Betrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.
APERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbH
Alleestraße 1, 42781 Haan, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Lüttgens seit 6.3.2026 | Prokura |
Nicole Klose seit 14.4.2025 | Prokura |
Linda Meertens seit 14.4.2025 | Prokura |
Tim Stelling seit 19.11.2024 | Prokura |
Christin Kuckero seit 19.11.2024 | Prokura |
Olivier Reynal seit 22.8.2024 | Geschäftsführer |
Nicolas Changeur seit 22.8.2024 | Geschäftsführer |
Alexander Klimke seit 18.7.2024 | Prokura |
Thorsten Bergmann seit 18.12.2023 | Prokura |
Andre Doko seit 30.3.2023 | Prokura |
Betim Alushaj seit 13.7.2020 | Prokura |
Nina Spelter seit 2.4.2020 | Prokura |
Ralf Walter Behle seit 22.11.2017 | Prokura |
Axel Krüßmann seit 4.8.2016 | Geschäftsführer |
Maike Onnertz seit 19.11.2015 | Prokura |
Dirk Hientzsch seit 19.11.2015 | Prokura |
Tobias Grindberg seit 19.11.2015 | Prokura |
Lars-Oliver Voos seit 19.11.2015 | Prokura |
Joachim Thoma seit 18.12.2013 | Prokura |
Patricia Köhler seit 19.10.2009 | Prokura |
Thomas Leifeld seit 13.11.2008 | Prokura |
Thorsten Rheinthal seit 20.10.2008 | Prokura |
Axel Krüßmann seit 6.9.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
ACE Holdco S.a.r.l. | 75.00% |
APERAM S.A. | 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
APERAM Alloys Germany GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
APERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbHHaanJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023GeschäftstätigkeitAPERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbH, Haan, (im Folgenden auch: "ASSSG" oder "APERAM") ist spezialisiert auf die Oberflächenbehandlung und den Vertrieb von rostfreien Flachprodukten (Bleche und Bänder). Zu unserem Unternehmen gehören zwei integrierte Servicecenter, eins in Haan und eins in Sersheim in der Nähe von Stuttgart (früher bekannt als RCC), die auf jahrzehntelange Erfahrung auf dem deutschen Markt zurückblicken. Aufgrund unserer Organisation, unserer Struktur und unserer kundenorientierten Diversifizierung ist es uns möglich, den Kunden maßgeschneiderte Edelstahllösungen anzubieten. Die Absatzmärkte für unsere Produkte sind im Wesentlichen in der Automobilindustrie, bei den Herstellern weißer Ware, den Großküchen, dem Tank-, Apparate- und Behälterbau sowie dem Handel zu finden. Gemessen am Umsatz ist APERAM einer der führenden Edelstahlanbieter in Deutschland. Die Gesellschaft hat zwei unselbständige Niederlassungen in Haan und Sersheim. Die Anzahl der in der Produktion eingesetzten Mitarbeiter verteilen sich mit 2/3 auf den Standort Sersheim und zu 1/3 auf den Standort Haan. Der Anteil der produzierten Menge verteilt sich ca. 50/50. Über die APERAM S.A. Luxemburg/Luxemburg und die ACE HoldCo S.á.r.l. in Luxemburg/Luxemburg, gehört die Gesellschaft zur APERAM Gruppe. Von der APERAM Stainless Europe S.A. wird ein Großteil der Vormaterialien bezogen. Die Gesellschaft ist Muttergesellschaft der ELG GmbH, Duisburg, (im Folgenden: ELG), der Holdinggesellschaft der weltweit vertretenen ELG Gruppe, die im Handel mit und der Aufbereitung von Rohstoffen für die Stahlindustrie, insbesondere im Marksegment Edelstahl, sowie der Luftfahrtindustrie tätig ist. Zwischen ASSSG als herrschendem Unternehmen und ELG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. A. Entwicklung von Branche und GesamtwirtschaftGesamtwirtschaftliche Entwicklung "Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn (2024) leicht belebt. Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 30. April ist das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2024 gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,2 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr lag das BIP um 0,9 % niedriger. Für das Jahr 2023 wurden neuere Daten berücksichtigt, die zu einem leicht veränderten unterjährigen Verlauf und einer Anhebung des BIP-Jahresergebnisses 2023 von -0,3 % auf -0,2 % führten. Auf der Verwendungsseite kamen im ersten Quartal laut Statistischem Bundesamt Wachstumsimpulse vor allem von den Bauinvestitionen, wobei die günstige Witterung zu Jahresbeginn eine wesentliche Rolle gespielt haben dürfte. Auch der Außenbeitrag (Ausfuhren minus Einfuhren) stützte das Wachstum. Die Ausrüstungsinvestitionen wie auch der private Konsum dürften dagegen rückläufig gewesen sein. Entstehungsseitig dürfte sich entsprechend vor allem die Wertschöpfung im Baugewerbe wie auch im Verarbeitenden Gewerbe im ersten Quartal kräftig entwickelt haben. Die noch gedämpfte Konsumstimmung spiegelt sich in den insgesamt noch verhaltenen Einzelhandelsumsätzen wider. Die sonstigen Dienstleistungsbereiche dürften das Wachstum dagegen stabilisiert haben." (Zitat aus: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240412-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-mai-2024.html ; Abruf: 08.07.2024) " Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. (Zitat aus: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html ; Abruf: 10.10.2024 Branchenentwicklung "Eine schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen und international nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen haben die Stahlproduktion in Deutschland 2023 auf ein historisch niedriges Niveau gedrückt. Auch im Dezember 2023 setzte sich die Abwärtsbewegung bei der Rohstahlproduktion fort. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Erzeugung um 2,3 Prozent. Damit hält der nun seit Anfang 2022 dauernde Negativtrend an. Im vierten Quartal 2023 lag die Produktion rund 5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Nur 35,4 Millionen Tonnen Stahl wurden 2023 insgesamt in Deutschland produziert. Das ist das niedrigste Produktionsvolumen seit der Finanzmarktkrise 2009. Damals ging es jedoch nach einem rezessionsbedingt scharfen Einbruch rasch wieder bergauf." (Zitat aus: https://www.stahl-online.de/medieninformationen/jahresbilanz-2023-stahlproduktion-sinkt-2023-auf-historisch-niedriges-niveau/ Abruf: 08.07.2024) Auswirkung für APERAM: Das Geschäftsjahr 2023 war für die ASSSG schwierig. Bereits Ende 2022 war ein großer Preisverfall im Markt zu beobachten, der sich über das erste Halbjahr 2023 weitergezogen hat. Im zweiten Halbjahr 2023 hat sich der Verkaufspreis etwas stabilisiert. Die fallenden Verkaufspreise, sowie die anhaltend hohe Inflation in den Rohstoffen, haben unser Jahresergebnis stark beeinflusst. Die angespannte wirtschaftliche Lage hat sich merklich auf das Kaufverhalten unserer Kunden ausgewirkt, die eher zurückhaltend und kurzfristiger eingekauft haben. Der starke Preisverfall, der bereits Mitte 2022 angefangen hatte, war vor allem durch hohe Lagerbestände bei Händlern getrieben. Um das Risiko von hohen Lagerbeständen zu minimieren, legen wir seit Jahren einen hohen Fokus auf ein gutes Bestandsmanagement. Dieses hat dafür gesorgt, die Verluste durch den Preisverfall deutlich zu minimieren. B. Umsatz- und AuftragsentwicklungDer Absatz der ASSSG verzeichnete gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 eine leichte Steigerung um 5 % und betrug 201.475 t (Vorjahr: 191.032 t). Die Umsatzerlöse aus dem Stahlhandel sind entgegen der Absatzmengenzunahme aufgrund stark fallender durchschnittlicher Verkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr um 15 % von TEUR 824.430 auf TEUR 669.472 gesunken. Der Durchschnittsverkaufspreis exkl. Schrotterlöse ist von EUR 4.316/t in 2022 auf EUR 3.323/t in 2023 gefallen. Die Entwicklung des Durchschnittsverkaufspreises wurde in 2023 durch einen generellen marktbedingten Verkaufspreisverfall getrieben. Im Jahr 2023 lag der durch den Nickelpreis maßgeblich beeinflusste Durchschnittslegierungszuschlag 13 % unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen Umsatzerlöse, die sich im Wesentlichen aus Schrotterlösen, Verkaufsprovisionen sowie weiterbelasteten Personalkosten zusammensetzen, belaufen sich auf TEUR 32.197 (Vorjahr: TEUR 32.557). C. BeschaffungAufgrund der im Jahr 2015 eingeführten Einfuhrzölle auf kaltgewalzte Flachprodukte aus China und Taiwan wurde wie schon in den Vorjahren kein Vormaterial aus Asien eingekauft und fast ausschließlich aus dem Konzern bezogen. Der Anteil des von der Gruppe APERAM bezogenen Materials betrug 99%. Die Produktionskosten für Edelstahl und damit unsere Beschaffungspreise sind maßgeblich von den Preisimpulsen auf den Rohstoffmärkten, insbesondere dem für Legierungszuschläge, abhängig. Deren Preise zeigten im ersten Halbjahr 2023 eine insgesamt stark sinkende Entwicklung, die sich im zweiten Halbjahr stabilisierten (vgl. Abschnitt B). Das innerjährliche Maximum des Legierungszuschlages betrug rund EUR 2.930/t, das Minimum rund EUR 2.069/t. D. InvestitionenDie Investitionen in Sachanlagen betrugen in 2023 TEUR 8.653 (Vorjahr: TEUR 4.285). Die Investitionen wurden hauptsächlich in die weitere Verbesserung der Produktions- und Verpackungslinien des Service Center in Sersheim getätigt. E. ProduktionDie produzierte Tonnage an beiden Standorten zusammen ist im Jahr 2023 im Vergleich des Vorjahres leicht gestiegen. So liegt die Outputmenge am Standort Sersheim mit 111.677 t (Vorjahr: 120.943 t) ca. 8 % unter dem Vorjahreswert und für Haan mit 115.187 t (Vorjahr: 93.865 t) ca. 22% über dem Vorjahreswert. F. PersonalDie Anzahl der festangestellten Mitarbeiter ist mit 229 im Jahresdurchschnitt 2023 konstant zum Vorjahr geblieben. G. ZertifizierungenDie ASSSG ist im Jahr 2023 zertifiziert nach folgenden Standards ISO 14001:2015 ISO 45001:2018 ISO 9001:2015 ISO 50001:2018 H. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage1. Ertragslage Zur Steuerung des Unternehmens werden im Wesentlichen, die in den Darstellungen zur Ertragslage erläuterten finanziellen Leistungsindikatoren Jahresergebnis, Umsatz und EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern, Anlagen- und Goodwill-Abschreibungen) verwendet. Als wesentlicher nicht-finanzieller Leistungsindikator dient die Tonnage in Tonnen, zur Messung des Absatzes. Der Vergleich der Ist-Zahlen zu den entsprechenden Plan-Zahlen stellt sich wie folgt dar:
Die Abweichungen sind im Wesentlichen auf folgende Entwicklungen und Faktoren zurückzuführen: Die Abweichung zwischen Ist- und Planumsatz resultiert durch einen niedrigeren tatsächlichen Durchschnittsverkaufspreis 2023 von EUR 3.323/t gegenüber einem geplanten durchschnittlichen Verkaufspreis von EUR 3.501/t. Dies ist vor allem durch eine schwierigen Marktsituation zu begründen, in dem unsere Kunden weiter nur sehr kurzfristig kaufen. Das tatsächliche EBITDA untertraf das geplanten EBITDA deutlich, vor allem aufgrund von deutlich geringerer Rohmargen, sowie allgemein starker Inflation. Das Jahresergebnis übertrifft die Prognose deutlich. Dies resultiert aus dem Ergebnisabführung mit der ELG, die dieses außergewöhnlich hohe Ergebnis durch eine konzerninterne Veräußerung einer ausländischen Tochtergesellschaft erreicht hat. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Ertragslage der APERAM im Geschäftsjahr 2023 insgesamt eine Verbesserung, die auf den zuvor beschriebenen Sondereffekt bei der Tochtergesellschaft ELG zurückzuführen ist. Die Gesellschaft verzeichnete einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 84.521, der um TEUR 88.321 über dem Jahresüberschuss des Vorjahres von TEUR -3.800 liegt. Im Gegensatz dazu verschlechtert sich das Betriebsergebnis um TEUR -13.693 deutlich auf TEUR -14.793 Die deutliche Verschlechterung ist im Wesentlichen auf folgende Effekte zurückzuführen: Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand +/- Bestandsveränderungen) betrug TEUR 49.927 und untertraf den Vorjahreswert von TEUR 59.453 somit um -16%. Die Rohertragsmarge (Relation von Rohertrag zu Umsatzerlösen) ist auf 7,1% leicht gestiegen (Vorjahr: 6,9%). Durch ein gutes Bestandsmanagement fiel im Gegensatz zum Vorjahr die Abwertung auf Vorräte deutlich niedriger aus. Im Geschäftsjahr 2023 wurden sonstige betriebliche Erträge von TEUR 2.060 (Vorjahr: TEUR 204) erzielt. Der Betrag resultiert vor allem aus Erträgen aus dem Verkauf von Nickelpositionen. Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.539 auf TEUR 19.366 bei konstanter Mitarbeiteranzahl. Dies ist vor allem aufgrund einer Tariferhöhung zu begründen. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 4.030 (+10 %) ist u.a. zurückzuführen auf gestiegene Ausgangsfrachten (TEUR +1.625), sowie gestiegene Factoring Kosten (TEUR +1.771) . Das EBITDA ist aufgrund der vorstehend erläuterten Entwicklungen insgesamt von TEUR 2.230 auf TEUR -11.045 deutlich gesunken. Das negative Zinsergebnis TEUR 2.294; (Vorjahr: TEUR 2.700) resultiert aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 192) und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.645 (Vorjahr: TEUR 2.892). Diese wiederum resultieren im Wesentlichen aus den von der APERAM Treasury SCA, Luxemburg, gewährten Darlehen über TEUR 40.000 aus dem Jahr 2021 und einem weiteren über TEUR 30.000 aus dem Jahr 2018. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 326.884 (Vorjahr: TEUR 233.216). Zu den wesentlichen Veränderungen innerhalb der Bilanz geben wir folgende Erläuterungen:
3. Finanzlage Der Finanzmittelbestand - bestehend aus Liquiden Mitteln (TEUR 277; Vorjahr: TEUR 1.571) sowie aus Guthaben aus Cash-Pooling (TEUR 2.243; Vorjahr: TEUR 20.480) - hat sich um TEUR 19.531 von TEUR 22.051 auf TEUR 2.520 verringert. Die Veränderung ergibt sich aus einem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 10.699 sowie aus Nettoabflüssen aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 8.832. Die Gesamtfinanzierung durch APERAM Treasury SCA., Luxemburg, aus Darlehen und Cash-Pooling beträgt zum Bilanzstichtag: TEUR 67.757 (Vorjahr: TEUR 49.520). Kreditlinien auf den laufenden Geschäftskonten bestehen nicht. 4. Gesamteinschätzung der Geschäftsführung Insgesamt schätzen wir die Geschäftsentwicklung der ASSSG im Jahr 2023 als nicht befriedigend ein. Der starke Preisverfall, vor allem im ersten Halbjahr 2023 hat nicht nur uns, sondern alle Mitbewerber unter Druck gesetzt. Wir sind uns unserer Marktverantwortung bewusst und arbeiten beständig an unseren Prozessen, sowie der Steigerung der Effizienz. Diese wird am Standort Deutschland immer wichtiger. Hier sehen wir uns auf einen guten Kurs, die Rezession zu überwinden und gestärkt auf dem Markt aufzutreten. I. Weitere Angaben1. Arbeitssicherheit Durch permanente und konsequente Umsetzung der Sicherheitsrichtlinien bleibt gewährleistet, dass die Risiken durch Unfälle so stark wie möglich reduziert werden. Die Arbeitssicherheit ist oberstes Managementprinzip und steht über dem Prinzip der Ertragsmaximierung. Unfälle in der Vergangenheit wurden immer analysiert, um sicher zu stellen, dass sie nicht noch einmal passieren können. Im Jahr 2023 gab es erfreulicherweise keinen Arbeitsunfall. Im Vorjahr gab es nur einen, der glücklicherweise keine Gesundheitsschäden verursacht hat. 2. World Class Manufacturing (WCMA) Unter dem Prinzip des World Class Manufacturing (WCMA), werden an beiden Standorten in Haan und Sersheim monatlich KPIs, wie zum Beispiel Produktions Tonnage je Maschine, Verschnitt, Arbeitsstunden, sowie Maschinen Laufzeiten erfasst. Diese Leistungskennzahlen dienen der Analyse und Verbesserung der Produktivität einzelner Maschinen. In regelmäßigen Abständen werden diese Zahlen analysiert und besprochen und konkrete Aktionen daraus abgeleitet. J. NiederlassungenDie Gesellschaft hat zwei unselbständige Niederlassungen in Haan und Sersheim. Die Anzahl der in der Produktion eingesetzten Mitarbeiter verteilen sich mit 2/3 auf den Standort Sersheim und zu 1/3 auf den Standort Haan. Der Anteil der produzierten Menge verteilt sich ca. 50/50. K. Darstellung des RisikomanagementsystemsZiel unseres Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Unser Risikomanagementsystem umfasst dabei zunächst die detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn des Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen einer fortlaufenden Planung ("Forecast") an die Änderungen in der Geschäfts- sowie Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Ferner werden im Rahmen der Erstellung unserer Monatsabschlüsse die Soll-/Ist-Abweichungen analysiert. Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling nicht. Außerdem wurde im Juni 2020 mit dem Verkauf von Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft begonnen. Der gesamte Kreditmanagement-Prozess (Überwachung der offenen Posten und Kreditlimitvergabe) ist in der Priorität gestiegen, um eventuelle Risiken zu minimieren. Im Jahr 2023 lag die durchschnittliche Zahlungseingangsdauer unter 30 Tagen. Das Bestandmanagement hat bei ASSSG weiterhin einen besonderen Stellenwert. Seit mehreren Jahren liegt die durchschnittliche Bestandsreichweite unter 40 Tagen. Um in diesem Marktumfeld nachhaltig erfolgreich zu sein, werden wir neben den zuvor genannten Faktoren weiterhin versuchen, die Kosten zu senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Insbesondere die weitere Reduzierung der Fixkosten ist ein Ziel. L. Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungNeben den unten genannten Risiken, ergeben sich auch Chancen für APERAM aufgrund der gesellschaftlichen Ausrichtung, sowie der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage. Aufgrund des 2019 neu errichteten vollautomatisiertem Service Centers in Haan sowie größeren Investitionen am Standort Sersheim ist die ASSSG in der Lage kostensparend mit einen hohen Servicegrad zu liefern. So können ohne Zeitverzögerung gezielt Mengen auf dem Spotmarkt angeboten werden, um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen. Weiterhin ergeben sich aufgrund des im Jahr 2021 vollzogenen Erwerb der ELG GmbH auch wichtige Synergien, insbesondere für Nachhaltigkeit und Recycling, die besonders auf dem deutschen Markt immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die ELG ist weltweit führend in Sammlung, Handel, Verarbeitung und Recycling von Edelstahlschrott und Hochleistungslegierungen. Die ASSSG kauft Rohstoffe zu nahezu 100% konzernintern ein, dadurch kann sie unabhängig und flexibel von externen Anbietern auf dem Markt agieren. Die folgenden Risiken sind für die ASSSG absteigend nach Priorität sortiert:
Anleger haben bekanntlich die Rohstoffe für sich entdeckt, was zur Folge hat, dass sich Nickelpreisentwicklungen schlichtweg nicht mehr prognostizieren lassen. Indikatoren wie die Nickelbestände an der London Metal Exchange ("LME") oder auch die Verbrauchsentwicklung spielen eine eher untergeordnete Rolle. Die Volatilität des Legierungszuschlages, der mittlerweile einen Hauptanteil am Effektivpreis des Edelstahlproduktes bildet, wird damit auf hohem Niveau bleiben, was jede Prognose entsprechend erschwert. Die im Vergleich zu Vorjahren höhere Volatilität des Wechselkurses des Euro zum US-Dollar trägt zur gestiegenen Prognoseunsicherheit bei und birgt Kalkulations- und Planungsrisiken. Kurssicherungsinstrumente verteuern sich zudem durch dieses Phänomen. Bedeutung für die Gesellschaft: Durch die hohen Kursschwankungen des Nickelpreises entsteht eine Unsicherheit auf dem Markt. Abnehmer reagieren zunehmend zurückhaltender mit neuen Aufträgen. Dadurch entsteht eine Planungsunsicherheit. Um dieses Risiko zu minimieren, schließt die ASSSG zu großen Teilen mit ihren Kunden langfristige Verträge ab. Um auf Preisschwankungen kurzfristig reagieren zu können, legen wir einen großen Fokus auf ein gutes Bestandsmanagement mit einer Rotation von deutlich unter 40 Tagen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir von einem mittleren Risiko aus.
"Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,5 % gegenüber dem Vormonat zurück. Im April hatte der Ausstoß in etwa stagniert (+0,1 %). Zuletzt wurde nicht nur die Ausbringung im Bausektor um 3,3 % zurückgefahren (April: -1,2 %). Auch die Industrieproduktion wurde um 2,9 % gedrosselt (April: +0,4 %). Demgegenüber konnte die Energieproduktion mit einem Plus von 2,6 % erneut gesteigert werden (April: +0,4 %). Zusammen mit der jüngsten Eintrübung der Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe deuten die anhaltenden Rückgänge bei den Auftragseingängen zunächst noch auf eine eher verhaltene Industriekonjunktur in den kommenden Monaten hin. Erst im Zuge der weiteren Erholung des Welthandels und der allmählichen Belebung der Nachfrage nach Industrieerzeugnissen dürfte sich die Produktion stabilisieren. (Zitat aus: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Produzierendes-Gewerbe/2024/20240705-entwicklung-der-produktion-im-produzierenden-gewerbe-berichtsmonat-mai-2024.html ; Abruf 11.07.2024) Bedeutung für die Gesellschaft: Durch die Konjunkturabschwächung in einigen Branchen, verzeichnen wir Absatzrückgänge bei betroffenen Kunden. Wir entgegnen diesem Risiko, indem wir unsere Kundenstruktur möglichst breit über verschiedene Branchen ausdehnen. Dies ermöglicht uns, Einbußen in einer bestimmten Branche in einer anderen auszugleichen. Auch die steigende Inflation, insbesondere bei den Transport- und Verpackungskosten, wird das Ergebnis belasten und die Planung erschweren. Dem begegnen wir mit laufender Analyse der Kostenentwicklung und voraussehender Planung. Das 2019 neu errichtete Service Center in Haan und die kontinuierlichen Investitionen in weitere Automation auch am Standort Sersheim trägt einer kosteneffizienten Produktion wesentlich bei. Aufgrund einer guten Planung und guten Liquiditätssituation müssen wir trotz der beschriebenen gegenwärtigen Situation keine Maßnahmen im Personalbereich (z.B. Kurzarbeit, Überstunden- und Urlaubsabbau) ergreifen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir von einem mittleren Risiko aus.
