Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 165316
Eingetragen
12.9.1975
Branche
UnternehmensberatungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermittlung von Arbeitskräften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Personalberatung, insbesondere die Beratung von Unternehmen auf dem Gebiet der Personalauswahl und der Personalbewertung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Andreas Frische
seit 30.11.2021
Geschäftsführer
Thomas Streveld
seit 29.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MU Group ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MU Group AB
Sweden
25.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mercuri Urval GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Mercuri Urval GmbH, Hamburg

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist im Bereich der Personalberatung tätig. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Leadership Acquisition (Executive Search und Professional Recruitment, d.h. Suche, Auswahl und Gewinnung von Führungskräften und Fachkräften) sowie Leadership Advisory (Talent Advisory, Managementdiagnostik und sonstige HR-Beratung).

2. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes und der Branche

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen recht unterschiedlich. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an.

Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen.

Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten.

Das Baugewerbe erreichte 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenn gleich deutlich weniger, im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Pandemie erstmals seit 14 Jahren zu einem Rückgang der Erwerbstätigenzahl geführt. Im Zuge des Aufholprozesses nach der Pandemie war die Erwerbstätigkeit im Jahr 2022 kräftig gestiegen. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels.

Entscheidend für die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt war die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Jahresdurchschnitt 2023 um 363 000 Personen wuchs (+0,9 %). Der Großteil davon waren sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Bei den Selbstständigen setzte sich im Jahr 2023 dagegen der seit zwölf Jahren andauernde Abwärtstrend fort (-0,8 %). Insgesamt zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt im Jahr 2023 in einem weiterhin schwierigen Umfeld robust.

Die Europäische Kommission berichtete für die 27 EU-Mitgliedstaaten der Eurozone einen Anstieg des preisbereinigten BIP um 0,4 %. Unter den vier größten EU-Mitgliedstaaten ist Deutschland das einzige Land mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023.

Im Jahr 2023 verzeichnete die Personalberatungsbranche in Deutschland einen Umsatzrückgang von 2,5 Prozent, was den Gesamtumsatz auf 2,9 Milliarden Euro reduzierte.

Besonders betroffen war das klassische Kerngeschäft der Führungskräfte- und Spezialistensuche, das 80 Prozent des Marktes ausmacht und einen deutlichen Umsatzrückgang erlitt. Diese Entwicklung wurde durch die wirtschaftliche und politische Unsicherheit in Deutschland verstärkt, wodurch Unternehmen weniger Personal suchten.

Trotz dieser Herausforderungen gab es in bestimmten Bereichen Wachstum. Die Nachfrage nach Interim-Managern stieg um 10,1 Prozent, und die Bereiche Potenzialanalyse & Diagnostik sowie Management Development verzeichneten Zuwächse von 6,0 Prozent bzw. 9,5 Prozent.

Dennoch erschwerten Faktoren wie die zunehmende Unverbindlichkeit von Kandidaten und verlängerte Entscheidungszeiten der Klienten die Besetzungsprozesse.

Im Jahr 2024 setzte sich der Abwärtstrend in der deutschen Personalberatungsbranche fort. Laut der Studie „Facts & Figures zum Personalberatungsmarkt 2024“ des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) verzeichnete die Branche einen Umsatzrückgang von 3,5 Prozent, wodurch der Gesamtumsatz auf 2,8 Milliarden Euro sank.

3. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikationen zur Steuerung des Unternehmens werden insbesondere die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern und vor Finanzergebnis (EBIT) verwendet.

4. Entwicklung der Gesellschaft

a. Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Gesellschaft sank im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.209 bzw. 4,7% auf TEUR 24.360 (Vorjahr: TEUR 25.569). Es ist zu erwähnen, dass in 2023 erstmals eine Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 788 ausgewiesen wurde. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 421 oder 1,6% vermindert.

