Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 340395
Eingetragen
1.9.1979
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und DesinfektionsmittelnHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb chemischer Produkte und artverwandter oder ergänzender Erzeugnisse, Geräte und Anlagen und die Erbringung zugehöriger Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Dr. Vortmüller
seit 19.12.2025
Prokura
Ralf Böckenholt
seit 19.12.2025
Prokura
Tobias Möller
seit 24.11.2022
Prokura
Rüdiger Schäckel
seit 17.9.2020
Prokura
Andreas Dr. Stumpe
seit 23.1.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Germany
430.848 €
74.80%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Haug Chemie GmbH

Sinsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Haug Chemie GmbH wird als Kapitalgesellschaft mit einem Geschäftsführer und drei Prokuristen geführt. Ein Prokurist zeigt sich für den kaufmännischen Bereich, wesentlich bestehend aus den Abteilungen Finanz- und Rechnungswesen sowie Materialwirtschaft, verantwortlich. Ein weiterer kümmert sich um den Bereich Informationstechnologie. Darüber hinaus ist ein Prokurist für den vertrieblichen Bereich zuständig, welcher auch das Kundenmanagement umfasst. Ferner ist eine Technische Leitung implementiert, die sich um die Bereiche Betrieb, Labor und Produktmanagement kümmert.

Das Fertigungsprogramm der Gesellschaft setzt sich aus folgenden Produkten zusammen:

eska®nol Verdünner

eska®pon Kaltreiniger, wässrige Reinigungskonzentrate

eska®ten Kaltentlackungsmittel

eska®strip Entlackungsmittel

eska®clear Wasserbehandlungsmittel

eska®phor Reinigungs- und Entfettungsmittel, Phosphatierungsmittel, Produkte zur Oberflächenreinigung/chromfreie Verfahren, Beizmittel

eska®spumex Entschäumer

eska®cool Synthetische Kühlschmierstoffe

eska®lub Mineralölhaltige Kühlschmierstoffe

eska®plus Additive

Mit einem flächendeckenden Vertrieb verkauft die Gesellschaft im gesamten Bundesgebiet eigene Fertigprodukte an alle Industriezweige und an den Fachhandel. Dabei steht im Vordergrund, den Kunden entlang seiner gesamten Prozesskette mit chemischen Hilfsprodukten so zu betreuen, dass dieser sich wirtschaftliche Vorteile, oder aber Vorteile im Hinblick auf den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz gegenüber dem Wettbewerb erarbeiten kann.

Die Haug Chemie tritt als strategischer Systemlieferant auf. In den EU-Ländern sowie den Nicht-EU-Ländern wird die Gesellschaft mit ihren Produkten über Verkaufsbüros und Vertretungen auf deren Markt repräsentiert.

2. Forschung und Entwicklung

Die Haug Chemie GmbH betreibt eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in den vier wesentlichen Geschäftsfeldern Lösungsmittel und Entlackung, Oberflächenbehandlung, Schmierstoffe und Wasserbehandlung.

Das vorrangige Ziel ist es, durch eine kontinuierliche Entwicklungstätigkeit eine stete Verbesserung unserer Produkte hinsichtlich Innovation und Qualität zu erreichen sowie die Effizienz der Herstellkosten und damit verbunden die Wettbewerbsfähigkeit am Markt weiter zu erhöhen.

Durch die Umstrukturierungen der letzten Jahre, speziell im Labor, konnte die Innovationsfähigkeit des Unternehmens wieder deutlich gesteigert werden. Die Schwerpunkte liegen besonders darauf nachhaltige Lösungen für unsere Kunden, entlang der gesamten Prozesskette, anzubieten, was über aufeinander abgestimmte Produkte gelingt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Je nach Quelle lag die Veränderung des Bruttoinlandproduktes im vergangenen Jahr zwischen -0,3 % (Bundesbank) und +0,2 % (Sachverständigenrat). Im Euroraum ist das Bruttoinlandsprodukt um etwa 0,5 % gestiegen.

