Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 64475
Vorher
mertus 206. GmbHSRL Pharma GmbH
Eingetragen
22.4.2015
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Erzeugnissen für die chemische Industrie sowie Erbringung von damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, insbesondere im Bereich von Wirkstoffen, sonstigen Inhaltsstoffen und Fertigprodukten für pharmazeutische und kosmetische Anwendungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Silke Dr. Dubberke
seit 21.7.2023
Geschäftsführer
Olaf Schmitz
seit 9.3.2023
Prokura
Jens Müller
seit 2.3.2023
Geschäftsführer
Ruth Dr. Reichertz
seit 19.8.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Elementis Holdings LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Elementis Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elementis Pharma GmbH

Ludwigshafen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Überblick

Geschäftsfelder und Produkte

Die Elementis Pharma GmbH ist in zwei Geschäftsfeldern tätig und produziert am Standort Ludwigshafen am Rhein eine Vielzahl von Produkten für die pharmazeutische und kosmetische Industrie, die sie weltweit vertreibt.

Für die pharmazeutische Industrie werden Wirkstoffe weiterentwickelt, hergestellt und vertrieben, welche in Antacida-Medikamenten Verwendung finden. Antacida sind Magensäurebinder, die wiederum von den Elementis-Pharma-Kunden hergestellt werden und die zum größten Teil freiverkäuflich/rezeptfrei verkauft werden.

Der Kosmetikbereich wird seit der Übernahme durch Elementis plc., London, Großbritannien, im Jahre 2017 von der globalen Elementis-Verkaufsorganisation gesteuert.

Die Stärken der Elementis Pharma GmbH gegenüber dem Wettbewerb liegen in der breit aufgestellten Produktpalette sowie in der guten Qualität der Pharma-Wirkstoffe. Die Produkte im Kosmetikbereich dienen zur Einstellung der Viskosität in kosmetischen Formulierungen, für die Elementis Pharma GmbH über langjähriges Know-how verfügt.

Unter den Kunden finden sich renommierte internationale Unternehmen der pharmazeutischen sowie kosmetischen Industrie.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 verteilten sich die Aktivitäten der Elementis Pharma GmbH unverändert zum Vorjahr wie folgt auf die beiden Geschäftsfelder:

1) Pharmazeutische Industrie: 96 %
2) Kosmetische Industrie: 4%

Als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die Geschäftsführung die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wurden nicht identifiziert.

Mit der ehemaligen Muttergesellschaft BK Giulini GmbH bestehen SLAs (Service Level Agreements), die von der zwischenzeitlich gegründeten "ICL Ludwigshafen Service GmbH" erbracht werden, teils kündbar, teils unkündbar, für verschiedene zentrale Dienstleistungen sowie Infrastruktur und Logistik. Auch die Gebäude, in denen die Elementis Pharma GmbH ihr Geschäft betreibt, sind von der ICL Ludwigshafen Service GmbH angemietet; die Räumlichkeiten der Qualitätskontrolle werden hingegen von der Firma Triwo AG, Trier, gemietet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Folgen der globalen Krisen belasteten auch im Jahr 2023 die deutsche Wirtschaft, die ihre Erholung nicht fortsetzen konnte. Die geopolitischen Spannungen, nach wie vor hohe Preise und hohe Energiekosten sowie steigende Zinsen verunsicherten die Marktteilnehmer und führten zu einer geringeren Nachfrage aus In- und Ausland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt liegt nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024) noch um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gesunken.

Bedingt durch die hohen Verbraucherpreise nahm der private Konsum im Jahr 2023 um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und liegt damit noch um 1,5 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Der Umsatz der pharmazeutischen Industrie mit Arzneimitteln hat sich dagegen mit einer Steigerung um 5,7 % positiv entwickelt, wobei jedoch die Absatzmengen um 2,0 % gesunken sind (IQVIA Marktbericht Classic 2024).

Der Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen, die in den vergangenen Jahren die Konsumausgaben des Staates erhöht hatten, führte jetzt erstmals seit 20 Jahren zu deren Rückgang (-1,7 %).

Deutlich gestiegene Bauzinsen und hohe Baupreise dämpften den Wohnungsbau und führten dazu, dass die Bauinvestitionen im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 % sanken. Bedingt insbesondere durch den Anstieg der gewerblichen PKW-Neuzulassungen erhöhten sich die Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen und Fahrzeuge deutlich um 3,0 %. Die Investitionen in sonstige Anlagen, zu denen unter anderem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören, sanken um 0,6 %.

