op-tec gmbH
Selbe AdresseReparatur und Instandhaltung von elektronischen und optischen Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roland Runge seit 9.5.2005 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBHKasselKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RUNGE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Kassel PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH, Kassel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die weiteren sonstigen Informationen haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Konzernlagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsachen zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, 5. September 2024 BDO
AG
gez. Tewes, Wirtschaftsprüfer gez. Müller, Wirtschaftsprüfer KonzernanhangA. ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS (1) ALLGEMEINE ANGABEN Gegenstand der RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH, 34123 Kassel, Otto-Hahn-Straße 5, eingetragen beim Amtsgericht Kassel unter HRB 5993, ist die Beteiligung an Finanz- und Industrieanlagen sowie die Unternehmensberatung in diesem Bereich. Gegenstand der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ist die industrielle Fertigung elektronischer Baugruppen, Module und Systeme sowie der Handel mit diesen Produkten. Der Konzernabschluss der RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. (2) KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss der RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH, Kassel, (RBG) sind neben der Muttergesellschaft eine inländische sowie sechs ausländische Gesellschaften einbezogen, an denen die RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH die Mehrheit der Stimmrechte hat bzw. das Recht zusteht, die Mehrheit der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane zu bestellen oder abzuberufen. 2023 wurde die pcbwhiz limited mit Sitz in Hong Kong gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt HKD 10.000,00. An dieser ist das Mutterunternehmen mittelbar mit 100% beteiligt. Die Gesellschaft wird nach den Vorschriften zur Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht wesentlich beeinträchtigt. In den Konzernabschluss der RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH wurden folgende Gesellschaften einbezogen:
Währungsumrechnung anhand Euro-Referenzkursen der Europäischen Zentralbank (3) KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Da das Mutterunternehmen im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 erstmalig zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet war, wurden die Wertansätze zum 1. Januar 2013 - also dem Zeitpunkt der Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss - zugrunde gelegt. Sich bei der Aufrechnung ergebende aktive Unterschiedsbeträge wurden entsprechend § 301 Abs. 3 HGB unter Beachtung stiller Reserven als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Aus der Einbeziehung der cms electronics hungary kft resultierte ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung von EUR 113.407,83. Die cms electronics china Ltd. wurde zum 1. Januar 2014 nach der Neubewertungsmethode erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen, hieraus resultierte ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von EUR 628,08. Diese passiven Unterschiedsbeträge wurden zum 31. Dezember 2018 entsprechend § 309 Abs. 2 HGB i. V. m. §§ 297 und 298 HGB aufgelöst und in die Gewinnrücklagen eingestellt. Innenumsätze, Zwischengewinne, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. (4) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Abschluss der RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH sowie die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen beibehalten worden. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der cms electronics germany gmbh ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, und wird grundsätzlich planmäßig innerhalb von 15 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauereinschätzung basiert auf der ausschließlichen Verfügbarkeit der erworbenen Patente durch die cms electronics germany gmbh. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs-/Anschaffungsnebenkosten im Zeitpunkt des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden und beim beweglichen Anlagevermögen linear pro rata temporis vorgenommen. Gebäude werden über 40 bzw. 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über drei bis 15 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren stehen zu Anschaffungskosten, vermindert um gewährte Skonti, oder zu einem niedrigeren beizulegenden Wert, sofern dieser geboten oder zulässig ist, zu Buche. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten auf Basis einer normalen Kapazitätsauslastung bewertet. Die Herstellungskosten berücksichtigen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten, anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Allen erkennbaren Risiken aus Lagerdauer und geringerer Verwertbarkeit wurde durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit sie Anzahlungen auf Vorräte betreffen, offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt und sind unter Beachtung der erkennbaren Risiken bewertet. Sonstige Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Kurswerten unter Berücksichtigung von Veräußerungskosten am Bilanzstichtag bilanziert. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen eine österreichische Tochtergesellschaft und werden auf versicherungsmathematischer Basis nach dem Teilwertverfahren gem. AFRAC-Stellungnahme 27 vom Januar 2021 in der letztgültigen Fassung gebildet. Aufgrund der geringen Auswirkungen wurde auf eine Neuberechnung der Pensionsverpflichtungen für Konzernrechnungslegungszwecke verzichtet. Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewandt. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert in der Konzernbilanz ausgewiesen und sind mit den jeweiligen einzeln ermittelten Steuersätzen der zugrundeliegenden Sachverhalte bewertet. Entsprechend des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf die Aktivierung latenter Steuern aus sich ergebenden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und den steuerlichen Wertansätzen verzichtet. Steuerabgrenzungen aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB gebildet. Bei der Ermittlung der latenten Steuern werden landesspezifische Steuersätze (Deutschland 31,2 %, Österreich 23,6 %, Ungarn 19,0 %) zugrunde gelegt. (5) WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen wurde unter Beachtung der Vorschriften des § 308a HGB und des DRS 25 vorgenommen. Danach ergeben sich für die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse in fremder Währung die folgenden Grundsätze: Konzernbilanz Die Aktiv- und Passivposten wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Für die Umrechnung werden, die von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Jahresdurchschnitte der Euro-Referenzkurse zugrunde gelegt. Umrechnungsdifferenz Sich ergebende Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Für ein Tochterunternehmen bestehende Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung werden bei Ausscheiden dieses Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis grundsätzlich erfolgswirksam behandelt. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ (6) ANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten im Jahr 2023 ist im Konzernanlagengitter dargestellt. Unter dem Posten immaterielle Vermögensgegenstände werden im Konzernabschluss überwiegend EDV-Programme, Patente sowie der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert einer Enkelgesellschaft ausgewiesen. (7) VORRÄTE Von den Konzernvorräten entfallen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe TEUR 20.199, auf unfertige Erzeugnisse TEUR 3.163, auf fertige Erzeugnisse und Waren TEUR 2.088 und auf geleistete Anzahlungen TEUR 81. Erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 376 werden offen von den Vorräten abgesetzt. (8) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf TEUR 743 (Vj: TEUR 687) innerhalb eines Jahres fällig. Bei den nicht innerhalb eines Jahres fälligen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Deckungskapital zur Pensionsvorsorge. (9) FLÜSSIGE MITTEL Die flüssigen Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. (10) EIGENKAPITAL Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft ist vollständig eingezahlt. Die nicht beherrschenden Anteile setzen sich wie folgt zusammen:
Eine systematische Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel. (11) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für eine österreichische Tochtergesellschaft wurden auf versicherungsmathematischer Basis nach dem Teilwertverfahren gem. AFRAC-Stellungnahme 27 vom Januar 2021 in der letztgültigen Fassung mit einem Zinssatz von 1,73 % (Vj.: 1,37 %) p. a. gebildet. Aufgrund der geringen Auswirkungen wurde auf eine Neuberechnung der Pensionsverpflichtungen für Konzernrechnungslegungszwecke verzichtet. (12) RÜCKSTELLUNGEN Die Steuerrückstellungen weisen im Wesentlichen die für das abgeschlossene Geschäftsjahr noch zu zahlenden Ertragsteuern aus. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die Kosten zur Aufstellung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, Kosten zur Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten, Gewährleistungsverpflichtungen sowie Personalrückstellungen. (13) VERBINDLICHKEITEN
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 2.778 durch Grundpfandrechte besichert. Die besicherte Schuld valutierte zum 31. Dezember 2023 mit EUR 700.000,00. Daneben sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die cms electronics gmbh betreffend, durch Bürgschaften aus dem Geschäftsführer-/Gesellschafterkreis und seitens der Republik Österreich sowie durch eine Globalzession besichert. Darüber hinaus hat ein Gesellschafter der RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH eine unbefristete selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von EUR 750.000,00 gegenüber der Commerzbank AG, Frankfurt/Main, abgegeben. In den sonstigen Verbindlichkeiten des Konzerns sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 764 (Vj.: TEUR 1.108) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit mit TEUR 261 (Vj.: TEUR 218) enthalten. (14) LATENTE STEUERN Zum 31. Dezember 2023 ergab sich in den Einzelabschlüssen jeweils ein Überhang zukünftiger Steuerentlastungen aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Entsprechend des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überhang nicht angesetzt. Steuerabgrenzungen auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden gemäß § 306 HGB in Höhe von TEUR 35, Vj.: TEUR 79 (aktiv) bzw. TEUR 2; Vj.: TEUR 0 (passiv) gebildet. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden landesspezifische Steuersätze (Deutschland 31,2 %, Österreich 23,6 %, Ungarn 19,0 %) herangezogen. Die latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus der Zwischenerfolgseliminierung des Vorratsvermögens. (15) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (16) AUSSERGEWÖHNLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 97 (Vj.: TEUR 2) angefallen. Die Erträge betreffen Zuschreibungen zum Wertpapieransatz in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 79 (Vj. TEUR 551) angefallen. Die Aufwendungen betreffen die Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (TEUR 79; Vj.: TEUR 551). (17) UMSATZERLÖSE
Die Umsätze werden wie im Vorjahr zu 99,2 % innerhalb der Europäischen Union und zu 0,8 % in Drittstaaten getätigt. (18) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 572 (Vj.: TEUR 708) und Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 129 (Vj.: TEUR 32) enthalten. (19) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten vor allem Rückstellungszuführungen, Instandhaltungsaufwendungen, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Miet- und Pachtaufwendungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 356 (Vj.: TEUR 806), die Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung betragen TEUR 50 (Vj.: TEUR 406). (20) ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN In den Zinsaufwendungen sind TEUR 0 (Vj.: TEUR 0) für die Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. D. SONSTIGE ANGABEN (21) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Pacht-, Miet- und Leasingverträgen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.892, davon weisen TEUR 859 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. (22) NACHTRAGSBERICHT Ereignisse nach dem Bilanzstichtag über die zu berichten wäre haben sich nicht ereignet. (23) BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden von unserem gesetzlichen Abschlussprüfer folgende Honorare berechnet:
Unter den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen wurden Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft ausgewiesen. Unter den Steuerberatungsleistungen werden angefallene Honorare für Leistungen nach § 1 StBerG ausgewiesen. (24) BESCHÄFTIGTENZAHL Die Zahl der Beschäftigten betrug im Quartalsdurchschnitt:
(25) ORGANE DES MUTTERUNTERNEHMENS Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Roland Runge, Hamburg. Der ausgeübte Beruf des Geschäftsführers entspricht seiner Organstellung. Die Angaben zu den Bezügen des Geschäftsführers unterbleiben gemäß § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB. (26) ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES MUTTERUNTERNEHMENS Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss (EUR 590.494,34) des Mutterunternehmens mit dem Gewinnvortrag (EUR 7.611.043,89) und der bereits erfolgten vorab Ausschüttung in Höhe von EUR 300.000,00 zu verrechnen und den verbleibenden Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 7.901.538,23 auf neue Rechnung vorzutragen.
