Elsevier GmbH
Selbe AdresseVerlegen von Zeitschriften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fiona Henderson seit 21.4.2023 | Geschäftsführer |
Hannu Gutt seit 10.7.2019 | Prokura |
Peter Eichhorn seit 25.11.2013 | Prokura |
Olaf Larg Lodbrok seit 25.6.2007 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Elsevier GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Elsevier GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Elsevier GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elsevier GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 29. September 2022 Ernst
& Young GmbH
Bostedt, Wirtschaftsprüfer Murrmann, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021I Allgemeine Hinweise Die Elsevier GmbH mit Sitz in München ist unter HRB 152680 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Hierbei ist von den für mittelgroße Gesellschaften geltenden Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über eine Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter eines Jahres, deren Anschaffungskosten über einem Wert von EUR 250 liegen und EUR 1.000 nicht überschreiten, werden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Gesellschaft hat unverändert von dem Wahlrecht zur Beibehaltung des niedrigeren Wertansatzes nach Art. 48 Abs. 2 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Vorräte Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu Anschaffungskosten bilanziert. Die unfertigen Leistungen bzw. Erzeugnisse wie Druckwerke (Werke in Herstellung) und fertigen Erzeugnisse (Buchbestände) wurden mit ihren Herstellungskosten unter Berücksichtigung eines 8 %-igen Gemeinkostenzuschlags angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Soweit wegen nur eingeschränkter Verwertbarkeit oder Verkäuflichkeit Abschläge erforderlich waren, wurden diese unter Beachtung des Vorsichtsprinzips vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt; zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Bankguthaben entsprechen den Nominalwerten. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital entspricht dem in das Handelsregister eingetragenen Stammkapital von EUR 26.000,00. Latente Steuern Aufgrund der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der direkten Muttergesellschaft werden latente Steuern beim Organträger bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G bewertet. Die Bewertung erfolgte nach dem PUC-(Projected-Unit-Credit-)-Verfahren unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses und des Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Beim PUC-Verfahren wird der Barwert erwarteter künftiger Zahlungen ermittelt, die erforderlich sind, um die aufgrund von Arbeitnehmerleistungen bis zum Bilanzstichtag entstandenen Verpflichtungen abgelten zu können. Ferner wurde der Bewertung folgende Annahmen zugrunde gelegt:
Für die Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionäre verpfändet und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Entsprechend werden diese Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Bewertung der Rückstellungen für Dienstjubiläen fand die PUC-Methode (Rechnungszins 1,35 %) unter Berücksichtigung der Heubeck Richttafeln 2018 G Anwendung. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsumrechnung Die ausschließlich kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält zeitraumbezogene Zahlungseingänge im Berichtsjahr für Umsatzerlöse, die erst nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. III Bilanzerläuterungen 1 Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Das Eigenkapital und das Ergebnis der Gesellschaft in Polen spiegeln den Stand per 31. Dezember 2021 wider. 2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Salden mit verbundenen Unternehmen Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Verpflichtungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.599 enthalten (Vorjahr: TEUR 3.452). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit TEUR 5.719 (Vorjahr: TEUR 10.506) auf Cash-Pool-Forderungen, im Übrigen wie im Vorjahr auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 4.350 (Vorjahr: TEUR 5.044). 