DP World Logistics Industrial Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Luca Maximilian Paul Schulz seit 19.2.2025 | Geschäftsführer |
Andrea Lambauer seit 10.10.2024 | Prokura |
Jan Lohrengel seit 10.10.2024 | Prokura |
Katja Ottensmann-Stonjek seit 10.10.2024 | Prokura |
Daniel Oechsler seit 9.12.2019 | Prokura |
Hans van den Bosch seit 27.4.2007 | Prokura |
Björn Liedtke-Dernedde seit 14.2.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.90% | |
Imperial Holdings International B.V. | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Lehnkering Mineralstoffe GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
LEHNKERING Alpha GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (vormals: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG)DuisburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 31.12.2022Zusammengefasster Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr (vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022)des DP World Logistics Germany -Konzerns und der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (bis 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG), Duisburg1. VorbemerkungenDer vorliegende Lagebericht fasst den Lagebericht des DP World Logistics Germany Konzern ("DPWLG-Konzern") und den Lagebericht der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG ("DPWLG B.V. & Co. KG") zusammen. Die Informationen zum handelsrechtlichen Einzelabschluss der DPWLG B.V. & Co. KG sind im zusammengefassten Lagebericht in einem eigenen Abschnitt (4. Geschäftsentwicklung der DPWLG B.V. & Co. KG (HGB)) mit Angaben nach HGB enthalten. Der DPWLG-Konzern ist Teil der DP World-Gruppe mit der Konzernmutter DP World Limited, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate. Die europäischen Aktivitäten bzw. die europäischen Logistik-Aktivitäten der ehemaligen Imperial Logistics-Gruppe werden in der Imperial Mobility-Gruppe mit der Muttergesellschaft Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande, ("IMI BV") in den Niederlanden gebündelt, in die der DP World Logistics Germany Konzern einbezogen wird. Die Umfirmierung der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG in DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG erfolgte mit Eintragung vom 14. September 2023. Die Umfirmierung wie auch die Umstellung des Geschäftsjahres unter Einlegung eines sechsmonatigen Rumpfgeschäftsjahres ergaben sich aufgrund der Übernahme des Imperial-Konzern durch DP World. Insbesondere wurde der Abschlussstichtag auf den Stichtag der DP World umgestellt. Damit einhergehend ist die geschäftsführende Komplementärin Imperial Logistics International B.V. in DP World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en Breugel/Niederlande umfirmiert worden. Unserer internen Managementstruktur folgend sind die Aktivitäten in unseren Business Lines zwei Geschäftsfeldern zugeordnet, die die Aktivitäten im Bereich Freight und Contract Logistics umfassen. Unsere Lageberichterstattung und insbesondere die Ergebnisquellenanalyse orientieren sich an den beiden Geschäftsfeldern. 2. Grundlagen des KonzernsDie DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG ist Obergesellschaft des Konzerns und nimmt, vertreten durch die Geschäftsführung der Komplementärin, die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtkonzerns wahr. Hierzu gehören vor allem die strategische Ausrichtung des Konzerns, die Ressourcenallokation, das Führungskräfte- und Finanzmanagement sowie die Leitung des konzernweiten operativen Geschäfts der Geschäftsbereiche Freight mit den Business Lines Road, Express Freight sowie Air & Ocean einerseits und der Geschäftsbereich Contract Logistics mit den Business Lines Automotive, Industrial sowie Chemicals andererseits. Die Business Lines des Geschäftsbereichs Freight sind in den folgenden Bereichen aktiv: Die Business Line Road umfasst vielfältige Transportdienstleistungen mit Konzentration auf die Anforderungen unserer Kunden vor allem aus den Bereichen Automotive, Stahl und Chemie. Es werden auch Tank-Transporte, die ein entsprechendes Equipment verlangen, durchgeführt. Es werden neben einer großen Anzahl an eigene Zugmaschinen, Aufliegern sowie Tankcontainern auch eine Vielzahl von Subunternehmern eingesetzt. Als weiteres Tätigkeitsgebiet haben wir uns seit 2020 die sogenannte "Neue Seidenstraße" erschlossen - der Duisburger Hafen ist einer der End- bzw. Anfangspunkte eines der größten Infrastrukturprojekte der chinesischen Regierung, nämlich Transporte nach Europa auf dem Schienenweg durchzuführen. In der Business Line Express Freight ist der DPWLG-Konzern mit den deutschen Aktivitäten Teil des größten Express-Netzwerks in Westeuropa für palettierte Fracht. Die im Aufbau befindliche Business Line Air & Ocean ist auf dem Gebiet der Luft- und Seefrachtspedition tätig und erbringt Dienstleistungen rund um die Organisation von Luft- und Seefrachtsendungen für unsere Kunden einschließlich der Abwicklung von Zollaktivitäten. Durch die neue Zuordnung der Aktivitäten der früheren Business Line Consumer sind das Luft- und Seefracht-Geschäft in Schweden und China sowie die Abwicklung von Zollaktivitäten mit Wirkung zum 1. Januar 2022 dieser Business Line zugeordnet worden. Im Geschäftsbereich Contract Logistics sind die Business Lines in den folgenden Bereichen tätig: Die Business Line Automotive bietet für namhafte europäische Automobilhersteller und Automobilzulieferer kundenorientierte Logistikdienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette an. Zum Leistungsspektrum gehören vor allem Dienstleistungen wie Lagerlogistik, Vormontage, Ersatzteillogistik, Just-in-time- und Just-in-sequence-Belieferung von Montage- und Produktionslinien. Die Business Line Industrial bietet vor allem für Kunden aus der Stahlindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau kundenorientierte Dienstleistungen an. Diese umfassen leistungsfähige Logistikbausteine für die Produktionsversorgung und -entsorgung. Die produzierten Güter werden dem gewünschten Lager- oder Distributionskonzept zugeführt. Das Leistungsspektrum umfasst ferner auch Qualitätsprüfung, Verpackung und sonstige Nebenleistungen. Mit der Auflösung der früheren Business Line Consumer wurde das Geschäft rund um die Optimierung der Versorgung von Kunden mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren durch intelligente Beschaffungslogistik und Importlogistik für den Handels- und Konsumgütersektor integriert. Die Business Line Chemicals bietet Transport- und Logistikdienstleistungen für Kunden der chemischen Industrie an und kann als Full-Service-Dienstleister auf ein Netzwerk von eigenen und gemieteten Gefahrgutlägern zurückgreifen. Im laufenden und den vorangegangenen Geschäftsjahren wurde das Geschäftsmodell um die Lagerung von Batterien für Elektrofahrzeuge erweitert. Zusätzlich zu diesen Geschäftsfeldern werden in geringem Umfang innerhalb des DPWLG-Konzerns weitere ergänzende Dienstleistungen erbracht wie z.B. Versicherungsmaklerei und das Management externer Firmenwagenflotten. Die bedeutendsten Kunden des DPWLG-Konzerns sind vor allem große, namhafte Unternehmen aus den Bereichen Automobilherstellung, Chemie, Maschinenbau und Stahlerzeugung. Der Geschäftsverlauf und die Profitabilität unserer Geschäftsmodelle sind dabei insbesondere im Geschäftsbereich Contract Logistics an die Branchenentwicklung in den zuvor genannten Nachfrageindustrien gekoppelt. Zudem wirkt sich auch regelmäßig die Verfügbarkeit von Ressourcen im europäischen Speditionsgeschäft auf die Ertragslage aus. Neben den bezogenen Transportleistungen insbesondere im Bereich Road haben vor allem die Personalkosten im Geschäftsbereich Contract Logistics einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des DPWLG-Konzerns. Schwerpunkt der Leistungserbringung liegt unverändert in Deutschland. Daneben erwirtschaftet der DPWLG-Konzern aber auch im europäischen Ausland und hier vor allem in Polen, Ungarn sowie Großbritannien und Schweden 1 wesentliche Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse außerhalb von Europa sind vor allem im Geschäftsbereich Freight in China 2 und der Türkei gekennzeichnet und haben bisher keinen wesentlichen Anteil am Konzernumsatz. Die Vermögenslage ist geprägt durch die eigenen und gemieteten Lagerkapazitäten sowie die technischen Anlagen und Lagermaterialen zur Erbringung unserer Leistungen. Die Geschäftsführung hat im Rumpfgeschäftsjahr 01.07.2022 - 31.12.2022 den DPWLG-Konzern - unverändert gegenüber dem Vorjahr - anhand der folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:
Die DPWLG B.V. & Co. KG ist die Muttergesellschaft des DPWLG-Konzerns. Mit Verträgen aus Dezember 2022 wurden die Beteiligungen an folgenden Gesellschaften veräußert:
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren unterstützen das Management bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Demnach sind im DPWLG-Konzern und der DPWLG B.V. & Co. KG keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren vorhanden, die für die Geschäftstätigkeit des Konzernes von wesentlicher Bedeutung sind. 3. Wirtschaftsbericht3.1 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2022 war für den Welthandel im ersten Halbjahr weiterhin durch die Stockungen im Seeverkehr, die insbesondere von China ausgegangen waren, geprägt. Geopolitische Spannungen und hier insbesondere der Beginn des Ukraine-Russland-Krieges im ersten Halbjahr 2022 ließen die Energiepreise in vielen Ländern in die Höhe schnellen, so dass die Verbraucherpreisinflation in vielen Ländern auf ein jahrzehntelanges Hoch ansteigen. Obwohl sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den meisten Ländern abgeschwächt haben, haben die anhaltenden Wellen die Wirtschaftstätigkeit, insbesondere in China, weiterhin beeinträchtigt. Die vorgenannten Entwicklungen führten dazu, dass sich die Weltwirtschaft seit Jahresbeginn 2022 insgesamt deutlich abgeschwächt hat. Die Industrieproduktion gab im Wesentlichen im zweiten Halbjahr 2022 deutlich nach. Die weltwirtschaftliche Expansion - berechnet auf Basis der Kaufkraftparitäten - wuchs im Schlussquartal 2022 um knapp 1,8% und lag damit unter dem Anstieg für das Gesamtjahr 2022 (ca. 3,3%). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb die Konjunktur bei deutlichen regionalen Unterschieden zwar weiterhin aufwärtsgerichtet, blieb jedoch deutlich hinter den Wachstumsraten des Jahres 2021 zurück. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich hier um 2,6% (Vorjahr: 5,4%). Die Wachstumsraten für das dritte Quartal (0,5%) sowie das vierte Quartal (0,3%) lagen hierbei noch deutlich unter der Gesamtwachstumsrate für das Jahr 2022. (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Nr. 98 und Nr. 99).
1 Die Imperial Logistics AB, Schweden, wurde zum
1. Dezember 2022 veräußert.
Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland entwickelte sich im dritten Quartal noch leicht positiv (+0,5%) brach dann jedoch im vierten Quartal 2022 ein (-0,4%), hat sich aber im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 insgesamt deutlich abgeschwächt. Neben einem Anstieg der betrieblichen Investitionen (+5,4%) haben insbesondere auch die Warenexporte (+1,9%) sowie der private Konsum (+0,7%) zu dem moderaten Anstieg im dritten Quartal 2022 geführt. Dieser Anstieg wurde im Wesentlichen durch eine rückläufige Entwicklung bei Bauinvestitionen aufgrund gestiegener Finanzierungskosten (-0,9%) abgebremst. (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 101) Eine andere Entwicklung zeichnete sich jedoch im vierten Quartal 2022 ab. Bei einem deutlichen Rückgang der Bauinvestitionen (-2,9%) verzeichneten die sich im dritten Quartal noch positiv darstellenden Bereiche privater Konsum (-1,0%), betriebliche Investitionen (-3,6%) sowie die Exporte (-1,0%) deutlich negative Entwicklungen, so dass das Bruttoinlandsprodukt insgesamt rückläufig war. (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 101) Nach der Jahreswende hat sich die Weltproduktion zwar spürbar verbessert, ein nachhaltiger Aufschwung ist allerdings derzeit nicht erkennbar. Die Rohstoffpreise sind deutlich zurückgegangen, so dass nachlassender Inflationsdruck und nachlassende Probleme in den Lieferketten zu einem moderaten Anstieg der Konjunktur geführt haben. Die Industrieproduktion stieg entsprechend im ersten Quartal vor allem in China leicht an. Die Weltproduktion konnte im ersten Quartal des Kalenderjahres 2023 nur um 0,8% zulegen (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 103). Im ersten Halbjahr des Kalenderjahres 2023 expandierte die Weltwirtschaft mit sehr moderatem Tempo. Die aufgrund der massiv gestrafften Geldpolitik erwartete Rezession bleib jedoch aus. Es wird für das Gesamtjahr aktuell ein Wachstum der kaufkraftbereinigten Weltkonjunktur um 3,0 Prozent erwartet. Der Welthandel entwickelte sich im ersten Halbjahr 2023 leicht rückläufig. Die Investitionsneigung wird aufgrund höherer Finanzierungskosten und der sich weiterhin abzeichnenden Straffung der Geldpolitik abnehmen (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 103, 105). 3.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenNach einem Anstieg um 8,7% im Jahr 2021 wuchs der globale Kontraktlogistikmarkt im Jahr 2022 im Jahresvergleich nur um 2,9% auf einen Wert von Mrd. EUR 274 und weist damit - mit Ausnahme des Jahres 2020 - die niedrigste Wachstumsrate seit 2014 aus. Der moderate Anstieg ist auf die weltweite Konjunkturabschwächung und die daraus resultierende nachlassende Aktivität in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen. Die Konjunkturabschwächung zeigt sich insbesondere im Bereich E-CommerceLogistikmarkt, der im vergangenen Jahr um 5,2% auf etwa 418 Milliarden EUR zurückgegangen ist. Alle wesentlichen Regionen haben im Jahr 2022 wie im Vorjahr ein Wachstum des Kontraktlogistikmarktes erlebt, wobei der asiatisch-pazifische Raum mit ca. 105 Milliarden EUR und rund 38% als größter Kontraktlogistikmarkt nach Regionen überdurchschnittlich mit 4,3% wuchs, während die Regionen Europa (ca. 30%) und Nordamerika (ca. 26%) mit 1,9% bzw. 2,2% nur ein unterdurchschnittliches Wachstum erreichten (Quelle: DVZ vom 19.06.2023, DVV Media Group GmbH). Die Automobilindustrie konnte wider Erwarten ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion um 23% steigern, wobei ein Teil des Anstiegs der Inflation und damit höheren Verkaufspreisen geschuldet ist. Getrieben wurde das Umsatzwachstum primär durch das Wachstum des Auslandsgeschäftes (+29%), während das Inlandsgeschäft mit 12% sich weniger positiv entwickeltet (Quelle: VDA vom 20.06.2023). Im Straßengüterverkehr entfielen auf Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich, die fünf größten Volkswirtschaften Europas, im Kalenderjahr 2021 59,7% der gesamten Einnahmen. Der größte Markt in Europa mit Einnahmen von Mrd. EUR 72 und einem Marktanteil von 19,4% ist Deutschland. Von den größten europäischen Straßengüterverkehrsmärkten verzeichnete der deutsche Markt im Jahr 2021 mit 5,5% das langsamste reale Wachstum vor allem aufgrund der Probleme in der verarbeitenden Industrie, die sich zwar erholt, aber auch durch Beschränkungen bei der Versorgung mit wichtigen Produktionsgütern gebremst wurde. Der europäische Straßengüterverkehr 2022 zeigt ein Bild einer starken Erholung, wobei einige unvorhersehbare Faktoren ein unsicheres, herausforderndes und komplexes Marktumfeld schaffen. Die europäischen Straßenfrachtraten erreichten im ersten Quartal 2022 ein Allzeithoch, da steigender Kostendruck, Versorgungs- und Kapazitätsunterbrechungen, regulatorische Änderungen und Krieg in der Ukraine eine starke Mischung aus Tariftreibern schufen. Der europäische Straßengüterverkehrsmarkt wuchs im Jahr 2021 real um 9,4% und ist im Jahr 2022 um 3,5% gewachsen. Es wird erwartet, dass die Erholung bis 2027 anhalten wird, wobei von 2022 bis 2027 ein Marktwachstum von durchschnittlich 2,1% prognostiziert wird. Dabei wird erwartet, dass kleinere Straßengüterverkehrsanbieter überproportional unter dem Anstieg der Betriebskosten leiden. Der Fahrermangel bleibt weiterhin ein akutes Problem auf dem europäischen Markt, wobei Ende 2021 bereits insgesamt 380.000 bis 425.000 Fahrer fehlten (Quelle: https://www.ti-insight.com). Im Kalenderjahr 2022 sind die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Lieferketten der wesentliche Einflussfaktor für den Wirtschaftszweig Logistik. Das zweite Kalenderhalbjahr war vor allem durch einen weiteren starken Anstieg der Frachtraten gekennzeichnet, nachdem diese bereits im Kalenderjahr 2021 deutlich gestiegen sind. Der Preisindex der Frachtraten im Straßengüterverkehr in Deutschland ist in 2021 von 127,31 auf 135,02 im vierten Quartal gestiegen. Zum Jahresende 2022 ergab sich ein weiterer Anstieg auf 152,03, wobei der Höchststand mit 152,43 im dritten Quartal 2022 zu verzeichnen war. Wesentlicher Treiber in 2022 war der Ukraine-Krieg und die nochmals gestiegenen Kraftstoffpreise (Quelle: statista, Verkehr & Logistik, Preisindex der Frachtraten in Deutschland im Zeitraum 1. Quartal 2019 bis 4. Quartal 2022). Die im Vorjahr und teilweise bis in das dritte Quartal 2022 bestehenden Störungen im Containerverkehr haben sich im vierten Quartal 2022 weitestgehend aufgelöst. Die Lieferengpässe haben sich reduziert, was unter anderem auch auf die höhere Lagerhaltung der Industrie und der damit verbundenen sinkenden Nachfrage zurückzuführen ist (Quelle: BVL, Logistik-Indikator, Kommentar zum LogistikIndikator für das 4. Quartal 2022 von Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender des Vorstands der BVL). 3.3 GeschäftsverlaufIn den nachfolgenden Darstellungen wird jeweils der Wert des sechs Monate umfassenden Rumpfgeschäftsjahres mit dem Wert der entsprechenden Periode des Vorherigen Geschäftsjahres (Juli bis Dezember 2021) verglichen, wenn nicht explizit etwas anderes genannt wird. Die bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 aufgetretenen Beeinträchtigungen der Produktion unserer Kunden in der Automobilindustrie aufgrund von Lieferengpässen blieben bei unseren Hauptkunden vor allem in den deutschen Produktionswerken auch im Rumpfgeschäftsjahr 2022 ein Thema. Produktionsunterbrechungen und gedrosselte Produktionsvolumen nahmen zwar in den letzten sechs Monaten des Jahres 2022 an Bedeutung ab, letztlich hat die Verfügbarkeit von Bauteilen auch das Rumpfgeschäftsjahr weiterhin negativ beeinflusst. Gleichzeitig konnte im Rumpfgeschäftsjahr 2022 die Wachstumsstrategie, beeinflusst durch den Abschluss von zwei größeren Kundenaufträgen in der Automobilindustrie im Geschäftsjahr 2021/2022, welche nun entsprechend positive Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis entfalteten, fortgesetzt werden. Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar: Insgesamt war der Bereich Freight durch einen vor allem preisbedingten Umsatzanstieg gekennzeichnet. Die Frachtraten haben sich im Kalenderjahr 2022 deutlich erhöht. Hier spielen vor allem Kapazitätsengpässe, der Fahrermangel und die durch den Ukraine-Krieg nochmals deutlich gestiegenen Energiepreise eine wesentliche Rolle. Der Umsatz der Business Line Air & Ocean blieb trotz eines deutlichen Umsatzanstiegs gegenüber dem Vorjahr hinter der Prognose zurück, was vor allem auf geringere Volumina und deutlich reduzierte Frachtraten in der Türkei zurückzuführen ist. Die Türkei und Belgien wachsen nach wie vor unter herausfordernden Bedingungen. Während es zu Beginn des Jahres noch an Kapazitäten mangelte, schmälern nun deutlich gesunkene Frachtraten das Ergebnis. In der Business Line Road konnten die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich zwar deutlich gesteigert werden, welches aber zum Teil auf erhöhte Frachtraten und Dieselpreiserhöhungen zurückzuführen ist, die sich auch in den Kosten widerspiegeln, im Fall des Einsatzes von Subunternehmern sogar überproportional. Die hohe Nachfrage nach Liquid-Transportkapazitäten als Betätigungsfeld der Business Line Road im Rumpfgeschäftsjahr führte, wie bereits im gesamten Geschäftsjahr 2021/2022, zu einer hohen Auslastung der Kapazitäten, die allerdings durch die nicht ausreichende Verfügbarkeit von Kraftfahrern gebremst wurde. Da in diesem Bereich der Anteil an eigenen Fahrzeugen hoch ist, wirkten sich die Veränderungen der Frachtraten hier auch im Ergebnis aus. Der Ergebnisanstieg ist auf eine sehr hohe Auslastung der Vermögenswerte und eine hohe Nachfrage sowie ein gutes Spotgeschäft bis September zurückzuführen, das sich danach deutlich abkühlte. Der Umsatz im Betätigungsfeld der General Cargo lag deutlich über dem Vorjahreswert, jedoch unter Plan. Das operative Ergebnis brach in diesem Bereich deutlich ein. Das Ergebnis dieses Bereiches beinhaltet eine Rückstellung von Mio. EUR 3,7 für einen belastenden Vertrag. Das Geschäft musste mit festen vertraglichen Verkaufspreisen gestiegene Kosten tragen. Entsprechende Vertrags- und Preisanpassungen mit dem Hauptkunden wurden ausgehandelt, so dass die gebildete Rückstellung im nachfolgenden Geschäftsjahr reduziert werden wird. Da sich die Änderungen erst im neuen Geschäftsjahr ergeben haben und rechtlich wirksam vereinbart wurden, handelt es sich hierbei um wertbegründende Tatsachen. Im Betätigungsfeld Road Management ging der Umsatz hingegen deutlich zurück, da das Seidenstraßengeschäft fast zum Erliegen kam. Das operative Ergebnis liegt hier auf dem Niveau der Prognose, aber - unter dem Vorjahreswert, was auf die geringere Produktion in Rotenburg und die gestiegenen Einkaufsraten zurückzuführen ist, die den Kunden im Duisburger Geschäft noch nicht vollständig in Rechnung gestellt werden konnten. Die Entwicklung im Bereich Contract Logistics war im Rumpfgeschäftsjahre vor allem durch einen durch neue Verträge bedingten Umsatzanstieg gekennzeichnet. Die Business Line Automotive erzielte einen Umsatz deutlich über dem Wert des Vorjahreswert (Vergleich zu Jul-Dez 21) und auch deutlich über der Prognose. Hierbei wirkten sich erhöhte Volumina an den bestehenden Standorten Wolfsburg und Ingolstadt und vor allem die zusätzlichen Umsatzerlöse der beiden neuen Standorte eines Automobilherstellers in Leipzig und Kabelsketal aus. Das operative Ergebnis liegt in diesem Bereich um Mio. EUR 1,8 unter dem Prognosewert, aber Mio. EUR 5,2 über dem Vorjahreswert. Gegenüber der Prognose litten die meisten großen Standorte in Deutschland unter höheren Kosten für Zeitarbeitskräfte, die aufgrund des hohen Krankenstandes benötigt wurden. Dies konnte nur teilweise durch bessere Ergebnisse in Wilhelmshaven und Flechtorf sowie das Neugeschäft in Kabelsketal kompensiert werden. Die positive Abweichung zum Vorjahr ergibt sich vor allem aus neu abgeschlossenen Verträgen mit großen Automobilherstellern. Die Business Line Industrial entwickelte sich deutlich über dem Vorjahresniveau, was vor allem auf einen Neukunden in Dortmund, Preiserhöhungen und höhere Mengen an bestehenden Standorten zurückzuführen ist. Das Betätigungsfeld Stahllogistik lag über dem Vorjahresniveau, was auf höhere Absatzmengen an allen Standorten zurückzuführen ist. An einigen Standorten lag der Umsatz aber auch unter dem Plan. Das operative Ergebnis in diesem Bereich liegt um Mio. EUR 1,3 über der Prognose und somit genau auf dem Vorjahrniveau. Da der Standort in Stockstadt abweichend von der Planung nicht geschlossen wurde und der Geschäftsbetrieb weiterläuft, fielen die prognostizierten Stilllegungskosten nicht an. Auch bessere operative Ergebnisse in Bocholt, Dortmund und aus Projekten tragen zur positiven Entwicklung bei. Die Business Line Chemicals konnte das Geschäft mit der Lagerung weiter ausbauen. Insbesondere die maßgeschneiderten Lösungen und die schnelle Umsetzung der Anforderungen der Kunden führten zu einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse. Daneben zeichnete sich während des Geschäftsjahres eine anhaltend hohe Nachfrage nach Lagerkapazitäten ab, die sich insbesondere an den Standorten Hamburg und Magdeburg auswirkte. Das Ergebnis der Business Line liegt über dem Vorjahreswert und über Plan, was auf deutlich bessere Volumina und Margen in den Bereichen Lager und Transport zurückzuführen ist. Der Geschäftsverlauf im Rumpfgeschäftsjahr 2022 war erneut von einer hohen Volatilität gekennzeichnet und weiterhin bestehenden Herausforderungen aufgrund der geopolitischen Konflikte, der angespannte Situation in den Lieferketten, dem weiterhin hohen Preisniveau und der konjunkturellen Eintrübung. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2021/2022 konnten die Konzerngesellschaften trotz der vielen negativen Einflüsse insgesamt eine Zunahme der Geschäftsaktivitäten verzeichnen und aufgrund einer leichten Entspannung der Lieferkettenengpässe die Ergebnissituation in Teilbereichen verbessern, während die Entwicklung in anderen Bereichen wenig zufriedenstellend verlief. 3.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des DPWLG-KonzernsDie nachfolgend dargestellten Werte der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sind aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres vom 01.07.2022 bis zum 31.12.2022 nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. 3.4.1 ErtragslageDer Umsatz und weitere Ergebnisgrößen haben sich wie folgt entwickelt:
Der Konzernumsatz beträgt für das Rumpfgeschäftsjahr Mio. EUR 438,4 und liegt somit deutlich unter dem Vorjahreswert. Extrapoliert auf zwölf Monate erhöht er sich gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich um 14,7% auf Mio. EUR 876,8. Die positive Entwicklung ist dabei in beiden Geschäftsbereichen zu verzeichnen, wobei die Business Lines Air & Ocean im Bereich Freight sowie Automotive im Bereich Contract Logistics die größten Beiträge leisteten. Der Umsatz der Business Line Air & Ocean wurde insbesondere durch einen Anstieg der Umsatzerlöse in der Türkei positiv beeinflusst, während neue Großaufträge und der im Vorjahresvergleich wegfallende teilweise Produktionsstopp zu höheren Volumina und Umsätzen bei Automotive beitrugen. Der Geschäftsbereich Freight umfasst die Bereiche Air & Ocean, Road und Express Freight. Trotz sinkender Frachtraten im Bereich Air & Ocean konnte der Umsatz in der Türkei, bedingt durch den Aufbau eines neuen Vertriebsteams gesteigert werden, wobei hingegen die Länder China und Schweden eine negative Entwicklung zeigen. Der Bereich Road entwickelte sich ebenfalls positiv, was einerseits auf höhere Raten und andererseits auf höhere weiterbelastete Dieselkosten zurückzuführen ist, die im Gegenzug auch die Kosten entsprechend erhöhten. In Folge dieser höheren Raten konnte der Umsatz in den Bereichen Liquid Cargo und General Cargo gesteigert werden. Negativ entwickelte sich der Umsatz im Bereich Road Management, da das Seidenstraßengeschäft fast vollständig zum Erliegen kam. Das Volumen für palettierte Fracht war im Netzwerk rückläufig, dennoch konnte der Umsatz aufgrund von Preissteigerungen erhöht werden. Nach dem Wegfall der teilweisen Produktionsunterbrechungen des Jahres 2021 in der wichtigsten Business Line Automotive hat sich der Umsatz im Geschäftsbereich Contract Logistics ebenfalls positiv entwickelt. Neben höheren bzw. im Vorjahresvergleich stabileren Volumina haben insbesondere auch neue Großaufträge zu der Erhöhung im Bereich Automotive beigetragen. Dennoch liegt der Operating Profit in diesem Bereich Mio. EUR 1,8 unter dem Prognosewert, aber Mio. EUR 5,2 über dem Vorjahreswert. Gegenüber der Prognose litten die großen Standorte in Deutschland unter höheren Kosten für Zeitarbeitskräfte, die aufgrund des hohen Krankenstandes benötigt wurden. Dies konnte nur teilweise durch bessere Ergebnisse in Ingolstadt, Wilhelmshaven und Flechtorf sowie das Neugeschäfte in Kabelsketal und Brüssel kompensiert werden. Die positive Abweichung zum Vorjahr ergibt sich aus den neuen Standorten Kabelsketal, Leipzig, Wilhelmshaven und Ingolstadt sowie aus allen Standorten in Polen und Ungarn. Der Umsatz im Bereich Industrial konnte sowohl im Tätigkeitsbereich Machinery & Equipment als auch im Tätigkeitsbereich Steel Logistics gesteigert werden. Das Betätigungsfeld Machinery & Equipment profitierte hierbei sowohl von einem großen Neukundenauftrag als auch höheren Preisen und Volumina, während der Anstieg im Segment Steel im Wesentlichen auf höhere Volumina zurückzuführen ist. Die Business Line Chemicals profitierte weiterhin von steigenden Nachfrage nach Lagerkapazitäten sowohl durch Bestandskunden als auch Neukunden. Darüber hinaus konnten auch höhere Raten gegenüber den Kunden durchgesetzt werden. Die im Vorjahresvergleich deutlich um rund Mio. EUR 11,7 zurückgegangenen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von nicht mehr benötigten Risikovorsorgen aus Garantiezusagen im Zusammenhang mit Geschäftsveräußerungen in den Vorjahren. Die betrieblichen Aufwendungen (Mio. EUR 423,1; Vorjahr: Mio. EUR 724,4) sind aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres deutlich zurückgegangen. Die auf zwölf Monate extrapolierten betrieblichen Aufwendungen sind dagegen mit einer Veränderung von 16,8% deutlich gestiegen, wobei der Personalaufwand mit 18,0%, der Materialaufwand mit 12,4% und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 21,8% deutlich gestiegen sind. Der auf 12 Monate extrapolierte erhöhte Personalaufwand (Mio. EUR 340,8, Vorjahr: Mio. EUR 288,8) steht im Zusammenhang mit der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 7.084 Beschäftigen auf 8.075 Beschäftigte (+13,9%) bedingt durch die Geschäftsausweitung sowie den Lohn- und Gehaltssteigerungen aus tarifvertraglichen Regelungen. Insbesondere die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten haben zur Steigerung des auf 12 Monate extrapolierten Materialaufwands um 12,4% geführt. Die planmäßigen Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens, einschließlich der Nutzungsrechte an Vermögenswerten, belaufen sich im Rumpfgeschäftsjahr auf Mio. EUR 31,7 und extrapoliert auf zwölf Monate Mio. EUR 63,4. Demnach sind die Abschreibungen im Vorjahresvergleich geringfügig um 1,1% gestiegen. Insbesondere die extrapolierten Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte sind aufgrund neu abgeschlossener Leasingvereinbarungen für Lagerflächen angestiegen. Dem stehen geringfügig geringere planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gegenüber. Im Gegensatz zum Vorjahr erfolgten im Rumpfgeschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von Mio. EUR 0,5 auf aktivierte Nutzungsrechte (2021/2022 außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte in Höhe von Mio. EUR 0,9). Trotz der Beendigung von Finanzierungsleasingverträgen im April 2021 im Zusammenhang mit der Veräußerung der internationalen Shipping-Aktivitäten, welche sich erstmals im Rumpfgeschäftsjahr voll auswirkten, stieg der Zinsertrag aufgrund eines insgesamt steigenden Zinsniveaus bei leicht rückläufigen Geldanlagen bei Schwestergesellschaften aus dem Konzern bei einer entsprechenden Extrapolation an. Die Zinsaufwendungen liegen mit Mio. EUR 4,7 unter dem Wert des Vorjahres (Mio. EUR 6,7), sind extrapoliert auf zwölf Monate jedoch gestiegen. Hierin spiegelt sich trotz gesunkener Finanzverbindlichkeiten der Anstieg der Zinssätze sowohl bei den festverzinslichen Darlehen und Leasingverbindlichkeiten als auch insbesondere bei den variabel verzinslichen Kontokorrentkrediten wider. Aufgrund des negativen Ergebnisses insbesondere im deutschen Organkreis sind keine hohen Aufwendungen für Ertragsteuern zu verzeichnen. Der wesentliche Effekt bei den latenten Steuern ergibt sich aus einer Korrektur der Bewertung steuerlicher Verlustvorträge im deutschen Organkreis, da mit einer künftigen Nutzung dieser Verlustvorträge innerhalb der kommenden vier Jahre nicht gerechnet wird. Im Sonstigen Ergebnis des DPWLG-Konzerns wurden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Einheiten (Mio. EUR 0,3; Vorjahr: Mio. EUR 0,9) sowie Effekte aus der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen (Mio. EUR -1,8; Vorjahr: Mio. EUR 11,4) einschließlich darauf zu bildender latenter Steuern erfasst. Daneben wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2022 Abwertungen auf im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern in Höhe von Mio. EUR 1,2 vorgenommen. Das Konzernjahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert und sank um Mio. EUR 14,5 auf einen Konzernjahresfehlbetrag von Mio. EUR 24,3. Der Operating Profit als bedeutsamster Leistungsindikator des DPWLG-Konzerns leitet sich aus dem operativen Ergebnis wie folgt ab:
Die Aufwendungen für die Integration in den DP World-Konzern als neuer Gesellschafter der gesamten DPWLG-Gruppe beinhaltet die nach Abschluss der Transaktion im Februar 2022 entstandenen Aufwendungen, vor allem die Grunderwerbsteuer in Deutschland. Die Wertaufholungen auf langfristige Vermögenswerte betreffen aktivierte Nutzungsrechte an gemieteten Immobilien. 3.4.2 VermögenslageDie Vermögenslage des DPWLG-Konzerns ist im Geschäftsjahr vor allem durch den Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte um Mio. EUR 30,0 und hier insbesondere durch die geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR 116,0; Vorjahr: Mio. EUR 134,4) und der übrigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte (Mio. EUR 105,4; Vorjahr: Mio. EUR 117,9) gekennzeichnet. Hierin spiegelt sich insbesondere der Rückgang der Finanzverrechnungskonten gegenüber nahestehenden Unternehmen um Mio. EUR 15,3 wider. Bei den langfristigen Vermögenswerten ist ein Rückgang um Mio. EUR 23,7 auf Mio. EUR 238,9 zu verzeichnen, was im Wesentlichen auf eine Verminderung der aktivierten Nutzungsrechte (Mio. EUR 9,1) sowie einen deutlichen Rückgang der aktivierten latenten Steuern (Mio. EUR -10,6) zurückzuführen ist. Den Zugängen bei den aktivierten Nutzungsrechten in Höhe von Mio. EUR 15,7 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 24,6 gegenüber, so dass sich der Buchwert im Rumpfgeschäftsjahr um insgesamt Mio. EUR 9,1 reduziert hat. Der Rückgang der aktiven latenten Steuern resultiert aus der teilweisen Neubewertung steuerlicher Verlustvorträge (Mio. EUR 9,2), da mit einer Nutzung dieser Verlustvorträge in den nächsten vier Jahren nicht zu rechnen ist. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert und betrugen im Rumpfgeschäftsjahr Mio. EUR 5,9 (Vorjahr: Mio. EUR 16,0). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen hat sich das Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr um Mio. EUR 1,2 verringert. Die negative Eigenkapitalentwicklung im Rumpfgeschäftsjahr (Mio. EUR -27,7) ist auf das negative Konzerngesamtergebnis in Höhe von Mio. EUR 27,5 sowie auf erfolgte Gewinnausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von Mio. EUR 0,2 zurückzuführen. Das Eigenkapital, das auf die Anteilseigner der DPWLG B.V. & Co. KG entfällt, reduzierte sich um Mio. EUR 27,9 auf Mio. EUR 180,5. Bezogen auf das gesamte Eigenkapital einschließlich der Minderheitenanteile blieb die Eigenkapitalquote trotz des negativen Gesamtergebnisses aufgrund der reduzierten Bilanzsumme mit 37,6% (Vorjahr: 39,0%) relativ konstant. Die Pensionsverpflichtungen erhöhten sich im Wesentlichen bewertungsbedingt um netto Mio. EUR 1,9, wobei der Inanspruchnahme in Höhe von Mio. EUR 1,1 Zuführungen in Höhe von Mio. EUR 0,9 entgegenstehen. Bewertungseffekte in Höhe von Mio. EUR 2,1 wurden als Verminderung des Eigenkapitals im Sonstigen Ergebnis der Gesellschaft erfasst. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 2,6 auf Mio. EUR 24,5 ist insbesondere auf die Zuführung für belastende Verträge mit vertraglich festgelegten Verkaufspreisen bei gestiegenen Kosten in Höhe von Mio. EUR 3,7 zurückzuführen. Das Working Capital reduzierte sich insbesondere aufgrund des Rückgangs der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um insgesamt Mio. EUR 16,7, so dass sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 folgendes Bild ergibt:
3.4.3 FinanzlageAusgehend vom EBITDA (Mio. EUR 19,9) ist der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit vor allem durch den Rückgang des Working Capitals im Geschäftsjahr gekennzeichnet, das sich um rund Mio. EUR 16,7 vermindert hat. Insgesamt ist der operative Cashflow im Rumpfgeschäftsjahr mit Mio. EUR 27,7 (Vorjahr: Mio. EUR 6,7) deutlich gestiegen und weiterhin positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt Mio. EUR -7,6. Den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Mio. EUR 6,2 sowie den Auszahlungen im Rahmen der Verkäufe von Tochterunternehmen (Mio. EUR -1,0) und aus sonstigen langfristigen Vermögenswerten (Mio. EUR -1,1) stehen Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 0,8 gegenüber. Der negative Cashflow aus den Unternehmensverkäufen resultiert vor allem daraus, dass ein Teil der Kaufpreise zum 31.12.2022 noch nicht zahlungswirksam war. Der Finanzierungscashflow zeigt mit Mio. EUR -13,4 im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 4,0) eine deutlich negative Entwicklung. Der Mittelzufluss aus den Finanzverrechnungskonten mit nahestehenden Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 15,2 reichte nicht aus, um insbesondere die Mittelabflüsse aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (Mio. EUR -24,8) sowie anderen Finanzschulden in Höhe von Mio. EUR -4,5 (hier insbesondere Kontokorrentkredite) zu kompensieren. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, erhöhte sich um Mio. EUR 6,6 auf Mio. EUR 19,2. Im Zusammenhang mit einer bestehenden Vereinbarung über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Factoring) werden regelmäßig Forderungen veräußert und damit ausgebucht. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen mit einem Nominalvolumen in Höhe von Mio. EUR 65,1 veräußert worden. Die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften waren zum Bilanzstichtag in die Konzernfinanzierung des DP World-Konzerns in Europa eingebunden. Die Konzernfinanzierung wird über die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V., Son en Breugel/Niederlande, sichergestellt, die über eine zum Stichtag bis Oktober 2023 terminierte Kreditlinie mit einem Bankenkonsortium verfügte. Diese Kreditlinie war durch die ehemalige Konzernmuttergesellschaft Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika, garantiert. Die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG haftete nicht für diese Kreditlinie. Die vereinbarten Covenants für diese Kreditlinie, die sich auf die Konzernbilanz des Mutterkonzerns Imperial Logistics Ltd., Südafrika beziehen, wurden halbjährlich überprüft und waren zum 31. Dezember 2022 eingehalten. Diese bis Oktober 2023 laufende Finanzierung wurde zwischenzeitlich abgelöst. Für die nach wie vor vorhandene Factoring Linie gelten die bisherigen Covenants unverändert fort und beziehen sich auf den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande. Die neue ultimative Konzernobergesellschaft DP World Limited, Dubai/VAE (Übergang der Beherrschung am 14. März 2022) hat über ihre Tochtergesellschaft DP World FZE, Dubai/UAE an die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V. ein Darlehen in Höhe von Mio. USD 213 mit einer Laufzeit von 3 Jahren ausgereicht, welches indirekt auch dem DP World Logistics Germany Konzern zur Verfügung steht. Ferner hat die DP World Logistics Europe B.V. als neue europäische Obergesellschaft des DPWLG-Konzerns sowie der syncreon Europe ein externes Mio. USD 275 Darlehen mit einer Laufzeit bis November 2026 bei einem Bankenkonsortium aufgenommen, welches ebenfalls zur Finanzierung des europäischen Teilkonzerns und damit auch anteilig dem DPWLG Konzern zur Verfügung steht. Die Strategie der DP World ist es, die Region Europa, dann bestehend aus der ehemaligen syncreon Europa und der ehemaligen Imperial Europa, zentral aus Dubai zu finanzieren. Working Capital Bedarf soll bilateral über Bank Facilities und Garantielinien gedeckt werden. Daneben stehen dem Konzern aktuell noch weitere eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 15,3 sowie eine Factoring Linie in Höhe von Mio. EUR 70 und Garantielinien von insgesamt Mio. EUR 9,5 zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Forderungen gegen Schwestergesellschaften in Höhe von Mio. EUR 95,2. Die DP World Logistics Europe B.V. (ehemals: Syncreon NewCo B.V.) hat am 4 .Dezember 2023 gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF) eine harte Patronatserklärung abgegeben und sich verpflichtet die IMF für einen Zeitraum von mindestens 15 Monaten ab dem Datum der Erklärung mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, um sie in die Lage zu versetzen, die Darlehensverbindlichkeiten von Mio. EUR 124 gegenüber der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG zu bedienen und diese somit in die Lage zu versetzen, jederzeit in der Lage zu sein, fällige Verbindlichkeiten zu begleichen und ihr Geschäft fortzusetzen. 3.5 Zielerreichung der PrognoseDie Auswirkungen angespannter Lieferketten in unseren wichtigsten Kundensegmenten sowie stark steigende Preise aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energie haben das Rumpfgeschäftsjahr 2022 negativ beeinträchtigt. Darüber hinaus hat die sich im zweiten Halbjahr deutlich abschwächende Konjunktur, einhergehend mit einer weiterhin hohen Inflation und hohen Energiepreisen, sowohl die Nachfrage als auch die Frachtraten im Geschäftsbereich Freight deutlich abnehmen lassen. Der Ukraine-Krieg hat das Seidenstraßengeschäft fast vollständig zum Erliegen gebracht. Gleichzeitig konnten wir aber unsere Erwartungen an die Gewinnung von Neugeschäft übertreffen und in beiden Geschäftsbereichen zulegen. Unsere Prognose für das Rumpfgeschäftsjahr 2022 berücksichtigte die fortgeführten Geschäftstätigkeiten des DPWLG-Konzerns. Für unsere Kernsteuerungsgröße Umsatzerlöse konnten wir die Prognose für das Rumpfgeschäftsjahr 2022 erreichen. Beim Umsatz ist es vor allem das Neukundengeschäft, das zu einem Umsatzanstieg geführt hat. Die Kernsteuergröße Operating Profit liegt mit Mio. EUR -9,4 deutlich unter unserem Prognosekorridor von Mio. EUR -2 und Mio. EUR 2. Der Operating Profit ist insbesondere durch die Ergebnisse des Geschäftsbereichs Freight negativ beeinflusst. Das fast vollständig zum Erliegen gekommene Seidenstraßengeschäft hat hier wesentlich die Entwicklung der Gruppe negativ beeinträchtigt. Im Geschäftsbereich Contract Logistics sind trotz positiver Ergebnisbeiträge aus dem Neugeschäft vor allem die Ergebnisse im Segment Automotive hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Die erwartete starke Verbesserung des Jahresergebnisses ist im Rumpfgeschäftsjahr ausgeblieben und das Jahresergebnis war widererwartend nicht lediglich leicht negativ, sondern nach wie vor deutlich negativ, wenn auch bei Hochrechnung auf zwölf Monate gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich spürbar verbessert. 3.6 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen EntwicklungDas Geschäftsjahr 2022 war im DPWLG-Konzern bisher weiterhin durch eine hohe Volatilität, bedingt durch die anhaltenden Störungen der Lieferketten sowie die Folgewirkungen des seit Februar 2022 anhaltenden Krieges in der Ukraine im Konflikt mit Russland, geprägt. Ferner ereigneten sich insbesondere im Bereich Automotiv einige unerfreuliche Entwicklungen. Der Umsatz ist vor allem durch die gestiegenen Frachtraten und die Anpassung der Preise für Logistik- und Transportdienstleistungen geprägt. Gleichzeitig konnten wir im Geschäftsbereich Kontraktlogistik neue Kundenaufträge gewinnen und die Tätigkeit aufnehmen. Die gedrosselte Produktion in der Automobilindustrie aufgrund von Lieferengpässen - vor allem Halbleiter - führte zu einer schwankenden Auslastung und wirkte sich negativ auf den Umsatz und den Operating Profit aus. Die hohe Inflation und die mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs nochmals gestiegenen Energiekosten haben sich auch im Rumpfgeschäftsjahr 2022 weiterhin negativ ausgewirkt. Hinzu kam die einsetzende konjunkturelle Abkühlung und das hohe Zinsniveau. Der Umsatz liegt vollständig innerhalb der erwarteten Bandbreite, der Operating Profit blieb jedoch aufgrund einiger Sondereffekte deutlich hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere die operative Performance ist im Bereich Automotive durch die gedrosselte Produktion und hohe Krankenquoten sehr deutlich negativ beeinflusst worden. Trotz der vorliegenden Unwägbarkeiten können wir das Ergebnis des DPWLG-Konzerns somit insgesamt nicht als positiv beurteilen. Auch unter Berücksichtigung der makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen beurteilen wir den Geschäftsverlauf insgesamt nicht als zufriedenstellend. 4 Geschäftsentwicklung der DPWLG B.V. & Co. KG (HGB)Die Geschäftsentwicklung der DPWLG B.V. & Co. KG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des DPWLG-Konzerns. Der Ausblick für den DPWLG-Konzern spiegelt aufgrund der Verflechtungen mit den Tochtergesellschaften und der Bedeutung der DPWLG B.V. & Co. KG in der DPWLG-Gruppe größtenteils auch die Erwartungen für die DPWLG B.V. & Co. KG wider. Daher gelten die vorstehenden Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den DPWLG-Konzern überwiegend auch für die DPWLG B.V. & Co. KG. Die Ertragslage der DPWLG B.V. & Co. KG wird maßgeblich durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften bestimmt. Seit der Verschmelzung von insgesamt drei Tochtergesellschaften mit Wirkung zum 1. Juli 2021 trägt die DPWLG wesentliche Teile des Automotive-Geschäfts als Bestandteil des Geschäftsbereichs Contract Logistics. In ihrer Funktion als Konzernmuttergesellschaft bestimmt das Jahresergebnis der DPWLG B.V. & Co. KG die Möglichkeiten, Ergebnisse an die Gesellschafter und über die Beteiligungskette an die Konzernmuttergesellschaft in Dubai auszuschütten. Daher stellt das Jahresergebnis den bedeutsamsten Leistungsindikator der DPWLG B.V. & Co. KG dar. Es ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der unterschiedlichen Länge der Geschäftsjahre - das am 31.12.2022 endende Rumpfgeschäftsjahr umfasst lediglich einen Zeitraum von sechs Monaten, während das vorhergehende Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 einen Zeitraum von zwölf Monaten umfasst - die nachfolgenden Angaben nur bedingt mit den Vorjahresangaben vergleichbar sind. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden bestimmte Positionen auf 12 Monate linear extrapoliert. 4.1 Ertragslage der DPWLG B. V. & Co. KG (HGB)Kurzfassung der Gewinn- und Verlustrechnung der DPWLG:
Die Entwicklung der Ertragslage der DPWLG B.V. & Co. KG war im vorherigen Geschäftsjahr 2021/2022 maßgeblich durch einen Verschmelzungsverlust in Höhe von Mio. EUR 54,1 als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen gekennzeichnet. Dieser Effekt war einmalig und trat im Rumpfgeschäftsjahr nicht erneut auf. Die Entwicklung im Rumpfgeschäftsjahr 2022 wurde maßgeblich durch eine Ausweitung des Geschäftes im Bereich der Automobil-Logistik insbesondere durch die Erweiterung des Geschäftes um die Standorte Leipzig und Kabelsketal gekennzeichnet. Die Umsatzerlöse resultieren vor allem aus der Erbringung von Logistikdienstleistungen im Automotive-Bereich und sind deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Da ein neuer Großauftrag bereits gegen Ende des vorherigen Geschäftsjahres erfolgreich angelaufen war und ein weiterer neuer Großauftrag das Leistungsspektrum der Gesellschaft erweiterten und daneben auch das Volumen an den bestehenden Standorten Wolfsburg und Ingolstadt nach dem durch teilweise Produktionsunterbrechungen gekennzeichneten Vorjahr wieder auf einem wieder verbesserten Niveau lagen, konnte der Umsatz in den sechs Monaten auf Mio. EUR 144,0 (sechs Monate) nach Mio. EUR 218,7 im zwölf Monate umfassenden Vorjahr extrapoliert betrachtet (Mio. EUR 288,0) gesteigert werden. Es wurden dabei Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen der DPWLG B.V. & Co. KG in Höhe von Mio. EUR 12,5 (Vorjahr: Mio. EUR 25,1) erzielt. Diese bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres. Die oben dargestellten betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben dem Materialaufwand, den Personalkosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch die sonstigen betrieblichen Erträge und stellen daher eine Nettogröße dar. Aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen resultiert ein Ertrag in Höhe von Mio. EUR 3,8 (Vorjahr: Mio. EUR 5,4), der mindernd in den betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt ist. Der auf zwölf Monate extrapolierte Materialaufwand (EUR 81,1 Mio; Vorjahr: EUR 56,0 Mio) hat sich hierbei im Rumpfgeschäftsjahr (sechs Monate) aufgrund der Ausweitung der Umsatzerlöse und der neuen Standorte erhöht. Aus dem gleichen Grund erhöhten sich auch die Personalaufwendungen auf Mio. EUR 87,5 (Vorjahr - 12 Monate: Mio. EUR 133,5) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden im Vorjahr vor allem durch den Verschmelzungsverlust in Höhe von Mio. EUR 54,1 beeinflusst, bereinigt um diesen Effekt liegt der Wert des Rumpfgeschäftsjahres exakt auf dem intrapolierten Niveau des Vorjahres. Die Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen haben sich aufgrund des Auslaufens der Nutzungsdauer einiger Anlagen im Rumpfgeschäftsjahr bzw. bereits davor sowie aufgrund der Veräußerung der Lagerausstattung eines Standortes gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 6,1) auf Mio. EUR 2,6 reduziert. Die Wertminderungen betrafen im Vorjahr die Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen. Im Rumpfgeschäftsjahr war keine entsprechende Abwertung erforderlich. Das Beteiligungsergebnis der DPWLG B.V. & Co. KG ist im Rumpfgeschäftsjahr vor allem durch hohe Aufwendungen aus der Verlustübernahme einiger Tochtergesellschaften, auch aus dem Bereich Automotive belastet worden, während aus Ergebnisabführungen insbesondere aus dem Bereich Chemicals nicht ausreichten, um die negativen Effekte zu kompensieren, so dass insgesamt ein negatives Beteiligungsergebnis von Mio. EUR - 9,9 (Vorjahr: Mio. EUR + 0,5) erzielt wurde. Das negative Finanzergebnis (Mio. EUR -1,7, Vorjahr: Mio. EUR -3,9) hat sich gegenüber dem Vorjahr unter Berücksichtigung der halbierten Dauer des Geschäftsjahres, leicht verbessert. Die DPWLG B.V. & Co. KG ist Organträgerin für die Gewerbesteuer aller Tochtergesellschaften des Konzerns in Deutschland. Die Ertragsteuern, bestehend aus der Gewerbesteuer, berücksichtigen daher insbesondere die Ergebnisse der deutschen Tochtergesellschaften. Aufgrund des negativen Ergebnisses vor Steuern ist für das Geschäftsjahr kein Gewerbesteueraufwand entstanden. Der Jahresfehlbetrag wurde mit den Rücklagen als Bestandteil des Eigenkapitals der Gesellschaft verrechnet. 4.2 Vermögens- und Finanzlage der DPWLG B.V. & Co. KGDie Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresabschlussstichtag leicht um Mio. EUR 3,5 auf Mio. EUR 438,8 erhöht. Das Anlagevermögen hat sich hierbei unter anderem aufgrund der über die Reinvestitionen hinausgehender planmäßiger Abschreibungen um insgesamt Mio. EUR 2,5 auf Mio. EUR 175,0 vermindert, wobei die Verminderung im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung auch auf die Veräußerung der Lagereinrichtung eines Standorts zurückzuführen ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insgesamt um Mio. EUR 4,8 auf Mio. EUR 246,3 vermindert. Hierbei resultiert der größte Effekt aus dem Ausgleich einer im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderung auf Erstattung von Pensionsverbindlichkeiten im Rahmen der Übernahme eines Standortes (Mio. EUR 2,6). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen berücksichtigen insbesondere kurzfristige Finanzforderungen. Die DPWLG B.V. & Co. KG ist an das Cash-Pooling mit der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF), einer Schwestergesellschaft aus der ehemaligen Imperial Logistics-Gruppe, angeschlossen und partizipiert hierdurch an der europäischen Konzernfinanzierung der Imperial Mobility-Gruppe. Die Finanzforderungen gegen die IMF betragen zum Bilanzstichtag Mio. EUR 124,0. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich deutlich um Mio. EUR 11,7 auf Mio. EUR 11,9 erhöht, was sich auf der Passivseite der Bilanz vor allem in einem ebenfalls erhöhten Saldo auf den Finanzverrechnungskonten mit anderen Gruppenunternehmen widerspiegelt. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund der Belastung des Jahresfehlbetrages des Rumpfgeschäftsjahres in Höhe von Mio. EUR 14,2 auf den Rücklagenkonten entsprechend vermindert. Die Rückstellungen haben sich insbesondere im Bereich der sonstigen Rückstellungen vermindert. Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,7 auf Mio. EUR 26,2 zurückgegangen. Dies steht vor allem im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen für nicht mehr benötigte Risikovorsorgen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Tochtergesellschaften in der Vergangenheit (Mio. EUR 1,6 Auflösung). Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um Mio. EUR 18,1 erhöht. Neben einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besonders durch erhöhte Salden im Rahmen des Factorings (Mio. EUR 1,2) waren insbesondere deutlich gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hierfür ursächlich (Mio. EUR 17,3). Die IMF verfügt zum Stichtag aus einer langfristigen revolvierenden Kreditlinie über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 317,0. Die DPWLG B.V. & Co. KG verfügt zudem über eigene Kreditlinien, von denen zum Stichtag Mio. EUR 17,4 noch zur Verfügung stehen. Wir verweisen auf die zuvor unter Punkt 3.4 gemachten Aussagen zur Finanzierung. Die DPWLG B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als konzernfinanzierende Muttergesellschaft ist im Hinblick auf die deutschen Tochtergesellschaften die Cash-Pool-Führerin. Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling in Höhe von Mio. EUR 143,0 und finanzielle Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von Mio. EUR 161,3. Die DPWLG B.V. & Co. KG selbst verfügt zum Stichtag über eigene Liquide Mittel in Höhe von Mio. EUR 11,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,2). Weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich im Zusammenhang mit erbrachten Konzerndienstleistungen an Tochtergesellschaften innerhalb des DPWLG-Konzerns und Schwestergesellschaften in der ehemaligen Imperial Logistics-Gruppe. 