Kassel, 30. August 2024 Roland Runge, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens
KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Die Konzernkapitalflussrechnung geht von Finanzmittelbeständen (Finanzmittelfonds) aus und deren Veränderungen. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.821 und jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderen kurzfristigen Kreditaufnahmen in Höhe von TEUR 0 zusammen. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Konzerns Die RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH (im Folgenden: RBG) fungiert als Management- und Finanzholdinggesellschaft für mittelständische Unternehmen. Zum RBG-Konzern gehören derzeit neben der Muttergesellschaft eine direkte 51%ige Beteiligung an der cms electronics gmbh mit Stammsitz in Klagenfurt/Österreich. Die cms electronics gmbh zählt zu den führenden Produzenten im Bereich der Electronic-Manufacturing-Service-Industrie (EMS) im deutschsprachigen Raum 1. Sie unterhält drei Produktionsstandorte in Klagenfurt/Österreich, und über die Tochtergesellschaften cms electronics germany gmbh (Beteiligungsquote 100 %) in March-Neuershausen/Deutschland und cms electronics hungary kft in Fonyód/Ungarn (Beteiligungsquote 87 %). Darüber hinaus unterhält die cms electronics gmbh eine 100 % Tochtergesellschaft, die cms electronics asia pacific Limited in Hong Kong/China, die als Einkaufsgesellschaft für die cms electronics-Gruppe tätig ist. Die cms electronics asia pacific Limited hält 100 % der Anteile an der 2013 gegründeten cms electronics china Ltd., Shenzhen/China. Die Gesellschaft fungiert als Einkaufs- und Vertriebsbüro. Zudem ist die cms electronics mit 74,9 % an der Ende 2022 gegründeten cms innovates electronics gmbh, Wien/Österreich beteiligt. cms innovates gmbh wurde mit der Zielsetzung gegründet, in noch stärkerem Maße den Kunden Entwicklungsdienstleistungen anbieten zu können und damit die Geschäftsbasis des Konzerns im Kerngebiet Electronics Manufacturing and Services weiter auszubauen. Wien wurde als Standort gewählt, weil der Konzern sich dort einen besseren Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern für die Entwicklung erhofft. Weiterhin ist die cms electronics mittelbar über die cms electronics asis pacific Limited mit 100,0 % an der 2023 gegründeten pcbwhiz limited mit Sitz in Hong Kong beteiligt. Mit der Gesellschaft bietet der RBG-Konzern eine Online-Plattform zur Herstellung und Verkauf von Prototypen für die Elektronik-Entwicklung. Die RBG betätigt sich neben der Management- und Finanzholdingfunktionen als Vermieterin ihres in Kassel stehenden Bürokomplexes und einer weiteren Liegenschaft in Hamburg. Steuerungssystem Die Verantwortung für die strategische Entwicklung und Gesamtsteuerung obliegt den Gesellschaftern der Muttergesellschaft. Die operative Steuerung erfolgt durch die Geschäftsführung der Konzerngesellschaften. Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Konzerngesellschaften erfolgt über Rahmenvorgaben, die im Budgetprozess in konkrete messbare Ziele umgesetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch die permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung sowie der Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei negativen Entwicklungen. Umsatz- und Ergebnisgrößen bilden die maßgeblichen wirtschaftlichen Leistungsindikatoren in den Konzerngesellschaften. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf den Umsatzerlösen respektive der Gesamtleistung, dem EBIT und EBITDA sowie dem Cashflow (Konzernjahresüberschuss + Abschreibungen auf Anlagevermögen). Die Leistungsindikatoren werden sowohl für jedes Konzernunternehmen als auch den Gesamtkonzern einheitlich ermittelt. Forschung und Entwicklung Die cms electronics gmbh führt Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Zusammenarbeit mit Partnern im Rahmen von Produkt(neu)entwicklungen, im Bereich der Produktionsprozesse und -verfahren, sowie kundenauftragsbezogene Entwicklungen durch. Für die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und -verfahren sowie der Testumgebungen und Testsysteme werden eigene Ressourcen und eigene Entwicklungskompetenz im Process-, Electrical-Engineering und NPI (New Product Introduction) genutzt. Daneben findet eine aktive Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und bzgl. des Einsatzes neuester Technologie statt. Schwerpunkt neben den marktzugänglichen Technologien und Prozessen ist die eigene Entwicklung von flexiblen, modularen roboterbasierten Fertigungsanlagen. Mit der cms innovates electronics gmbh konnten erste Entwicklungsprojekte gestartet werden und es besteht nun die Möglichkeit schon in der Phase der Produktidee und -weiterentwicklung erste Kontakte mit Kunden zu knüpfen. Die Entwicklungsaktivitäten dienen der Verbesserung unseres Leistungsangebotes, auch unter den Gesichtspunkten der Reduzierung von Umweltbelastungen im Produktionsprozess sowie Erhöhung der Arbeitssicherheit und somit dem Erhalt der Konkurrenzfähigkeit des Konzerns. Eine Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt nicht. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft ist nach Berechnungen des Kieler Instituts der Weltwirtschaft in 2023 trotz der weltweiten Turbulenzen moderat, um ca. 3,1 % gewachsen. Hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und fehlende finanzpolitische Impulse in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften haben Welthandel und Industrieproduktion gebremst. Im Jahr 2023 blieben die Risiken für die globale Wirtschaft lt. Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung insgesamt weiterhin beachtlich. Die Erholung der Weltwirtschaft wurde durch die anhaltenden internationalen Krisen und deren wirtschaftliche Folgen belastet. Dennoch wuchs die Weltwirtschaft 2023 lt. Jahreswirtschaftsbericht um ca. 3,0 %. Für 2024 sieht die Bundesregierung weiter erhebliche Risken für die Weltwirtschaft, als Folge der anhaltenden geopolitischen Krisenherde, wie dem Krieg in der Ukraine, den Auseinandersetzungen im Nahen Osten und zuletzt den Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer, sowie damit möglicherweise einhergehenden erneuten Lieferengpässen und Rohstoffpreisausschlägen. Dennoch erwartet die Bundesregierung nach einer Expansion der Weltwirtschaft von gut 3 % im Jahr 2023 ein Wachstum von 3,3 % im Jahr 2024. Lt. "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik September 2024" vom 22. August 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) trotzt die Weltwirtschaft aktuell den internationalen Krisen. In der Gesamtschau gehen BMWK und IWF für 2024 weiterhin von einem globalen Wachstum von 3,2 % aus, für 2025 hebt der IWF die Prognose marginal auf 3,3 % an. Der weltweite Markt für Güter der Elektro- und Digitalindustrie ist nach Berechnungen des ZVEI im Jahr 2022 auf EUR 5.706 Mrd. gestiegen. Auch für 2023 hat der ZVEI ein weiteres, signifikantes Wachstum prognostiziert, finale Zahlen zum globalen Marktvolumen 2023 liegen allerdings noch nicht vor. Asien blieb auch 2023 - mit China als größtem und bestimmenden Einzelmarkt - weiterhin der bestimmende Faktor mit einen Marktanteil von stabil >60 %. Der europäische Anteil am Weltmarkt hat sich bei 15 -20 % eingependelt, der amerikanische Marktanteil, mit dem Schwerpunkt USA, liegt bei ca.20 %. Deutschland, mit einem Anteil von ca. 3 %, hat sich als fünftgrößter Markt der Welt etabliert. Im Marktsegment des RBG-Konzerns, der Electronic Manufacturing Services (EMS), sind Marktzahlen nur bedingt verfügbar. In Europa bietet in4ma (Weiss Engineering, Königswinter), die seit 2015 umfassende Markterhebungen und -analysen durchführen, die detailliertesten Zahlen zur Einschätzung und Beurteilung der Marktentwicklung der EMS-Industrie in Europa, welche einen guten Überblick über den europäischen EMS-Markt geben. Für 2023 berichtet in4ma von einem weiterhin starken Wachstum im EMS-Marksegment von knapp 11 %. Runtergebrochen auf die D-A-CH Region (Deutschland - Österreich - Schweiz) - die Hauptmärkte des RBG-Konzerns- zeigt der Bericht von in4ma mit 13,4 % ebenfalls gute Wachstumsraten. Österreich lag mit 10,7 % im Trend. Kritisch sieht in4ma die aufgeblähte Nachfrage der Jahre 2022 und 2023 aufgrund der Materialverknappung und erwartet 2024 in Europa einen leichten Rückgang (ca. 1%) und für die D-A-CH Region einen deutlichen Rückgang von ca. 6%. Der RBG-Konzern kann sich der Entwicklung der inhaltlich besetzten Branchen in Deutschland, Europa und dem Weltmarkt nicht entziehen. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Der RBG-Konzern konzentriert sich seit 2016 auf den Geschäftsbereich EMS. Der Geschäftsbereich EMS hat die Vorjahresprognose für 2023 (Umsatzsteigerung >10 %, Stabilisierung bzw. leichte Verbesserung von EBIT, EBITDA sowie Jahresergebnis) auf der Ergebnisseite nicht bestätigen können. Ursächlich hierfür waren die - bereits in der Budgetphase bestehenden- großen Herausforderungen. Hohe Auftragsbestände, eine weiterhin hohe überdurchschnittliche Nachfrage bei den Bestandskunden auf der einen Seite führten zur Notwendigkeit des Kapazitätsaufbaus, dessen Umfang aufgrund der vermuteten, kundenseitigen Überplanung nur schwer abschätzbar war. Auf der anderen Seite war zwar eine deutliche Entspannung auf den Beschaffungsmärkten für die Mehrzahl der Komponenten, aber weiterhin noch Versorgungsprobleme bei Mikroprozessoren zu verzeichnen. Auf Basis dieser Eckdaten hatte der Konzern für 2023 mit einer deutlichen Umsatzsteigerung und Aufbau der Kapazitäten geplant. In der zweiten Jahreshälfte realisierten die Märkte und Kunden die überfüllten Lagerbestände in der Lieferkette und reduzierten die Bestellungen, versuchten die bestehenden Aufträge zu stornieren oder über einen längeren Zeitraum zu strecken. Notwendige Kapazitätsanpassungen an den Produktionsstandorten des RBG-Konzerns konnten nur zeitverzögert durchgeführt werden, mit den entsprechenden Auswirkungen auf der Ergebnisseite. Der Geschäftsbereich profitierte insgesamt trotzdem von seiner Flexibilität auf Kundenanforderungen einzugehen und konnte - trotz der schwierigen Marktsituation und der zurückgehenden Nachfrage im 2. Halbjahr 2023 - die Umsätze deutlich steigern. Ein Teil des Umsatzplus resultierte dabei aus an die Kunden weiterberechneten Material- und Sonderbeschaffungskosten. Die gesetzten Ergebnisziele konnten im Zuge der zuvor geschilderten Entwicklung nicht erreicht werden. Im Jahr 2023 wurden Konzernumsatzerlöse von EUR 127,5 Mio. (Vj.: EUR 111,7 Mio.), ein EBITDA von EUR 5,0 Mio. (Vj.: EUR 5,5 Mio.), ein EBIT von EUR 2,7 Mio. (Vj.: EUR 3,3 Mio.) und ein Konzernergebnis vor Ergebnisanteilen für nicht beherrschende Anteile von EUR 1,5 Mio. (Vj.: EUR 2,3 Mio.) erwirtschaftet. Aus den Konzerngesellschaften cms electronics gmbh hat sich als ein zuverlässiger Partner der Industrie etabliert 1. Die cms electronics gmbh konnte die Umsätze trotz des schwierigen Marktumfelds weiter deutlich steigern. Hier sind allerdings auch weiterverrechnete Material- und Sonderbeschaffungskosten enthalten. Der Geschäftsverlauf war nicht zufriedenstellend und die gesetzten Budgetziele, die in der Umsatz- und Kapazitätsplanung weit unter den Kundeneinplanungen lagen, konnten insbesondere auf der Ergebnisseite nicht erreicht werden. In der ersten Jahreshälfte konnten die aufgebauten Kapazitäten wegen einzelner fehlender Komponenten nicht genutzt werden. In der zweiten Jahreshälfte realisierten die Märkte und Kunden die überfüllten Lagerbestände in der Lieferkette und reduzierten die Bestellungen, versuchten die bestehenden Aufträge zu stornieren oder über einen längeren Zeitraum zu strecken. Notwendige Kapazitätsanpassungen konnten in der Geschwindigkeit nicht umgesetzt werden und auch der Abbau der überhöhten Lagenstände war unter den Bedingungen nur bedingt möglich. Trotz der zuvor genannten widrigen Umstände wurde das Umsatzziel 2023 lt. Vorjahresprognose (Umsatzsteigerung > 10 %) mit einem Umsatzanstieg von 12,3 % auf EUR 117,8 Mio. (Vorjahr: EUR 104,5 Mio.) signifikant übertroffen. Auf Ergebnisseite konnten die Ziele aufgrund der zuvor genannten Umstände nicht erreicht werden. Das Jahresergebnis lag mit EUR 1,5 Mio. um EUR 1,0 Mio. unterhalb des Vorjahresergebnisses (EUR 2,5 Mio.) und unterhalb der Prognose (Stabilisierung/leichte Verbesserung). Die cms electronics hungary kft., als weiterer Produktionsstandort mit Schwerpunkt auf die manuellen und nachgelagerten Produktionsprozesse war von den reduzierten Bestellungen im zweiten Halbjahr 2023 unmittelbar betroffen. Zum einen, weil ein wesentlicher Teil des Kapazitätsausbaus sowohl in Anlagen, Gebäudeerweiterung und im Personalausbau in Ungarn getätigt wurde und dadurch die Fixkosten deutlich gestiegen sind, zum anderen, weil die personellen Überkapazitäten nicht in dem notwendigen Umfang kurzfristig anpassbar waren. Trotz der gesetzten Maßnahmen konnten die geplanten Ergebnisziele nicht erreicht werden und es wurde erstmals mit einem negativen Jahresergebnis abgeschlossen. Die cms electronics germany gmbh, mit Konzentration auf Kleinserien für die Industriesegmente, war insbesondere im ersten Halbjahr noch von der Materialverfügbarkeit belastet, konnte aber anders als die cms electronics stärker von einer weiterhin stabilen Marktnachfrage