MEDIMAX Electronic Objekt Fulda GmbHLiquidiert

40472 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 70570
Eingetragen
5.7.2013
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Der Handel mit elektronischen Geräten, insbesondere der Handel mit Gegenständen der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Elektrogeräten, Fotoartikeln, Tonträgern, PC/Mul¬ti¬media und entsprechendem Zubehör sowie die Vermarktung von Diensten und Versicherungen in den vorstehend aufgeführten Bereichen, des Weiteren die Vermarktung von Strom, Gas und Wasser sowie die Verwaltung eigener Vermögenswerte.

Historie

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Management

NameRolle
Friedrich Sobol
seit 19.2.2020
Geschäftsführer
Jörg Heinemann
seit 19.2.2020
Prokura
Geschäftsführer
Volker Marmetschke
seit 13.9.2017
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

ElectronicPartner Handel SE

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Die ElectronicPartner Handel SE ist die Führungsgesellschaft der ElectronicPartner Verbundgruppe und betreibt selbst das Lagergeschäft. Die in der Verbundgruppe verankerten drei Geschäftsfelder Fachhandel, MEDIMAX-Fachmärkte und comTeam-Systemhäuser bieten den Kunden alles rund um die Bereiche Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, IT und Telekommunikation. Unser Konzern umfasst 121 voll konsolidierte Gesellschaften und 5 assoziierte Unternehmen. Mit den MEDIMAX-Fachmärkten treten wir als Einzelhändler auf. ElectronicPartner bietet seinen angeschlossenen Mitgliedern Handels- und Logistikleistungen und darüber hinaus ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen. ElectronicPartner ist heute eine europäische Verbundgruppe mit Stammsitz in Düsseldorf.

Zahlreiche engagierte Unternehmerpersönlichkeiten organisieren sich in den strategischen Geschäftsfeldern Fachhandel, der Fachmarktlinie MEDIMAX und den comTeam-Systemhäusern.

Im Technologie-Netzwerk comTeam bieten 800 vernetzte IT-Unternehmer mit mehr als 10.000 Spezialisten für IT, Personal, Finanzen, Prozessoptimierung und vielem mehr seit mehr als 30 Jahren umfangreiches Knowhow für den b2b-Markt (business to business).

Aus unserer Konzernzentrale in Düsseldorf sowie mittels unserer regionalen Vertriebsstruktur betreuen wir unsere Mitglieder in Deutschland.

Unsere Landesgesellschaften in den Niederlanden, der Schweiz und Österreich bieten unsere Dienstleistungen unseren Mitgliedern im jeweiligen Land an.

International sind wir Mitglied der E-Square. Als eines der weltweit größten Netzwerke für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik unterstützt E-Square die Kooperation mit strategischen Lieferantenpartnern sowie den Best-Practice-Austausch der 17 Mitgliedsunternehmen aus 16 Ländern.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wir gehören zu den größten Handelsunternehmen für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, IT und Telekommunikation in Europa. Unsere Wettbewerber Expert und Euronics sowie unser Konzern bilden die drei größten europäischen Verbundgruppen für selbstständige Fachgeschäfte und Fachmärkte. Größter gemeinsamer Wettbewerber ist die Mediamarkt-Saturn-Gruppe.

Mit über 80% Umsatzanteil ist der deutsche Markt für uns nach wie vor von wesentlicher Bedeutung.

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2019 durch ein leichtes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt legte preisbereinigt um 0,6% zu und wuchs damit das 10. Jahr in Folge. Jedoch war der wirtschaftliche Aufschwung im Vergleich zum Vorjahr (+1,5%) deutlich abgeschwächt. Ausschlaggebend für die dennoch positive Entwicklung waren neben den privaten Konsumausgaben, die im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 1,6% stiegen auch die Konsumausgaben des Staates, die um 2,5% stiegen. Auch der Home Electronics Markt wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 0,6%.

Der Umsatzzuwachs ist auf die positive Entwicklung der Produktsegmente privat genutzter IT-Produkte sowie Elektrogroß- und Kleingeräte zurückzuführen, während die klassische Unterhaltungselektronik und die privat genutzten Telekommunikationsprodukte insgesamt rückläufig waren. Vor allem der Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik musste mit einem Minus von 5,6% deutliche Verluste hinnehmen. Der Umsatz mit Elektro-Hausgeräten verzeichnete ein Plus von 4,7%, die Produktsparte Elektro-Großgeräte konnte 2019 um 3,2% wachsen. Mit Elektro-Kleingeräten wurde 2019 mit einem Plus von 7,1% erneut eine Umsatzsteigerung erreicht.

In unseren Auslandsmärkten zeigte sich folgendes Bild: In der Schweiz gab es mit 0,9% einen leicht höheren, in den Niederlanden und in Österreich mit 1,8% bzw. 1,6% einen deutlicheren Anstieg des BIP als in Deutschland.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzentwicklung des Jahres 2019 war weiterhin geprägt durch strukturelle Reduzierungen der Umsätze mit größeren Mitgliedern, die nicht der Marketinglinie EP: zugehören. Darüber hinaus mussten wir deutliche Umsatzrückgänge vor allem im Bereich PC/Multimedia hinnehmen, die der unbefriedigenden Entwicklung unserer Marketinglinie MEDIMAX geschuldet waren. Weiterhin hat die Insolvenz unseres Lieferanten Loewe in 2019 zu einem deutlichen Rückgang unserer Streckenumsätze (von uns vermittelte Umsätze, bei denen die Ware unmittelbar vom Lieferanten an unsere Mitglieder mit direkter Rechnungserstellung vom Lieferanten an unsere Mitglieder geliefert werden) geführt. Die Entwicklung des Zentralumsatzes, der neben den handelsrechtlichen Umsatzerlösen auch die vermittelten Streckenumsätze umfasst, war 2019 weiterhin rückläufig. Die Fachhandels-Marketinglinie EP: hat sich erfreulich besser als der Markt entwickelt.

Die Entwicklung unserer b2b-Sparte comTeam war ebenfalls hervorragend und übertraf unsere Planung.

Bei unseren Auslandsgesellschaften zeigt sich hinsichtlich der Umsatzentwicklung ein differenziertes Bild. Unsere Landesgesellschaft in den Niederlanden musste mit 18,8% einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen, der auf die Kündigung des umsatzstärksten Mitglieds zum 31.12.2018 zurückzuführen ist. Auch in der Schweiz hatten wir einen Umsatzrückgang zu verzeichnen. Die Landesgesellschaft in Österreich hatte stabile Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau zu verzeichnen.

Alle Auslandsgesellschaften waren profitabel.

Im Jahr 2019 wurde entschieden, den Geschäftsbereich MEDIMAX, der als einziger im Konzern Verluste schreibt, einer umfangreichen Restrukturierung zu unterziehen. Die MEDIMAX Filialorganisation wird in ein Kooperationsmodell (Franchise) überführt. Nicht rentable Standorte werden geschlossen. Dieser Prozess wird in 2021 abgeschlossen sein. Die dazu notwendigen Aufwendungen inklusive umfangreicher Drohverlustrückstellungen sind in diesem Konzernabschluss vollständig ergebnisbelastend enthalten.

Im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 wurde für das Jahr 2019 ein Rückgang der Umsatzerlöse auf ca. 950 Mio. € sowie eine stabile Rohertragsquote prognostiziert. Die Umsätze lagen in 2019 mit 908 Mio. € deutlich unter unseren Erwartungen. Dies lag am deutlichen Rückgang der Umsätze unserer MEDIMAX-Fachmärkte. Erfreulicherweise konnte die Rohertragsquote mit 18,2% im Vorjahresbereich gehalten werden.

Weiterhin hatten wir für 2019 konstante operative Erträge sowie leicht rückläufige operative Kosten geplant. Die operativen Erträge konnten in 2019 leicht gesteigert werden.

Wir hatten für 2019 rückläufige operative Aufwendungen erwartet. Auch dieses Ziel wurde - bereinigt um die Restrukturierungskosten des MEDIMAX-Bereiches - erreicht.

Das deutlich negative Jahresergebnis wurde wesentlich durch die in 2019 eingeleitete umfangreiche Restrukturierung unserer in Eigenregie betriebenen MEDIMAX-Filialen sowie der zentralen Organisation beeinflusst. Die Aufwendungen in diesem Zusammenhang belaufen sich auf zusammen 36,1 Mio. Euro.

Zusammengefasst wurde ein operatives EBT vor Steuern auf Vorjahresniveau erzielt. Das operative EBT beträgt-2,4 Mio. € nach -2,3 Mio. € im Vorjahr (siehe auch Ermittlung auf S.5) und liegt somit innerhalb unserer Erwartungen.

Das Net Working Capital lag 2019 wie prognostiziert über dem Wert von 2018. Der Wert wurde vor allem durch die aktive Steuerung der liquiden Mittel zum Jahresende 2019 beeinflusst. Vorabzahlungen an Lieferanten, die zu Zusatzerträgen führten, sowie verstärkt Überweisungen statt Scheckzahlungen wurden vorgenommen, um die von unseren Hausbanken ab 2020 flächendeckend geforderten Verwahrentgelte für Sichteinlagen -Negativzinsen - zu reduzieren.

Im ersten Tertial des Jahres 2020 lag die Umsatzentwicklung mit Ausnahme von MEDIMAX über unseren Planungen, obwohl die Zeit von Mitte März bis Ende April 2020 aufgrund der Corona-Pandemie durch geschlossene Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland gekennzeichnet war. Die MEDIMAX Märkte konnten in dieser Phase trotz geschlossener Verkaufsräume Umsätze von annähernd 50% des Vorjahresniveaus erzielen. Insgesamt blieben die Umsätze konzernweit somit leicht unterhalb der Planung. Die bisher erzielten Umsätze im Mai 2020 liegen deutlich über den Planungen.

2.3 Lage

2.3.1 Vorbemerkung

In den folgenden Gliederungspunkten analysieren wir insbesondere unsere finanziellen Leistungsindikatoren (Rohertragsquote, operatives EBT sowie Eigenkapitalquote und Net-Working-Capital).

2.3.2 Ertragslage

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse, die keine Streckenumsätze enthalten, sanken von 1.045,8 Mio. € auf 908,4 Mio. €. Dies resultiert vor allem aus strukturellen Reduzierungen der Umsätze mit größeren Mitgliedern, die nicht der Marketinglinie EP: zugehören, sowie aus dem Umsatzrückgang unserer MEDIMAX-Fachmärkte.

