Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 44976
Vorher
ACE Stoßdämpfer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
7.12.1978
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist Einfuhr, Verkauf, Herstellung und Wartung von ACE Stoßdämpfern und anderen hydraulischen und pneumatischen Geräten. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jürgen Roland
seit 25.2.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
94.85%
5.15%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
24.330 €
94.85%
Germany
1.320 €
5.15%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ACE Stoßdämpfer Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Langenfeld.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Bilanz zum 30. September 2022

Aktiva

30.9.2022 30.9.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115.159,85 150.122,85
2. Geleistete Anzahlungen 32.728,76 147.888,61 0,00 150.122,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.959.714,85 3.073.255,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.815,51 18.106,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 526.048,55 473.318,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.881,62 3.523.460,53 89.837,06 3.654.518,07
3.671.349,14 3.804.640,92
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 6.361.283,21 4.462.746,21
2. Geleistete Anzahlungen 344.958,25 6.706.241,46 292.223,00 4.754.969,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.031.877,28 4.945.482,45
2. Forderungen gegen Gesellschafter 6.360.000,00 7.766.578,18
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 176.133,67 202.836,17
4. Sonstige Vermögensgegenstände 132.939,48 11.700.950,43 94.669,19 13.009.565,99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.171.068,20 4.068.662,42
22.578.260,09 21.833.197,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 173.597,09 188.861,07
26.423.206,32 25.826.699,61

Passiva

30.9.2022 30.9.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.650,00 25.650,00
II. Gewinnrücklagen 48.572,73 48.572,73
III. Gewinnvortrag 13.282.964,40 13.282.964,40
13.357.187,13 13.357.187,13
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 4.400,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.086.390,29 1.108.722,02
1.086.390,29 1.113.122,02
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 21.459,54 94.031,04
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 263.827,89 270.142,16
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.966.458,49 9.140.113,70
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.310.829,95 1.377.945,54
5. Sonstige Verbindlichkeiten 417.053,03 474.158,02
- davon aus Steuern EUR 75.085,92 (i. Vj. EUR 114.471,63) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 35.885,62 (i. Vj. EUR 32.560,09) -
11.979.628,90 11.356.390,46
26.423.206,32 25.826.699,61

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

2021/2022 2020/2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 47.309.120,11 42.571.057,66
2. Sonstige betriebliche Erträge 362.952,78 361.639,10
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.096.040,36 21.308.283,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 168.289,64 24.264.330,00 101.964,22 21.410.247,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.123.546,86 6.845.169,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.514.786,93 8.638.333,79 1.342.642,04 8.187.811,61
- davon für Altersversorgung EUR 169.013,73 (i. Vj. EUR 214.148,91) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 341.083,23 390.142,18
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.354.012,95 3.747.951,49
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.171,31 8.181,70
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertrag, i. Vj. Ertrag) 5.044,00 1.198,91
10. Ergebnis nach Steuern 10.063.185,61 9.189.561,42
11. Sonstige Steuern 96.727,12 49.447,72
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 9.966.458,49 9.140.113,70
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2021 bis 30. September 2022

I. Allgemeines

Die ACE Stoßdämpfer GmbH ist ein Tochterunternehmen der Stabilus Motion Controls GmbH, Langenfeld. Zwischen der ACE Stoßdämpfer GmbH und der Stabilus Motion Controls GmbH besteht seit dem Geschäftsjahr 2011 ein Gewinnabführungsvertrag. Die ACE Stoßdämpfer GmbH ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 44976 eingetragen und hat ihren Sitz in Langenfeld.

Die ACE Stoßdämpfer GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung des HGB und der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen im Wesentlichen zugrunde gelegt worden: Gebäude 33 Jahre, Maschinen 13 bis 15 Jahre und Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst.

Für geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 800,00 bis EUR 1.000,00 wurde eine Gruppenbewertung vorgenommen. Danach wurde für diese Vermögensgegenstände jährlich ein Sammelposten gebildet, welcher im Jahr der Bildung und in den folgenden 4 Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wurde bzw. fortgeführt wird. Die Höhe der Sammelposten ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Notwendige Abwertungen aufgrund des Niederstwertprinzips werden vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewandt. Geleistete Anzahlungen werden in Höhe ihres Nennwerts bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist in Höhe der Ausgaben angesetzt, sofern dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Aufgrund der steuerlichen Organschaft sind auf Ebene der Gesellschaft keine latenten Steuern auszuweisen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung richtet sich nach dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Die gesamten Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagengitter zu entnehmen.

