Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 237726
Eingetragen
19.12.2017
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareVerlegen von sonstiger Software
Gegenstand
Vertrieb von Software

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Annette Petra Maier
seit 28.8.2023
Geschäftsführer
Ionut Valentin Sas
seit 28.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
UiPath Netherlands Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
UiPath Netherlands Holding B.V.
Netherlands
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UiPath GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens
Die UiPath GmbH ("die  Gesellschaft" oder "wir") ist ein Unternehmen in Privatbesitz der UiPath Inc. ("UiPath" oder "der Konzern"), mit Hauptsitz in New York, USA.
UiPath wurde 2005 in einer Wohnung in Bukarest, Rumänien, gegründet und 2015 in Delaware als ein Unternehmen eingetragen, das sich hauptsächlich auf den Aufbau und die Verwaltung von Automatisierungen und die Entwicklung von Computer-Vision-Technologie konzentriert, die auch heute noch die Grundlage unserer Plattform bildet.
Seitdem haben wir uns von unseren Anfängen in der robotergestützten Prozessautomatisierung ("RPA") durch Entwicklung und Übernahmen zu einer durchgängigen KI-gestützten Plattform für die Geschäftsautomatisierung entwickelt, neue Produkte auf den Markt gebracht und unsere Geschäftstätigkeit weltweit ausgeweitet. Unsere Vision ist es, die Automatisierung aller wissensbasierten Tätigkeiten zu ermöglichen, um menschliche Leistungen zu beschleunigen. Die UiPath Business Automation Platform ist The Foundation of Innovation™.
Wir bieten unseren Kunden eine robuste Reihe von Funktionen, die es ihnen ermöglichen, Möglichkeiten für die Automatisierung zu entdecken, mit einer digitalen Belegschaft zu automatisieren, die nahtlos mit Menschen zusammenarbeitet, und ein geschäftskritisches Automatisierungsprogramm in großem Umfang zu betreiben. Unsere Plattform ermöglicht es Kunden, KI in die Automatisierung zu integrieren, so dass die Automatisierung auf der Grundlage von Lernen und Erfahrung Maßnahmen ergreifen kann. Sie ermöglicht es den Mitarbeitern, schnell Automatisierungen für bestehende und neue Prozesse zu erstellen und eine Vielzahl von Aktionen zu automatisieren, wie z. B. die Anmeldung bei Anwendungen, das Extrahieren von Informationen aus Dokumenten, das Verschieben von Ordnern, das Ausfüllen von Formularen, das Lesen von E-Mails und das Aktualisieren von Informationsfeldern und Datenbanken.
Die Fähigkeit unserer Plattform, die von Menschen ausgeführten Schritte bei der Ausführung von Geschäftsprozessen zu replizieren, steigert die betriebliche Effizienz und ermöglicht es Unternehmen, wichtige digitale Initiativen schneller, flexibler und genauer umzusetzen. Die KI-gestützte Automatisierung ist da, und ihre Dynamik nimmt weiter zu, da Unternehmen auf der ganzen Welt beginnen, die kombinierte Leistung von Automatisierung und KI zur Steigerung von Effizienz und Geschäftsergebnissen zu verstehen. Wir streben danach, die maßgebliche Plattform für Geschäftsautomatisierung zu sein und die Entwicklung von Automatisierung und KI als Arbeitsweise und Katalysator für kontinuierliche Neuerungen voranzutreiben.
Die Aufgabe der UiPath GmbH besteht darin, Marketing- und Vertriebsunterstützung sowie auftragsbezogene Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen in Bezug auf die vom Konzern entwickelte intelligente Automatisierungs- und RPA-Software zu erbringen. Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse, indem sie angefallene Kosten für Marketing- und Vertriebsunterstützungsdienste sowie für auftragsbezogene Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen mit einem Aufschlag an Konzerngesellschaften weiterverrechnet.
Der Hauptsitz der UiPath GmbH ist in München.

2. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.
Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank im Jahr 2023 insgesamt um 0,3% gegenüber dem Jahr 2022. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisberenigt ebenfalls im Minus (-0,4 %).
Viele Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück.
Der Markt für intelligente Automatisierung und RPA-Software bleibt eines der am schnellsten wachsenden Segmente des Marktes für Unternehmenssoftware. Obwohl das jährliche Wachstum des RPA-Marktes von 22 % weit über dem durchschnittlichen Wachstum des weltweiten Softwaremarktes von 11 % lag, hat sich das Wachstum des RPA-Marktes in den letzten Jahren verlangsamt - von 62 % im Jahr 2019 auf 39 % im Jahr 2020 und 31 % im Jahr 2021.
Die weltweiten Ausgaben für RPA-Software im Jahr 2023 belaufen sich nach Angaben von Gartner voraussichtlich auf 4,01 Milliarden US-Dollar. Dies stellt einen Anstieg von etwa 38 % gegenüber den 2,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 dar. Die kontinuierliche Nachfrage nach Automatisierungslösungen treibt das Wachstum des RPA-Marktes weiter voran und Unternehmen investieren weiterhin in RPA, um ihre betriebliche Effizienz zu steigern und komplexe Geschäftsprozesse zu optimieren.
Der globale RPA-Softwaremarkt wird voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 39,9% während des Prognosezeitraums, von 2023 bis 2028, ansteigen.
Geschäftsverlauf
In diesem konjunkturellen Umfeld haben wir im Geschäftsjahr 2023/2024 erneut ein positives Ergebnis verzeichnen können. Aufgrund des guten Marktumfelds für den RPA-Markt stiegen die betrieblichen Aufwendungen, die sich im Wesentlichen aus Personalkosten zusammensetzen, stärker als erwartet (Erwartung im Vorjahr: mEUR 23, Wert im Geschäftsjahr: mEUR 27). Aufgrund der Weiterbelastung der Aufwendungen an eine Konzerngesellschaft wurde auch die Erwartung des Vorjahrs hinsichtlich der Umsatzerlöse übertroffen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/2024 betrugen TEUR 29.053 gegenüber TEUR 26.160 im Vorjahr. Erwartet worden waren mEUR 25.
Der Jahresüberschuss in 2023/2024 belief sich auf TEUR 1.573, und damit rund 2 mEUR wie erwartet (Vorjahr: TEUR 981), was sich aus den im Geschäftsjahr erbrachten Marketing- und Vertriebsdienstleistungen sowie Entwicklungsleistungen ergibt.
Investitionen
Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft erfolgen Investitionen im Wesentlichen in EDV und Mobilfunkausstattung der Mitarbeiter und in Mobiliar der Bürostandorte. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen i.H.v. TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 158) getätigt.
Personal- und Sozialbereich
Im Geschäftsjahr beschäftigten wir durchschnittlich 66 (Vorjahr: 79) Mitarbeiter.
3. Darstellung der Lage
UiPath hat eine Reihe von internen Geschäftszielen, die von der Konzernführung genau überwacht werden. Ziele, die genau überwacht werden, sind unter anderem die Verlängerungsraten der von Kunden gekauften Lizenzen und die Anzahl der Neukunden. In Anbetracht der Art der von der Gesellschaft für andere Konzerngesellschaften erbrachten Dienstleistungen werden diese KPIs nur in einer globalen Perspektive gemessen, und daher gibt es keine spezifischen geschäftlichen KPIs, die die von der Gesellschaft ausgeübte Tätigkeit messen können.
Die wesentlichen finanziellen Kennzahlen während des Geschäftsjahres entwickelten sich wie folgt:

In TEUR
Geschäftsjahr
Vorjahr

01.02.2023 - 31.01.2024
01.02.2022 - 31.01.2023
Umsatzerlöse
29.053
26.160
Betriebliche Aufwendungen
./. 26.774
./. 24.499
Jahresüberschuss
1.573
981


Die betrieblichen Aufwendungen beinhalten sonstige betriebliche Erträge (TEUR 26; Vorjahr TEUR 231), Personalaufwand (TEUR 23.718; Vorjahr TEUR 22.347), Abschreibungen (TEUR 117; Vorjahr TEUR 106) und sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 2.965; Vorjahr TEUR 2.277).

