Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 39572 HB
Vorher
CONTACT IT GmbH
Eingetragen
28.9.2023
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
die Entwicklung von Software-Systemen, Vertrieb von Software-Komplettlösungen sowie Unternehmensberatung in EDV-Fragen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft kann sich an gleichartigen Unternehmungen im In- und Ausland beteiligen und bestehende Unternehmungen erwerben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Frank Steffens
seit 18.10.2024
Prokura
Dana Theil
seit 18.10.2024
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Karl Heinz Zachries
seit 28.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
CONTACT Software Group GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CONTACT Software GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Firma: CONTACT Software GmbH (bis 8.11.2023: CONTACT IT GmbH)
Sitz: Bremen
Registergericht: Amtsgericht Bremen
Registernummer: HRB 39572 HB

2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die CONTACT Software GmbH ist zum 31. Dezember 2023 aufgrund der Ausgliederung zur Neugründung eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 4 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gem. § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Mit Vertrag vom 22. August 2023 wurde der Teilbetrieb "Operativer Betrieb" gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 2 UmwG rückwirkend zum 2. Januar 2023 ausgegliedert. Die Übertragung erfolgte gemäß § 24 UmwG zu Buchwerten. Die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulativen Abschreibungen in dem Anlagenspiegel wurden aufgrund der Buchwertverknüpfung vom übertragenden Rechtsträger übernommen.

Auf den Ansatz von Vorjahreswerten bzw. Eröffnungsbilanzwerten wurde verzichtet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 50 Jahren unter Verwendung der linearen Methode. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Abgang wird nach fünf Jahren unterstellt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ggf. abzüglich erforderlicher Abschreibungen angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel und Wertpapiere werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen bzw. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellung ist auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen zehn Jahren von 1,83 % für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck sowie unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet worden. Darüber hinaus wurden bei der Bewertung keine Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt, da es sich bei den Pensionszusagen um Festzusagen handelt. Um jedoch der Anpassungsverpflichtung gem. § 16 Abs. 1 BetrAVG Rechnung zu tragen, wurde eine langfristige Inflationsrate von 1,76 % p. a. bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung der pensionsberechtigten Arbeitnehmer zugrunde gelegt. Gegenüber dem 7-Jahresdurchschnittszins ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von EUR 12.502,00, der einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der unterschiedlichen Bewertung in Handels- und Steuerbilanz von Software und Hardware (Differenz TEUR 478) sowie Pensionsrückstellungen (Differenz TEUR 482). Der aus den höheren Wertansätzen in der Handelsbilanz resultierende passive Überhang ist unter Berücksichtigung des aktuellen kombinierten Steuersatzes für KSt, SolZ und GewSt von rd. 32,0 % ermittelt.

4. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung im Jahr 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 an folgenden Gesellschaften zu mehr als 20 % beteiligt:

Gesellschaft Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital zum 31.12.2023 Jahresergebnis 2022
% TEUR TEUR
Contact Software Schweiz AG Appenzell, Schweiz 100,00 437 3
CAIQ GmbH München 100,00 -1.378 -620
IGS-Consulting Prof. Stannek GmbH Hannover 100,00 65 111

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben jeweils Restlaufzeiten von nicht mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen insbesondere Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital lautet auf EUR 2.000.000,00.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Prämien, Boni und Provisionen (TEUR 2.171) sowie Resturlaub und Überstunden (TEUR 369).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren in Höhe von TEUR 38.653 aus in Deutschland und EU-Ländern erbrachten Softwareverkäufen und Dienstleistungen. Umsätze im übrigen Ausland wurden in Höhe von TEUR 2.538 erzielt.

6. Sonstige Angaben

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 456.

Geschäftsführer waren

 

Herr Diplom-Informatiker Karl Heinz Zachries, Kaufmann, Bremen,

 

Herr Diplom-Informatiker Ralf Holtgrefe, Kaufmann, Blender,

 

Herr Diplom-Informatiker Maximilian Frederic Zachries, Kaufmann, Bremen.

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 354 Arbeitnehmer. Davon sind 268 vollzeitbeschäftigt und 86 teilzeitbeschäftigt.

