Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 121004
Eingetragen
11.11.2020
Branche
Sonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und BetriebenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
die Verwaltung einer Unternehmensgruppe, einzelner Gesellschaften und Business Units, insbesondere auf den Gebieten der kaufmännischen Verwaltung, wie Finanzund Rechnungswesen sowie der allgemeinen Verwaltung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eva Düchting
seit 20.1.2026
Prokura
Frances Lindemann
seit 23.1.2025
Prokura
Ivonne Dutschke
seit 23.1.2025
Prokura
Thorsten Dahlhoff
seit 16.5.2023
Prokura
André Rottstegge
seit 2.5.2023
Geschäftsführer
Prokura
Gerald Taraba
seit 25.5.2021
Geschäftsführer
Guido Telian
seit 26.2.2021
Prokura
Thomas Seehöfer
seit 11.11.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Actemium Service GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Actemium Service GmbH gehört zum Konzernkreis der VINCI S.A., Paris-Nanterre (Frankreich).

Seit der Gründung der Actemium Service GmbH beschränken sich die geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaft auf die Verwaltung der Pensionen und die Bereitstellung zentraler Dienstleistungen für die Pôles VINCI Energies Industrial Solutions West, VINCI Energies Industrial Solutions Mitte Ost sowie VINCI Energies Industrial Energy Projects (im Folgenden Actemium Pôles genannt). Insofern ist sowohl die Lage im Berichtszeitraum als auch die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft eng mit der wirtschaftlichen Situation bei diesen Einheiten verknüpft. Der Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt.

Die wesentlichen Tätigkeitsfelder der Actemium Pôles liegen im Bereich der Energietechnik, Elektro-, Mess- und Regeltechnik und Automatisierungstechnik. Während im Segment der Energietechnik und Automatisierungstechnik neben mittelständischen Unternehmen auch vier bis fünf Großunternehmen im Markt agieren, sind die anderen Tätigkeitsfelder überwiegend von Konkurrenz durch Mittelstandsunternehmen geprägt. Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem die Wirtschaftsleistung im Sommer 2021 trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Das BIP stieg in 2021 um 2,9%. Die Lieferengpässe und die Verschlechterung der Corona-Situation zum Jahresende haben das Wachstum 2021 gebremst. 1

Die zunächst erwartete kräftige Erholung für das Jahr 2022 hat sich weiter nach hinten verschoben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind bereits als Folgen erkennbar. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden.

Aufgrund von Großaufträgen hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Dezember 2021 nochmals 34,1% mehr neue Bestellungen eingesammelt als im Vorjahr. Die Inlandsorders erhöhten sich im letzten Monat des vergangenen Jahres um 42,0% und die Auslandsorders um 27,6%. Aus dem Euroraum gingen 19,8% mehr Aufträge ein als noch im Dezember 2020. Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 32,0%. Für das gesamte Jahr 2021 steht damit ein Bestellplus von 23,9% in den Büchern. Die Auftragseingänge aus dem Inland wuchsen um ein Fünftel (+20,1%) und die aus dem Ausland um 27,0%.

2. Geschäftsverlauf

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag wurden Teile des Vermögens der Actemium Cegelec GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 77473) im Wege der Umwandlung durch Abspaltung sowie der Actemium Controlmatic GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 12686) im Wege der Umwandlung durch Aufspaltung zum 01.01.2021 übernommen.

Bedingt durch das Rumpfgeschäftsjahr 8. Oktober bis 31. Dezember 2020 der Actemium Service GmbH sind die Vergleichswerte nur bedingt aussagefähig. Das Unternehmen wird durch Umlagen der drei Actemium Pôles zur Kostendeckung finanziert und ist nicht gewinnorientiert. Für die Steuerung des Unternehmens wird vorwiegend auf Kenngrößen der beteiligten Einheiten, insbesondere Auftragseingang als auch das Ergebnis nach Steuern abgestellt.

