Fair Friend Deutschland GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Peter Vogt seit 28.3.2025 | Prokura |
Yi-Wei Chu seit 28.3.2025 | Geschäftsführer |
Jens Klodner seit 22.12.2022 | Prokura |
Thomas Niasjan seit 31.5.2022 | Prokura |
Bernd Kornrumpf seit 31.5.2022 | Prokura |
Sebastian Dr. Schöning seit 19.5.2021 | Geschäftsführer |
Frank Lierau seit 17.7.2020 | Prokura |
Rigobert Schlink seit 4.7.2019 | Prokura |
Annette Lindner seit 22.2.2019 | Prokura |
Jens Müller seit 11.7.2017 | Prokura |
Markus Schulz seit 3.1.2017 | Prokura |
Ralf Hermann seit 26.3.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Fair Friend International Holdings PTE. Ltd. | 67.67% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAG IAS GmbHEislingenJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und LageberichtBESTÄTIGUNGSVERMERKMAG IAS GmbH, Eislingen/FilsKPMG AG
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
31. Dez. 2022
EURO |
31. Dez. 2021
EURO |
|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.152.487,50 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 51.097,64 | 2.509.581,69 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 5.799.743,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 1.240.130,78 | 1.018.394,49 |
| 3.443.715,92 | 9.327.719,18 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Baute einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 61.652,45 | 69.201,73 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.904.819,11 | 4.653.743,68 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.707.388,61 | 1.432.984,91 |
| 5.673.860,17 | 6.155.930,32 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Gesellschaften | 12.489.192,19 | 12.490.692,19 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 106.143.277,84 | 79.789.481,67 |
| 118.632.470,03 | 92.280.173,86 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe | 7.154.927,39 | 3.947.351,55 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 72.954.686,80 | 76.407.947,92 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.614.872,28 | 4.619.232,94 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 6.115.099,20 | 2.867.560,45 |
| 5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (82.545.087,97) | (72.625.882,19) |
| 8.294.497,70 | 15.216.210,67 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.171.732,60 | 5.047.471,59 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 37.820.214,16 | 62.932.038,52 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.550.727,78 | 2.892.595,65 |
| 46.542.674,54 | 70.872.105,76 | |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.276.856,41 | 12.275.184,92 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 675.826,13 | 577.403,93 |
| 187.539.900,90 | 206.704.728,64 | |
|
PASSIVSEITE |
||
|
31. Dez. 2022
EURO |
31. Dez. 2021
EURO |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 30.000,00 | 30.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 326.212.317,47 | 322.912.317,47 |
| III. Verlustvortrag | (293.660.057,59) | (279.441.706,44) |
| IV. Jahresfehlbetrag | (16.515.383,23) | (14.218.351,15) |
| 16.066.876,65 | 29.282.259,88 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1 Rückstellungen für Pensionen | 69.987.240,00 | 70.537.931,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.598.448,59 | 3.105.302,27 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 14.649.533,64 | 20.845.194,96 |
| 87.235.222,23 | 94.488.428,23 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 53.350.000,00 | 55.000.000,00 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.235.887,25 | 14.619.507,85 |
| 3. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel | 1.370.372,32 | 636.677,46 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 12.144.661,31 | 11.112.918,64 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.136.881,14 | 1.564.936,58 |
| davon aus Steuern EURO 729.716,60 (im Vorjahr EURO 702.225,63) | ||
| 84.237.802,02 | 82.934.040,53 | |
| 187.539.900,90 | 206.704.728,64 |
|
2022
EURO |
2021
EURO |
|
| 1. Umsatzerlöse | 117.221.796,48 | 186.470.557,20 |
| 2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | (3.210.261,12) | (80.521.364,76) |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.374.465,69 | 1.488.517,97 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 15.723.385,29 | 11.817.746,52 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | (50.747.537,47) | (45.406.231,19) |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | (14.230.764,52) | (10.386.236,62) |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | (42.207.805,79) | (39.661.597,45) |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | (11.869.943,41) | (11.208.263,12) |
| davon für Altersversorgung EURO 3.677.646,18 (im Vorjahr EURO 4.680.129,48) | ||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (9.555.212,99) | (9.585.188,80) |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (22.280.349,91) | (22.114.538,68) |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 2.000.000,00 | 4.000.000,00 |
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 3.391.094,05 | 4.333.177,50 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 651,76 | 648,54 |
| 12. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 199.341,96 | 376.892,20 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (2.885.585,38) | (3.186.718,75) |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (419.595,54) | (552.264,72) |
| 15. Ergebnis nach Steuern | (16.496.320,90) | (14.134.864,16) |
| 16. Sonstige Steuern | (19.062,33) | (83.486,99) |
| 17. Jahresfehlbetrag | (16.515.383,23) | (14.218.351,15) |
Die Firma MAG IAS GmbH ("Gesellschaft") hat ihren Sitz in Eislingen/Fils und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Ulm unter der Reg.-Nr. HRB 720186.
Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 S. 1 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden.
Die MAG IAS GmbH ist aufgrund ihrer operativen Entwicklung stark von der finanziellen Unterstützung ihrer Muttergesellschaften abhängig. Aufgrund der vorliegenden Patronatserklärungen ist die Fortführung des Unternehmens nach aktuellen Umständen überwiegend wahrscheinlich. Der vorliegende Jahresabschluss wurde daher unter Zugrundelegung der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass ein bestandsgefährdendes Risiko besteht, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB).
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB mit den Herstellungskosten in Form der Entwicklungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB aktiviert, sofern diese eindeutig zugeordnet und abgegrenzt werden können. In die Aktivierung werden die Entwicklungskosten einbezogen, die nach Manifestation der technischen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung des immateriellen Vermögensgegenstandes anfallen. Die Entwicklungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Teile an Gemeinkosten und Abschreibungen sowie der allgemeinen Verwaltungskosten, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung über deren geplante Nutzungsdauer regelmäßig über sieben Jahre linear abgeschrieben.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.
Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Dies spiegelt die erwartete Nutzungsdauer des erworbenen Kundenstamms wieder.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.
Die Nutzungsdauer für Einbauten in Gebäude beläuft sich auf 10 bis 14 Jahren. Die Nutzungsdauern des beweglichen Anlagevermögens liegen zwischen 3 und 25 Jahren. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 direkt aufwandsseitig erfasst. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten - gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - angesetzt.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten (Durchschnittsbewertung) unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bei verminderter Verwertungsmöglichkeit werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Kosten sind auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, in die Herstellungskostenkalkulation einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Sind die erzielbaren Verkaufserlöse unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten und eines angemessenen Gewinnanteils niedriger, kamen diese zum Ansatz.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.
Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt. Auf fremde Währung lautende Anzahlungen sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt.
Die erhaltenen Anzahlungen werden entsprechend dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt und sind zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind gem. § 256a S. 1 HGB mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt. Besonderen Ausfallrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wird nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommen.
Gem. § 250 Abs. 1 HGB werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.
Latente Steuern werden auf Buchwertunterschiede zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen einerseits und steuerlichen Wertansätzen andererseits gebildet, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Steuerliche Verlustvorträge und steuerliche Zinsvorträge werden berücksichtigt, wenn eine Verlustverrechnung innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwarten ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, besteht ein Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB, das von der MAG IAS GmbH nicht ausgeübt wird.
Die MAG IAS GmbH bewertet die Pensionsverpflichtungen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (project unit credit method) ermittelten Erfüllungsbetrags. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt, sofern dies in der Zusage des Anspruchsberechtigten vorgesehen ist. Der Anwartschaftsbarwert wird auf Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten externer, unabhängiger Aktuare bestimmt. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte durchschnittliche Zinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre verwendet. Für die Ermittlung der biometrischen Sterbewahrscheinlichkeit werden Richttafeln 2018 G, von Prof. Dr. K. Heubeck zugrunde gelegt.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläum wurden nach dem Barwertverfahren nach IDW RS HFA 3 auf Basis eines Zinsfußes berechnet. Zur Ermittlung der Wahrscheinlichkeit für Sterblichkeit oder Invalidität liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck zu Grunde.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Erfüllungsrückständen aus Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfüllen die Definition als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB und werden bei der MAG IAS GmbH zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Vermögensgegenstände werden mit den zugrundeliegenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der sich daraus ergebende Vermögensüberhang wird als aktivischer Unterschiedsbetrag in der Bilanz ausgewiesen.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit einem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind, wie oben dargestellt, umgerechnet. Die Posten des Anlagevermögens sind zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum jeweiligen Stichtagskurs eingebucht.
Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.
Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 2.152.487,50 (im Vorjahr EUR 0,00) betreffen mehrere aktivierte Entwicklungsprojekte. Die Abschreibungen erfolgen in Abhängigkeit ihrer Art über eine erwartete Nutzungsdauer von sieben Jahren. Der Gesamtbetrag an Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr EUR 3.788.830,50 (im Vorjahr EUR 3.589.449,00). Davon entfallen EUR 2.154.098,20 (im Vorjahr EUR 0,00) auf Entwicklungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.
