d-force GmbH
Selbe AdresseVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Mortier seit 14.9.2022 | Prokura |
Thomas Weitzer seit 14.9.2022 | Prokura |
Ricarda Agnes Jebsen seit 25.4.2022 | Geschäftsführer |
Dirk Wilhelm von Borstel seit 26.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Virtual Minds GmbHFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA in EUR
PASSIVA in EUR
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRB 724928 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Ellen-Gottlieb-Straße 16 in 79106 Freiburg im Breisgau. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023in EUR
(HRB 724928 des Amtsgerichts Freiburg i. Br.)Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss der Virtual Minds GmbH (HRB 724928 des Amtsgerichts Freiburg i. Br.) (im Folgenden auch "Gesellschaft"), Freiburg im Breisgau, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den Erleichterungen der §§ 288 Abs. 1 HGB ff. teilweise Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Jahresabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird. Die immateriellen Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) werden über fünf bis maximal zehn Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert (entgeltlich erworbene Kundenlisten) wurde bei Zugang mit den Anschaffungskosten aktiviert und wird aufgrund der voraussichtlichen Nutzungsdauer der zugrundeliegenden Kundenbeziehungen planmäßig linear über 15 Jahre abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt, und wird, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 Euro werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Für Vermögensgegenstände, die einen Netto-Einzelwert zwischen 250 Euro und 1.000 Euro haben, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bauten auf fremden Grundstücken sowie Ein- und Umbauten werden nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder der kürzeren Laufzeit der Mietverträge über neun bis maximal zehn Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über drei bis maximal fünf Jahre abgeschrieben. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird abhängig vom Vermögensgegenstand über drei bis maximal dreizehn Jahre abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen ist den erkennbaren Risiken durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Flüssige Mittel Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Zahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verpflichtungen werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Zum Abschlussstichtag bestehen Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 1.625,1 Tsd. Euro (Vorjahr: 223,5 Tsd. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 2.048,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.698,1 Tsd. Euro) und aus Cash Pooling in Höhe von 35.158,3 Tsd. Euro (Vorjahr: 40.618,1 Tsd. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Steuern. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist noch nicht fällige Vorsteuer in Höhe von 1.898,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.648,0 Tsd. Euro) enthalten, welche erst nach dem 31. Dezember 2023 rechtlich entstanden ist. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt, wie im Vorjahr, 66,1 Tsd. Euro. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 14.640,4 Tsd. Euro. Im Vorjahr wurde innerhalb der Gewinnrücklagen ein Betrag in Höhe von 5,0 Tsd. Euro als gesetzliche Rücklage ausgewiesen. Dieser Betrag wurde im Geschäftsjahr zutreffend in die anderen Gewinnrücklagen umgegliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Sonstige Rückstellungen
Die Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen, Sonderzahlungen und nicht genommenen Urlaub. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 16.018,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.923,9 Tsd. Euro). Weiterhin sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 7.490,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.364,5 Tsd. Euro) enthalten, welche ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr betreffen. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von 33.978,4 Tsd. Euro (Vorjahr: 31.307,8 Tsd. Euro) resultieren im Wesentlichen aus der automatisierten Vermittlung von Werbeflächen und werden sowohl im Inland als auch im Ausland erzielt. Auf eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wird verzichtet. Periodenfremde Erträge Von den in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträgen in Höhe von insgesamt 2.137,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 485,2 Tsd. Euro) entfallen insbesondere auf die Auflösung von Rückstellungen 1.851,4 Tsd. Euro (Vorjahr: 297,6 Tsd. Euro) und auf sonstige periodenfremde Erträge 273,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 187,6 Tsd. Euro). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Virtual Minds GmbH ist Teil der Mindestbesteuerungsgruppe der ProSiebenSat.1 Media SE. Diese hat für die einzubeziehenden Geschäftseinheiten eine indikative Bewertung der potenziellen Belastung der Gesellschaft in Bezug auf eine Mindestbesteuerung für das Geschäftsjahr 2023 vorgenommen und rechnet auf dieser Grundlage nicht mit einer wesentlichen Steuerbelastung durch die Einführung der Mindestbesteuerung. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Die Virtual Minds GmbH hat ein Mietaval in Höhe von 48,3 Tsd. Euro, das von der Bank zugunsten des Vermieters einer ihrer Büroflächen übernommen wurde. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird aufgrund der Geschäftsentwicklung als unwahrscheinlich eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus Leistungs- und Lieferverpflichtungen. Die Vereinbarungen mit verbundenen Unternehmen sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können zum Ablauf eines Kalenderjahres gekündigt werden. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Prüfungs- und Beratungsgebühren Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese im Anhang des Konzernabschlusses der ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring, zum 31. Dezember 2023 enthalten sind. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE (HRB 219439 des Amtsgerichts München), Unterföhring, einbezogen. Die ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Organe Geschäftsführung: Als Geschäftsführer sind bestellt: Herr Ralf Hammerath, Geschäftsführer (bis 31. Mai 2023) Herr Dirk von Borstel, Geschäftsführer Herr Timo Gieb, Geschäftsführer Herr Thomas Peruzzi, Geschäftsführer Frau Ricarda Jebsen, Geschäftsführerin Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung. Ergebnisverwendung Der Bilanzgewinn in Höhe von 23.036,8 Tsd. Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 1.081,3 Tsd. Euro.
