Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 774082
Eingetragen
4.6.2020
Branche
Herstellung von Ladenmöbeln und sonstigen ObjektmöbelnHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Ist die Herstellung und der Vertrieb von Dekorationen und Shopeinrichtungen sowie Sonderanfertigungen, insbesondere aus Metall, Holz und Kunststoff, ferner der Digitaldruck und die Werbetechnik, der Ladenbau im Innen- und Außenbereich sowie der Messebau.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Bieber
seit 3.7.2025
Prokura
Geschäftsführer
Torsten Dietz
seit 20.7.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

10.01% identifiziert89.99% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
10.01%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ZEITGEIST Holding GmbH
89.99%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ZEITGEIST Holding GmbH
Germany
22.497 €
89.99%
V****** B*** A*****
2.503 €
10.01%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LIGAPRODUCTION GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.763,00 22.773,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.636.412,70 4.836.434,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.214.142,00 1.164.867,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 118.010,00 131.667,00
5.968.564,70 6.132.968,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.751,38 0,00
2. Genossenschaftsanteile 3.750,00 3.750,00
13.501,38 3.750,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 370.080,31 420.205,33
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 178.934,83 666.122,38
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 199,82
549.015,14 1.086.527,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.054.546,05 476.949,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.313,04 185.910,19
3. Sonstige Vermögensgegenstände 72.099,34 275.582,38
1.180.958,43 938.441,59
III. Flüssige Mittel 174.776,32 394.442,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.164,94 5.521,30
7.908.743,91 8.584.424,96

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 173.533,12 173.533,12
III. Gewinnvortrag 588.737,38 523.330,73
IV. Jahresüberschuss 108.597,79 65.406,65
895.868,29 787.270,50
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 301.233,39 276.745,14
2. Sonstige Rückstellungen 212.681,81 191.046,00
513.915,20 467.791,14
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.733.662,76 3.182.353,26
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 442.411,24 805.087,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.500.000,00 2.500.000,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 822.886,42 841.922,44
6.498.960,42 7.329.363,32
7.908.743,91 8.584.424,96

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 9.057.918,95 8.283.365,42
2. Verminderung (i. V. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -487.187,55 95.837,80
3. Sonstige betriebliche Erträge 124.881,70 150.370,66
8.695.613,10 8.529.573,88
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.844.722,73 1.989.621,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.075.963,06 1.442.846,99
2.920.685,79 3.432.468,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.993.644,63 2.702.830,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 714.519,26 585.029,70
3.708.163,89 3.287.860,47
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 369.927,13 355.921,63
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.340.379,29 1.222.683,96
356.457,00 230.639,13
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.363,79 1.664,58
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 221.626,89 125.159,19
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.349,16 28.511,92
-234.612,26 -152.006,53
11. Ergebnis nach Steuern 121.844,74 78.632,60
12. Sonstige Steuern 13.246,95 13.225,95
13. Jahresüberschuss 108.597,79 65.406,65

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung der LIGAPRODUCTION GmbH, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart, HRB 774082) sind freiwillig die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Im Anhang wurden teilweise die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde um den Posten Genossenschaftsanteile erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und 33 Jahren.

Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr sofort abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Genossenschaftsanteile sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibung, die inzwischen vorzunehmen gewesen wäre, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zu niedrigeren Zeitwerten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, eingeschränkter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden entsprechend den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht durch Bewertungsabschläge abgedeckt.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen betreffen am Bilanzstichtag in Arbeit befindliche Aufträge und werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Entsprechend den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht werden Bewertungsabschläge auf Basis der erwarteten bzw. vereinbarten Projekterlöse vorgenommen, um Bestandsrisiken abzudecken.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 992.032,92 (i. V. EUR 457.459,76) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 54.313,04 (i. V. EUR 185.910,19) Forderungen gegen Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten einen Betrag in Höhe von EUR 2.226,51 (i. V. EUR 13.812,16), der rechtlich nach dem Abschlussstichtag entsteht. Es handelt sich hierbei um Vorsteuer, die erst im Folgejahr abziehbar ist. Zudem sind Forderungen in Höhe von EUR 55.291,00 (i. V. EUR 55.291,00) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 434.261,23 497.450,76
Restlaufzeit 1-5 Jahre 1.807.149,34 1.898.450,71
Restlaufzeit über 5 Jahre 492.252,19 786.451,79
2.733.662,76 3.182.353,26

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 2.733.662,76 durch eingetragene Grundschulden einer Betriebsimmobilie, die stille Abtretung von Forderungen durch die LIGAPRODUCTION GmbH sowie eine Bürgschaft der LIGANOVA GmbH, Stuttgart, gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 30.752,80 27.199,67
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 2.834,28
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 792.133,62 811.888,49
822.886,42 841.922,44

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 199.255,40 (i. V. EUR 192.942,23) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von EUR 623.631,02 (i. V. EUR 564.643,60) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 84.336,61) eine Restlaufzeit von über fünf Jahren.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 12.020,40 (i. V. EUR 10.820,56) enthalten.

2. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 64.090,31 (i. V. EUR 62.740,26) verbundene Unternehmen.

C. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgendem Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Name, Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
quote % TEUR TEUR
KORIBA GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 100 10 0

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023
Anzahl
Leitende Angestellte 2
Angestellte 90
92

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von EUR 5.534.247,40 (i. V. EUR 8.375.000,00), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 5.534.247,40 (i. V. EUR 8.375.000,00). Sie bestehen in Höhe von EUR 2.125.00,00 (i. V. EUR 3.375.00,00) für Verpflichtungen des Gesellschafters. Die originären Verpflichtungen wurden von den betreffenden Schuldnern bisher planmäßig erfüllt. Die Risiken einer Inanspruchnahme werden daher als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft haftet gemäß § 73 AO als Organgesellschaft für die Umsatzsteuerverbindlichkeiten des Organkreises der LIGANOVA GROUP GmbH, Stuttgart. Der Organträger ist seinen jeweiligen Verpflichtungen bisher uneingeschränkt nachgekommen, sodass eine Inanspruchnahme als gering eingeschätzt wird.

Es bestehen insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.572 (i. V. TEUR 1.842), welche Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betreffen.

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

 

Timo Schönauer (Kaufmännische Geschäftsführung), Stuttgart

 

Torsten Dietz (Director Client Solutions), Stuttgart

5. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GOING BEYOND GROUP GmbH, München, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Das Mutterunternehmen der GOING BEYOND GROUP GmbH, München, ist die Vincent Bondrin GmbH, Stuttgart.

Die Gesellschaft ist dadurch von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

6. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten gewesen wäre.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 108.597,79 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stuttgart, 16. Juli 2024

LIGAPRODUCTION GmbH

Geschäftsführung

Torsten Dietz

Timo Schönauer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die LIGAPRODUCTION GmbH, Stuttgart (LIGAPRODUCTION), ist ein Produktions- und Logistikunternehmen mit Sitz in Stuttgart, Produktionsstandort in Heimsheim und Lagerstandort in Merklingen.

Als Full-Service-Dienstleister in den Bereichen POS-Produktion, Schaufenster- und Dekorationsbau realisiert LIGAPRODUCTION sowohl Prototypen und Sonderanfertigungen als auch große Serienproduktionen mit weltweiter Logistik.

Die räumliche Konzentration aller Leistungsbereiche unter einem Dach garantiert dabei höchste Flexibilität, Qualität, senkt Transaktionskosten und gewährleistet den Kunden eine effiziente Fertigung. Für die Inhouse-Produktionen steht im Prototyping und in den sechs Produktionsgewerken (Holztechnik, CNC-Technik, Lackiertechnik, Werbetechnik, Metalltechnik und Kunststofftechnik) sowie in der Logistik jeweils ein hochmoderner Maschinenpark bereit.

2. Wirtschaftsbericht

I. Branchenentwicklung

Bei der Branchenbetrachtung wird zwischen dem Industriezweig Modegüter sowie dem Konsumgütersektor unterschieden.

Die Konsumgüterbranche zeigte in 2023 am Markt eine negative Umsatzentwicklung von ca. 2 % im Vergleich zum Vorjahr auf. Die Umsätze der Modebranche wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 3 %, die Bekleidungsbranche erzielte ein Umsatzplus von sogar 12 %. Das Wachstum des Luxusgütermarkts beträgt gegenüber 2022 8-10 %.

II. Geschäftsverlauf

LIGAPRODUCTION erzielte trotz konjunktureller Schwäche am Markt den höchsten Umsatz im Jahr 2023 seit Bestehen. Aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse erhöhte sich die Gesamtleistung um TEUR 192 trotz einer Bestandsminderung. Die Materialkosten sind stark zurückgegangen, aber im Gegensatz dazu sind die Personalaufwendungen angestiegen. Das EBITDA laut Gewinn- und Verlustrechnung konnte deutlich zulegen im Vergleich zum Vorjahr und betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 713, der Jahresüberschuss betrug TEUR 109.