Nach den Veröffentlichungen des Verbandes der chemischen Industrie sank die Chemieproduktion, im zweiten Jahr in Folge, im Jahr 2023 um 11 %. Die Umsätze in der chemischen Industrie in Deutschland fielen im Inland um 16 % und im Ausland um 10 % (Gesamt -12 %).

Der Verband der Deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie stellt folgende Umsatzentwicklungen beim Absatz von Lacken, in den für die Haug Chemie GmbH relevanten Märkten, im Vergleich zum Vorjahr 2022, wie folgt dar:

InduIndustrielacke: - 0,1 %
Möbel/Holz: - 9,0 %
Auto Reparatur: + 2,0 %
Druck: - 13,0 %
Automobil: + 18,0 %

Im Vergleich zu den Vorjahren zeigte sich lediglich im Bereich Automobil eine Erholung, in allen anderen Bereichen jedoch Stagnation (Industrie), bzw. sogar ein massiver Rückgang (Möbel/Holz und Druck) des Absatzes. Für die Haug Chemie GmbH besonders zu beachten ist dabei die weiter anhaltende Stagnation der Entwicklung im Industriebereich und die massiv negative Entwicklung im Bereich Möbel/Holz, da hier das Hauptgeschäft anzusiedeln ist.

Die Erholung des Bereiches der Automobilproduktion wird auch durch die Zahlen des VDA bestätigt. Dies betrifft die Haug Chemie GmbH insofern, weil viele Zulieferer zu den Kunden der Haug Chemie GmbH zählen.

In Bezug auf die Verbraucherpreise war in Deutschland eine Steigerung von 6,6 % zu verzeichnen, die Löhne stiegen um 5,9 % (Quelle Sachverständigenrat).

Die Zahlen bestätigen, wie schwierig das Marktumfeld der Haug Chemie GmbH im Jahr 2023 war. Die anhaltenden und sich weiter beschleunigenden massiven Veränderungen des Marktes, in dem die Haug Chemie GmbH agiert, stellen an das Unternehmen auch weiterhin extrem hohe Anforderungen sich anzupassen. In diesem Zusammenhang muss es zunehmend als richtige Entscheidung angesehen werden, dass bereits zu Beginn des Jahres 2020 ein umfassendes und sehr tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm bei der Haug Chemie GmbH eingeleitet wurde, welches auch im Jahr 2023 konsequent weiter umgesetzt wurde. Die dabei gestellte Zielsetzung, Maßnahmen einzuleiten, um Umsatzverluste in einigen der oben genannten Bereiche kompensieren zu können, zahlt sich dabei immer mehr aus. Sehr hilfreich war dabei auch die in Jahr 2020 begonnene und weiter fortgeführte Überarbeitung der vertriebenen Produktpalette. Seit nunmehr vier Jahren stellt sich die Haug Chemie GmbH breiter auf, um sich so neue Marktanteile bei neuen Kunden zu erschließen, was zunehmend auch besser gelingt.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Umsatz von 25.242 TEUR abgeschlossen. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 707 TEUR (-2,7 %). Trotz rückläufiger Umsätze und gestiegener Personalkosten hat sich aufgrund sinkender Materialeinsatzquote und diversen Maßnahmen zur Senkung der sonstigen Fixkosten das Jahresergebnis vor Ertragsteuern um 998 TEUR auf 1.348,3 TEUR erhöht. Hierbei zahlt sich die Arbeit, das Produktsortiment zu erweitern und damit den Produktmix zu verändern zunehmend aus.

Unter den gegebenen Marktbedingungen kann der Geschäftsverlauf als zufriedenstellend bewertet werden. Insgesamt liegt der Umsatzrückgang deutlich unter den vom VCI für die chemische Industrie genannten Werten von -16 % bei den Inlandsumsätzen. Geschuldet ist dies der guten Arbeit des Vertriebs der Haug Chemie GmbH bei der Gewinnung von Neukunden, wodurch konjunkturbedingte Einbrüche bei Bestandskunden an einigen Stellen kompensiert werden konnten.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Jahresergebnis lag bei 946,9 TEUR und damit deutlich oberhalb des Vorjahreswertes von 336 TEUR. Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag ist gegenüber dem Vorjahr um 998 TEUR auf 1.348,3 TEUR gestiegen.