Freiburg im Breisgau, den 28. März 2024 Dirk von Borstel, Geschäftsführer Timo Gieb, Geschäftsführer Thomas Peruzzi, Geschäftsführer Ricarda Jebsen, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht (1. Januar bis 31. Dezember 2023)Geschäftstätigkeit Die Virtual Minds GmbH (Virtual Minds) wurde im Jahr 2001 gegründet und hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Mit Verschmelzungsverträgen vom 2. Juni 2022 und der Versammlungsbeschlüsse vom 2. Juni 2022 wurden die Unternehmen ADITION technologies GmbH, Düsseldorf, AdClear GmbH, Berlin, The ADEX GmbH, Berlin, sowie yieldlab GmbH, Hamburg, rückwirkend zum 1. Januar 2022 auf die Virtual Minds GmbH verschmolzen. Die Virtual Minds GmbH fokussiert sich im Wesentlichen auf vier Geschäftsbereiche: Adserving & Targeting, Demand Side Platform (DSP), Supply Side Platform (SSP) und Data Management Platform (DMP), Data Marketplace & Cross-Device Solutions. Die Virtual Minds GmbH ist, durch die vormals ADITION technologies GmbH, ein Anbieter für hochwertige Technologielösungen für ein automatisiertes, datenbasiertes digitales Marketing über alle Kanäle aus einer zentralen Enterprise Plattform heraus. Die modular erweiterbare Adserving Plattform liefert allen Marktteilnehmern - Werbetreibenden, Agenturen sowie Publishern/ Vermarktern - gleichermaßen individuelle, passgenaue Lösungen, um maximale Marketing- bzw. Vermarktungseffizienz zu erzielen und die jeweiligen Key-Assets im Online-Marketing zukunftssicher zu gestalten. Die Active Agent Demand Side Platform (DSP) ist die erste vollwertige Multichannel-DSP im deutschen Markt. Als innovative Marketingtechnologie für einen konsequent wertorientierten Mediaeinkauf auf Basis frei wählbarer Bietstrategien ermöglicht Virtual Minds Werbetreibenden und Agenturen den kontrollierten automatisierten Einkauf von Media (Display, Video, Audio, Mobile) für alle Kanäle und Endgeräte, insbesondere auch Digital Out of Home (DOoH), Digital Audio und Addressable TV. Die Yieldlab Supply-Side-Platform (SSP) ist führend im Premium-Publisher-Segment und steht für Weiterentwicklung und Wachstum an der Seite der Top-Medienmarken in Europa. Mit der eigenentwickelten Technologie Yieldlab YRD für Yieldoptimierung und Programmatic Advertising können Publisher ihr gesamtes Mediainventar über alle digitalen Kanäle hinweg gebündelt auf einer Plattform automatisiert in Echtzeit monetarisieren. Damit macht Virtual Minds Medienangebote und Werbekampagnen wirtschaftlich erfolgreich. The Adex Data Intelligence, Market-places ist der Technologie-Spezialist für Cross-Device Medialösungen. Mit der The Adex DMP wurde eine Cross-Device Data-Management- Plattform-Technologie entwickelt, die Daten aus unterschiedlichen Datenquellen und mit unterschiedlichen Datenstrukturen aggregiert, segmentiert und analysiert. Mit ihrer Hilfe können Marktteilnehmer Daten aus u.a. Apps, Addressable TV oder E-Commerce- Plattformen sammeln und