TEN Information Management GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Dr. Ullmann seit 17.3.2020 | Geschäftsführer |
Stephan Reinhard Lauterbach seit 23.4.2004 | Geschäftsführer |
Lothar Lauterbach seit 7.11.2001 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lauterbach GmbHHöhenkirchen-SiegertsbrunnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Lauterbach GmbH, Höhenkirchen-SiegertsbrunnGrundlagen der Gesellschaft Die Lauterbach GmbH konzentriert sich im Markt für Embedded Systems auf Test- und Analysewerkzeuge. Diese dienen im Wesentlichen zur Fehlersuche in sogenannten "Embedded-Software-Systemen", wie sie zum Beispiel in Mobiltelefonen, Motorsteuerungen oder Navigationssystemen verwendet werden. Die Lauterbach GmbH beliefert weltweit zahlreiche namhafte Unternehmen aus diesen Branchen und hat einen bedeutenden Marktanteil. Die Gesellschaft bezieht Entwicklungsleistungen zum größten Teil von einem nahestehenden Unternehmen. Dieses hat einen Personalstamm von langjährigen Mitarbeitern aufgebaut, um der technologischen Entwicklung in hochentwickelten und aktiven Märkten nachzukommen. Im Zusammenhang mit den Entwicklungsleistungen fallen (interne wie auch bezogene) Aufwendungen ca. in Höhe von EUR 15,18 Mio. (i.Vj. EUR 14,4 Mio.) an. Die Gesellschaft beschäftigt ca. 48 Vollkräfte (VK) einschließlich des eingesetzten Personals des nahestehenden Unternehmens (i.Vj. 48 VK) in diesem Bereich. Unsere Entwicklungsleistungen umfassen vor allem die Weiterentwicklung unserer Hardware- und Software-Produkte PowerDebug, PowerTrace und PowerView sowie deren zugehöriger Komponenten und den erweiterten Kundensupport. Diese Produkte werden zur Fehlersuche in Softwareprogrammen eingesetzt, die auf Embedded Systems und deren Microchips laufen. Im vergangenen Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Neuerungen in Bezug auf Patente und Produktentwicklungen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der globale Embedded Systems Markt konnte im Geschäftsjahr 2023 ein moderates Wachstum verzeichnen. Eine weitere Zunahme der globalen Nachfrage von elektronischen Systemen insbesondere in der Automobilindustrie, im Sektor Industrial und in der Rüstungsindustrie waren dabei entscheidende Treiber. In der Automobilindustrie als eine unserer Kernindustrien fanden vor allem in den USA und in Deutschland erneut kräftige Investitionen in die Elektrifizierung und Digitalisierung von Fahrzeugen statt. In China beobachteten wir hingegen eine beginnende Konsolidierung des Automobilmarkes, gekennzeichnet durch Investitionsstopps und Stellenabbau. Der Bereich der Rüstungsindustrie erlebte neue Impulse aufgrund des Ukrainekrieges. Im Telekommunikationssektor fand ein eher moderates Wachstum statt. Geschäftsverlauf Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichneten wir einen Rückgang unseres Auftragseingangs um 9,6%. Diese Minderung liegt daran, dass im Vorjahr aufgrund von Nachholeffekten aus der COVID-19 Pandemie außergewöhnlich viele Vorratskäufe getätigt wurden. Der Auftragseingang ging nun auf das normale Niveau zurück. Es gelang uns im Jahresverlauf, unsere Lieferzeiten mit einem Zeitraum von 2 bis 4 Wochen stabil zu halten und den bestehenden Auftragsbestand zu reduzieren. Nach erheblichen Lieferengpässen im Jahr 2022 beobachteten wir im Geschäftsjahr eine Entspannung in der Lieferkette, insbesondere auf dem Chip- und Komponentenmarkt. Verspätete bzw. ausgesetzte Lieferungen aus den Vorjahren trafen im Geschäftsjahr 2023 ein, sodass wir unseren Vorrat an Material und Produktkomponenten allmählich wieder aufbauen konnten. Drohende Lieferengpässe, die wir im Vorjahr noch verzeichneten, konnten damit für unsere wesentlichen Produktlinien im Jahr 2023 vollständig beseitigt werden. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 war der Umsatz rückläufig. Besonders bei den Umsätzen in Nicht-EU-Länder war der Rückgang spürbar. Die Umsätze im Inland und in EU-Länder sanken nach dem Ausnahmejahr 2022 ebenfalls auf ein normales Niveau. Der Umsatz betrug 57,2 Mio. EUR und lag damit um 12,9% unter dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr blieben die Umsatzerlöse im zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 stabil. Das Jahresergebnis vor Steuern von 31,6 Mio. EUR fiel ebenfalls niedriger aus als im Vorjahr (47,2 Mio. EUR), lag jedoch über dem Niveau des Vorvorjahres 2021 (30,3 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss des Jahres 2023 beträgt nach Steuern 23,2 Mio. EUR und liegt um 13,1 Mio. EUR unter dem Vorjahresergebnis von 36,3 Mio. EUR. Das niedrigere Ergebnis ist vor allem auf die rückläufigen Umsatzerlöse zurückzuführen. Der Rohertrag (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung - Materialaufwand) sank um 12,2%. Die Zins-, Investment- und Beteiligungserträge sanken durch unregelmäßige Ausschüttungen der Tochtergesellschaften von 10,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,7 Mio. EUR. Bei den Kosten stieg der Aufwand für eingekaufte Entwicklungsleistungen leicht (+5,7%). Die Personalkosten stiegen durch eine Tariferhöhung und einen Mitarbeiteraufbau im Geschäftsjahr um 10,1% von 3,9 Mio. EUR auf 4,3 Mio. EUR. Der realisierte Cash Flow (Jahresergebnis plus Abschreibungen des Anlagevermögens und nicht realisierte Währungsverluste abzüglich nicht realisierter Währungsgewinne) liegt mit 24,6 Mio. EUR um 10,9 Mio. EUR unter dem Vorjahr (35,5 Mio. EUR). Die Vertriebsgesellschaften in USA, China, Italien, Frankreich, Großbritannien und Tunesien arbeiten weiterhin profitabel. Die Jahresüberschüsse der Tochtergesellschaften in Italien und Frankreich stiegen, die anderen Tochtergesellschaften erwirtschafteten einen rückläufigen Jahresüberschuss. Unsere Tochter in Japan verzeichnete aufgrund einer schwachen Nachfrage mit Umsatzrückgang und Sonderausgaben einen leichten Verlust. Alle Tochtergesellschaften weisen insgesamt eine solide Vermögens- und Finanzlage auf. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Eigenkapital und Liquidität. Es wurde schon seit langem kein Fremdkapital zur Unternehmensfinanzierung mehr in Anspruch genommen. Die flüssigen Mittel sind in Deutschland konservativ angelegt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind ebenfalls konservativ angelegt. Die Bilanzsumme stieg wegen nicht ausgeschütteten Gewinnen von EUR 147,0 Mio. um 13,2% auf EUR 166,3 Mio. Die Thesaurierung führte zusammen mit dem Jahresüberschuss zu einer Erhöhung der Bankguthaben von EUR 46,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 64,4 Mio. Durch verstärkte Lagerhaltung und Nachlieferungen zu Bestellungen aus den Vorjahren stieg der Bestand an Vorräten um EUR 1,7 Mio. auf EUR 13,5 Mio. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken wegen einer beschlossenen, aber noch nicht ausgezahlten Ausschüttung einer Tochtergesellschaft, die niedriger war als im Vorjahr, um EUR 1,5 Mio. auf EUR 3,1 Mio. Das Eigenkapital stieg durch thesaurierte Gewinne von EUR 129,0 Mio. auf EUR 152,2 Mio. Die Eigenkapitalquote ist weiterhin auf hohem Niveau, sie stieg im Geschäftsjahr um 3,7%-Punkte auf 91,5%. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen stieg von EUR 6,1 Mio. um 21,5% auf EUR 7,4 Mio., insbesondere im Bereich der Steuerrückstellungen. Gleichzeitig minderten sich die Verbindlichkeiten von EUR 6,6 Mio. auf EUR 1,5 Mio. In Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Lage ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 zufrieden. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den bedeutendsten Leistungsindikatoren handelt es sich um den Auftragseingang weltweit, die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. Auftragseingänge in Fremdwährungen werden zu Tageskursen umgerechnet. Die Entwicklung des Auftragseingangs als frühester Indikator für die Geschäftsentwicklung beobachten und analysieren wir täglich. Wir beobachten das Ergebnis vor Steuern aufmerksam. Dabei stellt der Auftragseingang aufgrund des hohen Fixkostenblockes letztendlich die ausschlaggebende Größe für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft dar. Vergleich mit der Vorjahresprognose Für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten wir aufgrund der sich beruhigenden Lieferkettenproblematik und der Leitzinserhöhungen einen Rückgang des Auftragseingangs von etwa 5-10% und einen Umsatzrückgang von etwa 10-15%. Der Auftragseingang fiel um 9,6% auf 56,1 Mio. EUR, der Umsatz verringerte sich um 12,9% auf 57,2 Mio. EUR. Außerdem prognostizierten wir keine nennenswerten Währungsgewinne, höhere Kosten im Bereich von Materialaufwand und Personalkosten, steigende Fixkosten, höhere Beteiligungserträge und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 25-35% unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Das Ergebnis vor Steuern sank wie erwartet zum Vorjahr um 33% auf 31,6 Mio. EUR. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognose Für das Jahr 2024 erwarten wir einen Umsatzrückgang von etwa 10-15%. Die weltweit rückläufige Nachfrage nach Elektroautos führt zu weiteren Kürzungen von Investitionen in der Automobilbranche und kann damit direkte Auswirkung auf unseren Geschäftsverlauf nehmen. Bei Fortsetzung der derzeitigen Auftragsentwicklung gehen wir davon aus, dass sich unser Auftragseingang im Geschäftsjahr 2024 mit 5-10% unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 bewegen wird. Mit einer leichten Erholung des Marktes rechnen wir in der zweiten Jahreshälfte. Eine genauere Einschätzung ist nicht zuverlässig möglich. Im Allgemeinen sind unsere Hauptmärkte Automobilbau, Telekommunikation und Halbleiterherstellung sehr volatil, was eine Aussage erschwert. Hinzu kommt, dass viele Kunden nicht fortlaufend, sondern in größeren Abständen bestellen. Durch eine weiterhin erhöhte Inflations- und Teuerungsrate erwarten wir steigende Ausgaben, insbesondere im Bereich der Personalkosten. Fortlaufende Aktivitäten in der Personalverstärkung werden zusätzlich zu einem Anstieg der Personalkosten führen. Unsere Fixkosten werden in 2024 etwas steigen. Unter der Annahme, dass im Geschäftsjahr 2024 keine nennenswerten Währungsgewinne und -verluste ausgewiesen werden, rechnen wir bei dem prognostizierten Umsatzniveau und höheren Beteiligungs- und Zinserträgen mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von ca. 10-15% unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Um die soziale Absicherung im Alter zu unterstützen und eine langfristige Mitarbeiterbindung zu fördern, hat die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 beschlossen, grundsätzlich eine betriebliche Altersvorsorge einzuführen. Die spezifische Ausgestaltung von Umfang und Höhe wird im Geschäftsjahr 2024 festgelegt. Wir rechnen mit einer Einführung ab 2025. Chancen und Risiken 1. Chancen Das anhaltende Wachstum des Embedded Systems Marktes und der daraus resultierenden Investitionen in verschiedenen Industrien eröffnet stets neue Opportunitäten bei der Neukundenakquise oder einer tieferen Durchdringung von Bestandskunden. Außerdem bieten Märkte jenseits unserer Kernindustrien durch den stärkeren Einsatz von Elektroniksystemen weiteres Potential für Wachstum. 2. Risiken a. Strategische Risiken Strategische Risiken bestehen durch Änderungen von geo-/politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Unsere Hauptabnehmer bestehen weitgehend aus Privatunternehmen, die kaum von staatlichen Aufträgen abhängig sind. Der Nachfragerückgang bei Elektroautos insbesondere in den USA und Europa sowie die Konsolidierung des Elektroautomobilmarktes in China können sich weiterhin negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Dieser Effekt kann durch die gegenseitigen Sanktionen zwischen USA und China im Chip- sowie Automobilmarkt zusätzlich verstärkt werden. Eine Verschärfung der geopolitischen und wirtschaftlichen Spannungen vor allem zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China mit Auswirkung auf Europa, das schwelende Eskalationsrisiko im Ukrainekrieg, der zunehmende weltweite Protektionismus und das damit verbundene Fortschreiten einer Deglobalisierung sind weitere strategische Risiken für unsere Geschäftstätigkeiten auf globaler Ebene. b. Operative Risiken Operative Risiken bestehen durch einen zurzeit volatilen Markt in der Chip- und Elektroindustrie. Potentiell starke Auftragseingangsschwankungen können die Folge sein. Außerdem bestehen Risiken durch den schnellen Wechsel von Technologien sowie dem Markteintritt neuer Konkurrenten. Die anhaltende Spannung auf dem Arbeits- und Fachkräftemarkt stellt angesichts von Ressourcenknappheit im täglichen Betrieb eine ständige Herausforderung für unser Unternehmen dar. Unser Plan besteht weiterhin darin, unsere Ressourcen zu erweitern, vorausgesetzt, wir können geeignete Mitarbeiter einstellen. Durch verstärktes Personal-Recruiting und eine intensivere Vermarktung unserer Arbeitgebermarke versuchen wir, dieser Situation zu begegnen. c. Finanzmarktrisiken Unsere Produkte werden zu etwa 70% in EURO und zu etwa 30% in Fremdwährung verrechnet, wobei der US-Dollar den weitaus überwiegenden Anteil ausmacht. Für die Fremdwährungsguthaben bestehen Kursrisiken und -chancen. Es wurden keine Kurssicherungsgeschäfte veranlasst, was aber auf Grund der guten Ertragslage und der hohen Eigenkapitalbasis unproblematisch ist. Wir sehen in den Fremdwährungsbeständen kein bestandsgefährdendes Risiko, da insgesamt ausreichend Rücklagen vorhanden sind. Ergebnisbelastungen durch Kursschwankungen können wir jedoch nicht ausschließen. Die Entwicklung der Fremdwährungskurse wird regelmäßig beobachtet. Zur langfristigen Absicherung der finanziellen Vermögenswerte gegen Inflation werden außerdem gelegentlich Investitionen am Finanzmarkt durchgeführt. Der Fokus liegt dabei stets auf konservative Finanzinstrumente in Wert- und Geldmarktpapiere mit geringem Ausfallrisiko, einer ausreichenden Liquidität und hoher Diversifikation. d. Compliance-Risiken In diesem Bereich sind uns keine Risiken bekannt. e. Sonstige Risiken In diesem Bereich sind uns keine weiteren Risiken bekannt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nach Auffassung der Geschäftsleitung keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Hinsichtlich der Bewertung der aufgeführten Einzelrisiken bestehen die bedeutsamsten bzw. mittleren Risiken im volatilen Markt der Chip- und Elektroindustrie sowie in den geopolitischen Spannungen mit verbundenen Sanktionen. Die weiteren genannten Einzelrisiken sind als gering einzustufen. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten Ergebnissen abweichen können.
Höhenkirchen-Siegertsbrunn, den 28. Juni 2024 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Lauterbach GmbH, Höhenkirchen-SiegertsbrunnAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Lauterbach GmbH mit Sitz in Höhenkirchen-Siegertsbrunn ist beim Registergericht München HRB 75034 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt generell 3 Jahre. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen nach linearer und degressiver Methode bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für Vermögensgegenstände, die von 2020 bis 2022 angeschafft wurden, wurde die degressive Abschreibungsmethode gewählt, sofern sie zu höheren Abschreibungen geführt hat. Die in analoger Anwendung des § 7 Abs. 3 EStG mögliche Umstellung von der degressiven Abschreibung auf die gleichmäßige Verteilung des Restwerts auf die Restnutzungsdauer erfolgt in dem Jahr, in dem der Übergang zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt als die Fortführung der degressiven Absetzung. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 1 und 23 Jahren. Angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die bilanzierten Ansprüche gegen Versicherungen dienen der Vermögensanlage und entsprechen dem Aktivwert. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um Fonds bei der Union Investment und bei der Commerzbank AG. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten, die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt grundsätzlich retrograd ausgehend von den Verkaufspreisen unter Abzug der Aufwendungen zur Fertigstellung sowie nicht aktivierbarer Kosten der Erzeugnisse und kalkulierter Gewinnmarge. Dieser Bewertungsansatz berücksichtigt neben den Einzelkosten auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zur Einhaltung des Niederstwertprinzips sind bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen Einzelabwertungen wegen gesunkener Einkaufspreise gebildet worden. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und den unfertigen Erzeugnissen sind Abwertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit gebildet worden. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden bei Anschaffung zum Tageskurs und zum Stichtag zum Devisen-Kassamittelkurs bewertet. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch einen Pauschalabschlag vom Forderungsbestand berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Als Rechnungsgrundlagen wurden die biometrischen Wahrscheinlichkeiten der Heubeck Richttafeln 2018G verwendet, wobei ein Rechnungszins basierend auf dem zehnjährigen Durchschnittszins von 1,82 % angesetzt wurde. Als Bewertungsverfahren wurde die Barwert-Methode angewandt. Eventuelle Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf € 3.393,00. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Gewährleistungsrückstellungen berücksichtigen erwartete Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtag zum Devisen-Kassamittelkurs bewertet. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den zeitanteilig abgegrenzten Ein- bzw. Auszahlungsbeträgen angesetzt. Ausgaben bis zu einem Betrag von € 800,00 wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht abgegrenzt. Für die sich insgesamt ergebende latente Steuerentlastung, die sich nach Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern ergibt und die aus den Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen resultiert, ergab sich im Geschäftsjahr ein Aktivüberhang. Auf eine Bilanzierung der aktiven latenten Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. Zur Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 27,38 % verwendet. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Zur Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen. Ein Teil der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von € 35.981.663,09 (Vorjahr: € 64.539.525,23) sind in Ausübung des Bewertungswahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB mit € 785.877,12 über dem beizulegenden Wert ausgewiesen. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist unterblieben, da die Wertminderungen der einzelnen Anlagen lediglich zwischen 1,05 % und 2,89 % (durchschnittlich 2,18 %) liegen. Diese Wertminderung wird als lediglich kurzfristige Schwankung eingeordnet. Angaben zu Investmentvermögen Es wurden folgende Anteile an Investmentvermögen gehalten:
Das Anlageziel der Fonds ist die Erwirtschaftung eines Kapitalzuwachses. Der Dachfonds engagiert sich überwiegend in Investmentfonds, die vorrangig in Anleihen investieren. Bis zu 25 % des Vermögens können in Zielfonds investiert werden, die vorwiegend Aktien halten. Alle Fonds investieren weltweit. Die Anteile an Investmentvermögen wurden als Wertpapiere des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Angaben und Erläuterungen zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Der Gesamtbetrag der bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände hat wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.689.101,14 (Vorjahr: € 581.379,16) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind € 256.097,19 (Vorjahr: € 13.195,48) noch nicht gutgeschriebene Zinserträge aus Festgeld- und Wertpapieranlagen enthalten. Guthaben bei Kreditinstituten In den Guthaben bei Kreditinstituten sind € 242.553,64 (Vorjahr: € 0,00) enthalten, die verpfändet und nicht kurzfristig verfügbar sind. Die Konten dienen als Absicherung für die Verpflichtungen aus Altersteilzeiten. Eigenkapital
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten: - Rückstellungen für Garantie - Rückstellung für Tantieme - Rückstellungen für Urlaub und Überstunden inkl. Sozialversicherung - Rückstellung für Urlaubs- und Weihnachtsgeld - Rückstellung für Altersteilzeit - Rückstellung für Berufsgenossenschaftsbeiträge - Rückstellung für IHK-Beitrag - Rückstellungen für Bilanzierungs- und Prüfungskosten - Rückstellung für Aufbewahrungspflichten - Rückstellungen für zu erwartende Betriebsprüfungskosten Allen erkennbaren Risiken wurde damit in angemessenem und ausreichendem Maße Rechnung getragen. Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 232.859,82 (Vorjahr: € 5.424.060,12) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 35.773,26 (Vorjahr: € 8.814,56) enthalten. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern verteilen sich auf die Bilanzposten Wertpapiere des Anlagevermögens, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Pensionsrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen. Die saldierten passiven latenten Steuern betreffen die Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen aus vorausbezahlten Wartungsverträgen, deren Laufzeit 1 - 7 Jahre beträgt. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert: Geographisch bestimmter Markt
Erläuterung der sonstigen betrieblichen Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind € 26.913,17 (Vorjahr: € 10.519,22) periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus dem Verkauf von Anlagevermögen sowie € 248.633,05 (Vorjahr: € 1.545.811,17) Erträge aus Kursdifferenzen enthalten. Erläuterung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen (Vorjahr: € 1.616,28) sowie € 1.305.113,99 (Vorjahr: € 540.469,28) Aufwand aus Kursdifferenzen enthalten. Personalaufwand Im Personalaufwand sind € 70.965,20 (Vorjahr: € 45.830,47) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten. Erträge aus Beteiligungen Hierbei handelt es sich um Gewinnausschüttungen der verbundenen Unternehmen Lauterbach Inc., USA, und Lauterbach S.A.R.L., Frankreich (Vorjahr: Lauterbach Inc., USA, und Lauterbach (Suzhou) Technologies Co. Ltd., China). Erträge aus anderen Wertpapieren Die Erträge aus anderen Wertpapieren betreffen Ausschüttungen der Fonds bei der Union Investment, der Allianz und Flossbach von Storch. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Zinsaufwand sind € 5.737,00 (Vorjahr: € 12.022,00) als Zinsen aus der Aufzinsung enthalten. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen in Höhe von T€ 372 pro Jahr für 2024 und 2025 sowie Verpflichtungen aus Kooperationsverträgen in Höhe von T€ 16.440 pro Jahr für 2024 und 2025. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Lothar Lauterbach Ausgeübter Beruf: Ingenieur Geschäftsführer: Stephan Lauterbach Ausgeübter Beruf: Ingenieur Geschäftsführer: Norbert Weiß Ausgeübter Beruf: Ingenieur Geschäftsführer: Dr. Thomas Ullmann Ausgeübter Beruf: Ingenieur / MBA Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen a) Nihon (Nippon) Lauterbach Kabushiki Kaisha:
b) Lauterbach (Suzhou) Technologies Co. Ltd.:
c) Lauterbach Ltd.:
d) Lauterbach Inc.:
e) Lauterbach SRL:
f) Lauterbach S.A.R.L.:
g) Lauterbach Consulting SARL:
Konzernrechnungslegung Die Gesellschaft ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da sie in den Konzernabschluss der Lauterbach Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Höhenkirchen-Siegertsbrunn zum 31.12.2023 einbezogen wird. Diese erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis und legt ihn im Unternehmensregister offen. Hinsichtlich des Honorars des Abschlussprüfers verweisen wir auf diesen Konzernabschluss. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres bekannt geworden. Ergebnisverwendung Der endgültige Gesellschafterbeschluss vom 31.07.2024 sieht vor: Der Bilanzgewinn in Höhe von € 151.653.197,27 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Höhenkirchen-Siegertsbrunn, den 28. Juni 2024 Die Geschäftsführung sonstige BerichtsbestandteileAnlagenspiegel zum 31.12.2023Lauterbach GmbH, Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lauterbach GmbH, Höhenkirchen-Siegertsbrunn Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der Lauterbach GmbH, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lauterbach GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 25. Juli 2024 KPMG
AG
gez. Rüger, Wirtschaftsprüfer gez. Klopsch-Rauhut, Wirtschaftsprüferin |
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