Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 14155
Vorher
schattdecor Beteiligungs GmbHSchatt Holding GmbH
Eingetragen
7.2.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der Erwerb, der Besitz, die Führung und Verwaltung von Unternehmen- und Unternehmensbeteiligungen aller Art sowie die Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Hartmut Auer
seit 21.2.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Anja Schatt-Steiner
seit 13.1.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sonja Schatt-Fritsch
83115 Neubeuern
541.750 €
49.25%
Anja Schatt-Steiner
83115 Neubeuern
541.750 €
49.25%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Retis Holding GmbH

Rohrdorf OT Thansau

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau

1. Grundlagen des Konzerns

Die Retis Holding GmbH, die ihren Sitz und ihre Verwaltung in Rohrdorf-Thansau hat, ist die Dachgesellschaft der Retis Holding Gruppe, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1985 im Familienbesitz befindet.

Die Hauptaktivität innerhalb der Retis Holding Gruppe findet sich im Teilkonzern Schattdecor SE wieder, der sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Oberflächenprodukten (bedruckte Dekorpapiere, Imprägnierung und Lackierung von Möbelfolien) für Kunden aus der Holzwerkstoff- und Möbelindustrie befasst. Die Schattdecor SE ist eine global tätige Unternehmensgruppe mit Beteiligungen im In- und Ausland.

Die Retis Holding GmbH fungiert als Dachgesellschaft, die zudem im Wesentlichen eine Diversifikationsstrategie in den Bereichen Immobilien und sonstige Unternehmensbeteiligungen verfolgt.

Die Retis Holding GmbH legt die Strategie für die Unternehmensgruppe fest, deren Erreichung durch verschiedene operative Ziele und geschäftsspezifischer Kennzahlen überwacht wird. Zudem verantwortet sie zusammen mit den operativen Geschäftsführungen der Beteiligungsunternehmen das Führungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumentarium einschließlich des Risikomanagements, wobei die rechtliche Selbstständigkeit und die eigenständige unternehmerische Tätigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt. Die Leitungsorgane dieser Gesellschaften führen ihre Unternehmen im Rahmen der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen, Satzungen und Geschäftsordnungen sowie nach den Regeln der konzernweit geltenden Grundsätze zur Unternehmensführung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom April 2024 wird trotz der globalen Herausforderungen ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,2 % für das Jahr 2023 berichtet, vor allem getrieben durch die Wachstumsmärkte in Asien. Deutlich verhaltener zeigte sich im Vergleich dazu die Entwicklung in Europa mit 0,4 % Wachstum für das Jahr 2023 sowie 0,8 % für das Folgejahr 2024.

Insgesamt wurde die Vorjahresprognose des IWF aus dem April 2023 von 2,8 % erfreulicherweise um 0,4 % übertroffen.

Rückläufig zeigte sich im Berichtsjahr die weltweite Teuerungsrate mit 6,8%, die im Jahr 2022 noch mit 8,8% angegeben war.

Trotz zahlreicher Herausforderungen in den vergangenen Jahren wurde die Weltwirtschaft von einer globalen Rezession verschont, wenngleich die teils sehr unterschiedlichen Auswirkungen in den verschiedenen Weltregionen letztendlich zu einem Umsatzrückgang führten.

Zudem besteht unter den Oberflächenspezialisten weiterhin ein Verdrängungswettbewerb aufgrund der weltweit vorhandenen Überkapazitäten.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Retis Holding Gruppe konnte sich im Geschäftsjahr 2023 im Bereich Dekordruck stabil in diesem Marktumfeld präsentieren.

Die Druckbetriebsleistung in allen Druckstandorten verblieb mit 91.069 t bzw. 1.362 Mio. qm dabei im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau (Vorjahr 90.778 t bzw. 1.361 Mio. qm).

Bei der Produktionsleistung von Melaminfilmen und Finishfolien (Vor-/Post-Imprägnate) war eine leichte Veränderung auf 706 Mio. m 2 (Jahr 2022: 695 Mio. m 2 ) zu registrieren.

Die übrigen Gruppenaktivitäten konnten sich trotz des gesamtwirtschaftlichen Hintergrunds ebenfalls gut behaupten:

Im Bereich der Immobiliengesellschaften konnte die stabile Entwicklung der Mietumsätze fortgeführt werden.

Eine neue Unternehmensbeteiligung wurde im Berichtsjahr erworben. Zudem werden mögliche Neuengagements von Unternehmensinvestitionen fortlaufend geprüft.

Im Bereich der Wertpapiere konnte ein positives Ergebnis erzielt werden.

Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Berichtsjahr 2023 um -3,6 % zurückgegangen und belaufen sich nun auf 923,4 Mio. EUR (Vorjahr 957,5 Mio. EUR).

Die für das Geschäftsjahr 2023 abgegebene Prognose zu den Umsatzerlösen, die von einem Anstieg im unteren einstelligen Bereich ausging, wurde damit verfehlt.

Vor dem Hintergrund der fortlaufenden geopolitischen Themen und Widrigkeiten kann das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 trotzdem als bedingt zufriedenstellend bezeichnet werden.

2.3 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Umsatz- und Ergebnissituation der Gesellschaften der Unternehmensgruppe werden fortlaufend analysiert. Darüber hinaus lenkt und steuert die Geschäftsführung die Retis Holding GmbH auf Basis von finanziellen Leistungsindikatoren.

2.3.1 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 1.124,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.099,6 Mio. EUR).

Der Rückgang bei den immateriellen Vermögensgegenständen stammt - wie bereits im Vorjahr - im wesentlichen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung eines Firmenwerts eines Konzernunternehmens, die aufgrund einer überarbeiteten Mehrjahresplanung vorgenommen wurde.

Die Investitionstätigkeit in Sachanlagen der Unternehmensgruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr wieder sichtbar zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (104,9 Mio. EUR) wurden im Jahr 2023 insgesamt 55,4 Mio. EUR in Sachanlagen investiert.

Als größte Einzelprojekte hierin können die Fortführung des Baus des neuen Verwaltungsgebäudes am Sitz der Firmenzentrale in Thansau sowie Investitionen in die Gebäudeinfrastruktur zusammen mit einer neuen automatisierten Verpackungslinie in Polen genannt werden.

Um möglichen Störungen in der Lieferkette proaktiv zu begegnen, wurde weiter auf eine erhöhte Bevorratung von Rohstoffen gesetzt. Neben dieser Maßnahme haben aber auch gesteigerte Anschaffungs- und Herstellungskosten zu einem insgesamten Anstieg des Vorratsvermögens um 5,6 % auf 237,9 Mio. EUR geführt.

Die Vorratsintensität 1 erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Vorräte im Verhältnis zur Bilanzsumme auf 21,2 % (Vorjahr 20,5 %).

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen konnte nach dem Abbau im Vorjahr nun wieder ein Aufbau von 11,7 Mio. EUR auf 179,1 Mio. EUR festgestellt werden.

Die Eigenkapitalquote sank leicht von 71,6 % auf 71,3 %.

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich aufgrund der Ergebnissituation der Gruppe auf 5,7 Mio. EUR (+ 30,5 %). Ebenso stiegen die Sonstigen Rückstellungen von 21,3 Mio. EUR auf 26,8 Mio. EUR an, wobei sich hier die Entwicklung der erfolgsabhängigen Prämien und Tantiemen weitestgehend verantwortlich zeigte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 10,1 Mio. EUR und belaufen sich nun auf 165,0 Mio. EUR. Insgesamt beträgt der Verschuldungsgrad 40,2 % (Vorjahr: 39,8%).

