Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 94473
Eingetragen
4.7.2013
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
1) Der Erwerb, das Halten, die Veräußerung und die Verwaltung von direkten oder indirekten Beteiligungen an anderen Gesellschaften oder Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich der Entwicklung, der Herstellung und des Vertriebs von verbindungstechnischen Produkten und Lösungen, einschließlich der Ausübung der Tätigkeit einer Führungsoder Funktionsholding im Wege der direkten oder indirekten unternehmerischen Steuerung, Geschäftsführung und Verwaltung dieser Gesellschaften und Unternehmen, insbesondere durch das entgeltliche Erbringen von administrativen, finanziellen, kaufmännischen und technischen Dienstleistungen an die jeweilige Beteiligungsgesellschaft sowie 2) der Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Darlehensforderungen und sonstigen Finanzanlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Birgit Irene Seeger
seit 6.11.2025
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Wolfgang Geiger
seit 18.1.2017
Prokura
Andreas Müller
seit 2.3.2015
Prokura
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NORMA Group SE

Maintal

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bericht des Aufsichtsrats

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der NORMA Group SE hat im Geschäftsjahr 2020 die Tätigkeit des Vorstands der Gesellschaft entsprechend den gesetzlichen Regelungen, in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex und der Satzung der NORMA Group SE überwacht und beratend begleitet. Im Jahr 2020 hat die Corona-Pandemie auch die Arbeit des Aufsichtsrats der NORMA Group SE entscheidend beeinflusst.

Sitzungen des Aufsichtsrats im Jahr 2020

Zu Beginn jeder ordentlichen Aufsichtsratssitzung stellt der Vorstand die gesamtwirtschaftliche Situation und branchenbezogene Konjunkturerwartungen vor. Er informiert über den jeweiligen Geschäftsverlauf der NORMA Group und erläutert die Ertragslage anhand wesentlicher Kennzahlen und deren Entwicklung gegenüber dem Vorjahr und dem Budget.

Fester Bestandteil jeder ordentlichen Aufsichtsratssitzung und Prüfungsausschusssitzung ist ein detaillierter Risikobericht des Vorstands. Dabei wurden auch 2020 die relevanten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen unter Berücksichtigung von bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen bewertet. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss konnten sich im Rahmen dieser regelmäßigen Risikoberichterstattung ein klares Bild darüber machen, welche möglichen Risiken zu einer Beeinträchtigung der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten. Darüber hinaus wurden Compliance-Themen regelmäßig besprochen. Die jeweiligen Vorsitzenden berichteten im Aufsichtsrat über die Ausschusssitzungen.

2020 ging der Vorstand darüber hinaus auf jeder Sitzung ausführlich auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere das umgesetzte Hygiene-konzept, Krankheitsfälle und Werksschließungen ein. Arbeitsunfälle und Maßnahmen, die zur Verbesserung der Arbeitssicherheit umgesetzt wurden, sowie Qualität und Liefertreue wurden wie in den Vorjahren ebenfalls auf jeder -Sitzung besprochen. Darüber hinaus diskutierten Aufsichtsrat und Vorstand die langfristige Strategie der NORMA Group. Weitere Themen, die im Jahr 2020 neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf jeder Sitzung besprochen wurden, waren der Stand des "Rightsizing"- und "Get on track"-Programms sowie die Einführung von ERP-Systemen. Im Anschluss an die Sitzungen mit dem Vorstand tagte der Aufsichtsrat jeweils intern ohne den Vorstand. Im Jahr 2020 fanden die ordentlichen Sitzungen am 8. Mai 2020, 30. Juni 2020, 18. September 2020 und 27. November 2020 statt.

Aufgrund der Corona-Pandemie intensivierte der Aufsichtsrat seine Zusammenarbeit mit dem Vorstand und Führungskräften und steigerte seine Sitzungshäufigkeit gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich.

Bereits am 16. März 2020 fand unter dem Eindruck der sich abzeichnenden Pandemie eine Sitzung statt. Dabei wurde unter anderem besprochen, dass aufgrund der Auflagen zum Gesundheitsschutz die Hauptversammlung 2020 auf den 30. Juni 2020 verschoben werden müsse. Zudem wurde entschieden, mehrere Maßnahmen zur Liquiditätssicherung zu ergreifen.

Auf der darauf folgenden Sitzung, am 20. März 2020, besprach der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2019 und die laufende Nachtragsprüfung sowie den nichtfinanziellen Konzernbericht 2019 mit den Abschlussprüfern (PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, kurz PwC). Außerdem befasste er sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere auf den Cashflow und das "Get on track"-Programm, und stimmte dem Abschluss der neuen Vorstandsverträge mit Dr. Schneider und Dr. Klein zu.