Gestützt wurde das Bruttoinlandsprodukt durch einen positiven Außenbeitrag, da die Importe preisbereinigt stärker sanken als die Exporte (-3,0 % bzw. -1,8 %). Auch hier machte sich die schwache inländische Nachfrage bemerkbar.

2. Geschäftsverlauf

Während sich die Lage auf dem Rohstoffmarkt im Allgemeinen entspannte und zum Teil auch rückläufige Preise zu beobachten waren, sind die Preise für wichtige Rohstoffe von Elementis Pharma auch im Geschäftsjahr 2023 deutlich gestiegen. Der Anstieg bei den Energiekosten hat sich nur bei Gas und Dampf weiter fortgesetzt, wenn auch in deutlich verringertem Umfang im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise für Strom waren dagegen rückläufig und haben Ende des Jahres in etwa wieder das Niveau vor Beginn der Ukraine-Krise erreicht.

Entspannt hat sich die Lage ebenfalls bei den Fracht- und Transportkosten, die sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert haben. Hier hatten Knappheiten und stark gestiegene Energiekosten im Vorjahr zu einem starken Anstieg geführt. Die weiterhin hohe Inflation führte im Geschäftsjahr 2023 zu einem Anstieg der Kosten von an Indices gekoppelten Miet- und Service-Verträgen.

Zu Beginn des zweiten Quartals 2023 wurden Preiserhöhungen insbesondere bei Magaldrat-Suspensionen und Antacida-Pulvern umgesetzt. Positive Effekte ergaben sich außerdem aus erhöhten Bedarfen an Magaldraten, die eine ausgebliebene Erholung der Absatzmengen an Sucralfat-Pulver abgefedert haben. Darüber hinaus hat ein zeitweiser Stopp der Produktion einiger Antacida-Pasten das Ergebnis weiter belastet.

Der Umsatz ist um TEUR 1.170 auf TEUR 29.259 gestiegen. Dem steht allerdings ein um TEUR 280 verringerter Aufbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und ein um TEUR 938 erhöhter Materialaufwand gegenüber. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung ist durch den Rückgang des Aufwands für Altersversorgung in Höhe von TEUR 421 positiv beeinflusst.

Seit der Beendigung der Antiperspirantien-Produktion im 2. Halbjahr 2021 sind einzelne Anlagen nicht mehr voll ausgelastet. Diese Anlagen sind bereits vollständig planmäßig abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 70 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Lage

Ertragslage

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung in Höhe von EUR 1.991.241,76 ab. Das Ergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung des Vorjahres wird damit deutlich übertroffen. Die Zunahme liegt über der prognostizierten Steigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich. Ursächlich hierfür ist vor allem ein stark gesunkener Aufwand für Altersversorgung auf Grund gestiegener Zinsen.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Elementis Pharma GmbH einen Jahresumsatz von Mio. EUR 29,3 (Vorjahr: Mio. EUR 28,1). Bei insgesamt sehr geringem Mengenwachstum beträgt die Umsatzsteigerung 4 % und hat damit die prognostizierte Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich nicht erreicht. Dies ist primär auf eine schwache betriebsbedingte Nachfrage eines Großkunden und die zeitweise Aussetzung von Antacida-Pasten-Produktion zurückzuführen.

Im Geschäftsfeld "Pharma" führte eine starke Nachfrage nach Magaldraten zu Umsatzsteigerungen, während geringere Absatzmengen bei Sucralfaten und Antacida zu rückläufigen Umsätzen führten.

Im Geschäftsfeld "Kosmetik" konnte nach der Beendigung des Antiperspirantien-Geschäfts im zweiten Halbjahr 2022 mit den verbliebenen Produkten eine Umsatzsteigerung von 6 % erzielt werden.

Die Bestandsveränderung beträgt TEUR 519 (Vorjahr: TEUR 799). Die sonstigen betrieblichen Erträge steigen um TEUR 37.

Preissteigerungen bei Rohstoffen führen zu einer Zunahme des Materialaufwands um TEUR 938 oder 7 % auf TEUR 14.579. Die Materialeinsatzquote steigt von 46,9 % auf 48,6 %.

Die Personalaufwendungen gehen von TEUR 6.713 zurück auf TEUR 6.136 insbesondere durch verringerte Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung. Im Vorjahr haben veränderte Bewertungsparameter zu einer Erhöhung der Pensionsverpflichtung und damit zu einem Anstiege der Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung geführt.

Die Abschreibungen verringern sich leicht um TEUR 19 auf TEUR 361.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken um TEUR 44 auf TEUR 6.520. Höheren Aufwendungen für Instandhaltung und bezogene Leistungen stehen dabei deutlich verringerte Frachtkosten gegenüber.

