hipcap GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Max Elsner seit 23.2.2021 | Geschäftsführer |
Cornelis Johannes Petrus (genannt Niels) Kokkeel seit 7.9.2015 | Geschäftsführer |
Jochen Hög seit 7.9.2015 | Prokura |
Frank Hippen seit 16.11.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mehrwerk GmbHBielefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Mehrwerk GmbH1. Grundlagen des Unternehmens Die inhabergeführte Mehrwerk Unternehmensgruppe hält Anteile an verschiedenen Unternehmen und hat sich mittlerweile zu Europas führender, datengetriebener B2B2X-Plattform für passgenaue Mehrwertleistungen entwickelt. Im Kern der Unternehmensgruppe stehen dabei die Deutsche Schutzbriefgesellschaft mbH sowie die Mehrwerk GmbH. Die Deutsche Schutzbriefgesellschaft mbH bietet Firmenkunden ein Portfolio von Plug & Play Cross-Selling-Produkten mit überdurchschnittlichen Abschlussquoten beim Vertrieb von Mehrwerkprodukten. Es handelt sich dabei um sogenannte Assistenzpakete, die das Leben der Kunden unserer Firmenkunden in unterschiedlichen Lebensbereichen sicherer und günstiger machen. Die Mehrwerk GmbH betreut Firmenkunden in wettbewerbsintensiven Märkten, überwiegend Finanzdienstleister und Energieversorger. Mit passgenauen Mehrwertleistungen mittels Up- und Cross-Selling werden die an sich austauschbaren Produkte unserer Firmenkunden (Stromtarif, Bankkonto etc.) angereichert, sodass diese Unternehmen sich aus Endkundensicht vom Wettbewerb sicht- und spürbar differenzieren und ihre Preise halten bzw. erhöhen können. Als führender Spezialist für datenbasiert entwickelte Mehrwertlösungen schafft Mehrwerk emotionale Marken- und Produkterlebnisse, mit denen die Kunden der Mehrwerk ihrerseits messbare ökonomische Erfolge erzielen. Zudem bietet Mehrwerk ergänzende Dienstleistungen rund um Mehrwertlösungen an, die alle aus einer Hand aus der eigenen Unternehmensgruppe stammen, wie etwa Agenturdienste für die kommunikative Begleitung, Data Analytics oder Consulting. Neben dem organischen Wachstum ist die Entwicklung auch durch die erfolgreiche Integration und strategische Übernahme kleinerer Anbieter strategischer Schlüsseltechnologien und Kundenschnittstellen geprägt. Heute erbringt die Mehrwerk Gruppe ihre Leistungen - neben ihrem Hauptsitz in Bielefeld - an weiteren Standorten in Hamburg, Kopenhagen, Oslo und Stockholm. Mehrwerk erreicht heute bereits über 11 Mio. deutsche Haushalte mit seinen Mehrwertleistungen und betreut, in einem Team von mehr als 500 Mitarbeitern, im Unternehmensverbund mehr als 250 B2B-Kunden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft Im Jahr 2023 war die deutsche Wirtschaft von erheblichen globalen Herausforderungen geprägt. Die geopolitische Lage, vor allem durch den fortdauernden Krieg in der Ukraine und die Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und westlichen Staaten, beeinträchtigte die wirtschaftliche Entwicklung erheblich. Zudem belasteten hohe Inflationsraten und steigende Zinsen das Wachstum. Deutschland erlebte im Jahresverlauf eine moderate Rezession, wobei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % schrumpfte. Hauptursachen waren sinkende Konsumausgaben und hohe Energiekosten. Auch der Staat hat im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben reduziert (-1,7 Prozent). Nominal stiegen die privaten Konsumausgaben um 5,5 %, doch aufgrund der hohen Inflation gingen sie real um 0,8 % zurück (Quelle: destatis - Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024: "Deutsches Bruttoinlandsprodukt sinkt 2023 um 0,3 Prozent"). Die globale wirtschaftliche Entwicklung verlief 2023 leicht besser als zu Jahresbeginn prognostiziert, so geht der IWF in seiner Projektion von Oktober 2023 von einem weltweiten Wachstum von 3,0 % aus. Insbesondere die USA und einige Schwellenländer wiesen eine dynamischere Entwicklung auf, während der Welthandel lediglich sehr langsam wächst und gemäß Projektion des IWF aus Oktober 2023 für Deutschland im Jahr 2023 mit -0,4 % sogar negativ ausfallen dürfte (der IWF erwartet, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurückgeht; Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Schlaglichter der Wirtschaftspolitik 12/2023). Die Inflationsrate blieb auch 2023 hoch, getrieben durch steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie anhaltende Lieferengpässe. In Deutschland lag die Inflation im Durchschnitt bei etwa 5,9 %, was nach wie vor über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 % lag. Um der hohen Inflation entgegenzuwirken, erhöhte die EZB mehrfach die Leitzinsen, die bis zum Herbst 2023 auf 4,5 % anstiegen. Dies führte zu höheren Finanzierungskosten für Unternehmen und Konsumenten und belastete insbesondere den Immobilienmarkt sowie die Bauwirtschaft (Quelle: EY: Kreditmarktstudie 2023, Deutschland, Seite 4). Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken und die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen sank um 26,6 % (Quellen: destatis - Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 068 vom 23. Februar 2024: "Auftragseingang im Bauhauptgewerbe 2023 um 4,4 % niedriger als im Vorjahr" sowie destatis - Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 074 vom 29. Februar 2024: "26,6 % weniger Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2023"). Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage zeigte sich der Arbeitsmarkt in Deutschland relativ stabil. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 5,7 % (Vorjahr 5,3%), während die Zahl der Erwerbstätigen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (nach dem Inlandskonzept) im Jahresdurchschnitt um 333.000 auf 45,93 Millionen anstieg (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Nr. 2 vom 03.01.2024: "Jahresrückblick 2023"). Dennoch verzeichnete der deutsche Arbeitsmarkt erste Anzeichen einer Schwächephase, insbesondere durch die Zunahme der Unternehmensinsolvenzen. Die Zahl der Insolvenzen stieg um 23,5 % auf 18.100 Fälle, was jedoch noch unter dem Niveau vor der Pandemie lag. Besonders betroffen waren das Verarbeitende Gewerbe, der Handel und der Bausektor, wobei der Anstieg der Insolvenzen im Bauwesen mit +20,8 % etwas moderater ausfiel (Quelle: Creditreform, Pressemeldung vom 04. Dezember 2023: "Insolvenzen in Deutschland, 2023"). Der deutsche Außenhandel entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig. Die Exporte sanken um 1,8 %, während die Importe um 3,0 % zurückgingen (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Artikel vom 21.02.2024 "Jahresprojektion 2024"). Dennoch trug der Außenbeitrag mit +0,6 % als Impuls zum Wirtschaftswachstum bei. Die hohen Energiepreise, die trotz eines Rückgangs gegenüber den Spitzenwerten von 2022 weiterhin auf hohem Niveau verharrten, belasteten insbesondere energieintensive Industrien. Gleichzeitig gewann die Energiewende an Bedeutung, da sowohl private als auch staatliche Investitionen in erneuerbare Energien zunahmen. Der Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie der Einsatz von Wasserstofftechnologien standen dabei im Fokus der politischen Agenda. 2.1.2 Entwicklung des Branchenumfeld Mehrwerk, als Nischen-Oligopolist im Bereich der Mehrwertdienstleistungen, orientiert sich i.w.S. an den Rahmenbedingungen und Entwicklungen im Finanz- und Energieversorgungssektor. Daher sind für die Gesellschaft insbesondere die Entwicklungen in diesen Branchen von großer Bedeutung. Die Entwicklung der deutschen Kreditwirtschaft war im Jahr 2023 neben den vorgenannten krisenbedingten gesamtwirtschaftlichen Belastungen, insbesondere durch die nachhaltig anspruchsvollen Rahmenbedingungen aus hohem Wettbewerbsdruck, weiter zunehmenden Regulierungsanforderungen, rasant fortschreitender Digitalisierung und Automatisierung aller Lebensbereiche und der Wirtschaft, dem demografischen Wandel sowie der steigenden Erwartungen an eine nachhaltige Unternehmensführung, geprägt. Im Jahr 2023 erlebte der deutsche Bankenmarkt einige signifikante Veränderungen, die vor allem durch den Anstieg der Inflation und die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank (EZB) getrieben wurden. Diese makroökonomischen Faktoren wirkten sich stark auf die Kreditvergabe, das Einlagengeschäft und das generelle Marktumfeld aus. Die EZB erhöhte den Leitzins im Laufe des Jahres in mehreren Schritten auf 4,50 %, der höchste Stand seit über 20 Jahren (Quelle: Geschäftsbericht 2023 der Deutschen Bundesbank vom 23.02.2024, Seite 13). Ziel dieser Zinserhöhungen war es, die hartnäckig hohe Inflation zu bekämpfen, die in Deutschland im Jahresdurchschnitt bei rund 5,9 % lag (Quelle: destatis - Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024: "Inflationsrate im Jahr 2023 bei 5,9 %"). Diese Zinspolitik führte zu einer erheblichen Verteuerung von Krediten, was sich insbesondere im Immobiliensektor bemerkbar machte und dazu beitragen dürfte, dass sich die Nachfrage vor allem auch nach Baufinanzierungen kurz- bis mittelfristig deutlich abschwächt (Quelle: EY: Kreditmarktstudie 2023, Deutschland, Seite 4). Auch Unternehmen spürten die Auswirkungen der hohen Zinsen deutlich. Die Finanzierungskosten für Investitionen stiegen erheblich, was die Kreditnachfrage in der Wirtschaft ebenfalls dämpfte. Besonders betroffen waren kleine und mittlere Unternehmen, die stark von Bankkrediten abhängen. Insgesamt verzeichneten Banken im Jahr 2023 einen deutlichen Rückgang der Kreditvergabe an Unternehmen und Selbständige. Diese Schrumpfung des Kreditneugeschäfts hat sich erst im 4. Quartal 2023 auf -12,5 % verlangsamt (Quelle: KfW Research, Pressemitteilung vom 25.03.2024 "Kreditmarkt hat Tiefpunkt durchschritten"). Diese Entwicklung wurde zusätzlich durch die Verschärfung der Kreditvergabekriterien verstärkt, da Banken aufgrund des steigenden Risikos von Kreditausfällen ihre Risikoabschätzungen und Anforderungen verschärften (Quelle: EY: Kreditmarktstudie 2023, Deutschland, Seite 7). Die hohe Inflation belastete zudem das Sparverhalten der Verbraucher, da bei vielen Haushalten aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten am Ende des Monats wenig oder nichts zum Sparen übrig bleibt. Die Sparquote privater Haushalte in Deutschland lag in 2023 bei 10,4 %, was im Vergleich zu anderen Industriestaaten eine hohe Quote ist. Lediglich in den Jahren der Covid-19-Pandemie 2020 und 2021, wo deutlich weniger konsumiert wurde, lag die Sparquote um bis zu 6 Prozentpunkte höher (Quelle: destatis - Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29. Oktober 2024: "Zahl der Woche: Sparquote in Deutschland im internationalen Vergleich mit 10,4 % überdurchschnittlich." Gleichzeitig mussten die Banken, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Kunden zu binden, höher verzinste Sparprodukte anbieten. Festgeldkonten mit Zinssätzen von 3 % bis 4 % wurden wieder attraktiver, belasteten aber die Margen der Banken, da diese Zinskosten refinanziert werden mussten. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzten viele Banken auf Kostensenkungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen. Dazu gehören die verstärkte Digitalisierung interner Prozesse und die Schließung von Filialen, um die Betriebskosten zu senken. Einige Banken entwickelten außerdem neue Finanzprodukte, wie grüne Anleihen und ESG-konforme Kredite, um in wachsenden Märkten wie der nachhaltigen Finanzierung Fuß zu fassen. Zusammengefasst war der deutsche Bankenmarkt 2023 stark von der Kombination aus steigenden Zinsen, hoher Inflation und sinkender Kreditnachfrage geprägt. Die Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen ging deutlich zurück, während die Banken ihre Geschäftsstrategien anpassen mussten, um in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Insgesamt führte die straffe Geldpolitik der EZB im Jahr 2023 zu einem klaren Paradigmenwechsel, der die zuvor langanhaltende Phase niedriger Zinsen beendete. Dieser Wechsel hin zu höheren Zinssätzen beeinflusste alle Bereiche der Finanzmärkte und stellte eine wesentliche Weichenstellung für die Preisstabilität und das wirtschaftliche Umfeld in der Eurozone dar, auch wenn dies kurzfristig mit einer deutlichen Belastung für Kreditnehmer und die Wirtschaft einherging. Die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute hat sich - getragen vom Anstieg des Zinsüberschusses - im Jahr 2023 deutlich verbessert. Besonders aufgrund der Leitzinserhöhungen des Eurosystems wuchs der Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 16,7 % auf den höchsten absoluten Stand (106,9 Mrd €) der letzten 25 Jahre. Dadurch stieg die Zinsmarge der deutschen Banken deutlich. Allerdings lag sie mit 1,00 % im Jahr 2023 weiterhin unter ihrem langfristigen Mittel von 1,09 % (Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsberichtsaufsatz September vom 17.09.2024: "Die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute im Jahr 2023"). Die Wettbewerbsintensität am Bankenmarkt ist nach wie vor hoch. Während der Privatkundenmarkt von einem Preis- und Verdrängungswettbewerb geprägt ist, sind im Firmenkundengeschäft Hauptwettbewerbsfaktoren neben dem Preis die individuelle und persönliche Betreuung sowie schnelle Entscheidungswege und die kreditwirtschaftliche Versorgung. Die Fortsetzung der Regulierungspolitik der letzten Jahre, erhöhte Eigenmittelanforderungen sowie digitale Wettbewerber mit schlanken Kostenstrukturen, führen weiterhin zu Bankenkonsolidierungen. Die seit vielen Jahren andauernde Konsolidierung im deutschen Bankensektor hat sich 2023 weiterhin fortgesetzt - allerdings gegenüber den Vorjahren etwas verlangsamt. Im Jahresverlauf sank die Gesamtzahl der Kreditinstitute um netto 55 (im Vorjahr 61) auf 1.403 Institute. Dazu haben vor allem 52 (2022: 55) Fusionen vornehmlich im Genossenschaftssektor beigetragen (Quelle: Deutsche Bundesbank "Bankstellenbericht 2023 - Entwicklung des Bankstellennetzes im Jahr 2033" und Statista Research, Veröffentlichung vom 14.10.2024: "Anzahl der Kreditinstitute in Deutschland bis 2023"). Das Jahr 2023 war für den Energieversorgungssektor - die zweite große Zielgruppe der Mehrwerk GmbH - in Deutschland von mehreren wichtigen Entwicklungen geprägt. Der Primärenergieverbrauch (PEV) sank um 8,1 %, was hauptsächlich auf hohe Energiepreise und eine schwache Konjunktur zurückzuführen war. Besonders in energieintensiven Branchen und