Auf den Warenbestand wurden zum Stichtag Wertberichtigungen vorgenommen, die in Abhängigkeit von Verwendbarkeit, Lagerdauer und/oder Lagerreichweite bis zu 100 % betragen.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte i.H.v. TEUR 345 (Vorjahr: TEUR 292) betreffen ausschließlich Anzahlungen auf Waren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 6.536 (Vorjahr: TEUR 7.970) und enthalten mit TEUR 6.360 im Wesentlichen Darlehensforderungen gegenüber der Stabilus Motion Controls, Langenfeld. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben gänzlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 95) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Versicherungen.

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.650,00. Die Gewinnrücklagen enthalten Beträge, die aufgrund von Gesellschafterbeschlüssen aus dem Ergebnis gebildet worden sind.

Die Pensionsrückstellung aus dem unternehmenseigenen Pensionsplan i.H.v. TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 1.182) wird in Höhe der Ansprüche aus der leistungskongruenten Rückdeckungsversicherung bewertet und wurde in diesem Geschäftsjahr - wie schon im Vorjahr - gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit der Forderung aus der Rückdeckungsversicherung saldiert. Der Aktivwert entspricht den Anschaffungskosten.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 304 (Vorjahr: TEUR 330), für Ansprüche aus dem Weihnachtsgeld in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 227), für Urlaubsansprüche der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 143), für Bonuszahlungen an Kunden in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 147), für Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 74) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 61).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.311 (Vorjahr: TEUR 1.378) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in Höhe von TEUR 9.966 (Vorjahr: TEUR 9.140) aus noch nicht abgeführten Gewinnen an die Muttergesellschaft Stabilus Motion Controls GmbH, Langenfeld.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Haftungsverhältnisse

Am 28. Juni 2022 hat Stabilus unter anderem mit der Commerzbank Aktiengesellschaft, der DZ Bank AG, der Landesbank Baden-Württemberg, der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale und der UniCredit Bank AG als Mandated Lead Arrangers und Facility Agent abgeschlossen. Der Kreditvertrag erstreckt sich über eine Höhe von 640,0 Mio. Euro mit einer Grundlaufzeit von fünf Jahren mit Verlängerungsoption um zwei zusätzliche Jahre bis längstens 2029. Die Fazilitäten umfassen eine Syndizierte Kreditlinie über 100,0 Mio. Euro und einer Syndizierte revolvierenden Kreditfazilität über 350,0 Mio. Euro. Die Verzinsung ist in Abhängigkeit vom Verschulungsgrad des Unternehmens abhängig und ist mit einem Zinssatz zwischen 50 und 150 Basispunkten über dem Euribor versehen.

Diese neue Kreditvereinbarung wurde genutzt, um den bisherigen Kreditvertrag vom 07. Juni 2016 welche seinerzeit in Höhe von 640,0 Mio. Euro abgeschlossen wurden abzulösen. Diese Vereinbarung umfasste eine befristete Kreditfazilität in Höhe von 455,0 Mio. Euro, sowie eine Eigenkapitalbrückenfazilität in Höhe von 115,0 Mio. Euro und eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 70,0 Mio. Euro. Stabilus zahlte zu den bis zum 30. September 2021 vorgenommen Tilgungen in Höhe von 257,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 weitere 97,6 Mio. an das Bankkonsortium zurück. Der Restnominalwert von 100,0 Mio. Euro wurde durch die neue Fazilität zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten des Konzerns aus der Vereinbarung über die vorrangige Fazilität (das verbleibende langfristige Darlehen in Höhe von 192,3 Mio. Euro) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Transaktionskosten und der Anpassung des Buchwerts nach der Effektivzinsmethode bewertet. Die Anpassung des Buchwerts der befristeten Kreditfazilität spiegelt die Veränderung der geschätzten zukünftigen Cashflows wider, die mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz abgezinst werden, aufgrund einer verringerten Marge auf der Grundlage der verbesserten Nettoverschuldungsquote des Konzerns.