Das laufende Ergebnis ist mit Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 209) belastet, die zum Großteil verbundene Unternehmen betreffen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 115) betreffen überwiegend Rückstellungen für Betriebsprüfungen aus vororganschaftlichen Zeiträumen. Laufende Steuern fallen bei der Elementis Pharma GmbH selbst nicht mehr an, da ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Vermögens- und Finanzlage

Als produzierendes Unternehmen ist die Elementis Pharma GmbH anlagenintensiv und sie ist gezwungen, einen relativ hohen Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fertigerzeugnissen zu bevorraten.

Das Investitionsvolumen betrug im Berichtsjahr TEUR 785 und betrifft im Wesentlichen sich im Bau befindliche Anlagen und Maschinen.

Das Anlagevermögen (Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) zu Nettobuchwerten betrug am 31.12.2023 TEUR 3.890, die Vorräte betrugen TEUR 5.991.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Stichtag TEUR 6.195 nach TEUR 7.284 im Vorjahr. Der Rückgang um TEUR 1.089 ist im Wesentlichen auf geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -920) zurückzuführen und resultiert aus einer gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Umsatztätigkeit im vierten Quartal 2023, die zu einem entsprechend niedrigeren Bestand an Forderungen zum Bilanzstichtag führt.

Das Anlagevermögen macht 20,8 % und das Vorratsvermögen 32,1 % der Bilanzsumme aus.

Durch den Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft mit Wirkung zum 1.1.2020 wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.991 an Elementis Germany GmbH abgeführt, so dass das Eigenkapital zum 31.12.2023 unverändert TEUR 6.426 beträgt. Eine Abführungssperre besteht nicht. Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 20.599 auf TEUR 18.660 verringert. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 34,4% nach 31,2% im Vorjahr. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag TEUR 2.485 (Vorjahr: TEUR 3.844) und der Rückgang ist stichtagsbedingt.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 175 betreffen Rückstellungen für Betriebsprüfungen, der Rückgang der sonstigen Rückstellungen betrifft überwiegend Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 917).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.285 (Vorjahr: TEUR 7.387) betreffen mit TEUR 3.783 (Vorjahr: TEUR 4.697) verbundene Unternehmen, davon TEUR 3.538 Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind analog zur geringeren Umsatztätigkeit im vierten Quartal 2023 zurückgegangen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Vermögens- und Finanzlage ist der Situation nach angemessen. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft in den Konzern der Elementis plc., London, Großbritannien, eingebunden ist, verfügt sie überdies über eine Zusage zur finanziellen Unterstützung.

C. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft hat die Einhaltung der für das Unternehmen anzuwendenden Gesetze und sonstigen Vorschriften zu gewährleisten und die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sicherzustellen. Des Weiteren hat das System die Einhaltung der von der Geschäftsführung im Unternehmen eingesetzten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen) zu überprüfen, die der organisatorischen Umsetzung von Entscheidungen dienen. Dabei gelten Aufbau- und Ablauforganisation, EDV und Rechnungswesen, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten, Personalwesen und Planung/Steuerung als wichtige Teilbereiche des Systems.

Die Beobachtung der Entwicklung der Auftragseingänge und des Auftragsbestands sowie der Umsätze versetzt uns regelmäßig in die Lage, die wirtschaftliche Entwicklung und eventuelle Störungen zutreffend zu beurteilen. Desgleichen beobachten und analysieren wir den Beschaffungsmarkt, um Risiken durch Knappheit und Preisentwicklung erkennen und berücksichtigen zu können. Die Produktqualität wird engmaschig überprüft, um Reklamationen und Haftungsfälle zu vermeiden.

Das System der Gesellschaft entspricht den gesetzlichen Anforderungen in allen betrieblichen Teilbereichen. Dazu werden unter anderem Prozesse und Beschreibungen sowie Unterschriftsregelungen regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst.

Wechselkursabhängigkeit

Aufgrund des überwiegenden Bezuges der Hauptrohstoffe aus dem europäischen Raum und der damit zusammenhängenden Fakturierungen in Euro spielt die Entwicklung von Fremdwährungen für die Elementis Pharma GmbH beschaffungsseitig eine untergeordnete Rolle. Währungseffekte ergeben sich absatzseitig überwiegend aufgrund von Fakturierungen in US-Dollar. Falls notwendig können über die Hausbank Commerzbank Devisentermingeschäfte abgeschlossen werden, um den Effekt von Wechselkursschwankungen zwischen Euro und Fremdwährungen zu verringern.