5 Berichterstattung über die wesentlichen Chancen und RisikenUnser Risikomanagementsystem identifiziert, bewertet und dokumentiert Risiken und unterstützt deren Überwachung. Es besteht ein umfassendes System zur Risikofrüherkennung mit der ehemaligen südafrikanischen Konzernmutter Imperial Logistics Limited, das die Risikoidentifikation, -analyse, -kommunikation und -überwachung für alle relevanten Risiken permanent und zeitgerecht sicherstellt. Die inventarisierten Risiken unterliegen permanenter Beobachtung und Kontrolle über ein periodisches sowie ein Ad-hoc-Meldesystem. Die Kommunikation von Chancen erfolgt dagegen als integraler Bestandteil der regelmäßigen Kommunikation zwischen den Tochtergesellschaften und dem Controlling der DPWLG B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als Holding. Die DPWLG B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als Holding und Mutterunternehmen des Konzerns ist insgesamt sowohl den Chancen und Risiken aus ihrem eigenen operativen Geschäft als auch aus dem Geschäft der (operativen) Tochtergesellschaften ausgesetzt. Der DPWLG-Konzern ist aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und umfangreichen Geschäftsaktivitäten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Soweit die Voraussetzungen für eine bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, wurde für alle erkennbaren Risiken eine angemessene Vorsorge getroffen. Zu den externen und branchenbezogenen Risiken zählen für uns vor allem die konjunkturellen Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die unsere Marktperspektiven einschränken und somit zu Absatzrisiken unserer Dienstleistungen führen. Dies würde sich für den DPWLG-Konzern vor allem durch konjunkturelle Schwankungen in den für uns wesentlichen Kundenbranchen Stahl, Automobil und Chemie negativ auswirken. Dieses Risiko wird verstärkt durch das Risiko einer starken Abhängigkeit von bestimmten Kunden in einzelnen Business Lines. Die Risiken schätzen wir als gering, verbunden mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf Umsatz und Operating Profit, ein. Daher versuchen wir mit einer weiteren Diversifizierung unserer Dienstleistungen und Kundensegmente, einschließlich der Investition in neue Geschäftsfelder, die Risiken zu minimieren. Das sich hieraus ergebene branchenbezogene Risiko schätzen wir als moderat ein. Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und insbesondere auf unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Operating Profit. Nachdem das Kalenderjahr 2021 durch starke Aufholeffekte und Wachstum nach der Corona-bedingten Rezession des Jahres 2020 geprägt war, hat der Ausbruch des Ukraine-Krieges Anfang 2022 zu einer weltweiten Verunsicherung, der Energiekrise und weiteren Beeinträchtigungen der weltweiten Güterströme sowie der konjunkturellen Entwicklung weltweit geführt. Aktuell wirken sich die Folgen des Ukraine-Krieges noch in der Form von anhaltender, wenn auch inzwischen wieder stagnierender Inflation, einem hohen Zinsniveau, welches die Investitionsbereitschaft dämpft, sowie einer insgesamt verhaltenen Konjunktur aus. Das sich hieraus ergebene zusätzlichen exogene Risiko schätzen wir als gering ein, da die negativen Auswirkungen in unserer Planung bereits berücksichtigt sind. Eine weitere Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums stellt somit ein Risiko für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des DPWLG-Konzerns dar. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir laufend die Entwicklung in den für uns wesentlichen Kundenbranchen beobachten und die Kommunikation mit unseren Kunden pflegen. Im Falle einer Veränderung konzentrieren wir uns auf die kurzfristige Anpassung der laufenden operativen Kosten und die Aufrechterhaltung unserer Betriebe. Lösungen werden dabei nicht zuletzt zusammen mit unseren Kunden und Geschäftspartnern erarbeitet - hier konnten wir uns als zuverlässiger und flexibler Geschäftspartner etablieren. Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aus Ausfallrisiken bei Finanzinstrumenten ergeben, wenn unsere Vertragspartner nicht ihren vertraglichen Zahlungs- und Erfüllungsverpflichtungen nachkommen. Als Gegenmaßnahme betreiben wir aktives Kredit- und Forderungsmanagement und binden dabei insbesondere den Vertriebsbereich ein. Dabei werden die Leistungsbeziehungen unserer operativen Bereiche und die sich daraus ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken überwacht. Ferner werden unsere Forderungen im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung einem Finanzdienstleister angedient. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterziehen wir Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Aufgrund unserer Kundenstruktur und den Erfahrungen aus der Vergangenheit, einschließlich der wirtschaftlichen Herausforderungen während der Corona-Pandemie, beurteilen wir das Risiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering mit lediglich moderaten finanziellen Folgen. Für den Großteil der Gesellschaften des DPWLG-Konzerns stellt der Euro die Konzern- und Berichtswährung dar. Da wir einen Teil unseres Geschäfts außerhalb der Eurozone abwickeln, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Zudem sind wir im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinssatzschwankungen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Schulden sowie auf die Kosten von Refinanzierungen auswirken, da diese Effekte von den finanzierenden Schwestergesellschaften aus dem Konzernverbund der Imperial Mobility-Gruppe an uns weitergereicht werden. Um die Risiken zu begrenzen, tätigen wir bei Bedarf Devisentermingeschäfte. Um die Zinsänderungsrisiken zu begrenzen, tätigen wir gegebenenfalls Zinsswapgeschäfte. Weiterhin besteht das Risiko, aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Die Liquiditätssituation des DPWLG-Konzerns wird auf Basis einer mehrjährigen Unternehmensplanung, einschließlich einer Finanzplanung, überwacht und gesteuert. Die bis Oktober 2023 laufende Finanzierung wurde zwischenzeitlich abgelöst. Die neue ultimative Konzernobergesellschaft DP World (Übergang der Beherrschung am 14. März 2022) hat über ihre Tochtergesellschaft DP World FZE, Dubai/UAE an die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V. ein Darlehen in Höhe von Mio. USD 213 mit einer Laufzeit von drei Jahren ausgereicht, welches auch dem DP World Logistics Germany Konzern zur Verfügung steht. Ferner hat die DP World Logistics Europe B.V. als neue europäische Obergesellschaft des DPWLG -Konzerns sowie der sycreon Europe ein externes Mio. USD 275 Darlehen mit einer Laufzeit bis November 2026 bei einem Bankenkonsortium aufgenommen, welches ebenfalls zur Finanzierung des europäischen Teilkonzerns und damit auch anteilig dem DPWLG - Konzern zur Verfügung steht. Die Strategie der DP World ist es, die Region Europa, dann bestehend aus der ehemaligen syncreon Europa und der ehemaligen Imperial Europa, zentral aus Dubai zu finanzieren. Working Capital Bedarf soll bilateral über Bank Facilities und Garantielinien gedeckt werden. Daneben stehen dem Konzern aktuell noch weitere eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 15,3, eine Factoring Linie in Höhe von Mio. EUR 70 sowie eine Garantielinie von Mio. EUR 9,5 zur Verfügung. Die DP World Logistics Europe B.V. (ehemals: Syncreon NewCo B.V.) hat am 4 .Dezember 2023 gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF) eine harte Patronatserklärung abgegeben und sich verpflichtet die IMF für einen Zeitraum von mindestens 15 Monaten ab dem Datum der Erklärung mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, um sie in die Lage zu versetzen, die Darlehensverbindlichkeiten von Mio. EUR 124 gegenüber der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG zu bedienen und diese somit in die Lage zu versetzen, jederzeit in der Lage zu sein, fällige Verbindlichkeiten zu begleichen und ihr Geschäft fortzusetzen. Das finanzwirtschaftliche Risiko schätzen wir als niedrig ein. Wesentliche Operative Risiken ergeben sich im Bereich Contract Logistics aus dem Risiko, dass Verträge mit unseren Kunden nicht verlängert werden. Vertragslaufzeiten mit unseren Kunden in der Kontraktlogistik haben regelmäßig Laufzeiten zwischen ein und drei Jahren. Je nach Ausgestaltung der Verträge und der vereinbarten Leistungen können sich für uns Investitionen in Anlagen und Maschinen sowie der Abschluss langfristiger Verträge ergeben. Bei einer kurzen Vertragslaufzeit bzw. Kündigung besteht das Risiko, dass sich die getätigten Investitionen noch nicht amortisiert haben und von uns abgeschlossene Verträge mit Lieferanten oder Vermietern weiterhin zu erfüllen sind. Dies kann zu Wertberichtungen von aktivierten Vermögenswerten und finanziellen Belastungen auch nach Beendigung des Vertrags führen. Weiterhin ergibt sich das Risiko, dass Kostensteigerungen über die Vertragslaufzeit höher ausfallen als ursprünglich angenommen und wir keine angemessene Verzinsung erzielen bzw. nicht mehr kostendeckend unser Kundengeschäft betreiben können. Als Reaktion auf diese Risiken intensivieren wir unsere Vertriebsaktivitäten und identifizieren in unserer strategischen Planung Kundensegmente, in denen wir mit unserem Knowhow als Logistikdienstleister einen Mehrwert für bestehende und potentielle Kunden bieten können. Insbesondere in unseren Kernbrachen Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie sind die langjährigen Kundenbeziehungen ein wesentlicher Erfolgsfaktor, Vertragsverlängerungen und Folgeaufträge zu generieren sowie Preisanpassungen durchzusetzen. Das sich hieraus ergebene operative Risiko schätzen wir als niedrig ein. Ein weiteres wesentliches Risiko im operativen Bereich ergibt sich im Zusammenhang mit dem Personal. Die fachliche Kompetenz und die individuelle Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um die wachstumsorientierte Unternehmensstrategie umzusetzen. Auch in Zukunft ist es für die DPWLG-Gruppe von herausragender Bedeutung, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichendem Maße auszubilden, zu gewinnen und langfristig an uns zu binden. Ansonsten könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Weiterhin ergeben sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des daraus möglicherweise resultierenden Fachkräftemangels mittel- bis langfristige Personalrisiken. Das Risiko im Personalwesen beurteilen wir als niedrig. Unternehmensstrategische Risiken können sich hinsichtlich Akquisitionen ergeben. Es besteht insbesondere beim Unternehmenserwerb das Risiko, dass im Rahmen der Due-Diligence-Prozesse nicht alle wesentlichen Risiken erkannt werden, die im Zusammenhang mit der konkreten Investition stehen. Insbesondere die hohe Dynamik in der Logistikbranche kann zu einer schnellen Änderung des Umfeldes führen und somit auch zu einer Änderung der Risiken, die im Zusammenhang mit dem Target stehen. Das Risiko beurteilen wir als möglich mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen. Zur Minderung werden regelmäßig in solchen Prozessen anerkannte Beratungsunternehmen einbezogen. Das sich hieraus ergebene strategische Risiko schätzen wir als gering ein. Risiken im Zusammenhang mit der aktuellen geopolitischen Lage: Die seit dem 24. Februar 2022 stattfindende militärische Auseinandersetzung in der Ukraine im Konflikt mit Russland führte zunächst zur Verknappung von Ressourcen und stark steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe und verschärft die Situation entlang der bereits angespannten Lieferketten weiter. DPWLG ist weder in der Ukraine noch in Russland mit Tochterunternehmen oder Niederlassungen präsent; unser Kundengeschäft ist in diesen Ländern insgesamt nicht wesentlich. Wesentliche Auswirkungen entlang der Supply Chain unserer Kunden haben sich für den Bereich Automotive ergeben, der bereits seit Mitte 2021 von der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe und elektronischer Baugruppen negativ beeinflusst war; die Situation hatte sich zwischenzeitlich durch die Unterbrechung von Lieferketten verschärft. Auch wenn sich die diesbezügliche Lage in den letzten Monaten wieder stabilisiert hat, besteht weiterhin das Risiko, dass auch in den kommenden Monaten Probleme bezüglich der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten zu einer gedrosselten Produktion führt und sich daher negative Folgen für Umsatz- und Ergebnisentwicklung ergeben können. Derzeit beobachten wir in Deutschland allerdings weiter steigende Produktionszahlen in der Automobilindustrie und gehen daher davon aus, dass sich in den kommenden Monaten die Situation weiter normalisiert. Das Risiko wird somit von uns nur noch als gering beurteilt. Der DPWLG-Konzern eröffnet sich vielfältige Chancen durch sein diversifiziertes Angebot in den Geschäftsbereichen Logistik und Freight sowie durch die strategische Zielsetzung, neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Mit dem Erwerb durch die DP World Limited im Februar 2022 befindet sich auch die DPWLG-Gruppe in Europa in einem Integrationsprozess, in dem die Stärken der verschiedenen Aktivitäten des DP World-Konzerns, bestehend aus Ports, Maritime Services, Freight und Contract Logistics, zusammengeführt und miteinander vernetzt werden, mit dem Ziel, entlang der gesamten LogisticsSupply-Chain ganzheitliche Lösungen anzubieten. Hieraus ergeben sich für alle Business Lines gleichermaßen Chancen, ihr Geschäft weiterzuentwickeln und neue Kunden zu gewinnen sowie profitables Wachstum zu generieren. 6 PrognoseDie globalen Wachstumsaussichten hatten sich bereits zum Ende des Jahres 2022 weiter eingetrübt, die Risiken haben zugenommen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpft in allen Regionen das Wachstum, treibt die Inflation und verstärkt Knappheiten in Einzelmärkten. Der Rückgang des Wachstums in China - bedingt durch die dortige Immobilienkrise - bremst die Entwicklung zusätzlich. Von höheren Energiepreisen ist Europa besonders betroffen. Die baltischen und osteuropäischen Staaten sowie Deutschland spürten die größten Auswirkungen, ihr Wachstum hatte sich im zweiten und dritten Quartal 2022 stark verlangsamt und ihre Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt. In ganz Europa kommen ein schwächeres Verbrauchervertrauen und eine verlangsamte Dynamik im verarbeitenden Gewerbe aufgrund zwar nachlassender, aber immer noch anhaltender Unterbrechungen der Lieferketten und steigender Inputkosten erschwerend hinzu. Unterschiede innerhalb Europas beruhen im Wesentlichen auf unterschiedlichen wirtschaftlichen Strukturen: das produzierende Gewerbe ist viel stärker von den gestiegenen Energiepreisen betroffen als der Dienstleistungssektor. Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2023 nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch etwas langsamer wachsen, als ohnehin schon gedacht. Der im April 2023 vorgestellten Konjunkturprognose des IWF zufolge, wird sich das globale Wachstum in 2023 auf 2,8% verlangsamen - nach einem Plus von 3,4% im vergangenen Jahr. Noch im Januar 2023 war der Währungsfonds von einem weltweiten Wachstum von 2,9% ausgegangen. Bemerkenswert sei, dass die Wirtschaft besonders in den Industrienationen nur langsam wachse. Für sie prognostiziert der IWF, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,3% zunimmt. In den Schwellen- und Entwicklungsländern sieht es mit einem vorhergesagten Wachstum von 3,9% hingegen deutlich besser aus. Zugpferde sind weltweit besonders Indien und China, nachdem die Volksrepublik die strengen Corona-Restriktionen gelockert hat. Deutschland gehört zu den wenigen Ländern, denen der IWF dieses Jahr kein Wachstum zutraut. Sorgen macht sich die Finanzorganisation, die Ländern in Not unter die Arme greift, zudem um die Stabilität des Finanzsystems. Die starken Zinserhöhungen zur Bekämpfung der hohen Inflation seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor mehr als einem Jahr fordern weiter ihren Tribut. Weltweit rechnet der IWF in 2023 mit einer Inflation von 7,0%, 2024 dürften es dann 4,9% werden. Für die Wirtschaftsleistung in Deutschland zeichnet sich 2023 ein Rückgang ab, jedoch tastet sich die Konjunktur in kleinen Schritten aus der Krise. Mit dem abermaligen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal 2023 und den zuletzt eingetrübten Konjunkturindikatoren haben sich die Sorgen gemehrt, dass die Nachwehen der Energiekrise und die Straffung der Geldpolitik die Wirtschaft stärker belasten könnten als zuvor erwartet. Jedoch spricht insgesamt mehr dafür, dass die deutsche Wirtschaft trotz des Gegenwindes im Verlauf des Jahres wieder auf einen moderaten Expansionskurs einschwenken wird. Die Industrie kann von ihren nach wie vor hohen Auftragsbeständen zehren und die konsumnahen Dienstleister dürften von den kräftigen Anstiegen der Löhne profitieren. Alles in allem dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr aufgrund des schwachen Winterhalbjahres um 0,2% sinken (Frühjahrsprognose: +0,5%). Im restlichen Jahresverlauf ist aber eine moderate Expansion zu erwarten. Für 2024 rechnet das IfW Kiel gemäß ifW Kiel Nr. 101 Q1 2023 / Nr. 103 Q2 2023 nun mit einem Plus von 1,9% (bislang +1,4%). Die Inflation dürfte sich im Verlauf des Jahres deutlich verringern und 2024 noch 2,1% betragen. Für die Logistikbranche wird in 2023 für den Bereich Contract Logistics mit einem Wachstum in Höhe von 3,8% auf eine Marktgröße von Mrd. EUR 253,7 gerechnet. Inflation, verschärfter Wettbewerb und knapper Lagerraum schaffen ein zunehmend schwieriges Umfeld für Logistikanbieter. Demnach nimmt der asiatisch-pazifischen Raum weiterhin die Funktion als Wachstumstreiber ein, dessen Wachstum auf 7,8% erwartet wird. Hingegen werden für Europa und Nordamerika deutliche Rückgänge prognostiziert. In den Folgejahren bis 2027 wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4,1% gerechnet (Quelle: Ti Research, Global Contract Logistics 2023). Die Geschäftsführung der DPWLG B.V. & Co. KG geht davon aus, dass die Geschäftsentwicklung des DPWLG-Konzerns von den Herausforderungen durch die anhaltenden Unterbrechungen in den Lieferketten, die nach wie vor spürbaren Auswirkungen den Ukraine-Krieg sowie dem anhaltend hohen Preis- und Zinsniveau beeinflusst werden wird. Die Prognose berücksichtigt die spezifischen und allgemeinen Annahmen aus den Planungen der Business Lines der beiden Geschäftsbereiche Freight und Contract Logistics. Dabei werden insbesondere unsere aktuellen Einschätzungen zur erwarteten Akquisition von Neukundengeschäft sowie des üblichen Verlusts von Bestandsgeschäft und die Entwicklung der wichtigsten Nachfrageindustrien Automobil, Chemie und Stahl sowie des Handels berücksichtigt. Die Geschäftsführung geht bei ihrer Prognose der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren von folgenden Annahmen aus:
Unter Berücksichtigung der beschriebenen Annahme für die wirtschaftliche Gesamt- und Branchenentwicklung planen wir weitere Maßnahmen zur Optimierung unserer Struktur in beiden Geschäftsbereichen. Wir streben ein profitables Wachstum sowohl bei den Kunden in unseren wichtigsten Nachfrageindustrien als auch im Neukundengeschäft an. Auf der Kostenseite erwarten wir weitere Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der fortschreitenden Integration des DPWLG-Konzerns in den Konzernverbund von DP World sowie moderat höhere Lohn- und Gehaltsanpassungen aus Tarifverhandlungen. Ausgangsbasis unserer Prognose sind die vorläufigen Ist-Zahlen des Zeitraums 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Für die beiden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich daher als Ist-Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 ein Konzernumsatz in Höhe von Mio. EUR 855 und ein Operating Profit in Höhe von Mio. EUR -27,4 (siehe zur Überleitung die Angaben unter Punkt 3.4.1). Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz zwischen Mio. EUR 840 und Mio. EUR 880 sowie mit einem deutlich negativen Operating Profit, welches sich aber gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 verbessern wird. Die Ertragsperspektiven der DPWLG B.V. & Co. KG hängen maßgeblich davon ab, wie sich die Geschäftsaktivitäten ihrer Tochtergesellschaften sowie das eigene Automotive-Geschäft entwickeln werden. Das Automotive-Geschäft ist im Geschäftsjahr 2023 weiter stark gewachsen, insbesondere aufgrund des Neukundengeschäfts. Im Wesentlichen aufgrund des Neukundengeschäfts, haben sich allerdings die betrieblichen Aufwendungen überproportional erhöht. Für die beiden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich demzufolge auf Basis der vorläufigen Ist-Zahlen für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ein Umsatz in Höhe von Mio. EUR 323 (Vorjahr extrapoliert Mio. EUR 288) und ein Operating Profit in Höhe von Mio. EUR -26,5 (Vorjahr extrapoliert Mio. EUR -12,0). Zur Verbesserung der Geschäftslage werden im weiteren Verlauf des laufenden Geschäftsjahres Maßnahmen zur Steigerung der Auslastung und Effizienz eingeleitet, Nachverhandlungen mit Kunden durchgeführt und im äußersten Fall bestehendes Kundengeschäft abgestoßen. Weiterhin werden bestehende und neue Geschäftsfelder stetig ausgebaut. Das Beteiligungsergebnis aus der Ergebnisabführung unserer Tochtergesellschaften hat sich leicht verbessert ist aber weiterhin deutlich negativ. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz zwischen Mio. EUR 330 und Mio. EUR 350 sowie mit einem deutlich negativen Operating Profit, welches sich aber gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 verbessern wird.
Duisburg, den 4. März 2024 DP
World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en
Breugel/Niederlande
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Patrick Vanlommel Jan Wegmann Jeroen van den Bleek Gerrit Bonnema Michael Schütrumpf Konzernabschluss der DP World Logistics Germany B.V. & Co.KG (vormals: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG) für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzernabschluss der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KGKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2022
1 Die im Geschäftsjahr 2021/2022
ausgewiesenen Verlustanteile der Kommanditisten im
Jahresabschluss beinhalten das Ergebnis (EUR Mio. -54,1)
aus der Verschmelzung von Gesellschaften aus dem
Konsolidierungskreis der DP World Logistics Germany B.V.
& Co. KG.
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022Erläuterungen zur Konsolidierung und Bilanzierung(1) Allgemeine AngabenDer DP World-Konzern (nachfolgend auch: DP World-Gruppe, Konzern, Gruppe oder DP World Logistics Group) ist mit seinen operativen Aktivitäten auf Transport- und Logistikdienstleistungen spezialisiert, die den Geschäftsbereichen Contract Logistics und Freight zugeordnet sind. Im Geschäftsjahr 2022 vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 wurden einzelne Aktivitäten vom Geschäftsbereich Contract Logistics in den Geschäftsbereich Freight integriert. In den nachfolgenden Anhangangaben sind - soweit erforderlich - die sich ergebenden Anpassungen gesondert dargestellt. Die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (vormals: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und nachfolgend auch: Gesellschaft) ist im Handelsregister Duisburg unter HRA 9990 eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Kasteelstraße 2 in 47119 Duisburg. Der Konzernabschluss ist nach den am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Kommission anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie zusätzlich nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Im Interesse der Klarheit und Aussagefähigkeit des Konzernabschlusses werden in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Addition der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Nachfolgend wird das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 als Geschäftsjahr 2022 bezeichnet. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache veröffentlicht. Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen in Tausend Euro (TEUR). Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich nach dem Anschaffungskostenprinzip aufgestellt. Für ausgewählte Bilanzpositionen (Investments) erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die Bilanz ist in Anwendung des IAS 1 in langfristige Vermögenswerte und kurzfristige Vermögenswerte unterteilt. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit einjähriger Fälligkeit werden als kurzfristige Vermögenswerte eingestuft. Latente Steueransprüche und Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 12 als langfristige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 angewandt wurden, sind nachstehend zusammengefasst. Die Angaben des Konzernabschlusses sind nur bedingt mit den Vorjahresangaben vergleichbar, da das Rumpfgeschäftsjahr, welches zur Angleichung an den Abschlussstichtag des neuen obersten Mutterunternehmens DP World Ltd. mit Sitz in Dubai/Vereinigte Arabische Emirate eingelegt wurde, nur einen Zeitraum von sechs Monaten umfasst, während die Vorjahresvergleichsangaben des Zeitraums "2021/2022" das zwölfmonatige Geschäftsjahr vom 1.7.2021 bis zum 30.06.2022 umfassen. Im Interesse einer deutlichen und für den Adressaten des Konzernabschlusses besser nachvollziehbaren Darstellung wurden einige Angaben gegenüber dem Vorjahresabschluss verändert bzw. der Detailierungsgrad oder die Gliederung angepasst. Ohne jedoch die Vorjahresangaben materiell zu ändern. Diese betrifft insbesondere die folgenden Bereiche und Angaben:
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG wurden am 31. Mai 2023 durch Geschäftsführung aufgestellt und durch die Gesellschafterinnen im Rahmen der Gesellschafterversammlung festgestellt bzw. gebilligt. (2) Neue RechnungslegungsstandardsDie angewandten Rechnungslegungsstandards entsprechen mit Ausnahme der folgenden erstmals anzuwendenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen jenen des Vorjahres:
Aus den erstmals im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.07. - 31.12.2022 anzuwendenden Vorschriften ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Imperial-Konzerns.Das IASB hat darüber hinaus nachfolgende geänderte Standards veröffentlicht, die von der europäischen Kommission in EU-Recht überführt worden sind. Die Vorschriften waren im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.07. -31.12.2022 noch nicht verpflichtend anzuwenden und sind nicht vorzeitig angewendet worden:
Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse werden die Auswirkungen der erstmals zu beachtenden neuen oder geänderten IFRS-Vorschriften auf den Konzernabschluss als nicht wesentlich eingestuft. (3) Konsolidierungskreisa) Veränderungen des Konsolidierungskreises und der nicht beherrschenden Anteile im Geschäftsjahr 2022Im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.07. - 31.12.2022 wurden im Rahmen der weitern Umstrukturierung des Konzerns Tochterunternehmen veräußert oder liquidiert. Im Dezember 2022 hat die Imperial Logistics AB, Malmö/Schweden, Ihre Beteiligung an der Shanghai IMPERIAL International Freight Forwarding Co. Ltd., Shanghai/China an die Muttergesellschaft der DP World Logistics Germany B.V & Co. KG, die Imperial Mobility International B.V. Son en Breugel/Niederlande, übertragen. Die Imperial Logistics New York Inc., NY/USA, als 100%ige Tochtergesellschaft der Shanghai IMPERIAL International Freight Forwarding Co. Ltd., Shanghai/China, wurde zuvor mit Eintragung vom 06.07.2022 liquidiert. Die 100%-ige Beteiligung an der Imperial Logistics AB, Malmö/Schweden, wurde von der Muttergesellschaft Imperial Logistics Czech s.r.o. mit Vertrag vom 30. August 2022 und Closing zum 16. Dezember 2022 veräußert. Aus den beiden Veräußerungsvorgängen ergaben sich folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG für das Rumpfgeschäftsjahr 1.7.-31.12.2022:
Im Rumpfgeschäftsjahr 1.7.-31.12.2022 sowie im vorherigen, zwölf Monate umfassenden Geschäftsjahr 01.07.2021 bis 30.06.2022 hatten die beiden Tochtergesellschaften folgen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
Anteilsbesitzliste der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG zum 31. Dezember 2022:
1) Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss
der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG, Duisburg,
einbezogen und hat von den Vorschriften gemäß
§ 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch
gemacht.