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Zarpata GmbH & Co. KG, Bremen, einbezogen, welcher im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

 

Bremen, den 18. September 2024

gez. Karl Heinz Zachries

gez. Ralf Holtgrefe

gez. Maximilian Zachries

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Ausgliederung Zugang Umbuchung Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 283.281,19 0,00 0,00 0,00 283.281,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.009.345,69 0,00 0,00 0,00 2.009.345,69
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.771.956,10 406.348,72 420,16 129.660,65 4.049.064,33
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 420,16 0,00 -420,16 0,00 0,00
5.781.721,95 406.348,72 0,00 129.660,65 6.058.410,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 938.881,53 0,00 0,00 0,00 938.881,53
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.434.200,76 355.347,08 0,00 0,00 3.789.547,84
3. Sonstige Ausleihungen 10.200,00 0,00 0,00 0,00 10.200,00
4.383.282,29 355.347,08 0,00 0,00 4.738.629,37
Summe Anlagevermögen 10.448.285,43 761.695,80 0,00 129.660,65 11.080.320,58
Abschreibungen
Ausgliederung Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 278.480,19 1.812,00 0,00 280.292,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.079.474,16 37.503,00 0,00 1.116.977,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.690.450,92 437.099,25 129.765,11 2.997.785,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.769.925,08 474.602,25 129.765,11 4.114.762,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 350.000,00 0,00 0,00 350.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
350.000,00 0,00 0,00 350.000,00
Summe Anlagevermögen 4.398.405,27 476.414,25 129.765,11 4.745.054,41
Buchwerte
31.12.2023 Ausgliederung
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.989,00 4.801,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 892.368,53 929.871,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.051.279,27 1.081.505,18
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 420,16
1.943.647,80 2.011.796,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 938.881,53 938.881,53
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.439.547,84 3.084.200,76
3. Sonstige Ausleihungen 10.200,00 10.200,00
4.388.629,37 4.033.282,29
Summe Anlagevermögen 6.335.266,17 6.049.880,16

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbenene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.989,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 892.368,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.051.279,27
1.943.647,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 938.881,53
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.439.547,84
3. Sonstige Ausleihungen 10.200,00
4.388.629,37
6.335.266,17
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 2.214.697,84
2. Geleistete Anzahlungen 4.504,20
2.219.202,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.942.958,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.119.523,06
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.038.745,90
9.101.227,03
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 5.903.806,87
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.363.222,06
38.587.458,00
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 281.400,31
45.204.124,48

PASSIVA

31.12.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 20.903.838,10
III. Jahresüberschuss 4.392.294,58
27.296.132,68
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.248.882,00
2. Steuerrückstellungen 1.328.803,73
3. Sonstige Rückstellungen 3.309.874,21
5.887.559,94
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.828.795,24
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.951.051,05
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.234,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 842.428,57
davon aus Steuern: EUR 770.350,14
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 13.826,63
11.632.508,86
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 363.198,00
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 24.725,00
45.204.124,48

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 2. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.191.494,85
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 938.506,38
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.817.847,71
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 168.084,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.295.856,40
3.463.940,46
5. Rohergebnis 40.483.908,48
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.435.035,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.084.541,20
davon für Altersversorgung: EUR 27.332,29 27.519.576,91
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 476.414,25
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.624.102,72
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 549.031,98
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 89.629,41
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.933,26
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 11.959,00
443.469,31
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.900.133,10
davon aus latenten Steuern: EUR 24.725,00
13. Ergebnis nach Steuern 4.407.150,81
14. Sonstige Steuern 14.856,23
15. Jahresüberschuss 4.392.294,58

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Auch das Jahr 2023 war von rasanten Entwicklungen geprägt. Auf geopolitischer Ebene sind zu den anhaltenden Krisen weitere hinzugekommen und Konflikte in verschiedenen Regionen belasteten die Weltwirtschaft und sorgten für Unsicherheit. Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde zudem im Jahr 2023 in vielen Ländern durch hohe Inflationsraten und steigende Zinsen belastet. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 (preisbereinigt) um -0,2 % (Vorjahr: +1,8 %) unter dem Jahr 2022. Diese Entwicklung hat sich in den letzten 3 Quartalen des Kalenderjahres noch verschlechtert und auch der Trend im 1. Quartal 2024 ist mit -0,9 % weiter negativ.

In der EURO-Zone hingegen wuchs das BIP (preisbereinigt) im Jahresvergleich erneut allerdings auch nur noch um 0,5 % (Vorjahr: 3,5 %).

Entwicklung und Trends für uns wichtiger Branchen

Der ITK-Markt (ohne Consumer Electronics) wuchs im Jahr 2022 um 4,2 % zum Vorjahr auf nunmehr 195,8 Mrd. Euro und damit überproportional zur Gesamtwirtschaft. Im Vorjahr 2022 bewegte sich das Wachstum in einer ähnlichen Größenordnung (+4,6 % gegenüber 2021). Das Marktvolumen von Software, als für CONTACT relevante Unterkategorie des Gesamtmarktes wuchs mit 9,3 % (Vorjahr: 9,4 %) hingegen deutlich stärker auf nunmehr 38,8 Mrd. Euro.

