ein übliches Büroinventar, EDV-Ausstattung und Programme, die ohne nennenswerten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage bleiben. Im Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von TEUR 142 durchgeführt worden (Vj.: TEUR 210), diese betreffen im Wesentlichen den Erwerb von EDV-Hard- und Software sowie Büro- und Geschäftsausstattungen.

Passivisch resultiert die Änderung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem Rückgang der Rückstellungen um TEUR 881 auf TEUR 5.655 (Vj.: TEUR 6.536) sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 354 auf TEUR 321 (Vj.: TEUR 675). Der Rückgang der Rückstellungen und Verbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit den niedrigeren bezogenen Fremdleistungen im Geschäftsjahr. Aufgrund der Stärkung der eigenen Personalsituation konnten mehr Leistungen durch DI eigene Mitarbeiter erbracht werden. Aufgrund der Reduzierung der Fremdleistungen bestehen weniger Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Darüber hinaus wurden weniger Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus erbrachten Fremdleistungen gebildet. Dem gegenüber steht die Zunahme des Eigenkapitals um TEUR 1.309 auf TEUR 3.101 (Vj.: TEUR 1.792). Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert aus der teilweisen Umwandlung der Gesellschafterdarlehen in die Kapitalrücklage und deren daraus entstandenen Erhöhung.

Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator ist bei der DI auch die Eigenkapitalquote. Diese hat sich von 12,7 % im Vorjahr auf 22,7 % zum Berichtsjahresende um 10 %-Punkte erhöht. Um den hohen Jahresverlust 2023 (TEUR 3.153) im Eigenkapital zu kompensieren, hat die Gesellschafterin der DI, die Dorsch Holding GmbH, Darlehensforderungen gegenüber der DI (TEUR 4.462) in Eigenkapital der DI umgewandelt.

Das langfristige Kapital der DI in Höhe von TEUR 5.673 (Vj.: TEUR 4.592) setzt sich aus dem Eigenkapital (TEUR 3.101; Vj.: TEUR 1.792) sowie den Pensionsrückstellungen (TEUR 2.438; Vj.: TEUR 2.639), den Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 75; Vj.: TEUR 99) und den Jubiläumsrückstellungen (TEUR 59; Vj.: TEUR 62) zusammen. Somit ergibt sich ein Langfristanteil von 41,5 % (Vj.: 32,6 %). Die DI konnte somit ihre Finanzlage im Geschäftsjahr 2023 deutlich verbessern.

Die kurz- bis mittelfristige Finanzierung der Gesellschaft erfolgt hauptsächlich über Anzahlungen der Auftraggeber bzw. reguläre Rechnungsstellung. Die Zahlungsfähigkeit sowie die entsprechende finanzielle Flexibilität werden durch eine wöchentliche Liquiditätsübersicht sichergestellt. Anzahlungsrechnungen werden zeitnah gestellt, die Zahlungseingangs-Überwachung unterliegt einer permanenten Kontrolle.

Für das Jahr 2024 sind Investitionsvorhaben nur im üblichen Umfang (vergleichbar mit 2023 und Vorjahren) geplant.

7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage ist weiterhin geprägt von geopolitischen Verwerfungen im Zuge des Ukraine-Kriegs sowie der Lage in Gaza. Der Preisauftrieb hat weltweit deutlich nachgelassen. Die Inflation geht inzwischen zügig zurück. In den G7-Ländern ist die Inflationsrate seit Oktober 2022 von 7,67 % auf 3,35 % (Oktober 2023) gesunken. Trotz der Normalisierung der Märkte sank die Gesamtleistung der DI im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 14,3 % und somit um Mio. EUR 3,0. Dies ist im Wesentlichen auf die Situation in Gaza zurückzuführen, aufgrund welcher die für das 4. Quartal 2023 geplanten Leistungen nicht umgesetzt werden konnten. Darüber hinaus führte die Bundeshaushaltssperre zu deutlichen Verzögerungen, in den weiteren Verhandlungen über bereits geplante, aber noch nicht vollständig beauftragte Projekte. Dies resultierte, vorwiegend im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2023, zu einem starken Leistungsrückgang. Der Materialaufwand sank um Mio. EUR 1,4 auf Mio. EUR 4,1 gegenüber dem Vorjahr und der Personalaufwand stieg geringfügig um 3,0 %. Dies ist auf die Verschiebungen zwischen dem Fremd- und Eigenleistungsanteil im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Aufgrund der, bei gleichbleibenden Kosten, gesunkenen Gesamtleistung hat sich das Jahresergebnis somit korrespondierend um Mio. EUR 2,9 auf Mio. EUR -3,2 stark verschlechtert.

