Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 194880
Eingetragen
26.3.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
der Entwurf, die Programmierung, die Umsetzung und der Betrieb verschiedenartigster kommerzieller und nichtkommerzieller Internetdienstleistungen sowie der Entwurf, die Vermarktung und der Handel mit Gütern im Online und Offine-Markt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (7)

NameAnteil
IDFAB Ltd.GBR
35.80%
Mihalovits Ltd.GBR
31.44%
GoNamic GbR
27.46%
IDFAB Ltd.GBR
1.90%
Mihalovits Ltd.GBR
1.67%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Omniga GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aviteo GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 320.011,71 313
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.647.341,35 2.507
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.676.461,18 4.643.814,24 1.764 4.584
II. Flüssige Mittel 2.055.417,77 3.097
6.699.232,01 7.681
B. Rechnungsabgrenzungsposten
sonstige 188.393,74 176
C. Aktive latente Steuern 110.000,00 -
6.997.625,75 7.857

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 203.355,92 142
III. Jahresüberschuss 55.781,72 61
284.137,64 228
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 618.717,22 156
2. sonstige Rückstellungen 497.297,00 1.116.014,22 77 233
C. Verbindlichkeiten
1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.754,43 33
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.500
3. Sonstige Verbindlichkeiten 292.768,54 186
davon aus Steuern EUR 292.741,21 (Vj. TEUR 186) 331.522,97 1.719
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.265.950,92 5.677
6.997.625,75 7.857

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Rohergebnis 2.937.628,78 3.333
2. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.630.030,24 -3.252
davon aus Währungsumrechnung EUR 2.617,68 (Vj. TEUR 2)
3. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 129.252,40 7
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 125.342,47 (Vj. TEUR 7)
4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -24.869,22 -27
davon aErtrag aus latenter Steuer EUR 110.000,00 (Vj. TEUR -)
5. Ergebnis nach Ertragsteuern 411.981,72 61
6. sonstige Steuern -356.200,00 -
7. Jahresüberschuss 55.781,72 61

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Aviteo GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 194880 B eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Aviteo GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs wurde die größenabhängige Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB dargestellt.

B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten und dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen, soweit einschlägig, Rechnung getragen.

Flüssige Mittel und Eigenkapital sind zu Nennwerten bewertet.

Die Bilanzierung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Weiter wurden Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Im Geschäftsjahr 2023 waren keine wesentlichen Abzinsungseffekte zu verzeichnen.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgte gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages unter Beachtung von § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB.

Latente Steuern werden gebildet für die zu erwartenden Steuerbelastungen bzw. -entlastungen aus temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in der Handelsbilanz und den Wertansätzen der Steuerbilanz. Dabei kommt die bilanzorientierte Methode zur Anwendung. Latente Steuern sind auf Basis der erwarteten Steuersätze zu ermitteln, die zum Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung der Vermögenswerte voraussichtlich Geltung haben. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete kombinierte Ertragssteuersatz beträgt 30,7 %. Die Gesellschaft hat das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Anspruch genommen und aktive Steuerlatenzen bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 3.684 (Vj. TEUR 3.559) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese entfallen mit TEUR 2.632 auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen und mit TEUR 1.052 auf sonstige Vermögensgegenstände.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin und sind gleichzeitig sonstige Forderungen aus einem im Dezember 2022 gewährten Darlehen nebst Zinsen.

Aktive latente Steuern

Aus Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffend in der Handelsbilanz höhere Rückstellungen wurden erstmals auf Basis eines Steuersatzes in Höhe von 30,7 % aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 110 gebildet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf ausstehende Rechnungen für Dienstleistungen (TEUR 420; Vj. TEUR -). Daneben sind in den sonstigen Rückstellungen TEUR 54 (Vj. TEUR 52) Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung (einschließlich interner Abschlusstätigkeiten) und Prüfung des Jahresabschlusses sowie mit TEUR 23 Rückstellungen für der Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtungen enthalten.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39 - - 39
(Vorjahr) (33) (-) (-) (33)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - - - -
(Vorjahr) (1.500) (-) (-) (1.500)
Sonstige Verbindlichkeiten 293 - - 293
(Vorjahr) (186) (-) (-) (186)
- davon aus Steuern 293 - - 293
-(Vorjahr) (186) (-) (-) (186)
332 - - 332
(Vorjahr) (1.719) (-) (-) (1.719)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Vorjahres waren gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 5.266 (Vj. TEUR 5.677) resultiert aus bereits vereinnahmten Entgelten aus Verträgen mit Laufzeiten bis zu 48 Monaten, die Ertrag für die folgenden Geschäftsjahre darstellen.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden keine nennenswerten finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen.

Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 und 10 HGB)

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Berichtsjahr

Herr Christian Schütze, Berlin, selbstständiger Unternehmensberater.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird in Anwendung der Schutzvorschrift des § 286 HGB zulässigerweise verzichtet.

Angabe nach § 285 Nr. 28 HGB

Der Gesamtbetrag der auschüttungsgesperrten Beträge beträgt TEUR 110 und resultiert ausschließlich aus der Aktivierung der latenten Steuern.

Angabe nach § 285 Nr. 31 HGB

Die Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen für ausstehende Dienstleistungsrechnungen (TEUR 420) stellen ebenso wie die Zuführung zur Steuerrückstellung für Aufwendungen aus Drittlandgeschäften (TEUR 356) sowohl der Höhe als auch der Bedeutung nach außergewöhnliche Aufwendung dar.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach § 285 Nr. 33 HGB

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 verschärfte sich die Konfliktsituation in der Ukraine bis hin zur Invasion russischer Truppen am 24. Februar 2022. Auch im Jahr 2023 ist die Situation in der Ukraine weiterhin von Unsicherheiten und Spannungen geprägt. Die wirtschaftlichen Folgen der Krise werden sich voraussichtlich auch im nächsten Jahr noch bemerkbar machen, vor allem in Bezug auf Handel, Investitionen und geopolitischen Beziehungen. Daher ist die Dauer dieser Krise sowie das weitere Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen gegenwärtig nicht abschätzbar.

Hinsichtlich der Auswirkungen und Einflüsse der oben genannten Ereignisse sowie der gesetzten Maßnahmen zur Krisenbewältigung wird an dieser Stelle auf die Angaben im Lagebericht verwiesen.

Ergebnisverwendungsvorschlag nach § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 55.781,72 dem Gewinnvortrag von EUR 203.355,92 aufzuschlagen und den daraus resultierenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 06. Mai 2024

Aviteo GmbH

Christian Schütze

Die Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Mit Sitz in Berlin wurde die Aviteo GmbH am 26.03.2018 unter HRB 194880 B beim Amtsgericht Charlottenburg in das Handelsregister eingetragen; sie verfügt über eine Geschäftsanschrift in München.

Der satzungsgemäße Gegenstand der Aviteo GmbH ist der Entwurf, die Programmierung, die Umsetzung und der Betrieb verschiedenartigster kommerzieller und nicht-kommerzieller Internetdienstleistungen sowie der Entwurf, die Vermarktung und der Handel mit Gütern im Online und Offline-Markt.

Die von Aviteo GmbH angebotene Dienstleistung ist das Anbieten von Zugängen zum UseNeXT, welche mit der Dienstleistung eines Internetserviceproviders (ISP) zu vergleichen ist. Ähnlich wie Internetanbieter den Zugang zum Internet zur Verfügung stellen, ermöglicht UseNeXT den einfachen Zugang zum Usenet. Im Jahr 2004 gegründet, konnte UseNeXT in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum verzeichnen und hat sich mittlerweile zu einem der größten Usenet-Provider entwickelt.

Das Usenet ist eine weltweite Diskussionsplattform mit vielen Millionen Nutzern, die in ihrem Aufbau den aus dem Internet bekannten Foren ähnelt. In den sogenannten Newsgroups können nicht nur die unterschiedlichsten Themen diskutiert, sondern auch die auf den Newsservern gespeicherten Dateien (sog. Binaries) mit voller DSL-Geschwindigkeit heruntergeladen werden.

Besonders hervorzuheben ist die Gruppe "alt.*", nach ihr wird in der Regel am meisten gesucht. Auf dieser Plattform werden alle möglichen Themen behandelt und die unterschiedlichsten Dateien, sogenannte Binaries ausgetauscht. Hier zeigt sich die Vielfalt des Usenets ganz besonders, da in "alt.*" ein wirklich vollkommen freier Austausch sämtlicher Informationen und Inhalte stattfinden kann. Für den einfachen Zugang zum Usenet wird eine Zugangssoftware - der sogenannte Newsreader (auch Newsclient genannt) - benötigt.

1979 von amerikanischen Studenten gegründet, ist das Usenet sogar älter als das Internet. Ursprünglich wurde es als Alternative zum Arpanet, einem Vorläufer des heutigen Internets, ins Leben gerufen. Obwohl das Arpanet eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des Internets spielte, ist das Internet den meisten Usern mittlerweile geläufiger als der Ältere "Bruder" Usenet. Der Name Usenet ist eine Abkürzung und steht für UNIX User Network.

Derzeit werden im Usenet in über 200.000 Newsgroups 30.000 Terabyte an Daten und Meinungen weltweit diskutiert und veröffentlicht. Zahlen, die die schier unglaubliche Größe des Usenets nur erahnen lassen!

2. Wirtschaftsbericht

a. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 1/4 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während Corona-Pandemie.

Im Dezember 2023 stieg die Inflationsrate auf 3,7 % an, nachdem sie im November noch bei 3,2 % gelegen hatte. Dieser Anstieg war hauptsächlich auf den Basiseffekt der Dezember-Soforthilfe zum Jahresende 2022 zurückzuführen. Zu Beginn des neuen Jahres wurde die Inflationsentwicklung von steuerlichen und fiskalischen Maßnahmen beeinflusst. Im weiteren Verlauf des Jahres werden jedoch weiterhin dominierende inflationssenkende Faktoren wie sinkende Produzenten- und Importpreise, eine straffe Geldpolitik der EZB, angemessene Tarifabschlüsse und die Normalisierung der Gewinnmargen vorherrschen.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust; die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen.

Ebenfalls positiv ist die Entwicklung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zu werten, die im Jahr 2023 um +5,9 % spürbar zunahmen. Sowohl die Arbeitnehmerentgelte (+6,7 %) als auch die Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5 %) lagen dabei deutlich im Plus. Gestützt wurden die Einkommensentwicklung neben spürbaren Lohnsteigerungen auch von staatlichen Entlastungsmaßnahmen zur Abmilderung des inflationsbedingten Kaufkraftverlustes wie den Energiepreisbremsen, der Möglichkeit zu steuerfreien Inflationsausgleichsprämien und Erhöhungen der Sozialleistungen (Wohngeld, Bürgergeld, Erhöhung Kindergeld). Diese Maßnahmen kamen insbesondere den unteren Einkommensgruppen zugute.

Angesichts der zuletzt weiter schwachen Frühindikatoren, anhaltender und neu hinzugekommener geopolitischer Krisen, die zu steigenden Transportkosten und Verzögerungen in Lieferketten führen können, sowie temporär administrativ erhöhter Verbraucherpreise zu Jahresbeginn ist auch für das erste Quartal dieses Jahres noch nicht mit einer konjunkturellen Trendwende zu rechnen. Bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen.

Der Markt des Zugangsprovidings zum Usenet ist vielen Entwicklungen ausgesetzt, die den Markt begrenzen. Die Branche ist vergleichsweise intransparent, da über nur wenige Akteure aussagekräftige Informationen vorliegen.

Es gibt diverse Anbieter, über die ein kommerzieller Zugang zum Usenet erworben werden kann. Die jeweiligen Provider und ihre Reseller bieten Zugriff auf unterschiedliche Backbones an. Bei den Backbones handelt es sich um die konkreten Server, auf denen die Dateien des Usenets gespeichert werden. Die Dateien werden zwischen den einzelnen Backbones gespiegelt, je nach Anbieter unterscheidet sich jedoch die maximale Speicherdauer (Retention - Vorhaltezeit) der Usenet Inhalte.

Die Unterhaltungs- und Medienindustrie, in der die Aviteo GmbH tätig ist, ist eine besonders wettbewerbsreiche Branche. Der Kampf um die Kunden wird nicht nur durch direkte Wettbewerber, welche analog einen Zugang auf Usenet anbieten, durchgeführt. Relevante Produkte werden durch andere Anbieter wie Torrent Sites, Direct Download Hosters und Stream-Ripping Sites angeboten. Dazu kommen die Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon, Disney +, welche in den letzten Jahren eine exponentielle Entwicklung genossen haben.

PwC-Experte Ballhaus bestätigt, was sich bereits angedeutet hat: Die Grenzen zwischen Unterhaltungsbranche, Technikdienstleistung und Telekommunikationsindustrie verschwimmen. "Telekommunikations- und Inhalteanbieter schließen sich teilweise zusammen, während umgekehrt die Onlinegiganten längst eigenen Content herstellen", fasst Werner Ballhaus zusammen.

Diese Entwicklung in der Gesamtwirtschaft und Branche ist für die Gesellschaft nur insoweit von Bedeutung, als diese sich auf die von der Gesellschaft angebotenen Produkte auswirkt.

b. Geschäftsverlauf

Der Hackerangriff, der im Jahr 2020 dazu führte, dass der Geschäftsbetrieb Ende April und im gesamten Mai erheblich gestört wurde, zeigt seine Auswirkung noch in den Folgejahren. Seit diesem Ereignis ist der Monat Mai im Vergleich zu den restlichen Monaten eher Umsatzschwach, da sich eine Verschiebung der Verlängerungsumsätze von Mai in Juni ergeben hat.

Den negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise auf dem deutschen Markt konnte die Aviteo GmbH erfreulicherweise entgehen. Das Gesetz für faire Verbraucherverträge, das am 1. März 2022 in Kraft trat, führte in der Anfangsphase zwar zu einer leichten Senkung der Verlängerungsquote. Jedoch wurde das Gesetz bei den Usenet-Kunden nur vereinzelt in Anspruch genommen und hatte ansonsten keine weiteren Auswirkungen auf die Verlängerungsquote. Durch zusätzliche Marketing- und CRM-Maßnahmen wurden insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsätze festgestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 ging der Umsatz um rd. 9 % zurück; das Jahresergebnis liegt mit 56 TEUR unterhalb dem Vorjahresergebnis (61 TEUR).

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal und bezieht erforderliche Leistungen über Dienstleistungsverträge.

c. Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2023 ist eine Minderung der Umsätze gegenüber den Vergleichszahlen des Vorjahres in Höhe von 1.584 TEUR bzw. 8,77 % zu verzeichnen.

Im Zuge der oben genannten Entwicklungen zeigten sich sinkende Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen minderten sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 1.194 TEUR bzw. ca. 8,11 %. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen 2.630 TEUR und liegen somit mit 622 TEUR ca. 19,12 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Nach Abzug aller Steuern konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 56 TEUR erzielt werden. Das Ergebnis liegt mit 5 TEUR unter dem Vorjahresergebnis.

d. Finanzlage

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten veränderte sich im Berichtsjahr von 3.097 TEUR auf 2.055 TEUR.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -1.042 TEUR (Vorjahr -238 TEUR).

Die Gesellschaft weist damit eine stabile Finanzlage mit ausreichenden Liquiditätsreserven aus.

e. Vermögenslage

Das bilanzielle Gesamtvermögen hat sich im Berichtsjahr um 859 TEUR bzw. 10,9 % verringert.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag verursacht durch die jahresüberschussbedingte Erhöhung des Eigenkapitals sowie aufgrund einer gegenüber dem Vorjahr geringeren Bilanzsumme von 2,9 % auf 4,1 %.

Das Vermögen der Gesellschaft entfällt mit 37,8 % auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen und mit 29,4 % auf Flüssige Mittel, die Passivseite der Bilanz umfasst mit 75,2 % passiv abgegrenzte Abonnement-Vorauszahlungen von Kunden.

3. Chancen- und Risiko-Bericht

Zum Bilanzstichtag bestanden keine nennenswerten finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen.

a. Risikomanagementziele und -methoden

Ein Risikomanagementsystem zur zeitnahen Erkennung und systematischen Erfassung von Chancen und Risiken besteht in der regelmäßigen Auswertung der betrieblichen Daten - insbesondere in Form der erstellten monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen, der kostenrechnerischen, Auswertungen und des Debitorenmanagements sowie einer Liquiditätsplanung - durch die Geschäftsführung. Im Rahmen des Risikomanagements wird die Strategie verfolgt, die Risiken durch geeignete Maßnahmen zu vermindern.

Hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente ist die Gesellschaft Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Gesellschaft nutzt nur originäre Finanzinstrumente, diese umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die Forderungen und die flüssigen Mittel. Die Forderungen werden zum Nennbetrag unter Berücksichtigung etwaiger Wertminderungen angesetzt, die Flüssigen Mittel zu Nennwerten. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu Erfüllungsbeträgen bilanzierten Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich nicht eingesetzt.

b. Chancen- und Risikofelder und deren Bewertung

Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die den Bestand des Unternehmens innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag gefährden, sind nicht erkennbar.

Ein Risiko mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegt in - wie in 2020 zeitweise eingetreten - externen Hackerangriffen, die die Erbringung der Dienstleistunggen erschweren oder zeitweise unmöglich machen können. Die Gesellschaft tritt diesem Risiko durch höchste Sorgfalt und hoher Priorität der IT-Sicherheit entgegen. Dennoch wird dieses Risiko als wesentliches, jedoch nicht bestandsgefährdendes, Risiko qualifiziert.

Durch die zunehmende Konkurrenzsituation insbesondere durch die Streaming-Dienste besteht die Gefahr von Umsatzverlusten.

Chancen zur weiteren positiven Entwicklung der Gesellschaft bestehen darin, dass sich die Qualität der Produkte weiterhin am Markt durchsetzt und bei hoher Kundenbindung, die Kunden dauerhaft bereit sind, die Leistungen der Aviteo GmbH zu nutzen.

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und des Gesetzes für faire Verbraucherverträge haben sich für 2023 auf einem unwesentlichen Niveau gehalten. Für 2024 erwartet das Management keine zusätzlichen Änderungen in der Entwicklung.

Besonders im Bereich Marketing wurden die Maßnahmen wieder hochgefahren und es wird erwartet, dass sich dies im Laufe des Jahres 2024 positiv auf das Unternehmen auswirken wird. Durch die Konzentration auf effektive Marketing-Strategien, die Einstellung neuer Mitarbeiter in Schlüsselbereichen, die Modernisierung der Systeme und die Nutzung der Expertise des verbliebenen Gesellschafters soll das Unternehmen in alte Stärke zurückfinden und neue Erfolge verzeichnen können.

c. Prognosebericht

Die Gesellschaft geht davon aus, mit den bestehenden Produkten und Kundenbindungen gut am Markt positioniert zu sein. Für das Jahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse, bei weiter moderat positivem Jahresergebnis zwischen TEUR 50 und TEUR 100.

 

Berlin, den 6. Mai 2024

Aviteo GmbH

Christian Schütze

Die Geschäftsführung

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aviteo GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aviteo GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aviteo GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 7. Juni 2024

CM Treuhandgesellschaft Regensburg mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Mehltretter, Wirtschaftsprüfer

Novikow, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

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