Trotz eines Rückgangs der aktiven Kunden um 8% konnten der Gesamtumsatz und der Umsatz pro Auftrag weiter gesteigert werden. Wesentlicher Treiber war hier eine deutlich höhere Kundenbindung. Die fortgesetzte Re-Positionierungs-Strategie der Gesellschaft besteht darin, den Anteil der Besetzung gehaltsstarker Positionen (Executive Search) zu erhöhen. Hohe Kundenbindung, wachsende Durchschnittshonorare und nicht zuletzt die Einstellung zusätzlicher Berater, die das Geschäftsfeld Executive Search und Leadership Advisory bedienen können, sollen auch für die kommenden Jahre Wachstum und eine stabile wirtschaftliche Entwicklung gewährleisten.

Die Fokussierung auf das Geschäftsfeld Executive Search, wird nicht zuletzt durch die Akquisition der Delta Management Consultants GmbH unterstrichen. Durch diese Akquisition wurden Kapazität und Qualität dieses Teils des Dienstleistungsportfolios weiter erhöht.

Der Anteil der Premiumdienste am Gesamtumsatz ist im Geschäftsjahr 2023 weiter gestiegen. Der Umsatz des Unternehmens verteilte sich in 2023 zu 72,4 % auf das Hauptgeschäftsfeld Executive Search und nur noch zu 17,8 % auf das traditionelle Geschäftsfeld Professional Recruitment. Leadership Advisory (Managementdiagnostik und sonstige HR-Beratung) waren mit 9.8 % am Gesamtumsatz beteiligt.

b. Mitarbeiter

Die Mercuri Urval GmbH, Hamburg, beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 82 (Vorjahr: 76) Mitarbeiter.

B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

31.12.2023 Vorjahr
gesamt
TEUR
% kurzfristig
TEUR
gesamt
TEUR
%
Anlagevermögen 300 1,5 0 213 1,1
Vorräte (unfertige Leistungen) 788 3,9 788 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.553 92,5 16.781 16.781 90,5
Liquide Mittel 309 1,5 1.397 1.397 7,5
Rechnungsabgrenzungsposten 106 0,5 169 169 0,9
Umlaufvermögen/RAP 19.756 98,5 18.347 18.347 98,9
20.056 100 18.347 18.560 100
Gezeichnetes Kapital 26 0,1 0 26 0,1
Kapitalrücklage 238 1,2 0 238 1,3
Gewinnvortrag 7.465 37,2 0 4.754 25,4
Jahresüberschuss 1.112 5,5 0 2.712 14,5
Eigenkapital 8.841 44,1 0 7.729 41,2
Rückstellungen 777 3,9 2.325 2.325 12,4
Verbindlichkeiten 10.438 52,0 8.694 8.506 46,4
Fremdkapital 11.215 55,9 11.019 10.831 58,8
20.056 100 11.019 18.560 100

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Verminderung der Forderungen aus Leistungen um TEUR 429 liegt in einer erwartbaren Bandbreite bei dem erzielten Umsatz und dem gezielten Abbau überfälliger Forderungen. Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.350 ist im Wesentlichen durch das Cash-Pooling bedingt und hier im Wesentlichen aus dem positiven operativen Cashflows und Verminderung des Guthabens bei Kreditinstituten.

Die Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 1.112 entspricht dem Jahresüberschuss des Jahres 2023.

Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 776 (Vorjahr: TEUR 2.325). Die Verminderung der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf geringere Steuerrückstellungen aufgrund von Zahlungen für Steuerverbindlichkeiten für die Geschäftsjahre 2022 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.932 auf TEUR 10.438 erhöht. Der wesentliche Teil betrifft die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Lizenzgebühren und der zentralen Konzernabgaben zurückzuführen. Im Übrigen wurden die Lizenzgebühren für die Jahre 2021 und 2022 nicht gezahlt, da ein Antrag auf Befreiung von Kapitalertragsteuer anhängig ist.

