Langley GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Kämmerer seit 11.3.2009 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fidecum AGBad Homburg v. d. HöheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Geschäftsleitung turnusgemäß beraten und überwacht. Es fanden satzungsgemäß zwei Sitzungen statt. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig mündlich und fernmündlich über Entwicklungen, wesentliche Geschäftsvorfälle und Entscheidungen im Unternehmen berichten. Der Aufsichtsrat befasste sich umfassend mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung der Gesellschaft, dem Risikobericht des Vorstandes so wie mit dem Bericht der Internen Revision. Wir haben die Berichte in unseren Sitzungen und Einzelbesprechungen gemeinsam mit dem Vorstand diskutiert. Die Unternehmensplanung wurde besprochen und gemeinsam mit dem Vorstand verabschiedet, Entwicklungsperspektiven und Investitionsvorhaben der Gesellschaft wurden erörtert und geprüft. Die TREUWERK REVISION GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht geprüft und mit dem Gesetz und der Satzung für übereinstimmend am 17. April 2024 befunden. Der Abschlussprüfer erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Er hat seinerseits den Jahresabschluss, den Dividendenvorschlag des Vorstandes sowie den Lagebericht geprüft und keine Einwände erhoben. Er billigt desweiteren den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, aus dem Bilanzgewinn keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Fidecum AG für die erfolgreiche Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Bad Homburg vor der Höhe, im April 2024 Der Aufsichtsrat Karl-Heinz Arnold, Vorsitzender Beschlussfassung zum Tagesordnungspunkt 2 der Hauptversammlung der Fidecum AG, Bad Homburg v. d. H., am Mittwoch, 17. April 2024 in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Bad Homburg v. d. H., Kaiser-Friedrich-Promenade 65TOP 2: Der Aufsichtsratsvorsitzende stellte fest und verkündete, dass entsprechend dem Vorschlag des Vorstands, dem sich der Aufsichtsrat anschließt, die Hauptversammlung einstimmig beschloss,
und den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Bad Homburg v. d. H., 17. April 2024 Karl-Heinz Arnold Inhaltsverzeichnis Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk BILANZ zum 31. Dezember 2023Fidecum AG Finanzdienstleister, Bad Homburg vor der HöheAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Fidecum AG Finanzdienstleister, Bad Homburg vor der Höhe
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft wird unter der Firma Fidecum AG mit Sitz in Bad Homburg vor der Höhe im Handelsregister B des Amtsgerichts Bad Homburg unter der HRB-Nummer 10965 geführt. Da es sich bei der Gesellschaft um ein Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 Abs. 1 WplG handelt, hat sie gemäß § 340 Abs. 4a Satz 1 i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB alle Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu beachten. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 288 sowie 340 ff. HGB unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Weiterhin wurden die gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) beachtet. Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden. Die in Formblatt 1 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden, die in Formblatt 3 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear und pro Rata temporis vorgenommen. Die angewandten Abschreibungssätze entsprechen den von der Finanzverwaltung herausgegebenen AfA-Tabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 800 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Beträge, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. III. Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Erläuterungen zur Bilanz Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen in Höhe von TEUR 1.481 (Vj. TEUR 1.121) an ein inländisches Kreditinstitut und sind in Höhe TEUR 1.478 (Vj. TEUR 1.117) täglich fällig. Weiterhin bestehen Forderungen aus gestellten Kautionen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 4), die über die Laufzeit des Mietvertrages (mehr als ein Jahr bis fünf Jahre) einer eingeschränkten Verfügung unterliegen. Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 61 (Vj. TEUR 70) sind innerhalb von drei Monaten fällig. Sie bestehen gegenüber ausländischen Instituten. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Die Sachanlagen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) bestehen ausschließlich aus eigengenutzter Betriebs- und Geschäftsausstattung, deren Nutzungsdauer zwischen drei und dreizehn Jahren liegt. Für die immateriellen Wirtschaftsgüter fielen im Geschäftsjahr keine normalen Abschreibungen an; Der Erinnerungswert wurde im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich um eine Körperschaftsteuerrückforderung einschließlich Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr (TEUR 144) (Vj. TEUR 120) und Gewerbesteuerrückforderungen für das Geschäftsjahr (TEUR 120) und aus Vorjahren (TEUR 604). Im vorhergehenden Geschäftsjahr bestand eine Forderung in Höhe von TEUR 23) gegenüber dem Bund und dem Land Hessen auf Überbrückungshilfe IV. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer (T€ 1; Vj. T€ 1). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es wurden keine Sicherheiten gewährt. Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 83 (Vj. TEUR 189) umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (TEUR 58; Vj. TEUR 64). Im vorliegenden Geschäftsjahr wurden Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 114) gebildet. Diese entfallen im Geschäftsjahr ausschließlich auf Urlaubsrückstellungen. Das Grundkapital beträgt TEUR 200 und ist in voller Höhe eingezahlt. Es besteht aus 200.000 Namensaktien mit einem Nennwert von je EUR 1,00. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 beträgt 728 (Vj. TEUR 747) und resultiert aus einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR -34) und einem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 747 (Vj. TEUR 713) Die Kapitalrücklage resultiert aus Einlagen der Aktionäre im Gründungsjahr 2008, die über den Nennbetrag hinaus geleistet wurden und aus Zuzahlungen der Aktionäre im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von TEUR 600. Die Kapitalrücklage beträgt am Bilanzstichtag TEUR 800. Vermögensgegenstände und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, bestanden am Bilanzstichtag nicht. 2. Gewinn- und Verlustrechnung Der Posten Zinserträge in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR -2) beinhaltet im Vorjahr negative Zinsen in Höhe von TEUR 2 aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten. (Verwahrgebühr der Sparkasse in Höhe von 0,5% des Einlagevolumens). Die Provisionserträge in Höhe von TEUR 310 (Vj. TEUR 418) resultieren aus der Tätigkeit im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung gegenüber einem Kunden in Luxemburg. Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 19 (Vj. TEUR 101) beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 28). Im vorherigen Geschäftsjahr resultieren diese Erträge im Wesentlichen aus der Überbrückungshilfen des Bundes in Höhe von TEUR 73 zur Covid-19 Pandemie. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen umfassen neben dem Personalaufwand (TEUR 106, Vj. TEUR 252) im Wesentlichen folgende Aufwendungen:
Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 0, Vorjahr TEUR 2) resultieren ausschließlich aus planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungen des laufenden Jahres betragen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2). IV. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr wurde neben den Mitgliedern des Vorstandes noch ein weiterer Mitarbeiter bis 30.09.2023 beschäftigt. Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2023 aufgewendete Gesamthonorar betrug TEUR 34 (Vorjahr TEUR 30). Darauf entfielen auf Leistungen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung TEUR 34 (Vorjahr TEUR 30). Die interne Revision ist aus Effizienzgründen auf eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert worden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB betragen bis zum Jahr 2023 TEUR 22. Diese fallen ausschließlich für Mietaufwendungen an. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Ereignisse von besonderer Bedeutung, die das Ergebnis der Gesellschaft signifikant negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht zu erkennen. Angaben über die Mitglieder des Vorstandes: Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren zu Vorständen der Gesellschaft bestellt:
Auf die Angabe zu den Vorstandsbezügen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben über die Mitglieder des Aufsichtsrates: Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren zu Mitgliedern des Aufsichtsrates der Gesellschaft bestellt:
Im Geschäftsjahr betrugen die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates TEUR 8 (Vorjahr TEUR 8). ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 728 auf neue Rechnung vorzutragen Nachtragsbericht Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2023, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht in Abschnitt 6 (Ausblick).