Rohstoff- und Energiepreisentwicklung

Die eingesetzten wichtigsten Rohstoffe sind NaSOS (für Sucralfat) sowie ACH. Für die Belieferung mit den Rohstoffen ACH, Soda-, Sulfatlösung und PAC besteht ein langfristiger Liefervertrag mit einem am Standort ansässigen Lieferanten. Die Preise für den weiteren Hauptrohstoff NaSOS wurden ebenfalls im Rahmen eines langfristigen Liefervertrags festgelegt.

Für den Produktionsprozess wird viel Energie, überwiegend in Form von Erdgas, benötigt. Die am Standort ansässigen Firmen haben 2018 mit dem am Standort angesiedelten Energieversorger eine vertragliche Vereinbarung mit 10 Jahren Laufzeit getroffen, die die Bedingungen für die Versorgung und Preisgestaltung festlegt. Ein großer Teil des erwarteten Energiebedarfs wird durch den Energieversorger zwei Jahre im Voraus auf dem Terminmarkt abgesichert.

Im Jahr 2022 haben der Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe und Energieknappheit zu einem starken allgemeinen Preisanstieg bei Rohstoffen geführt, von dem auch die über langfristige Lieferverträge bezogenen Rohstoffe betroffen waren. Die hohen Preise der auf dem Spotmarkt bezogenen Energiemengen haben zu Steigerungen bei den Energiekosten geführt.

Der Preisanstieg bei den für Elementis Pharma wichtigsten Rohstoffen hat sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Bei den übrigen Rohstoffen und den Frachtkosten waren überwiegend stabile bis leicht rückläufige Preise zu verzeichnen. Auch der Anstieg der Kosten für Gas und Dampf hat sich verlangsamt, während die Kosten für Strom nach den heftigen Anstiegen im Jahr 2022 im Laufe des Jahres wieder auf das Niveau vor der Ukrainekrise zurückgegangen sind.

Preisveränderungen bei den zuvor genannten und anderen in großen Mengen eingesetzten Rohstoffen und Energien beeinflussen die Gewinnmarge. Nur wenn es gelingt, Verteuerungen an den Kunden zeitnah weiterzugeben, bleibt die Profitabilität erhalten.

Personal

Die Elementis Pharma GmbH gehört dem Arbeitgeberverband der chemischen Industrie an. Die Löhne und Gehälter der chemischen Industrie sind prinzipiell recht hoch. Zudem hat der im Oktober 2022 abgeschlossene Tarifvertrag den Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, in den Jahren 2023 und 2024 ein Inflationsausgleichgeld an die Arbeitnehmer zu zahlen. Diese Verpflichtung war bereits in den Jahren 2022 bzw. 2023 durch Bildung einer Rückstellung zu berücksichtigen, die den Personalaufwand erhöht hat. Darüber hinaus beteiligt die Elementis Pharma GmbH die Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens, gewährt eine Treueprämie und honoriert mit einem Bonus gesundheitsbewusstes Verhalten. Weiterhin werden zahlreiche Sozialleistungen (wie vergünstigtes Mittagessen) gewährt. Diese Leistungen und ein gutes Betriebsklima motivieren die Mitarbeiter und spiegeln sich in einer geringen Fluktuation wider.

Forderungsmanagement

Sämtliche Forderungen werden laufend überwacht und bei Nichtzahlung gegebenenfalls zum Inkasso eingereicht. Das Zahlungsverhalten der Kunden aus der Pharmaindustrie ist insgesamt gut; es gibt per Abschlussstichtag 31.12.2023 keine Forderungen, die älter als 90 Tage sind (gemessen am ursprünglichen Zahlungsziel).

Umweltschutz

In 2023 gab es einen Stoffaustritt eines Aluminium-Magnesium-Silikats in ein umgebendes Wohngebiet in Ludwigshafen. Das Produkt ist nicht als Gefahrstoff eingestuft und ist daher weder schädlich für den Menschen noch für die Umwelt. Wie bei jedem chemischen Unternehmen leidet bei einem Stoffaustritt der Ruf des Unternehmens. Durch unser Risk Management, die fortlaufende Unterweisung der Mitarbeiter und die ständige Überwachung des Produktionsprozesses strebt das Unternehmen danach, einen Störfall oder andere Zwischenfälle zu vermeiden.

