ReEnergy Repository GmbHLiquidiert

20537 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 156098
Vorher
LTi REEnergy GmbHLTI ReEnergy GmbH
Eingetragen
18.3.2009
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Komponenten und Systemen im Bereich regenerativer Energien sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen.

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Hühne
seit 19.2.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

ReEnergy Repository GmbH

(vormals: LTI ReEnergy GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

LAGEBERICHT 2018

Grundlagen des Unternehmens

Die LTI ReEnergy GmbH, Unna (im Folgenden: LTI ReEnergy) gehört zum Körber-Konzern und war bis Mitte 2018 im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Das Leistungsspektrum der LTI ReEnergy in ihren Schwerpunktbereichen Photovoltaik und Windenergie umfasste Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Zentral-wechselrichtern und schlüsselfertigen Lösungen für Photovoltaik-Parks, robusten Pitch-Systemen für Windanlagen, Einspeise-Systemen für kleine Wasserkraftanlagen, generatorischen Energieerzeugungsanlagen für Blockheiz-kraftwerke und ORC-Anlagen sowie bidirektionaler Batteriewechselrichter für intelligente Speichersysteme.

Die LTI ReEnergy hat im Wege des Asset Deals mit Wirkung zum 16. August 2018 den Geschäftsbereich Photovoltaik an die LTI ReEnergy Smart Technologies GmbH (vormals: Bahmani general trading Germany GmbH) sowie mit Wirkung zum 29. August 2018 ihren Geschäftsbereich Wind an die LTI Motion GmbH, Lahnau, veräußert. Nach Veräußerung der Geschäftsbereiche beschränkt sich die Geschäftstätigkeit der LTI ReEnergy für eine Übergangszeit auf die restliche Abwicklung von vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden. Daran anschließend wird die LTI ReEnergy ihren operativen Geschäftsbetrieb vollständig einstellen.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliches Umfeld

Die Kapazität aus Windenergieanlagen hat sich weltweit um 50 Gigawatt (nachfolgend "GW") entsprechend 9,5% auf 564 GW erhöht. Von dem Zuwachs entfielen 24 GW auf Asien, das mit insgesamt 229 GW über rd. 40% der weltweiten Gesamtkapazität verfügt. In Europa wuchs die Kapazität um 11 GW auf 182 GW. Der Anteil Europas an der weltweiten Kapazität ging leicht von 34% auf 32% zurück.

Im Bereich der Solarenergie wurde die Kapazität weltweit um 95 GW (24,3%) auf 486 GW erweitert. Auch in diesem Bereich liegt der größte Anteil der Kapazität (56,2%) in Asien, das seine Kapazität um 64 GW auf 275 GW erhöhte. Europäische Anlagen stellen mit 122 GW 25,1% der weltweiten Kapazität bereit - gegenüber 2017 wurden 10 GW (8,9%) aufgebaut.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Berichtsjahres ist geprägt von der ab August wirksamen Veräußerung beider Geschäftsbereiche. Dementsprechend wurden ab September keine Ergebnisse aus dem operativen Geschäft mehr erzielt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entsprechend der konzerneinheitlichen Vorgaben erfolgt die interne Steuerung der Gesellschaft insbesondere über Kennzahlen zum Wachstum (Auftragseingang und Umsatz) sowie zur Profitabilität (EBITA - Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie auf immaterielle Vermögensgegenstände, soweit sie in Akquisitionen erworben wurde).

Umsatz und Auftragslage

Bedingt durch die weitgehende Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum Ende des Monats August sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zu 2017 um rund 52,7 % auf 10.444 TEUR (Vorjahr: 21.225 TEUR). Auch der Auftragseingang bewegte sich aus diesem Grund mit 6.839 TEUR unter dem Wert von 17.444 TEUR im Vorjahr.

Ergebnisentwicklung

Der Umsatzentwicklung folgend und unter Berücksichtigung des Bestandsrückgangs bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen ging die Gesamtleistung von 20.221 TEUR um 9.917 TEUR (49,0%) auf 10.304 TEUR zurück. Materialaufwand (5.918 TEUR; Vorjahr 11.871 TEUR) und Personalaufwand (3.966 TEUR; Vorjahr 7.567 TEUR) entwickelten sich annähernd proportional zur Gesamtleistung. Im Berichtsjahr machen Materialaufwand 57% und Personalaufwand 38% der Gesamtleistung aus (Vorjahr: 59% bzw. 37%).