3 Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen haben einen Wert von TEUR 2.369 (Vorjahr: TEUR 2.495). Der Betrag der mit Aufwendungen verrechneten Erträge war TEUR 1. Die Pensionsrückstellungen betreffen mit TEUR 445 ehemalige Geschäftsführer. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich bei einem Rechnungszinssatz von 1,35 % auf TEUR 112. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich mit TEUR 1.359 sowie in 2022 erhaltene Kosten für 2021 mit TEUR 819. 4 Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 6.558 (Vorjahr: TEUR 9.157) enthalten in Höhe von TEUR 6.558 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 9.157) aus Ergebnisabführung. 5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Nutzung eines Teils unserer Sachanlagen liegen Operating-Leasingverträge zugrunde. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. IV Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Währungsumrechnungsgewinne von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 37). Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 112). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungsumrechnungsverluste von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 44). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten keine Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 60). Das Ergebnis wird an den Gesellschafter aufgrund des existierenden Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. V Sonstige Angaben Prüfungskosten Das Honorar der Abschlussprüfer für das Jahr 2021 beträgt voraussichtlich 80 TEUR. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres 2021 wurden durchschnittlich 135 (Vorjahr 131) Angestellte beschäftigt. Organe Zu Geschäftsführern sind bestellt:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für 2021 betrugen TEUR 533. Die Bezüge früherer Geschäftsführer und deren Angehörige werden über Pensionszahlungen abgebildet. Die Pensionszahlungen an frühere Geschäftsführer für 2021 betrugen TEUR 58. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RELX plc, London, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt und veröffentlicht. Der Konzernabschluss ist auf der Website www.relx.com erhältlich. Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der RELX plc, London, einbezogen wurde. Nachtragsbericht Seit Anfang 2020 verfolgen wir die Ausbreitung und Fortentwicklung der von COVID-19 verursachten Gesundheits- und Wirtschaftskrise. Diese hatte bislang keine negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftsergebnisse. Allerdings verzeichnen wir durch pandemiebedingte Lieferengpässe einen signifikanten Anstieg bei den Papierpreisen. Diese werden sich in Preiserhöhungen bei unseren Büchern niederschlagen. Welche Auswirkungen dies auf unsere Absätze hat, können wir momentan noch nicht absehen. Wir erwarten allerdings keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung. Seit Anfang 2022 verfolgen wir die Ausbreitung und Fortentwicklung der durch den Krieg in der Ukraine verursachten Wirtschaftskrise. Die effektiven Auswirkungen sind abhängig von der weiteren Entwicklung und Dauer des Krieges. Eine Quantifizierung der Effekte ist zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Wir erwarten allerdings insgesamt eine Verstärkung der bereits beschriebenen pandemiebedingten Effekte. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres bis zur Erstellung des Abschlusses aufgetreten, die nicht im Jahresabschluss berücksichtigt wurden.
München, den 29. September 2022 Olaf Lodbrok, Geschäftsführer Patrick Scheidt, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021Allgemeines - Rechtlicher Rahmen RELX ist ein globaler Anbieter von informationsbasierten Analyse- und Entscheidungstools für professionelle und geschäftliche Kunden in verschiedenen Branchen. In den Märkten für Wissenschaft, Technik und Medizin bietet RELX Informationen und informationsanalytische Lösungen an, die Institutionen und Fachleuten helfen, die Wissenschaft, das Gesundheitswesen und ihre Produktivität zu verbessern. Die Elsevier GmbH ist eine Tochtergesellschaft der RELX Deutschland GmbH und stellt Informationen für Healthcare Professionals, Medizinstudenten und Krankenhäuser als Print-, Online-, Mobile Medien sowie im Rahmen integrierter Software und webbasierter Lösungen zur Verfügung. Die Elsevier GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 152680 eingetragen. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft RELX Deutschland GmbH, Düsseldorf. - Prozessorganisation Customer Service, Auftragsabwicklung des Fachbuch- und Zeitschriftengeschäfts sowie das Debitorenmanagement werden seit April 2010 als Dienstleistungen im Rahmen eines Outsourcing-Vertrags eingekauft. Die internationale Unternehmensstruktur von Elsevier orientiert sich in der Region EMEALA (Europe Middle East Africa Latin America) anhand der Kundensegmente und nicht geographisch. Damit folgen die Berichtswege in der Gruppe weniger den Ländern, sondern den Kundensegmenten und schaffen somit eine Aufbauorganisation, die sachliche statt nationale Einheiten bildet. Auch sind zuarbeitende Funktionen (Personal, Finance, Operations) in internationale Shared Service Units integriert und Systeme und Abläufe standardisiert. Entwicklung der Branche Wie der Börsenverein bekanntgab, konnten Verlage und Buchhandlungen die leicht positive wirtschaftliche Bilanz des Vorjahres im Bereich "Naturwissenschaften, Medizin, Informatik und Technik" nicht festhalten. Das für uns relevante Segment des Buchmarktes verzeichnete im vergangenen Jahr laut Zahlen von Media Control einen Umsatzrückgang um 2,3 Prozent. Die abnehmende Präsenz von Fachbüchern im stationären Buchhandel führt darüber hinaus für die Warengruppe Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik in diesem Vertriebsweg zu einem Minus von -16,9 Prozent. Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2021 ist der Gesamtumsatz um 2,7 % niedriger ausgefallen (EUR 33,2 Mio. und Vj. EUR 34,2 Mio.). Das Buch-Printgeschäft verlor an Umsatz (Rückgang von TEUR 17.630 auf TEUR 16.430; -6,8 %). Dies übersteigt den Trend im für uns relevanten Segment des Buchmarktes (im Vergleich zum Vorjahr war im Segment "Naturwissenschaften, Medizin, Informatik und Technik" ein Rückgang um 2,3 % zu verzeichnen). Bei den Umsätzen mit digitalen Buchinhalten (eBooks, eLibrary, Apps, Books on Science Direct etc.) können wir einen Umsatzwachstum ggü. dem Vorjahr in Höhe von 36,4 % (von TEUR 1.638 auf TEUR 2.233) melden. Insgesamt ist der Umsatz im Bereich Buchgeschäft (Druck - und elektronische Exemplare) um TEUR 264 (1,3 %) im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die erwartete leichte Erholung hat sich nicht eingestellt. Bei den Journals war ein Umsatzanstieg in Höhe von 2,0 % ggü. Vorjahr zu verzeichnen (von EUR 10,3 Mio. auf EUR 10,6 Mio.).
1 Vgl. Boersenverein.de (2020): "Branchen
Monitor Buch Ausgabe Januar 2022",
https://www.boersenverein.de, Abruf am 22.06.2022.
Der Umsatz im Pharmageschäft (Vertrieb wissenschaftlicher Studien und Projektgeschäft) ist im Vergleich zum Vorjahr um 64,1 % zurückgegangen. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung ist erwartungsgemäß gesunken (von EUR 9,2 Mio. auf EUR 6,6 Mio. um 28,3 %). Ertragslage Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um TEUR 909 (2,6 %) gesunken. Mit den Geschäftsbereichen Bücher und Journals konnten Deckungsbeitragsmargen in niedrigerer Höhe als im Vorjahr erzielt werden (Rückgang von EUR 30,296 Mio. auf EUR 30,240 Mio.). Die Deckungsbeitragsmarge für Sonstiges ist gesunken (Rückgang von EUR 2,8 Mio. auf EUR 1,1 Mio.) Das abzuführende Jahresergebnis der Berichtsperiode beläuft sich auf EUR 6,6 Mio. EUR 2,6 Mio. niedriger im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr (abgeführtes Ergebnis des Vj. EUR 9,2 Mio.). Wesentlichen Anteil an dem niedrigeren Jahresergebnis hatten eine Dividende der Tochtergesellschaft Elsevier Polen von insgesamt EUR 2,2 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio.). Vermögenslage Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert zum einen aus der Abnahme der Forderungen und Verbindlichkeiten jeweils gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der RELX Deutschland GmbH. Aufgrund des gesunkenen Jahresergebnisses (EUR 6,6 Mio.; Vj. EUR 9,2 Mio.) ist diese Verbindlichkeit entsprechend gesunken. Außerdem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund stichtagsnaher Zahlungen um EUR 1,6 Mio. gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um EUR 4,8 Mio. gesunken. Die Veränderung steht im Zusammenhang mit Ausschüttungsforderungen des Tochterunternehmens in Polen. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 694 resultiert im Wesentlichen aus stichtagsnahen Zahlungen seitens der Debitoren sowie dem Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig verzeichnet der aktive Rechnungsabgrenzungsposten einen Anstieg in Höhe von TEUR 556. Dieser ist im Wesentlichen durch eine Vorauszahlung in Höhe von TEUR 500 an einen Lieferanten verursacht. Der größte Teil der Bilanzsumme entfiel unverändert auf das Umlaufvermögen, was im Wesentlichen aus Vorräten und Forderungen bestand. Letztere enthalten auch Cashpool-Forderungen gegen Konzerngesellschaften. Das Eigenkapital bleibt im Vergleich zum letzten Jahr unverändert, da über den Ergebnisabführungsvertrag das Jahresergebnis von der direkten Muttergesellschaft übernommen wird. Finanzlage Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen konnten aus Mitteln des operativen Geschäftsbetriebs finanziert werden. Der Finanzbedarf der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr aufgrund des vorhandenen Cashpoolings mit dem Mutterunternehmen RELX Deutschland GmbH immer gedeckt werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind angemessen bewertet. Für die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist ebenso wie für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein wesentliches Ausfallrisiko nicht erkennbar. Zusammenfassung Zusammenfassend betrachtet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide, da ein positives abzuführendes Jahresergebnis erwirtschaftet wurde. Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung In unserem Buchgeschäft erwarten wir für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 einen rückläufigen Markt und eine wesentliche Verschlechterung der Ergebnisse in 2022 gegenüber dem Berichtsjahr 2021. Eine Stabilisierung wird im Jahr 2023 erwartet. Der Umsatz mit Lizenzen und Intercompany Services wird auf dem Niveau des Berichtsjahres oder krisenbedingt leicht darunter erwartet. Subskriptionen können aufgrund der langen Vorausplanung relativ sicher eingeschätzt werden. Dieser Bereich ist stabil mit einer steigenden Tendenz. Wir erwarten, dass die Konsolidierung im Buchhandel, beschleunigt durch die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine Krieges weiter voranschreitet und Ladenfläche in Zukunft zunehmend verschwindet. Entsprechend ist 2022 mit einem starken Umsatzrückgang des Segments Wissenschaft für den deutschen Buchmarkt zu rechnen. Stattdessen werden Kunden auf andere Informationsquellen zurückgreifen - so auch auf verlagseigene elektronische Produkte. Der Internethandel wird diesen Rückgang erwartungsgemäß nicht vollständig kompensieren. Im Detail erwarten wir die wesentlichen Umsatzimpulse über eine zunehmende Nachfrage nach elektronischen Produkten (eBooks, eLibrary, Books on Science Direct, Apps etc.). Weiterhin werden institutionelle Kunden voraussichtlich vermehrt Online-Lösungen und somit globale Elsevier Produkte (ClinicalKey Physician, ClinicalKey Now, ClinicalKey Student, Journals Consult, Order Sets, Datenbanken) abonnieren. Diese Produkte und deren Vertrieb in Deutschland werden weiter ausgebaut. Für das Journalgeschäft erwarten wir im Jahr 2022 einen leichten Rückgang. Für den steigenden weltweiten Bedarf an wissenschaftlichen Informationen produzieren wir englischsprachige Inhalte, die zugleich einen höheren Impact Factor 1 aufweisen. Das Journalgeschäft bleibt stark von den Budgets der öffentlichen Hand abhängig. Nach wie vor dient die Plattform Science Direct als wesentlicher Treiber für die Journalumsätze. In Summe über die einzelnen Geschäftsfelder und vor dem Hintergrund einer erwartet positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (+2,2% BIP) 2 planen wir, dass der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2022 etwas unter dem Niveau des Jahres 2021 liegen wird. Die Grundlage für unsere Planung sind Abonnementdaten 3 , Programmplanungsdaten 4 und Vertriebsdaten, die mittels einer Annäherungsanalyse verfeinert werden.
1 Der Impact Factor für u. a. das EJCB
(European Journal of Cell Biology) beträgt 3,825 und
misst die durchschnittliche Anzahl an Zitaten eines
Artikels des Journals in den letzten zwei Jahren.
Unsere Analyseergebnisse werden schließlich mit internationalen Benchmarks verglichen und in einem mehrstufigen Planungsprozess (zeitlich wie abteilungsübergreifend) laufend verfeinert und aktualisiert. Der Aufwand für Konzernumlagen ist wegen der Inanspruchnahme internationaler Serviceleistungen auch für das Jahr 2022 ein wesentlicher Kostenfaktor. Insgesamt erwarten wir für 2022 ein positives Jahresergebnis. Im Vergleich zu 2021 erwarten wir einen leichten Rückgang. Wir haben die Auswirkungen von COVID-19 und des Ukraine Krieges im Rahmen der Bewertung der Unternehmensfortführung berücksichtigt und sind zu dem Schluss gekommen, dass dies keine Auswirkungen auf die Fähigkeit hat, die Unternehmensfortführung zu gewährleisten. Zugleich ist der Fortbestand der Gesellschaft weiterhin aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft RELX Deutschland GmbH, Düsseldorf, vom Fortbestand der Muttergesellschaft abhängig, soweit hypothetisch Verluste zu übernehmen wären. Andere Elemente mit möglichem Einfluss auf die künftigen Chancen und Risiken Einbindung in die RELX Gruppe: Grundsätzlich sind die Risiken der Gesellschaft als Teil der gesamten RELX Gruppe in Zusammenhang mit der Entwicklung der gesamten RELX Gruppe zu sehen. Die allgemeine wirtschaftliche Lage und Entwicklung beeinflusst auch den Bedarf und das Einkaufsverhalten unserer Kunden. Insofern besteht auch für uns eine gewisse Abhängigkeit von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Hierzu gehören auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine Krieges. Preissteigerungen im Einkauf sind aus heutiger Sicht zu erwarten. Diese können eventuell an den Markt weitergegeben werden. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken werden derzeit als gering eingeschätzt, da die Finanzierungsituation der RELX Gruppe als stabil und der laufende Cashflow aus der operativen Tätigkeit als ausreichend angesehen werden. Für die Gesellschaft bestehen derzeit weder in rechtlicher noch wirtschaftlicher Hinsicht wesentliche Risiken, die aus Sicht der Geschäftsführung zu einer Existenzgefährdung führen könnten. Risikomanagement Die Gesellschaft hat ein seit Jahren bestehendes internes Berichtswesen zur Steuerung des Geschäfts und zur Erkennung von Chancen und Risiken. Darunter fallen regelmäßige, schriftliche Reports der unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen über Markt-, Umsatz- und Ertragsentwicklungen sowie ein regelmäßiger, gruppenübergreifender Erfahrungsaustausch. Die Berichte werden regelmäßig aktualisiert, um die Entwicklungen und operativen Chancen und Risiken für die RELX Gruppe frühzeitig zu erkennen und aussagekräftig abzubilden. Die operativen Tätigkeiten konnten von den Mitarbeitern, bedingt durch COVID-19, weitestgehend reibungslos von zuhause durchgeführt werden. Es war die notwendige Infrastruktur, z.B. die Ausstattung mit Notebooks, Teams, Zoom und Office 365, Anfang 2020 bereits eingeführt. In diesem Rahmen wird auch regelmäßig die jeweils aktuelle COVID-19-Situation und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine evaluiert, um kurzfristige Entscheidungen, soweit nötig, herbeizuführen. Da die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt weitestgehend stabil gehalten werden konnte, bedurfte es bislang keinerlei gravierenden Entscheidungen. Im Rahmen der Einbindung der Elsevier GmbH in den Gesamtkonzern der RELX Gruppe führen wir regelmäßige SOX (Sarbanes-Oxley Act) Routinen und Prüfungen durch. 7 Dies beinhaltet auch eine regelmäßige Überprüfung und Nachjustierung der Geschäftsstrategie und deren Umsetzung, der Controlling-Methoden und der Berichtssysteme. Darüber hinaus schulen wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich im korrekten Umgang mit Geschäftspartnern (entsprechend den Kriterien des UK Bribery Act und dem US Foreign Corrupt Practices Act) und in der Anwendung von vorbildlichen Datenschutzregeln (DSGVO). Auch wurden zahlreiche Maßnahmen getroffen, um unsere Zulieferunternehmen für ein ethisch korrektes Geschäftsverhalten zu verpflichten und deren Risikomanagement zu verbessern. Zwar können durch solche Kontroll- und Managementsysteme Risiken nicht ausgeschlossen, jedoch minimiert werden. Im Berichtsjahr und im laufenden Geschäftsjahr wurden keine nennenswerten Vorfälle oder Regelverletzungen festgestellt.
München, den 29. September 2022 Olaf Lodbrok, Geschäftsführer Patrick Scheidt, Geschäftsführer |
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