Den Feststellungsbeschluss des Jahresabschlusses 2019 fasste der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 24. März 2020, an der ebenfalls die Abschlussprüfer (PwC) teilnahmen. Auf dieser Sitzung wurde außerdem endgültig beschlossen, die Hauptversammlung auf den 30. Juni 2020 zu verschieben und vorzuschlagen, nur eine Mindestdividende in Höhe von EUR 0,04 für das Jahr 2019 zu zahlen. Außerdem erläuterte der Vorstand, wie die Handlungsfähigkeit des Unternehmens vor dem Hintergrund der fortschreitenden Ausbreitung der Corona-Pandemie sicherzustellen wäre, falls sämtliche Mitglieder des Vorstands, der damals nur aus zwei Personen bestand, ihre Aufgaben vorübergehend nicht mehr erfüllen könnten.

Auf der Sitzung am 8. Mai 2020 wurde unter anderem die Vorbereitung der Hauptversammlung 2020 und der Frauenanteil in der Belegschaft der NORMA Group besprochen, für den Vorstand im Rahmen seiner Verträge Ziele zur Senkung der CO2-Emissionen festgelegt und der Vertrag mit Frau Stieve als Mitglied des Vorstands (CFO) beschlossen.

Auf der Sitzung am 30. Juni 2020 tagte der Aufsichtsrat unter anderem zu der zuvor durchgeführten virtuellen Hauptversammlung. Ferner wurden Finanzierungsverträge besprochen.

Auf der Sitzung am 18. September 2020 beschloss der Aufsichtsrat insbesondere die Neubesetzung seiner Ausschüsse und eine Änderung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, mit der die Altersgrenze des Aufsichtsrats von 70 auf 75 Jahre angehoben wurde.

Am 19. November 2020 fand eine Klausurtagung des Aufsichtsrats statt. Zunächst stellte der Vorstand die Strategie der NORMA Group mit besonderem Fokus auf das Wassermanagement ausführlich vor. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit aktuellen Informationen zum "Get on track"-Programm, Personalthemen und einer Überprüfung der Vergütung des Aufsichtsrats.

Am 27. November 2020 stimmte der Aufsichtsrat dem Budget für das Geschäftsjahr 2021 und der Mittelfristplanung zu. Außerdem befasste er sich mit einer Änderung von ABS-Verträgen, legte die Zielgesamtvergütung für den Vorstand für das Jahr 2021 fest und beschloss, die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand auf ein Drittel anzuheben. Im Zusammenhang mit der Vorstandsvergütung besprach der Aufsichtsrat die Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt.

Speziell zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie fanden vom 8. April 2020 bis 26. August 2020 sieben zusätzliche Telefonkonferenzen des Aufsichtsrats statt. Auf jeder dieser Sitzungen berichtete der Vorstand zunächst die Zahl der Fälle von Erkrankten oder in Quarantäne befindlichen Personen unter den Beschäftigten weltweit, sowie die Auswirkungen auf Umsatz, Ergebnis und Liquidität. Der Aufsichtsrat stimmte mit dem Vorstand ab, welche Mitarbeiter die Aufgaben des Vorstands notfalls kurzfristig übernehmen könnten. Weitere Themen waren Personalmaßnahmen sowie der freiwillige Verzicht des Vorstands auf einen Teil seiner Vergütung. Auch der Aufsichtsrat beschloss, auf einen Teil seiner Vergütung für das Jahr 2019 zu verzichten und diesen Betrag dem von der NORMA Group bereits geförderten Projekt mit der Hilfsorganisation Plan International zu spenden.

Auf zwei Telefonkonferenzen befasste sich der Aufsichtsrat mit Sonder-themen im Zusammenhang mit dem "Get on track"-Programm. Am 21. Februar 2020 besprach der Aufsichtsrat mit dem Vorstand den auf den Einkauf bezogenen Aspekt des Programms und stimmte dem Abschluss eines Beratervertrags zu. Am 9. Juni 2020 stellte der Vorstand die Planungen für die Schließung des Werks in Gerbershausen und Personalmaßnahmen in Maintal vor, denen der Aufsichtsrat zustimmte.

Zudem fasste der Aufsichtsrat weitere Beschlüsse außerhalb von Sitzungen. So stimmte er unter anderem dem neuen Vergütungssystem des Vorstands und der Bestellung von Frau Stieve als Mitglied des Vorstands zu sowie dem Erwerb der Minderheitsanteile von Fengfan.