Die folgenden Tabellen enthalten zusammengefasste Finanzinformationen zu Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen:
Die Entwicklung der nicht beherrschenden Anteile in Summe geht aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung hervor. (4) Konsolidierungsgrundsätze und -methodenIn den Konzernabschluss werden, neben der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (Mutterunternehmen), alle direkt und indirekt von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft
Beim Unternehmenserwerb werden die folgenden Konsolidierungsmethoden angewendet: Im Erwerbszeitpunkt werden alle aktivierungsfähigen Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Tochterunternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten vollständig bzw. bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten anteilig angesetzt. Anschließend wird die übertragene Gegenleistung für das erworbene Unternehmen, die nicht beherrschenden Anteile am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Unternehmens und der beizulegende Zeitwert vorher gehaltener Anteile mit den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden aufgerechnet. Hieraus verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert, negative Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Überprüfung der beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten eines Unternehmenserwerbs werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses wird der zuvor von der Gesellschaft an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust wird erfolgswirksam erfasst. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom effektiven Erwerbszeitpunkt oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals und Wertminderungen eines Geschäftswertes werden im Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen an Unternehmen berücksichtigt. Die Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen werden im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erfasst, da DP World derartige Anteile nicht als Finanzinvestments, sondern als Teil des operativen Geschäfts des Konzerns hält. Nach der Umstellung des Geschäftsjahres des Mutterunternehmens - und damit des Konzerns - auf das Kalenderjahr weisen nun beide in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen einen in Einklang mit dem Abschlussstichtag des Konzerns stehenden Abschlussstichtag auf. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden erstellt. Die Erstellung der Abschlüsse erfolgt grundsätzlich auf Abschlussstichtag des Konzernabschlusses. Tochterunternehmen, deren Geschäftsjahr aufgrund von länderspezifischen Vorschriften nicht am 31. Dezember endet, stellen grundsätzlich zu diesem Termin einen Zwischenabschluss auf. Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und Verluste eliminiert, konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Für temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden latente Steuern angesetzt. (5) WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in einer Währung, die von der funktionalen Währung eines Unternehmens abweicht, werden mit dem Kurs am Tag der erstmaligen Bilanzierung in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus dieser Währungsumrechnung werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Abweichend hiervon erfasst der DP World-Konzern den effektiven Teil der währungsbedingten Wertänderung von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente eines Cashflow Hedges designiert sind, im kumulierten sonstigen Ergebnis. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen geführt. Im Rahmen der Konsolidierung werden entsprechend der modifizierten Stichtagskursmethode die Vermögenswerte und Schulden von einbezogenen Gesellschaften, die nicht in Euro bilanzieren, zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden mit Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Daraus resultierende Unterschiedsbeträge werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese Unterschiedsbeträge werden zum Zeitpunkt des Abgangs der Gesellschaft erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Für die Währungsumrechnung der für den DP World-Konzern wesentlichen Währungen wurden folgende Wechselkurse verwendet:
(6) Ansatz und Bilanzierung sowie Ermessensentscheidungen und SchätzungsunsicherheitenErtragsrealisationDie gewöhnliche Geschäftstätigkeit des DP World-Konzerns liegt in der Erbringung von logistischen Dienstleistungen in den Bereichen Frachttransport und Supply-Chain-Management. Alle Erträge, die im Zusammenhang mit der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stehen, werden als Umsatzerlöse in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Alle anderen Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge gezeigt. Die Gruppe erfasst Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden, wenn eine Leistungsverpflichtung durch die Lieferung der versprochenen Waren oder Dienstleistungen an den Kunden erfüllt ist. Dieses bedeutet insbesondere: In der Seefracht, der Luftfracht und den Landverkehren generiert die Gruppe den Großteil der Umsätze durch den Einkauf von Transportdienstleistungen von Beförderungsunternehmen und den Verkauf von kombinierten Dienstleistungen an Kunden. Als Logistikdienstleister erstellt die Gruppe sogenannte Beförderungsverträge. Umsätze im Zusammenhang mit Frachtdienstleistungen werden aufgrund der Bedingungen des Beförderungsvertrages verbucht. Umsätze von anderen Angeboten, inklusive dem Angebot vor Ort, werden bei Erbringung der Leistung realisiert. In der Kontraktlogistik ist das Leistungshauptangebot die Lagerung und die Distribution gemäß Kundenverträgen. Basierend auf den Kundenverträgen werden die Umsätze realisiert, wenn die Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. Der erfasste Umsatzerlös ist der Transaktionspreis, der der Leistungsverpflichtung zugeordnet wird, die den Konzern mindestens für die erbrachte Leistung entschädigt und auf die er Anspruch hat. Leistungsverpflichtungen bezüglich der Umsatzerlöse des Konzerns aus Frachtmanagement und Kontraktlogistik werden über einen bestimmten Zeitraum erfüllt. Ein Teil der Umsatzerlöse des Konzerns stammt aus Verträgen mit Kunden, bei denen der Kontrollübergang mit der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen einhergeht. Die Gruppe erwirtschaftet ihre Einnahmen hauptsächlich aus der Bereitstellung von Frachtmanagement (Transport von Produkten), Kontraktlogistik (Umschlag von Produkten). Zur Kontraktlogistik gehören Lagerverwaltung, Synchronisationsmanagement, integrierte Kontraktlogistik, Distributionsmanagement und Managed Services. Das Frachtmanagement umfasst den Transport über Straße und Schiene sowie Fluss und See. Im Umsatz sind die in Rechnung gestellten Nettoverkäufe an Kunden für Waren und Dienstleistungen sowie Provisionen enthalten. Sofern der Konzern als Vermittler auftritt und eine Vergütung auf Provisionsbasis erhält, ist die Provision im Umsatz enthalten. Wenn die Gruppe als Auftraggeber auftritt, ist der Gesamtwert der abgewickelten Geschäfte im Umsatz enthalten. Der Umsatz wird auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen und schließt Beträge aus, die im Namen Dritter eingezogen werden. Der Konzern erfasst Umsatzerlöse, wenn er die Kontrolle über ein Produkt oder eine Dienstleistung an einen Kunden überträgt. Skonti, Rabatte, Mehrwertsteuer und andere indirekte Steuern sind von den Umsätzen ausgeschlossen. Die Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden nach der Stage-of-Completion-Methode gemessen, indem der Anteil der bisher erbrachten Leistungen an den gesamten zu erbringenden Leistungen ermittelt wird. Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden erfasst, wenn die Höhe des Umsatzes, die damit verbundenen Kosten und der Fertigstellungsgrad zuverlässig ermittelt werden können. Der Transaktionspreis ist der Betrag der Gegenleistung, auf den ein Unternehmen als Gegenleistung für die Übertragung der versprochenen Waren oder Dienstleistungen an einen Kunden Anspruch haben möchte, ausgenommen Beträge, die im Namen Dritter eingezogen werden, beispielsweise die Mehrwertsteuer (MwSt.). Der Transaktionspreis wird unter Berücksichtigung der folgenden Auswirkungen bestimmt:
Bei der Bestimmung des Transaktionspreises wird davon ausgegangen, dass die Ware oder Dienstleistung wie im bestehenden Vertrag versprochen auf den Kunden übergeht und der Vertrag nicht gekündigt, erneuert oder geändert wird. Vertragskosten werden aktiviert und über die Vertragslaufzeit als Aufwand erfasst. Aktivierte Vertragskosten werden systematisch über die Vertragslaufzeit des Kunden abgeschrieben und im Nettobetriebsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Im Hinblick auf eine praktische Erleichterung hat sich der Konzern dafür entschieden, die Zusatzkosten für die Vertragsanbahnung zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Nettobetriebsaufwand im Gewinn oder Verlust zu erfassen, wenn der Abschreibungszeitraum der Vermögenswerte, den der Konzern andernfalls erfasst hätte, 12 Monate oder weniger beträgt. Die Erlösverträge enthalten keine wesentlichen Finanzierungskomponenten. Sobald Dritte an der Erbringung der Dienstleistung beteiligt sind, ist eine Unterscheidung zwischen Prinzipal und Agent vorzunehmen. Ist der DP World-Konzern als Prinzipal tätig, dann werden die Umsatzerlöse in Höhe des Bruttobetrages erfasst. Agiert der Konzern als Agent, wird hingegen auf den Nettobetrag abgestellt. Der Transaktionspreis für diese spezifische Dienstleistung (Auftragstransporte) ist auf die Höhe der zu erhaltenden Provision begrenzt. In Bezug auf die Transportleistungen ist der DP World-Konzern in der Regel als Prinzipal tätig. Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und bei begrenzter Nutzungsdauer um Abschreibungen entsprechend ihrer geplanten Nutzungsdauer sowie um Wertminderungen vermindert. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte beträgt ein bis acht Jahre. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen zum Bilanzstichtag und lagen auch am vorherigen Abschlussstichtag nicht vor. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen. Die Anschaffungskosten umfassen alle Kosten, um den Vermögenswert zu erwerben und in einen betriebsbereiten, vom Management beabsichtigten Zustand zu versetzen. Mit Fertigstellung bzw. Erreichen des betriebsbereiten Zustands beginnt die Abschreibung. Mit Ausnahme von Grundstücken und Anlagen im Bau werden Sachanlagen linear über folgende Zeiträume abgeschrieben:
Zugänge von beweglichen Vermögenswerten werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die geschätzte Nutzungsdauer. In den Anschaffungskosten von Sachanlagen sowie den Nutzungsrechten über Vermögenswerte werden die geschätzten Kosten für den Abbruch und die Beseitigung des Vermögenswerts sowie für die Wiederherstellung des Standortes berücksichtigt. Eine gegenläufige Rückstellung wird gemäß IAS 37 gebildet. WertminderungenSachanlagen, Geschäftswerte und immaterielle Vermögenswerte werden einem Werthaltigkeitstest unterzogen, wenn Ereignisse oder andere Umstände indizieren, dass der Buchwert nicht dem erzielbaren Betrag entspricht. Geschäftswerte werden unabhängig vom Vorliegen eines auslösenden Ereignisses jährlich einem Werthaltigkeitstest auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unterzogen, zu der der jeweilige Geschäftswert gehört. Ein Wertminderungsaufwand ist in Höhe des Betrags zu erfassen, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag überschreitet. Der erzielbare Betrag ermittelt sich als höherer Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Bestehen die Gründe für die in einer früheren Periode erfasste Wertminderung nicht mehr, wird diese zurückgenommen; davon ausgenommen sind Geschäftswerte. Aufwendungen aus einer Wertminderung des Geschäftswertes werden unter den Abschreibungen und Wertminderungen, Erträge aus Wertaufholungen auf Vermögenswerte, außer Geschäftswerte, werden unter den betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit Sachanlagen werden grundsätzlich in Abhängigkeit von den Bedingungen des Einzelfalls als abgegrenzter Betrag behandelt und über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes erfolgswirksam oder als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des geförderten Vermögenswertes erfasst. Andere Zuwendungen werden direkt erfolgswirksam erfasst. Finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, wenn DP World Partei der jeweiligen Vereinbarung über den finanziellen Vermögenswert wird. Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente, die beim erstmaligen Ansatz mit dem Transaktionspreis zu bewerten sind, setzt DP World finanzielle Vermögenswerte im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten an. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb finanzieller Vermögenswerte zuzurechnen sind, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag relevant, d.h. der Tag, an dem der Vermögenswert auf den oder vom DP World-Konzern übertragen wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Erhalt der Zahlungsströme aus dem Vermögenswert ausgelaufen oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum am Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken übertragen hat. Finanzielle Vermögenswerte werden im DP World-Konzern in eine der nachfolgenden Bewertungskategorien eingeteilt: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte: Finanzielle Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen. Zinserträge aus diesen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt und im Finanzergebnis erfasst. Sämtliche Gewinne und Verluste, die aus der Ausbuchung, Wertminderung sowie der Währungsumrechnung resultieren, werden direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Unter diese Kategorie fallen bei DP World insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen verkauft werden, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, vertragliche Erstattungsansprüche, sonstige Ausleihungen sowie weitere innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte erfassten Einzelsachverhalte. Für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sind Wertminderungen auf Basis der erwarteten Kreditverluste zu erfassen. Gemäß der allgemeinen Vorgehensweise, die mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Vertragsvermögenswerten ohne signifikante Finanzierungskomponenten für sämtliche der vorgenannten finanziellen Vermögenswerte anzuwenden ist, werden Wertminderungen in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlustes erfasst, sofern sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat. Sofern sich in den Folgeperioden das Ausfallrisiko signifikant erhöht, bemisst sich die Wertminderung anhand der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste. Zur Beurteilung, ob eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos eingetreten ist, verwendet der DP World-Konzern sämtliche Informationen, die angemessen und ohne unverhältnismäßig hohe Kosten bzw. hohen Aufwand verfügbar sind. Bei Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird aufgrund der kurzen Laufzeiten (teilweise tägliche Fälligkeit) und der guten Bonität der Kreditinstitute keine Wertminderung für erwartete Kreditverluste erfasst. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wird abweichend von der allgemeinen Vorgehensweise der vereinfachte Wertminderungsansatz angewendet. Bei diesem Ansatz bemisst sich die Wertminderung stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Zur Berechnung der Wertminderung verwendet der DP World-Konzern unter anderem externe und interne Kundenratings, von Informationsdienstleistungsunternehmen beschaffte Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie Informationen zu Überfälligkeiten. Sofern verlässliche Informationen bezüglich der Ausfallwahrscheinlichkeiten nicht verfügbar sind, erfolgt die Ermittlung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste auf Basis der am Stichtag eingetretenen Überfälligkeiten. Bei objektiven Hinweisen auf eine eingetretene Wertminderung werden finanzielle Vermögenswerte einzelwertberichtigt. Objektive Hinweise für eine Wertminderung können unter anderem in einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder eines sonstigen Sanierungsverfahrens, erheblichen finanziellen Schwierigkeiten der Gegenpartei, dem Verschwinden eines aktiven Marktes für diesen finanziellen Vermögenswert oder einem Vertragsbruch begründet sein. Zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte: Dieser Kategorie sind Eigenkapitalinstrumente zuzuordnen, bei deren erstmaligem Ansatz DP World das unwiderrufliche Wahlrecht zur erfolgsneutralen Erfassung der Zeitwertänderungen ausgeübt hat. Dieses Wahlrecht wird im DP World-Konzern auf Einzelfallbasis für Beteiligungen ausgeübt. Beim Abgang solcher finanziellen Vermögenswerte werden die im kumulierten sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne und Verluste nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, sondern verbleiben im Eigenkapital. Dividenden aus den Eigenkapitalinstrumenten werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Derzeit wird dieses Wahlrecht im DP World-Konzern nicht ausgeübt. Zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust bewertete finanzielle Vermögenswerte: Finanzielle Vermögenswerte, die weder zu fortgeführten Anschaffungskosten noch zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu bewerten sind. Im DP World-Konzern sind dies grundsätzlich insbesondere derivative Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden sind, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Folgebewertung nicht ausgeübt wurde. Derivative Finanzinstrumente liegen zum abschlussstichtag wie auch zum Vorjahresabschlussstichtag nicht vor. Ferner sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen verkauft werden, dieser Bewertungskategorie zugeordnet. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden als finanzielle Vermögenswerte zu Nominalwerten bilanziert. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittebeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Zahlungsmitteläquivalente weisen eine ursprüngliche Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten auf. Die flüssigen Mittel umfassen Bargeld und kurzfristig verfügbare Bankguthaben, die keinen Wertschwankungen unterliegen. Rückstellungen für PensionenDer Konzern verfügt über verschiedene Pensionspläne. Zur Bilanzierung von Pensionen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden leistungsorientierte Pläne (Defined Benefit Plans) von beitragsorientierten Plänen (Defined Contribution Plans) unterschieden. Bei beitragsorientierten Plänen (Rentenversicherungsbeiträge) beschränkt sich die Verpflichtung des Konzerns auf die Leistung laufender Jahresbeiträge an einen externen Versorgungsträger. Leistungsorientierte Pläne verpflichten demgegenüber das Unternehmen zur Altersvorsorgeleistungen. Die im Plan festgelegte Höhe der Leistungsverpflichtung knüpft an Faktoren wie Alter, Dienstzeit und Vergütung an. Die Aufwendungen für die gewährten Leistungen gesonderten für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Den laufenden Dienstzeitaufwand und den Nettozinsaufwand ermittelt DP World auf Basis der Annahmen zum Ende des jeweiligen Vorjahres. Auswirkungen der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen, die auf aktualisierten Bewertungsparametern zum Bilanzstichtag basiert, erfasst DP World direkt im sonstigen Ergebnis. Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen aus Planänderungen oder Plankürzungen erfasst DP World ergebniswirksam. Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag setzt sich zusammen aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des Zeitwertes des zur unmittelbaren Erfüllung dienenden Planvermögens. Die Verpflichtungen werden jährlich durch unabhängige versicherungsmathematische Gutachter bewertet. Die aus Aufzinsung der Nettopensionsverpflichtungen resultierenden Aufwendungen werden im Finanzergebnis erfasst. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn durch ein Ereignis in der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung begründet wurde, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. Soweit DP World mit einer vollständigen oder teilweisen Erstattung des Verpflichtungsbetrages fest rechnen kann, wird eine Forderung in der Konzernbilanz aktiviert. In den sonstigen Rückstellungen werden auch Verpflichtungen aus Altersteilzeitverhältnissen nach dem Blockmodell erfasst. Das in der Passivphase auszuzahlende Gehalt und die vom Arbeitgeber gewährten Aufstockungsbeträge werden während der Beschäftigungsphase zeitanteilig über die verbleibende Arbeitszeit des Mitarbeiters erfasst. Während die Aufstockungsbeträge ab Beginn der aktiven Phase ausgezahlt werden, werden die Gehaltsanteile ab Beginn der passiven Phase fällig. Leistungen anlässlich der Beendigung von Arbeitsverhältnissen werden bilanziert, wenn nachweislich eine Verpflichtung besteht, die auf einem detaillierten formellen Plan oder einem konkrete Abfindungsangebot beruht. Leistungen, die erwartungsgemäß nicht innerhalb von 12 Monaten nicht vollständig zu erfüllen sind, werden auf den Barwert abgezinst. Rückstellungen für belastende Verträge werden im Fall von schwebenden Absatz- oder Beschaffungsverträgen gebildet, wobei der zu erwartende Nutzenzufluss aus dem jeweiligen Vertrag über die Restlaufzeit den voraussichtlichen Aufwendungen im Rahmen des Vertrages gegenübergestellt wird. Wenn der Nutzenzufluss nicht ausreicht, um den entsprechenden Nutzenabfluss auszugleichen, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Langfristig orientierte aktienbasierte VergütungDie Imperial-Logistics-Ltd-Gruppe mit Sitz in Bedfordview/Südafrika (übergeordneter Konzern) hat Mitglieder des Managements mittels eines aktienbasierten Vergütungssystems auf Basis der Aktien der Imperial Logistics Ltd. vergütet. Mit dem Erwerb sämtlicher Anteile an der Imperial Logistics Ltd. durch die DP World Ltd. mit Sitz in Dubai/Vereinigte Arabische Emirate zum 25. Februar 2022 endete die Börsennotierung der Imperial Logistics Ltd. und damit auch das Modell der langfristig orientierten aktienbasierten Vergütung. Die Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung der Verpflichtungen wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 im Personalaufwand des DP World-Konzerns ausgewiesen. Zu den Aufwendungen des Geschäftsjahres 2021/2022 verweisen wir auf die Angaben zu den Gesamtbezügen der Mitglieder der Geschäftsführung (30), im Rumpfgeschäftsjahr 2022 fielen keine entsprechenden Aufwendungen mehr an. FactoringUm sich weitere günstige Finanzierungsquellen zu erschließen, wird ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Factoringgesellschaften verkauft. Es handelt sich hierbei um ein stilles Factoring mit Durchleitungsvereinbarung. Die Forderungsabtretung erfolgt vollständig. Bei der Veräußerung der Forderungen werden Abschläge in der Form von "Cost Discounts", "Default Discounts" und "Dilution Discounts" einbehalten. Diese Abschläge werden, soweit dem Erwerber der Forderungen nach den vertraglichen Vereinbarungen nicht entsprechenden Beträge zustehen, an den Veräußerer über sog "Bonifications" ausgezahlt. Die Beträge werden regelmäßig mit dem Ankauf der nächsten Periode verrechnet, so dass es zu einer effektiven Rückzahlung der alten und Neubildung der relevanten Discounts für den nächsten Ankauf kommt. Da bei DP World die hiermit verbundenen Ausfallrisiken auf den Erwerber übergehen (echtes Factoring), werden diese Forderungen im Verkaufszeitpunkt aus der Konzernbilanz ausgebucht. Seitens der Factoringgesellschaft einbehaltene Sperrbeträge werden unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Zahlungseingänge, die noch nicht an die Factoring Gesellschaft weitergeleitet wurden, werden ggfs. unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. DP World garantiert für das Bestehen der abgetretenen Forderungen und trägt somit das Veritätsrisiko. Eine Rückübertragung ist nur bei Nichtbestand der Forderung möglich. Die Garantien des Verkäufers beinhalten im Wesentlichen Regelungen dazu, dass zum Verkaufszeitpunkt die Forderungen wirksam verkauft werden können und die Einhaltung dieser Bedingungen werden im normalen Geschäftsbetrieb durch die Betriebsorganisation sichergestellt. Es sind bisher keine Forderungen zurückübertragen worden. Grundsätzlich wird das Ausfallrisiko auf den Erwerber der Forderungen übertragen. DP World übernimmt auch alle Zahlungen in Zusammenhang mit der abgeschlossenen Kreditversicherung. Eine rückwirkende Anpassung der Versicherungsprämie ist nicht vorgesehen. Die Höhe der Prämie wird für ein Jahr im Voraus basierend auf den bei Bemessung gültigen Ausfallwahrscheinlichkeiten bestimmt. Es gibt für jede Forderung einen Kaufpreisabschlag - "Default Discount" in Höhe von 3% der Forderungen, mindestens jedoch Euro 850.000. Dieser stellt eine First Loss Garantie von DP World dar. Insoweit wird das Ausfallrisiko der Forderungen also durch DP World zurückbehalten. Diese 3% sind eine First Loss Garantie für die Gesamtheit des jeweils verkauften Portfolios und begrenzen das Ausfallrisiko für DP World auf 3% des verkauften Forderungsbestands. Erst ein höherer Ausfall, der die 3% überschreitet wird durch den Factor getragen. Dieser Betrag wird durch die Ausfallreserve in der Bilanz abgebildet. Der Factor hat zur Absicherung des Delkredere-Risikos eine Vereinbarung mit der Kreditausfallversicherung geschlossen. Diese greift, wenn der Ausfall tatsächlich eintritt.Für das Factoring wird ein "Cost Discount" vereinbart. Dieser Discount wird nur zur Deckung bzw. Absicherung der Fees and Costs, die an den Erwerber zu zahlen sind, verwendet und hat insofern keinen unmittelbaren Bezug zum Ausfallrisiko. Weiterhin wird ein "Dilution Discount" einbehalten. Dieser deckt Veritätsrisiken ab, dient als Sicherheit für verschiedene Ansprüche des Erwerbers und wird ebenfalls im Hinblick auf das sog. "Commingeling Risk" vereinbart. Dieser Discount steht nicht im Zusammenhang mit dem Delkrederefall und ist insoweit für die Chancen und Risikoanalyse unbeachtlich ist. Die Höhe der bilanzierten "Reserven" liegt bei TEUR 8.200. Der Gesamtnennbetrag der angedienten Forderungen lag zum Stichtag 31.12.2022 bei TEUR 65.122. In der Konzernkapitalflussrechnung wird die durch das Factoring bedingte Veränderung der Forderungen innerhalb des operativen Cashflows (Veränderung des Working Capital) ausgewiesen. Die im Rahmen des Factorings gezahlten Zinsen und Gebühren werden ebenfalls innerhalb des operativen Cashflows dargestellt. LeasingEin Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts (des Leasinggegenstands) für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt überträgt. LeasingnehmerNach IFRS 16 bilanziert der Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu Barwerten. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen:
Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis implizit zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des jeweiligen Leasingnehmers. Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibung auf Nutzungsrechte wird linear über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses vorgenommen. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht und die Zahlungen als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Des Weiteren werden die Vorschriften nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet. Eine Reihe von Leasingverträgen, insbesondere von Immobilien, enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen bieten dem Konzern eine größtmögliche betriebliche Flexibilität. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. LeasinggeberAls Leasinggeber bei einem Operating Lease weist der Konzern das Leasingobjekt als Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Sachanlagen aus. Die in der Periode vereinnahmten Leasingraten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Umsatzerlösen ausgewiesen, sofern sie zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehören. Als Leasinggeber bei einem Finanzierungsleasing setzt der Konzern die Vermögenswerte in der Bilanz an und weist sie als Forderungen in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis aus. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten enthalten originäre Verbindlichkeiten. Die originären Verbindlichkeiten werden bilanziert, wenn eine vertragliche Verpflichtung zur Zahlung entsteht. Sie werden bei erstmaliger Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich eventueller Transaktionskosten angesetzt. Anschließend werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Unterschiede zwischen ihrem Zugangswert und dem Erfüllungsbetrag werden über die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwand erfasst. Finanzverbindlichkeiten sind auszubuchen, wenn Sie beglichen, aufgehoben oder verjährt und damit erloschen sind. Sonstige VerbindlichkeitenDP World bewertet Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus sonstigen Steuern und der sozialen Sicherheit sowie übrige sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag. Ermessensentscheidungen und SchätzungsunsicherheitenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen, die sich auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Höhe der erfassten Aufwendungen und Erträge sowie auf die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen auswirken. Aufgrund bestehender Kenntnisse liegt es im Rahmen des Möglichen, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres von den Annahmen abgewichen werden könnte, so dass eine wesentliche Anpassung des Buchwerts der betreffenden Vermögenswerte bzw. Schulden erforderlich ist. Anpassungen bezüglich der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung erfolgswirksam berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Eine Änderung wird in der Periode der Änderung und in späteren Perioden erfolgswirksam berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch spätere Perioden betrifft. Schätzungsänderungen lassen die Vorjahreswerte unberührt. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen und sonstigen Schätzungsunsicherheiten, die bei einer Änderung der Verhältnisse zu wesentlichen Anpassungen in der Rechnungslegung führen können, sind nachstehend dargestellt. Zur Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen wird die Erwerbsmethode angewendet. Nach dieser Methode sind bei Unternehmenszusammenschlüssen sämtliche identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des übernommenen Unternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs in den Konzernabschluss zu übernehmen. Um die beizulegenden Zeitwerte zu bestimmen, sind Schätzungen notwendig. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel von unabhängigen Gutachtern bewertet. Auch zur Bewertung immaterieller Vermögenswerte bedient sich DP World in Abhängigkeit von der Art des Vermögenswertes und der Komplexität der Bewertungsmethode gutachterlicher Expertise. Die Wertermittlungen basieren regelmäßig auf Planungen des Managements zu den mit den Vermögenswerten erzielbaren Nettozahlungen sowie zur Höhe des angemessenen Abzinsungssatzes. Für die Beurteilung der Werthaltigkeit eines Geschäftswertes ist der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu ermitteln, der er zuzuordnen ist. Die Berechnung des Nutzungswertes verlangt eine Schätzung künftiger Cashflows für die zahlungsmittelgenerierende Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Fallen die künftigen Cashflows geringer aus als vom Management geschätzt, kann in Zukunft eine Wertminderung zu erfassen sein. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Ausführungen unter Angabe (14). Die Höhe von Rückstellungen für Pensionen gegenüber Arbeitnehmern wird durch Annahmen über künftige Entwicklungen stark beeinflusst. Der Wert der Verpflichtungen aus Altersversorgung für Arbeitnehmer wird nach versicherungsmathematischen Methoden ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich des Rechnungszinses, der erwarteten Gehalts- und Rententrends und der Lebenserwartung beruhen. Sie können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen zum Teil erheblich von den künftigen tatsächlichen Entwicklungen abweichen. Falls Änderungen der Annahmen in Bezug auf die genannten Parameter erforderlich sind, können sich Auswirkungen auf die künftige Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung, des Eigenkapitals und der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergeben. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Ausführungen unter Angabe (23). Unter den Sonstigen Rückstellungen werden Rückstellungen für Garantieverpflichtungen ausgewiesen, die vor allem bewertete Risiken im Zusammenhang mit Garantien aus Unternehmensverkäufen darstellen. Der Bewertung liegen die Annahmen des Managements hinsichtlich der Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit zugrunde. Die Bewertung wird regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Dabei werden auch die festgelegten Zeitpunkte von Verjährungen betrachtet. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Ausführungen unter Angabe (24). Rückstellungen für belastende Verträge werden im Fall von schwebenden Absatz- oder Beschaffungsverträgen gebildet, wenn der Nutzenzufluss über die Restlaufzeit voraussichtlich ausreicht, um den entsprechenden Nutzenabfluss auszugleichen. Schätzungen werden in diesem Zusammenhang insbesondere in Bezug auf die erwarteten Nutzenzuflüsse/Erlöse bei schwebenden Beschaffungsverträgen bzw. die erforderlichen Aufwendungen bei schwebenden Absatzverträgen erforderlich. Der Bewertung liegen die Annahmen des Managements hinsichtlich der Höhe der jeweiligen Aufwendungen und Erträge zugrunde. Die Bewertung wird regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Der DP World-Konzern ist in zahlreichen Ländern operativ tätig und unterliegt somit unterschiedlichen Steuerjurisdiktionen. Soweit keine Gruppenbesteuerungssysteme wie die Organschaft zur Anwendung kommen, sind für jedes Besteuerungssubjekt gesondert die geschuldeten Ertragsteuern, die Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten, die temporären Differenzen und Verlustvorträge sowie daraus resultierende aktive und passive latente Steuerpositionen zu ermitteln. Einer signifikanten Schätzungsunsicherheit unterliegen aktive latente Steuern. Aktive latente Steuern werden so weit berücksichtigt, wie ihre Realisierung innerhalb des Planungshorizonts überwiegend wahrscheinlich zu erwarten ist. Die Realisierung aktiver latenter Steuern ist folglich insbesondere davon abhängig, dass für die jeweilige Steuerart in der betreffenden Steuerjurisdiktion künftig ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird. Bei der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenzuflusses sind verschiedene Faktoren wie die Unternehmensplanung, Verlustvortragsbeschränkungen, Mindestbesteuerungen und Steuergestaltungsstrategien zu berücksichtigen. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern können sich verringern, falls die Schätzungen des geplanten zu versteuernden Ergebnisses zu revidieren sind oder Steuerrechtsänderungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Ausführungen unter Angabe (13). Komplexe Steuervorschriften können zu Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung sowie der Höhe und des Zeitpunkts künftiger zu versteuernder Einkünfte führen. Insbesondere vor dem Hintergrund vielfältiger internationaler Verflechtungen sowie der Langfristigkeit und Komplexität bestehender Vertragsbeziehungen können Unterschiede zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und unseren Annahmen oder künftige Änderungen dieser Annahmen Auswirkungen auf zukünftige Steueraufwendungen und -erträge haben. Für in ihrer Höhe und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens nach nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den jeweiligen nationalen Finanzbehörden wird eine Steuerschuld auf Basis angemessener Schätzungen angesetzt. Berücksichtigt werden dabei Faktoren wie Erfahrungen aus früheren Betriebsprüfungen sowie unterschiedliche Rechtsauslegungen zwischen Steuerpflichtigen und Finanzverwaltungen im Hinblick auf den jeweiligen Sachverhalt. Insbesondere die für Immobilien abgeschlossenen Mietverträge enthalten regelmäßig Optionen zur Verlängerung oder Beendigung des Mietverhältnisses, die im alleinigen Ermessen des Mieters liegen. DP World entscheidet über die Verlängerung der Laufzeit des Mietvertrags auf der Grundlage der erwarteten wirtschaftlichen Anreize, die sich aus solchen Verlängerungen ergeben. Wird davon ausgegangen, dass das Leasingverhältnis beendet wird, wird die Laufzeit des Leasingverhältnisses, die für die Bestimmung der Leasingverpflichtung und des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand verwendet wird, entsprechend verkürzt. Die Wahrscheinlichkeit der Ausübung von Kaufoptionen wird bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt und schlägt sich in der Bewertung der Leasingverpflichtung und des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand nieder, wenn der Leasingnehmer hinreichend sicher ist, dass er seine Optionen ausüben wird. Dies setzt sich bei der Bewertung der Leasingverpflichtung und des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand fort, wenn der Leasingnehmer hinreichend sicher ist, dass er die Optionen ausüben wird. (7) Konzern-KapitalflussrechnungDie Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand des DP World-Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Die Auswirkungen von Desinvestitionen sind gesondert ausgewiesen. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:
Für das Vorjahr ergibt sich folgende Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit:
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung(8) Umsatzerlöse
In den Umsatzerlösen sind Mieterträge in Höhe von Mio. EUR 13,7 (Vorjahr: Mio. EUR 25,7) enthalten, davon entfallen Mio. EUR 12,0 (Vorjahr: Mio. EUR 17,0) auf Untermietverhältnisse mit Kunden, der Restbetrag betrifft Umsätze aus Verträgen mit Kunden. (9) Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden berücksichtigten im Vorjahr insbesondere den Verkauf einer Lagerhalle im Januar 2022. Die Wertaufholungen für Grundstücke und Gebäude bezogen sich auf eine untervermietete Immobilie. Die Wertaufholungen ergaben sich insbesondere durch die deutlich gestiegenen Ertragsausaussichten aus der Untervermietung. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen berücksichtigen u.a. die Auflösung von nicht mehr benötigten Risikovorsorgen aus Garantiezusagen im Zusammenhang mit Geschäftsveräußerungen in den Vorjahren. (10) Betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Finanzforderungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 656). (11) Finanzergebnis
(12) Anzahl der BeschäftigtenDie durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter inkl. Auszubildende teilt sich wie folgt auf:
Die Angabe nach § 267 HGB stellt sich wie folgt dar:
(13) ErtragsteuernIm Geschäftsjahr 2022 entwickelten sich die Ertragsteuern wie folgt:
Der hohe Aufwand aus latenten Steuern des Rumpfgeschäftsjahres resultiert vor allem aus der Abwertung von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aufgrund von Unsicherheiten über die Realisierbarkeit und der Verlusthistorie. Für die Ermittlung der Ertragsteuern in Deutschland wurde ein Steuersatz von 15,2 % verwendet, der den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz berücksichtigt. Die für ausländische Tochtergesellschaften zugrunde gelegten jeweiligen Ertragsteuersätze lagen zwischen 9,0 % und 28,0 %. Die auf Basis des Steuersatzes erwarteten Ertragsteueraufwendungen weichen vom effektiven Ertragsteuersatz wie folgt ab:
Die latenten Steuern verteilen sich auf folgende wesentliche Bilanzposten und Verlustvorträge:
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden pro Gesellschaft bzw. steuerlichen Organkreis saldiert, sofern sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen, und DP World ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden zusteht. Die latenten Ertragsteuern, die im sonstigen Ergebnis verrechnet werden, führen zu einer Verminderung des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 925 (Vorjahr: TEUR 2.491). Sie entfallen mit einem Ertrag von TEUR 314 auf die Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und mit TEUR 1.239 auf die Abwertung bestehender aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Bei der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG und Tochterunternehmen sind auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 76.728 (Vorjahr: 16.566) keine aktiven latenten Steuern berücksichtigt worden, da mit einer künftigen Nutzung dieser Verlustvorträge innerhalb der kommenden vier Jahre nicht gerechnet wird. Die Verlustvorträge verfallen nicht. Aufgrund der Verlusthistorie und der Unsicherheit über die kurzfristige Realisierbarkeit wurden Teile der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge im Rumpfgeschäftsjahr 2022 abgewertet. Steuerliche Verlustvorträge, die wahrscheinlich zukünftig genutzt werden können, werden in Höhe des latenten Steueranspruchs aktiviert. Zur Beurteilung der Frage, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, d.h. werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft sowie konkret umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriffen. Erläuterungen zur Konzernbilanz(14) Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Rumpfgeschäftsjahr 01.07.-31.12.2022 wie folgt:
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2021/2022 wie folgt:
Die Geschäftswerte sind vier (Vorjahr: vier) Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wird die Business Line Consumer nicht mehr als eigenständige Business Line geführt und das bestehende Geschäft den Business Lines Industrial sowie Chemicals & Lifestyle im Geschäftsbereich Logistics und Air & Ocean im Geschäftsbereich Freight zugeordnet. Die Änderungen folgen der Anpassung der Managementstruktur und dienen vor allem der Bündelung der Aktivitäten der Business Line Air & Ocean. Der Geschäftswert der Business Line Consumer ist vollständig der Business Line Air & Ocean zuzuordnen. Der Werthaltigkeitstest erfolgte daher im Geschäftsjahr 2021/2022 erstmals für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Air & Ocean, der bisher keine Geschäftswerte zugeordnet waren. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäftswerte hat DP World geprüft, ob der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils mindestens den Buchwert des Vermögens deckt. Der erzielbare Betrag wird als höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert ermittelt. Der Nutzungswert, dem Cashflow-Prognosen auf Basis der Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2023 bis 2027 (Vorjahr: 2022 bis 2026) zugrunde liegen, stellt für den DP World-Konzern das führende Wertkonzept dar. Die Unternehmensplanung berücksichtigt historische Entwicklungen und aktuelle Markterwartungen. Für die nachhaltige Entwicklung der Folgejahre wurde, wie im Vorjahr, eine Wachstumsrate von 1,0 % berücksichtigt. Die Diskontierung der künftigen Cashflows erfolgt mit dem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (Weighted Avarage Cost of Capital, WACC). Ausgehend von den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern wurden mittels eines iterativen Verfahrens die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten vor Steuern ermittelt, die sich für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt darstellen:
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend der Art des Geschäfts und dem Ort, an dem es tätig ist, den entsprechenden CGUs zugeordnet. Die CGUs stellen die identifizierbaren Vermögenswerte dar, für die ein aktiver Markt besteht und die unabhängige Cashflows für den Konzern generieren. Externe und interne Faktoren rund um den Geschäftsbetrieb spielen bei der Feststellung eines Anhaltspunktes für eine Wertminderung eine Rolle. Darüber hinaus wird der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Für alle Goodwill-Salden innerhalb jeder CGU werden Werthaltigkeitstests durchgeführt. Eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts liegt dann vor, wenn der erzielbare Betrag der CGU, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts, unter dem Buchwert liegt. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert ermittelt. In den meisten Fällen ist es schwierig, den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten zu verwenden, da keine zuverlässige Schätzung zur Bestimmung des erzielbaren Betrags leicht möglich ist. Daher wird zur Beurteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Wertminderung die Methode des Nutzungswerts verwendet. Wichtige Annahmen, die bei der Berechnung des Nutzungswerts verwendet werdenCashflow-PrognosenDer Nutzungswert wird anhand der prognostizierten Mittelzu- und -abflüsse berechnet, die voraussichtlich aus der fortgesetzten Nutzung der CGU und ihrer endgültigen Veräußerung resultieren. Cashflow-Prognosen für Finanzprognosen basieren auf erwarteten Umsätzen und Betriebsmargen die von der Geschäftsleitung genehmigt werden. Die erwarteten Umsätze basierten auf Marktanteilsannahmen, Mengenwachstum und Preiserhöhungen. Während des Prognosezeitraums wurde keine wesentliche Änderung des Marktanteils angenommen und basiert auf dem durchschnittlichen Marktanteil im Zeitraum unmittelbar vor dem Prognosezeitraum. Das Volumenwachstum basierte auf dem durchschnittlichen Wachstum der letzten Jahre. Die in den Cashflow-Prognosen verwendeten Wechselkurse stimmten mit externen Informationsquellen überein. Die operativen Margen spiegeln Erfahrungen aus der Vergangenheit wider, wurden jedoch um etwaige erwartete Änderungen der einzelnen CGUs angepasst. Diese Cashflow-Prognosen decken einen Prognosezeitraum von fünf Jahren ab und werden dann unter Verwendung anwendbarer Endwachstumsraten auf die ewige Rente hochgerechnet. Die wichtigsten Annahmen zur Ermittlung der prognostizierten Cashflows sind Marktanteilsannahmen und Betriebsmargen. Im Detail stellen sich die Planungsannahmen für die einzelnen Gruppen von CGUs wie folgt dar:
WachstumsratenDie angewandten Wachstumsraten werden auf der Grundlage zukünftiger Trends in der Branche, des geografischen Standorts und früherer Erfahrungen in den operativen Geschäftsbereichen bestimmt. Die Wachstumsraten können von Jahr zu Jahr schwanken, basierend auf den Annahmen, die zur Bestimmung dieser Raten herangezogen wurden. Langfristige Inflationserwartungen wurden dabei in den Planzahlen berücksichtigt. Der Konzern nutzte stetige Wachstumsraten, um die Umsätze über den Prognosezeitraum hinaus zu extrapolieren, die mit öffentlich verfügbaren Informationen über langfristige durchschnittliche Wachstumsraten für jeden der Märkte, in denen die jeweiligen CGUs tätig sind, übereinstimmten. Für den Werthaltigkeitstest zum 31.12.2022 wurde einheitlich für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, wie auch zum 30.06.2022 ein Wachstumsfaktor von 1% zugrunde gelegt. Verwendete AbzinsungssätzeDie Abzinsungssätze wurden mithilfe eines konzernunabhängigen Experten ermittelt und stellen die aktuelle Markteinschätzung der Risiken für jede CGU dar. Die Zinssätze berücksichtigen den Zeitwert des Geldes und individuelle Risiken der zugrunde liegenden Vermögenswerte, die in den Cashflow-Prognosen nicht berücksichtigt wurden. Die Berechnung des Abzinsungssatzes wird aus den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der CGUs abgeleitet, die sich aus den Fremdkapitalkosten und den Eigenkapitalkosten zusammensetzen. Die in der obigen Tabelle offengelegten Abzinsungssätze basieren auf der lokalen Währung der CGU. Die Eigenkapitalkosten wurden mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt, das bei Bedarf eine Aktienrisikoprämie und eine geringe Aktienprämie berücksichtigt. Das CAPM nutzt Markt-Betas vergleichbarer Unternehmen, um die Eigenkapitalkosten zu ermitteln. Die Fremdkapitalkosten basieren auf den verzinslichen Krediten, die die CGU bedienen muss. Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital wurde durch Anwendung von Marktwertgewichtungen basierend auf theoretischen Zielverschuldungsniveaus, unter Berücksichtigung von Branchendurchschnitten und unter Verwendung von Daten vergleichbarer Unternehmen ermittelt. Es besteht das Risiko, dass eine Verschärfung der Ukraine-Krise und eine weitere Ausweitung des Krieges zu erhöhten Diskontsätzen führen könnten. Die Gruppe ist jedoch der Ansicht, dass die oben offengelegten Hauptannahmen, die bei der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts verwendet wurden, weiterhin angemessen sind. Änderung der wichtigsten Annahmen und SchlussfolgerungenSollten sich die oben genannten Parameter zum Nachteil verändern ergeben sich folgende Auswirkungen auf den "Headroom" der einzelnen Business-Units:
Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäftswert zugeordnet ist, führt keine nach vernünftigem Ermessen für möglich gehaltene Änderung zur Bestimmung des Nutzungswertes getroffenen Grundannahmen dazu, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt. Im Geschäftsjahr 1.7.-31.12.2022 mussten keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst werden. Im Segment Chemicals verläuft die aktuelle Entwicklung deutlich besser als es die CF-Prognose im Rahmen der Werthaltigkeitstests berücksichtigt hatte. (15) SachanlagenDie Sachanlagen entwickelten sich im Rumpfgeschäftsjahr 01.07.2022 bis 31.12.2022 wie folgt:
Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2021/2022 wie folgt:
Anlagen im Bau werden unter der jeweiligen Anlagenklasse ausgewiesen. Sowohl zum 31 Dezember als auch zum 30. Juni 2022 waren die Anlagen im Bau insgesamt nicht wesentlich. DP World vermietet Grundstücke und Gebäude an Kunden im Rahmen von Operating-Lease-Verhältnissen. Der Buchwert der zum 31. Dezember 2022 vermieteten Grundstücke und Gebäude beträgt Mio. EUR 1,3; die darauf entfallende Abschreibung während des Rumpfgeschäftsjahres 2022 beträgt Mio. EUR 0,1. Aus den bestehenden Operating-Lease-Verhältnissen resultieren die folgenden künftigen Mieteinnahmen:
(16) NutzungsrechteNeben den im Eigentum befindlichen Vermögenswerten ist der DP World-Konzern auch im Besitz von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen und ist dabei Leasingnehmer. Die Leasingverhältnisse umfassen im Wesentlichen längerfristige Nutzungsrechte für Lagerhallen, Gabelstapler und Lastkraftwagen sowie Auflieger. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt in der Regel zwischen 12 und 60 Monaten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nutzungsrechte:
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Nutzungsrechte werden unter dem entsprechenden Posten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen des Rumpfgeschäftsjahres aus Leasingverbindlichkeiten betragen TEUR 2.518 (Geschäftsjahr 2021/2022: TEUR 4.488). Sie werden unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen (siehe hierzu die Angabe (11)). Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder solche für geringwertige Vermögenswerte sind in der stellen sich wie folgt dar:
Der Gesamte Zahlungsmittelabfluss aus dem Leasing stellen sich wie folgt dar:
(17) Anteile an at equity bewerteten UnternehmenDie Anteile an at equity bewerteten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:
Die folgende Tabelle fasst aggregierte Finanzinformationen der at equity bewerteten Unternehmen IMPERIAL CON-PRO GmbH und ChemStore GmbH zusammen:
* Imperial Con-Pro GmbH: Rumpfgeschäftsjahr
sechs Monate. ChemStore GmbH: 12 Monate
(18) VorräteDie Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
(19) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen unbedingte Zahlungsansprüche des DP World-Konzerns für abgeschlossene Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten grundsätzlich keinen Zinsanteil. Die berücksichtigten Wertminderungen für erwartete Kreditverluste sind aufgrund der guten Bonität der Vertragspartner sowie der ergriffenen Maßnahmen im Rahmen des Kredit- und Forderungsmanagements unwesentlich. Für weitere Informationen wird auf die Angabe (28) verwiesen. (20) Übrige finanzielle VermögenswerteDie übrigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen auf den Finanzverrechnungskonten bei nahstehenden Unternehmen sind jederzeit abrufbar und dienen der Finanzierung des DP World-Konzerns. Die Forderungen aus dem Finanzierungsleasing weisen folgendes Fälligkeitsprofil auf:
Die Forderungen aus dem Finanzierungsleasing resultieren vor allem aus der Vermietung eines automatisierten Lagers und führen zu folgenden erwarteten Zinserträgen und Zahlungen:
(21) Sonstige ForderungenDie sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
(22) EigenkapitalMit Vertrag vom 8. Dezember 2021 hatte die Gesellschafterin Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande, ihren Anteil am Stammkapital der Imperial Logistics International Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, in Höhe von 10,1 %, in die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG gegen Gewährung neuer Kommanditanteile als Sacheinlage eingebracht. Das Kommanditkapital erhöhte sich entsprechend auf EUR 260.787,32 (bisher: EUR 250.000,00) und das gesamthänderisch gebundene Rücklagenkonto um EUR 11.953.119,15 auf EUR 390.775.253,13. Verluste aus dem laufenden und den Vorjahren wurden mit dem gesamthänderisch gebundenen Rücklagenkonto verrechnet - zum Stichtag wird in Übereinstimmung mit dem Jahresabschluss ein Betrag in Höhe von EUR 200.915.259,98 ausgewiesen. Die in den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals aus gewiesenen Sonstigen Rücklagen beinhalten das Konzerngesamtergebnis der Anteilseigner des Mutterunternehmens. Das Kommanditkapital in Höhe von EUR 260.787,32 wird zu 0,1 % von der Imperial Mobility Germany Administration GmbH, Duisburg, und zu 99,9 % von der Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande, gehalten. (23) Rückstellungen für PensionenDer DP World-Konzern unterhält für seine berechtigten Mitarbeiter in Deutschland eine Reihe von überwiegend nicht kapitalgedeckten leistungsorientierten Pensionsplänen. Die Pläne sind geschlossen (d.h. es sind keine neuen Teilnehmer und keine Änderungen bestehender Pensionsverpflichtungen zulässig). Im Rahmen dieser Pläne haben die Mitarbeiter Anspruch auf Altersleistungen, die von einer Kombination aus Alter, Dienstalter und/oder Höhe der Gehälter/Löhne abhängen. Weitere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind nicht vorgesehen. Die Rückstellungen unterliegen grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko, dem Langlebigkeitsrisiko sowie dem Risiko von Rentensteigerungen. Es liegt keine Konzentration von Risiken vor. Die Pläne sind im Allgemeinen nicht kapitalgedeckt, mit Ausnahme einiger seltener Fälle, in denen in der Vergangenheit Rückversicherungsverträge abgeschlossen wurden. Die Basisinstrumente dieses Planvermögens sind auf erstklassige Staatsanleihen beschränkt. Die Pläne der deutschen Gesellschaften unterliegen den gesetzlichen Verpflichtungen des Pensionssicherungsvereins VVAG, für die alle fälligen Beiträge entrichtet wurden. Die bilanzierte Pensionsrückstellung entwickelte sich wie folgt:
Die Vorsorgeverpflichtungen basieren auf versicherungsmathematischen Bewertungen, die nach der Projected-Unit-Credit-Methode (p.u.c.) unter folgenden Annahmen erstellt wurden:
* 7,00% für das Jahr 2023 , danach 2,00%
Die Entwicklung der Beträge für Pensionsverpflichtungen und den beizulegenden Wert des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
Die Ermittlung des Rechnungszinses orientiert sich an der Entwicklung von qualitativ hochwertigen Unternehmensanleihen. Bei den Versorgungsverpflichtungen wurden als biometrische Grundlage für die Bewertung die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck verwendet. Die erwartete Einkommensentwicklung umfasst erwartete Entgelt- und Einkommenssteigerungen. Das Planvermögen zur Deckung der Pensionsverpflichtungen setzt sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen:
Das Planvermögen ist betragsmäßig und für die Erfüllung der künftigen Pensionsverpflichtungen unwesentlich. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste setzen sich wie folgt zusammen:
Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen sind der Rechnungszins sowie der Rententrend. Die folgenden Sensitivitätsanalysen zeigen, wie die Höhe der leistungsorientierten Verpflichtungen durch mögliche Änderungen der entsprechenden Annahmen beeinflusst worden wäre. Die Berechnungen gehen im Übrigen von unveränderten Annahmen aus:
Zwischen den oben genannten versicherungsmathematischen Annahmen bestehen Abhängigkeiten. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt diese Abhängigkeiten nicht. Die Duration der Verpflichtungen beträgt 12 Jahre. (24) Sonstige RückstellungenDer Rückstellungsspiegel des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Die Garantieverpflichtungen stehen im Zusammenhang mit Unternehmensverkäufen in den vergangenen Jahren; der Rückgang ist vor allem auf den Wegfall einzelner Garantieverpflichtungen durch Zeitablauf zurückzuführen. Die Jubiläumsverpflichtungen basieren auf einer versicherungsmathematischen Bewertung nach der Projected Unit Credit Method mit einem Diskontierungszinssatz von 3,5 % (Vorjahr: 1,9 %). In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.290 für Restrukturierungs-, vor allem auch Personalmaßnahmen enthalten. Die Rückstellung für Umweltrisiken resultiert aus einer Sanierungsverpflichtung, wird jährlich mit unterschiedlichen Beträgen in Anspruch genommen, hat aber zum Teil eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. (25) FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Leasingverbindlichkeiten weisen dabei das folgende Fälligkeitsprofil auf:
Die bisherige Finanzierung der Gruppe wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 abgelöst. Zur allgemeinen Finanzierung stehen dem DP World Logistics Germany -Konzern innerhalb des Konzernverbunds mit der Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande, ausreichend Kreditlinien aus der europäischen Finanzierungsfazilität des DP World Konzerns zur Verfügung. Aus dieser Fazilität bestehen aktuell Mio. USD 213,0 die der DP World Logistics Germany -Konzern über die Muttergesellschaft bzw. eine Schwestergesellschaft zugreifen kann. Daneben stehen dem Konzern aktuell noch weitere eigene Kreditlinien sowie eine Factoring Linie zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Forderungen gegen Schwestergesellschaften in Höhe von Mio. EUR 95,2. Wir verweisen auf die Angabe (20). Eigene Kreditlinien, insbesondere Kontokorrentkreditlinien, stehen dem DP World-Konzern zum Stichtag wie folgt zur Verfügung:
Die Finanzverbindlichkeiten werden wie folgt fällig:
Die Zinsanalyse ergibt folgendes Ergebnis:
Folgende Vermögenswerte sind zur Sicherung von Finanzverbindlichkeiten sicherungsübereignet:
(26) Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 51.879; Vorjahr: TEUR 67.234) setzen sich insbesondere aus kurzfristigen Personalverpflichtungen (TEUR 19.495; Vorjahr: 30.700) für ausstehenden Urlaub, Boni und Tantiemen sowie sonstigen Sonderzahlungen aufgrund von Betriebsvereinbarungen zusammen. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten für Zölle und Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von TEUR 5.327 (Vorjahr: TEUR 7.302). Darüber hinaus ergeben sich zum Stichtag Umsatzsteuerverbindlichkeiten i. H. v. TEUR 6.388 (Vorjahr: TEUR 6.191), Verbindlichkeiten aus Versicherungsgeschäften i. H. v. TEUR 2.237 (Vorjahr: TEUR 4.449) und für sonstige Abgrenzungen TEUR 8.517 (Vorjahr: TEUR 8.742). (27) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDas Bestellobligo stellt sich wie folgt dar:
Die aus kurzfristigem Leasing und dem Leasing von geringwertigen Vermögenswerten resultierenden Verpflichtungen ergaben sich wie folgt:
Die Haftungsverhältnisse spiegeln die Garantien wider, die die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG und ihre Gruppengesellschaften vor allem Dienstleistern gegenüber eingeräumt haben. Es gibt keine laufenden oder anhängigen Rechtsstreitigkeiten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentliche Nachteile für die Gruppe darstellen können.
(28) Zusätzliche Informationen über FinanzinstrumenteDie Zentralfunktion Group Treasury des DP World-Konzerns ist verantwortlich für die Überwachung und Steuerung der Risikofaktoren. Zu diesen Risiken gehören finanzielle Risikofaktoren (Markt- und Währungsrisiko), das Zinsänderungsrisiko, das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Die Ziele, Strategien und Prozesse der Gruppe zur Messung und Steuerung dieser Risiken sind im Folgenden aufgeführt. Markt- und WährungsrisikoDies ist das Risiko, dass sich Änderungen der allgemeinen Marktbedingungen negativ auf die Finanzinstrumente des Konzerns auswirken können. Wenngleich sich der weit überwiegende Teil der Tätigkeit des Konzerns auf den Euro-Währungsraum konzentriert, so ist der Konzern durch seine grundsätzlich international ausgerichtete Tätigkeit unter Umständen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften wickeln ihre Aktivitäten im Wesentlichen in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingestuft. Einige Konzerngesellschaften unterliegen jedoch Fremdwährungsrisiken aus Lieferungen, bei denen ein Ausgleich in einer von der funktionalen Währung der Gesellschaft abweichenden Währung vereinbart wurde. Diese Risiken werden überwacht und bei Bedarf abgesichert. Der Buchwert der auf Fremdwährung lautenden Finanzinstrumente (Liquide Mittel und Äquivalente, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten), der Gruppe am Ende des Berichtszeitraums beträgt wie folgt. Quantitative Grundlage der Sensitivitätsanalyse sind erhobene Daten, die zu einer Währungsbilanz zusammengefasst werden und so das Fremdwährungsrisiko darlegen. Daraus lässt sich ableiten, dass für folgende Fremdwährungen Risiken im Laufe des Jahres von Relevanz waren: Polnischer Zloty, Britisches Pfund, US-Dollar und Schwedische Krone:
Bei der obigen Tabelle (Sensitivitätsanalyse) werden somit alle monetären Finanzinstrumente, die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft denominiert sind, berücksichtigt. Eine Abwertung/Aufwertung des Euro gegenüber diesen Währungen um 10 % würde eine Auswirkung von plus/minus TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 310) auf das Konzernergebnis haben. Der Sensitivitätssatz von 10 % basiert auf der Einschätzung des Managements über eine mögliche Änderung der Wechselkurse in absehbarer Zeit. Eine Abwertung der jeweiligen Fremdwährung hätte folgende Auswirkung auf das Konzernergebnis:
ZinsänderungsrisikoZinsrisiken bestehen grundsätzlich bei langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und bei langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Schwestergesellschaften, die jedoch weit überwiegend mit festen Zinssätzen vereinbart worden sind. Ein Zinsrisiko besteht auch bei anderen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten über einem Jahr. Im operativen Bereich sind solche Laufzeiten jedoch von untergeordneter Bedeutung. Wenn das Zinsniveau bezogen auf den Abschlussstichtag um 1 %-Punkt höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis um TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 35) höher/niedriger gewesen. Der Sensitivitätssatz von 1 % basiert auf der Einschätzung des Managements über eine für realistisch gehaltene Änderung der Zinssätze in absehbarer Zeit. AusfallrisikoDas Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen hauptsächlich Bankguthaben, Kassenbestand, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. In Bezug auf die finanziellen Vermögenswerte stellt deren Buchwert das maximale Ausfallrisiko dar. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich unter Berücksichtigung der Wertminderungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die aufgrund von Vergangenheitserfahrung und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds unter Berücksichtigung der Erkenntnisse des laufenden systematischen Forderungsmanagements bewertet wurden. Um das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln unter dem Einfluss der Finanzmarktsituation so gering wie möglich zu halten, wird Liquidität ausschließlich bei Banken bester Bonität (Investment Grade - BBB- oder besser) angelegt sowie Wert darauf gelegt, dass die Einlagen dem Einlagensicherungsschutz unterliegen. Um das Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, unterziehen wir unsere Kunden einer Bonitätsprüfung und betreiben ein aktives Debitorenmanagement.
In der folgenden Tabelle sind die Bonitäten der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sowie das maximale Kreditrisiko aufgeführt:
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auch Leasingforderungen gegen fremde Dritte hat der Konzern den vereinfachten Ansatz in IFRS 9 angewendet, um die Wertberichtigung für die erwarteten Kreditverluste in der Laufzeit zu bemessen. Der Konzern ermittelt die erwarteten Verluste aus diesen Vermögenswerten anhand einer Wertberichtigungsmatrix, die auf der Grundlage historischer Kreditverlusterfahrungen auf der Grundlage des Überfälligkeitsstatus der finanziellen Vermögenswerte geschätzt und entsprechend angepasst wird, um den aktuellen Stand und die Erwartungen bezüglich der künftigen wirtschaftlichen Bedingungen widerzuspiegeln. Es erfolgt eine turnusmäßige mindestens jährliche Überprüfung und ggf. Anpassung basierend auf aktuell verfügbaren Ratings. Vermögenswerte, die mehr als 90 Tage überfällig sind, gelten als in Verzug, es sei denn, verlässliche zusätzliche Informationen zeigen, dass ein anderes Kriterium angemessener ist, z. B. bei Abrechnungsstreitigkeiten, deren Beilegung einige Zeit in Anspruch nimmt. Die ECL-Rate wird für jeden im Risk Management separat berichteten Geschäftsbereich individuell festgelegt. Der nicht gewichtete durchschnittliche erwartete Kreditverlust basierend auf dem Überfälligkeitsstatus in Bezug auf die Wertberichtigungsmatrix ist nachstehend aufgeführt:
Das oben genannte Alterungsprofil für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gilt als typisch für die verschiedenen Branchen, in denen bestimmte unserer Geschäftsbereiche tätig sind. In Anbetracht dessen und der Art der Gegenparteien gelte diese Beträge als erzielbar. Im Rahmen des Forderungsmanagements und des Verkaufs von Forderungen dem Abschließen von Kreditversicherungen sowie der Anforderung von Anzahlungen begegnen wir dem Ausfallrisiko. Bevor diese Finanzinstrumente abgewertet werden, werden sie auf die Möglichkeit eines Rückgriffs geprüft. Für Forderungsausfälle auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen gebildet. Das Management ist nicht der Ansicht, dass ein wesentliches Kreditrisiko besteht, das nicht bereits durch eine Wertberichtigung abgedeckt ist. Nachstehend folgt eine Zusammenfassung der Bewegung in der Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen für das Jahr:
Es gibt keine signifikante Risikokonzentration für einen bestimmten Kunden oder ein bestimmtes Industriesegment, da die Risiken über eine große Zahl von Vertragsparteien und Kunden verteilt sind. Für Forderungen gegen nahestehende Unternehmen aus Darlehen, Leasing, Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen gegen solche Unternehmen wird grundsätzlich nach Berücksichtigung von Sicherheiten, Bürgschaften Garantien, Verpfändungen und Patronatserklärungen bzw. Ergebnisabführungsverträgen wurde kein wesentliches Risiko identifiziert. Wesentliche zu berücksichtigende Sicherheiten bestanden zum 31. Dezember 2022 nicht. Da für die bestehenden Forderungen gegen nahestehende Unternehmen der Gesamtbetrag der erforderlichen Wertberichtigung von untergeordneter Bedeutung war, wurde aus Wesentlichkeitsgründen auf eine bilanzielle Erfassung verzichtet. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann. Im zentralen Finanzmanagement des DP World-Konzerns hat die ausreichende Versorgung des Konzerns mit liquiden Mitteln daher oberste Priorität. Dieses Ziel wird durch das Vorhalten einer angemessenen Liquiditätsreserve sichergestellt, die es der DP World Logistics Germany-Gruppe stets ermöglicht, ihren Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Die Angemessenheit der Liquiditätsvorsorge wird primär von drei Faktoren bestimmt: vom Ausmaß der zu erwartenden Zahlungsmittelzu- und -abflüsse, liquider Aktiva und von freien Kreditlinien sowie Refinanzierungsmöglichkeiten im Kapital- und Bankenmarkt. Die Zentralfunktion Group Treasury ist verantwortlich für die Überwachung und Steuerung der Liquidität innerhalb des Konzerns. Zur Sicherung der finanziellen Stabilität wird eine ausgewogene Finanzstruktur angestrebt, die eine Mischung verschiedener Finanzierungselemente (inkl. Gesellschafterdarlehen, Bankdarlehen und Kapitalmarktinstrumente) beinhaltet. Neben der Finanzplanung, die in der Regel über vier bis fünf Jahre ausgerichtet ist, erfolgt die Liquiditätsplanung für das tägliche operative Geschäft in kurzfristigen Intervallen. Durch die Kombination der Finanz- und Liquiditätsplanungen sowie mittels der zur Verfügung stehenden freien Liquidität und Kreditlinien wird sichergestellt, dass DP World jederzeit über eine angemessene Liquiditätsreserve verfügt. Das Unternehmen verfügt über ausreichend Liquidität (eigene und im Zugriff über den Konzernverbund), um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Zusammenhang mit einer bestehenden Vereinbarung über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Factoring) werden regelmäßig Forderungen veräußert und damit ausgebucht. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen mit einem Nominalvolumen in Höhe von Mio. EUR 65,1 veräußert worden. Die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften waren zum Bilanzstichtag in die Konzernfinanzierung des DP World-Konzerns in Europa eingebunden. Die Konzernfinanzierung wird über die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V., Son en Breugel/Niederlande, sichergestellt, die über eine zum Stichtag bis Oktober 2023 terminierte Kreditlinie mit einem Bankenkonsortium verfügte. Diese Kreditlinie war durch die ehemalige Konzernmuttergesellschaft Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika, garantiert. Die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG haftete nicht für diese Kreditlinie. Die vereinbarten Covenants für diese Kreditlinie, die sich auf die Konzernbilanz des Mutterkonzerns Imperial Logistics Ltd., Südafrika, beziehen, wurden halbjährlich überprüft und waren zum 31. Dezember 2022 eingehalten. Diese bis Oktober 2023 laufende Finanzierung wurde zwischenzeitlich abgelöst. Für die nach wie vor vorhandene Factoring Linie gelten die bisherigen Covenants unverändert fort und beziehen sich auf den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande. Die neue ultimative Konzernobergesellschaft DP World Limited, Dubai/VAE (Übergang der Beherrschung am 14. März 2022) hat über ihre Tochtergesellschaft DP World FZE, Dubai/UAE an die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V. ein Darlehen in Höhe von USD 213 Mio. mit einer Laufzeit von drei Jahren ausgereicht, welche auch dem DP World Logistics Germany Konzern zur Verfügung steht. Ferner hat die DP World Logistics Europe B.V. (ehemals: Syncreon NewCo B.V.) als neue europäische Obergesellschaft des DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG Konzern sowie der Sycreon Europe ein externes Darlehen in Höhe von Mio. USD 275 mit einer Laufzeit bis November 2026 bei einem Bankenkonsortium aufgenommen, welches ebenfalls zur Finanzierung des europäischen Teilkonzerns und damit auch anteilig dem DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG Konzern zur Verfügung steht. Die Strategie der DP World ist es, die Region Europa, dann bestehend aus syncreon Europa und Imperial Europa, zentral aus Dubai zu finanzieren. Working Capital Bedarf soll bilateral über Bank Facilities und Garantielinien gedeckt werden. Daneben stehen dem Konzern aktuell noch weitere eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 15,3 sowie eine Factoring Linie in Höhe von Mio. EUR 70 und Garantielinien von insgesamt Mio. EUR 9,5 zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Forderungen gegen Schwestergesellschaften in Höhe von Mio. EUR 95,2. Die vertraglichen Fälligkeiten von finanziellen Vermögenswerten und Finanzverbindlichkeiten sind wie folgt:
BewertungshierarchienFinanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgenden Bewertungshierarchien einordnen:
In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von öffentlich notierten Marktpreisen an aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte Level 2 werden anhand von beobachtbaren Marktdaten ermittelt. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis anerkannter Bewertungsmethoden bewertet wird. Sonstige Erläuterungen(29) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenMuttergesellschaft ist die Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande. Der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der DP World Limited, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft in Dubai/Vereinigte Arabische Emirate offengelegt und kann dort auf der offiziellen Webseite des Konzerns eingesehen werden (www.dpworld.com/investor-relations). Der ultimative oberste Anteilseigner ist das Emirat Dubai. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika, auf. Jahres- und Konzernabschluss werden am Sitz der Gesellschaft in Bedfordview/Südafrika offengelegt und können dort auf der offiziellen Webseite des Konzerns eingesehen werden (http://www.imperial.co.za). Salden und Transaktionen zwischen Der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG und ihren Tochtergesellschaften, die mit der Der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG verbunden sind, wurden bei der Konsolidierung eliminiert.
Von den Forderungen gegen Schwesterunternehmen aus dem DP World Konzern entfallen TEUR 95.227 (Vorjahr: TEUR 110.482) auf kurzfristige Finanzforderungen. Die Vorjahressalden resultieren aus Konzerntransaktionen mit Unternehmen aus dem Imperial Logistics Konzern mit der Konzernmutter Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika. Die Geschäfte mit Joint Ventures entfallen auf die Gesellschaften IMPERIAL CON-PRO GmbH, Eisenhüttenstadt, sowie die ChemStore GmbH, Langelsheim. Sämtliche Geschäfte wurden zu marktüblichen Preisen und Konditionen wie zwischen fremden Dritten durchgeführt. Bezüglich der Informationen zur Vergütung des Managements wird auf die nachfolgende Angabe (30) verwiesen. (30) Gesamtbezüge der Mitglieder der GeschäftsführungDie Gesamtvergütung der Mitglieder der Geschäftsführung der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG setzt sich wie folgt zusammen:
Zum Geschäftsjahresende ist ein Mitglied der Geschäftsführung ausgeschieden. Durchschnittlich bestand die Konzerngeschäftsführung im Geschäftsjahr aus drei Mitgliedern. Honorar des AbschlussprüfersZum Abschlussprüfer des Jahres- und des Konzernabschlusses der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG ist die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, Niederlassung Düsseldorf, gewählt worden. Für die erbrachten Dienstleistungen wurden folgende Honorare als Aufwand erfasst:
Die Honorare für die Abschlussprüfungsleistungen beinhaltet keine Aufwendungen für das vorangegangene Geschäftsjahr. (31) Ereignisse nach dem AbschlussstichtagDie bisherige Finanzierung der Gruppe wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 abgelöst. Zur allgemeinen Finanzierung stehen dem DP World Logistics Germany -Konzern innerhalb des Konzernverbunds mit der Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande, ausreichend Kreditlinien aus der europäischen Finanzierungsfazilität des DP World Konzerns zur Verfügung, die bei Bedarf kurzfristig abgerufen werden können. Aus dieser Fazilität bestehen aktuell Mio. USD 213,0 die der DP World Logistics Germany -Konzern über die Muttergesellschaft bzw. eine Schwestergesellschaft zugreifen kann. Daneben stehen dem Konzern aktuell noch weitere eigene Kreditlinien, Garantielinien sowie eine Factoring Linie zur Verfügung, womit die Finanzierung des Geschäftsbetriebes insgesamt sichergestellt ist. Mit Wirkung zum 1. September 2023 wurde die Muttergesellschaft Imperial Logistics International B.V. & Co. KG in DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG umfirmiert, um die Struktur der DP World Gruppe widerzuspiegeln. Damit einhergehend ist die geschäftsführende Komplementärin Imperial Logistics International B.V. in DP World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en Breugel/Niederlande umfirmiert worden. Die DP World Logistics Europe B.V. (ehemals: Syncreon NewCo B.V.) hat am 4 .Dezember 2023 gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF) eine harte Patronatserklärung abgegeben und sich verpflichtet die IMF für einen Zeitraum von mindestens 15 Monaten ab dem Datum der Erklärung mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, um sie in die Lage zu versetzen, die Darlehensverbindlichkeiten von Mio. EUR 124 gegenüber der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG zu bedienen und diese somit in die Lage zu versetzen, jederzeit in der Lage zu sein, fällige Verbindlichkeiten zu begleichen und ihr Geschäft fortzusetzen. Es ergaben sich keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.
Duisburg, den 4. März 2024 DP
World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en
Breugel/Niederlande
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Jeroen van den Bleek Patrick Vanlommel Jan Wegmann Gerrit Bonnema Michael Schütrumpf Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG , DuisburgPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (bis zum 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG), Duisburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 4. März 2024 KPMG
AG
Buchwald, Wirtschaftsprüfer Geller, Wirtschaftsprüfer Zusammengefasster Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr (vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022)des DP World Logistics Germany -Konzerns und der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (bis 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG), Duisburg1. VorbemerkungenDer vorliegende Lagebericht fasst den Lagebericht des DP World Logistics Germany Konzern ("DPWLG-Konzern") und den Lagebericht der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG ("DPWLG B.V. & Co. KG") zusammen. Die Informationen zum handelsrechtlichen Einzelabschluss der DPWLG B.V. & Co. KG sind im zusammengefassten Lagebericht in einem eigenen Abschnitt (4. Geschäftsentwicklung der DPWLG B.V. & Co. KG (HGB)) mit Angaben nach HGB enthalten. Der DPWLG-Konzern ist Teil der DP World-Gruppe mit der Konzernmutter DP World Limited, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate. Die europäischen Aktivitäten bzw. die europäischen Logistik-Aktivitäten der ehemaligen Imperial Logistics-Gruppe werden in der Imperial Mobility-Gruppe mit der Muttergesellschaft Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande, ("IMI BV") in den Niederlanden gebündelt, in die der DP World Logistics Germany Konzern einbezogen wird. Die Umfirmierung der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG in DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG erfolgte mit Eintragung vom 14. September 2023. Die Umfirmierung wie auch die Umstellung des Geschäftsjahres unter Einlegung eines sechsmonatigen Rumpfgeschäftsjahres ergaben sich aufgrund der Übernahme des Imperial-Konzern durch DP World. Insbesondere wurde der Abschlussstichtag auf den Stichtag der DP World umgestellt. Damit einhergehend ist die geschäftsführende Komplementäre Imperial Logistics International B.V. in DP World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en Breugel/Niederlande umfirmiert worden. Unserer internen Managementstruktur folgend sind die Aktivitäten in unseren Business Lines zwei Geschäftsfeldern zugeordnet, die die Aktivitäten im Bereich Freight und Contract Logistics umfassen. Unsere Lageberichterstattung und insbesondere die Ergebnisquellenanalyse orientieren sich an den beiden Geschäftsfeldern. 2. Grundlagen des KonzernsDie DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG ist Obergesellschaft des Konzerns und nimmt, vertreten durch die Geschäftsführung der Komplementärin, die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtkonzerns wahr. Hierzu gehören vor allem die strategische Ausrichtung des Konzerns, die Ressourcenallokation, das Führungskräfte- und Finanzmanagement sowie die Leitung des konzernweiten operativen Geschäfts der Geschäftsbereiche Freight mit den Business Lines Road, Express Freight sowie Air & Ocean einerseits und der Geschäftsbereich Contract Logistics mit den Business Lines Automotive, Industrial sowie Chemicals andererseits. Die Business Lines des Geschäftsbereichs Freight sind in den folgenden Bereichen aktiv: Die Business Line Road umfasst vielfältige Transportdienstleistungen mit Konzentration auf die Anforderungen unserer Kunden vor allem aus den Bereichen Automotive, Stahl und Chemie. Es werden auch Tank-Transporte, die ein entsprechendes Equipment verlangen, durchgeführt. Es werden neben einer großen Anzahl an eigene Zugmaschinen, Aufliegern sowie Tankcontainern auch eine Vielzahl von Subunternehmern eingesetzt. Als weiteres Tätigkeitsgebiet haben wir uns seit 2020 die sogenannte "Neue Seidenstraße" erschlossen - der Duisburger Hafen ist einer der End- bzw. Anfangspunkte eines der größten Infrastrukturprojekte der chinesischen Regierung, nämlich Transporte nach Europa auf dem Schienenweg durchzuführen. In der Business Line Express Freight ist der DPWLG-Konzern mit den deutschen Aktivitäten Teil des größten Express-Netzwerks in Westeuropa für palettierte Fracht. Die im Aufbau befindliche Business Line Air & Ocean ist auf dem Gebiet der Luft- und Seefrachtspedition tätig und erbringt Dienstleistungen rund um die Organisation von Luft- und Seefrachtsendungen für unsere Kunden einschließlich der Abwicklung von Zollaktivitäten. Durch die neue Zuordnung der Aktivitäten der früheren Business Line Consumer sind das Luft- und Seefracht-Geschäft in Schweden und China sowie die Abwicklung von Zollaktivitäten mit Wirkung zum 1. Januar 2022 dieser Business Line zugeordnet worden. Im Geschäftsbereich Contract Logistics sind die Business Lines in den folgenden Bereichen tätig: Die Business Line Automotive bietet für namhafte europäische Automobilhersteller und Automobilzulieferer kundenorientierte Logistikdienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette an. Zum Leistungsspektrum gehören vor allem Dienstleistungen wie Lagerlogistik, Vormontage, Ersatzteillogistik, Just-in-time- und Just-in-sequence-Belieferung von Montage- und Produktionslinien. Die Business Line Industrial bietet vor allem für Kunden aus der Stahlindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau kundenorientierte Dienstleistungen an. Diese umfassen leistungsfähige Logistikbausteine für die Produktionsversorgung und -entsorgung. Die produzierten Güter werden dem gewünschten Lager- oder Distributionskonzept zugeführt. Das Leistungsspektrum umfasst ferner auch Qualitätsprüfung, Verpackung und sonstige Nebenleistungen. Mit der Auflösung der früheren Business Line Consumer wurde das Geschäft rund um die Optimierung der Versorgung von Kunden mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren durch intelligente Beschaffungslogistik und Importlogistik für den Handels- und Konsumgütersektor integriert. Die Business Line Chemicals bietet Transport- und Logistikdienstleistungen für Kunden der chemischen Industrie an und kann als Full-Service-Dienstleister auf ein Netzwerk von eigenen und gemieteten Gefahrgutlägern zurückgreifen. Im laufenden und den vorangegangenen Geschäftsjahren wurde das Geschäftsmodell um die Lagerung von Batterien für Elektrofahrzeuge erweitert. Zusätzlich zu diesen Geschäftsfeldern werden in geringem Umfang innerhalb des DPWLG-Konzerns weitere ergänzende Dienstleistungen erbracht wie z.B. Versicherungsmaklerei und das Management externer Firmenwagenflotten. Die bedeutendsten Kunden des DPWLG-Konzerns sind vor allem große, namhafte Unternehmen aus den Bereichen Automobilherstellung, Chemie, Maschinenbau und Stahlerzeugung. Der Geschäftsverlauf und die Profitabilität unserer Geschäftsmodelle sind dabei insbesondere im Geschäftsbereich Contract Logistics an die Branchenentwicklung in den zuvor genannten Nachfrageindustrien gekoppelt. Zudem wirkt sich auch regelmäßig die Verfügbarkeit von Ressourcen im europäischen Speditionsgeschäft auf die Ertragslage aus. Neben den bezogenen Transportleistungen insbesondere im Bereich Road haben vor allem die Personalkosten im Geschäftsbereich Contract Logistics einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des DPWLG-Konzerns. Schwerpunkt der Leistungserbringung liegt unverändert in Deutschland. Daneben erwirtschaftet der DPWLG-Konzern aber auch im europäischen Ausland und hier vor allem in Polen, Ungarn sowie Großbritannien und Schweden 1 wesentliche Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse außerhalb von Europa sind vor allem im Geschäftsbereich Freight in China 2 und der Türkei gekennzeichnet und haben bisher keinen wesentlichen Anteil am Konzernumsatz. Die Vermögenslage ist geprägt durch die eigenen und gemieteten Lagerkapazitäten sowie die technischen Anlagen und Lagermaterialen zur Erbringung unserer Leistungen. Die Geschäftsführung hat im Rumpfgeschäftsjahr 01.07.2022 - 31.12.2022 den DPWLG-Konzern - unverändert gegenüber dem Vorjahr - anhand der folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:
Die DPWLG B.V. & Co. KG ist die Muttergesellschaft des DPWLG-Konzerns. Mit Verträgen aus Dezember 2022 wurden die Beteiligungen an folgenden Gesellschaften veräußert:
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren unterstützen das Management bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Demnach sind im DPWLG-Konzern und der DPWLG B.V. & Co. KG keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren vorhanden, die für die Geschäftstätigkeit des Konzernes von wesentlicher Bedeutung sind. 3. Wirtschaftsbericht3.1 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2022 war für den Welthandel im ersten Halbjahr weiterhin durch die Stockungen im Seeverkehr, die insbesondere von China ausgegangen waren, geprägt. Geopolitische Spannungen und hier insbesondere der Beginn des Ukraine-Russland-Krieges im ersten Halbjahr 2022 ließen die Energiepreise in vielen Ländern in die Höhe schnellen, so dass die Verbraucherpreisinflation in vielen Ländern auf ein jahrzehntelanges Hoch ansteigen. Obwohl sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den meisten Ländern abgeschwächt haben, haben die anhaltenden Wellen die Wirtschaftstätigkeit, insbesondere in China, weiterhin beeinträchtigt. Die vorgenannten Entwicklungen führten dazu, dass sich die Weltwirtschaft seit Jahresbeginn 2022 insgesamt deutlich abgeschwächt hat. Die Industrieproduktion gab im Wesentlichen im zweiten Halbjahr 2022 deutlich nach. Die weltwirtschaftliche Expansion - berechnet auf Basis der Kaufkraftparitäten - wuchs im Schlussquartal 2022 um knapp 1,8% und lag damit unter dem Anstieg für das Gesamtjahr 2022 (ca. 3,3%). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb die Konjunktur bei deutlichen regionalen Unterschieden zwar weiterhin aufwärtsgerichtet, blieb jedoch deutlich hinter den Wachstumsraten des Jahres 2021 zurück. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich hier um 2,6% (Vorjahr: 5,4%). Die Wachstumsraten für das dritte Quartal (0,5%) sowie das vierte Quartal (0,3%) lagen hierbei noch deutlich unter der Gesamtwachstumsrate für das Jahr 2022. (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Nr. 98 und Nr. 99).
1 Die Imperial Logistics AB, Schweden, wurde zum
1. Dezember 2022 veräußert.
Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland entwickelte sich im dritten Quartal noch leicht positiv (+0,5%) brach dann jedoch im vierten Quartal 2022 ein (-0,4%), hat sich aber im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 insgesamt deutlich abgeschwächt. Neben einem Anstieg der betrieblichen Investitionen (+5,4%) haben insbesondere auch die Warenexporte (+1,9%) sowie der private Konsum (+0,7%) zu dem moderaten Anstieg im dritten Quartal 2022 geführt. Dieser Anstieg wurde im Wesentlichen durch eine rückläufige Entwicklung bei Bauinvestitionen aufgrund gestiegener Finanzierungskosten (-0,9%) abgebremst. (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 101) Eine andere Entwicklung zeichnete sich jedoch im vierten Quartal 2022 ab. Bei einem deutlichen Rückgang der Bauinvestitionen (-2,9%) verzeichneten die sich im dritten Quartal noch positiv darstellenden Bereiche privater Konsum (-1,0%), betriebliche Investitionen (-3,6%) sowie die Exporte (-1,0%) deutlich negative Entwicklungen, so dass das Bruttoinlandsprodukt insgesamt rückläufig war. (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 101) Nach der Jahreswende hat sich die Weltproduktion zwar spürbar verbessert, ein nachhaltiger Aufschwung ist allerdings derzeit nicht erkennbar. Die Rohstoffpreise sind deutlich zurückgegangen, so dass nachlassender Inflationsdruck und nachlassende Probleme in den Lieferketten zu einem moderaten Anstieg der Konjunktur geführt haben. Die Industrieproduktion stieg entsprechend im ersten Quartal vor allem in China leicht an. Die Weltproduktion konnte im ersten Quartal des Kalenderjahres 2023 nur um 0,8% zulegen (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 103). Im ersten Halbjahr des Kalenderjahres 2023 expandierte die Weltwirtschaft mit sehr moderatem Tempo. Die aufgrund der massiv gestrafften Geldpolitik erwartete Rezession bleib jedoch aus. Es wird für das Gesamtjahr aktuell ein Wachstum der kaufkraftbereinigten Weltkonjunktur um 3,0 Prozent erwartet. Der Welthandel entwickelte sich im ersten Halbjahr 2023 leicht rückläufig. Die Investitionsneigung wird aufgrund höherer Finanzierungskosten und der sich weiterhin abzeichnenden Straffung der Geldpolitik abnehmen (Quelle: ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 103, 105). 3.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenNach einem Anstieg um 8,7% im Jahr 2021 wuchs der globale Kontraktlogistikmarkt im Jahr 2022 im Jahresvergleich nur um 2,9% auf einen Wert von Mrd. EUR 274 und weist damit - mit Ausnahme des Jahres 2020 - die niedrigste Wachstumsrate seit 2014 aus. Der moderate Anstieg ist auf die weltweite Konjunkturabschwächung und die daraus resultierende nachlassende Aktivität in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen. Die Konjunkturabschwächung zeigt sich insbesondere im Bereich E-CommerceLogistikmarkt, der im vergangenen Jahr um 5,2% auf etwa 418 Milliarden EUR zurückgegangen ist. Alle wesentlichen Regionen haben im Jahr 2022 wie im Vorjahr ein Wachstum des Kontraktlogistikmarktes erlebt, wobei der asiatisch-pazifische Raum mit ca. 105 Milliarden EUR und rund 38% als größter Kontraktlogistikmarkt nach Regionen überdurchschnittlich mit 4,3% wuchs, während die Regionen Europa (ca. 30%) und Nordamerika (ca. 26%) mit 1,9% bzw. 2,2% nur ein unterdurchschnittliches Wachstum erreichten (Quelle: DVZ vom 19.06.2023, DVV Media Group GmbH). Die Automobilindustrie konnte wider Erwarten ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion um 23% steigern, wobei ein Teil des Anstiegs der Inflation und damit höheren Verkaufspreisen geschuldet ist. Getrieben wurde das Umsatzwachstum primär durch das Wachstum des Auslandsgeschäftes (+29%), während das Inlandsgeschäft mit 12% sich weniger positiv entwickeltet (Quelle: VDA vom 20.06.2023). Im Straßengüterverkehr entfielen auf Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich, die fünf größten Volkswirtschaften Europas, im Kalenderjahr 2021 59,7% der gesamten Einnahmen. Der größte Markt in Europa mit Einnahmen von Mrd. EUR 72 und einem Marktanteil von 19,4% ist Deutschland. Von den größten europäischen Straßengüterverkehrsmärkten verzeichnete der deutsche Markt im Jahr 2021 mit 5,5% das langsamste reale Wachstum vor allem aufgrund der Probleme in der verarbeitenden Industrie, die sich zwar erholt, aber auch durch Beschränkungen bei der Versorgung mit wichtigen Produktionsgütern gebremst wurde. Der europäische Straßengüterverkehr 2022 zeigt ein Bild einer starken Erholung, wobei einige unvorhersehbare Faktoren ein unsicheres, herausforderndes und komplexes Marktumfeld schaffen. Die europäischen Straßenfrachtraten erreichten im ersten Quartal 2022 ein Allzeithoch, da steigender Kostendruck, Versorgungs- und Kapazitätsunterbrechungen, regulatorische Änderungen und Krieg in der Ukraine eine starke Mischung aus Tariftreibern schufen. Der europäische Straßengüterverkehrsmarkt wuchs im Jahr 2021 real um 9,4% und ist im Jahr 2022 um 3,5% gewachsen. Es wird erwartet, dass die Erholung bis 2027 anhalten wird, wobei von 2022 bis 2027 ein Marktwachstum von durchschnittlich 2,1% prognostiziert wird. Dabei wird erwartet, dass kleinere Straßengüterverkehrsanbieter überproportional unter dem Anstieg der Betriebskosten leiden. Der Fahrermangel bleibt weiterhin ein akutes Problem auf dem europäischen Markt, wobei Ende 2021 bereits insgesamt 380.000 bis 425.000 Fahrer fehlten (Quelle: https://www.ti-insight.com). Im Kalenderjahr 2022 sind die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Lieferketten der wesentliche Einflussfaktor für den Wirtschaftszweig Logistik. Das zweite Kalenderhalbjahr war vor allem durch einen weiteren starken Anstieg der Frachtraten gekennzeichnet, nachdem diese bereits im Kalenderjahr 2021 deutlich gestiegen sind. Der Preisindex der Frachtraten im Straßengüterverkehr in Deutschland ist in 2021 von 127,31 auf 135,02 im vierten Quartal gestiegen. Zum Jahresende 2022 ergab sich ein weiterer Anstieg auf 152,03, wobei der Höchststand mit 152,43 im dritten Quartal 2022 zu verzeichnen war. Wesentlicher Treiber in 2022 war der Ukraine-Krieg und die nochmals gestiegenen Kraftstoffpreise (Quelle: statista, Verkehr & Logistik, Preisindex der Frachtraten in Deutschland im Zeitraum 1. Quartal 2019 bis 4. Quartal 2022). Die im Vorjahr und teilweise bis in das dritte Quartal 2022 bestehenden Störungen im Containerverkehr haben sich im vierten Quartal 2022 weitestgehend aufgelöst. Die Lieferengpässe haben sich reduziert, was unter anderem auch auf die höhere Lagerhaltung der Industrie und der damit verbundenen sinkenden Nachfrage zurückzuführen ist (Quelle: BVL, Logistik-Indikator, Kommentar zum LogistikIndikator für das 4. Quartal 2022 von Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender des Vorstands der BVL). 3.3 GeschäftsverlaufIn den nachfolgenden Darstellungen wird jeweils der Wert des sechs Monate umfassenden Rumpfgeschäftsjahres mit dem Wert der entsprechenden Periode des Vorherigen Geschäftsjahres (Juli bis Dezember 2021) verglichen, wenn nicht explizit etwas anderes genannt wird. Die bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 aufgetretenen Beeinträchtigungen der Produktion unserer Kunden in der Automobilindustrie aufgrund von Lieferengpässen blieben bei unseren Hauptkunden vor allem in den deutschen Produktionswerken auch im Rumpfgeschäftsjahr 2022 ein Thema. Produktionsunterbrechungen und gedrosselte Produktionsvolumen nahmen zwar in den letzten sechs Monaten des Jahres 2022 an Bedeutung ab, letztlich hat die Verfügbarkeit von Bauteilen auch das Rumpfgeschäftsjahr weiterhin negativ beeinflusst. Gleichzeitig konnte im Rumpfgeschäftsjahr 2022 die Wachstumsstrategie, beeinflusst durch den Abschluss von zwei größeren Kundenaufträgen in der Automobilindustrie im Geschäftsjahr 2021/2022, welche nun entsprechend positive Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis entfalteten, fortgesetzt werden. Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar: Insgesamt war der Bereich Freight durch einen vor allem preisbedingten Umsatzanstieg gekennzeichnet. Die Frachtraten haben sich im Kalenderjahr 2022 deutlich erhöht. Hier spielen vor allem Kapazitätsengpässe, der Fahrermangel und die durch den Ukraine-Krieg nochmals deutlich gestiegenen Energiepreise eine wesentliche Rolle. Der Umsatz der Business Line Air & Ocean blieb trotz eines deutlichen Umsatzanstiegs gegenüber dem Vorjahr hinter der Prognose zurück, was vor allem auf geringere Volumina und deutlich reduzierte Frachtraten in der Türkei zurückzuführen ist. Die Türkei und Belgien wachsen nach wie vor unter herausfordernden Bedingungen. Während es zu Beginn des Jahres noch an Kapazitäten mangelte, schmälern nun deutlich gesunkene Frachtraten das Ergebnis. In der Business Line Road konnten die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich zwar deutlich gesteigert werden, welches aber zum Teil auf erhöhte Frachtraten und Dieselpreiserhöhungen zurückzuführen ist, die sich auch in den Kosten widerspiegeln, im Fall des Einsatzes von Subunternehmern sogar überproportional. Die hohe Nachfrage nach Liquid-Transportkapazitäten als Betätigungsfeld der Business Line Road im Rumpfgeschäftsjahr führte, wie bereits im gesamten Geschäftsjahr 2021/2022, zu einer hohen Auslastung der Kapazitäten, die allerdings durch die nicht ausreichende Verfügbarkeit von Kraftfahrern gebremst wurde. Da in diesem Bereich der Anteil an eigenen Fahrzeugen hoch ist, wirkten sich die Veränderungen der Frachtraten hier auch im Ergebnis aus. Der Ergebnisanstieg ist auf eine sehr hohe Auslastung der Vermögenswerte und eine hohe Nachfrage sowie ein gutes Spotgeschäft bis September zurückzuführen, das sich danach deutlich abkühlte. Der Umsatz im Betätigungsfeld der General Cargo lag deutlich über dem Vorjahreswert, jedoch unter Plan. Das operative Ergebnis brach in diesem Bereich deutlich ein. Das Ergebnis dieses Bereiches beinhaltet eine Rückstellung von Mio. EUR 3,7 für einen belastenden Vertrag. Das Geschäft musste mit festen vertraglichen Verkaufspreisen gestiegene Kosten tragen. Entsprechende Vertrags- und Preisanpassungen mit dem Hauptkunden wurden ausgehandelt, so dass die gebildete Rückstellung im nachfolgenden Geschäftsjahr reduziert werden wird. Da sich die Änderungen erst im neuen Geschäftsjahr ergeben haben und rechtlich wirksam vereinbart wurden, handelt es sich hierbei um wertbegründende Tatsachen. Im Betätigungsfeld Road Management ging der Umsatz hingegen deutlich zurück, da das Seidenstraßengeschäft fast zum Erliegen kam. Das operative Ergebnis liegt hier auf dem Niveau der Prognose, aber - unter dem Vorjahreswert, was auf die geringere Produktion in Rotenburg und die gestiegenen Einkaufsraten zurückzuführen ist, die den Kunden im Duisburger Geschäft noch nicht vollständig in Rechnung gestellt werden konnten. Die Entwicklung im Bereich Contract Logistics war im Rumpfgeschäftsjahre vor allem durch einen durch neue Verträge bedingten Umsatzanstieg gekennzeichnet. Die Business Line Automotive erzielte einen Umsatz deutlich über dem Wert des Vorjahreswert (Vergleich zu Jul-Dez 21) und auch deutlich über der Prognose. Hierbei wirkten sich erhöhte Volumina an den bestehenden Standorten Wolfsburg und Ingolstadt und vor allem die zusätzlichen Umsatzerlöse der beiden neuen Standorte eines Automobilherstellers in Leipzig und Kabelsketal aus. Das operative Ergebnis liegt in diesem Bereich um Mio. EUR 1,8 unter dem Prognosewert, aber Mio. EUR 5,2 über dem Vorjahreswert. Gegenüber der Prognose litten die meisten großen Standorte in Deutschland unter höheren Kosten für Zeitarbeitskräfte, die aufgrund des hohen Krankenstandes benötigt wurden. Dies konnte nur teilweise durch bessere Ergebnisse in Wilhelmshaven und Flechtorf sowie das Neugeschäft in Kabelsketal kompensiert werden. Die positive Abweichung zum Vorjahr ergibt sich vor allem aus neu abgeschlossenen Verträgen mit großen Automobilherstellern. Die Business Line Industrial entwickelte sich deutlich über dem Vorjahresniveau, was vor allem auf einen Neukunden in Dortmund, Preiserhöhungen und höhere Mengen an bestehenden Standorten zurückzuführen ist. Das Betätigungsfeld Stahllogistik lag über dem Vorjahresniveau, was auf höhere Absatzmengen an allen Standorten zurückzuführen ist. An einigen Standorten lag der Umsatz aber auch unter dem Plan. Das operative Ergebnis in diesem Bereich liegt um Mio. EUR 1,3 über der Prognose und somit genau auf dem Vorjahrniveau. Da der Standort in Stockstadt abweichend von der Planung nicht geschlossen wurde und der Geschäftsbetrieb weiterläuft, fielen die prognostizierten Stilllegungskosten nicht an. Auch bessere operative Ergebnisse in Bocholt, Dortmund und aus Projekten tragen zur positiven Entwicklung bei. Die Business Line Chemicals konnte das Geschäft mit der Lagerung weiter ausbauen. Insbesondere die maßgeschneiderten Lösungen und die schnelle Umsetzung der Anforderungen der Kunden führten zu einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse. Daneben zeichnete sich während des Geschäftsjahres eine anhaltend hohe Nachfrage nach Lagerkapazitäten ab, die sich insbesondere an den Standorten Hamburg und Magdeburg auswirkte. Das Ergebnis der Business Line liegt über dem Vorjahreswert und über Plan, was auf deutlich bessere Volumina und Margen in den Bereichen Lager und Transport zurückzuführen ist. Der Geschäftsverlauf im Rumpfgeschäftsjahr 2022 war erneut von einer hohen Volatilität gekennzeichnet und weiterhin bestehenden Herausforderungen aufgrund der geopolitischen Konflikte, der angespannte Situation in den Lieferketten, dem weiterhin hohen Preisniveau und der konjunkturellen Eintrübung. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2021/2022 konnten die Konzerngesellschaften trotz der vielen negativen Einflüsse insgesamt eine Zunahme der Geschäftsaktivitäten verzeichnen und aufgrund einer leichten Entspannung der Lieferkettenengpässe die Ergebnissituation in Teilbereichen verbessern, während die Entwicklung in anderen Bereichen wenig zufriedenstellend verlief. 3.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des DPWLG-KonzernsDie nachfolgend dargestellten Werte der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sind aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres vom 01.07.2022 bis zum 31.12.2022 nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. 3.4.1 ErtragslageDer Umsatz und weitere Ergebnisgrößen haben sich wie folgt entwickelt:
Der Konzernumsatz beträgt für das Rumpfgeschäftsjahr Mio. EUR 438,4 und liegt somit deutlich unter dem Vorjahreswert. Extrapoliert auf zwölf Monate erhöht er sich gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich um 14,7% auf Mio. EUR 876,8. Die positive Entwicklung ist dabei in beiden Geschäftsbereichen zu verzeichnen, wobei die Business Lines Air & Ocean im Bereich Freight sowie Automotive im Bereich Contract Logistics die größten Beiträge leisteten. Der Umsatz der Business Line Air & Ocean wurde insbesondere durch einen Anstieg der Umsatzerlöse in der Türkei positiv beeinflusst, während neue Großaufträge und der im Vorjahresvergleich wegfallende teilweise Produktionsstopp zu höheren Volumina und Umsätzen bei Automotive beitrugen. Der Geschäftsbereich Freight umfasst die Bereiche Air & Ocean, Road und Express Freight. Trotz sinkender Frachtraten im Bereich Air & Ocean konnte der Umsatz in der Türkei, bedingt durch den Aufbau eines neuen Vertriebsteams gesteigert werden, wobei hingegen die Länder China und Schweden eine negative Entwicklung zeigen. Der Bereich Road entwickelte sich ebenfalls positiv, was einerseits auf höhere Raten und andererseits auf höhere weiterbelastete Dieselkosten zurückzuführen ist, die im Gegenzug auch die Kosten entsprechend erhöhten. In Folge dieser höheren Raten konnte der Umsatz in den Bereichen Liquid Cargo und General Cargo gesteigert werden. Negativ entwickelte sich der Umsatz im Bereich Road Management, da das Seidenstraßengeschäft fast vollständig zum Erliegen kam. Das Volumen für palettierte Fracht war im Netzwerk rückläufig, dennoch konnte der Umsatz aufgrund von Preissteigerungen erhöht werden. Nach dem Wegfall der teilweisen Produktionsunterbrechungen des Jahres 2021 in der wichtigsten Business Line Automotive hat sich der Umsatz im Geschäftsbereich Contract Logistics ebenfalls positiv entwickelt. Neben höheren bzw. im Vorjahresvergleich stabileren Volumina haben insbesondere auch neue Großaufträge zu der Erhöhung im Bereich Automotive beigetragen. Dennoch liegt der Operating Profit in diesem Bereich Mio. EUR 1,8 unter dem Prognosewert, aber Mio. EUR 5,2 über dem Vorjahreswert. Gegenüber der Prognose litten die großen Standorte in Deutschland unter höheren Kosten für Zeitarbeitskräfte, die aufgrund des hohen Krankenstandes benötigt wurden. Dies konnte nur teilweise durch bessere Ergebnisse in Ingolstadt, Wilhelmshaven und Flechtorf sowie das Neugeschäfte in Kabelsketal und Brüssel kompensiert werden. Die positive Abweichung zum Vorjahr ergibt sich aus den neuen Standorten Kabelsketal, Leipzig, Wilhelmshaven und Ingolstadt sowie aus allen Standorten in Polen und Ungarn. Der Umsatz im Bereich Industrial konnte sowohl im Tätigkeitsbereich Machinery & Equipment als auch im Tätigkeitsbereich Steel Logistics gesteigert werden. Das Betätigungsfeld Machinery & Equipment profitierte hierbei sowohl von einem großen Neukundenauftrag als auch höheren Preisen und Volumina, während der Anstieg im Segment Steel im Wesentlichen auf höhere Volumina zurückzuführen ist. Die Business Line Chemicals profitierte weiterhin von steigenden Nachfrage nach Lagerkapazitäten sowohl durch Bestandskunden als auch Neukunden. Darüber hinaus konnten auch höhere Raten gegenüber den Kunden durchgesetzt werden. Die im Vorjahresvergleich deutlich um rund Mio. EUR 11,7 zurückgegangenen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von nicht mehr benötigten Risikovorsorgen aus Garantiezusagen im Zusammenhang mit Geschäftsveräußerungen in den Vorjahren. Die betrieblichen Aufwendungen (Mio. EUR 423,1; Vorjahr: Mio. EUR 724,4) sind aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres deutlich zurückgegangen. Die auf zwölf Monate extrapolierten betrieblichen Aufwendungen sind dagegen mit einer Veränderung von 16,8% deutlich gestiegen, wobei der Personalaufwand mit 18,0%, der Materialaufwand mit 12,4% und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 21,8% deutlich gestiegen sind. Der auf 12 Monate extrapolierte erhöhte Personalaufwand (Mio. EUR 340,8, Vorjahr: Mio. EUR 288,8) steht im Zusammenhang mit der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 7.084 Beschäftigen auf 8.075 Beschäftigte (+13,9%) bedingt durch die Geschäftsausweitung sowie den Lohn- und Gehaltssteigerungen aus tarifvertraglichen Regelungen. Insbesondere die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten haben zur Steigerung des auf 12 Monate extrapolierten Materialaufwands um 12,4% geführt. Die planmäßigen Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens, einschließlich der Nutzungsrechte an Vermögenswerten, belaufen sich im Rumpfgeschäftsjahr auf Mio. EUR 31,7 und extrapoliert auf zwölf Monate Mio. EUR 63,4. Demnach sind die Abschreibungen im Vorjahresvergleich geringfügig um 1,1% gestiegen. Insbesondere die extrapolierten Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte sind aufgrund neu abgeschlossener Leasingvereinbarungen für Lagerflächen angestiegen. Dem stehen geringfügig geringere planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gegenüber. Im Gegensatz zum Vorjahr erfolgten im Rumpfgeschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von Mio. EUR 0,5 auf aktivierte Nutzungsrechte (2021/2022 außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte in Höhe von Mio. EUR 0,9). Trotz der Beendigung von Finanzierungsleasingverträgen im April 2021 im Zusammenhang mit der Veräußerung der internationalen Shipping-Aktivitäten, welche sich erstmals im Rumpfgeschäftsjahr voll auswirkten, stieg der Zinsertrag aufgrund eines insgesamt steigenden Zinsniveaus bei leicht rückläufigen Geldanlagen bei Schwestergesellschaften aus dem Konzern bei einer entsprechenden Extrapolation an. Die Zinsaufwendungen liegen mit Mio. EUR 4,7 unter dem Wert des Vorjahres (Mio. EUR 6,7), sind extrapoliert auf zwölf Monate jedoch gestiegen. Hierin spiegelt sich trotz gesunkener Finanzverbindlichkeiten der Anstieg der Zinssätze sowohl bei den festverzinslichen Darlehen und Leasingverbindlichkeiten als auch insbesondere bei den variabel verzinslichen Kontokorrentkrediten wider. Aufgrund des negativen Ergebnisses insbesondere im deutschen Organkreis sind keine hohen Aufwendungen für Ertragsteuern zu verzeichnen. Der wesentliche Effekt bei den latenten Steuern ergibt sich aus einer Korrektur der Bewertung steuerlicher Verlustvorträge im deutschen Organkreis, da mit einer künftigen Nutzung dieser Verlustvorträge innerhalb der kommenden vier Jahre nicht gerechnet wird. Im Sonstigen Ergebnis des DPWLG-Konzerns wurden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Einheiten (Mio. EUR 0,3; Vorjahr: Mio. EUR 0,9) sowie Effekte aus der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen (Mio. EUR -1,8; Vorjahr: Mio. EUR 11,4) einschließlich darauf zu bildender latenter Steuern erfasst. Daneben wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2022 Abwertungen auf im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern in Höhe von Mio. EUR 1,2 vorgenommen. Das Konzernjahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert und sank um Mio. EUR 14,5 auf einen Konzernjahresfehlbetrag von Mio. EUR 24,3. Der Operating Profit als bedeutsamster Leistungsindikator des DPWLG-Konzerns leitet sich aus dem operativen Ergebnis wie folgt ab:
Die Aufwendungen für die Integration in den DP World-Konzern als neuer Gesellschafter der gesamten DPWLG-Gruppe beinhaltet die nach Abschluss der Transaktion im Februar 2022 entstandenen Aufwendungen, vor allem die Grunderwerbsteuer in Deutschland. Die Wertaufholungen auf langfristige Vermögenswerte betreffen aktivierte Nutzungsrechte an gemieteten Immobilien. 3.4.2 VermögenslageDie Vermögenslage des DPWLG-Konzerns ist im Geschäftsjahr vor allem durch den Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte um Mio. EUR 30,0 und hier insbesondere durch die geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR 116,0; Vorjahr: Mio. EUR 134,4) und der übrigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte (Mio. EUR 105,4; Vorjahr: Mio. EUR 117,9) gekennzeichnet. Hierin spiegelt sich insbesondere der Rückgang der Finanzverrechnungskonten gegenüber nahestehenden Unternehmen um Mio. EUR 15,3 wider. Bei den langfristigen Vermögenswerten ist ein Rückgang um Mio. EUR 23,7 auf Mio. EUR 238,9 zu verzeichnen, was im Wesentlichen auf eine Verminderung der aktivierten Nutzungsrechte (Mio. EUR 9,1) sowie einen deutlichen Rückgang der aktivierten latenten Steuern (Mio. EUR -10,6) zurückzuführen ist. Den Zugängen bei den aktivierten Nutzungsrechten in Höhe von Mio. EUR 15,7 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 24,6 gegenüber, so dass sich der Buchwert im Rumpfgeschäftsjahr um insgesamt Mio. EUR 9,1 reduziert hat. Der Rückgang der aktiven latenten Steuern resultiert aus der teilweisen Neubewertung steuerlicher Verlustvorträge (Mio. EUR 9,2), da mit einer Nutzung dieser Verlustvorträge in den nächsten vier Jahren nicht zu rechnen ist. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert und betrugen im Rumpfgeschäftsjahr Mio. EUR 5,9 (Vorjahr: Mio. EUR 16,0). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen hat sich das Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr um Mio. EUR 1,2 verringert. Die negative Eigenkapitalentwicklung im Rumpfgeschäftsjahr (Mio. EUR -27,7) ist auf das negative Konzerngesamtergebnis in Höhe von Mio. EUR 27,5 sowie auf erfolgte Gewinnausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von Mio. EUR 0,2 zurückzuführen. Das Eigenkapital, das auf die Anteilseigner der DPWLG B.V. & Co. KG entfällt, reduzierte sich um Mio. EUR 27,9 auf Mio. EUR 180,5. Bezogen auf das gesamte Eigenkapital einschließlich der Minderheitenanteile blieb die Eigenkapitalquote trotz des negativen Gesamtergebnisses aufgrund der reduzierten Bilanzsumme mit 37,6% (Vorjahr: 39,0%) relativ konstant. Die Pensionsverpflichtungen erhöhten sich im Wesentlichen bewertungsbedingt um netto Mio. EUR 1,9, wobei der Inanspruchnahme in Höhe von Mio. EUR 1,1 Zuführungen in Höhe von Mio. EUR 0,9 entgegenstehen. Bewertungseffekte in Höhe von Mio. EUR 2,1 wurden als Verminderung des Eigenkapitals im Sonstigen Ergebnis der Gesellschaft erfasst. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 2,6 auf Mio. EUR 24,5 ist insbesondere auf die Zuführung für belastende Verträge mit vertraglich festgelegten Verkaufspreisen bei gestiegenen Kosten in Höhe von Mio. EUR 3,7 zurückzuführen. Das Working Capital reduzierte sich insbesondere aufgrund des Rückgangs der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um insgesamt Mio. EUR 16,7, so dass sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 folgendes Bild ergibt:
3.4.3 FinanzlageAusgehend vom EBITDA (Mio. EUR 19,9) ist der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit vor allem durch den Rückgang des Working Capitals im Geschäftsjahr gekennzeichnet, das sich um rund Mio. EUR 16,7 vermindert hat. Insgesamt ist der operative Cashflow im Rumpfgeschäftsjahr mit Mio. EUR 27,7 (Vorjahr: Mio. EUR 6,7) deutlich gestiegen und weiterhin positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt Mio. EUR -7,6. Den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von Mio. EUR 6,2 sowie den Auszahlungen im Rahmen der Verkäufe von Tochterunternehmen (Mio. EUR -1,0) und aus sonstigen langfristigen Vermögenswerten (Mio. EUR -1,1) stehen Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 0,8 gegenüber. Der negative Cashflow aus den Unternehmensverkäufen resultiert vor allem daraus, dass ein Teil der Kaufpreise zum 31.12.2022 noch nicht zahlungswirksam war. Der Finanzierungscashflow zeigt mit Mio. EUR -13,4 im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 4,0) eine deutlich negative Entwicklung. Der Mittelzufluss aus den Finanzverrechnungskonten mit nahestehenden Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 15,2 reichte nicht aus, um insbesondere die Mittelabflüsse aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (Mio. EUR -24,8) sowie anderen Finanzschulden in Höhe von Mio. EUR -4,5 (hier insbesondere Kontokorrentkredite) zu kompensieren. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, erhöhte sich um Mio. EUR 6,6 auf Mio. EUR 19,2. Im Zusammenhang mit einer bestehenden Vereinbarung über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Factoring) werden regelmäßig Forderungen veräußert und damit ausgebucht. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen mit einem Nominalvolumen in Höhe von Mio. EUR 65,1 veräußert worden. Die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften waren zum Bilanzstichtag in die Konzernfinanzierung des DP World-Konzerns in Europa eingebunden. Die Konzernfinanzierung wird über die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V., Son en Breugel/Niederlande, sichergestellt, die über eine zum Stichtag bis Oktober 2023 terminierte Kreditlinie mit einem Bankenkonsortium verfügte. Diese Kreditlinie war durch die ehemalige Konzernmuttergesellschaft Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika, garantiert. Die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG haftete nicht für diese Kreditlinie. Die vereinbarten Covenants für diese Kreditlinie, die sich auf die Konzernbilanz des Mutterkonzerns Imperial Logistics Ltd., Südafrika beziehen, wurden halbjährlich überprüft und waren zum 31. Dezember 2022 eingehalten. Diese bis Oktober 2023 laufende Finanzierung wurde zwischenzeitlich abgelöst. Für die nach wie vor vorhandene Factoring Linie gelten die bisherigen Covenants unverändert fort und beziehen sich auf den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Imperial Mobility International B.V., Son en Breugel/Niederlande. Die neue ultimative Konzernobergesellschaft DP World Limited, Dubai/VAE (Übergang der Beherrschung am 14. März 2022) hat über ihre Tochtergesellschaft DP World FZE, Dubai/UAE an die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V. ein Darlehen in Höhe von Mio. USD 213 mit einer Laufzeit von 3 Jahren ausgereicht, welches indirekt auch dem DP World Logistics Germany Konzern zur Verfügung steht. Ferner hat die DP World Logistics Europe B.V. als neue europäische Obergesellschaft des DPWLG-Konzerns sowie der syncreon Europe ein externes Mio. USD 275 Darlehen mit einer Laufzeit bis November 2026 bei einem Bankenkonsortium aufgenommen, welches ebenfalls zur Finanzierung des europäischen Teilkonzerns und damit auch anteilig dem DPWLG Konzern zur Verfügung steht. Die Strategie der DP World ist es, die Region Europa, dann bestehend aus der ehemaligen syncreon Europa und der ehemaligen Imperial Europa, zentral aus Dubai zu finanzieren. Working Capital Bedarf soll bilateral über Bank Facilities und Garantielinien gedeckt werden. Daneben stehen dem Konzern aktuell noch weitere eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 15,3 sowie eine Factoring Linie in Höhe von Mio. EUR 70 und Garantielinien von insgesamt Mio. EUR 9,5 zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Forderungen gegen Schwestergesellschaften in Höhe von Mio. EUR 95,2. Die DP World Logistics Europe B.V. (ehemals: Syncreon NewCo B.V.) hat am 4 .Dezember 2023 gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF) eine harte Patronatserklärung abgegeben und sich verpflichtet die IMF für einen Zeitraum von mindestens 15 Monaten ab dem Datum der Erklärung mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, um sie in die Lage zu versetzen, die Darlehensverbindlichkeiten von Mio. EUR 124 gegenüber der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG zu bedienen und diese somit in die Lage zu versetzen, jederzeit in der Lage zu sein, fällige Verbindlichkeiten zu begleichen und ihr Geschäft fortzusetzen. 3.5 Zielerreichung der PrognoseDie Auswirkungen angespannter Lieferketten in unseren wichtigsten Kundensegmenten sowie stark steigende Preise aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energie haben das Rumpfgeschäftsjahr 2022 negativ beeinträchtigt. Darüber hinaus hat die sich im zweiten Halbjahr deutlich abschwächende Konjunktur, einhergehend mit einer weiterhin hohen Inflation und hohen Energiepreisen, sowohl die Nachfrage als auch die Frachtraten im Geschäftsbereich Freight deutlich abnehmen lassen. Der Ukraine-Krieg hat das Seidenstraßengeschäft fast vollständig zum Erliegen gebracht. Gleichzeitig konnten wir aber unsere Erwartungen an die Gewinnung von Neugeschäft übertreffen und in beiden Geschäftsbereichen zulegen. Unsere Prognose für das Rumpfgeschäftsjahr 2022 berücksichtigte die fortgeführten Geschäftstätigkeiten des DPWLG-Konzerns. Für unsere Kernsteuerungsgröße Umsatzerlöse konnten wir die Prognose für das Rumpfgeschäftsjahr 2022 erreichen. Beim Umsatz ist es vor allem das Neukundengeschäft, das zu einem Umsatzanstieg geführt hat. Die Kernsteuergröße Operating Profit liegt mit Mio. EUR -9,4 deutlich unter unserem Prognosekorridor von Mio. EUR -2 und Mio. EUR 2. Der Operating Profit ist insbesondere durch die Ergebnisse des Geschäftsbereichs Freight negativ beeinflusst. Das fast vollständig zum Erliegen gekommene Seidenstraßengeschäft hat hier wesentlich die Entwicklung der Gruppe negativ beeinträchtigt. Im Geschäftsbereich Contract Logistics sind trotz positiver Ergebnisbeiträge aus dem Neugeschäft vor allem die Ergebnisse im Segment Automotive hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Die erwartete starke Verbesserung des Jahresergebnisses ist im Rumpfgeschäftsjahr ausgeblieben und das Jahresergebnis war widererwartend nicht lediglich leicht negativ, sondern nach wie vor deutlich negativ, wenn auch bei Hochrechnung auf zwölf Monate gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich spürbar verbessert. 3.6 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen EntwicklungDas Geschäftsjahr 2022 war im DPWLG-Konzern bisher weiterhin durch eine hohe Volatilität, bedingt durch die anhaltenden Störungen der Lieferketten sowie die Folgewirkungen des seit Februar 2022 anhaltenden Krieges in der Ukraine im Konflikt mit Russland, geprägt. Ferner ereigneten sich insbesondere im Bereich Automotiv einige unerfreuliche Entwicklungen. Der Umsatz ist vor allem durch die gestiegenen Frachtraten und die Anpassung der Preise für Logistik- und Transportdienstleistungen geprägt. Gleichzeitig konnten wir im Geschäftsbereich Kontraktlogistik neue Kundenaufträge gewinnen und die Tätigkeit aufnehmen. Die gedrosselte Produktion in der Automobilindustrie aufgrund von Lieferengpässen - vor allem Halbleiter - führte zu einer schwankenden Auslastung und wirkte sich negativ auf den Umsatz und den Operating Profit aus. Die hohe Inflation und die mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs nochmals gestiegenen Energiekosten haben sich auch im Rumpfgeschäftsjahr 2022 weiterhin negativ ausgewirkt. Hinzu kam die einsetzende konjunkturelle Abkühlung und das hohe Zinsniveau. Der Umsatz liegt vollständig innerhalb der erwarteten Bandbreite, der Operating Profit blieb jedoch aufgrund einiger Sondereffekte deutlich hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere die operative Performance ist im Bereich Automotive durch die gedrosselte Produktion und hohe Krankenquoten sehr deutlich negativ beeinflusst worden. Trotz der vorliegenden Unwägbarkeiten können wir das Ergebnis des DPWLG-Konzerns somit insgesamt nicht als positiv beurteilen. Auch unter Berücksichtigung der makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen beurteilen wir den Geschäftsverlauf insgesamt nicht als zufriedenstellend. 4 Geschäftsentwicklung der DPWLG B.V. & Co. KG (HGB)Die Geschäftsentwicklung der DPWLG B.V. & Co. KG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des DPWLG-Konzerns. Der Ausblick für den DPWLG-Konzern spiegelt aufgrund der Verflechtungen mit den Tochtergesellschaften und der Bedeutung der DPWLG B.V. & Co. KG in der DPWLG-Gruppe größtenteils auch die Erwartungen für die DPWLG B.V. & Co. KG wider. Daher gelten die vorstehenden Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den DPWLG-Konzern überwiegend auch für die DPWLG B.V. & Co. KG. Die Ertragslage der DPWLG B.V. & Co. KG wird maßgeblich durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften bestimmt. Seit der Verschmelzung von insgesamt drei Tochtergesellschaften mit Wirkung zum 1. Juli 2021 trägt die DPWLG wesentliche Teile des Automotive-Geschäfts als Bestandteil des Geschäftsbereichs Contract Logistics. In ihrer Funktion als Konzernmuttergesellschaft bestimmt das Jahresergebnis der DPWLG B.V. & Co. KG die Möglichkeiten, Ergebnisse an die Gesellschafter und über die Beteiligungskette an die Konzernmuttergesellschaft in Dubai auszuschütten. Daher stellt das Jahresergebnis den bedeutsamsten Leistungsindikator der DPWLG B.V. & Co. KG dar. Es ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der unterschiedlichen Länge der Geschäftsjahre - das am 31.12.2022 endende Rumpfgeschäftsjahr umfasst lediglich einen Zeitraum von sechs Monaten, während das vorhergehende Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 einen Zeitraum von zwölf Monaten umfasst - die nachfolgenden Angaben nur bedingt mit den Vorjahresangaben vergleichbar sind. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden bestimmte Positionen auf 12 Monate linear extrapoliert. 4.1 Ertragslage der DPWLG B. V. & Co. KG (HGB)Kurzfassung der Gewinn- und Verlustrechnung der DPWLG:
Die Entwicklung der Ertragslage der DPWLG B.V. & Co. KG war im vorherigen Geschäftsjahr 2021/2022 maßgeblich durch einen Verschmelzungsverlust in Höhe von Mio. EUR 54,1 als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen gekennzeichnet. Dieser Effekt war einmalig und trat im Rumpfgeschäftsjahr nicht erneut auf. Die Entwicklung im Rumpfgeschäftsjahr 2022 wurde maßgeblich durch eine Ausweitung des Geschäftes im Bereich der Automobil-Logistik insbesondere durch die Erweiterung des Geschäftes um die Standorte Leipzig und Kabelsketal gekennzeichnet. Die Umsatzerlöse resultieren vor allem aus der Erbringung von Logistikdienstleistungen im Automotive-Bereich und sind deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Da ein neuer Großauftrag bereits gegen Ende des vorherigen Geschäftsjahres erfolgreich angelaufen war und ein weiterer neuer Großauftrag das Leistungsspektrum der Gesellschaft erweiterten und daneben auch das Volumen an den bestehenden Standorten Wolfsburg und Ingolstadt nach dem durch teilweise Produktionsunterbrechungen gekennzeichneten Vorjahr wieder auf einem wieder verbesserten Niveau lagen, konnte der Umsatz in den sechs Monaten auf Mio. EUR 144,0 (sechs Monate) nach Mio. EUR 218,7 im zwölf Monate umfassenden Vorjahr extrapoliert betrachtet (Mio. EUR 288,0) gesteigert werden. Es wurden dabei Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen der DPWLG B.V. & Co. KG in Höhe von Mio. EUR 12,5 (Vorjahr: Mio. EUR 25,1) erzielt. Diese bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres. Die oben dargestellten betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben dem Materialaufwand, den Personalkosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch die sonstigen betrieblichen Erträge und stellen daher eine Nettogröße dar. Aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen resultiert ein Ertrag in Höhe von Mio. EUR 3,8 (Vorjahr: Mio. EUR 5,4), der mindernd in den betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt ist. Der auf zwölf Monate extrapolierte Materialaufwand (EUR 81,1 Mio; Vorjahr: EUR 56,0 Mio) hat sich hierbei im Rumpfgeschäftsjahr (sechs Monate) aufgrund der Ausweitung der Umsatzerlöse und der neuen Standorte erhöht. Aus dem gleichen Grund erhöhten sich auch die Personalaufwendungen auf Mio. EUR 87,5 (Vorjahr - 12 Monate: Mio. EUR 133,5) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden im Vorjahr vor allem durch den Verschmelzungsverlust in Höhe von Mio. EUR 54,1 beeinflusst, bereinigt um diesen Effekt liegt der Wert des Rumpfgeschäftsjahres exakt auf dem intrapolierten Niveau des Vorjahres. Die Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen haben sich aufgrund des Auslaufens der Nutzungsdauer einiger Anlagen im Rumpfgeschäftsjahr bzw. bereits davor sowie aufgrund der Veräußerung der Lagerausstattung eines Standortes gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 6,1) auf Mio. EUR 2,6 reduziert. Die Wertminderungen betrafen im Vorjahr die Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen. Im Rumpfgeschäftsjahr war keine entsprechende Abwertung erforderlich. Das Beteiligungsergebnis der DPWLG B.V. & Co. KG ist im Rumpfgeschäftsjahr vor allem durch hohe Aufwendungen aus der Verlustübernahme einiger Tochtergesellschaften, auch aus dem Bereich Automotive belastet worden, während aus Ergebnisabführungen insbesondere aus dem Bereich Chemicals nicht ausreichten, um die negativen Effekte zu kompensieren, so dass insgesamt ein negatives Beteiligungsergebnis von Mio. EUR - 9,9 (Vorjahr: Mio. EUR + 0,5) erzielt wurde. Das negative Finanzergebnis (Mio. EUR -1,7, Vorjahr: Mio. EUR -3,9) hat sich gegenüber dem Vorjahr unter Berücksichtigung der halbierten Dauer des Geschäftsjahres, leicht verbessert. Die DPWLG B.V. & Co. KG ist Organträgerin für die Gewerbesteuer aller Tochtergesellschaften des Konzerns in Deutschland. Die Ertragsteuern, bestehend aus der Gewerbesteuer, berücksichtigen daher insbesondere die Ergebnisse der deutschen Tochtergesellschaften. Aufgrund des negativen Ergebnisses vor Steuern ist für das Geschäftsjahr kein Gewerbesteueraufwand entstanden. Der Jahresfehlbetrag wurde mit den Rücklagen als Bestandteil des Eigenkapitals der Gesellschaft verrechnet. 4.2 Vermögens- und Finanzlage der DPWLG B.V. & Co. KGDie Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresabschlussstichtag leicht um Mio. EUR 3,5 auf Mio. EUR 438,8 erhöht. Das Anlagevermögen hat sich hierbei unter anderem aufgrund der über die Reinvestitionen hinausgehender planmäßiger Abschreibungen um insgesamt Mio. EUR 2,5 auf Mio. EUR 175,0 vermindert, wobei die Verminderung im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung auch auf die Veräußerung der Lagereinrichtung eines Standorts zurückzuführen ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insgesamt um Mio. EUR 4,8 auf Mio. EUR 246,3 vermindert. Hierbei resultiert der größte Effekt aus dem Ausgleich einer im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderung auf Erstattung von Pensionsverbindlichkeiten im Rahmen der Übernahme eines Standortes (Mio. EUR 2,6). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen berücksichtigen insbesondere kurzfristige Finanzforderungen. Die DPWLG B.V. & Co. KG ist an das Cash-Pooling mit der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF), einer Schwestergesellschaft aus der ehemaligen Imperial Logistics-Gruppe, angeschlossen und partizipiert hierdurch an der europäischen Konzernfinanzierung der Imperial Mobility-Gruppe. Die Finanzforderungen gegen die IMF betragen zum Bilanzstichtag Mio. EUR 124,0. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich deutlich um Mio. EUR 11,7 auf Mio. EUR 11,9 erhöht, was sich auf der Passivseite der Bilanz vor allem in einem ebenfalls erhöhten Saldo auf den Finanzverrechnungskonten mit anderen Gruppenunternehmen widerspiegelt. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund der Belastung des Jahresfehlbetrages des Rumpfgeschäftsjahres in Höhe von Mio. EUR 14,2 auf den Rücklagenkonten entsprechend vermindert. Die Rückstellungen haben sich insbesondere im Bereich der sonstigen Rückstellungen vermindert. Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,7 auf Mio. EUR 26,2 zurückgegangen. Dies steht vor allem im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen für nicht mehr benötigte Risikovorsorgen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Tochtergesellschaften in der Vergangenheit (Mio. EUR 1,6 Auflösung). Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um Mio. EUR 18,1 erhöht. Neben einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besonders durch erhöhte Salden im Rahmen des Factorings (Mio. EUR 1,2) waren insbesondere deutlich gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hierfür ursächlich (Mio. EUR 17,3). Die IMF verfügt zum Stichtag aus einer langfristigen revolvierenden Kreditlinie über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 317,0. Die DPWLG B.V. & Co. KG verfügt zudem über eigene Kreditlinien, von denen zum Stichtag Mio. EUR 17,4 noch zur Verfügung stehen. Wir verweisen auf die zuvor unter Punkt 3.4 gemachten Aussagen zur Finanzierung. Die DPWLG B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als konzernfinanzierende Muttergesellschaft ist im Hinblick auf die deutschen Tochtergesellschaften die Cash-Pool-Führerin. Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling in Höhe von Mio. EUR 143,0 und finanzielle Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von Mio. EUR 161,3. Die DPWLG B.V. & Co. KG selbst verfügt zum Stichtag über eigene Liquide Mittel in Höhe von Mio. EUR 11,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,2). Weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich im Zusammenhang mit erbrachten Konzerndienstleistungen an Tochtergesellschaften innerhalb des DPWLG-Konzerns und Schwestergesellschaften in der ehemaligen Imperial Logistics-Gruppe. 5 Berichterstattung über die wesentlichen Chancen und RisikenUnser Risikomanagementsystem identifiziert, bewertet und dokumentiert Risiken und unterstützt deren Überwachung. Es besteht ein umfassendes System zur Risikofrüherkennung mit der ehemaligen südafrikanischen Konzernmutter Imperial Logistics Limited, das die Risikoidentifikation, -analyse, -kommunikation und -überwachung für alle relevanten Risiken permanent und zeitgerecht sicherstellt. Die inventarisierten Risiken unterliegen permanenter Beobachtung und Kontrolle über ein periodisches sowie ein Ad-hoc-Meldesystem. Die Kommunikation von Chancen erfolgt dagegen als integraler Bestandteil der regelmäßigen Kommunikation zwischen den Tochtergesellschaften und dem Controlling der DPWLG B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als Holding. Die DPWLG B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als Holding und Mutterunternehmen des Konzerns ist insgesamt sowohl den Chancen und Risiken aus ihrem eigenen operativen Geschäft als auch aus dem Geschäft der (operativen) Tochtergesellschaften ausgesetzt. Der DPWLG-Konzern ist aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und umfangreichen Geschäftsaktivitäten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Soweit die Voraussetzungen für eine bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, wurde für alle erkennbaren Risiken eine angemessene Vorsorge getroffen. Zu den externen und branchenbezogenen Risiken zählen für uns vor allem die konjunkturellen Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die unsere Marktperspektiven einschränken und somit zu Absatzrisiken unserer Dienstleistungen führen. Dies würde sich für den DPWLG-Konzern vor allem durch konjunkturelle Schwankungen in den für uns wesentlichen Kundenbranchen Stahl, Automobil und Chemie negativ auswirken. Dieses Risiko wird verstärkt durch das Risiko einer starken Abhängigkeit von bestimmten Kunden in einzelnen Business Lines. Die Risiken schätzen wir als gering, verbunden mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf Umsatz und Operating Profit, ein. Daher versuchen wir mit einer weiteren Diversifizierung unserer Dienstleistungen und Kundensegmente, einschließlich der Investition in neue Geschäftsfelder, die Risiken zu minimieren. Das sich hieraus ergebene branchenbezogene Risiko schätzen wir als moderat ein. Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und insbesondere auf unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Operating Profit. Nachdem das Kalenderjahr 2021 durch starke Aufholeffekte und Wachstum nach der Corona-bedingten Rezession des Jahres 2020 geprägt war, hat der Ausbruch des Ukraine-Krieges Anfang 2022 zu einer weltweiten Verunsicherung, der Energiekrise und weiteren Beeinträchtigungen der weltweiten Güterströme sowie der konjunkturellen Entwicklung weltweit geführt. Aktuell wirken sich die Folgen des Ukraine-Krieges noch in der Form von anhaltender, wenn auch inzwischen wieder stagnierender Inflation, einem hohen Zinsniveau, welches die Investitionsbereitschaft dämpft, sowie einer insgesamt verhaltenen Konjunktur aus. Das sich hieraus ergebene zusätzlichen exogene Risiko schätzen wir als gering ein, da die negativen Auswirkungen in unserer Planung bereits berücksichtigt sind. Eine weitere Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums stellt somit ein Risiko für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des DPWLG-Konzerns dar. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir laufend die Entwicklung in den für uns wesentlichen Kundenbranchen beobachten und die Kommunikation mit unseren Kunden pflegen. Im Falle einer Veränderung konzentrieren wir uns auf die kurzfristige Anpassung der laufenden operativen Kosten und die Aufrechterhaltung unserer Betriebe. Lösungen werden dabei nicht zuletzt zusammen mit unseren Kunden und Geschäftspartnern erarbeitet - hier konnten wir uns als zuverlässiger und flexibler Geschäftspartner etablieren. Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aus Ausfallrisiken bei Finanzinstrumenten ergeben, wenn unsere Vertragspartner nicht ihren vertraglichen Zahlungs- und Erfüllungsverpflichtungen nachkommen. Als Gegenmaßnahme betreiben wir aktives Kredit- und Forderungsmanagement und binden dabei insbesondere den Vertriebsbereich ein. Dabei werden die Leistungsbeziehungen unserer operativen Bereiche und die sich daraus ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken überwacht. Ferner werden unsere Forderungen im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung einem Finanzdienstleister angedient. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterziehen wir Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Aufgrund unserer Kundenstruktur und den Erfahrungen aus der Vergangenheit, einschließlich der wirtschaftlichen Herausforderungen während der Corona-Pandemie, beurteilen wir das Risiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering mit lediglich moderaten finanziellen Folgen. Für den Großteil der Gesellschaften des DPWLG-Konzerns stellt der Euro die Konzern- und Berichtswährung dar. Da wir einen Teil unseres Geschäfts außerhalb der Eurozone abwickeln, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Zudem sind wir im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinssatzschwankungen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Schulden sowie auf die Kosten von Refinanzierungen auswirken, da diese Effekte von den finanzierenden Schwestergesellschaften aus dem Konzernverbund der Imperial Mobility-Gruppe an uns weitergereicht werden. Um die Risiken zu begrenzen, tätigen wir bei Bedarf Devisentermingeschäfte. Um die Zinsänderungsrisiken zu begrenzen, tätigen wir gegebenenfalls Zinsswapgeschäfte. Weiterhin besteht das Risiko, aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Die Liquiditätssituation des DPWLG-Konzerns wird auf Basis einer mehrjährigen Unternehmensplanung, einschließlich einer Finanzplanung, überwacht und gesteuert. Die bis Oktober 2023 laufende Finanzierung wurde zwischenzeitlich abgelöst. Die neue ultimative Konzernobergesellschaft DP World (Übergang der Beherrschung am 14. März 2022) hat über ihre Tochtergesellschaft DP World FZE, Dubai/UAE an die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V. ein Darlehen in Höhe von Mio. USD 213 mit einer Laufzeit von drei Jahren ausgereicht, welches auch dem DP World Logistics Germany Konzern zur Verfügung steht. Ferner hat die DP World Logistics Europe B.V. als neue europäische Obergesellschaft des DPWLG -Konzerns sowie der sycreon Europe ein externes Mio. USD 275 Darlehen mit einer Laufzeit bis November 2026 bei einem Bankenkonsortium aufgenommen, welches ebenfalls zur Finanzierung des europäischen Teilkonzerns und damit auch anteilig dem DPWLG - Konzern zur Verfügung steht. Die Strategie der DP World ist es, die Region Europa, dann bestehend aus der ehemaligen syncreon Europa und der ehemaligen Imperial Europa, zentral aus Dubai zu finanzieren. Working Capital Bedarf soll bilateral über Bank Facilities und Garantielinien gedeckt werden. Daneben stehen dem Konzern aktuell noch weitere eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 15,3, eine Factoring Linie in Höhe von Mio. EUR 70 sowie eine Garantielinie von Mio. EUR 9,5 zur Verfügung. Die DP World Logistics Europe B.V. (ehemals: Syncreon NewCo B.V.) hat am 4 .Dezember 2023 gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF) eine harte Patronatserklärung abgegeben und sich verpflichtet die IMF für einen Zeitraum von mindestens 15 Monaten ab dem Datum der Erklärung mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, um sie in die Lage zu versetzen, die Darlehensverbindlichkeiten von Mio. EUR 124 gegenüber der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG zu bedienen und diese somit in die Lage zu versetzen, jederzeit in der Lage zu sein, fällige Verbindlichkeiten zu begleichen und ihr Geschäft fortzusetzen. Das finanzwirtschaftliche Risiko schätzen wir als niedrig ein. Wesentliche Operative Risiken ergeben sich im Bereich Contract Logistics aus dem Risiko, dass Verträge mit unseren Kunden nicht verlängert werden. Vertragslaufzeiten mit unseren Kunden in der Kontraktlogistik haben regelmäßig Laufzeiten zwischen ein und drei Jahren. Je nach Ausgestaltung der Verträge und der vereinbarten Leistungen können sich für uns Investitionen in Anlagen und Maschinen sowie der Abschluss langfristiger Verträge ergeben. Bei einer kurzen Vertragslaufzeit bzw. Kündigung besteht das Risiko, dass sich die getätigten Investitionen noch nicht amortisiert haben und von uns abgeschlossene Verträge mit Lieferanten oder Vermietern weiterhin zu erfüllen sind. Dies kann zu Wertberichtungen von aktivierten Vermögenswerten und finanziellen Belastungen auch nach Beendigung des Vertrags führen. Weiterhin ergibt sich das Risiko, dass Kostensteigerungen über die Vertragslaufzeit höher ausfallen als ursprünglich angenommen und wir keine angemessene Verzinsung erzielen bzw. nicht mehr kostendeckend unser Kundengeschäft betreiben können. Als Reaktion auf diese Risiken intensivieren wir unsere Vertriebsaktivitäten und identifizieren in unserer strategischen Planung Kundensegmente, in denen wir mit unserem Knowhow als Logistikdienstleister einen Mehrwert für bestehende und potentielle Kunden bieten können. Insbesondere in unseren Kernbrachen Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie sind die langjährigen Kundenbeziehungen ein wesentlicher Erfolgsfaktor, Vertragsverlängerungen und Folgeaufträge zu generieren sowie Preisanpassungen durchzusetzen. Das sich hieraus ergebene operative Risiko schätzen wir als niedrig ein. Ein weiteres wesentliches Risiko im operativen Bereich ergibt sich im Zusammenhang mit dem Personal. Die fachliche Kompetenz und die individuelle Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um die wachstumsorientierte Unternehmensstrategie umzusetzen. Auch in Zukunft ist es für die DPWLG-Gruppe von herausragender Bedeutung, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichendem Maße auszubilden, zu gewinnen und langfristig an uns zu binden. Ansonsten könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Weiterhin ergeben sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des daraus möglicherweise resultierenden Fachkräftemangels mittel- bis langfristige Personalrisiken. Das Risiko im Personalwesen beurteilen wir als niedrig. Unternehmensstrategische Risiken können sich hinsichtlich Akquisitionen ergeben. Es besteht insbesondere beim Unternehmenserwerb das Risiko, dass im Rahmen der Due-Diligence-Prozesse nicht alle wesentlichen Risiken erkannt werden, die im Zusammenhang mit der konkreten Investition stehen. Insbesondere die hohe Dynamik in der Logistikbranche kann zu einer schnellen Änderung des Umfeldes führen und somit auch zu einer Änderung der Risiken, die im Zusammenhang mit dem Target stehen. Das Risiko beurteilen wir als möglich mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen. Zur Minderung werden regelmäßig in solchen Prozessen anerkannte Beratungsunternehmen einbezogen. Das sich hieraus ergebene strategische Risiko schätzen wir als gering ein. Risiken im Zusammenhang mit der aktuellen geopolitischen Lage: Die seit dem 24. Februar 2022 stattfindende militärische Auseinandersetzung in der Ukraine im Konflikt mit Russland führte zunächst zur Verknappung von Ressourcen und stark steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe und verschärft die Situation entlang der bereits angespannten Lieferketten weiter. DPWLG ist weder in der Ukraine noch in Russland mit Tochterunternehmen oder Niederlassungen präsent; unser Kundengeschäft ist in diesen Ländern insgesamt nicht wesentlich. Wesentliche Auswirkungen entlang der Supply Chain unserer Kunden haben sich für den Bereich Automotive ergeben, der bereits seit Mitte 2021 von der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe und elektronischer Baugruppen negativ beeinflusst war; die Situation hatte sich zwischenzeitlich durch die Unterbrechung von Lieferketten verschärft. Auch wenn sich die diesbezügliche Lage in den letzten Monaten wieder stabilisiert hat, besteht weiterhin das Risiko, dass auch in den kommenden Monaten Probleme bezüglich der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten zu einer gedrosselten Produktion führt und sich daher negative Folgen für Umsatz- und Ergebnisentwicklung ergeben können. Derzeit beobachten wir in Deutschland allerdings weiter steigende Produktionszahlen in der Automobilindustrie und gehen daher davon aus, dass sich in den kommenden Monaten die Situation weiter normalisiert. Das Risiko wird somit von uns nur noch als gering beurteilt. Der DPWLG-Konzern eröffnet sich vielfältige Chancen durch sein diversifiziertes Angebot in den Geschäftsbereichen Logistik und Freight sowie durch die strategische Zielsetzung, neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Mit dem Erwerb durch die DP World Limited im Februar 2022 befindet sich auch die DPWLG-Gruppe in Europa in einem Integrationsprozess, in dem die Stärken der verschiedenen Aktivitäten des DP World-Konzerns, bestehend aus Ports, Maritime Services, Freight und Contract Logistics, zusammengeführt und miteinander vernetzt werden, mit dem Ziel, entlang der gesamten LogisticsSupply-Chain ganzheitliche Lösungen anzubieten. Hieraus ergeben sich für alle Business Lines gleichermaßen Chancen, ihr Geschäft weiterzuentwickeln und neue Kunden zu gewinnen sowie profitables Wachstum zu generieren. 6 PrognoseDie globalen Wachstumsaussichten hatten sich bereits zum Ende des Jahres 2022 weiter eingetrübt, die Risiken haben zugenommen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpft in allen Regionen das Wachstum, treibt die Inflation und verstärkt Knappheiten in Einzelmärkten. Der Rückgang des Wachstums in China - bedingt durch die dortige Immobilienkrise - bremst die Entwicklung zusätzlich. Von höheren Energiepreisen ist Europa besonders betroffen. Die baltischen und osteuropäischen Staaten sowie Deutschland spürten die größten Auswirkungen, ihr Wachstum hatte sich im zweiten und dritten Quartal 2022 stark verlangsamt und ihre Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt. In ganz Europa kommen ein schwächeres Verbrauchervertrauen und eine verlangsamte Dynamik im verarbeitenden Gewerbe aufgrund zwar nachlassender, aber immer noch anhaltender Unterbrechungen der Lieferketten und steigender Inputkosten erschwerend hinzu. Unterschiede innerhalb Europas beruhen im Wesentlichen auf unterschiedlichen wirtschaftlichen Strukturen: das produzierende Gewerbe ist viel stärker von den gestiegenen Energiepreisen betroffen als der Dienstleistungssektor. Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2023 nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch etwas langsamer wachsen, als ohnehin schon gedacht. Der im April 2023 vorgestellten Konjunkturprognose des IWF zufolge, wird sich das globale Wachstum in 2023 auf 2,8% verlangsamen - nach einem Plus von 3,4% im vergangenen Jahr. Noch im Januar 2023 war der Währungsfonds von einem weltweiten Wachstum von 2,9% ausgegangen. Bemerkenswert sei, dass die Wirtschaft besonders in den Industrienationen nur langsam wachse. Für sie prognostiziert der IWF, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,3% zunimmt. In den Schwellen- und Entwicklungsländern sieht es mit einem vorhergesagten Wachstum von 3,9% hingegen deutlich besser aus. Zugpferde sind weltweit besonders Indien und China, nachdem die Volksrepublik die strengen Corona-Restriktionen gelockert hat. Deutschland gehört zu den wenigen Ländern, denen der IWF dieses Jahr kein Wachstum zutraut. Sorgen macht sich die Finanzorganisation, die Ländern in Not unter die Arme greift, zudem um die Stabilität des Finanzsystems. Die starken Zinserhöhungen zur Bekämpfung der hohen Inflation seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor mehr als einem Jahr fordern weiter ihren Tribut. Weltweit rechnet der IWF in 2023 mit einer Inflation von 7,0%, 2024 dürften es dann 4,9% werden. Für die Wirtschaftsleistung in Deutschland zeichnet sich 2023 ein Rückgang ab, jedoch tastet sich die Konjunktur in kleinen Schritten aus der Krise. Mit dem abermaligen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal 2023 und den zuletzt eingetrübten Konjunkturindikatoren haben sich die Sorgen gemehrt, dass die Nachwehen der Energiekrise und die Straffung der Geldpolitik die Wirtschaft stärker belasten könnten als zuvor erwartet. Jedoch spricht insgesamt mehr dafür, dass die deutsche Wirtschaft trotz des Gegenwindes im Verlauf des Jahres wieder auf einen moderaten Expansionskurs einschwenken wird. Die Industrie kann von ihren nach wie vor hohen Auftragsbeständen zehren und die konsumnahen Dienstleister dürften von den kräftigen Anstiegen der Löhne profitieren. Alles in allem dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr aufgrund des schwachen Winterhalbjahres um 0,2% sinken (Frühjahrsprognose: +0,5%). Im restlichen Jahresverlauf ist aber eine moderate Expansion zu erwarten. Für 2024 rechnet das IfW Kiel gemäß ifW Kiel Nr. 101 Q1 2023 / Nr. 103 Q2 2023 nun mit einem Plus von 1,9% (bislang +1,4%). Die Inflation dürfte sich im Verlauf des Jahres deutlich verringern und 2024 noch 2,1% betragen. Für die Logistikbranche wird in 2023 für den Bereich Contract Logistics mit einem Wachstum in Höhe von 3,8% auf eine Marktgröße von Mrd. EUR 253,7 gerechnet. Inflation, verschärfter Wettbewerb und knapper Lagerraum schaffen ein zunehmend schwieriges Umfeld für Logistikanbieter. Demnach nimmt der asiatisch-pazifischen Raum weiterhin die Funktion als Wachstumstreiber ein, dessen Wachstum auf 7,8% erwartet wird. Hingegen werden für Europa und Nordamerika deutliche Rückgänge prognostiziert. In den Folgejahren bis 2027 wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4,1% gerechnet (Quelle: Ti Research, Global Contract Logistics 2023). Die Geschäftsführung der DPWLG B.V. & Co. KG geht davon aus, dass die Geschäftsentwicklung des DPWLG-Konzerns von den Herausforderungen durch die anhaltenden Unterbrechungen in den Lieferketten, die nach wie vor spürbaren Auswirkungen den Ukraine-Krieg sowie dem anhaltend hohen Preis- und Zinsniveau beeinflusst werden wird. Die Prognose berücksichtigt die spezifischen und allgemeinen Annahmen aus den Planungen der Business Lines der beiden Geschäftsbereiche Freight und Contract Logistics. Dabei werden insbesondere unsere aktuellen Einschätzungen zur erwarteten Akquisition von Neukundengeschäft sowie des üblichen Verlusts von Bestandsgeschäft und die Entwicklung der wichtigsten Nachfrageindustrien Automobil, Chemie und Stahl sowie des Handels berücksichtigt. Die Geschäftsführung geht bei ihrer Prognose der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren von folgenden Annahmen aus:
Unter Berücksichtigung der beschriebenen Annahme für die wirtschaftliche Gesamt- und Branchenentwicklung planen wir weitere Maßnahmen zur Optimierung unserer Struktur in beiden Geschäftsbereichen. Wir streben ein profitables Wachstum sowohl bei den Kunden in unseren wichtigsten Nachfrageindustrien als auch im Neukundengeschäft an. Auf der Kostenseite erwarten wir weitere Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der fortschreitenden Integration des DPWLG-Konzerns in den Konzernverbund von DP World sowie moderat höhere Lohn- und Gehaltsanpassungen aus Tarifverhandlungen. Ausgangsbasis unserer Prognose sind die vorläufigen Ist-Zahlen des Zeitraums 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Für die beiden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich daher als Ist-Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 ein Konzernumsatz in Höhe von Mio. EUR 855 und ein Operating Profit in Höhe von Mio. EUR -27,4 (siehe zur Überleitung die Angaben unter Punkt 3.4.1). Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz zwischen Mio. EUR 840 und Mio. EUR 880 sowie mit einem deutlich negativen Operating Profit, welches sich aber gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 verbessern wird. Die Ertragsperspektiven der DPWLG B.V. & Co. KG hängen maßgeblich davon ab, wie sich die Geschäftsaktivitäten ihrer Tochtergesellschaften sowie das eigene Automotive-Geschäft entwickeln werden. Das Automotive-Geschäft ist im Geschäftsjahr 2023 weiter stark gewachsen, insbesondere aufgrund des Neukundengeschäfts. Im Wesentlichen aufgrund des Neukundengeschäfts, haben sich allerdings die betrieblichen Aufwendungen überproportional erhöht. Für die beiden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich demzufolge auf Basis der vorläufigen Ist-Zahlen für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ein Umsatz in Höhe von Mio. EUR 323 (Vorjahr extrapoliert Mio. EUR 288) und ein Operating Profit in Höhe von Mio. EUR -26,5 (Vorjahr extrapoliert Mio. EUR -12,0). Zur Verbesserung der Geschäftslage werden im weiteren Verlauf des laufenden Geschäftsjahres Maßnahmen zur Steigerung der Auslastung und Effizienz eingeleitet, Nachverhandlungen mit Kunden durchgeführt und im äußersten Fall bestehendes Kundengeschäft abgestoßen. Weiterhin werden bestehende und neue Geschäftsfelder stetig ausgebaut. Das Beteiligungsergebnis aus der Ergebnisabführung unserer Tochtergesellschaften hat sich leicht verbessert ist aber weiterhin deutlich negativ. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz zwischen Mio. EUR 330 und Mio. EUR 350 sowie mit einem deutlich negativen Operating Profit, welches sich aber gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 verbessern wird.
Duisburg, den 4. März 2024 DP
World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en
Breugel/Niederlande
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Patrick Vanlommel Jan Wegmann Jeroen van den Bleek Gerrit Bonnema Michael Schütrumpf Bilanz zum 31. Dezember 2022DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG , Duisburg (bis 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG)Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2022DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG , Duisburg (bis 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG)
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (bis 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG) DuisburgI. Allgemeine AngabenDie DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (bis 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und nachfolgend auch: Gesellschaft oder DPWKG) hat ihren Hauptsitz in der Kasteelstraße 2 in 47119 Duisburg und ist im Handelsregister A des Amtsgerichts Duisburg unter der Nummer HRA 9990 eingetragen. Der Jahresabschluss der DPWKG wurde nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht §§ 266 Abs. 2 und 3 sowie 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt ist. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB eine große Kommanditgesellschaft. Im Zuge des Erwerbs der gesamten Imperial Logistics-Gruppe durch die DP World Limited, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, wurde das Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt. Dementsprechend handelt es sich um ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2022. Die Zahlen sind daher nur bedingt vergleichbar zum Vorjahr. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über drei bis acht Jahre abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand gebucht. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis einschließlich EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs zu einem Sammelposten (Pool) zusammengefasst und in jedem Geschäftsjahr zu jeweils 20 % abgeschrieben. Die Sachanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gewogenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Für künftige Gehaltssteigerungen wurden 3,0 % p.a. (Vorjahr: 3,0 % p.a.) und als Rentendynamik 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.) zugrunde gelegt. Es wurde ferner eine unternehmensindividuell ermittelte durchschnittliche Fluktuation von 2,5 % p.a. verwendet. Als Rechnungszins wurde vereinfachend der von der Deutschen Bundesbank für die letzten zehn Jahre ermittelte durchschnittliche Marktzins von 1,79 % verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der durchschnittliche Marktzins, den die Deutsche Bundesbank für die letzten sieben Jahre bei einer angenommen Restlaufzeit von ebenfalls 15 Jahren berechnete, betrug 1,45 %. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 501). Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt einschließlich zu erwartender Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie aus steuerlichen Ergänzungsbilanzen ermittelt. Dabei werden bei der DPWKG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG berücksichtigt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine entsprechende Verrechnung zu erwarten ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Gewerbesteuersatzes des steuerlichen Organkreises der DPWKG von aktuell 15,17 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktvierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer. Die latenten Steuern verteilen sich auf folgende wesentliche Bilanzposten und Verlustvorträge:
III. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagengitter, das als Anlage 1 zu diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt. Die Anteilsliste zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ist ebenfalls als gesonderte Anlage 2 beigefügt. (2) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 3.466 (Vorjahr: TEUR 5.201) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 161.274 (Vorjahr: TEUR 157.241) konzerninterne Finanzierungsvorgänge und mit TEUR 6.198 (Vorjahr: TEUR 9.349) sonstige Forderungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. (3) EigenkapitalDas Kommanditkapital in Höhe von EUR 261.037,32 wird zu 0,1 % von der Imperial Mobility Germany Administration GmbH, Duisburg, und zu 99,9 % von der DP World Logistics Intermediate Holding B.V. (vormals: Imperial Logistics International B.V.), Son en Breugel/Niederlande, gehalten. (4) Rückstellungen für PensionenDer Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 111). Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 738 (Vorjahr: TEUR 561) zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. (5) Sonstige RückstellungenUnter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich ausgewiesen. (6) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 58) Verbindlichkeiten auf den Gesellschafterverrechnungskonten. Bei den Gesellschaftern handelt es sich um verbundene Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 143.031 (Vorjahr: TEUR 135.159) Verbindlichkeiten aus konzerninternen Finanzierungsvorgängen, mit TEUR 13.678 (Vorjahr: TEUR 7.262) Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme von Tochtergesellschaften aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge und mit TEUR 5.755 (Vorjahr: TEUR 2.784) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 5.777 (Vorjahr: TEUR 6.855) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 141) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig und unbesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlöse
(2) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 3.931. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen. (3) Sonstige betriebliche AufwendungenUnter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind überwiegend Mieten, Pachten, Standleitungskosten, Beratungskosten, Instandhaltungsaufwendungen, Energiekosten sowie Kosten für Aushilfskräfte und Kostenumlagen erfasst. Im Vorjahr wurde hier ein Verschmelzungsverlust von TEUR 54.083 ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 49 periodenfremd und betreffen Abgänge aus dem Anlagevermögen. (4) Steuern vom ErtragDie Steuern vom Ertrag enthalten im Rumpfgeschäftsjahr 2022 einen periodenfremden Gewerbesteueraufwand in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 182). V. Sonstige Pflichtangaben(1) MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
(2) Persönlich haftender GesellschafterDie persönlich haftende Gesellschafterin DP World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en Breugel, Niederlande, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 18, ist als geschäftsführende Gesellschafterin nicht am Kapital beteiligt. Die Komplementärin erhält eine Haftungsvergütung in Höhe von EUR 10.000. (3) GeschäftsführungDie Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin DP World Logistics Intermediate Holding B.V. Diese wird vertreten durch:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (4) PrüfungshonorarFür die Angabe der für das Rumpfgeschäftsjahr 2022 berechneten Abschlussprüferhonorare verweisen wir auf den Konzernabschluss der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG, Duisburg, zum 31. Dezember 2022. (5) Haftungsverhältnisse
Verpflichtungen aus Garantien bestanden in Höhe von Mio. EUR 6,4 (i. Vj. Mio. EUR 4,4). Sie wurden zugunsten von verbundenen Unternehmen abgegeben. Die DPWKG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Beurteilung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse, der vorgenommenen Initiierung von Steuerungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG derzeit davon aus, dass die den Bürgschaften zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die DPWKG schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. (6) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen folgende Sachverhalte:
(7) KonzernabschlussAls Mutterunternehmen erstellt die DPWKG den Konzernabschluss der Unternehmensgruppe der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG. Die DPWKG wird in den Konzernabschluss der DP World Limited, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Jahres- und der Konzernabschluss werden am Sitz der Gesellschaft in Dubai/Vereinigte Arabische Emirate offengelegt und können dort auf der offiziellen Webseite des Konzerns eingesehen werden (www.dpworld.com/investor-relations). Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika, auf. Der Jahres- und Konzernabschluss werden am Sitz der Gesellschaft in Bedfordview/Südafrika offengelegt und können dort auf der offiziellen Webseite des Konzerns eingesehen werden (http://www.imperial.co.za). (8) Ereignisse nach dem AbschlussstichtagNach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage am Abschlussstichtag eingetreten.
Duisburg, den 4. März 2024 DP
World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en
Breugel/Niederlande
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Jeroen van den Bleek Patrick Vanlommel Jan Wegmann Gerrit Bonnema Michael Schütrumpf DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG , Duisburg (bis 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG)Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2022
Anteilsbesitz der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG, Duisburg(bis 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG) - Stand 31. Dezember 2022 -
a) Es besteht ein mittelbarer/unmittelbarer
Ergebnisabführungsvertrag
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG, DuisburgPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG (bis zum 14. September 2023: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG), Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 4. März 2024 KPMG
AG
Buchwald, Wirtschaftsprüfer Stelzer, Wirtschaftsprüfer DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG(formerly: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG) Duisburg, GermanyGesellschafterbeschlussUnter Verzicht auf jegliche Form- und Fristvorschriften halten die DP World Logistics Intermediate Holding B.V., Son en Breugel, Niederlande/The Netherlandsals Gesellschafter der DP World Logistics Germany B.V. & Co. KG, Duisburg, Deutschland (die "Gesellschaft"), hiermit eine ordentliche Gesellschafterversammlung der Gesellschaft ab und beschließen wie folgt: 1. Der von der Komplementäre am 04. März 2024 aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2022 abgeschlossene Rumpfgeschäftsjahr, der eine Bilanzsumme in Höhe von 438.770.048,01 Euro ausweist, schließt nach Belastung des Jahresfehlbetrages in Höhe von insgesamt 14.152.980,92 Euro auf den Kapitalkonten der Gesellschafter ohne Ergebnis ab. 2. Der Jahresabschluss wird hiermit genehmigt und ist damit festgestellt. 3. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wird die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt. 4. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird gleichzeitig auch zum Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 gewählt. Die deutsche Fassung ist maßgebend, die englische Fassung dient nur der Übersichtlichkeit.
Imperial Mobility International B.V. G. Bonnema J. van den Bleek
DP World Logistics Intermediate Holding B.V. R. Mertins M. Rodatz
Duisburg, Deutschland/Germany, 25.03.2024 Imperial Mobility Germany Administration GmbH M. Schütrumpf ppa. M. Stenkamp |
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