Das Ergebnis hat sich im Geschäftsjahr mit einem EBITA von -28 TEUR gegenüber dem Vorjahr um 16.839 TEUR deutlich verbessert. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen den bereits im Vorjahr getroffenen Risikovorsogen im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung des Geschäftsbereichs Photovoltaik geschuldet. Wesentliche Positionen waren im Jahr 2017 die Abschreibung der Beteiligungsbuchwerte von Vertriebsgesellschaften in Taiwan, der Türkei und den USA mit insgesamt 2.246 TEUR, die Abwertung von Forderungen gegen diese Gesellschaften mit insgesamt 1.447 TEUR sowie Sonderabwertungen im Vorratsvermögen in Höhe von 6.789 TEUR. Dementsprechend zeigt sich im Berichtsjahr ein überproportionaler Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, der den üblichen Rahmen übersteigenden Abschreibungen auf Umlaufvermögen und der Abschreibungen auf Finanzanlagen. Weiterhin stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge um 3.873 TEUR auf 4.886 TEUR. Dies ist im Wesentlichen auf den Ertrag aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs "Wind" an die LTI Motion GmbH, Lahnau, in Höhe von 3.740 TEUR zurückzuführen.

Unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses ergab sich für das Jahr 2018 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 207 TEUR und damit gegenüber 2017 eine Verbesserung des Ergebnisses um 16.782 TEUR.

Vermögens- und Finanzlage

Die LTI ReEnergy weist zum 31. Dezember 2018 aufgrund der Jahresfehlbeträge des Vorjahres und des laufenden Jahres weiterhin einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus (-16.433 TEUR; Vorjahr: -16.226 TEUR). Die Bilanzsumme hat sich bedingt durch die Veräußerung der Geschäftsbetriebe um 3.794 TEUR auf 17.165 TEUR verringert, wobei 95,7% der Bilanzsumme auf den Eigenkapitalfehlbetrag entfallen. Das verbliebene Vermögen umfasst i.W. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, die im Berichtsjahr mit 553 TEUR (Vorjahr: TEUR 2.251) 4,2% (Vorjahr 10,7%) der Bilanzsumme ausmachen.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über den Cash-Pool mit der Konzernobergesellschaft. Zum Bilanzstichtag betrug die Verschuldung im Cash-Pool 15.772 TEUR (Vorjahr: 16.972 TEUR). Zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft ist die Aufrechterhaltung der Konzernfinanzierung erforderlich. Die im Rahmen des Cash-Pool vertraglich zugesicherte Kreditlinie wird unter Berücksichtigung der Ergebnisplanung auch für die Jahre bis 2021 als ausreichend erachtet, eine jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Die weiteren Verbindlichkeiten und die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abwicklung des operativen Geschäfts.

Forschung und Entwicklung

Nach weitgehender Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft nicht mehr im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt zum 31. Dezember 2018 noch einen Mitarbeiter (Vorjahr: 87).

Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht

Die LTI ReEnergy ist in das Risikomanagement des Körber Konzerns eingebunden. Die Grundsätze des Risikomanagements sind in verbindlichen Konzernrichtlinien zu den Themen Risikoinventur, Risikofelder, Risikokommunikation sowie Corporate Internal Audit, Corporate Insurance Management und Corporate Legal definiert. Fachspezifische Konzernrichtlinien regeln umfassend den Umgang mit den definierten Risikofeldern im laufenden Geschäft, etwa für die Themen Treasury oder Accounting and Taxes. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden die Risiken erfasst und bewertet. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer - nach dem Einfluss auf das Eigenkapital bemessenen - maximalen Schadenshöhe. Dabei wird nach den Risikokategorien Externe Risiken, Finanz-, Organisations-, Leistungs- und Marktrisiken klassifiziert.

Nach der Veräußerung der Geschäftsbereiche "Photovoltaik" und "Wind" und der damit verbundenen Einstellung des operativen Geschäftsbereichs sind die verbleibenden Risiken für die LTI ReEnergy überschaubar. Externen Risiken, beispielsweise in Form von Haftungsrisiken oder Risiken durch Gesetzesverstöße wird konzernweit unter anderem mit umfassenden Compliance-Programmen, der konzerninternen Rechtsberatung und der internen Revision begegnet.