Mit der neu abgeschlossenen Kreditfazilität erlischt ebenfalls die am 31. Juli 2020 unterzeichnete Änderung der Vereinbarung über die Senior-Fazilität vom 7. Juni 2016. Die Änderung sah eine zusätzliche zugesagte Kreditlinie in Höhe von 50,0 Mio. Euro (bis Juni 2023), sowie eine vorübergehende Erhöhung der nach der Vereinbarung über die vorrangige Fazilität zulässigen maximalen Verschuldungsquote vor.

Zum 30. September 2022 hatte der Konzern keine Verbindlichkeiten aus der zugesagten revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 350,0 Mio. Euro (Vj.: -). Der Konzern nutzte 0,9 Mio. Euro aus der 350,0 Mio. Euro revolvierenden Kreditlinie zur Absicherung bestehender Garantien.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 47.309 (Vorjahr: TEUR 42.571); davon entfallen auf das Inland TEUR 29.334 (62 %; Vorjahr TEUR 27.209, 64 %) und auf das Ausland TEUR 17.975 (38 %; Vorjahr TEUR 15.326, 36 %). Die regionale Umsatzaufteilung blieb somit nahezu unverändert.

Der Umsatz der Gesellschaft wird vollständig mit dem Vertrieb von Produkten zur industriellen Dämpfungstechnik erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 29). Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Wesentlichen enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge die Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 99).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Werbe- und Messeaufwendungen in Höhe von TEUR 961 (Vorjahr: TEUR 796), Reisekosten (inkl. Fuhrpark) in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 300), Aufwendungen für Fremdarbeiten und Zeitarbeit in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 261), Aufwendungen für Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 252) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 109).

Bei den Steuern aus Einkommen und Ertrag ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuerertrag i.H.v. TEUR 5 (Vorjahr: Steuerertrag i.H.v. TEUR 1). Weitere Steuern fielen nicht an, da die ACE Stoßdämpfer GmbH seit dem 01.01.2012 eine steuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft Stabilus Motion Controls GmbH bildet, wo sämtliche Ertragssteuern anfallen.

VI. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 376, wovon TEUR 257 eine Laufzeit von 1 bis 2 Jahre haben. Ein Großteil der Verpflichtung resultiert aus KFZ-Leasingverträgen. Zum Stichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.

Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Warenbestellungen bei Lieferanten in Höhe von TEUR 10.988, davon TEUR 7.704 gegen verbundene Unternehmen.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im branchenüblichen Rahmen und sind für die Beurteilung der Finanzlage von untergeordneter Bedeutung.

2. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 105 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 105).

2020/21 2021/22
Angestellte 80 79
Gewerbliche Mitarbeiter 20 21
Aushilfen 5 4
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 105 104
Auszubildende 0 1
Gesamtsumme 105 105

3. Angabe des berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers

Honorar
(in EUR)
Abschlussprüfungsleistung 45.700
Gesamthonorar 45.700

4. Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind, traten nach Schluss des Geschäftsjahres nicht auf.

5. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

Herr Jürgen Roland, Vice President and Head of SI, Stabilus Business Unit Industry, Mettmann,

Herr Dr. Peter Kremer, Geschäftsführer (hauptberuflich), Aachen, und

Herr Mark Wilhelms, Chief Financial Officer der Stabilus S.E. Koblenz, Bergheim.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

6. Beziehungen zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaft gehört über ihre Gesellschafter Stable II S.a.r.l., Luxemburg, und Stabilus Motion Controls GmbH, Langenfeld, zum international tätigen Stabilus-Konzern. Zum 30. September 2022 wird die ACE Stoßdämpfer GmbH in den Konzernabschluss der Stabilus SE, Frankfurt am Main (vormals Stabilus S.A., Luxemburg) einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft und auf der Homepage des Stabilus-Konzerns unter www.stabilus.com erhältlich.