Neben diesen volkswirtschaftlichen Trends haben sich auch die gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der vergangenen Jahre fortgesetzt. Insbesondere der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit sowohl in der Entwicklung, Produktion und Betrieb von Produkten als auch im täglichen Verhalten von Unternehmen und Menschen. Auch die Ausführungen der EU-Politik zu CO 2 -neutralen Produktionsprozessen und Energienutzung tragen hierzu bei. Ebenso bleibt der Fachkräftemangel und der damit verbunden "War for Talent" für alle Unternehmen eine andauernde Herausforderung

Eine wesentliche Antwort auf diese beschriebenen Trends ist ein rasantes Fortschreiten der Digitalisierungsbemühungen von Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels muss die Produktivität der Mitarbeitenden gesteigert werden. In diesem Zusammenhang hat in 2023 der Stellenwert der Künstlichen Intelligenz (KI) rapide zugenommen, da sich die gewaltigen Potenziale nicht nur für Verbraucher sondern auch für den Einsatz in Unternehmen herauskristallisiert haben. Alle Marktteilnehmer werden noch mehr gezwungen, einerseits durch die Technologiefortschritte und neuen Produkte am Markt zu wachsen und gleichzeitig noch die Profitabilität zu steigern. Die Generative KI hat das Potential, die Unternehmen nachhaltiger und widerstandsfähiger zu machen.

Die Analysten des Marktforschungsunternehmens Gartner sehen weiterhin PLM-Software als Schlüsseltechnologie für diese Digitalisierung. Optimale Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Softwarelösung sind lt. Gartner die Composable Architecture und die Cloudfähigkeit sowie die Fähigkeit einer durchgängigen Vernetzung anderer Systeme mit dem PLM, insbesondere Systeme für die Unterstützung der Fertigung von Produkten (Manufacturing Enterprise Systems).

CONTACT verfolgt mit seiner CONTACT Elements Plattform weiterhin den Anspruch, Unternehmen die beste Software zu bieten, um digitale Produktdaten einfacher zu nutzen - On-Premises und in der Cloud. Die Produkte können maßgeschneidert auf die Kundenanforderungen ausgerichtet, aber auch als "Turn-Key-Lösung" aus der Cloud bereitgestellt werden. Der Nutzen für die Kunden sind dabei effizientere Prozesse, reibungslose Zusammenarbeit und weniger Routineaufgaben, um sich durchgängig auf bessere Produkte und Services fokussieren zu können.

Mit den unterschiedlichen Produktlinien von CONTACT Elements konnten vollständig neue Branchen gewonnen und die Internationalisierung signifikant ausgebaut werden. Hohe Investiotionen in die Entwicklung von Funktionalitäten mit Künstlicher Intelligenz, ein strukturierter eigener Vertrieb im In- und Ausland sowie ein stetig wachsendes Partnernetzwerk auf 5 Kontinenten und 30 Ländern sowie verstärkte Marketing und Sponsoringaktivitäten haben sich als weitere Erfolgsfaktoren herausgestellt. CONTACT investierte auch in die Unternehmenskultur und die interne Kommunikation und präsentiert sich als moderner Arbeitgeber, der seinen Mitarbeitenden nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz anbietet, sondern Karrierepfade aufzeigt und Diversität sowie die persönliche Entfaltung seiner Mitarbeitenden fördert.

In 2023 konnten durch den Abschluss einer gestiegenen Anzahl von Mietverträgen für Cloud- und OnPremise Kunden die Auftragseingänge nicht ganz an das Rekordjahr 2022 heranreichen. Dafür erreichte CONTACT einen weiteren Rekordumsatz (+15 %) und auch die noch nicht abgeschlossenen Projekten entwickelten sich auf einen historischen Höchststand. Die gestiegene Anzahl an Mitarbeitenden und der zunehmende Einsatz von externen Dienstleistungspartnern haben das Leistungspotenzial von CONTACT nochmals deutlich ausgeweitet.

Auch gesellschaftsrechtlich erfolgte in 2023 der Generationenwechsel innerhalb der Inhaberfamilie Zachries durch die Weitergabe von Anteilen an die Kinder-Generation des Gründers. Dies ging einher mit der Gründung einer neuen Holdingstruktur und der Abspaltung des gesamten Geschäftsbetriebs in die neu gegründete Gesellschaft CONTACT Software GmbH (ursprünglich CONTACT IT GmbH) im Rahmen einer Gesamtrechtsnachfolge, rückwirkend zum 01.01.2023.

