B & S EnSYS GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sabrina Weck seit 8.10.2025 | Prokura |
Jirka Dr. Gehrt seit 31.1.2024 | Prokura |
Sven Krüssel seit 17.11.2021 | Prokura |
Mark Dickel seit 29.6.2016 | Prokura |
Kerstin Frauke Scholz seit 11.9.2012 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VR Smart Finanz AGEschbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023TestatsexemplarLagebericht 2023A. Grundlagen der Gesellschaft, Geschäftsmodell und StrategieDigitaler Gewerbekundenfinanzierer mit passgenauen LösungenZusammen mit ihren Tochtergesellschaften ist die VR Smart Finanz AG (im Folgenden kurz VR Smart Finanz oder Unternehmen) in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken subsidiärer Partner für einfachste Mittelstandslösungen. Das Unternehmen bietet einfache, schnelle und passgenaue Finanzierungslösungen sowie digitale Services rund um den Finanzalltag für den regional verwurzelten Mittelstand und die Geschäfts- und Gewerbekunden der Genossenschaftsbanken. Sitz der VR Smart Finanz und ihrer Tochtergesellschaften (im Folgenden kurz VR Smart Finanz Gruppe) ist Eschborn. Die wesentliche operativ tätige Tochtergesellschaft ist die VR Smart Finanz Bank GmbH. Die VR-Leasing Beteiligungs GmbH, die seit dem 19.04.2023 als VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH firmiert, hält u.a. eine Beteiligung an der VR Smart Guide GmbH. Das Leistungsspektrum der VR Smart Finanz AG umfasst die Objektfinanzierungslösungen (Mobilien) für Mietkauf und Leasing bis 1.000.000 € Objektwert sowie den digitalen Service ,Bonitätsmanager' für die Transparenz und zur Optimierung der Unternehmensbonität. Über die Tochtergesellschaft VR Smart Finanz Bank GmbH wird der Unternehmerkredit VR Smart flexibel bis 100.000 € angeboten. Der VR Smart Guide, ein Tool für Buchhaltung und Rechnungsmanagement, wird über die VR Smart Guide GmbH betrieben. VR Smart Finanz als Teil der DZ BANK GruppeAlleiniger Gesellschafter der VR Smart Finanz ist die DZ BANK AG. Diese fungiert innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe als Spitzeninstitut und Zentralbank. Sie ist zudem als Geschäftsbank aktiv und hat die Holdingfunktion für die DZ BANK Gruppe inne. Zur DZ BANK Gruppe zählen neben der VR Smart Finanz die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, die DZ HYP AG, die DZ PRIVATBANK S.A, die R+V Versicherung AG, die TeamBank AG, die Union Asset Management Holding AG und weitere Spezialinstitute. Die Unternehmen der DZ BANK Gruppe tragen wesentlich zum Allfinanzangebot der Genossenschaftlichen FinanzGruppe bei. Die Genossenschaftliche FinanzGruppe stellt in den Geschäftsfeldern Privatkundengeschäft, Firmenkundengeschäft, Kapitalmarktgeschäft und Transaction Banking eine Kombination von Bankdienstleistungen, Versicherungsangeboten, Bausparen sowie Angebote rund um die Wertpapieranlage zur Verfügung. Diese Angebote bieten die Genossenschaftsbanken vor Ort sowie digital aus einer Hand an. Subsidiärer Partner für die Genossenschaftsbanken mit einem ganzheitlichen LösungsnetzAls subsidiärer Partner verfolgt die VR Smart Finanz Gruppe das Ziel, die Genossenschaftsbanken in der Betreuung der BVR-Kundencluster 2-4 (Segmente der Geschäfts- und Gewerbekunden sowie Mittelstand) zu unterstützen. Mit ihren Lösungen ergänzt die VR Smart Finanz den digitalen, omnikanalen und stationären Vertrieb der Volks- und Raiffeisenbanken. Das Angebot der VR Smart Finanz zur Objektfinanzierung (Mobilien) - VR Smart express, Mietkauf, Leasing - und der über ihre Tochtergesellschaft VR Smart Finanz Bank GmbH verfügbare Unternehmerkredit VR Smart flexibel bieten passende Finanzierungslösungen entsprechend des spezifischen Bedarfs mittelständischer Kunden. Die Lösungen zeichnen sich dabei durch eine einfache Finanzierungsanfrage, automatisierte Kreditentscheidung bis 500 Tsd. € und schnelle Verfügbarkeit aus. Die Objektfinanzierungsangebote können dabei bis zu einer Grenze von 1 Mio. € je Einzelobjektwert abgeschlossen werden. Zur Finanzierung nachhaltiger Objekte (u.a. Wasserstoffspeicher, Photovoltaik-Anlagen, Ladesäulen) wurde das Produkt VR Smart express um die Produktvariante VR Smart express Eco erweitert. Die neue Produktvariante wird seit Mitte Juli 2023 angeboten. Sie bietet neben den typischen Leistungsmerkmalen des VR Smart express zusätzlich die Möglichkeit, objektspezifisch längere Laufzeiten (bis 120 Monate) zu finanzieren. Optional kann für die Finanzierungslösungen VR Smart flexibel und VR Smart express eine Ratenschutzpolice des Verbundpartners R+V Versicherung abgeschlossen werden, um finanzielle Risiken aus Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Tod abzusichern. Zudem können Maschinen und elektronische Geräte im Rahmen eines Leasing- oder Mietkaufvertrages versichert werden. Das Lösungsangebot umfasst zudem die digitalen Services VR Smart Guide und Bonitätsmanager, deren Funktionalitäten im Geschäftsjahr 2023 weiterentwickelt wurden. Der Bonitätsmanager unterstützt Selbstständige, Freiberufler sowie Geschäfts- und Gewerbekunden dabei, ihre Kreditwürdigkeit einzuschätzen und diese durch eine Aktualisierung der in Schufa und Creditreform geführten Daten auf den neuesten Stand zu bringen. Über einen integrierten Finanzierungsvergleich können Nutzer zudem online ein Finanzierungsangebot erhalten und diese Finanzierung direkt abschließen oder zur weiteren Beratung an die regional zuständige Volks- und Raiffeisenbank übergeleitet werden. Der VR Smart Guide unterstützt Kleinunternehmen, Freiberufler und Selbstständige in ihrem Finanzalltag bei allen wesentlichen Aufgaben rund um Finanzen, Buchhaltung, Rechnungsstellung und Forderungsmanagement und sorgt dafür, dass diese mit geringem Aufwand und digital erledigt werden können. Im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung arbeitete die VR Smart Finanz 2023 weiter kontinuierlich daran, ihr Lösungsnetz in verbundinterne Plattformen zu integrieren sowie subsidiär neue Vertriebswege und -partner wie etwa digitale Finanzierungsplattformen für sich und damit für die Genossenschaftliche FinanzGruppe zu erschließen. Vertriebspartner vermitteln Finanzierungsbedarfe kleiner Unternehmen an die VR Smart Finanz, die durch diese Kooperationen neue Kundenpotenziale erschließen und die Marktpositionierung der Genossenschaftlichen FinanzGruppe stärken kann. B. WirtschaftsberichtB.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenKonjunkturelle Entwicklung in Deutschland durch hohe Energiekosten, Inflation und steigende Zinsen belastetIn 2023 wurde das Wirtschaftsleben in Deutschland durch eine gegenüber dem Vorjahr abnehmende, aber weiterhin hohe Inflation geprägt. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte nach einer mehrjährigen Niedrig- und Negativzinsphase mit einer deutlichen Anhebung des Leitzinses von 2,5% zum Jahresbeginn 2023 auf 4,5% per Jahresende 2023. 1 Die restriktive Geldpolitik der Zentralbanken dämpfte den Preisanstieg, bremste aber auch zunehmend die Konjunktur. Die Energiepreise lagen zwar 2023 deutlich unter den Höchstständen des Vorjahres, allerdings auch weit über dem Stand vor der Corona-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. 2 Aufgrund der vielfältigen Belastungen durch die hohen Energiepreise, Zinserhöhungen und die schwache Weltkonjunktur ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. So ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut erster Schätzung des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 0,3% gesunken. Während die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal noch leicht um 0,1% wuchs, stagnierte das BIP dann im zweiten und dritten Quartal. Im Schlussquartal ging die Wirtschaftsleistung gemäß erster Schätzung der Statistiker dann schließlich um 0,3% zurück. 3 In Anbetracht des herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes hat sich auch die Stimmungslage der Unternehmen in Deutschland eingetrübt. So sank der ifo-Geschäftsklimaindex nach einem moderaten Anstieg zu Jahresbeginn per Dezember 2023 auf 86,4 Punkte und lag damit nochmal unterhalb des Jahresendwertes von 2022 (88,9 Punkte) 4. Die angespannte wirtschaftliche Lage und die starken Belastungen haben sich auch in einer steigenden Anzahl von Unternehmensinsolvenzen niedergeschlagen. Mit voraussichtlich 18.100 stieg die Zahl der Insolvenzen gegenüber dem Vorjahr um 23% 5 und lag damit wieder auf dem Vor-Corona-Niveau von 2019. 6 Durch staatliche Interventionen und Stützungsmaßnahmen bewegte sich die Zahl der Firmeninsolvenzen in den vergangenen Jahren auf einem historisch niedrigen Niveau. Trotz schwacher konjunktureller Entwicklung herrschte 2023 weiterhin eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. So ist die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 330.000 gestiegen und bewegte sich mit 45,9 Millionen Menschen auf einem historischen Höchststand. Gleichzeitig nahm die Anzahl der Erwerbslosen im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 9.000 Personen auf 1,3 Millionen bzw. 2,8% zu. 7 Die Zahl offener Stellen lag mit rund 761 Tsd. zwar unter Vorjahresniveau (845 Tsd.), aber immer noch auf hohem Niveau und über dem Stand von 2020/21. 8 Hier spiegeln sich die anstehenden Herausforderungen von Unternehmen vieler Branchen wie der Pflege, im Bau oder in der IT-Branche wider, geeignetes Fachpersonal zu finden. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dämpfen auch die Investitionstätigkeit in Deutschland. Zwar stiegen die Ausrüstungsinvestitionen moderat um 1,1% im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit fiel die Zunahme jedoch deutlich geringer aus als im 3. Quartal des Vorjahres (9,5% zum 3. Quartal 2021). 9 Positiv wirken allerdings die rückläufigen Materialengpässe. War zum Jahresende 2022 gemäß einer Umfrage des ifo Institutes noch jedes zweite Unternehmen betroffen, berichteten im September 2023 nur noch 24% der Befragten von entsprechenden Herausforderungen. 10 Als ein Makrotrend bestimmt das Thema Nachhaltigkeit in zunehmendem Maße die Investitionsplanung der Unternehmen. So wollen 65% der Unternehmen laut einer Studie des Bankenfachverbandes in den kommenden zwei Jahren in nachhaltige Objekte investieren. 11 Gemäß einer von der VR Smart Finanz zusammen mit dem Steinbeis-Institut durchgeführten Studie erwarten über zwei Drittel der Kleinunternehmen von einer nachhaltigen Ausrichtung ihres Geschäftsmodells langfristig positive Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg. 12
1 Pressemitteilung EZB vom 14.12.2023
3 Destatis, Pressemitteilung Nr. 19 vom
15.Januar 2024
4 ifo Institut: Pressemeldung vom 18.12.2023
5 Creditreform, Insolvenzen in Deutschland, Jahr
2023 vom 04.12.2023
6 Allianz Research, Monetary policy in Central
und Eastern Europe, 09.02.2023
7 Destatis, Pressemitteilung Nr. 1 vom 2.Januar
2024
8 Destatis, Bestand offener Stellen im
Jahresdurchschnitt 2023, Stand Januar 2024
9 Destatis Ausrüstungsinvestitionen Q3/2023
11 Marktstudie 2022 Investitionsfinanzierung
Bankenfachverband
12 Steinbeis CFIN "Kleinunternehmen im Fokus -
Management Summary", S. 27
Deutliche Zunahme des Neugeschäfts im Mobilien-Leasing-Markt, getrieben durch PKW-GeschäftDas Leasing- und Mietkaufgeschäft in Deutschland verzeichnete per Q3/2023 einen deutlichen Zuwachs der abgeschlossenen Verträge (+24,1% gegenüber Vorjahreszeitpunkt) und Anschaffungswerte (+18%). Ein bedeutender Teil der Zuwächse entfiel auf das dominierende PKW-Geschäft, welches von Nachholeffekten infolge der Lieferkettenprobleme für Neufahrzeuge im Vorjahr profitierte. So entfiel im Geschäftsjahr laut dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) ein signifikanter Teil des Wachstums auf Verträge für Neuwagen, die bereits im Vorjahr bestellt wurden. Die zweite dominierende und überdurchschnittlich wachsende Objektgruppe sind Fahrräder, die durch hohe Stückzahlen bei geringen Einzelwerten geprägt sind. 13 Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche lag per Dezember 2023 mit +12,2 Punkten im positiven Bereich und damit über dem Niveau von Dezember 2022 (+8,4 Punkte). 14
13 BDL, Quartalsdaten der Leasing-Branche
für das 2.Quartal 2023.
14 BDL, Geschäftsklimaindex Leasing
Dezember 2023.