| Anschaffungs- / Herstellungskosten | ||||
|
Stand am 1. Jan. 2022
EURO |
Zugänge
EURO |
Abgänge
EURO |
Stand am 31. Dez. 2022
EURO |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 2.154.098,20 | 0,00 | 2.154.098,20 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 55.031.818,04 | 0,00 | 0,00 | 55.031.818,04 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 57.997.493,16 | 0,00 | 0,00 | 57.997.493,16 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 1.018.394,49 | 221.736,29 | 0,00 | 1.240.130,78 |
| 114.047.705,69 | 2.375.834,49 | 0,00 | 116.423.540,18 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 105.689,93 | 0,00 | 0,00 | 105.689,93 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 27.705.034,95 | 224.484,80 | 408.602,60 | 27.520.917,15 |
| 3. Andere Anlagen ,Betriebs- und Geschäftsausstattung | 23.587.787,61 | 880.775,26 | 6.531,66 | 24.462.031,21 |
| 51.398.512,49 | 1.105.260,06 | 415.134,26 | 52.088.638,29 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.231.692,19 | 0,00 | 1.500,00 | 16.230.192,19 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 79.789.481,67 | 26.353.796,17 | 0,00 | 106.143.277,84 |
| 96.021.173,86 | 26.353.796,17 | 1.500,00 | 122.373.470,03 | |
| 261.467.392,04 | 29.834.890,72 | 416.634,26 | 290.885.648,50 | |
| Abschreibungen | ||||
|
Stand am 1. Jan. 2022
EURO |
Zugänge
EURO |
Abgänge
EURO |
Stand am 31. Dez. 2022
EURO |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 1.610,70 | 0,00 | 1.610,70 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 52.522.236,35 | 2.458.484,05 | 0,00 | 54.980.720,40 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 52.197.750,16 | 5.799.743,00 | 0,00 | 57.997.493,16 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 104.719.986,51 | 8.259.837,75 | 0,00 | 112.979.824,26 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 36.488,20 | 7.549,28 | 0,00 | 44.037,48 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 23.051.291,27 | 687.387,55 | 122.580,78 | 23.616.098,04 |
| 3. Andere Anlagen ,Betriebs- und Geschäftsausstattung | 22.154.802,70 | 600.438,41 | 598,51 | 22.754.642,60 |
| 45.242.582,17 | 1.295.375,24 | 123.179,29 | 46.414.778,12 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.741.000,00 | 0,00 | 0,00 | 3.741.000,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3.741.000,00 | 0,00 | 0,00 | 3.741.000,00 | |
| 153.703.568,68 | 9.555.212,99 | 123.179,29 | 163.135.602,38 | |
| Restbuchwert | ||
|
Stand am 31. Dez. 2022
EURO |
Stand am 31. Dez. 2021
EURO |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.152.487,50 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 51.097,64 | 2.509.581,69 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 5.799.743,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 1.240.130,78 | 1.018.394,49 |
| 3.443.715,92 | 9.327.719,18 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 61.652,45 | 69.201,73 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.904.819,11 | 4.653.743,68 |
| 3. Andere Anlagen ,Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.707.388,61 | 1.432.984,91 |
| 5.673.860,17 | 6.155.930,32 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.489.192,19 | 12.490.692,19 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 106.143.277,84 | 79.789.481,67 |
| 118.632.470,03 | 92.280.173,86 | |
| 127.750.046,12 | 107.763.823,36 | |
Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
| Name |
Beteiligung
% |
Eigenkapital
EURO |
Jahresergebnis
EURO |
Buchwert
EURO |
| MAG Real Estate Europe GmbH, Eislingen/Fils, Deutschland | 88 | 25.000,00 | 0,00 | 22.000,00 |
| MAG Hungary Kft., Kecskemét, Ungarn | 100 | 12.798.831,00 | 658.796,00 | 2.733.205,09 |
| MAG India IAS Private Ltd., Bangalore, Indien | 99,98 1 | 1.160.236,00 | 98.058,00 | 2.131.987,10 |
| Fadal Engineering (Mauritius) Ltd., Port Louis, Mauritius | 100 | 1.122.503,00 | (693.273,00) | 1.843.000,00 |
| MAG Special Machine Tool (Changchun) Co.Ltd., Changchun, China | 100 | 4.961.870,00 | (181.197,00) | 5.759.000,00 |
Die Zahlen für die MAG Hungary Kft., MAG India IAS Private Limited, Fadal Engineering (Mauritius) Ltd. und MAG Special Machine Tool (Changchun) Co Ltd stammen aus den internen IFRS Reporting Packages der Gesellschaften. Mit der MAG Real Estate Europe GmbH, Eislingen/Fils, Deutschland, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
| Name |
31.12.2022
EURO |
31.12.2021
EURO |
| MAG Global Holding GmbH, Eislingen/Fils, Deutschland | 39.500.000,00 | 39.498.838,41 |
| Good Friend Prime PTE. Ltd., Singapur | 21.501.468,71 | 0,00 |
| MAG Real Estate Europe GmbH, Eislingen/Fils, Deutschland | 10.500.000,00 | 10.500.000,00 |
| Fair Friend International Holdings PTE. Ltd., Singapur | 14.700.000,00 | 20.700.000,00 |
| FFG European and American Holdings GmbH, Eislingen/Fils, Deutschland | 0,00 | 3.990.643,26 |
| FFG Werke GmbH, Eislingen/Fils, Deutschland | 19.941.809,13 | 5.100.000,00 |
1 Gesellschafter i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG
Die Gesellschaft definiert als verbundene Unternehmen alle Unternehmen, welche in den Konzernabschluss der taiwanesischen Fair Friend-Gruppe einbezogen werden. Somit erstreckt sich der Kreis der verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 HGB auf das oberste Mutterunternehmen, die Fair Friend Enterprise Co. Ltd., und alle Unternehmen, an denen diese direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist. Daher sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen laut Bilanz wie folgt zu unterscheiden:
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
EUR |
|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 37.820.214,16 | 62.932.038,52 |
| davon Forderungen | ||
| gegen verbundene Unternehmen i.S.d. § 271 HGB | 6.146.012,89 | 27.063.626,39 |
| gegen Gesellschafter i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG | 6.997.985,26 | 6.385.309,02 |
| gegen nahestehende Unternehmen | 24.676.216,01 | 29.483.103,11 |
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, bis auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen, haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen haben EUR 19.114.305,00 (im Vorjahr EUR 19.345.472,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
EUR |
|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 37.820.214,16 | 62.932.038,52 |
| davon Forderungen | ||
| aus Lieferungen und Leistungen | 18.705.909,16 | 16.562.498,99 |
| aus sonstigen Forderungen | 19.114.305,00 | 46.369.539,53 |
Grundsätzlich ergab sich zum Bilanzstichtag ein Überhang aktiver latenter Steuern für die Gesellschaft. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei immateriellen Vermögensgegenstände (Goodwill), sonstige Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf immaterielle Vermögensgegenstände.
Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich für die Bewertung latenter Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 28,78% (im Vorjahr 28,78%).
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 30.000,00.
Bei der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 326.212.317,47 (im Vorjahr EUR 322.912.317,47) handelt es sich um eine frei verfügbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Im Geschäftsjahr hat der Gesellschafter eine Darlehensforderung in Höhe von insgesamt EUR 3.300.000,00 auf die Gesellschaft übertragen und eine Eigenkapitalzuführung in voller Höhe in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beschlossen.
Die Pensionsrückstellung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
|
2022
EURO |
2021
EURO |
|
| Entwicklung des Erfüllungsbetrages der Verpflichtung - | ||
| Stand am 1. Januar | 70.659.824,00 | 69.663.422,00 |
| Aufwendungen / (Erträge) für Altersvorsorge | 2.111.775,00 | 4.457.709,00 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 924.910,00 | 1.542.219,00 |
| Zahlungen von Versorgungsleistungen | (3.318.036,00) | (5.003.526,00) |
| Anpassung Rückerstattungsanspruch gegenüber FFG Werke GmbH, Eislingen | (231.167,00) | 0,00 |
| Stand am 31. Dezember | 70.147.306,00 | 70.659.824,00 |
| Entwicklung des Planvermögens - | ||
| Stand am 1. Januar | 121.893,00 | 127.564,00 |
| Zeitwertänderungen | 38.173,00 | (5.671,00) |
| Stand am 31. Dezember | 160.066,00 | 121.893,00 |
| Bilanzausweis Pensionsrückstellung | 69.987.240,00 | 70.537.931,00 |
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf EUR 2.602.386,00 (im Vorjahr: EUR 4.059.180,00).
| 2022 | 2021 | |
| Zinssatz gem. Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB | 1,78 % p. a. | 1,87 % p. a. |
| Einkommensdynamik | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| BBG-Dynamik (Beitragsbemessungsgrenze gesetzl. RV) | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| Rentendynamik | 2,00 % p. a. | 1,70 % p. a. |
In den Pensionsrückstellungen ist ein Betrag von EUR 19.114.305,00 (im Vorjahr EUR 19.345.472,00) enthalten, der auf ehemalige Mitarbeiter von in 2013 an die FFG Werke GmbH veräußerten Standorten entfällt. Für diesen Teil der Pensionsrückstellungen ist unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein Rückerstattungsanspruch gegen die FFG Werke GmbH in gleicher Höhe ausgewiesen, da diese Verpflichtungen wirtschaftlich vom Käufer übernommen wurden, jedoch rechtlich nicht auf diesen übergingen.
Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich in folgende Bereich auf:
|
31.12.2022
EURO |
31.12.2021
EURO |
|
| sonstige Rückstellungen laut Bilanz | 14.649.533,64 | 20.845.194,96 |
| darin enthalten: | ||
| Gewährleistungen | 1.593.832,09 | 2.719.970,31 |
| Konventionalstrafen | 262.428,60 | 226.028,00 |
| Nachlaufkosten | 2.748.360,16 | 6.288.953,09 |
| Drohverlust | 276.767,54 | 990.463,50 |
| Restrukturierung | 0,00 | 765.000,00 |
| Rückstellungen für Personal | 6.733.583,62 | 6.974.133,24 |
| Ausstehende Rechnungen | 1.927.034,11 | 1.285.768,67 |
| Zinsen für die Aussetzung der Vollziehung | 956.131,00 | 945.935,00 |
| übrige Abgrenzungen | 151.396,52 | 648.943,15 |
Die Rückstellungen für Personal betreffen im Wesentlichen Gehälter, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben sowie Altersteilzeit.