für mehr als fünfzig angeschlossene Partnersysteme wie The Trade Desk, Xandr, Google oder Adition verfügbar machen. Durch den innovativen Any-ID- Cross-Device-Ansatz können Daten über das Identity Grid für alle verschiedenen Identifier nutzbar gemacht werden. Der European Modular Adtech Full Stack von Virtual Minds vereint die besten Werbetechnologien der führenden europäischen Adtech-Player und ist die treibende Technologie-Plattform für programmatisches digitales Marketing - made in Europe. Ziel des Zusammenschlusses ist die gemeinsame und erfolgreiche Weiterentwicklung der bereits technisch eng verbundenen Adtech-Lösungen und die effektive Nutzung der daraus resultierenden Synergie-, Optimierungs- und Wachstumspotentiale. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Entwicklung von Konjunktur und Werbemarkt Nach einer verhaltenen Expansion im Jahr 2022 verzeichnete die Weltwirtschaft 2023 erneut wenig Wachstumsdynamik. Die anhaltenden - wenn auch weniger stark ausgeprägten - Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, der Russland-/Ukraine-Krieg und eine hohe Inflation beeinträchtigten die wirtschaftliche Entwicklung im Jahresverlauf. Hinzukommt, dass viele Notenbanken eine restriktive Geldpolitik verfolgten, was das globale Erholungstempo beeinträchtigte. Die Entwicklung verlief regional allerdings unterschiedlich: Während sich die US-amerikanische Wirtschaft robust zeigte, erholte sich die chinesische Wirtschaft nicht mit der Dynamik, die nach Ende der restriktiven Pandemie-Beschränkungen erwartet worden war. Auch die Konjunktur in Europa blieb schwach. Insgesamt dürfte die globale Wirtschaft 2023 laut Internationalem Währungsfonds (IWF) real um 3,1 Prozent gewachsen sein, nach 3,5 Prozent im Vorjahr. Die deutsche Konjunktur war 2023 von der geringen außenwirtschaftlichen Nachfrage beeinträchtigt und hat - trotz eines soliden Auftragspolsters, deutlich geringeren Engpässen in den Lieferketten sowie rückläufiger Inflationsraten - nicht wie ursprünglich erwartet an Dynamik gewonnen. Dabei blieb vor allem der private Konsum hinter den Erwartungen der Wirtschaftsforschungsinstitute zurück. Während sich die Wirtschaftsleistung in den ersten drei Quartalen stabil entwickelte, kam es im vierten Quartal 2023 zu einem leichten Rückgang (real -0,3 % vs. Vorquartal, Destatis). Grund hierfür waren geringere Investitionen in Bauten und Ausrüstungen. Zu Jahresbeginn 2023 hatten die Wirtschaftsforschungsinstitute prognostiziert, dass die deutsche Wirtschaft 2023 leicht wachsen und von einer Belebung des privaten Konsums im zweiten Halbjahr profitieren dürfte. Die Wachstumsimpulse im privaten Konsumverhalten blieben jedoch aus. Im Gesamtjahr 2023 ging das Bruttoinlandsprodukt um real 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück und blieb damit deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), der private Konsum entwickelte sich mit minus 0,8 Prozent rückläufig.