Verhaltene Kreditnachfrage und vorsichtige BankenDas erste Halbjahr 2023 war durch eine verhaltene Kreditnachfrage aufgrund gestiegener Zinsen und schwacher Konjunkturdaten geprägt. Nach dem starken Wachstum im vergangenen Jahr verringerte sich das Kreditneugeschäft der Unternehmen und Selbstständigen im ersten Halbjahr 2023 um -3,8% gegenüber dem Vorjahreswert. Zwar wirken zunehmende Liquiditätsengpässe sowie strukturelle Investitionsbedarfe aus der Digitalisierung und grünen Transformation stabilisierend auf die Finanzierungsnachfrage, jedoch erschwerten strengere Vergaberichtlinien der Banken und hohe Finanzierungskosten die Kreditaufnahme der Unternehmen. 15 Per Q3/2023 betrug der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Kreditverhandlungen 20,2% nach 19,3% per Jahresende 2022, lag damit jedoch weiterhin unter dem langfristigen Mittel (25,0%). 16
15 KfW, KfW-Kreditmarktausblick: Dezember 2023.
16 KfW-Research KfW-ifo-Kredithürde Q3 2023
B.2 Lage der GesellschaftAuswirkungen der Marktentwicklung auf die GeschäftsaktivitätenDie Marktentwicklung im Jahr 2023 war von schwacher Konjunktur, hohen Kosten, geringem privaten Konsum und verhaltener Investitionsbereitschaft der mittelständischen Kunden geprägt . Das Neugeschäftsvolumen i. H. v. 737 Mio. €, getrieben durch das Fokusprodukt VR Smart express, konnte dennoch deutlich zum Vorjahr 2022 gesteigert werden. Die neue Produktvariante VR Smart express Eco wurde gut angenommen. Neben dem VR Smart express profitierten vorallem das größervolumige Objektgeschäft aber auch Leasing und Mietkauf von der Auflösung des Staus durch Lieferengpässe, wobei eine weitere Verlagerung von Leasing zu Mietkauf zu sehen war. Die Zusammenarbeit mit den Volks- und Raiffeisenbanken hat sich weiter verbessert. Trotz der Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr damit stärker als der Markt wachsen. Das Bestandsvolumen der Objektfinanzierungen bewegte sich mit 1.671 Mio. € leicht über Vorjahr (1.625 Mio. €). ErtragslageNachfolgend werden die wesentlichen Ergebnispositionen erläutert:
Das Leasingergebnis beinhaltet neben den Leasingerlösen und den Abschreibungen auf das Leasingvermögen die Aufwendungen aus dem Abgang von Leasingobjekten. Trotz eines wachsenden Neugeschäfts lag das Leasingergebnis angesichts des Abschmelzens des Altbestandes und somit eines weiterhin rückläufigen Leasingvermögens mit 15,3 Mio. € stark unter dem Niveau des Vorjahres (19,1 Mio. €). Aus dem Mietkaufgeschäft einschließlich des VR Smart express konnte hingegen im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts eines zunehmenden Bestandsvolumens und ansteigenden Zinsniveaus höhere Zinserträge als im Vorjahr vereinnahmt werden. Parallel führte dieses auch zu höheren Refinanzierungsaufwendungen. Insgesamt verzeichnete das Zinsergebnis einen mäßigen Rückgang auf 34,1 Mio. € (Vorjahr: 38,3 Mio. €), resultierend aus niedrigeren Margen aufgrund durchschnittlich höherer Vertragsvolumina. Im Provisionsergebnis werden primär Aufwendungen aus Bestandsprovisionszahlungen an Vertriebspartner sowie Erträge aus Bereitstellungsprovisionen ausgewiesen. Beide Positionen wuchsen gegenüber dem Vorjahr. Dabei führte der starke Anstieg der Bereitstellungsprovisionen, trotz zunehmender Bestandsprovisionszahlungen, im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zu einer kräftigen Zunahme des Provisionsergebnisses auf -9,6 Mio. € (Vorjahr: -13,4 Mio. €). Zentrale Bestandteile des Beteiligungsergebnisses sind Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen, Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie Ausschüttungen aus Beteiligungen. Im Berichtsjahr führten primär die Gewinne der VR Smart Finanz Bank sowie der VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH zu einem Beteiligungsergebnis in Höhe von 6,8 Mio. € (Vorjahr: 33,9 Mio. €). Eine Zuschreibung der Beteiligung an der VR Smart Finanz Bank um 31,0 Mio. € hatte im Geschäftsjahr 2022 das Beteiligungsergebnis positiv beeinflusst. Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich auf 61,3 Mio. € (Vorjahr: 69,1 Mio. €). So sanken die Aufwendungen für Personal durch eine im Vorjahresvergleich geringere Beschäftigtenanzahl sowie verminderte Kosten für Pensionsverpflichtungen auf 31,0 Mio. € (Vorjahr: 36,6 Mio. €). Die Sachkosten reduzierten sich im Berichtsjahr spürbar um 2,2 Mio. €, primär durch Einsparungen im Bereich der IT-Betriebskosten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen waren mit 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) aufgrund eines abnehmenden Anlagebestands rückläufig. Im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind insbesondere Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Erträge aus der Leistungsverrechnung mit Tochtergesellschaften, sonstige Erträge und Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft sowie aperiodische und nicht dem operativen Geschäft zugeordnete Positionen zusammengefasst. Eine Anpassung der Leistungsverrechnung mit der VR Smart Guide GmbH sowie geringere Erträge aus der Vermittlung von R+V-Versicherungen führten im Berichtsjahr zu einer Abnahme des sonstigen betrieblichen Ergebnisses auf 19,8 Mio. € (Vorjahr: 21,7 Mio. €). Die Risikovorsorge aus dem Leasing- und Mietkaufgeschäft umfasst die Nettozuführung zu Einzelwertberichtigungen, Pauschalwertberichtigungen und Rückstellungen für latente Bonitätsrisiken. Trotz der verhaltenen konjunkturellen Entwicklung konnte im laufenden Geschäftsjahr erneut ein Risikovorsorgeertrag von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) ausgewiesen werden. Der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB, dessen Bildung das Ergebnis im Vorjahr in einem Umfang von 24,3 Mio. € belastete, wurde im Berichtsjahr zur Vorwegnahme künftiger Geschäfts- und Beteiligungsrisiken um weitere 3,3 Mio. € erhöht. Oben beschriebene Entwicklungen führten entgegen den Erwartungen insgesamt zu einer Reduktion des Ergebnisses. So fiel das Ergebnis der VR Smart Finanz vor Steuern im Geschäftsjahr 2023 auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €). Der ausgewiesene Gewinn nach Ertragsteuern in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €) wird aufgrund des zwischen der VR Smart Finanz und DZ BANK bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die DZ BANK abgeführt. FinanzlageDie Liquiditätslage war zum Bilanzstichtag und während des abgelaufenen Geschäftsjahres jederzeit geordnet. Zum Vorjahr ergaben sich keine wesentlichen Änderungen. Die freie Liquidität wurde auf Konten bei der Bundesbank und der DZ BANK angelegt. Tagesgeldanlagen wurden nicht abgeschlossen. Die VR Smart Finanz finanziert das Neugeschäft ausschließlich über die DZ BANK. Die Treasury-Einheiten arbeiten im Konzern eng zusammen. Das Liquiditätsmanagement ist im DZ BANK Konzern in Bezug auf Limite, Planung und Controlling eng verzahnt. Die VR Smart Finanz ist in die konzernweite Refinanzierungsstrategie des DZ BANK Konzerns eingebunden und war somit jederzeit mit ausreichenden Refinanzierungsmöglichkeiten ausgestattet. Um dies nachhaltig sicherzustellen, erfolgt die Refinanzierungsplanung für den DZ BANK Konzern monatlich auf Basis der Mittelfrist-Planung für die folgenden vier Jahre. Die Überwachung der Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken erfolgt im Risikocontrolling der VR Smart Finanz. Das Unternehmen ist an das Liquiditätsrisikomodell der DZ BANK, das für den gesamten DZ BANK Konzern eingesetzt wird, angebunden. Aus den täglichen Kontoinformationen erstellt die DZ BANK eine institutsspezifische Liquiditätsrisikomeldung. Die Einhaltung des minimalen Liquiditätsüberschusses wird täglich überwacht. Die Refinanzierung erfolgt unter Beachtung aller Liquiditätskennzahlen und Vorgaben weitgehend fristenkongruent mit den korrespondierenden Aktivgeschäften innerhalb festgelegter Limite für das Zinsänderungsrisiko. Die Limite sind für die VR Smart Finanz definiert und werden im monatlichen Turnus von Risikocontrolling seitens ihrer Ausnutzungen überwacht. Die Refinanzierung des Leasingvermögens und anderer Finanzierungslösungen für Kunden erfolgt in Form von Schuldscheindarlehen. Die Inanspruchnahme der Kreditlinie bei der DZ BANK liegt per 31.12.2023 bei 1.714,7 Mio. €. VermögenslageDie Bilanzsumme der VR Smart Finanz lag 2023 bei 2.128,5 Mio. € und damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (2.084,1 Mio. €). Nachfolgend werden die wesentlichen Bilanzpositionen erläutert.
Die Bilanz des Unternehmens wird durch die Forderungen an Kunden, das Leasingvermögen sowie deren Refinanzierung bestimmt. Die Forderungen an Kunden (1.402,7 Mio. €; Vorjahr: 1.273,0 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Mietkaufverträgen in Höhe von 1.340,1 Mio. € (Vorjahr: 1.207,0 Mio. €), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17,3 Mio. € (Vorjahr: 19,9 Mio. €) und Ausleihungen in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €). Die spürbare Erhöhung leitete sich folglich aus einer positiven Geschäftsentwicklung, insbesondere beim Fokusprodukt VR Smart express, ab. Bei den Forderungen an Kreditinstitute ergab sich ein Rückgang um 32,0 Mio. € auf 127,4 Mio. € (Vorjahr: 159,4 Mio. €). Maßgeblich hierfür war eine starke Abnahme der Forderungen gegenüber der DZ BANK. Im Vorjahr hatte eine Ausweitung der Zeitspanne zwischen Vertragszugängen und Auszahlungen als Konsequenz von Verzögerungen in den Lieferketten für eine starke Zunahme der vorgehaltenen Liquidität gesorgt. Die aktive Risikovorsorge bildet unter HGB die Vorsorge für die Produkte Mietkauf, VR Smart express sowie ausgefallene Leasingverträge ab. Diese verringerte sich spürbar auf 35,0 Mio. € (Vorjahr: 37,6 Mio. €). Zentrale Ursachen hierfür waren abnehmende Risiken aus dem Leasingbestand sowie methodische Anpassungen. Die passive Risikovorsorge zur Abdeckung erwarteter Ausfälle aus Leasing ist aufgrund des abnehmenden Leasingvermögens auf 4,2 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €) zurückgegangen. Im Bereich der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen (313,8 Mio. EUR; Vorjahr: 314,4 Mio. EUR), die sich wie im Vorjahr vorwiegend aus den Beteiligungsbuchwerten der VR Smart Finanz Bank und der VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH zusammensetzen, waren keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Der Rückgang des Leasingvermögens von 302,9 Mio. € auf 258,6 Mio. € war auf eine abnehmende Bedeutung des Leasings im Vergleich zu anderen Finanzierungslösungen im Kerngeschäft zurückzuführen. Die sonstigen Aktiva reduzierten sich im Berichtsjahr durch den Abbau von Vorräten, wie z.B. noch nicht in Miete gesetzte Verträge, deutlich auf 58,9 Mio. €. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten leicht auf 1.718,0 Mio. € (Vorjahr: 1.659,0 Mio. €) angestiegen. Der primäre Grund hierfür war die Refinanzierung des im Vergleich zu 2022 angewachsenen Neugeschäfts über Darlehen bei der DZ BANK. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 96,5 Mio. € (Vorjahr: 101,9 Mio. €) bestehen unverändert zum Großteil aus einer Verbindlichkeit gegenüber der VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH (vormals VR-LEASING Beteiligungs GmbH). Im Rahmen einer gemeinsamen Liquiditätsverwaltung übernimmt die VR Smart Finanz das Management der liquiden Mittel der VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH. Insgesamt verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 der Bestand an Rückstellungen deutlich auf 63,2 Mio. € (Vorjahr: 72,0 Mio. €), größtenteils aufgrund des Abbaus von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten minderte sich durch den Auslauf von Forderungskaufverträgen stark von 10,1 Mio. € auf 7,2 Mio. €. Das Eigenkapital der Gesellschaft blieb im Vorjahresvergleich unverändert. Gesamtaussage des Vorstands zur Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIm Vergleich zum Vorjahr war erneut ein deutlich gestiegenes Endabrechnungsvolumen im Objektgeschäft zu verzeichnen, was sich insbesondere in der positiven Entwicklung der Mietkauflösung VR Smart express zeigte. Der Bestand wuchs im Vorjahresvergleich leicht an, sodass auch die Bestandsprovisionszahlungen gegenüber Vorjahr gesteigert werden konnten. Das aggregierte Zins- und Leasingergebnis lag trotz dieser positiven Geschäftsentwicklung deutlich unter Vorjahr, aufgrund geringerer Erträge aus dem zurückgegangenen Leasingvermögen und geringerer Margen im Mietkaufgeschäft. Gleichzeitig sank der Risikovorsorgebedarf für das Objektgeschäft und die Verwaltungsaufwendungen. Dies führte in Summe zu einem positiven Jahresergebnis, das jedoch unter Vorjahresniveau verblieb. Die Kapitalausstattung wird bei der aktuellen Bilanzsumme als solide beurteilt. Als Mitglied der Genossenschaftlichen FinanzGruppe stehen der VR Smart Finanz ausreichend freie Finanzierungslinien bei der DZ BANK zur Verfügung, die einen kontinuierlichen Ausbau des Geschäfts ermöglichen. In Summe schätzt der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide ein. B.3 Finanzielle