Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 5316
Vorher
LRE Technology Partner GmbH
Eingetragen
21.11.2001
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Beschaffung, Vertrieb und Weiterentwicklung von Erzeugnissen, Instrumenten, Apparaten und anderen Produkten der elektrotechnischen und elektronischen Industrie, insbesondere Herstellung von Mess- und Analysegeräten sowie Erwerb, Verwaltung und Auswertung von Patenten und sonstigen Schutzrechten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marius Adam Balger
seit 26.3.2026
Prokura
Adelina Linker
seit 26.3.2026
Prokura
Asim Rexhepi
seit 5.12.2025
Prokura
Markus Andreas Bach
seit 7.2.2025
Geschäftsführer
Klaus Dr. Lun
seit 7.2.2025
Geschäftsführer
Karl Harald Schmidt
seit 19.12.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DECLAIMER HOLDCO LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.681.303 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LRE Medical GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr
1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Vorbemerkungen

Die LRE Medical GmbH, München (kurz: LRE) betreibt in München einen Entwicklungsstandort, an dem sie Auftragsentwicklungen für Kunden durchführt. Am Standort Nördlingen werden die für Kunden entwickelten, überwiegend medizinischen Diagnostikgeräte gefertigt.

LRE gehört seit dem 20. September 2019 zu AIS Global LP, Coeur d Alene (USA), einem Tochterunternehmen der KPS Capital Partners LP, New York (USA).

Das GJ 21/22 ist von globalen Allokationsproblemen der Zuliefererindustrie geprägt. Die Corona Krise stellte für die LRE einen Wachstumsbeschleuniger dar, da, von LRE im Kundenauftrag gefertigte, Analysegeräte in der Lage sind, den Corona Virus nachzuweisen. Das dadurch ausgelöste starke Umsatzwachstum ist verbunden mit einer starken Zunahme im Mitarbeiterstamm. Dieser Trend wird sich sowohl aus Sicht unserer Kunden als auch aus unserer internen Sicht in den nächsten Jahren fortsetzen und sich positiv auf die weitere Entwicklung der LRE auswirken.

A Forschung und Entwicklung

LRE führt im Kundenauftrag Entwicklungsleistungen durch. Der Bereich Forschung und Entwicklung ist somit ein umsatzgenerierender Bereich. Eine Forschung und Entwicklung auf eigene Kosten findet nicht statt.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

LRE erzielt circa 97,2 % seines Umsatzes mit Geräten und Entwicklung von Geräten für die In-Vitro-Diagnostik (IVD). Für den Zeitraum bis 2026 wird erwartet, dass der Markt für In-Vitro-Diagnostik jährlich um 5,0 % wächst. Gerätehersteller wie LRE profitieren von der Strategie der großen Marktteilnehmer, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und zunehmend die Geräteentwicklung und -fertigung auf Dritte zu verlagern. Gerätehersteller in Europa profitieren jedoch nur vom Outsourcing komplexer Produkte. Einfach herzustellende Volumenprodukte werden fast ausschließlich nach Asien vergeben.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahr war bei den Umsätzen in der Produktion in Nördlingen ein geringer Rückgang um 1,5 % zu verzeichnen. Dies war vor allem auf unsere Kunden für Analysegeräte und einer damit einhergehenden fast gleichen Geräteabnahme im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Beim Umsatz in der Entwicklung in München wurde ein Anstieg von 18,0 % verzeichnet. Das hohe Niveau war unter anderem auf vier große Entwicklungsprojekte zurückzuführen, durch die im aktuellen Geschäftsjahr die Auslastung der Mitarbeiter sichergestellt war.

Insgesamt stiegen die Erlöse geringfügig um 1,0 % auf 77,4 Mio. EUR an, wobei wir die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung nicht erreichen konnten.

Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende lag bei 47,4 Mio. EUR (Vj. 36,5 Mio. EUR).

3. Produktion

Die Auslastung der Fertigung in Nördlingen war im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres immer gegeben.