Die Rückstellung für Altersteilzeit hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
|
2022
EURO |
2021
EURO |
|
| Entwicklung der Rückstellung | ||
| Stand am 1. Januar | 1.105.520,00 | 1.209.393,00 |
| Aufwendungen / (Erträge) für Personal | 804.316,00 | 293.837,00 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 2.583,00 | 4.186,00 |
| Zahlungen von Versorgungsleistungen | (438.782,00) | (401.896,00) |
| Stand am 31. Dezember | 1.473.637,00 | 1.105.520,00 |
Folgende Annahmen wurden der Berechnung des Erfüllungsbetrages der Altersteilzeitverpflichtung zugrunde gelegt:
| 2022 | 2021 | |
| Rechnungszinssatz | 0,42 % p.a. | 0,30 % p.a. |
| Einkommensdynamik | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| BBG-Dynamik (Beitragsbemessungsgrenze gesetzl. RV) | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit für Altersteilzeit | 30,00% | 30,00% |
Die Rückstellung für Jubiläum hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
|
2022
EURO |
2021
EURO |
|
| Entwicklung der Rückstellung | ||
| Stand am 1. Januar | 371.972,00 | 400.357,00 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (7.698,00) | (16.726,00) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 4.983,00 | 6.341,00 |
| Zahlungen von Jubiläumsleistung | (14.000,00) | (18.000,00) |
| Stand am 31. Dezember | 355.257,00 | 371.972,00 |
Folgende Annahmen wurden der Berechnung des Erfüllungsbetrages der Jubiläumsleistung zugrunde gelegt:
| 2022 | 2021 | |
| Rechnungszinssatz | 1,44 % p. a. | 1,35 % p. a. |
| Einkommensdynamik | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| BBG-Dynamik (Beitragsbemessungsgrenze gesetzl. RV) | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
Die Gesellschaft definiert als verbundene Unternehmen alle Unternehmen, welche in den Konzernabschluss der taiwanesischen Fair Friend-Gruppe einbezogen werden. Somit erstreckt sich der Kreis der verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 HGB auf das oberste Mutterunternehmen, die Fair Friend Enterprise Co. Ltd. und alle Unternehmen, an denen diese direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist. Daher sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen laut Bilanz wie folgt zu unterscheiden:
|
31.12.2022
EURO |
31.12.2021
EURO |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 12.144.661,31 | 11.112.918,64 |
| davon Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber verbundenen Unternehmen i.S.d. § 271 HGB | 8.525.192,61 | 10.918.083,39 |
| gegenüber nahestehenden Unternehmen | 3.619.468,70 | 194.835,25 |
|
31.12.2022
EURO |
31.12.2021
EURO |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 12.144.661,31 | 11.112.918,64 |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.858.161,31 | 11.096.647,96 |
| aus sonstige Verbindlichkeiten | 3.286.500,00 | 16.270,68 |
Die Aufgliederung und die Fristigkeit der Verbindlichkeiten insgesamt stellen sich wie folgt dar:
|
Gesamt
EURO |
davon Restlaufzeit weniger als 1 Jahr
EURO |
davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EURO |
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EURO |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||||
| 31. Dez. 2022 | 53.350.000,00 | 1.650.000,00 | 51.700.000,00 | 0,00 |
| 31. Dez. 2021 | 55.000.000,00 | 1.650.000,00 | 53.350.000,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| 31. Dez. 2022 | 15.235.887,25 | 15.235.887,25 | 0,00 | 0,00 |
| 31. Dez. 2021 | 14.619.507,85 | 14.619.507,85 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel | ||||
| 31. Dez. 2022 | 1.370.372,32 | 1.370.372,32 | 0,00 | 0,00 |
| 31. Dez. 2021 | 636.677,46 | 636.677,46 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||||
| 31. Dez. 2022 | 12.144.661,31 | 12.144.661,31 | 0,00 | 0,00 |
| 31. Dez. 2021 | 11.112.918,64 | 11.112.918,64 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| 31. Dez. 2022 | 2.136.881,14 | 2.136.881,14 | 0,00 | 0,00 |
| 31. Dez. 2021 | 1.564.936,58 | 1.564.936,58 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamt 31. Dez. 2022 | 84.237.802,02 | 32.537.802,02 | 51.700.000,00 | 0,00 |
| Gesamt 31. Dez. 2021 | 82.934.040,53 | 9.584.040,53 | 53.350.000,00 | 0,00 |
Zur Absicherung der Verbindlichkeiten hat die FFG Global CNC Machinery Co. Ltd., China, und die Fair Friend Enterprise Co., Ltd., Taiwan, eine harte Patronatserklärung abgegeben mit dem Inhalt, die Gesellschaft derart mit Zahlungsmitteln auszustatten, dass sie zu jeder Zeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.
|
2022
EURO |
2021
EURO |
|
| Umsatzerlöse laut Gewinn- und Verlustrechnung | 117.221.796,48 | 186.470.557,20 |
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| Maschinen | 56.057.063,79 | 109.286.420,59 |
| Umbauten | 38.841.430,85 | 44.329.102,20 |
| Technische Dienstleistungen | 4.539.068,48 | 4.048.290,60 |
| Sonstiges | 17.784.233,36 | 28.806.743,81 |
| 117.221.796,48 | 186.470.557,20 |
|
2022
EURO |
2021
EURO |
|
| Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten | ||
| Asien und Australien | 36.855.600,34 | 77.078.149,49 |
| Deutschland | 33.420.999,83 | 54.479.062,24 |
| Restliches Europa | 27.751.890,05 | 31.402.823,84 |
| Amerika | 19.193.306,26 | 23.510.521,63 |
| 117.221.796,48 | 186.470.557,20 |
In der Gesamtbetrachtung liegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2021. Aufgrund der auch im Geschäftsjahr 2022 anhaltenden Reiseeinschränkungen und aufgrund der Corona-Pandemie sowie der zusätzlichen Verunsicherung durch den Ukraine-Krieg und den damit einhergehenden Turbulenzen am Energiemarkt, hat sich die geographische Verteilung der Umsatzerlöse stark auf den europäischen Markt konzentriert. Alle weiteren Märkte, außer USA und Nordamerika verzeichnen starke Umsatzrückgänge. Bezogen auf den Tätigkeitsbereich ist prozentual betrachtet ein Anstieg im Bereich der Umbauten und der technische Dienstleistungen zu verzeichnen, die Maschinenumsätze sind deutlich zurück gegangen. Der Umsatzrückgang ist inbesondere auf den asiatischen Markt zurückzuführen, weil Endabnahmen bei Kunden aufgrund der Reisebeschränkungen nicht durchgeführt werden konnten.
|
2022
EURO |
2021
EURO |
|
| sonstige betriebliche Erträge | 15.723.385,29 | 11.817.746,52 |
| darin enthalten: | ||
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 7.352.366,50 | 5.529.164,20 |
| Erträge aus der Fremdwährungsbewertung | 346.479,34 | 9.039,67 |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 1.473.871,54 | 439.251,51 |
| Erträge aus konzerninterner Leistungsverrechnung | 5.202.304,29 | 5.281.190,88 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 999.098,51 | 0,00 |
| übrige Erträge | 349.265,11 | 559.100,26 |
Erträge in Höhe von EUR 8.826.238,04 (im Vorjahr EUR 5.968.415,71) sind anderen Geschäftsjahren zuzuordnen.
|
2022
EURO |
2021
EURO |
|
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 22.280.349,91 | 22.114.538,68 |
| darin enthalten: | ||
| Betriebs- bzw. produktionsbedinge Aufwendungen | 3.611.533,49 | 3.554.615,49 |
| Verwaltungsaufwendungen | 5.725.633,03 | 5.973.025,36 |
| Vertriebsbedingte Aufwendungen | 6.387.983,48 | 5.779.568,31 |
| Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen | 935.718,70 | 1.750.693,27 |
| Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung | 146.360,55 | 0,00 |
| Aufwendungen konzerninterner Leistungsverrechnung | 4.652.745,65 | 4.703.729,69 |
| Forderungsverluste * | 554.724,48 | 2.379,30 |
| Schadensfälle | 37.423,63 | 26.655,74 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 150.170,18 | 275.930,47 |
| übrige Aufwendungen | 78.056,72 | 47.941,05 |
* Zwecks vergleichbarkeit Aufgliederung des
Vorjahres ensprechend angepasst
Die Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinnabführung betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen.
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Abzinsungen von langfristigen Rückstellungen in Höhe von EUR 894.303,00 (im Vorjahr EUR 1.132.220,00), welche im Wesentlichen aus Zinseffekten bezüglich der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 886.737,00 (im Vorjahr EUR 1.121.693,00) resultiert.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 227.329,76 (im Vorjahr EUR 739.249,66).
Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 1.024.612,17 (im Vorjahr EUR 918.276,64).
Aus Wartungs-, Service-, Lizenz- und sonstigen Verträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 5.985.672,64 (im Vorjahr EUR 4.647.858,22).
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von EUR 1.872.000,00 (im Vorjahr EUR 1.872.000,00) gegenüber verbundenen Unternehmen.
Mit den wesentlichen Lieferanten wurden zur Sicherstellung der zeit- und bedarfsgerechten Lieferung vertragliche Mindestabnahmeverpflichtungen aus Rahmenverträgen in Höhe von EUR 1.536.683,70 mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren abgeschlossen.
Es besteht ein Bestellobligo in Höhe von EUR 69.015.554,79 (im Vorjahr EUR 46.979.172,75).
Die MAG IAS GmbH gehört zur taiwanischen Fair Friend Gruppe. Die Fair Friend Enterprise Co. Ltd., Taipeh, Taiwan, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Fair Friend Enterprise Co. Ltd. ist bei der Muttergesellschaft in Taipeh, Taiwan, erhältlich.
Das Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist die Hangzhou Good Friend Precision Machinery Co., Ltd., China (zukünftig: FFG Global CNC Machinery Holding Co., Ltd. genannt). Dieser, unter Einbeziehung der MAG IAS GmbH und ihren verbundenen Unternehmen erstellte Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen von § 292 HGB und befreit somit die MAG IAS GmbH von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses.
Im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses waren die folgenden aufgeführten Personen Mitglied der Geschäftsführung:
| ― |
Herr Dr. Sebastian Schöning, Chief Executive Officer der MAG IAS GmbH |
| ― |
Herr Bin Sun, Mitglied der Geschäftsführung |
| ― |
Herr Sai Keung Esmond Yip, Financial Controller Good Friend International Holdings Inc., Hong Kong, Mitglied der Geschäftsführung (bis 13. Oktober 2022) |
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 0,00 (im Vorjahr EUR 138.275,86). Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 343.581,00 (im Vorjahr EUR 291.803,00); sie betreffen Pensionszahlungen. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung sind Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 5.805.212,00 (im Vorjahr EUR 5.501.751,00) bilanziert.
| Herr Dr. Hans Ulrich Golz | Unternehmensberater (Vorsitzender seit dem 15. Februar 2023) |
| Herrr Carsten Reinhardt | Unternehmensberater (vom 11. November bis 1. März 2023) |
| Herrr Michael Herwerth | freigestellter Betriebsrat (Arbeitnehmervertreter) |
| Herr Prof. Dr. Jürgen Fleischer | Institutsleiter und Inhaber des Lehrstuhls für Maschinen, Anlagen und Prozessautomatisierung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wbk Institut für Produktionstechnik, Karlsruhe, Stellvertreter (seit dem 27. Juni 2023) |
Bis zum 2. August 2022 waren folgende Personen Mitglied des Aufsichtsrats:
| Herr Dr. Gerald Weber | Ingenieur (Vorsitzender) |
| Herr Eberhard Herzog von Württemberg | Betriebswirt (stellv. Vorsitzender) |
| Herr Thomas Itzelberger | freigestellter Betriebsrat (Arbeitnehmervertreter) |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 61.035,94 (im Vorjahr EUR 90.111,70).