Dienstleistungs- und Mietverträge

In Zusammenhang mit der Ausgründung des Pharma- und Kosmetikbereiches in 2015 wurden umfangreiche Dienstleistungs- und Mietverträge geschlossen. Diese sahen vor, dass sämtliche Dienstleistungen mindestens zwei Jahre zu fest vereinbarten Preisen exklusiv von der BK Giulini GmbH abzunehmen sind. Die Dienstleistungen werden mittlerweile von der zwischenzeitlich gegründeten ICL Ludwigshafen Service GmbH erbracht und eine Abnahmeverpflichtung besteht nur noch für ausgewählte Dienstleistungen.

Die kündbaren Dienstleistungen betreffen die Logistik mit Lagerwesen, Magazin und Post. Die notwendigen Teile der Qualitätskontrolle und der Instandhaltung wurden einschließlich der zugeordneten Mitarbeiter und technischen Anlagen zum 1.10.2021 übernommen. Der Service für das Magazin wurde zum September 2022 gekündigt. Das Magazin wird seitdem durch Elementis Pharma GmbH selbst organisiert.

Der Mietvertrag für das Labor hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Das Produktionsgebäude kann vor 2045 nur einseitig durch Elementis Pharma GmbH gekündigt werden. Der Mietvertrag für das Verwaltungsgebäude wurde zum 1.6.2020 um drei Jahre verlängert. Nach Ablauf verlängert er sich automatisch um je ein weiteres Jahr und kann bei ausreichend Vorlaufzeit durch externe Lösungen ersetzt werden.

Miet- und Serviceverträge enthalten zum Teil Preisanpassungsklauseln und führen bei Lohnsteigerungen in der chemischen Industrie oder bei Anstieg des Erzeuger- bzw. Verbraucherpreisindizes zu Kostensteigerungen.

2. Chancenbericht

Für die kommenden Geschäftsjahre sieht die Geschäftsleitung weiterhin die Chance, den Marktanteil mit den Wirkstoffen "Sucralfat" und "Magaldrate" weltweit zu steigern. Steigerungen bei den Magaldraten sind nach Abschluss des mehrjährigen Freigabe-Prozesses insbesondere für weitere Kunden in Europa zu erwarten. Durch die stetige Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Sucralfate, Magaldrate, Antacida-Pasten sowie Fertigformulierungen wird eine Optimierung des Produktmixes hin zu höherprofitablen Produkten angestrebt. Enge, langjährige Kundenbeziehungen erlauben effektive und zielgerichtete Freigabeprozesse für Produktvariationen.

Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den vorab dargestellten Einzelrisiken. Zur Beherrschung der Risiken hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem etabliert.

Das monatlich erreichte Ergebnis wird detailliert mit dem Plan und mit dem Vorjahr verglichen, so dass bei größeren Abweichungen ein schneller und gezielter operationaler Eingriff erfolgen kann.

D. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds erwartet in seinem zuletzt im April 2024 veröffentlichten Ausblick ein weiterhin moderates globales Wirtschaftswachstum und prognostiziert für das Jahr 2024 einen Zuwachs auf Vorjahresniveau von 3,2 %. Für 2024 prognostiziert Statista für die Pharmaindustrie, abhängig von der eingesetzten Produktionstechnologie, ein Umsatzwachstum von 5,47 % bis 7,07 %. Es ist somit von einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingung auszugehen.

Die Gesellschaft hat den Vorteil, viele Produkte bzw. Vorprodukte herzustellen, die mittelbar zum täglichen Leben gebraucht werden und deshalb geringen Nachfrageschwankungen ausgesetzt sind. Zu Beginn des zweiten Quartals 2024 wurden erneut Preiserhöhungen insbesondere bei Magaldrat-Suspensionen umgesetzt. Eine sehr gute Auftragslage zu Beginn des Jahres lässt darauf schließen, dass eine signifikante Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden kann. Die positiven Effekte resultieren aus einer erhöhten Bedarfsanmeldung von Großkunden, die Wiederaufnahme von Antacida-Pasten-Produktionen sowie die Einführung neuer Produkte im Kundenauftrag. Der derzeitige Auftragsbestand entspricht der Planung für das Geschäftsjahr 2024. Dies zeigt, dass die Nachfrage in der bedienten Marktnische relativ stabil ist.

Die Entwicklung der Rohstoffkosten bleibt entsprechend den Erwartungen und unter Anbetracht der geopolitischen Situation einiger Lieferanten von Vorprodukten auf einem hohen Niveau stabil. Eine weitere Steigerung der Energiepreise entsprechend den Einkaufspreisen am Terminmarkt mit einem mehrjährigen Vorlauf wird erwartet, wird jedoch durch den flexiblen Zukauf von Energie auf Spotmärkten abgefedert.