Kundenseitige Finanzierungsrisiken sowie Währungsrisiken bestehen für die Gesellschaft nicht mehr.

Die Finanzierung der LTI ReEnergy erfolgt über die Einbindung in den Cash-Pool der Konzernmutter. Die für den Fortbestand der Gesellschaft erforderliche weitere Aufrechterhaltung der Konzernfinanzierung ist sichergestellt.

Für die Abwicklung der restlichen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden wurden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikovorsorge getroffen. Durch entsprechende Verträge mit Dienstleistern ist die Erfüllung von Gewährleistungsverpflichtungen sichergestellt. Aufgrund der getroffenen Risikovorsorgen wird für das Jahr 2019 mit einem annähernd ausgeglichenen EBITA gerechnet.

 

Hamburg, den 13. September 2019

Dr. Ulrich Braig, Geschäftsführer

Dr. Philipp Breloh, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 81.634,08
  0,00 81.634,08
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 147.857,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 591.215,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 197.250,90
  0,00 936.323,88
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 3,00
  2,00 3,00
  2,00 1.017.960,96
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 162.368,87 1.020.855,82
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 22.670,50
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 347.609,13
  162.368,87 1.391.135,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 256.792,26 1.933.932,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 195.396,97 225.428,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 100.737,99 91.392,17
  552.927,22 2.250.753,88
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.865,60 11.678,21
  725.161,69 3.653.567,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.452,49 61.036,19
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 16.433.615,07 16.226.343,16
  17.165.231,25 20.958.907,85

Passiva

   
  31.12.2018 31.12.2017
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 16.300.000,00 16.300.000,00
III. Verlustvortrag -33.026.343,16 -16.036.771,71
IV. Jahresfehlbetrag -207.271,91 -16.989.571,45
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 16.433.615,07 16.226.343,16
  0,00 0,00
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.350,80 3.341,23
2. Sonstige Rückstellungen 954.743,76 2.198.530,30
  961.094,56 2.201.871,53
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 151.757,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 191.987,90 187.548,26
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.844.218,01 18.221.725,91
4. Sonstige Verbindlichkeiten 167.930,78 98.071,24
davon aus Steuern EUR 9.608,78 (Vorjahr: EUR 76.178,52)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 7.765,23)    
  16.204.136,69 18.659.102,73
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 97.933,59
  0,00 97.933,59
  17.165.231,25 20.958.907,85

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 9.272.353,63 9.363.443,73
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 3.388.356,14 6.611.429,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 578.059,33 955.609,74
davon für Altersversorgung EUR 1.686,58 (Vorjahr: EUR 2.163,02)    
3. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 257.222,33 1.078.653,27
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreitet 0,00 6.789.432,62
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.077.123,24 8.548.969,90
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.628,67 40.672,15
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 2.246.751,53
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 197.493,17 162.840,59
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 191.697,55 (Vorjahr: EUR 34.542,08)    
8. Ergebnis nach Steuern -207.271,91 -16.989.571,45
9. Jahresfehlbetrag -207.271,91 -16.989.571,45

Anhang zum Jahresabschluss 2018

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Die LTI ReEnergy GmbH, Hamburg hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Reg.Nr. HRB 156098). Der Jahresabschluss der LTI ReEnergy GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB.

Von den größenabhängigen Möglichkeiten zur Erleichterung der Berichterstattung gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Mit Vertrag vom 28. April 2018 und Wirkung zum 16. August 2018 hat die LTI ReEnergy GmbH ihren Geschäftsbereich "Photovoltaik" im Wege des Asset Deals an die LTI ReEnergy Smart Technologies GmbH, Unna (vormals: Bahmani general trading Germany GmbH, München) veräußert. Mit Vertrag vom und Wirkung zum 29. August 2018 hat die LTI ReEnergy GmbH ihren Geschäftsbereich "Wind" ebenfalls im Wege des Asset-Deals an die LTI Motion GmbH, Lahnau, veräußert und ihren operativen Geschäftsbetrieb damit eingestellt. Die Gesellschaft hat daher unter Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung bilanziert. Nach Veräußerung der Geschäftsbereiche beschränkt sich die Geschäftstätigkeit der LTI ReEnergy GmbH für eine Übergangszeit auf die restliche Abwicklung von vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden.

Die im Zuge der Veräußerungen der Geschäftsbereiche "Wind" und "Photovoltaik" realisierten Verkaufspreise wurden bereits bei der Aufstellung des Vorjahresabschlusses als beizulegende Werte für deren Vermögensgegenstände berücksichtigt.

Die allgemeinen, nachfolgend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert zum Vorjahr fortgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, mindestens jedoch zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. dem Wert, der bei Veräußerung erzielt werden könnte. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten.

Die Abschreibungen erfolgen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Gebäuden und bei beweglichem Anlagevermögen linear über folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern (ermittelt anhand von Branchen-Tabellen und individuellen Schätzungen):

Software 3 bis 5 Jahre
Bauten 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Die Abschreibung für Zugänge im Laufe des Geschäftsjahres erfolgt zeitanteilig.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 EUR werden im Zugangsjahr sofort als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen sind zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag, mindestens jedoch zu dem Wert der bei Veräußerung erzielt werden könnte, angesetzt. Der Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Absatz 5 HGB wird beachtet.

Der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wird die Durchschnittskostenmethode zugrunde gelegt.

Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der fehlenden Gängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge erfasst. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst.

Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden über ihre Restlaufzeit abgezinst. Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre bzw. zehn Jahre für Pensionsrückstellungen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Teilwertverfahren. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 3,21% (Vorjahr: 3,69%), eines erwarteten Rententrends von 1,6% (Vorjahr: 1,6%) sowie der Richttafeln 2018G (im Vorjahr unter Berücksichtigung der seinerzeit gültigen Richttafeln 2005G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Rechnungszinssatzes wird vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Die Pensionsrückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen saldiert.

Bei der Bemessung der Sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen werden im Anhang angegeben.

Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Währungsumrechnung

Die erstmalige Erfassung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkurs am Tag des Geschäftsvorfalls.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Stichtagskurs (bei Passivposten) bzw. höheren Stichtagskurs (bei Aktivposten) bewertet.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind als Anlage zum Anhang im Anlagenspiegel ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt.

Finanzanlagen

Die Aufstellung des unmittelbaren und mittelbaren Anteilsbesitzes der Gesellschaft an anderen Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in TEUR Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
31.12.18 31.12.17 31.12.18 31.12.17
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 257 1.934 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 195 225 0 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen 195 206 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 101 91 0 0
  553 2.251 0 0

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrifft das Stammkapital der Gesellschaft von TEUR 500.

Rückstellungen für Pensionen

Zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Pensionen sind Wertpapiere angelegt. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr TEUR 37) bei Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 37). Die Vermögensgegenstände werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen (TEUR 43; Vorjahr: TEUR 41) verrechnet.

Erträge aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zum Zeitwert (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 0) werden mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung (TEUR 4; Vorjahr: TEUR 3) verrechnet.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe der von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre beträgt TEUR 5 (Vorjahr TEUR 5).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Beträge für Gewährleistungen, arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen und eine Rückstellung für Provisionszahlungen.

Verbindlichkeiten

Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:

in TEUR Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr
31.12.18 31.12.17 31.12.18 31.12.17
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 152   152
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 192 188 192 188
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.844 18.221 15.844 18.221
- davon aus Lieferungen und Leistungen - 20 1.249 20 1.249
Sonstige Verbindlichkeiten 168 98 168 98
- davon aus Steuern - 10 76 10 76
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - 0 8 0 8
  16.204 18.659 16.204 18.659

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden keine Geschäfte außerhalb der Bilanz gemäß § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft wesentlich sind.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB resultieren aus Belastungen aus Gebäudemiet- und Leasingverträgen und betragen 66 TEUR.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Auf die Angabe der Umsatzerlöse wird unter Hinweis auf § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Gewinne aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs "Wind" in Höhe von TEUR 3.740. Hierbei handelt es sich um Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung und Größenordnung. Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 0) werden in dieser Position ausgewiesen.

Abschreibungen

In den Abschreibungen des Geschäftsjahres einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 257 (Vorjahr TEUR 10.115) sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Im Vorjahr waren in diesem Posten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 609, auf Vorräte in Höhe von TEUR 6.789 sowie auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.247 enthalten Die im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen waren aufgrund der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs erforderlich.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 29). Daneben werden in diesem Posten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung aus der Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von TEUR 777 (Vorjahr TEUR 293) sowie Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 0) erfasst.