Das Geschäft der Actemium-Gesellschaften partizipiert am Konjunkturzyklus phasenweise verschoben. Der Auftragseingang 2021 hat sich in der Gesamtbetrachtung über alle Einheiten gesehen sehr gut entwickelt. Die Investitionsneigung unserer Kunden bleibt auf ähnlich hohem Niveau wie im vergangenen Jahr. Der Einfluss des Pandemiegeschehens auf den Vergabeprozess hat sich inzwischen normalisiert, jedoch rücken Lieferzeiten und Preisentwicklungen in den Vordergrund.

Nach einem Ergebnis nach Steuern von TEUR -8.140 im Vorjahr schloss das Geschäftsjahr 2021 mit einem Ergebnis nach Steuern von TEUR -8.866.

Der Geschäftsverlauf ist trotz des Einflusses der Pandemie als noch stabil bewertet.

3. Lage

a) Ertragslage

01.01.-31.12.2021 01.01.-31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 20.669 0 0,0 20.669
Materialaufwand -611 -3,0 0 0,0 -611 -3,0
Personalaufwand -7.110 -34,4 -259 0,0 -6.851 -33,1
Abschreibungen -118 -0,6 0 0,0 -118 -0,6
Sonstiger Betriebsaufwand -13.623 -65,9 -1 0,0 -13.622 -65,9
Aufwendungen für die Betriebsleistungen *) -21.462 -103,8 -260 0,0 -21.202 -102,6
Sonstige betriebliche Erträge 1.091 5,3 597 0,0 494 2,4
Betriebsergebnis 298 1,4 337 0,0 -39 -0,2
Zinsergebnis -9.164 -44,3 -8.477 0,0 -687 -3,3
Ergebnis nach Steuern -8.866 -42,9 -8.140 0,0 -726 -3,5
Sonstige Steuern 57 0,3 0 0,0 57 0,3
Jahresergebnis vor EAV -8.809 -42,6 -8.140 0,0 -669 -3,2

*) ohne sonstige Steuern

Sämtliche Positionen der Ertragslage sind, bedingt durch die erfolgte Übernahme aus der Aufspaltung der Actemium Controlmatic GmbH sowie der Abspaltung von der Actemium Cegelec GmbH, nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.669. Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Belastungen an verbundene Unternehmen für Dienstleistungen, die zentral für die Actemium Pôles zur Verfügung gestellt werden. Diese sind beispielsweise Leistungen für IT, Entgeltabrechnung, Rechnungswesen, Marketing etc.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 13.623 betreffen zu einem wesentlichen Teil Aufwendungen für verschiedene Dienstleistungen, z.B. aus dem IT-Bereich.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung liegt mit TEUR -8.809 um TEUR 669 unter dem Vorjahresergebnis. Es wurde im Rahmen eines mit der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main, abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages abgeführt.

b) Finanzlage

Liquidität

Am Ende des Geschäftsjahres 2021 verfügt die Gesellschaft über einen Liquiditätsbestand von TEUR 121.339 (Vorjahr TEUR 100.547) als Guthaben im Konzern-Cash-Pool.

Die Gesellschaft finanziert sich vollständig über die Umsatzerlöse und ist über die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt, in den Cash-Pool-Verbund der VINCI Finance International S.A., Brüssel (Belgien), einer 100 %-Beteiligung der VINCI S.A., Paris-Nanterre (Frankreich), integriert.

Eine konzernfremde Finanzierung zur Deckung musste nicht herangezogen werden. Die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war zu keiner Zeit gefährdet und ist auch für die kommenden Geschäftsjahre gewährleistet.

c) Vermögenslage

31.12.2021 01.01.2021
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 26 0,0 42 0,2
Sachanlagevermögen 205 0,2 153 0,9
Langfristig gebundenes Vermögen 231 0,2 195 1,1
Vorräte 10 0,0 136 0,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 834 0,6 564 3,2
Forderungen Verbundbereich *) 130.810 98,9 14.447 83,2
Sonstige Vermögensgegenstände 383 0,3 1.296 7,5
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 730 4,2
Kurzfristig geb. Vermögen und flüssige Mittel 132.037 99,8 17.173 98,9
132.268 100,0 17.368 100,0
31.12.2020 Veränderung 2021/2020
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 26 0,1
Sachanlagevermögen 0 0,0 205 0,9
Langfristig gebundenes Vermögen 0 0,0 231 1,0
Vorräte 0 0,0 132 0,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0,0 834 3,5
Forderungen Verbundbereich *) 108.687 99,9 22.123 93,5
Sonstige Vermögensgegenstände 58 0,1 325 1,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0
Kurzfristig geb. Vermögen und flüssige Mittel 108.745 100,0 23.414 99,1
108.745 100,0 23.645 100,0

*) davon TEUR 121.339 Cashpool und TEUR 8.809 Ergebnisabführung

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 834 erhöht. Die Forderungen im Verbundbereich sind im Wesentlichen auf eine höhere Forderung aus dem Cash-Pool zurückzuführen.

d) Kapitalstruktur

31.12.2021 01.01.2021
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 25 0,0 0 0,0
Eigenkapital 25 0,0 0 0,0
Rückstellungen für Pensionen u.ä. Verpflichtungen. 115.602 87,6 30 0,2
Sonstige Rückstellungen *) 13.786 10,4 10.842 62,6
Rückstellungen 129.388 98,0 10.872 62,8
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0,0 79 0,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 572 0,4 3.695 21,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.893 1,4 1.352 7,8
Sonstige Verbindlichkeiten 390 0,3 1.370 7,9
Verbindlichkeiten 2.855 2,1 6.496 37,2
132.268 100,0 17.368 100,0
31.12.2020 Veränderung 2021/2020
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 25 0,0 0 0,0
Eigenkapital 25 0,0 0 0,0
Rückstellungen für Pensionen u.ä. Verpflichtungen. 108.720 100,0 6.882 29,3
Sonstige Rückstellungen *) 0 0,1 13.786 58,8
Rückstellungen 108.720 100,1 20.668 88,1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0,0 0 -0,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0,0 572 2,4
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0,0 1.893 8,0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0,0 390 1,7
Verbindlichkeiten 0 0,0 2.855 12,0
108.745 100,0 23.523 100,0

*) davon TEUR 8.150 Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen und TEUR 5.633 personalbezogene Rückstellungen

Sämtliche Positionen der Kapitalstruktur sowie der Vermögenslage sind nur unter Zuhilfenahme der durch die Aufspaltung übernommenen Vermögensgegenstände, Eigenkapitals und Schulden vergleichbar.

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 23.523 auf TEUR 132.268 erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt unverändert bei gestiegener Bilanzsumme bei rd. 0,02%. Dem höheren Bestand an Cash-Pool-Forderungen auf der Aktivseite standen höhere Rückstellungen für Pensionen auf der Passivseite gegenüber.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus erstmalig im Berichtsjahr erstellten Gutschriften für Lieferantenboni mit TEUR 1.574 (Vj. TEUR 0) und aus Verbindlichkeiten Lohnsteuer TEUR 608 an die Actemium Controlmatic West GmbH.

4. Nichtfinanzielle Kennzahlen der Gesellschaft

Organisation, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft richten sich nach Grundsätzen des VINCI-Konzerns. Es wird Wert daraufgelegt, dass jede Konzerngesellschaft ausreichend Autonomie sowohl in der Definition und Umsetzung der Strategie als auch im kurzfristigen operativen Geschäft behält. Dies fördert den Unternehmergeist und die Reaktionsbereitschaft. Eingebettet in Werte wie Solidarität, Vertrauen und Verantwortung gilt immer der Grundsatz Ertrag vor Volumen.

Für die Gesellschaft ist die Gesundheit der Mitarbeiter, auf die sich die Betriebsleistung stützt, ein hohes Gut. In der VINCI-Gruppe ist die UH1-Kennzahl (Unfallhäufigkeitswert), die sich aus der Anzahl der Unfälle ≥ 1 Tag Arbeitszeitausfall, multipliziert mit 1 Mio. Stunden und dividiert durch die Anzahl der insgesamt geleisteten Stunden errechnet, die wichtigste Kennzahl zum Thema Arbeitssicherheit, auch für alle administrativen Bereiche. Im Jahr 2021 liegt der UH1-Wert für die Actemium Service GmbH sowie im gesamten Pôle VED Industrial Solutions West bei Null. Das Ziel "Null Unfälle" wird auch im Jahr 2022 ein sehr wichtiges Ziel aller Gesellschaften bleiben.

III. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

In die Weiterbildung unserer Mitarbeiter werden wir auch weiter investieren, da diese für uns die Zukunft darstellen.

Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärft der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für die Jahre 2022 und 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 2,9%. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2022 um 1,8% und im Jahr 2023 um 3,6% zulegen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2% und 2,9% (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1% und 3,4% (VPI) für Deutschland. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten. 2

Zusätzlich wird wahrscheinlich die militärische Intervention Russlands in der Ukraine die Lieferengpässe und Kostensteigerungen beim Material und der Energie verschärfen. Hier rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation durch unsere Kunden, sowie mit zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voranzutreiben. Eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lässt sich aber nicht ausschließen.

Aufgrund der genannten Rahmenbedingungen kommt es hin und wieder zu Verzögerungen bei den Auftragsabwicklungen. Insbesondere der Preisanstieg bei den Materialien und die verlängerten Lieferzeiten beeinflussen das Projektgeschehen und führen zu verlängerten Projektlaufzeiten. Im Bereich von Actemium kann jedoch weiterhin aufgrund der sehr breiten Kundenbasis und trotz der aktuellen Stimmung der Industrie für die nahe Zukunft mit einem konstanten Geschäftsverlauf gerechnet werden, auch im Hinblick auf das Ergebnis der Actemium Pôles.

Da sich die Actemium Service GmbH aus Umlagen finanziert, speist sich das Ergebnis vorherrschend aus dem Zinsaufwand für die Rückstellungen für Pensionen sowie dem Zinsertrag für das Guthaben im Konzern-Cash-Pool. Unter der Annahme stabiler Zinsen erwarten wir für die Folgejahre weiterhin gleichbleibende Ergebnisse.

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung und sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die geopolitischen Risiken haben sich im Geschäftsjahr 2022, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine, wesentlich erhöht, wodurch sich die Vorhersehbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung deutlich verschlechtert hat.

Wir sehen Unsicherheiten hinsichtlich der weltwirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten, die sich im vergangenen Jahr aufgrund verschiedener Faktoren deutlich verschlechtert haben und sich alle weiter verstärken könnten. Vor allem die russische Invasion in die Ukraine und ihre politischen und wirtschaftlichen Folgen, wie Sanktionen und Gegenmaßnahmen, bergen weitreichende Risiken. Der Krieg in der Ukraine kann sich negativ auf Absatzentwicklung sowie Einkaufs- und Logistikprozesse auswirken, beispielsweise durch Unterbrechungen der Lieferketten oder durch Engpässe bei Bauteilen.

Die Kombination von Energiepreisanstieg und anhaltenden Lieferengpässen birgt das Risiko einer Stagflation, d. h. einer Situation mit ausbleibendem oder negativem Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig hoher Inflation. Die Inflation, die im Laufe des Geschäftsjahrs 2022 angestiegen ist, könnte sich negativ auf unser Geschäft auswirken. Die aktuelle Inflationsdynamik beruht auf einer Kombination aus Lieferkettenunterbrechungen, hohen Staatsausgaben und Sonderfaktoren.

Eine Auswirkung auf die Investitionsneigung aufgrund der vorgenannten Sachverhalte ist bei unseren Kunden derzeit noch nicht zu beobachten.

Insgesamt wird das gesamtwirtschaftliche Risiko von uns als mittleres Risiko bewertet.

Branchenspezifische Risiken

Als wesentliche branchenspezifische Risiken wurden für die Actemium Pôles und damit mittelbar für die Actemium Service GmbH Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken identifiziert. Die Gesellschaften begegnen diesen Risiken, indem vor der Angebotsabgabe die Bonität des Kunden überprüft wird, vor der Angebotsfreigabe ab einem bestimmten Wert Risiko-Komitees die Angebote einer Plausibilitätsprüfung unterziehen und freigeben sowie während der Ausführungsphase regelmäßig Projektstatussitzungen stattfinden, in denen individuelle Projektrisiken besprochen und in der laufenden Projektkalkulation berücksichtigt werden - dies gilt gleichermaßen für die Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt, die i.d.R. mit der des Absatzmarktes einhergeht.

Dieser Prozess wird in den Unternehmen durchgehend gelebt und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, welche eine transparente Darstellung der Aufträge und deren Abwicklung vorgibt.

Insgesamt wird das branchenspezifische Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken bestehen in Zusammenhang mit der Projektabwicklung in den Actemium Pôles. Diese Risiken resultieren im Wesentlichen aus Fertigungsmängeln sowie Fristen- und Kostenüberschreitungen. Daher existiert im Rahmen der Akademie der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland GmbH ein Ausbildungsprogramm, das sich über eine kontinuierliche Schulung schwerpunktmäßig an Projekt- und Bauleiter wendet. Dieses Ausbildungsprogramm ist als integrativer Teil des Projektgeschäftes verankert, um in der Projektausführung den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Kompetenz zu vermitteln und zu vertiefen.

Ertrags- und liquiditätswirksame Fehlentwicklungen werden dadurch möglichst früh erkannt und ihnen wird entsprechend gegengesteuert.

Insgesamt wird das ertragsorientierte Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

Personalspezifische Risiken

Der Wettbewerb um eine vielfältige und hoch qualifizierte Belegschaft ist in den Branchen und Regionen, in denen unsere Gesellschaften geschäftlich tätig sind, weiterhin intensiv. Wir benötigen hochqualifizierte Mitarbeiter und sehen überdies die Notwendigkeit, die Vielfalt, Inklusion und das Zugehörigkeitsgefühl unserer Belegschaft zu fördern. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, Fachpersonal zu identifizieren, zu beurteilen und einzustellen. Außerdem müssen wir es schaffen, sie zu integrieren, zu entwickeln und an uns zu binden, nachdem sie zu uns gekommen sind. Dies erscheint besonders relevant in Zeiten einer neuen, virtuelleren Arbeitsumgebung.

Insgesamt wird das personalspezifische Risiko von uns als mittleres Risiko bewertet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über die Umlagen der drei Actemium Pôles und ist über die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main in den Cash-Pool-Verbund der VINCI integriert.

Insgesamt wird das finanzwirtschaftliche Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

2. Chancenbericht

Die zukünftige Entwicklung der Actemium Service GmbH ist aufgrund der Konzeption als Service-Gesellschaft eng mit der Situation der drei Actemium Pôles verbunden, die eine breite Basis bilden. Unsere konzernweit hohen Qualitätsansprüche setzen wir vor allem durch interne Ablauf-, Risiko- und Qualitätskontrollen in Zusammenhang mit der Projektabwicklung in allen beteiligen Unternehmen sowie durch stetige Weiterbildung durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch unsere langjährige Erfahrung und Innovationen in Verbindung mit Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität sowie durch Synergieeffekte durch gemeinsame Projektabwicklung und intensivem Kompetenzaustausch innerhalb des Konzerns begegnen.

Als strategische Chance nehmen wir die breite Marktpräsenz des VINCI-Konzern wahr. Daraus ergeben sich aus unserer Sicht viele Anknüpfungspunkte bei Kunden, bei denen die Marke Actemium heute noch nicht präsent ist. Zusätzlich sehen wir vielfältige Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit den Konzerntöchtern entlang der Wertschöpfungskette wie z.B. der Elektro- und Automatisierungstechnik, im Bereich der Infrastruktur sowie im Bereich von Wartungen und Serviceleistungen.

Hierbei sehen wir vor allem in den Themen Sicherheit, Wachstum und Nähe der Entscheidungsträger zum Kunden hohe Chancen auf Erhöhung des Marktanteils, Know-how Vertiefung sowie einen stärkeren Fokus auf schnelles und flexibles Handeln.

3. Gesamtaussage

Durch kontinuierliche Nutzung unserer Fachexpertise und unseres Qualitätsanspruchs werden wir den dargestellten Risiken angemessen begegnen.

Es sind bis zum heutigen Tage keine finanziellen oder operativen Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Actemium Pôles verfügen über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Eigenmittel.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Frankfurt am Main, den 22. September 2023

Die Geschäftsführung der Actemium Service GmbH

Jens Roseneck

André Rottstegge

Gerald Taraba

1 Vgl. destatis, Pressemitteilung Nr. 74 vom 25.02.2022
2 sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2022

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
31.12.2020
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26 42 0
26 42 0
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 2 3 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 203 150 0
205 153 0
231 195 0
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10 0 0
2. Geleistete Anzahlungen 0 136 0
10 136 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 834 564 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 130.810 14.447 108.687
3. Sonstige Vermögensgegenstände 383 1.296 58
132.027 16.307 108.745
132.037 16.443 108.745
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 730 0
132.268 17.368 108.745

*) Zugang aus Aufspaltung Actemium Controlmatic GmbH und Abspaltung Actemium Cegelec GmbH

Passiva

31.12.2021
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
31.12.2020
TEUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 0 25
25 0 25
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 115.602 30 108.721
2. Sonstige Rückstellungen 13.786 10.842 0
129.388 10.872 108.721
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 79 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 572 3.695 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.893 1.352 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 390 1.370 0
davon aus Steuern TEUR (Vorjahr TEUR
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR (Vorjahr TEUR
2.855 6.496 0
132.268 17.368 108.745

*) Zugang aus Aufspaltung Actemium Controlmatic GmbH und Abspaltung Actemium Cegelec GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

01.01.-31.12.2021
TEUR
01.10.-31.12.2020
TEUR
1. Umsatzerlöse 20.669 0
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.091 597
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe u.a. -144 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -467 0
-611 0
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.058 0
b) Soziale Abgaben 1.948 -259
davon Aufwendungen für Altersversorgung 2.114 T'EUR (Vorjahr -259 T'EUR) -7.110 -259
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -118 0
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.623 -1
davon aus Währungsumrechnung -1 T'EUR (Vorjahr 0 T'EUR)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.164 -8.477
davon aus Abzinsungen von Rückstellungen -9.175 T'EUR (Vorjahr -8.477 T'EUR)
8. Ergebnis nach Steuern -8.866 -8.140
9. Sonstige Steuern 57 0
10. Erträge aus Verlustübernahme 8.809 8.140
11. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Information

Die Actemium Service GmbH hat Ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 121004). Alleinige Gesellschafterin der Actemium Service ist die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH.

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 ist rückwirkend zum 01.01.2021 der administrative Teil des Geschäftsbetriebs von der Actemium Controlmatic GmbH, Frankfurt am Main unter Registernummer HRB 12686 auf die Gesellschaft übergegangen. Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 ist zum 01.01.2021 der administrative Teil des Geschäftsbetriebs von der Actemium Cegelec GmbH, Frankfurt am Main unter Registernummer HRB 77473 auf die Gesellschaft übergegangen.

Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, wurden die von der Actemium Controlmatic GmbH und die von der Actemium Cegelec GmbH übertragenen Vermögenswerte sowie Schulden in einer dritten Spalte der Bilanz (Teil-Schlussbilanz per 01.01.2021) dargestellt. Aufgrund der im Geschäftsjahr aufgenommen operativen Tätigkeit ist die Gewinn- und Verlustrechnung nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Ergänzend wurde das GmbHG berücksichtigt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bewertungsgrundsätze auch für die aus der Spaltung übernommenen Vermögenswerte und Schulden keine Änderung erfahren.

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses wurde beibehalten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen. Die unter diesem Posten ausgewiesene Software wird linear über einen Zeitraum von 3 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen. Zinsen wurden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

• Bauten auf fremden Grundstücken: 3 bis 6 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 19 Jahre
• Betriebs- und Geschäftsausstattung: 2 bis 15 Jahre

Die Abschreibungen erfolgen im Zugangsjahr "pro rata temporis" nach der linearen Methode. Von der Option der Sofortabschreibung bei Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis zu EUR 800 entsprechend den steuerlichen Regelungen nach § 6 Abs. 2 EStG wird Gebrauch gemacht. Diese geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs auch als Abgang erfasst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken und Risiken aus überfälligen Forderungen durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlung vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Das gezeichnete Kapital gemäß §272 (2) Nr. 4 HGB wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die Bewertung der Versorgungsverpflichtung erfolgte mit dem Barwert der anteilig erworbenen planmäßigen Anwartschaft unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87 % p.a. zum 31. Dezember 2021 (Vj. 2,31 % p.a.). Berücksichtigt wurde eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB sowie eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,5 % p.a. (Vj. 2,5 % p.a.), eine Rentendynamik von 1,8 % p.a. (Vj. 1,6 % p.a.) und i. H. v. von 4,5 % p.a. (Vj. 4,5 % p.a.) die durchschnittliche Fluktuation. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung mit dem 10-jährigen Durchschnittszins und der Bewertung mit dem 7-jährigen Durchschnittszins gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 8.839 zum 31. Dezember 2021 (Vj. TEUR 11.406). Nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt dieser grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Jedoch besteht für diesen Betrag aufgrund des mit der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main, mit Wirkung zum 08.10.2020 geschlossenen Gewinnabführungsvertrag und im Einklang mit dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 23. Dezember 2016 keine Ausschüttungssperre, sodass der komplette Betrag der Gewinnabführung unterliegt.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Rückdeckungsversicherung. Die Ansprüche aus dieser Rückdeckungsversicherung sind mit dem Zeitwert angesetzt und betragen TEUR 1.003 (Vj. TEUR 1.082). Sie ist zweckgebunden verpfändet und wird entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Bilanz mit den "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" (Erfüllungsbetrag TEUR 116.585 - Vj. TEUR 109.803) verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf TEUR 1.285.

Die Bewertung der Rückstellungen für Sterbegeld erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren und nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G. Künftige Steigerungen der Versorgungsleistungen aufgrund der Gehalts- und Rentenentwicklung werden ebenfalls erfasst. Im Berichtsjahr wird wie im Vorjahr gemäß § 253 Abs. 2 HGB ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,35 % p.a. (7-Jahresdurchschnitt) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die zukünftige Gehaltssteigerung wurde wie in 2020 mit 2,5 % p.a. angesetzt und die durchschnittliche Fluktuation mit 4,5 % p.a. unverändert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Diese sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen, bei denen folgende Bewertungsparameter zum Ansatz kamen: Heubeck-Richttafeln 2018 G, Rechnungszins 1,35 % p.a. (Vj. 1,6 % p.a.) im 7-Jahresdurchschnitt mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren sowie eine Bezüge- und Beitragsbemessungsgrenzen-Dynamik von jeweils 2,5 % p.a. (Vj. 2,5 % p.a.).

Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Die Abschreibungen sind in voller Höhe planmäßig entstanden.

Vorräte

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen unfertigen Leistungen handelt es sich um Geleistete Anzahlungen, die zum 01.01.2021 aus der Actemium Controlmatic GmbH und der Actemium Cegelec GmbH übertragen worden sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 130.810 (Vj. TEUR 108.687) beinhalten im Wesentlichen Forderungen im Rahmen des Cashpoolings und aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind nicht vorhanden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 834 (Vj. TEUR 0) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten einen nicht verpfändeten Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 59 (Vj. TEUR 54), welcher eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hat.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind nicht vorhanden.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Stichtag TEUR 25 (Vj. TEUR 25).

Rückstellungen

Die Rückstellungen bestehen aus Rückstellungen für Pensionen i. H. v. TEUR 115.602 (Vj. TEUR 108.721) und sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 13.786 (Vj. TEUR 0). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnung i. H. v. TEUR 8.028 (Vj. TEUR 0) sowie personalbezogene Rückstellungen i. H. v. TEUR 5.633 (Vj. TEUR 0).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten besitzen folgende Restlaufzeiten:

31.12.2021
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 572 572 0
Vorjahr 0 0 0
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1.893 1.893 0
Vorjahr 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 390 390 0
Vorjahr 0 0 0

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.285 (Vj. TEUR 0) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 608 (Vj. TEUR 0).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bedingt durch das Rumpfgeschäftsjahr 08. Oktober bis 31. Dezember 2020 der Actemium Cegelec West GmbH und der Actemium Controlmatic GmbH sind die Vergleichswerte nur bedingt aussagefähig.