Die Materialeinsatzquote (bezogen auf die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) verringerte sich im Geschäftsjahr um 3,7 %-Punkte auf 48,7 %. Dies hängt mit dem geänderten Produktmix und der angestiegenen Entwicklungsumsätze zusammen.

4. Beschaffung

Die Lieferzeiten und die Verfügbarkeit elektronischer Bauteile waren im Geschäftsjahr 2021/22 angespannt. Insbesondere die Corona Krise hat zu einer angespannten Liefersituation geführt, welche aber zu keiner Zeit zu einer Materialknappheit in der Produktion geführt hat. Aufgrund der sehr langfristigen Planungen unserer Beschaffungsabteilung sowie der exzellenten Beziehungen zu unseren Schlüssellieferanten wird das generelle Risiko von signifikanten Lieferengpässen jedoch als eher gering eingeschätzt.

5. Investitionen

Im Geschäftsjahr investierten wir TEUR 2.315 in Sachanlagen sowie TEUR 285 in Immaterielle Vermögensgegenstände. Diese Investitionen erfolgten in die Entwicklungs- und Fertigungsausstattung, Erneuerung des Büroinventars und in die IT-Infrastruktur.

6. Finanzierungsmaßnahmen

Die Finanzierung der LRE Medical GmbH erfolgt überwiegend aus dem laufenden Cashflow. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass die Bestückungslinie im Rahmen eines Mietkaufs mit monatlichen Leasingraten über 10 Jahre angeschafft wurde.

Als Tochterfirma der AIS Global LP, Coeur d'Alene (USA) wurde die Finanzstruktur der LRE Medical GmbH verändert. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt vollständig über konzerninterne Verrechnungskonten, Im Rahmen des Cashpooling Verfahrens werden die finanziellen Mittel an die direkte Muttergesellschaft heptus übertragen. Eine Fremdfinanzierung außerhalb der Konzernstruktur ist auf Ebene der LRE Medical GmbH nicht vorgesehen.

7. Personal- und Sozialbereich

Zum Geschäftsjahresende beschäftigten wir 255 Personen (exklusive 10 Auszubildende). Aufgrund einer Vielzahl von Teilzeitkräften entspricht dies einem Äquivalent von 218 aktiven Vollzeitkräften.

Eine geringe Fluktuation sowie ein Krankenstand von durchschnittlich 5,92 %, der sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund Corona bedingter Ausfälle verändert hat, belegen das gute Betriebsklima sowie die hohe Motivation unserer Mitarbeiter.

8. Umweltschutz

Eine Gefährdung der Umwelt durch unsere Geschäftstätigkeit ist nicht erfolgt. Umweltschutzmaßnahmen erfolgen gemäß den bestehenden Gesetzen und Vorschriften.

C. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Das Anlagevermögen ohne Finanzanlagen erhöhte sich um TEUR 1.569, da eine neue Bestückungslinie angeschafft wurde. Insgesamt steigt das Anlagevermögen um TEUR 1.668.

Das Vorratsvermögen ist um 50,4 % auf TEUR 25.231 angestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an langfristigen Abrufaufträgen. Eine Reduktion steht im Geschäftsjahr 2022/23 im Fokus der Geschäftsleitung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 97,2 % auf TEUR 11.714 an. Dies liegt im Wesentlichen an höheren Umsätzen zum Jahresende sowie längeren Zahlungszielen der Kunden. Eine Reduktion steht im Geschäftsjahr 2022/23 im Fokus der Geschäftsleitung.

Gleichzeitig nahmen die flüssigen Mittel, aufgrund des mit der heptus bestehenden Cashpoolings, um 94,9 % auf TEUR 180 ab.

Die Intercompany Beziehungen zwischen der heptus und der LRE i. H. v. TEUR 4.417 haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert (Vj. TEUR 17.103). Diese bestehen größtenteils aus Zins- und Tilgungszahlungen, die die LRE für die heptus vorgenommen hat.

