Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 237219
Vorher
Blitz 17-575 GmbH
Eingetragen
27.11.2017
Branche
Herstellung von mechanischen oder elektromechanischen Signal-, Sicherungs-, Überwachungs- oder Steuergeräten für Schienenwege oder andere VerkehrswegeHerstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Forschung und Entwicklung, Herstellung, Verkauf und Vertrieb sowie Betreiben und Wartung von Produkten, Systemen, Anlagen und Lösungen im Mobilitätssektor, insbesondere bezogen auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung, sowie Erbringen damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Marc Peter Ludwig
seit 24.7.2025
Prokura
Jelena Veljic
seit 3.6.2025
Prokura
Yves Dr. Bock
seit 17.1.2025
Prokura
Sarah Jaeger
seit 3.7.2024
Prokura
Elmar Zeiler
seit 4.6.2024
Prokura
Devina Pasta
seit 26.9.2023
Prokura
Marsha Smith
seit 31.1.2023
Prokura
Prokura
Harald Döller
seit 2.3.2022
Prokura
Prokura
Prokura
Gerhard Greiter
seit 9.3.2020
Prokura
Ritesh Khandelwal
seit 14.2.2020
Prokura
David Plunder
seit 28.10.2019
Prokura
Cornelia Ruzicka
seit 18.7.2019
Prokura
André Rodenbeck
seit 4.6.2019
Prokura
Pankaj Khanna
seit 12.2.2019
Prokura
Rolf Dr. Deffner
seit 9.8.2018
Prokura
Michael Peter
seit 12.6.2018
Geschäftsführer
Prokura
Laurenz Kirsch
seit 15.3.2018
Prokura
Carsten Schladitz
seit 15.3.2018
Prokura
Sabine Ristelhuber
seit 15.3.2018
Prokura
Thomas Dr. Jamrath
seit 15.3.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

25.00% identifiziert75.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Dr. Mario LehnertSiemens Aktiengesellschaft
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München
75.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Siemens Mobility GmbH (vormals: 237219: Blitz 17-575 GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 27.11.2017 bis zum 30.09.2018

Lagebericht zum 30.09.2018

1. Grundlagen

1.1 Organisation und Grundlagen der Berichterstattung

Die Siemens Mobility GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) betreibt wesentliche Teile des Geschäfts der Division Mobility des Siemens-Konzerns (Siemens) aus Deutschland heraus. Die Siemens Mobility GmbH hat dieses Geschäft mit Blick auf den geplanten Zusammenschluss des Mobility Geschäfts mit der Alstom S.A., Frankreich (Alstom), am 01.08.2018 durch Sacheinlage von der Siemens AG übernommen. Weitere Informationen zu diesem geplanten Zusammenschluss finden sich unter 1.2.

Die aktive Geschäftstätigkeit der Siemens Mobility GmbH erstreckt sich im Rumpfgeschäftsjahr vom 27.11.2017 bis zum 30.09.2018 daher auf den Zeitraum vom 01.08.2018 bis zum 30.09.2018.

Als "Weltunternehmer" trägt eine Division im Siemens-Konzern die globale Geschäftsverantwortung. Die Geschäftsführung der Gesellschaft leitet auch die Division Mobility (im Folgenden auch "Mobility" genannt). Die Siemens Mobility GmbH ist ein wesentlicher Bestandteil der Division Mobility. Entsprechend erfolgen Erläuterungen in Übereinstimmung mit der Sicht der Geschäftsführung zum Teil aus Sicht der Division Mobility.

1.2 Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell innerhalb von Mobility ist divisionsweit einheitlich und inkludiert damit auch die Siemens Mobility GmbH. In der Division Mobility sind alle Geschäfte von Siemens zusammengefasst, die sich mit dem Transport von Menschen und Gütern befassen. Hierzu gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierung, Bahnelektrifizierung, Straßenverkehrstechnik, digitale Lösungen und damit verbundene Dienstleistungen. Mobility bietet ihren Kunden auch Beratung sowie die Planung, Finanzierung, Errichtung, den Service und den Betrieb schlüsselfertiger Mobilitätssysteme an. Integrierte Mobilitätslösungen zur Vernetzung unterschiedlicher Verkehrssysteme runden das Angebot ab. Mobility vertreibt ihre Produkte, Systeme und Lösungen über ihr weltweites Netzwerk von Vertriebseinheiten. Die Hauptkunden von Mobility sind öffentliche und staatliche Unternehmen im Transport- und Logistiksektor. Die von Mobility bedienten Märkte sind daher vorwiegend von öffentlichen Ausgaben abhängig. Die Kunden von Mobility haben in der Regel Planungs- und Implementierungshorizonte, die über viele Jahre reichen, und ihre Auftragsausschreibungen sind weitgehend unbeeinflusst von kurzfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Hauptwettbewerber von Mobility sind multinationale Unternehmen. Die Konsolidierung unter den Wettbewerbern von Mobility schreitet weiter voran. Aus der Konsolidierung ging bereits ein starker Marktführer in China hervor, der plant, sein internationales Geschäft auszubauen. Dies wird die globale Marktdynamik voraussichtlich verändern.

Im März 2018 unterzeichneten die Siemens AG und die Alstom S.A., Frankreich (Alstom), ein Business Combination Agreement über die Zusammenlegung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens, einschließlich der bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 in der Division Process Industries and Drives enthaltenen Sparte Bahnantriebe, mit dem börsennotierten Unternehmen Alstom. Die beiden Geschäfte ergänzen sich im Hinblick auf ihre Aktivitäten und geografischen Standorte weitgehend. Das zusammengeschlossene Unternehmen wird voraussichtlich ein stark erweitertes Spektrum an Produkten, Systemen, Lösungen und Dienstleistungen anbieten. Gemäß dem Business Combination Agreement erhält Siemens neu ausgegebene Aktien der kombinierten Gesellschaft, die mindestens 50 % des Grundkapitals von Alstom repräsentieren, bei voller Verwässerung durch die Ausübung aller potenziell verwässernden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne. Siemens wird weiterhin Bezugsrechte zur Akquisition von Alstom-Aktien in Höhe von zwei Prozentpunkten des Grundkapitals erhalten, die frühestens vier Jahre nach dem Abschluss der Transaktion ausgeübt werden können. Im Juli 2018 stimmten die Aktionäre von Alstom im Rahmen der Hauptversammlung der Gesellschaft der vorgeschlagenen Zusammenlegung zu. In Vorbereitung auf die Zusammenlegung hat Siemens die Ausgliederung des Mobility-Geschäfts eingeleitet. Die Zusammenlegung unterliegt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2019 erwartet. Nach Abschluss der Transaktion werden die zusammengelegten Geschäfte das Strategische Unternehmen "Siemens Alstom" bilden.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungs-Strategie der Division Mobility richtet sich am Bedarf der Kunden an maximaler Verfügbarkeit, hohem Durchsatz und verbessertem Fahrgastkomfort aus. Trotz eines wachsenden Bedarfs an weltweiter Mobilität sind die Möglichkeiten zum Bau neuer Straßen und Schienenwege begrenzt. Daher sind intelligente Lösungen gefragt, die den Verkehr effizienter und gleichzeitig sicher und umweltfreundlich gestalten. Dekarbonisierung und nahtlos vernetzte intermodale (E-) Mobilität sind Schlüsselfaktoren für die Zukunft des Transportwesens. Deshalb liegt ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei Mobility auf der Digitalisierung, um moderne Mobilitätslösungen für Straße und Schiene in Verbindung mit neuen Geschäftsmodellen zu entwickeln, beispielsweise Availability as a Service 1 (AaaS) auf Grundlage unserer Datenanalyseplattform Railigent 2 und anderer auf MindSphere 3 basierenden Anwendungen. Gemeinsam mit next47 4 investiert Mobility zusammen mit anderen Partnern in die Zukunft der Mobilitätslandschaft in Bereichen wie Sensortechnologie, Konnektivität/loT-Lösungen, Software für den intermodalen Verkehr und die additive Fertigung.

1 Performance basierte Verträge inklusive digitaler Services für Fahrzeuge und Infrastruktur
2 Datenanalyseplattform von Siemens Mobility Services; sie ermöglicht es, Bahndaten zu verstehen, wertvolle Informationen zu generieren und die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems zu erhöhen.
3 MindSphere ist das cloudbasierte, offene loT-Betriebssystem von Siemens, das Produkte, Anlagen, Systeme und Maschinen verbindet und es ermöglicht, die Fülle von Daten aus dem Internet der Dinge (loT) mit umfangreichen Analysen zu nutzen.
4 Eigenständige Einheit von Siemens, um disruptive Ideen stärker zu fördern und neue Technologien schneller voranzutreiben. Mit next47 bündelt Siemens sein Engagement für Start-ups.

Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Siemens Mobility GmbH TEUR 70.215. Die Forschungsintensität, die sich aus dem Verhältnis von Aufwendungen für Forschung und Entwicklung zu Umsatzerlösen ergibt, lag somit bei 7,4 %. Die Siemens Mobility GmbH aktiviert keine Entwicklungskosten im Rahmen des HGB-Abschlusses. Damit werden die laufenden Entwicklungskosten bei Entstehung ergebniswirksam in den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Die Siemens Mobility GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2018 im Durchschnitt rund 1.333 Mitarbeiter (der Ausdruck Mitarbeiter bezeichnet hier und im Folgenden Personen jeglichen Geschlechts und dient der besseren Lesbarkeit) im Bereich Forschung und Entwicklung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,2 % im Jahr 2017 setzte die Weltwirtschaft ihr Wachstum zu Beginn des Geschäftsjahrs 2018 fort. Anschließend begannen störende Entwicklungen zunächst die Stimmung und anschließend die Konjunktur negativ zu beeinflussen. Daher wird das BIP-Wachstum für 2018 voraussichtlich auf dem Niveau von 3,2 % verbleiben (basierend auf Marktwechselkursen).

Für die Industrieländer wird im Jahr 2018 ein gegenüber dem Vorjahr unverändertes BIP-Wachstum von 2,3 % erwartet, maßgeblich beeinflusst durch die Wirtschaft der USA, die von umfangreichen Steuersenkungen profitierte. Die Schwellenländer hingegen verzeichnen voraussichtlich einen leichten Rückgang des BIP-Wachstums auf 4,6 %, gegenüber 4,7 % im Jahr 2017. Hinter dieser verhältnismäßig geringen Differenz verbergen sich allerdings beträchtliche gegenläufige Entwicklungen. Internationales Kapital floss aus Schwellenländern ab, die sich mit Währungsabwertung und sich verschärfenden Kreditkonditionen auseinandersetzen mussten. Dies gilt insbesondere für Argentinien und die Türkei, deren Ökonomien erheblich belastet wurden. Diese Situation wurde, zusammen mit verschiedenen länderspezifischen Effekten, durch die Geldpolitik der USA verschärft, deren Zentralbank ihre monetäre Straffung stärker als erwartet fortsetzte. Zusätzlich führte die Ankündigung und Einführung von neuen und höheren Zöllen zu Befürchtungen vor einem globalen Handelskrieg und erhöhte zudem beträchtlich die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Im Nahen und Mittleren Osten nahmen die politischen Spannungen durch die Wiedereinführung von Sanktionen gegen den Iran durch die USA zu.

In Europa sorgten die Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union für erhebliche Verunsicherung. Fehlende Klarheit über die künftige Ausgestaltung belastete die Investitionsneigung. Darüber hinaus erzeugten die deutlichen Unstimmigkeiten zwischen der Europäischen Kommission und der neuen italienischen Regierung über einen Haushaltsvorschlag Italiens Befürchtungen vor einer erneuten Eurokrise und ließen die Finanzmärkte zunehmend besorgt reagieren.

Insgesamt führten diese ungünstigen Einflüsse zum Ende des Kalenderjahrs 2018 zu einer Abschwächung der konjunkturellen Belebung vom Jahresbeginn.

Die hier dargestellten, zum Teil geschätzten Daten für das BIP basieren auf einem Bericht von IHS Markit vom 15.10.2018.