2. Finanzlage

Die Zahlungsmittelflüsse lassen sich wie folgt darstellen:

in TEUR 2023 2022
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.570 6.242
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.659 -5.761
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.089 481
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.397 916
Finanzmittelfonds am Ende der Periode (= liquide Mittel) 309 1.397

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit TEUR 1.570 im Gegensatz zu dem des Vorjahres um TEUR 4.672 gesunken, was insbesondere auf die Verschlechterung des operativen Ergebnisses (bereinigt um zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge) zurückzuführen ist. Weitere negative Auswirkungen auf den Cashflow aus operativen Tätigkeiten haben gezahlte Einkommensteuern sowie Veränderungen im Zusammenhang mit unfertigen Arbeiten.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist, wie im Vorjahr, im Wesentlichen aus Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (Cash-Pooling) geprägt, zusätzlich ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein einsprechender Effekt aus dem Erwerb einer Unternehmensbeteiligung. Es entstand kein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit für das Jahr 2023, wie auch im Vorjahr.

Der letztjährige Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde von TEUR 6.146 auf TEUR 6.242 aktualisiert. Der letztjährige Cashflow aus Investitionstätigkeiten wurde von TEUR -5.665 auf TEUR -5.761 aktualisiert.

3. Ertragslage

2023
TEUR
% Vorjahr
TEUR
% Veränderung
TEUR
%
Umsatzerlöse 24.360 95,1 25.569 98,7 -1.209 -4,7
Erhöhung Bestand unfertige Leistungen 788 3,1 788 100,0
Übrige betriebliche Erträge 455 1,8 341 1,3 114 33,4
Betriebsleistung 25.603 100,0 25.910 100,0 -307 -1,2
Personalaufwand -12.131 -47,4 -11.526 -44,5 -605 5,2
Abschreibungen -73 -0,3 -62 -0,2 -11 17,7
Übrige betriebliche Aufwendungen
(inkl. Sonstige Steuern) -10.909 -42,6 -10.309 -39,8 -600 5,8
Betriebsaufwand -23.113 -90,3 -21.897 -84,5 -1.216 5,6
EBIT 2.490 9,7 4.013 15,5 -1.523 -38,0
Zinsertrag 366 1,4 0 0 366 100,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen -765 -3,0 0 0 -765 100,0
Zinsaufwendungen 0 0 -4 -0,1 4 -100,0
Finanzergebnis -399 -1,6 -4 -0,1 -395 9875,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.091 8,2 4.009 15,4 -1918 -47,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -979 -3,8 -1.297 -4,9 318 -24,5
Jahresergebnis 1.112 4,3 2.712 10,5 -1.600 -59,0

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr insgesamt auf TEUR 24.360 und verminderten sich um 4,7% bzw. TEUR 1.209 im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2023 wurden 78 % (Vorjahr: 91 %) des Umsatzes mit dem Recruiting- und Beratungsgeschäft erzielt, 15 % bestehen aus Beträgen, die anderen MU-Unternehmen für zentrale Kosten in Rechnung gestellt werden, 2 % wurden für Mediakosten berechnet und 4 % waren für sonstige Kosten einschließlich Reisekosten in Rechnung gestellt.

Es wurde im Jahr 2023 eine Erhöhung des Bestands der unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 788 ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere wie im Vorjahr die verrechneten sonstigen Sachbezüge in Höhe von TEUR 455.

Die Personalaufwendungen stiegen im Jahr 2023 um TEUR 605 auf TEUR 12.131 und die Zahl der Beschäftigten betrug durchschnittlich 82. Die Personalkostenerhöhung sind im Wesentlichen durch Gehaltsanpassungen und neu eingestellte Mitarbeiter bedingt.

