Großhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gunvor Deutschland GmbH
Despag-Straße 6, 85055 Ingolstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolf Henning Frick seit 22.1.2026 | Prokura |
Roland Christophel seit 3.6.2025 | Geschäftsführer |
Markus Joachim Abel seit 4.10.2012 | Geschäftsführer |
Christian Kröpfl seit 4.10.2012 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
C-Blue B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gunvor Deutschland GmbHIngolstadtJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis I. Allgemeines II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Lage der Branche. 2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen für die Gesellschaft 3. Finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft 4. Ertragslage. 5. Vermögens- und Finanzlage. III. Risiken und Chancen. IV. Personal V. Prognoseberichterstattung. I. Allgemeines Die Gunvor Deutschland GmbH, Ingolstadt (im Folgenden kurz "GDG" genannt) ist mit einem Stammkapital in Höhe von TEUR 25 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in das Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nr. HRB 6370 eingetragen. Die Gesellschaft ist mit den Marketing- und Vertriebsaktivitäten der Gunvor-Gruppe in Deutschland betraut. Die GDG hat Niederlassungen in Kösching, Bergkirchen, Nürnberg und ein Verkaufsbüro in Regensburg. Das Kapital der GDG wird zu 100% von der C-Blue B.V., Amsterdam, Niederlande gehalten, die zur Gunvor Group Ltd. gehört. Die Gunvor Gruppe ist einer der weltweit größten und umsatzstärksten Rohstoffhändler, der integrierte Handelsprodukte und Logistikdienstleistungen für die globalen Öl- und Energiemärkte anbietet. Die Gunvor Gruppe besitzt Raffinerien und investiert in Pipelines, Tanklager und Umschlagsterminals. Entscheidender Strategieansatz ist dabei eine breite Diversifizierung der Gruppe im Energiesektor. Neben dem Handel mit Rohöl- und Mineralölprodukten erstreckt sich die Tätigkeit der Gunvor Gruppe auf weltweite Frachtaktivitäten, Emissionshandel, erneuerbare Energien, Erdgas, verflüssigtes Erdgas und andere Rohstoffe. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Lage der Branche Das Jahr 2023 war hinsichtlich der Rohölverarbeitung nach einem herausragend sehr guten Jahr 2022 von einer Normalisierung der Versorgungssituation und der Verarbeitungsmargen in den Raffinerien geprägt. Die Verarbeitungsmargen halbierten sich nahezu im Laufe des Jahres. In Summe gesehen war 2023 jedoch ein weiteres gutes Jahr und nach 2022 das zweitbeste in der jüngeren Geschichte. Die für 2023 erhoffte wirtschaftliche Erholung blieb leider aus und Deutschland rutschte in die Rezession. Nach Erhebungen des BAFA sank der Absatz von Mineralölprodukten in der Bundesrepublik Deutschland im aktuellen Zeitraum 2023 gegenüber der Vorjahresperiode um 5,1% von 100,2 auf 95,1 Millionen Tonnen. Dies ist somit das dritte Jahr seit 2020 mit einem rückläufigen Absatz von Mineralölprodukten in Deutschland (2022: +2,3%, 2021: -1,4%, 2020: -9%). Insbesondere war in 2023 die Nachfrage nach petrochemischen Rohstoffen weiterhin stark rückläufig (Rohbenzin Jan.-Sept.: -18,8%). Auch die erhoffte Erholung der Nachfrage nach Dieselkraftstoff blieb mangels Belebung der industriellen Aktivität weiterhin aus und ging gegenüber dem Vorjahr um weitere 3,6 % zurück. Auch die Nachfrage nach Brennstoffen wie Heizöl schwefelarm (-16,7%) und Heizöl schwer (-38,6%) war stark rückläufig. Entgegen diesem allgemeinen Trend legte der Absatz von Ottokraftstoffen im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % zu und auch der Absatz von Flugturbinenkraftstoff legte in 2023 um deutliche 4,3% zu. Letzterer liegt somit jedoch immer noch deutlich unter der Nachfrage vor Corona (2018: 10,2 Mio Tonnen). Der weiter rückläufigen Nachfrage 1 standen hohe Unsicherheiten auf der Versorgungsseite gegenüber. Durch die Sanktionen von Gas, Rohöl und Mineralölprodukten russischen Ursprungs mussten alternative Versorgungsmöglichkeiten für den Import erschlossen werden. Die teils erheblich längeren Versorgungswege bedingten einen Mangel an Transportkapazitäten und ließen die Versorgungskosten und Unsicherheiten teils erheblich ansteigen. Hinzu kamen auch in 2023 die bekannten Probleme durch Niedrigwasser insbesondere am Rhein und unzuverlässige Bahntransporte. 2 Die Produktionskapazitäten der Raffinerien in Deutschland waren im Laufe des Jahres durch geplante und ungeplante Stillstände teils erheblich eingeschränkt. Die Rohöleinfuhr ging dementsprechend im Zeitraum Januar bis September um 8 Mio Tonnen (12,3%) zurück, wobei gleichzeitig die Importe von Mineralölprodukten nur um rund 1% zunahmen und die Exporte um 8,1% zurückgingen. 