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzlage der Unternehmensgruppe stellt sich zum Abschlussstichtag aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung und der vorhandenen liquiden Mittel weiterhin positiv dar.

In einigen, für die Unternehmensgruppe relevanten Ländern, insbesondere in Brasilien, Russland und in der Türkei, waren die Devisenmärkte von anhaltenden volatilen Verläufen im abgelaufenen Geschäftsjahr geprägt. Es wird erwartet, dass die Schwankungsbreite anhaltend hoch bleiben könnte. Den Fremdwährungsschwankungen im operativen Geschäft wird weiterhin im Wesentlichen durch sog. Natural Hedging 2 in der Beschaffungs- und Absatzpolitik entgegengewirkt.

Die unterjährig verfügbaren Kontokorrentguthaben werden grundsätzlich in Tages- und Festgeldkonten überführt, wenn es wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Hierbei steht neben der Zinsperspektive auch eine zeitnahe Verfügbarkeit der Mittel im Vordergrund.

Sofern wirtschaftlich sinnvoll und unter Betrachtung des jeweiligen Zinsniveaus und möglicher Fremdwährungsentwicklungen, werden bei Bedarf Darlehen von Kreditinstituten aufgenommen.

Am Ende des Jahres beliefen sich die liquiden Mittel auf 97,4 Mio. EUR (Vorjahr 91,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war maßgeblich vom Rückgang des Periodenergebnisses auf 36,8 Mio. EUR geprägt (Vorjahr 32,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit 51,2 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 103,2 Mio. EUR, wobei sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Investitionen in das Sachanlagevermögen hierfür ursächlich zeigen. Der Abbau der Finanzverbindlichkeiten (-55,5 Mio. EUR) hatte den größten Effekt auf den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-14,4 Mio. EUR).

2.3.3 Ertragslage

Im Vorjahresvergleich ging der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Konzernumsatz um -3,6 % auf 923,4 Mio. EUR zurück. Währungskursbereinigt wären Umsatzerlöse in Höhe von 1.013,2 Mio. EUR zu verzeichnen gewesen, was einem Anstieg zum Vorjahr um rd. 5,8 % entsprochen hätte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (32,8 Mio. EUR) lagen um -21,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Diese beinhalten - wie bereits im Vorjahr - im Wesentlichen realisierte und unrealisierte Währungskurserträge, deren Anstieg mit ausschlaggebend für die Veränderung waren.

Unterjährig durchgeführte Preisreduzierungen auf der Beschaffungsseite für Rohstoffe führten zu einem Rückgang der Materialaufwendungen. Das Rohergebnis reduzierte sich auf 392,4 Mio. EUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 7,3 Mio. EUR auf 121,7 Mio. EUR. Der durchschnittliche Personalbestand ist von 2.694 auf 2.648 Mitarbeiter angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um -8,1 % bzw. 12,7 Mio. EUR auf 143,6 Mio. EUR. Wesentlich zum Rückgang beigetragen haben hier die Veränderungen bei den Aufwendungen für Energie (- 6,9 Mio. EUR) und bei den Frachtkosten (- 1,6 Mio. EUR). Daneben gingen die realisierten und unrealisierten Währungskursverluste um 4,2 Mio. EUR zurück.

Das Finanzergebnis veränderte sich von -1,6 Mio. EUR auf -5,5 Mio. EUR.

Zusammengefasst ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Konzernjahresüberschuss von 36,8 Mio. EUR nach 32,1 Mio. EUR im Vorjahr.

Das EBITDA 3 beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 127,1 Mio. EUR (Vorjahr 129,9 Mio. EUR).

2.3.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe die Geschäftsentwicklung aufgrund der rückläufigen Nachfrage, der weltweiten Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Folge des Ukraine-Konflikts und dem sich verändernden Zinsniveau als verhalten. Aufgrund des stabilen Jahresergebnis vor Steuern sowie der hohen Eigenkapitalausstattung und der vorhandenen liquiden Mittel ist die Finanzlage der Firmengruppe im Berichtszeitraum als positiv zu bezeichnen.

2.3.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung definiert die Umsatzerlöse und das Konzernjahresergebnis (vor Steuern und vor Währungskurseffekten) als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren und hat sich zum Ziel gesetzt, hier ein stetiges und nachhaltiges Wachstum zu erreichen.

Das Ziel bei dem Leistungsindikator Umsatzerlöse wurde verfehlt - hier war ein niedriges einstelliges Wachstum erwartet worden. Der angestrebte Zielkorridor beim Konzernjahresergebnis - hier war ein Anstieg im niedrigen zweistelligen Bereich prognostiziert worden - wurde dagegen mit einer Steigerung von rund 14,9 % übertroffen.

2.3.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den vorrangigen quantitativen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis wird die Unternehmensgruppe auch anhand nachrangiger qualitativer Größen gesteuert. So beschäftigt sich die Geschäftsführung fortlaufend mit dem Ausbau in den Bereichen Personal, Nachhaltigkeit und Umweltschutz und treibt deren Entwicklung aufgrund Erfahrung und unternehmerischen Grundsätzen positiv voran.

Grundsätze der Unternehmensführung

Für den Erfolg der Unternehmensgruppe ist ein gemeinsames Verständnis des unternehmerischen Handelns Voraussetzung. Das Leitbild der Unternehmensgruppe gibt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit die Richtung und die Ziele vor.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ein entscheidender Faktor für den Geschäftserfolg sind die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in der Gruppe reduzierte sich im Berichtsjahr um 46 Mitarbeiter auf 2.648. Am Stichtag belief sich die Mitarbeiterzahl im Konzern auf 2.680 (Vorjahr 2.659).

Die Mitarbeiter leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Täglich bringen sie sich mit ihren Vorstellungen und Ideen in die jeweiligen Tätigkeiten und Arbeitsprozesse ein und tragen damit wesentlich zu Verbesserungen und Innovationen bei. Ziel ist es, weltweit die besten und fähigsten Mitarbeiter zu gewinnen, zu fördern und sie an das Unternehmen zu binden.

Nachhaltigkeit

"Environmental, Social, Governance" oder kurz "ESG" ist die erstrebenswerte Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Diese Grundeinstellung ist schon seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Unternehmenskultur und spiegelt sich auch in den Unternehmenswerten der Unternehmensgruppe wider. Den Unternehmenswerten kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu; als Leitbilder geben sie Orientierung bei konkreten Entscheidungen im Arbeitsalltag und sind damit die Grundlage für das Handeln und einen langfristigen Unternehmenserfolg, der auf klaren Wertvorstellungen beruht.

Nachhaltiges Wirtschaften führt zum Erfolg der strategischen Prioritäten und trägt damit zum langfristigen Wachstum der Unternehmensgruppe bei. Nach innen stärkt verantwortliches und nachhaltiges Wirtschaften die Identifikation der Mitarbeiter mit der Unternehmensgruppe und ihre Motivation. In Zukunft wird das Thema auch ein wesentlicher Vorteil im Wettbewerb um neue Mitarbeiter sein.

Entsprechend dem Selbstverständnis als ein verantwortliches Mitglied der Gesellschaft, leistet die Unternehmensgruppe in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Sport finanzielle Unterstützung für eine Vielzahl von Projekten.

