Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 65250
Vorher
Agresso GmbHUNIT4 Agresso GmbH
Eingetragen
18.2.1981
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEinzelhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Computersoftware und -Hardware sowie von Computersystemen und das Erbringen von Beratungs- und Schulungsleistungen auf dem Gebiet der Datenverarbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark James Clayton
seit 29.5.2024
Geschäftsführer
Michal Eisenberg
seit 29.5.2024
Geschäftsführer
Matthew Thomas Bagley
seit 19.1.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Unit4 Group Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Unit4 Group Holding B.V.
Netherlands
50000
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
99.03%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNIT4 Business Software GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einer leichten Rezession der deutschen Wirtschaft mit einer Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts von -0,2% (Quelle: Statistisches Bundesamt), wodurch sich die volatile Situation für die Unternehmen fortsetzte. Dennoch verzeichnete der IT-Markt ein Wachstum von 2,0% (Quelle: Bitkom). Die Softwarebranche verzeichnete mit 9,6% das höchste Wachstum.

Im Fokus stehen weiterhin Digitalisierungsprojekte und der Trend zu cloudbasierten Systemen.

II. Lage des Unternehmens

1. Geschäftsverlauf

Die UNIT4 Business Software GmbH ist im Segment Software und IT-Services tätig und vertreibt und implementiert vor allem die Produktlinien "ERP" (ehemals Unit4 Business World) und "Financials" (ehemals Unit4 Financials) der Unit4-Gruppe sowie "Unit4 Financial Planning and Analysis". Außerdem pflegt und unterstützt sie das Produkt "Profiskal P3". Es bedient vor allem den deutschsprachigen Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz), wird aber auch in internationalen Projekten der Unit4-Gruppe eingesetzt.

Die wirtschaftliche Stagnation in Deutschland machte es zu einem schwierigen Jahr für die UNIT4 Business Software GmbH, das auch intern durch einen Umstrukturierungsprozess (nach der weltweiten Gruppe) geprägt war. 2023 war ein gemischtes Jahr in Bezug auf die Ergebnisse, die Umstellung auf Cloud based Lösungen und die damit verbundene Verlagerung des Vertriebsfokus führten zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses, wobei die "On-Premise" Umsätze aus Lizenzen und Wartung zurückgingen. Nichtsdestotrotz wurde dieser Aufwand teilweise durch einen Anstieg der SaaS-Umsätze kompensiert, die wie erwartet weiterwuchsen, während die Umstrukturierung mit einer deutlichen Senkung der Personalkosten ihre Wirkung zeigte.

Nach dem Verlust im Haushaltsjahr 2022 folgt 2023 ein weiteres negatives Ergebnis. Es ist jedoch zu beachten, dass diese beiden Jahre stark von der Wertminderung der Beteiligungen an Tochtergesellschaften beeinflusst wurden (der Hauptgrund für das negative Nettoergebnis in beiden Jahren), die nun vollständig auf den Buchwert der Tochtergesellschaft Prevero und ihrer verbundenen Unternehmen zurückgeführt wurde.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a. Bilanzvergleich

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,1 0,0% 2,0 0,0% -1,9 -95,8%
II. Sachanlagen 44,7 0,2% 65,0 0,3% -20,3 -31,2%
III. Finanzanlagen 5.815,1 19,8% 13.130,2 54,6% -7.315,1 -55,7%
5.859,9 19,9% 13.197,2 54,9% -7.337,3 -55,6%
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 635,6 2,2% 479,2 2,0% 156,4 32,6%
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.161,9 38,0% 9.600,2 39,9% 1.561,7 16,3%
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 11.521,5 39,2% 550,0 2,3% 10.971,5 1994,8%
23.319,0 79,5% 10.629,4 44,2% 12.689,6 119,4%
C. Rechnungsabgrenzung 207,4 0,7% 221,0 0,9% -13,6 -6,2%
AKTIVA 29.386,3 100,0% 24.047,5 100,0% 5.338,8 22,2%
2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 25,6 0,1% 25,6 0,1% 0,0 0,0%
II. Kapitalrücklage 10.596,0 36,1% 596,0 2,5% 10.000,0 1677,9%
III. Bilanzgewinn/-verlust -4.316,8 -14,7% 175,6 0,7% -4.492,4 -2558,0%
6.304,8 21,5% 797,2 3,3% 5.507,6 690,9%
B. Rückstellungen 2.251,5 7,7% 3.357,3 14,0% -1.105,8 -32,9%
C. Verbindlichkeiten 18.156,6 61,8% 18.176,6 75,6% -20,0 -0,1%
D. Rechnungsabgrenzung 2.673,5 9,1% 1.716,4 7,1% 957,1 55,8%
PASSIVA 29.386,3 100,0% 24.047,5 100,0% 5.338,8 22,2%