3.1   Ertragslage
Basierend auf dem Geschäftsmodell ergibt sich der Umsatz im Wesentlichen aus den weiterberechneten betrieblichen Aufwendungen plus einen Margenaufschlag. Diese setzen sich überwiegend aus Personalaufwendungen zusammen, welche im Geschäftsjahr um TEUR 1.371 auf TEUR 23.717 gestiegen sind. Ursächlich hierfür waren höhere variable Vergütungsbestandteile aufgrund erfolgreicher Geschäftsabschlüsse.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.965 enthalten im Wesentlichen Mieten für Büroräume (TEUR 403, Vorjahr TEUR 312) und Werbe- bzw. Reisekosten (TEUR 1.507, Vorjahr TEUR 1.020).
Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr betrug TEUR 1.573 (Vorjahr TEUR 981).

3.2   Finanzlage
Die Gesellschaft ist eigenfinanziert und auf keine Fremdmittel angewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus Kreditkartenverbindlichkeiten aus Reisekosten. Die Gesellschaft befindet sich in einer Nettovermögensposition und ist gut gerüstet, um das Tagesgeschäft zu finanzieren und ihren Verpflichtungen nachzukommen, sobald sie fällig werden.

3.3   Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 20.909 (Vorjahr TEUR 13.452). Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr einer konzerninternen Cashpooling Vereinbarung angeschlossen. Der starke Anstieg der Bilanzsumme ergibt sich aus einem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Leistungsverkehr um TEUR 14.471 auf TEUR 20.186. Gleichzeitig betrugen die Verbindlichkeiten aus Cashpooling TEUR 8.244.
Aufgrund des Cashpoolings sind die Flüssigen Mittel um TEUR 7.108 auf TEUR 2 gesunken.
Zum 31. Januar 2024 beträgt das Eigenkapital TEUR 6.188 (Vorjahr TEUR 4.615), was einer Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme von ca. 30% (Vorjahr: ca. 34%) entspricht.