2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Märkte von Mobility verzeichneten im Geschäftsjahr 2018 insgesamt eine anhaltend starke Nachfrage, jedoch gab es regional Unterschiede. Die Marktentwicklung in Europa war durch die fortgesetzte Vergabe von mittelgroßen und großen Aufträgen geprägt. Dies zeigte sich insbesondere in Deutschland, Frankreich wie auch im Vereinigten Königreich. Die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika wurde durch anhaltende Unsicherheiten in Zusammenhang mit Budgetbeschränkungen und dem politischen Umfeld beeinträchtigt. Die stabile Investitionstätigkeit in der Region Amerika wurde maßgeblich von der Nachfrage nach Fern- und Nahverkehrszügen getragen. Dies galt insbesondere für die USA. In der Region Asien, Australien verzeichneten die Märkte in China anhaltende Investitionen in Hochgeschwindigkeitszüge, Nahverkehr und Bahninfrastruktur. Indien investiert weiter in die Modernisierung der Transportinfrastruktur des Landes.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Geschäftsverlauf der Siemens Mobility Division

Die Kennzahlen des Einzelabschlusses nach deutschem Handelsrecht (HGB) sind für die Siemens Mobility GmbH weder eine interne Steuerungs- noch eine Planungsgröße. Aus diesem Grund wird im Weiteren auch auf das Geschäft der Siemens Mobility Division eingegangen, so wie es auch im Geschäftsbericht des Siemens-Konzerns dargestellt wird.

Siemens Geschäftsjahr Veränderung
(in EUR Mio.) 2018 2017 Ist Vergleichbar 5
Auftragseingang 10.959 8.963 22 % 25 %
Umsatzerlöse 8.758 8.104 8 % 11 %
Ergebnis 872 747 17 %  
Ergebnismarge 10,0 % 9,2 %    

5 Ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte

Der Auftragseingang der Division Mobility stieg im Zeitraum 01.10.2017 - 30.09.2018 aufgrund eines höheren Volumens aus Großaufträgen stark an. Die Division akquirierte diese Aufträge über die Geschäfte und Regionen hinweg, insbesondere in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. Bedeutende Großaufträge im abgelaufenen Siemens-Geschäftsjahr (vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018) umfassten unter anderen einen Auftrag über EUR 0,9 Mrd. für Nahverkehrszüge (einschließlich Service) in Israel, daneben den größten Bahninfrastrukturauftrag in der Geschichte von Siemens im Wert von EUR 0,7 Mrd. (einschließlich Service) in Norwegen, einen Auftrag über EUR 0,6 Mrd. für zusätzliche ICE 4-Züge und -Triebwagen in Deutschland sowie den Erstabruf im Wert von EUR 0,4 Mrd. aus einer größeren Rahmenvereinbarung für Reisezugwagen in Österreich. Auch im Geschäftsjahr 2017 akquirierte die Division eine Reihe bedeutender Aufträge in allen drei Berichtsregionen. Aufgrund der erfolgreichen Abarbeitung großer Projekte stiegen die Umsatzerlöse in allen Geschäften. Geografisch betrachtet wurde das Wachstum der Umsatzerlöse durch prozentual zweistellige Zuwächse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie der Region Asien, Australien bestimmt. In der Region Amerika sanken die Umsatzerlöse aufgrund negativer Währungsumrechnungseffekte. Besonders stark fiel das Wachstum der Umsatzerlöse in Deutschland aus, wo die ersten ICE 4-Hochgeschwindigkeitszüge aus dem größten Zugauftrag in der Geschichte von Siemens erfolgreich den regulären Betrieb aufnahmen. Das Ergebnis stieg beträchtlich. Bei einer anhaltend starken operativen Umsetzung trugen alle Geschäfte von Mobility zu einem prozentual zweistelligen Ergebniswachstum und einer im Vorjahresvergleich höheren Profitabilität bei. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen sanken auf EUR 13 Mio., gegenüber EUR 46 Mio. im Geschäftsjahr 2017. Der Auftragsbestand von Mobility belief sich zum Geschäftsjahresende auf EUR 28 Mrd., von denen voraussichtlich EUR 7 Mrd. im Geschäftsjahr 2019 als Umsatzerlöse realisiert werden.

Das Wachstum des Auftragseingangs spiegelte die insgesamt starken, in ihrer regionalen Dynamik aber unterschiedlichen Märkte von Mobility im Zeitraum 01.10.2017 - 30.09.2018 wider. Die Marktentwicklung in Europa war durch die fortgesetzte Vergabe von mittelgroßen und großen Aufträgen geprägt. Dies zeigte sich insbesondere in Deutschland, Frankreich wie auch im Vereinigten Königreich. Die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika wurde durch anhaltende Unsicherheiten in Zusammenhang mit Budgetbeschränkungen und dem politischen Umfeld beeinträchtigt. Die stabile Investitionstätigkeit in der Region Amerika wurde maßgeblich von der Nachfrage nach Fern- und Nahverkehrszügen getragen; dies galt insbesondere für die USA. In der Region Asien, Australien verzeichneten die Märkte in China anhaltende Investitionen in Hochgeschwindigkeitszüge, Nahverkehr und Bahninfrastruktur. Indien investiert weiter in die Modernisierung der Transportinfrastruktur des Landes.

2.2.2 Geschäftsverlauf der Siemens Mobility GmbH

Die Siemens Mobility GmbH hat am 01.08.2018 im Wege der Sacheinlage durch die Siemens AG Nettovermögen in Höhe von TEUR 1.243.928 übernommen und damit ab diesem Datum ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen. In diesem Zusammenhang wurde das Stammkapital um TEUR 49.975 auf TEUR 50.000 erhöht. Das übernommene Nettovermögen setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Sachanlagen in Höhe von TEUR 185.136, Finanzanlagen in Höhe von TEUR 3.245.337, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 320.579, Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 568.521, übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 869.888, erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 575.292 (Passivüberhang), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 430.540 sowie übrige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 142.603.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den Zeitraum der operativen Geschäftstätigkeit. Die Siemens Mobility GmbH hat ihren aktiven Geschäftsbetrieb zum 01.08.2018 aufgenommen.

In den Monaten August und September 2018 konnte die Siemens Mobility GmbH ihre führende Stellung im Wettbewerb behaupten.

Die laufenden Projekte wurden planmäßig weiter abgewickelt, wobei der Geschäftsverlauf von der planmäßigen Abwicklung von Großprojekten im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge sowie des Nah- und Fernverkehrs geprägt wurde. Wesentliche Umsatzträger, die den Geschäftsverlauf im Zeitraum August und September 2018 beeinflussten, sind die Lieferung des ICE der vierten Generation (ICE 4) für den Kunden Deutsche Bahn und die finale Abnahme des Velaro Eurostar für den Kunden Eurostar International Limited.

Besondere saisonale Einflüsse in der Auftragsabwicklung bestehen nicht.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Auf Grund des verkürzten Betrachtungszeitraums ist die Aussagekraft der Ergebnisrechnung geschmälert. Es sind keine nennenswerten Einmaleffekte in den präsentierten Informationen enthalten.

Geschäftsjahr 2018
TEUR
Umsatzerlöse 950.657
Ergebnis der Geschäftstätigkeit 88.344
Ergebnismarge 9,3 %

Die Umsatzentwicklung der Siemens Mobility GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr in hohem Maße abhängig von der Abwicklung und damit Endabrechnung von Großprojekten im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge sowie des Nah- und Fernverkehrs. Der wesentliche Treiber in den Monaten August und September war die finale Abnahme von Zügen für die Projekte ICE 4 sowie Velaro Eurostar.

Der Anteil der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten (TEUR 44.065 bzw. TEUR 17.585) an den Umsatzerlösen liegt im Betrachtungszeitraum bei 6,5 %.

Das Verhältnis von Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (TEUR 70.215) zu Umsatzerlösen lag bei 7,4 %.

Das Ergebnis ist, genau wie der Umsatz, durch die Abwicklung von Großprojekten für Schienenfahrzeuge positiv beeinflusst. Auch die Projekte im Bereich der Signaltechnik erzielten einen positiven Wertbeitrag, haben aber mit 20 % (TEUR 191.403) den geringeren Umsatzanteil.

2.3.2 Vermögenslage

Aktiva 30.09.2018
TEUR
ANLAGEVERMÖGEN 3.655.689
Immaterielle Vermögensgegenstände 13.892
Sachanlagen 192.193
Finanzanlagen 3.449.604
UMLAUFVERMÖGEN 741.873
Vorräte gesamt (netto) 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 731.640
Flüssige Mittel 10.233
Rechnungsabgrenzungsposten 19.883
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.874
SUMME AKTIVA 4.419.319

Das Sachanlagevermögen enthält größtenteils Maschinen für die Fertigungsstandorte, Testequipment und Laborausrüstung sowie Büroausstattung.

Die Finanzanlagen enthalten insbesondere die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen an den Siemens Mobility-Gesellschaften in Großbritannien (TEUR 1.376.879), USA (TEUR 934.368), der Schweiz (TEUR 392.680) und Österreich (TEUR 339.872).

Aufgrund der Saldierung der erhaltenen Anzahlungen (TEUR 3.800.720) mit den Vorräten ergibt sich ein unter den Verbindlichkeiten ausgewiesener Anzahlungsüberhang in Höhe von TEUR 270.182.

Die Bruttovorräte verteilen sich wie folgt:

30.09.2018
TEUR
Vorräte gesamt (brutto) 3.530.538
Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe 137.635
Unfertige und Fertigerzeugnisse 393.233
Unverrechnete Lieferungen und Leistungen 2.429.946
Geleistete Anzahlungen für Vorräte 569.724

Die unverrechneten Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen aktivierte Aufwendungen, die im Rahmen der Erbringung von Lieferungen und Leistungen für Projekte im Anlagengeschäft entstanden sind, die zum Bilanzstichtag noch nicht an den Kunden abgerechnet waren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verteilen sich wie folgt:

30.09.2018
TEUR
Forderungen 731.640
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.076
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 660.286
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.278

Die Passivseite der Bilanz stellt sich wie folgt dar:

Passiva 30.09.2018
TEUR
EIGENKAPITAL 1.600.626
Gezeichnetes Kapital 50.000
Kapitalrücklagen 1.494.053
Bilanzergebnis 56.573
Rückstellungen 1.461.941
Verbindlichkeiten 1.335.395
Rechnungsabgrenzungsposten 21.357
SUMME PASSIVA 4.419.319

Die Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 588.823) und Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 391.294).

Die Position Verbindlichkeiten setzt sich zusammen aus dem Überhang der Kundenanzahlungen im Vergleich zu den Vorräten (TEUR 270.182), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 403.265), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 439.191) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 222.757). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Siemens AG.

2.3.3 Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 10.233.

Die Finanzierung erfolgt über erhaltene Anzahlungen und die Konzernliquidität des Siemens-Konzerns. Entsprechend geht die Gesellschaft davon aus, ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Die Investitionen von Mobility ergeben sich überwiegend aus Projektanforderungen sowie aus der Instandhaltung und Erweiterung der Produktionsstätten.

2.3.4 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Arbeitnehmerbelange

Arbeiten in der Siemens Mobility GmbH

Bei Siemens Mobility wissen wir, dass unsere Mitarbeiter uns zu dem machen, was wir sind. Wir setzen alles daran, die weltweit besten Mitarbeiter für uns zu gewinnen und an uns zu binden. Wir möchten der Arbeitgeber erster Wahl sein, und das erreichen wir unter anderem dadurch, dass wir unsere Mitarbeiter stärken und motivieren innerhalb einer Kultur, die auf herausragende Leistungen, lebenslanges Lernen und persönliche Weiterentwicklung ausgerichtet ist. Wir bemühen uns darum, ein von Respekt, Inklusion und Vielfalt geprägtes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Bei der Siemens Mobility GmbH sind wir überzeugt, dass Talent und Einsatz der Motor für berufliche Weiterentwicklung sein sollten. Jeder sollte sich dabei auf eine gerechte Behandlung verlassen können, ungeachtet seiner ethnischen Zugehörigkeit, sexuellen Orientierung, seines Geschlechts, Alters, seiner Behinderung, seines beruflichen Hintergrunds oder anderer persönlicher Merkmale. Wir zielen auf die Schaffung eines Umfelds ab, in dem alle Menschen mit Respekt behandelt werden und in dem ihre individuellen Stärken wertgeschätzt werden.

Globalisierung, demografischer Wandel und Digitalisierung verändern die Arbeitswelt. Das schafft Chancen, bringt aber auch Herausforderungen mit sich - vor allem für diejenigen, die an frühere Modelle der Arbeitsplatzgestaltung gewöhnt waren. Die ununterbrochene Konnektivität und die Intensivierung der Arbeit verwischen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben.

Als Teil ihrer familienfreundlichen Unternehmenspolitik unterstützt die Siemens Mobility GmbH die Mitarbeiter in Deutschland beispielsweise mit steuerfreien Kinderbetreuungsleistungen von bis zu EUR 1.200 pro Kind und Jahr für die externe Betreuung in einem Kindergarten oder ähnlichem.

Zum 30.09.2018 waren in der Siemens Mobility GmbH 12.480 Mitarbeiter (aktive Mitarbeiter ohne ruhende Beschäftigungsverhältnisse, Auszubildende, Werkstudenten, Praktikanten) beschäftigt. Mehr als 96 % unserer Mitarbeiter - Frauen gleichermaßen wie Männer - besitzen einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Der Anteil weiblicher Mitarbeiter liegt bei 20 %.