Die Personalintensität ist gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozentpunkte auf 47,4% gestiegen. Die Erhöhung ist darauf zurückzuführen, dass die Gehaltsanpassungen überproportional zu der Umsatzsteigerung waren und neue Mitarbeiter noch nicht den Produktivitätsgrad der etablierten Mitarbeiter hatten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 600 auf TEUR 10.909 erhöht. Die Erhöhung um 5,8% steht im deutlichen Zusammenhang mit den inflationsbedingten Preissteigerungen, insbesondere bei den Beratervorleistungen, sowie Werbe- und Reisekosten und weiterbelasteten Insertionen für Kunden.

Da sich die Umsatzerlöse um 4,7% vermindert haben und die Kosten inkl. Personalkosten gestiegen sind, hat sich das EBIT um TEUR 836 auf TEUR 2.490 vermindert.

Die Ertragsteuern beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Körperschaftsteuern von TEUR 467 (Vorjahr: TEUR 632) und Gewerbesteuer von TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 664) für das Geschäftsjahr 2023. Die Verminderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Verminderung des Ergebnisses vor Steuern.

Die geplante Umsatzsteigerung von 11% bezogen auf die Umsatzerlöse 2022 konnte nicht erreicht werden. Das EBIT des Geschäftsjahres 2023 lag mit TEUR 2.490 ebenso unter der EBIT-Prognose von rund TEUR 3.317 im Vorjahr, was insbesondere auf höhere Kosten und den Umsatzrückgang, trotz Ausweises der Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen, zurückzuführen ist.

C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft steht weiterhin in, relativ enger, Korrelation mit der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Der deutliche Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im 4. Quartal 2023 ist auch für die Gesellschaft deutlich spürbar gewesen. Entgegen früherer Jahre war das 4. Quartal durch einen sehr schlechten Neugeschäftseingang gekennzeichnet.

Die fortgesetzte Umsetzung der Strategie, sich mit allen angebotenen Services auf gehaltsstarke Führungspositionen zu konzentrieren, führt zwar zu einer Entkoppelung vom Geschehen am allgemeinen Arbeitsmarkt, lässt aber konjunkturelle Einflüsse nicht völlig wirkungslos. Allerdings sind sie konjunkturellen Auswirkungen auf das gewählte Geschäftsfeld der Gesellschaft weniger stark als die konjunkturellen Schwankungen selbst. Insgesamt kann deshalb weiter von einem stabilen Geschäftsverlauf ausgegangen werden mit deutlichen Wachstumschancen, bei konjunktureller Erholung.

Obwohl die Energiekosten sinken und auch die Inflation zurückgeht, erholt sich die deutsche Wirtschaft nur langsam bzw. tritt weiter auf der Stelle. In diesem anspruchsvollen Umfeld hat sich die Gesellschaft gut behaupten können.

Die in der deutschen Gesellschaft etablierten Kontrollmechanismen und Risikofrüherkennungssysteme bzgl. individueller Verkaufszahlen, als auch hinsichtlich des Personalbestands und der Abwicklungskapazitäten haben sich bewährt und sind weiterentwickelt worden. Auch die Kapazitätsplanung scheint die Realität weitestgehend richtig abzubilden bzw. wird an sich ändernde Rahmenbedingungen so flexibel angepasst, dass die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft unter guter Kontrolle ist. Die Ertragslage und die Cash-Flow Position der Gesellschaft haben sich leicht verschlechtert. Durch geplante Neueinstellungen und die Akquisition der Delta Management GmbH ist der Gewinn in 2023 belastet worden. Generell können Kosten aber weiterhin mit ausreichender Flexibilität an den Geschäftsverlauf angepasst werden. Die Re-Positionierung hat den Geschäftsverlauf stabilisiert und von äußeren Einflüssen unabhängiger gemacht.