Haushalten gab es signifikante Einsparungen. Auch eine insgesamt mildere Witterung trug zum niedrigeren Verbrauch bei. Der Anteil der erneuerbaren Energien erreichte 2023 über 50 % der Stromerzeugung, unterstützt durch einen Rekordzubau bei Photovoltaik. Im Gegenzug ging die Stromerzeugung aus konventionellen Quellen, insbesondere Kohle und Erdgas, stark zurück. Der Einsatz von Braunkohle sank um rund 25 %, während der Einsatz von Kernenergie nach der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke im April 2023 vollständig endete. Trotz des anhaltenden Ukraine-Krieges blieb die Gasversorgung durch gut gefüllte Speicher und den verstärkten Bezug von LNG (83 % aus den USA) gesichert. Der Erdgasverbrauch sank um 6,3 % im Vergleich zum Vorjahr, während der Gasimport ebenfalls um etwa 16 % zurückging. Die CO 2 -Emissionen der Energiewirtschaft sanken im Jahr 2023 um beeindruckende 22 % gegenüber dem Vorjahr. Seit 1990 wurden die Emissionen um 57 % reduziert, was die Fortschritte bei der Erreichung der Klimaziele unterstreicht. Die Endkundenpreise für Strom und Gas waren 2023 nach den extrem hohen Werten von 2022 rückläufig. Der durchschnittliche Strompreis ist im Laufe des Jahres 2023 kontinuierlich gesunken und lag im 4. Quartal bei 44,17 ct/kWh, während der durchschnittliche Gaspreis im vierten Quartal bei 11,53 ct/kWh lag. Staatliche Maßnahmen wie die Strom- und Gaspreisbremse trugen ebenfalls zur Entlastung der Verbraucher bei. Der Energiesektor durchlief bedeutende strukturelle Anpassungen, um die Energieversorgung zukunftssicher und nachhaltiger zu gestalten. Die Zahl der Unternehmen im Strom- und Gassektor blieb relativ stabil, mit 2.289 Unternehmen in verschiedenen Bereichen tätig. Der größte Wettbewerb ist bei den Stromerzeugern und -lieferanten zu beobachten. Es gab 2023 insgesamt 1.177 Stromerzeuger (+1,8 %) und 1.345 Stromlieferanten (- 1,0 %). Auch bei den Gaslieferanten war ein leichter Rückgang der Anzahl der Unternehmen festzustellen. Die Wettbewerbsintensität wird durch die zunehmende Integration erneuerbarer Energien und die wachsende Anzahl von Stromspeicherbetreibern verstärkt. Letztere stiegen um 31,3 % an, was auf den Bedarf an Flexibilitätslösungen im Energiemarkt hinweist. (Quelle: Jahresbericht der Energieversorgung 2023 https://www.bdew.de/media/documents/Jahresbericht_2023_UPDATE_Mai_2024_final_V2.pdf) 2.2.1 Entwicklung der Mehrwerk GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Mehrwerk Gruppe verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 eine äußerst positive Entwicklung. Die Gesamtleistung konnte um 15,7 % bzw. 2,03 Mio. EUR gesteigert werden. Diese bemerkenswerte Zunahme spiegelt die erfolgreiche Umsetzung der strategischen Maßnahmen und die konsequente Ausrichtung auf zukunftsweisende Geschäftsbereiche wider. Besonders erwähnenswert ist die fortgesetzte Investition im Softwarebereich, die auch im Jahr 2023 eine Schlüsselrolle einnahm. Mit einer Gesamtinvestition von über 1,3 Million EUR (einschließlich der Investitionen vorheriger Jahre) wurde der Grundstein gelegt, um interne Prozesse zu optimieren und gleichzeitig als führender Software-as-a-Service-Anbieter (SaaS-Anbieter) für die Kunden einen signifikanten strategischen Vorteil zu schaffen. Diese Investitionen stärken nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Gruppenunternehmen, sondern unterstützen auch die langfristige Wachstumsstrategie. Insgesamt spiegelt die Entwicklung der Mehrwerk GmbH im Geschäftsjahr 2023 eine erfreuliche Wachstumsdynamik wider, die auf einer klaren strategischen Ausrichtung, kontinuierlichen Investitionen in innovative Technologien und einer stabilen Geschäftsbasis beruht. Im Geschäftsjahr 2023 konnten weitere langfristige Kooperationsverträge mit Firmenkunden generiert werden, sodass die Anzahl der bestehenden Kundenverträge weiter ausgebaut werden konnte und dem weiteren Wachstum der Unternehmung eine zukunfts- und krisensichere Grundlage verschaffen. Die Auswirkungen der neu eingegangen Kundenbeziehungen hatten für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 nur einen anteiligen Effekt und werden sich - mit Blick auf die Ertragslage - erst in den Folgejahren stärker auswirken. Zudem war das Geschäftsjahr 2023 durch strategische Übernahmen geprägt. Der Zukauf der Etvas GmbH sowie der Mehrwerk Nord GmbH (vormals Tenerity GmbH) als ehemalige Wettbewerber der Mehrwerk Gruppe, hat die Position als Anbieter von Mehrwertleistungen in 2023 erheblich ausgebaut. 