Mit dem hohen Jahresverlust hat die DI das schlechteste Jahresergebnis in den vergangenen zehn Jahren erwirtschaftet. Um das Eigenkapital zu stärken, hat die Gesellschafterin einen Anteil ihrer Gesellschafterdarlehen gegenüber der DI (TEUR 4.462) in Eigenkapital umgewandelt. Damit ist die DI wieder mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet. Die DI ist insgesamt finanziell zum 31. Dezember 2023 gut ausgestattet. Die Zusammenarbeit mit den anderen Schwestergesellschaften im Bereich Internationale Entwicklungszusammenarbeit soll weiter intensiviert werden, um weitere Synergien zu heben und in den kommenden Jahren das Jahresergebnis wieder wesentlich zu verbessern.

8. Risikobericht

Steuerliche und rechtliche Risiken

Die zunehmenden Anforderungen lokaler Steuerbehörden sowie die zunehmende Komplexität führen zu höheren Kosten für das EZ-Geschäft der DI. Vor allem bei KfW-finanzierten Projekten ist die DI verstärkt mit diesen Risiken konfrontiert, da sich steuerliche Regelungen in vielen EZ-Empfängerländern oftmals kurzfristig und volatil verändern und bis zu einer Klärung zu Verzögerungen in der Projektumsetzung führen können. Die DI ist weiterhin verstärkt von Herausforderungen mit lokaler Gesetzgebung betroffen, wie Registrierungen, Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen für internationales Personal, Widersprüche zwischen internationalen Regelwerken (z.B. International Federation of Consulting Engineers (FIDIC)) und lokalen Gesetzen.

Derzeit bestehen im Auslandsgeschäft keine spezifischen steuerlichen Risiken.

Akquisitionsrisiko

Sowohl im EZ-Projektgeschäft als auch in nationalen Vergabeverordnungsverfahren wird der Akquisitionsprozess aufwändiger und langwieriger. Die Frist bis zur Zuschlagserteilung bleibt nach wie vor nicht kalkulierbar. Insofern ist eine Personaleinsatzplanung erschwert. Für das EZ-Geschäft der DI war das Jahr 2023 von einer geringeren Zahl an Ausschreibungen im entsprechenden Leistungsportfolio geprägt. Dies ist im Wesentlichen auf Verzögerungen im Prozess der finalen Projektdefinition zwischen Finanzierungsinstitution und Empfängerland zurückzuführen. Zudem führte der Krieg im Nahen Osten ab Oktober 2023 zu einem Stopp umfangreicher Vergabeprozesse für Palästina, insbesondere den Gazastreifen. Aufgrund der sehr guten Positionierung der DI für Wasser- und Abwasserprojekte v.a. im Gazastreifen, hatte dies eine unerwartete negative Auswertung für den Auftragseingang im EZ-Geschäft der DI.

Liquiditäts- und Ausfallrisiko

Die DI ist immer noch von teilweise extremen Zahlungsverzögerungen betroffen. Dies liegt einerseits an den Projektträgern (fehlende Projektdetailkenntnisse und schwierige Kooperationsbereitschaft), andererseits aber auch an den Geberorganisationen (häufige Personalwechsel, ausufernde Bürokratie etc.). Ein kompletter Zahlungsausfall konnte im EZ-Bereich bislang vermieden werden, da durch die Geberorganisationen und durch internationale Verträge Sicherheit gegeben ist. Nach zähem Ringen um eine politische und rechtliche Lösung erhielt die DI ausstehende Zahlungen für ein KfW finanziertes und seit dem 15. August 2021 suspendiertes Projekt in Afghanistan in 2023.

Die finanziellen Risiken der Projekte im Inland sind von der Situation der öffentlichen Haushalte geprägt. Die angespannte Haushaltslage einiger kommunaler Auftraggeber macht die Anerkennung von Nachträgen nahezu unmöglich und verzögert die Zahlungen von anerkannten Rechnungen deutlich. In Großprojekten der öffentlichen Hand besteht das Risiko, dass aufgrund fehlender oder anders priorisierter Haushaltsmittel, sowie fehlenden Personals auf Auftraggeberseite Projekte stark verzögert bearbeitet werden oder sogar in Gänze auf unabsehbare Zeit ausgesetzt werden.

Abhängigkeit vom Projektgeschäft

Das operative Tagesgeschäft der DI unterliegt den Besonderheiten des Projektgeschäfts.

Im Rahmen des Projektgeschäftes können sich aus Mängeln Gewährleistungsansprüche ergeben. Zusätzlich besteht in der Ausführungsphase von Projekten das Risiko, dass ambitionierte Fertigstellungstermine nicht eingehalten werden können und daraus Vertragsstrafen resultieren könnten. Zur Reduzierung dieses Risikos schließt die Gesellschaft entsprechende Haftpflichtversicherungen mit Selbstbehalt ab.

Im internationalen Geschäft hat der Krieg im Nahen Osten die DI im 4. Quartal durch einen reduzierten Umsatz getroffen, da große laufende Wasser - und Abwasserprojekte suspendiert werden mussten.