1 BAFA MineralölINFO Dezember 2023 2 Versorgungslage ab Raffinerie im ersten Halbjahr 2023 - Erich Doetsch Mineralölhandels KG (ed-info.de) 2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen für die Gesellschaft Die Gunvor Deutschland GmbH ist mit der Vermarktung der Produkte der Gunvor Gruppe in Deutschland betraut, wobei die Lieferung der Produkte teilweise auch ins benachbarte Ausland erfolgt. Dabei fungiert die Gesellschaft als verlängerter Arm der Gunvor S.A, Genf, Schweiz (im Folgenden "GSA") wonach die entscheidende strategische Ausrichtung nicht die Gesellschaft selbst vornimmt, sondern durch die GSA erfolgt. Die GSA übernimmt zudem die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Handelsgeschäft. Gemäß dem Distribution Agreement wird der Gesellschaft ein Gewinn auf Basis der gehandelten Mengen garantiert. Der Gesellschaft entstandene Kosten werden an die GSA weiterbelastet. Bei Gesamtbetrachtung entspricht der wirtschaftliche Gehalt der Geschäftstätigkeit der GDG als Vermittler zwischen dem Kunden und der GSA. Die wirtschaftliche Tätigkeit der GDG besteht im Wesentlichen im Handel von Mineralölprodukten und im Verkauf der Produkte an Endverbraucher. Die Produkte werden überwiegend von der Schwestergesellschaft Gunvor Raffinerie Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, im Auftrag der GSA produziert und von der GSA bezogen. Hinzu kommen Importe und in geringem Umfang Zukäufe von Dritten. Die Produktpalette umfasst Otto- und Dieselkraftstoff, Flugturbinenkraftstoff, leichtes und schweres Heizöl, Flüssiggase, sowie Grundstoffe für die chemische Industrie. Das Kundenportfolio besteht aus internationalen Mineralölgesellschaften, regionalen und überregionalen Mineralölhändlern, Betreibern von Tankstellen und Tankstellenketten, Industrie- und Gewerbekunden sowie privaten Endverbrauchern (überwiegend Heizöl). Für den Vertrieb verfügt die GSA über eigene Produktbestände an verschiedenen Standorten in Deutschland in eigenem sowie von Dritten angemietetem Tankraum, der für die Lagerung und den Umschlag der Produkte genutzt wird. Die Gesellschaft bezieht von der GSA an diesen Standorten die Produkte und ist so in der Lage über mehrere Standorte hinweg die Kunden flexibel zu beliefern. Die von der Gesellschaft zu vermarktenden Mengen werden weitgehend durch die Produktionsmengen der Gunvor Raffinerie Ingolstadt und der Entwicklung des für die Gesellschaft relevanten Mineralölmarktes bestimmt. Hinsichtlich interner Geschäftsprozesse und der Minderung von Unternehmensrisiken konnten im Berichtszeitraum weitere Verbesserungen erzielt werden. Der Gesamtabsatz im Endverbrauchergeschäft liegt im Zeitraum 2023 um 14% unter dem Vorjahr. Die Entspannung der Gasmangellage hat zu einer geringeren Nachfrage nach Heizöl bei gewerblichen Endverbraucherkunden geführt. Durch die hohe Bevorratung der Privatkunden im Hausbrandgeschäft zu Jahresanfang und der gestiegenen Preise für Konsumgüter insgesamt, verschiebt ein Teil der privaten Hausbrandkunden die zusätzliche Versorgung auf das kommende Jahr. Viele Kunden erwarten, dass die Preisminderung der letzten Monate auch weiterhin anhält, obwohl der CO 2-Preisanstieg ab dem 1. Januar 2024 auch die Abgabenlast bei Heizöl erhöht. Eine absatzstarke Pooltankstelle konnte nicht weiter betrieben werden. Der hohe Anteil am Verkauf von Premiumprodukten konnte gehalten werden. Im Bereich der Informationssicherheit konnte die ISO 27001 Zertifizierung erfolgreich fortgeführt werden. Darüber hinaus bereitet sich die Gesellschaft auf deutlich höhere gesetzliche Anforderungen (NIS-2) vor, die ab Oktober 2024 gelten. Das eigene Eisenbahngeschäft ermöglichte der Gesellschaft auch im Betrachtungsjahr, die in der Raffinerie produzierten Mengen sicher und effizient abzutransportieren. Aufgrund der knapper werdenden Ressourcen bei den externen Eisenbahnverkehrsunternehmen und der vollen Auslastung unserer eigenen Eisenbahnkapazitäten, wurde eine 4. Diesellokomotive fest angemietet und die Personalkapazitäten entsprechend angepasst. Eine weitere E-Lokomotive kann nach Bedarf kurzfristig angemietet werden. Es ereigneten sich jeweils ein Bahnunfall an einer beschrankten und unbeschrankten Eisenbahnkreuzung, welche durch die Nichtbeachtung der Straßenverkehrsregeln privater Verkehrsteilnehmer verursacht wurden. In den Unfalluntersuchungsberichten konnte weder ein Fehlverhalten unseres Betriebspersonals noch ein technisches Versagen festgestellt werden. Wir haben von der DB-Netz die Zusage erhalten, dass die unbeschrankte Eisenbahnkreuzung bis 2026 umgebaut und die Gefährdung vermindert wird. Im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) wurden der deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) die erforderlichen Datenflussdiagramme, eine Beschreibung der Datenverwaltung und Überwachungspläne für die kommenden Jahre fristgerecht zur Verfügung gestellt. Ein durchgeführter Releasewechsel im Atlas-Zollsystem für Auslieferungen in Drittländer führte bei den Ausfuhranmeldungen zu zahlreichen Änderungen. So müssen zum Beispiel die Lieferbedingungen sowie zusätzliche Angaben zum Beförderungsmittel verpflichtend angegeben werden. Für das Bundeskartellamt wurde ein umfangreicher Fragenkatalog im Rahmen der Sektoruntersuchung Raffinerien und Kraftstoffhandel fristgerecht beantwortet. Seit der Energiekrise bereitet sich die Gesellschaft zusammen mit der Gunvor Raffinerie Ingolstadt auf das Szenario eines länger anhaltenden und großräumigen Stromausfalls vor. Der Erdölbevorratungsverband (EBV) informierte uns in diesem Zusammenhang über erste Abholberechtigte und es wurden mit dem EBV die Verantwortlichkeiten in Sachen Energiesteuerzahlung, THG-Quotenverpflichtung und CO 2 -Abgabe geklärt. Die Gesellschaft führte nach 2018 erneut ein Energieaudit gemäß DIN EN 16247-1 durch. Im Vergleich zum Basisjahr 2018 konnten bis 2022 ca. 30% der Büroraumenergie eingespart werden, was durch den Umzug in ein Niedrigenergiegebäude und der Modernisierung von genutzten Bürogebäuden ermöglicht wurde. Auch der Dieselverbrauch konnte durch die Verringerung von Leerfahrten auf der Schiene und dem Einsatz modernerer Lokomotiven um ca. 40% vermindert werden. Das abgelaufene Geschäftsjahr kann als sehr zufriedenstellend bewertet werden. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft Im Folgenden werden die finanziellen Leistungsindikatoren, die dem Management zur Erfolgssteuerung dienen, dargestellt. Als finanzieller Leistungsindikator fungiert der regelmäßige Vergleich von budgetierten Kosten zu den tatsächlichen Kosten, der die Überwachung der mit der GSA vereinbarten Distribution Fee (Anpassung der Bezugspreise für die von der GSA bezogenen Produkte) gewährleistet. Die Gesellschaft ermittelt auf monatlicher Basis eine Vergleichsrechnung, um die Abweichungen zwischen Planung und tatsächlichen Kosten zu ermitteln und die Veränderung der Distribution Fee zu beurteilen. Die Ergebnisse werden entsprechend mit der GSA ausgetauscht. Für das abgelaufene Geschäftsjahr bewegte sich die erwartete Distribution Fee auf Basis der allgemeinen Verwaltungskosten sowie der Finanzierungskosten (exkl. Fremdwährungseffekte) bei TEUR 15.281 (Vorjahr TEUR 13.365). Stark gestiegene Kosten für Fremdfinanzierung, erhöhten die tatsächliche Distribution Fee (exkl. Fremdwährungs- und sonstiger Effekte) auf TEUR 21.466 (Vorjahr TEUR 16.166). Eine Analyse der Days Sales Outstanding ("DSO") sowie der überfälligen Forderungsaußenstände, dienen der GDG dazu, das Risiko im Forderungsbestand zu messen. Diese liegen bei ca. 21 Tagen im Durchschnitt. Grundsätzlich befinden sich die überfälligen Forderungsaußenstände auf einem durchschnittlich niedrigen Niveau, das sich bei ca. 0,5% bis 1% des gesamten Außenstandes bewegt, der der prognostizierten Erwartung entspricht. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres wies die Gesellschaft ein gutes Verhältnis von 0,3% (Vorjahr 1,0%) aus. Da die Gesellschaft anhand des Distribution-Agreements einen garantierten Gewinn auf Basis der gehandelten Menge in ihren Büchern ausweist, eignen sich gewöhnliche Rohmargenbetrachtungen nur bedingt, um die Performance der Gesellschaft zu messen. Die gesamte Ergebnisrechnung der Gesellschaft ist mit der Ergebnisrechnung der GSA verknüpft. Die GDG kauft von der GSA zu sogenannten Umsatz-Netback-Preisen, die sich anhand der Umsatzerlöse abzüglich bestimmter Einstandskostenbestandteile (exkl. allgemeiner Verwaltungskosten und Finanzierungskosten), die die GDG in ihren eigenen Büchern gegenüber Dritten verbucht, errechnen. Die Gesellschaft berechnet der GSA im Gegenzug eine sogenannte Distribution Fee (Anpassung der Bezugspreise für die von der GSA bezogenen Produkte), die sich anhand der tatsächlich angefallenen Kosten zuzüglich des garantierten Gewinns errechnet. 4. Ertragslage Für das Geschäftsjahr weist die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 22.290 (Vorjahr TEUR 18.835) aus. Diese resultieren aus den an die GSA weiterbelasteten Kosten und der auf Basis der verkauften Mengen garantierten EBT-Marge. Die Erhöhung der Umsatzerlöse resultiert aus höheren, weiterbelasteten Kosten im Vergleich zum Vorjahr. Die Personalkosten sind beeinflusst durch Sondereffekte, die im betrachteten Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr niedriger waren. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 8.679 (Vorjahr TEUR 2.616) haben sich auf Grund der Leitzinserhöhung im Vergleich zum Vorjahr stark erhöht. Auf Grund des mit der GSA geschlossenen Distribution-Agreements, das der GDG einen Gewinn auf Basis gehandelter Mengen garantiert, erfolgte ein Ergebnisausgleich. Das Distribution-Agreement sichert somit auch Risiken aus Börsentermingeschäften ab, die grundsätzlich von der GSA in Genf, Schweiz, für Rechnung der GDG abgeschlossen werden. Die Gesellschaft belastet die ihr entstandenen Kosten auf Grund des bestehenden Distribution-Agreements an die GSA weiter. Insgesamt erzielte die Gesellschaft nach Weiterbelastung ihrer Distributionskosten einen garantierten Gewinn (Ergebnis vor Steuern) in Höhe von TEUR 3.319 (Vorjahr TEUR 4.692). Vermindert um die Steuern vom Einkommen und Ertrag weist die Gesellschaft zum Jahresende einen Jahresüberschuss von TEUR 1.655 (Vorjahr TEUR 2.996) aus. Die Reduzierung des garantierten Gewinnes ist im Jahresvergleich auf eine veränderte Mengenstruktur sowie einer insgesamt, dem planmäßigen Turnaround geschuldeten, geringeren Absatzmenge im Jahresvergleich zurückzuführen. 5. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme zum Jahresende weist einen Betrag von TEUR 512.032 (Vorjahr TEUR 498.209) aus. Die Gesellschaft verfügt über ein gezeichnetes Kapital von TEUR 25 und eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 12.068. Die Eigenkapitalquote liegt mit 5,0% in etwa auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr 5,2%). Das Umlaufvermögen (inkl. liquide Mittel) zum Geschäftsjahresende beträgt TEUR 510.317 (Vorjahr TEUR 496.508). Das Fremdkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 486.420 (Vorjahr TEUR 472.475) ist in voller Höhe kurzfristig. Um ein effizientes Zinsmanagement im gesamten Konzernverbund zu erreichen, leistet die Gesellschaft zum Teil Anzahlungen auf Bestellungen an die Schwestergesellschaft GSA, um die Liquidität im Konzernverbund optimal zu nutzen. Dies geschieht insbesondere auf Basis der Borrowing-Base-Facility (nachfolgend "BBF" genannt), durch welche die Gesellschaft kostengünstige EUR-Kredite in Anspruch nehmen kann und die im Juni 2023 verlängert wurde. Diese Zahlungen werden unabhängig davon jedoch nur im Rahmen überschüssiger Liquidität vorgenommen, wobei