Außerhalb der Sitzungen und Telefonkonferenzen berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich über die Geschäftsentwicklung der NORMA Group SE und des Konzerns und gab einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie der Auftragseingang und der Auftragsbestand wurden jeweils im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung detailliert dargestellt.

Über diese monatliche Berichterstattung und die Aufsichtsratssitzungen hinaus tauschten sich der Vorstand und der jeweilige Aufsichtsratsvorsitzende im Geschäftsjahr 2020 regelmäßig über wichtige Themen aus. Während seiner krankheitsbedingen Abwesenheit wurde Dr. Schneider, der zu dieser Zeit auch die Aufgaben des Finanzvorstands noch interimistisch weiterführte, in dieser Funktion in den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Aufsichtsrats durch den Executive Vice President Group Accounting, Tax & Reporting vertreten. Im Übrigen übernahm Dr. Klein in dieser Zeit vorübergehend sämtliche Aufgaben des Vorstands.

Neues Mitglied des Vorstands, Wechsel des Aufsichtsratsvorsitzenden und Neuordnung der Mitgliedschaften in den Ausschüssen

Seit dem 1. Oktober 2020 ist Annette Stieve Mitglied des Vorstands (CFO) der NORMA Group SE. Der Vorstand ist damit wieder vollständig besetzt.

Am 26. August 2020 teilte Herr Berg mit, dass er sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender mit Wirkung zum Ablauf des 31. August 2020 niederlegen und aus dem Aufsichtsrat ausscheiden wolle. Er begründete dies mit gesundheitlichen Problemen, zudem habe die Gruppe die erste, schwierigste Phase der Corona-Pandemie nun überstanden. Auf Herrn Berg folgte Herr Hauptmann als Aufsichtsratsvorsitzender mit Wirkung ab dem 1. September 2020.

Am 18. September 2020 beschloss der Aufsichtsrat folgende Änderungen der Mitgliedschaften in den Ausschüssen mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020:

Frau Schulte schied aus dem Prüfungsausschuss aus. Der Prüfungsausschuss hat vorübergehend nur zwei Mitglieder, Dr. Michelberger, der weiterhin Vorsitzender bleibt, und Herr Wilhelms. Sobald der Aufsichtsrat wieder sechs Mitglieder hat, soll der Prüfungsausschuss wieder auf drei Mitglieder vergrößert werden.

Herr Hauptmann schied aus dem Strategieausschuss, dessen Vorsitzender er bis dahin gewesen war, aus. Frau Forst, die bereits Mitglied des Ausschusses gewesen war, übernahm den Vorsitz. Herr Wilhelms trat in den Ausschuss ein. Frau Schulte blieb weiterhin Mitglied dieses Ausschusses.

Frau Schulte wurde neues Mitglied des Präsidial- und Nominierungsausschusses. Dr. Michelberger und Herr Hauptmann blieben Mitglieder des Präsidial- und Nominierungsausschusses. Herr Hauptmann war bereits in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender zugleich ab dem 1. September 2020 Vorsitzender dieses Ausschusses geworden, nachdem Herr Berg mit Wirkung zum Ablauf des 31. August 2020 auch aus dem Aufsichtsrat und damit auch dem Präsidial- und Nominierungsausschuss ausgeschieden war.

Der Aufsichtsrat der NORMA Group SE hat regulär sechs Mitglieder. Nachdem der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Lars Berg sein Amt mit Wirkung zum 31. August 2020 niedergelegt hat und aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, war der Aufsichtsrat vorübergehend nur mit fünf Personen besetzt. Für die freie Position im Aufsichtsrat konnte Miguel Ángel López Borrego gewonnen werden. Der Antrag auf gerichtliche Bestellung von Herrn López in den Aufsichtsrat der NORMA Group wurde am 3. März 2021 gestellt. Der Bestellungsbeschluss durch das Gericht wird zeitnah erwartet. Herr López wird sich auf der kommenden Hauptversammlung am 20. Mai 2021 zur Wahl durch die Aktionär:innen stellen.

Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses im Jahr 2020

Der Prüfungsausschuss der NORMA Group hielt 2020 acht telefonische Sitzungen ab. Dr. Michael Schneider, während seiner Erkrankung vertreten durch den Executive Vice President Group Accounting, Tax & Reporting, und ab Oktober 2020 auch Frau Stieve nahmen an allen Sitzungen und Telefonkonferenzen teil. Weitere Teilnehmer waren Ressortverantwortliche der zweiten Führungsebene zu ihren jeweiligen funktionalen Sachthemen, insbesondere Accounting & Reporting, Treasury, Compliance und Interne Revision.