Ein Risiko aber auch Chance unseres Unternehmens stellt die Abhängigkeit von der APERAM Gruppe hinsichtlich Belieferung, Finanzierungs- und Haftungsverhältnissen als auch Zentralfunktionen wie z.B. IT-Infrastruktur dar. Zu den Finanzierungs- und Haftungsverhältnissen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir von einem mittleren Risiko aus.
Durch die im Jahr 2021 erfolgte Akquise der ELG entstehen für APERAM sowohl Chancen als auch Risiken. Die Chancen werden vor allem in werthaltigen Synergien als auch in der Erweiterung des APERAM Portfolios gesehen. Insbesondere soll die Investition in nachhaltiges Recycling die Umweltbilanz von APERAM weiter stärken. Daneben besteht ein mögliches Risiko in einem Untergang des Beteiligungswertes, sowie ein Risiko durch Verluste durch den bereits erwähnten Ergebnisabführungsvertrag. Im Geschäftsbereich der ELG ist auch mit einer hohen Volatilität des Ergebnisses zu rechnen. Weiterhin ist auch ein Reputationsschadens als Risiko zu nennen.
Unter Cyber-Risiken versteht man Risiken, die beim Navigieren in einer digitalen und vernetzten Welt (dem Cyberraum) entstehen. Cyber-Risiken bestehen zum einen durch die Möglichkeit vorsätzlicher, zielgerichteter Itgestützter Angriffe auf Daten und IT-Systeme. Ein Angriff auf die IT-Infrastruktur und Daten von APERAM könnte zu einer Beschädigung der Systeme und Programme sowie einem Verlust oder einer Manipulation von Daten führen. Hieraus könnte sowie ein finanzieller als auch Reputationsschaden entstehen. APERAM begegnet diesem Risiko mit einer laufenden Überwachung von gruppenweit einheitlichen IT-Sicherheitsstandards und einer regelmäßigen Sensibilisierung aller APERAM Mitarbeiter durch Trainings und Tests sowie Unterstützung durch unabhängig agierende Sicherheitsberater. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir von einem mittleren Risiko aus.
Subventionierte asiatische Überkapazitäten, sowie Strafzölle in den USA führen immer wieder zu Preisdumping auf dem Europäischen Markt. Mit diesen unfairen Preisen ist es nicht möglich wettbewerbsfähig weiter im Europäischen Raum zu produzieren. "Berlin, 12. Juni 2024 | Die EU-Mitgliedsstaaten haben gestern den Vorschlägen der Europäischen Kommission zugestimmt und mit qualifizierter Mehrheit für eine Verlängerung der EU-Schutzklauselmaßnahmen (Safeguards) im Stahlbereich entschieden. Diese Maßnahmen bleiben nun weitere zwei Jahre in Kraft. Gleichzeitig beschlossen die EU-Mitgliedsstaaten Anpassungen, um die Effektivität der Maßnahmen zu verbessern, darunter eine präzisere Quotenverwaltung und eingeschränkten Zugriff auf Restmengen für bestimmte Produktgruppen. "Die Stahlindustrie in Deutschland und Europa wird seit langem von Umleitungseffekten bedroht, die sich aus US-Zöllen ergeben. Zudem spüren Unternehmen die negativen Folgen hoher und wachsender globaler Überkapazitäten in Form von Dumping und andere Formen des unfairen Handels. Die Verlängerung der Safeguard-Maßnahmen war deshalb notwendig und ein wichtiges Signal der EU, weiterhin gegen die disruptiven Auswirkungen dieser Verwerfungen im Außenhandel vorgehen zu wollen. Die Stahlindustrie ist dankbar, dass sich die Bundesregierung für eine Verlängerung der Maßnahmen in Brüssel eingesetzt hat", so Dr. Martin Theuringer, Geschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl. (Zitat aus: https://www.stahl-online.de/medieninformationen/eu-mitgliedsstaaten-verlaengern-schutzmassnahmen-fuer-den-eu-stahlmarkt/ Abruf 17.07.2024) Bedeutung für die Gesellschaft: Billig importierter Edelstahl hat einen hohen Preisunterschied zu europäisch hergestelltem Edelstahl, so dass wir aus Preisgründen hier nicht oder nur sehr schlecht konkurrieren können. Aus diesem Grund fokussieren wir uns darauf dem Kunden einen möglichst hohen Servicegrad zu bieten und auf die Wichtigkeit einer nachhaltigen Produktion hinzuweisen. Der durch uns bereitgestellte Servicegrad für den Kunden besteht u.a. aus kurzfristig verfügbarer Ware, Fertigung von Sondermaßen, Kauf mit Zahlungsziel, direkte Kundenbeziehung und Hilfe bei etwaigen Problemen. Um auch preistechnisch die Stirn bieten zu können, führen wir eine kontinuierliche Kostenkontrolle und streben nach stetiger Verbesserung unserer Prozesse. Das 2019 neu eröffnete Service Center in Haan trägt einen Großteil dazu bei, indem durch eine vollautomatisierte Produktion die Kosten niedrig und der Servicegrad hoch gehalten werden kann. Weiterhin wurden große Investitionen am Standort Sersheim getätigt, um auch hier die Automatisierung voranzutreiben. Dadurch können wir auch in Sersheim die Kosten niedrig und den Servicegrad hoch halten. Um kurzfristig auf neue Marktgegebenheiten reagieren zu können, rücken ein gutes Bestandsmanagement und eine stetige Sondierung der Marktgegebenheiten zunehmend in den Fokus. Die kurzfristige Verfügbarkeit von Vormaterialien, die wir nahezu ausschließlich konzernintern kaufen, helfen uns genauso einen hohen Servicegrad zu erreichen und so dem Preisdumping entgegenzuwirken. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen bewerten wir das Risiko als gering.