Der Wareneinsatz sank von 854,3 Mio. € auf 742,8 Mio. € proportional zum Umsatz. Der Rohertrag verringerte sich von 191,5 Mio. € um 13,5 % auf 165,5 Mio. € (vgl. Gliederungspunkt 2.2). Die Rohertragsquote blieb mit 18,2% auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen vor allem aufgrund von Erträgen im Zusammenhang mit einem Brandschaden in einer unserer MEDIMAX Filialen von 11,8 Mio. € auf 13,0 Mio. €. Im Wesentlichen beinhaltet dieser Posten Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen sowie sonstige neutrale, im Wesentlichen periodenfremde Erträge.

Der Personalaufwand sank von 110,3 Mio. € auf 99,4 Mio. €. Einer verringerten Mitarbeiterzahl standen höhere Aufwendungen für strukturelle Personalmaßnahmen entgegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sanken von 9,0 Mio. € auf 8,8 Mio. €. Hierin sind aufgrund der Restrukturierung im MEDIMAX-Bereich außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,0 Mio. € enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 96,3 Mio. € auf 110,0 Mio. €. Der Anstieg begründet sich durch die erhöhte Vorsorge im Rahmen der 2019 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen bei MEDIMAX mit 27,5 Mio. €. Der Posten umfasst im Wesentlichen Raumkosten, Werbekosten, Vertriebskosten und Zuführungen zu Rückstellungen. Im Berichtsjahr sind hier 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) periodenfremde Aufwendungen enthalten.

Das Zins- und Beteiligungsergebnis war mit -0,3 Mio. € negativ. (Vorjahr 0,2 Mio. €)

Bereinigt um Sonderaufwendungen und Sondererträge wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -2,4 Mio. € und damit wie erwartet auf Vorjahresniveau erzielt.

Im Einzelnen ermittelt sich das für unsere interne Steuerung relevante operative EBT wie folgt:

2019
Mio. €
2018
Mio. €
Konzernverlust -40,5 -12,9
Ertragsteuern (Aufwand) 0,5 0,6
Ergebnis vor Steuern -40,0 -12,3
Restrukturierungkosten MEDIMAX 31,3 0,0
Restrukturierung zentrale Organisation 4,8 3,0
Standort- und sonstige Schließungen * 1,5 5,5
Schließungskosten MEDIMAX Online 0,0 4,6
Standortschließungen Einzelhandel Niederlande 0,0 0,2
Effekt Veränderung Vorratsbewertung 0,0 -1,5
Effekt Neubewertung/ -einschätzung Rückstellungen 0,0 -2,9
Übrige Posten 0,0 1,1
Operatives EBT -2,4 -2,3

* Ohne Effekte bei den zukünftig zur Schließung vorgesehenen MEDIMAX Filialen. Diese sind in der Position

Restrukturierung MEDIMAX enthalten

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten einen Aufwand in Höhe von 0,5 Mio. € nach einem Aufwand in Höhe von 0,6 Mio. € im Vorjahr. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind insgesamt periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 48 (Vorjahr Aufwand T€ 30) enthalten.

Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf -39,7 Mio. € nach -12,5 Mio. € im Vorjahr.

Der Aufwand aus Teilgewinnabführungen betrug im Saldo 0,3 Mio. € nach 0,2 Mio. € im Vorjahr.

Somit wurde in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ein Konzernjahresfehlbetrag von 40,4 Mio. € nach einem Konzernjahresfehlbetrag von 12,8 Mio. € im Vorjahr, erzielt.

2.3.3 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote beträgt 27,8% nach 37,0% im Vorjahr. Sie drückt die unverändert sehr solide Finanzkraft des Konzerns aus.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen wie im Vorjahr nicht.

Alle übrigen Verbindlichkeiten resultieren aus dem laufenden Geschäftsverkehr, sind branchenüblich fällig, lauten auf Euro bzw. Schweizer Franken und sind unverzinslich.

Das Net Working Capital ist zum Stichtag mit 66,7 Mio. € nach 50,1 Mio. € im Vorjahr angestiegen. Einer weiteren Reduzierung der Vorräte stand ein Zugang bei den Forderungen entgegen. Die Verbindlichkeiten sanken deutlich. Maßgeblich für die Verringerung war die aktive Steuerung der liquiden Mittel. Zum Jahresende 2019 wurden Vorabzahlungen an Lieferanten, die zu Zusatzerträgen führten, sowie verstärkt Überweisungen statt Scheckzahlungen vorgenommen, um die von unseren Hausbanken ab 2020 flächendeckend geforderten Verwahrentgelte für Sichteinlagen -Negativzinsen - zu reduzieren.

Hierbei ist das Net Working Capital wie folgt definiert:

2019
Mio. €
2018
Mio. €
Vorratsvermögen 105,5 111,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68,7 65,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 107,5 127,3
Net Working Capital 66,7 50,1

Die Investitionen in das Anlagevermögen konnten auch in 2019 in voller Höhe finanziert werden, ohne Darlehen bei Kreditinstituten aufnehmen zu müssen. Derzeit bestehen keine weiteren Finanzierungsvorhaben.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen in den angegebenen Haftungsverhältnissen sowie den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die im Anhang erläutert werden. Die Verpflichtungen sanken von 81,8 Mio. € auf 62,7 Mio. €.

2.3.4 Investitionen

Die Investitionen betreffen mit 4,3 Mio. € die immateriellen Vermögensgegenstände. Sie beinhalten neben der Software für unsere zentrale B2B-Plattform mit Online-Bestellmöglichkeit für unsere kooperierten Einzelhändler noch weitere Investitionen in unseren E-Commerce-Auftritt.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 3,1 Mio. € umfassen vor allem die Modernisierung der Ladeneinrichtung sowie die Erneuerung der IT-Infrastruktur unserer MEDIMAX-Fachmärkte.

Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen belaufen sich auf 0,5 Mio. €. Sie betreffen Zugänge zu unseren assoziierten Unternehmen sowie Zugänge bei den sonstigen Ausleihungen. Hier sind die gemäß der Equity-Methode nach § 312 Abs. 4 HGB berücksichtigten anteiligen Ergebnisse des Jahres 2019 der Beteiligungsgesellschaften ausgewiesen.

Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestehen nicht.

2.3.5 Liquidität

Die liquiden Mittel einschließlich der kurzfristig liquidierbaren Wertpapiere sanken von 83,5 Mio. € auf 62,8 Mio. €. Dies ist darauf zurückzuführen, dass aufgrund der von unseren Hausbanken ab 1. Januar 2020 geforderten "Verwahrentgelte für Sichteinlagen" die Stichtagsliquidität als Ausgangspunkt der Negativverzinsung von uns bewusst reduziert wurde.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei -12,2 Mio. € und somit um 46,5 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Ohne die bewusste Verringerung der Stichtagsliquidität wäre der Wert positiv gewesen. Im Vorjahr war der Wert durch Stichtagseffekte deutlich positiv beeinflusst.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit -8,5 Mio. € um 2,9 Mio. € niedriger als im Vorjahr (-5,6 Mio. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt 2019 unverändert bei -0,1 Mio. €.

Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelfonds (ohne als Sicherheit verpfändete Termingeldeinlagen) von 82,1 Mio. € auf 61,4 Mio. €.

Aufgrund unserer vorausschauenden jederzeit aktuellen Finanzplanung, der wir eine sehr hohe Bedeutung beimessen, stellen wir sicher, dass wir sämtliche Zahlungsverpflichtungen jederzeit unter Ausnutzung der für uns maximal möglichen Zahlungskonditionen erfüllen können.

Die zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzten Kreditlinien belaufen sich auf insgesamt 7,2 Mio. € nach 31,6 Mio. € im Jahr 2018. Die noch im Jahr 2018 bestehenden Kreditlinien wurden bis auf zwei kleine "Basiskreditlinien" mangels Notwendigkeit nicht verlängert. Auch im Jahr 2020 wird nach den heutigen Erkenntnissen und Einschätzungen zur aktuell grassierenden Corona-Pandemie aufgrund unseres aktiven Liquiditätsmanagements, der Kreativität und des Einsatzes der Verantwortlichen unserer Mitglieds-, Regie- und Franchisebetriebe und der Unterstützung vieler Industriepartner keine Ausweitung dieser Basislinien notwendig werden. Die beschlossene Restrukturierung der MEDIMAX Filialorganisation ist in unseren Liquiditätsplanungen berücksichtigt und führt zu keinem Liquiditätsabfluss. Zum Zeitpunkt der Privatisierung oder Schließung eines Marktes werden die hierfür gebildeten Rückstellungen in Anspruch genommen und zugleich durch Freisetzung des working capitals refinanziert, so wie dies auch bei bisherigen Privatisierungen und Schließungen gewirkt hat.

2.3.6 Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen nahmen von 19,7 Mio. € im Vorjahr leicht auf 17,9 Mio. € ab. Den Investitionen in Höhe von 7,4 Mio. € standen Abschreibungen von 8,8 Mio. € sowie Abgänge mit Buchwerten von insgesamt 0,3 Mio. € gegenüber.

Die Finanzanlagen sanken von 1,2 Mio. € auf 1,0 Mio. €. Zugängen von 0,5 Mio. € stehen Abschreibungen von 0,5 Mio. € sowie Abgänge mit Buchwerten von 0,3 Mio. € gegenüber.

Die Vorräte sanken um 6,3 Mio. € auf 105,5 Mio. €. Der Rückgang betrifft vor allem die MEDIMAX-Fachmärkte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 3,1 Mio. € auf nunmehr 68,7 Mio. €. Ursächlich für den Anstieg war der Statuswechsel eines im Jahr 2018 verbundenen Unternehmens aufgrund eines Anteilsverkaufs unserer obersten Konzernmuttergesellschaft.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen von 14,1 Mio. € auf 0,2 Mio. € zurück. Der Rückgang ist auf die oben bereits genannte Ausweisänderung zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit 19,3 Mio. €, nach 19,0 Mio. € im Vorjahr, leicht angestiegen.

Die Pensionsrückstellungen blieben mit 3,3 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. €) konstant. Die Steuerrückstellungen blieben mit 0,2 Mio. € unverändert.

Die sonstigen Rückstellungen stiegen um 25,1 Mio. € auf 67,4 Mio. €. Hier sind vor allem die gebildeten Rückstellungen für die Restrukturierungsmaßnahmen bei MEDIMAX sowie für strukturelle Personalmaßnahmen in der zentralen Organisation mit insgesamt 31,6 Mio. € enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 19,8 Mio. € auf 107,5 Mio. €. Im Wesentlichen resultiert dieser Rückgang aus weniger im Umlauf befindlichen Schecks zum Stichtag. (s. Punkt 2.3.5).