Preisänderungsrisiko

Preisänderungsrisiken bestehen insbesondere in kurzfristigen Änderungswünschen der Auftraggeber bzw. in komplexen Nachverhandlungen mit Subunternehmern. Preisänderungsrisiken werden nach Möglichkeit auf der Absatzseite durch langfristige Projektverträge und auf der Beschaffungsseite durch langfristige Subunternehmerverträge begrenzt.

Personalrisiko

Im Zusammenhang mit dem langfristigen Projektgeschäft und der schwierigen Akquise von Neuprojekten besteht bei der Mitarbeiterplanung ein erhöhtes Personalrisiko, was sich in mangelnder Auslastung der Mitarbeiter bemerkbar machen kann. Diesem wird jedoch durch eine möglichst "schlanke" Personalpolitik entgegengewirkt.

Außerdem ergeben sich Personalrisiken aus der Fluktuation hoch qualifizierter Mitarbeiter, der aber vorgebeugt wird, z.B. durch Schaffung von Redundanzen, regelmäßigen Mitarbeitergesprächen oder der kontinuierlichen Suche und Entwicklung von qualifizierten Nachwuchskräften.

Technische Risiken

In technischer Hinsicht bestehen übliche Risiken und Haftungsfragen in Planungs- und Bauleitungsprojekten. Diese müssen aktiv durch umsichtiges Handeln erfahrener Experten begrenzt werden. Es konnte hier keine Steigerung dieser Risiken beobachtet werden.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der Einzelrisiken. Unter Beachtung aller derzeit bekannten Gegebenheiten und Fakten liegen keine Risiken vor, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DI wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen können oder den Fortbestand des Unternehmens in einem absehbaren Zeitraum gefährden.

9. Chancenbericht

Im klassischen Angebotsspektrum für Consultants spielt der Preiskampf eine immer wichtigere Rolle. Deshalb erfolgt schrittweise, aber konsequent die beschriebene Umorientierung der DI zu einem Beratungs- und Planungsunternehmen für integrale und systemische Dienstleistungen und für Vorhaben, die weit in die Betriebsphase reichen. So besteht in Zukunft unter der gegebenen Wettbewerbssituation mit konkurrierenden Ingenieurunternehmen aus Schwellenländern eine größere Möglichkeit das Know-how der Mitarbeiter der DI auf hohem Qualitätsniveau zu wirtschaftlich attraktiven Preisen zu verkaufen.

Eine weitere Chance auf dem Markt profitable Projekte zu akquirieren und umzusetzen besteht aufgrund der geringeren Wettbewerberanzahl im Bereich der Generalplanung für große und komplexe Infrastruktur- und Hochbauprojekte. Diese Geschäftsmöglichkeiten werden durch die Zusammenarbeit innerhalb der Dorsch Gruppe durch Portfolioergänzung und Kapazitätssteigerung weiter signifikant gesteigert. Weiterhin ist für 2024 eine wieder zunehmende Marktaktivität für das Portfolio der DI im internationalen Geschäft zu erwarten.

Zudem sieht die DI den Klimawandel, die Energiewende, die Instandhaltung der Infrastruktur und Digitalisierung mit den einhergehenden neuen Technologien in der Projektbearbeitung (z.B. Building Information Modeling (kurz: BIM)) als wesentliche Treiber für Innovation und Investitionen. Dies gilt für nationale und internationale Bedürfnisse gleichermaßen. Dabei werden allerdings wesentliche Anstöße vom deutschen Markt ausgehen. Insofern wird die Gesellschaft aus ihren deutschen Standorten heraus innovative Ansätze entwickeln und umsetzen, was wesentlich zur Steigerung der Reputation und zum Unternehmenswert beitragen soll. Dies sichert weiterhin eine immerhin gerade noch ausreichende Bewerbungsquote von jungen und auch erfahrenen potenziellen Mitarbeitenden und eine qualitative Referenzlage, die internationalen Auftraggebern und Entwicklungsbanken wichtig ist.

10. Prognosebericht

Die getätigten Investitionen, sowie die strategische Fokussierung auf lukrative Sektoren in den Bereichen Buildings, Airports und Wasser & Umwelt, lassen Dorsch als ein solides, modern aufgestelltes Unternehmen auftreten. Für das kommende Geschäftsjahr liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau der BIM- und VR-Technologie, der Digitalisierung der administrativen Prozesse, der engeren Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften sowie der Realisierung von weiteren Kostensynergien nach dem operativen Zusammenschluss mit GRE German Rail Engineering GmbH ("GRE"), spiekermann ingenieure GmbH ("Spiekermann"), BLS Energieplan Gesellschaft für Entwicklung energiesparender und umweltfreundlicher Anlagen mbH ("BLS") und KREBS+KIEFER ("K+K").

Die Planung sieht für das kommende Geschäftsjahr eine höhere Gesamtleistung (+42,4 %) im Vergleich zum Berichtsjahr vor. Planungssicherheit ergibt sich aus der Tatsache, dass die Gesellschaft bereits zum Jahresende 230,01 % der zu erbringenden Gesamtleistung im Auftragsbestand hat.