CONTACT stellt somit nicht nur die Weichen für sein zukünftiges Wachstum, sondern präsentiert sich weiterhin als führender Marktteilnehmer in seinem Segment mit attraktiven Lösungsangeboten für seine Kunden und als moderner und attraktiver Arbeitgeber für seine Mitarbeitenden.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Ertragslage im Jahr 2023 kann im Hinblick auf den Vergleichszeitraum als sehr gut bezeichnet werden. Der Vergleich erfolgt mit der Ausgliederungsgesellschaft. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Jahresüberschuss aufgrund der gestiegenen Betriebsleistung und trotz der hohen Investitionen in den Personalaufbau und den technologischen Fortschritt des Produktportfolios deutlich wachsen und verbesserte sich um ca. TEUR +1.935. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich ebenso deutlich um TEUR +2.678 auf TEUR 6.292. Dieses Ergebnis bewegt sich nicht nur oberhalb der Erwartungen sondern erreichte ein Rekordhoch. Ebenso führte auch im Jahr 2023 der stark wachsende Auftragsbestand dazu, dass nicht alle eingegangenen Aufträge vollständig abgearbeitet werden konnten und damit nicht zu noch höheren Umsätzen im Berichtsjahr führten, sondern zu einem Aufbau an unfertigen Leistungen. Die Betriebsleistung stieg erneut um TEUR 6.555 insbesondere durch den Umsatz, aber auch durch eine Erhöhung der Bestandsveränderungen und der erstmaligen Einbeziehung von Zusatzerlösen aus dem Forschungszulagengesetz der Bundesregierung. Der ansteigende Materialaufwand, durch einen gesteigerten Einsatz von Fremddienstleistern, ist ebenfalls dem positiven Geschäftsverlauf geschuldet. Dabei ist das Rohergebnis um TEUR 5.653 auf TEUR 40.484 deutlich angestiegen (+16,2 %). Aus der Position der wirtschaftlichen Stärke und der gestiegenen Nachfrage wurde wiederum erheblich in die Entwicklung bzw. den Aufbau neuer Produkte und Vertriebskanäle investiert und damit die Wettbewerbsfähigkeit weiter gefestigt. Eine Folge hiervon ist die Erhöhung der Beschäftigten und damit des Personalaufwandes um TEUR 4.337. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegten sich mit TEUR -735 unterhalb des Vorjahrs. Insgesamt wurde im Jahr 2023 ein Jahresüberschuss von TEUR 4.392 (Vorjahr TEUR 2.457) erzielt. Die Rohergebnisrendite verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich auf nunmehr 8,0 % (Vorjahr 7,1 %).

Die Vermögenslage weist eine erhebliche Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 8.832 auf TEUR 45.204 aus. Hauptmerkmale der Vermögenslage sind weiterhin der hohe Bestand an liquiden Mitteln von TEUR 27.267 (einschließlich Wertpapiere; Vorjahr TEUR 22.830) und des Eigenkapitals von TEUR 27.296 (Vorjahr TEUR 22.904). Größere Veränderungen beim Anlagevermögen ergaben sich nicht. Im Umlaufvermögen hingegen machten sich neben der Steigerung der liquiden Mittel vor allem die Steigerung der Vorräte (TEUR +943), die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +1.344) und auch die gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR +1.133 bemerkbar. Auf der Passivseite betrifft die Erhöhung insbesondere das Eigenkapital (TEUR +4.392), die erhaltenen Anzahlungen für noch nicht vollständig fertiggestellte Aufträge (TEUR +3.058), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +725) und die Rückstellungen (TEUR 1.029).

Die Eigenkapitalquote verringert sich auch aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme von 63,0 % auf 60,4 %, ist aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Der vereinfachte Cashflow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) betrug 2023 rd. TEUR 4.869. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 6.533, bei einem Abfluss aus Finanzierungstätigkeiten von TEUR 4 und Investitionstätigkeiten von TEUR 1.059. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 und bis zur Aufstellung des Lageberichts jederzeit sichergestellt.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 und bis zur Aufstellung des Lageberichts wird insgesamt wieder als sehr positiv beurteilt.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Grundsätzlich besteht das Bestreben, Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren. Mit der operativen Geschäftstätigkeit sind grundsätzlich Risiken in Form von Konkurrenzprodukten und alternativen IT-Produkten z. B. aus der Cloud verbunden. Diesem allgemeinen Geschäftsrisiko wird durch verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung von neuen Technologien, die stetige Fortentwicklung der Produkte und Dienstleistungen, der Ausweitung des globalen Partnernetzwerks und Bereitstellung von eigenen Cloud-Lösungen begegnet. Derzeit bestehen keine Hinweise auf wesentliche Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Hinsichtlich des Einsatzes von Finanzinstrumenten bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken bei den Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Diesem Risiko wird mit einer geordneten Debitorenbuchhaltung sowie einem effizienten Mahnwesen begegnet.