Das Eigenkapital blieb im Berichtszeitraum unverändert. Der Bilanzgewinn hat sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages nicht geändert. Die Eigenkapitalquote ging dadurch sowie insbesondere den Anstieg der Bilanzsumme von 47,2 % auf 46,6 % zurück.

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 3.270 auf TEUR 3.339 angestiegen. Dies entspricht einer Zunahme von 2,1 % und ist im Wesentlichen auf die gebildete Rückstellung aus Garantieleistungen i. H. v. TEUR 775, der Rückstellung aus Bonusleistungen i. H. v. TEUR 340, und aus ausstehenden Rechnungen i. H. v. TEUR 564 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind von TEUR 4.220 um TEUR 588 auf TEUR 4.808 gestiegen. Dies ist dem weiterhin gleichbleibenden hohen Materialbedarf und teilweise gestiegenen Einkaufspreisen zuzuschreiben.

2. Finanzlage

Der operative Cashflow 1 belief sich im Geschäftsjahr 2021/22 auf TEUR 11.439 (Vj. TEUR 14.034).

1Definition: Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

LRE war im Geschäftsjahr 2021/22 jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

3. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2021/22 eine Umsatzrendite von 14,6 % nach Ertragsteuern und vor Ergebnisabführung. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 794 auf TEUR 77.385 gesteigert werden. Der sonstige betriebliche Ertrag setzt sich im Wesentlichen aus TEUR 78 aus Kursgewinnen zusammen.

Der Rückgang des Materialaufwands von TEUR 41.661 auf TEUR 37.215 ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Entwicklungsumsatzes zurückzuführen. Ein geänderter Produktmix führte dazu, dass die Materialaufwandsquote von 54,4 % im Vorjahr auf 48,1 % im GJ 2022 gesunken ist. Mit dem Anstieg der Mitarbeiterzahl veränderte sich der Personalaufwand um TEUR 258 auf TEUR 18.955. Der Jahresüberschuss belief sich vor der Ergebnisabführung auf TEUR 10.297, damit konnte die im Vorjahr prognostizierte Ergebniserwartung übertroffen werden. Dies ist hauptsächlich auf den Anstieg des Entwicklungsumsatzes zurückzuführen, der durch die Produktion von komplexen Analysesystemen deutlich angewachsen ist. Nach Buchung der Ergebnisabführung ging er auf TEUR 0 (Vj. TEUR 0) zurück.

Insgesamt hat sich LRE im GJ 2022 sehr positiv entwickelt. Neben den oben erwähnten, Anstieg bei Umsatz und Ergebnis konnten neben der erfolgreichen Mitarbeitergewinnung sowie initialisierten Projekten der Mitarbeiterbindung weitere Meilensteine, wie bspw. die Inbetriebnahme in eine neue Bestückungsanlage erfolgreich abgeschlossen werden. Die Geschäftsleitung und das Managementteam sehen sich in ihrem Kurs bestätigt.

D. Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

1. Wesentliche Risiken und Chancen

Die Geschäftsführung verfügt über eine, der Unternehmensgröße entsprechende, interne Berichterstattung, mittels derer sie anhand geeigneter Auswertungen und Kennzahlen Frühindikatoren für eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig erkennen und analysieren kann. Auf Basis dieser Informationen werden ggf. angemessene Reaktionen abgeleitet.

Grundlagen von Preisänderungen ergeben sich im Wesentlichen auf den für die Gesellschaft relevanten Märkten aus den gängigen Preisverhandlungen.

Die Gesellschaft begegnet Ausfallrisiken von Kunden mit einem zeitnahen Forderungsmanagement, um dieses Risiko auf ein vertretbares Niveau zu reduzieren. Ausfallrisiken sehen wir derzeit nicht bzw. wurden durch entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Es werden auch keine Risiken aus Zahlungsstromschwankungen gesehen, die die Gesellschaft nicht durch die ihr zur Verfügung stehenden liquiden Mittel bzw. Kreditlinien ausgleichen könnte.