LeistungsindikatorenDie nachfolgende Darstellung der Steuerungskennzahlen im Lagebericht bezieht sich, wie im Vorjahr, auf die VR Smart Finanz Gruppe. Die interne Steuerung der VR Smart Finanz Gruppe basiert primär auf sechs Top-Steuerungskennzahlen, die im Einklang mit dem Reporting an die DZ BANK nach der IFRS-Rechnungslegung ermittelt werden. BankenprovisionIn der Kennzahl Bankenprovision werden alle Provisionen und Bonifikationen zusammengefasst, die an die Genossenschaftsbanken für den Absatz und die Absatzförderung von Finanzprodukten der VR Smart Finanz Gruppe gezahlt werden. Für das Geschäftsjahr 2023 betrug die Bankenprovision als Teil des Provisionsüberschusses 35 Mio. € (Vorjahr 33 Mio. €). Diese Kennzahl ist für die Unternehmensgruppe besonders bedeutsam, weil sie zusammen mit dem EGT die monetäre Wertschöpfung der VR Smart Finanz für den genossenschaftlichen Verbund widerspiegelt. Die Kennzahl konnte zum Vorjahr deutlich gesteigert werden und erreichte somit die im Vorjahr abgegebene Prognose. KundenanzahlMit dieser Kennzahl steuert die VR Smart Finanz Gruppe die Marktdurchdringung in ihrem Kundensegment. Definiert ist diese Kennzahl als Anzahl der Kunden mit mindestens einem laufenden Vertrag eines Finanzierungsproduktes der VR Smart Finanz Gruppe zum jeweiligen Betrachtungsstichtag zuzüglich der Nutzer der digitalen Mehrwertdienste VR Smart Guide und Bonitätsmanager. Zum Ende 2023 verzeichnete die VR Smart Finanz Gruppe 141 Tsd. Kunden inkl. Mehrwertdienste. Gegenüber dem Vorjahr mit 124 Tsd. bedeutet dies ein deutliches Wachstum von 14%. Somit wurde die im Vorjahr abgegebene Prognose einer deutlichen Steigerung erreicht. KundensolvenzDie Kundensolvenz, berechnet als Differenz (100 - reg. Ausfallrate in %), misst den Anteil der solventen Kunden am Gesamtportfolio und damit die wirtschaftliche Solidität der Kunden. Im Geschäftsjahr 2023 ist die Kundensolvenz mit 96,8% gegenüber dem Vorjahr (97,6%) wie prognostiziert leicht gesunken. Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) nach IFRSDas EGT der VR Smart Finanz Gruppe stellt die zentrale Erfolgskennzahl dar. Bei dieser Erfolgskennzahl auf VR Smart Finanz Gruppen-Ebene handelt es sich um das um Konsolidierungseffekte und Gewinnabführungen bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Der Ausweis folgt einem vorgegebenen GuV-Gliederungsschema der DZ BANK. Das EGT der VR Smart Finanz Gruppe ist infolge des niedrigeren Zins- und Provisionsüberschusses und einer deutlich gestiegenen Risikovorsorge mit 1 Mio. € zum Vorjahr stark gesunken (3 Mio. €) und liegt damit im Rahmen der im Vorjahr abgegebenen Prognose. Auf Einzelgesellschaftsebene unterscheidet sich das Ergebnis vor Steuern nach IFRS von der entsprechenden Größe nach HGB im Wesentlichen durch Bewertungsunterschiede bei den Objektfinanzierungen im Zinsüberschuss (Nachmieterlöse, Vormiete, Bereitstellungsprovisionen), Provisionen und Pensionen sowie Zuführung zu allgemeinen Bankrisiken. Cost-Income-Ratio (CIR)Die CIR (Aufwand-Ertrag-Verhältnis) misst die Effizienz der VR Smart Finanz Gruppe. Dabei werden die Verwaltungsaufwendungen der Summe aus Zins- und Provisionsüberschuss, dem Ergebnis aus Finanzanlagen, dem Bewertungsergebnis und dem sonstigen betrieblichen Ergebnis gegenübergestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die CIR der VR Smart Finanz Gruppe mit 80% zum Vorjahresniveau von 87% spürbar und stärker als prognostiziert verbessert, infolge gestiegener Erträge und geringerem Verwaltungsaufwand. Return on Risk Adjusted Capital (RORAC)Der regulatorische RORAC ist eine relative, risikoorientierte Profitabilitätskennzahl und setzt das EGT ins Verhältnis zum regulatorischen Kapitalbedarf. Der regulatorische RORAC der VR Smart Finanz Gruppe erreichte im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des positiven EGT und der gesunkenen RWA's einen Wert von 1%, liegt unter dem Vorjahreswert von 2% und entspricht damit der getroffenen Prognose einer starken Reduzierung. B.4 Mitarbeiterentwicklung und nachhaltiges EngagementPersonal- und OrganisationsentwicklungDie Unternehmenskultur der VR Smart Finanz Gruppe ist geprägt von den genossenschaftlichen Werten. Selbstverantwortung und Hilfe zur Selbsthilfe sind Leitprinzipien, die tief in der Identität verankert sind. Innovationskraft und eine hohe Veränderungsgeschwindigkeit im Sinne des Kunden zeichnen die VR Smart Finanz Gruppe aus. Sie legt dafür ideale Grundlagen durch das Zusammenspiel von agilen und klassischen Arbeitsweisen, langjähriger KVP-Erfahrung (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess), flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie einem nachhaltigen Ausbau von IT-Know-how in den Fachbereichen. Die Zusammenarbeit ist durch Teamgeist, Fairness und eigenverantwortliches Handeln geprägt. Dies wird durch eine Feedback- und Kommunikationskultur unterstützt, die sowohl das persönliche als auch das organisatorische Wachstum fördert. Ziel der Personal- und Organisationsentwicklung ist die Umsetzung von Vision, Werten und Zielen der Organisation durch das Steuern von Lern- und Veränderungsmaßnahmen sowie kulturprägenden Konzepten und damit auch der nachhaltigen Weiterentwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften. Auch im Jahr 2023 hat die VR Smart Finanz Gruppe allen Mitarbeitern und Führungskräften umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. In offenen und breitgefächerten Lernangeboten an alle Mitarbeiter sollen bereichsübergreifend wichtige Skills weiterentwickelt werden. Die jeweiligen Anforderungen der Fachbereiche werden in bedarfsspezifischen Formaten umgesetzt. Im Berichtsjahr lag hier ein Fokus auf der Vermittlung von zukunftsweisenden IT- und Datenskills. Persönliche Entwicklungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter runden das Angebot ab. In den vielfältigen Entwicklungs- und Qualifizierungsmaßnahmen werden Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen vermittelt. Dies erfolgt in unterschiedlichen Settings. Neben Präsenztrainings und digitalen Formaten ergänzen Blended-Learning-Ansätze das Qualifizierungsangebot, um zeit- und ortsunabhängiges Lernen zu ermöglichen. So wurde allen Mitarbeitern in 2023 unter anderem über die digitale Lernplattform "Masterplan" erneut ein breitgefächertes Portfolio an Themen bereitgestellt. Als besonderes Angebot zur Standortbestimmung von Stärken und Handlungsfeldern sowie zur Selbstreflexion wurde allen Mitarbeitern die Möglichkeit zur Durchführung eines digitalen Kompetenzchecks gegeben. Die VR Smart Finanz Gruppe hat in 2023 ein Führungspotenzial- und ein Fachkarriereprogramm initiiert, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und besondere Potenziale zu fördern. Für neue Mitarbeiter wurde darüber hinaus der Pre- und Onboardingprozess mit diversen Maßnahmen und Angeboten neu aufgesetzt und weiterentwickelt. Ausbildung und NachwuchsförderungDie VR Smart Finanz Gruppe investiert nachhaltig in die Aus- und Weiterbildung junger Nachwuchskräfte. Hierfür bietet sie in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim das duale Studium zum Bachelor of Arts "Rechnungswesen, Steuern, Wirtschaftsrecht, Schwerpunkt Accounting und Controlling", "Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Marketing Management", "Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Digital Business Management", "Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Finanzdienstleistungen" sowie zum Bachelor of Science "Data Science und künstliche Intelligenz" an. Gemeinsam mit der IHK Frankfurt am Main werden darüber hinaus Kaufleute für Büromanagement ausgebildet. Insgesamt starteten sechs neue Nachwuchskräfte im August 2023 ihre Ausbildung bzw. ein duales Studium. Im Berichtszeitraum konnten fünf Nachwuchskräfte ihre Ausbildung bzw. ein duales Studium erfolgreich beenden. GesundheitsmanagementDie Gesundheit aller Mitarbeiter aktiv und nachhaltig zu stärken, ist der VR Smart Finanz Gruppe ein wichtiges Anliegen. Daher wurden auch in 2023 gezielte Angebote zur Förderung der Gesundheit wie beispielsweise regelmäßige Physiotage, wiederkehrende Augenuntersuchungen, Ergonomieberatungen sowie Wirbelsäulenscreenings realisiert. Die Belegschaft hatte die Möglichkeit, mobil zu arbeiten. Das mobile Arbeiten ist für alle Mitarbeiter im Rahmen der Regelungen der einschlägigen Betriebsvereinbarung fester Bestandteil für die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Privatleben. Diese ermöglicht den Mitarbeiter neben den bereits bestehenden Möglichkeiten der Gleitzeiten zusätzliche Flexibilität für den Arbeitsort. Ein sicheres Arbeiten an den Standorten wurde durch Einhaltung wichtiger Arbeitssicherheitsstandards ermöglicht. Darüber hinaus wurde die Grippeschutzimpfung, die bereits seit vielen Jahren als fester Bestandteil des Gesundheitsmanagements der VR Smart Finanz Gruppe verankert ist, auch in 2023 erneut angeboten. Zusätzlich hatten Mitarbeiter erstmalig die Möglichkeit, an einer Herzratenvariabilitätsmessung teilzunehmen. Verantwortungsvoll unternehmerisch handelnIn der VR Smart Finanz Gruppe ist verantwortungsvolles, nachhaltiges und rechtskonformes Handeln im unternehmerischen Alltag fest verankert. Bei der VR Smart Finanz besteht eine Compliance-Funktion sowie eine zentrale Stelle mit Geldwäschebeauftragten. Zu deren Aufgaben gehört die Prävention gegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und gegen externe und interne strafbare Handlungen sowie jährliche Mitarbeiterschulungen zu diesen Themen. Daneben erlässt Compliance verbindliche Regelungen für die Belegschaft, wie beispielsweise eine Geschenkerichtlinie oder einen Verhaltenskodex (Code of Conduct). Dieser gibt Regeln zum richtigen und werteorientierten Verhalten vor und wurde in seiner 2023 aktualisierten Form auf der Website und in der schriftlich fixierten Ordnung (SFO) des Unternehmens veröffentlicht. Der Verhaltenskodex orientiert sich inhaltlich an dem gemeinsamen Verhaltenskodex der Unternehmen der DZ Bank Gruppe. Dieser gemeinsame Kodex wurde 2023 aktualisiert und veröffentlicht. Neben dem Verhaltenskodex wurden gemeinsam mit anderen Unternehmen der DZ BANK Gruppe außerdem folgende Dokumente veröffentlicht: Leitlinie Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte sowie ein Positionspapier Klima. Klima- und UmweltschutzGemeinsam mit den anderen Unternehmen der DZ BANK Gruppe hat sich die VR Smart Finanz Gruppe ambitionierte Ziele gesetzt, um die Treibhausgasemissionen im Betrieb weiter zu reduzieren. Zum einen verpflichten sich alle Institute der Gruppe bis spätestens 2045 klimaneutral zu sein - wobei bis 2030 bereits 65 Prozent der Treibhausgase gegenüber 2009 eingespart werden sollen. Die Klimaneutralität bis 2045 stellt dabei das konzernweite Mindestziel dar. Zudem bezieht die Gruppe künftig noch mehr Emissionsquellen in die Berechnung des CO 2 -Fußabdrucks mit ein und erhöht damit die eigene Zielvorgabe. Um die Emissionssenkung voranzutreiben und damit zur Erreichung des Klimaziels beizutragen, wird die Hauptverwaltung der VR Smart Finanz Gruppe in Eschborn seit 2019 über Ökostrom aus erneuerbaren Energien versorgt. Ein subventioniertes Jobticket für die Belegschaft sowie die Möglichkeit, ein Dienstrad über JobRad zu leasen, unterstützen einen emissionsfreien Pendlerverkehr. Die VR Smart Finanz wurde 2023 als ÖKOPROFIT®-Betrieb rezertifiziert und ist damit weiterhin Mitglied im ÖKOPROFIT®-Klub der Stadt Frankfurt am Main. Darüber hinaus ist die VR Smart Finanz seit 2023 Mitglied im Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU). Gesellschaftliches EngagementDas gesellschaftliche Engagement der VR Smart Finanz wird in der Bürgerstiftung Vordertaunus gebündelt. Die Stiftung wurde 2013 gegründet und setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region Vordertaunus ein, unabhängig von Religion und kulturellem Hintergrund. Der Schwerpunkt liegt darauf, ein gutes Verständnis von wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenhängen zu fördern, um die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der jungen Menschen zu stärken. Seit 2023 fördert die Bürgerstiftung für Familien in der Region Vordertaunus Nachhilfeleistungen über die Initiative ubiMaster. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit Schulen aus der Region. Nichtfinanzielle ErklärungDie VR Smart Finanz ist in den nichtfinanziellen Konzernbericht der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen und damit von der Abgabe einer eigenen nichtfinanziellen Erklärung befreit. Der nichtfinanzielle Konzernbericht ist Bestandteil des Nachhaltigkeitsberichts der DZ BANK Gruppe und in deutscher Sprache auf der folgenden Internetseite abrufbar: www.dzbank.de/berichte. Anzahl der MitarbeiterDie VR Smart Finanz Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 432 Mitarbeiter (Vorjahr 460) - davon entfallen 309 auf die VR Smart Finanz (Vorjahr 330). In der untenstehenden Tabelle sind darüber hinaus weitere Personalkennzahlen der VR Smart Finanz zusammengestellt.