Als Folge der eingeplanten Kostensteigerung werden höhere Materialaufwendungen erwartet (+78,50 %). Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass der Personalaufwand in ähnlicher Höhe wie für das Geschäftsjahr 2023 anfällt.

Hieraus resultiert eine verbesserte Ergebnisprognose vor Steuern, Zinsen und Abschreibung für 2024 gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA wird jedoch mit ca. -TEUR 944 noch negativ sein.

 

München, den 14. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Tanja Baur

Philipp Fuchs

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.826,67 24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.308,66 6
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.340,19 253
245.648,85 259
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 0
2. Sonstige Ausleihungen 78.966,95 78
78.968,95 78
334.444,47 361
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 132.547.047,99 122.774
2. Erhaltene Anzahlungen -124.715.078,35 -115.266
3. Geleistete Anzahlungen 6.288,00 14
7.838.257,64 7.522
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.882.945,27 2.221
2. Forderungen gegen Gesellschafter 572.510,02 489
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 51.513,49 110
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.129.674,76 753
3.636.643,54 3.573
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.777.109,19 2.305
13.252.010,37 13.400
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.959,99 332
13.661.414,83 14.093

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.300.000,00 2.300
II. Kapitalrücklage 4.911.037,67 449
III. Gewinnrücklagen 10.811,00 11
IV. Verlustvortrag -967.704,81 -791
V. Jahresfehlbetrag -3.152.806,32 -177
3.101.337,54 1.792
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.437.637,00 2.639
2. Sonstige Rückstellungen 3.217.585,70 3.897
5.655.222,70 6.536
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 321.837,20 676
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 217.994,41 172
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 3.862.306,14 4.182
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 242.337,23 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 260.379,61 735
davon aus Steuern: EUR 112.322,13 (Vorjahr: TEUR 119)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 22)
4.904.854,59 5.765
13.661.414,83 14.093

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 8.580.736,06 19.265
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 9.572.049,50 1.928
3. Gesamtleistung 18.152.785,56 21.193
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.323.280,57 2.262
19.476.066,13 23.455
5. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.105.068,39 5.492
4.105.068,39 5.492
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.187.606,90 9.979
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, 2.064.268,71 1.911
davon für Altersversorgung: EUR 164.556,48 (Vorjahr: TEUR 132)
12.251.875,61 11.890
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 167.871,06 229
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.777.303,04 5.603
-2.826.051,97 241
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.112,89 1
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.074,75 41
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 34.779,75 (Vorjahr: TEUR 41)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 373.882,10 459
davon an verbundene Unternehmen: EUR 209.373,49 (Vorjahr: TEUR 277)
-325.694,46 -417
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 56,18 1
13. Ergebnis nach Steuern -3.151.802,61 -177
14. Sonstige Steuern 1.003,71 0
15. Jahresfehlbetrag -3.152.806,32 -177

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Abkürzungsverzeichnis

Abs. Absatz
ARGE(N) Arbeitsgemeinschaft(en)
DI Dorsch International Consultants GmbH, München
DIA Dorsch International Austria GmbH, Wien, Österreich
EUR Euro
EStG Einkommensteuergesetz
HGB Handelsgesetzbuch
JV Joint Venture
TEUR Tausend Euro
Vj. Vorjahr

I . Vorbemerkung

Die Dorsch International Consultants GmbH mit Sitz in München wird am Handelsregister B des Amtsgerichts München, mit der Handelsregisternummer HRB 159572 geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.

Die Gesellschaft ist zum Stichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines etwaigen aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen bewertet. Die Ansätze der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens wurden um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung pro rata temporis, auf eine Nutzungsdauer von drei Jahren bezogen. Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Dabei wurden folgende Nutzungsdauern angenommen:

Jahre
Technische Geräte 5
Fuhrpark 2 bis 5
Büromaschinen 5 bis 10
Büromöbel 5 bis 10
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. Einbauten) 3 bis 20

Seit dem 1. Januar 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 250,00 grundsätzlich im Jahr der Anschaffung sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst und geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von EUR 250,01 bis EUR 800,00 werden sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten und, soweit erforderlich, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

2. Vorräte

Die unfertigen Leistungen beinhalten die für die einzelnen Projekte erbrachten Leistungen. Dabei handelt es sich um langfristige Fertigungsprojekte, die sich über die Dauer eines Geschäftsjahres hinausziehen und den wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit des Unternehmens bilden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu Vollkosten einschließlich eines vorsichtigen, auf die abgrenzbaren Teilleistungen anteilsmäßig entfallenden Gewinnzuschlages, soweit im Einzelfall der erwartete Gewinn sicher zu ermitteln ist und keine Risiken ersichtlich sind, die das erwartete Ergebnis wesentlich beeinträchtigen können. Voraussetzung ist dabei, dass keine Anzeichen vorliegen, dass der Abnehmer eines Projektes Einwendungen erheben kann, die sich negativ auf das Gesamtergebnis auswirken. Für unvorhersehbare Garantieleistungen und Nachbesserungen werden vorsichtig bemessene Beträge berücksichtigt. Sofern bei einzelnen Projekten aus der weiteren Auftragsabwicklung Risiken ersichtlich sind, erfolgt die Aktivierung nach den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung durch eine Reduzierung des Wertansatzes der Vorräte (unfertigen Leistungen). Die unfertigen Leistungen werden auf der Aktivseite offen um die erhaltenen Anzahlungen gekürzt.