Mit den Abschlussprüfern erörterte der Prüfungsausschuss Schwerpunkte, Ablauf und Ergebnisse der Prüfung der Einzel- und Konzernabschlüsse der NORMA Group SE und bereitete die Beschlussfassung des Aufsichtsrats vor. Darüber hinaus stimmte der Prüfungsausschuss bestimmten zulässigen Nichtprüfungsleistungen zu, die von den Abschlussprüfern (PwC) erbracht werden dürfen.

Der Prüfungsausschuss überwachte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie des Compliance-Management- Systems. Dem Prüfungsplan der Internen Revision für das Jahr 2020 stimmte der Prüfungsausschuss zu. Außerdem besprach der Prüfungsausschuss die Quartalsveröffentlichungen mit dem Vorstand. Weitere Themen des Prüfungsausschusses waren die Budgetplanung für das Jahr 2021 und die mittelfristige Planung. Im Jahr 2020 befasste sich auch der Prüfungsausschuss zudem insbesondere mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, dem "Get on track"-Programm, der Ausschreibung der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2021, der Beurteilung der Qualität der Abschlussprüfung und den Änderungen des IDW PS 340 sowie mit der Umsetzung der neuen Anforderung zur Erstellung von Jahresfinanzberichten in einem einheitlichen elektronischen Berichtsformat, dem sogenannten European Single Electronic Format (ESEF).

Zusätzlich zu den Prüfungsausschusssitzungen gab es regelmäßige persönliche und telefonische Abstimmungen des Ausschussvorsitzenden mit dem Vorstand und den Abschlussprüfern zur Abstimmung von möglichen Schwerpunkten der Jahresabschlussprüfung 2020 und zu den Schwerpunkten der Arbeit des Prüfungsausschusses im Jahr 2020.

Tätigkeitsschwerpunkte des Präsidial- und Nominierungsausschusses

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss hielt im Jahr 2020 acht Sitzungen ab. Dabei befasste er sich zunächst schwerpunktmäßig mit dem Vergütungssystem des Vorstands. Mit externen Beratern erarbeitete der Präsidial- und Nominierungsausschuss ein neues Vergütungssystem, dem die Hauptversammlung 2020 mit deutlicher Mehrheit zustimmte. Zudem leitete der Präsidial- und Nominierungsausschuss die Suche nach einem neuen Finanzvorstand und, nach Herrn Bergs Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat, nach einem neuen Mitglied des Aufsichtsrats. Außerdem leitete der Ausschuss eine Überprüfung der Aufsichtsratsvergütung und den Abschluss des Vertrags mit Frau Stieve und eine Vertragsverlängerung mit Herrn Dr. Klein.

Tätigkeitsschwerpunkte des Strategieausschusses

Der Strategieausschuss tagte im Jahr 2020 drei Mal. Der Strategieausschuss beschäftigt sich insbesondere mit der langfristigen Ausrichtung der NORMA Group auf die verschiedenen Endmärkte. Darüber hinaus werden vor allem auch die dafür notwendigen Strukturen und Ressourcen besprochen. Im Geschäftsjahr 2020 befasste sich dieser Ausschuss mit der Strategie zum internationalen Ausbau der strategischen Geschäftseinheiten Wassermanagement, allgemeines Industriegeschäft sowie Mobility und New Energy in den Regionen. Schwerpunkt war dabei der Ausbau des Wassergeschäfts.

Teilnahme an Sitzungen, Fortbildungsmaßnahmen, keine Interessenkonflikte

An 16 der 17 Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen im Jahr 2020 nahmen sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Lediglich an einer Telefonkonferenz zur Besprechung eines Beratervertrags konnte Frau Forst nicht teilnehmen. Sie beteiligte sich jedoch an der Beschlussfassung. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen 17 Sitzungen teilgenommen.

An den acht Sitzungen des Prüfungsausschusses im Jahr 2020 nahmen jeweils alle Mitglieder, Dr. Knut Michelberger (Vorsitzender) und Erika Schulte (bis 30. September 2020) sowie Mark Wilhelms teil.