Der Forderungsbestand wird laufend überwacht und je nach Altersstruktur der Forderung werden Maßnahmen eingeleitet, um die Außenstände zu reduzieren. Das in 2022 erzielte niedrige Niveau von Altforderungen konnte nicht ganz gehalten werden. Die schwierigeren Rahmenbedingungen für die Kunden machen sich in verzögerten Zahlungseingängen, hinausgezögerten Rückmeldungen zu fehlenden Zahlungen und einigen wenigen Insolvenzen bemerkbar. Die Summe abzuschreibender Forderungen liegt über dem Niveau von 2022, ist aber weiter kein wesentlicher Einflussfaktor auf das Gesamtergebnis. Die Cashflow Position und deren Entwicklung kann weiterhin als stabil prognostizier werden.

Das Reporting-System gewährleistet die sachgerechte Information der Entscheidungsträger. Es stellt monatlich den Grad der Zielerreichung dar und zeigt als Frühwarnindikator Veränderungen im Markt an. Anhand allgemeiner und geschäftsspezifischer Kennzahlen werden die kritischen Erfolgsfaktoren im Zeitablauf beobachtet, um so frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen und zeitnah Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das im Jahr 2021 eingeführte, einheitliche, monatliche P&L-Berichtssystem (SG&A Report), das die Transparenz sowie die Reaktionsmöglichkeit und -geschwindigkeit auf Umsatz- oder Kostenabweichungen für die Geschäftsleitung verbessert hat, hat sich etabliert und wird zur Unternehmenssteuerung weiterhin eingesetzt.

Die strategische Ausrichtung auf Leadership Acquisition und Leadership Advisory wird konsequent weitergeführt. Die eingeschlagene Wachstumsstrategie wird damit weiterverfolgt.

Zum 01.06.2023 hat die Mercuri Urval Deutschland GmbH 100% der Anteile an der Delta Management Consultants GmbH erworben, im Geschäftsjahr 2024 wurde die Gesellschaft auf die Mercuri Urval GmbH verschmolzen. Auch in 2025 und darüber hinaus könnten als eine Wachstumsoption Akquisitionsaktivitäten getätigt werden.

Mit der Übernahme (01.06.2023) wurden die ehemaligen Shareholder der Delta Management Consultants GmbH als Mitarbeiter bei MU eingestellt. Ein weiterer Berater wechselte den Arbeitsvertrag am 01.09.23. Alle weiteren Mitarbeiter blieben zunächst in der Delta Management Consultants GmbH und wechselten zum 01.01.2024 oder später zur Gesellschaft oder haben Delta Management Consultants GmbH verlassen. MU verfolgt die Strategie einer vollständigen Integration und der Auflösung der akquirierten Gesellschaft. Entsprechend dieser Strategie wurde die Delta Management Consultants GmbH im Geschäftsjahr 2024 rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die Mercuri Urval GmbH verschmolzen.

Der Geschäftsführung sind keine Tatsachen bekannt, die den Bestand oder die Entwicklung der Gesellschaft gefährden könnten und über die im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB zu berichten wäre.

D. Prognosebericht

Die Konjunkturprognosen für die Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2025 gehen von einem weiteren Jahr Wachstumspause aus. Von leichtem Plus der Wirtschaftsleistung (Ifo-Institut) bus hin zu einer nachlassenden Wirtschaftsleistung (OECD) pendeln alle Prognosen um ein Null-Wachstum herum.

Wie oben erläutert, hat die strategische Ausrichtung der Gesellschaft der letzten Jahre zu einer abnehmenden Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und der Welt geführt. Dennoch wird ein gewisser konjunktureller Einfluss weiterhin bestehen bleiben. Eine krisengeschüttelte Weltwirtschaft oder eine schwache Binnenkonjunktur werden immer Auswirkungen auf den Umsatz des Unternehmens haben.

Es hat sich gezeigt, dass die Gesellschaft auch in einem wachstumsarmen Umfeld langsam weiterwachsen und profitabel wirtschaften kann. Unabhängig von den konjunkturellen Aussichten strebt die Gesellschaft ein weiteres profitables Wachstum an. Weitere Beratereinstellungen sind geplant und Akquisitionsoptionen werden permanent geprüft. Das erste Quartal 2025 zeigt einen stabilen und guten Auftragsbestand. Im Vergleich zum ersten Quartal 2024 ist der Neugeschäftseingang leicht rückläufig. Es wird davon ausgegangen, dass sich das leichte Minus im Jahresverlauf in ein leichtes Plus dreht und das angestrebte leichte Wachstum realisiert werden wird.

Das EBIT für das Geschäftsjahr 2024 wird sich nach vorläufigen Zahlen auf 2.835 TEUR und das EBITDA auf 2.714 TEUR belaufen. Posten unterhalb des EBIT, wie das Finanzergebnis, werden voraussichtlich positiv sein, was zu einem besseren Endergebnis im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 führt. Für das Jahr 2024 ergeben sich nach vorläufigen Zahlen Umsatzerlöse von 25.051 TEUR. Die grundsätzliche Nachfrage nach den Dienstleistungen des Unternehmens wird voraussichtlich in naher Zukunft stabil bleiben. Die aktuellen geopolitischen Unsicherheiten könnten allerdings die allgemeine makroökonomische Entwicklung in den relevanten Märkten beeinflussen und somit die Umsatzentwicklung beeinträchtigen. Die in den letzten Jahren eingeführten Effizienzmaßnahmen haben jedoch dazu geführt, dass die fixen und teil-fixen Kosten gesenkt wurden und die größten Kosten in der Gruppe variabel und somit definitionsgemäß flexibel sind. Für das Geschäftsjahr 2025 werden Umsatzerlöse von 24.630 TEUR erwartet, sowie ein EBITDA von 3.079 TEUR und ein EBIT von 2.938 TEUR.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 299.568,09 213.131,84
I. Sachanlagen 299.568,09 213.131,84
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 299.568,09 211.331,84
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.800,00
B. Umlaufvermögen 19.649.936,87 18.178.074,33
I. Vorräte 788.202,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.553.195,22 16.780.699,30
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.064.423,17 12.714.229,12
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.488.772,05 4.066.470,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 87.508,42 126.347,90
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 308.539,65 1.397.375,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 106.029,66 169.180,01
Summe Aktiva 20.055.534,62 18.560.386,18

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.841.119,20 7.729.091,30
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Kapitalrücklage 238.057,79 238.057,79
III. Gewinnvortrag 7.465.433,51 4.753.928,08
IV. Jahresüberschuss 1.112.027,90 2.711.505,43
B. Rückstellungen 776.313,61 2.324.953,74
C. Verbindlichkeiten 10.438.101,81 8.506.341,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.948.677,66 4.717.308,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.948.677,66 4.717.308,52
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.489.424,15 3.789.032,62
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.489.424,15 3.789.032,62
Summe Passiva 20.055.534,62 18.560.386,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 25.603.503,01 25.910.081,14
2. Personalaufwand 12.130.866,36 11.525.693,56
a) Löhne und Gehälter 11.005.437,42 10.408.651,23
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.125.428,94 1.117.042,33
3. Abschreibungen 72.757,64 62.161,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 72.757,64 62.161,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.896.724,66 10.297.059,30
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 366.020,57 58,33
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 764.543,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 764.543,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 299,82 4.395,25
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 979.133,93 1.297.466,50
9. Ergebnis nach Steuern 1.125.198,17 2.723.363,51
10. sonstige Steuern 13.170,27 11.858,08
11. Jahresüberschuss 1.112.027,90 2.711.505,43

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anhang

Mercuri Urval GmbH, Hamburg HRB 165316, Registergericht Hamburg

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Die Bilanz ist gemäß § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB gegliedert. Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungswahlrechten gemäß § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt nach individuell geschätzten Nutzungsdauern; Anhaltspunkte zur Festlegung der Nutzungsdauern ergeben sich aus den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern laut steuerlichen AfA-Tabellen. Die geschätzten Nutzungsdauern betragen 5 Jahre. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Anwendung der linearen Methode, mit gegenüber dem Vorjahr unveränderten Sätzen, und auf Basis individuell geschätzter Nutzungsdauern (Anhaltspunkt betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern gemäß steuerlicher AfA-Tabellen) ermittelt. Die geschätzten Nutzungsdauern für die Sachanlagen betragen zwischen einem Jahr und 15 Jahren. Die aktivierten Mietereinbauten werden über die Laufzeit der Mietverträge abgeschrieben.