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2022 beschäftigt:
| 2022 | 2021 | |
| Produktion | 398 | 468 |
| Marketing und Verkauf | 88 | 95 |
| Verwaltung | 42 | 51 |
| Forschung und Entwicklung | 29 | 34 |
| Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl nach § 267 HGB | 557 | 648 |
| Auszubildende | 44 | 48 |
| Geschäftsführer | 3 | 3 * |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 604 | 699 |
* Anpassung Vorjahr gemäß Angabe 3.
Geschäftsführer
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers bestand aus ausschließlich aus Leistungen für Abschlussprüfung in Höhe von EUR 141.750,00.
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 16.515.383,23 wird zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.
Es sind nach dem Stichtag 31. Dezember 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.
Unterzeichnung des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführung
Eislingen/Fils, den 30. Oktober 2023
Dr. Sebastian Schöning
Bin Sun
Die MAG IAS GmbH ("Unternehmen" oder "Gesellschaft") ist eine Gesellschaft mit Sitz in Eislingen/Fils. Sie ist eingebunden in das weltweite Netzwerk von Maschinenbauunternehmen der taiwanesischen Fair Friend Gruppe ("FFG-Gruppe") mit der Fair Friend Enterprise Co. Ltd mit Sitz in Taipeh City, Taiwan, als oberste Muttergesellschaft.
Innerhalb dieser Gruppe bildet die MAG IAS GmbH die größte deutsche operative Einheit. Daneben fungiert die MAG IAS GmbH als direkte und indirekte Holdinggesellschaft der deutschen Gesellschaften sowie der Ländergesellschaften in Ungarn, China, Mauritius und Indien.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Planung, Konstruktion und Fertigung von flexiblen Systemen, Bearbeitungszentren, komplexen Produktionslinien und Drehmaschinen sowie Service-Dienstleistungen, Ersatzteilverkauf und Umbauten bestehender Anlagen. Die MAG IAS GmbH ist ein Komplettanbieter von anspruchsvollen Systemen für den globalen Automotive Markt zur Herstellung von Komponenten für Verbrennungsmotoren, E-Mobilität und sonstigen Strukturteilen.
Die MAG IAS GmbH betreibt Forschungs- und Entwicklungsarbeit, deren Ergebnisse in das operative Geschäft einfließen, sowohl an den Produktionsstandorten als auch in einer zentralen Abteilung zur Vorausentwicklung. Zu den Entwicklungsarbeiten gehören vorwettbewerbliche und auftragsbezogene Technologieentwicklung sowie Produktentwicklung. Die MAG IAS GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 1.635 für Forschung und Entwicklung aufgewendet, dies entspricht 1,4 % der Umsatzerlöse (im Vorjahr TEUR 3.372, bzw. 1,8% der Umsatzerlöse). Um die Gesellschaft an die Veränderungen des Marktes anzupassen, wurden in 2022 wesentliche Neuentwicklungen durchgeführt und aktiviert. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungstätigkeit in Höhe von TEUR 2.154 (im Vorjahr TEUR 0), sind im Jahr 2022 TEUR 3.789 (3,2% der Umsatzerlöse) für Forschung und Entwicklung angefallen. Zum Jahresende 2022 waren im Bereich Forschung und Entwicklung 29 Mitarbeiter beschäftigt (im Vorjahr 30 Mitarbeiter).
Die MAG IAS GmbH ist neben ihrem Hauptstandort in Eislingen/Fils an den deutschen Standorten in Göppingen und Rottenburg am Neckar vertreten. Der Standort Rottenburg am Neckar fertigt und montiert Kernkomponenten (Baugruppen), hauptsächlich Spindeln und Rundtische und dient darüber hinaus auch als Zulieferer innerhalb aber auch außerhalb der Gruppe. Nach der im Frühjahr 2022 abgeschlossenen Verlagerung des Geschäftsbereichs "Service" vom Standort Göppingen nach Eislingen/Fils befindet sich am Standort in Göppingen noch das Servicelager, welches von einem externen Logistikdienstleister betrieben wird. In Eislingen/Fils bündelt sich die komplette Abwicklung des Neumaschinen-, Service und Retoolinggeschäftes sowie administrative Zentralfunktionen.
Ziel der Geschäftsleitung ist die Technologieführerschaft der MAG IAS weiter zu festigen. Dies erfolgt insbesondere durch den Ausbau des Technologie- und Produktportfolios in Richtung E-Mobilität. Der Wachstumsmarkt der E-Mobilität bietet für das Unternehmen erhebliche Chancen zur Absicherung der Finanz- und Ertragslage.
Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen auf Basis ausgewählter finanzieller Leistungsindikatoren, welche sowohl absolut als auch standortbezogen betrachtet werden. Aufgrund der Konzernzugehörigkeit des Unternehmens zur MAG- bzw. FFG-Gruppe sind die wesentlichen Kenngrößen zum einen der Umsatz sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach IFRS, zum anderen der Auftragseingang als klassischer Frühindikator im Anlagenbau. Die unterschiedlichen Konzepte der Umsatzrealisierung nach HGB (Completed-Contract Methode) und IFRS (Percentage-of-Completion Methode) sind der Hauptgrund für Abweichungen der Kenngrößen Umsatz und EBIT zwischen IFRS und HGB, insofern man nur eine Periode von 12 Monaten betrachtet. Bei einer Durchlaufzeit von 12 bis 18 Monaten im Bereich der Großaufträge führt dies lediglich zu periodenverschobenen Darstellungen des gleichen Ergebnisses. Neben der Umsatzrealisierung sind die unterschiedlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Pensionsrückstellungen ein weiterer Grund für die Abweichungen der Kenngröße EBIT nach HGB im Vergleich zum IFRS.
Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemiebedingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. Zusammen mit Nachholeffekten der privaten Haushalte und Unternehmen, zum Teil noch genährt durch staatliche Konjunkturpakete, führte dies zum starken Anstieg der Inflationsraten. Die Nationalbanken schwenkten angesichts dessen zu Beginn bzw. im Laufe des Jahres 2022 auf den Weg einer restriktiveren Geldpolitik ein, wodurch sich die Kreditkosten im Laufe des Berichtsjahres erhöhten.
In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärtsrevision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt +3,4 Prozent, nach einem kräftigen Anstieg von +6,2 Prozent im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt +8,8 Prozent. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt +5,4 Prozent. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um +7,8 Prozent zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um 3,0 Prozent. Das Plus in den entwickelten Volkswirtschaften betrug +2,2 Prozent, die Schwellen- und Entwicklungsländer kamen auf einen Anstieg von +3,8 Prozent.
Basierend auf Angaben des Statistischen Bundesamtes und des VDMA hat die preisbereinigte Produktion im Maschinenbau in Deutschland ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real +0,5 Prozent übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Mehr noch: Im letzten Quartal des Jahres gelang eine regelrechte Aufholjagd: Die Produktion legte um +2,1 Prozent zu, und so wurde die bereits im April aufgestellte VDMA-Prognose 2022 von +1 Prozent erreicht. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +10,5 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern.
1 Quelle: VDMA "Maschinenbaukonjunktur
2022/Ausblick 2023"; Stand 20. März 2023
Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zusehends an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen, denn Stornierungen blieben abgesehen von dem Ausbuchen von Orders aus Russland und Bereinigungen zum Jahresende eher die Ausnähme. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise über einem Jahr - ein Rekordwert. Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 Prozent der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Vielmehr verhinderte der Fachkräftemangel so manche Fertigstellung von Maschinen, Maschinenteilen und -komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands Mitarbeiter einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt.
| 2022 | ||
|
IST
TEUR |
Budget
TEUR |
|
| Auftragseingang | 175.285 | 181.794 |
| Umsatzerlöse * | 112.060 | 164.362 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) * | -6.575 | 4.002 |
* IFRS-Angaben basierend auf internem Management
Reporting
Die in den Planungen für das Jahr 2022 enthaltenen Aufträge mit Kunden aus Russland konnten aufgrund ab März 2022 geltenden Sanktionsbedingungen nicht realisiert werden und bestehende Aufträge mussten ausgebucht werden. Durch die Fokussierung auf andere Markt- und Produktfelder konnten große Teile des geplanten Auftragseingangs kompensiert werden. Die im Bereich der E-Mobilität gestarteten Vertriebs- und Produktaktivitäten trugen wesentlich zum Auftragseingang in 2022 bei. Bei namhaften OEMs konnte die Gesellschaft mit ihren Lösungen im Bereich der E-Mobilität Projekte realisieren. Ein Großauftrag für LKW-Achsen, der kurz vor Jahresende verbucht werden konnte, trug ebenfalls zu dem, aufgrund der geänderten Marktbedingungen, zufriedenstellenden Auftragseingang bei. Mit einem Auftragseingang im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 175.285 konnte das budgetierte Ziel annähernd erreicht werden. Der Auftragseingang 2022 lag deutlich über den in 2022 realisierten Umsätzen. Dadurch hat sich der Auftragsbestand um TEUR 63.225 im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Durch die Einflüsse der Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, kam es zu erheblichen Störungen in der globalen Lieferkette. Daraus resultierten Verzögerungen in der Projektabwicklung. Der geplante Umsatz konnte in 2022 durch diese Effekte und den Wegfall des russischen Marktes nicht erreicht werden.
Durch den Wegfall der geplanten Projekte für den russischen Markt entstanden in 2022 kurzfristig Überkapazitäten. Auch die Verzögerungen in den Lieferketten führten zu Auslastungsdifferenzen. Diesen Themen wurde, so weit möglich, mit Kurzarbeit entgegengewirkt. Allerdings konnten durch diese Faktoren die für 2022 geplanten Umsatzziele nicht erreicht werden. Die sich in der Abwicklung befindenden Pilot- und Prototypprojekte, die mit der Umstellung von der Verbrennungs- auf die Elektrofahrzeugtechnologie verbunden sind, erforderten höhere Aufwendungen als ursprünglich erwartet. Ebenso wurden verstärkt Angebote im Umfeld der Elektromobilität erstellt, was zu höheren Kosten im Bereich der technischen Angebotsbearbeitung führte. Diese Aktivitäten waren für die MAG IAS GmbH erforderlich, um einen wichtigen Schritt in dem Transformationsprozess zur Elektromobilität zu gehen, und das Unternehmen erfolgreich für die Zukunft in diesem Marktsegment zu positionieren.