Bad Homburg V. d. H ., 27.03.2024 Vorstand der Fidecum Aktiengesellschaft Czeschinski Kämmerer Schupp Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der Fidecum AG, Bad Homburg vor der Höhe1. Allgemeine Angaben Die Firma Fidecum AG ist im Handelsregister, Abteilung B, des Amtsgerichts Bad Homburg unter der Nummer 10965 eingetragen. Für die Gesellschaft bestand im Berichtsjahr durchgängig die Erlaubnis zur Erbringung folgender Wertpapierdienstleistungen:
Die Erlaubnis ist dahingehend beschränkt, dass die Gesellschaft nicht befugt ist, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Gegenstand des Unternehmens ist die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmen Finanzinstrumenten beziehen (Anlageberatung), die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), die Vermittlung oder der Nachweis von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung) sowie die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung). Die Gesellschaft wird von den Vorständen Andreas Czeschinski, Klaus Kämmerer und Hans Peter Schupp geführt. 2. Allgemeine Entwicklung an den Märkten Die globalen Aktienmärkte schlossen das Jahr 2023 mit deutlichen Gewinnen ab, welche insbesondere gegen Ende des Jahres durch sinkende Inflationsraten begründet wurden. So lag die Inflationsrate in der Eurozone im Dezember lediglich bei 2,9 Prozent nach einem Höchstwert von 10,7 im Herbst 2022. Damit hat die Inflation den Zielwert der EZB von 2,0 Prozent schon fast erreicht, was Anleger auf ein mögliches Ende der restriktiven Zinspolitik hoffen ließ. Die Erwartung sinkender Leitzinsen führte zu einer Jahresendrallye an den Aktienmärkten, die mehrere Indizes wie den DAX und den Dow Jones auf neue Rekordhöhen trieb. Zu Beginn des Jahres belasteten die Märkte noch hohe Energiepreise und Inflationsraten infolge des Ukraine-Konflikts. Die Zentralbanken behielten eine restriktive Geldpolitik bei und hielten die Zinssätze hoch, um der Inflation entgegenzuwirken. In der zweiten Jahreshälfte trugen Befürchtungen über eskalierende Spannungen in Israel zur weiteren Verunsicherung der Märkte bei. Jedoch im vierten Quartal trug der Optimismus bezüglich einer möglichen Abschwächung des Inflationsdrucks und sinkender Zinssätze wesentlich zur Marktentwicklung bei und sorgte für ein insgesamt gutes Börsenjahr an den Aktienmärkten. Sowohl der Euro-Stoxx als auch der deutsche DAX verzeichneten solide Zugewinne von 19 % bzw. 20 %. Auch die US-amerikanischen Aktienmärkte entwickelten sich positiv im Jahr 2023. Die Indizes Dow Jones und S&P 500 verzeichneten Anstiege von 14 % bzw. 24 %, während der technologielastige Nasdaq Composite mit einem bemerkenswerten Plus von 43 % sogar noch stärker zulegte. Die Entwicklung der asiatischen Märkte zeigte jedoch ein gemischtes Bild: Während der japanische Nikkei um 28 % stieg, verzeichnete der chinesische CSI-300 einen Rückgang um 11 %. 3. Geschäftsverlauf in 2021 und Lage der Gesellschaft 3.1. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Fidecum AG war im Berichtsjahr trotz des positiven Umfeldes an den Aktienmärkten nicht zufrieden stellend und dies, trotz mehrfacher Auszeichnungen für den Fidecum SICAV - Contrarian Value Euroland Fonds im Berichtsjahr und obwohl sich die Investmentstrategie der Gesellschaft nicht bedeutend schlechter als die Aktienindizes und Wettbewerbsprodukte entwickelte. Die Gesellschaft betreute bis 30.September 2023 zwei Publikumsfonds als Finanzportfolioverwalter. Der Teilfonds Fidecum SICAV - avant-garde Stock Fund wurde zu diesem Stichtag auf einen anderen Fonds außerhalb der Fidecum SICAV übertragen. Seit Gründung der Fidecum AG ist das mit Abstand wichtigste Produkt der Fidecum Sicav Contrarian Value Euroland Fonds. Die Gesellschaft ist weiterhin Fondsmanager des Investmentvermögens. Sowohl das Mittelaufkommen der zu verwaltenden Publikumsfonds als auch die Provisionserlöse lagen im Jahresmittel im Rahmen der revidierten negativen Erwartungen der Gesellschaft. 3.2. Ertragslage Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein Provisionsertrag von TEUR 311. Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 21 (Vj. TEUR 101) beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 28). Im vorherigen Geschäftsjahr resultieren diese Erträge im Wesentlichen aus der Überbrückungshilfen des Bundes in Höhe von TEUR 73 zur Covid-19 Pandemie. Die anderen Verwaltungsaufwendungen betrugen TEUR 253 und der Personalaufwand lag bei TEUR 106. Das Zinsergebnis lag bei TEUR 6. Unter Beachtung der Abschreibungen in Höhe von TEUR 0,4 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 19. 3.3. Vermögens- und Finanzlage Die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Verbindlichkeiten erfolgten unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen. Auf der Aktivseite stellen die Forderungen an Kreditinstitute mit TEUR 1.481, sowie die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 269 die größten Posten dar. Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich hauptsächlich um Kontokorrentguthaben und Tagesgelder (TEUR 1.478). Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich um Steuerrückforderungen. Die Forderungen an Kunden betragen TEUR 62 und resultieren aus der Geschäftstätigkeit. Sie stellen Provisionsforderungen aus der Tätigkeit als Fondsmanager dar. Die Gesellschaft hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Auf der Passivseite ergeben die Kapitalrücklagen von TEUR 800 zusammen mit dem gezeichneten Kapital von TEUR 200 unter Berücksichtigung des Bilanzgewinnes in Höhe von TEUR 728 ein Eigenkapital von TEUR 1.728. Die Rückstellungen betragen TEUR 83, wovon TEUR 4 auf Personalrückstellungen entfallen. Bedeutendster finanzieller Leistungsindikator ist aus Sicht der Gesellschaft die Nachsteuerrendite auf das gebundene Kapital (gezeichnetes Kapital zzgl. Kapitalrücklage). Diese betrug aufgrund des Jahresfehlbetrages zum Stichtag ./. 1,7%. Vorbehaltlich der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung soll für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividende ausgeschüttet werden. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum und auch danach jederzeit gegeben. Die Finanzlage war stets geordnet. 3.4 Investitionen Es wurden im Geschäftsjahr keine Investitionen in das Anlagevermögen getätigt. 3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3.5.1. Personalentwicklung Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft - einschließlich der Mitglieder des Vorstandes - bis zum 30. September 2024 insgesamt 4 Mitarbeiter. Seit diesem Datum 3 Mitarbeiter. Es ist geplant, im Geschäftsjahr 2024 keine weiteren Mitarbeiter einzustellen. 3.5.2. Umweltbericht Die Dienstleistungen der Fidecum AG haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Kopierern, Druckern und anderen Geräten der Büro- und Geschäftsausstattung sowie deren Verbrauchsmitteln gelegt. 4. Risikobericht Nachfolgend wird über die allgemeinen Risiken der Gesellschaft und das implementierte Risikomanagementsystem berichtet. 4.1. Allgemein Das Risikomanagement der Fidecum AG basiert auf den Grundsätzen der Existenzsicherung, Tragfähigkeit, Sensibilität, Konformität zur Geschäftsstrategie, Verstetigung und Sicherung des Unternehmenserfolges sowie Transparenz. Aus dem hohen Stellenwert des Risikomanagements ergeben sich für alle Führungskräfte eine diesbezügliche hohe Verantwortung und besondere Verpflichtungen. Die Sensibilisierung der Mitarbeiter für eine frühzeitige Erkennung von sich entwickelnden Risiken und die verantwortungsvolle Risikobehandlung sind ein zentraler Bestandteil der Führungsgrundsätze und der Unternehmenskultur. Im Einklang mit der Geschäftsstrategie verfolgt die Fidecum AG für ihre Eigenmittel eine defensive Anlage- und Investitionspolitik. Die organisatorischen Säulen des Risikomanagementsystems sind das interne Kontrollsystem, die Interne Revision und die Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Das interne