Umweltschutz

Der konsequente Schutz natürlicher Ressourcen sowie der stets wertschätzende Umgang gegenüber Mensch, Natur und Umwelt gehören seit der Gründung im Jahr 1985 zu den zentralen Unternehmenszielen. Ihre Umsetzung wird als wichtige Investition in die Zukunft verstanden. Daher werden beispielsweise ausschließlich umweltverträgliche Druckfarben und Harze eingesetzt. Sie sind praktisch lösungsmittelfrei und schonen die Gesundheit der Mitarbeiter sowie die Umwelt. Die Produktionsstandards der Unternehmensgruppe orientieren sich dabei weltweit an den hohen deutschen Umweltstandards.

Bereits heute verfügt jeder Produktionsstandort über einen eigenen Energiebeauftragten. Dieser Verantwortungsbereich wird bis zum Jahr 2024 konsequent durch interne und externe Schulungen um die Belange Umwelt und Nachhaltigkeit erweitert. Eine eigene Organisationseinheit wird gruppenweit die Zielerreichung koordinieren, die gewonnenen Erkenntnisse zusammentragen und mithilfe von regelmäßigen Meetings kommunizieren.

Im Bereich Abfallwirtschaft stehen die Vermeidung und die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen im Vordergrund. Für jeden Stoff gilt es, stets die ökologischste und ökonomischste Verwertungsmöglichkeit zu finden. Die Verwertung und Beseitigung erfolgt dabei immer gemäß den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und unter Einhaltung der gültigen Gesetze.

3. Zweigniederlassungsbericht

Gesellschaft (Hauptsitz) Zweigniederlassung Mitarbeiterzahl 31.12.2023 Geschäftstätigkeit
schattdecor Sp. Z o.o., Tarnowo Podgórne, Polen Głuchołazy, Polen 233 Lackierung von unbedrucktem und bedrucktem Dekorpapier
OOO schattdecor, Tschechow, Russland Tjumen, Russland 67 Imprägnierung von unbedrucktem und bedrucktem Dekorpapier
schattdecor Inc., Maryland Heights, USA Lexington, USA 42 Lackierung von unbedrucktem und bedrucktem Dekorpapier

Die Zweigniederlassung in Głuchołazy, Polen trug im Jahr 2023 einen konsolidierten Umsatz von 88,0 Mio. EUR bei; das Werk in Tjumen, Russland 19,3 Mio. EUR sowie der Standort Lexington 15,0 Mio. EUR.

4. Chancen- und Risikoberichterstattung

4.1 Risikobericht

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Unternehmensgruppe ist integraler Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme sowohl in den einzelnen Gesellschaften als auch auf Konzernebene. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken. Eine entsprechende Dokumentation wird jährlich überarbeitet und spiegelt eine konservative Risikopolitik wider.

Ein Compliance-Management-System wurde in Zusammenarbeit mit externen Beratern entwickelt, ein Compliance-Leitfaden wurde an jedem Standort in der jeweiligen Landessprache an alle Mitarbeitenden ausgereicht. Ergänzend wird dieser Bereich bei vielen Gelegenheiten kontinuierlich thematisiert.

Durch die weltweite Präsenz der Unternehmensgruppe gelingt es, mögliche Risiken auf den Märkten frühzeitig zu erkennen und, falls notwendig, zielgerichtete Maßnahmen umgehend einzuleiten, um diese für den Konzern zu minimieren.

Beschaffung und Absatz

Die Unternehmensgruppe sieht sich im Bereich Beschaffung von Rohstoffen Risiken aufgrund von Lieferengpässen sowie Preissteigerungen ausgesetzt. Im Bereich Absatz sieht die Gruppe vor allem Risiken im Zusammenhang mit Produktionsausfällen durch den Ausfall von Mitarbeitenden oder Störungen in den Lieferketten, Absatzschwierigkeiten auf einzelnen Märkten aufgrund der sich rasch ändernden geopolitischen Rahmenbedingungen wie Handelskriegen, politischen Machtverschiebungen, des sich verschärfenden Klimawandels sowie nicht berechenbaren Naturkatastrophen und Pandemien.

Die Risiken von Lieferengpässen und dem damit verbundenen Mangel an Rohstoffen, werden aufgrund der Versorgungssicherheit mit Farbe und Rohpapier durch eigene Konzerngesellschaften sowie einer umfangreichen Lagerreichweite als gering angesehen. Durch die Rohstoffversorgung über viele Speditionsunternehmen wird die Funktionalität der Lieferkette als belastbar eingestuft.

Risiken auf dem Beschaffungsmarkt aufgrund von Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie sieht die Gruppe ebenfalls als moderat an. Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite werden erkannt und, wo möglich, zeitnah in den Absatz integriert. Durch Schließung von Märkten wird der Eintritt eines Absatzrückgangs aktuell als möglich eingeschätzt. Durch die globale Präsenz der Gruppe können die finanziellen Auswirkungen jedoch durch Konzentration auf andere Märkte kompensiert, und das Risiko von Mindermengen im Absatz dadurch minimiert werden.

Produktionsausfälle durch Ausfall von Mitarbeitenden werden grundsätzlich für realistisch gehalten, dem wird durch eine detaillierte Arbeitsplanung entgegengesteuert, sowie kurzfristige Engpässe durch externe Ressourcen kompensiert.

Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko)

Unter dem Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko) wird die Gefahr verstanden, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommt.

Für das Kreditrisiko aus Forderungen wird ein aktives Monitoring betrieben. Forderungen werden soweit wie möglich über einen Kreditversicherer gedeckt. Darüber hinaus werden interne Limits festgelegt und deren Einhaltung laufend überwacht, so dass eine bewusste Steuerung des Kreditrisikos durch die Geschäftsführung möglich ist. Besteht kein Versicherungsschutz und kann auch ein internes Limit nicht eingeräumt werden, so werden vom Kunden Vorauszahlungen gefordert. Das Risiko eines Ausfalls von Forderungen wird daher als begrenzt angesehen.

Im Bereich der Immobilien werden die offenen Forderungen durch die jeweiligen Hausverwaltungen laufend überwacht und gegebenenfalls angemahnt. Vor Abschluss eines Mietvertrages werden wirtschaftliche Selbstauskünfte von dem künftigen Vertragspartner angefordert und durch die beauftragten Hausverwaltungen überprüft. Forderungsausfälle in diesem Bereich werden dadurch ebenfalls als begrenzt bewertet.

Organisation und Prozesse (operationelles Risiko)

Das operationelle Risiko bezeichnet die Möglichkeit von Verlusten, die durch Unangemessenheit oder Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden.

In der Organisation des internen Kontrollsystems nimmt die Geschäftsleitung der Retis Holding GmbH zusammen mit den Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften eine übergreifende Zuständigkeit auf Konzernebene wahr.

Die Firmengruppen-Strukturen sind so aufgestellt, dass in allen Bereichen bei Geschäften, Prozessen und Dienstleistungen die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben, die Einhaltung von Sanktionsvorgaben, die Prävention von Geldwäsche kontrolliert und aufgedeckt werden können. Rechtliche und wirtschaftliche Risiken sehen wir dadurch minimiert.

Das durchgehend etablierte Vieraugenprinzip wird sowohl intern als auch extern angewendet und minimiert die Prozessrisiken. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen in Verbindung mit der Begrenzung von Zugriffsberechtigungen wird in den Rechnungslegungssystemen eine Aufgabentrennung zwischen Eingaben von Vorgängen sowie deren Prüfung und Freigabe sichergestellt. Prozessdokumentationen der operativen Abschlussprozesse gewährleisten, dass wichtige Aufgaben - etwa die Abstimmung von Forderungen und Verbindlichkeiten durch Saldenbestätigungen - klar zugeordnet sind. Strikte Zeichnungsberechtigungen im Rahmen der Autorisierung von Verträgen, Gutschriften und Ähnlichem werden angewendet.