Im Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 erworbene, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Wertansätze zum Bilanzstichtag beinhalten Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, sofern eine dauernde Wertminderung vorliegt.

Die unfertigen Leistungen enthalten vor dem Bilanzstichtag begonnene und noch nicht abgerechnete Leistungen. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten, die retrograd auf Basis der vereinbarten Verkaufspreise unter Abzug der entsprechenden Gewinnmarge ermittelt wurden. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile nach § 255 Abs. 2 HGB. Direkt zurechenbare Kosten enthalten vor allem Kosten für Personal. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht im Falle bestehender Einzelrisiken der sich nach oben genannten Abwertungsschema ergebende niedrigere beizulegende Wert zum Ansatz kam.

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die hätten abgezinst werden müssen, liegen zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr nicht vor.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse niedriger (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in Euro werden erfolgswirksam erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen ist dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) zu entnehmen.

(2) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 14.229 (Vorjahr: TEUR 12.348) sowie Forderungen aus Leistungen in Höhe von TEUR 835 (Vorjahr: TEUR 366) enthalten. Gegenüber der MU Group AB, Stockholm, Schweden, welche seit dem 30.12.2022 alleinige Gesellschafterin ist, bestehen keine Forderungen.

(3) Flüssige Mittel

Zum Bilanzstichtag beinhalten die liquiden Mittel Bankguthaben in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 1.397). Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 51) zur Sicherung von Avalkrediten im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverpflichtungen verpfändet.

(4) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 567 (Vorjahr: TEUR 723) enthalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 176), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 159), Bonus für Mitarbeiter TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 121), Rückstellungen für Follow-Up‘s von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 92), sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 50). Die Follow-Up Rückstellung betrifft künftige Aufwendungen für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit bereits abgerechneten Aufträgen.

(5) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 6.949 (Vorjahr: TEUR 4.717) und stellen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

(6) Verbindlichkeitenspiegel

Bezüglich der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und der „davon"-Vermerke zu den sonstigen Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang). Die im Verbindlichkeitenspiegel ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind, soweit nicht anders angegeben, nicht gesichert.

(7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Mieten und Kfz-Leasing betragen für 2024 TEUR 703 und für die Jahre 2025 bis 2028 TEUR 1.079.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Vereinfachungsregel gemäß § 288 Abs. 2 S.1 HGB wird teilweise angewendet.

(1.) Die Gesellschaft erzielt ihre Umsätze zu 87% in Deutschland, 7% in Europa (ohne Deutschland) sowie 6% in übrigen Ländern der Welt.

(2.) Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten die Erträge aus verrechneten Sachbezügen KFZ in Höhe von TEUR 455 (Vorjahr TEUR 341). Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 161,67 (Vorjahr EUR 0,00) wurden in den Umsatzerlösen erfasst.

(3.) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Beratervorleistungen und Werbe- und Reisekosten und weiterbelastete Insertionen für Kunden (TEUR 3.415), Gruppenkosten (TEUR 911), Lizenzaufwendungen (TEUR 1.577) Mietaufwendungen (TEUR 569), Beratungskosten (TEUR 873) sowie Kfz-Kosten (TEUR 504). Es sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 3.896,12 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten.

(4.) In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 365 (Vorjahr TEUR 0,00) enthalten.

(5.) Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält Körperschaftssteuer in Höhe von TEUR 467 und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 507 für das Geschäftsjahr, sowie Körperschaftssteuer in Höhe von TEUR 5 für Vorjahre.