Die Zahl der Neueinstellungen seit dem Betriebsübergang zur Siemens Mobility GmbH (01.08.2018) betrug zum 30.09.2018 161 Mitarbeiter (davon 40 Mitarbeiterinnen), die Abgänge 39 Mitarbeiter (davon 9 Mitarbeiterinnen).

Altersstruktur in der Siemens Mobility GmbH

Die Altersstruktur zum 30.09.2018 (in % der Gesamtzahl der Mitarbeiter) ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Altersklasse < 35 Jahre 35 - 44 Jahre 45 - 54 Jahre > 54 Jahre
Anteil 21,6 22,1 35,6 20,7

Das mittlere Alter lag zum 30.09.2018 bei 45 Jahren.

Nutzung von Arbeitszeitmodellen

Zum 30.09.2018 befanden sich 950 Mitarbeiter in Teilzeit sowie 554 in ruhenden Arbeitsverhältnissen.

Mitarbeitervielfalt (Diversity)

Siemens Mobility hat sich bewusst dafür entschieden, die Vielfalt seiner Belegschaft zu fördern. Wenn wir Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründen und Fähigkeiten beschäftigen, sind wir besser in der Lage, ein breites Spektrum von Herausforderungen zu bewältigen und Innovation zu fördern. Wir möchten unser Unternehmen durch die Rekrutierung ganz unterschiedlicher Menschen stärken, die auf einzigartige Weise die Wertschöpfung für das Unternehmen, unsere Kunden und Partner und die Gesellschaft insgesamt fördern können.

Unsere geografische Reichweite kommt unserer Strategie der Mitarbeitervielfalt entgegen: Wir beschäftigen Mitarbeiter mit 73 Nationalitäten. Darüber hinaus haben wir eine Reihe von Schritten eingeleitet, um die Vielfalt unserer Arbeitskräfte zu fördern und zu stärken, wie Vorgehen gegen unbewusste Vorurteile, Förderung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses, Unterstützung von Ability @ Siemens - Für Menschen mit Behinderungen, Stärkung des Werts der Globalität sowie Gewährleistung einer integrativen Unternehmenskultur, die Wert auf den Beitrag von Menschen verschiedenster Herkunft legt.

Mit diesen Grundsätzen fördern und entwickeln wir ein Arbeitsumfeld, das hochwertige Leistung und individuelles Engagement als Funktion diverser Teams fördert.

Wie viele unserer Mitbewerber im Anlagen- und Projektgeschäft stehen wir jedoch vor einer besonderen Herausforderung, wenn es darum geht, mehr Frauen zu rekrutieren und sie in ihrer beruflichen Entwicklung zu fördern.

Mitarbeiter in Führungspositionen

Zum 30.09.2018 gab es in der Siemens Mobility GmbH 976 Mitarbeiter in Führungspositionen. Zu den Mitarbeitern in Führungspositionen gehören alle Führungskräfte mit disziplinarischer Verantwortung sowie Projektleiter. Der Anteil der Mitarbeiterinnen in Führungspositionen betrug 12 %.

Diversity ist ein zentrales Element unserer Einstellungs-, globalen Arbeitsvermittlungs- und Beförderungsprozesse geworden. Wir setzen alles daran, die Vielfalt des Bewerber-Pools für Spitzenpositionen sowie in den Teams sicherzustellen, die über Einstellungen und Beförderungen entscheiden. Wir werden uns weiterhin um eine starke Kultur der Integration bemühen.

Rekrutierung, Entwicklung und Bindung von Talenten

Unsere Mitarbeiter machen unser Unternehmen zu dem, was es ist. Wir müssen die klügsten Köpfe begeistern, entwickeln und binden, um erfolgreich zu sein. Unsere Bemühungen im Bereich Talentakquise sind darauf ausgerichtet, die besten Mitarbeiter zu finden, wo immer sie auch sein mögen. Unsere Entwicklungs- und Bindungsprogramme helfen Mitarbeitern dabei, ihre persönlichen Ziele zu verwirklichen.

Eigentümerkultur und Mitarbeiterbindung

Wir tragen zur langfristigen finanziellen Stabilität unserer Mitarbeiter durch persönliche Finanzplanungs- und Sensibilisierungsprogramme bei. Wir gewähren unseren Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung und bieten zugleich an, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen.

Als Antwort auf die vielschichtige Belegschaft sind flexible Zusatzleistungen ein Kernthema auf der Liste der Zuwendungen.

Wir glauben, dass Mitarbeiter, die Aktien an ihrem Unternehmen halten, sich stärker mit diesem identifizieren und dementsprechend handeln. Mitarbeiter der Siemens Mobility GmbH sind zur Teilnahme an einem speziellen Aktienoptionsplan berechtigt und können dort Aktien der Siemens AG erwerben. Für drei erworbene Aktien wird eine weitere kostenlose Aktie gewährt.

Voraussetzung ist, dass die Mitarbeiter die erworbenen Aktien für den vorgeschriebenen Zeitraum von zwei bis drei Jahren behalten und weiterhin auf der Lohn- und Gehaltsliste von Siemens stehen. Somit kann jeder Mitarbeiter der Siemens Mobility GmbH, unabhängig von der Höhe seines Einkommens, an dem Programm teilnehmen.

Wir sind uns stets bewusst, dass Mitarbeiter ein fester Bestandteil unserer Kultur sind. Der Prozess wird für Führungskräfte immer wichtiger. Diejenigen, die die Eigentümerkultur fördern und als Vorbilder fungieren, werden entsprechend belohnt, denn es geht nicht allein um das Ergebnis, sondern auch darum, wie es erreicht wurde.

Führung und Schulung

Die richtigen Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu haben ist wichtig für unseren Unternehmenserfolg.

Die Siemens Mobility GmbH bezieht Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten vom Siemens-Konzern. Der Siemens Global Learning Campus (SGLC) ist ein fortlaufendes Schulungsprogramm, das Mitarbeitern rund um den Globus Weiterbildung ermöglicht. Die Lehrgänge helfen Mitarbeitern, ihre eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln, unterstützen Führungskräfte bei der Teamentwicklung und helfen den für zentrale Vorgänge verantwortlichen Personen, strategisch zu denken und Verfahren und Prozesse zu ändern. Das Kernprogramm vermittelt die Fähigkeiten, die die Mitarbeiter zur effektiven Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen, und verbessert dadurch systematisch die Qualität unserer Belegschaft. Es greift Herausforderungen in verschiedenen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit auf. Dazu gehören Vertrieb, Projektmanagement, Beschaffung, Entwicklung, Fertigung, Service, Produktmanagement und Qualitätsmanagement. Neue Lerntechniken (wie Hackathons, Impulsworkshops und Digital Business Labs) tragen zur digitalen Transformation des Unternehmens bei. Alle Mitarbeiter haben Zugang zur neuen Online-Plattform Digitalization Learning World, die digitale Schulungsmaterialien bereitstellt.

Die Siemens Mobility GmbH ist ein wichtiges Ausbildungsunternehmen für Schulabgänger. Die Anzahl der Auszubildenden und Studierenden dualer Studiengänge - Programme, die in Deutschland üblich sind - beträgt zum 30.09.2018 rund 600.

Das Siemens Professional Education (SPE) Programm umfasst eine technische Ausbildung und Schulung sowie eine kaufmännische Ausbildung, einschließlich Bachelor-Abschlüsse. Im Jahr 2019 sollen rund 160 neue Auszubildende und Studierende beginnen.

In Zusammenarbeit mit den Divisionen und Geschäftseinheiten bieten die Siemens-Produktschulen eine umfassende kontinuierliche Weiterentwicklung für Mitarbeiter im Hinblick auf den langfristigen Aufbau von Fachwissen zu bestimmten Produkten und Lösungen. Herkömmliche Schulungsmethoden (wie Online- und Präsenzschulungen) werden durch innovative Fern- und mobile Lehrgänge sowie virtuelle Klassenzimmer ergänzt. Diese überaus praktischen Seminare helfen Mitarbeitern mit den Produktänderungen und neuen Technologien Schritt zu halten.

Siemens vernetzt Mitarbeiter rund um den Globus durch Experten-Communities, Entwicklungsprogramme und Social-Media-Gruppen zu Themen von gemeinsamem Interesse. Sehr viele Mitarbeiter sind auf unserem Siemens Social Network in unterschiedlichen Gruppen aktiv. Das Netzwerk fördert den Wissensaustausch, die interkulturelle Verständigung und die Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus.

Umweltschutz, Gesundheitsmanagement und Arbeitssicherheit (EHS)

EHS-Managementsystem

Mit unserem integrierten Managementsystem für Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz bilden wir die Grundlage, rechtlichen und sonstigen internen und externen Anforderungen sowie Kundenanforderungen jederzeit und vorausschauend gerecht zu werden und unsere EHS-Leistung kontinuierlich zu verbessern.

Die deutschen Produktions- und Bürostandorte sowie unser Prüf- und Validierungs- Center in Wegberg-Wildenrath verfügen über ein zertifiziertes EHS-Managementsystem, das den Anforderungen der International Organization for Standardization ISO 14001 und OSHAS 18001 gerecht wird. In Deutschland werden wir jährlich durch die externe Gesellschaft DNV GL im Rahmen von Überwachungsaudits auditiert bzw. rezertifiziert.

Das Energiemanagement wird im Rahmen der ISO 14001 berücksichtigt. Darüber hinaus werden zur Umsetzung des Energiedienstleistungsgesetzes in Deutschland Energieaudits nach DIN EN 16247-1 durchgeführt.

Die EHS-Leistung prüfen wir intern durch EHS-Systemaudits gemäß ISO 14001 und OSHAS 18001 sowie durch Arbeitssicherheits-Audits unserer internen Revision.

Die Erfassung der im Folgenden genannten Kennzahlen erfolgt - mit Ausnahme der Unfallzahlen - auf Basis der Durchschnittswerte des Erfassungszeitraums vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018, berechnet für den Zeitraum der operativen Geschäftstätigkeit vom 01.08.2018 bis 30.09.2018 (Berichtszeitraum).

Bei der Siemens Mobility GmbH haben wir Programme zu den Themen Arbeitssicherheit ("Zero Harm Culture"), Umweltschutz ("Serve the Environment" und "Product Eco Excellence") und Gesund heitsmanangement ("Healthy@Siemens") aufgesetzt.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen sind wir der Gesellschaft und unseren Mitarbeitern verpflichtet. Daher legen wir besonderen Wert auf ergonomische und sichere Arbeitsplätze und tragen so zur Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter bei. Denn sowohl wir als Unternehmen als auch jeder einzelne Mitarbeiter ist dafür verantwortlich, ein für alle sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Dies ist von entscheidender Bedeutung für das Management, Führungskräfte, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Regulierungsbehörden und andere Interessensgruppen. Darüber hinaus sind sie Gegenstand der internationalen Rahmenvereinbarung zwischen der Siemens Mobility GmbH und den Gewerkschaften.

Programm "Zero Harm Culture"

Unser Programm "Zero Harm Culture" verfolgt drei Grundsätze:

Null Unfälle - Das ist unser Ziel!

Keine Kompromisse: Die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter haben für uns höchste Priorität!

Wir achten aufeinander, greifen bei gefährlichen Situationen ein und gehen mit gutem Beispiel voran!

Die Geschäftsleitung hat das Programm zu einer ihrer Prioritäten gemacht. Es werden z.B. "Zero Harm Culture"-Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeiter durchgeführt.

Besonders in Projektgeschäft ist uns die von den Auftragnehmern praktizierte Arbeitssicherheit ein wichtiges Anliegen, was im Auswahlverfahren als auch durch die obligatorische Beteiligung von Sicherheitsexperten in der Projektabwicklung deutlich wird.

Unfallzahlen

Im Berichtszeitraum haben wir keine tödlichen Unfälle zu verzeichnen.

Unfallzahlen Berichtszeitraum
LTIFR 0,89

* Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR): Anzahl der Lost Time Injuries (LTI) x 200.000/geleistete Arbeitsstunden; LTI sind Unfälle, die mindestens zu einem Ausfalltag führen.

Da wir uns aber "Zero Harm - Null Unfälle" zum Ziel gesetzt haben, geben wir uns mit unseren Unfallzahlen nicht zufrieden und arbeiten weiter an einer Reduzierung der Unfälle.

Programm "Healthy @ Siemens"

Die Digitalisierung und der demografische Wandel verändern die Arbeitswelt und wirken sich auf nahezu alle Arbeitsplätze aus. Um die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter nachhaltig zu fördern, bieten wir Gesundheitsaktivitäten proaktiv an. Unsere Mitarbeiter profitieren daher von Leistungen wie Gesundheitsberatungen und -checks, Impfungen, Kuren oder Fitnessprogrammen.

