Gaisberg Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hartmut Auer seit 21.2.2022 | Geschäftsführer |
Herbert Florian Keilhammer seit 11.2.2020 | Geschäftsführer |
Sonja Schatt-Fritsch seit 9.5.2019 | Geschäftsführer |
Anja Schatt-Steiner seit 13.1.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.25% | |
| 49.25% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Retis Holding GmbHRohrdorf OT ThansauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau1. Grundlagen des Konzerns Die Retis Holding GmbH, die ihren Sitz und ihre Verwaltung in Rohrdorf-Thansau hat, ist die Dachgesellschaft der Retis Holding Gruppe, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1985 im Familienbesitz befindet. Die Hauptaktivität innerhalb der Retis Holding Gruppe findet sich im Teilkonzern Schattdecor SE wieder, der sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Oberflächenprodukten (bedruckte Dekorpapiere, Imprägnierung und Lackierung von Möbelfolien) für Kunden aus der Holzwerkstoff- und Möbelindustrie befasst. Die Schattdecor SE ist eine global tätige Unternehmensgruppe mit Beteiligungen im In- und Ausland. Die Retis Holding GmbH fungiert als Dachgesellschaft, die zudem im Wesentlichen eine Diversifikationsstrategie in den Bereichen Immobilien und sonstige Unternehmensbeteiligungen verfolgt. Die Retis Holding GmbH legt die Strategie für die Unternehmensgruppe fest, deren Erreichung durch verschiedene operative Ziele und geschäftsspezifischer Kennzahlen überwacht wird. Zudem verantwortet sie zusammen mit den operativen Geschäftsführungen der Beteiligungsunternehmen das Führungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumentarium einschließlich des Risikomanagements, wobei die rechtliche Selbstständigkeit und die eigenständige unternehmerische Tätigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt. Die Leitungsorgane dieser Gesellschaften führen ihre Unternehmen im Rahmen der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen, Satzungen und Geschäftsordnungen sowie nach den Regeln der konzernweit geltenden Grundsätze zur Unternehmensführung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom April 2024 wird trotz der globalen Herausforderungen ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,2 % für das Jahr 2023 berichtet, vor allem getrieben durch die Wachstumsmärkte in Asien. Deutlich verhaltener zeigte sich im Vergleich dazu die Entwicklung in Europa mit 0,4 % Wachstum für das Jahr 2023 sowie 0,8 % für das Folgejahr 2024. Insgesamt wurde die Vorjahresprognose des IWF aus dem April 2023 von 2,8 % erfreulicherweise um 0,4 % übertroffen. Rückläufig zeigte sich im Berichtsjahr die weltweite Teuerungsrate mit 6,8%, die im Jahr 2022 noch mit 8,8% angegeben war. Trotz zahlreicher Herausforderungen in den vergangenen Jahren wurde die Weltwirtschaft von einer globalen Rezession verschont, wenngleich die teils sehr unterschiedlichen Auswirkungen in den verschiedenen Weltregionen letztendlich zu einem Umsatzrückgang führten. Zudem besteht unter den Oberflächenspezialisten weiterhin ein Verdrängungswettbewerb aufgrund der weltweit vorhandenen Überkapazitäten. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Retis Holding Gruppe konnte sich im Geschäftsjahr 2023 im Bereich Dekordruck stabil in diesem Marktumfeld präsentieren. Die Druckbetriebsleistung in allen Druckstandorten verblieb mit 91.069 t bzw. 1.362 Mio. qm dabei im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau (Vorjahr 90.778 t bzw. 1.361 Mio. qm). Bei der Produktionsleistung von Melaminfilmen und Finishfolien (Vor-/Post-Imprägnate) war eine leichte Veränderung auf 706 Mio. m 2 (Jahr 2022: 695 Mio. m 2 ) zu registrieren. Die übrigen Gruppenaktivitäten konnten sich trotz des gesamtwirtschaftlichen Hintergrunds ebenfalls gut behaupten: Im Bereich der Immobiliengesellschaften konnte die stabile Entwicklung der Mietumsätze fortgeführt werden. Eine neue Unternehmensbeteiligung wurde im Berichtsjahr erworben. Zudem werden mögliche Neuengagements von Unternehmensinvestitionen fortlaufend geprüft. Im Bereich der Wertpapiere konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Berichtsjahr 2023 um -3,6 % zurückgegangen und belaufen sich nun auf 923,4 Mio. EUR (Vorjahr 957,5 Mio. EUR). Die für das Geschäftsjahr 2023 abgegebene Prognose zu den Umsatzerlösen, die von einem Anstieg im unteren einstelligen Bereich ausging, wurde damit verfehlt. Vor dem Hintergrund der fortlaufenden geopolitischen Themen und Widrigkeiten kann das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 trotzdem als bedingt zufriedenstellend bezeichnet werden. 2.3 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Umsatz- und Ergebnissituation der Gesellschaften der Unternehmensgruppe werden fortlaufend analysiert. Darüber hinaus lenkt und steuert die Geschäftsführung die Retis Holding GmbH auf Basis von finanziellen Leistungsindikatoren. 2.3.1 Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 1.124,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.099,6 Mio. EUR). Der Rückgang bei den immateriellen Vermögensgegenständen stammt - wie bereits im Vorjahr - im wesentlichen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung eines Firmenwerts eines Konzernunternehmens, die aufgrund einer überarbeiteten Mehrjahresplanung vorgenommen wurde. Die Investitionstätigkeit in Sachanlagen der Unternehmensgruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr wieder sichtbar zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (104,9 Mio. EUR) wurden im Jahr 2023 insgesamt 55,4 Mio. EUR in Sachanlagen investiert. Als größte Einzelprojekte hierin können die Fortführung des Baus des neuen Verwaltungsgebäudes am Sitz der Firmenzentrale in Thansau sowie Investitionen in die Gebäudeinfrastruktur zusammen mit einer neuen automatisierten Verpackungslinie in Polen genannt werden. Um möglichen Störungen in der Lieferkette proaktiv zu begegnen, wurde weiter auf eine erhöhte Bevorratung von Rohstoffen gesetzt. Neben dieser Maßnahme haben aber auch gesteigerte Anschaffungs- und Herstellungskosten zu einem insgesamten Anstieg des Vorratsvermögens um 5,6 % auf 237,9 Mio. EUR geführt. Die Vorratsintensität 1 erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Vorräte im Verhältnis zur Bilanzsumme auf 21,2 % (Vorjahr 20,5 %). Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen konnte nach dem Abbau im Vorjahr nun wieder ein Aufbau von 11,7 Mio. EUR auf 179,1 Mio. EUR festgestellt werden. Die Eigenkapitalquote sank leicht von 71,6 % auf 71,3 %. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich aufgrund der Ergebnissituation der Gruppe auf 5,7 Mio. EUR (+ 30,5 %). Ebenso stiegen die Sonstigen Rückstellungen von 21,3 Mio. EUR auf 26,8 Mio. EUR an, wobei sich hier die Entwicklung der erfolgsabhängigen Prämien und Tantiemen weitestgehend verantwortlich zeigte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 10,1 Mio. EUR und belaufen sich nun auf 165,0 Mio. EUR. Insgesamt beträgt der Verschuldungsgrad 40,2 % (Vorjahr: 39,8%). 2.3.2 Finanzlage Die Finanzlage der Unternehmensgruppe stellt sich zum Abschlussstichtag aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung und der vorhandenen liquiden Mittel weiterhin positiv dar. In einigen, für die Unternehmensgruppe relevanten Ländern, insbesondere in Brasilien, Russland und in der Türkei, waren die Devisenmärkte von anhaltenden volatilen Verläufen im abgelaufenen Geschäftsjahr geprägt. Es wird erwartet, dass die Schwankungsbreite anhaltend hoch bleiben könnte. Den Fremdwährungsschwankungen im operativen Geschäft wird weiterhin im Wesentlichen durch sog. Natural Hedging 2 in der Beschaffungs- und Absatzpolitik entgegengewirkt. Die unterjährig verfügbaren Kontokorrentguthaben werden grundsätzlich in Tages- und Festgeldkonten überführt, wenn es wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Hierbei steht neben der Zinsperspektive auch eine zeitnahe Verfügbarkeit der Mittel im Vordergrund. Sofern wirtschaftlich sinnvoll und unter Betrachtung des jeweiligen Zinsniveaus und möglicher Fremdwährungsentwicklungen, werden bei Bedarf Darlehen von Kreditinstituten aufgenommen. Am Ende des Jahres beliefen sich die liquiden Mittel auf 97,4 Mio. EUR (Vorjahr 91,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war maßgeblich vom Rückgang des Periodenergebnisses auf 36,8 Mio. EUR geprägt (Vorjahr 32,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit 51,2 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 103,2 Mio. EUR, wobei sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Investitionen in das Sachanlagevermögen hierfür ursächlich zeigen. Der Abbau der Finanzverbindlichkeiten (-55,5 Mio. EUR) hatte den größten Effekt auf den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-14,4 Mio. EUR). 2.3.3 Ertragslage Im Vorjahresvergleich ging der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Konzernumsatz um -3,6 % auf 923,4 Mio. EUR zurück. Währungskursbereinigt wären Umsatzerlöse in Höhe von 1.013,2 Mio. EUR zu verzeichnen gewesen, was einem Anstieg zum Vorjahr um rd. 5,8 % entsprochen hätte. Die sonstigen betrieblichen Erträge (32,8 Mio. EUR) lagen um -21,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Diese beinhalten - wie bereits im Vorjahr - im Wesentlichen realisierte und unrealisierte Währungskurserträge, deren Anstieg mit ausschlaggebend für die Veränderung waren. Unterjährig durchgeführte Preisreduzierungen auf der Beschaffungsseite für Rohstoffe führten zu einem Rückgang der Materialaufwendungen. Das Rohergebnis reduzierte sich auf 392,4 Mio. EUR. Der Personalaufwand erhöhte sich um 7,3 Mio. EUR auf 121,7 Mio. EUR. Der durchschnittliche Personalbestand ist von 2.694 auf 2.648 Mitarbeiter angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um -8,1 % bzw. 12,7 Mio. EUR auf 143,6 Mio. EUR. Wesentlich zum Rückgang beigetragen haben hier die Veränderungen bei den Aufwendungen für Energie (- 6,9 Mio. EUR) und bei den Frachtkosten (- 1,6 Mio. EUR). Daneben gingen die realisierten und unrealisierten Währungskursverluste um 4,2 Mio. EUR zurück. Das Finanzergebnis veränderte sich von -1,6 Mio. EUR auf -5,5 Mio. EUR. Zusammengefasst ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Konzernjahresüberschuss von 36,8 Mio. EUR nach 32,1 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBITDA 3 beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 127,1 Mio. EUR (Vorjahr 129,9 Mio. EUR). 2.3.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe die Geschäftsentwicklung aufgrund der rückläufigen Nachfrage, der weltweiten Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Folge des Ukraine-Konflikts und dem sich verändernden Zinsniveau als verhalten. Aufgrund des stabilen Jahresergebnis vor Steuern sowie der hohen Eigenkapitalausstattung und der vorhandenen liquiden Mittel ist die Finanzlage der Firmengruppe im Berichtszeitraum als positiv zu bezeichnen. 2.3.5 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsleitung definiert die Umsatzerlöse und das Konzernjahresergebnis (vor Steuern und vor Währungskurseffekten) als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren und hat sich zum Ziel gesetzt, hier ein stetiges und nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Das Ziel bei dem Leistungsindikator Umsatzerlöse wurde verfehlt - hier war ein niedriges einstelliges Wachstum erwartet worden. Der angestrebte Zielkorridor beim Konzernjahresergebnis - hier war ein Anstieg im niedrigen zweistelligen Bereich prognostiziert worden - wurde dagegen mit einer Steigerung von rund 14,9 % übertroffen. 2.3.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den vorrangigen quantitativen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis wird die Unternehmensgruppe auch anhand nachrangiger qualitativer Größen gesteuert. So beschäftigt sich die Geschäftsführung fortlaufend mit dem Ausbau in den Bereichen Personal, Nachhaltigkeit und Umweltschutz und treibt deren Entwicklung aufgrund Erfahrung und unternehmerischen Grundsätzen positiv voran. Grundsätze der Unternehmensführung Für den Erfolg der Unternehmensgruppe ist ein gemeinsames Verständnis des unternehmerischen Handelns Voraussetzung. Das Leitbild der Unternehmensgruppe gibt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit die Richtung und die Ziele vor. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ein entscheidender Faktor für den Geschäftserfolg sind die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in der Gruppe reduzierte sich im Berichtsjahr um 46 Mitarbeiter auf 2.648. Am Stichtag belief sich die Mitarbeiterzahl im Konzern auf 2.680 (Vorjahr 2.659). Die Mitarbeiter leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Täglich bringen sie sich mit ihren Vorstellungen und Ideen in die jeweiligen Tätigkeiten und Arbeitsprozesse ein und tragen damit wesentlich zu Verbesserungen und Innovationen bei. Ziel ist es, weltweit die besten und fähigsten Mitarbeiter zu gewinnen, zu fördern und sie an das Unternehmen zu binden. Nachhaltigkeit "Environmental, Social, Governance" oder kurz "ESG" ist die erstrebenswerte Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Diese Grundeinstellung ist schon seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Unternehmenskultur und spiegelt sich auch in den Unternehmenswerten der Unternehmensgruppe wider. Den Unternehmenswerten kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu; als Leitbilder geben sie Orientierung bei konkreten Entscheidungen im Arbeitsalltag und sind damit die Grundlage für das Handeln und einen langfristigen Unternehmenserfolg, der auf klaren Wertvorstellungen beruht. Nachhaltiges Wirtschaften führt zum Erfolg der strategischen Prioritäten und trägt damit zum langfristigen Wachstum der Unternehmensgruppe bei. Nach innen stärkt verantwortliches und nachhaltiges Wirtschaften die Identifikation der Mitarbeiter mit der Unternehmensgruppe und ihre Motivation. In Zukunft wird das Thema auch ein wesentlicher Vorteil im Wettbewerb um neue Mitarbeiter sein. Entsprechend dem Selbstverständnis als ein verantwortliches Mitglied der Gesellschaft, leistet die Unternehmensgruppe in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Sport finanzielle Unterstützung für eine Vielzahl von Projekten. Umweltschutz Der konsequente Schutz natürlicher Ressourcen sowie der stets wertschätzende Umgang gegenüber Mensch, Natur und Umwelt gehören seit der Gründung im Jahr 1985 zu den zentralen Unternehmenszielen. Ihre Umsetzung wird als wichtige Investition in die Zukunft verstanden. Daher werden beispielsweise ausschließlich umweltverträgliche Druckfarben und Harze eingesetzt. Sie sind praktisch lösungsmittelfrei und schonen die Gesundheit der Mitarbeiter sowie die Umwelt. Die Produktionsstandards der Unternehmensgruppe orientieren sich dabei weltweit an den hohen deutschen Umweltstandards. Bereits heute verfügt jeder Produktionsstandort über einen eigenen Energiebeauftragten. Dieser Verantwortungsbereich wird bis zum Jahr 2024 konsequent durch interne und externe Schulungen um die Belange Umwelt und Nachhaltigkeit erweitert. Eine eigene Organisationseinheit wird gruppenweit die Zielerreichung koordinieren, die gewonnenen Erkenntnisse zusammentragen und mithilfe von regelmäßigen Meetings kommunizieren. Im Bereich Abfallwirtschaft stehen die Vermeidung und die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen im Vordergrund. Für jeden Stoff gilt es, stets die ökologischste und ökonomischste Verwertungsmöglichkeit zu finden. Die Verwertung und Beseitigung erfolgt dabei immer gemäß den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und unter Einhaltung der gültigen Gesetze. 3. Zweigniederlassungsbericht
Die Zweigniederlassung in Głuchołazy, Polen trug im Jahr 2023 einen konsolidierten Umsatz von 88,0 Mio. EUR bei; das Werk in Tjumen, Russland 19,3 Mio. EUR sowie der Standort Lexington 15,0 Mio. EUR. 4. Chancen- und Risikoberichterstattung 4.1 Risikobericht Risikomanagement Das Risikomanagement der Unternehmensgruppe ist integraler Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme sowohl in den einzelnen Gesellschaften als auch auf Konzernebene. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken. Eine entsprechende Dokumentation wird jährlich überarbeitet und spiegelt eine konservative Risikopolitik wider. Ein Compliance-Management-System wurde in Zusammenarbeit mit externen Beratern entwickelt, ein Compliance-Leitfaden wurde an jedem Standort in der jeweiligen Landessprache an alle Mitarbeitenden ausgereicht. Ergänzend wird dieser Bereich bei vielen Gelegenheiten kontinuierlich thematisiert. Durch die weltweite Präsenz der Unternehmensgruppe gelingt es, mögliche Risiken auf den Märkten frühzeitig zu erkennen und, falls notwendig, zielgerichtete Maßnahmen umgehend einzuleiten, um diese für den Konzern zu minimieren. Beschaffung und Absatz Die Unternehmensgruppe sieht sich im Bereich Beschaffung von Rohstoffen Risiken aufgrund von Lieferengpässen sowie Preissteigerungen ausgesetzt. Im Bereich Absatz sieht die Gruppe vor allem Risiken im Zusammenhang mit Produktionsausfällen durch den Ausfall von Mitarbeitenden oder Störungen in den Lieferketten, Absatzschwierigkeiten auf einzelnen Märkten aufgrund der sich rasch ändernden geopolitischen Rahmenbedingungen wie Handelskriegen, politischen Machtverschiebungen, des sich verschärfenden Klimawandels sowie nicht berechenbaren Naturkatastrophen und Pandemien. Die Risiken von Lieferengpässen und dem damit verbundenen Mangel an Rohstoffen, werden aufgrund der Versorgungssicherheit mit Farbe und Rohpapier durch eigene Konzerngesellschaften sowie einer umfangreichen Lagerreichweite als gering angesehen. Durch die Rohstoffversorgung über viele Speditionsunternehmen wird die Funktionalität der Lieferkette als belastbar eingestuft. Risiken auf dem Beschaffungsmarkt aufgrund von Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie sieht die Gruppe ebenfalls als moderat an. Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite werden erkannt und, wo möglich, zeitnah in den Absatz integriert. Durch Schließung von Märkten wird der Eintritt eines Absatzrückgangs aktuell als möglich eingeschätzt. Durch die globale Präsenz der Gruppe können die finanziellen Auswirkungen jedoch durch Konzentration auf andere Märkte kompensiert, und das Risiko von Mindermengen im Absatz dadurch minimiert werden. Produktionsausfälle durch Ausfall von Mitarbeitenden werden grundsätzlich für realistisch gehalten, dem wird durch eine detaillierte Arbeitsplanung entgegengesteuert, sowie kurzfristige Engpässe durch externe Ressourcen kompensiert. Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko) Unter dem Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko) wird die Gefahr verstanden, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommt. Für das Kreditrisiko aus Forderungen wird ein aktives Monitoring betrieben. Forderungen werden soweit wie möglich über einen Kreditversicherer gedeckt. Darüber hinaus werden interne Limits festgelegt und deren Einhaltung laufend überwacht, so dass eine bewusste Steuerung des Kreditrisikos durch die Geschäftsführung möglich ist. Besteht kein Versicherungsschutz und kann auch ein internes Limit nicht eingeräumt werden, so werden vom Kunden Vorauszahlungen gefordert. Das Risiko eines Ausfalls von Forderungen wird daher als begrenzt angesehen. Im Bereich der Immobilien werden die offenen Forderungen durch die jeweiligen Hausverwaltungen laufend überwacht und gegebenenfalls angemahnt. Vor Abschluss eines Mietvertrages werden wirtschaftliche Selbstauskünfte von dem künftigen Vertragspartner angefordert und durch die beauftragten Hausverwaltungen überprüft. Forderungsausfälle in diesem Bereich werden dadurch ebenfalls als begrenzt bewertet. Organisation und Prozesse (operationelles Risiko) Das operationelle Risiko bezeichnet die Möglichkeit von Verlusten, die durch Unangemessenheit oder Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. In der Organisation des internen Kontrollsystems nimmt die Geschäftsleitung der Retis Holding GmbH zusammen mit den Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften eine übergreifende Zuständigkeit auf Konzernebene wahr. Die Firmengruppen-Strukturen sind so aufgestellt, dass in allen Bereichen bei Geschäften, Prozessen und Dienstleistungen die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben, die Einhaltung von Sanktionsvorgaben, die Prävention von Geldwäsche kontrolliert und aufgedeckt werden können. Rechtliche und wirtschaftliche Risiken sehen wir dadurch minimiert. Das durchgehend etablierte Vieraugenprinzip wird sowohl intern als auch extern angewendet und minimiert die Prozessrisiken. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen in Verbindung mit der Begrenzung von Zugriffsberechtigungen wird in den Rechnungslegungssystemen eine Aufgabentrennung zwischen Eingaben von Vorgängen sowie deren Prüfung und Freigabe sichergestellt. Prozessdokumentationen der operativen Abschlussprozesse gewährleisten, dass wichtige Aufgaben - etwa die Abstimmung von Forderungen und Verbindlichkeiten durch Saldenbestätigungen - klar zugeordnet sind. Strikte Zeichnungsberechtigungen im Rahmen der Autorisierung von Verträgen, Gutschriften und Ähnlichem werden angewendet. Finanzen In der Unternehmensgruppe werden keine Finanz- oder Sicherungsinstrumente eingesetzt, die nach Art und Umfang zu einem Risiko für die Unternehmensgruppe führen könnten. Die Liquiditätslage der Beteiligungsunternehmen wird regelmäßig überwacht, zum einen durch einen wöchentlich festgestellten Liquiditätsstatus, zum anderen durch eine regelmäßig aktualisierte Finanzplanung. Grundsätzlich sieht sich die Unternehmensgruppe mit Risiken aus Währungskursschwankungen konfrontiert, denen mit dem reduzierten Einsatz von Fremdwährungen im Ein- und Verkauf, der Verwendung von Natural Hedging in der Beschaffungs- und Absatzpolitik sowie dem Vorhalten nur geringer Fremdwährungspositionen begegnet wird. Durch die laufende Beobachtung der Devisenkursverläufe, einer engen Abstimmung der Finanzverantwortlichen in der Unternehmensgruppe und durch kontinuierliche Analysen externer Währungsprognosen werden stetig die Währungskursschwankungen verfolgt. Dadurch ist der Konzern in der Lage, kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren. Die Unternehmensgruppe ist darüber hinaus keinen nennenswerten Forderungsausfall-, Liquiditätsrisiken oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. 4.2 Chancenbericht Produkt- und Serviceportfolio, Internationalisierung, Arbeitskultur und Prozesse sind die vier Säulen der Gruppenstrategie. In diesem Bewusstsein werden auch in Zukunft eine optimale Arbeitsstruktur, ein breitgefächertes Produktportfolio, globales Wachstum und effiziente Strukturen angestrebt. Im Rahmen der bereits Ende des Geschäftsjahres 2022 angelaufenen Initiative "Save Smart" konnten diverse Maßnahmen für weite Teile des Konzerns identifiziert werden, um Höhe und Struktur der Kosten in der Unternehmensgruppe zu optimieren. Insgesamt stehen die Produkte der Retis Holding Gruppe immer vor dem Hintergrund der Qualitätsführerschaft auf dem Gebiet des Dekordrucks, was unserer Ansicht nach unsere Position am Markt weiterhin festigen und stärken wird. Der unverändert hohe Bedarf an Wohnfläche bestätigt die bisherige strategische Ausrichtung im Sektor Immobilien. Ankaufsobjekte und Investitionsmöglichkeiten werden fortlaufend geprüft. 4.3 Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken Die Unternehmensgruppe legt Wert auf ein ganzheitliches Risikomanagementsystem und stellt die Überwachung sowie eine frühzeitige Erkennung und Steuerung der Risiken sicher. Das Geschäftsjahr 2023 der Retis Holding Gruppe wurde weiterhin von multiplen Krisen (Pandemie, Störungen der Lieferkette, Ukraine-Krieg, Inflation, Energieversorgungsengpässe und Energiekostenanstieg sowie Fachkräftemangel) negativ beeinflusst. Aufgrund der hiermit verbundenen dynamischen Entwicklung, kann das Risiko für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage nach wie vor nicht abschließend beurteilt werden. Gesellschafter, Geschäftsführung und Mitarbeiter werden weiterhin alles in ihrem Einfluss Mögliche umsetzen, um die Risiken soweit wie möglich vom Unternehmen als auch von sich selbst abzuwenden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes sind unter Berücksichtigung der aktuellen Lage außer den vorgehend beschriebenen Risiken keine weiteren Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. 5. Prognosebericht In seinem World Economic Outlook vom April 2024 sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) die Aussichten für die Weltwirtschaft auf stabilem Niveau. Demnach verbleibt das globale Wachstum in den Jahren 2023 und 2024 auf einem Wert von 3,2 %, wobei sich die Entwicklungen in die einzelnen Weltregionen teilweise deutlich voneinander unterscheiden. Während der IWF für den Euro-Raum nur ein moderates Wachstum von 0,8% für das Jahr 2024 erwartet, sieht es bei den Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem vorhergesagten Wachstum von 4,2 % deutlich besser aus. Für 2024 rechnet der IWF weltweit mit einer Teuerungsrate von im Schnitt 5,9 %. Im darauffolgenden Jahr soll sie dann bei 4,5 % liegen, wobei sich aber auch hier deutliche Unterschiede im globalen Kontext zeigen. Eine zunehmende geopolitische Fragmentierung könnte mit Blick auf Lieferketten sowohl ein geringeres Wachstum als auch eine höhere Inflation zur Folge haben, was letztendlich zu einer rückläufige Mengen- und Umsatzentwicklung führen kann. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt daher weiterhin, die vorhandenen Kernkompetenzen zu nutzen und wichtige Impulse zu setzen, um die wirtschaftlichen Effekte in einer wirtschaftlich und politisch volatilen Zeit abzumildern. Durch die in der Geschäftsleitung verankerte Strategie zur weiteren Digitalisierung von Prozessen, Erweiterung des Produkt- und Serviceportfolios, Internationalisierung und Ausbau der Arbeitskultur haben alle Mitarbeitenden hierfür klare Ziele vor Augen. Die verschiedenen Weltregionen werden aufgrund der genannten globalen Herausforderungen bis auf weiteres unterschiedlich stark beeinflusst werden. Die Umsatzerlöse 2024 werden in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Für das Konzernjahresergebnis (vor Steuern und vor Währungskurseffekten) erwarten einen leichten Anstieg im einstelligen Prozentbereich.
Rohrdorf-Thansau, den 11. September 2024 Die Geschäftsführer der Retis Holding GmbH gez. Anja Schatt-Steiner gez. Sonja Schatt-Fritsch gez. Hartmut Auer gez. Herbert Keilhammer Aktiva
1 Vorräte / Bilanzsumme
Konzern - Gewinn - und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau1. Allgemeine Angaben Die Retis Holding GmbH (kurz: "Retis Holding") erstellt als Mutterunternehmen für die in Anlage B zu diesem Anhang aufgeführten verbundenen Unternehmen einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023. Das Mutterunternehmen, die Retis Holding GmbH, wird unter der Nummer HRB 14155 des Amtsgerichts Traunstein geführt. Sitz der Gesellschaft ist in Rohrdorf-Thansau. Der Konzernabschluss der Retis Holding GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB sowie unter ergänzender Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Einzelne Posten in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen wir nach dem Gesamtkostenverfahren auf. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht gesondert vermerkt - in Tausend Euro (TEUR). 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der Retis Holding GmbH sieben (Vorjahr: acht) deutsche Tochterunternehmen und elf (Vorjahr: elf) ausländische Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB einbezogen. Alle einbezogenen Tochterunternehmen stehen unter dem beherrschenden Einfluss der Retis Holding GmbH, die direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Beteiligungsunternehmen Huanggang Saintdecor Co., Ltd., Wuhan/China ("Saintdecor"), Kingdecor (Zhejiang) Co. Ltd., Quzhou/China ("Kingdecor"), Fine Decor GmbH, Oelde ("Fine Decor") und RHS Immobilien GmbH, Bielefeld ("RHS") wurden, wie im Vorjahr, gem. § 310 HGB entsprechend der Beteiligungsquote von 50 % in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzern beinhaltet drei (Vorjahr: drei) assoziierte Unternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB. Ein Tochterunternehmen (Vorjahr: eins) wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Darüber hinaus wurde zwei weitere Gemeinschaftsunternehmen (Vorjahr: zwei) sowie vier (Vorjahr: drei) assoziierte Unternehmen gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht at-Equity einbezogen, da sie jeweils für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Sie sind zu Anschaffungskosten im Finanzanlagevermögen enthalten. Auf die Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB bezüglich Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres dieser Unternehmen wurde in Anwendung des § 313 Abs. 3 Satz 3 HGB verzichtet. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Retis Holding Konzerns ist diesem Konzernanhang als Anlage B beigefügt. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach § 301 Abs. 1 HGB durch Neubewertung und Verrechnung mit Anteilen der Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden der Tochterunternehmen mit dem Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Daraus ergab sich ein Passivischer Unterschiedsbetrag, welcher aufgrund seines Ursprungs teilweise in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. Die stillen Reserven, die bei der Ermittlung der Zeitwerte des Teilkonzerns der Schattdecor SE (vormals schattdecor AG) im Rahmen der Neubewertung per 31. Dezember 2012 erstmalig aufgedeckt wurden, sowie die passiven latenten Steuern auf diese aufgedeckten stillen Reserven, entwickelten sich wie folgt:
Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital. 4. Währungsumrechnung Bei Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital, mit Ausnahme des Jahresergebnisses, wird zu historischen Kursen umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge sowie das Jahresergebnis mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden nach den einheitlichen Regelungen für die Bilanzierung und Bewertung des Retis Holding Konzern zum Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Nach den handelsrechtlichen Regelungen ist die Türkei zum Abschlussstichtag 31.12.2023 als Hochinflationsland eingestuft. Im Einklang mit DRS 25 wurde eine Indexierung der türkischen nichtmonetären Bilanzwerte sowie des Eigenkapitals zum 01.01.2023 durchgeführt, welche zu einem Effekt in Höhe von TEUR 23.998 führte und erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. Der Effekt aus der Indexierung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 2.517 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter der Position "Ergebnis aus Hyperinflationsanpassungen" gezeigt. Die Werte der türkischen Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2023 wurden mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,219097 indexiert, unter der Annahme der gleichmäßigen Entwicklung über das Geschäftsjahr hinweg. Zum 31.12.2023 wurden, abweichend vom § 308a HGB, sowohl die Bilanz- als auch die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung aus der Türkei, zum Stichtagskurs umgerechnet. Daraus resultierende Differenzen zwischen Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital wurden mit der Gewinnrücklage verrechnet. Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt über Zeiträume zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die individuelle Nutzungsdauer bestimmt sich insbesondere nach der erwarteten Lebensdauer der Produkte sowie der Wachstumsraten der Oberflächenveredelungsbranche in den jeweiligen Märkten. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die Nutzungsdauern der Firmenwerte entsprechen dem zum Anschaffungszeitpunkt geschätzten Nutzen der Transaktionen. Diese Einschätzung wird jährlich überprüft; zum Abschlussstichtag sind keine objektiven Gründe bekannt geworden, welche dieser Beurteilung entgegenstehen. Die Restnutzungsdauern der bilanzierten Firmenwerte liegen zwischen sieben und neun Jahren. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der SD Brasilien, SD Inc. (Niederlassung Lexington) und SD Malaysia wurden in den Vorjahren und im aktuellen Geschäftsjahr Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 7.592 gebildet. Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte sind im als Anlage A beigefügten Konzern-Anlagespiegel dargestellt. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß ihren betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die zwischen 3 und 33 Jahren liegen. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie gegebenenfalls Kostenminderungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen beinhalten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen bzw. der Anlagen im Bau erfolgte zum Nominalwert bzw. zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. Von der Möglichkeit der Vollabsetzung der geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 wird Gebrauch gemacht. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. die darin enthaltenen Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Ausleihungen in fremder Währung werden darüber hinaus zum Bilanzstichtag mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - zu niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Soweit erforderlich, erfolgten Absetzungen für Verwertungsrisiken. Unterwegs befindliche Waren sind im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt worden. Die Herstellungskosten bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen umfassen gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Sofern erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Markt- bzw. Verkaufspreis oder beizulegenden Wert vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte zum Nominalwert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge einbezogen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, deren Prozentsatz auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruht. Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert, Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs unter Berücksichtigung des § 256a HGB angesetzt. Die Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung sind in der Höhe, in der Ausgaben des Berichtsjahres nachfolgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind, angesetzt. Passiva Der unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesene Passivische Unterschiedsbetrag, der sich aus den im Erstkonsolidierungszeitpunkt des Teilkonzerns Schattdecor SE aufgedeckten stillen Reserven auf Vermögensgegenstände abzüglich der darauf gebildeten passiven latenten Steuern ergab, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 781 (Vorjahr: TEUR 10.649) erfolgswirksam aufgelöst. Er wird in den Folgejahren weiterhin planmäßig aufgelöst werden. Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages passiviert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2023 je nach Restlaufzeit zwischen 0,99 % p.a. (1 Jahr) und 1,77 % p.a. (25 Jahre). Rückstellungen für Vorruhestandsregelungen werden maschinell und unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze sowie des BilMoG berechnet. Dabei wurden als Rechnungszins 1,07 % p.a. gemäß RückAbzinsV (Restlaufzeit 3 Jahre), für künftige Gehaltssteigerungen 0,00 % p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Auf eine entsprechende Abzinsung bei der Ermittlung der Rückstellung wurde verzichtet, sofern im Einzelfall die Restlaufzeit der Altersteilzeitverpflichtung zum Bilanzstichtag nicht länger als 12 Monate beträgt. Die Bildung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt für 10- bzw. 25-jährige Dienstjubiläen. Die Berechnung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, wobei eine langfristige Gehaltssteigerungsrate von 1,0 % p.a. zu Grunde gelegt wurde. Der langfristige Anteil der Verpflichtungen wird mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Der durchschnittlich verwandte Zinssatz lag bei den 10-jährigen Dienstjubiläen bei 1,23 % p.a., bei den 25-jährigen Dienstjubiläen bei 1,54 % p.a. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Verbindlichkeiten in fremder Währung sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag passiviert. Im Konzernabschluss werden latente Steuern auf sich im Zeitablauf umkehrende Ergebnisunterschiede aus der Zwischenergebniseliminierung sowie auf temporäre Unterschiede aus der Bewertung nach konzerneinheitlichen Standards und steuerlichen Grundsätzen gebildet. Für die Berechnung wird der Durchschnitt (23,9 %; Vorjahr: 23,6 %) der landesspezifischen Steuersätze des jeweiligen konsolidierten Unternehmens zugrunde gelegt (gem. § 306 Satz 5 i.V.m. 274 Abs. 2 HGB). Der bei der Retis Holding GmbH unterstellte Unternehmenssteuersatz nach § 274 Abs. 2 HGB betrug zum 31. Dezember 2023 26,33 %. Aktive und passive latente Steuern nach § 274 und § 306 HGB werden in der Konzernbilanz zusammengefasst und saldiert ausgewiesen. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse werden bei Auslieferung der Waren beziehungsweise bei Erbringung der Leistungen realisiert. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bemessen. Risiken aus der Rücknahme von Waren und aufgrund von Gewährleistungen oder sonstigen Reklamationen werden zum Bilanzstichtag pauschal in Bezugnahme der Betriebsleistung zurückgestellt. Zinsen, sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge werden zeitanteilig mit dem Betrag, der auf das Geschäftsjahr entfällt, als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. 6. Bilanzerläuterungen Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage A zum Konzernanhang dargestellt. Umlaufvermögen Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 69 enthalten (Vorjahr: TEUR 72). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 815 (Vorjahr: TEUR 1.018) eine Restlaufzeit von über einem Jahr; sie betreffen zum Abschlussstichtag Kautionen und Steuerforderungen. Aktive latente Steuern Die zum Abschlussstichtag per Saldo angesetzten aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen. Diese betreffen im Wesentlichen unterschiedliche Wertansätze beim Vorrats- und Anlagevermögen, bei den Rückstellungen und bei den Forderungen. Daneben sind latente Steuern auf die Unterschiede aus erfolgswirksamen Konsolidierungsvorgängen sowie auf Anpassungen an die konzerneinheitliche Bewertung in den Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen enthalten. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.
Die zum Konzernabschlussstichtag ausgewiesenen aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Aufdeckung stiller Reserven in Höhe von TEUR 4.026 im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Schattdecor SE zum 31. Dezember 2012. Sie werden im Zeitverlauf analog der Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände aufgelöst, auf welche die stillen Reserven entfallen sind. Weitere Veränderungen ergeben sich aus den einzelnen Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Retis Holding GmbH beträgt TEUR 1.100 und ist vollständig einbezahlt. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Bei den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen der Retis Holding GmbH. Diese setzen sich aus den Ergebnissen aus Vorjahren der Retis Holding GmbH abzüglich erfolgter Gewinnausschüttungen in Vorjahren an die Gesellschafter der Retis Holding GmbH zusammen. Rückstellungen
Der Anstieg der Steuerrückstellungen betrifft hauptsächlich die Schattdecor Türkei sowie Kingdecor. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (hauptsächlich Sondervergütungen, Urlaubs- und Jubiläumsverpflichtungen), Reklamationen und Gewährleistungen sowie sonstige Risiken. Verbindlichkeiten
-- 1 Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 1.327 (Vorjahr: TEUR 1.316) Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen. 7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Netto-Umsatzerlöse (inkl. Erlösschmälerungen) werden wie in den Vorjahren überwiegend in dem Geschäftsfeld "Druck und Papier" erzielt und verteilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Periodenfremde Erträge ergaben sich aus Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 433 (Vorjahr: TEUR 1.231). Ferner fielen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 23.059 (Vorjahr: TEUR 28.436) an, davon sind TEUR 9.794 den unrealisierten Erträgen aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 11.666) zuzuordnen. Aus der planmäßigen Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung entstanden Erträge in Höhe von TEUR 781 (Vorjahr: TEUR 10.649). Materialaufwand
Im Materialaufwand sind TEUR 1.339 Aufwendungen aus Vermietung und Verpachtung enthalten. Personalaufwand
Abschreibungen In den Abschreibungen ist eine außerplanmäßige Abschreibung eines Firmenwerts in Höhe von TEUR 13.522 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Frachtkosten, Instandhaltungsaufwendungen, Kosten für Energie sowie Vertriebsaufwendungen ausgewiesen. Aus der Währungsumrechnung resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 18.678 (Vorjahr: TEUR 22.893). Finanzergebnis
Hierin sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 889 (Vorjahr: TEUR 850) und Erträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten per saldo einen Steuerertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.434 (Vorjahr: TEUR 3.609). 8. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Bürgschaften bestehen am Bilanzstichtag - wie zum Vorjahresstichtag - keine Eventualverpflichtungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen bis zu den jeweiligen Vertragsbeendigungen insgesamt in Höhe von TEUR 3.796 (Vorjahr: TEUR 4.377). Im Wesentlichen sind Verpflichtungen aus einem Mietvertrag für einen Teil des Betriebsgrundstückes der Schattdecor SE mit TEUR 2.896 in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Laufzeit bis 31. Dezember 2027) enthalten. ErgebnisverwendungsvorschlagHinsichtlich der Verwendung des Jahresüberschusses des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2023 von EUR 23.025.000,00 wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, diesen vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. Mitarbeiter Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende):
Von diesen Mitarbeitern sind bei den anteilsmäßig konsolidierten Unternehmen Kingdecor, Saintdecor, Fine Decor und RHS beschäftigt:
Diese Zahlen entsprechen 50 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmer von Kingdecor, Saintdecor, Fine Decor und RHS. Honorar des Konzernabschlussprüfers Für den Konzernabschlussprüfer Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, sind im Geschäftsjahr 2023 folgende Aufwendungen angefallen:
Nachtragsbericht Es sind nach dem Stichtag 31. Dezember 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Gesamtbezüge Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.187. Angaben nach § 264 Abs. 3 HGB Die Tochterunternehmen Schattdecor SE, Rohrdorf-Thansau, und Pyrus Panels GmbH, Bad Aibling, machen für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 von den Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und sind daher insbesondere von der Verpflichtung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 befreit. Angaben nach § 264b HGB Die Tochterunternehmen Cardona Immobilien GmbH & Co. KG, Servator Immobilien GmbH & Co. KG, Tesoro Immobilien GmbH & Co. KG, Gaisberg Immobilien GmbH & Co. KG, Pyrus GmbH & Co. KG und Grießenbach Immobilien GmbH & Co. KG, alle mit Sitz in Rohrdorf, machen für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB Gebrauch und sind daher insbesondere von der Verpflichtung zur Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2023 befreit. Geschäftsführung: Herr Walter Schatt, Neubeuern Kaufmann (bis 04.10.2023) Frau Anja Schatt-Steiner, Neubeuern Diplom-Betriebswirtin (FH) Frau Sonja Schatt-Fritsch, Neubeuern Diplom-Kauffrau Herr Herbert Keilhammer, München Kaufmann Herr Hartmut Auer, Riedering Diplom-Kaufmann (FH)
Rohrdorf-Thansau, den 11. September 2024 Die Geschäftsführer der Retis Holding GmbH gez. Anja Schatt-Steiner gez. Sonja Schatt-Fritsch gez. Hartmut Auer gez. Herbert Keilhammer
Konsolidierungskreis der Retis Holding GmbH zum 31.12.2023Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31.12.2023 die Retis Holding GmbH sowie sieben inländische und elf ausländische Tochterunternehmen, bei denen die Retis Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Zudem sind zwei inländische und zwei ausländisches Gemeinschaftsunternehmen mit Prozentquoten konsolidiert.
Devisenkassamittelkurse zum 31.12.2023
Jahresdurchschnittskurse 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau
Der Finanzmittelfonds besteht zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, ausschließlich aus liquiden Mitteln.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 11. September 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Hager, Wirtschaftsprüfer gez. Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer |
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