Insgesamt konnte durch die oben genannten Einflüsse und die gestiegenen Rohstoffpreise das ursprünglich budgetierte EBIT-Ziel nicht erreicht werden und daher war die Entwicklung der Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsführung nicht zufriedenstellend.
| 2022 | 2021 | Veränderung | |||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 117.222 | 100,7 | 186.471 | 173,5 | -69.249 |
| Bestandsveränderung | -3.210 | -2,7 | -80.521 | -74,9 | 77.311 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.374 | 2,0 | 1.489 | 1,4 | 885 |
| Gesamtleistung | 116.386 | 100,0 | 107.439 | 100,0 | 8.947 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 15.723 | 13,5 | 11.818 | 11,0 | 3.905 |
| Materialaufwand | -64.978 | -55,8 | -55.794 | -51,9 | -9.184 |
| Personalaufwand | -54.078 | -46,5 | -50.870 | -47,3 | -3.208 |
| Abschreibungen | -9.555 | -8,2 | -9.585 | -8,9 | 30 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -22.280 | -19,1 | -22.116 | -20,6 | -164 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -18.782 | -16,1 | -19.108 | -17,7 | 326 |
| Finanzergebnis | 2.706 | 2,3 | 5.525 | 5,1 | -2.819 |
| Steueraufwendungen | -439 | -0,4 | -635 | -0,6 | 196 |
| Jahresergebnis | -16.515 | -14,2 | -14.218 | -13,2 | -2.297 |
In der Gesamtbetrachtung liegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2021. Aufgrund der auch im Geschäftsjahr 2022 anhaltenden Reiseeinschränkungen und aufgrund der Corona-Pandemie sowie der zusätzlichen Verunsicherung durch den Ukraine-Krieg und den damit einhergehenden Turbulenzen am Energiemarkt, hat sich die geographische Verteilung der Umsatzerlöse stark auf den europäischen Markt konzentriert. Alle weiteren Märkte, außer USA und Nordamerika, verzeichnen starke Umsatzrückgänge. Bezogen auf den Tätigkeitsbereich ist prozentual betrachtet ein Anstieg im Bereich der Umbauten und der technischen Dienstleistungen zu verzeichnen, allerdings sind die realisierten Maschinenumsätze deutlich zurück gegangen. Der Umsatzrückgang ist insbesondere auf verschobene Projektabschlüsse zurückzuführen, da Endabnahmen bei Kunden zum einen aufgrund der Lieferkettenproblematik (Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebstoffen) und zum anderen aufgrund der Reisebeschränkungen nicht durchgeführt werden konnten Letzeres betraf im Besonderen den asiatischen Markt. Ungeachtet der Umsatzentwicklung hat sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022 positiv entwickelt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind geprägt von den Erträgen aus Kostenumlagen innerhalb der Gruppe sowie Auflösung von Rückstellungen.
Die Materialaufwandsquote steigert sich von 51,9% auf 55,8% und liegt damit noch leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Vorjahre. Ein wesentlicher Grund liegt in den vor allem im 2. Halbjahr 2022 deutlich gestiegenen Materialkosten. Auch das Volumen an Turn-Key-Projekten hat sich in 2022 leicht erhöht und resultiert in einem gestiegenen Anteil an Handelsware. Im Materialaufwand sind auch die bezogenen Leistungen Dritter enthalten. Für große Umbauaufträge im Ausland wurden mehr Fremdleistungen für Auslandseinsätze benötigt als im Vorjahr.
Der Personalaufwand wurde im Geschäftsjahr nur geringfügig durch die Kurzarbeitergelder in Höhe von TEUR 2.229 (im Vorjahr TEUR 6.353) entlastet. Zum weiteren Anstieg der Personalaufwendungen trugen höhere Überstundengehälter und tarifliche bzw. individuelle Sonderzahlungen bei. Geringere Beträge gab es bei den Boni und durch höhere Reduzierung von Zeit- und Urlaubskonten.
Die verwaltungs- und betriebsbedingten Aufwendungen sowie die Kostenumlagen innerhalb der Gruppe befinden sich im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf dem Niveau des Vorjahres. Darüber hinaus wirken sich im Geschäftsjahr Aufwendungen für Messen und aus Forderungsverlusten negativ auf den Aufwand aus. Insgesamt haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr prozentual verbessert.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt leicht über dem Niveau des Vorjahres, ist jedoch geprägt von der negativen Entwicklung der Materialaufwandsquote.
Das Finanzergebnis verschlechtert sich insbesondere aufgrund von geringeren Erträgen aus Beteiligungen.
Das Jahresergebnis ist mit TEUR -16.515 im negativen Bereich. Durch die Einflüsse des Krieges in der Ukraine und den Problemen am Beschaffungsmarkt ist der Verlust für 2022 höher ausgefallen als der Vorjahresverlust. Daher ist die Entwicklung aus Sicht der Geschäftsführung nicht zufriedenstellend.
Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist sehr eng mit der gesamten Fair Friend Gruppe verknüpft. Hierzu besteht eine zentrale Treasury-Abteilung, die die Informationen aus den einzelnen Standorten sammelt, auswertet und entsprechende Steuerungsmaßnahmen initiiert. In Zusammenarbeit mit der obersten Muttergesellschaft wird die Liquidität sichergestellt und ausreichende Finanzmittel zur Erreichung der Unternehmensziele bereitgestellt.
|
2022
in TEUR |
2021
in TEUR |
|
| Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -6.400 | -16.373 |
| Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit | -1.481 | 7.095 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | -117 | 19.190 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -7.998 | 9.912 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 12.275 | 2.363 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.277 | 12.275 |
Die flüssigen Mittel belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 4.277 (im Vorjahr TEUR 12.275) und setzen sich wie im Vorjahr aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie in unwesentlicher Höhe aus Kassenbestand zusammen und sind im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig. Dies ist insbesondere auf die weiterhin negative Entwicklung des Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit begründet sich durch die Investitionen ins Anlagevermögen, welche die Dividendenerträge übersteigen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist leicht negativ und geprägt von der Aufnahme konzerninterner Darlehen und Zins- und Tilgungsleistungen gegenüber dem Kreditinstitut.
Die kurzfristige Liquidität der MAG IAS GmbH wird jederzeit durch das Cash-Management in Verbindung mit dem Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Verbundbereich innerhalb der FFG-Gruppe gesteuert. Zum Stichtag bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12.145 (im Vorjahr TEUR 11.113).
Eine weitere Finanzierungsquelle für das Umlaufvermögen der Gesellschaft sind Kundenanzahlungen. Diese belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 82.545 (im Vorjahr TEUR 72.626). Auch aufgrund der Zugehörigkeit zur FFG-Gruppe bestehen bei inländischen und ausländischen Banken Avallinien in Höhe von TEUR 33.654, welche in Höhe von TEUR 28.198 zum Bilanzstichtag genutzt wurden.
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 53.350 (im Vorjahr TEUR 55.000). Der Darlehensvertrag wurde im Januar 2021 mit einer taiwanesischen Bank abgeschlossen mit einer Laufzeit von 36 Monaten. Vertraglich sind nachfolgende Teilrückzahlungen definiert: 3% (TEUR 1.650) sind nach 12 Monaten fällig, weitere 3% nach 24 Monaten und 94% nach 36 Monaten. Die Veränderung dieser Verbindlichkeiten beruht daher auf der Teilrückzahlung im Geschäftsjahr 2022.
| 31. Dez. 2022 | 31. Dez. 2021 | Veränderung | |||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | |
| Anlagevermögen | 127.750 | 68,1 | 107.764 | 52,1 | 19.986 |
| Vorräte | 8.294 | 4,4 | 15.216 | 7,4 | -6.922 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen | 43.992 | 23,5 | 67.979 | 32,9 | -23.987 |
| Sonstige Aktiva | 3.227 | 1,7 | 3.471 | 1,7 | -244 |
| Flüssige Mittel | 4.277 | 2,3 | 12.275 | 5,9 | -7.998 |
| Bilanzsumme | 187.540 | 100,0 | 206.705 | 100,0 | -19.165 |
Innerhalb des Anlagevermögens sind die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen um TEUR 6.366 zurückgegangen, was im Wesentlichen auf Abschreibungen zurückzuführen ist. Die Finanzanlagen sind aufgrund von Zugängen im Bereich der Ausleihungen um TEUR 26.352 gestiegen.
Als Maßnahme zur Absicherung der Lieferfähigkeit wurden aufgrund der schwierigen Bedingungen am Beschaffungsmarkt höhere Bestände bereitgehalten. Bedingt durch diese Maßnahme und die Einkaufspreisentwicklung am Beschaffungsmarkt sind die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an geleisteten Anzahlungen gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich in Folge der Auftragseingangslage zum Jahresende deutlich erhöht. Saldiert betrachtet verringern sich die Vorräte insgesamt.
Aufgrund der Umwandlungen von Verbundforderungen in langfristige Ausleihungen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen deutlich rückläufig.
| 31. Dez. 2022 | 31. Dez. 2021 | Veränderung | |||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | |
| Eigenkapital | 16.067 | 8,6 | 29.282 | 14,2 | -13.215 |
| Pensionsrückstellungen | 69.987 | 37,3 | 70.538 | 34,1 | -551 |
| Rückstellungen | 17.248 | 9,2 | 23.950 | 11,5 | -6.702 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 53.350 | 28,5 | 55.000 | 26,6 | -1.650 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen und aus Wechseln | 28.751 | 15,3 | 26.370 | 12,8 | 2.381 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2.137 | 1,1 | 1.565 | 0,8 | 572 |
| Bilanzsumme | 187.540 | 100,0 | 206.705 | 100,0 | -19.165 |
Durch das negative Jahresergebnis verminderte sich das Eigenkapital und verschlechterte sich die Eigenkapitalquote. Teilweise wurde dies durch eine Erhöhung der Kapitalrücklage ausgeglichen, welche durch eine Einlage einer Darlehensforderung in Höhe von TEUR 3.300 erfolgte.