Durch die Umsetzung der zweiten Stufe des Tarifabschlusses der chemischen Industrie vom Oktober 2022 zum Januar 2024 ergeben sich Steigerungen bei den Personalaufwendungen. Mietverträge mit Preisanpassungsklauseln, die an die Entwicklung des Verbraucherpreisindex gekoppelt sind, führen zu weiteren Kostensteigerungen während Serviceverträge, die an die Entwicklung der Lohnkosten in der chemischen Industrie bzw. an die Entwicklung des Erzeugerpreisindex gekoppelt sind, zu leichten Kostenrückgängen führen.

Insgesamt wird für das Jahr 2024 ein Anstieg des Umsatzes im unteren zweistelligen und des Ergebnisses nach Steuern und vor Gewinnabführung im mittleren zweistelligen Prozentbereich erwartet.

 

Ludwigshafen, den 13. September 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Silke Dubberke

Jens Müller

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.904,33 39.078,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 483.475,93 516.380,26 521.395,61 560.474,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.425.540,23 2.512.019,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.726,10 77.365,44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 821.611,50 3.373.877,83 316.715,09 2.906.100,14
3.890.258,09 3.466.574,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.754.637,40 1.816.557,37
2. Unfertige Erzeugnisse 690.876,70 553.344,55
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.545.962,18 3.575.431,87
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 5.991.476,28 44.855,12 5.990.188,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.187.078,43 6.106.851,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 231.889,22 615.170,14
3. Sonstige Vermögensgegenstände 776.322,45 6.195.290,10 562.109,28 7.284.130,59
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.485.374,14 3.843.657,44
14.672.140,52 17.117.976,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 97.215,20 13.609,91
97.215,20 13.609,91
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 1.224,00
18.659.613,81 20.599.385,44

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.114.013,02 3.114.013,02
III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 3.286.732,40 3.286.732,40
6.425.745,42 6.425.745,42
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.979.206,00 3.907.734,00
2. Steuerrückstellungen 174.823,87 123.415,16
3. Sonstige Rückstellungen 1.794.850,56 5.948.880,43 2.755.902,67 6.787.051,83
5.948.880,43 6.787.051,83
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 204.152,50 18.490,73
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.950.916,81 2.396.047,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.782.733,23 4.696.945,22
4. Sonstige Verbindlichkeiten 347.185,42 6.284.987,96 275.104,42 7.386.588,19
- davon aus Steuern EUR 58.085,58; Im Vorjahr EUR 62.504,42
6.284.987,96 7.386.588,19
18.659.613,81 20.599.385,44

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01 - 31.12.2023 01.01 - 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 29.258.715,20 28.088.554,06
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 518.697,82 799.039,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 245.093,01 208.306,10
davon aus Währungsumrechnung: EUR 52.083,48; im Vorjahr: EUR 167.951,65
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -14.571.812,85 -13.633.009,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.409,05 -14.579.221,90 -8.312,50 -13.641.321,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.123.689,56 -5.207.583,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.011.962,47 -6.135.652,03 -1.505.806,37 -6.713.389,96
davon für Altersversorgung: EUR 149.698,82; im Vorjahr: EUR 570.672,42
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -360.829,44 -379.816,82
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.519.976,39 -6.564.183,94
davon aus Währungsumrechnung: EUR 173.816,42; im Vorjahr: EUR 97.706,13
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -237.283,45 -209.388,42
davon an verbundene Unternehmen EUR 160.236,14; im Vorjahr: EUR 143.008,42
davon aus Abzinsung: EUR 73.881,00; im Vorjahr: EUR 62.329,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -198.301,06 -114.847,51
10. Ergebnis nach Steuern 1.991.241,76 1.472.950,92
11. Sonstige Steuern 0,00 0,00
12. Ergebnisabführung -1.991.241,76 -1.472.950,92
13. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 entspricht dem Kalenderjahr.

Die Elementis Pharma GmbH hat ihren Sitz in der Giulinistr. 2, 67065 Ludwigshafen, und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ludwigshafen (HRB 64475).