(6.) Als Aufwand von außergewöhnlicher Bedeutung nach § 285 Nr. 31 HGB ist die Abschreibung einer im Geschäftsjahr 2023 erworbenen Beteiligung zu nennen. Der Betrag in Höhe von TEUR 765 ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Posten 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

(1) Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 82 (Vorjahr 76) Angestellte beschäftigt, davon waren 67 als Berater oder in der Research-Abteilung sowie 15 im administrativen Bereich tätig.

(2) Mutterunternehmen

MU Group AB, Stockholm, Schweden ist seit 30.12.2022 alleinige Gesellschafterin der Mercuri Urval GmbH, Hamburg.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (für den größten und kleinsten Kreis) der Mercuri Urval KMR AB, Stockholm, Schweden, einbezogen. Der Konzernabschluss der Mercuri Urval KMR AB ist am Sitz der Gesellschaft in Stockholm, Jakobsbergsgatan 22, SE-111 44 Schweden, erhältlich.

(3) Anteile an verbundenen Unternehmen

Angaben gem. § 285 Nr. 11 HGB

Im Geschäftsjahr 2023 war die Mercuri Urval GmbH an folgender Gesellschaft unmittelbar beteiligt:

Delta Management Consultants GmbH, Düsseldorf

Höhe der Beteiligung 100,00%
Stammkapital EUR 84.890,00
Jahresfehlbetrag 2023 EUR 541.732,40
Eigenkapital 31.12.2023 EUR -451.295,09

Im Geschäftsjahr 2023 war die Mercuri Urval GmbH an folgenden Gesellschaften mittelbar beteiligt:Copa Consulting Partner Unternehmensberatungs GmbH, Düsseldorf

Höhe der Beteiligung 100,00%
Stammkapital EUR 56.242,11
Jahresfehlbetrag 2023 EUR 417,78
Eigenkapital 31.12.2023 EUR 39.913,85

Delta Leadership Consultants GmbH, Düsseldorf

Höhe der Beteiligung 100,00%
Stammkapital EUR 26.000,00
Jahresergebnis 2023* EUR 0,00
Eigenkapital zum 31.12.2023 EUR 22.344,79

* nach Ergebnisabführung

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Befreiung gemäß § 293 HGB in Anspruch und stellt keinen Konzernabschluss auf.

(4) Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag liegen keine Haftungsverhältnisse aus Wechselobligo, Bürgschaften, Gewährleistungsverträgen oder vergleichbare Sachverhalte vor.

(5) Organmitglieder

Geschäftsführer der Mercuri Urval GmbH sind:

Thomas Streveld, Client Director und Partner

Andreas Frische, Head of Business Area und Partner

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

(6) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.112.027,90 auf neue Rechnung vorzutragen und aus dem Gewinnvortrag eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 5 Mio. vorzunehmen.

(7) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag erfolgte am 30.08.2024 die Verschmelzung der Gesellschaft mit ihrer 100%igen Tochtergesellschaft der Delta Management Consultants GmbH. Die Verschmelzung wurde rückwirkend zum 01.01.2024 gemäß den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes (UmwG) durchgeführt.

Durch die Verschmelzung wurden sämtliche Vermögenswerte und Schulden der Delta Management Consultants GmbH im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Gesellschaft übertragen. Die Verschmelzung dient der Vereinfachung der Konzernstruktur und der Optimierung interner Prozesse. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nicht zu erwarten.

Die Eintragung der Verschmelzung ins Handelsregister erfolgte am 13.09.2024.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

Bericht des Aufsichtsrats

Kein Aufsichtsrat bestellt

sonstige Berichtsbestandteile

 

Geschäftsführer

Thomas Streveld

Andreas Frische

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.09.2025 festgestellt.

„BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mercuri Urval GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mercuri Urval GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercuri Urval GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 24. September 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christian Machwirth, Wirtschaftsprüfer

gez. René Haag, Wirtschaftsprüfer

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