Die Ausbildungsquote erfasst Auszubildende, Studierende und Trainees. Anteil des unterrepräsentierten Geschlechts *Die VR Smart Finanz fördert in der gesamten Unternehmensgruppe das unterrepräsentierte Geschlecht in Führungspositionen. Die Zielgrößen für die VR Smart Finanz Gruppe zum 31.12.2023 sind fest definiert.
** Keine absolute Zahl festgelegt
Die Steuerung des Anteils des unterrepräsentierten Geschlechts für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands erfolgt auf Ebene der VR Smart Finanz Gruppe. Zum 01.03.2023 wurde die Einhaltung der Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht geprüft und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben. Hiernach wurden die Ziele auf allen Hierarchieebenen eingehalten. C. RisikoberichtC.1 Grundsätze des RisikomanagementsAls Anbieter einfacher, schneller und digitaler Finanzierungslösungen ist die VR Smart Finanz finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus der Entwicklung verschiedener Finanz- und Gütermärkte sowie aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ergeben. Die VR Smart Finanz ist grundsätzlich nur in Geschäftsfeldern tätig, in denen sie über eine entsprechende Expertise zur Beurteilung der spezifischen Risiken verfügt. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder, Märkte oder Produkte geht daher immer eine umfassende Analyse der geschäftsspezifischen Risiken im Rahmen eines zentral koordinierten Neuproduktprozesses voraus. Die aus der Geschäftsstrategie abgeleitete Gesamtrisikostrategie (inklusive Risk-Appetite Statement) bildet den Rahmen für den Umgang mit den Risiken und die Grundlage für ein einheitliches Verständnis der risikopolitischen Leitplanken. Die VR Smart Finanz geht dabei nur solche Risiken ein, die hiermit in Einklang stehen. Bei intransparenter Risikolage oder methodischen Zweifelsfällen wird dem Vorsichtsprinzip der Vorzug gegeben. Die Gesamtrisikostrategie wird auf Basis der operativen Planung definiert, um Risiko-, Kapital- und Ergebnisziele aufeinander abzustimmen. Das Risikomanagementsystem der VR Smart Finanz überwacht alle wesentlichen Risikoarten und wird kontinuierlich anhand der eigenen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten sowie in Übereinstimmung mit den Anforderungen der DZ BANK Gruppe und der VR Smart Finanz weiterentwickelt. In die Risikosteuerung sind alle Geschäftsfelder der VR Smart Finanz eingebunden. Für die wesentlichen Risiko- und Liquiditätskennziffern sind zu deren kontinuierlicher Überwachung Reporting-, Stresstest- und Eskalationsprozesse etabliert. Die Steuerung der Risiken und des Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis eines Rahmenwerks von Grundsätzen, Organisationsstrukturen sowie Risikomess- und Überwachungsprozessen, die aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet und an den Geschäftsaktivitäten ausgerichtet sind. Durch ihren Status als Finanzdienstleistungsinstitut sowie ihre Zugehörigkeit zur DZ BANK Gruppe unterliegt die VR Smart Finanz regulatorischen Anforderungen, die dem Proportionalitätsprinzip folgend unter Berücksichtigung des individuellen Risikopotenzials und der Geschäftspolitik umgesetzt werden. Die VR Smart Finanz ist in die Konzernrisikosteuerung der DZ BANK Gruppe eingebunden und in allen wesentlichen Steuerungsgremien vertreten. Die Gesamtrisikostrategie (inklusive Risk-Appetite-Statement) und die IT-Strategie werden vom Vorstand jährlich überprüft und genehmigt. C.2 Organisation des RisikomanagementsDie Kernaufgaben des Risikomanagements werden übergreifend durch den Vorstand des Unternehmens verantwortet und zur Gewährleistung der Ausübung und Kontrolle an Risiko-Committees delegiert. Die operativen Aufgaben wurden von der VR Smart Finanz auf die VR Smart Finanz Bank ausgelagert und werden dort - für die gesamte VR Smart Finanz Gruppe einheitlich - u. a. durch den Bereich "Risikomanagement/Finanzen" erbracht. Der Aufsichtsrat der VR Smart Finanz AG erhält die Gesamtrisikostrategie der VR Smart Finanz Gruppe, die auch die VR Smart Finanz Bank beinhaltet, zur Kenntnis. Darüber hinaus überwacht er die Vereinbarkeit des aktuellen Risiko- und Kapitalprofils mit den strategischen Vorgaben auf Basis des quartalsweise erstellten Risikoberichts. Der Risikoausschuss des Aufsichtsrates evaluiert die Risikosituation und berichtet die wesentlichen Erkenntnisse an den Gesamtaufsichtsrat. Der Vorstand verantwortet alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements. Dazu zählen insbesondere die umfassende Steuerung des Risikos und das Kapitalmanagement der VR Smart Finanz. Der Vorstand verabschiedet die aufeinander abgestimmte Geschäfts- und Risikostrategie und erhält regelmäßig Berichte über das Risiko- und Kapitalprofil der VR Smart Finanz. Die nachstehenden Gremien sind auf Ebene der VR Smart Finanz Gruppe von zentraler Bedeutung für das Risikomanagement. Zentrales Gremium der Risikosteuerung der VR Smart Finanz ist das VR Smart Finanz Risiko Committee (VRSF RC), das für die gesamte VR Smart Finanz Gruppe einheitlich die Risikoüberwachung übernimmt. Hier werden alle Themen in Verbindung mit der Risiko- und Kapitalsteuerung behandelt, Vorgaben und Ziele im Rahmen der Gesamtrisikostrategie formuliert sowie Maßnahmen zur Risikominderung festgelegt. Das VRSF RC initiiert Maßnahmen zur Risikosteuerung. Im Kredit Risiko Committee (KRC) sowie dem Kredit Committee werden risikorelevante Themen im Rahmen der Einzelkreditrisikosteuerung behandelt. Das KRC formuliert die Vorgaben für die Kreditprozesse und erörtert Themen der operativen Kreditrisikosteuerung auf Einzelengagement- und Portfolioebene. Zur Gesamtrisikostrategie, zu grundsätzlichen Themen der Einzelrisikosteuerung sowie zu durch das VRSF RC zu genehmigenden Änderungen interner Regelwerke werden Beschlussempfehlungen erarbeitet. Des Weiteren trifft das KRC-Einzelfallentscheidungen gemäß der Kompetenzordnung. Das zentrale Gremium für die Steuerung von operationellen Risiken ist das OpRisk Committee. Das OpRisk Committee erörtert operative Themen der Überwachung und Vermeidung operationeller Risiken, fasst Beschlüsse zu spezifischen Maßnahmen und genehmigt Risikoakzeptanzen, sofern diese nicht vom VRSF RC zu entscheiden sind. Das OpRisk Committee bewertet die aktuelle und zukünftige Risikosituation hinsichtlich der operationellen Risiken. Darüber hinaus werden Beschlussempfehlungen an den Vorstand bzw. das Risiko Committee gegeben. Die Steuerung und Überwachung der Liquiditäts- und Refinanzierungsstrategie für die VR Smart Finanz erfolgt im VR Smart Finanz Kapitalmarkt Committee (KMC). Es legt den Refinanzierungsplan fest und erarbeitet Vorschläge für die Überwachung, Limitierung und Steuerung von Marktpreis- und Liquiditätsrisiken. Das KMC unterstützt den Vorstand und das VRSF RC durch Beschlussvorschläge zum Kapitalmanagement und der Allokation der Limite für Marktpreis- und Liquiditätsrisiken. Die operative Risikosteuerung wird im Bereich "Risikomanagement/ Finanzen" wahrgenommen, der dem Vorstandsressort "Marktfolge" zugeordnet ist. Die Abteilung "Compliance &OpRisk" mit den Zuständigkeiten unter anderem für Geldwäsche, Compliance, Auslagerungsmanagement, Informationssicherheit, Datenschutz, BCM und OpRisk liegt im Bereich "Personal und Compliance". Zu den zentralen Aufgaben des Bereiches "Risikomanagement/ Finanzen" zählen unter anderem die Mitwirkung bei der Erstellung der Gesamtrisikostrategie, die Risikoidentifikation und -messung, die Ausgestaltung und Abbildung der Risikotragfähigkeit, die Ausgestaltung der Limitsysteme sowie das interne Risikoberichtswesen und das Meldewesen. Im Rahmen der Einzelrisikosteuerung der Adressausfallrisiken entwickelt der Bereich "Risikomanagement/Finanzen" die Richtlinien für die Kreditvergabe und legt die Kreditkompetenzen fest. Der Bereich verantwortet zudem die (Weiter-) Entwicklung von Scoringsystemen und Ratingverfahren unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen und der Standards der DZ BANK Gruppe. Darüber hinaus ist der Bereich auch für die Entwicklung und Pflege von Verlusthöhen- und Portfoliomodellen zuständig. Der dem Vorstandsressort "Marktfolge" zugeordnete Bereich "Kundenservice" erstellt bei Kreditentscheidungen das Votum entsprechend definierten Kreditkompetenzregelungen und überwacht fortlautend bestehende Leasing- und Mietkaufengagements mit einem Gesamtengagement über 500.000 €. Die Intensivbetreuung und die Bearbeitung von Problemfällen wird ab einem Gesamtengagement von 250.000 € durchgeführt. Die Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse im Rahmen des internen Kontrollsystems wird durch die Interne Revision wahrgenommen, die seit Mitte 2019 auf die DZ BANK ausgelagert wurde. Das im Zuge der Corona-Pandemie entwickelte und erfolgreich eingesetzte System zur detaillierten Branchensteuerung im automatisierten Kreditprozess wurde im Jahresverlauf 2022 auf die Anforderungen der Energiekrise übertragen. In 2023 wurden damit ausgewählte Bereiche der Baubranche strenger reglementiert. C.3 Risikostrategie und RisikotoleranzRisikostrategie und KapitalplanungsprozessDie VR Smart Finanz ist in den jährlich durchgeführten strategischen und operativen Planungsprozess der DZ BANK eingebunden. Die Vorgaben zum Umgang mit den finanziellen und nicht-finanziellen Risiken in der VR Smart Finanz werden in der Gesamtrisikostrategie definiert. Die Gesamtrisikostrategie wird jährlich aktualisiert und vom VRSF RC sowie dem Vorstand verabschiedet und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis vorgelegt. Die Gesamtrisikostrategie orientiert sich an den Vorgaben der Geschäftsstrategie und berücksichtigt die im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich identifizierten Risikoarten der VR Smart Finanz. Im Rahmen der Gesamtrisikostrategie werden Ziele und Maßnahmen zur Begrenzung der identifizierten Risiken definiert. Die Risikosteuerung berücksichtigt Risiko- und Ertragsvorgaben der DZ BANK. Im Rahmen eines Top-Down-Ansatzes wird das zur Risikodeckung zur Verfügung stehende Konzerneigenkapital der DZ BANK den einzelnen Steuerungseinheiten zugeordnet und bildet im Sinne eines Limits den Rahmen für die weitere Steuerung der VR Smart Finanz und ihrer Beteiligungen. Im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses legt die VR Smart Finanz unter Berücksichtigung ihrer individuellen Risikotragfähigkeit die Limite für die wesentlichen Risikoarten fest. Grundlage für die Ermittlung sind die erwarteten Entwicklungen der Forderungsvolumina im Bestand sowie im Neugeschäft. Die im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse von der VR Smart Finanz zugrunde gelegte Risikodeckungsmasse (Risikodeckungspotenzial i. S. d. MaRisk) wird gemäß der ökonomischen Perspektive und unter dem Gesichtspunkt des Gläubigerschutzes definiert. Die von der VR Smart Finanz quartalsweise ermittelte Risikodeckungsmasse setzt sich aus dem Eigenkapital, den latenten Ertragssteuerschulden und -ansprüchen, den Reserven und Lasten sowie dem Substanzwert ohne bilanzielles Eigenkapital zusammen. Diese Bestandteile werden auf Basis der Rechnungslegung nach IFRS ermittelt. RisikosteuerungsinstrumenteDie VR Smart Finanz führt vierteljährlich Stresstests durch. Die Durchführung der Stresstests erfolgt gemäß den DZ BANK Konzernvorgaben für die Stresstestmethoden und unter Berücksichtigung VRSF interner Geschäftsspezifika. In den Stressszenarien wird der prognostizierte GuV-wirksame Verlust der freien Risikodeckungsmasse gegenübergestellt, um die Risikotragfähigkeit im Stressfall zu überprüfen und ggf. Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die VR Smart Finanz analysiert und bewertet anhand geeigneter Konzentrationsdimensionen regelmäßig im Rahmen der jährlichen Risikoinventur Risikokonzentrationen (zum Beispiel Länder, Branchen) je Risikoart beziehungsweise Risikoarten übergreifend. Ferner werden auf Basis der quartalsweisen Einzelrisiko- und Portfolio-Betrachtung die Steuerungsimpulse abgeleitet. Hierbei analysiert die VR Smart Finanz je Risikoart und auf Gesamtrisikoebene ausgewählte Risikokennzahlen wie z.B. Risikokapitalbedarf und stellt diese transparent in den Quartalsrisikoberichten dar. Weiterhin ermittelt die VR Smart Finanz Frühwarnindikatoren und ergänzt damit die Aussagefähigkeit der Risikotragfähigkeitsanalyse. Die Indikatoren sind objektiv beobachtbare Messgrößen oder das Ergebnis qualitativer Expertenschätzungen, deren Veränderung im Zeitablauf Hinweise auf Bedrohungen gibt, die sich noch nicht im Bestandsportfolio niederschlagen. Damit liefern sie einen Input für szenariobasierte ergänzende Analysen und die Ableitung von Risikomanagementmaßnahmen. RisikotoleranzDas Risikoüberwachungssystem der VR Smart Finanz konzentrierte sich auch 2023 auf die wesentlichen Risikoarten: Kreditrisiko, operationelles Risiko, Beteiligungsrisiko, Marktpreisrisiko, Geschäftsrisiko, Reputationsrisiko, Langlebigkeitsrisiko aus Pensionsverpflichtungen sowie Liquiditätsrisiko. Die ICAAP-Risiken: Kreditrisiko, Marktpreisrisiko, Operationelles Risiko, Beteiligungsrisiko, Geschäftsrisiko und Langlebigkeitsrisiko aus Pensionsverpflichtungen werden kapitalisiert. Hingegen werden die ILAAP-Risiken mittels Minimalen Liquiditätsüberschusses gesteuert. In der VR Smart Finanz ist ein Limitsystem etabliert. Hierbei existieren für die VR Smart Finanz sowohl ein Gesamtrisiko-Limit als auch Limite für die wesentlichen Einzelrisikoarten. Das Gesamtrisiko-Limit wird im Rahmen des Strategieprozesses auf die als wesentlich definierten Risikoarten allokiert. Die Einhaltung dieser Limite wird im Quartalsrisikobericht für die VR Smart Finanz und im Bericht für die VR Smart Finanz Gruppe beziehungsweise in den Sitzungen des VRSF RC berichtet. In der nachfolgenden Grafik werden das Limit und der Risikokapitalbedarf (RKB) sämtlicher risikorelevanter Positionen, die kapitalisiert werden, zum 31.12.2023 sowie des Vorjahres nach Risikoarten dargestellt.