III. Ertragslage

Der Umsatz stieg im Jahr 2023 deutlich um TEUR 775 (9 %) auf TEUR 9.058. Dies war möglich durch gesteigerte Werbemaßnahmen und neue Kundenstrategien. Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen verringerten sich um TEUR 487. LIGAPRODUCTION agiert im Wesentlichen als Auftragnehmer für die Schwesterunternehmen des Konzerns für die Businessbereiche Retail Marketing und profitiert damit vor allem von der LIGANOVA GmbH, Stuttgart. Darüber hinaus konnte LIGAPRODUCTION Umsätze mit Kunden außerhalb des Konzernkreises i. H. v. TEUR 642 (i. V. TEUR 762) erzielen.

Der Materialaufwand reduzierte sich um TEUR 512 (-15 %), die Quote Materialaufwand zu Gesamtleistung betrug 34 % (i. V. 41 %). Die Quote vom Vorjahr konnte infolge der abgeschwächten Inflation und besseren Einkaufskonditionen bei Fremdleistungen in 2023 verbessert werden. Zusätzlich konnte man mehr Produktion mit eigenen Kapazitäten ohne Fremdvergabe leisten.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 420 aufgrund von Gehaltssteigerungen.

Der sonstige betriebliche Aufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 118, was größtenteils der erstmaligen Intercompany-Verrechnung von Management- und Serviceleistungen geschuldet war.

Die aufgrund der Zinswende erhöhten Zinsen führten zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 95.

Das EBITDA laut Gewinn- und Verlustrechnung erhöhte sich um TEUR 140 im Vergleich zum Vorjahr. Das Jahresergebnis lag mit TEUR 109 um TEUR 43 über dem Vorjahr.

Die Prognose des Vorjahres, in 2023 eine ähnliche Gesamtleistung wie in 2022 zu erreichen, wurde mit einem Wachstum von +2 % übertroffen. Ebenso wurde das angestrebte EBITDA- Wachstum von 10-20 % mit tatsächlich 24 % ebenfalls übertroffen.

IV. Vermögenslage

Das gesamte Vorratsvermögen hat sich stichtagsbezogen um TEUR 538 gegenüber dem Vorjahr verringert.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.055 (i. V. TEUR 477) besteht fast ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen und hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Forderungen waren zum Bilanzerstellungszeitpunkt beglichen.

Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 29,1 % (i. V. 31,3 %) der Bilanzsumme aus.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 5,6 % (i. V. 9,4 %) der Bilanzsumme aus und werden in der Regel innerhalb der skontierfähigen Zahlungsfristen beglichen.

V. Finanzlage

Das Anlagevermögen wird weitestgehend langfristig über Bankdarlehen und Darlehen von der Konzernmuttergesellschaft finanziert.

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2023 TEUR 896 (i. V. TEUR 787), die Eigenkapitalquote 11,3 % (i. V. 9,2 %).

LIGAPRODUCTION ist operativ u. a. über ein Intercompany Darlehen der Konzernmuttergesellschaft finanziert, die Restschuld zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 2.500.

Die Liquidität war in der Vergangenheit und ist im laufenden Jahr stets gesichert, alle Zahlungsverpflichtungen konnten erfüllt werden. Darüber hinaus ist die Liquidität durch im Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien in Höhe von EUR 11,5 Mio. abgesichert.

Der Finanzmittelbestand reduzierte sich im Berichtjahr um TEUR 220 auf TEUR 175.

VI. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtleistung stieg aufgrund gestiegener Umsatzerlöse und einer starken Bestandsminderung um 2 %. Das EBITDA laut Gewinn- und Verlustrechnung stieg ebenfalls um TEUR 140 auf TEUR 713.

VII. Gesamtaussage

Die Geschäftsentwicklung war in 2023 sehr gut. Zusammenfassend erachten wir die Ertragslage von LIGAPRODUCTION nach wie vor sehr positiv in Bezug auf Gesamtleistung, Rohertrag und EBITDA und sehen besonders im Rohertrag und EBITDA deutliche Potenziale von Effizienzsteigerungen im Geschäftsjahr 2024. Die Liquidität ist durch die im Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien abgesichert, so dass die relativ geringe Eigenkapitalquote wie im Vorjahr hier keine zusätzlichen Maßnahmen erfordert.