Kontrollsystem erfüllt für das Risikomanagement der Gesellschaft die zentrale Informations- und Sicherungsfunktion. Basis des Kontrollsystems sind organisatorische Maßnahmen der Aufbau- und Ablauforganisation, die u. a. im Organisationsplan und in den für die verschiedenen Geschäftsbereiche und Arbeitsplätze geltenden Arbeitsanweisungen dokumentiert sind. Zentrales Instrument des Managements ist die laufende Überwachung der Kapitalentwicklung im Zusammenhang mit dem aufsichtsrechtlichen Meldewesen. Darüber hinaus erfolgen Risikotragfähigkeitsberechnungen unter der Annahme verschiedener Risikoszenarien. Die Risikotragfähigkeit war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Die Funktion der Internen Revision ist ausgelagert, um eine prozessunabhängige Prüfung und Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen und behördlichen Vorschriften sowie der vorgesehenen Prozesse bei der Fidecum AG im Auftrag des Vorstandes zu erreichen. Die Prüfungen basieren auf einem für jeweils drei Jahre gültigen Prüfungsplan und werden risikoorientiert durchgeführt. Die Interne Revision berichtet schriftlich an den Vorstand, der auch den Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Prüfungen informiert. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat ferner mindestens viermal im Jahr schriftlich über die Ertragslage und Risikosituation der Fidecum AG. 4.2. Strategische Risiken, Markt- und Wettbewerbsrisiken Durch die Veränderung des Marktund/oder des Wettbewerbsumfeldes oder sich als unrichtig herausstellende Entscheidungen könnten die künftigen geschäftlichen Entwicklungen der Fidecum AG und somit die Vermögens-, Finanz und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflusst werden. Die Risikosteuerung erfolgt durch eine strategische Flexibilität sowie kurze Entscheidungswege zur Umsetzung erforderlicher Veränderungen. Darüber hinaus wirkt die Abstimmung wichtiger strategischer Entscheidungen mit dem Aufsichtsratsgremium unter Vorlage detaillierter Businesspläne risikohemmend. 4.3. Allgemeine Adressausfallrisiken- und Bonitätsrisiken (Kreditrisiken) Hierbei handelt es sich um die Gefahr der Entstehung von Verlusten durch eine Bonitätsverschlechterung oder den Ausfall eines Geschäftspartners. Das Risiko besteht sowohl bei der Anlage liquider Gesellschaftsmittel sowie in Bezug auf Provisionsforderungen. Als Maßnahme zur Begrenzung des Risikos wird eine angemessene Risikosteuerung bei der Anlage der liquiden Mittel bei einem Institut guter Bonität oder bei einem Institut, welches dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Banken e.V. oder einer vergleichbaren Einrichtung angehört, vorgenommen. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag einen Kunden. Der Vorstand sieht bei dem Schuldner kein signifikantes Ausfallrisiko. Dem Risiko wird ferner durch eine regelmäßige Abrechnung entgegengesteuert. Ein nennenswertes Länderrisiko lag nicht vor. 4.4. Personalrisiken Durch den Weggang von Mitarbeitern oder fahrlässiges bzw. vorsätzliches Verhalten könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder das Geschäftspotential der Gesellschaft erheblich beeinflusst werden. Da die Mitglieder des Vorstandes über langjährige Erfahrung verfügen und zudem wesentlich an der Gesellschaft beteiligt sind, ist das Risiko von Fehleinschätzungen und des Verlustes von wichtigen Mitarbeitern unseres Erachtens als gering einzuschätzen. 4.5. Marktpreis-/Zinsrisiken Hierbei handelt es sich insbesondere um das Risiko eines Verlustes aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern (z.B. Aktienkurs-, Zinsänderungs- oder Währungsrisiko). Da die Gesellschaft ihr Geld nur in tages- bzw. kurzfristigen Termingeschäften anlegt, besteht für die Gesellschaft kein direktes Marktpreisrisiko aus Eigenanlagen. Die Marktpreisrisiken, insbesondere aus dem Aktienmarkt, beeinflussen über die Höhe des verwalteten Vermögens die Provisionserlöse. Für die Gesellschaft besteht aber aufgrund der Tatsache, dass sie über ein positives Cash-Vermögen verfügt, hingegen ein überschaubares Zinsrisiko, da die Bankkonten eine variable Verzinsung haben. Die allgemeine Zinslage kann in der Zukunft zu einem leicht positiven Ergebnisbeitrag führen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass inzwischen für Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten keine "negative Guthabenzinsen"/ Verwahrentgelte erhoben werden. 