Abbildung 5: Limite und Risikokapitalbedarf Die Risikotragfähigkeit der VR Smart Finanz war im Jahr 2023 zu jeder Zeit gegeben. Zum Zwecke der risiko-/ ertragsorientierten Steuerung entwickelt das Risikocontrolling das System der wertorientierten Steuerung laufend weiter. Ziel der wertorientierten Steuerung ist es, die Risikotragfähigkeit sowie eine vorgegebene risikoadjustierte Performance zu gewährleisten. Nachfolgend werden die Risiken einzeln erläutert: KreditrisikoAufgrund des Geschäftsmodells der VR Smart Finanz ist das Kreditrisiko die dominierende Risikoart. Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aus Bonitätsgründen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko unterteilt sich dabei in folgende Risikoarten: Ausfallrisiko, Migrationsrisiko und Verwertungsrisiko. Die Steuerung der Kreditrisiken erfolgt sowohl auf Einzelgeschäftsbasis als auch auf Portfolioebene. Zur Steuerung der Kreditrisiken auf Ebene der einzelnen Kundenengagements setzt die VR Smart Finanz Scoringsysteme und Ratingverfahren ein. Die Scorings/Ratings werden auf Schuldnerebene erstellt. Die Steuerung der Risiken erfolgt dabei im Wesentlichen auf Ebene der Gruppe verbundener Kunden (GvK). Für Kreditengagements bis 500.000 € erfolgt in der Bonitätsprüfung der Einsatz automatisierter Scoringsysteme. Es handelt sich um vier Scorekarten für Freiberufler, Gewerbetreibende, Personen- und Kapitalgesellschaften. Für größere Obligen kommt das System bank21 mit den bisherigen VR-Ratings der ParcIT/Atruvia zum Einsatz. Seit Dezember 2023 wurden diese durch die neue Generation der VR-Rating-Verfahren Firmenkunden und Großunternehmen abgelöst, wie sie auch zukünftig von der DZ BANK AG verwendet werden. Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse werden unter anderem Informationen von Wirtschaftsauskunfteien (Verein Creditreform und Schufa B2B-Bonitätsindex), Bankauskünfte, eigene Zahlungserfahrungen sowie im Darlehens- und Individualgeschäft die Jahres- und Konzernabschlüsse herangezogen. Die folgende Grafik zeigt die Ratingverteilung des Portfolios der VR Smart Finanz mit Ratingklassen und Ausfallwahrscheinlichkeiten:
Abbildung 6: Ratingverteilung des Kreditvolumens Das Portfolio der VR Smart Finanz zeigt ein verstärktes Auftreten der Ratingklassen 1d-2a und 2b-2e. Zur Finanzierung nachhaltiger Objekte (u.a. Wasserstoffspeicher, Photovoltaik-Anlagen, Ladesäulen) wurde das Produkt VR Smart express um die Produktvariante VR Smart express Eco erweitert. Die neue Produktvariante wird seit Mitte Juli 2023 angeboten. Sie bietet neben den typischen Leistungsmerkmalen des VR Smart express zusätzlich die Möglichkeit, objektspezifisch längere Laufzeiten (bis 120 Monate) zu finanzieren. Das Marktumfeld im Jahr 2023 wurde geprägt durch die Auswirkungen des Ukrainekriegs, die resultierende Energiekrise, eine immer noch hohe Inflation sowie einen Anstieg des Zinsniveaus. In Branchenworkshops wurden die davon betroffenen Branchen identifiziert und ratingbasierte Einschränkungen des Entscheidungssystems auf Ebene der Subbranchen umgesetzt. Im Jahr 2023 ist eine Erweiterung um einzelne Subbranchen der Baubranche erfolgt. Die nachfolgende Grafik zeigt die Top 5 der Branchen gemäß Kreditvolumen per 31.12.2023.
Abbildung 7: Top 5 der Branchen gemäß Kreditvolumen per 31.12.2023 Die VR Smart Finanz ist Eigentümer der Leasing- und Mietkaufobjekte, die im Rahmen von Leasing- und Mietkauffinanzierungen dem Leasingnehmer zur Nutzung bereitgestellt werden. Vor diesem Hintergrund stellen die Leasing- und Mietkaufgegenstände eine Objektsicherheit dar, die im Rahmen der Risikosteuerung berücksichtigt wird. Im Rahmen der Risikokapitalsteuerung berechnet die VR Smart Finanz den benötigten ökonomischen Risikokapitalbedarf über den unerwarteten Verlust aus dem Portfolio. Hierfür wird ein auf Credit Risk+ basierendes Portfoliomodell verwendet. Neben dem unerwarteten Verlust (VaR, Zeithorizont 1 Jahr, Konfidenzintervall 99,9 %) als Ausdruck für das Portfoliorisiko berücksichtigt die VR Smart Finanz auch den erwarteten Verlust innerhalb ihres Risikosteuerungssystems. Der Risikokapitalbedarf für das Kreditrisiko der VR Smart Finanz AG zum 31.12.2023 beträgt 40,0 Mio. €, davon entfällt auf das klassische Ausfallrisiko 23,5 Mio. €, auf das Migrationsrisiko 5,5 Mio. €, auf das Verwertungsrisiko 8,8 Mio. € und auf den Kapitalpuffer 2,2 Mio. €. Der internen Kreditrisikosteuerung liegt der Barwert der Leasing- und Mietkaufforderungen zugrunde. Positiv entschiedene Anträge sowie außerbilanzielle Risikopositionen werden zu Nominalbeträgen, sonstige Risikoaktiva überwiegend zu Buchwerten berücksichtigt. BeteiligungsrisikoDie Gesellschaft versteht unter dem Beteiligungsrisiko das Risiko unerwarteter Verluste aus der Abnahme des Beteiligungsbuchwertes. Im Beteiligungsrisiko werden Risiken aus den Beteiligungen der VR Smart Finanz abgebildet, welche mit pauschaler Risikomessung erfasst werden. Beteiligungen, für die eine differenzierte Risikomessung erfolgt - d.h. die im Durchschauprinzip (also differenziert nach individuellen Risikoarten, z.B. VR Smart Finanz Bank GmbH) in die Betrachtung der Risikotragfähigkeit integriert sind - werden nicht in die Messung des Beteiligungsrisikos einbezogen. Zur Messung des Beteiligungsrisikos stellt die VR Smart Finanz auf das Verlustpotenzial der Beteiligung ab, welches durch das Modell der DZ BANK ermittelt wird. Bei voll konsolidierten Beteiligungen wird das Beteiligungsrisiko mit 8 % des IFRS-Beteiligungsbuchwertes berechnet. Infolge der Entkonsolidierung der VR Smart Guide GmbH in 2022 wurde das Beteiligungsrisiko wieder als wesentlich eingestuft. Der Risikokapitalbedarf für das Beteiligungsrisiko der VR Smart Finanz zum 31.12.2023 beträgt 7,4 Mio. €. Operationelles RisikoUnter operationellem Risiko wird das Risiko eines unerwarteten Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, unangemessene oder fehlerhafte Prozesse sowie unangemessenes oder fehlerhaftes Projektmanagement oder durch externe Ereignisse hervorgerufen wird. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind nicht enthalten. Operationelle Risiken gliedern sich in die Risikounterarten Compliance Risiko inklusive Conduct Risk, Rechtsrisiko, Informationsrisiko inklusive I(K)T-Risiko, Sicherheitsrisiko, Auslagerungsrisiko und Projektrisiko. Alle weiteren Subrisiken des operationellen Risikos, wie beispielsweise Personalrisiken, Risiken aus der Nichteinhaltung von Bilanzierungsvorschriften, werden in der Unterrisikoart "anderes OpRisk" zusammengefasst. In der Risikounterart I(K)T-Risiko haben die IT-Sicherheitsrisiken die größte Bedeutung. Der Chief Information Security Officer (CISO) ist im Bereich "Personal und Compliance" der VR Smart Finanz angesiedelt. Um den gestiegenen Anforderungen an die Informationssicherheit Rechnung zu tragen, wurden weitere Prozesse, Rollen, Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege etabliert. Zur transparenten Darstellung der IT-Risiken wurde ein zentrales Informations-Risikoinventar aufgebaut. Allen ermittelten Risiken werden die zur Reduzierung erforderlichen Maßnahmen zugeordnet und die Umsetzung überprüft. Die Geschäftsleitung wird im Rahmen des Quartalsrisikobericht über die jeweils aktuelle Risikolage informiert. Im Fokus der Compliance Risiken inklusive Conduct Risk steht die Weiterentwicklung der Betrugspräventionsmaßnahmen. Die VR Smart Finanz AG setzt zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Begrenzung von operationellen Risiken verschiedene nachfolgend dargestellte Instrumente ein. Die Ermittlung des ökonomischen Kapitalbedarfs zur Unterlegung operationeller Risiken erfolgt hierbei auf Basis des Standardansatzes gemäß CRR. Die Sammlung von Verlustdaten ermöglicht es, Verlustereignisse zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Die VR Smart Finanz AG erfasst Verlustdaten ab einer brutto Verlusthöhe von 1.000 € im Operational Risk Center (ORC-Tool). Um alle operationellen Risiken zu identifizieren, zu bewerten und eine größtmögliche Transparenz der Risikolage zu schaffen, beurteilen Experten aller Bereiche das operationelle Risiko im Rahmen eines jährlichen Risk Self Assessments (RSA). Das Risk Self Assessment gliedert sich in eine Risikopotenzialschätzung zur Identifikation der signifikanten Risiken und in Fragen zu spezifischen Einzelrisiken. Bestandteil des Risk Self Assessment sind die ESG-Risiken (Nachhaltigkeitsrisiken). Unter ESG-Risiken werden Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung verstanden, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation haben können. Als Ergänzung erlauben Risikoindikatoren frühzeitige Aussagen zu Trends in der Risikoentwicklung. Auf Basis vorgegebener Schwellenwerte werden Risiken mittels einer Ampelschaltung signalisiert. Zur fortlaufenden Sicherung des Kerngeschäfts im Krisenfall liegt ein Notfallkonzept vor. Es existieren ein Alarmierungsleitfaden und ein Notfallhandbuch, die auch eine im Krisenfall vorgesehene Notfallorganisation inklusive Dienstleister-, Personal-, Gebäude- und Kommunikationsstrategie beinhalten. Ein weiterer Bestandteil des Maßnahmenmanagements zur Reduzierung des operationellen Risikos ist die Überwachung der Outsourcing-Aktivitäten durch das zentrale Auslagerungsmanagement (zAM). Die Risikokapitalanforderung für das operationelle Risiko setzt sich aus dem Business Indicator Component (BIC) und dem Internal Loss Multiplier (ILM) zusammen. Für die Ermittlung des BIC werden die Werte aus der FinRep-Meldung der VR Smart Finanz Bank GmbH sowie der VR Smart Finanz Gruppe gezogen. Grundlage für die Ermittlung des ILM ist die Basisdatei der Verlustereignisse des Berichtswesens OpRisk (2014 bis 2023). Der Risikokapitalbedarf für das OpRisk der VR Smart Finanz AG zum 31.12.2023 beträgt 20,3 Mio. € * MarktpreisrisikoVom Marktpreisrisiko ist für die VR Smart Finanz lediglich das Zinsänderungsrisiko relevant. Zinsrisiken beinhalten die Gefahr, dass allgemeine Marktzinsänderungen zu Wertminderungen auf zinstragende Positionen beziehungsweise zu einem Rückgang der Zinsmarge führen. Beispielsweise kann eine nicht fristenkongruente Refinanzierung zu einem erhöhten Zinsrisiko führen. Auch die aus den Zusagen zu Pensionen resultierenden Cash-Flows verursachen Zinsänderungsrisiken. Das Zinsänderungsrisiko wird über das stochastische Modell der DZ BANK ermittelt. Die Grundlage dazu bilden die zukünftigen Cash-Flows aus aktivischen und passivischen Geschäftsvorfällen. Die Refinanzierung der Engagements der VR Smart Finanz erfolgte im Jahr 2023 durch die Aufnahme von Schuldscheindarlehen bei der DZ BANK, sowie der Nutzung freier Liquiditätspositionen, grundsätzlich mit dem in der Risikostrategie festgelegten Ziel, das Portfolio fristenkongruent zu refinanzieren und weitestgehend auf Zinsrisiken zu verzichten. Der Risikokapitalbedarf für das Marktpreisrisiko der VR Smart Finanz zum 31.12.2023 beträgt 21,4 Mio. €. GeschäftsrisikoDas Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko einer unerwarteten Ergebnisentwicklung, die nicht durch andere Risikoarten abgedeckt ist. Insbesondere umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z.B. Wirtschafts- und Produktumfeld, Kundenverhalten, Wettbewerbssituation) und/oder aufgrund einer nicht angemessenen strategischen Positionierung Verlusten nicht begegnet werden kann. Die Quantifizierung des Geschäftsrisikos erfolgt durch das zentrale Modell der DZ BANK auf Basis eines Earnings-at-Risk-Modells. Die Berechnung erfolgt auf Basis historisch beobachteter Plan- und Ist-Erträge und -Kosten sowie ausgewählter Planergebnisse im Risikohorizont. Grundlage für die Planergebnisse ist i.d.R. die operative Planung. Der Risikokapitalbedarf für das Geschäftsrisiko der VR Smart Finanz zum 31.12.2023 beträgt 39,9 Mio. €. ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko beschreibt das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die VR Smart Finanz AG oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Anteilseignern, in der Belegschaft, auf dem Arbeitsmarkt, in der Öffentlichkeit und bei der Aufsicht beschädigen. Reputationsrisiken werden in der VR Smart Finanz AG quantitativ als Teil des Geschäftsrisikos behandelt. Langlebigkeitsrisiko aus PensionsverpflichtungenLanglebigkeitsrisiken können sich aufgrund veränderter Lebenserwartung der Begünstigten aus den Pensionszusagen ergeben. Die VR Smart Finanz berücksichtigt das Langlebigkeitsrisiko aus Pensionsverpflichtungen in der Risikotragfähigkeitsrechnung und verwendet zur Risikomessung einen pauschalierten Messansatz. Das Langlebigkeitsrisiko wird seit 2019 als Pufferkapitalbedarf (Zentraler Kapitalpuffer) geführt. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko wird als Risiko der Zahlungsunfähigkeit verstanden. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos und zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat die VR Smart Finanz ein zentrales Cash Management für die Gruppe eingerichtet. Die VR Smart Finanz finanziert sich über die DZ BANK. Dabei ist die VR Smart Finanz in die konzernweite Refinanzierungsstrategie der DZ BANK eingebunden und jederzeit mit ausreichenden Refinanzierungsmöglichkeiten ausgestattet. Nachfolgende Grafik zeigt den Aktiv-/ Passivüberhang der zukünftigen Zahlungsströme der VR Smart Finanz zum Stichtag 31. Dezember 2023 (in Mio. €):