Seit dem 1. Januar 2020 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Elementis Germany GmbH, Köln. Elementis Pharma GmbH verpflichtet sich damit, den gesamten Gewinn an die Organträgerin abzuführen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden in Anlehnung an die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist im Zusammenhang mit der Übernahme der Einheiten "Labor" und "Instandhaltung" entstanden. Er repräsentiert das Wissen und die Erfahrung der übernommenen Mitarbeiter. Der Abschreibungszeitraum beträgt 15 Jahre. Dies entspricht der geschätzten durchschnittlichen Verweildauer der übernommenen Mitarbeiter im Unternehmen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkten und angemessene Teile der indirekten Kosten. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die planmäßigen Abschreibungen werden in Anlehnung an die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt linear vorgenommen:

Anlageposition Nutzungsdauer
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 20 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Liegt der Marktpreis niedriger, so wird dieser angesetzt. Die Anschaffungskosten oder Herstellungskosten werden nach der Fifo-Methode ermittelt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt und, soweit unverzinslich bzw. niedrig verzinslich, bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aus der Verrechnung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen mit den ihnen zugeordneten Vermögenswerten. Die Verrechnung ist zulässig, wenn die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der zugeordneten Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags ausgewiesen. Dieser wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Abzinsung wird gemäß den Regelungen des § 253 Abs. 2 HGB pauschal der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,82 % verwendet. Künftige Rentensteigerungen wurden mit 2,2 % berücksichtigt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 67.166,00 (Vorjahr: Euro 298.688,00). Eine Abführungssperre für diesen Betrag besteht nicht.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist im Einzelnen unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein Aktivüberhang, der insbesondere aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionen resultiert. Die Gesellschaft hat von dem in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch gemacht und auf einen Bilanzansatz verzichtet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum Stichtag zu 100 % von der Elementis Germany GmbH mit Sitz in Köln, als alleinige Gesellschafterin gehalten und ist vollständig eingezahlt.

Die alleinige Gesellschafterin hat ihre Darlehensforderung zuzüglich Zinsen in die Kapitalrücklage mit Gesellschafterbeschluss und Wirkung zum 31. Mai 2021 eingelegt.

Rückstellungen

Den Rückstellungen für Pensionen von TEUR 3.979 (Vorjahr: TEUR 3.908) liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.023 (Vorjahr: TEUR 1.940), Dienstjubiläen in Höhe von TEUR 348 (Vorjahr: TEUR 338) und Bonus in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 182).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Gesellschafterin in Höhen von TEUR 3.638 (Vorjahr: TEUR 4.476) und sonstigen Leistungen in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 221).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Elementis Pharma GmbH, Ludwigshafen, hat sonstige finanzielle Verpflichtungen per 31. Dezember 2023 im geschäftsüblichen Rahmen.

Den größten Teil der finanziellen Verpflichtungen machen dabei die Mietverpflichtungen aus.

Der Vertrag für die Produktionsgebäude wurde mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren abgeschlossen, beginnend am 27. Juni 2015. Nach Ablauf dieser Mindestmietzeit besteht die Möglichkeit, den Vertrag zu verlängern. Der Vertrag für Büro- und Verwaltungsgebäude wurde zum selben Datum mit einer Laufzeit von mindestens 5 Jahren abgeschlossen. Mit Wirkung zum 1. Juni 2020 wurde er um 3 Jahre verlängert. Der Vertrag verlängert sich anschließend um jeweils ein weiteres Jahr, sofern er nicht vorher gekündigt wird.

Für die Laborräume wurde zum 1. Oktober 2021 ein Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von 10 Jahren abgeschlossen, der nach Ablauf dieses Zeitraums um 4 Jahre verlängert werden kann.

Die jährliche Miete liegt in 2023 bei TEUR 298,5. Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Restverpflichtung gemäß der Mietdauer in Höhe von TEUR 756,8.

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen u.a. Leasingverträge für Kopiergeräte und Stapler und betragen per 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 54,2.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Elementis Pharma GmbH, Ludwigshafen, wurden in 2023 wie folgt erzielt:

• Pharmazeutische Industrie 96 % (Vorjahr: 96 %)
• Kosmetische Industrie 4 % (Vorjahr: 4 %)

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 168) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 35).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 98).

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung sind bestellt:

Dr. Silke Dubberke, Geschäftsführerin (ab 01. Mai 2023)
Jens Müller, Geschäftsführer (ab 10. Januar 2023)
Dr. Helmut Mürtz, Geschäftsführer (19. März 2018 - 04. April 2023)

Unter Anwendung der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9a und b HGB unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge und der Bezüge der ehemaligen Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2023.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 beschäftigten Mitarbeiter betrug 70. Davon waren 54 in der Produktion und 16 in der Verwaltung beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Der für das Honorar des Abschlussprüfers erfasste Aufwand beträgt TEUR 79, davon TEUR 14 für Vorjahre. Er betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird das gesamte Ergebnis in Höhe von EUR 1.991.241,76 an die Muttergesellschaft Elementis Germany GmbH abgeführt.