Die Materialeinsatzquote ist um ca. 9 %-Punkte auf 42,3 % gesunken. Diese Entwicklung liegt in einem stark verbesserten Materialeinstand begründet, welcher neben der rückläufigen Rohstoffpreise wesentlich auch von einem veränderten Produktmix getragen wurde.

Das Ergebnis insgesamt wurde, wie auch schon in den vergangenen 3 Jahren von sehr hohen Ausgaben im Rahmen der fortlaufenden Sanierung des Standortes belastet (1.081 TEUR). Weiterhin waren Personalkostensteigerungen von 514 TEUR zu tragen, welche auf tarifliche Erhöhungen sowie einer höheren Anzahl an Mitarbeitern zurückzuführen sind.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist auf die langfristige Sicherstellung der Liquidität ausgerichtet und darauf, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 11,5 % auf 10,3 % der Bilanzsumme nur minimal gesunken.

Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um 604,7 TEUR auf 2.757,3 TEUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 674 TEUR gestiegen. Zum 31.12.2023 bestanden keine Kontokorrentkredite. Die Darlehensaufnahme erfolgte aufgrund der im Folgejahr geplanten weiteren Sanierungsmaßnahmen des Standorts. Die Liquiditätssituation ist nach wie vor als sehr gut zu bezeichnen.

Die Rückstellungen wurden überwiegend für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen gebildet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 6,9 % (Vorjahr 7,8 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele bzw. im Rahmen der vereinbarten Skontofristen beglichen werden.

c) Vermögenslage

Das Gesamtvermögen erhöhte sich um 791,2 TEUR auf 14.475,8 TEUR (Vorjahr 13.684,6 TEUR).

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen von 51,6 % (Vorjahr 45,8 %), die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil des Eigenkapitals an dem Gesamtkapital von 78,6 % (Vorjahr 77,9 %) gekennzeichnet.

Die im Kalenderjahr 2023 getätigten Investitionen sind überwiegend auf die Umstrukturierung des Firmengeländes und der EDV zurückzuführen.

Die Vorräte haben sich aufgrund geänderter Einkaufspolitik vermindert.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 585,4 TEUR auf 2.143,3 TEUR gestiegen, Ursache hierfür war im Wesentlichen die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 674 TEUR.

Die Verminderung der Rückstellungen sind größtenteils auf den Wegfall der Instandhaltungsrückstellungen und die Reduzierung von personalbezogenen Rückstellungen zurückzuführen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Umsatz und das Jahresergebnis vor Ertragssteuern (incl. der sonstigen Steuern) sind wesentliche Kennzahlen für unsere interne Unternehmenssteuerung.

Der Umsatz ging um 2,7 % auf 25.242,0 TEUR zurück. Trotz sinkender Umsätze und gestiegener Personalkosten hat sich das Jahresergebnis vor Ertragsteuern um 998 TEUR auf 1.348,3 TEUR erhöht. Die Steigerung des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Rückgang der Materialeinsatzquote und diversen Maßnahmen zur Senkung der sonstigen Fixkosten. Hierbei zahlt sich die Arbeit, das Produktsortiment zu erweitern und damit den Produktmix zu verändern zunehmend aus.

Die finanziellen Leistungsindikatoren lagen bezüglich des Umsatzrückgangs am Ende des Berichtsjahres zwar unter den für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Erwartungen. Das prognostizierte Jahresergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau konnte aber aufgrund der rückläufigen Materialeinsatzquote und der zur Kostensenkung getroffenen Maßnahmen um 998 TEUR auf 1.348,3 TEUR gesteigert werden.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

III. Prognosebericht

Die allgemeine Lage in Deutschland wird sich aus Sicht der Haug Chemie GmbH im Vergleich zu den Vorjahren in 2024 signifikant verschlechtern. Ein gutes Indiz dafür ist immer die Haug Chemie GmbH selbst, die mit Ihren mehr als 3000 Kunden im verarbeitenden Gewerbe ein sehr guter Sensor für die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist. Seit Mitte des Jahres 2023 zeichnet sich ein Rückgang der Tagesumsätze ab, welcher auf einen geringeren Produktbedarf der Kunden der Haug Chemie GmbH im produzierenden Gewerbe, aufgrund der nachlassenden Konjunktur, zurückzuführen ist. Letzteres ist wiederum ein sicheres Indiz für deren schlechter werdende Auftragslage.