Neben den Standorten in Nördlingen und München verfügt LRE über keine Zweigniederlassungen.

LRE ist zum Teil immer noch abhängig von einigen großen Kunden. Sollten diese Kunden ihren Bedarf deutlich reduzieren, hätte dies negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Eine solche Entwicklung ist für das Geschäftsjahr 2021/22 derzeit jedoch nicht zu erkennen. Insbesondere die Einführung neuer Produkte in die Produktion im Geschäftsjahr 2021/22 wird diese Abhängigkeit weiter reduzieren.

Negativ könnte sich eine anhaltende Eurostärke gegenüber dem Dollarkurs auswirken, da dies die Marktchancen von LRE in den USA verringern könnte. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft liegt aus unserer Sicht im moderaten Bereich.

Als Risiko ist die Einbindung der LRE in die Finanzierungsstruktur der AIS Global LP zu werten. Dabei wird der Kaufpreis durch die LRE durch Umlaufvermögen und Gebäude besichert. Die LRE hat an die Finanzierungspartner, die Bank of America Merrill Lynch, New York (USA) und die Cerberus Capital Partners, New York (USA) ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, das Vorratsvermögen sowie die Bankkonten als Sicherheit verpfändet um, im Falle einer Nichtbedienung der Kreditlinien, eine Verwertung durch die Bank of America Merrill Lynch, New York (USA) und Cerberus Business Finance Agency, LLC, New York (USA), sicherzustellen. Die damit zusammenhängenden Verträge wurden zwischen der LRE und Bank of America Merrill Lynch, New York (USA) sowie zwischen der LRE und Cerberus Business Finance Agency, LLC, New York (USA), mit Wirkung zum 9. Oktober 2019 bzw. 8. November 2019 geschlossen. Von einer Nichtbedienung der Kredite gehen wir zu keiner Zeit aus.

Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die allein oder in Kombination die zukünftige Unternehmensstätigkeit der Gesellschaft gefährden könnten.

Chancen ergeben sich durch den hohen Bedarf an dezentralen Analysekapazitäten, um unterschiedlichste Krankheitsbilder detektieren zu können.

Die Gesellschaft rechnet hier mit einem leichten Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2022/23. Dieses Wachstum ist durch bereits eingegangene Kundenaufträge im Geschäftsjahr 2020/21 sowie Geschäftsjahr 2021/22 bestätigt.

Moderate Risiken zeichnen sich insbesondere bei den Themen Materialverfügbarkeit sowie Personalverfügbarkeit ab, wobei die Gesellschaft damit rechnet, die prognostizierten Zahlen zu erreichen.

2. Prognose für das kommende Geschäftsjahr

Basierend auf unseren derzeitigen Planungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Umsatz i. H. v. ca. 85 Mio. EUR und ein Jahresergebnis von ca. 14,2 Mio. EUR. Auch für die nachfolgenden Geschäftsjahre erwarten wir weitere Umsatz- und Ertragssteigerungen.

In den vergangenen Geschäftsjahren ist es uns gelungen, mehrere neue Kunden zu gewinnen, für die zunächst Entwicklungsdienstleistungen in Form von Produktentwicklungen durchgeführt wurden. Diese neu entwickelten Produkte werden gegenwärtig und in den folgenden Geschäftsjahren in zunehmenden Stückzahlen bei uns gefertigt und bilden damit die Grundlage für unser künftiges Umsatzwachstum. Dies sollte insbesondere zu einer Reduzierung der Abhängigkeit von einigen wenigen Kunden führen.

In den folgenden Geschäftsjahren sind vor allem Investitionen für den Ausbau der bestehenden IT-Infrastruktur und der Produktionsausstattung in Nördlingen geplant. Des Weiteren etablieren wir im Geschäftsjahr 2022/23 eine Serviceniederlassung in den USA um den erhöhten Servicebedarf in USA Rechnung zu tragen.