Zinsergebnis

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und langfristigen Rückstellungen beträgt TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung mit Zins- und Kurserträgen aus Rückdeckungsvermögen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) verrechnet.

4. Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl

Die Zahl der Mitarbeiter - ohne Geschäftsführer und die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten - betrug im Jahresdurchschnitt (Quartalsbetrachtung):

2018 2017
Produktion 32 71
Verwaltung 3 15
Vertrieb 6 3
Mitarbeiter insgesamt 41 89

Organe der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung:

  Herr Dr. Josef Wiesing, hauptberuflicher Geschäftsführer der LTI Motion GmbH
  (bis 26.11.2018)
  Herr Michael Bellmer, hauptberuflicher Geschäftsführer der LTI ReEnergy GmbH
  (bis 15.5.2018)
  Herr Dr. Philipp Breloh, Leiter Corporate Controlling Körber AG (ab 19.10.2018)
  Herr Dr. Ulrich Braig, Leiter Corporate Human Resources Körber AG (ab 26.11.2018)

Da im Berichtsjahr ausschließlich Herr Michael Bellmer Bezüge für die Geschäftsführungstätigkeit erhalten hat, wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnis

Die Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, als Obergesellschaft des kleinsten sowie die Körber AG, Hamburg, als Obergesellschaft des größten Konsolidierungskreises erstellen jeweils einen Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Körber Beteiligungen GmbH bzw. Körber AG wird bei der Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH (Bundesanzeiger) offen gelegt.

Der Konzernabschluss der Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, hat für die LTI ReEnergy GmbH für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreiende Wirkung gemäß § 291 HGB.

 

Hamburg, den 13. September 2019

LTI ReEnergy GmbH

Dr. Ulrich Braig

Dr. Philipp Breloh

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2018 - 31.12.2018
(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2018 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.000,25 103.740,98 0,00 307.741,23 0,00
  204.000,25 103.740,98 0,00 307.741,23 0,00
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, g rundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 217.123,86 0,00 0,00 217.123,86 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.098.092,40 0,00 0,00 2.098.092,40 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 636.123,35 5.369,50 0,00 641.492,85 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.287,83 0,00 0,00 211.287,83 0,00
  3.162.627,44 5.369,50 0,00 3.167.996,94 0,00
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.246.754,53 0,00 0,00 647.336,56 1.599.417,97
  2.246.754,53 0,00 0,00 647.336,56 1.599.417,97
  5.613.382,22 109.110,48 0,00 4.123.074,73 1.599.417,97
Abschreibungen
Stand 01.01.2018 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.366,17 41.420,02 163.786,19 0,00
  122.366,17 41.420,02 163.786,19 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, g rundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.266,08 11.010,46 80.276,54 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.506.877,21 150.674,21 1.657.551,42 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 438.872,45 54.117,64 492.990,09 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.287,83 0,00 211.287,83 0,00
  2.226.303,56 215.802,31 2.442.105,88 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.246.751,53 0,00 647.335,56 1.599.415,97
  2.246.751,53 0,00 647.335,56 1.599.415,97
  4.595.421,26 257.222,33 3.253.227,63 1.599.415,97
Buchwerte
Stand 31.12.2018 Stand 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 81.634,08
  0,00 81.634,08
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, g rundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 147.857,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 591.215,19
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 197.250,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
  0,00 936.323,87
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 3,00
  2,00 3,00
  2,00 1.017.960,95

LTi ReEnergy GmbH, Hamburg

Anteilsbesitz gemäß § 271 Abs. 1 HGB (Stand 31.12.2018)

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis
Name und Sitz TEUR TEUR
LTi REEnergy A.S., Van/Türkei (in Liquidation) 100% -267 -137
LTi USA Ltd, Mechanicsburg/USA (in Liquidation) 100% -16 0

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LTI ReEnergy GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LTI ReEnergy GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LTI ReEnergy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Einstellung der Geschäftstätigkeit und Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs und die Angaben im Abschnitt "Grundlagen des Unternehmens" des Lageberichts, welche die Einstellung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im August 2018 und die darauf basierende Bilanzierung unter der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Einstellung der Geschäftstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 13. September 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer

Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer

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