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken um 3,7 Mio. € auf 17,2 Mio. €. Sie beinhalten überwiegend Steuerverbindlichkeiten.

2.3.7 Zusammenfassendes Ergebnis

Insgesamt liegt die Ertragslage unterhalb unserer Erwartungen und Prognosen. Sie ist geprägt durch Aufwendungen, die durch die in 2019 beschlossene Überführung der von uns selbst geführten MEDIMAX-Filialen in die Verantwortung von selbständigen Franchisepartnern sowie damit verbundene Schließungsentscheidungen, entstanden sind.

Eine Analyse des operativen EBT macht deutlich, dass wir mit dem Kooperationsmodell sowie comTeam über einen gesunden, profitablen Kern des Geschäfts verfügen, lediglich die MEDIMAX-Sparte derzeit defizitär ist. Wir werden das MEDIMAX Geschäftsmodell durch Überführung in ein reines Partnerschaftsmodell (Franchise) so restrukturieren, dass wir uns auch hier auf den gesunden Kern und seine Stärkung fokussieren und nachhaltig profitabel sein werden.

Die Vermögens- und Finanzlage zeigt weiterhin ein stabiles Bild und ist geprägt durch ein aktives Working Capital-Management. Die Bilanzsumme ist durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen bei MEDIMAX bereits verringert und wird in den nächsten Jahren weiterhin deutlich sinken. Die Eigenkapitalquote zeigt trotz der deutlichen Belastung aufgrund des hohen, durch Vorsorgemaßnahmen für die MEDIMAX-Restrukturierung verursachten, Jahresfehlbetrages einen soliden Wert von 27,8%.

2.3.8 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Kundenbelange

Ein nachhaltiges Kooperationsmodell für unsere Mitglieder ist von übergeordneter Bedeutung für deren und unseren Geschäftserfolg.

Die Verbundgruppe ElectronicPartner unterstützt die Eigenständigkeit ihrer Partner, indem sie ihnen die Vorteile einer starken Gemeinschaft bietet. Dazu zählen umfassende Dienstleistungen, die den Geschäftsalltag unserer Partner erleichtern, und günstige Einkaufskonditionen, die deren Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Gemeinsam sichern sich die Unternehmer durch die Kooperation mit ElectronicPartner eine starke Marktposition und erschließen sich attraktive Zukunftspotentiale. Der Anspruch, täglich "besten Service für unternehmerischen Erfolg" zu bieten, ist dabei unser Antrieb.

Unsere Kunden haben individuelle Bedürfnisse. Um diese zu erfüllen und unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen, setzen wir bei ElectronicPartner auf enge und langfristige Kooperationen mit unseren Industriepartnern. Dabei führen wir Marken und Produkte, die unsere hohen Ansprüche an Qualität, Innovation und Design erfüllen. Wir setzen auf eine Mehrmarkenstrategie, damit wir Verbraucherwünsche individuell über verschiedene Kanäle mit unterschiedlichen Serviceleistungen erfüllen können - so wie es am besten zu den Bedürfnissen des Einzelnen passt. Mit unseren Marken EP:, MEDIMAX und comTeam sowie unseren hochwertigen Sortimenten und Dienstleistungen bieten wir unseren Kunden sowohl ein breites als auch ein tiefes Portfolio.

Die Zufriedenheit unserer Mitglieder mit unseren Leistungen ist für uns wesentlicher Gradmesser für unser verantwortliches Handeln.

Umweltbelange

Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist für uns als aktives Mitglied der Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. So wird jeder MEDIMAX-Markt nach seinem Umbau mit verbrauchsfreundlicher LED-Beleuchtung wiedereröffnet.

Der ressourcensparende Umgang mit Druckern und Scannern im Verwaltungsbereich ist genauso selbstverständlich wie das Recycling von Altpapier, Batterien und sonstigen Rohstoffen.

Der von uns bezogene Strom ist zum ganz überwiegenden Teil klimaneutral.

Arbeitnehmerbelange

Wir bieten den Menschen bei ElectronicPartner ein Umfeld, in dem sie sich entfalten und gleichzeitig Verantwortung für ihre Aufgaben übernehmen. Dazu gehören ein lebendiger Austausch und eine offene Kommunikation ebenso wie das individuelle Fordern und Fördern aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Es ist unser Ziel, jeden Einzelnen durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen zu unterstützen, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Sie ermöglichen es, aktiv und eigenverantwortlich die berufliche Zukunft - durch Persönlichkeit und Fachkompetenz - mitzugestalten und damit einen Teil zum Unternehmenserfolg beizutragen. Wir setzen dabei auf die fundierte Erfahrung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit vielen Jahren bei uns an Bord sind, und auf frischen Wind durch unsere Auszubildenden sowie durch neue Mitglieder in unserem Team.

Das Thema Aus- und Weiterbildung ist uns sehr wichtig. Daher investieren wir hier in hohem Maße.

Um dem Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einer sinnvollen Gestaltung der Arbeitszeit und planbarer Freizeit gerecht zu werden bieten wir neben flexiblen Arbeitszeiten und unterschiedlichen Teilzeitmodellen auch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens.

Gesellschaftliches Engagement

Über 80 Jahre Firmengeschichte zeichnen ein klares Bild: In einem dynamischen Markt steht unsere in Düsseldorf verwurzelte Verbundgruppe gleichermaßen für Kontinuität und Innovation. Wir sind ein lokalverbundenes Familienunternehmen mit europäischer Ausrichtung. Wir orientieren uns an den Wünschen und Bedürfnissen der Verbraucher und bedienen diese mit einem ausgeprägten Trendbewusstsein. Wir sind ein Partner, der für Beständigkeit und Zuverlässigkeit steht.

Wir fördern die Ausbildung und Qualifizierung des Nachwuchses im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich, dies bedeutet einen Mehrwert für die Gesellschaft. Wir engagieren uns durch Spenden, Sponsoring und andere Formen der Unterstützung.

3. PROGNOSE- CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Chancen und Risikobericht

Nachfolgende Chancen und Risiken sind nach gleichartigen Risiken kategorisiert für unseren Konzern aufgeführt.

Strategische Risiken und Chancen

Ein strategisches Risiko besteht darin, bei der Ausrichtung des Vertriebs und der übrigen Organisation nicht die zukünftigen Wachstumsfelder zu berücksichtigen. Durch fortlaufende Marktanalysen, der Identifikation von Wachstumsfeldern, der daraus abgeleiteten Strategiedefinition und nicht zuletzt durch eine konsequente Ergebnissteuerung auf Ebene der Vertriebskanäle und Vertriebslinien beugen wir diesen Risiken vor und schaffen Chancen für das Unternehmen.

Ein weiteres strategisches Risiko liegt im Lieferantenportfolio. Mit der Pflege unserer langjährigen und verlässlichen Beziehungen zu unseren Lieferanten begegnen wir dem Risiko, wichtige Marken und Produkte nicht zu marktgerechten Preisen anbieten zu können. Die Vermeidung der Abhängigkeit von wenigen großen Lieferanten betrachten wir dabei als ein wesentliches Instrument der Risikominderung. Eine punktgenaue Warenverfügbarkeit und eine schnelle und zuverlässige Logistik sind heute entscheidend für die Zufriedenheit der Endkunden und damit für den Erfolg der Unternehmer vor Ort.

Marktbezogene Risiken und Chancen

Der forcierte Preiswettbewerb, nicht zuletzt verursacht durch den Online-Kanal sowie Veränderungen des Warengruppenmixes bergen das Risiko weiter sinkender Umsätze und Deckungsbeiträge. Durch Stabilisierung der Absatzwege, sowie mit regelmäßig vorgenommenen Kalkulationsanpassungen in den betroffenen Produktgruppen wirken wir, diesem Trend entgegen. Chancen bieten sich durch die verstärkte Vermarktung von weiteren Dienstleistungen wie Finanzierung, Garantieverlängerung, Installation, Heimvernetzung, Vertrieb von Mobilfunkverträgen etc., die zur Generierung von Zusatzerträgen führt.

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus dem Strukturproblem des mittelständischen Einzelhandels. Sowohl die fehlende Unternehmensnachfolge bei Mitgliedern als auch die Verschlechterung einzelner Standorte führt zu einem Abschmelzen unserer Mitgliedsbasis. Diesem Prozess wirken wir durch eine aktive, umfassende betriebswirtschaftliche Unterstützung unserer Mitglieder bzw. potentieller neuer Mitglieder entgegen. Für die Nachfolgesuche haben wir einen strategischen Prozess eingeleitet, der den Aufbau eines Pools potenzieller Interessenten sowie die intensive Analyse und wirtschaftliche Bewertung der in Frage kommenden Standorte zum Ziel hat.

Für unsere Fachmarktlinie MEDIMAX besteht das Risiko, dass die Marktanteilsverschiebung vom Fachmarkt zum Internet weiter fortschreitet bzw. an Intensität zunimmt. Dem begegnen wir durch den Ausbau unserer Online-Aktivitäten (eigene MEDIMAX-Online-Shops, ebay), der Fokussierung auf Zusatzerträge aus weiteren Dienstleistungen sowie die Verstärkung unserer Beratungskompetenz mit der Folge margenstärkerer Umsätze. Die Strategie, mit zentralen Online-Lockangeboten zusätzliches Volumen für die gesamte Fachmarktkette zu generieren, wurde aufgegeben. Seit Anfang 2019 findet das Rechtsgeschäft direkt zwischen Markt und Kunde statt. Dafür gibt es über www.medimax.de einen eigenständigen Shop für jeden der zur Zeit über 100 MEDIMAX-Märkte. Insgesamt sind wir mit unserem Omnichannel Ansatz so aufgestellt, dass wir unsere potenziellen Kunden online und offline da abholen, wo sie uns suchen. Das gilt sowohl für die Fachmarktlinie MEDIMAX als auch für den im Verbundgruppenbereich verwendeten systemischen Ansatz. Insbesondere während des Lockdowns im Zuge der COVID-19 Maßnahmen hat sich unser Omnichannel Ansatz sehr bewährt.