im zweiten Halbjahr profitieren. Die Umsätze konnten nochmals um 20% gesteigert werden. Das Jahresergebnis wurde gegenüber dem Vorjahr gesteigert, die gesetzten Ziele nicht ganz erreicht. Die strategische Ausrichtung als Produktions- und Engineering-Partner für den Einstieg in den deutschen Markt, insbesondere für Industriekunden und Kunden aus der Medizintechnik, um die Stärkung des Industriesektors der cms electronics Gruppe weiterauszubauen, zeigt eine positive Entwicklung. Die cms electronics asia pacific Ltd. in Hongkong und ihre Tochter die cms electronics china Ltd. in Shenzhen haben ihre Aktivitäten für den asiatischen Raum und China mit den Schwerpunkten Trading und Einkauf erfolgreich abgeschlossen und die gesetzten Ziele erreicht. Die cms innovates electronics gmbh wurde Ende 2022 gegründet und hatt 2023 den aktiven Geschäftsbetrieb aufgenommen. Im ersten Jahr konnten die gesetzten Ziele deutlich übertroffen und erste Entwicklungsaufträge gewonnen werden. Zielsetzung ist, im noch stärkeren Maße Entwicklungsdienstleistungen anbieten zu können und damit die Geschäftsbasis der RBG-Konzerns im Kerngebiet Electronics Manufacturing and Services weiter auszubauen. Die cms electronics pcbwhiz limited wurde Anfang 2023 gegründet. pcbwhiz limited bietet eine Online-Plattform zur Herstellung und Verkauf von Prototypen für die Elektronik-Entwicklung. Mit den ersten Kunden im Probebetrieb wurde in der zweiten Jahreshälfte 2023 gestartet und der RBG-Konzern nutzt die Erkenntnisse für die Komplettierung und Weiterentwicklung der Plattform. Bis Mitte 2024 ist geplant, mit dem Online-Vertrieb voll operativ zu sein und damit einen weiteren Schritt in Richtung eines umfassenden Serviceangebotes für die Kunden des RBG-Konzerns zu machen: von der Entwicklung über das Produktportfolio Electronic Manufacturing Services (EMS), Prototypen, Klein- und Mittelserien bis zu automatisierten Großserien inklusive der Beschaffung und der Logistikkonzepte aus einer Hand. Ertragslage Die Aufteilung der Umsatzerlöse in die Geschäftsfelder des Konzerns war wie folgt:
Die Materialaufwandsquote liegt mit 75,9 % nahezu auf Vorjahresniveau (75,5 %). Die Personalaufwandsquote hat sich - aufgrund gestiegener Personalkapazitäten sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen - trotz des Umsatzwachstums mit 15,3 % gegenüber dem Vorjahr (14,5 %) verschlechtert. Die Abschreibungen beinhalten mit TEUR 10 Abschreibungen für Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Einzelabschluss einer Enkelgesellschaft. Das Finanzergebnis berücksichtigt im Wesentlichen Zinserträge aus Geldanlagen, Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie die Zinsen für die langfristigen Investitionskredite. Das EBIT weist einen Betrag in Höhe von TEUR 2.715 (Vj.: TEUR 3.297) und das EBITDA einen Betrag von TEUR 4.988 (Vj.: TEUR 5.467) aus. Insgesamt konnte der Konzern einen Cashflow von TEUR 3.738 (Vj.: TEUR 4.477) und ein Jahresergebnis von TEUR 1.465 (Vj.: TEUR 2.307) erwirtschaften, davon entfallen auf die nicht beherrschenden Anteile TEUR 667 (Vj.: TEUR 1.335). Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns ist gut. Die Bilanzsumme weist einen Betrag von EUR 59,4 Mio. (Vj.: EUR 65,4 Mio.) aus. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau der Vorratsbestände und der Lieferforderungen, dem Bestandsabbau bei den Vorräten sowie den korrespondierenden Verbindlichkeiten. Die Investitionen überschritten wegen des von den Kunden getriebenen Kapazitätsaufbaus mit TEUR 2.920 die Abschreibungen von TEUR 2.273 im Konzern. Unter Berücksichtigung der Abgänge (TEUR 25) und Wechselkursdifferenzen (TEUR +80) hat sich das Anlagevermögen von TEUR 11.521 auf TEUR 12.223 erhöht. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 2023 beträgt aufgrund des positiven Konzernergebnisses und des Rückgangs der Bilanzsumme 45,9 % (Vj.: 40,5 %). Mittel- und langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten betragen 21,7 % (Vj.: 22,7 %) und kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 32,4 % (Vj.: 36,8 %) der Bilanzsumme. Das Working Capital, der Saldo aus kurzfristigen Vermögensgegenständen und kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist mit EUR 27,2 Mio. (Vj.: EUR 29,2 Mio.) positiv. Finanzlage Die finanzielle Steuerung des Konzerns erfolgt durch die RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH als strategische Finanz- und Management-Holding in Abstimmung mit den Geschäftsleitungen der Tochtergesellschaften. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes sowie die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns sind wichtige Ziele des Finanzmanagements. Hierzu tragen die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement bei. Die Bestände an flüssigen Mitteln betrugen zum Jahresende 2023 TEUR 4.821 (Vj.: TEUR 3.676). Gewährte Bankdarlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 15.539 (Vj.: TEUR 17.211), sie sind durch Grundschuldbestellungen, Globalzessionen und Bürgschaften besichert. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen sowie Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Zahlungsfähigkeit war in den Konzernunternehmen 2023 und ist auch derzeit gegeben. Chancen- und Risikobericht Nachfolgend werden Chancen und Risiken dargestellt, die für den RBG-Konzern im Geschäftsjahr 2023 sowie im Prognosezeitraum von wesentlicher Bedeutung sind, und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse im Konzern. In regelmäßigen Managementsitzungen werden bestehende und potenzielle Risiken analysiert. Chancen und Risiken werden gleichermaßen erfasst, systematisch bewertet und nachgehalten. Ein monatliches Reporting wesentlicher Kennzahlen zur Steuerung der Gesellschaften im Konzern dient zur Früherkennung von Veränderungen und Abweichungen. Der Markt für Electronic Manufacturing Dienstleistungen hat sich, wie im Wirtschaftsbericht dargestellt, in 2023 mit einem Plus von knapp 11 % positiv für Europa entwickelt. Für 2024 sieht in4ma die Lage allerdings deutlich kritischer und prognostiziert in Europa einen leichten Rückgang (ca. 1%) und für die D-A-CH Region einen deutlichen Rückgang von ca. 6%. Weiterhin kritisch bleibt die geopolitische und weltwirtschaftliche Lage. Geopolitisch sind hier insbesondere der Krieg in der Ukraine, der Konflikt zwischen Israel und der Hamas, die Blockade der Seewege durch die Huthi Miliz, der schwelende Konflikt zwischen den USA und China und China und Taiwan als negative Einflüsse zu nennen. Die wirtschaftlichen Risiken sind stark geprägt durch die Folgen der starken Preisanstiege der letzten Jahre für Materialen, Energie und andere Produkte, die zu einer starken Inflationsentwicklung geführt haben, insbesondere in Österreich, wo sich dies zu einer Lohn- und Preisspirale entwickelt hat. Die Lohnstückkosten sind in den letzten Jahren in Österreich überdurchschnittlich gestiegen und führen mittelfristig zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen. All diese Punkte veranlassen den RBG-Konzern vorsichtig zu agieren, die Planung regelmäßig zu überprüfen und kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren. Die Erfolge der vergangenen Geschäftsjahre im Industriesegment mit dem damit einhergehenden Kapazitätsaufbau sind aktuell zu einer Belastung geworden, da gerade die Industriekunden mit den Überbeständen zu kämpfen haben und deren Aufträge stark rückläufig sind. Eine Erholung ist aktuell nicht sichtbar und wesentliche Kunden sehen erst für 2025 eine Normalisierung der Nachfrage in den Märkten. Demgegenüber ist die Nachfrage in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie auf einem niedrigen aber stabilen Niveau, die Herausforderung für die cms electronics ist hier der hohe Preisdruck in dem global geprägten Markt. Zur Stabilisierung der Marktposition und der weiteren Marktentwicklung setzt der RBG-Konzern weiterhin auf die Diversifikation in den Marktsegmenten Automotive, Industrie, erneuerbare Energien/Energieeffizienz und Medizintechnik mit Schwerpunkt auf die zukunftsorientierten Entwicklungen im Umfeld der Elektromobilität und Klimaeffizienz, Medizintechnik und Sicherheitstechnik. Die Umfeldfaktoren, kurzfristige Reaktionen und Marktentwicklungen und die hohe Wettbewerbsintensität der Märkte sind geblieben. Absatzrisiken sind für die Unternehmen des RBG-Konzerns von zentraler Bedeutung. Konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz der Produkte beim Kunden und angemessene Verkaufspreise haben einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg, dem durch eine permanente Anpassung des Produktportfolios Rechnung getragen wird. Die kritische Situation an den Beschaffungsmärkten für elektronische Bauelemente hat sich deutlich entspannt, allerdings sind die Preise nicht im erwarteten Umfang zurückgegangen, weil immer noch die hohen Lagerstände und die langen