4.6. Operative Risiken Der Geschäftsbetrieb der Fidecum AG könnte durch operative Mängel, menschliches Versagen oder technische Ausfälle (z.B. Ausfall der IT) erheblich beeinflusst werden. Die Mitarbeiter mit Zeichnungsberechtigung besitzen alle mehr als 30 Jahre Berufserfahrung. Das Vorgehen bei einem Ausfall der EDV und im Notfall wurde im Notfallplan schriftlich dokumentiert. Für Notfälle verfügt die Gesellschaft über ein Ausweichbüro, welches ungefähr 30 km vom Geschäftssitz entfernt liegt. Durch die Verankerung des Vier-Augen-Prinzips werden weitere operationelle Risiken minimiert. 4.7. Auslagerungsrisiken Die Fidecum AG unterliegt dem Risiko, dass ausgelagerte Prozesse und Aktivitäten durch Nicht- oder Schlechterfüllung seitens des Auslagerungsunternehmens gestört werden. Dem werden durch eine sorgfältige Auswahl des Auslagerungsunternehmens und regelmäßige Überprüfung der Aktivitäten Sorge getragen. Ferner sind Auslagerungen bei der Fidecum AG darauf ausgerichtet, operative Risiken für das Unternehmen zu diversifizieren und damit einhergehend zu reduzieren. 4.8. Liquiditätsrisiken Hierbei handelt es sich um das Risiko, dass die Fidecum AG nicht über ausreichende liquide Mittel zur Fortführung des Geschäftsbetriebes und/oder zur Bezahlung fälliger Verbindlichkeiten verfügt. Die Fidecum AG steuert die Liquiditätsrisiken unter anderem durch ein enges und stringentes Forderungsmanagement, die flexible und risikolose Anlage der liquiden Mittel, laufende Kostenkontrolle und die Nutzung von Kostensenkungsmöglichkeiten. Zum Bilanzstichtag verfügte die Fidecum AG über freie liquide Mittel und kurzfristige Forderungen (bis 3 Monate) in einer Höhe, die erheblich über den kurzfristigen Verbindlichkeiten (bis 3 Monate) und den Rückstellungen liegen. Aufgrund der kontinuierlich und signifikant hohen Nettoliquidität der Gesellschaft waren Liquiditätsrisiken von nachrangiger Bedeutung. 4.9. Rechtliche Risiken Die rechtlichen Risiken umfassen
das Risiko, dass die Gesellschaft vertragliche Vereinbarungen insbesondere im Zusammenhang mit Kundengeschäften eingeht, aus denen sie in substanziellem Umfang haftbar gemacht werden kann. Die Steuerung erfolgt durch die Einbeziehung rechtskundiger und/oder im jeweiligen Fachgebiet langjährig erfahrener Mitarbeiter. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ist kein Verfahren gegen die Gesellschaft beziehungsweise von Seiten der Gesellschaft anhängig oder ihr bekannt. 4.10 Nachhaltigkeitsrisiken Unter Nachhaltigkeitsrisiken werden Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (sog. ESG-Risiken - Environmental, Social and Governance) verstanden, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben könnte. Die Fidecum AG wertet die Nachhaltigkeitsrisiken derzeit wie folgt: Nachhaltigkeitsrisiken, die sich direkt auf die Gesellschaft auswirken können, z.B. aus der Verteuerung von Rohstoffen, steigende Personalkosten, Aufwand aus der Umsetzung rechtlicher Vorgaben etc. (innere Nachhaltigkeitsrisiken) bewertet die Fidecum AG als überschaubar. Zur Reduzierung dieser Risiken betreibt die Fidecum AG eine vorausschauende Kostenminimierung sowie einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Risiken, die bei anderen Unternehmen auftreten und sich auf unser Institut auswirken könnten (äußere Nachhaltigkeitsrisiken), können insbesondere durch Unternehmen, die hohen Nachhaltigkeitsrisiken unterliegen und/oder Schwächen im Nachhaltigkeitsmanagement haben, ausgelöst werden, wenn die Fidecum in diese in den verwalteten Fondsvermögen investiert hat (Wertminderung des Fondsvermögens, Kundenabgänge, Reputationsschäden). Die Steuerung der äußeren Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt bei der Fidecum AG im Rahmen des Investitionsprozesses, in dem die mit einem Investment verbundenen Nachhaltigkeitsrisiken vor Investition eruiert/bewertet sowie für in einem Fonds befindliche Werte laufend überwacht werden. Die Risiken aus Nachhaltigkeitsstrategien stuft die Fidecum AG grundsätzlich als hoch ein. Durch die regelmäßige Überprüfung der Geschäftsstrategie und der Anlagestrategien auf Marktkonsistenz und Kundennachfrage können Abweichungen erkannt und gegebenenfalls hier auf reagiert werden. 5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Gesellschaft Die Geschäftsentwicklung der Fidecum AG ist von einer Vielzahl interner und externer Faktoren abhängig. Hierzu wird Folgendes näher ausgeführt: 5.1. Entwicklung an den Kapitalmärkten Die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Geschäftsvolumens sind eng verbunden mit der Entwicklung an den Kapital- und Finanzmärkten und der hieraus resultierenden Nachfrage nach Publikumsfonds und Vermögensverwaltungsprodukten. Diese hängt wiederum von makroökonomischen Erwartungen, politischen und ökonomischen Risiken und anderen exogenen Faktoren ab. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass sich die Investmentstrategie der Gesellschaft unterdurchschnittlich zu Wettbewerbsprodukten entwickelt. Dies könnte dazu führen, dass Investoren ihre Anlagen in europäischen Aktien reduzieren oder dass sie Wettbewerbsprodukte als attraktiver erachten. Damit verbunden ist die Gefahr von Mittelabflüssen, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. 5.2. Personal Das Kerngeschäft der Fidecum AG ist in entscheidendem Maße von seinem Personal abhängig. Hierbei steht die Gesellschaft in einem lebhaften Wettbewerb um qualifizierte und leistungsstarke Mitarbeiter/innen. Da die drei Mitglieder des Vorstandes die Aktionäre der Gesellschaft sind, ist das Risiko des Verlustes von wichtigen Mitarbeitern aus Sicht der Gesellschaft als gering einzuschätzen. Um zukünftig neue Mitarbeiter zu gewinnen, ist es im Wettbewerb um Human Capital das Ziel, die Gesellschaft unabhängig zu belassen und den Mitarbeitern operative Selbständigkeit zu übertragen, eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur und schlanke Strukturen mit flachen Hierarchien zu bieten. 5.3. Sonderzahlungen an Entschädigungseinrichtungen Die Fidecum AG ist der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zugeordnet, dies kann - wie bereits geschehen - dazu führen, dass die BaFin für ein Mitgliedsinstitut den Entschädigungsfall feststellt, was gegebenenfalls zu erheblichen Sonderzahlungen an (den) die EDW führen könnte. 5.4. Sonstiges Sonstige Produkte (z.B. in einer anderen Rechtsform, nicht aktiv verwaltete Fonds oder sogenannte Nachhaltige Fonds) könnten als Wettbewerber in den Fokus der Anleger rücken. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Investoren Produkte von kleineren nicht so bekannten Fondsanbieter meiden. Damit verbunden ist die Gefahr von Mittelabflüssen, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. 6. Ausblick Die künftige Entwicklung des Unternehmens ist entscheidend von der Höhe des Geschäftsvolumens abhängig. Dieses wiederum wird beeinflusst:
6.1. Allgemeine Entwicklung Nachlassender Inflationsdruck und die Hoffnung auf Zinssenkung der Notenbanken könnten sich positiv auf die Aktienmärkte auswirken. Jedoch prägen nach wie vor die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, sowie ein weltweit schwaches Wachstum das Bild, womit die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung gedämpft bleiben. Dies könnte auch weiterhin zu einer hohen Risikoaversion bei Anlegern führen, was unter anderem dazu führen kann, dass Produkte kleinerer, unbekannterer Anbieter gemieden werden. 