Umweltschutz

Der Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung, die uns alle betrifft. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette arbeiten wir sowohl intern als auch gemeinsam mit unseren Kunden daran, die Energie- und Ressourceneffizienz zu verbessern und den Ressourcenverbrauch entlang des gesamten Produktlebenszyklus zu optimieren. Ein Schwerpunkt stellt dabei auch die Reduktion der Treibhausgasemissionen dar - in der Lieferkette, in unseren eigenen Betrieben und durch die Produkte und Services, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen.

Umweltportfolio

Unser Umweltportfolio verkörpert unseren größten Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels. Das Umweltportfolio umfasst Produkte, Systeme und Lösungen, die mindestens 20 % energieeffizienter sind als eine vergleichbare Referenzlösung. Mit ihm helfen wir unseren weltweiten Kunden, ihren Kohlendioxidausstoß zu verringern und ihre Energiekosten zu senken. Im Berichtszeitraum waren dies insgesamt 2,2 Megatonnen CO 2 Äquivalent. Für das Geschäftsjahr 2018 wurden weltweit mehr als 92 % des Umsatzes aus unserem Umweltportfolio erwirtschaftet.

Programm "Serve the Environment"

Die Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie die Reduzierung der zu beseitigenden Abfälle ist eines der erklärten Ziele der Siemens Mobility GmbH, welches wir mithilfe des Programms "Serve the Environment" vorantreiben. Es definiert Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung negativer Umweltauswirkungen an den Standorten.

Energieverbrauch

Im Berichtszeitraum lag der Primärenergieverbrauch (Erdgas/Flüssiggas, Heizöl, Kohle, Benzin/Diesel) bei 42.450 Gigajoule und der Sekundärenergieverbrauch (Strom, Fernwärme) bei 32.860 Gigajoule.

Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen)

Das für das Jahr 2020 gesteckte Ziel, die CO 2-Emissionen bezogen auf das Jahr 2014 zu halbieren, konnten wir bereits in diesem Jahr erreichen. Die Emissionssenkungen sind das Ergebnis vorrangig von Energieeffizienzmaßnahmen in unseren Fertigungsstandorten und dem Einkauf von CO 2-neutraler Elektrizität. Im Berichtszeitraum wurden 99,5 % des Strombedarfs für Fertigungsstandorte in Deutschland mit CO 2-neutraler Elektrizität gedeckt.

CO 2-Emissionen (in Tonnen CO 2Äquivalent) Berichtszeitraum
Scope 1 (direkte THG-Emissionen): aus Quellen, die im Unternehmensbesitz oder unter seiner Kontrolle stehen 2.360
Scope 2 (indirekte THG-Emissionen): Nutzung von eingekaufter Elektrizität und Fernwärme 453

Abfall

Die Gruppen der gefährlichen und nicht gefährlichen Abfälle werden jeweils unterteilt in Verwertungs- und Beseitigungsabfälle. Mit einem Wiederverwertungsanteil von 86 % an der Gesamtabfallmenge tragen wir zur Ressourcenschonung bei.

Abfall (in Tonnen) Berichtszeitraum
Nicht gefährlicher Abfall 680
Gefährlicher Abfall 117
Gesamt 797
Wiederverwertungsanteil an der Gesamtabfallmenge 86 %

Wasser

Unser Geschäft hat nur wenig wasserintensive Prozesse. Der größte Anteil unseres Wasserverbrauchs resultiert aus dem Bedarf an Sanitärwasser.

Wasserverbrauch (in m 3) Berichtszeitraum
Wasserverbrauch 15.639

Umweltrelevante Vorfälle und Bußgelder

Im Berichtsjahr verzeichneten wir keine umweltrelevanten Vorfälle und Bußgelder.

Produktverantwortung

Produktverantwortung heißt für uns, das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft zu stärken. In diesem Sinne richten wir unser Augenmerk auf die Materialien und Komponenten, die einen besonderen Einfluss auf die Umweltwirkung unserer Produkte haben und stoßen dort Verbesserungen an.

Programm "Product Eco Excellence"

Das Programm "Product Eco Excellence" hat das Ziel, unsere Effizienz bei der Ressourcennutzung zu verbessern und durch produktbezogene Umweltinformationen für mehr Transparenz bei unseren Interessensgruppen zu sorgen. Dies dient auch unserem Anspruch, gesetzliche und kundenbezogene Anforderungen hinsichtlich umweltverträglichen Designs, Kennzeichnungspflichten und ökologischem Fußabdruck von Produkten zu gewährleisten.

2.3.5 Gesamtaussage

Die Siemens Mobility GmbH verfügt zum Bilanzstichtag über einen ausreichenden Auftragsbestand und war im Geschäftsjahr 2018 profitabel. Die Gesellschaft ist solide finanziert über Kundenanzahlungen und die Liquidität des Siemens-Konzerns.

Die Ergebnismarge (nach IFRS) der Siemens Mobility Division liegt im Geschäftsjahr 2018 erstmals bei 10,0 % und damit über dem definierten Zielkorridor von 6 % bis 9 %. Als wesentlicher Bestandteil der Division hat auch die Siemens Mobility GmbH zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

4. Prognose-, Chancen und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Erwartungen

Im Geschäftsjahr 2019 wird sich die Weltwirtschaft bei einer leichten Abschwächung gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich auf einem soliden Wachstumspfad entwickeln.

Für das weltweite BIP wird für das Jahr 2019 ein Wachstum von 3,1 % erwartet. Bei den Anlageinvestitionen wird ein Wachstum von 4,0 % prognostiziert, nach 4,2 % im Jahr 2018.

Unterstützt von einer starken Binnennachfrage, niedriger Arbeitslosigkeit und gesenkten Unternehmenssteuern aufgrund der Steuerreform 2017 werden die USA mit einem BIP-Wachstum von 2,8 % voraussichtlich eine tragende Säule des globalen Wachstums sein. Es werden nur geringe negative Auswirkungen auf das BIP-Wachstum und die Inflation durch neue Handelszölle erwartet.

Neue Zölle dürften sich auf China mit seiner stärker vom Handel abhängigen Wirtschaft schwerwiegender auswirken. Es wird eine deutliche Verlangsamung des BIP-Wachstums von 6,7 % im Jahr 2018 auf 6,1 % im Jahr 2019 prognostiziert, obwohl die chinesische Regierung zum Ende des Jahres 2018 begonnen hat, politische Maßnahmen gegen das sich abschwächende Wachstum zu ergreifen.

Das BIP in den Schwellenländern wird insgesamt voraussichtlich um 4,4 % zunehmen, nach 4,6 % im Jahr 2018, vorausgesetzt, die Probleme in Zusammenhang mit der Währungsabwertung und der auf US-Dollar lautenden Auslandsverschuldung können eingedämmt werden.

Für Europa wird ebenfalls eine deutliche Verlangsamung des BIP-Wachstums gegenüber dem Jahr 2018 prognostiziert, mit einem Rückgang der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte auf 1,6 %. Hier machen sich insbesondere die Unsicherheit im Hinblick auf den Brexit und die neuen Maßnahmen der italienischen Regierung bemerkbar.

Insgesamt könnte die makroökonomische Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 zu einem großen Teil von regierungspolitischen Entscheidungen abhängen. Die Unsicherheit aufgrund von Regierungsentscheidungen hat bereits das weltweite Wachstum im Jahr 2018 verlangsamt. Eine schnelle Lösung von Schlüsselfragen könnte diese Belastungen beseitigen und der Konjunktur neue Impulse verleihen.

Die hier dargestellten Prognosen für das BIP und die Anlageinvestitionen basieren auf einem Bericht von IHS Markit vom 15.10.2018.

Branchenbezogene Erwartungen

Im Geschäftsjahr 2019 werden die Märkte von Mobility voraussichtlich moderat wachsen. Die wesentlichen Wachstumstrends des Geschäftsjahrs 2018 dürften sich fortsetzen. Zudem erwartet Mobility eine steigende Nachfrage nach digitalen Lösungen.

Erwartungen für die Siemens Mobility GmbH

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Siemens Mobility GmbH wie auch der Gesamtmarkt wächst, solide Ergebnisbeiträge erzielt und aus dem operativen Geschäft Liquidität generiert. Der Umsatzzielkorridor für die kommenden zwölf Monate für die Siemens Mobility GmbH liegt zwischen drei und vier Milliarden Euro. Es kann aber zu kurzfristigen Schwankungen auf der Umsatz- und damit auch auf der Ergebnisseite kommen, da im Rahmen der HGB Bilanzierung die Realisierung von Umsatz und Ergebnis im Anlagengeschäft zeitverzögert zur laufenden Auftragsabwicklung erfolgt. Weiter ist im Geschäftsjahr 2019 mit kurzfristigen Überkapazitäten im Bereich der Fertigung von Fernverkehrszügen zu rechnen, die durch den Abschluss von Großprojekten im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie den normalen Fertigungsanlauf von Neuaufträgen getrieben sind.

Die für das Geschäftsjahr 2018 gezeigten Daten betreffen wie beschrieben nur die Monate August und September. Durch den kurzen Betrachtungszeitraum ist eine Ableitung auf das Geschäftsjahr 2019 nicht möglich.

4.2 Risikobericht

4.2.1 Risikomanagement

Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei angemessene Risiken und Chancen zu steuern und unangemessene Risiken zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik durch die Geschäftsführung vorgegeben wird. Entsprechend unserer Organisations- und Verantwortungshierarchie ist das Management des jeweiligen Siemens Mobility-Geschäfts der Regionen und Funktionen dazu verpflichtet, ein Risikomanagementsystem zu implementieren, das auf sein spezifisches Geschäft und seine Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist und dabei den übergreifenden Grundsätzen entspricht. Die Siemens Mobility GmbH bleibt weiterhin in die Siemens-Organisation, insbesondere in das konzernweite Risikomanagementsystem, eingebunden.

Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Geschäfts gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Das größte Gewicht haben dabei unsere unternehmensweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll uns helfen, potenzielle Risiken lange vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Das interne Berichtswesen ermöglicht es uns, solche Risiken im Geschäftsverlauf genauer zu überwachen. Die interne Revision überprüft in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems. So können, falls Mängel aufgedeckt werden, geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung initiiert werden. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass Geschäftsführung und Aufsichtsrat vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken informiert werden. Das Risikomanagementsystem von Siemens Mobility basiert auf einem umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management-Ansatz (ERM-Ansatz), der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst. Unser ERM-Ansatz basiert auf dem weltweit anerkannten Rahmenkonzept, dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelten Enterprise Risk Management - Integrated Framework (2004), und ist an die Anforderungen von Siemens Mobility angepasst. Ferner ist er mit dem ISO (International Organization for Standardization) Standard 31000 (2009) konform. Unser ERM-Prozess zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können. Der Betrachtungszeitraum im Rahmen des ERM-Ansatzes beträgt üblicherweise drei Jahre. Unser ERM basiert auf einem Nettoprinzip, bei dem die Risiken und Chancen adressiert werden, die nach Durchführung bestehender Kontrollmaßnahmen verbleiben. Falls Risiken bereits in der Planung, in Budgets, in der Prognose oder im Jahressabschluss (zum Beispiel in Form einer Rückstellung oder Risikovorsorge) erfasst wurden, sind sie bereits mit ihren finanziellen Auswirkungen in den Geschäftszielen der einzelnen Einheiten berücksichtigt. Als Konsequenz sollten im ERM nur zusätzliche Risiken zum gleichen Thema wie zum Beispiel Abweichungen von Geschäftszielen oder im Falle von unterschiedlichen Risikodimensionen erfasst werden. Um einen umfassenden Blick auf unsere Geschäftsaktivitäten zu ermöglichen, werden Risiken und Chancen in einem strukturierten Prozess identifiziert, der Elemente eines Topdown- und eines Bottom-up-Ansatzes kombiniert. Die Berichterstattung erfolgt grundsätzlich quartalsweise, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt wird, um kritische Themen rechtzeitig zu eskalieren. Relevante Risiken und Chancen werden aus verschiedenen Perspektiven wie Geschäftszielen, Reputation und regulatorischen Angelegenheiten nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert. Der Bottom-up-Identifizierungs- und Priorisierungsprozess wird durch Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management des Siemens Mobility-Geschäfts sowie der Regionen und Funktionen unterstützt. Dieses Top-down-Element stellt sicher, dass potenzielle neue Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt und danach bei Relevanz in die Berichterstattung aufgenommen werden. Die berichteten Risiken und Chancen werden nach möglichen kumulativen Effekten analysiert und auf der jeweiligen Organisationsebene, wie oben dargestellt, aggregiert.