Abbildung 8: Aktiv-/ Passivüberhang der zukünftigen Zahlungsströme der VR Smart Finanz zum Stichtag 31. Dezember 2023 Ab dem Jahr 2024 ergeben sich Aktivüberhänge aufgrund der Refinanzierungsstruktur, erst im Jahr 2027 übersteigt der Betrag der Rückzahlungen die ausstehenden Inflows. NachhaltigkeitsrisikoNachhaltigkeitsrisiken können grundsätzlich aufgrund jeder Geschäftstätigkeit der VR Smart Finanz Gruppe auftreten. Dabei werden Nachhaltigkeitsrisiken im Sinne von Umwelt-, sozialen oder Governance-Risiken als Treiber bestehender finanzieller und nichtfinanzieller Risikoarten verstanden. Diese Risikotreiber können über die bestehenden Risikoarten die Kapital-/Ertrags- und Liquiditätslage negativ beeinflussen. Dabei können sich Nachhaltigkeitsrisiken sowohl unmittelbar auf die VR Smart Finanz als auch mittelbar über sämtliche Geschäftsbeziehungen auswirken. Nachhaltigkeitsrisiken werden grundsätzlich im Zuge der bestehenden Regelprozesse gesteuert und implizit kapitalisiert. Darüber hinaus werden Nachhaltigkeitsrisiken kontinuierlich weiter in die bestehenden Geschäftsprozesse integriert. Ausgewählte Nachhaltigkeitsrisiken werden auf Basis von Ausschlusslisten für fest definierte Branchen und Geschäftsaktivitäten ausgeschlossen. C.4 ZusammenfassungDie VR Smart Finanz war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit risikotragfähig. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum zu jeder Zeit sichergestellt. D. Prognose- und ChancenberichtD.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für 2024Für das Geschäftsjahr 2024 werden infolge eines allmählich nachlassenden Preisdrucks durch Rohstoff- und Energiepreise geringere Inflationsraten als noch im Vorjahr erwartet. Diese Entwicklung sollte der EZB im Laufe des Jahres Spielraum für die Senkung des Leitzinses eröffnen. Nach einer spürbaren Eintrübung der Stimmung und Stagnation der deutschen Wirtschaft in 2023 wird für 2024 wieder eine wirtschaftliche Erholung prognostiziert, wenngleich diese auf niedrigem Niveau erfolgen soll. 17 Auf Gesamtjahressicht 2024 wird von einem Anstieg des nationalen BIPs um 1,0% ausgegangen. Neben der nachlassenden Inflation werden Wachstumsimpulse durch eine Zunahme des privaten Konsums und eine graduelle Senkung der Leitzinsen erwartet. 18 Gemäß Erwartungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sowie Umfragen der VR Smart Finanz in Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Hochschule planen die Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin zu investieren. Insbesondere im Kontext Nachhaltigkeit und Digitalisierung plant ein signifikanter Anteil der Unternehmen Investitionen. Zudem haben eine Mehrheit der Kleinunternehmen Investitionen in den Krisenjahren 20202023 verschoben oder komplett ausgesetzt, sodass Potenziale für Nachholinvestitionen abgeleitet werden können. Gleichzeitig geben bei der Befragung der Steinbeis-Hochschule rund 44% der Kleinunternehmen und damit fast dreimal so viele wie im Jahr 2019 an, unter Liquiditätsengpässen zu leiden. 19 Trotz des zunehmenden Finanzierungs- und Liquiditätsbedarfs geht die KfW von einer anhaltend straffen Kreditvergabepolitik der Banken aus. 20 Die Wachstumsrate der Firmenkreditbestände wird im Jahresvergleich gemäß Prognosen des BVR in der Spanne von 4-6% liegen. 21 Aufgrund des weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeldes, des nur moderaten BIP-Wachstums und der nach wie vor hohen Produktionskosten wird auch im kommenden Jahr mit einem weiteren Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gerechnet. 22
17 ifo Konjunkturprognose 4.September 2023.
18 Makroökonomische Annahmen der Operativen
Planung 2024
19 IW Köln 16.12.2022, Steinbeis Studie
"Stimmungsbarometer Kleinunternehmen Herbst 2023" S.16
20 Kfw-Kreditmarktausblick: August 2023
22 IW-Trends 4/2023, November 2023
D.2 Ausblick und Erwartungen für 2024Die VR Smart Finanz verfolgt auch im Geschäftsjahr 2024 einen subsidiären Ansatz, mit dem Ziel, die Genossenschaftsbanken als strategischer Partner im Firmenkundengeschäft bestmöglich zu unterstützen sowie den Bedarf ihrer gewerblichen Kunden nach digitalen sowie schnell und einfach verfügbaren Lösungen zu decken. Der Fokus der VR Smart Finanz liegt dabei auf einer gemeinsamen Marktbearbeitung mit den Genossenschaftsbanken mit dem Ziel, vorhandene Wachstums- und Ertragspotenziale im Segment der Geschäfts- und Gewerbekunden sowie im Mittelstand zu erschließen. Mit der beginnenden Normalisierung des wirtschaftlichen Umfelds und der Rückkehr der deutschen Wirtschaft auf den Wachstumspfad plant die VR Smart Finanz, ihr Finanzierungsgeschäft wie bereits im Geschäftsjahr 2023 auch im Geschäftsjahr 2024 deutlich zu steigern. Aufgrund der gestiegenen Objektpreise und dem anhaltend hohen strukturellen Investitionsbedarf, besonders in Energieeffizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen sowie zu erwartenden Nachholeffekten, wird ein weiterer Anstieg der Nachfrage nach Objektfinanzierungen erwartet. Auf die zunehmende Wettbewerbsintensität will die VR Smart Finanz mit einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken sowie weiteren Vertriebspartnern, wie beispielsweise Online-Finanzierungsplattformen, reagieren. Zudem werden die Aktivitäten im Kontext Nachhaltigkeit weiter ausgebaut werden. Weitere vertriebliche Potenziale können durch den Ausbau der Omnikanalfähigkeit und die sukzessive Integration der Lösungen und digitalen Services in die Omnikanalplattform der genossenschaftlichen FinanzGruppe erschlossen werden. Außerdem wird der Ausbau datengetriebener Analysen und digitaler Kundenansprachen die Marktbearbeitung der Genossenschaftsbanken im Zielsegment weiter stärken. Die digitalen Services VR Smart Guide und Bonitätsmanager sollen anhand von Kundenfeedback konsequent weiterentwickelt und Vermarktung sowie Marktdurchdringung gestärkt werden. Letzteres soll durch Anbindung weiterer Banken und gezielte Nutzung strategischer Kooperationen erreicht werden. Zur Sicherung einer modernen IT-Infrastruktur wird die VR Smart Finanz die Einführung von SAP 4/Hana fortsetzen. Daneben wird eine weitere Automatisierung der Vertragsbearbeitung zur Steigerung der Effizienz und damit Stabilisierung der Kosten beitragen. Mittels eines proaktiven, datengestützten Risikomanagements werden Risiken vor dem Hintergrund der sich wieder abzeichnenden höheren Insolvenzquote aktiv gesteuert. Durch den Ausbau der Maßnahmen zur Betrugsprävention wird zudem steigenden Risiken in dem digitalen Umfeld entgegengewirkt. Die geplanten Initiativen zur Steigerung des Neugeschäftswachstums und die Forcierung der Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken und weiteren Partnern lassen in Zusammenhang mit dem steigenden Liquiditäts- und Finanzierungsbedarf der Mittelstandskunden eine kräftige Steigerung des Zinsüberschusses erwarten. Im Geschäftsjahr 2024 wird im Einklang mit dem geplanten starken Wachstum im Bestands- und Neugeschäftsvolumen ebenfalls ein starker Anstieg der Risikovorsorge erwartet. Bei gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 deutlich ansteigenden Verwaltungsaufwendungen und stark steigenden Erträgen ergibt sich eine spürbare Verbesserung der Aufwand-Ertrags-Relation. Die beschriebenen Entwicklungen führen voraussichtlich zu einem stark verbesserten handelsrechtlichen Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2024. D.3 Entwicklung der finanziellen LeistungsindikatorenDie Erwartungen zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren (Top-Steuerungskennzahlen der VR Smart Finanz Gruppe nach IFRS) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Eschborn, den 16. Februar 2024 VR Smart Finanz AG Dr. Markus Klintworth Kerstin Frauke Scholz Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für 2023Allgemeine AngabenDie VR Smart Finanz AG mit Sitz in Eschborn ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main unter HRB 45655 eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 62,0 Mio. € und ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin der VR Smart Finanz AG ist die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ BANK), Frankfurt am Main. Die VR Smart Finanz AG ist aufgrund des gewerbsmäßigen Betreibens des Finanzierungsleasings ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a Nr. 10 Kreditwesengesetz. Somit unterliegt die VR Smart Finanz AG der laufenden Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Der Jahresabschluss der VR Smart Finanz AG zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 340a ff. i.V.m. den §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Zudem fanden die einschlägigen Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) sowie des Aktiengesetzes Anwendung. Die VR Smart Finanz AG betreibt hauptsächlich das Leasing- und Mietkaufgeschäft. Darüber hinaus fungiert die VR Smart Finanz AG als Muttergesellschaft für die in der VR Smart Finanz Gruppe zusammengefassten Beteiligungen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden analog dem Vorjahr angewendet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind gemäß § 340e Abs. 1 S. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 4f HGB i.V.m. § 14f RechKredV zu fortgeführten Anschaffungskosten mit dem Nennwert bzw. im Falle von Mietkaufverträgen mit dem Barwert zu Vertragsbeginn abzüglich Tilgungsleistungen zuzüglich Zinsen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Der Bilanzierung einer Mietkaufforderung liegt der Zinssatz zugrunde, bei dem zu Beginn des Vertragsverhältnisses die Summe der Barwerte der Mietkaufzahlungen den Anschaffungskosten des Mietkaufgegenstandes entspricht. Die Vorsorge für Risiken umfasst Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (EWB; PWB) auf bilanzierte Forderungen an Kunden unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten und zukünftiger Verwertungen sowie die branchenübliche Bildung von Rückstellungen für latente Bonitätsrisiken der in den Folgejahren fälligen Forderungen. Sofern die Forderungen regresslos verkauft sind, erfolgt keine Wertberichtigung oder Rückstellungsbildung. Zur Berechnung der PWB sowie der Rückstellungen für latente Bonitätsrisiken wird die IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten (IDW RS BFA 7) angewendet. IDW RS BFA 7 Tz. 26 ermöglicht zur Ermittlung der PWB nach HGB eine Übernahme der IFRS 9 Risikovorsorge für HGB-relevante Geschäfte auf Basis des sachlichen Anwendungsbereichs und der relevanten Bemessungsgrundlage. Auch die Berechnung von Bonitätsrückstellungen erfolgt für die Rechnungslegung nach HGB auf Grundlage der Regelungen des IFRS 9 zur Risikovorsorgeermittlung. Die Risikovorsorge wird für nicht einzelfallwertberichtigte Risiken in Höhe des erwarteten Verlusts für einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten gebildet. Falls sich das Kreditausfallrisiko seit Vertragsbeginn signifikant erhöht hat, wird die Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Verlusts während der Restlaufzeit des Vertrages mit dem Kunden gebildet. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden getätigt, wenn nach Eintritt eines der folgenden Ereignisse sowie weiterer beobachtbarer Kriterien wahrscheinlich ist, dass nicht alle zu leistenden Zahlungsverpflichtungen vertragsmäßig erfüllt werden können und ein akutes Ausfallrisiko besteht:
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und im Rahmen des gemilderten Niederstwertprinzips gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 5f HGB vermindert. Für die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Die Zugänge im Leasingvermögen im Bereich der materiellen Gegenstände werden ab dem Geschäftsjahr 2009 linear (pro rata temporis) über die Vertragslaufzeit auf den erwarteten Restwert am Vertragslaufzeitende abgeschrieben. Bis zum Geschäftsjahr 2008 wurden bei der Ermittlung der Abschreibungen keine Restwerte berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2008 wurden die Zugänge linear (pro rata temporis) über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die steuerlich zulässigen Höchstsätze der Abschreibungen betrugen in den Jahren 2007 und 2008 25 Prozent. Unter Berücksichtigung steuerlicher Aspekte wurde für das Zugangsjahr 2007 der Wechsel zur linearen Abschreibung bereits zum 01.01.2008 vorgenommen. Aus dem zuvor beschriebenen Vorgehen resultierende Bewertungsunterschiede werden in Form einer Rückstellung für Restwertrisiken abgebildet. Geleistete Anzahlungen auf das Leasingvermögen sind zum Nennbetrag bilanziert. Die im Leasingvermögen ausgewiesenen Leasinggegenstände aus Softwareleasingverträgen werden linear (pro rata temporis) über die Vertragslaufzeit auf einen vorsichtig ermittelten Restwert abgeschrieben. Sofern die künftigen Forderungen nicht regresslos verkauft sind, erfolgen für Zwecke der Risikovorsorge bei Bonitätsschäden auf die Leasinggegenstände außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB ausgewiesen. Bei zeitlich begrenzter Nutzung werden immaterielle Anlagewerte planmäßig linear über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen eigengenutzten anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear (pro rata temporis) über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu 250,00 € (bis einschließlich 2017: 150,00 €) unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über 250,00 € werden seit 2018 (bis einschließlich 2017: 150,00 €) über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4f HGB zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Auszahlungen ausgewiesen, die zwar vor dem Abschlussstichtag entstanden sind, dabei jedoch Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB passiviert. Die in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellten Forderungsverkaufserlöse (Auszahlungsbetrag) aus der Forfaitierung von Leasingforderungen werden linear über die Laufzeit der einzelnen Leasingverträge aufgelöst. Erlöse aus dem Verkauf von Verträgen mit Andienungsrechten werden ebenfalls abgegrenzt; offene Restwerte werden über die Laufzeit aufgezinst und am Ende der Laufzeit aufgelöst. Außerdem sind Mietvorauszahlungen der Leasingnehmer sowie erhaltene Agien Bestandteil der passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Die Mietvorauszahlungen werden linear über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverträge aufgelöst, während die Auflösung der Bestandteile für erhaltene Agien über die Laufzeit der Darlehen entsprechend den Tilgungen erfolgt. Verkaufte Mietkaufforderungen werden aufgrund der Refinanzierungsmodalitäten ausgebucht und die Zinsmarge des Forderungsverkaufes in den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften erfasst. Künftige Abwicklungskosten werden bei diesen Mietkaufverträgen entsprechend zurückgestellt. Den Forderungsverkäufen steht eine Nutzungsüberlassungsverpflichtung an die Leasingnehmer gegenüber. Die in den Rückstellungen enthaltenen Steuerrückstellungen werden nach den Vorschriften des Handels- und Steuerrechts gebildet und zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie andere Rückstellungen werden nach den handelsrechtlichen Vorgaben in Höhe des Erfüllungsbetrages bilanziert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen der Deutschen Bundesbank abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Zur Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze 2023 je nach Restlaufzeit 0,99 Prozent bis 1,82 Prozent. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen für Restbuchwertrisiken werden in Höhe der Differenz zwischen den vorsichtig kalkulierten Restbuchwerten und den bilanziellen Restbuchwerten des Leasingvermögens gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze. In die Kalkulation fließt die Lebenserwartung über die HEUBECK-Richttafeln 2018 G ein. Bei der versicherungsmathematischen Berechnung wird neben einer altersabhängigen Fluktuationsquote von 0,51 Prozent (Vorjahr: 0,58 Prozent) eine Lohn- und Gehaltssteigerungsrate von 2,30 Prozent p.a. (Vorjahr: 2,30 Prozent p.a.) sowie eine Rentensteigerungsrate von 2,30 Prozent p.a. (Vorjahr: 2,30 Prozent p.a.) berücksichtigt. Zur Vorwegnahme künftiger Rentenanpassungen aufgrund der erhöhten Inflation wurde 2023 für laufende Leistungen ein pauschaler Aufschlagsfaktor in Höhe von 4,0 Prozent eingerechnet. Gemäß § 253 Abs. 2 S. 1f HGB werden die Pensionsrückstellungen pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Diskontierungszins für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 1,82 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,78 Prozent p.a.). Für einige Pensionen wurden Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) abgeschlossen. Das Vermögen aus der Rückdeckungsversicherung wird mit dem Buchwert der korrespondierenden Pensionsrückstellung angesetzt. Bei dem Buchwert der Pensionen werden nur jene Verpflichtungen berücksichtigt, die durch die Rückdeckungsversicherung gedeckt sind. Der Anspruch aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) wurde mit der Pensionsrückstellung verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 0,4 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €). Im Fonds für allgemeine Bankrisiken werden gemäß § 340g HGB institutsspezifische Risiken berücksichtigt, soweit dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden gemäß § 340h i.V.m. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der GuV-Wirksamkeit umgerechnet. Von den Saldierungsmöglichkeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 340f Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht. Erläuterungen zu den einzelnen Posten des JahresabschlussesIn den Forderungen an Kreditinstitute sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 127,4 Mio. € (Vorjahr: 159,1 Mio. €) enthalten. Davon entfallen 121,1 Mio. € (Vorjahr: 158,7 Mio. €) auf die alleinige Gesellschafterin. Die Forderungen an Kreditinstitute sind unverbrieft und wie im Vorjahr innerhalb von 3 Monaten fällig. Unter den Forderungen an Kunden werden im Wesentlichen Forderungen aus Mietkaufverträgen in Höhe von 1.340,7 Mio. € (Vorjahr: 1.207,0 Mio. €), Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von 17,3 Mio. € (Vorjahr: 19,9 Mio. €), Forderungen aus einem Darlehen gegen die FKS-NAVIGIUM GmbH, Eschborn, in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €), Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) sowie debitorische Kreditoren von 0,3 Mio. € (Vorjahr: <0,1 Mio. €) ausgewiesen. Nachfolgender Tabelle sind die Fristigkeiten der Forderungen an Kunden zu entnehmen:
Die Anteile an verbundenen Unternehmen betragen 313,7 Mio. € (Vorjahr: 313,7 Mio. €) und entfallen primär auf die Beteiligungen an der VR Smart Finanz Bank GmbH und der VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH. Die Beteiligungen an der TRUUCO GmbH (1,3 Mio. €) sowie an der amberra GmbH (<0,1 Mio. €) wurden im Berichtsjahr an die VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH veräußert. Liste des Anteilsbesitzes der VR Smart Finanz AG zum 31.12.2023
1) Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag.
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus der folgenden Übersicht: Anlagespiegel VR Smart Finanz AG 31.12.2023
Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Vorräte in Höhe von 57,6 Mio. € (Vorjahr: 68,5 Mio. €) ausgewiesen. Die Vorräte betreffen Objekte für noch nicht in Miete gesetzte Verträge. Soweit die Rechnungen für diese Vorräte noch nicht gezahlt sind, bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht überwiegend aus der Abgrenzung von Kosten für Lizenzen, Wartung und Versicherung. Die Abgrenzung wird gemäß den vertraglichen Gegebenheiten aufgelöst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unverbrieft. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen 1.716,4 Mio. € (Vorjahr: 1.657,6 Mio. €) gegenüber verbundenen Unternehmen. Davon entfallen 1.715,8 Mio. € (Vorjahr: 1.656,1 Mio. €) auf die alleinige Gesellschafterin.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 86,4 Mio. € (Vorjahr: 92,1 Mio. €), kreditorischen Debitoren in Höhe von 3,9 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €), erhaltenen Mietvorauszahlungen für Mietkaufverträge in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von 3,3 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €), bei welchen die üblichen Eigentumsvorbehalte bestehen, zusammen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten vorwiegend Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt für Lohnsteuer einschließlich Kirchensteuer in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €), Kautionsverbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung in Höhe von <0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme der Kautionsverbindlichkeiten, die eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren aufweisen, wie im Vorjahr innerhalb von 3 Monaten fällig Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden abgegrenzte Erlöse aus Verkäufen von Leasingforderungen und Andienungsrechten sowie offenen Restwerten in Höhe von 3,0 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €), im Voraus gezahlte Mieten in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) sowie Agien aus aufgenommenen Darlehen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) ausgewiesen. Die den Forderungsverkäufen zugrundeliegenden Leasingobjekte mit einem Buchwert in Höhe von 3,0 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) wurden sicherungsübereignet. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 5,3 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €) wurden primär für erwartete Nachzahlungen aus der Umsatzsteuer gebildet. Die anderen Rückstellungen beinhalten insbesondere Vorsorgen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von 4,1 Mio. € (Vorjahr: 5,5 Mio. €), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) und Vorsorgen aus Personalverpflichtungen in Höhe von 13,0 Mio. € (Vorjahr: 19,4 Mio. €). In den Vorsorgen aus Personalverpflichtungen sind Rückstellungen für individuell vereinbarte Ansprüche aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen enthalten. Die Vorsorgen aus dem Leasinggeschäft umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für latente Bonitäts- und Ausfallrisiken in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €) und Rückstellungen für Restbuchwertrisiken in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). In den Fonds für allgemeine Bankrisiken wurden im Berichtsjahr 3,3 Mio. € eingestellt. Das im Eigenkapital ausgewiesene Grundkapital beträgt 62,0 Mio. €. Es ist in 11.872.340 vinkulierte Namensaktien mit gleichen Rechten aufgeteilt, sodass auf jede Aktie ein rechnerischer Wert von 5,22 € entfällt. Die 137,0 Mio. € (Vorjahr: 174,5 Mio. €) umfassende Position der Leasingerträge beinhaltet im Kern die laufenden Leasingraten in Höhe von 98,3 Mio. € (Vorjahr: 119,6 Mio. €), Verwertungserlöse in Höhe von 28,0 Mio. € (Vorjahr: 38,7 Mio. €), Erlöse aus Versicherungen in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) sowie Auflösungen des passiven Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von 3,7 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €). Unter den Leasingaufwendungen in Höhe von 34,2 Mio. € (Vorjahr: 46,2 Mio. €) werden die Restbuchwerte der abgegangenen Leasingobjekte in Höhe von 27,1 Mio. € (Vorjahr: 39,0 Mio. €) sowie bezogene Fremdleistungen in Höhe von 7,0 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €) ausgewiesen. Von den Zinserträgen in Höhe von 61,3 Mio. € (Vorjahr: 44,1 Mio. €) entfallen im Wesentlichen 55,8 Mio. € (Vorjahr: 42,4 Mio. €) auf das Mietkaufgeschäft, 5,2 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) auf Zinserträge aus Bankguthaben sowie 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) auf Zinserträge aus Finanzanlagen. Die Zinserträge wurden ausschließlich im Inland erwirtschaftet. Die Zinsaufwendungen betragen 27,2 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €) und resultieren hauptsächlich aus der Refinanzierung des Leasing- und Mietkaufgeschäftes (27,8 Mio. €; Vorjahr: 6,5 Mio. €). Die Zinsaufwendungen wurden im Berichtsjahr mit negativen Soll-Zinsen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) verrechnet. Die laufenden Erträge aus Beteiligungen (2,1 Mio. €) resultieren aus Gewinnen der VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH sowie Dividendenzahlungen verschiedener Beteiligungen. Im Vorjahr hatte primär eine Gewinnausschüttung der VR-IMMOBILIEN-LEASING GmbH zu einem Beteiligungsertrag in Höhe von 0,8 Mio. € geführt. Die Erträge wurden ausschließlich im Inland erwirtschaftet. Die Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen (4,7 Mio. €; Vorjahr: 2,0 Mio. €) beinhalten die Gewinnabführung der VR Smart Finanz Bank GmbH auf Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages. Die Provisionserträge in Höhe von 6,3 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) beinhalten Bereitstellungsprovisionen für Leasing- und Mietkaufverträge sowie Provisionen aus der Vermittlung von Ratenschutzpolicen. In der 15,9 Mio. € (Vorjahr: 14,9 Mio. €) umfassenden Position der Provisionsaufwendungen werden primär die Zahlungen für die Vermittlung und Betreuung von Leasing- und Mietkaufverträgen ausgewiesen. Die Zahlungen erfolgen größtenteils an die Genossenschaftsbanken. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 22,9 Mio. € (Vorjahr: 27,0 Mio. €) sind im Berichtsjahr vorwiegend Erträge aus Geschäftsbesorgungsverträgen in Höhe von 17,2 Mio. € (Vorjahr: 18,8 Mio. €) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) enthalten. Darüber hinaus sind Gewinnbeteiligungen der R+V Versicherung in Höhe von 0,4 Mio. € aus der Vermittlung von Versicherungen in den Vorjahren sowie eine Erstattung aus der Umsatzsteuererklärung für das Kalenderjahr 2021 in Höhe von 1,3 Mio. € Teil der sonstigen betrieblichen Erträge. Die in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesenen anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 30,3 Mio. € (Vorjahr: 32,5 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Kosten für IT-Projekte und Beratung, Kosten für den Betrieb der IT-Infrastruktur, Instandhaltungskosten und Raummieten. In den anderen Verwaltungskosten sind Aufwendungen für nicht abzugsfähige Vorsteuer aus Vorjahren in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) enthalten. In den Abschreibungen und Wertberichtigungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Leasinggegenstände in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) enthalten. Zentrale Bestandteile der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (3,1 Mio. €; Vorjahr: 5,3 Mio. €) sind Auskunftskosten in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in einem Umfang von 0,3 Mio. €. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beinhalten die Veränderungen der Rückstellung für Bonitätsrisiken aus dem Leasinggeschäft sowie der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich hier ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €). Sonstige AngabenVermögensgegenstände oder Schulden, die auf Fremdwährung lauten, bestanden im Berichtjahr wie im Vorjahr nicht. Es bestehen Eventualverbindlichkeiten in Form von Zahlungsgarantien, die sich insgesamt auf 66,3 Mio. € (Vorjahr: 66,3 Mio. €) belaufen. Die Garantien resultieren vollständig aus der Veräußerung von ausländischen Beteiligungen und dienen der Absicherung der Refinanzierungsquellen der ehemaligen Beteiligungsgesellschaften. Derzeit ist aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs der veräußerten Beteiligungen kein Risiko einer Inanspruchnahme der ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten erkennbar. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 26,8 Mio. € (Vorjahr: 30,2 Mio. €) und resultieren aus dem Mietvertrag für das Gebäude in Eschborn, wobei im Jahr 2024 3,7 Mio. € zu zahlen sind. Der Vertrag hat eine Restlaufzeit von 7 Jahren und 3 Monaten. Die unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 25,5 Mio. € (Vorjahr: 30,0 Mio. €) beinhalten noch nicht bilanzierte Leasing- und Mietkaufverträge, für die Kunden bereits eine Finanzierungszusage erhalten haben. Im Berichtsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Das Honorar einschließlich Auslagen für den Abschlussprüfer ist in den Angaben des Konzernabschlusses der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, berücksichtigt. Es betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Die VR Smart Finanz AG beschäftigte 2023 im Durchschnitt 309 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 329) - davon waren 131 weiblich und 178 männlich (Vorjahr: 148 Mitarbeiterinnen und 181 Mitarbeiter). Vorstandsmitglieder waren im Jahr 2023: Dr. Markus Klintworth (Vorsitzender), Bad Soden, Ressort Markt; Kerstin Frauke Scholz, Frankfurt am Main, Ressort Marktfolge Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich 2023 auf 1,0 Mio. €. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden Gesamtbezüge in Höhe von 1,1 Mio. € geleistet. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen bestehen für aktive und frühere Organmitglieder Rückstellungen mit einem Betrag von 20,9 Mio. € (Vorjahr: 21,0 Mio. €). Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Personen an:
*) Mitglied der Arbeitnehmervertretung
Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrates belief sich im Jahr 2023 auf 0,1 Mio. €. Im Jahr 2023 wurden vom Vorstand und den Mitarbeitern der VR Smart Finanz AG folgende Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von Kapitalgesellschaften wahrgenommen:
NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, mit wesentlicher finanzieller Auswirkung, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Die VR Smart Finanz AG ist Teil der DZ BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen, das am 27.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Das Gesetz tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit des Konzerns von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen. Die VR Smart Finanz AG ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich unwesentliches Ertragsteuerrisiko aus der globalen Mindestbesteuerung. Die VR Smart Finanz AG wird mit in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, für den größten und kleinsten Kreis einbezogen. Der Konzernabschluss der DZ BANK wird in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS) aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Demzufolge ist die VR Smart Finanz AG gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.
Eschborn, den 16. Februar 2024 VR Smart Finanz AG Dr. Markus Klintworth Kerstin Frauke Scholz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VR Smart Finanz AG , EschbornPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der VR Smart Finanz AG , Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VR Smart Finanz AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 19. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Henneberger, Wirtschaftsprüfer ppa. Carina Wittenberg, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung gemäß § 171 AktGZusammen mit ihren Tochtergesellschaften ist die VR Smart Finanz AG (im Folgenden kurz: VR Smart Finanz oder Unternehmen) in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken subsidiärer Partner für einfachste Mittelstandslösungen. Das Unternehmen bietet einfache, schnelle und passgenaue Finanzierungslösungen sowie digitale Services rund um den Finanzalltag für den regional verwurzelten Mittelstand und die Geschäfts- und Gewerbekunden der Genossenschaftsbanken. Das Angebot der VR Smart Finanz zur Objektfinanzierung - VR Smart express, Mietkauf, Leasing - und der über ihre Tochtergesellschaft VR Smart Finanz Bank GmbH verfügbare Unternehmerkredit VR Smart flexibel bieten passende Finanzierungslösungen entsprechend des spezifischen Bedarfs mittelständischer Kunden. Die Lösungen zeichnen sich dabei durch eine einfache Finanzierungsanfrage, automatisierte Kreditentscheidung bis 500 Tsd. € und schnelle Verfügbarkeit aus. Die Objektfinanzierungsangebote können dabei bis zu einer Grenze von einer Mio. Euro Einzelobjektwert abgeschlossen werden. Zur Finanzierung nachhaltiger Objekte (u.a. Wasserstoffspeicher, Photovoltaik-Anlagen, Ladesäulen) wurde das Produkt VR Smart express um die Produktvariante VR Smart express Eco erweitert. Die neue Produktvariante wird seit Mitte Juli 2023 angeboten. Das Lösungsangebot umfasst zudem die digitalen Services VR Smart Guide und Bonitätsmanager, deren Funktionalitäten im Geschäftsjahr 2023 weiterentwickelt wurden. Der Bonitätsmanager unterstützt Selbstständige, Freiberufler sowie Geschäfts- und Gewerbekunden dabei, ihre Kreditwürdigkeit einzuschätzen und ihre Bonitätseinstufung durch eine Aktualisierung der in Schufa und Creditreform geführten Daten zu optimieren. Über einen integrierten Finanzierungsvergleich können Nutzer zudem online ein indikatives Finanzierungsangebot erhalten und diese Finanzierung direkt abschließen oder zur weiteren Beratung an die regional zuständige Volks- und Raiffeisenbank übergeleitet werden. Der VR Smart Guide unterstützt Kleinunternehmen, Freiberufler und Selbstständige in ihrem Finanzalltag bei allen wesentlichen Aufgaben rund um Finanzen, Buchhaltung, Rechnungsstellung und Forderungsmanagement und sorgt dafür, dass diese mit geringem Aufwand und digital erledigt werden können. Im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung arbeitete die VR Smart Finanz 2023 weiter kontinuierlich daran, ihr Lösungsnetz in verbundinterne Plattformen zu integrieren sowie subsidiär neue Vertriebswege und -partner wie etwa digitale Finanzierungsplattformen zu erschließen. Die VR Smart Finanz zählte zum Jahresultimo 2023 rund 414 Mitarbeiterkapazitäten und beschäftigte 454 Personen. 1
1 VR Smart AG, VR Smart Bank GmbH und VR Smart
Guide GmbH
Aufsichtsrat und AusschüsseIn Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben hat sich der Aufsichtsrat der VR Smart Finanz in den turnusmäßigen und ordentlichen Sitzungen des Plenums sowie in den ordentlichen Sitzungen der Aufsichtsratsausschüsse ein Bild von der aktuellen Unternehmenslage verschafft und sich damit prüfend auseinandergesetzt. Im Rahmen der ordentlichen Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat neben der Erörterung des laufenden Geschäfts und der Geschäftspolitik insbesondere auch mit der Risikoentwicklung sowie den strategischen Handlungsfeldern des Unternehmens. Der Aufsichtsrat der VR Smart Finanz hat im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung des Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften überwacht, über die vorgelegten zustimmungsbedürftigen Geschäfte entschieden und sich laufend über die Entwicklung sowie alle bedeutenden Geschäftsvorgänge der VR Smart Finanz und ihrer Beteiligungsgesellschaften informiert. Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 geschäftsordnungsgemäß einen Nominierungsausschuss, einen Vergütungskontrollausschuss, einen Risikoausschuss sowie einen Prüfungsausschuss eingesetzt. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse. Zusammenarbeit mit dem VorstandDer Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Beteiligungen sowie den allgemeinen Geschäftsverlauf regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie mündlich. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die laufende Umsetzung der strategischen Ausrichtung, die Kapitalsituation, den Status zur Erfüllung von regulatorischen Anforderungen sowie über die operative und strategische Planung der Unternehmensgruppe unterrichtet. Der Aufsichtsrat wurde laufend über die Rentabilität und Risikosituation sowie die Weiterentwicklung der Systeme und Verfahrensweisen bei der Kontrolle von Marktpreis-, Adressausfall- und operationellen Risiken sowie weiteren wesentlichen bzw. leasingtypischen Risiken informiert und hat sich hiermit prüfend auseinandergesetzt. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems und der Internen Revision, wurde vom Aufsichtsrat überwacht. Der Aufsichtsrat hat diese Themen mit dem Vorstand erörtert, den Vorstand beraten und seine Geschäftsführung überwacht. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Sitzungen des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat am 1. März 2023, am 26. Juni 2023, am 15. September 2023 und am 11. Dezember 2023 ordentliche Sitzungen des Plenums abgehalten. Über Beratungsergebnisse aus Ausschusssitzungen wurde durch den jeweiligen Ausschussvorsitzenden in den Aufsichtsratssitzungen entsprechend berichtet. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat über wichtige Vorgänge schriftlich oder mündlich informiert. Zudem haben der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende der VR Smart Finanz sowie die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrates mit den zuständigen Vorstandsmitgliedern in regelmäßigen Gesprächen vorab wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle erörtert. Jahresabschluss 2023 und Zusammenarbeit mit dem AbschlussprüferDen vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der VR Smart Finanz für das Geschäftsjahr 2023 und den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer, von dem eine Unabhängigkeitserklärung vorliegt, in zwei Teilbänden schriftlich berichtet. Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss und der Lagebericht wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Der Aufsichtsrat und der aus seiner Mitte gebildete Prüfungsausschuss haben den Jahresabschluss und den Lagebericht der VR Smart Finanz in ihren Sitzungen am 28. Februar 2024 eingehend erörtert und geprüft. An der Sitzung des Aufsichtsrates zur Feststellung des Jahresabschlusses sowie der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses nahmen Vertreter des Abschlussprüfers teil, um ausführlich über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung zu berichten. Sie standen darüber hinaus den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat erklärte sein Einverständnis zur Teilnahme des Vorstandes während des Berichtes der Abschlussprüfer. Einwendungen des Aufsichtsrates gegen die Rechnungslegung ergaben sich nicht, der Aufsichtsrat konnte sich dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk anschließen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der VR Smart Finanz AG zum 31. Dezember 2023 in seiner Sitzung am 28. Februar 2024 gebilligt. Damit ist auch der Jahresabschluss festgestellt. Veränderungen im Aufsichtsrat oder VorstandVon Seiten der Anteilseigner schieden Herr Wilhelm Höser zum 01.03.2023 sowie Herr Ralph P. Blankenberg und Herr Joachim Straub zum 11.12.2023 aus dem Aufsichtsrat aus. Neu wurden Herr Dr. Ralf Kölbach zum 01.03.2023 sowie Herr René Baum und Herr Andreas Haas ab 12.12.2023 in den Aufsichtsrat gewählt. Weiterhin schieden Frau Manuela Kugler und Herr Reiner Heim, Arbeitnehmervertreter der VR Smart Finanz AG, zum 01.03.2023 aus dem Aufsichtsrat aus. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden ab 01.03.2023 Frau Kathrin Oehl und Herr Bartosz Krolak. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023.
Eschborn, den 28. Februar 2024 VR Smart Finanz AG, Eschborn Uwe Fröhlich, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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