Unsere gegenwärtige Liquidität stufen wir positiv ein. Je nachdem wie sich die Konjunktur entwickelt, werden auch wir mit rückläufigen Umsätzen und Einnahmen rechnen müssen. Dieses Risiko versuchen wir mit einem großen Anteil an langfristigen Verträgen mit unseren Kunden zu minimieren. Angesichts der Einbeziehung in unser Konzern Cash-Pooling-System sehen wir unsere Liquidität aber auch dann als nicht gefährdet an. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen bewerten wir das Risiko als mittel.
"Die Stahlindustrie in Deutschland befördert 80 Prozent ihrer Transportmengen nachhaltig per Bahn oder Binnenschiff. Sie ist hierbei auf leistungsfähige Transportunternehmen und eine verlässlich verfügbare Verkehrsinfrastruktur angewiesen. Ein zentrales Anliegen der Wirtschaftsvereinigung Stahl ist, den Güterverkehr auf der Schiene effizienter und moderner zu gestalten. Zudem ist es notwendig Verkehrswege umfassend zu sanieren und bedarfsgerecht auszubauen sowie die Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich zu beschleunigen." (Zitat aus: https://www.stahl-online.de/themen/verkehr-und-infrastruktur/; Abruf 11.07.2024) Bedeutung für die Gesellschaft: Die ASSSG hat schon vor mehreren Jahren damit begonnen, mit mehreren Transportunternehmen zusammen zu arbeiten, um nicht von einem einzigen Transportunternehmen abhängig zu sein. Auch verteilen wir den Transport von Rohstoffen zwischen Schiene und Straße um auch hier möglichst flexibel und ohne erhebliches Ausfallrisiko unsere Lieferketten aufrechterhalten zu können. Die Transportkosten steigen im erheblichen Ausmaß, so dass für uns kontinuierliche Kostenkontrolle unerlässlich ist. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen bewerten wir das Risiko als gering.
Die Resourcen der Erde sind begrenzt. Durch den Umweltschutz soll der natürliche Lebensraum aller Lebewesen auf der Erde erhalten bleiben. Insbesondere Industrieunternehmen stehen in Verantwortung diese Resourcen zu schützen und mögliche Gefahren vorzubeugen. Bedeutung für die Gesellschaft: Die ASSSG arbeitet nicht mit umweltgefährdenden Mitteln. Größtes Risiko sind Hydraulikölaustritte aus den Maschinen, was jedoch durch Versiegelung der gefährdeten Betonfundamente, Notfallpläne und Sofortmaßnahmen beherrscht wird. Gesamtrisikoeinschätzung Ein besonderes Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Eingliederung in den APERAM Cash-Pool derzeit nicht gesehen. L. Prognosebericht"Die Produktion schließt das dritte Quartal mit einem schwachen Ausklang ab. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging die Produktion im Produzierenden Gewerbe im September preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,5 % gegenüber dem Vormonat zurück. Im August hatte der Ausstoß gemäß revidierter Daten noch um 2,6 % zugenommen. Der Produktionsrückgang macht sich in weiten Bereichen bemerkbar, sowohl in der Industrie (-2,7 %) als auch im Baugewerbe (-1,4 %) und im Energiesektor (-2,1 %) war die Ausbringung rückläufig. Die Entwicklung nach einzelnen Wirtschaftszweigen der Industrie verlief im Vormonatsvergleich größtenteils negativ: Deutliche Produktionsrückgänge verzeichneten insbesondere gewichtige Bereiche wie Hersteller von Kfz und Kfz-Teilen (-7,8 %), chemischer Erzeugnisse (-4,3 %) und von DV-Geräten sowie elektrischen und optischen Erzeugnissen (-1,5 %). Dagegen konnten die Bereiche Maschinenbau (+1,7 %), Metallerzeugnisse (+0,5 %) und Nahrungs- und Futtermittel (+1,5 %) ihren Ausstoß steigern. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe folgt damit im September weiter ihrem abwärts gerichteten Trend. Auch im aussagekräftigeren Quartalsvergleich ist die Entwicklung mit -1,9 % im Vergleich zum zweiten Quartal rückläufig, wobei die Drosselung im Baugewerbe mit -1,4 % etwas weniger deutlich und im Energiesektor mit -2,3 % leicht stärker ausfiel. Die Industriekonjunktur stellt sich angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und der rückläufigen Auftragslage bis zuletzt noch sehr schwach dar. Die zuletzt positive Entwicklung der Auftragseingänge insbesondere aus dem Ausland sowie die jüngste Verbesserung der Stimmungsindikatoren von ifo und S&P Global sprechen für eine Bodenbildung bei der Industriekonjunktur zum Jahreswechsel 2024/25." (Zitat aus: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Produzierendes-Gewerbe/2024/20241107-entwicklung-der-produktion-im-produzierenden-gewerbe-berichtsmonat-september-2024.html ; Abruf: 11.11.2024) Basierend auf der Umsatz- und Ertragsentwicklung im Jahr 2024 sowie den aktuellen Entwicklungen auf dem Weltmarkt geht unsere aktuelle Planungsrechnung für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 von folgenden Werten für unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren aus:
Basis hierfür ist jeweils eine gegenüber dem Vorjahr steigende Ausgangstonnage im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Wir begründen dies damit, dass die generelle Auftragslage und der Ausblick auf die kommenden Monate 2025 als positiv erachtet werden. Trotz einer schwierigen Marktsituation in Deutschland erwarten wir, dass das Betriebsergebnis von 2023 deutlich übertroffen wird. Mit weiteren Sondereffekten im Ergebnis der ELG wird nicht gerechnet.