An den acht Sitzungen des Präsidial- und Nominierungsausschusses im Jahr 2020 nahmen jeweils alle Mitglieder, Lars Berg (Vorsitzender und Mitglied bis 31. August 2020), Günter Hauptmann (Vorsitzender ab 1. September 2020), Erika Schulte (Mitglied ab 1. Oktober 2020) und Dr. Knut Michelberger, teil.

Ebenso nahmen alle Mitglieder des Strategieausschusses, Günter Hauptmann (Vorsitzender und Mitglied bis 30. September 2020), Rita Forst (Vorsitzende ab 1. Oktober 2020), Mark Wilhelms (Mitglied ab 1. Oktober 2020) und Erika Schulte an den drei Sitzungen des Strategieausschusses im Jahr 2020 teil.

Aufgrund der Corona-Pandemie fanden im Jahr 2020 alle Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse in Form von Telefon- oder Videokonferenzen statt.

Aus- und Fortbildungsmaßnahmen durch das Unternehmen konzentrierten sich im Jahr 2020 auf Informationen zur Corona-Pandemie, insbesondere im Hinblick auf rechtliche Rahmenbedingungen und staatliche Hilfsmaßnahmen. Externe Berater informierten die Mitglieder des Aufsichtsrats zu aktuellen Anforderungen an Vergütungssysteme. Darüber hinaus bildeten sich Mitglieder des Aufsichtsrats in Seminaren, die unter anderem von Wirtschaftsprüfungsunternehmen und Kanzleien angeboten wurden, zu Themen in den Bereichen der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung sowie zu Nachhaltigkeitsthemen und Corporate Governance fort. Die meisten dieser Fortbildungsmaßnahmen fanden 2020 virtuell statt.

Im Geschäftsjahr 2020 traten keine Interessenkonflikte zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft auf.

Angaben zum Abschlussprüfer

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss 2020 der NORMA Group SE mit Lagebericht sowie der entsprechende Konzernabschluss mit Konzernlagebericht wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) geprüft. Der Prüfungsauftrag für die Abschlüsse des Jahres 2020 wurde am 12. Oktober 2020 erteilt. Zudem hatte der Abschlussprüfer im Rahmen der Prüfung auch zu beurteilen, ob die vom Vorstand für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben der Abschlüsse und der Lageberichte ("ESEF-Unterlagen") in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB entsprechen.

Die Wirtschaftsprüfer Stefan Hartwig und Richard Gudd nahmen an vier Prüfungsausschusssitzungen und zwei Sitzungen des Aufsichtsrats zu den jeweiligen die Abschlussprüfung betreffenden Tagesordnungspunkten teil und erläuterten die Abschlussprüfung.

Feststellung des Jahresabschlusses 2020 und Genehmigung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts

Der Konzernabschluss der NORMA Group SE wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Abschlussprüfer erteilte der NORMA Group SE für den Jahresabschluss 2020 mit Lagebericht und den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung des Prüfers ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht.

Daraufhin hat der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 18. März 2021 den Jahresabschluss 2020 der NORMA Group SE und den Konzernabschluss 2020 mit den dazugehörigen Lageberichten gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu. Der Jahresabschluss der NORMA Group SE ist damit nach § 172 AktG festgestellt.

Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben sich ferner mit dem vom Vorstand erstellten gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht für die NORMA Group zum 31. Dezember 2020 befasst. Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (limited assurance) durchgeführt und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Der Vorstand erläuterte die Unterlagen in den Sitzungen eingehend, die Vertreter des Prüfers berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und beantworteten ergänzende Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen.

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK")

Aufsichtsrat und Vorstand befassten sich mit den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und verabschiedeten am 18. Dezember 2020 folgende Erklärung: "Die NORMA Group SE ("Gesellschaft") hat seit Abgabe der letzten Erklärung mit den nachfolgenden Ausnahmen den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ("DCGK") in der Fassung vom 16. Dezember 2019 (veröffentlicht am 20. März 2020 im Bundesanzeiger) entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen:" Die Corporate-Governance-Erklärungen der NORMA Group SE sind auf der Website der Gesellschaft unter WWW.NORMAGROUP.COM veröffentlicht.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiter:innen der NORMA Group weltweit sowie dem Vorstand für den persönlichen Einsatz und die erfolgreiche Arbeit in einem schwierigen Geschäftsjahr 2020. Der Aufsichtsrat ist zuversichtlich, dass sich die NORMA Group im Geschäftsjahr 2021 positiv entwickeln wird, und wünscht Vorstand und Mitarbeiter:innen dabei viel Erfolg und vor allem Gesundheit.

 

Günter Hauptmann, Aufsichtsratsvorsitzender

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