Die Bilanzsumme liegt um 22,2% (TEUR 5.338,8) über dem Vorjahresniveau. Dies ist hauptsächlich auf die im Dezember 2023 erfolgte Kapitaleinlage der Muttergesellschaft in Höhe von 10 Mio. EUR zurückzuführen.

Das Anlagevermögen ist um 55,6% (TEUR -7.337,3) niedriger als im Vorjahr. Diese Veränderung ist hauptsächlich auf die Wertminderung der Anteile an Tochtergesellschaften zurückzuführen.

Die Vorräte steigen um 32,6% (TEUR 156,4), was hauptsächlich auf die Entwicklung der PoC-Projekte zurückzuführen ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich um 16,3% (TEUR 1.561,7), was mit dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf abgegrenzte Umsatzerlöse und der Forderungen gegenüber Konzernunternehmen, insbesondere gegenüber der Holding über die Hausbank, zusammenhängt. Das Bankguthaben steigen deutlich um 1.994,8% (TEUR 10.971,5) aufgrund der Kapitaleinlage der Holding in Höhe von 10 Mio. EUR.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen dem Vorjahresstand.

Wie bereits erwähnt, erhöht sich das Eigenkapital um TEUR 5.507,6, was auf die Kapitaleinlage der Holding zurückzuführen ist und durch das Jahresergebnis teilweise ausgeglichen wurde.

Der Rückgang der Rückstellungen um 32,9% (TEUR -1.105,8) ist vor allem auf den Verbrauch der Restrukturierungsrückstellung im Berichtszeitraum und einen Rückgang der im Jahr 2024 auszuzahlenden Boni und Vertriebsprovisionen (ebenfalls im Zusammenhang mit der durchgeführten Restrukturierung) zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten liegen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten steigt um 55,8% (TEUR 957,1), was mit dem höheren Saldo der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei den Umsatzabgrenzungsposten zusammenhängt.

Die Finanzlage ist aufgrund der bestehenden Konzernfinanzierung ("Cash Balancing") stabil.

b. Vergleich der Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Rohergebnis 13.104,3 100,0% 14.523,1 100,0% -1.418,8 -9,8%
Personalaufwand 4.157,1 31,7% 6.610,2 45,5% -2.453,1 -37,1%
Abschreibungen 23,1 0,2% 294,9 2,0% -271,8 -92,2%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.119,0 46,7% 7.133,6 49,1% -1.014,6 -14,2%
Finanzergebnis 6.760,2 51,6% 3.831,1 26,4% 2.929,1 76,5%
Steuern 537,3 4,1% 123,9 0,9% 413,4 333,7%
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -4.492,4 -34,3% -3.470,6 -23,9% -1.021,8 29,4%

Das Rohergebnis sinkt um 9,8% (TEUR -1.418,8). Dies wird vor allem durch den Rückgang der Lizenzerlöse beeinflusst, der im Einklang mit der Verlagerung des Schwerpunkts auf Cloud/SaaS-Geschäfte steht und die On-Premise-Lösungen hinter sich lässt.