 

Langenfeld, den 23. Januar 2023

Jürgen Roland, Geschäftsführer

Dr. Peter Kremer, Geschäftsführer

Mark Wilhelms, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022

(Bruttodarstellung)

Anschaffungskosten
1.10.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung 30.9.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.566.424,08 23.496,40 -685.133,21 0,00 904.787,27
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 32.728,76 0,00 0,00 32.728,76
1.566.424,08 56.225,16 -685.133,21 0,00 937.516,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.817.228,31 0,00 0,00 0,00 4.817.228,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.152,69 0,00 0,00 0,00 37.152,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.966.127,93 129.776,67 -60.598,46 89.837,06 3.125.143,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 89.837,06 21.881,62 -89.837,06 21.881,62
7.910.345,99 151.658,29 -60.598,46 0,00 8.001.405,82
9.476.770,07 207.883,45 -745.731,67 0,00 8.938.921,85
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 30.9.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.416.301,23 58.410,40 -685.084,21 789.627,42
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.416.301,23 58.410,40 -685.084,21 789.627,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.743.972,46 113.541,00 0,00 1.857.513,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.046,18 2.291,00 0,00 21.337,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.492.809,28 166.840,83 -60.555,46 2.599.094,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.255.827,92 282.672,83 -60.555,46 4.477.945,29
5.672.129,15 341.083,23 -745.639,67 5.267.572,71
Buchwerte
30.9.2022 30.9.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115.159,85 150.122,85
2. Geleistete Anzahlungen 32.728,76 0,00
147.888,61 150.122,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.959.714,85 3.073.255,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.815,51 18.106,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 526.048,55 473.318,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.881,62 89.837,06
3.523.460,53 3.654.518,07
3.671.349,14 3.804.640,92

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

1. Grundlagen

Die ACE Stoßdämpfer GmbH (kurz: ACE) ist ein Anbieter von Produkten und Lösungen auf dem Gebiet der industriellen Dämpfungstechnik. ACE vertreibt ein breites Spektrum an Dämpfungsprodukten. Dieses besteht aus Industrie- und Sicherheits-Stoßdämpfern, Palettenstoppern, Strukturdämpfern, Rotationsbremsen, Industrie-Gasfedern, Bremszylindern, Ölbremsen sowie Produkten zur Vibrations- und Schwingungsisolierung.

Das Verkaufsgebiet der ACE umfasst Kontinentaleuropa, Südamerika, Afrika, Indien und den Mittleren Osten. Das Unternehmen gehört seit dem 1. Juli 2016 zur Stabilus-Gruppe mit Sitz in Koblenz.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Gemeinschaftsprognose der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute sieht für das Jahr 2022 trotz des Rückgangs in der zweiten Jahreshälfte noch einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um +1,4 % voraus, allerdings ist für das kommende Jahr zu erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 0,4 % zurückgeht; im Frühjahr erwarteten die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für 2023 noch einen Anstieg um +3,1 %. Für das Jahr 2024 ist die Erwartung, dass sich das Bruttoinlandsprodukt wieder erholt und im Jahresdurchschnitt um +1,9 % wächst.

Die Inflationsrate dürfte sich in den kommenden Monaten weiter erhöhen. Jahresdurchschnittlich wird für das Jahr 2023 mit 8,8 % eine Teuerungsrate erwartet, die sogar noch leicht über dem Wert des laufenden Jahres (8,4 %) liegt.

(Quelle: Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2022 der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute vom 27. September 2022)

Angebotsseitige Störungen sorgen in vielen Industrieunternehmen seit mehreren Quartalen für Produktionsbehinderungen. Im Maschinenbau, dem wichtigsten Kundenmarkt von ACE, ist Materialmangel das mit Abstand größte Produktionshindernis. In der vierteljährlichen Unternehmensumfrage der EU-Kommission zeigt sich zu Beginn des dritten Quartals in mehreren Ländern (u.a. Deutschland, Italien, Spanien, Österreich) eine leichte Entspannung. In den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Frankreich gaben jedoch mehr Unternehmen Material- bzw. Ausrüstungs-mängel als produktionshemmend an als im Vorquartal. Daneben gibt es in vielen EU-Ländern Engpässe bei Fachkräften. Im Juli 2022 meldeten, wie schon in den beiden Vorquartalen, 29 Prozent der EU-Maschinenbauer, dass dadurch ihre Produktion behindert wird. Auf nationaler Ebene gab es vielfältige Verschiebungen: Die größte Entspannung bei nach wie vor überdurchschnittlichem Prozentanteil zeigt das Umfrageergebnis in Dänemark. Hingegen erhöhte sich der Arbeitskräftemangel in Frankreich, den Niederlanden und Österreich.

(Quelle: VDMA - Konjunkturbulletin international - Oktober 2022, S. 7)

2.2 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung erfolgt auf Basis detaillierter (Budget-)Planungen und daran anschließender Reportings bzw. Abweichungsanalysen. Hierbei werden im Wesentlichen die folgenden Kenngrößen geplant und kontrolliert:

Umsatz (nach Regionen/Verkaufsgebieten und nach Produktgruppen)

(Roh-)Marge (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen)

Betriebsergebnis (EBIT, Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und Zinsaufwendungen)

Zum Zwecke einer vorausschauenden und nachhaltigen Unternehmenssteuerung verwendet ACE neben den finanziellen Steuerungsgrößen auch nicht-finanzielle, sog. "weiche" Leistungsindikatoren. Hierzu zählen insbesondere die Liefertreue und Reklamationsrate. Im Rahmen einer "Balanced Scorecard" (BSC) werden für diese Indikatoren Zielgrößen festgelegt und monatlich nachverfolgt. In regelmäßigen Abständen werden Maßnahmen definiert, mit deren Hilfe die nicht-finanziellen Indikatoren verbessert werden können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stand die Kennzahl der Liefertreue auf Grund anhaltender Lieferengpässe bei Vorlieferanten dominierend im Vordergrund. Im Jahresdurchschnitt lag die Liefertreue bei 82,3 % (tatsächliches vs. zugesagtes Lieferdatum), und somit noch geringfügig unterhalb des Vorjahreszeitraums (83,6 %).

Die interne Steuerung mit Hilfe der Balanced Scorecard ist darüber hinaus mit dem existierenden QM-System (ISO) verknüpft. Auf diese Weise können beide Systeme in die alltägliche operative Arbeit integriert werden. Alle wesentlichen Erfolgsfaktoren des Unternehmens sollen stets transparent und beeinflussbar sein. Hierdurch werden mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt, bevor sie sich in den finanziellen Kennzahlen widerspiegeln. Der Ansatz dient somit gleichzeitig als Risikofrüherkennungssystem sowie als Managementinstrument zur Erreichung stetiger Effizienz- und Qualitätsverbesserungen.

2.3 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021/2022 lag der Umsatz mit 47,3 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+11 %). Das gesetzte Umsatzziel in Höhe von 43,8 Mio. € wurde aufgrund der stark wachsenden gesamtwirtschaftlichen Nachfrage um +8 % übertroffen.

Die folgende Tabelle zeigt die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2021/2022 im Vergleich zum Vorjahr nach Regionen (in Mio. €):

in Mio. EUR Umsatz Okt 2020 - Sept 2021 Umsatz Okt 2021 - Sept 2022 Veränderung
in %
Deutschland 27,2 29,3 +7,7 %
Ausland 15,4 18,0 +16,9 %
Gesamt 42,6 47,3 +11,0 %

Die Umsätze konnten im aktuellen Geschäftsjahr in allen Regionen zulegen. In Deutschland stiegen die Umsätze von ACE um 7,7 % - getrieben von der deutlich erholten Nachfrage im Maschinen- und Anlagenbau sowie des gesamten industriellen Gewerbes. Auch im Ausland war nach den zumeist noch stärkeren Auswirkungen der Corona-Pandemie ebenfalls eine deutliche Erholung der Nachfrage zu spüren. Auch im Ausland nahm der Umsatz deutlich zu (+16,5 %). Neben einer positiven Entwicklung der Märkte wirkte sich ebenfalls die unterjährige Preiserhöhung positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Auch auf Produktgruppenebene lief das Geschäftsjahr 2021/2022 sehr positiv. Die Industriestoßdämpfer konnten nach einem Anstieg im Vorjahr (+16 %) mit einem erneuten Plus von +12 % in diesem Jahr das Vorkrisen-Niveau sogar übersteigen. Die TUBUS-Dämpfer wuchsen sogar um +40 %. Das Geschäft mit Industrie-Gasfedern entwickelte sich wieder sehr erfreulich: nach einem Plus i.H.v. +18 % im Vorjahr konnte der Umsatz in 21/22 wiederum gesteigert werden (+4,2 %).

Die (Roh-)Marge lag im Geschäftsjahr bei 48,7 % (Vorjahr: 49,7 %) und konnte somit im Vergleich zum Vorjahr nicht gehalten werden. Ursache hierfür waren Preissteigerungen auf Einkaufsseite und negative Wechselkurseffekte.

Der Auftragsbestand betrug zum Ende des Geschäftsjahres 12,1 Mio. € und lag somit deutlich oberhalb des Vorjahreswertes von 10 Mio. €. 1

1 ungeprüft

Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 10,1 Mio. € deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus (9,2 Mio. €). Das EBIT-Ziel gem. Budget i.H.v. 9,3 Mio. € wurde übertroffen.

Die ACE Stoßdämpfer GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Gewinn in Höhe von 10,1 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €). Dieser Gewinn wird auf Grund des seit dem Geschäftsjahr 2011 bestehenden Gewinnabführungsvertrages zwischen der ACE Stoßdämpfer GmbH und dem Mutterunternehmen Stabilus Motion Controls GmbH vollständig an das Mutterunternehmen abgeführt. Somit wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Jahresüberschuss von Null ausgewiesen.

2.4 Personal- und Sozialbereich

Die Belegschaft wurde im Geschäftsjahr 2021/22 konstant gehalten. Zum Stichtag betrug die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Aushilfen) 101 Personen (Vorjahr: 101). Zum Stichtag war ein/e Auszubildende/r beschäftigt.

Das Geschäftsjahr 21/22 war von Beginn an gekennzeichnet durch eine hohe Nachfrage bei gleichzeitig problematischer Versorgungslage. Durch die Material- und Personalengpässe in den Lieferwerken konnten wichtige Standard-Artikel nicht immer zeitnah ausgeliefert werden. Ware, die normalerweise ab Lager verfügbar ist, war nicht vorrätig. Dies führte sowohl im Einkaufs- als auch im Vertriebsteam zu enormen Belastungsspitzen.

Die Personalkosten lagen im Geschäftsjahr 2021/2022 mit 8,6 Mio. € um 0,4 Mio. EUR bzw. 5 % oberhalb des Vorjahres (8,2 Mio. €), aber immer noch unterhalb des GJ 18/19 (7,2 Mio. €). Durch das deutlich gestiegene Umsatzniveau konnte trotz der höheren Personalkosten das Profitabilitätsniveau deutlich verbessert werden.

2.5 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Unternehmens stieg im aktuellen Geschäftsjahr von 25,8 Mio. € auf 26,4 Mio. € leicht an.

Ein verhältnismäßig geringer Anteil der Bilanzsumme entfällt auf das Anlagevermögen, welches abschreibungsbedingt mit 3,7 Mio. € leicht unterhalb des Niveaus von 2021 (3,8 Mio. €) liegt. Davon bilden wiederum die Grundstücke und Bauten in Langenfeld mit 3,0 Mio. € den Hauptbestandteil.

Der Lagerbestand nahm im Vergleich zum Vorjahr von 4,5 Mio. € auf 6,4 Mio. € deutlich zu und hat damit wieder ein gutes Niveau erreicht, welches für das Geschäftsmodell von ACE notwendig ist. Die Corona-Krise hatte zu einer deutlichen Reduzierung des Lagerbestands geführt. Durch Engpässe bei Material und Personal konnte der Lagerbestand nur langsam wieder auf das notwendige Niveau aufgebaut werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 5,0 Mio. € und lagen somit exakt auf Vorjahresniveau. Das konsequente Forderungsmanagement führte trotz des schwierigen Marktumfelds - wie in den Vorjahren - zu einem sehr geringen Ausfall von Forderungen i.H.v. 8 Tsd. €.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 6,5 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €). Sie beinhalten hauptsächlich Forderungen gegen die Muttergesellschaft, Stabilus Motion Controls GmbH (Langenfeld).

Der Bestand an liquiden Mitteln nahm von 4,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2020/21 leicht auf 4,2 Mio. € im aktuellen Geschäftsjahr zu.

Das Eigenkapital beträgt auf Grund des Gewinnabführungsvertrages zwischen ACE und ihrer Muttergesellschaft Stabilus Motion Controls GmbH, Langenfeld, unverändert 13,4 Mio. €. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens ging auf Grund der leicht gestiegenen Bilanzsumme von 52 % im Vorjahr auf 51 % zurück.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter i.H.v. 10,0 Mio. € (Vorjahr: 9,1 Mio. €) resultieren aus noch nicht abgeführten Gewinnanteilen des Geschäftsjahres.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ACE Stoßdämpfer GmbH ist zum Stichtag 30.09.2022 insgesamt als stabil zu bewerten.

3. Chancen- und Risikobericht

Grundsätzlich ist die ACE Stoßdämpfer GmbH den folgenden Risiken ausgesetzt (genannt in absteigender Bedeutungsreihenfolge):

negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere Konjunktur in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automotive, Investitionsgüterindustrie)

zunehmender Wettbewerb

Verlust von wichtigen Lieferanten und Probleme in der Lieferkette,

technische Neuentwicklungen, welche die eigenen Produkte ersetzen können,

Risiken aus der USD/Euro-Wechselkursentwicklung und

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Bzgl. der gesamtwirtschaftlichen Situation ist festzustellen, dass die weltweite Krise der global vernetzten Lieferketten sowie die Energiekrise als Folge des Ukraine-Krieges die Unternehmen vor bisher unbekannte Herausforderungen und auch Risiken stellt. Während das Risiko während der Corona-Krise im Jahr 2020 vor allem in einem drastischen Rückgang der Nachfrage lag, folgte in 2021 und 2022 eine massive Krise auf der Lieferseite mit diversen Engpässen bei Material und Personal. Im Februar 2022 begann nach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine darüber hinaus eine massive Verteuerung von Energie (Gas, Strom) sowie diverser (Roh-)Materialien. Für das GJ 22/23 erwarten wir einen Rückgang der Nachfrage. Dies wird in weiten Teilen des Portfolios zu einer Entspannung der Versorgungssituation führen. Bei einigen Produkten wird es jedoch weiterhin zu sehr langen Lieferzeiten kommen, da einige (Roh-)Materialien extrem rar sind.

Dem Risiko des Verlustes strategischer Lieferanten tritt ACE durch nachhaltiges Lieferantenmanagement entgegen. ACE pflegt strategische Partnerschaften mit ihren wesentlichen Lieferanten. Der überwiegende Teil der Lieferanten gehört ebenfalls zum Stabilus-Konzern und ist somit langfristig an die ACE Stoßdämpfer GmbH gebunden.

Dem Risiko durch technische Ersatz-Produkte tritt ACE entgegen, indem ACE mit seinen Kunden maßgeschneiderte technische Lösungen entwickelt und somit sein Know-how im Bereich der industriellen Dämpfungstechnik kontinuierlich erweitert. Insbesondere bei Sonderlösungen konnte in den letzten Jahren deutlich mehr Know-how aufgebaut und somit das Angebot für Kunden erweitert werden.

Aus dem Warenbezug von der US-amerikanischen Schwestergesellschaft ergeben sich Wechselkursrisiken, da diese nicht durch entsprechende Währungssicherungsgeschäfte abgesichert werden. Die signifikante Verteuerung des US-Dollars gegenüber dem Euro im Jahr 2022 brachte somit negative Auswirkungen auf die Marge mit sich. Dieses Risiko wurde in den letzten Geschäftsjahren bereits verringert, indem Teile der Industriestoßdämpfer von Schwesterunternehmen in Deutschland produziert werden. Diese Strategie der regionalen Produktion soll in den folgenden Jahren zügig fortgeführt werden.

Die Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten beschränken sich ausschließlich auf die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 5,0 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €). Mit 8 Tsd. EUR fielen die Forderungsverluste in 2021/22 niedrig aus.

Faktoren, die wesentlich zur Risikobeschränkung durch Forderungsausfall beitragen, sind die sehr breit gefächerte Kundenbasis von ACE sowie ein konsequentes Forderungsmanagement.

Hinweise auf weitere Risiken oder Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben könnten, sind derzeit nicht bekannt.

Neben den dargestellten Risiken existieren für das Unternehmen erhebliche Chancen. So wird ACE in den nächsten Jahren seine Position als Spezialist für industrielle Dämpfungstechnik durch innovative Produkte und weitere Verbesserungen des Kundenservice kontinuierlich ausbauen. Wesentliche Vermögenswerte bei dieser Entwicklung sind und bleiben die hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter und das im Unternehmen befindliche Know-how. Das Unternehmen möchte am Standort Langenfeld weiterhin die Kompetenzen im Bereich spezieller Kundenlösungen ausbauen, um auch anspruchsvolle Sonderprojekte bearbeiten zu können. Dabei wird ebenfalls unterstützen, dass nun seit 3 Jahren auch eine Stoßdämpfer-Produktion bei einer Schwester-Gesellschaft in Deutschland vorliegt.

In einer Gesamtbetrachtung ist zu konstatieren, dass die ACE Stoßdämpfer GmbH durch ihre sehr breit gefächerte Kundenbasis, durch ihr diversifiziertes Produktportfolio sowie die überregionale Präsenz eine hohe Risikostreuung erreicht.

Gleichzeitig stehen den überschaubaren Risiken wesentliche Chancen aus der Marktposition und dem sehr umfassenden Kunden-Netzwerk gegenüber.

4. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Aussichten für 2023 sind nicht vielversprechend. Statt dem im März 2022 prognostizierten weltwirtschaftlichen Wachstum von +3,7 % für das Jahr 2023, sieht es gemäß "Oxford Economics" aktuell nach weniger als halb so viel Zuwachs aus (+1,7 %). Für Deutschland wird im Basis-Szenario ein BIP-Rückgang um 0,8 % vorhergesagt, für die USA eine Stagnation.

Da die Rezessionsgefahr in den letzten Wochen weiter gestiegen ist, wurde ein alternatives Szenario "Rezession in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften" modelliert. Das weltwirtschaftliche Wachstum würde in diesem Fall im Jahr 2023 lediglich 0,8 % betragen. Sowohl die deutsche als auch die US-amerikanische Wirtschaft würden mit -1,2 % bzw. -1,3 % schrumpfen.

(Quelle: Oxford Economics - September 2022)

Auch im Hinblick auf den Maschinenbaumarkt ist die Prognose für 2023 nicht gut. Für das kommende Jahr 2023 ist der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) eher pessimistisch: "Wenn es gut läuft, dürfte der Umsatz im Weltmaschinenbau im Jahr 2023 preisbereinigt um 2 % zulegen. Nicht unrealistisch ist allerdings ein geringeres Wachstum. Auch die Stagnation auf Vorjahresniveau ist ein mögliches Szenario. Denn der Krieg in der Ukraine, die Corona-Pandemie, gestörte Lieferketten bei Material und Energie, höhere Inflationsraten, hohe Preissteigerungen bei Energieprodukten und eine straffere Politik der Zentralbanken sind wesentliche Abwärtsrisiken der aktuellen Basis-Prognose. Deshalb ist es wichtig, sich ausgewählte alternative Szenarien anzusehen. Aus europäischer Sicht rückt das Szenario "Rationierung von Gas" in den Fokus. Im Falle der USA hingegen spielt die straffere Geldpolitik der Fed eine größere Rolle. Sollte der Leitzins Anfang 2023 höher als 3,9 Prozent sein, wäre hier eine negativere Umsatzentwicklung als im Basis-Szenario zu erwarten."

(Quelle: VDMA - Konjunkturbulletin international - Oktober 2022, S.17)

Die ACE Stoßdämpfer GmbH plant für das Geschäftsjahr 2022/2023 trotz der schwierigen Marktsituation mit einem leichten Anstieg der Umsätze um 2,6 %. Hinsichtlich des Betriebsergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) erwartet ACE im Geschäftsjahr 2022/23 ebenfalls einen leichten Anstieg zum Vorjahr. Dies soll sowohl durch die Umsatzsteigerung als auch durch Verbesserung der Profitabilität erreicht werden. Für die (Roh-)Marge plant ACE ein konstantes Niveau.

 

Langenfeld, 23. Januar 2023

Jürgen Roland, Geschäftsführer

Dr. Peter Kremer, Geschäftsführer

Mark Wilhelms, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ACE Stoßdämpfer GmbH, Langenfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ACE Stoßdämpfer GmbH, Langenfeld‌, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ACE Stoßdämpfer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. Januar 2023

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