Aufgrund der über viele Jahre verlaufenden langfristigen Fertigung weicht die Gesellschaft hier in Anwendung von § 252 Abs. 2 HGB vom allgemeinen Grundsatz der Gewinnrealisierung des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB ab, um im Interesse der Klarheit des Jahresabschlusses eine gleichmäßige und dem tatsächlichen Projektverlauf entsprechende Gewinnrealisierung darzustellen. Eine Abrechnung der Aufträge und eine Gewinnrealisierung erst am Ende der Projektlaufzeit würden zu einer erheblichen Verzerrung der Vermögens- und Ertragslage führen und den Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen.

Projekte werden so lange als unfertige Leistungen einschließlich der offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen bilanziert, bis die offizielle Schlussabrechnung erfolgt ist.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen haben eine Fälligkeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Fälligkeit von größer einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 18 (Vj.: TEUR 18).

4. Flüssige Mittel

Kassenbestände und Bankguthaben in Landeswährung wurden zu Nominalwerten angesetzt. Fremdwährungsguthaben und Kassenbestände sind grundsätzlich mit dem Kurs unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips jeweils zum Monatsletzten eingebucht.

5. Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Grundlage der in § 253 HGB enthaltenen Bestimmungen und der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Anwendung des modifizierten Teilwertverfahrens nach Engbroks.

Im Rahmen der versicherungsmathematischen Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde ein kapitalmarktgerechter Zinsfuß von 1,83 % 2 zugrunde gelegt. Vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Es wurde ein jährlicher Rententrend von 2 %, jedoch keine Fluktuation oder zukünftige Gehaltssteigerung unterstellt. Im Vergleich zu einer § 6a EStG entsprechenden Berechnungsweise ergibt sich dadurch zum 31. Dezember 2023 ein um TEUR 954 höherer Rückstellungsbetrag. Es wurden für die Bewertung die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ist der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % 3 ) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % 4 ) in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. Der Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 18 und ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Erfolgsauswirkungen, die aus der Änderung der biometrischen Annahmen und des Diskontierungssatzes resultieren, werden im Finanzergebnis erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde keine Kostensteigerung berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. 5 Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2023 je nach Restlaufzeit 0,99 % bis 1,18 %.

Für die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Jubiläumsrückstellung wurde ein kapitalmarktgerechter Zinsfuß von 1,75 % 6 zugrunde gelegt. Es wurde eine Fluktuation von 3,81 % unterstellt. Es wurden für die Bewertung die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

2 verwendeter Zinssatz im versicherungsmathematischen Gutachten, welcher auf einer Schätzung des Bundesbankzinssatzes bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2023 basiert
3 Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB, 7-Jahresdurchschnitt, Restlaufzeit von 15 Jahren per Dezember 2023
4 Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB, 7-Jahresdurchschnitt, Restlaufzeit von 15 Jahren per Dezember 2023
5 Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB, 7-Jahresdurchschnitt per Dezember 2023
6 verwendeter Zinssatz im versicherungsmathematischen Gutachten, welcher auf einer Schätzung des Bundesbankzinssatzes bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2023 basiert

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem als Anlage beigefügten Anlagengitter dargestellt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen wird eine Rückdeckungsversicherung zur Finanzierung von Verpflichtungen zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Zudem beinhalten die Finanzanlagen die Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Dorsch International Consultants GmbH, München, hält 100 % der Anteile an der Dorsch International Austria GmbH, Wien/Österreich (DIA), eingetragen im Firmenbuch unter FN 415789 f. Die DIA erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6 (Vj.: TEUR 7), das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR -315 (Vj.: TEUR -309).