Die Verringerung des Personalaufwands um 37,1% (TEUR -2.453,1) ist auf die Verringerung des Personalbestands im Zuge der Umstrukturierung im Jahr 2023 zurückzuführen, die sich nicht nur aus den Grundlöhnen und -gehältern, sondern auch aus Bonus- und Provisionszahlungen ergibt.

Die Abschreibungen verringern sich um 92,2% (TEUR -271,8), da der Geschäfts- oder Firmenwert bereits Ende 2022 vollständig wertgemindert war, so dass sich die einzige in diesem Zeitraum verzeichnete Abschreibung auf die Ausrüstung bezieht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringern sich um 14,2% (TEUR -1.014,6), was hauptsächlich auf den deutlichen Rückgang der Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen zurückzuführen ist.

Das negative Finanzergebnis erhöht sich um 76,5% (TEUR 2.929,1), hauptsächlich aufgrund der Verbuchung einer Wertminderung in Höhe von TEUR 7.315,1 auf die Beteiligung an Tochtergesellschaften. Dies ist auch der Hauptgrund für die Verschlechterung des Jahresergebnisses.

3. Forschung und Entwicklung

Wie in den Vorjahren steht die konsequente Ausrichtung auf die Cloud weiterhin im Mittelpunkt aller Forschungs- und Entwicklungsinitiativen.

Die Produktlinien ERP (ehemals Unit4 Business World) und Financials (ehemals Unit4 Financials) als Flaggschiffe der Konzernstandardsoftware werden nicht nur funktional weiterentwickelt, sondern auch für den optimierten Einsatz in Cloud-Umgebungen komplett überarbeitet. Das neue Flaggschiffprodukt wird ERP-X sein, das nativ in der Cloud und ausschließlich für den Einsatz in Cloud-Umgebungen entwickelt wurde. Das Produkt ist bereits in mehreren Ländern, darunter auch auf dem deutschen Markt, verfügbar.

Die UNIT4 Business Software GmbH erstellt durch Lokalisierungsentwicklungen und weitere Zusatzprogrammierungen auch branchenspezifische Lösungspakete für den deutschsprachigen Markt.

III. Risiko- und Chancenbericht

1. Risiken

a. Ertragsrisiken

Grundsätzlich ist das Lizenz-, SaaS- und Beratungsgeschäft stark von der Investitionsbereitschaft unserer Kunden abhängig. Diese wiederum ist abhängig von konjunkturellen, strukturellen und saisonalen Entwicklungen. Eine mangelnde Investitionsbereitschaft oder eine Verzögerung von Aufträgen kann sich negativ auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken.

Da das konjunkturelle Umfeld, insbesondere in Deutschland, von einer allgemeinen Schwächephase geprägt ist, werden Investitionen in moderne IT-Systeme und -Infrastrukturen voraussichtlich verschoben oder verlangsamt und durch die hohen Finanzierungskosten behindert. Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste Energiekrise trifft vor allem die energieintensive Industrie in Deutschland und kann durch die Krise im Nahen Osten, deren Auswirkungen für 2024 noch nicht vollständig abzuschätzen sind, noch verschärft werden.

Unit4 muss diesen Herausforderungen trotzen und den positiven Trend im Neukundegeschäft fortsetzen. Durch die teilweise Sättigung im Bestandskundenbereich, hier vor allem in der öffentlichen Hand, spielt das Neukundegeschäft eine sehr wichtige Rolle. Unit4 muss sich als wichtiger Player im Cloud-Umfeld etablieren, um auch für seine Bestandskundenbasis außerhalb der öffentlichen Hand ein starker Partner in der Zukunft zu sein.

b. Finanzrisiken

Hinsichtlich der Werthaltigkeit der Forderungen und des Ausfallrisikos besteht ein mittleres Risiko. Ein großer Anteil des Kundenkreises kommt aus dem öffentlichen Sektor, der weiterhin über eine gute Bonität verfügt. Forderungen von Kunden aus dem privaten Sektor sind grundsätzlich kritischer einzustufen. Es wird ein konsequentes Forderungs-Management betrieben.

2. Chancen

Die Energiekrise, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurde und nun möglicherweise durch den Konflikt im Nahen Osten verstärkt wird, stellt aus unserer Sicht weiterhin eine Herausforderung für die Zukunft dar.

Inmitten unsicherer Lieferketten und schwieriger weltwirtschaftlicher und unsicherer politischer Entwicklungen steigt jedoch die Nachfrage nach modernen, flexiblen und sicheren Cloud-Lösungen stetig an. Dies eröffnet Chancen für die Produktlösungen von Unit4. Zusammen mit einer konsequenten Ausrichtung auf die Cloud können strategische Geschäftsfelder jetzt und in Zukunft effizient adressiert werden.

In den kommenden Jahren wird eine modernisierte, Cloud-basierte Software für den Finanzbereich ein wichtiger Bestandteil eines jeden Unternehmens sein, um fundierte Einblicke in die Geschäftsentwicklung zu gewinnen und aus diesen Einblicken besser und schneller Erkenntnisse für Geschäftsentscheidungen abzuleiten. Dies wird durch einen allgemein anhaltenden Trend zu Standardisierung begleitet und positiv unterstützt.

IV. Prognosebericht

1. Rückblick

Die Vorjahresprognose stimmt weitgehend mit den Ergebnissen für den Zeitraum 2023 überein, da der Trend, sich von den On-Premise-Lösungen zu lösen und sich zunehmend auf cloudbasierte Lösungen zu konzentrieren, deutlich wird, wenn man sich die Umsatzentwicklung ansieht (Lizenz- und Wartungserlöse sinken, während die SaaS-Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigen).

2. Allgemein

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet derzeit mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2% im Vergleich zu 2023. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland bleibt schwierig.

Der Umsatz in der Informationstechnologie wird im Jahr 2024 voraussichtlich 151,5 Mrd. Euro erreichen, was einem Wachstum von 6,1% gegenüber 2023 entspricht. Die Ausgaben für Software werden mit voraussichtlich 9,4% auf 45,4 Mrd. Euro das höchste Wachstum in diesem Segment verzeichnen. IT-Hardware wird mit einem Volumen von 54,4 Mrd. Euro auch 2024 noch vor den IT-Services den größten Anteil am IT-Markt haben (4,6%). Die Ausgaben für IT-Services werden im laufenden Jahr um 4,8% auf 51,7 Mrd. Euro steigen (Quelle: Bitkom).

Im Jahr 2023 werden die Wachstumsthemen Cloud-Transformation, IT-Modernisierung, Data Analytics und Individualsoftware-Entwicklung das Geschäft der deutschen IT-Dienstleister beflügeln. Dementsprechend wird auch die Nachfrage nach diesen transformationsstarken Trendthemen in den nächsten Jahren steigen.

3. Prognose

Mit der konsequenten Fokussierung auf native Cloud-Produkte und -Services, die bereits unter Forschung und Entwicklung (siehe diesen Abschnitt) skizziert wurde, liegt Unit4 mit seinem Lösungsportfolio voll im Trend der Zeit. Mit der Weiterentwicklung der neuen ERPx-Produktgeneration liegt Unit4 voll im Trend.

Cloud-basierte Lösungen werden heute von der Mehrheit der Kunden nachgefragt, Tendenz steigend. Alle Kerntechnologien der Unit4 Group werden systematisch für den nativen Einsatz in der Cloud entwickelt. Die Nachfrage nach cloudbasierten Lösungen steigt, sowohl bei Neukunden als auch bei Bestandskunden, die auf cloudbasierte Lösungen umsteigen. Aufgrund des anhaltenden Trends zur Digitalisierung und Modernisierung ist auch über das Jahr 2024 hinaus eine anhaltend positive Entwicklung in der Cloud/Saas-Umfeld zu erwarten. Unit4 positioniert sich einmal mehr als verlässlicher Partner in der Digitalisierung.

Diese Strategie verfolgt die Unit4 GmbH vor allem mit Bestandskunden. So wird bei allen Kunden eine mögliche Migration in eine moderne Cloud-Umgebung diskutiert, die zunehmend auf großes Interesse bei den Kunden stößt. Aus diesem Grund wird für das Jahr 2024 eine positive Geschäftsentwicklung insbesondere in diesem Bereich erwartet.

 

München, den 31. Mai 2024

gez. Jochen Wießler

gez. Mark James Clayton

gez. Matthew Thomas Bagley

gez. Michal Eisenberg

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.859.936,86 13.197.150,60
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 82,78 1.986,67
II. Sachanlagen 44.706,27 64.954,93
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.706,27 64.954,93
III. Finanzanlagen 5.815.147,81 13.130.209,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.815.147,81 13.130.209,00
B. Umlaufvermögen 23.319.021,50 10.629.359,43
I. Vorräte 635.550,18 479.199,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.161.944,79 9.600.160,26
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.260.835,54 6.631.098,13
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.901.109,25 2.969.062,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.521.526,53 550.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 207.354,50 220.975,98
Aktiva 29.386.312,86 24.047.486,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.304.769,45 797.177,87
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 10.595.992,18 595.992,18
III. Gewinnvortrag 175.621,10 3.646.171,91
IV. Jahresfehlbetrag 4.492.408,42 3.470.550,81
B. Rückstellungen 2.251.476,93 3.357.346,74
C. Verbindlichkeiten 18.156.560,82 18.176.571,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.379.502,65 16.756.776,15
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.777.058,17 1.419.794,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.673.505,66 1.716.390,40
Passiva 29.386.312,86 24.047.486,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.104.283,15 14.523.130,19
2. Personalaufwand 4.157.104,29 6.610.226,10
a) Löhne und Gehälter 3.324.745,23 5.971.057,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 832.359,06 639.168,20
davon für Altersversorgung 2.052,96 1.499,96
3. Abschreibungen 23.058,99 294.890,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.058,99 294.890,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.119.029,76 7.133.617,62
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.466,32 4.009,83
5. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 1.024.203,00 513.405,68
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 170.741,31 111.495,33
davon aus verbundenen Unternehmen 170.488,50 38.069,27
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 7.315.061,19 3.811.586,63
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 7.315.061,19 3.811.586,63
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 640.049,65 644.383,81
davon an verbundene Unternehmen 637.500,03 637.500,03
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.304,00 1.411,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 537.332,00 123.877,21
10. Ergebnis nach Steuern -4.492.408,42 -3.470.550,81
11. Jahresfehlbetrag 4.492.408,42 3.470.550,81

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der UNIT4 Business Software GmbH wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, insbesondere der §§ 242ff. und §§ 264 bis 289 HGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Ergänzend zu den vorgenannten Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Sitz der Gesellschaft ist München. Die Gesellschaft ist eingetragen unter HRB 65250 im Handelsregister in München.

Soweit Wahlrechte für die Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde in der Regel der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB hinsichtlich der Unterlassung der Angaben nach § 285 Nr. 4, 17, 21, 29 und 32 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Wertansätze und Gliederung in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 2022 sind unverändert in das Jahr 2023 übernommen worden.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren, unverändert gegenüber dem Vorjahr, die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Anlagevermögen

Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettowert von EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen bestehen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Werte angesetzt.

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im beigefügten Anlagespiegel ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Noch nicht abgeschlossene Programmier- und Beratungsleistungen wurden hinsichtlich der bereits erbrachten Leistungen unter der Bilanzposition unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte mit den Herstellungskosten.

Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt.

Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte grundsätzlich zum Nennwert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung wurden zum Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Abschlussstichtag umgerechnet.

Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde neben Einzelwertberichtigungen auch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Nettoforderung berücksichtigt, um dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung zu tragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Posten des Umlaufvermögens wurden zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite gem. § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgte zum Nennwert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage wurde zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet, die auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgte. Rechnungsgrundlage waren die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 1,82%. Weitere Annahmen waren Gehaltstrend 0,00% p.a. und Rententrend 0,00% p.a.. Aufgrund der Struktur der Begünstigten waren Fluktuationswahrscheinlichkeiten nicht zu berücksichtigen.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10- und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz, über dessen Höhe eine Ausschüttungssperre besteht, beträgt EUR 523,00.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Darlehen von verbundenen Unternehmen wurden von Unit4 N.V., Sliedrecht/Niederlande, ausgegeben. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 27. Juli 2026. Der im Rahmen der Darlehensvereinbarung gewährte Kapitalbetrag wurde mit 4,25% 1 Monat EURIBOR pro Jahr verzinst.

Weitere Verbindlichkeiten betreffen Lieferungen und Leistungen an Unternehmen der Unit4 Gruppe. Diese wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Gesellschaft hat Beträge aus Wartungsverträgen für das folgende Geschäftsjahr bereits vereinnahmt. Da diese periodisch sind, erfolgt kein Ausweis unter erhaltenen Anzahlungen, sondern entsprechend § 250 Abs. 2 HGB unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Die Bewertung erfolgte zum Nennwert.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahr 2023 wurde die Umrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung am Abschlussstichtag vom Devisenkassamittelkurs auf den Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank umgestellt.

Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses

Mitzugehörigkeitsvermerk

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 5.701.438,41 (Vj EUR 5.149.610,50) enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 25.564,59.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4.492.408,42 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 175.621,10 zu verrechnen und in das nächste Geschäftsjahr vorzutragen.

Verbindlichkeiten

Zur besseren Übersicht werden die Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Angaben
in EUR
Gesamt RLZ bis 1 Jahr RLZ mehr als 1 Jahr RLZ mehr als 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 998.422,67 998.422,67 0,00 0,00
(Vorjahr) (261.527,00) (261.527,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 636.735,71 636.735,71 0,00 0,00
(Vorjahr) (502.908,65) (502.908,65) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.379.502,65 1.379.502,65 15.000.000,00 0,00
(Vorjahr) (16.756.776,15) (1.756.776,15) (15.000.000,00) (0,00)
- davon gegenüber Gesellschafter 16.229.329,57 1.229.329,57 15.000.000,00 0,00
(Vorjahr) (16.594.348,02) (1.594.348,02) (15.000.000,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 141.899,79 141.899,79 0,00 0,00
(Vorjahr) (655.359,20) (655.359,20) (0,00) (0,00)
- davon aus Steuern 101.018,52 101.018,52 0,00 0,00
(Vorjahr) (624.372,49) (624.372,49) (0,00) (0,00)
- davon soz. Sicherheit 8.412,98 8.412,98 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Gesamt 18.156.560,82 3.156.560,82 15.000.000,00 0,00
(Vorjahr) (18.176.571,00) (3.176.571,00) (15.000.000,00) (0,00)

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Mitarbeiterprämien (EUR 293.521,92), Verpflichtungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen (EUR 116.706,36), Restrukturierung (EUR 1.005.000,00) und Verpflichtungen aus Resturlaub (EUR 38.951,75).

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne

Es werden im Geschäftsjahr 2023 die Gewinne aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der prevero GmbH in Höhe von EUR 1.024.203,00 ausgewiesen.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 100.837,07 sowie Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 86.575,39 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Einstellungen in die Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von EUR 18.624,18.

Im Geschäftsjahr fanden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 7.315.061,19 statt.

Sonstige Pflichtangaben

Finanzielle Verpflichtungen - Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB

Zum Abschlussstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 anzugeben sind in Höhe von EUR 85.221,29.