Bestellhorizonte nachwirken. Damit sind die Margen trotz Preisweitergaben weiterhin unter Druck oder es fehlen die Potentiale für wettbewerbsfähige Angebote. Die abgeschwächte Nachfrage hat einen deutlich verlangsamten Lagerabbau zur Folge und damit eine noch immer überdurchschnittliche Kapitalbindung. Der RBG-Konzern begegnet dem durch angepasste Strategien (Anzahlungen, Konsignationslager etc.) und mittelfristigen Maßnahmen zum Lagerabbau durch angepasste Bestellstrategien mit den Kunden und den Lieferanten. Neben der Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit geht es darum, Margenverluste, insbesondere aufgrund längerfristiger Lieferverträge, einzugrenzen. Dazu verfolgen wir eine fokussierte Einkaufsstrategie, indem wir unsere Lieferantenbasis konzentrieren und versuchen den direkten Kontakt zu wichtigen Herstellern auszubauen, um die Preisgestaltung und Lieferfähigkeit zu verbessern. Diesen Herausforderungen begegnen wir, als Anbieter von hochqualifizierten Elektronikfertigungsdienstleistungen, mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot, indem wir sowohl auf der Kunden- als auch auf der Lieferantenseite die Marktveränderungen frühzeitig kommunizieren, Risiken berücksichtigen und über die Supply Chain versuchen, diese zu synchronisieren. Den stetig steigenden Anforderungen zur Finanzierung der Supply Chain und des schnellen technologischen Wandels und die geforderte Flexibilität des Personals sowohl in der Kompetenz als in der Verfügbarkeit versuchen wir durch eine bedarfsorientierte Personal- und Investitionspolitik und einer soliden Finanzplanung gerecht zu werden. Insgesamt sehen wir aufgrund der guten finanziellen Lage und der Kapitalausstattung des RBG-Konzerns derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für den RBG-Konzern. Aufgrund der guten finanziellen Lage des Konzerns, unserem umfassenden Dienstleistungsangebot und der hohen Innovationskraft sehen wir auch Chancen bei einer Erholung der Weltwirtschaft und des EMS-Marktes weiteres Wachstum zu generieren und bei einer evtl. Marktbereinigung auf Konkurrentenseite unsere Kundenbasis zu vergrößern. Zahlungsausfälle konnten in der Vergangenheit durch eine konsequente Beachtung der Kundenbonität sowie ein stringentes Debitorenmanagement auf ein Minimum begrenzt werden. Ein prozessorientiertes Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagement gemäß DIN ISO 9001, IATF 16949 (Automotive), ISO 13485 (Medizintechnik) und ISO 14001 sind wichtige Bestandteile unseres Handelns gegenüber unseren Kunden und der Umwelt. Prognosebericht Kritisch sieht die Geschäftsführung die Kostensteigerungen in fast allen Bereichen, die insbesondere bei den Personalkosten aufgrund der versetzten Kollektivvertragsverhandlungen in Österreich nur bedingt im Budget berücksichtigt werden konnten. Für 2024 liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten in der Konsolidierung der Geschäftspositionierung des RBG-Konzerns, der Anpassung der Produktions- und Personalkapazitäten an die aktuell schwierigen Marktbedingungen sowie der Nutzung der technologischen Kompetenzen des Konzerns. Auf Basis der zuvor genannten Entwicklungen sowie der Kunden-Forecasts plant die Geschäftsführung für 2024 mit einem Rückgang der Umsatzerlöse von ca. 25 % sowie einem signifikanten Rückgang von Konzernergebnis, EBIT und EBITDA. Alle Anstrengungen sind darauf gerichtet 2024 ein ausgeglichenes EBIT sowie ein positives EBITDA zu erzielen. Entscheidend für die Umsatz- und Ertragssituation wird die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2024 sein. Für die nächsten Jahre setzt der RBG-Konzern basierend auf den obigen Ausführungen auf eine Konsolidierung und darauf basierend - bei einer Erholung des EMS-Markts - auch wieder auf den Ausbau des Geschäftes und der Marktposition, allerdings zunächst auf einem gegenüber 2023 niedrigerem Niveau. Mit der neu ausgebauten und laufend modernisierten Infrastruktur am Standort Klagenfurt und am Standort in Ungarn stehen hinreichende Kapazitäten zur Verfügung, die dem RBG-Konzern die Möglichkeiten für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung und einen nachfrageorientierten Technologieausbau bieten. Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 unterliegen wie alle Planungen gewissen Unsicherheiten.
Kassel, den 30. August 2024 RUNGE BETEILIGUNGS-GESELLSCHAFT MBH Roland Runge |
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