 

München, 6. April 2023

LRE Medical GmbH

Jürgen Neumann
(Geschäftsführer)

Bilanz zum 30. September 2022

AKTIVA

30.09.2022 30.09.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 339.530,00 331.177,00
2. Geleistete Anzahlungen 149.246,23 58.715,41
488.776,23 389.892,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.126.509,63 1.060.853,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.297.473,00 654.432,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 674.937,34 814.687,34
4.098.919,97 2.529.973,87
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 369.504,15 369.504,15
4.957.200,35 3.289.370,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.653.765,07 11.260.301,04
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.284.355,33 5.248.591,14
3. Geleistete Anzahlungen 293.130,50 270.467,39
25.231.250,90 16.779.359,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.713.706,97 5.939.078,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.416.574,30 17.103.296,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.180.064,97 505.053,92
17.310.346,24 23.547.428,26
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 179.507,29 3.485.442,65
42.721.104,43 43.812.230,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 340.515,99 271.545,26
48.018.820,77 47.373.146,17

PASSIVA

30.09.2022 30.09.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.681.301,54 3.681.301,54
II. Kapitalrücklage 3.303.329,97 3.232.455,15
III. Gewinnvortrag 15.434.799,22 15.434.799,22
22.419.430,73 22.348.555,91
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.972.997,74 3.019.019,65
2. Sonstige Rückstellungen 3.339.031,00 3.269.733,47
6.312.028,74 6.288.753,12
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 734.519,11 918.875,04
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.807.964,69 4.219.665,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Untemehmen 11.314.203,25 12.928.463,82
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.430.674,25 668.832,76
davon aus Steuem: EUR 249.367,12 (Vj: EUR 245.010,13)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 46.308,28 (Vj: EUR 47.733,19)
19.287.361,30 18.735.837,14
48.018.820,77 47.373.146,17

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

2021/22 2020/21
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 77.385.276,51 76.591.290,28
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -964.235,81 -3.220.181,78
3. Sonstige betriebliche Erträge 100.527,04 2.321.060,01
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 78.006,73 (Vj: EUR 272.064,01)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -35.036.291,61 -37.995.873,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.214.897,20 -444.505,00
-36.251.188,81 -38.440.378,65
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.073.483,54 -15.748.8907,8
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.881.187,62 -2.947.693,03
davon für Altersversorgung: EUR -85.135,59 (Vj: EUR -291.151,68)
-18.954.671,16 -18.696.583,81
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.141.501,39 -1.137.710,56
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.793.100,83 -4.198.851,50
davon aus der Währungsumrechnung: EUR -449.897,96 (Vj: EUR -232.442,30)
davon aus der der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschrift zum BilMoG): EUR -46.689,00 (Vj: EUR -46.689, 00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.987,82 9.967,11
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.072.765,15 -292.681,17
davon an verbundene Unternehmen: EUR -896.890,53 (Vj: EUR 0,00)
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR -152.700,00 (Vj: EUR -262.123,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -11.204,68
11. Ergebnis nach Steuern 10.316.328,22 12.924.725,25
12. Sonstige Steuern -18.935,53 -28.502,67
13. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -10.297.392,69 -12.896.222,58
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist unter der Firma LRE Medical GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 5316 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 wurden die Anschaffungskosten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, gesammelt und im Geschäftsjahr voll abgeschrieben .

Grundstücke und Bauten 10 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, sofern von einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung auszugehen ist.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände, ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, sind in ausreichendem Umfang berücksichtigt.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Personaleinzelkosten und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet.

Neben handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte im Rahmen einer Verpfändung des Umlaufvermögens an Dritte abgetreten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,3 % (Vj. 0,3 %) auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode für Kapital- und Sonderzusagen unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre (Vj. 10 Jahre) bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet.