3. Bericht über Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Risikobericht

Die Beschaffung und Produktion waren und sind durch die Stammlieferanten, die sich hauptsächlich in Deutschland befinden, nach wie vor reibungslos gewährleistet. Die Risiken im Beschaffungs- und Frachtbereich sind aufgrund der rückläufigen Preisentwicklungen gegenüber den Vorjahren deutlich zurückgegangen.

LIGAPRODUCTION strebt mit Technisierung und damit Ausbau des Maschinenparks eine Erhöhung der Produktivität an, um Zielpreisanforderungen der Kunden entsprechen zu können und dennoch auskömmliche Margen zu erwirtschaften.

Generell ist die Umsatzentwicklung durch das globale Wachstum und das Konsumklima und damit die Konjunkturentwicklung beeinflusst. Es wird davon ausgegangen, dass die Inflation in 2024 erneut zurückgehen wird. Lieferengpässe und Lieferkettenprobleme werden nur noch in geringem Ausmaß erwartet.

Die Konsumgüterbranche kämpft zudem mit zunehmendem Wettbewerb aus Fernost, was zum einen ein Risiko darstellt aber zum anderen das "Branding" einer Marke immer wichtiger werden lässt, wodurch sich neue Aufträge ergeben können.

LIGAPRODUCTION ist im Rahmen seiner Aktivitäten dem sog. Klumpenrisiko durch die wirtschaftliche und finanzielle Abhängigkeit von dem Großkunden LIGANOVA GmbH, Stuttgart, ausgesetzt.

Bei den bestehenden Kunden sind Forderungsausfälle die Ausnahme. LIGAPRODUCTION verfügt über ein effizientes Mahnwesen.

Um negative Entwicklungen rechtzeitig erkennen zu können wird das Fokusfeld Reporting weiter ausgebaut mit den Steuerungszielen Umsatz, Gesamtleistung, EBITDA und Liquidität, aus dem folgt, dass das Management, verantwortlich für die Segmente im Reporting, jederzeit alle Phasen der Ergebnissteuerung ablesen können muss. Dies erfolgt unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells und dem "Jahres-Endgeschäft" und regelmäßigem "rolling forecast" mit Review Meetings mit der Geschäftsleitung, um negative Auswirkungen auf das Ergebnis zu erkennen und einen adäquaten Handlungsfokus zu setzen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt LIGAPRODUCTION eine konservative Risikopolitik.

II. Chancenbericht

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Maßnahmen auf die weitere Spezialisierung aller drei Geschäftsbereiche (Produktion, Logistik und Prototyping) ausgerichtet und durch gezielte Investitionen in Maschinen unterstützt. Weiterhin sehen wir in dem Dreiklang aus erhöhter Produktivität, Erweiterung der Wertschöpfungstiefe und gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit eine große Chance für ein kontinuierliches Ertragswachstum in den kommenden Jahren.

Den Wachstumsmotor des Unternehmens werden weiterhin die Unternehmensbereiche Produktion und Logistik darstellen, die für LIGAPRODUCTION eine große Bedeutung einnehmen.

Die erfreuliche Entwicklung, nach wie vor Kunden außerhalb des Konzernkreises zu gewinnen, wie auch der Ausbau des Geschäfts mit Prototyping, soll mit einem besonderen Fokus weiter vorangetrieben werden.

Die weltweiten Trends zur Nachhaltigkeit und die Fähigkeit der LIGAPRODUCTION, diese Anforderungen bereits in den eigenen Produktionsstätten abdecken zu können, sollten ein weiteres Wachstum ermöglichen.

4. Prognosebericht

Die Entscheidung, alle drei Geschäftsbereiche Produktion, Logistik und Prototyping sukzessive zu spezialisieren und sich in Heimsheim auf die reine Wertschöpfung zu konzentrieren, stellt die Weichen für die weitere positive Entwicklung des Unternehmens. Dieser eingeschlagene Weg wird auch in den Folgejahren nachhaltig konsequent weiterverfolgt.

Wir erwarten auch für das Jahr 2024 eine Gesamtleistung auf dem Niveau von 2023. Beim EBITDA laut Gewinn- und Verlustrechnung erwarten wir ein Wachstum von 5-10 %.

 

Stuttgart, den 16. Juli 2024

LIGAPRODUCTION GmbH

Geschäftsführung

Torsten Dietz

Timo Schönauer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LIGAPRODUCTION GmbH, Stuttgart:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LIGAPRODUCTION GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LIGAPRODUCTION GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 17. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Matthias Spingler, Wirtschaftsprüfer

Christian Lackner, Wirtschaftsprüfer

Zusätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 11.10.2024 festgestellt.

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