In den sonstigen Rückstellungen sind die Rückstellungen für nachlaufende Herstellungskosten gesunken. Offene Punkte, die aufgrund der Corona-Reisebeschränkungen in den Vorjahren nicht bearbeitet werden konnten, wurden in 2022 abgeschlossen. Die Rückstellungen für Gewährleistungen liegen unter dem Vorjahr, da in 2022 ein geringeres Projektvolumen durch Endabnahme seitens des Kunden final abgeschlossen werden konnte und somit weniger Projekte in der Gewährleistungsphase sind.
Zusammenfassend hat sich die Finanz- und Vermögenslage der MAG IAS GmbH aus Sicht der Geschäftsführung vor allem aufgrund der negativen Ertragslage in 2022 nicht zufriedenstellend entwickelt.
Erläuterungen zu den bestandsgefährdenden Risiken sowie der Liquiditätslage finden sich im Risiko-und Prognosebericht wieder.
Gemäß § 36 und § 52 GmbHG ist die Gesellschaft verpflichtet, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, der Geschäftsführung und den beiden darunterliegenden Führungsebenen Zielgrößen und Fristen für deren Erreichung festzulegen und nach § 289a Abs. 2 Nr. 4 i. V. m. Abs. 4 HGB darüber im Lagebericht eine Erklärung abzugeben.
Dabei wurden folgende Zielgrößen und Zieltermine festgelegt:
| Gremium/Hierarchieebene | Zielgröße des Frauenanteils | Zieltermin zur Erreichung |
| Aufsichtsrat | 30 % | 30. Juni 2027 |
| Geschäftsführung | 30 % | 30. Juni 2027 |
| 1. Führungsebene | 20 % | 30. Juni 2027 |
| 2. Führungsebene | 15 % | 30. Juni 2027 |
Die gesetzten Zielgrößen wurden bis zum 31. Dezember 2022 nicht erreicht.
Die MAG IAS GmbH unterliegt sowohl im strategischen als auch im operativen Handeln beeinflussbaren und unbeeinflussbaren Risiken und Chancen. Das interne Controlling sorgt für eine systematische Identifizierung, effektive Klassifizierung und ein bewusstes Ergreifen von Maßnahmen und dient insgesamt damit der Risikominimierung. Aufgrund interner Regularien - wie beispielsweise der Jahresbudgetplanung oder monatliche Finanzberichtserstattung an das Mutterunternehmen - werden finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken weitgehend erfasst und adressiert.
Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beschrieben. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der Kategorien spiegelt dabei die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider.
Das Geschäftsjahr 2022 wurde maßgeblich durch den aktuellen Krieg zwischen Russland und der Ukraine beeinflusst und die Sanktionen, insbesondere die der Europäischen Union gegen Russland und Weißrussland, sorgen für zusätzliche Unsicherheiten in der Wirtschaft und im MAG IAS GmbH. Trotz des Krieges und des anhaltenden Strukturwandels in der Automobilindustrie lag der Auftragseingang deutlich über dem des Vorjahres.
Auf Basis der Planung der MAG IAS GmbH gehen wir davon aus, dass die Liquiditätssituation der MAG IAS GmbH weiterhin angespannt bleiben wird. Aufgrund des steigenden Projektvolumens ist die Vorfinanzierung des Working Capitals ein wesentliches Thema. Um Anzahlungen von Kunden realisieren zu können, sind Bankgarantien erforderlich. Über ihre Muttergesellschaften in Asien verfügt die Gesellschaft über ausreichende Avallinien, um diese Kundenanzahlungen abzusichern. Entsprechende Maßnahmen zur Liquiditätssicherung sind geplant und umgesetzt bzw. befinden sich in der Umsetzung. Diese Maßnahmen werden kontinuierlich nachgehalten. Auf Basis der Planung geht die Geschäftsführung allerdings davon aus, dass in den folgenden zwölf Monaten weitere finanzielle Unterstützung im unteren zweistelligen Millionenbereich erforderlich sein wird, um das gestiegene Projektvolumen und die weitere Umgestaltung des Unternehmens zu ermöglichen.
Im Januar 2021 sicherte sich die MAG IAS GmbH eine Finanzierungsvereinbarung mit einer taiwanesischen Großbank. Die Vereinbarung beinhaltet eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von TEUR 55.000 sowie eine Avalkreditlinie. Die Finanzierung hat eine Laufzeit von drei Jahren mit einer sukzessiven Reduzierung der Barkreditlinie um 3% im Januar 2022 und 2023. Die Darlehensverbindlichkeit hat zum 31. Dezember 2022 einen Stand in Höhe von TEUR 53.350. Nachdem in 2023 bereits TEUR 1.650 planmäßig getilgt wurden, ist im Januar 2024 der noch verbleibende Betrag von TEUR 51.700 zur Rückzahlung fällig. Die Gesellschaft geht davon aus, dass mit Unterstützung der Gesellschafter eine Anschlussfinanzierung mit der taiwanesischen Bank abgeschlossen werden kann. Die von der MAG IAS GmbH im Januar 2021 abgeschlossene Anschlussfinanzierung verpflichtet den Konzern, einen bestimmten Mindestbetrag für das materielle Nettovermögen einzuhalten.
Die Refinanzierung dieser Bankverbindlichkeiten ist ebenfalls durch die nachfolgend genannten Patronatserklärungen für alle Eventualitäten abgesichert und würde gegebenenfalls den oben genannten Finanzmittelbedarf für die laufende Geschäftstätigkeit um den ausstehenden Kreditbetrag erhöhen. Bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Gesellschaft wieder operativ positive Ergebnisse und ausreichende Zahlungsmittelüberschüsse erzielt, wird aufgrund der angespannten Liquiditätssituation die Unterstützung durch die Gesellschafter weiterhin unabdingbar sein, um eine positive Fortführungsprognose für die MAG IAS GmbH aufrechtzuerhalten.
Die Geschäftsführung der MAG IAS GmbH ist davon überzeugt, dass die Gesellschafter die erforderlichen Finanzierungsbeiträge leisten und die weitere Neuausrichtung der MAG IAS GmbH unterstützen werden. Diese Überzeugung basiert auf der bereits bisher erfolgten Unterstützung durch die Gesellschafter und den Konzernverbund in Asien durch die bedarfsweise Gewährung neuer bzw. die Verlängerung von bereits gewährten Darlehen.
Darüber hinaus ist auch die harte Patronatserklärung zu nennen, die der MAG IAS GmbH vor dem Hintergrund der oben genannten Darlehensrückzahlungen bzw. Refinanzierungen bereits in Vorjahren durch die Good Friend International Holdings Inc., Hong Kong, die Fair Friend Enterprise Co., Ltd., Taiwan, sowie Herrn Jimmy Chu (Vorstandsvorsitzender und Gesellschafter der Fair Friend Enterprise Co., Ltd., Taiwan) gewährt wurde. Darin verpflichten sich die Patronatsgeber, die MAG IAS GmbH in die Lage zu versetzen, ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Die Patronatserklärung hatte ursprünglich eine Laufzeit bis 31. Dezember 2016 und verlängert sich automatisch jeweils um weitere 12 Monate, sollte die Patronatserklärung nicht durch die Patrone oder die MAG IAS GmbH innerhalb einer Kündigungsfrist von 12 Monaten zum Jahresende gekündigt worden sein. Die Patronatserklärung wurde zum 31. Dezember 2022 nicht gekündigt und ihre Laufzeit verlängerte sich damit automatisch bis zum 31. Dezember 2024. Mit Erklärung vom 12. April 2021 verzichtete Herr Jimmy Chu dann persönlich und im Namen aller Patronatsgeber auf das jeweilige Kündigungsrecht zeitlich begrenzt bis zum 31. Dezember 2023. Darüber hinaus bestätigt er in dieser Erklärung die finanzielle Fähigkeit der Emittenten und auch ihre unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung bestehende Bereitschaft, die jeweiligen Verpflichtungen aus der Patronatserklärung zu erfüllen.
Als weitere Sicherheit wurde dem Unternehmen am 15. Juni 2023 eine zusätzliche Patronatserklärung von der Muttergesellschaft FFG Global CNC Machinery Co. Ltd. gegeben. In der Patronatserklärung garantiert die Patronin, dass die MAG IAS GmbH ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Diese Patronatserklärung hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Sie verlängert sich automatisch um weitere 12 Monate, wenn sie nicht von der Patronin oder der MAG IAS GmbH mit einer Frist von 12 Monaten zum Jahresende gekündigt wird.
Durch die Finanzierungszusagen erachtet die Geschäftsführung die Liquidität der Gesellschaft als gesichert. Die positive Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich und das Risiko der Bestandsgefährdung wird als "gering" eingestuft. Ohne diese Finanzierungszusagen wäre das Risiko der Bestandsgefährdung als "hoch" einzustufen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertragslage und infolgedessen auch in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und deshalb von der finanziellen Unterstützung ihrer Muttergesellschaften abhängig ist. Daher wurden der Gesellschaft von den (mittelbaren) Gesellschaftern Patronatserklärungen erteilt. Insoweit besteht ein bestandsgefährdendes Risiko.
Die MAG IAS GmbH ist Komplettanbieter komplexer Systeme hauptsächlich für die Automobilindustrie mit üblichen Projektlaufzeiten von bis zu achtzehn Monaten. Die typischen Geschäftsrisiken und -chancen dieser Kundenbranche können auch zukünftig einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MAG IAS GmbH haben; dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge bzw. -schwankungen. Momentan herrscht bei den Kunden in der Automobilbranche eine große Unsicherheit über die Strategie in Richtung Elektromobilität. Dadurch ergeben sich Risiken aus der sehr ungenauen Investitions- und Absatzplanung unserer Kunden in diesem Bereich. Die Gesellschaft bietet vermehrt Projekte im LKW-Bereich und anderen Industriezweigen an, um eine bessere Risikoverteilung zu erreichen. Regional betrachtet ermöglicht die internationale Ausrichtung der MAG IAS GmbH mit weltweitem Kundenkreis die Risikostreuung in Bezug auf die regionalen Kundenmärkte. Auch die ausreichende Absicherung der Supply Chain könnte vor dem Hintergrund der zeitlich schwierig prognostizierbaren Bedarfe eine größere Herausforderung darstellen. Das Risiko wird von der Gesellschaft als "hoch" angesehen.