Finanzen

In der Unternehmensgruppe werden keine Finanz- oder Sicherungsinstrumente eingesetzt, die nach Art und Umfang zu einem Risiko für die Unternehmensgruppe führen könnten.

Die Liquiditätslage der Beteiligungsunternehmen wird regelmäßig überwacht, zum einen durch einen wöchentlich festgestellten Liquiditätsstatus, zum anderen durch eine regelmäßig aktualisierte Finanzplanung.

Grundsätzlich sieht sich die Unternehmensgruppe mit Risiken aus Währungskursschwankungen konfrontiert, denen mit dem reduzierten Einsatz von Fremdwährungen im Ein- und Verkauf, der Verwendung von Natural Hedging in der Beschaffungs- und Absatzpolitik sowie dem Vorhalten nur geringer Fremdwährungspositionen begegnet wird.

Durch die laufende Beobachtung der Devisenkursverläufe, einer engen Abstimmung der Finanzverantwortlichen in der Unternehmensgruppe und durch kontinuierliche Analysen externer Währungsprognosen werden stetig die Währungskursschwankungen verfolgt. Dadurch ist der Konzern in der Lage, kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren.

Die Unternehmensgruppe ist darüber hinaus keinen nennenswerten Forderungsausfall-, Liquiditätsrisiken oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt.

4.2 Chancenbericht

Produkt- und Serviceportfolio, Internationalisierung, Arbeitskultur und Prozesse sind die vier Säulen der Gruppenstrategie. In diesem Bewusstsein werden auch in Zukunft eine optimale Arbeitsstruktur, ein breitgefächertes Produktportfolio, globales Wachstum und effiziente Strukturen angestrebt.

Im Rahmen der bereits Ende des Geschäftsjahres 2022 angelaufenen Initiative "Save Smart" konnten diverse Maßnahmen für weite Teile des Konzerns identifiziert werden, um Höhe und Struktur der Kosten in der Unternehmensgruppe zu optimieren.

Insgesamt stehen die Produkte der Retis Holding Gruppe immer vor dem Hintergrund der Qualitätsführerschaft auf dem Gebiet des Dekordrucks, was unserer Ansicht nach unsere Position am Markt weiterhin festigen und stärken wird.

Der unverändert hohe Bedarf an Wohnfläche bestätigt die bisherige strategische Ausrichtung im Sektor Immobilien. Ankaufsobjekte und Investitionsmöglichkeiten werden fortlaufend geprüft.

4.3 Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Die Unternehmensgruppe legt Wert auf ein ganzheitliches Risikomanagementsystem und stellt die Überwachung sowie eine frühzeitige Erkennung und Steuerung der Risiken sicher.

Das Geschäftsjahr 2023 der Retis Holding Gruppe wurde weiterhin von multiplen Krisen (Pandemie, Störungen der Lieferkette, Ukraine-Krieg, Inflation, Energieversorgungsengpässe und Energiekostenanstieg sowie Fachkräftemangel) negativ beeinflusst. Aufgrund der hiermit verbundenen dynamischen Entwicklung, kann das Risiko für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage nach wie vor nicht abschließend beurteilt werden. Gesellschafter, Geschäftsführung und Mitarbeiter werden weiterhin alles in ihrem Einfluss Mögliche umsetzen, um die Risiken soweit wie möglich vom Unternehmen als auch von sich selbst abzuwenden.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes sind unter Berücksichtigung der aktuellen Lage außer den vorgehend beschriebenen Risiken keine weiteren Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

5. Prognosebericht

In seinem World Economic Outlook vom April 2024 sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) die Aussichten für die Weltwirtschaft auf stabilem Niveau. Demnach verbleibt das globale Wachstum in den Jahren 2023 und 2024 auf einem Wert von 3,2 %, wobei sich die Entwicklungen in die einzelnen Weltregionen teilweise deutlich voneinander unterscheiden.

Während der IWF für den Euro-Raum nur ein moderates Wachstum von 0,8% für das Jahr 2024 erwartet, sieht es bei den Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem vorhergesagten Wachstum von 4,2 % deutlich besser aus.

Für 2024 rechnet der IWF weltweit mit einer Teuerungsrate von im Schnitt 5,9 %. Im darauffolgenden Jahr soll sie dann bei 4,5 % liegen, wobei sich aber auch hier deutliche Unterschiede im globalen Kontext zeigen.

Eine zunehmende geopolitische Fragmentierung könnte mit Blick auf Lieferketten sowohl ein geringeres Wachstum als auch eine höhere Inflation zur Folge haben, was letztendlich zu einer rückläufige Mengen- und Umsatzentwicklung führen kann.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt daher weiterhin, die vorhandenen Kernkompetenzen zu nutzen und wichtige Impulse zu setzen, um die wirtschaftlichen Effekte in einer wirtschaftlich und politisch volatilen Zeit abzumildern. Durch die in der Geschäftsleitung verankerte Strategie zur weiteren Digitalisierung von Prozessen, Erweiterung des Produkt- und Serviceportfolios, Internationalisierung und Ausbau der Arbeitskultur haben alle Mitarbeitenden hierfür klare Ziele vor Augen.

Die verschiedenen Weltregionen werden aufgrund der genannten globalen Herausforderungen bis auf weiteres unterschiedlich stark beeinflusst werden. Die Umsatzerlöse 2024 werden in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Für das Konzernjahresergebnis (vor Steuern und vor Währungskurseffekten) erwarten einen leichten Anstieg im einstelligen Prozentbereich.

 

Rohrdorf-Thansau, den 11. September 2024

Die Geschäftsführer der Retis Holding GmbH

gez. Anja Schatt-Steiner

gez. Sonja Schatt-Fritsch

gez. Hartmut Auer

gez. Herbert Keilhammer

Aktiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.043 35.711
II. Sachanlagen 516.227 506.188
III. Finanzanlagen 72.360 72.635
605.630 614.534
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 237.898 225.213
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 179.149 167.416
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 97.412 91.118
514.459 483.747
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.684 1.361
D. Aktive latente Steuern 1.394 0
1.124.167 1.099.642

Passiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.100 1.100
II. Kapitalrücklage 383.710 383.710
III. Gewinnrücklagen 194.443 158.819
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -62.326 -71.753
V. Konzernbilanzgewinn 280.890 311.000
VI. Nicht beherrschende Anteile 3.975 3.975
801.792 786.851
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 12.818 13.598
C. Rückstellungen 32.534 25.617
D. Verbindlichkeiten 276.785 271.772
E. Rechnungsabgrenzungsposten 239 156
F. Passive latente Steuern 0 1.648
1.124.167 1.099.642

1 Vorräte / Bilanzsumme
2 Reduzierung Wechselkursrisiken bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer gegebenen Währung.
3 Konzernjahresüberschuss vor Abzug von Zinsergebnis, Steuern und Abschreibungen

Konzern - Gewinn - und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 923.378 957.477
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.306 12.892
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.492 1.648
4. Gesamtleistung 927.176 972.017
5. Sonstige betriebliche Erträge 32.838 54.057
6. Materialaufwand -567.566 -625.378
7. Rohergebnis 392.448 400.696
8. Personalaufwand -121.746 -114.483
9. Abschreibungen -64.559 -79.870
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -143.572 -156.290
11. Ergebnis vor Finanzergebnis 62.571 50.053
12. Finanzergebnis -5.526 -1.593
13. Ergebnis aus Hyperinflationsanpassung 2.517 0
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.686 -13.851
15. Ergebnis nach Steuern 39.875 34.609
16. Sonstige Steuern -3.031 -2.545
17. Konzernjahresüberschuss 36.844 32.064
18. Nicht beherrschende Anteile am Ergebnis -225 -225
19. Konzerngewinnvortrag 244.271 279.161
20. Konzernbilanzgewinn 280.890 311.000

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau

1. Allgemeine Angaben

Die Retis Holding GmbH (kurz: "Retis Holding") erstellt als Mutterunternehmen für die in Anlage B zu diesem Anhang aufgeführten verbundenen Unternehmen einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023.

Das Mutterunternehmen, die Retis Holding GmbH, wird unter der Nummer HRB 14155 des Amtsgerichts Traunstein geführt. Sitz der Gesellschaft ist in Rohrdorf-Thansau.

Der Konzernabschluss der Retis Holding GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB sowie unter ergänzender Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Einzelne Posten in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen wir nach dem Gesamtkostenverfahren auf.

Alle Angaben erfolgen - soweit nicht gesondert vermerkt - in Tausend Euro (TEUR).

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Retis Holding GmbH sieben (Vorjahr: acht) deutsche Tochterunternehmen und elf (Vorjahr: elf) ausländische Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB einbezogen.

Alle einbezogenen Tochterunternehmen stehen unter dem beherrschenden Einfluss der Retis Holding GmbH, die direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Die Beteiligungsunternehmen Huanggang Saintdecor Co., Ltd., Wuhan/China ("Saintdecor"), Kingdecor (Zhejiang) Co. Ltd., Quzhou/China ("Kingdecor"), Fine Decor GmbH, Oelde ("Fine Decor") und RHS Immobilien GmbH, Bielefeld ("RHS") wurden, wie im Vorjahr, gem. § 310 HGB entsprechend der Beteiligungsquote von 50 % in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzern beinhaltet drei (Vorjahr: drei) assoziierte Unternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB.

Ein Tochterunternehmen (Vorjahr: eins) wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Darüber hinaus wurde zwei weitere Gemeinschaftsunternehmen (Vorjahr: zwei) sowie vier (Vorjahr: drei) assoziierte Unternehmen gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht at-Equity einbezogen, da sie jeweils für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Sie sind zu Anschaffungskosten im Finanzanlagevermögen enthalten. Auf die Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB bezüglich Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres dieser Unternehmen wurde in Anwendung des § 313 Abs. 3 Satz 3 HGB verzichtet.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Retis Holding Konzerns ist diesem Konzernanhang als Anlage B beigefügt.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach § 301 Abs. 1 HGB durch Neubewertung und Verrechnung mit Anteilen der Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden der Tochterunternehmen mit dem Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Daraus ergab sich ein Passivischer Unterschiedsbetrag, welcher aufgrund seines Ursprungs teilweise in die Kapitalrücklage eingestellt wurde.

Die stillen Reserven, die bei der Ermittlung der Zeitwerte des Teilkonzerns der Schattdecor SE (vormals schattdecor AG) im Rahmen der Neubewertung per 31. Dezember 2012 erstmalig aufgedeckt wurden, sowie die passiven latenten Steuern auf diese aufgedeckten stillen Reserven, entwickelten sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Sachanlagen 16.843 17.869
Passive latente Steuern auf aufgedeckte stille Reserven 4.026 4.271

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.

Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital.

4. Währungsumrechnung

Bei Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital, mit Ausnahme des Jahresergebnisses, wird zu historischen Kursen umgerechnet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge sowie das Jahresergebnis mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden nach den einheitlichen Regelungen für die Bilanzierung und Bewertung des Retis Holding Konzern zum Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Nach den handelsrechtlichen Regelungen ist die Türkei zum Abschlussstichtag 31.12.2023 als Hochinflationsland eingestuft. Im Einklang mit DRS 25 wurde eine Indexierung der türkischen nichtmonetären Bilanzwerte sowie des Eigenkapitals zum 01.01.2023 durchgeführt, welche zu einem Effekt in Höhe von TEUR 23.998 führte und erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. Der Effekt aus der Indexierung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 2.517 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter der Position "Ergebnis aus Hyperinflationsanpassungen" gezeigt. Die Werte der türkischen Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2023 wurden mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,219097 indexiert, unter der Annahme der gleichmäßigen Entwicklung über das Geschäftsjahr hinweg.

Zum 31.12.2023 wurden, abweichend vom § 308a HGB, sowohl die Bilanz- als auch die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung aus der Türkei, zum Stichtagskurs umgerechnet. Daraus resultierende Differenzen zwischen Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital wurden mit der Gewinnrücklage verrechnet.

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt über Zeiträume zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die individuelle Nutzungsdauer bestimmt sich insbesondere nach der erwarteten Lebensdauer der Produkte sowie der Wachstumsraten der Oberflächenveredelungsbranche in den jeweiligen Märkten. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Nutzungsdauern der Firmenwerte entsprechen dem zum Anschaffungszeitpunkt geschätzten Nutzen der Transaktionen. Diese Einschätzung wird jährlich überprüft; zum Abschlussstichtag sind keine objektiven Gründe bekannt geworden, welche dieser Beurteilung entgegenstehen. Die Restnutzungsdauern der bilanzierten Firmenwerte liegen zwischen sieben und neun Jahren.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der SD Brasilien, SD Inc. (Niederlassung Lexington) und SD Malaysia wurden in den Vorjahren und im aktuellen Geschäftsjahr Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 7.592 gebildet. Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte sind im als Anlage A beigefügten Konzern-Anlagespiegel dargestellt.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß ihren betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die zwischen 3 und 33 Jahren liegen. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie gegebenenfalls Kostenminderungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen beinhalten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen bzw. der Anlagen im Bau erfolgte zum Nominalwert bzw. zu Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Von der Möglichkeit der Vollabsetzung der geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 wird Gebrauch gemacht.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. die darin enthaltenen Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Ausleihungen in fremder Währung werden darüber hinaus zum Bilanzstichtag mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - zu niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Soweit erforderlich, erfolgten Absetzungen für Verwertungsrisiken. Unterwegs befindliche Waren sind im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt worden.

Die Herstellungskosten bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen umfassen gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Sofern erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Markt- bzw. Verkaufspreis oder beizulegenden Wert vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte zum Nominalwert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge einbezogen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, deren Prozentsatz auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruht.

Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert, Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs unter Berücksichtigung des § 256a HGB angesetzt.

Die Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung sind in der Höhe, in der Ausgaben des Berichtsjahres nachfolgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind, angesetzt.

Passiva

Der unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesene Passivische Unterschiedsbetrag, der sich aus den im Erstkonsolidierungszeitpunkt des Teilkonzerns Schattdecor SE aufgedeckten stillen Reserven auf Vermögensgegenstände abzüglich der darauf gebildeten passiven latenten Steuern ergab, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 781 (Vorjahr: TEUR 10.649) erfolgswirksam aufgelöst. Er wird in den Folgejahren weiterhin planmäßig aufgelöst werden.

Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages passiviert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2023 je nach Restlaufzeit zwischen 0,99 % p.a. (1 Jahr) und 1,77 % p.a. (25 Jahre).

Rückstellungen für Vorruhestandsregelungen werden maschinell und unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze sowie des BilMoG berechnet. Dabei wurden als Rechnungszins 1,07 % p.a. gemäß RückAbzinsV (Restlaufzeit 3 Jahre), für künftige Gehaltssteigerungen 0,00 % p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Auf eine entsprechende Abzinsung bei der Ermittlung der Rückstellung wurde verzichtet, sofern im Einzelfall die Restlaufzeit der Altersteilzeitverpflichtung zum Bilanzstichtag nicht länger als 12 Monate beträgt.

Die Bildung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt für 10- bzw. 25-jährige Dienstjubiläen. Die Berechnung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, wobei eine langfristige Gehaltssteigerungsrate von 1,0 % p.a. zu Grunde gelegt wurde. Der langfristige Anteil der Verpflichtungen wird mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Der durchschnittlich verwandte Zinssatz lag bei den 10-jährigen Dienstjubiläen bei 1,23 % p.a., bei den 25-jährigen Dienstjubiläen bei 1,54 % p.a.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten in fremder Währung sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag passiviert.

Im Konzernabschluss werden latente Steuern auf sich im Zeitablauf umkehrende Ergebnisunterschiede aus der Zwischenergebniseliminierung sowie auf temporäre Unterschiede aus der Bewertung nach konzerneinheitlichen Standards und steuerlichen Grundsätzen gebildet. Für die Berechnung wird der Durchschnitt (23,9 %; Vorjahr: 23,6 %) der landesspezifischen Steuersätze des jeweiligen konsolidierten Unternehmens zugrunde gelegt (gem. § 306 Satz 5 i.V.m. 274 Abs. 2 HGB). Der bei der Retis Holding GmbH unterstellte Unternehmenssteuersatz nach § 274 Abs. 2 HGB betrug zum 31. Dezember 2023 26,33 %. Aktive und passive latente Steuern nach § 274 und § 306 HGB werden in der Konzernbilanz zusammengefasst und saldiert ausgewiesen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden bei Auslieferung der Waren beziehungsweise bei Erbringung der Leistungen realisiert. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bemessen. Risiken aus der Rücknahme von Waren und aufgrund von Gewährleistungen oder sonstigen Reklamationen werden zum Bilanzstichtag pauschal in Bezugnahme der Betriebsleistung zurückgestellt.

Zinsen, sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge werden zeitanteilig mit dem Betrag, der auf das Geschäftsjahr entfällt, als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

6. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage A zum Konzernanhang dargestellt.

Umlaufvermögen

Vorräte

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 131.604 112.021
Unfertige Erzeugnisse 11.915 8.898
Fertige Erzeugnisse und Waren 92.715 102.846
Geleistete Anzahlungen 1.664 1.449
237.898 225.214

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 143.275 132.025
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2 2
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 265 538
Sonstige Vermögensgegenstände 35.606 34.851
179.149 167.416

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 69 enthalten (Vorjahr: TEUR 72).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 815 (Vorjahr: TEUR 1.018) eine Restlaufzeit von über einem Jahr; sie betreffen zum Abschlussstichtag Kautionen und Steuerforderungen.

Aktive latente Steuern

Die zum Abschlussstichtag per Saldo angesetzten aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen. Diese betreffen im Wesentlichen unterschiedliche Wertansätze beim Vorrats- und Anlagevermögen, bei den Rückstellungen und bei den Forderungen. Daneben sind latente Steuern auf die Unterschiede aus erfolgswirksamen Konsolidierungsvorgängen sowie auf Anpassungen an die konzerneinheitliche Bewertung in den Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen enthalten. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Aktive latente Steuern 5.748 3.011 2.737
Passive latente Steuern -4.354 -4.660 306
Saldo 1.394 -1.649 3.043

Die zum Konzernabschlussstichtag ausgewiesenen aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Aufdeckung stiller Reserven in Höhe von TEUR 4.026 im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Schattdecor SE zum 31. Dezember 2012. Sie werden im Zeitverlauf analog der Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände aufgelöst, auf welche die stillen Reserven entfallen sind. Weitere Veränderungen ergeben sich aus den einzelnen Gesellschaften der Unternehmensgruppe.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Retis Holding GmbH beträgt TEUR 1.100 und ist vollständig einbezahlt.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Bei den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen der Retis Holding GmbH. Diese setzen sich aus den Ergebnissen aus Vorjahren der Retis Holding GmbH abzüglich erfolgter Gewinnausschüttungen in Vorjahren an die Gesellschafter der Retis Holding GmbH zusammen.

Rückstellungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Steuerrückstellungen 5.689 4.359
Sonstige Rückstellungen 26.845 21.258
32.534 25.617

Der Anstieg der Steuerrückstellungen betrifft hauptsächlich die Schattdecor Türkei sowie Kingdecor.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (hauptsächlich Sondervergütungen, Urlaubs- und Jubiläumsverpflichtungen), Reklamationen und Gewährleistungen sowie sonstige Risiken.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
Über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
31.12.2023 73.628 39.374 51.971 164.973
Vorjahr 87.416 29.084 58.596 175.096
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
31.12.2023 4.091 - - 4.091
Vorjahr 3.680 - - 3.680
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1
31.12.2023 71.107 - - 71.107
Vorjahr 58.896 - - 58.896
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
31.12.2023 11.019 - - 11.019
Vorjahr 12.668 - - 12.668
Sonstige Verbindlichkeiten
31.12.2023 23.739 1.856 - 25.595
Vorjahr 18.896 2.536 - 21.432
davon: aus Steuern
31.12.2023 (5.883) (-) (-) (5.883)
Vorjahr (6.471) (-) (-) (6.471)
davon: im Rahmen der sozialen Sicherheit
31.12.2023 (2.312) (-) (-) (2.312)
Vorjahr (1.960) (-) (-) (1.960)
Verbindlichkeiten gesamt
31.12.2023 183.584 41.230 51.971 276.785
Vorjahr 181.556 31.620 58.596 271.772

--

1 Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 1.327 (Vorjahr: TEUR 1.316) Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen.

7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Netto-Umsatzerlöse (inkl. Erlösschmälerungen) werden wie in den Vorjahren überwiegend in dem Geschäftsfeld "Druck und Papier" erzielt und verteilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Fernost 242.936 252.591
Übrige EU-Länder 180.106 213.817
Sonstiges Europa 141.449 158.866
Naher/Mittlerer Osten 133.424 69.382
Südamerika 103.377 122.560
Nordamerika 59.204 75.721
Deutschland 50.855 50.635
Afrika 6.656 5.170
Australien 5.371 8.736
Total 923.378 957.477

Sonstige betriebliche Erträge

Periodenfremde Erträge ergaben sich aus Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 433 (Vorjahr: TEUR 1.231). Ferner fielen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 23.059 (Vorjahr: TEUR 28.436) an, davon sind TEUR 9.794 den unrealisierten Erträgen aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 11.666) zuzuordnen.

Aus der planmäßigen Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung entstanden Erträge in Höhe von TEUR 781 (Vorjahr: TEUR 10.649).

Materialaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -564.448 -623.529
Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.118 -1.849
-567.566 -625.378

Im Materialaufwand sind TEUR 1.339 Aufwendungen aus Vermietung und Verpachtung enthalten.

Personalaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter -101.629 -95.234
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung -19.156 -18.439
Aufwendungen für Altersversorgung -960 -810
-121.746 -114.482

Abschreibungen

In den Abschreibungen ist eine außerplanmäßige Abschreibung eines Firmenwerts in Höhe von TEUR 13.522 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Frachtkosten, Instandhaltungsaufwendungen, Kosten für Energie sowie Vertriebsaufwendungen ausgewiesen. Aus der Währungsumrechnung resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 18.678 (Vorjahr: TEUR 22.893).

Finanzergebnis

2023
TEUR
2022
TEUR
Erträge aus Beteiligungen 0 509
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.060 627
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.412 1.835
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.280 -4.564
Aufwand für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -5.718 0
-5.526 -1.593

Hierin sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 889 (Vorjahr: TEUR 850) und Erträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten per saldo einen Steuerertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.434 (Vorjahr: TEUR 3.609).

8. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Bürgschaften bestehen am Bilanzstichtag - wie zum Vorjahresstichtag - keine Eventualverpflichtungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen bis zu den jeweiligen Vertragsbeendigungen insgesamt in Höhe von TEUR 3.796 (Vorjahr: TEUR 4.377). Im Wesentlichen sind Verpflichtungen aus einem Mietvertrag für einen Teil des Betriebsgrundstückes der Schattdecor SE mit TEUR 2.896 in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Laufzeit bis 31. Dezember 2027) enthalten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Hinsichtlich der Verwendung des Jahresüberschusses des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2023 von EUR 23.025.000,00 wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, diesen vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

Mitarbeiter

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende):

2023 2022
Angestellte 1.082 1.075
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.566 1.619
2.648 2.694

Von diesen Mitarbeitern sind bei den anteilsmäßig konsolidierten Unternehmen Kingdecor, Saintdecor, Fine Decor und RHS beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 63 56
Gewerbliche Arbeitnehmer 394 362
457 418

Diese Zahlen entsprechen 50 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmer von Kingdecor, Saintdecor, Fine Decor und RHS.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Für den Konzernabschlussprüfer Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, sind im Geschäftsjahr 2023 folgende Aufwendungen angefallen:

2023
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 124
Sonstige Beratungsleistungen 17

Nachtragsbericht

Es sind nach dem Stichtag 31. Dezember 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.187.

Angaben nach § 264 Abs. 3 HGB

Die Tochterunternehmen Schattdecor SE, Rohrdorf-Thansau, und Pyrus Panels GmbH, Bad Aibling, machen für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 von den Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und sind daher insbesondere von der Verpflichtung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 befreit.

Angaben nach § 264b HGB

Die Tochterunternehmen Cardona Immobilien GmbH & Co. KG, Servator Immobilien GmbH & Co. KG, Tesoro Immobilien GmbH & Co. KG, Gaisberg Immobilien GmbH & Co. KG, Pyrus GmbH & Co. KG und Grießenbach Immobilien GmbH & Co. KG, alle mit Sitz in Rohrdorf, machen für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB Gebrauch und sind daher insbesondere von der Verpflichtung zur Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2023 befreit.

Geschäftsführung:

Herr Walter Schatt, Neubeuern Kaufmann (bis 04.10.2023)

Frau Anja Schatt-Steiner, Neubeuern Diplom-Betriebswirtin (FH)

Frau Sonja Schatt-Fritsch, Neubeuern Diplom-Kauffrau

Herr Herbert Keilhammer, München

Kaufmann

Herr Hartmut Auer, Riedering

Diplom-Kaufmann (FH)

 

Rohrdorf-Thansau, den 11. September 2024

Die Geschäftsführer der Retis Holding GmbH

gez. Anja Schatt-Steiner

gez. Sonja Schatt-Fritsch

gez. Hartmut Auer

gez. Herbert Keilhammer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
TEUR
Hyperinflationsanpassung
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 44.596 -24 384
2. Firmenwerte 67.724 - -403
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - - -
112.320 -24 -19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 428.906 15.523 -9.186
2. Technische Anlagen und Maschinen 290.400 8.509 -6.405
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.472 1.028 -1.413
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.125 - 318
Sachanlagen 799.903 25.061 -16.685
Zwischensumme 912.223 25.037 -16.704
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 - -
2. Beteiligungen 8.838 - -
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 35.425 - -
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.047 - -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.844 - -
6. Sonstige Ausleihungen 1.456 - -372
Finanzanlagen 72.635 - -372
Anlagevermögen 984.858 25.037 -17.076
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Stand am 31.12.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.272 -1.316 15 44.928
2. Firmenwerte - - - 67.321
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - - - -
1.272 -1.316 15 112.249
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 6.721 -2.397 4.288 443.855
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.937 -2.314 5.617 303.744
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.808 -2.293 1.514 51.116
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.911 -1.901 -11.434 56.020
Sachanlagen 55.377 -8.905 -15 854.734
Zwischensumme 56.648 -10.221 - 966.982
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - 25
2. Beteiligungen 72 - - 8.910
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 6.000 -6.387 - 35.038
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.452 -2.500 - 15.999
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 608 -519 - 10.932
6. Sonstige Ausleihungen 707 -335 - 1.456
Finanzanlagen 9.839 -9.742 - 72.360
Anlagevermögen 66.487 -19.963 - 1.039.342
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
TEUR
Hyperinflationsanpassung
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -34.014 23
2. Firmenwerte -42.595 -
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - -
-76.609 23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken -88.201 -5.577
2. Technische Anlagen und Maschinen -181.912 -5.052
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -23.602 -536
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - -
Sachanlagen -293.715 -11.164
Zwischensumme -370.324 -11.140
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - -
2. Beteiligungen - -
3. Anteile an assoziierten Unternehmen - -
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - -
6. Sonstige Ausleihungen - -
Finanzanlagen - -
Anlagevermögen -370.324 -11.140
Abschreibungen
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Stand am 31.12.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -645 -2.062 1.222 - -35.477
2. Firmenwerte -186 -16.949 - - -59.729
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - - - - -
-831 -19.010 1.222 - -95.206
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 1.937 -11.362 672 15 -102.516
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.959 -28.158 1.363 -15 -208.814
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.172 -5.900 1.689 - -27.176
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Sachanlagen 8.068 -45.421 3.724 - -338.506
Zwischensumme 7.237 -64.431 4.946 - -433.712
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Beteiligungen - - - - -
3. Anteile an assoziierten Unternehmen - - - - -
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
6. Sonstige Ausleihungen - - - - -
Finanzanlagen - - - - -
Anlagevermögen 7.237 -64.431 4.946 - -433.712
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
TEUR
Stand am 31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.451 10.582
2. Firmenwerte 7.592 25.129
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - -
17.043 35.711
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 341.338 340.705
2. Technische Anlagen und Maschinen 94.930 108.488
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.939 21.870
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.020 35.125
Sachanlagen 516.227 506.188
Zwischensumme 533.270 541.899
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 25
2. Beteiligungen 8.910 8.838
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 35.038 35.425
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.999 16.047
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.932 10.844
6. Sonstige Ausleihungen 1.456 1.456
Finanzanlagen 72.360 72.635
Anlagevermögen 605.630 614.534

Konsolidierungskreis der Retis Holding GmbH zum 31.12.2023

Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31.12.2023 die Retis Holding GmbH sowie sieben inländische und elf ausländische Tochterunternehmen, bei denen die Retis Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Zudem sind zwei inländische und zwei ausländisches Gemeinschaftsunternehmen mit Prozentquoten konsolidiert.