Dies spiegelt sich auch in den Prognosen der führenden Wirtschaftsinstitute sowie des Sachverständigenrates wider. Auch der Verband der chemischen Industrie zeichnet ein düsteres Bild für das Jahr 2024. Für den Bereich Chemie wird ein weiterer Produktions- und Umsatzrückgang vorhergesagt (-1 % bzw. -5 %). Im EU-Raum wird mit einer maximalen Steigerung der Produktion von 0,8 % gerechnet, wobei eine Trendwende nicht vor 2026 gesehen wird (Jahresbericht 2023 der BASF).

Auch der Auftragsbestand wird bei den chemischen Unternehmen als kritisch gesehen (-3 %). 44 % der Unternehmen der chemischen Industrie sehen eine Besserung der Situation nicht vor 2025 (Quelle VCI). In diesem Sinne sind auch die die Daten von Statista zu sehen, welche bis Ende 2025 eine stagnierende Umsatzentwicklung in der Chemieindustrie in Deutschland vorhersagen.

Das gleiche Bild ergibt sich aus den Vorhersagen für das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2024, welches je nach Quelle zwischen -0,5 % und maximal 0,8 % gesehen wird.

Als einziger Lichtblick erscheint im Moment der Umstand, dass die Kerninflationsrate nur noch bei etwa 2,8 % gesehen wird (IFO) und sich damit verbunden wahrscheinlich auch weitere Kostensteigerungen bei den Rohstoffen in Grenzen halten werden.

Aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen zeigen die mittelstandsbasierten Kunden der Haug Chemie GmbH eine große Verunsicherung, was die Auslastung der Produktion anbelangt. Der Trend zu geringeren Produktionsvolumen bei unseren Kunden wird sich auch in 2024 fortsetzen, was sich auch bei der Haug Chemie GmbH bemerkbar machen wird.

Umso mehr wird es auch in diesem Jahr erneut darauf ankommen, neue Marktsegmente zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen. Die Grundlagen hierfür wurden in den vergangenen Jahren weitgehend geschaffen, der Vertrieb wurde entsprechend geschult und auf diese Situation vorbereitet.

Darüber hinaus wird es zwingend notwendig sein, dass die abzeichnenden Kostensteigerungen bei der Entsorgung von Abfällen, bei der Maut und die Steigerung bei den Personalkosten auch weitergegeben werden.

Zusammengefasst steht das Unternehmen erneut vor einem Jahr mit extremen Herausforderungen, welche es zu meistern gilt.

Aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen und der geplanten Maßnahmen gehen wir von einem Umsatz von 24 bis 24,5 Mio. € und von einem Jahresergebnis vor Steuern leicht über dem Vorjahresniveau aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Haug Chemie GmbH unterliegt als Marktteilnehmer einer Reihe von Risiken, denn unternehmerisches Handeln bedeutet stets Chancen zu nutzen und die damit verbundenen Risiken zu erkennen und zu kontrollieren. Risikomanagement ist daher notwendigerweise ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Branchenspezifische Risiken:

Die Geschäftsführung beobachtet permanent die branchenspezifische und volkswirtschaftliche Entwicklung. Die Außendienstmitarbeiter und Produktmanager überwachen alle Aktivitäten des Wettbewerbs und berichten ständig über Trends und besondere Aktivitäten. In den regelmäßig stattfindenden Team- und Geschäftsleitungsbesprechungen werden alle für die Geschäftsentwicklung relevanten Themen diskutiert und Maßnahmen erarbeitet und eingeleitet. Die Maßnahmen werden schriftlich in den Besprechungsprotokollen festgehalten und allen Beteiligten übermittelt. In den darauffolgenden Besprechungen wird der Grad der Umsetzung bzw. der Erfolg kontrolliert und gegebenenfalls Korrekturen eingeleitet oder weitere Maßnahmen ergriffen.

Derzeit steht das verarbeitende Gewerbe in Deutschland massiv unter Druck. Dies hat direkte Auswirkungen auf die chemische Industrie, weil die dort produzierten Produkte in großem Maßstab genau dort als Prozesshilfsmittel eingesetzt werden.

Insgesamt wird der Druck seitens unserer Abnehmer, was Leistung, Service und preisliche Zugeständnisse betrifft, weiter steigen. Das bestehende Lösungsmittelgeschäft der Haug Chemie GmbH wird besonders unter Druck geraten, da hier nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte zum Tragen kommen werden, sondern zusätzlich noch das Thema Umwelt hineinspielt.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Ziele unseres Finanzmanagements sind die Erhaltung der Liquidität, die Sicherung unserer Investitionen, die Beitreibung unserer Forderungen und die Beantragung öffentlicher Zuschüsse. Im Mittelpunkt der Erhaltung der Liquidität steht die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Dies gilt besonders auch im Hinblick auf das anstehende Sanierungsvorhaben für den Standort.

Je nach Lage am Finanzbeschaffungsmarkt werden Investitionen durch Eigen- oder Fremdmittel finanziert.

Sonstige Risiken:

Die Bewertung des Gesamtprozesses der Altlastensanierung wurde im Jahr 2023 noch einmal signifikant weiter vorangetrieben. Für das Jahr 2024 wird eine finale Entscheidung durch die Behörden erwartet, inwieweit und in welcher Form eine Sanierung weitergeführt werden soll oder aber, ob zukünftig nur noch die Sicherung des Abstroms des Grundwassers betrieben wird.

Parallel wird derzeit weiter an den Planungen zur baulichen Sanierung des Standortes gearbeitet. Derzeit fehlen leider immer noch die abschließenden Kostenberechnungen für den Bereich der Produktion. Erst nach dem Vorliegen dieser kann abschließend entschieden werden, welche Bauabschnitte zu welchen Kosten in welchem Zeitraum angegangen werden können. Nach den bisher vorliegenden Informationen ist mit einem Investitionsvolumen von 30-35 Mio. € zu rechnen.

2. Chancenbericht

Die Haug Chemie GmbH füllt als flexibles, mittelständiges Unternehmen eine Lücke in der Betreuung des produzierenden Gewerbes aus. Basierend auf einem hohen Servicegedanken in der Betreuung können so auch in einem schwierigen Marktumfeld Kunden hinzugewonnen werden.

Derzeit behauptet sich die Haug Chemie GmbH insbesondere durch eine sehr hohe Produktqualität in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Durch kurze Lieferzeiten und einen hohen Servicegrad heben wir uns von den meisten Wettbewerbern ab. Die Qualifizierung unserer Mitarbeiter im Innen- und Außendienst in Form von ständiger Fort- und Weiterbildung ist ein weiterer wichtiger Faktor. Motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen den Erfolg unseres Unternehmens aus.

Diese Basis wird seit mehreren Jahren signifikant weiterentwickelt und ausgebaut. Um das Profil des Unternehmens im Markt weiter zu schärfen, wurde eine klare Vision entwickelt, welche auf einem durch die Mitarbeitenden entwickelten Wertesystem beruht. Die Vision wird ergänzt durch klar definierte Führungsleitlinien, die der Belegschaft bekannt gemacht wurden. Für das laufende Jahr ist die Entwicklung klarer strategischer Grundlagen angedacht, die auch wesentliche Aspekte der Nachhaltigkeit beinhalten werden.

Eine wichtige Rolle werden dabei die neuen Produktgruppen wie die Schmierstoffe und die Wasserbehandlung einnehmen, die sehr erfolgreich im Jahr 2021 eingeführt werden konnten. Darüber hinaus wurden im Jahr 2022 zusätzlich die Produktgruppen Entschäumer und Korrosionsschutz mit ins Programm aufgenommen und 2023 im Markt eingeführt. 2023 wurde zudem an neuen Produkten für den Bereich Wartung und Instandhaltung gearbeitet. Mit diesen Produktgruppen soll erreicht werden, dass das Unternehmen als Komplettanbieter wahrgenommen wird, welcher dem Kunden ganzheitliche Lösungen, für die dort betriebenen Prozessabläufe, anbietet.

Ein weiteres riesiges Potential besteht in der Dynamik, die durch die Gewinnung von neuen Mitarbeitenden und dem damit verbundenen Zuwachs an Know-how im Unternehmen entstanden ist. Insgesamt konnten in den vergangen 3 Jahren im Schnitt mehr als 50% neue Mitarbeitende gewonnen werden, die nun die Entwicklung des Unternehmens vorantreiben.

Zu den Chancen gehört sicherlich auch das weitere Vorantreiben der Digitalisierung des Unternehmens. Mit der Einführung des neuen ERP-Systems konnte eine wichtige Basis gelegt werden, die internen Prozesse in diesem und in den Folgejahren zu verbessern und damit die Effizienz des Unternehmens zu steigern.

3. Gesamtaussage

Wir beurteilen die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts weiterhin sehr positiv. Im abgelaufenen Jahr konnten weitere wichtige Meilensteine auf dem Weg der notwendigen Restrukturierung der Firma erreicht werden. Auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres zeigt sich die Haug Chemie GmbH wirtschaftlich als sehr stabil. Das Ertragsergebnis konnte durch eine Verbesserung des Materialeinstandes wieder gesteigert werden und parallel dazu die notwendigen Investitionen in das Unternehmen wieder weiter vorangetrieben werden.

Vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der Anforderungen der kommenden Jahre auf einem sehr guten Weg. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Es gilt die derzeitige Situation zu nutzen und die richtigen Vorbereitungen für die Zukunft zu treffen. Unsere Firma verfügt über einen noch relativ geringen Marktanteil bei gleichzeitig immer noch sehr hohen Potentialen, neue Kunden und Märkte zu erschließen. Dies gilt auch für den nun eingetretenen Fall, dass sich das Marktumfeld massiv und nachhaltig ändern wird.

Wir verfügen über ein sehr breites und tiefes Produktsegment und haben Abnehmer in nahezu jeder Branche. Insofern sind wir von der Entwicklung einzelner Branchen unabhängig. Wir verfügen noch über große Abnehmerpotentiale. Selbst unsere Bestandskunden könnten noch dazu animiert werden, weitere Produkte aus unserem Gesamtsortiment abzunehmen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Ausfälle bei Forderungen sind die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus eigenen Mitteln.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Sinsheim, 02. Mai 2024

gezeichnet Dr. Andreas Stumpe

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.464.003,10 6.271.843,99
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 584.827,23 383.016,24
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 584.827,23 383.016,24
II. Sachanlagen 6.524.482,99 5.513.134,87
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.200.160,00 2.302.562,00
2. technische Anlagen und Maschinen 300.743,00 367.098,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 697.208,00 596.262,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.326.371,99 2.247.212,87
III. Finanzanlagen 354.692,88 375.692,88
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 292.692,88 292.692,88
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 62.000,00 83.000,00
B. Umlaufvermögen 6.979.688,25 7.385.901,89
I. Vorräte 1.890.912,00 2.767.292,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.331.459,77 2.466.014,91
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 202.804,23 125.425,04
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.128.655,54 2.340.589,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.757.316,48 2.152.594,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.098,54 26.886,44
Bilanzsumme, Summe Aktiva 14.475.789,89 13.684.632,32

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.372.260,44 10.665.362,15
I. gezeichnetes Kapital 576.000,00 576.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.562.109,06 4.562.109,06
III. Gewinnvortrag 5.287.253,09 5.191.300,94
IV. Jahresüberschuss 946.898,29 335.952,15
B. Rückstellungen 769.872,61 1.271.373,48
C. Verbindlichkeiten 2.143.260,37 1.557.813,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 899.963,84 225.694,28
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.243.296,53 1.332.119,68
davon aus Steuern 88.684,95 76.181,81
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 12.995,70 0,00
D. Passive latente Steuern 190.396,47 190.082,73
Bilanzsumme, Summe Passiva 14.475.789,89 13.684.632,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.696.182,25 13.126.871,66
2. Personalaufwand 7.939.240,96 7.425.124,42
a) Löhne und Gehälter 6.661.112,07 6.355.707,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.278.128,89 1.069.416,67
davon für Altersversorgung 35.523,61 38.525,00
3. Abschreibungen 451.818,02 358.265,27
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 451.818,02 358.265,27
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.960.111,45 5.211.759,09
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 255.746,53
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 255.746,53
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.461,99 2.893,36
davon aus verbundenen Unternehmen 2.195,42 2.569,33
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.556,79 10.402,26
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 401.350,05 14.388,62
9. Ergebnis nach Steuern 969.566,97 365.571,89
10. sonstige Steuern 22.668,68 29.619,74
Jahresüberschuss 946.898,29 335.952,15

Anhang

Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

A. I Allgemeine Angaben

Die Haug Chemie GmbH mit Sitz in Sinsheim wird unter der Handelsregisternummer HRB 340395 beim Amtsgericht Mannheim geführt.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

B. I Auf Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

B.I.1 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Zugänge werden linear auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden, soweit erforderlich, vorgenommen.

B.I.2 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder, sofern notwendig, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

B.I.3 Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt unter Ansatz der Anschaffungskosten nach § 253 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 255 HGB.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Zum Ansatz kommen neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und Verwaltungskosten. Vertriebskosten und Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

B.I.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen wurden mit dem Barwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

B.I.5 Liquide Mittel

Liquide Mittel sind zu den Nominalwerten angesetzt.

B.I.6 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgte mit dem geschätzten Erfüllungsbetrag.

B.I.7 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. II Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Für die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ergibt sich nach § 265 Abs. 3 HGB nachfolgende Mitzugehörigkeit:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 200.608,81 EUR
Sonstige Vermögensgegenstände 2.195,42 EUR
Summe 202.804,23 EUR

C. Erläuterungen zur Bilanz

C. I Anlagevermögen

Die Entwicklung der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten ist im Anlagespiegel dargestellt.

C. II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - allesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

C. III Eigenkapital

Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. III.1 Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB

Der Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,5 TEUR zwischen der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einem 7- bzw. 10-Jahresdurchschnittszins ist ausschüttungsgesperrt.

C. IV Rückstellungen

C. IV.1 Pensionsrückstellungen

Die Gesellschaft hat zur Berechnung der Pensionsrückstellungen die Projected Unit Credit Methode gewählt. Als Rechnungszins wurden 1,83 % angesetzt, als Sterbetafeln kamen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zum Ansatz. Als Rententrend wurden 2,0 % berücksichtigt.

C. V Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel wie folgt dargestellt:

Mit einer Restlaufzeit von
Stand am 31.12.2023
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesicherte Beträge
TEUR
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber 899.964 78.994 469.408 351.562 750.000 Grundschuld,
Kreditinstituten (225.694) (75.730) (149.964) (0) (225.694) Sicherungsübereignung
Sonstige 1.243.296 1.214.078 29.218 0 996.886 handelsübliche
Verbindlichkeiten (1.332.120) (1.279.663) (51.457) (0) (1.065.600) Eigentumsvorbehalte
Summe 2.143.260 1.293.072 498.626 351.562 1.746.886
(1.557.814) (1.356.393) (201.421) (0) (1.291.294)

C. VI Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietleasing oder Wartungsverträgen bestehen folgende Verpflichtungen:

EUR
fällig in 2024 483.618
fällig ab 2025 bis Vertragsende 329.142
812.760

Weitere finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Das Bestellobligo für das Anlagevermögen steht im Zusammenhang mit der Sanierung des Standortes. Zum aktuellen Zeitpunkt gehen wir von 5.000 bis 8.000 TEUR aus.

C. VII Passive latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Sachanlagegütern, Sonderposten mit Rücklagenanteil und Rückstellungen ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 29,63 %.

Die sich zum 31. Dezember 2023 insgesamt ergebende Steuerbelastung wurde in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt.

Die latenten Steuersalden haben sich wie folgt entwickelt:

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
Passive Steuersalden 190.396 EUR 190.082 EUR 314 EUR

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

D. I Aufwendungen aus der Abzinsung

Unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2.518,00 EUR (Vj: 2.695,00 EUR) enthalten.

D. II Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind neben den Steuern auf das laufende Ergebnis latente Steuern in Höhe von 0,3 TEUR enthalten.

E. Sonstige Angaben

E. I Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2023
Arbeitnehmer und Angestellte 104
Angabe laut § 267 HGB 104
Auszubildende 5
Geschäftsführer 1
110

E. II Organmitglieder

Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr 2023 war Herr Dr. Andreas Stumpe, Diplom-Chemiker.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

E. III Anteilsbesitz

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firma Sitz Eigenkapital Anteil an Kapital Ergebnis 2023 (teilweise vorläufig)
Haug Chemie Polska Sp. z.o.o. Milanowek Polen 975.600 EUR 95 % 121.599 EUR
Haug Chemie CZ s.r.o. Rosice Tschechien 8.327 EUR 70 % 13.822 EUR

F. Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

G. Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung wären, sind nach dem 31.12.2023 nicht eingetreten.

 

Sinsheim, 02. Mai 2024

gezeichnet Dr. Andreas Stumpe

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.360.818,94 19.565,00 0,00 586.311,92 1.966.695,86
2. Geleistete Anzahlungen 305.445,24 296.663,91 0,00 -586.311,92 15.797,23
1.666.264,18 316.228,91 0,00 0,00 1.982.493,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.587.160,51 0,00 0,00 0,00 5.587.160,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.068.049,38 0,00 0,00 0,00 3.068.049,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.458.069,53 269.648,10 221.248,85 0,00 2.506.468,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.247.212,87 1.079.159,12 0,00 0,00 3.326.371,99
13.360.492,29 1.348.807,22 221.248,85 0,00 14.488.050,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 292.692,88 0,00 0,00 0,00 292.692,88
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 83.000,00 0,00 21.000,00 0,00 62.000,00
375.692,88 0,00 21.000,00 0,00 354.692,88
15.402.449,35 1.665.036,13 242.248,85 0,00 16.825.236,63
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.283.247,94 114.417,92 0,00 0,00 1.397.665,86
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.283.247,94 114.417,92 0,00 0,00 1.397.665,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.284.598,51 102.402,00 0,00 0,00 3.387.000,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.700.951,38 66.355,00 0,00 0,00 2.767.306,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.861.807,53 168.643,10 221.189,85 0,00 1.809.260,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.847.357,42 337.400,10 221.189,85 0,00 7.963.567,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.130.605,36 451.818,02 221.189,85 0,00 9.361.233,53
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 569.030,00 77.571,00
2. Geleistete Anzahlungen 15.797,23 305.445,24
584.827,23 383.016,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.200.160,00 2.302.562,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 300.743,00 367.098,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 697.208,00 596.262,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.326.371,99 2.247.212,87
6.524.482,99 5.513.134,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 292.692,88 292.692,88
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 62.000,00 83.000,00
354.692,88 375.692,88
7.464.003,10 6.271.843,99

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zum vollständigen Jahresabschluss sowie dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Haug Chemie GmbH, Sinsheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Haug Chemie GmbH, Sinsheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Haug Chemie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unseren Beurteilungen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, 22. Mai 2024

OT-audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gezeichnet Oskar Ulrich, Wirtschaftsprüfer

gezeichnet Dirk Müller, Wirtschaftsprüfer

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