Die konjunkturellen Auf- und Abwärtsbewegungen spiegeln sich in der Entwicklung des Werbemarktes wider, der sehr sensitiv und eng mit den privaten Konsumausgaben korreliert. Laut Nielsen Media sind die Investitionen in TV-Werbung im Jahr 2023 um minus 3,5 Prozent auf 16,55 Mrd Euro gesunken (Vorjahr: 17,15 Mrd Euro), besonders hoch waren die Auswirkungen der makroökonomischen Belastungen im ersten Halbjahr: In diesem Zeitraum gingen die Werbeausgaben um minus 9,1 Prozent auf 6,90 Mrd Euro (Vorjahr: 7,59 Mrd Euro) zurück. Auf Netto-Basis ist der Trend im intermedialen Vergleich identisch: So dürften laut der aktuellen Prognose des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) das Gesamt-Volumen des Werbemarktes zwar auf Jahressicht mit 1,4 Prozent leicht zugenommen haben. Ausschlaggebend für das Wachstum ist allerdings der überproportionale Anstieg der Investitionen in digitale Werbung. Dies zeigt ebenso die im Dezember veröffentlichten Prognosen der Media-Agenturen ZenithOptimedia und Magna Global für 2023: Während die gesamten Werbeausgaben in Deutschland aufgrund des dynamischen Wachstums der Investitionen in Online-Werbung um 8,0 bzw. 6,8 Prozent gestiegen sind, dürften die Werbeinvestitionen in TV mit minus 1,0 bzw. minus 9,5 Prozent abgenommen haben. Das Marktvolumen für Werbebudgets in InStream-Videoanzeigen stieg in Deutschland um 18,3 Prozent auf 1.242,4 Mio Euro brutto (Vorjahr: 1.050,2 Mio Euro). In den Daten von Nilesen sind globale Plattformanbieter wie Alphabet Inc. ("Alphabet")/Google und Meta Platforms, Inc. ("Meta")/Facebook nicht enthalten. Geschäftsverlauf Die Virtual Minds GmbH konnte die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr auf 34,0 Mio. EUR steigern (Vorjahr: 31,3 Mio. EUR). Allerdings konnte der Planumsatz für das Geschäftsjahr 2023 nicht ganz erreicht werden. Dieser lag für 2023 für die Virtual Minds GmbH bei 37,6 Mio. EUR. Das Delta von minus 3,6 Mio. EUR ist hauptsächlich der verspäteten Produkt-Neueinführung und dem gleichzeitig schlechteren Einstart des TV- AdServers zuzuschreiben. Hier konnten für das Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Höhe von 1 Mio. EUR erzielt werden, was zu einer Abweichung zur Prognose dieses Produktes von minus 1,9 Mio. EUR führt. Die weiteren wesentlichen Abweichungen zur Umsatzprognose sind der DSP aufgrund einer schlechteren Performance als erwartet von minus 3,0 Mio EUR sowie dem Video-Adserver in Höhe von minus 0,6 Mio. EUR zuzuschreiben. Auch bei den Datengeschäften des Data Sales Business sowie der Data Management Platform wurde ein leichtes Minus von kombinierten 0,8 Mio EUR verzeichnet. Demgegenüber steht eine positive Entwicklung im SSP-Bereich in Höhe von plus 2,5 Mio. EUR. Das geplante adjusted EBITDA nach IFRS in Höhe von 9,7 Mio. EUR wurde erreicht. Der Jahresfehlbetrag nach HGB ist wie prognostiziert wesentlich geringer ausgefallen als der Jahresfehlbetrag von 2022. Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage Ertragslage Die Umsatzerlöse sind von 31,3 Mio. EUR auf 34,0 Mio. EUR gestiegen. Diese setzen sich aus den Umsätzen aus der automatisierten Vermittlung von Werbeflächen (DSP in Höhe von 8,5 Mio. EUR und SSP in Höhe von 9,7 Mio. EUR), aus Video-Adserver Dienstleistungen in Höhe von 6,2 Mio. EUR, aus TV-AdServer Umsätzen in Höhe von 1,0 Mio. EUR sowie Umsätzen aus der Data Management Platform (DMP), dem Data Marketplace & den Cross- Device Solutions in Höhe von 8,4 Mio. EUR zusammen. Der Anstieg ist auf eine Kombination von mehreren Business Lines zurückzuführen. Hauptsächlich entfallen die Umsatzsteigerungen auf den SSP-Umsatz, welcher um 10,4 Prozent gestiegen ist, den Data Sales Umsatz mit einem Anstieg um 13,5 Prozent sowie dem TV-Adserver (One2Many) um plus 74,7 Prozent. Im Berichtsjahr sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,5 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Von den in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträgen in Höhe von insgesamt 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) entfallen auf die Auflösung von Rückstellungen 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) und auf sonstige periodenfremde Erträge 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Im Vorjahr waren zudem Erträge aus Verschmelzungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR enthalten. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich auf 16,5 Mio. EUR (Vorjahr: 14,1 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist auf zusätzliche Aufwendungen für bezogene Leistungen zurückzuführen, darunter Serverkosten und die Weiterentwicklung der Unternehmenssoftware. Der Rohertrag (= Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Leistungen) hat sich dadurch im Geschäftsjahr 2023 von 17,2 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR auf 17,5 Mio. EUR erhöht. Im Durchschnitt waren 185 Angestellte (Vorjahr: 168) während des Geschäftsjahres bei der Gesellschaft beschäftigt. Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 17,5 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf Personalaufbau, erhöhte Sonderzahlungen an Mitarbeiter sowie Abfindungen zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 18,6 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf Verluste aus den Verschmelzungen von 2022 in Höhe von 13,4 Mio. EUR zurückzuführen. Der Jahresfehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres beläuft sich auf 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 13,7 Mio. EUR). Der Rückgang des Jahresfehlbetrags ist einerseits auf die Verschmelzungsverluste zurückzuführen, die im Vorjahr angefallen sind, und andererseits auf die Erhöhung der Personalkosten sowie die Erhöhung der Auflösung von Rückstellungen. Finanzlage Die Virtual Minds GmbH ist in das zentrale Cash-Pooling-System der ProSiebenSat.1 Group eingebunden. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr minus 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR) und ist im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch die Verschmelzung der ADITION technologies GmbH, yieldlab GmbH und The ADEX GmbH im Jahr 2022 gesunken. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit ist neben dem saisonalen Geschäftsmodell der Vermarktung (insbesondere zum Kalenderjahresende) auch durch die Zahlungsmodalitäten der Forderungen und korrespondierenden Verbindlichkeiten geprägt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: minus 8,9 Mio. EUR), insbesondere aufgrund der Anlage der liquiden Mittel im Konzern-Cashpool. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahr auf null. Der Finanzmittelbestand unseres Unternehmens lag, insbesondere aufgrund der Anlage der liquiden Mittel im Konzern-Cashpool, auf Vorjahresniveau. Die Finanzlage zeigt die nach wie vor solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung. Die Virtual Minds GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme der Virtual Minds GmbH belief sich zum Abschlussstichtag auf 95,0 Mio. EUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (91,4 Mio. EUR) um 3,6 Mio. EUR erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent. Das Anlagevermögen lag mit 0,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 87,1 Mio. EUR auf 92,0 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Cash-Pool Forderung in Höhe von 35,2 Mio. EUR (Vorjahr 40,6 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 96,9 Prozent (im Vorjahr 95,4 Prozent). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen korreliert mit dem Anstieg der Umsatzerlöse. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 3,7 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR gesunken. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Forderungen aus Steuern zurückzuführen. Das Eigenkapital ist von 42,8 Mio. EUR auf 38,7 Mio. EUR gesunken. Die Eigenkapitalquote zum Abschlussstichtag beträgt 40,8 Prozent (Vorjahr: 46,8 Prozent). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 12,4 Mio. EUR entsprechen etwa dem Niveau des Vorjahres (11,3 Mio. EUR) und setzen sich vor allem aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zusammen. Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die Verbindlichkeiten auf 43,9 Mio. EUR (Vorjahr: 37,3 Mio. EUR). Der Anstieg ergibt sich hauptsächlich aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 7,1 Mio. EUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten verblieben mit 0,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig weiterhin erfolgreich arbeiten zu können. Für die Zukunft sind keine wesentlichen Finanzierungsvorhaben geplant. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Ergebnis und mit dem Geschäftsverlauf im Berichtsjahr zufrieden. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die Zielsetzung des Risikomanagements der Virtual Minds GmbH ist die Erkennung von Chancen und Risiken, die verbesserte Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie die Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Auf diesem Wege wird die Basis für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Sinne einer Balance zwischen Sicherheitsinteressen und Wertschöpfungszielen geschaffen. Eine wesentliche Funktion im Rahmen des Risikomanagements bildet eine hochprofessionelle Systemadministration und ein professioneller Support. Diese Abteilungen überwachen den fortlaufenden Betrieb der technischen Systeme sowie die Performance und antworten zeitnah auf Kundenanfragen. Betriebsrisiken sowie Abweichungen vom erwarteten Serviceverhalten werden somit frühzeitig erkannt. So können zeitnah angemessene Gegenmaßnahmen aus den Bereichen Infrastruktur, Personal, Organisation, Hard- und Software, Kommunikation oder Notfallvorsorge ergriffen werden. Risiken Die deutsche Wirtschaft sieht sich im Jahr 2024 mit mehreren Risiken konfrontiert, die das auch auf den Geschäftsverlauf der Virtual Minds GmbH Einfluss haben können:
Die Wettbewerbsintensität könnte sich durch die Marktexpansion von großen internationalen Wettbewerbern weiter erhöhen (beispielsweise Google, Facebook und Amazon). In der Folge könnten das Wachstum und die erzielbaren Umsätze negativ beeinflusst werden. Eine sich dazu abschwächende Weltwirtschaft und sinkendes Wachstum in Deutschland erhöhen weiter den Druck auf die Marge. Das Eintrittsrisiko von solchen Marktrisiken schätzen wir als moderat ein und die Auswirkungen auf die Ertragslage als potenziell wesentlich. Das Risiko wird dementsprechend hoch eingeschätzt. Zur Gegensteuerung wirtschaftlicher Risiken nimmt die Gesellschaft fortwährend Werbungstreibende, Agenturen und Publisher als neue Vertragspartner auf und legt starken Fokus auf die Betreuung und Beratung bestehender Vertragspartner. Der rasante technologische Wandel der Werbemärkte im Internet, sich neu etablierende Standards, regelmäßige Einführungen von neuen Produkten und Dienstleistungen sowie sich schnell ändernde Anforderungen seitens der Kunden kennzeichnen den Werbemarkt im Internet. Dieser ist zusätzlich geprägt durch einen starken Wettbewerb, da der deutsche Werbemarkt der fünftgrößte der Welt ist und als eine der ersten Anlaufstationen für Expansionen aus dem anglo-amerikanischen Raum gilt. Da das Eintrittsrisiko von Technologierisiken und die Auswirkungen auf die Ertragslage als moderat eingeschätzt werden, wird dementsprechend auch das Risiko als moderat eingestuft. Durch eine konstante Entwicklung der Technologie-Infrastruktur (sowohl durch eigene als auch durch Dritte) wird dem Technologierisiko begegnet. Die datenschutzrechtlichen Bedingungen im Geschäftsfeld der Virtual Minds GmbH verschärfen sich potenziell. Dies birgt rechtliche Risiken in Form von Nichteinhaltung neuer gesetzlicher Bestimmungen. Diesen rechtlichen Risiken resultierend aus dem Datenschutz begegnet die Virtual Minds GmbH zum einen durch den Einsatz eines Datenschutzbeauftragten. Er fungiert als ein unabhängiges Kontrollorgan, indem er regelmäßig die Arbeitsabläufe, um den Datenschutz im Unternehmen zu gewährleisten, prüft. Zum andern begegnet die Virtual Minds GmbH künftigen Risiken in diesem Bereich durch das permanente Beobachten der Entwicklungen im Datenschutzrecht auf europäischer und nationaler Ebene. Hierbei wird die Virtual Minds GmbH von professionellen externen Partnern wie spezialisierten Anwaltskanzleien und branchenspezifischen Unternehmensberatungen unterstützt. Daher schätzen wir das Eintrittsrisiko von Rechtsrisiken aus dem Datenschutz als moderat, die Auswirkungen auf die Ertragslage als potenziell wesentlich ein. Das Risiko wird dementsprechend als moderat bewertet. Der Unternehmenserfolg der Virtual Minds GmbH hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation seiner Mitarbeiter ab. Sollte es nicht gelingen, qualifizierte Fach- und talentierte Nachwuchskräfte in ausreichendem Umfang zu adäquaten Kosten zu akquirieren und an sich zu binden, könnte die Neuentwicklung von Produkten und der wirtschaftliche Erfolg beeinträchtigt werden. Dies stellt gerade bei der heutigen oben beschriebenen Arbeitsmarktsituation eine Herausforderung dar. Die Virtual Minds GmbH bietet deshalb eine angenehme Arbeitsatmosphäre mit einem hohen Maß an unternehmerischen Freiheiten sowie