Vollkonsolidierte Unternehmen Sitz Anteil am Kapital
in %
Währung
Unmittelbar
Schattdecor SE, Rohrdorf-Thansau Deutschland 94,12 EUR
Cardona Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Servator Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Tesoro Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Pyrus Panels GmbH, Bad Aibling Deutschland 100,0 EUR
Gaisberg Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Grießenbach Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Mittelbar
Schattdecor s.r.l., Rosate Italien 100,0 EUR
Schattdecor Sp. z o.o., Tarnowo Polen 100,0 PLN
OOO Schattdecor, Tschechov Russland 100,0 RUB
Schattdecor do Brasil Industria e Comércio Ltda., Sao José dos Pinhai Brasilien 100,0 BRL
Schattdecor (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai China 100,0 CNY
Schattdecor Holding Inc., St. Louis USA 100,0 USD
Schattdecor Inc., St. Louis USA 100,0 USD
Schattdecor Dekoratif Kağıt Baskı San. ve Tic. Ltd. Şti., Gebze/Istanbul Türkei 100,0 TRY
Schattdecor (Zhejiang) Co. Ltd., Quzhou China 100,0 CNY
Schattdecor Pte. Ltd., Singapur Singapur 100,0 SGD
Schattdecor Sdn. Bhd., Bestari Jaya Malaysia 100,0 MYR
Quotenkonsolidiertes Unternehmen Sitz Anteil am Kapital
in %
Währung
KINGDECOR (Zhejiang) Co., Ltd., Quzhou China 50,0 CNY
Huanggang Saintdecor Co., Ltd., Wuhan China 50,0 CNY
Fine Decor, Oelde Deutschland 50,0 EUR
RHS Immobilien GmbH, Bielefeld Deutschland 50,0 EUR
Assoziertes Unternehmen Sitz Anteil am Kapital
in %
Währung
collaboration Factory AG, Neubeuern Deutschland 48,5 EUR
Tricosol AG, Waldstatt Schweiz 48,1 CHF
GLT Bearings GmbH, München Deutschland 30,7 EUR
Gemäß § 296 HGB nicht konsolidiertes Unternehmen Sitz Anteil am Kapital
in %
Währung
Kingdecor New Energy Co., Ltd. Quzhou China 50,0 CNY
Kingdecor (Zhejiang) Trading Co. Ltd., Quzhou China 50,0 CNY
Zhejiang Minjie Supply Chain Management Co. Ltd., Quzhou China 29,0 CNY
SASH Immobilien Verwaltungs GmbH, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Quzhou Hegang Environment Co., Ltd., Quzhou China 25,0 CNY
Moldtec Metal Technology (Changzhou), Co., Ltd., Changzhou China 20,0 CNY
Fine Decor Plastik Sanayi ve Ticaret Ltd. Şti., Istanbul Türkei 50,0 TRY
Sokratel Holding GmbH, Ingolstadt Deutschland 11,6 EUR

Devisenkassamittelkurse zum 31.12.2023

PLN 4,3395
RUB 99,1919
BRL 5,3618
CNY 7,8509
TRY 32,6531
USD 1,1050
SGD 1,4591
MYR 5,0775

Jahresdurchschnittskurse 2023

PLN 4,5420
RUB 92,1713
BRL 5,4010
CNY 7,6600
TRY 32,6531
USD 1,0813
SGD 1,4523
MYR 4,9320

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau

2023
TEUR
2022
TEUR
Periodenergebnis 36.844 32.064
Abschreibungen/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 64.431 79.870
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen 7.209 -5.855
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (-) -781 -8.998
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -47.262 -15.977
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 18.074 -25.952
Zinsaufwendungen/Zinserträge (-) 868 2.729
Sonstige Beteiligungserträge 0 -509
Ertragsteueraufwand/-ertrag (-) 19.686 13.851
Ertragsteuerzahlungen (Saldo) -20.091 -16.593
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 78.978 54.631
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 95 0
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.272 -292
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5.181 7.589
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -55.377 -104.866
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 9.742 1.380
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -9.839 -7.573
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis -9 0
Erhaltene Zinsen 264 45
Erhaltene Dividenden 0 509
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -51.215 -103.208
Auszahlungen (-) für Tilgungen/Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (Saldo) -5.839 52.409
Sonstige Ausschüttungen 0 -11
Sonstige Eigenkapitalveränderungen -5.213 0
Gezahlte Zinsen -1.131 -2.774
Ausschüttungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.000 -8.300
Ausschüttungen an Fremde Dritte -225 -225
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.408 41.100
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 13.355 -7.478
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -7.061 -1.902
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 91.118 100.498
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 97.412 91.118
Davon Bestände von quotal einbezogenen Unternehmen 6.414 5.440
Davon Bestände, die Verfügungsbeschränkungen unterliegen 0 0

Der Finanzmittelfonds besteht zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, ausschließlich aus liquiden Mitteln.

Mutterunternehmen
Geschäftsjahr 2022 Gezeichnetes Kapital/Geleistete Einlagen
TEUR
Kapitalrücklage § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Konzernbilanzgewinn
TEUR
1.1. 2022 1.100 383.710 140.191 306.100
Konzern-Jahresüberschuss 2022 - - - 31.839
Einstellungen - - 26.939 -26.939
Sonstige Veränderungen - - -11 -
Ausschüttungen - - -8.300 -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -
Währungsumrechnung - - - -
31.12.2022 1.100 383.710 158.819 311.000
Mutterunternehmen Nicht beherrschende Anteile
Geschäftsjahr 2022 Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
TEUR
Kapital
TEUR
1.1. 2022 -75.298 3.750
Konzern-Jahresüberschuss 2022 - -
Einstellungen - -
Sonstige Veränderungen -362 -
Ausschüttungen - -
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Währungsumrechnung 3.907 -
31.12.2022 -71.753 3.750
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Geschäftsjahr 2022 kumuliertes übriges Konzernergebnis
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Gesamt
TEUR
1.1. 2022 225 3.975 759.778
Konzern-Jahresüberschuss 2022 225 225 32.064
Einstellungen - - -
Sonstige Veränderungen - - -373
Ausschüttungen -225 -225 -8.525
Veränderung Konsolidierungskreis - - -
Währungsumrechnung - - 3.907
31.12.2022 225 3.975 786.851
Mutterunternehmen
Geschäftsjahr 2023 Gezeichnetes Kapital/Geleistete Einlagen
TEUR
Kapitalrücklage § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Konzernbilanzgewinn
TEUR
1.1. 2023 1.100 383.710 158.819 311.000
Konzern-Jahresüberschuss 2023 - - - 36.619
Einstellungen - - 37.624 -37.624
Sonstige Veränderungen - - - -29.105
Ausschüttungen - - -2.000 -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -
Währungsumrechnung - - - -
31.12.2023 1.100 383.710 194.443 280.890
Mutterunternehmen Nicht beherrschende Anteile
Geschäftsjahr 2023 Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
TEUR
Kapital
TEUR
1.1. 2023 -71.753 3.750
Konzern-Jahresüberschuss 2023 - -
Einstellungen - -
Sonstige Veränderungen -669 -
Ausschüttungen - -
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Währungsumrechnung 10.096 -
31.12.2023 -62.326 3.750
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Geschäftsjahr 2023 kumuliertes übriges Konzernergebnis
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Gesamt
TEUR
1.1. 2023 225 3.975 786.851
Konzern-Jahresüberschuss 2023 225 225 36.844
Einstellungen - - -
Sonstige Veränderungen - - -29.774
Ausschüttungen -225 -225 -2.225
Veränderung Konsolidierungskreis - - -
Währungsumrechnung - - 10.096
31.12.2023 225 3.975 801.792

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 11. September 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hager, Wirtschaftsprüfer

gez. Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.