Bei den nachfolgenden Beteiligungen handelt es sich um Arbeitsgemeinschaften, welche stets nur zur Durchführung eines einzigen Projekts gegründet werden. Daraus ergibt sich, dass nur einmalig eine Umsatzrealisierung im Rahmen der Schlussrechnung stattfindet. Aufgrund dessen, dass alle ARGE-Partner ihre jeweils erbrachten Leistungen stets zu 100 % der ARGE in Rechnung stellen, werden der Bestandserhöhung der unfertigen Leistungen innerhalb der ARGE Aufwendungen aus bezogenen Leistungen in gleicher Höhe gegenübergestellt. Diese weisen daher stets ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 0,00 aus.

lfd. Nr. vollständiger Name der ARGE Sitz der ARGE gemäß Gesellschaftsvertrag Beteiligungsquote
a) Inländische ARGEN
1. ARGE Bahnhofsumfeld Cottbus Berlin 89,64%
2. ARGE Airport Berlin-Brandenburg Consult (ABBC) München 65,00%
3. ARGE Deponie Nord München 60,60% 7
4. ARGE Emscherkanal München 29,80%
5. ARGE Ingenieurgemeinschaft Neckarschleusen Los 2 und 5 München 49,70%
6. ARGE Befeuerung FRA München 23,80%
7. ARGE Dorsch-Schulze/MUC - TWY D6 München 34,00%
8. ARGE Ingenieurgemeinschaft Dorsch International/ Ramboll Environ München 50,00%
9. ARGE Ingenieurgemeinschaft Dorsch/Unger Ingenieure/CDM Smith Consult München 40,00%
10. ARGE Ingenieurgemeinschaft Neckar Dorsch-KHP-SBE München 37,01%
11. ARGE Ingenieurgemeinschaft Wehr Neckarsulm München 60,30%
12. ARGE Dorsch-Wörtz München 51,28%
13. ARGE Grubenwasserkanal Ibbenbüren München 33,30%
14. ARGE Ingenieurgemeinschaft Dorsch-KHP München 57,80%
15. ARGE Dorsch-Spiekermann München 15,00%
16. ARGE Dorsch Gruppe RWTL Düsseldorf 47,75%
17. ARGE Ingenieurgemeinschaft Lahnwehre München 70,18%
18. ARGE Muldebrücke Dessau Berlin 96,70% 6
19. ARGE Ingenieurgemeinschaft Wehr Wieblingen Kleinostheim 13,50%
20. ARGE Ingenieurgemeinschaft Kanalbrücke Bollensen Berlin 40,00% 6
21. ARGE INGE NSK Uferwand Berlin 25,00% 6
lfd. Nr. vollständiger Name der ARGE Sitz der ARGE gemäß Gesellschaftsvertrag Beteiligungsquote
b) Ausländische ARGEN
1. ARGE Water Loss Reduction in the Middle Governorates Balqa and Madaba München 59,90%
2. ARGE JV ACCP München 50,00%
3. ARGE JV DI/SWECO Accompanying Measures Prizren München 96,37% 8
4. ARGE JV NEXUS München 75,00%
5. ARGE JV RWSSP-VI München 52,00%
6. ARGE JV CCMM München 75,40%
7. ARGE JV SCP München 54,90%
8. ARGE JV Dorsch/I2E - Energie STEPs München 48,40%
9. ARGE CCMM-AM München 58,00%
10. ARGE JV Kabul Sanitation Concept München 54,80%
11. ARGE JV WSS Adriatic Coast DI and ProING München 49,90%
12. ARGE JV Dorsch/I2E - Sayada München 37,71% 7
13. ARGE Covid 19-RBF München 70,90%
14. ARGE JV IWSP 2 München 68,45%
15. ARGE JV FS Sludge Concept München 58,55%
16. ARGE As-Samra Solar Array München 75,39%
17. ARGE Basalt Wellfield München 53,88%
18. ARGE JV FS IWRM Tunduma München 86,20%
19. ARGE JV Wastewater Management Amman and Zarqa München 69,00%

7 Hierbei handelt es sich um eine geschätzten Beteiligungsquote. Die Schätzung basiert auf dem per 31.12.2023 gegebenen Projektfortschritt. Die endgültige Beteiligungsquote ist erst nach Beendigung des Projektes ermittelbar, da hierbei die Anteile der ARGE-Partner von der variablen Verteilung der jeweils erbrachten Leistung abhängig ist.
8 Hierbei handelt es sich um eine geschätzten Beteiligungsquote. Die Schätzung basiert auf dem per 31.12.2023 gegebenen Projektfortschritt. Die endgültige Beteiligungsquote ist erst nach Beendigung des Projektes ermittelbar, da hierbei die Anteile der ARGE-Partner von der variablen Verteilung der jeweils erbrachten Leistung abhängig ist.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.883 (Vj.: TEUR 2.221) beinhalten Forderungen aus Darlehen in Höhe von TEUR 951 (Vj.: TEUR 500) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 932 (Vj.: TEUR 1.721).

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 573 (Vj.: TEUR 489) bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 52 (Vj.: TEUR 110), bestehen im Wesentlichen aus Verrechnungskonten (Geldtransfers).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.130 (Vj.: TEUR 753) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 1.102 (Vj.: TEUR 711), Kautionen TEUR 21 (Vj.: TEUR 21), und Forderungen aus ausländischer Körperschaftssteuer TEUR 5 (Vj.: TEUR 5).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 18 (Vj.: TEUR 18) Kautionen enthalten, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben. Alle anderen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungen für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Miet-, Versicherungs- und Zinsaufwendungen ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital beinhaltet das Gezeichnete Kapital (TEUR 2.300), die Kapitalrücklage (TEUR 4.911), die Gewinnrücklage (TEUR 11), den Ergebnisvortrag (TEUR -968) sowie den Jahresfehlbetrag (TEUR 3.153). Der Anstieg der Kapitalrücklage resultiert aus der Umwandlung von Darlehen der Dorsch Holding GmbH in das Eigenkapital der DI.