Die Umsatzerlöse i.H. v. TEUR 20.669 (Vj. TEUR 0) beinhalten Erträge aus Dienstleistungsverträgen mit deutschen Gesellschaften des VINCI-Konzerns.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vornehmlich Erträge i.H.v. TEUR 937 (Vj. TEUR 0) aus der Weiterverrechnung von Kosten im Konzern und periodenfremden Auflösungen von Rückstellungen i.H. v. TEUR 76 (Vj. TEUR 534).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Konzernumlagen i. H. v. TEUR 6.722 (Vj. TEUR 0), Aufwendungen für Miete i. H. v. TEUR 394 (Vj. TEUR 0) und Versicherungen i. H. v. TEUR 318 (Vj. TEUR 0).

E. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss, in den die Actemium Service GmbH einbezogen wird, wird von der VINCI S.A., 1973, boulevard de la Défense, 92000 Paris-Nanterre, Frankreich, erstellt und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. VINCI S.A. stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Ort der Offenlegung ist:

 

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre

4, rue Pablo Neruda

F-92020 Nanterre Cedex

RCS 552 037 806 Nanterre

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der VINCI S.A. erfolgt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Nahestehende Unternehmen

Von der Berichtspflicht nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäfte mit und zwischen mittel- und unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogene Unternehmen ausgenommen. Von dieser Erleichterung wurde Gebrauch gemacht.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 103 Mitarbeiter (Vj. 0), davon 102 Angestellte (Vj. 0) und ein gewerblicher Arbeitnehmer (Vj. 0). Daneben waren im Jahr 2021 durchschnittlich 7 kaufmännische Auszubildende (Vj. 0) beschäftigt.

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung wurde durch nachstehend genannte Geschäftsführer wahrgenommen:

Gerd Renner, Jurist, bis 29.04.2021

Dr. Frank May, Managing Director Pôle VED-I West ab 29.04.2021 bis 31.03.2022

Jens Roseneck, Managing Director Pôle VED-IEP, ab 29.04.2021

Gerald Taraba, Managing Director Pôle VED-IS Mitte Ost, ab 29.04.2021

André Rottstegge, Managing Director Pôle VED-IS West, ab 02.05.2023

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Es wurden nur die Bezüge von zwei Geschäftsführers von der Gesellschaft getragen.

Ergebnisverwendung

Entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag wird der Gewinn in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres bis zur Unterzeichnung dieses Berichts sind nicht eingetreten.

 

Frankfurt am Main, den 22. September 2023

Die Geschäftsführung der Actemium Service GmbH

Jens Roseneck

André Rottstegge

Gerald Taraba

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten
31.12.2020
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Linzenzen an solchen Rechten und Werten 0 612 139 156 595
0 612 139 156 595
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0 3 0 0 3
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 20 0 0 20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 901 133 30 1.004
0 924 133 30 1.027
0 1.536 272 186 1.622
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2020
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Linzenzen an solchen Rechten und Werten 0 570 29 30 569
0 570 29 30 569
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0 3 0 0 3
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 17 1 0 18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 751 88 38 801
0
0 771 89 38 822
0 1.341 118 68 1.391
Buchwerte
31.12.2020
TEUR
01.01.2021 *)
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Linzenzen an solchen Rechten und Werten 0 42 26
0 42 26
0
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 3 2
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 150 203
0 153 205
0 195 231

*) Zugang aus Aufspaltung Actemium Controlmatic GmbH und Abspaltung Actemium Cegelec GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Actemium Service GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Actemium Service GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Actemium Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2020 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 22. September 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Holger Brauner, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 09.11.2023 festgestellt.

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