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung existieren in der Gesellschaft weitreichende Steuerungsprozesse zur Risikovermeidung. Bereits Im Jahr 2022 wurde zur verbesserten Unternehmenssteuerung ein BI-Tool (Business Intelligence) eingeführt. Dieses wird immer mehr zum zentralen Steuerungs- und Planungsinstrument und wurde auch auf Kennzahlen für nahezu alle Unternehmensbereiche erweitert. Die Informationen sind i. d. R. auf täglicher Basis im BI-Tool verfügbar und werden von den Entscheidungsträgern genutzt. Die Unternehmensstrategie wurde in Abteilungsstrategien heruntergebrochen und in wird in zweiwöchigen Abständen innerhalb der Geschäftsleitung auf Maßnahmenebene überprüft, ebenso die monatliche Plan-Ist-Abweichung bei Auftragseingängen, Umsatz und Kosten. Auch die Liquiditätssteuerung erfolgt automatisiert auf Basis der täglichen Verfügbarkeit von Kontoinformationen gepaart mit den kurz- und mittelfristig zu erwartenden Ein- und Auszahlungen.

Weitergehende wesentliche Risiken bestehen nach der derzeitigen Einschätzung nicht.

Unsere Produkte und die Marktentwicklung sowie die begonnenen Kooperationen mit weltweit tätigen Vertriebs- und Service-Partnern bieten die Chance, Marktanteile zu steigern und die Ertragslage zu stabilisieren und ggf. zu verbessern. Da wir hoch optimierte Lösungen für unterschiedliche Branchen (Maschinenbau, Zulieferindustrie, Medical, etc.) und Kundengruppen bieten, wird die zukünftige Geschäftsentwicklung positiv bewertet. Auch gemäß dem Branchenfachverband Bitkom sind die Aussichten in der IT-Branche weiterhin positiv. Insbesondere im Bereich der Felder Internationalisierung, Cloud-Modellen und Beratungs-Dienstleistungen wird mit weiter steigenden Umsätzen gerechnet.

Auch im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wurden bereits wieder 50 Mitarbeitende eingestellt und der Personalstand wuchs auf 399 Mitarbeitende an. CONTACT bietet seit 2022 allen Mitarbeitenden ein voll flexibles, hybrides Arbeitsplatzmodell an, investiert weiter in die Weiterbildung und Befähigung seiner Mitarbeitenden sowie in weitere Zusatzleistungen und wird daher am Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen und präsentiert sich für den "War for Talents" sehr gut gerüstet.

In 2024 findet wieder die internationale CONTACT-Messe "Open World" statt. Dort präsentiert sich CONTACT mit seinem neuesten Produktangebot seinen nationalen und internationalen Kunden. Aber auch im Online-Marketing und der Präsenz auf den relevanten Social-Media-Kanälen werden CONTACT und seine Produkte massiv beworben. Im Sponsoring setzt das Unternehmen weiter auf seine bekannten Sport-Sponsoring-Plattformen Biathlon, Eishockey, Fußball und Hockey und flankiert die Marketing-Strategie.

So setzte sich im ersten Halbjahr 2024 die positive Geschäftsentwicklung hinsichtlich der Auftragseingänge weiter fort. Es konnten nicht große Leuchtturm-Kunden gewonnen werden, sondern vor allem auch Kunden aus Branchen, die bis dato nicht klassisch im Zielkorridor lagen. Das Auftragsvolumen und der Umsatz bewegen sich deutlich über Vorjahr. CONTACT widersetzt sich damit der stattfindenden Investitionszurückhaltung in einigen Branchen. Die tatsächlichen Auswirkungen bei den Kunden zum Investitionsverhalten können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden.

Dennoch wird auch für das Geschäftsjahr 2024 wieder ein steigenden Rohergebnis und ein deutlich positives Jahresergebnis erwartet.

 

Bremen, den 18. September 2024

gez. Karl Heinz Zachries

gez. Ralf Holtgrefe

gez. Maximilian Zachries

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CONTACT Software GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CONTACT Software GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CONTACT Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 23. Oktober 2024

SIEGELNordwest Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beering, Wirtschaftsprüfer

Mählmann, Wirtschaftsprüfer

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