Insgesamt ergeben sich aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen Risiken einer geringeren Konsumlaune der Bevölkerung. Die durch Kurzarbeit, die bevorstehende länger anhaltende Rezession sowie eine deutlich erhöht erwartete Anzahl von Insolvenzen verursachten negativen Einkommenseffekte werden darüber hinaus die Konsumnachfrage begrenzen. Die erwarteten Umsatzrückgänge haben wir in unseren Planungen berücksichtigt und werden hierauf kurzfristig anpassungsfähig sein. Derzeit entwickeln sich die Umsätze nach Beginn der Lockerungsmaßnahmen jedoch ausgesprochen positiv und führen dazu, dass die in der Phase des Einzelhandels-Shutdowns verlorenen Umsätze teilweise wieder zurückgewonnen werden können.

Die Insolvenz eines wichtigen Lieferanten, wie sie z.B. im Jahr 2019 bei der Firma Loewe eintrat, ist ein weiteres marktbezogenes Risiko. Neben dem dadurch verursachten Umsatzverlust bei uns und unseren Mitgliedern besteht insbesondere das Risiko, dass vereinbarte Bonus- sowie Garantie- und Gewährleistungsansprüche seitens des Lieferanten nicht mehr erfüllt werden. Dem beugen wir neben den kontinuierlichen Marktbeobachtungen und Gesprächen mit unseren Lieferanten durch regelmäßige, zeitnahe Verrechnung von Bonusansprüchen einerseits und der Bildung ausreichend dotierter Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistungsfälle andererseits vor.

Durch die Corona-Pandemie müssen wir damit rechnen, dass die Ertragslage einiger unserer Hersteller-Vertragspartner sich verschlechtert und möglicherweise im Extremfall uns zustehende Zahlungen von Herstellern wegen Zahlungsunfähigkeit ausbleiben. Wir rechnen jedoch derzeit bei keinem dieser Vertragspartner, die sich durch eine gewisse Größe auszeichnen, mit dem Eintritt solch eines Szenarios. Durch die starke Streuung unserer Hersteller-Vertragspartner und deren Erträgen würde die Insolvenz des einen oder anderen dieser Vertragspartner die Ertrags- und auch die Vermögenslage zwar negativ beeinflussen, allerdings keinesfalls existenzgefährdende Ausmaße annehmen können.

Ansonsten kann es dazu kommen, dass bereits vereinbarte Jahresziele nicht vollständig erreicht werden und somit die Erträge geringer als geplant ausgewiesen werden.

Dem Risiko der Insolvenz eines wichtigen IT-Dienstleistungspartners begegnen wir mit unserer IT-Strategie mit konsequenter Standardisierungsausrichtung sowie dem konsequenten Einsatz von A-Lieferanten im IT-Umfeld.

Dem Risiko von Forderungsausfällen bzw. der Inanspruchnahme unserer Delkrederezusagen durch die Lieferanten begegnen wir bilanziell durch Bildung entsprechender Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sowie Rückstellungen für Delkredererisiken. Ein professionelles Forderungsmanagement ist Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit. Bereits bei der Aufnahme neuer Mitglieder in die Verbundgruppe erfolgt eine intensive Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Im laufenden Geschäftsverkehr werden zeitnah wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen ermittelt, ausgewertet und von der Geschäftsleitung beurteilt und ggf. entsprechende Handlungsanweisungen entwickelt.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Das Risiko einer zu geringen Lagerumschlagsgeschwindigkeit der Bestände, das zu einer erhöhten Kapitalbindung führt, steuern wir durch die Ende 2013 erfolgte Neuausrichtung der Lagerhaltungs- und Logistikstruktur, die zu deutlich verringerten Bestandsniveaus geführt hat. Darüber hinaus wird eine aktive Bestandssteuerung unter Berücksichtigung der jederzeitigen Lieferbereitschaft betrieben, die durch Zielvereinbarungen mit den verantwortlichen Personen unterstützt wird.

Finanzwirtschaftliche Risiken/Risikoberichterstattung Finanzinstrumente

Die verwendeten Finanzinstrumente beinhalten aufgrund der sehr vorsichtigen Anlagepolitik nahezu keine Marktrisiken. Währungsrisiken spielen aufgrund der Konzentration auf den Euroraum nur eine untergeordnete Rolle. Zinsänderungsrisiken wird durch Marktbeobachtungen sowie entsprechend daraus abgeleiteten Anlagehorizonten Rechnung getragen.

Möglichen Liquiditätsrisiken wird durch eine jederzeit aktuelle Finanzplanung sowie ein aktives Liquiditätsmanagement begegnet.

Am 16. März 2020 wurde aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus bzw. der damit verbundenen Krankheit COVID-19 von der Bundesregierung eine Schließung der nicht systemrelevanten Handelsunternehmen beschlossen. Von dieser Schließung waren auch die angeschlossenen Fachhändler von ElectronicPartner sowie alle MEDIMAX-Fachmärkte betroffen. Ab 22.04.2020 konnten die Märkte sukzessive wiedereröffnet werden.

Um etwaigen Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken wurden insbesondere folgende Maßnahmen umgesetzt:

Vereinbarung verlängerter Zahlungsziele mit Lieferanten

Beantragung von Kurzarbeit für Mitarbeiter der eigenen MEDIMAX-Filialbetriebe sowie Mitarbeiter der Unternehmenszentrale in Düsseldorf

Stundung von Steuerzahlungen

Stundung von Mietzahlungen in Absprache mit den Vermietern

Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung wurde intensiviert und regelmäßig im Gremium der geschäftsführenden Direktoren diskutiert. Auf Tagesbasis wurden Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Die Liquiditätsplanung wurde mit Verwaltungsrat und Gesellschaftern diskutiert. Der sich aufgrund der vorsichtigen Liquiditätsplanung ergebende maximale Liquiditätsbedarf wird vollumfänglich durch die bestehenden Banklinien gedeckt werden. Eventueller zusätzlicher Liquiditätsbedarf wird durch ein Gesellschafterdarlehen gedeckt werden, das bei Bedarf zur Auszahlung bereitstehen wird. Staatsmittel werden nicht benötigt und nicht beantragt.

Durch den konzerninternen Finanzausgleich (Cash Pooling) wird eine Optimierung der Liquidität erreicht.

Zusammenfassendes Ergebnis zur Risikotragfähigkeit

Das vorhandene Eigenkapital deckt das Gesamtrisiko vollständig ab. Somit besteht keine Bestandsbedrohung durch die aggregierte Gesamtrisikowirkung.

Die gegenwärtige Liquidität in Verbindung mit den von unseren Hausbanken zur Verfügung gestellten Kreditlinien ist zur Risikodeckung ausreichend.

Insgesamt hat sich die Risikolandschaft mit Ausnahme der durch die Corona-Pandemie verursachten bzw. erhöhten Risiken gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand unseres Konzerns gefährdenden Risiken, auch nicht in Verbindung mit anderen Risiken, ab.

3.2 Prognosebericht

Das Jahr 2020 wird durch den Ausbruch der Corona-Pandemie und die dadurch ausgelöste Rezession gesamtwirtschaftlich so schwierig wie kein Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg werden. Derzeit ist nicht absehbar, wie und wann sich die Immunisierung der Bevölkerung vollziehen wird, wann ein Impfstoff zur Verfügung steht und ob die derzeitigen Lockerungsmaßnahmen dauerhaft bestehen bleiben können. Des Weiteren ist schwer prognostizierbar, wie sich die Konsumneigung und insbesondere die verfügbaren finanziellen Mittel der Bevölkerung im Verlauf des Jahres 2020 entwickeln werden.

In diesen Rahmenbedingungen rechnen wir für 2020 mit Umsatzerlösen, die unterhalb denen von 2019 liegen werden. Neben den im MEDIMAX Einzelhandel in der Zeit des Shutdown verlorenen Umsätzen, die im Jahresverlauf nicht zurückgewonnen werden können wird insbesondere die Schließung und Privatisierung von MEDIMAX-Filialen zu einem deutlich verringerten Umsatzausweis im Konzernabschluss 2020 führen. Wir rechnen mit Umsatzerlösen in der Bandbreite von 700 bis 800 Mio. €.

Beim Rohertrag rechnen wir mit einer leicht rückläufigen Rohertragsquote im Vergleich zu diesem Jahr.

Weiterhin erwarten wir aufgrund der geringeren Anzahl der für das volle Geschäftsjahr 2020 operativen bzw. konsolidierten Unternehmen verringerte sonstige Erträge sowie verringerte operative Kosten, die weiterhin stark durch die IT-Investitionen beeinflusst sind.

Neben weiterhin positiven Ergebnisbeiträgen durch die Kooperation Deutschland , unsere Auslandsgesellschaften sowie comTeam, erwarten wir aufgrund der vollständigen Berücksichtigung, insbesondere durch Bildung von Drohverlustrückstellungen, der Restrukturierungskosten im Konzernabschluss 2019 in 2020 auch von MEDIMAX ohne den Ergebniseffekt durch Covid-19 einen positiven Ergebnisbeitrag. Insgesamt erwarten wir, ohne den Ergebniseffekt durch Covid-19 ein operatives EBT vor Steuern von 2,5 Mio. €. Den durch die Corona-Pandemie verursachten negativen Ergebniseffekt schätzen wir auf ca. 8 Mio. €. Unter Berücksichtigung dieses Effekts rechnen wir für das Jahr 2020 mit einem Jahresfehlbetrag von ca. 5,5 Mio. €. Neben den Effekten aus der Corona-Pandemie erwarten wir für das Jahr 2020 derzeit keine Sondereffekte.

Die MEDIMAX Restrukturierung wird neben einem weiterhin aktiven Working-Capital-Management zu einem deutlich verringerten Net Working Capital Ende 2020 gegenüber 2019 führen (vgl. Gliederungspunkt 2.3.3).