Konzernverhältnisse

An der Gesellschaft hält die Elementis Germany GmbH mit Sitz in Köln 100 % der Anteile. Die Elementis plc., London, Großbritannien, ist die Konzernobergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss für den größten Konzernkreis zum 31. Dezember 2023 steht auf der Homepage der Elementis plc, London, unter www.elementis.com/financial-information/annual-report zur Verfügung.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

 

Ludwigshafen, den 13. September 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Silke Dubberke

Jens Müller

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzposition Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Umbuchungen 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.234.933,13 0,00 9.180,00 0,00 2.244.113,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.109.217,63 0,00 0,00 0,00 2.109.217,63
4.344.150,76 0,00 9.180,00 0,00 4.353.330,76
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.287.749,48 185.475,32 1.580,00 0,00 7.474.804,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 425.845,99 40.175,22 43.205,99 0,00 509.227,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 316.715,09 558.862,40 -53.965,99 0,00 821.611,50
8.030.310,56 784.512,94 -9.180,00 0,00 8.805.643,50
12.374.461,32 784.512,94 0,00 0,00 13.158.974,26
Bilanzposition Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Umbuchungen 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.195.854,29 15.354,51 0,00 0,00 2.211.208,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.587.822,02 37.919,68 0,00 0,00 1.625.741,70
3.783.676,31 53.274,19 0,00 0,00 3.836.950,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.775.729,87 273.534,70 0,00 0,00 5.049.264,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 348.480,55 34.020,55 0,00 0,00 382.501,10
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.124.210,42 307.555,25 0,00 0,00 5.431.765,67
8.907.886,73 360.829,44 0,00 0,00 9.268.716,17
Bilanzposition Nettobuchwerte Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.904,33 39.078,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 483.475,93 521.395,61
516.380,26 560.474,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.425.540,23 2.512.019,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.726,10 77.365,44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 821.611,50 316.715,09
3.373.877,83 2.906.100,14
3.890.258,09 3.466.574,59

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Elementis Pharma GmbH, Ludwigshafen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Elementis Pharma GmbH, Ludwigshafen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebricht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen ihn Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 13. September 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Mißmahl, Wirtschaftsprüfer

Kou Watanabe, Wirtschaftsprüfer

Written Shareholder Resolution

of Elementis Pharma GmbH

The undersigned Elementis Germany GmbH, Germany, having its registered office in Stolberger Straße 370, 50933 Köln, registered under register no. HR B 37071 (Amtsgericht Köln), being the sole shareholder of Die unterzeichnende Elementis Germany GmbH, Deutschland mit Sitz in Stolberger Straße 370, 50933 Köln, eingetragen unter der Registernummer HR B 37071 (Amtsgericht Köln), ist alleiniger Gesellschafter der
Elementis Pharma GmbH Elementis Pharma GmbH
having its registered office in 67065 Ludwigshafen, Giulinistraße 2, Germany, registered under register no. HR B 64475 (Registergericht Ludwigshafen). mit Sitz in 67065 Ludwigshafen, Giulinistraße 2, eingetragen unter der Registernummer HRB 64475 (Registergericht Ludwigshafen).
Waiving the compliance with any formal requirements and the observance of any time limit required either by law or by the memorandum of association concerning the convening of the shareholders' meeting the undersigned hereby declares to have resolved as follows: Unter Verzicht auf alle Fristen und Formen für die Einberufung und die Abhaltung einer Gesellschafterversammlung fasst die Unterzeichnende hiermit folgenden schriftlichen Gesellschafterbeschluss:
1) The annual results for the financial year ended December 31st, 2023, with a balance sheet total of EUR 18.659.613,81 and a profit before profit transfer of EUR 1.991.241,76 were adopted. 1) Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von EUR 18.659.613,81 und einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 1.991.241,76 wurde festgestellt.
2) Pursuant to the profit and loss transfer agreement the net profit for the year before profit and loss transfer in the amount of EUR 1.991.241,76 is transferred to the shareholder Elementis Germany GmbH. 2) Gemäß Ergebnisabführungsvertrag wird der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 1.991.241,76 an die Gesellschafterin Elementis Germany GmbH abgeführt.
3) It was resolved to grant discharge to the company's management for the financial year ended December 31st, 2023. 3) Es wurde beschlossen, die Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 zu entlasten.
4) We agree to the commissioning of Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft being the auditor for Elementis Pharma GmbH for the financial year 2024. 4) Wir stimmen der Bestellung der Firma Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Wirtschaftsprüfer für die Elementis Pharma GmbH für das Geschäftsjahr 2024 zu.
Further resolutions are not made. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

29 October 2024, London, UK

Elementis Germany GmbH

Aaron Dine, Managing Director

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