eine angemessene Vergütung. Das Eintrittsrisiko von Personalrisiken schätzen wir darum als moderat ein und die Auswirkungen auf die Ertragslage als moderat. Das Risiko wird dementsprechend als moderat eingeschätzt. Insgesamt sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken. Chancen Der Markt für digitales Marketing (Inhalte, Technologie, Vermarktung) unterliegt aufgrund seines Potentials, welches u.a. aus den disruptiven Prozessen im klassischen Marketing resultiert, stetigen Marktveränderungen und eröffnet somit Wachstumspotential. Der Trend einer Verschiebung des Werbebudgets von den klassischen TV-Medien hin zu digitaler Werbung ist weiterhin ungebrochen. Die integrierte Adserverlösung der Virtual Minds GmbH mit der Anbindung an die Media- Einkaufsseite (DSP), die Media-Verkaufsseite (SSP) und die Bereitstellung von Werbeinventar in Verlagsprodukten, Nachrichtenportalen, Online-Shops etc. bietet einen Wettbewerbsvorteil, welcher zusätzliche Chancen bietet. Zusätzlich wird die Digitalisierung der linearen TV-Landschaft zusammen mit der Anteilseignerin ProSiebenSat.1 vorangetrieben, in dem die klassischen TV-Werbeformate über die Buy-Side Platform ADITION digital buchbar gemacht werden. Außerdem soll im Laufe des Jahres durch eine Kooperation mit der RTL-Gruppe diese Technologie auch für deren Werbeinventare eingesetzt werden und es wird an der Gewinnung europäischer Kunden gearbeitet. Prognosebericht Künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft hat 2023 weiter an Schwung verloren und auch für 2024 rechnen sowohl IWF als auch OECD mit keiner nachhaltigen Belebung. So dürfte die hohe Inflation weiter sinken. Gleichzeitig wird die Geldpolitik aber vorerst restriktiv bleiben, was weiterhin mit höheren Finanzierungskosten verbunden ist. Erst im weiteren Jahresverlauf könnten sinkende Leitzinsen in den USA und der Eurozone für eine Entlastung der Wirtschaft sorgen. Wann und in welcher Geschwindigkeit sie kommen, ist allerdings unklar und hängt stark von der weiteren Konjunktur- bzw. Inflationsentwicklung ab. Vor diesem Hintergrund dürfte die US-amerikanische Wirtschaft nach überraschend guter Vorjahresentwicklung etwas an Tempo verlieren. Der IWF rechnet hier mit real plus 2,1 Prozent, nach plus 2,5 Prozent im Jahr 2023. Auch die chinesische Konjunktur dürfte sich 2024 spürbar abkühlen. Grundlegende strukturelle Probleme, unter anderem im Immobiliensektor, sind hierfür die Ursache. Dies gilt analog für die gesamte Weltwirtschaft. Der IWF erwartet für 2024 daher insgesamt ein weiterhin gedämpftes Wachstum von 3,1 Prozent (Vorjahr: 3,1 %). Demgegenüber haben sich die Aussichten für die Eurozone etwas verbessert. Angesichts robuster Arbeitsmärkte, sinkender Inflationsraten und deutlich steigender Kaufkraft, sollte die Erholung des privaten Konsums im Jahresverlauf 2024 an Dynamik gewinnen. Der IWF erwartet daher für die Eurozone ein reales Wachstum von 0,9 Prozent, nach 0,5 Prozent im Vorjahr. Auch die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft sollte 2024 wieder zulegen können. Die Wachstumserwartungen divergieren jedoch erneut deutlich: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte laut Prognosen zum Jahresende 2023 real zwischen 0,5 Prozent (IWH, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle) und 0,9 Prozent (IfW) wachsen. Besonders vorsichtig ist die Bundesbank, sie erwartet ein Plus von real 0,3 Prozent. Positive Impulse werden angesichts des verhaltenen globalen Umfeldes vor allem vom privaten Konsum erwartet. Die Prognosen für den privaten Konsum liegen zwischen real plus 0,9 Prozent (RWI, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung; Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V., DIW) und 1,7 Prozent (IfW). Voraussetzung für die Konsumbelebung ist, dass die Inflation im Jahresverlauf 2024 weiter absinkt und die Reallöhne kräftig wachsen. Die Schätzungen für die Inflation reichen von jahresdurchschnittlich 2,1 Prozent (RWI) bis 3,0 Prozent (IWH), nach 5,9 Prozent im Jahr 2023. Hier liegen gleichzeitig große Unsicherheiten: Sollten sich die Einkommen bzw. die Inflation anders entwickeln als derzeit erwartet, könnte sich die Konsumbelebung weiter verzögern. Hinzukommen die Spannungen aus dem geopolitischen Umfeld und insbesondere dem Russland-/Ukraine-Krieg sowie dem Nahostkonflikt. ERWARTETE ENTWICKLUNG WICHTIGER KONJUNKTURINDIKATOREN in Prozent, 2024p
1 Bundesbank; IFW.
Künftige branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Entertainment-Markt dürfte laut der Studie "German Entertainment & Media Outlook 2023-2027" der PricewaterhouseCoopers GmbH ("PricewaterhouseCoopers") 2024 ein Volumen von insgesamt 43,1 Mrd Euro erreichen (+1,5 % im Vergleich zum Vorjahr), davon sind 12,5 Mrd Euro (2023: 11,8 Mrd Euro) Ausgaben für digitale Entertainment-Angebote. Im Prognosezeitraum bis 2027 dürfte der digitale Entertainment-Markt jährlich um 5,0 Prozent wachsen, wobei unter anderem für den Streaming-Sektor ein dynamisches Wachstum erwartet wird. Auf die weitere Entwicklung der Ausgaben für Entertainment-Angebote werden - neben strukturellen Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung - makroökonomische Indikatoren einen starken Einfluss haben. Dies gilt auch für die gesamte Werbebranche, so dass die Prognosen für die einzelnen Mediengattungen unterschiedlich sind: Für die gesamten Werbeausgaben im Jahr 2024 prognostizieren die Mediaagenturen Magna Global und ZenithOptimedia ein Plus von 4,3 Prozent bzw. 3,5 Prozent netto. Dieses Wachstum wird - wie im Jahr 2023 - von der Entwicklung im Online-Markt getragen. So dürfte dieser zwischen 7,6 Prozent (ZenithOptimedia) und 7,8 Prozent (Magna Global) wachsen. Gleichzeitig wird für das lineare TV erneut ein Minus erwartet. Hier liegen die Prognosen der Netto-Werbeausgaben derzeit bei minus 0,5 Prozent (ZenithOptimedia) bis minus 3,1 Prozent (Magna Global). Diese hohe Divergenz ist darauf zurückzuführen, dass die makroökonomischen Entwicklungen nach wie vor mit Unsicherheit behaftet sind und daher auch die Visibilität des besonders konjunktursensitiven TV-Werbemarktes begrenzt bleibt. Unternehmensausblick 1 Die Virtual Minds GmbH verfügt mit ihrer Anteilseignerin ProSiebenSat.1 Media SE und den sich daraus ergebenden Vorteilen der Vermarktung über vielversprechende Voraussetzungen, um sich im Technologiewandel zu behaupten und den Marktrisiken zu stellen. Es wird erwartet, dass der Mutterkonzern auch im Geschäftsjahr 2024 die Weiterentwicklung der Software der Virtual Minds GmbH in Bezug auf TV-Capabilities unterstützen wird. Außerdem ergeben sich aus der geplanten Kooporation mit der RTL-Gruppe und einem europäischen Vertriebsansatz weitere Wachstumschancen. Für das Jahr 2024 wird im operativen Geschäft insgesamt mit stark steigenden Umsätzen (zwischen 20 Prozent und 28 Prozent) insbesondere aus dem wachsenden Real-Time Advertising Markt insgesamt und aus neuen Produkten gerechnet. Auf der Kostenseite wird zur Weiterentwicklung der Software mit signifikant steigenden Personalaufwendungen gerechnet. Beim prognostizierten EBITDA erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 unter Beachtung aller Effekte einen starken Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich. Eine wesentliche Abweichung zu handelsrechtlichen Finanzinformationen wird nicht erwartet. Die Prognose erfolgt auf Basis der zuvor geschilderten Sachverhalte.
1 Prognosen hinsichtlich der finanziellen
Entwicklung basieren auf IFRS-Kennzahlen.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Virtual Minds GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Virtual Minds GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Virtual Minds GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahres-abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg i. Br., 7. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Nietzer, Wirtschaftsprüfer Krug, Wirtschaftsprüferin Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 der Virtual Minds GmbH : Die Gesellschafter der Virtual Minds GmbH haben mit Gesellschafterbeschluss vom 27.11.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 95.006.100,26 Euro festgestellt. |
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