Die Anteile der Dorsch International Consultants GmbH wurden zum Bilanzstichtag vollständig von der Dorsch Holding GmbH gehalten.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen insgesamt setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.438 2.639
Sonstige Rückstellungen 3.217 3.897
5.655 6.536

Gemäß IDW RS HFA 30 Rn. 86 i.V.m. § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB ist der aus der Aufzinsung der (Soll-)Rückstellung resultierende Aufwand im Finanzergebnis auszuweisen. Dieser Zinsaufwand beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 44 (Vj.: TEUR 49). Demgegenüber beträgt der Zinsertrag aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes TEUR 11 (Vj.: Zinsaufwand TEUR 23).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Fremdleistungen (TEUR 1.924), Urlaubs- und sonstige Personalaufwendungen (TEUR 972), Garantieverpflichtungen (TEUR 75), Rechtskosten (TEUR 50), Beratung und Jahresabschluss (TEUR 25) und sonstige Verpflichtungen (TEUR 171).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

Restlaufzeiten
Bezeichnung < 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 321 0 0
(Vorjahr) (675) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 218 0 0
(Vorjahr) (172) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 242 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 3.862 0 0
(Vorjahr) (4.182) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 260 0 0
(Vorjahr) (735) (0) (0)
SUMME 4.905 0 0
(Vorjahr) (5.764) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 218 (Vj.: TEUR 172) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 242 (Vj.: TEUR 0), bestehen im Wesentlichen aus Verrechnungskonten (Geldtransfers).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.862 (Vj.: TEUR 4.182) bestehen in Höhe von TEUR 2.000 aus Darlehen (Vj.: TEUR 1.300) sowie zu TEUR 1.862 (Vj.: TEUR 2.882) aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen

2023
TEUR
2022
TEUR
Deutschland 7.386 10.175
Europa (ohne Deutschland) 0 2.901
Asien 1.192 6.151
Afrika 3 38
8.581 19.265

Die Umsatzerlöse enthalten die im Geschäftsjahr schlussgerechneten Projekte in Höhe von TEUR 7.099 (Vj.: TEUR 17.383). Darüber hinaus sind in den Umsatzerlösen Umsätze mit verbundenen Unternehmen aus verschiedenen Umlageverträgen in Höhe von TEUR 1.482 (Vj.: TEUR 1.882) enthalten.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 10.188 (Vj.: TEUR 9.979).

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.064 (Vj.: TEUR 1.911) ist ein Aufwand aus Altersversorgung von TEUR 165 (Vj.: TEUR 132) enthalten.

Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:

Realisierte Kursverluste TEUR 6 (Vj.: TEUR 8)
Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung TEUR 0 (Vj.: TEUR 74)

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:

Realisierte Kursgewinne TEUR 5 (Vj.: TEUR 17)
Unrealisierte Erträge aus der Bewertung TEUR 73 (Vj.: TEUR 35)

Finanzergebnis

Das negative Finanzergebnis beträgt TEUR 326 (Vj.: TEUR 417). In Höhe von TEUR 44 (Vj.: TEUR 73) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie die Änderung des Diskontierungssatzes enthalten.

V. Ergänzende Angaben

Personal

Nachfolgend ist die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer dargestellt:

Mitarbeiter nach Funktionen 2023 2022
Ingenieure/Techniker/Architekten/Zeichner 152 122
Kaufmännisches Personal 45 32
197 154

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist verschiedene Miet- und Leasingverträge für Büroräume, Büroeinrichtungen, Kraftfahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung zum Zwecke der Liquiditätsschonung eingegangen. Die Verträge haben überwiegend Laufzeiten von bis zu fünf Jahren und beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen.

Daraus resultieren nachfolgende Verpflichtungen:

Fällig < 1 Jahr
TEUR
Fällig 1 bis 5 Jahre
TEUR
Fällig > 5 Jahre
TEUR
Summe
TEUR
SUMME 956 2.663 905 4.523

Haftungsverhältnisse

Aus den Verträgen mit verschiedenen Partnern zur Bildung von Arbeitsgemeinschaften (ARGEN) haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch. Zweck der ARGEN ist die Erbringung von Planungsleistungen. Zum 31. Dezember 2023 sind aus den ARGEN keine Risiken erkennbar, sodass mit einer Inanspruchnahme der Dorsch International Consultants GmbH nicht zu rechnen ist. Die zum Bilanzstichtag bestehenden ARGEN sind im Anhang unter Punkt III. 1 aufgeführt.