überschüssig derart zu verstehen ist, dass die Gesellschaft eine eigene Liquiditätsplanung durchführt und auf dieser Basis jederzeit sicherstellt, ausreichende Liquidität für Zahlungsverpflichtungen auf den eigenen Bankkonten vorzuhalten. Die Gesellschaft verfügt diesbezüglich über eine sehr detaillierte Cash-Flow-Planung, die einen umfassenden Überblick über die Liquiditätssituation der Gesellschaft verschafft. Dies ist insbesondere wichtig, da die GDG grundsätzlich über einen sehr hohen Grad an Liquiditätssteuerung verfügt und täglich in der Lage ist, auch hier Soll-Ist-Abgleiche mit dem Zweck der jederzeitigen Sicherstellung der eigenen Liquidität zu erstellen. Insbesondere ist die Gesellschaft keinem Cash-Pooling angeschlossen und disponiert die Weiterreichung überschüssiger Liquidität an den Konzernverbund anhand dieses Indikators in eigener Verantwortung. Forderungen aus der Vermittlungstätigkeit (Teil der sonst. Vermögensgegenstände) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 242.791 (Vorjahr TEUR 247.416). Der moderate Anstieg ist auf übliche Mengen- und Preisunterschiede in den Forderungen zurück zu führen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 13.072 (Vorjahr TEUR 26.944). Der starke Rückgang der Verbindlichkeiten ergibt sich aus niedrigeren Verbindlichkeiten ggü. Biokomponentenlieferanten sowie durch vertragliche Veränderungen in den Zukaufsverträgen in den Außenlägern. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten von der GSA übernommene Forderungen aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 242.792 (Vorjahr TEUR 245.606). Diese resultieren überwiegend aus der Vermittlungstätigkeit der GDG und bestehen zum Großteil mit TEUR 238.667 (Vorjahr TEUR 240.301) aus dem Großkundengeschäft. Ein kleinerer Teil mit TEUR 4.125 (Vorjahr TEUR 5.305) ergibt sich aus dem Endverbrauchergeschäft. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist zudem ein Aktivposten in Höhe von TEUR 89.359 (Vorjahr TEUR 40.005) enthalten, der sich aus der bilanziellen Ansatz- und Ausweissystematik der Einzelbestandteile der Bio-Quotenverträge ergibt. Für die Co2-Abgabe gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), wurde ein Aktivposten in Höhe von EUR 110 Mio (Vorjahr EUR 123 Mio) für gekaufte Co2-Zertifikate gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten des Weiteren Forderungen aus noch nicht fälligen Vorsteuerabzügen in Höhe von TEUR 3.889 (Vorjahr TEUR 7.494). Daneben sind in den sonstigen Vermögensgegenständen monetäre Forderungen gegen den EBV (Erdölbevorratungsverband) sowie weiteren Geschäftspartnern in Höhe von TEUR 340 (Vorjahr TEUR 422) enthalten, die sich zum Großteil aus Beitragsrückforderungen exportierter Produkte sowie Gebührenrückerstattungen und Auslagen ergeben. Mietkautionen addieren sich analog zum Vorjahr auf TEUR 129 (Vorjahr TEUR 129). Eine weitere Position ergibt sich aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 778 (Vorjahr TEUR 3.672). Einkommensteuervorauszahlungen ergeben sich in Höhe von TEUR 576 (Vorjahr TEUR 1.097). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Energiesteuern von TEUR 12.568 (Vorjahr TEUR 10.218). Zudem enthält diese Position Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 35.771 (Vorjahr TEUR 63.335), die aus der Umsatzsteuerzahllast November und Dezember 2023 resultieren. Der starke Rückgang ist auf das insgesamt nierigere Niveau der Umsatzsteuerzahllast im Dezember zurück zu führen, die sich im Vergleich zum Vorjahr auf Grund der Verrechnung der wesentlich höheren Umsatzsteuervorauszahlung 2023, ergibt. Zudem enthalten die sonstigen Verbindlichkeiten einen Passivposten in Höhe von TEUR 51.707 (Vorjahr TEUR 56.078), der auf Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Reduzierung von Treibhausgasemissionen zurückzuführen ist. Zusätzlich sind in den sonstigen Verbindlichkeiten EUR 116,9 Mio (Vorjahr EUR 126,2 Mio) enthalten, die sich aus der Übertragungspflicht und noch ausstehenden Zahlungen, die sich im Rahmen des BEHG ergeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Geschäftsjahr betrugen TEUR 250.340 (Vorjahr TEUR 165.000). Die Zunahme ist entsprechend auf die Fluktuation des verfügbaren Nettoumlaufvermögens im Zusammenhang mit der Borrowing-Base Facility zurückzuführen. Geschäfte und Handelsaktivitäten mit physischen Produkten werden durch Futures und Optionen über die GSA an den Terminbörsen abgesichert. Fremdwährungsrisiken werden durch Währungstermingeschäfte der Gesellschaft abgesichert. Des Weiteren werden Produktswaps zu Absicherungszwecken gehandelt. Es wird dabei im Rahmen der internen Risikomanagementsysteme auf Einhaltung der Fristen- und Mengenkongruenz geachtet. Das Risikomanagement wird dabei von der GSA durchgeführt. Ein Ausgleich dadurch entstandener Effekte in den lokalen Büchern der Gesellschaft erfolgt dabei über das geschlossene Distribution-Agreement. III. Risiken und Chancen Risiken Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Das zwischen der Gunvor Deutschland GmbH und der GSA abgeschlossene Distribution Agreement sichert der GDG einen Gewinn auf Basis gehandelter Mengen zu. Im Hinblick auf die Liquidität ist von Bedeutung, dass die Gesellschaft keinem Cash-Pooling im Konzernverbund angeschlossen ist. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über eine Kreditfazilität, über welche die Gesellschaft kostengünstige EUR-Kredite gegen das verfügbare Nettoumlaufvermögen in Anspruch nehmen kann. Durch das eigene Liquiditätsmanagement verfügt die Gesellschaft über eine kontinuierliche Finanzierung des operativen Geschäftes. Überschüssige Liquidität wird ausschließlich über Anzahlungen für aus dem Konzernverbund bezogene Ware abgeführt. Insgesamt fungiert die Gesellschaft als verlängerter Arm der GSA, was eine vollständige Intensität der Abhängigkeit bedeutet. Entsprechend liegt bei Betrachtung der Risiken der Vorteil für die Gesellschaft darin, dass sämtliche Risiken über ein entsprechendes Distribution-Agreement an die GSA abgewälzt werden. Dies bedingt gleichzeitig, dass die Gesellschaft selbst von strategischen Entscheidungen der Gunvor-Gruppe im großen Maße beeinflusst ist und in diesem Zusammenhang Risiken der Gesamtgruppe für die Gesellschaft gleichermaßen zutreffen, zumindest in dem Ausmaß, wie sich diese für den Betrieb der deutschen Business-Unit darstellen. Risiken im Großhandelsgeschäft ergeben sich aus der Konzentration auf wenige Großkunden. Dieses Risiko hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr moderat verändert, wobei sich der Anteil der Großkunden am Gesamtumsatz bei etwa 64% (Vorjahr 56%) bewegt. Die Strategie der flexiblen Reaktion auf Kundenwünsche und Marktgegebenheiten wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr beibehalten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aufgrund der Marktsituation als moderat bis niedrig eingestuft, wobei die Auswirkung auf die Gesellschaft hoch ist. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit weder erkennbar noch wahrscheinlich. Chancen Chancen, bzw. Vorteile, ergeben sich aus dem Konzernverbund, da die Gruppe über Möglichkeiten und Synergie-Effekte im Hinblick auf alternative Vertriebs- und Einkaufswege sowie über Hedging-Instrumente verfügt, die die von der Gesellschaft betriebene Geschäftssystematik erfordern. Im Endeffekt partizipiert die Gesellschaft demnach an den Chancen der gesamten Gruppe. Zur Verkürzung des Liquiditäts-Cycles innerhalb der Supply-Chain verfügt die GDG über Kreditlinien (BBF), die entsprechend dazu genutzt werden, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teile der sonstigen Vermögensgegenstände vorzufinanzieren. Dies hat für die Gesellschaft selbst sowie für die GSA den entscheidenden Vorteil, die Finanzierungskosten insgesamt abzusenken und die dadurch entstehende Liquidität in der Supply-Chain so zu nutzen, dass entsprechende Synergieeffekte in der Gesamtfinanzierung entstehen. IV. Personal Der Personalstand blieb mit 89 Mitarbeitern stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Eine Betriebsvereinbarung (BV) für Triebfahrzeugführer wurde für zusätzliche Tätigkeiten abgeschlossen. In der BV zum Langzeitkonto wurden zusätzliche Anreize zur Teilnahme geschaffen und die BV für das Mitarbeitergespräch wurde überarbeitet. Neben der Fortführung bestehender Mitarbeiterbenefits werden den Mitarbeitern zusätzlich kostenlose Gesundheitschecks angeboten. Aufgrund der zunehmend geringeren Verfügbarkeit von Fachkräften am Arbeitsmarkt, entschloss sich die Gesellschaft die eigene Ausbildung durch Neueinstellungen fortzusetzen. Bei den diesjährigen Berufsausbildungsmessen konnte das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber präsentiert werden. Alle geplanten Maßnahmen zur Sicherheitsarbeit wurden durchgeführt. Einen besonderen Schwerpunkt der Sicherheitsarbeit setzte die Gesellschaft bei der Vermeidung von PKW-Unfällen. So wurde allen Mitarbeitern eine kostenlose Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining ermöglicht. Es gab in 2023 keine meldepflichtigen Unfälle. V. Prognoseberichterstattung Während das Jahr 2022 durch die Gasmangellage und der damit verbundenen Versorgungssicherheit geprägt war, stand im Jahr 2023 das Gebäudeenergiegesetz in der öffentlichen Diskussion. Zu begrüßen ist, dass das Gesetz am Ende technologieoffener wurde. So gibt es weiterhin für vorhandene Öl-Brennwert- und Niedertemperaturkessel keine Austauschpflichten und Modernisierungen sind in den nächsten Jahren auch mit modernen Öl-Brennwertkesseln möglich. Inwieweit der im Gesetz vorgesehene Einsatzanteil von erneuerbaren Energien, frühestens ab 2029, wirklich greift ist so ungewiss wie die Finanzierbarkeit der im Gebäudeenergie- und Wärmeplanungsgesetz vorgesehenen Förderungen von erneuerbaren Energieträgern. Auch lassen sich kommunale Fernwärmenetze leichter planen als finanzieren und realisieren. Gemäß einer Analyse des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft verfügen nur 15% der Wohngebäude über die Möglichkeit eines Fernwärmeanschlusses. Nach den Plänen der Bundesregierung soll 2045 jeder dritte Haushalt mit Fernwärme heizen, wobei im dafür vorgesehenen Klima- und Transformationsfond nur 30% der dafür erforderlichen Finanzmittel abgedeckt sind. Wie stark die zukünftige Marktentwicklung nachhaltiger Energieträger von politischen Rahmenbedingungen abhängt, zeigt der drastische Rückgang installierter Pelletkessel (-57% für den Zeitraum Januar bis September 2023) als Folge einer Förderungsminderung im Vorjahr. Gemäß einer Studie von PricewaterhouseCoopers, PwC und dem renommierten Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung wird der Stromverbrauch durch Elektroautos und E-Lastwagen in Europa bis 2040 um 13% zunehmen, wobei die Studie unterstellt, dass 70% der PKW und 65% der LKW weiterhin mit Benzin oder Diesel betrieben werden. Die Studie veranschaulicht, dass der Zubau an