 

Düsseldorf, den 29. Mai 2020

Volker Marmetschke

Friedrich Sobol

Karl Trautmann

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 3.731.850,01 3.294.656,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 110.236,10 171.790,17
3. Geleistete Anzahlungen 6.091.832,26 5.618.982,20
9.933.918,37 9.085.428,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.129.270,42 2.849.526,19
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.815.907,92 7.731.596,64
7.945.178,34 10.581.122,83
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 819.123,27 728.234,28
2. Sonstige Beteiligungen 432,36 81.132,36
3. Sonstige Ausleihungen 208.208,48 374.282,02
1.027.764,11 1.183.648,66
18.906.860,82 20.850.199,87
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 105.495.471,41 111.785.555,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68.668.748,05 65.558.985,54
(davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr € 1.566.840,39; Vorjahr € 1.031.410,64)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 172.133,55 14.055.104,19
(davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.009.348,14 960.828,69
(davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 19.309.334,01 18.985.808,11
(davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr € 56.549,40; Vorjahr € 0,00)
89.159.563,75 99.560.726,53
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 1.194.045,01 1.150.072,28
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 61.598.454,51 82.309.530,03
257.447.534,68 294.805.884,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 960.752,61 685.820,26
277.315.148,11 316.341.904,77

Passiva

31.12.2019
31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 31.000.000,00 31.000.000,00
II. Kapitalrücklage 449.470,81 449.470,81
III. Gewinnrücklagen 60.092.713,18 60.092.713,18
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 6.018.623,75 5.559.610,94
V. Gewinnvortrag 20.065.135,62 32.988.352,32
VI. Konzernverlust -40.491.370,92 -12.923.216,70
77.134.572,44 117.166.930,55
VII. Nicht beherrschende Anteile 20.000,00 20.000,00
77.154.572,44 117.186.930,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.339.759,49 3.298.560,31
2. Steuerrückstellungen 166.507,77 169.099,20
3. Sonstige Rückstellungen 67.425.977,90 42.285.777,49
70.932.245,16 45.753.437,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 107.542.611,81 127.330.137,28
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 107.542.611,81; Vorjahr € 125.866.252,01)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 2.905.752,08
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 2.905.752,08)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.091.798,91 1.605.975,20
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.091.798,91; Vorjahr € 1.605.975,20)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 17.164.579,98 20.858.720,15
(davon aus Steuern € 10.249.404,53; Vorjahr € 13.269.690,40)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 96.645,22; Vorjahr € 132.444,58)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 17.103.835,83; Vorjahr € 20.765.720,15)
125.798.990,70 152.700.584,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.341.679,27 695.227,70
E. Passive latente Steuern 87.660,54 5.724,81
277.315.148,11 316.341.904,77

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019
2018
1. Umsatzerlöse 908.364.151,45 1.045.841.234,66
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 368.649,35 78.535,06
3. Sonstige betriebliche Erträge 13.045.330,46 11.799.839,76
(davon aus Währungsumrechnung € 22.884,12; Vorjahr € 18.659,42)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -702.464.135,83 -805.877.558,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -40.356.117,65 -48.435.869,47
-742.820.253,48 -854.313.428,08
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -83.037.459,40 -92.739.319,25
b) Soziale Abgaben -15.759.015,72 -16.940.248,87
c) Aufwendungen für Altersversorgung -590.248,51 -617.070,88
-99.386.723,63 -110.296.639,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.777.840,32 -8.967.483,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -109.977.445,81 -96.327.996,81
(davon aus Währungsumrechnung € 710,32;
Vorjahr € 81.794,54)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 308.741,40 191.900,71
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 325.864,85 309.800,68
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 41.112,40)
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 16.620,62; Vorjahr € 13.123,40)
10. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 113.144,93 152.062,46
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -473.243,80 -108.352,02
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -276.782,18 -328.695,98
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,00)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 232.787,73; Vorjahr € 301.367,30)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -518.493,51 -572.375,93
14. Ergebnis nach Steuern -39.704.900,29 -12.541.597,67
15. Sonstige Steuern -30.802,91 -58.529,84
16. Ertrag aus Teilverlustübernahmen 42.418,25 233.926,65
17. Aufwand aus Verlustübernahmen -314.252,76 0,00
18. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -389.853,21 -457.604,30
19. Konzernjahresfehlbetrag -40.397.390,92 -12.823.805,16
20. Nicht beherrschende Anteile -93.980,00 -99.411,54
21. Konzernverlust -40.491.370,92 -12.923.216,70

Konzernanhang zum 31. Dezember 2019

Allgemeine Erläuterungen

Die ElectronicPartner Handel SE hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Register-Nr. HRB 61492 eingetragen.

Der Konzernabschluss der ElectronicPartner Handel SE ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden.

I. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen auf Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen werden linear vorgenommen. Handelsrechtlich wird die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet, wonach geringwertige abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten € 800 nicht übersteigen, bereits im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die bis 2009 aus der Kapitalkonsolidierung entstanden sind, wurden ab dem Folgejahr über vier Jahre linear abgeschrieben. Ab 2010 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über fünf Jahre, beginnend mit dem Jahr der Entstehung, linear abgeschrieben. Ab 2016 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend der Neuregelung nach BilRUG nach individueller Einschätzung und sofern diese nicht verlässlich bestimmt werden kann über zehn Jahre, beginnend mit dem Jahr der Entstehung, linear abgeschrieben. In Einzelabschlüssen bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode auf Basis der Buchwertmethode bewertet.

Die Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach konzerneinheitlichen Richtlinien. Vorräte aus Lieferungen von konsolidierten Gesellschaften sind nach Zwischengewinneliminierung zu den nach handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt. Für Wertminderungen werden angemessene Abschläge vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten abzüglich Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen bzw. zum Barwert angesetzt. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand sind durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Kurswert ausgewiesen.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aktive latente Steuern entstanden aus der Zwischengewinneliminierung. Soweit sich aufgrund von Konsolidierungsvorgängen aktive oder passive latente Steuern ergeben, werden diese mit einem Steuersatz von 30 % gerechnet und saldiert ausgewiesen.

Passive latente Steuern sind in den lokalen Handelsbilanzen nicht entstanden. Aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Passive latente Steuern auf Unterschiedsbeträge aus der Anpassung der nationalen Ergebnisse an die Handelsbilanzen II werden mit den landesspezifischen Steuersätzen gerechnet, im Geschäftsjahr kam der Steuersatz von 21 % zur Anwendung. Sie werden im Konzernabschluss mit den latenten Steuern, die aus Konsolidierungsvorgängen resultieren, saldiert ausgewiesen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Ansätzen im Vorratsvermögen sowie bei Forderungen und Rückstellungen. Aktivüberhänge an latenten Steuern auf solche Unterschiedsbeträge werden nicht angesetzt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der Projected Unit Credit Methode (PUC) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G (Vorjahr 2005 G) von Prof. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,71 % und eines Rententrends von 2,4 % bzw. 2,0 %. Aktive Anwärter sind nicht vorhanden. Bei dem Rechnungszinssatz von 2,71 % handelt es sich um einen fristenkongruenten, durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird. Es wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Der Unterschiedsbetrag zu der Bewertung mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt für 2019 T€ 169 (Vorjahr T€ 208) und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Übrige langfristige Rückstellungen wurden mit einem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird, abgezinst.

Die anderen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

II. Konsolidierungsgrundsätze

Die folgenden Konsolidierungsgrundsätze werden soweit nicht anders aufgeführt gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Der Stichtag der Jahresabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen entspricht dem Konzernabschlussstichtag (31. Dezember 2019).

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung nach den §§ 300, 301 HGB wird nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Hierbei werden die Wertansätze der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen mit den hierauf entfallenden Anteilen am Eigenkapital des Unternehmens verrechnet.

Die Konsolidierung erfolgt auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Soweit sich bei der Konsolidierung aktive oder passive Unterschiedsbeträge ergeben, wurden sie bis einschließlich 1999 grundsätzlich mit den Rücklagen verrechnet. Der Aktivsaldo dieser Unterschiedsbeträge (saldiert mit passiven Unterschiedsbeträgen von unverändert T€ 41) beträgt unverändert T€ 207. Weiterhin sind Passivbeträge aus Veränderungen im Konsolidierungskreis aus 2010 in Höhe von T€ 84 saldiert. Aus Veränderungen im Konsolidierungskreis 2013 resultieren Passiv-Zugänge in Höhe von T€ 25.

Seit dem Jahr 2000 ist der Konzern dazu übergegangen, aktive Unterschiedsbeträge als Firmenwert gesondert auszuweisen und nach § 309 Abs. 1 HGB grundsätzlich über vier Jahre abzuschreiben. Ab 1. Januar 2010 erfolgt die planmäßige Abschreibung neu entstehender Firmenwerte nach BilMoG über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren, beginnend im Entstehungsjahr. Ab 2016 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß § 253 Abs.3 HGB nach individueller Einschätzung und sofern diese nicht verlässlich bestimmt werden kann über zehn Jahre, beginnend mit dem Jahr der Entstehung, linear abgeschrieben. Abweichend davon wurde der in 2006 aus dem Erwerb weiterer Anteile der Expert Holding AG/Schweiz entstandene Firmenwert von T€ 228 mit den Gewinnrücklagen verrechnet, er ist in den oben genannten Unterschiedsbeträgen (T€ 207) enthalten. Aus der Verschmelzung der Expert Genossenschaft auf die ElectronicPartner Schweiz AG ergab sich in 2017 ein erfolgsneutraler Zugang zum Eigenkapital von T€ 407.

2. Equity Bilanzierung

Die Equity Bilanzierung erfolgt gem. § 312 HGB nach der Buchwertmethode. Der jeweilige Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird als Firmenwert über fünf Jahre, ab 2016 über zehn Jahre, beginnend mit dem Jahr der Entstehung, abgeschrieben. Auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien wird verzichtet. Ebenso wird auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen im Rahmen der Equity Bilanzierung verzichtet, da die für die Beurteilung maßgeblichen Sachverhalte nicht zugänglich sind.

Die Beteiligung an der MEDIMAX Electronic Frankfurt/Oder GmbH wurde zum 1. Januar 2014 erstmals nach der Equity Methode erfasst. Aus der erstmaligen at Equity Bilanzierung assoziierter Unternehmen, die zuvor mit den Anschaffungskosten bilanziert wurden, ist in 2014 ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe der thesaurierten Gewinne entstanden, der erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde (T€ 242).

3. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Bilanzposten der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt gemäß § 308a HGB zum Devisenkassamittelkurs bzw. für das Eigenkapital mit historischen Kursen. Für die Umrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung wird mit den Jahresdurchschnittskursen gerechnet. Die sich ergebenden Differenzen aus der Bewertung zum Stichtagskurs gegenüber der Bewertung zum historischen Kurs einerseits sowie gegenüber dem Jahresdurchschnittskurs andererseits werden unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten der jeweiligen Einzelabschlüsse mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Somit werden neben den unrealisierten Aufwendungen auch unrealisierte Erträge erfolgswirksam erfasst.

4. Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung werden in der konsolidierten Bilanz die sich entsprechenden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen aufgerechnet.

In den Jahresabschlüssen vermerkte Eventualverbindlichkeiten aus dem Rechtsverkehr zwischen den einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss eliminiert.

5. Drittschuldenkonsolidierung

Bei der Drittschuldenkonsolidierung werden die in den Einzelabschlüssen ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten auf Konzernebene saldiert, sofern diese gegenüber denselben Lieferanten bestehen.

6. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind bei den Umsatzerlösen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegen die entsprechenden Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen aufgerechnet worden. Die anderen Erträge aus Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Eliminiert wurden die Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen, die Zinsen aus gruppeninternen Kreditgewährungen sowie Kostenumlagen.

7. Zwischengewinneliminierung

Zwischengewinne aus konzerninternen Veräußerungsvorgängen der Tochtergesellschaften werden vollständig eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen wird im Rahmen der Equity Bilanzierung verzichtet.

III. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Gliederung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens sind im Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte mit Restbuchwerten in Höhe von T€ 10 (Vorjahr T€ 57) werden entsprechend der damaligen Gesetzeslage planmäßig über fünf Jahre abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte mit Restbuchwerten von T€ 100 (Vorjahr T€ 115) werden entsprechend der aktuellen Gesetzeslage nach individueller Einschätzung und sofern diese nicht verlässlich bestimmt werden kann, planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben.

Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.

Die im Anlagenspiegel unter den kumulierten Abschreibungen ausgewiesenen Währungsanpassungen beinhalten auch die Differenzen aus der Anpassung an den Durchschnittskurs in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Im Geschäftsjahr fielen, im Rahmen der Restrukturierung im MEDIMAX-Bereich, außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 966 an.

Auf die Finanzanlagen erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen bei den sonstigen Ausleihungen in Höhe von T€ 393 (Vorjahr T€ 108) sowie auf eine sonstige Beteiligung in Höhe von T€ 81 (Vorjahr T€ 0).

Vorräte

Im Rahmen der Restrukturierung im MEDIMAX-Bereich fand eine Teilwertabschreibung auf Vorräte in Höhe von T€ 2.819 statt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen , mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Grundkapital unserer Gesellschaft beträgt unverändert € 31.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien.

G ewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten neben den Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft auch die in der Vergangenheit verrechneten Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung.

Gewinnvortrag

Im Gewinnvortrag werden die während der Konzernzugehörigkeit bisher erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften und die Vorträge der Zwischengewinneliminierung bei den Vorräten und anderen konzerninternen Transaktionen ausgewiesen.

Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung

In Anwendung von § 308a HGB werden Veränderungen des Eigenkapitals aufgrund der Währungsumrechnung gesondert als "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Eigenkapitalspiegel

Die Darstellung der Veränderung des Konzerneigenkapitals erfolgt nach DRS 22 (siehe Seite 30 f.).

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen, die einen nicht unwesentlichen Umfang haben, bestehen für Aufwendungen im Personalbereich (T€ 17.348; Vorjahr T€ 13.344), Garantieverpflichtungen (T€ 4.654; Vorjahr T€ 5.063), für Delkredere-Risiken (T€ 5.649; Vorjahr T€ 4.836), für Risiken aus Lieferantenabrechungen (T€ 7.438; Vorjahr T€ 3.605) sowie für nicht abgerechnete Kundenansprüche (T€ 1.516; Vorjahr T€ 3.149).

In den sonstigen Rückstellungen sind in 2019 Restrukturierungsaufwendungen für die MEDIMAX Filialen sowie die zentrale Organisationstruktur in Höhe von T€ 31.614 enthalten, die wiederum teilweise in den oben genannten Summen enthalten sind.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben T€ 0 (Vorjahr T€ 1.464) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Wie im Vorjahr hatten davon T€ 0 eine Restlaufzeit über fünf Jahre. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben T€ 61 (Vorjahr T€ 93) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und T€ 61 (Vorjahr T€ 62) eine Restlaufzeit über fünf Jahre.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Passive Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden mit den passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Im Konzernabschluss sind passive latente Steuern von T€ 392 (Vorjahr T€ 389) auf Unterschiedsbeträge aus der Anpassung der nationalen Ergebnisse an die Handelsbilanzen II enthalten.

Darüber hinaus sind aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen von T€ 304 (Vorjahr T€ 383) entstanden.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gliederung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Umsatzerlöse

2019
T€
2018
T€
Inland 728.839 847.810
Ausland 179.525 198.031
908.364 1.045.841

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse aus Zahlungen von Lieferanten für Vorjahre in Höhe von T€ 648 (Vorjahr T€ 240) enthalten.

A ußergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2019 entstanden im Personalaufwand außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit zentralen Restrukturierungskosten (4,8 Mio. €; Vorjahr 3,0 Mio. €) sowie Aufwendungen aus der in 2019 beschlossenen Restrukturierungen der MEDIMAX Sparte in Höhe von 31,3 Mio. € (davon 27,5 Mio. € im sonstigen betrieblichen Aufwand, 1,0 Mio. € bei den Abschreibungen sowie 2,8 Mio. € im Aufwand für bezogene Waren). Darüber hinaus sind im Geschäftsjahr 2019 insbesondere erhöhte Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen aus der Schließung von Einzelhandelsstandorten entstanden (1,5 Mio. €; Vorjahr 5,5 Mio. €).

Im Vorjahr ergaben sich außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. € aus den Einzelhandelsaktivitäten in den Niederlanden sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einstellung der Geschäftstätigkeit bei der MEDIMAX Online GmbH.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 5.738 (Vorjahr T€ 8.666). Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie dem Zahlungseingang von abgeschriebenen Forderungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 1.808 (Vorjahr T€ 1.196), die mit T€ 934 (Vorjahr T€ 541) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und mit T€ 874 (Vorjahr T€ 655) in den Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten sind.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag ist insgesamt periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 48 (Vorjahr Ertrag T€ 30) enthalten.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Es handelt sich mit T€ 392 (Vorjahr T€ 108) um außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen auf sonstige Ausleihungen sowie mit T€ 81 (Vorjahr T€ 0) um außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr sind hier Aufwendungen für die Restrukturierung MEDIMAX in Höhe von T€ 27,5 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In diesem Posten ist Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von T€ 67 (Vorjahr T€ 92) verrechnet.

Zum 31.12.2018 wurden passive latente Steuern in Höhe von T€ 6 ausgewiesen. Durch Währungseffekte in Höhe von T€ 15 und Steueraufwand in Höhe von T€ 67 hat sich der Saldo um T€ 82 verändert, sodass zum 31.12.2019 T€ 88 passivisch ausgewiesen werden.

Ertrag aus Teilverlustübernahmen / Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn

In diesen Posten werden die aufgrund von stillen Beteiligungen in Tochterunternehmen an die stillen Gesellschafter abgeführten Gewinne bzw. die von den stillen Gesellschaftern übernommenen Verluste ausgewiesen.

Aufwendungen aus Verlustübernahmen

Unter den Aufwendungen aus Verlustübernahmen werden die bis zum Veräußerungszeitpunkt vom Konzern zu tragenden Verluste der unterjährig veräußerten Gesellschaften erfasst, die aus Vereinfachungsgründen bereits zum 1. Januar 2019 entkonsolidiert wurden.

V. Konsolidierungskreis

Im Jahr 2019 wurden folgende Beteiligungen veräußert:

Plusanschluss GmbH, Düsseldorf (jetzt: Electro Live GmbH)

MEDIMAX Electronic Objekt Halberstadt GmbH, Düsseldorf (jetzt: M.S. Media Electronic Halberstadt GmbH)

MEDIMAX Electronic Objekt Groß-Gerau GmbH, Düsseldorf (jetzt: Electronic Vertrieb und Service Alonzo GmbH)

An der MEDIMAX Electronic Teltow GmbH, Teltow (jetzt: F. Jagielski Electronic GmbH) wurde ein Mehrheitsanteil veräußert. Die F. Jagielski Electronic GmbH, Teltow wird zum 31.12.2019 at Equity konsolidiert.

Aus Vereinfachungsgründen erfolgte die Entkonsolidierung der unterjährig veräußerten Gesellschaften unter Ausübung des Wahlrechts gem. § 296 Abs. 2 HGB zum 01.01.2019, da die Gesellschaften einzeln und auch in Summe von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind.

Aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises haben sich keine wesentlichen Auswirkungen hinsichtlich der Vergleichbarkeit ergeben.

Der Stichtag des Konzernabschlusses stimmt mit dem Stichtag des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens ElectronicPartner Handel SE, Düsseldorf, überein. Sämtliche voll konsolidierten Unternehmen haben ebenfalls das gleiche Geschäftsjahr.

In den Konsolidierungskreis (§ 294 Abs. 1 HGB) des ElectronicPartner Handel - Konzerns wurden neben dem Mutterunternehmen folgende unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungen einbezogen:

Tochterunternehmen

1. Inländische Unternehmen

ElectronicPartner Logistik GmbH, Düsseldorf

ElectronicPartner International GmbH & Co. KG, Düsseldorf (Anteil 81,8%)

ElectronicPartner International Beteiligungs-GmbH, Düsseldorf (Anteil 81,8%)

ElectronicPartner Media Agentur GmbH, Düsseldorf

ElectronicPartner GmbH, Düsseldorf

comTeam Systemhaus GmbH, Düsseldorf

comTeam ITServices GmbH, Düsseldorf

comTeam Business Solutions GmbH, Düsseldorf

comTeam Portal GmbH, Düsseldorf

EP:Netshop GmbH, Düsseldorf

Atrium 131. Europäische VV SE, Düsseldorf

Atrium 132. Europäische VV SE, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Monschau GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Hamburg-Farmsen GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Goch GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Freital GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Berlin-Pankow GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Hamburg-Barmbek GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Berlin-Weißensee GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Hamburg-Rahlstedt GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Geldern GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Schwentinental GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Nettetal GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Waldkirch GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Jena-Burgau GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Wolfen-Bobbau GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Mettmann GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Elsterwerda GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Osterholz-Scharmbeck GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Limburg-City GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Fulda GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Waldshut-Tiengen GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Heinsberg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Eberswalde GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Cottbus GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Gotha GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Bochum GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Dortmund GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Pfungstadt GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Haltern GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Bad Camberg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Dresden-Neustadt GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Stein GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Bottrop GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Görlitz GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Neuruppin, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Kaiserslautern GmbH & Co. KG, Kaiserslautern

MEDIMAX Electronic Beteiligungsgesellschaft Kaiserslautern mbH, Kaiserslautern

MEDIMAX Electronic Handelsgesellschaft Rhede mbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Hildesheim GmbH, Hildesheim

MEDIMAX Electronic Lüneburg GmbH, Lüneburg

MEDIMAX Electronic Objekt Marl GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Berlin-Marzahn GmbH, Berlin