2.2.2 Darstellung der wirtschaftlichen Lage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Rohertrag um 10,6 % von 10.043 TEUR im Vorjahr auf 11.106 TEUR erhöht. Die Personalkosten sind im Jahr 2023 um 13,9 % von 5.161 TEUR im Vorjahr auf 5.879 TEUR gestiegen. Die Personalintensität nahm im Berichtszeitraum um 1,56 % leicht ab und geht mit der Wachstumsstrategie und skalierbaren Prozessen einher. Der Personalbestand ist zum Bilanzstichtag auf 117 Mitarbeiter nach 110 im Vorjahr angestiegen. Die Fluktuationsquote lag im Vergleich zur Dienstleistungsbranche mit 14,07 % deutlich unter der durchschnittlichen Fluktuation von mehr als 30 %. Auch die Krankheitsquote lag mit 3,57 % unter der von der gesetzlichen Krankenversicherung erfassten Quote von 6,08 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 16,2 % von 3.432 TEUR im Vorjahr auf 3.989 TEUR im Jahr 2023. Der Anstieg resultiert aus erhöhten Marketingausgaben und Messebesuchen, Beratungskosten sowie einem Anstieg im Bereich der Management-Gebühren. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls der Abschreibung auf einen Firmenwert um 23 TEUR zurückgegangen. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 1.143 TEUR hinter dem Vorjahreswert von 1.395 TEUR. Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 1.107 TEUR. Das Betriebsergebnis wird als Ergebnis vor Steuern definiert, welches um die Zinsen und ähnliche Aufwendungen/Erträge sowie die Erträge aus Beteiligungen bereinigt wird. Finanzlage Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Jahr 2023 um 349 TEUR auf insgesamt 589 TEUR. Die laufenden Darlehen stiegen dabei um 47 % von 227 TEUR auf 525 TEUR. Der Anstieg der Bankverbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit den durchgeführten Akquisitionen. Aufgrund einer hohen Vorauszahlung durch einen Firmenkunden bleibt die Fremdkapitalquote mit 78 % auf dem Niveau des Vorjahres. Infolgedessen liegt auch die Eigenkapitalquote mit einem Wert von 22 % unverändert. Der Verschuldungsgrad verringerte sich leicht von 356,2 % im Geschäftsjahr 2022 auf 348,4 % im Jahr 2023. Alle finanziellen Verpflichtungen wurden stets pünktlich beglichen und die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet. Die Liquidität wird zusätzlich durch bestehende Kreditrahmen abgesichert. Langfristig im Unternehmen gebundenes Vermögen ist vorwiegend durch Eigenkapital finanziert. Auch kurzfristige Verbindlichkeiten konnten jederzeit aus einer soliden Basis an kurzfristig liquidierbarem Vermögen bedient werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2023 lag bei 12.899 TEUR und sank damit um 5,7 % im Vergleich zum Vorjahr (2022: 13.678 TEUR). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Reduzierung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und der im Vorjahr erhaltenen Vorauszahlungen zurückzuführen. Im Gegensatz dazu erhöhte sich das Anlagevermögen um 3.568 TEUR, von 3.916 TEUR auf nun 7.484 TEUR. Dies ist vor allem auf Investitionen in strategische Beteiligungen und die Entwicklung eines unternehmenseigenen CRM-Systems zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 1.308 TEUR, was einen Anstieg um 181 TEUR gegenüber dem Vorjahr (1.127 TEUR) darstellt. Gleichzeitig sanken die Forderungen gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung um 2.495 TEUR im selben Zeitraum. Die Investitionsquote - als Relation der Investitionen zum Anfangsbestand des Anlagevermögens - lag im Geschäftsjahr bei 91 %. 3. Prognosebericht Die positive Entwicklung der Mehrwerk GmbH setzte sich auch im Jahr 2024 fort. Die Umsatzerlöse werden voraussichtlich um 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr steigen. Dieses Wachstum sowie die starke Basis wiederkehrender Umsätze sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter die erfolgreiche Implementierung von drei großen Firmenkundenprogrammen Ende 2023. Diese Programme werden die Position des Unternehmens weiter stärken und langfristig positive Ertragsauswirkungen haben. Das Betriebsergebnis wird nach ersten Prognosen etwa 2,1 Mio. EUR betragen, was einem Anstieg von 94 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Zuwachs ist vor allem auf die Investitionen der letzten Jahre in die firmeneigene Software zurückzuführen, die skalierbare Prozesse für die Zukunft ermöglicht, sowie auf eine niedrigere Personalaufwandsquote. Zusätzlich konnten neue langfristige Geschäftsbesorgungsverträge zu einer weiteren Steigerung von Umsatz und Ertrag beitragen. Neben der erfolgreichen operativen Entwicklung wurde durch die Akquisition von Tenerity Nordics weiteres Wachstum erreicht. Diese Übernahme stellt zudem die erste Beteiligung außerhalb der Landesgrenzen dar und stärkt die internationale Präsenz des Unternehmens. 4. Chancen- und Risikobericht Das Geschäftsmodell der Mehrwerk GmbH bietet weiterhin zahlreiche Chancen. Die Austauschbarkeit der Kernprodukte, die besonders für Banken und Energieversorger typisch ist, verstärkt die Bedeutung von Mehrwertdienstleistungen als Mittel zur Produktdifferenzierung. Angesichts des zunehmenden Ertragsdrucks, insbesondere in den wettbewerbsintensiven Märkten unserer Zielgruppen, die durch hohe B2C-Anteile, intensiven Preisdruck und zunehmende Standardisierung geprägt sind, steigt die Nachfrage nach diesen Zusatzleistungen. Wachstumspotenziale ergeben sich nicht nur durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios für Mehrwertdienste, sondern auch durch die Erschließung neuer Branchen (wie Versicherungen, Verlage und Telekommunikation), die Ansprache neuer Zielgruppen (insbesondere im B2B2B-Bereich) sowie die Ausweitung auf internationale Märkte. Die in 2024 abgeschlossenen Akquisitionen im Ausland eröffnen zudem neue Märkte und Kundensegmente, die das zukünftige Wachstum unterstützen. Darüber hinaus bieten neue Vertriebskanäle, etwa Onlineplattformen im B2C-Bereich, zusätzliche Expansionsmöglichkeiten. Ein strategischer Fokus der Mehrwerk liegt auf der Entwicklung von Softwarelösungen in den Bereichen Payment Analytics und Marketing als Software-as-a-Service (SaaS). Die Übernahme der Tenerity Nordics hat die Position der Mehrwerk GmbH als führender Anbieter von Mehrwertleistungen im Jahr 2024 erheblich gestärkt. Dieser strategische Zukauf ermöglicht eine Erweiterung des Produktportfolios und versetzt das Unternehmen in die Lage, seinen Kunden umfassendere, integrierte Lösungen anzubieten. Die neuen Beteiligungen schaffen zudem zusätzliche Vertriebsmöglichkeiten und eröffnen signifikante Umsatzpotenziale. Die fortgesetzten Investitionen in die firmeneigene Software und weitere Softwareprodukte bieten ebenfalls eine vielversprechende Chance. Als SaaS-Anbieter kann das Unternehmen seine Dienstleistungen flexibel skalieren und an die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden anpassen. Dies stärkt nicht nur die Wettbewerbsposition, sondern ermöglicht auch eine diversifizierte Einnahmenstruktur. Trotz positiver Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 gibt es Risiken, die das Unternehmen berücksichtigen muss. Besonders hervorzuheben sind die im Jahr 2023 gestiegenen Inflationsraten, die sich direkt auf die Materialbeschaffung und Energiekosten auswirken. Auch wenn diese Kostenposition bei Mehrwerk insgesamt niedrig ist, könnten steigende Preise dennoch die Margen belasten und kurzfristig die Rentabilität mindern. Ein weiteres Risiko stellen die gestiegenen Lohnerwartungen der Belegschaft dar. Aufgrund der hohen Inflation, insbesondere im Jahr 2023, erwarten die Mitarbeitenden einen Ausgleich im Reallohn, was zu höheren Personalkosten führen und die Rentabilität des Unternehmens beeinträchtigen kann. Daher ist es entscheidend, die Kostenentwicklung genau im Blick zu behalten. Die Teuerungsraten können eine Zurückhaltung im Konsumverhalten der Verbraucher ausdrücken, was sich in einem Rückgang der Aktivität bzw. der Inanspruchnahme der Mehrwertleistungen im Zusammenhang mit Mehrwertprogrammen widerspiegelt. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussaufstellung haben diese Risiken jedoch noch keinen erkennbaren Einfluss. Mit Blick auf die Absatzseite hat sich in 2024 eine Veränderung in der Marktsituation der Mehrwerk ergeben. Die Kooperation zwischen Sparkassen und Payback verändert das Marktumfeld für Mehrwerk in der Sparkassen-Finanzgruppe. Dies birgt Risiken und Chancen. Bis Oktober 2024 haben 290 von 350 Sparkassen an der Payback-Kooperation teilgenommen, darunter auch Mehrwerk-Bestandskunden. Mehrwerk arbeitet eng mit der S-Markt und Mehrwert (kurz SMM) zusammen, um Mehrwertprogramme so anzupassen, dass Payback integriert werden kann. Kündigungen laufender Programme sind nicht zu erwarten, jedoch könnten sich einige Leistungskomponenten wie Online-Cashback verringern. Die Payback-Kooperation stärkt die Präsenz von Mehrwertdiensten in der Sparkassen-Finanzgruppe. Mehrwerk gewinnt Sichtbarkeit als etablierter Anbieter und hat Chancen, bestehende Programme von Sparkassen zu übernehmen, die bisher von Wettbewerbern betreut werden. Gespräche mit SMM und Sparkassen laufen, um individuelle Programme über den Standard hinaus anzubieten. Die Position von Mehrwerk hat sich durch die Payback-Kooperation tendenziell verbessert, solange ein konstruktiver Dialog mit der SMM besteht. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird u. a. durch ein standardisiertes Berichtswesen, eine etablierte Regelkommunikation sowie eine Überwachung der Investitions- und Finanzierungstätigkeit kontrolliert. Als Mittel der Unternehmenssteuerung und zur Überprüfung und Überwachung der Erreichung kritischer Erfolgsfaktoren verwendet die Geschäftsführung weiterhin im Wesentlichen folgende Leistungskennzahlen: Liquidität, Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis. Diese werden ergänzt um die Betrachtung der Umsatzrentabilität sowie die Personalintensität. Die Kennzahlen werden - gemeinsam mit den nicht finanziellen Leistungsindikatoren - laufend monatlich im Rahmen von Monatsabschlussgesprächen überprüft. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind die Mitarbeiterzufriedenheit (gemessen an der Fluktuation und Krankentage) sowie die Aktivität in den jeweiligen Mehrwertprogrammen der Firmenkundenprogramme. Hinsichtlich der zukunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben.
Bielefeld, den 25. November 2024 gez. Frank Hippen gez. Niels Kokkeel gez. Max Elsner BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Mehrwerk GmbH wurde auf der Grundlage der deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung entsprechender Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Soweit es der Klarheit und Übersichtlichkeit dient, wurde das Gliederungsschema angepasst (§ 265 Abs. 6 HGB). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit den Anschaffungskosten aktiviert und über einen Zeitraum von sieben Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Das bewegliche Anlagevermögen wurde nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden je nach Höhe der Anschaffungskosten im Zugangsjahr voll abgeschrieben oder in den Sammelposten eingestellt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Als Anschaffungskosten gelten die letzten durchschnittlichen Einstandspreise. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Soweit erforderlich werden für veraltete oder schwer verwertbare Vorräte niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Der Posten geleistete Anzahlungen bei den Vorräten betreffen Anzahlungen auf Dienstleistungen einer Druckerei. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Solche waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten wurden jeweils zum Nennwert angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Vorauszahlungen für das Folgejahr ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital wurde in Höhe des Stammkapitals bilanziert. Die Kapitalrücklage resultierte aus diversen Umwandlungsvorgängen der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2023 wurde -- der nach Ausschüttung verbliebene Gewinnvortag zusammen mit dem Jahresüberschuss in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die Steuerrückstellungen betreffen die zu erwartenden Steuernachzahlungen des Vorjahres. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen gemäß §§ 249, 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vereinnahmte Kundenvorauszahlungen für Leistungen in den folgenden Geschäftsjahren. Die passiven latenten Steuern nach § 274 HGB betreffen die Differenz zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Die aktiven latenten Steuern betreffen die Differenz zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von sonstigen Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern und die passiven latenten Steuern wurden miteinander verrechnet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis des aktuellen Steuersatzes für Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% und eines Gewerbesteuer-Hebesatzes von 480%. Sonstige Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über einen Zeitraum von sieben Jahren linear abgeschrieben. Zum Stichtag war der Geschäfts- oder Firmenwert vollständig auf den Erinnerungswert von Euro 1,00 abgeschrieben. Die Schätzung der Nutzungsdauer basierte auf den Erfahrungen der tatsächlichen Kundenvertragsbindung und den erwarteten Deckungsbeiträgen aus den hieraus resultierenden Erträgen. Beteiligungen im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB wurden zum 31.12.2023 gehalten an:
* Zum Zeitpunkt der Erstellung lagen nur die Vorjahreszahlen aus dem Jahr 2022 vor. Als verbundene Unternehmen werden diejenigen Gesellschaften behandelt, die bei einer Pflicht der Mehrwerk Gruppe GmbH, Bielefeld, zur Aufstellung eines Konzernabschlusses als verbundene Unternehmen in diesen Konzernabschluss einzubeziehen wären. Geleistete Anzahlungen betreffen Beratungskosten zur Vorbereitung des Erwerbs der Tenerity Nordics. Der Erwerb der Tenerity Nordics wurde im Januar 2024 vollzogen. Von dem Guthaben bei Kreditinstituten war zum 31.12.2023 eine Termingeldeinlage in Höhe von TEUR 2.375 als Sicherheit verpfändet und insoweit nicht frei verfügbar. Die Kapitalrücklage resultiert aus mehreren Umstrukturierungen von Gesellschaften und wurde durch diverse Ausschüttungen an die Gesellschafter gemindert. Aufgrund der Aktivierung der selbst geschaffenen in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände bestand zum 31.12.2023eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 858 TEUR. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 588.704,01 Euro entfällt der komplette Betrag auf Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 Euro. Für die Verbindlichkeiten - insbesondere aus Lieferungen und Leistungen - bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die passiven latenten Steuern betreffen die selbsterstellten in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände, die zum Stichtag in Höhe von 1.273 TEUR aktiviert wurden. Die Veränderung der latenten Steuersalden im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden durch das laufende Ergebnis verursacht, soweit diese nicht auf der Zuführung zu den passiven latenten Steuern beruhten. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, ohne Auszubildende, gemäß § 267 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 7 HGB belief sich auf:
Geschäftsführung Geschäftsführer sind: Herr Frank Hippen, Kaufmann, Herr Niels Kokkeel, Kaufmann und Herr Max Elsner, Kaufmann. Forderungen gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung
Konditionen der wichtigsten Verträge
Zugunsten der Geschäftsführung eingegangene Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat zugunsten der Geschäftsführung das Guthaben einer Termingeldeinlage als Sicherheit für ein Darlehen verpfändet. Aufgrund der Bonität des Begünstigten schätzen wir die Wahrscheinlichkeit aus der Verpfändung in Anspruch genommen zu werden als gering ein. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für Kredite eines verbundenen Unternehmens. Die Summe der Höchstbeträge der Einzelbürgschaften beträgt TEUR 2.955. Die durch die Bürgschaften abgesicherten Darlehen des verbundenen Unternehmens valutierten zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 2.737. Aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens des begünstigten verbundenen Unternehmens haben wir die Wahrscheinlichkeit aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis in Anspruch genommen zu werden als gering eingeschätzt. Aus dem Spaltungs- und Übernahmevertrag mit einer verbundenen Gesellschaft mit Eintragung vom 09.09.2019 bestand nach § 133 UmwG eine gesamtschuldnerische Mithaftung aller Verpflichtungen für einen Zeitraum von fünf Kalenderjahren. Die wesentliche Verpflichtung des verbundenen Unternehmens besteht aus einer Pensionszusage mit einem Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 1,18 Mio. Euro. Die Pensionszusage ist teilweise durch eine Rückdeckungsversicherung gedeckt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung nach Verrechnung mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung betrug zum 31.12.2023 TEUR 400. Aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens des begünstigten verbundenen Unternehmens haben wir die Wahrscheinlichkeit aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis in Anspruch genommen zu werden als gering eingeschätzt. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs ist der Zeitraum von fünf Jahren der gesamtschuldnerischen Mithaftung abgelaufen, ohne dass Verbindlichkeiten aus dem Haftungsverhältnis fällig geworden sind oder Ansprüche geltend gemacht wurden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Abschlussstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Abs. 3a HGB aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.642. Die wie nachstehend dargestellt wird, in den Folgejahren fällig werden:
Die Vorteile der Miet- und Leasingtransaktionen liegen in der einfacheren Finanzierung der Vermögensgegenstände. Risiken bestehen insbesondere darin, dass bei Liquiditätsproblemen der Mehrwerk GmbH die Gegenstände von den Vermietern bzw. Leasinggebern zur Sicherung ihrer Ansprüche einziehen könnten, so dass die Mehrwerk GmbH vorübergehend in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt wäre. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Anfang Januar 2024 haben wir die Tenerity Nordics mit den Gesellschaften Tenerity AS in Norwegen (Oslo), Tenerity AB in Schweden (Stockholm) und Tenerity ApS in Dänemark (Kopenhagen) übernommen. Als weiteres wesentliches Ereignis ist die Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile an der benfido GmbH,:Bielefeld im Mai 2024 zu nennen.
Bielefeld, den 25. November 2024 gez. Frank Hippen gez. Niels Kokkeel gez. Max Elsner Anlage zum Anhang
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkVorbemerkung Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form aufgrund der Inanspruchnahme von Erleichterungen gemäß § 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mehrwerk GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mehrwerk GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mehrwerk GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 26. November 2024 Göke
Audit GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Stefan Horst, Wirtschaftsprüfer |
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