Aus kundenseitigen Festpreisverträgen resultieren Risiken durch Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt. Diese werden - soweit möglich - durch lieferantenseitige Preisbindungen, Preisgleitklauseln und kalkulatorische Posten in der Planung kompensiert.
Der Einkaufspreis und die Einkaufskonditionen - wie z.B. die Lieferzeit - stellen ein allgemeines Risiko dar, beispielsweise basierend auf der Nachfrage nach Spezialkomponenten des Maschinenbaus. Zur Minimierung des Risikos wurden für gewisse Grundmengen Kontrakte abgeschlossen. Die Rohmaterialien sind am freien Markt in der EU verfügbar. Die Gesellschaft produziert wesentliche Schlüsselkomponenten der Maschinen innerhalb der Unternehmensgruppe. Der Einkauf sichert weiter Schlüsselkomponenten über langfristige Lieferantenkontrakte und eine Dual-Supplier Strategie ab.
Die Gesellschaft beschafft einen großen Teil ihrer Materialien in Euro, sodass beschaffungsseitig keine wesentlichen Währungsrisiken bestehen.
Im Geschäftsjahr 2022 bestanden Risiken in Bezug auf Preisstabilität und Liefertreue am Beschaffungsmarkt aufgrund der durch die Pandemiesituation, sowie des Ukrainekriegs aufgetretenen Lieferengpässe. Das Risiko wird aus Sicht der Geschäftsführung nicht mehr als "hoch", sondern nun als "mittel" eingestuft, da sich die Lage am Beschaffungsmarkt in Geschäftsjahr 2023 erholt, jedoch die hohen Energiepreise nach wie vor eine Belastung für die Gesellschaft darstellen können.
Der Anlagenbau ist geprägt von Großprojekten und hohen Auftragsvolumen. Dem Ausfallrisiko wird durch den Erhalt von Kundenanzahlungen gegengewirkt. Für den Erhalt der Kundenanzahlungen ist die Verfügbarkeit entsprechender Avallinien erforderlich. Ein großer Teil der Forderungen besteht gegen große Automobil- und Automobilzuliefererunternehmen, so dass die wesentlichen Ausfallrisiken sich auf Großkunden konzentrieren, jedoch aufgrund der Bonität dieser Unternehmen als "gering" eingeschätzt werden.
Die Gesellschaft fakturiert einen großen Teil ihrer Umsätze in Euro, so dass bei diesen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung in Euro, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Risiken des Forderungsmanagements werden insgesamt als "gering" einstuft.
Die Gesamtbetrachtung der Risiken zeigt, dass die MAG IAS GmbH überwiegend Liquiditätsrisiken und Absatzmarktrisiken ausgesetzt ist. Insbesondere aufgrund der angespannten finanziellen Situation bei der MAG IAS GmbH ist für die Aufrechterhaltung einer positiven Fortführungsprognose ein konsequentes Kosten- und Liquiditätsmanagement sowie ggfs. die Unterstützung durch die Gesellschafter weiterhin unabdingbar. Neue Chancen werden aktiv gesucht und deren Umsetzung geprüft sowie gegebenenfalls vorangetrieben.
Die MAG IAS GmbH ist mit ihren High-Tech-Maschinen in einem hochwertigen Produktbereich tätig. Innerhalb eines sich verändernden Marktumfeldes eröffnen sich fortwährend neue Chancen. Ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, ständige Weiterentwicklung und Innovation der Produkte, effiziente Projektabwicklung dieser hochkomplexen Anlagen und auch insbesondere qualifizierte Mitarbeiter unterstützen im Zusammenhang mit unserem Geschäftsmodell den Ausbau der bestehenden Marktstellung im In- und Ausland.
Neben den zuvor dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächsten zwei Geschäftsjahre gleichermaßen über alle Bereiche der MAG IAS GmbH hinweg Chancen. Die Reihenfolge der dargestellten Chancen innerhalb der Kategorien spiegelt auch hier die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider.
Durch die Implementierung einer neuen Produkt- und Marktstrategie strebt die MAG IAS GmbH die Verringerung der Komplexität im Produktportfolio und die Anpassung des Unternehmens an die Anforderungen des Marktes an. Neben der Ausrichtung des Unternehmens auf die Stabilisierung des Kerngeschäfts und die Verbesserung der Kundenbindung wird dabei die bestehende Strategie - auch unter Berücksichtigung der Beziehungen zu den Schwestergesellschaften innerhalb der FFG-Gruppe, insbesondere in den USA und in Indien - nochmals überprüft und adjustiert. Die Konzentration auf renditestarke Produktgruppen und die Entwicklung und Einführung von Produkten mit Alleinstellungsmerkmalen sowie von Produkten, die auch außerhalb der Automobilproduktion einsetzbar sind, sind dabei wesentliche Zielsetzungen. Zusätzliche Marktpotentiale sollen erschlossen und die Anzahl der aktiven Kunden außerhalb der Automobilindustrie gesteigert werden. Marktchancen ergeben sich auch im Automobilbereich bei neuen Tier1/Tier2-Kunden, die zukünftig mehr Motorenfertigung für die OEMs übernehmen werden, sowie durch Erweiterungen des Produktportfolios für Anwendungen im Bereich der E-Mobilität. Die Chancen werden als "hoch" eingestuft.
Daneben spielt auch die Digitalisierung in der Werkzeugmaschinenbranche eine wesentliche Rolle im Rahmen der neuen Produkt- und Marktstrategie. Digitale Zwillinge, Industrie 4.0 und Fabrikplanung durch Simulation und Offline-Programmierung sind ein wichtiger Bestandteil zur Senkung der Kosten der Inbetriebnahme, für präventive Wartung und zur Verkürzung der Lieferzeiten. Auch hier werden die Chancen als "hoch" eingestuft.
Die Produktneuheiten und Maßnahmen dienen dazu, im Verbund mit der Steigerung der Energieeffizienz durch verbrauchs- und emissionsarme Maschinenausrüstung, einer optimierten Bearbeitungstechnologie sowie einer teilweise in Kooperation mit Partnern umgesetzten Integration flexibler Automation, die Herausforderung der integrierten und vernetzten Produktion zukunftsweisend für unsere Kunden in der Automobilbranche und deren Zulieferern zu erfüllen.
Das After-Sales-Business (Service, Teile, Training, Retooling) soll als Zentralbereich weiter ausgebaut werden. Dieser Bereich hat Potential höhere Margen zu generieren, da hier die Wettbewerbssituation nicht so angespannt, wie im Neumaschinengeschäft ist. Mit der vorhandenen Fachkompetenz im Bereich Service erwartet die MAG IAS GmbH in Summe für die nächsten drei Jahre ein kontinuierliches Wachstum. Da viele geplante Neuinvestitionen auf Kundenseite nicht realisiert und stattdessen die vorhandenen Anlagen modifiziert werden, wird ein Anstieg des Anteils an Umrüstungen und Retoolings von vorhandenen Produktionsanlagen erwartet. Um die steigende Nachfrage nach Aftersales-Leistungen bedienen zu können, wurden die Prozesse zwischen Neumaschinengeschäft und Servicebereich harmonisiert und der Zentralbereich Service Deutschland wurde in das Produktionswerk in Eislingen/Fils integriert, was insbesondere bei Umbauprojekten und Retoolings zu einer engeren Zusammenarbeit der Bereiche führt. Die Chancen werden als "mittel" eingestuft.
In der Gesamtbetrachtung ergeben sich Chancen insbesondere durch die Implementierung einer neuen Produkt- und Marktstrategie, die Konzentration auf renditestarke Bereiche, die Anpassung der Unternehmensgröße und -struktur an die Marktgegebenheiten sowie die Konzentration auf renditestarke Bereiche und durch die Nutzung der unternehmens- und vermarktungsseitigen Synergiepotentiale, die aufgrund der Einbindung in die weltweit aufgestellten Fair Friend Gruppe bestehen.
Durch die Nutzung dieser Chancen werden neben der Realisierung von Effizienzsteigerungen auch die Erschließung neuer Marktsegmente, der Zugang zu Wachstumsmärkten in Asien und eine weitere Verbesserung der Marktposition im Automobilbereich möglich. Damit verbunden kann die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität der MAG IAS GmbH wiedergewonnen und die Abhängigkeit von der Automobilindustrie verringert werden.
Oberflächlich betrachtet scheint die Weltwirtschaft bereit zu sein, sich allmählich von den schweren Schlägen der Pandemie und des Krieges Russlands gegen die Ukraine zu erholen. Die Unterbrechungen der Versorgungsketten lösen sich auf, während die kriegsbedingten Verwerfungen auf den Energie- und Lebensmittelmärkten zurückgehen. Gleichzeitig wird die massive und synchrone Straffung der Geldpolitik der meisten Zentralbanken erste Früchte tragen, indem die Inflation sich wieder auf ihre Ziele zurückbewegt.
Unter der Oberfläche jedoch kommt es zu Turbulenzen und die Situation ist ziemlich fragil, wie die jüngste Instabilität des Bankensektors gezeigt hat. Die Inflation hält sich viel hartnäckiger als noch vor einigen Monaten angenommen. Die weltweite Inflation ist zwar zurückgegangen, was sich vor allem in der drastischen Umkehr bei den Energie- und Lebensmittelpreisen widerspiegelt. Aber die Kerninflation, ohne die volatilen Energie- und Lebensmittelkomponenten, hat in vielen Ländern ihre Spitze noch nicht erreicht.
Das globale Wachstum wird voraussichtlich von geschätzten 3,5 Prozent im Jahr 2022 auf 2,8 Prozent im Jahr 2023 sinken, bevor es im Jahr 2024 leicht auf 3,0 Prozent ansteigt. Die Anhebung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation belastet weiterhin die Wirtschaftstätigkeit. Die globale Gesamtinflation wird voraussichtlich von 8,7 Prozent im Jahr 2022 auf 6,8 Prozent im Jahr 2023 und 5,2 Prozent im Jahr 2024 sinken. Wenn weitere belastende Ereignisse auftreten, einschließlich solcher, die von einer Verschärfung des Krieges in der Ukraine und extremen Wetterereignissen herrühren und eine restriktivere Geldpolitik auslösen, könnte die Inflation hoch bleiben und sogar ansteigen. Die Turbulenzen im Finanzsektor könnten wieder zunehmen, wenn sich die Märkte auf eine weitere Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken einstellen.