Für alle relevanten Risiken und Chancen werden Verantwortlichkeiten festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos beziehungsweise der jeweiligen Chance ab. In einem ersten Schritt erfordert die Übernahme der Verantwortung für ein spezifisches Risiko oder eine spezifische Chance die Festlegung einer unserer allgemeinen Reaktionsstrategien. Bezogen auf Risiken umfassen unsere Strategien die folgenden Alternativen: Risiken vermeiden, übertragen, vermindern oder akzeptieren. Bezogen auf Chancen sieht unsere allgemeine Reaktionsstrategie vor, sie vollständig zu realisieren. In einem zweiten Schritt beinhaltet die Risiko- beziehungsweise Chancenverantwortung auch das Entwickeln, Initiieren und Überwachen angemessener Maßnahmen entsprechend der gewählten Reaktionsstrategie. Um eine effektive Risikosteuerung zu ermöglichen, müssen diese Reaktionsmaßnahmen spezifisch zugeschnitten sein. Aus diesem Grund haben wir eine Vielzahl von Reaktionsmaßnahmen mit unterschiedlichen Ausprägungen entwickelt.

Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- (inklusive Auswirkungen auf Vermögensgegenstände, Schulden und Cashflow) und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der vier Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für Siemens Mobility wieder und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Risiken für uns. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten und -ziele ebenfalls negativ beeinflussen.

Die nachfolgenden Risiken sind primär aus Divisions-Sicht dargestellt, gelten aber aufgrund der Integration der Siemens Mobility GmbH in den Liefer- und Leistungsverbund der Division gleichermaßen für die Siemens Mobility GmbH.

4.2.2 Risiken

Strategische Risiken

Wirtschaftliche, politische und geopolitische Rahmenbedingungen (makroökonomisches Umfeld)

Wir sehen ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft. Wesentliche Risiken resultieren beispielsweise aus zunehmender wirtschaftlicher Instabilität, geopolitischen Spannungen (z.B. in der Ukraine, in Russland, in der Türkei und dem Mittleren Osten) und Handelskriegen. Diese können das Investitionsklima verschlechtern, zu Verzögerungen oder Stornierungen von Aufträgen führen und Infrastrukturprojekte beeinträchtigen.

Ein signifikantes Geschäftsrisiko resultiert auch aus den Folgen der Brexit-Verhandlungen. Der Austrittsprozess könnte unter anderem die Geschäfts- und Verbraucherunsicherheit erhöhen, zu Beschränkungen für Importe und Exporte zwischen dem Vereinigten Königreich und den Ländern der Europäischen Union (EU) führen, Auswirkungen auf unsere Beziehungen zu bestehenden und zukünftigen Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern haben, Investitionen in Großbritannien verringern, zu Wettbewerbsnachteilen auf Grund einer stärkeren Volatilität der GBP/EUR-Relation und einem Zwang zu stärkerer Lokalisierung von Geschäften im Vereinigten Königreich führen. Wir beobachten den Austrittsprozess kontinuierlich und haben zum Beispiel eine Arbeitsgruppe gebildet, die unsere lokalen und globalen Maßnahmen koordiniert.

Protektionistische Handelspolitiken (beispielsweise in China und den USA) sowie Änderungen des politischen und ordnungspolitischen Umfelds in den Märkten, in denen Siemens Mobility tätig ist, wie Import- und Exportkontrollen, Zölle und andere Handelshemmnisse, könnten sich auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage auswirken und für uns zu Strafen, anderen Sanktionen und Reputationsschaden führen. Um diesen Risiken zu begegnen, beobachten wir kontinuierlich die politische Situation und ihre Indikatoren, um kritische Fälle zu identifizieren. Dies tun wir mit dem Ziel unsere Prozesse und unser Geschäftsmodell an mögliche protektionistische Veränderungen anzupassen und die Organisation für diese Veränderungen zu sensibilisieren.

Ereignisse höherer Gewalt und Naturkatastrophen (einschließlich seismischer und schwerer Wetterereignisse) können ferner nachteilige Folgen wie Personenschäden, Schäden an Anlagen oder Ausrüstung oder Verzögerungen oder Stornierungen von Aufträgen und Lieferungen haben.

Geplante Unternehmenszusammenschlüsse

Im Hinblick auf den geplanten Unternehmenszusammenschluss zu Siemens Alstom sehen wir, dass die Organisation und das Management Themen außerhalb des laufenden Geschäfts besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen muss. Dieses und die zusätzliche Belastung für die Organisation könnten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit haben. Darüber hinaus könnten potenzielle Maßnahmen, die seitens Kartellbehörden gefordert werden, zusätzliche Anforderungen an das Management und die Organisation stellen. Wir begegnen diesen Risiken beispielsweise mit strukturierten Arbeitskreisen.

Wettbewerbsumfeld

Der Mobilitätsmarkt ist in Bezug auf Preisgestaltung, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sowie Produktentwicklung und Innovationen hochgradig wettbewerbsintensiv. Das Geschäft von Siemens Mobility sieht sich mit einer Reihe starker bestehender Wettbewerber aber auch neuen Wettbewerbern aus Schwellenländern (hauptsächlich aus Asien) konfrontiert. Einige von ihnen versuchen, ihr Schienengeschäft weltweit mit strategischem Fokus auf günstige Fertigungs- und Finanzierungsbedingungen zu erweitern.

Der Konsolidierungsprozess, in dem wir uns in der Bahnindustrie befinden, könnte zu einer Verstärkung des Wettbewerbs, einer Veränderung unserer relativen Marktposition oder einer unerwarteten Preiserosion führen.

Wir begegnen diesen Risiken mit verschiedenen Maßnahmen. Beispielsweise beobachten wir sowohl die bestehenden als auch die bekannten potenziellen Wettbewerber sowie die Markteintrittsbarrieren, überwachen und analysieren kontinuierlich Markt und Wettbewerbsdaten, führen Benchmarking-Aktivitäten, strategische Initiativen und Vertriebsinitiativen durch und pflegen einen Informationsaustausch zum Beispiel mit Industrieverbänden.

Operative Risiken

Zulassungsprozesse in der Bahnindustrie (Homologation)

Die Vermarktung unserer Schienenprodukte erfordert die Einhaltung von Sicherheitsstandards für den Schienenverkehr, die auf globaler Ebene sehr unterschiedlich sind und von verschiedenen zuständigen Regulierungsbehörden geregelt sowie überprüft werden. Dies schafft einen komplexen Prozess zur Sicherstellung der Zulassung von Zügen. Das Verfahren ist sehr aufwendig und kann aufgrund des Umfangs der Prüfungen und Nachweisen, die von den zuständigen Behörden gefordert werden und die sich im Laufe der Zeit verändern können, zu Projektverzögerungen führen und teurer sein als ursprünglich angenommen. Verzögerungen, die durch den Homologationsprozess verursacht werden, oder zusätzliche Engineering- oder Produktionskosten im Zusammenhang mit der Zulassung, können zu Verzögerungen bei der Lieferung und Kostenüberschreitungen sowie zu Vertragsstrafen führen oder sogar das Risiko der vollständigen oder teilweisen Kündigung des Vertrags haben.

Mangel an qualifizierten Mitarbeitern

Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter, wie etwa Spezialisten, Experten oder Talente im Bereich der Digitalisierung, ist in der Branche und den Regionen, in denen wir geschäftlich tätig sind, weiterhin intensiv. Wir benötigen fortwährend hoch qualifizierte Mitarbeiter. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren, weiterzuentwickeln und an das Unternehmen zu binden. Wir begegnen diesem Risiko zum Beispiel mit einer strukturierten Nachfolgeplanung, einer Verbesserung der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber sowie mit Maßnahmen zu Mitarbeiterbindung und Karrieremanagement. Außerdem verstärken wir die Leistungsfähigkeit unseres Talentakquisitionsteams und haben eine Strategie festgelegt, wie die benötigten Fähigkeiten proaktiv im Markt gesucht werden.

Cyber- und Informationssicherheit

Unsere Geschäftstätigkeit ist auf digitale Technologien angewiesen. Die von uns beobachtete weltweite Zunahme von Bedrohungen für die Informationssicherheit und eine größere Professionalität in der Computerkriminalität führen zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit der Produkte, Systeme und Netzwerke sowie zu Risiken hinsichtlich der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Daten. Wir ergreifen zur Risikominimierung eine Reihe von Maßnahmen, unter anderem die Schulung von Mitarbeitern, eine umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme durch Cyber Defense Center sowie den Einsatz von Sicherungs- und Schutzsystemen wie Firewalls und Virenscanner. Dennoch bleiben die Systeme, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen unseres Unternehmens potenziell anfällig für Angriffe. Diese könnten möglicherweise zur Offenlegung, Verfälschung oder zum Verlust von Informationen, Missbrauch von Informationssystemen oder zu Produktfehlern, Produktionsausfällen und Lieferengpässen führen, mit eventuell negativen Auswirkungen auf unsere Reputation, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Geschäfte.

Finanzielle Risiken

Marktpreisrisiken

Wir unterliegen dem Einfluss von Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem britischen Pfund und dem Euro sowie zwischen dem US-Dollar und dem Euro, da ein großer Anteil unseres Geschäftsvolumens im Rahmen von Exporten in Länder, die das britische Pfund bzw. den US-Dollar als Verrechnungswährung verwenden, abgewickelt wird. Eine Aufwertung oder Abwertung des Euro könnte Einfluss auf unsere Wettbewerbsposition haben. Wir sind auch Zinsschwankungen ausgesetzt. Negative Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Änderungen in der Politik der Zentralbanken könnten sich negativ auf unser Ergebnis auswirken. Wir versuchen, diese Risiken in erster Linie durch unsere laufenden Betriebs- und Finanzierungsaktivitäten zu steuern und zu kontrollieren, und verwenden derivative Finanzinstrumente, wenn dies zweckmäßig ist.

Liquidität und Cash-Management

Die Liquiditätssteuerung des Siemens-Konzerns erfolgt auf Basis der Finanzierungspolitik des Siemens-Konzerns, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsprofil und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist.

Die Siemens Mobility GmbH nahm im Geschäftsjahr 2018 am Cash-Management des Siemens-Konzerns teil. Die Fähigkeit der Siemens Mobility GmbH, künftige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, ist sichergestellt, da die Bankkonten am Cash Pool der Konzern-Treasury von Siemens teilnehmen und die Möglichkeit besteht, bei der Konzern-Treasury von Siemens Liquidität in Anspruch zu nehmen, sowie die Siemens Zahlungsinfrastruktur zu nutzen.

Die Siemens AG hat - zum Teil aus regulatorischen Gründen - finanzielle Patronatserklärungen zugunsten von Banken herausgelegt, sofern diese der Siemens Mobility GmbH und deren Tochtergesellschaften Kredit- oder Aval-Fazilitäten bereitgestellt haben.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

In Bezug auf unsere Treasury- und Finanzierungsaktivitäten könnten sich negative Entwicklungen in Zusammenhang mit den Finanzmärkten, wie (1) begrenzte Verfügbarkeit von Finanzmitteln und von Sicherungsinstrumenten, (2) eine geänderte Bonitätseinschätzung insbesondere von Rating-Agenturen, (3) Auswirkungen aus restriktiveren Regulierungen des Finanzsektors, der Politik der Zentralbanken sowie der Nutzung von Finanzinstrumenten, (4) eine Beendigung der Finanzierung durch die Siemens AG oder anderer Siemens-Konzerneinheiten oder eine Verschlechterung der finanziellen Situation unseres Hauptfinanziers der Siemens AG, ergeben. Eine Ausweitung der Credit Spreads aufgrund von Unsicherheiten und Risikoaversion an den Finanzmärkten könnte zu nachteiligen Veränderungen unserer finanziellen Vermögensgegenstände, insbesondere unserer derivativen Finanzinstrumente, führen.

Risiken aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen könnten sowohl durch eine Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen als auch durch eine Änderung des Abzinsungssatzes beeinflusst werden. Ein wesentlicher Anstieg der Verpflichtung könnte sich negativ auf unsere Kapitalstruktur auswirken und somit die Refinanzierungsmöglichkeiten verringern und die Refinanzierungskosten erhöhen.

Compliance-Risiken

Laufende und künftige Untersuchungen hinsichtlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen

Verfahren gegen uns hinsichtlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten zu straf- oder zivilrechtlichen Bußgeldern führen sowie zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich künftigen Verhaltens, Gewinnabschöpfungen, zum Ausschluss von der direkten oder indirekten Teilnahme an bestimmten Geschäften, zum Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen und Rechtsfolgen. Dementsprechend könnte es unter anderem erforderlich werden, dass wir möglichen Leistungspflichten, einschließlich potenzieller Steuerstrafen, in Zusammenhang mit diesen Untersuchungen und Verfahren nachkommen müssen. Darüber hinaus könnte die Aufdeckung von Fällen öffentlicher Korruption unser Geschäft mit Behörden und zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen gefährden sowie zur Ernennung weiterer Überwachungsinstanzen führen, die unsere künftigen Geschäftspraktiken überprüfen, und wir könnten auch in anderer Weise aufgefordert werden, unsere Geschäftspraktiken und unser Compliance-Programm zu ändern.

Ein erheblicher Anteil unserer Geschäftstätigkeit entfällt auf Regierungen und auf Unternehmen in staatlichem Besitz. Wir sind außerdem an verschiedenen Projekten beteiligt, die von Behörden sowie zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen, etwa multilateralen Entwicklungsbanken, finanziert werden. Anhängige und mögliche künftige Ermittlungen zu Korruptions- oder Kartellvorwürfen oder Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten nachteilige Auswirkungen auf unsere Beziehung mit solchen Auftraggebern haben bis hin zum Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Ferner könnten dadurch bestehende privatwirtschaftliche Geschäftsbeziehungen sowie unsere Fähigkeit, neue Geschäftspartner in der Privatwirtschaft für möglicherweise bedeutende strategische Projekte und Transaktionen wie strategische Allianzen, Gemeinschaftsunternehmen oder andere Formen der geschäftlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, beeinträchtigt werden. Solche Ermittlungen könnten auch zur Aufhebung einiger unserer bestehenden Verträge führen, und Dritte, einschließlich unserer Wettbewerber, könnten gegen uns Verfahren in erheblichem Umfang einleiten. Darüber hinaus könnten künftige Entwicklungen in laufenden oder potenziellen künftigen Ermittlungen, etwa die Reaktion auf behördliche Ersuchen und die Zusammenarbeit mit den Behörden, die Aufmerksamkeit und die Ressourcen des Managements von anderen Geschäftsangelegenheiten ablenken. Des Weiteren sehen wir uns möglicherweise Compliance-Risiken in Verbindung mit kürzlich erworbenen Geschäften gegenüber, die sich noch im Integrationsprozess befinden. Siemens Mobility hat, zusätzlich zu anderen Maßnahmen, eine weltweite Compliance-Organisation etabliert, die unter anderem Compliance-Risikoreduzierungsprozesse, wie beispielsweise Compliance-Risikobewertungen, durchführt. Das Compliance System der Siemens Mobility ist Teil des globalen Siemens Compliance-Systems.

Regulatorische Risiken und potenzielle Sanktionen

Als global agierendes Unternehmen unterhalten wir Geschäftsaktivitäten mit Kunden in Ländern, die Exportkontrollregulierungen, Embargos, Wirtschaftssanktionen oder anderen Formen von Handelsbeschränkungen unterliegen (nachstehend bezeichnet als »Sanktionen«), die ihnen durch die USA, die EU oder andere Länder oder Organisationen auferlegt wurden. Neue oder ausgeweitete Sanktionen in Ländern, in denen wir geschäftlich tätig sind, könnten zu einer Einschränkung unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern oder indirekt in anderen Ländern führen. Uns sind Initiativen von institutionellen Investoren, wie Pensionsfonds und Versicherungen, bekannt, die Richtlinien verabschiedet haben oder zu verabschieden in Betracht ziehen, die Investitionen in und Transaktionen mit Unternehmen verbieten oder den Verkauf von Anteilen an Unternehmen vorschreiben sollen, wenn diese Geschäfte mit Ländern betreiben, die vom U. S. Department of State als staatliche Förderer des Terrorismus identifiziert wurden. Es könnte sein, dass solche Initiativen uns daran hindern, Investoren, Kunden oder Lieferanten zu gewinnen oder zu halten. Zudem könnten wir aufgrund der Beendigung unserer Geschäfte in Ländern, die Sanktionen unterliegen, Ansprüchen oder anderen Maßnahmen von Kunden ausgesetzt sein. Unsere Reputation könnte auch unter unseren Geschäften mit Vertragsparteien in diesen Ländern oder mit Vertragsparteien, die mit diesen Ländern verbunden sind, leiden.

Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien

Als Unternehmen mit einem breiten Portfolio und globalem Geschäft sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Wir beobachten die politische und regulatorische Lage in allen unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Problembereiche zu erkennen, mit dem Ziel, unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse frühzeitig an geänderte Rahmenbedingungen anpassen zu können. Gleichwohl können sich Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien nachteilig auf unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Protektionismus (einschließlich Lokalisation)

Protektionismus in der Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld in Märkten, in denen wir Geschäfte betreiben, wie Import- und Exportkontrollen, Zollbestimmungen und andere Handelshemmnisse inklusive des Ausschlusses von bestimmten Märkten, sowie Preis- oder Währungsbeschränkungen könnten unsere Geschäfte in verschiedenen nationalen Märkten beeinflussen und unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Außerdem könnten wir Strafzahlungen, anderen Sanktionen und Reputationsschäden ausgesetzt sein. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen unsere Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen, und dazu führen, dass wir steigenden Kosten für angemessene Compliance-Programme unterliegen.

Gesetze und Regelungen zu Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit sowie andere behördliche Regelungen

Die Mobility-Branche ist teilweise stark reguliert. Gegenwärtige oder künftige umweltrechtliche, gesundheits- oder sicherheitsbezogene oder sonstige staatliche Regulierungen oder deren Änderung könnten eine Anpassung unserer operativen Tätigkeit erfordern und zu einer erheblichen Steigerung unserer operativen Kosten und Produktionskosten führen. Darüber hinaus sehen wir das Risiko möglicher umweltrechtlicher, gesundheits- oder sicherheitsbezogener Zwischenfälle ebenso wie Risiken durch die Nichteinhaltung von umweltrechtlichen, gesundheits- oder sicherheitsbezogenen Regelungen durch Siemens Mobility und unsere Vertragspartner oder Zulieferer betreffend, die in der Folge zum Beispiel zu ernsthaften Verletzungen, Strafmaßnahmen, Reputationsverlust oder zu internen beziehungsweise externen Untersuchungen führen.

Wenngleich wir über Verfahren verfügen, die sicherstellen sollen, dass wir die anwendbaren staatlichen Regulierungen in der Ausführung unserer Geschäftstätigkeit einhalten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sowohl von unserer Seite als auch vonseiten Dritter, mit denen wir in einer Vertragsbeziehung stehen, einschließlich Zulieferer und Dienstleistungsanbieter, und deren Handeln uns zugerechnet werden könnte, zu Verstößen gegen anwendbare staatliche Regulierungen kommen könnte. Jeder solcher Verstöße setzt uns dem Risiko von Haftung, Reputationsschäden oder Verlust von Lizenzen und Genehmigungen aus, die für unser Geschäft wichtig sind. Insbesondere könnten uns auch Verpflichtungen aus Umweltverschmutzungen oder aus der Dekontamination von verseuchten Produktionsanlagen entstehen, die von uns errichtet oder betrieben werden. Die Siemens Mobility GmbH ist in die Konzernversicherungspolicen der Siemens AG mit eingeschlossen. Für bestimmte Umweltrisiken besteht daher Versicherungsschutz durch Haftpflichtversicherungen. Uns könnten aus Umweltschäden Verluste entstehen, die über die Versicherungssummen hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind, und solche Verluste könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.

Laufende oder künftige Rechtsstreitigkeiten

Die Siemens Mobility GmbH ist und wird auch künftig im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen von Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren betroffen sein. Dazu gehören auch Rechtsstreitigkeiten aus Verträgen, die im Rahmen der rechtlichen Verselbständigung des Mobility-Geschäfts nur wirtschaftlich übertragen werden konnten und für welche die Siemens Mobility GmbH aufgrund konzerninterner Vereinbarungen wirtschaftlich einstehen muss. Derartige Rechtsstreitigkeiten können insbesondere dazu führen, dass der Siemens Mobility GmbH die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie von Entscheidungen über straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt wird. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Ferner können weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet oder bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet werden. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten könnten negative Entscheidungen ergehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Für bestimmte rechtliche Risiken besteht Versicherungsschutz im Rahmen der Konzernpolicen der Siemens AG. Der Versicherungsschutz bewahrt das Unternehmen allerdings nicht vor Reputationsschäden. Außerdem können aus Rechtsstreitigkeiten Verluste entstehen, die über die Versicherungssumme hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind oder etwaige Rückstellungen für Verluste durch Rechtsstreitigkeiten übersteigen. Schließlich kann nicht gewährleistet werden, dass Siemens Mobility GmbH auch künftig adäquaten Versicherungsschutz zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen erhält.

4.2.3 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die größten Herausforderungen wurden in jeder der vier Kategorien strategische Risiken, operative Risiken, finanzielle Risiken und Compliance-Risiken zuerst genannt, wobei die Risiken, die aus den wirtschaftlichen, politischen und geopolitischen Rahmenbedingungen resultieren, für uns derzeit am wesentlichsten sind.

Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten.

4.3 Chancenbericht

Im Rahmen unseres Enterprise-Risk-Management-Ansatzes identifizieren und bewerten wir regelmäßig die Chancen, die sich in unseren Geschäftsfeldern ergeben, und handeln entsprechend. Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichsten Chancen. Die nachfolgenden Chancen sind primär aus Divisions-Sicht dargestellt, gelten aber aufgrund der Integration der Siemens Mobility GmbH in den Liefer- und Leistungsverbund der Division gleichermaßen für die Siemens Mobility GmbH.

Die Reihenfolge der dargestellten Chancen spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Ausmaßes für Siemens Mobility wieder und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Chancen für uns. Die beschriebenen Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen Änderungen unterworfen, da sich das Unternehmen, unsere Märkte und Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Es ist auch möglich, dass Chancen, die wir heute sehen, sich niemals verwirklichen.

Erfolge aus Innovationen in Digitalisierung

Innovationen sind ein zentraler Bestandteil des unternehmerischen Konzepts von Siemens Mobility. Wir tun dies, indem wir signifikant in Forschung und Entwicklung investieren, um innovative, nachhaltige Mobilitätslösungen für unsere Kunden entwickeln zu können und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu untermauern. Wir sind ein innovatives Unternehmen und erfinden neue Technologien, die - wie wir denken - den künftigen Anforderungen gerecht werden, die sich aus den Megatrends wie Urbanisierung, Klimawandel und vernetzter intermodaler Mobilität ergeben. Mit neuen und innovativen digitalen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen wollen wir zum Beispiel Züge und Infrastruktur intelligent machen, Verfügbarkeiten von Infrastrukturen erhöhen, die Streckennutzung optimieren, Betreibern die intelligente Nutzung von Bahndaten für die Optimierung von Wartung und Betrieb ermöglichen, den Bedarf an Hardware-Installationen durch Cloud-basierte Lösungen reduzieren ("Stellwerk in der Cloud"), den Fahrgastkomfort verbessern, sowie die Cyber-Sicherheit für unsere Kunden stärken und somit zusätzliches Volumen und Ergebnis generieren.

Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen, Partnerschaften

Wir beobachten kontinuierlich unsere gegenwärtigen und künftigen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen oder Partnerschaften, mit denen wir unser organisches Wachstum ergänzen können. Derartige Aktivitäten können uns dabei unterstützen, unsere Position an unseren derzeitigen Märkten zu stärken, neue oder unterversorgte Märkte zu erschließen oder unser Technologieportfolio in ausgewählten Bereichen zu ergänzen.

Exzellente Projektabwicklung

Indem wir unsere Projektmanagementanstrengungen erhöhen und aus unseren Fehlern im Rahmen der Projektabwicklung über formalisierte »Lessons learned«-Ansätze lernen, sehen wir die Chance, unsere Fehlleistungskosten (Non-Conformance Costs) kontinuierlich zu reduzieren sowie eine fristgerechte Fertigstellung unserer Projekte und Lösungen sicherzustellen. Weiterhin helfen uns ein stringentes Risiko- und Chancenmanagement in den Projekten sowie ein hochprofessionelles Management unserer Lieferanten dabei, Vertragsstrafen zu vermeiden und somit unsere Ergebnisposition zu verbessern.

4.4 Risikoberichterstattung bezogen auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zur Absicherung der Risiken, die sich aus Fremdwährungsschwankungen ergeben, verfahren wir gemäß den für uns verbindlichen Richtlinien des Siemens-Konzerns und sichern unsere Nettowährungsposition in einer Bandbreite zwischen 75 % bis 100 % ab. Projektgeschäft wird nahezu vollständig gesichert.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Aufsichtsrat der Siemens Mobility GmbH hat am 05.11.2018 Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern für die Zeit bis zum 31.10.2023 festgelegt.

Im Aufsichtsrat soll mindestens der aktuelle Stand von 5/16 (entspricht 31,25 %) aufrechterhalten werden. In der Geschäftsführung gilt das Gleiche für den aktuellen Stand von 1/3 (entspricht rund 33,3 %).

Die Geschäftsführung hat am 23.11.2018 folgende Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden anhand der konkreten Berichtslinien definierten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt:

Führungsebene Erste Zweite
Frauenanteil Welt Ist 30.09.2018 7,7 % 19,5 %
Frauenanteil Deutschland Ist 30.09.2018 16,7 % 17,3 %
Frauenanteil Soll 30.09.2023 25,0 % 25,0 %

Bilanz zum 30.09.2018

Aktiva

(in TEUR) 30.09.2018 27.11.2017
Anlagevermögen 3.655.689 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 13.892 0
Sachanlagen 192.193 0
Finanzanlagen 3.449.604 0
Umlaufvermögen 741.873 0
Vorräte 3.530.538 0
Erhaltene Anzahlungen -3.530.538 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 731.640 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.076 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 660.286 0
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.278 0
Flüssige Mittel 10.233 25
Rechnungsabgrenzungsposten 19.883 0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.874 0
Summe Aktiva 4.419.319 25

Passiva

   
Eigenkapital 1.600.626 25
Gezeichnetes Kapital 50.000 25
Kapitalrücklage 1.494.053 0
Bilanzgewinn 56.573 0
Rückstellungen 1.461.941 0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 588.823 0
Übrige Rückstellungen 873.118 0
Verbindlichkeiten 1.335.395 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 270.182 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 403.265 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 439.191 0
Sonstige Verbindlichkeiten 222.757 0
Rechnungsabgrenzungsposten 21.357 0
Summe Passiva 4.419.319 25

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 27.11.2017 bis zum 30.09.2018

(in TEUR)
Umsatzerlöse 950.657
Umsatzkosten -719.083
Bruttoergebnis vom Umsatz 231.574
Forschungs- und Entwicklungskosten -70.215
Vertriebskosten -44.065
Allgemeine Verwaltungskosten -17.585
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.048
Betriebliches Ergebnis 98.661
Zinserträge -132
Zinsaufwendungen -588
Übriges Finanzergebnis -9.597
Ergebnis der Geschäftstätigkeit 88.344
Ertragsteuern -31.771
Jahresüberschuss 56.573
Gewinnverwendung  
Jahresüberschuss 56.573
Bilanzgewinn 56.573

Anhang für 2018

Allgemeine Hinweise

Die Siemens Mobility GmbH, vormals Blitz 17-575 GmbH, wurde am 27.11.2017 ins Handelsregister eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Forschung und Entwicklung, Herstellung, der Verkauf und Vertrieb sowie das Betreiben und die Wartung von Produkten, Systemen, Anlagen und Lösungen im Mobilitätssektor, insbesondere bezogen auf die Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung, sowie das Erbringen damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Das Geschäftsjahr läuft vom 01.10. eines Jahres und endet am 30.09. des nächsten Jahres. Das Geschäftsjahr 2018 ist ein Rumpfgeschäftsjahr. Es hat am 27.11.2017 begonnen und endet am 30.09.2018.

Die Siemens Mobility GmbH hat ihren Geschäftsbetrieb im Wege der Sacheinlage gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten von der alleinigen Gesellschafterin Siemens AG, mit Sitz in Berlin und München, zum 01.08.2018 erworben. Entsprechend umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen die Erträge und Aufwendungen des Zeitraums vom 01.08.2018 bis zum 30.09.2018.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Ausweis erfolgt in TEUR.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde erfolgen die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls im Anhang.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Siemens Mobility GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 237219 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten, der Erbringung von Dienstleistungen, der Vermietung von Produkten und der Gewährung von Lizenzen ausgewiesen.

Negative Zinsen aus der Geldanlage werden in den Zinserträgen, positive Zinsen aus der Geldaufnahme in den Zinsaufwendungen als Abzugsposten ausgewiesen.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Diese basiert auf dem erwarteten Nutzen der erworbenen Geschäfte und wird insbesondere durch ökonomische Faktoren wie zukünftige Wachstums- und Gewinnerwartungen, Synergieeffekte und Mitarbeiterstamm bestimmt.

Sachanlagen:

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. In bestimmten Fällen findet die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250 sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250, jedoch nicht mehr als EUR 800 betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr.

Nutzungsdauer der Sachanlagen In Jahren
Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50
Übrige Bauten 5 bis 10
Technische Anlagen und Maschinen überwiegend 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8
Vermietete Erzeugnisse überwiegend 3 bis 5

Finanzanlagen:

Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Dies ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von unverrechneten Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Servicegeschäft vorgenommen.

Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet.

Latente Steuern:

Sofern aufgrund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in der Bilanz insgesamt eine künftige Steuerbelastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von passiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese verrechnet dargestellt. Ein aktiver Überhang an latenten Steuern wird, soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt, in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 31,59 %. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen bei der Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts, der Vorratsbewertung, der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und der übrigen Rückstellungen sowie bei den langfristigen Verbindlichkeiten.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung:

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:

Die Siemens Mobility GmbH bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, der nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt wird. Für die Abzinsung wird der jeweilige durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, den die Deutsche Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlicht.

In den übrigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird.

Währungsumrechnung:

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere, flüssigen Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten
(in TEUR) 27.11.2017 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.09.2018
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 0 6.013 0 0 6.013
Geschäfts- oder Firmenwert 0 8.590 0 0 8.590
  0 14.603 0 0 14.603
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 2.364 0 0 2.364
Technische Anlagen und Maschinen 0 115.513 603 -356 115.760
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 59.508 2.459 -498 61.469
Vermietete Erzeugnisse 0 8.316 0 0 8.316
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 14.556 -3.062 0 11.494
  0 200.257 0 -854 199.403
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 3.321.573 0 0 3.321.573
Beteiligungen 0 127.800 0 0 127.800
Ausleihungen 0 231 0 0 231
  0 3.449.604 0 0 3.449.604
Anlagevermögen 0 3.664.464 0 -854 3.663.610
Kumulierte Abschreibungen
(in TEUR) 27.11.2017 Abschreibungen Abgänge 30.09.2018
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 0 -391 0 -391
Geschäfts- oder Firmenwert 0 -320 0 -320
  0 -711 0 -711
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 -71 0 -71
Technische Anlagen und Maschinen 0 -3.032 325 -2.707
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 -4.746 373 -4.373
Vermietete Erzeugnisse 0 -59 0 -59
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
  0 -7.908 698 -7.210
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0 0
Ausleihungen 0 0   0
  0 0 0 0
Anlagevermögen 0 -8.619 698 -7.921
Buchwerte
(in TEUR) 30.09.2018 27.11.2017
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 5.622 0
Geschäfts- oder Firmenwert 8.270 0
  13.892 0
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.293 0
Technische Anlagen und Maschinen 113.053 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.096 0
Vermietete Erzeugnisse 8.257 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.494 0
  192.193 0
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.321.573 0
Beteiligungen 127.800 0
Ausleihungen 231 0
  3.449.604 0
Anlagevermögen 3.655.689 0

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% TEUR TEUR
Inland      
HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover 100 20.078 1.119 2)
Siemens Traction Gears GmbH, Penig 100 1) 1) 2)
Sternico GmbH, Wendeburg 40 -65 -830
Hubject GmbH, Berlin 11 9.041 -1.957
IFTEC GmbH & Co. KG, Leipzig 50 8.714 1.358
Ausland      
Bytemark, Inc., New York, NY 79 52 -5.310
ESTEL Rail Automation SPA, Algier 51 2.303 963
Sensys Networks, Inc., Berkeley, CA 13 -190 -12
Siemens Mobility, Inc, Wilmington, DE 100 1) 1) 2)
Siemens Mobility Limited, Frimley, Surrey 100 206.452 59.942 2)
Siemens Mobility GmbH, Wien 100 1) 1) 2)
Siemens Mobility AG, Wallisellen 100 1) 1) 2)
Siemens Mobility Ulasim Sistemleri Anonim Sirketi, Istanbul 100 1) 1) 2)
Ural Locomotives Holding Besloten Vennootschap, Den Haag 50 71.307 17.765
Wi-Tronix Group Inc., Dover, DE 30 19.356 -1.226

1) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2018 gegründet, daher liegt noch kein Jahresabschluss vor.
2) Rumpfgeschäftsjahr

Soweit die Angaben für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, unterbleiben diese in Anwendung des § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB.

Vorräte

30.09.2018 27.11.2017
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 137.635 0
Unfertige Erzeugnisse 285.106 0
Fertige Erzeugnisse und Waren 108.127  
  30.09.2018 27.11.2017
  TEUR TEUR
Unverrechnete Lieferungen und Leistungen 2.429.946 0
Geleistete Anzahlungen 569.724 0
Summe 3.530.538 0

Die unverrechneten Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen aktivierte Aufwendungen, die im Rahmen der Erbringung von Lieferungen und Leistungen für Projekte im Anlagengeschäft entstanden sind, die zum Bilanzstichtag noch nicht an den Kunden abgerechnet waren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30.09.2018 27.11.2017
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.076 0
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 28 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 660.286 0
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.713 0
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.500 0
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27.565 0
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 13.492 0
Summe 731.640  

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 470.266 Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin Siemens AG. Davon entfallen TEUR 387.526 auf Forderungen, die aus Kundenverträgen resultieren, die im Rahmen der Sacheinlage des Geschäftsbetriebs nur wirtschaftlich, aber nicht rechtlich auf die Siemens Mobility GmbH übertragen wurden. Die Vertragspartner haben der rechtlichen Übertragung dieser Verträge noch nicht zugestimmt. Auf noch nicht an die Siemens Mobility GmbH übertragene Fondsanteile zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen entfallen TEUR 25.620.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrifft ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 4.619 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

30.09.2018
TEUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 54.024
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 53.828
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 51.954
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 1.874

Eigenkapital - ausschüttungsgesperrte Beträge

Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen ergab keinen zur Ausschüttung gesperrten Betrag.

Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte ebenfalls zu keinem ausschüttungsgesperrten Betrag.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 91.945.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 0 enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Siemens Mobility GmbH gewährt Pensionsleistungen durch die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung (BSAV), eingefrorene Pläne mit Altzusagen (Besitzstände) und Pläne mit Entgeltumwandlungen (Deferred Compensation). Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt an der BSAV teil. Die Leistungen aus diesem Plan basieren überwiegend auf den geleisteten Unternehmensbeiträgen und den Investmenterträgen auf diese Beiträge, wobei das Unternehmen eine Mindestverzinsung garantiert. Im Zuge der Einführung der BSAV wurde für Leistungen aus den eingefrorenen Plänen mit Altzusagen die Wirkung aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert, sodass Bewertungsprämissen für Lohn- und Gehaltssteigerungen inklusive Karrieretrend keine wesentliche Bedeutung für die Pensionsverpflichtungen der Siemens Mobility GmbH mehr haben. Die Pläne sind zum Abschlussstichtag über Treuhandstrukturen mit Vermögen gedeckt. Die Siemens Mobility GmbH hat bislang keine eigene Treuhandstruktur, wirtschaftliche Eigentümerin des Treuhandvermögens ist die Siemens AG. Die Übertragung des Vermögens in eine eigene Treuhandstruktur soll im Geschäftsjahr 2019 erfolgen, sofern es zum geplanten Zusammenschluss des Siemens Mobility-Geschäfts mit Alstom kommt.

Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basierte unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 3,34 % und einem Rententrend von 1,50 %; für die Verpflichtungen aus der BSAV wurde ein Rententrend von 1,00 % unterstellt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf Siemens-spezifischen Richttafeln mit einem Sterblichkeitstrend, der auf den Heubeck Richttafeln RT 2005 G basiert.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 873.118 enthalten sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 841.541 und Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 31.577.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 391.294, Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 189.558, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 100.752 sowie für Verluste bei Aufträgen in Höhe von TEUR 76.802.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

in TEUR 30.09.2018
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 270.182      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 403.265 402.841 424 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 439.191 211.638 227.553 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21 21 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 222.736 164.171 8.693 49.872
- davon aus Steuern 35.034 - - -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11.242 - - -
Summe 1.335.395 778.671 236.670 49.872

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 426.040 gegenüber der Gesellschafterin Siemens AG. In den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind eine Darlehensverbindlichkeit für das Projekt ICE 4 in Höhe von TEUR 374.184 und in Höhe von TEUR 50.271 Verbindlichkeiten enthalten, die aus Verträgen resultieren, die im Rahmen der Sacheinlage des Geschäftsbetriebs nur wirtschaftlich, aber nicht rechtlich auf die Siemens Mobility GmbH übertragen wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrifft ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 3.986 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Siemens Mobility GmbH ist in folgenden zwei Bereichen tätig:

Der Bereich "Infrastruktur" liefert Produkte, Lösungen und Gesamtanlagen zur Automatisierung und Optimierung des Schienen- und Straßenverkehrs. Weiter sind hier die Gesamtlösungen für den Bahn- und Straßenverkehr sowie Bahnelektrifizierungslösungen enthalten.

Der Bereich "Rolling Stock" ist ein führender Anbieter von Schienenfahrzeugen für den Regional- und Fernverkehr sowie für den Personenverkehr in Städten. Zum Portfolio gehören sowohl Produkt- als auch Systemlösungen.

In beiden Bereichen wird der jeweilige "Customer Service" als weltweiter Dienstleister für die Erbringung von Wartungsleistungen für Schienenfahrzeuge, Bahn- und Straßeninfrastruktur sowie von Gesamtanlagen mit ausgewiesen.

2018
TEUR
Umsatzerlöse  
- nach Tätigkeitsbereichen  
Infrastruktur 191.403
Rolling Stock 753.562
Sonstige 5.693
Summe 950.657
- nach Regionen  
Inland 391.764
Amerika 12.907
Asien, Australien 55.062
Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 490.924
Summe 950.657

Material- und Personalaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres betrug TEUR 520.930 und unterteilt sich wie folgt:

2018
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -263.144
Aufwendungen für bezogene Leistungen -257.781
Materialaufwand -520.930

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallene Personalaufwand betrug TEUR 210.948; dieser gliedert sich wie folgt auf:

2018
TEUR
Löhne und Gehälter -172.971
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -37.977
davon für Altersversorgung -10.006
Personalaufwand -210.948

Zinserträge, Zinsaufwendungen

Die Zinserträge enthalten Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 201, insbesondere aufgrund von negativen Zinsen aus der Geldanlage in Höhe von TEUR 262.

Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen TEUR 495.

Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis besteht aus Zinsaufwendungen für Pensionen in Höhe von TEUR 8.942, aus Aufwendungen im Zusammenhang mit Deferred Compensation (arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgung) in Höhe von TEUR 217, sowie der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 438.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft nutzt Lieferantenkonsignationslager, um die produktionsnahe Bereitstellung von dringend benötigten Teilen sicherzustellen. Dadurch ist die Gesellschaft auf bestimmte Lieferanten festgelegt, es entfallen jedoch etwaige Lieferzeiten für Teile, die sich in diesen Lagern befinden, und die Investitionskosten bzw. die Kapitalbindung sind geringer im Vergleich zu einem eigenen Waren- bzw. Teilelager. Der Bestand in den Konsignationslagern beträgt zum 30.09.2018 in Summe TEUR 4.732.

Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen

Die Aufwendungen aus Leasing- und Mietverträgen bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- beziehungsweise Mietgegenstand nicht der Siemens Mobility GmbH zuzurechnen war und bei denen die Siemens Mobility GmbH diese Vermögensgegenstände daher nicht aktivierte, betrugen TEUR 14.464. Davon entfallen TEUR 12.070 auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Gegenstand dieser Verträge waren insbesondere Mieten für Gebäude und Grundstücke.

Aus Leasing- und Mietverträgen bestehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 292.597. Darin enthalten sind TEUR 287.504 gegenüber verbundenen Unternehmen. Von den aus Leasing- und Mietverträgen insgesamt bestehenden Zahlungsverpflichtungen entfallen TEUR 56.573 auf das kommende Geschäftsjahr, der Anteil gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt TEUR 54.273.

Derivative Finanzinstrumente

Die Siemens Mobility GmbH ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkursänderungen ausgesetzt, die im Rahmen eines bewährten Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimite gesteuert werden. Zur Absicherung der Wechselkursänderungen setzt die Siemens Mobility GmbH Devisentermingeschäfte ein.

Die Siemens Mobility GmbH ist ferner Risiken aus Rohstoffpreisänderungen ausgesetzt. Zur Absicherung setzt die Siemens Mobility GmbH Rohstofftermingeschäfte ohne physische Lieferung (financial hedges) ein. Zum Bilanzstichtag existieren Absicherungen für Aluminium, Blei und Kupfer.

Der Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten ist die Siemens AG.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die bestehenden derivativen Finanzinstrumente:

30.09.2018
In TEUR Nominalvolumen Marktwerte
Devisentermingeschäfte 981.629 1.785
Rohstofftermingeschäfte 31.069 -401
Bestehende derivative Finanzinstrumente 1.012.698 1.384

Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) -jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen).

Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten beziehungsweise die Ermittlung der Marktwerte erfolgt in Abhängigkeit von der Art der Instrumente. Bei Währungsderivaten erfolgt die Ermittlung auf Basis der Veränderungen der relevanten Devisenkurse. Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird entweder durch das Risikomanagement gewährleistet oder sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung (beispielsweise Dollar-Offset-Methode, Regressionsanalyse, Sensitivitätsanalyse) nachgewiesen.

Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos

Die erwarteten Zahlungsströme in Fremdwährung im Projektgeschäft (Anlagen- und Servicegeschäft) werden zu 100 % gesichert und zu Bewertungseinheiten (Micro-Hedge) zusammengefasst.

Die übrige Nettofremdwährungsposition wird in einer Bandbreite von mindestens 75 %, aber nicht mehr als 100 % mit der Konzern-Treasury der Siemens AG abgesichert.

Die Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) wird mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden für diesen Zweck jeweils mit den zugrunde liegenden diskontierten Zahlungsströmen bewertet. Die Zahlungsein- und -ausgänge, die aus den Devisensicherungsgeschäften sowie aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen resultieren, sind in der nachfolgenden Tabelle jeweils saldiert ausgewiesen.

Die derivativen Finanzinstrumente weisen eine Laufzeit bis maximal 2033 auf.

In TEUR 30.09.2018
Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen 61.213
davon Vermögensgegenstände 141.972
davon Schulden -80.759
Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen 921.100
Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) 982.313
Devisensicherungsgeschäfte -981.629
davon mit externen Vertragspartnern 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -981.629
Nettofremdwährungsposition (nach Sicherung) 684

Das Fremdwährungsportfolio erreichte zum 30.09.2018 einen Sicherungsgrad (Verhältnis der Absolutbeträge von Sicherungsgeschäften zu Grundgeschäften) von annähernd 100 %. Die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften war nicht erforderlich.

Organe

Aufsichtsrat

Alia Al Rifai Head of Shareholder Controlling, Siemens AG
Nina Günther Head of Labor Law, Employment Conditions, Communication, Siemens AG
Peter Kastenmeier Head of Shareholder Controlling Region Germany, Siemens AG
Sabine Reichel Head of Investor Relations, Siemens AG
Wolfram Seiler Head of Strategic Planning and Portfolio, Siemens AG
Robert Spangler Head of Tax Planning, Siemens AG
Anton Steiger - Vorsitzender des Aufsichtsrats Head of Legal Mergers & Acquisitions, Corporate, Siemens AG
Hardi Zajewski Head of Mergers & Acquisitions Team 3, Siemens AG
Bettina Haller - stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, Siemens Mobility GmbH, Standort Berlin
Klaus-Dieter Weber Betriebsratsvorsitzender, Siemens Mobility GmbH, Standort München-Allach
Heinz Spörk Betriebsratsvorsitzender, Siemens Mobility GmbH, Standort Krefeld
Dr. Christian Pfeiffer Betriebsratsmitglied, Siemens Mobility GmbH, Standort Erlangen
Torsten Kaminski Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, Siemens Mobility GmbH, Standort Braunschweig
Silke Holzschuh-Reick Head of Business Administration Mobility Customer Services Lifecycle Services, Siemens Mobility GmbH
Anatoli Klassen Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall
Thorsten Gröger Bezirksleiter der IG Metall - Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Geschäftsführung

 

Randi Mette Seines, vom 27.11.2017 bis 30.11.2017, Geschäftsführer

 

Martin Rohbogner, vom 11.12.2017 bis 31.07.2018, Geschäftsführer

 

Wolfgang Seltmann, vom 11.12.2017 bis 31.07.2018, Geschäftsführer

 

Karl Blaim, ab 12.06.2018, kaufmännischer Geschäftsführer

 

Michael Peter, ab 12.06.2018, Geschäftsführer

 

Sabrina Soussan, ab 12.06.2018, Geschäftsführerin

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr 2018 TEUR 220.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2018 erhielt der Aufsichtsrat keine Bezüge, da sich der Aufsichtsrat erst am 05.11.2018 konstituiert hat.

Mitarbeiter

Bei den durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern wurden die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen. Bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen wurde nur der Zeitraum der operativen Geschäftstätigkeit vom 01.08. bis zum 30.09.2018 betrachtet. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:

2018
Produktion 10.009
Vertrieb 1.777
Forschung und Entwicklung 1.333
Verwaltung und allgemeine Dienste 408
Mitarbeiter 13.527

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Siemens Mobility GmbH wird in den Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, einbezogen.

Die Siemens AG, Berlin und München, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Siemens AG, Berlin und München erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Siemens Mobility GmbH zum 30.09.2018 nicht verpflichtet, da die Siemens AG zum 30.09.2018 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Siemens Mobility GmbH erstellt; dieser ist am Sitz der Siemens AG in München erhältlich.

Honorare des Abschlussprüfers

Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers brauchen nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Siemens AG einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von TEUR 56.573 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 19.12.2018

Geschäftsführung

Karl Blaim

Michael Peter

Sabrina Soussan

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Siemens Mobility GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Siemens Mobility GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 27. November 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemens Mobility GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 27. November 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 27. November 2017 bis zum 30. September 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) (Abschnitt 5).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 19. Dezember 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bostedt, Wirtschaftsprüfer

Süppel, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss der Siemens Mobility GmbH zum 30.09.2018 wurde am 20.12.2018 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats

der Siemens Mobility GmbH

Der Aufsichtsrat der Siemens Mobility GmbH hat sich nach ordnungsgemäßer Durchführung des Statusverfahrens in seiner Sitzung vom 5. November 2018 und damit nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017/2018 konstituiert. Der Aufsichtsrat hatte daher im Berichtszeitraum seine Kontrolltätigkeit noch nicht aufgenommen, und es fanden auch keine Sitzungen statt.

Mit der konstituierenden Sitzung zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres 2018/2019 nahm der Aufsichtsrat seine Kontrolltätigkeit auf. In dieser konstituierenden Sitzung am 5. November 2018 wählte der Aufsichtsrat Herrn Anton Steiger zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Frau Bettina Haller zur Stellvertreterin des Aufsichtsratsvorsitzenden. Ebenfalls in seiner konstituierenden Sitzung gab sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung und nahm die Geschäftsordnung der Geschäftsführung zustimmend zur Kenntnis.

Das Risikomanagement des Unternehmens und die entsprechenden Kontrollsysteme sowie die laufenden Compliance-Aktivitäten und den Rechnungslegungsprozess stellte die Geschäftsführung in der Bilanzsitzung zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 vor, die im Dezember des laufenden Geschäftsjahres stattfand.

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht der Siemens Mobility GmbH für das Geschäftsjahr 2017/2018 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Diese Unterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zusammen mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers rechtzeitig vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats im Dezember 2018 intensiv beraten und eingehend geprüft.

An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand. Er ging dabei auch auf seine Unabhängigkeit ein und unterrichtete den Aufsichtsrat zudem darüber, dass er keine wesentlichen Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems oder Risikomanagementsystems identifizieren konnte. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Abschluss. Er stimmt dem Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung zu.

Der Aufsichtsrat setzt sich nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes aus sechszehn Mitgliedern zusammen, von denen acht mit Gesellschafterbeschluss zum 1. Oktober 2018 und acht mit Beschluss des zuständigen Amtsgerichts München (Registergerichts) vom 31. Oktober 2018 bestellt wurden. Der Aufsichtsrat hat einen Vermittlungsausschuss gebildet, darüber hinaus hat er keine Ausschüsse gebildet.

Die Geschäftsführung bestand im Geschäftsjahr 2017/2018 zunächst aus Frau Randi Mette Seines, an deren Stelle Ende November 2017 die Herren Martin Rohbogner und Wolfgang Seltmann traten. Ab April 2018 waren Frau Sabrina Soussan und die Herren Karl Blaim und Michael Peter Geschäftsführer der Siemens Mobility GmbH, die Herren Rohbogner und Seltmann legten ihr Amt jeweils mit Wirkung zum Ablauf des 31. Juli 2018 nieder.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Siemens Mobility GmbH sowie den Mitgliedern der Geschäftsführung im vergangenen Geschäftsjahr für ihren großen persönlichen Einsatz, gratuliert zu dem erfolgreichen Wirken im abgelaufenen Geschäftsjahr und wünscht für die Herausforderungen des aktuellen Geschäftsjahres viel Erfolg.

 

München, im Dezember 2018

Siemens Mobility GmbH

Anton Steiger, Aufsichtsratsvorsitzender

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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