Windkraft und Photovoltaik noch erheblich gesteigert werden muss, will man nicht nur den Mehrbedarf, sondern auch vorhandene fossile Kraftwerke durch erneuerbare Energiequellen ersetzen. Der Anteil von Elektro-PKW ist in Deutschland in den letzten zwei Jahren von 0,6% auf 2,1% gestiegen und der aktuelle Anteil von Neuzulassungen in Höhe von ca. 11,4 % verzeichnet nach dem Wegfall der Förderung für gewerbliche PKW einen negativen Trend, der sich mit der Streichung der Förderung für private PKW vermutlich fortsetzt, solange Elektro-PKW im Durchschnitt über TEUR 50 kosten (Berechnung des Center of Automotive Management CAM). Was die Bezahlbarkeit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Mobilität anbelangt, wird es in den nächsten 15-20 Jahren nur dann eine gleichwertige Alternative zum PKW und Straßenverkehr geben, wenn erhebliche Infrastrukturveränderungen durchgeführt werden, deren Finanzierung nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts und den damit verbundenen Kürzungen im Bundeshaushalt fraglicher denn je ist (siehe ADAC Mobilitätsindex). Unsere Kunden und Geschäftspartner schätzen unsere hohe Lieferzuverlässigkeit und so blicken wir mit einer modernisierten und instandgesetzten Raffinerie zuversichtlich auf die kommenden Jahre. Die zu erwartende Distribution Fee (Anpassung der Bezugspreise für die von der GSA bezogenen Produkte (exkl. Fremdwährungseffekte und sonstiger Effekte) für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Wert von TEUR 21.697 (Vorjahr TEUR 15.281) prognostiziert. Die DSO sowie die überfälligen Forderungsaußenstände werden im durchschnittlichen Niveau der vergangenen Jahre erwartet. Der Anteil der überfälligen Rechnungen dürfte sich wieder bei etwa 0,5% bis 1% des gesamten Forderungsbestandes einpendeln, die DSO bei etwa 21 Tagen. Die Gesellschaft geht insgesamt von einer positiven Zukunftsentwicklung aus.
Ingolstadt, 30. April 2024 Markus Abel, Geschäftsführer Martin Schreiner, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise und Angaben Die Gunvor Deutschland GmbH, Ingolstadt (im Folgenden kurz "GDG" genannt) ist mit einem Stammkapital in Höhe von TEUR 25 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in das Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nr. HRB 6370 eingetragen. Die Gesellschaft ist auf Basis eines Distribution Agreements mit der Gunvor S.A., Genf, Schweiz (GSA) mit den Marketing- und Vertriebsaktivitäten der Gunvor-Gruppe in Deutschland betraut. Die GDG hat Niederlassungen in Kösching, Bergkirchen, Nürnberg und ein Verkaufsbüro in Regensburg. Das Kapital der GDG wird zu 100% von der C-Blue B.V., Amsterdam, Niederlande gehalten, die zur Gunvor Group Ltd. gehört. Die Gunvor Gruppe ist einer der weltweit größten und umsatzstärksten Rohstoffhändler, der integrierte Handelsprodukte und Logistikdienstleistungen für die globalen Öl- und Energiemärkte anbietet. Die Gunvor Gruppe besitzt Raffinerien und investiert in Pipelines, Tanklager und Umschlagsterminals. Entscheidender Strategieansatz ist dabei eine breite Diversifizierung der Gruppe im Energiesektor. Neben dem Handel mit Rohöl- und Mineralölprodukten, erstreckt sich die Tätigkeit der Gunvor Gruppe auf weltweite Frachtaktivitäten, Emissionshandel, erneuerbare Energien, Erdgas, verflüssigtes Erdgas und andere Rohstoffe. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Nach den Kriterien des § 267 HGB handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Angaben zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gemacht. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen zeitanteilig vermindert. Dabei liegt die Nutzungsdauer des immateriellen Vermögens zwischen drei Jahren und fünf Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Dabei erfolgen die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauer des Fuhrparks wird grundsätzlich für neu angeschaffte Fahrzeuge mit fünf Jahren angenommen. Die Nutzungsdauer der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der sonstigen Sachanlagen wird nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und bewegt sich zwischen drei und zwanzig Jahren. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20% p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen und Verzinsungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen Liquide Mittel in Form von Bankguthaben und Barkassenbeständen werden zum jeweiligen Nennwert angesetzt. Ausgaben, die den folgenden Geschäftsjahren als Aufwand zuzurechnen sind, werden abgegrenzt und als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Tageskurs des Zugangsdatums angesetzt und zum Bilanzstichtag gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs dessen umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von kleiner als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen gem. § 272 HGB. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Künftige Preis- und Kostensteigerungen sowie eine Abzinsung wurden nicht berücksichtigt, da sämtliche Rückstellungen innerhalb eines Jahres fällig sind und demnach der Charakter der Kurzfristigkeit zutrifft. Rückstellungen für Langzeitarbeitskonten wurden zum Bilanzstichtag für die von den Mitarbeitern eingebrachten Entgeltbestandteile gebildet. Sie stellen die Verpflichtung der Gesellschaft dar, zu einem zukünftigen Zeitpunkt, den Gegenwert durch Freistellung vom Arbeitsverhältnis zu leisten. Die ausschließlich der Erfüllung der Langzeitarbeitskontenverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände ( Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Langzeitarbeitskontenverpflichtungen verrechnet. Wertsteigerungen werden grundsätzlich den Ansprüchen der Mitarbeiter zugerechnet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Ein Überhang an passiven latenten Steuern wird angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht. Bei der Bewertung der latenten Steuern werden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen, die im Zeitpunkt ihrer Realisierung voraussichtlich gelten. Die Umsätze werden auf Basis der im Distribution Agreement vereinbarten EBT-Marge ermittelt und zu dem Zeitpunkt realisiert, in welchem die GDG ihre vertragliche Leistungspflicht erfüllt hat. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 17.281 (Vorjahr TEUR 2.419) und bestehen im Wesentlichen aus finanziellen Positionen in Höhe von TEUR 16.208 (Vorjahr TEUR 1.781), die sich insbesondere aus der Anpassung der Bezugspreise der bezogenen Produkte (Distribution-Fee des 4. Quartals 2023) gegen die GSA ergibt. Zum Jahresende bestanden gegen die Gesellschafterin analog zum Vorjahr keine Forderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten von der GSA übernommene Forderungen aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 242.792 (Vorjahr TEUR 245.606). Diese resultieren überwiegend aus der Vermittlungstätigkeit der GDG und bestehen zum Großteil mit TEUR 238.667 (Vorjahr TEUR 240.301) aus dem Großkundengeschäft. Ein kleinerer Teil mit TEUR 4.125 (Vorjahr TEUR 5.305) ergibt sich aus dem Endverbrauchergeschäft. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist zudem ein Aktivposten in Höhe von TEUR 89.359 (Vorjahr TEUR 40.005) enthalten, der sich aus der bilanziellen Ansatz- und Ausweissystematik der Einzelbestandteile der Bio-Quotenverträge ergibt. Für die Co2-Abgabe gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), wurde ein Aktivposten in Höhe von EUR 110 Mio (Vorjahr EUR 123 Mio) für gekaufte Co2-Zertifikate gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten des Weiteren Forderungen aus noch nicht fälligen Vorsteuerabzügen in Höhe von TEUR 3.889 (Vorjahr TEUR 7.494). Eine weitere Position ergibt sich aus den Einkommensteuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 576 (Vorjahr TEUR 1.097). Unter den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich, analog zum Vorjahr, langfristige Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 129 (Vorjahr TEUR 129). Eigenkapital Das Stammkapital über TEUR 25 ist vollständig eingezahlt. Zudem verfügt die Gesellschaft über Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 12.068. Aus dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 13.642 wurde mit Beschluss vom 5. Juli 2023 unter Einbehalt der Kapitalertragsteuer inkl. Solidaritätszuschlag eine Ausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von TUSD 2.000 (umgerechnet TEUR 1.777) geleistet, sodass ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 11.865 verbleibt. Gewinnverwendung Es wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, aus dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.655 einen Betrag in Höhe von TUSD 1.000 an die Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Teil auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Rückstellungen Es bestehen Rückstellungen für Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 1.630 (Vorjahr TEUR 1.874) und für Provisionen, Prämien und Boni in Höhe von TEUR 1.450 (Vorjahr TEUR 1.230) sowie für Reisekosten, Urlaubsansprüche, Zinsen und Berufsgenossenschaftsbeiträge. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag i. H. von TEUR 2.978 (Vorjahr TEUR 2.208). Diese sind auf noch nicht bezahlte Warenlieferungen in Höhe von TEUR 1.926 sowie auf EBV-Beiträge zurückzuführen, die von der GSA bezogen bzw. weiterberechnet werden. Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen sind zum Großteil über Kreditversicherungsverträge unserer Partner abgesichert, teilweise durch Patronatserklärung der Gunvor Group, Nikosia, Zypern. Für einen kleineren Teil wurden im Laufe des Geschäftsjahres je nach Bedarf Akkreditive gestellt, sofern dies im Einzelfall durch den Lieferanten gefordert wurde. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Energiesteuern von TEUR 12.568 (Vorjahr TEUR 10.218). Zudem enthält diese Position Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 35.771 (Vorjahr TEUR 63.335), die aus der Umsatzsteuerzahllast November und Dezember 2023 resultieren, sowie einen Passivposten in Höhe von TEUR 51.707 (Vorjahr TEUR 56.078), der auf Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Reduzierung von Treibhausgasemissionen zurückzuführen ist. Zusätzlich sind in den sonstigen Verbindlichkeiten EUR 116,9 Mio (Vorjahr EUR 126,2 Mio) enthalten, die sich aus der Übertragungspflicht und noch ausstehenden Zahlungen, die sich im Rahmen des BEHG ergeben. Die sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEUR 65 (Vorjahr TEUR 67). Die Energiesteuerverbindlichkeiten sind durch Bankgarantien in Höhe von TEUR 20.000 (Vorjahr TEUR 20.000) abgesichert. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Serviceverträgen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 11.481 (Vorjahr TEUR 9.367). Die Verpflichtungen enden im Zeitraum 2024 - 2031. Die Verpflichtungen ergeben sich aus Mietverträgen, Versicherungen und Serviceverträgen sowie Umschlagsverträgen.
Haftungsverhältnisse Im Rahmen der Working-Capital-Finanzierung der Gesellschaft, bestehen Verpfändungsverträge zwischen der Gesellschaft und der Hausbank. Insbesondere dienen Bankguthaben und die Forderungsbestände im Rahmen der kompletten Supply-Chain-Finanzierung der Hausbank als Sicherheit. Zudem tritt die Gesellschaft im Rahmen der Borrowing-Base-Facility (nachfolgend "BBF" genannt), neben ihrer Eigenschaft als Darlehensnehmerin, als Haftende im Gesamtschuldverhältnis auf. Hierbei ist eine genaue Bezifferung des Wertes nicht möglich, da das verpfändete Umlaufvermögen sowie die Bankguthabenbestände täglich volatil sind und mit ihrem jeweiligen Zeitwert als Sicherheit dienen. Im Rahmen des BBF verfügt die Gesellschaft über einen Überziehungsrahmen in Höhe von TEUR 5.000. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Gesellschaft darüber hinaus über keine weiteren Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Gewährleistungsverträgen sowie aus sonstigen Haftungsverhältnissen, die über die o. a. Darstellungen hinausgehen, verfügt. Zudem tritt die Gesellschaft im Rahmen eines Finanzierungsengagements im Rahmen der kompletten Supply-Chain-Finanzierung neben ihrer Eigenschaft als potenzielle Darlehensnehmerin, als Haftende im Gesamtschuldverhältnis auf. Im Hinblick auf die Finanzierungsengagements ist aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft sowie der Gunvor-Gruppe mit einer Inanspruchnahme der jeweiligen Sicherheiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu rechnen. Bewertungseinheiten
Durch Langzeitarbeitskonten verpflichtet sich die Gesellschaft zu einem zukünftigen Zeitpunkt den Mitarbeitern den Gegenwert für geleistete, nicht entlohnte Arbeit, durch Freistellung vom Arbeitsverhältnis zu leisten. Dies führt auf Grund der Verträge zu einem Werterhaltungsrisiko, da die Mitarbeiter Anspruch auf Freistellung gegen Gehaltszahlung gerechnet in erbrachter Geldleistung besitzen. Dieses Werterhaltungsrisiko ist durch die Hinterlegung der geldwerten Gegenleistung auf einem Treuhandkonto gesichert, das eine Grundverzinsung des hinterlegten Guthabens vorsieht. Die Bewertung erfolgt dabei grundsätzlich 1:1, d. h. im Grundsatz entsprechen die Verpflichtungen den angelegten Geldbeträgen beim Treuhänder, die erwirtschafteten Zinsen des Treuhandguthabens werden grundsätzlich den Ansprüchen der Mitarbeiter zugerechnet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gesellschaft vermarktet die Produkte der Gunvor S.A., Genf, Schweiz (GSA) in Deutschland auf Basis eines Distribution Agreements. Dieses Agreement ermöglicht es der Gesellschaft ihre entstandenen Kosten weiterzubelasten und garantiert zudem einen Gewinn (EBT) auf Basis der gehandelten Mengen. Aufgrund der Abrechnungs- und Vergütungsregelungen im Distribution Agreement trägt die Gesellschaft keine Geschäftschancen- und Risiken, weshalb der wirtschaftliche Gehalt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft dem eines Agenten entspricht, der für Rechnung der GSA handelt. Die Gesellschaft weist deshalb lediglich die Provision aus dem Verkauf der Produkte als Umsatzerlöse aus, Materialaufwand aus dem Erwerb der Mineralölprodukte wird nicht offen ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen, die nur aus der Geschäftstätigkeit für die GSA entstehen, werden in der GuV nicht gezeigt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kursgewinne aus Fremdwährungspositionen in Höhe von TEUR 48.294 (Vorjahr TEUR 90.904). Davon waren TEUR 2.427 (Vorjahr TEUR 2.907) zum Bilanzstichtag noch nicht realisiert. Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Stichtagsbewertungseffekte in Höhe von TEUR 29.781 (Vorjahr TEUR 23.040), die auf Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Reduzierung von Treibhausgasemissionen zurückzuführen sind. Gemäß der Nettobilanzierungsmethode sind keine sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen, da es sich um Erträge im Zusammenhang mit der Vermittlungstätigkeit für die GSA handelt und diese somit nicht bei der GDG gezeigt werden dürfen. Materialaufwand Materialaufwand bezieht sich ausschließlich um Aufwendungen für bezogene Waren, Fracht-, Umschlags- und Logistikkosten. Gemäß der Nettobilanzierungsmethode wird kein Materialaufwand ausgewiesen, da es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vermittlungstätigkeit für die GSA handelt und die GDG nur die vereinbarte EBT-Marge ausweisen darf. Sonstiger betrieblicher Aufwand Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Fremdwährungstransaktionen in Höhe von TEUR 46.090 (Vorjahr TEUR 89.928). Davon waren am Bilanzstichtag TEUR 2.888 (Vorjahr TEUR 4.356) noch nicht realisiert. Die übrigen Posten der betrieblichen Aufwendungen sind auf allgemeine Verwaltungskosten zurückzuführen. Gemäß der Nettobilanzierungsmethode werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor allem Mietaufwendungen, Aufwendungen für Beratung sowie übliche Aufwendungen , die im Zusammenhang mit der Vermittlungstätigkeit für die GSA bei der Gesellschaft anfallen, ausgewiesen. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 87 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Jahresende betrug der Mitarbeiterstand 89. Dabei gliedert sich der Mitarbeiterstand wie folgt:
Zudem war zum Jahresende ein Mitarbeiter auf geringfügiger Beschäftigungsbasis beschäftigt. Organe Mitglieder der Geschäftsführung sind: Markus Abel, Ingolstadt Leiter Großhandelsgeschäft, Gunvor Deutschland GmbH Martin Schreiner, Ingolstadt Leiter Endverbrauchergeschäft, Gunvor Deutschland GmbH Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf Grund der Tatsache, dass nur zwei Geschäftsführer direkt von der Gesellschaft Bezüge erhalten, wird vom Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernverhältnisse Muttergesellschaft der Gunvor Deutschland GmbH ist die C-Blue B.V. mit Sitz in Amsterdam, Niederlande. Der Abschluss der Gesellschaft wird auf höchster Ebene in den Konzernabschluss der Gunvor Group Ltd., Nikosia, Zypern, per 31. Dezember 2023 einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Gunvor Group Ltd. wurde nach den International Financial Reporting Standards in USD aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt.
Ingolstadt, 30. April 2024 Markus Abel, Geschäftsführer Martin Schreiner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gunvor Deutschland GmbH, Ingolstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gunvor Deutschland GmbH, Ingolstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gunvor Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 25. Juni 2024 KPMG
AG
Kirch, Wirtschaftsprüfer Stümpfl, Wirtschaftsprüferin Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25. Juni 2024 festgestellt. |
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