6.2. Investment Strategie der Gesellschaft Die Investment Strategie der Gesellschaft besteht darin, in niedrig bewerteten Value- Aktien zu investieren. Diese Strategie war nach einer längeren Phase mit unterdurchschnittlichen Renditen in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 sehr erfolgreich und führte im Berichtsjahr zu einem durchschnittlichen Investmenterfolg. Der Gesellschaft ist jedoch bewusst, dass die vergangene Performance kein Indikator für zukünftige Ergebnisse ist und es viele Faktoren gibt, die die Wertentwicklung von Value-Aktien beeinflussen. Schon in der Vergangenheit sah sich das Unternehmen damit konfrontiert, dass wachstumsstarke Aktien sich bedeutend besser entwickelten als niedrig bewertete Value-Aktien. Trotz dieser Herausforderungen hatte sich die Gesellschaft nach intensiven Gesprächen mit dem Aufsichtsrat entschieden, an seiner Anlagestrategie festzuhalten. Die Investition in Value-Aktien wird von der Fidecum AG als langfristige Anlagestrategie betrachtet, die darauf abzielt, unterbewertete Unternehmen zu identifizieren und sie zu halten, bis sie einen angemessenen Wert erreichen. Dieser Ansatz kann Geduld erfordern, da es einige Zeit dauern kann, bis Value-Aktien vom Markt erkannt werden. Kurzfristig ist es möglich, dass wachstumsstarke Aktien oder andere Markttrends die Wertentwicklung von Value-Aktien übertreffen, aber das Ziel von Value-Investitionen ist es, langfristige Gewinne zu erzielen. Von daher ist der Gesellschaft durchaus bewusst, dass sie kurzfristige Marktchancen verpassen kann. Ob sich der zukünftige Trend zugunsten oder zulasten der Investment Strategie der Gesellschaft entwickeln wird ist derzeit nicht abzuschätzen. 6.3. Kundenakquise Trotz sehr guter Investmentergebnisse, im Vergleich zu Aktienindizes und Wettbewerbsprodukten in den letzten drei Jahren und mehrfacher Auszeichnungen für diese im Berichtsjahr stagnierten die verwalteten Kundengelder auf niedrigem Niveau. Das zurzeit geringe Volumen des Fonds, die derzeitige Risikoaversion der Kunden, sowie die weiterhin starke Konkurrenz durch kostengünstige Exchange Traded Funds (ETF) könnten auch in 2024 ein Hinderungsgrund für eine erfolgreiche Kundenaquise sein. 6.4. Allgemeine Zusammenfassung und allgemeine Risiken/Chancen Die Gesellschaft geht für 2024 von einem schwierigeren Umfeld aus, sieht jedoch mittelfristig durchaus gute Chancen für ihre Anlagestrategie. Darüber hinaus könnten weitere verschärfte aufsichtsrechtliche Anforderungen und Meldepflichten sich negativ auf die Rentabilität auswirken. 6.5. Strategie Die Gesellschaft beabsichtigt auch in den Folgejahren nicht, ihre Eigenmittel in anderen Vermögensanlagen als in risikolosen Bankguthaben zu investieren. Zukünftige Kursschwankungen beeinflussen damit nur das Provisionsergebnis aus dem verwalteten Vermögen. 6.6. Ergebniserwartung Mittelfristig geht die Gesellschaft von Ergebnissen in der Größenordnung aus, wie sie bereits in der Vergangenheit erzielt wurden. Kurzfristig besteht - auch vor dem Hintergrund des schwierigen Umfeldes - die Gefahr eines Verlustes. Dieser sollte für das Geschäftsjahr 2024 nach Einschätzung der Gesellschaft dennoch geringer sein als der vorgetragene Bilanzgewinn. Der Gesellschaft war die Gefahr eines Verlustes zu jeder Zeit bewusst und sie hat hierfür Vorsorge getroffen, indem sie im Geschäftsjahr 2017 das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage von TEUR 400 auf TEUR 1.000 erhöht hat. Darüber hinaus wurde das Eigenkapital gestärkt, indem der Bilanzgewinn seit dem Geschäftsjahr 2019 nicht ausgeschüttet wurde.
Bad Homburg v.d.H., den 28. März 2024 Fidecum AG Der Vorstand Czeschinski Kämmerer Schupp BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fidecum AG, Bad Homburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fidecum AG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fidecum AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 17. April 2024 TREUWERK
REVISION GmbH
Lamm, Wirtschaftsprüfer Brosig, Wirtschaftsprüferin |
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