Folgende Bewertungsmaßstäbe wurden zugrunde gelegt:

Kapitalzusagen Sonderzusagen
Rechnungszins 1,78 % (Vj. 1,97 %) 1,78 % (Vj. 1,97 %)
Rententrend Keine Auswirkung, da Kapitalleistung 1,75%
Einkommenstrend Leistungen sind unabhängig vom Einkommen Leistungen sind unabhängig vom Einkommen
Fluktuation 5,00% Nur aktive Berechtigte

Die Bewertung erfolgte wie im Vorjahr, d. h. für die Bewertung wurde als Renteneintrittsalter der frühestmögliche Beginn einer Altersrente in der gesetzlichen Rentenversicherung unterstellt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu deren Erfüllung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Für die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,41 % (Vj. 1,38 %) zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Organgesellschaft der heptus 322. GmbH, München, sind die Vorschriften zu latenten Steuern (§ 274 HGB) auf die Gesellschaft nicht anzuwenden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die davon-Vermerke Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl unrealisierte als auch realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 4.417 (Vj. TEUR 17.103) bestehen aus einer Darlehensforderung gegen die Gesellschafterin i. H. v. TEUR 4.417 (Vj. TEUR 7.386). Diese hat, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Darlehensforderung gegen die Gesellschafterin aus Zins- bzw. Tilgungsleistungen konnte im Geschäftsjahr vollständig getilgt werden (Vj. TEUR 9.717).

Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Ausgenommen hiervon sind Mietkautionen i. H. v. TEUR 75 (Vj. TEUR 75).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wurde auf den Wert aus dem Geschäftsjahr 2020 i.H.v. 3.303 TEUR angepasst. Die Zuführung im aktuellen Geschäftsjahr über 70,9 TEUR erfolgte aufgrund einer Korrektur der Kapitalrücklage aus dem Vorjahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 140.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 141 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

Kapitalzusagen Sonderzusagen
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden TEUR 1.460 TEUR 2.665
Beizulegender Zeitwert TEUR 449 TEUR 703
(entspricht Anschaffungskosten)
der Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherung)

Kongruent rückgedeckte Altersteilzeitzusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Garantieleistungen, Bonusansprüche, Urlaubsansprüche, Zeitguthaben, Weihnachtsgeld, ausstehende Rechnungen sowie für Jubiläumsansprüche gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 4.808 (Vj. TEUR 4.220) haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus einer Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin aus Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 10.330 (Vj. TEUR 12.896) sowie einer Verbindlichkeit gegenüber einer Schwestergesellschaft i.H.v. TEUR 985 (Vj. TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig und nicht gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 1.409 (Vj. TEUR 0) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Von diesem Betrag sind TEUR 716 über 5 Jahre fällig. Ein Betrag von TEUR 1.576 ist durch eine Sicherungsübereignung einer Maschine gesichert Die verbleibenden sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 1.022 (Vj. TEUR 669) haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht gesichert.

Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit der Unternehmenstransaktion zur Übertragung von Anteilen an der LRE Medical GmbH sowie weiterer Schwestergesellschaften zwischen der KPS Mid Cap PSPB, LLC, Delaware, USA, als Käufer und verschiedenen Unternehmen der Transdigm-Gruppe, Ohio, USA, als Verkäufer vom 6. August 2019 wurden von der LRE Medical GmbH mit Verträgen vom 9. Oktober 2019 bzw. 8. November 2019 folgende Sicherheiten gewährt:

Zugunsten der Bank of America Merrill Lynch, New York (USA) sowie zugunsten der Cerberus Capital Partners, New York (USA) jeweils:

1.

Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2.

Raumsicherungsübereignung der Vorratsbestände

3.

Kontenverpfändung Guthaben bei Kreditinstituten

Die im Rahmen der Finanzierung durch die Bank of America Merrill Lynch gesicherten Darlehen und Kreditlinien betragen nominal 45,0 Mio. USD (zum Bilanzstichtag 45,9 Mio. EUR) und valutieren mit 3,0 Mio. USD (zum Bilanzstichtag 3,1 Mio. EUR). Die Inanspruchnahme der Mittel erfolgte vollständig durch verbundene Unternehmen der LRE Medical GmbH.

Die im Rahmen der Finanzierung durch Cerberus Capital Partners, New York (USA) gesicherten Darlehen und Kreditlinien betragen nominal 96,0 Mio. USD (zum Bilanzstichtag 81,9 Mio. EUR) und valutieren mit 94,3 Mio. USD (zum Bilanzstichtag 80,5 Mio. EUR). Die Inanspruchnahme der Mittel erfolgte vollständig durch verbundene Unternehmen der LRE Medical GmbH.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den gewährten Sicherheiten, wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. v. § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz enthalten sind und auch nicht nach § 251 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, setzen sich wie folgt zusammen:

Miet- und Leasingverpflichtungen für: TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung 545
Fahrzeuge 180
Gebäude 851
Gesamt 1.576

Die zukünftigen Verpflichtungen verteilen sich vertragsgemäß auf folgende Geschäftsjahre:

TEUR
2022/23 640
2023/24 490
2024/25 76
2025/26 58
2026/27 60
2027/28 & später 252
Gesamt 1.576

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsätze lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten aufgliedern:

2021/22 2020/21
TEUR % TEUR %
Nach Tätigkeitsbereichen
Kleingeräte zur Glukosemessung 1.686 2,2 934 1,2
Analysegeräte 64.105 82,8 65.834 86
Entwicklung 11.594 15 9.823 12,8
Sonstige Erträge 0 0,0 0 0,0
77.385 100 76.591 100
Inland 34.523 44,6 32.741 42,7
Ausland 42.862 55,4 43.850 57,3
77.385 100,0 76.591 100,0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Das aktuelle Berichtsjahr enthält Zinsaufwendungen über 896 TEUR, die aus der Durchführung der Gewinnabführung aus Vorjahren resultiert. Die Zinsen werden gegenüber der Heptus 322. GmbH ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung:

Jürgen Neumann, Dipl. Betriebswirt (FH), Nürnberg

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, da nur ein Geschäftsführer Gehalt von der Gesellschaft bezieht.

Pensionsrückstellungen und Pensionszahlungen für frühere Organmitglieder

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung bestehen zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.438.

Pensionszahlungen wurden in Höhe von TEUR 156 geleistet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2021/22 2020/21
Gewerbliche Arbeitnehmer 99 93
Angestellte 156 144
255 237

Konzernverhältnisse

Die Anteile an der LRE Medical GmbH werden seit dem 18. September 2019 unmittelbar zu 100 % von der heptus 322. GmbH, München, Deutschland, gehalten. Damit ist die LRE Medical GmbH ein verbundenes Unternehmen zur AIS Global LP, Coeur d'Alene, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die LRE Medical GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss kann unter https://www.advancedinput.com/ abgerufen werden.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 52
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
52

Gewinnverwendungsvorschlag

Zwischen der LRE und der heptus 322. GmbH, München, wurde ab dem GJ 19/20 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, wobei die LRE Organgesellschaft und die heptus 322. GmbH Organträgerin sind. Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn, der sich zusammensetzt aus dem Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung von EUR 0 und dem Gewinnvortrag von EUR 15.434.799,22 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 6. April 2023

LRE Medical GmbH

Jürgen Neumann
(Geschäftsführer)