Haan, den 16. Januar 2025 APERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbH Axel Krüßmann, Geschäftsführer Nicolas Changeur, Geschäftsführer Olivier Raynal, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
(Amtsgericht Wuppertal, HRB 12631) Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. VorbemerkungDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG erstellt. Die APERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbH, Haan, (im Folgenden: "APERAM" oder "Gesellschaft") ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. II. Ergebnisabführungsvertrag mit der ELG GmbHAPERAM hat als beherrschende Muttergesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2022 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der ELG GmbH, Duisburg, (im Folgenden: "ELG") geschlossen. Die Eintragung des Ergebnisabführungsvertrages vom 25. November 2022 erfolgte am 13. Dezember 2022 in das Handelsregister der ELG GmbH. III. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung wird der niedrigere am Bilanzstichtag beizulegende Wert angesetzt. Die folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde bei den einzelnen Anlagegegenständen zugrunde gelegt:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer direkten Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Ausfallrisiken, Zinsverlusten, Mahnkosten und Zahlungskürzungen wird durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Ansprüche aus Kapitallebensversicherungen zur Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen sind mit Anschaffungskosten, die dem versicherungstechnischen Deckungskapital entsprechen, angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand werden zum Nennwert angesetzt. Mit dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen. Die temporären Unterschiede zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Sicht sowie steuerliche Verlustvorträge führen gemäß § 274 HGB zu latenten Steuern. Aufgrund des Überhangs der aktiven latenten Steuern wird von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf einen Ansatz dieses Überhangs verzichtet. Der verwendete Ertragsteuersatz beträgt 31,23 % (Vorjahr: 31,37 %) . Die temporären Unterschiede führen ausschließlich zu aktiven latenten Steuern und entfallen im Wesentlichen auf die Bilanzansätze für Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Altersteilzeit und Drohverlustrückstellungen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018G. Der Rechnungszinssatz basiert gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Weiterhin wurden bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) und eine angenommene Rentensteigerung von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde gelegt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Zinsergebnis erfasst Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Effekte aus der Änderung von Abzinsungssätzen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. IV. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Finanzanlagevermögen sind die folgenden Anteile an verbundenen Unternehmen bilanziert:
Die Aufstellung zum Anteilsbesitzes ist diesem Anhang als Anlage beigefügt. 2. Vorräte Bei den Vorräten handelt es sich um bearbeitete und unbearbeitete Edelstahlbänder und -bleche. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr ist auf ein niedrigeres Umsatzvolumen gegen Jahresende zurückzuführen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 122.979 (Vorjahr: TEUR 26.817) entfallen in Höhe von TEUR 13.836 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 6.337), sowie in Höhe von TEUR 109.143 auf sonstige Forderungen (Vorjahr: TEUR 20.480). Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten dabei erstmals in diesem Jahr Forderungen aus der Gewinnabführung mit der ELG in Höhe von 101.622 TEUR. Forderungen gegen die Gesellschafter bestehen wie im Vorjahr nicht. 4. Eigenkapital Die ausgewiesene Kapitalrücklage in Höhe von EUR 74.914,17 resultiert aus einer Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB aus dem Geschäftsjahr 2020. 5. Pensionsrückstellung Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Projected Unit Credit Verfahren ermittelt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,74 % ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 297). Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf ausstehende konzerninterne Rechnungen in Höhe von TEUR 1.017 (Vorjahr: TEUR 1.093), personalbezogene Verpflichtungen mit TEUR 2.189 (Vorjahr: TEUR 2.895), auf Gewährleistungen mit TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 250) und auf ausstehende Eingangsrechnungen mit TEUR 669 (Vorjahr: TEUR 310) insbesondere für Transportkosten. Die APERAM Treasury SNC, Paris/Frankreich, (im Folgenden: APERAM Treasury) schließt seit dem dritten Quartal 2012 mit französischen Banken erster Bonität Terminkontrakte mit dem Ziel der Absicherung von nickelpreisinduzierten Beschaffungspreisrisiken ab. Die auf Rechnung der APERAM geschlossenen Terminkontrakte werden bei Fälligkeit von der APERAM Treasury gegenüber der APERAM abgerechnet und haben eine durchschnittliche Restlaufzeit zwischen einem und drei Monaten, wobei den Anschaffungskosten der jeweils beizulegende Zeitwert gegenübergestellt wird. Das Nickelhedging wurde Ende 2022 eingestellt. Die letzten Positionen wurden Anfang 2023 verkauft, so dass es keine schwebenden Nickeltermingeschäfte zum 31.12.2023 gibt (Vorjahr: Wert der schwebenden Nickeltermingeschäfte TEUR 8.735). Im Vorjahr übertrafen die jeweils kontrahierten Preise zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (Anschaffungskosten) den Nickelmarktpreis am Bilanzstichtag (negativer beizulegender Zeitwert von TEUR 1.297, so dass zum 31. Dezember 2022 eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.297 zu bilden war. Zum 31.12.2023 entfällt entsprechend die Rückstellung. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 157.748 (Vorjahr: TEUR 151.823) betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr mit TEUR 87.461 (Vorjahr: TEUR 81.536) sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen mit TEUR 70.000 (Vorjahr: TEUR 70.000), aus abgegrenzten Zinsen mit TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 287). Es bestehen im Geschäftsjahr Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von TEUR 16.151 (Vorjahr: TEUR 16.769). V. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse 95,4 % der Umsatzerlöse wurden durch den Verkauf von bearbeiteten und unbearbeiteten Edelstahl-Flachstahl-Produkten erzielt. Davon entfielen 66% (Vorjahr: 68%) auf inländische Kunden und 34% (Vorjahr: 32%) auf ausländische Kunden insbesondere aus der EU. Die restlichen 4,6 % der Umsatzerlöse wurden durch Schrottverkäufe (1,7 %), Stahltransporte (1,8 %), Verkaufsprovisionen (0,7 %), die Weiterbelastung von Personalkosten an verbundene Unternehmen (0,3 %) sowie übrige Tätigkeiten (0,1 %) erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Im Jahr 2023 wurden keine sonstigen betrieblichen Erträge aus Anlagenabgang erfasst (Vorjahr: 23 TEUR). Wie im Vorjahr sind keine Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie keine periodenfremden Erträge vorhanden. Letztmalig wurden sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 2.046 erfasst, die durch den Verkauf der letzten Nickel Position an der Londonern Rohstoffbörse LME entstanden sind. 3. Personalaufwand Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.539 auf TEUR 19.366 aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen. In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe TEUR 542 (Vorjahr: Aufwand TEUR 304) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Es handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Ausgangsfrachten (TEUR 12.759; Vorjahr: TEUR 11.133), Instandhaltungen und Reparaturen (TEUR 1.548; Vorjahr: TEUR 1.455), Mieten- und Leasingaufwendungen (TEUR 1.437; Vorjahr: TEUR 1.293), Verkaufsprovisionen (TEUR 1.701; Vorjahr: TEUR 1.671) sowie Konzernumlagen (TEUR 14.025; Vorjahr: TEUR 16.156). 5. Erträge aus Ergebnisabfürung Sämtliche Erträge aus Ergebnisabführung betreffen den am 25. November 2022 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit dem verbundenen Unternehmen ELG GmbH. Erstmalig wurde im Geschäftsjahr 2023 das Ergebnis abgeführt, da im Vorjahr nach § 301 AktG der Gewinn zum Ausgleich des vororganschaftlichen Verlustvortrages genutzt werden musste (TEUR 101.622; Vorjahr: TEUR 0). VI. Sonstige Angaben1. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird ausgeübt durch:
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält, wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge verzichtet. 2. Personal Im Jahresdurchschnitt waren 229 Mitarbeiter (Vorjahr: 229 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 125 Angestellte und 104 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 125 Angestellte und 104 gewerbliche Mitarbeiter) 3. Außerbilanzielle Geschäfte Im Geschäftsjahr 2020 hat APERAM zusammen mit anderen Konzernunternehmen einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation, Mountrage/Frankreich, geschlossen. Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2023 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 17.328 (Vorjahr: TEUR 14.140). Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir haben jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich. Im Rahmen des Factoringvertrags besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für die von den beteiligten Konzernunternehmen verkauften Forderungen in Höhe von TEUR 50.121 (Vorjahr: TEUR 52.721). Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Lage im Konzern als gering ein. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen belaufen sich auf insgesamt rd. Mio. 2,3 EUR bis zum Jahr 2028. Davon sind rd. Mio. EUR 0,9 innerhalb eines Jahres fällig. Verpflichtungen über fünf Jahre bestehen nicht. 5. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 90). 6. Konzernzugehörigkeit und Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der APERAM S.A., Luxemburg, (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Der Konzernabschluss, der nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wurd, wird beim Handels- und Geschäftsregister Registre de Commerce et des Sociétés, Luxemburg, hinterlegt. Darüber hinaus erfolgt eine Offenlegung des Konzernabschlusses auf der Website der APERAM S.A., Luxemburg. Da alle Voraussetzungen des §291 Abs. 2 HGB erfüllt sind, ist die Gesellschaft davon bereit einen Konzernabschluss, sowie Konzernlagebericht aufzustellen. 7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtig sind, liegen nicht vor. 8. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 84.521.149,81 auf neue Rechnung vorzutragen.
Haan, den 16. Januar 2025 APERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbH Axel Krüßmann, Geschäftsführer Nicolas Changeur, Geschäftsführer Olivier Raynal, Geschäftsführer Anlage zu Punkt IV. 1. Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2023
*) nach Ergebnisabführung Eigenkapital und Ergebnis nach Steuern: Außer den nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellten Abschlüssen der deutschen Gesellschaften, sind alle Angaben den jeweiligen IFRS Abschlüssen entnommen worden. Sonstige Beteiligungen i.S.v. § 285 Nr. 11 HGB
1) ELG GmbH: 98%; Eisenlegierungen HandelsGmbH: 2 % 2) ELG Utica Alloys International GmbH: 90%; ELG Utica Alloys Holding Corp.:10 % 3) ELG International Holding B.V.: 98 % ; ELG GmbH: 2 % 4) Stand zum 31.03.2023 (Wirtschaftsjahr 01.04.2020-31.03.2021) Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023Anlage zum Anhang
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die APERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbH, Haan Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der APERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbH, Haan, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der APERAM Stainless Services & Solutions Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 17. Januar 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Oliver Zielewski, Wirtschaftsprüfer
Luxembourg, 17. Januar 2025 APERAM
S.A. für / for APERAM S.A.
Luxembourg, 17. Januar 2025 ACE
HoldCo S.á.r.l. für / for ACE HoldCo
S.á.r.l
***** Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 17.01.2025 festgestellt. |
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