MEDIMAX Electronic Dessau GmbH, Dessau

MEDIMAX Electronic Objekt Magdeburg-City GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Wildau GmbH, Wildau

MEDIMAX Electronic Berlin-Köpenick GmbH, Berlin

MEDIMAX Electronic Handel Limburg GmbH, Limburg

MEDIMAX Electronic Berlin-Prenzlauer Berg GmbH, Berlin

MEDIMAX Electronic Andernach GmbH, Andernach

MEDIMAX Electronic Senftenberg GmbH, Senftenberg

MEDIMAX Electronic Meißen GmbH, Meißen

MEDIMAX Electronic Offenburg GmbH, Offenburg

MEDIMAX Electronic Regensburg GmbH, Regensburg

MEDIMAX Electronic Stralsund GmbH, Lüssow

MEDIMAX Electronic Weißenfels GmbH, Weißenfels

MEDIMAX Electronic Berlin-Reinickendorf GmbH, Berlin

MEDIMAX Electronic Kiel GmbH, Kiel

MEDIMAX Electronic Objekt Hamburg-Bergedorf GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Hamburg-Wandsbek GmbH, Hamburg

MEDIMAX Electronic Objekt Dresden-Seidnitz GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Würselen GmbH, Würselen

MEDIMAX Electronic Albstadt GmbH, Albstadt

MEDIMAX Electronic Sigmaringen GmbH, Sigmaringen

MEDIMAX Electronic Wismar GmbH, Gägelow

MEDIMAX Electronic Objekt Duisburg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Schwerin GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Coesfeld GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Berlin-Charlottenburg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Strausberg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Schenefeld GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Dinslaken GmbH, Dinslaken

MEDIMAX Electronic Oberhausen GmbH, Oberhausen

MEDIMAX Electronic Objekt Plauen GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Kempen GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Halle GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Oranienburg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Stendal GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Lutherstadt-Wittenberg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Wernigerode GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Aschersleben GmbH, Düsseldorf

TH Electronic Store Merseburg GmbH, Merseburg (vormals MEDIMAX Electronic Objekt Merseburg GmbH, Düsseldorf)

MEDIMAX Electronic Objekt Berlin-Lichtenberg GmbH, Düsseldorf

howeda Electronic GmbH, Dallgow-Döberitz (vormals MEDIMAX Electronic Objekt Dallgow GmbH, Düsseldorf)

Electronic Objekt Annaberg-Buchholz GmbH, Lichtenau (vormals MEDIMAX Electronic Objekt Annaberg-Buchholz GmbH, Düsseldorf)

MEDIMAX Electronic Objekt Riesa GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Bautzen GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Hamburg-Stellingen GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Magdeburg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Hannover-Döhren GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Hannover-Brink-Hafen GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Mülheim GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Bernau GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Halle-Südstadt GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Süd-Ost GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX West GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Nord-Ost GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Zentrale Electronic SE, Düsseldorf

MEDIMAX Online GmbH, Düsseldorf

ElectronicPartner Entertainment GmbH, Düsseldorf

2. Ausländische Unternehmen

ElectronicPartner Nederland B.V., Vianen/Niederlande

Feruton B.V., Vianen/Niederlande

ElectronicPartner Belgium N.V., Zaventem/Belgien

Euromasters B.V.B.A., Zaventem/Belgien

ElectronicPartner Austria GmbH, Wiener Neudorf/Österreich

ElectronicPartner Holding GmbH, Wiener Neudorf/Österreich

Elettromilanese S.r.l.i.L., Mailand/Italien

ElectronicPartner Schweiz AG, Dietlikon/Schweiz

EP ElectronicPartner AG, Dietlikon/Schweiz

Expert Holding AG, Dietlikon /Schweiz (Anteile 99,84%, aus Vereinfachungsgründen 100% konsolidiert),

An den einbezogenen Unternehmen werden, soweit nicht anders vermerkt, 100% der Anteile gehalten.

Es liegen mit Ausnahme der

 

MEDIMAX Electronic Beteiligungsgesellschaft Kaiserslautern mbH, Kaiserslautern

 

ElectronicPartner International Beteiligungs GmbH, Düsseldorf

 

comTeam Business Solutions GmbH, Düsseldorf

 

Atrium 131. Europäische VV SE, Düsseldorf

 

Atrium 132. Europäische VV SE, Düsseldorf

 

TH Electronic Store Merseburg GmbH, Merseburg

 

howeda Electronic GmbH, Dallgow-Döberitz

 

Electronic Objekt Annaberg-Buchholz GmbH, Lichtenau

für alle aufgeführten inländischen Konzerngesellschaften Beschlüsse der Gesellschafter vor, für das Geschäftsjahr 2019 die Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch zu nehmen und den Jahresabschluss nicht offen zu legen.

3. Assoziierte Unternehmen (Erfassung nach der Equity-Methode)

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurden die

E-Square EWIV, Brüssel, Belgien (40,91%)

A. Günther GmbH & Co. KG, Saalfeld (38%)

André Günther Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Saalfeld (38%)

MEDIMAX Electronic Frankfurt/Oder GmbH, Frankfurt/Oder (20%)F. Jagielski Electronic GmbH, Teltow (20%) nach der Equity-Methode erfasst.

VI. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
Delkrederehaftung 67.075 64.959
Mietbürgschaften 4.481 4.648
Gewährleistungsverpflichtungen 1.288 1.288
72.844 70.865

Für die übernommene Delkrederehaftung wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme ausreichend Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Wesentliche Ausfallrisiken sind derzeit nicht erkennbar.

Die übernommenen Mietbürgschaften waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen durch die jeweiligen Schuldner voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Die übernommenen Gewährleistungsverpflichtungen stehen im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäftsverkehr, hieraus wird kein besonderes Risiko gesehen, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen durch die jeweiligen Schuldner voraussichtlich erfüllt werden können.

Zur Besicherung der Gewährleistungsverpflichtungen hat die ElectronicPartner Handel SE Termingeldeinlagen in Höhe von T€ 1.350 (Vorjahr T€ 1.350) verpfändet.

2. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wir haben von der obersten Konzernmutter, der Haubrich Zentrale GmbH & Co. KG, Düsseldorf, diverse Verwaltungs- und Lagergebäude angemietet. Von fremden Dritten haben wir diverse Einzelhandelsgeschäfte an den Standorten der MEDIMAX-Häuser angemietet. Besondere Risiken oder Vorteile ergeben sich mit Ausnahme eines möglichen Leerstandrisikos daraus nicht. Darüber hinaus werden seit Oktober 2011 Firmen-PKW geleast.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen somit zum 31. Dezember 2019 in Form von Miet-, Leasing- und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von T€ 62.665 (Vorjahr T€ 81.820); hierin enthalten sind sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4.607 (Vorjahr T€ 4.306). Diese genannten Geschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Risiken sind lediglich in der Vertragsbindung zu sehen.

Das Bestellobligo liegt im üblichen Rahmen der Geschäftstätigkeit.

3. Honorar der Abschlussprüfer

Der Aufwand für den Abschlussprüfer betrifft mit T€ 301 (Vorjahr T€ 301) ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

4. Arbeitnehmer

Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt:

Angestellte Arbeiter
2019 2018 2019 2018
Inland 1.647 1.872 113 116
Ausland 95 102 0 0
1.742 1.974 113 116
Teilzeitkräfte Insgesamt
2019 2018 2019 2018
Inland 259 266 2.019 2.254
Ausland 17 18 112 120
276 284 2.131 2.374

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen sind im Geschäftsjahr 2019 nicht zustande gekommen.

VII. Nachtragsbericht

Am 16. März 2020 wurde aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus bzw. der damit verbundenen Krankheit COVID-19 von der Bundesregierung eine Schließung der nicht systemrelevanten Handelsunternehmen beschlossen. Von dieser Schließung waren auch die angeschlossenen Fachhändler von ElectronicPartner sowie alle MEDIMAX-Fachmärkte betroffen. ElectronicPartner hat mit sofortiger Wirkung die Unternehmensaktivitäten auf flexible Arbeitsplatzgestaltung umgestellt, so dass weiterhin eine Betreuung der Mitglieder gewährleistet ist. Des Weiteren wurden bundesweite Marketingaktionen in Radio, Print und digitalen Medien forciert, um die Endkunden zu erreichen. Ab 22. April .2020 konnten die Märkte sukzessive wieder eröffnet werden.

Um zwischenzeitlichen etwaigen Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken wurden insbesondere folgende Maßnahmen umgesetzt:

Vereinbarung verlängerter Zahlungsziele mit Lieferanten

Beantragung von Kurzarbeit für Mitarbeiter der eigenen MEDIMAX-Filialbetriebe sowie Mitarbeiter der Unternehmenszentrale in Düsseldorf

Stundung von Steuerzahlungen

Stundung von Mietzahlungen in Absprache mit den Vermietern

Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung wurde intensiviert und regelmäßig im Gremium der geschäftsführenden Direktoren diskutiert. Auf Tagesbasis wurden Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Die Liquiditätsplanung wurde mit Verwaltungsrat und Gesellschaftern diskutiert. Der aufgrund der vorsichtigen Liquiditätsplanung sich ergebende maximale Liquiditätsbedarf wird vollumfänglich durch die bestehenden Banklinien gedeckt werden. Eventueller zusätzlicher Liquiditätsbedarf wird durch ein Gesellschafterdarlehen gedeckt werden, das bei Bedarf zur Auszahlung bereitstehen wird. Staatsmittel werden nicht benötigt und nicht beantragt.

VIII. Angaben zu Gesellschaftsorganen

1. Geschäftsführende Direktoren

 

Herr Michael Haubrich, Düsseldorf (bis 31.03.2019)

(bis 31.03.2019 zuständig für: Rechnungswesen/Steuern/Finanzen, Personal und Zentrale Dienste, Informationstechnologie, Recht, Revision, Konzerncontrolling, Landesgesellschaft Niederlande, Koordination der Konzerngesellschaften, Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat)

 

Herr Friedrich Sobol, Windorf/Österreich

(zur Zeit zuständig für: Informationstechnologie, Personal, Gesamtverantwortung MEDIMAX, Logistik und Kooperation Deutschland)

 

Herr Karl Trautmann, Meerbusch

(zur Zeit zuständig für: E-Square, comTeam, Unternehmenskommunikation, Event- und Reisemanagement, Strategische Projekte, Landesgesellschaft Niederlande, Landesgesellschaft Österreich, Landesgesellschaft Schweiz)

 

Herr Volker Marmetschke, Mönchengladbach (seit 01.04.2019)

(zur Zeit zuständig für: Rechnungswesen, Finanzen, Steuern, Konzerncontrolling, Revision, Recht und Zentrale Dienste; Koordination der Konzerngesellschaften, Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat)

Für Ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2019 wurden den geschäftsführenden Direktoren Gesamtbezüge in Höhe von T€ 1.022 gewährt. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge/Pensionsrückstellungen der zwei ehemaligen Geschäftsführer verzichtet.

2. Mitglieder des Verwaltungsrats

 

Herr Prof. Stefan Feuerstein, Feusisberg/Schweiz

(selbständiger Berater, seit 01.01.2020 Vorsitzender)

 

Herr Hartmut Haubrich, Düsseldorf (bis 31.12.2019)

(Unternehmer, bis 31.12.2019 Vorsitzender)

 

Herr Michael Haubrich, Düsseldorf (seit 01.04.2019)

(Unternehmer, stellvertretender Vorsitzender)

 

Herr Rüdiger Haubrich, Düsseldorf

(Arzt)

 

Herr Dr. Christian Mielsch, Dortmund

(Vorstand der REWE Group, Köln)

Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats wurden im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von T€ 205 (Vorjahr T€ 181) berücksichtigt.

Die ElectronicPartner Handel SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Sie gehört zum Konzern der Haubrich Zentrale GmbH & Co. KG, Düsseldorf, die zum 31. Dezember 2019 einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt; beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger offengelegt.

 

Düsseldorf, den 29. Mai 2020

Volker Marmetschke

Friedrich Sobol

Karl Trautmann

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
31.12.2018
Währungsanpassung 1
01.01.2019
Zugang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 34.661.506,80 48.804,30 34.710.311,10 1.442.416,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.796.346,72 0,00 5.796.346,72 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 5.618.982,20 0,00 5.618.982,20 2.824.894,10
46.076.835,72 48.804,30 46.125.640,02 4.267.310,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.831.626,57 564,92 8.832.191,49 326.822,67
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.508.275,74 59.884,04 36.568.159,78 2.786.170,68
45.339.902,31 60.448,96 45.400.351,27 3.112.993,35
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 728.234,28 0,00 728.234,28 113.144,93
2. Sonstige Beteiligungen 147.134,51 0,00 147.134,51 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.163.499,06 2.934,98 1.166.434,04 419.160,11
2.038.867,85 2.934,98 2.041.802,83 532.305,04
93.455.605,88 112.188,24 93.567.794,12 7.912.608,73
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abgang
Änderungen im Konsolidierungskreis
Umbuchung
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 358.887,85 0,00 2.332.791,27 38.126.630,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 5.796.346,72
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 -2.332.791,27 6.111.085,03
358.887,85 0,00 0,00 50.034.062,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 347.261,64 -169.217,13 0,00 8.642.535,39
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.097.886,43 -608.346,44 0,00 32.648.097,59
6.445.148,07 -777.563,57 0,00 41.290.632,98
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 91.173,58 68.917,64 0,00 819.123,27
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 147.134,51
3. Sonstige Ausleihungen 406.090,36 0,00 0,00 1.179.503,79
497.263,94 68.917,64 0,00 2.145.761,57
7.301.299,86 -708.645,93 0,00 93.470.457,06
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2018
Währungsanpassung 1
01.01.2019
Zugang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 31.366.850,79 48.804,30 31.415.655,09 3.313.787,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.624.556,55 0,00 5.624.556,55 61.554,07
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 19.252,77
36.991.407,34 48.804,30 37.040.211,64 3.394.594,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.982.100,38 430,90 5.982.531,28 951.432,38
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.776.679,10 56.988,15 28.833.667,25 4.431.813,59
34.758.779,48 57.419,05 34.816.198,53 5.383.245,97
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen 66.002,15 0,00 66.002,15 80.700,00
3. Sonstige Ausleihungen 789.217,04 2.934,98 792.152,02 392.543,80
855.219,19 2.934,98 858.154,17 473.243,80
72.605.406,01 109.158,33 72.714.564,34 9.251.084,12
Kumulierte Abschreibungen
Währungsanpassung 1
Abgang
Änderungen im Konsolidierungskreis
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 0,00 334.661,85 0,00 34.394.780,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 5.686.110,62
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 19.252,77
0,00 334.661,85 0,00 40.100.144,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74,08 322.401,64 -98.371,13 6.513.264,97
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.093,34 5.886.542,07 -547.842,44 26.832.189,67
1.167,42 6.208.943,71 -646.213,57 33.345.454,64
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 146.702,15
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 213.400,51 0,00 971.295,31
0,00 213.400,51 0,00 1.117.997,46
1.167,42 6.757.006,07 -646.213,57 74.563.596,24
Nettowerte
31.12.2019
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 3.731.850,01 3.294.656,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 110.236,10 171.790,17
3. Geleistete Anzahlungen 6.091.832,26 5.618.982,20
9.933.918,37 9.085.428,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.129.270,42 2.849.526,19
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.815.907,92 7.731.596,64
7.945.178,34 10.581.122,83
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 819.123,27 728.234,28
2. Sonstige Beteiligungen 432,36 81.132,36
3. Sonstige Ausleihungen 208.208,48 374.282,02
1.027.764,11 1.183.648,66
18.906.860,82 20.850.199,87

1 Inkl. Anpassung an den Durchschnittskurs in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzern-Kapitalflussrechnung 2019

2019
T€
1. Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -40.397
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände 8.778
Abschreibungen auf Finanzanlagen 473
Zunahme der Rückstellungen 25.534
Sonstige zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge (Saldo) -902
Abnahme der Vorräte 4.038
Abnahme der Forderungen und übriger Aktiva 4.904
Abnahme der Verbindlichkeiten und übriger Passiva -20.353
Gewinn aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen -34
Ergebnis aus Entkonsolidierung 651
Zinsertrag (Saldo) -49
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -113
Ertragsteueraufwand 518
Ertragsteuererstattungen 4.789
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -12.163
2. Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5.731
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen 24
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.113
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögens 270
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 193
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -419
Auszahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis -104
Erhaltene Zinsen 321
Erhaltene Dividenden 91
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -8.468
3. Finanzierungstätigkeit
Gewinnausschüttung an Minderheitsgesellschafter -94
Gezahlte Zinsen -43
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -94
Finanzmittelfonds
4. Veränderungen des Finanzmittelfonds -20.768
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 100
Finanzmittelfonds am Jahresanfang 1 82.110
Finanzmittelfonds am Jahresende 61.442
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
täglich liquidierbare Wertpapiere 1.194
Guthaben bei Kreditinstituten 57.056
Übrige flüssige Mittel 4.542
Verpfändete Termingeldeinlagen -1.350
61.442

Die wesentlichen zahlungsunwirksamen Geschäftsvorfälle betreffen die Veränderung der Wertberichtigung auf Vorräte und Forderungen sowie das Ergebnis aus Entkonsolidierung.

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2019

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital
gesetzliche Rücklage
andere Gewinnrücklagen
Stand am 31.12.2018/ 01.01.2019 31.000.000,00 449.470,81 2.650.529,19 57.442.183,99
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchung Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2019 31.000.000,00 449.470,81 2.650.529,19 57.442.183,99
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
Summe Gewinnrücklagen
Summe Rücklagen
Stand am 31.12.2018/ 01.01.2019 60.092.713,18 60.542.183,99
Ausschüttung 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00
Umbuchung Gewinnvortrag 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00
Stand am 31.12.2019 60.092.713,18 60.542.183,99
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Gewinnvortrag
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Summe Eigenkapital des Mutterunternehmens
Stand am 31.12.2018/01.01.2019 5.559.610,94 32.988.352,32 -12.923.216,70 117.166.930,55
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 459.012,81 0,00 0,00 459.012,81
Umbuchung Gewinnvortrag 0,00 -12.923.216,70 12.923.216,70 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -40.491.370,92 -40.491.370,92
Stand am 31.12.2019 6.018.623,75 20.065.135,62 -40.491.370,92 77.134.572,44
Nicht beherrschende Anteile
Minderheitenkapital
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
Summe Nicht beherrschende Anteile
Summe Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2018/01.01.2019 20.000,00 0,00 20.000,00 117.186.930,55
Ausschüttung 0,00 -93.980,00 -93.980,00 -93.980,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 459.012,81
Umbuchung Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 93.980,00 93.980,00 -40.397.390,92
Stand am 31.12.2019 20.000,00 0,00 20.000,00 77.154.572,44

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ElectronicPartner Handel SE, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ElectronicPartner Handel SE, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ElectronicPartner Handel SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 5. Juni 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Uwe Rittmann, Wirtschaftsprüfer

Antje Schlotter, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Verwaltungsrats

der ElectronicPartner Handel SE



Der Verwaltungsrat hat sich von den geschäftsführenden Direktoren über Planung, Geschäftsentwicklung sowie wichtige Geschäftsvorfälle der ElectronicPartner Handel SE und wesentlicher Beteiligungsgesellschaften regelmäßig unterrichten lassen. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind dem Verwaltungsrat zur Zustimmung vorgelegt worden.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und der Lagebericht des Geschäftsjahres 2019 der ElectronicPartner Handel SE sind von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Düsseldorf, geprüft worden.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und der Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2019 der ElectronicPartner Handel SE sind ebenfalls von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Düsseldorf, geprüft worden.

Zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss wurde jeweils ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.

Außerdem erstellten die geschäftsführenden Direktoren für das Geschäftsjahr 2019 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht). Der Abhängigkeitsbericht wurde ebenfalls von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Düsseldorf, geprüft. Es haben sich keine Beanstandungen ergeben.

Auch der Verwaltungsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht eingehend geprüft. An der Verwaltungsratssitzung vom 17.06.2020 hat der Abschlussprüfer teilgenommen. Es bestanden keine Einwände. Der Verwaltungsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Verwaltungsrat billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, die damit festgestellt sind. Mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens und des Konzerns ist der Verwaltungsrat einverstanden.

Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages in Höhe von € 49.759.143,85 und des Bilanzgewinns aus dem Vorjahr in Höhe von € 13.119.812,17 ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von € 36.639.331,68. Dem Vorschlag, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen schließt sich der Verwaltungsrat an.

 

Düsseldorf, 17.06.2020

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats

Prof. Stefan Feuerstein

Dem Vorschlag der geschäftsführenden Direktoren entsprechend wurde der Bilanzverlust der Muttergesellschaft in Höhe von € 36.639.331,68 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Konzernabschluss zum 31.12.2019 wurde am 17.06.2020 gebilligt.

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