Zur Absicherung von Projekten hat die Gesellschaft verschiedene Garantien, die über die Muttergesellschaft Dorsch Holding GmbH verwaltet werden. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf Bietungs-, Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsgarantien. Diese sind von verschiedenen Banken mit Avalen hinterlegt. Die Höhe der insgesamt eingegangenen Avalverbindlichkeiten betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 9.980.

Aufgrund der derzeit fristgerechten Projektabwicklung geht die Gesellschaft davon aus, dass alle Vertragsverhältnisse auch weiterhin frist- und vertragsgemäß erfüllt werden und somit nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Dorsch Holding GmbH, Offenbach am Main, einbezogen. Aus diesem Grund nehmen wir die Befreiung des § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch. Das Honorar der Abschlussprüfer wird im Konzernanhang der Dorsch Holding GmbH, Offenbach am Main, ausgewiesen. Der Konzernabschluss der Dorsch Holding GmbH wird im Unternehmensregister offengelegt.

Pillar 2

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD-Modellregeln erlassen haben. Die Berichtsgesellschaft und der RAG-Stiftung-Konzern fallen voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren in den Anwendungsbereich der Mindeststeuergesetze.

Zum 31. Dezember 2023 wurden gemäß § 274 Abs. 3 HGB beim Ansatz und der Bewertung latenter Steuern die Differenzen aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes sowie vergleichbarer ausländischer Mindeststeuergesetze nicht berücksichtigt.

Das deutsche Mindeststeuergesetz (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG)) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Folglich kann sich für Geschäftsjahre, die zum 31. Dezember 2023 enden, grundsätzlich kein tatsächlicher Steueraufwand oder -ertrag aus dem Mindeststeuergesetz ergeben. Da Fehlanzeigen im Anhang in analoger Anwendung von § 265 Abs. 8 HGB nicht erforderlich sind, unterbleibt bei wortgetreuer Anwendung des Gesetzeswortlautes in handelsrechtlichen Jahres- und Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2023 eine Angabe nach den Vorschriften der §§ 285 Nr. 30a, 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB.

Die Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzen werden derzeit noch untersucht. Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich hieraus keine Auswirkungen. Derzeit werden bei der Gesellschaft auch für zukünftige Geschäftsjahre keine Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzen erwartet.

VI. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Beteiligung der Dorsch Holding GmbH, Offenbach am Main. Die Dorsch Holding GmbH ist Muttergesellschaft des kleinsten Konsolidierungskreises. Der Konzernabschluss der Dorsch Holding GmbH wird im Unternehmensregister offengelegt.

Muttergesellschaft des größten Konsolidierungskreises ist die RAG-Stiftung, Essen. Der Konzernabschluss der RAG-Stiftung wird im Unternehmensregister offengelegt.

Die Gesellschaft macht gemäß § 291 Abs. 1 Satz 1 HGB von der Befreiung der Aufstellung eines Konzernabschlusses Gebrauch.

VII. Nachtragsbericht

Der Geschäftsführer Andreas Schweinar hat seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft mit Ablauf des 31. Dezember 2023 beendet. Ab 1. Januar 2024 wurde er von Philipp Fuchs ersetzt.

VIII. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Geschäftsführung

Andreas Schweinar, Kaufmännischer Geschäftsführer, Potsdam (bis 31. Dezember 2023)

Tanja Baur, Technische Geschäftsführerin, Berlin

Philipp Fuchs, Eiselfing (seit 1. Januar 2024)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer werden nicht vorgenommen. Es wird von der Befreiung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

München, den 14. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Tanja Baur

Philipp Fuchs

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 517.980,15 5.148,37 0,00 523.128,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.863,76 28.372,79 27.886,24 16.350,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.030.604,70 107.012,42 0,00 1.137.617,12
1.046.468,46 135.385,21 27.886,24 1.153.967,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 64.560,00 0,00 0,00 64.560,00
2. Sonstige Ausleihungen 77.854,06 1.112,89 0,00 78.966,95
142.414,06 1.112,89 0,00 143.526,95
1.706.862,67 141.646,47 27.886,24 1.820.622,90
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 494.285,15 19.016,70 0,00 513.301,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.166,76 29.761,13 27.886,24 12.041,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.183,70 119.093,23 0,00 896.276,93
787.350,46 148.854,36 27.886,24 908.318,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 64.558,00 0,00 0,00 64.558,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
64.558,00 0,00 0,00 64.558,00
1.346.193,61 167.871,06 27.886,24 1.486.178,43
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.826,67 24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.308,66 6
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.340,19 253
245.648,85 259
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 0
2. Sonstige Ausleihungen 78.966,95 78
78.968,95 78
334.444,47 361

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dorsch International Consultants GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dorsch International Consultants GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dorsch International Consultants GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 14. Juni 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Sauer, Wirtschaftsprüfer

Mandy Leipold, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde am 25. Oktober 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

24 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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