(Quellen: IMF World Economic Outlook Juli 2023)
|
IST 2022
TEUR |
Budgetplanung 2023
TEUR |
|
| Auftragseingang | 175.285 | 181.976 |
| Umsatzerlöse * | 112.060 | 164.210 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) * | -6.575 | -1.340 |
* IFRS-Angaben basierend auf internem Management
Reporting
In der Budgetplanung für 2023 ist die Geschäftsführung von einer leichten Steigerung des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahr ausgegangen, da ursprünglich eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage erwartet wurde. Der Auftragseingang in 2023 liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes noch hinter den geplanten Erwartungen. Durch die aktuell gültigen Sanktionen des russischen Raumes und einer Eintrübung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China sind diese Märkte nicht oder nur schwer erreichbar. Daher ist der Kernmarkt der europäischen Kunden für die Gesellschaft bedeutender als in den Vorjahren. Im europäischen Marktumfeld herrscht eine große Unsicherheit über die weitere Entwicklung zur Elektromobilität. Auf dem deutschen Markt ist die Investitionsbereitschaft aufgrund der drohenden Rezession deutlich zurückgegangen. Viele Kunden der Gesellschaft verschieben momentan ihre Investitionsentscheidungen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Marktlage im weiteren Verlauf des Jahres angespannt bleibt und die, auf dem Markt befindlichen Projekte, hart umkämpft sein werden. Basierend auf diesen Entwicklungen wird nach aktuellen Prognosen von einem Auftragseingang für 2023 auf Vorjahresniveau, aber unter Budget ausgegangen.
Durch einen in 2022 deutlich gestiegenen Auftragsbestand ist in der Budgetplanung für 2023 ein wesentlich höherer Umsatz als im Vorjahr geplant. Dieser gestiegene Umsatz und die geplanten Verbesserungspotentiale führten im Budget zu einer wesentlichen Verbesserung des EBIT. Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in der Transformation in Richtung Elektromobilität und andere Geschäftsfelder, weshalb in der Budgetplanung von einem leicht negativen EBIT ausgegangen werden musste. Die MAG IAS GmbH hat in den letzten Monaten eine deutliche Entspannung und Normalisierung des Zuliefermarktes registriert. Dies betrifft sowohl die wieder sinkenden Materialpreise wie auch die verbesserte Termintreue. Momentan liegt die Gesellschaft durch diverse Projektverzögerungen im Umsatz noch hinter der Planung zurück. Allerdings geht die Gesellschaft nach aktueller Prognose davon aus, dass der budgetierte Jahresumsatz nach IFRS annähernd erreicht werden kann. Durch die langen Projektlaufzeiten befinden sich die für dieses Jahr vorgesehenen Neumaschinenumsätze fast vollständig im Auftragsbestand.
Den Projektverzögerungen und den dadurch resultierenden Mehraufwendungen wird von der Gesellschaft aktiv gegengesteuert. Konkrete Einspar- und Verbesserungsmaßnahmen wurden eingeplant. Durch die Einführung bzw. Erweiterung der digitalen Prozesse mit Business-Intelligence-Lösungen im Bereich der internen Kosten- und Leistungskontrolle werden diese Maßnahmen tagesaktuell visualisiert und überwacht.
Unter Berücksichtigung dieser Einflüsse und Maßnahmen rechnet die MAG IAS GmbH mit einer deutlichen Verbesserung des EBIT in 2023 im Vergleich zum Vorjahr und einer annähernden Erreichung des budgetierten Wertes.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen können nicht abschließend beurteilt werden. Das Management und der Gesellschafter sind in enger Abstimmung bezüglich der laufenden Entwicklungen und entschlossen, bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen.
Eislingen/Fils, 30. Oktober 2023
MAG IAS GmbH
Die Geschäftsführung
Dr. Sebastian Schöning
Bin Sun
An die MAG IAS GmbH, Eislingen/Fils
Wir haben den Jahresabschluss der MAG IAS GmbH, Eislingen/Fils, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAG IAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt III. des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Wir verweisen auf Angabe A. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt IV. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertragslage und infolgedessen auch in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und deshalb von der finanziellen Unterstützung ihrer Muttergesellschaften abhängig ist. Daher wurden der Gesellschaft von den (mittelbaren) Gesellschaftern Patronatserklärungen erteilt. Wie in Angabe A. und Abschnitt IV. dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt III. des Lageberichts enthalten ist.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 30. Oktober 2023
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jack Cheung, Partner 06.11.2023
Oliver Köpke 05.11.2023
Cheung, Wirtschaftsprüfer
Köpke, Wirtschaftsprüfer
Per Gesellschafterbeschluss vom 04.12.2023 wurde der MAG IAS GmbH Abschluss zum 31.12.2021 festgestellt
Durch das "Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern" wurde für die MAG IAS GmbH die Pflicht eingeführt, turnusmäßig über Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung sowie über Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern zu berichten.
Die Berichtspflicht galt erstmals ab dem Kalenderjahr 2018 für das Berichtsjahr 2016.
Der hier dargestellte Bericht bezieht sich auf den Zeitraum 2017-2021, die statistischen Angaben beziehen sich auf das letzte Kalenderjahr, also auf das Jahr 2021.
Durchschnittliche Gesamtzahl der weiblichen Beschäftigten: 93
Durchschnittliche Gesamtzahl der männlichen Beschäftigten: 573
Durchschnittliche Anzahl der weiblichen Beschäftigten in Vollzeit: 73
Durchschnittliche Anzahl der weiblichen Beschäftigten in Teilzeit: 20
Durchschnittliche Anzahl der männlichen Beschäftigten in Vollzeit: 568
Durchschnittliche Anzahl der männlichen Beschäftigten in Teilzeit: 5
Durchschnittliche Anzahl der weiblichen Beschäftigten Azubis: 3
Durchschnittliche Anzahl der männlichen Beschäftigten Azubis: 47
Die Reduzierung der Anzahl sowohl bei den weiblichen als auch männlichen Beschäftigten sowie bei den Auszubildenden sind auf Restrukturierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren zurückzuführen.
Eine integre Unternehmensführung und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung sind immanente Bestandteile der Unternehmenskultur der MAG IAS GmbH. Dabei werden wir von dem magischen Dreieck gelenkt: Das ausgewogene Verhältnis und die Balance zwischen Kunden, Eigentümer und Mitarbeiter führt zum Gesamterfolg.
Zu unserem Selbstverständnis als Arbeitgeber gehört es, dass wir unsere Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Durch vielfältige Angebote schaffen wir Rahmenbedingungen, die den individuellen Bedürfnissen unserer Beschäftigten gerecht werden sollen. Damit wollen wir die Identifikation mit dem Unternehmen stärken und uns im Wettbewerb um Fachkräfte als attraktiver Arbeitgeber positionieren.
Hierbei handelt es sich um Maßnahmen, die die Gleichstellung der Beschäftigten im Arbeitsalltag bei der MAG IAS GmbH fördern:
| ― |
Fachkräftebindung durch eine familienfreundliche Arbeitgeberpolitik, zum Beispiel Homeoffice-Vereinbarungen (mobiles Arbeiten), Gleitzeitregelung, Vertrauensarbeitszeit, Schaffung von Teilzeitarbeitsplätzen. Förderung von Teilzeitarbeitsplätzen während der Elternzeit und bei der Betreuung von Familienangehörigen |
| ― |
Intensive Einführung und Begleitung der Mitarbeiter bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz |
| ― |
Frühzeitige Überprüfung der Auswirkungen von längeren Ausfallzeiten auf die Beschäftigungsfähigkeit und Unterstützung der medizinischen und beruflichen Rehabilitation durch z.B. betriebliches Eingliederungsmanagement auf Grundlage § 167 Abs. 2 Satz 1 SGB IX, stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz |
| ― |
Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit |
| ― |
Förderung der Durchführung medizinischer Vorsorgeuntersuchungen |
| ― |
Umfassende Maßnahmen zur Unterstützung während der Einarbeitung |
| ― |
Maßnahmen zur Qualifizierung, Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter durch z.B. interne und externe Seminare und Workshops, kooperative Studiengänge, Einsatz von Praktikanten, Bacheloranden, Masteranden, Werkstudenten |
| ― |
Entwicklung einer gemeinsamen Führungskultur und Förderung der Führungskräfte |
Die grundlegenden Entgeltregelungen und Arbeitsbewertungsverfahren der MAG IAS GmbH bei tariflichen Mitarbeitern beruhen auf dem Manteltarifvertrag für Metall- und Elektroindustrie, der auf diskriminierungsfreien Kriterien aufgebaut ist. In einigen Fällen werden über die tariflichen Zahlungen hinausgehende Zulagen gewährt. Diese sind im Wesentlichen von der Erfahrung und der qualifizierten Aufgabenwahrnehmung des Mitarbeiters abhängig und in den jeweiligen Anstellungsverträgen oder in ergänzenden Vereinbarungen geregelt. Strukturelle Auffälligkeiten haben sich nicht ergeben.
Die grundlegenden Entgeltregelungen und Arbeitsbewertungen der MAG IAS GmbH bei außertariflichen Mitarbeitern beruhen auf einzelvertraglichen Regelungen. Diese Regelungen basieren auf der rechtlichen Würdigung der verwendeten Arbeitsverträge durch die Experten unseres Arbeitgeberverbandes, Südwestmetall. Die Vergütung der außertariflichen Mitarbeiter erfolgt gemäß des Anforderungsspektrums der jeweiligen Position. Dabei werden Ausbildung, Qualifikation, Berufserfahrung und ggf. Führungserfahrung bei der Festlegung berücksichtigt. Außertarifliche Mitarbeiter erhalten ein jährliches Festgehalt (zahlbar in 12 Monatsbeiträgen) und einen jährlichen variablen Vergütungsanteil, der von der individuellen Leistung und dem Unternehmenserfolg der MAG IAS GmbH abhängig ist. Das Festgehalt wird turnusgemäß überprüft und unter Berücksichtigung der Inflationsrate sowie der stellenspezifischen Anforderung der Position angepasst. Strukturelle Auffälligkeiten haben sich nicht ergeben.
Eislingen, 22.05.2023
MAG IAS GmbH
Dr. Sebastian Schöning, CEO
ppa. Thomas Niasjan, Head of HR
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Großhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen