Webedia Gaming GmbHLiquidiert

80339 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 218859
Eingetragen
3.6.2015
Branche
Verlegen von ComputerspielenVerlegen von ZeitschriftenVerlegen von Zeitungen
Gegenstand
Einführung und Ausbau der Unterhaltung über Internet, Mobiltelefon und verschiedene andere Medien im deutschen Elektronischen Unterhaltungsmarkt; Herausgabe und Verlag von Zeitschriften, Büchern und anderen Publikationsmedien, insbesondere im Bereich der Computerspiele, Durchführung von Messeveranstaltungen für Computerspiele sowie Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Spielen auf elektronischen Medien; Betrieb und Vermarktung interaktiver Online- und Offlineangebote, insbesondere Herausgabe, Produktion und Betreuung von Internet und anderen Onlineleistungen, sowie sonstigen Dienstleistungen rund um das Internet; ferner der Betrieb von Multichannel-Netzwerken auf Youtube, sowie sonstige hiermit in Zusammenhang stehende Lieferungen und Dienstleistungen, insbesondere das Angebot, die Produktion und die Vermarktung von Telemedien und sonstigen interaktiven Online- und Offlineangeboten. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind, insbesondere zur Errichtung von Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland, zum Erwerb sowie zur Beteiligung an anderen Unternehmen und Gesellschaften, zur Übernahme der Geschäftsführung und Vertretung solcher Gesellschaften sowie zur Vermietung und Verpachtung von Wirtschaftsgütern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc-Andreas Albert
seit 12.1.2018
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Webedia Gaming GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 31.12.2022

der Webedia Gaming GmbH, München

Gliederung:

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Einordnung in den Konzern

2. Geschäftsmodell des Unternehmens

3. Geschäftsentwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Prognose-Ist-Vergleich

4. Ertragslage

5. Finanzlage

6. Vermögenslage

7. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Chancen- und Risikobericht

1. Markt- und Wettbewerbsrisiken

2. Rechtliche Risiken

3. Technische Risiken

4. Finanzielle Risiken

5. Covid-19 und Krieg in der Ukraine

6. Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

IV. Prognosebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Einordnung in den Konzern

Die Webedia Gaming GmbH ist eine Tochter der Berliner Webedia GmbH (im Folgenden auch Webedia Deutschland) und gehört zu der 2007 gegründeten Webedia Group - dem größten digitalen Entertainment-Publisher Frankreichs.

Hauptfokus der Muttergesellschaft Webedia S.A. in Deutschland ist es, den Markt kontinuierlich zu erweitern. Dies wird erreicht durch die organisch wachsende Vergrößerung der Geschäftsfelder.

2. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Webedia Gaming GmbH positioniert sich als Publisher, Werbetreibender und Service Provider auf dem deutschen digitalen Gaming-Markt.

Als führender Herausgeber von Entertainment Marken wie GameStar, GamePro und Mein-MMO erreicht 2022 die Gesellschaft damit monatlich 39 Millionen Seitenaufrufe. 1

Als thematischer Publisher teilen wir unsere Expertise in die Bereiche Produktion und e-Commerce auf. Neben klassischen Media-Formaten und maßgeschneiderten cross-medialen Kampagnen bietet Webedia Deutschland Social- und Brand-Publishing-Angebote sowie kreative Event- und Marketing-Konzepte, auch abseits der eigenen Medienreichweite, an.

3. Geschäftsentwicklung

Dank unserer langjährigen, internationalen Erfahrung können wir durch innovative Leistungen und individuelle Betreuung gemeinsam mit unseren Kunden eine nachhaltige und erfolgreiche Präsenz für ihre Marken erreichen.

Die Medienrevenues sind in 2022 auf TEUR 6.695 (VJ: TEUR 5.992) gestiegen. Die Gamingbranche profitierte in 2022 im Gegensatz zu 2021 weniger von Veröffentlichungen von Videospielen. Trotzdem sind an erster Stelle die Medienrevenues mit Kunden aus den Gaming Bereichen gewachsen (+414 TEUR), insbesondere durch die Performance des Vertriebs.

Seit einigen Jahren wird ein wichtiger Anteil unseres Werbeinventars zu Brandkunden durch Programmatic vermarktet. Unsere Programmatic Revenues sind in 2022 gestiegen auf TEUR 1.554 (VJ: TEUR 1.448). Vorranging haben wir von höheren eTKPs (effektiver Tausender-Kontakt-Preis) profitieren können sowie von der Optimierung unserer Platzierungen und der Diversifizierung der Bidders.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Webedia Gaming ist Herausgeber führender Gaming-Marken wie GameStar, GamePro, und Mein-MMO. Mit seinen Marken erreichte 2022 die Gesellschaft damit monatlich 39 Millionen Seitenaufrufe 1 verteilt über alle Assets und über 184 Millionen Video-Views 2 monatlich mit seiner YouTube-Netzwerkagentur Allyance Network. Im Bereich aller Gaming-Portale in Deutschland deckt Webedia Deutschland mit seinen Marken 64% des Gesamtmarktanteils ab (nach Agof). 3

Adblocking stellt eine besondere Herausforderung für digitale Portale und die damit verbundene Media-Agentur-Arbeit dar. Deshalb sind Premium-Angebote bei vielen Medien bereits vorhanden und werden weiterhin verstärkt ausgebaut. Dazu kam in 2020, dass der Bundesgerichtshof am 28. Mai 2020 ein Urteil erlassen hat, um den Datenschutz zu erhöhen. Aus diesem ging hervor, dass der Website-Besucher seitdem die Verwendung von Cookies durch eine explizite Einwilligung akzeptieren muss, um die Vorgaben nach DSGVO zu erfüllen.

Für die Zukunft des digitalen Werbemarktes spielen Datenkompetenz, Programmatic Advertising (d.h. die Verwendung von Programmen und Software, um digitale Werbung zu kaufen und verkaufen) und Cross-Device-Tracking eine zunehmende Rolle, denn Nutzer haben weniger Akzeptanz für nicht relevante Werbung. Demnach muss die Werbeausspielung auch zunehmend auf die User-Umwelt abgestimmt werden.

Gerade Programmatic Advertising gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung und spielt eine wichtige Rolle für die Kampagnenoptimierung bei Publishern, Werbeauftraggebern, Vermarktern und Agenturen. Es ist für den digitalen Markt von essenzieller Bedeutung, das Erreichen der gewünschten Zielgruppe über alle Devices konkret nachweisen zu können.

2. Geschäftsverlauf

a. Webedia Editorial

Unsere Gaming Webseiten weisen 2022 eine etwas negative Entwicklung nach dem signifikanten Wachstum von 2021 auf.

Die GameStar (PC-Spiel Webseite) sank mit 202 Mio. Seitenaufrufen 4 im Vergleich zum Vorjahr (224 Mio). Die Seitenaufrufe der GamePro (Konsolenspiel-Webseite) sind ebenfalls gesunken (auf 102 Mio 4 vs. 123 Mio im Vorjahr). Mein-MMO (Webseite spezialisiert auf Multiplayer und Online-Spiele) musste nun in Kauf nehmen, dass nach 3 Jahren starkem Wachstum die Reichweiten ebenfalls gesunken sind mit 164 Mio 4 Seitenaufrufen (vs. 215 Mio im Vorjahr).

Die Werbeeinnahmen bei den Gaming Kunden der Webedia Gaming GmbH sind dennoch im Berichtsjahr mit +11% 5 Entwicklung deutlich gewachsen im Vergleich zu 2021 und etablieren sich damit auf einem historisch hohen Niveau.

Das gleiche gilt für den Programmatic-Umsatz, der mit +7% 5 weiterhin wächst trotz der Senkung des Medieninventars.

Der Umsatz unserer Print-Magazine GameStar und GamePro ist um -14% 5 gesunken. Die Pandemie hat den Einzelverkauf in den Kiosken langfristig beeinträchtigt, der im Vergleich zum Vorjahr um -11% 5 gesunken ist. Unsere Abonnenten-Umsätze sinken schneller als im Vorjahr (-15% vs. -5% in 2020/21) 5.

Umsätze basierend auf nativen Integrationen sind stark gewachsen (+29%) 5. Mit Unterstützung unseres Dienstleisters (Outbrain) ist es uns möglich, Links zu unseren Webseiten Gamestar, Gamepro und Mein-MMO einzublenden und dies auch auf einer Performance-Basis zu monetarisieren.

b. Webedia Services

Social Media

Das Influencer-Netzwerk allyance, welches die Aufgabe hat, unsere Youtube-Influencer-Kanäle zu betreuen und zu optimieren, konnte den Verlust der Youtube-Adsense Revenues im Vergleich zu 2021 um -8% 5 limitieren. Die Reduzierung der Video Views im Netzwerk nach den starken Corona-Jahren war spürbar, dennoch konnten wir von hohen eTKPs profitieren. Dagegen führte allyance in 2022 mehr (+27% im Vergleich zu 2021) 5 Influencer Marketing Kampagnen durch.

Ebenfalls positiv ist die gute Performance der zwei eigenen Kanäle Nerdkultur (Thematik StarWars), und Ninotaku (Thematik: Anime).

e-Commerce

Affiliate Umsätze sind in 2022 um -8% 5 gesunken. In 2021 hatte die Webedia Gaming GmbH weiterhin stark von der begrenzten Verfügbarkeit der in 2020 neu veröffentlichten Konsolen von Sony (Playstation) und Microsoft (Xbox) profitiert.

In 2022 haben wir weiterhin Provisionsverhandlungen mit Bestandskunden durchgeführt sowie an der kontinuierlichen Verbesserung der Integrationen von den Links auf unseren Webseiten gearbeitet. 2022 reduzierte die Webedia Gaming GmbH ihre Produkt-Umsätze um -8% 5. Nach 2 Jahren starker PC-Ausrüstung hat der Verkauf der Gamestar PCs in 2022 wie der gesamte Markt etwas nachgegeben.

3. Prognose-IST-Vergleich

Die erwartete Steigerung der Umsatzerlöse wurde fast erreicht. Dieser Erfolg basiert an erster Stelle auf den starken Medien Revenues und den sehr hohen Youtube Adsense Umsätze (siehe oben).

Die Erwartung, dass das Jahresergebnis für 2022 um ca. -20 bis -30% sinken sollte, hat sich bewahrheitet. Grund für diese Entwicklung sind vor allem weitere Investitionen in Mitarbeiter und in neue Produkte.

4. Ertragslage

In T€ 2022 2021 Veränderung
Umsatzerlöse 25.404 23.833 7%
Bestandsveränderung unfertige Erzeugnisse 36 -35 -203%
Materialaufwand -14.467 -13.537 7%
Sonstige betriebliche Erträge 627 937 -33%
Übrige betriebliche Aufwendungen (ohne Abschreibung) -9.155 -7.549 21%
EBITDA 2.445 3.648 -33%
EBITDA-Marge in Prozent 10% 15%
Abschreibungen -321 -559 -43%
EBIT 2.124 3.090 -31%
EBIT-Marge in Prozent 8% 13%
Finanzergebnis 88 29 203%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -664 -959 -31%
Sonstige Steuern -12 0 -100%
Jahresüberschuss 1.536 2.160 -29%

Der Materialaufwand entwickelte sich in 2022 proportional zum Umsatzanstieg (+7%) und stieg um 7% von TEUR 13.537 auf TEUR 14.467 an.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sind stark gestiegen, an erster Stelle wegen der gestiegenen Marketing-Kosten (+25%), der leicht wachsenden Print Kosten (+3% 5 ) und der höheren Personalkosten (+17% 5 ).

5. Finanzlage

Kapitalflussrechnung (verkürzt)
in T€
2022 2021
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 3.127 3.440
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.605 5.231
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -1.993 -5.114
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -49 -430
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -437 -313
Finanzmittel am Ende des Geschäftsjahres 2.690 3.127

Im Berichtsjahr wurde ein positiver Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielt. Die wesentlichen Ursachen sind das Jahresergebnis i.H.v. TEUR 1.536, die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 894 sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. TEUR 336 und die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 322, die im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit stehen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist 2022 stark gesunken. Im Vorjahr 2021 erfolgte die Vergabe eines Darlehens an die Webedia GmbH i.H.v. TEUR 5.3 Mio.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist auf eine Darlehenstilgung gegenüber einem verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

6. Vermögenslage

In T€ Aktiva 31/12/2022 31/12/2021 Veränderung
Anlagevermögen 582 3% 828 6% -246
Vorräte 88 1% 19 0% 69
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.724 21% 4.046 28% -322
Kurzfristige Forderungen gegen Gesellschafter und verbundene Unternehmen 10.009 57% 6.265 43% 3.744
Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 362 2% 379 2% -18
Zahlungsmittel 2.690 15% 3.127 21% -437
Summe Aktiva 17.455 100% 14.664 100% 2.791
Passiva
31/12/2022 31/12/2021 Veränderung
Eigenkapital 8.424 48% 6.889 47% 1.535
Steuerrückstellungen 1.468 8% 1.361 9% 107
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 3.209 18% 3.330 23% -121
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten 1.725 10% 1.721 12% 4
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen 1.609 9% 378 3% 1.231
Rechnungsabgrenzungsposten 1.020 6% 986 7% 34
Summe Passiva 17.455 100% 14.664 100% 2.791

Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen gegen Gesellschafter und verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichem aus dem Anstieg des Cash-Pool-Guthabens (aktuelles Jahr TEUR 7.075, Vorjahr TEUR 5.003). Daneben wird die Webedia Gaming GmbH seit dem 1. Juli 2022 als Organgesellschaft in eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Webedia GmbH als Organträgerin einbezogen. Daraus resultieren zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 493.

Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für die Veranlagungsjahre 2021 bis 2022. Infolge der Covid-19-Pandemie wurden die Abgabefristen für die Steuererklärungen verlängert.

Sonstige Rückstellungen beinhalten in Höhe von TEUR 886 Rückstellungen für diverse ausstehende Rechnungen, in Höhe von TEUR 608 Rückstellungen für Personalkosten, TEUR 637 Rückstellungen für Brand License Fees 2022, TEUR 349 Rückstellungen für Technology License Fees 2022 und TEUR 449 Management Fees sowie TEUR 74 Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern (aktuelles Jahr TEUR 1.608, Vorjahr TEUR 378).

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 153 lässt sich stichtagsbezogen auf eine leicht verbesserte Liquiditätslage zurückführen.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 156 ist überwiegend durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Steuern bedingt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die vorausbezahlten Print-Abonnements ausgewiesen für Magazine, welche erst in 2022 ausgeliefert werden.

7. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung wird der sogenannte "Manac" (Management Accounting) herangezogen. Er gibt die Gewinn- und Verlustrechnung wieder. Darin werden alle laufenden Geschäftstätigkeiten nach Konzernvorgaben dargestellt und der EBITDA errechnet. Dieser wird monatlich an den Webedia Konzern reportet und gibt die laufenden Geschäfte in firmeninternen Unterteilungen wieder. In den kommenden Jahren werden verstärkt Anstrengungen unternommen, um das operative Geschäft weiter zu verbessern.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Eine unserer primären Aufgaben ist es, Unique User zu gewinnen und diese dann auch durch unsere Angebote zu halten. Dies realisieren wir durch eine ständige technische und inhaltliche Optimierung unserer Onlineangebote und unserer Apps. Immer unter dem Ziel eine höchstmögliche Benutzerfreundlichkeit zu erreichen sowie dem Auf- und Ausbau unserer Userbase.

Besonders für Gamespublisher sind sowohl Unique User als auch zurückkehrende User von höchster Priorität, da diese eine feste Reichweite für die Vermarktung von neuen Produkten in ihrer Zielgruppe garantieren. Dazu wird u.a. ein genaues Monitoring und eine kontinuierliche Analyse und Optimierung der wichtigsten Key-Performance-Indikatoren betrieben.

Marktrisiken gehen deshalb einerseits von Wettbewerbern aus, welche in den Märkten, auf die sich Webedia konzentriert, bereits aktiv sind oder es werden hier um Unique User konkurrieren. Diesem Risiko wird durch eine kontinuierliche Überwachung des Nutzungsverhaltens der Unique User begegnet. Andererseits treten Marktrisiken durch sich ändernde äußere Umstände auf. Dies umfasst sowohl sich konstant verändernde Algorithmen bei Facebook und Google, als auch branchenspezifische Phänomene wie die Coalition for Better Ads. Aufgrund dessen wird eine konstante Marktbeobachtung betrieben, um das gesamte Webedia Angebot ständig weiterzuentwickeln und zu modifizieren.

Eine weitere Maßnahme zur Risikominimierung ist die ebenso ständige technische und inhaltliche Entwicklung unserer Plattformen und die thematische Behandlung von aktuellen Themen der Film- und Gamesbranche. Durch unsere Präsenz auf marktrelevanten Messen wie der Gamescom und Filmmessen wird der Kundenkontakt gepflegt und erweitert. Da diese Messen zu Corona-Zeiten nicht planmäßig stattgefunden haben, mussten wir unseren Kundenkontakt digital intensivieren.

2. Rechtliche Risiken

Wesentliche Rechtsgeschäfte unterliegen der Prüfung durch die Geschäftsführung und werden zusätzlich in Zusammenarbeit mit externen Juristen geprüft, um Risiken zu reduzieren.

Im Rahmen der in 2018 in Kraft getretenen DSGVO arbeiteten wir weiter an einem rechtlich abgesicherten Prozess. Unterstützend stand uns unser Datenschutzbeauftragte zur Verfügung.

Es sind derzeit keine weiteren rechtlichen Risiken für das Unternehmen erkennbar.

3. Technische Risiken

Technische Risiken können in Form eines längeren Ausfalls unserer Webseiten auftreten. Diese Risiken werden durch kontinuierliche Sicherung aller Daten und regelmäßige Wartungsarbeiten minimiert.

Um die permanente Erreichbarkeit unserer Plattformen für User/-innen zu gewährleisten, benutzen wir externe Server, welche große Datenlasten und Zugriffe problemlos verarbeiten können.

Wie die meisten Online-Unternehmen besteht für uns auch die Gefahr von Hackerangriffen. Durch den Einsatz entsprechender Soft- und Hardware besitzen wir hier einen stabilen und sicheren Schutz.

4. Finanzielle Risiken

Bei sehr vereinzelten Forderungen besteht ein Ausfallrisiko, insbesondere bei ausländischen Kunden, welche keine festen Vertragspartner von uns waren. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko eines Forderungsausfalls als gering ein. Unsere Kunden sind i.d.R. etablierte Videospiel-Entwickler und Publisher mit denen ein langjähriger vertrauensvoller und zuverlässiger Geschäftskontakt besteht.

5. Covid-19 und Krieg in der Ukraine

Infolge der weltweiten Verbreitung des Coronavirus seit dem ersten Quartal 2020 bestehen erhebliche Risiken aber auch Opportunitäten, deren Länge und Intensität auch zum aktuellen Zeitpunkt immer noch nicht absehbar sind. Eine der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ist das Absagen von Messen, die ein wichtiger Bestandteil unseres Angebotes sind im Gaming-Bereich - wie zum Beispiel auf der Gamescom, die E3... - sei es durch Eventsdienstleistung oder durch verkaufte Live Streams für Kunden. Dennoch bringt die coronabedingte Situation auch einen signifikanten Schub zum Entertainment und Gaming Markt, da mehr Konsumenten Zeit und Geld in Subscription-Video-on-Demand (SVOD) und Gaming Services und Produkte investieren. So konnten sich in 2020 die Reichweiten unserer drei deutschsprachigen Online-Portale (Gamestar.de, Gamepro.de und Mein-MMO.de) positiv entwickeln, was höhere Affiliate, Content Recommendation und Programmatic Revenues verursacht hat. Dieser Effekt hat in 2022 nachgelassen, unsere Gaming Reichweiten waren aber im Berichtsjahr weiterhin auf einem sehr hohen Niveau (siehe oben).

In 2022 ergeben sich durch den Krieg in der Ukraine zusätzliche Risiken. Insbesondere wird beobachtet, dass Kunden wegen der geopolitischen Unsicherheiten ihre Marketing Budgets minimieren oder verschieben.

6. Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Chancen- und Risikosituation der Gesellschaft in 2023 signifikant durch den möglichen Wirtschaftsrückgang - insbesondere in Deutschland - beeinflusst. Die Wirtschaft in Deutschland müsste im Jahr 2023 schrumpfen, vorranging wegen dem schwachen Gesamtergebnis für den Konsum und dem und dem Rückgang der Investitionen. Als Konsequenz wird erwartet, dass die Marketing-Ausgaben sinken sollten. Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der gruppeninternen Finanzierung durch den Webedia-Konzern derzeit nicht absehbar.

Der Gaming-Markt müsste in 2023 weiterhin auf Wachstumskurs sein, auch wenn wenig Blockbuster Spiele in 2023 veröffentlicht sein sollten.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Wachstum von 21% des Umsatzes vorrangig durch Steigerung der Other-Revenues (+24%), vor allem dank allyance (Youtube Adsense +17%) und trotz des Weitersinkens des Print-Bereiches prognostiziert. Hier erwarteten wir einen Rückgang i.H.v ca. 14%. Die Medienumsätze müssten sich um 13% ansteigen, sowohl dank Gaming-, Entertainment- wie auch Brandskunden. Es konnte eine Umsatzsteigerung von 5,3% erreicht werden anhand vorläufiger Ist-Zahlen des Geschäftsjahres 2023.

Das EBITDA und das Jahresergebnis für 2023 sollten steigen (ca. +22%) und damit historisch gesehen sich auf einem hohen Niveau etablieren, da wir weitere Investitionen in Mitarbeiter und in neue Produkte planen. Das EBITDA für 2023 entwickelte sich leicht besser als erwartet. Die vorläufigen Ist-Werte für 2023 betragen rund TEUR 2.727 für das EBITDA und rund TEUR 1.657 für den Jahresüberschuss (vor finaler Anpassung der Steuerrückstellungen).

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Umsatzwachstum von rund 16% erwartet. Insbesondere bei den Medienumsätzen wird mit einem 21%igen Wachstum geplant. Die Youtube Adsense müssten um 25 % steigen und bei den eCommerce-Umsätzen wird eine Steigerung von +15% prognostiziert. Dementsprechend wird das Wachstum für das EBITDA in einem niedrigen zweistelligen sowie für den Jahresüberschuss in 2024 in einem mittleren zweistelligen Prozentbereich prognostiziert.

Wir weisen jedoch auf die erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich der Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Lage auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hin.

1 Quelle: Google Analytics
2 Quelle: Allyance YouTube Account
3 Quelle: Agof
4 Quelle: Google Analytics
5 Internes Reporting (Manac 2021 und Manac 2022)

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 49.386,00 53.366,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 145.006,00 253.555,00
194.392,00 306.921,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 296.598,21 429.999,21
296.598,21 429.999,21
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 91.000,00 91.000,00
91.000,00 91.000,00
581.990,21 827.920,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse 54.505,71 18.694,04
2. geleistete Anzahlungen 33.487,00 750,00
87.992,71 19.444,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.723.856,82 4.045.604,83
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.562.824,13 1.067.898,87
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.446.564,14 5.197.053,77
4. Sonstige Vermögensgegenstände 358.785,25 362.268,15
14.092.030,34 10.672.825,62
III. Guthaben bei Kreditinstituten 2.689.696,46 3.126.965,20
16.869.719,51 13.819.234,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.066,37 17.220,60
17.454.776,09 14.664.375,67

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 15.362.145,30 15.362.145,30
III. Verlustvortrag -8.498.584,07 -10.658.625,11
IV. Jahresüberschuss 1.535.794,91 2.160.041,04
8.424.356,14 6.888.561,23
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.467.855,66 1.360.924,46
2. Sonstige Rückstellungen 3.209.052,31 3.330.049,44
4.676.907,97 4.690.973,90
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.551,23 1.895,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.053.543,37 1.206.147,67
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 690.619,37 354.122,24
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 917.822,55 23.457,25
5. Sonstige Verbindlichkeiten 668.824,39 513.001,66
(davon aus Steuern: € 553.226,76; Vorjahr € 119.012,43)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 15.224,97; Vorjahr € 5.350,68)
3.333.360,91 2.098.624,03
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.020.151,07 986.216,51
17.454.776,09 14.664.375,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 25.404.417,15 23.833.431,67
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 35.811,67 -34.890,05
3. Sonstige betriebliche Erträge 626.782,60 937.427,54
(davon aus Währungsumrechnung € 51.050,76; Vorjahr: € 43.839,23)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 0,00 -7.335,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.467.224,43 13.544.618,23
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.112.788,02 4.500.807,82
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 987.898,10 877.472,97
(davon für Altersversorgung € 52.726,34; Vorjahr € 61.990,66)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 320.578,20 558.727,86
(davon außerplanmäßige Abschreibungen € 0,00; Vorjahr: € 255.000,00)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.054.238,29 2.171.471,74
(davon aus Währungsumrechnung € 24.455,10; Vorjahr: € 8.423,40)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 10.118,98
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr: € 10.118,98)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.085,37 23.881,89
(davon aus verbundenen Unternehmen € 91.085,37; Vorjahr: € 23.881,89)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.583,11 5.264,66
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr: € 2.550,73)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 663.797,14 958.900,71
12. Ergebnis nach Steuern 1.547.989,50 2.160.041,04
13. Sonstige Steuern 12.194,59 0,00
14. Jahresüberschuss 1.535.794,91 2.160.041,04

Amtsgericht München, HRB 218859

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Hinweise

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 - 256a; 264 - 288 HGB). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die selbst geschaffenen als auch entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar unter Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erstreckt sich auf 15 Jahre. Die Nutzungsdauer für entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände reicht von 5 Jahren bis zu unbegrenzter Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer für Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zwischen 3 und 13 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen auf Finanzanlagen werden nach dem Vorsichtsprinzip auch bei voraussichtlicher nicht dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten zu erfüllen (Erfüllungsbetrag).

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Brief- bzw. Geldkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wurden die Entwicklungskosten, für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 59, die sich überwiegend aus Rechts- und Beratungskosten zusammensetzen, aktiviert. Der gesamte Betrag mit einem Restbuchwert zum Bilanzstichtag i.H.v. TEUR 49 ist nach § 268 Abs. 8 HGB von der Ausschüttung ausgeschlossen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren in Höhe von TEUR 980 (im Vorjahr TEUR 1.012) aus Finanzierung sowie in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr TEUR 56) aus Lieferungen und Leistungen. Seit dem 1. Juli 2022 wird die Webedia Gaming GmbH als Organgesellschaft in eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Webedia GmbH als Organträgerin einbezogen. Daraus resultieren zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 492.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Geschäftsjahr Cash-Pool-Guthaben in Höhe von TEUR 7.075 (im Vorjahr TEUR 5.003) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.371 (im Vorjahr TEUR 194).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 2.321 ausstehende Rechnungen, mit TEUR 608 personalbezogene Rückstellungen, mit TEUR 206 ausstehende Provisionszahlungen sowie mit TEUR 74 Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen mit TEUR 691 (Vorjahr TEUR 354) aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 918 (Vorjahr TEUR 23) ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag in Höhe von TEUR 825 (davon fällig bis 1 Jahr: TEUR 275; davon fällig zwischen 1 bis 5 Jahren: TEUR 550).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 499, die insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen sowie der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 201 die insbesondere aus der Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen resultieren.

Sonstige Angaben

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2022 hat sich die Corona-Pandemie weiterhin weitreichend auf die Weltwirtschaft ausgewirkt. Hinsichtlich näherer Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Chancen- und Risikosituation der Gesellschaft in 2023 signifikant durch den möglichen Wirtschaftsrückgang - insbesondere in Deutschland - beeinflusst. Die Wirtschaft in Deutschland müsste im Jahr 2023 schrumpfen, vorrangig wegen dem schwachen Gesamtergebnis für den Konsum und dem Rückgang der Investitionen. Als Konsequenz wird erwartet, dass die Marketing-Ausgaben sinken sollten.

Hinsichtlich näherer Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind nicht bekannt.

Angaben zum Mutterunternehmen und Konsolidierungskreis

Die Webedia Gaming GmbH wird in den Konzernabschluss der FIMALAC, Paris, (kleinster und größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Der Konzernabschluss wird aufgrund der geltenden gesetzlichen Regelungen nicht veröffentlicht.

Arbeitnehmerzahl

Im Jahresdurchschnitt wurden 119 Mitarbeiter beschäftigt (im Vorjahr 93).

Ø 2022 Ø 2021
Operatives Personal 109 92
Verwaltung 1 1
Gesamt 110 93

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 1.535.794,91 auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zur Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr durch

 

Herrn Marc-Andreas Albert, Berlin

wahrgenommen.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten.

Für die Angabe der Geschäftsführervergütung wird die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

 

München, 8. Mai 2024

Marc-Andreas Albert, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 58.614,43 0,00 0,00 0,00 58.614,43
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.278.019,50 3.825,00 0,00 0,00 1.281.844,50
1.336.633,93 3.825,00 0,00 0,00 1.340.458,93
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.436.133,03 70.823,20 0,00 0,00 1.506.956,23
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 91.000,00 0,00 0,00 0,00 91.000,00
2.863.766,96 74.648,20 0,00 0,00 2.938.415,16
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.248,43 3.980,00 0,00 9.228,43
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.024.464,50 112.374,00 0,00 1.136.838,50
1.029.712,93 116.354,00 0,00 1.146.066,93
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.006.133,82 204.224,20 0,00 1.210.358,02
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.035.846,75 320.578,20 0,00 2.356.424,95
Restbuchwert
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 49.386,00 53.366,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 145.006,00 253.555,00
194.392,00 306.921,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 296.598,21 429.999,21
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 91.000,00 91.000,00
581.990,21 827.920,21

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Webedia Gaming GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Webedia Gaming GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Webedia Gaming GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 8. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer

ppa. Maike Schubert, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 10.05.2024 festgestellt.

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