Entwicklung des Anlagevermögens 2021/22

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.10.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 30.9.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.268.831,82 169.795,61 0,00 25.061,25 2.463.688,68
2. Geleistete Anzahlungen 58.715,41 115.592,07 0,00 -25.061,25 149.246,23
2.327.547,23 285.387,68 0,00 0,00 2.612.934,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.065.620,94 189.743,74 0,00 0,00 6.255.364,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.505.426,60 1.970.907,63 76.951,38 0,00 5.399.382,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.314.357,67 363.292,26 214.793,03 0,00 4.462.856,90
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
13.885.405,21 2.523.943,63 291.744,41 0,00 16.117.604,43
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 406.602,59 0,00 0,00 0,00 406.602,59
406.602,59 0,00 0,00 0,00 406.602,59
16.619.555,03 2.809.331,31 291.744,41 0,00 19.137.141,93
Abschreibungen
Stand 1.10.2021 Abschreibungen Berichtsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen Stand 30.9.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.937.654,82 0,00 186.503,86 2.124.158,68
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.937.654,82 186.503,86 0,00 2.124.158,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.004.767,31 124.087,74 0,00 5.128.855,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.850.993,70 327.867,53 76.951,38 3.101.909,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.499.670,33 503.042,26 214.793,03 3.787.919,56
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
11.355.431,34 954.997,53 291.744,41 12.018.684,46
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 37.098,44 0,00 0,00 37.098,44
37.098,44 0,00 0,00 37.098,44
13.330.184,60 1.141.501,39 291.744,41 14.179.941,58
Buchwerte
Stand 30.9.2022 Stand 30.9.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 339.530,00 331.177,00
2. Geleistete Anzahlungen 149.246,23 58.715,41
488.776,23 389.892,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.126.509,63 1.060.853,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.297.473,00 654.432,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 674.937,34 814.687,34
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
4.098.919,97 2.529.973,87
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 369.504,15 369.504,15
369.504,15 369.504,15
4.957.200,35 3.289.370,43

Protokoll der Gesellschafterversammlung und Gesellschafterbeschluss

Minutes of Shareholders´ Meeting and Shareholders´ Resolution

heptus 322. GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München, Deutschland, mit Geschäftsanschrift in 86720 Nördlingen, Hofer Straße 5, als alleinige Gesellschafterin der LRE Medical GmbH (die "Gesellschaft"), hält hiermit unter Verzicht auf die Einhaltung aller Form- und Fristerfordernisse, welche Gesetz oder Gesellschaftsvertrag vorsehen, eine Gesellschafterversammlung ab und beschließt folgendes: heptus 322. GmbH, registered with the commercial register of the local court of Munich, Germany, with its business address in 86720 Nördlingen, Hofer Straße 5, being the sole shareholder of LRE Medical GmbH (the "Company"), having waived all requirements as to form and period of notice whether provided by law and/or the Articles of Association of the Company, hereby holds a shareholders´ meeting and resolve the following:
1. Der Jahresabschluss der LRE Medical GmbH zum 30. September 2022, dessen Jahresergebnis im Rahmen der Gewinnabführung an die heptus 322. GmbH in Höhe von 10.297.392,69 Euro abgeführt wurde, wird genehmigt. 1. The financial statements of LRE Medical GmbH as of September 30, 2022 whose profit has been transferred within the profit transfer agreement to heptus 322.GmbH in the amount of 10.297.392,69 Euro are approved.
2. Die Handlungen des Managements für die Zeit bis zum 30. September 2022 sind genehmigt. Es bestehen keine Ansprüche gegenüber dem Geschäftsführer und den, gem. §48 HGB, bestellten Prokuristen. 2. The acts of management for the period ending September 30, 2022 are approved. There are no claims against the Geschäftsführer and the authorized officers ("Prokuristen") according to §48 HGB (German commercial code).
3. Mazars,GmbH & Co. KG, Hamburg wird zum Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2023 bestellt (Start: 1. Oktober 2022; Ende: 30. September 2023). 3. Mazars GmbH & Co. KG, Hamburg is appointed as auditor for the fiscal year 2023 (starting: October 1, 2022; ending: September 30, 2023).

 

August 11th, 2023

Gesellschafter/ Shareholder

heptus 322. GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LRE Medical GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LRE Medical GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LRE Medical GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 6. April 2023

ba audit gmbh
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berlin

Steffen Langner
Wirtschaftsprüfer

ppa. Arne Stegmann
Wirtschaftsprüfer

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