Beschäftige Arbeitnehmer - Angabe nach § 285 Nr. 7 HGB

Angestellte Auszubildende, Praktikanten Aushilfen Gesamt Zu berücksichtigen nach § 285 HGB
31.03.22 42 0 0 42 42
30.06.22 41 0 0 41 41
30.09.22 38 0 0 38 38
31.12.22 36 0 0 36 36

Durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl: 39,5

Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe
%
Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
prevero GmbH, München 100 0,00 1.258.630,11

Die von der prevero GmbH gehaltenen eigenen Anteile in Höhe von 0,97% werden in der Angabe zur Anteilshöhe zusammengefasst. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird das komplette Ergebnis abgeführt und ein Jahresergebnis von EUR 0,00 gezeigt.

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans - Angabe nach § 285 Nr. 10 HGB

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt von:

- Herr Jochen André Wießler, Dipl. Inf (FH), München

- Herr Matthew Thomas Bagley, Finanzdirektor, Weybridge / Vereinigtes Königreich

- Herr Russell Wyn John Alexander, Justiziar, Surrey / Vereinigtes Königreich (bis 31. März 2024)

- Herr Mark James Clayton, Gruppenfinanzdirektor, Dorking / Vereinigtes Königreich (ab 19. März 2024)

- Frau Michal Eisenberg, Justiziar, Haifa / Israel (ab 19. März 2024)

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9 a und b HGB Gebrauch.

Konzernverhältnisse - Angabe nach § 285 Nr. 14a HGB

Der Jahresabschluss der UNIT4 Business Software GmbH wurde in den Konzernabschluss der Bock Capital Topco B.V. Holdings, Niederlande, welche den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist offengelegt im Handelsregister der Kamer van Koophandel (KVK) unter Nummer 83047581.

 

München, den 31. Mai 2024

gez. Jochen Wießler

gez. Mark James Clayton

gez. Matthew Thomas Bagley

gez. Michal Eisenberg

Anlagenspiegel 31.12.2023

Anschaffungskosten
Beschreibung Jahresanfang Zugang Abgang Jahresende
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten; 9.024,46 0,00 0,00 9.024,46
9.024,46 0,00 0,00 9.024,46
II. Sachanlagen:
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung; 459.341,18 906,44 0,00 460.247,62
459.341,18 906,44 0,00 460.247,62
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.249.795,63 0,00 0,00 47.249.795,63
47.249.795,63 0,00 0,00 47.249.795,63
47.718.161,27 906,44 0,00 47.719.067,71
Abschreibung
Beschreibung Jahresanfang Zugang Abgang Umbuchung Jahresende
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten; 7.037,79 993,33 0,00 910,56 8.941,68
7.037,79 993,33 0,00 910,56 8.941,68
II. Sachanlagen:
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung; 394.386,25 22.065,66 0,00 -910,56 415.541,35
394.386,25 22.065,66 0,00 -910,56 415.541,35
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.119.586,63 7.315.061,19 0,00 0,00 41.434.647,82
34.119.586,63 7.315.061,19 0,00 0,00 41.434.647,82
34.521.010,67 7.338.120,18 0,00 0,00 41.859.130,85
Restbuchwert
Beschreibung Jahresende Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten; 82,78 1.986,67
82,78 1.986,67
II. Sachanlagen:
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung; 44.706,27 64.954,93
44.706,27 64.954,93
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.815.147,81 13.130.209,00
5.815.147,81 13.130.209,00
5.859.936,86 13.197.150,60

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Unter Verzicht auf sämtliche Frist- und Formvorschriften beschließen die Gesellschafter der UNIT4 Business Software GmbH am 18. Juli 2024 Folgendes:

Der Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 29.386.312,86 und einem Jahresverlust in Höhe von EUR 4.492.408,42 wird hiermit festgestellt und genehmigt. Der Jahresverlust in Höhe von EUR 4.492.408,42 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die UNIT4 Business Software GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der UNIT4 Business Software GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der UNIT4 Business Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bad Liebenzell, den 31. Mai 2024

KÜHN GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Betriebswirt (FH) Matthias Kühn, Wirtschaftsprüfer

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