3.4   Gesamtbeurteilung
Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung als günstig.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken
Viele Unternehmen führen repetitive und regelbasierte Prozesse manuell aus. Diese Art von Prozessen lassen sich sehr leicht mittels intelligenter Automatisierung und RPA automatisieren und somit effizienter, häufiger und schneller abwickeln. Dieses Potenzial erkennen immer mehr Unternehmen und setzen RPA-Projekte um.
Laut der Prognose von Gartner, Inc. 2023 wird der globale Markt für intelligente Automatisierung und RPA weiterwachsen, da die kontinuierliche Nachfrage nach Automatisierungslösungen das Wachstum des RPA-Marktes weiter vorantreibt. Bis 2025 werden bis zu 90% der RPA-Anbieter generative AI-unterstützte Automatisierung anbieten.
Laut Gartner-Bericht wird der RPA-Markt bis 2024 weiterhin mit zweistelligen Raten wachsen. Der wichtigste Treiber für RPA-Projekte ist die Fähigkeit, die Prozessqualität, Geschwindigkeit und Produktivität auf dem Markt zu verbessern.
Laut dem Gartner Magic Quadrant 2023 ist UiPath führend auf dem Markt für intelligente Automatisierung und RPA. Die Aktivitäten von UiPath sind geografisch über den Globus verteilt und seine Kunden sind in der Regel große Unternehmen, mittelständische Unternehmen und KMUs.
Nach dem Börsengang im April 2021 verfügt UiPath über die Ressourcen und Partnerschaften, um seine Plattform durch die Ermöglichung von End-to-End-Automatisierungsprogrammen weiter zu verbessern.
Die UiPath Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse von 1.308 Millionen US-Dollar erzielt, d.h. 24 % mehr als im Vorjahr und erwartet für das gesamte Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 1.405 bis 1.410 Millionen Dollar.
Das starke Interesse der Unternehmen an RPA-Lösungen sowie die starke Marktstellung von UiPath und deren Lösungen bieten UiPath weiter große Wachstumschancen. Der damit verbundene höhere Personaleinsatz in der Gesellschaft für Marketing und Vertriebsleistungen sowie Entwicklungsleistungen der Gruppe führt für die Gesellschaft zu höheren Aufwendungen, die dann wiederum mit einem Gewinnaufschlag an die Muttergesellschaft weiterberechnet werden.
Im Rahmen der bestehenden Intercompany Vereinbarungen ist die Gesellschaft mit Marketing- und Vertriebsunterstützungsdiensten sowie für auftragsbezogene Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen für Konzerngesellschaften betraut. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle anfallenden Kosten gemäß der Vereinbarung mit einem Gewinnaufschlag vergütet.
Aufgrund dieser Vereinbarungen mit anderen Konzerngesellschaften ist das wirtschaftliche Risiko der Gesellschaft begrenzt. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben.
Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken hat UiPath ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.
Das Wachstum der Gesellschaft ist abhängig vom Gesamtwachstum der UiPath Gruppe. Das Wachstum und der künftige Erfolg der UiPath Gruppe hängen bis zu einem gewissen Grad von der erfolgreichen Umsetzung dieser Wachstums- und Expansionsstrategie und der ausreichenden Nachfrage nach seiner Software ab.
Marktakzeptanz: Ein großer Teil des Zielmarktes von UiPath verwendet traditionelle Systeme, die für den größten Teil ihrer Tätigkeiten auf menschengesteuerte Aktivitäten angewiesen sind. Wenn es nicht gelingt, den Markt über die Vorteile der maschinengesteuerten Softwaretechnologie aufzuklären, könnte dies dazu führen, dass potenzielle Kunden weiterhin traditionelle Methoden bevorzugen, was zu einer geringen oder langsamen Akzeptanzrate und einem langsameren Wachstum der Umsätze und Gewinne von UiPath führen würde.
Software-Zuverlässigkeit: Unerkannte Softwaremängel können dazu führen, dass wir die Leistungsanforderungen unserer Kunden nicht erfüllen oder anderweitig die Vertragsspezifikationen nicht einhalten. Dies kann dazu führen, dass wir Kunden verlieren, gegenüber unseren Kunden schadensersatzpflichtig werden und dies kann unter anderem den Ruf und die finanzielle Lage von UiPath schädigen.
Zu den weiteren zu berücksichtigenden Risiken zählen das Marktrisiko, das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Das Marktrisiko der Gesellschaft hängt mit der Stärke der deutschen und europäischen Wirtschaft und der Branchenentwicklung zusammen. Wie oben erwähnt, besteht weiterhin eine positive Grundstimmung in der Branche. Die RPA-Branche gilt als starker Wachstumsmarkt. Als solches gilt das Marktrisiko als gering. Die Gesellschaft hat keine Schulden, daher besteht kein Ausfallrisiko. Das Liquiditätsrisiko ist minimal, da sich die Gesellschaft in einer Netto-Vermögensposition befindet und ihren Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen kann.
Die Gesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente und auch keine Sicherungsgeschäfte. Der Großteil der Transaktionen wird in der lokalen Währung abgewickelt.
Die Gesellschaft wird weiterhin von der vorteilhaften Marktentwicklung der RPA-Branche in Deutschland profitieren, indem sie die UiPath Gruppe bei ihren Geschäftstätigkeiten unterstützt. Es wird erwartet, dass es zukünftig weiteres Wachstum im Bereich der Serviceleistungen der Gesellschaft an andere Konzerngesellschaften geben wird, da die UiPath Gruppe weiterhin den Bekanntheitsgrad seiner Services in Deutschland steigert, um beim Gesamtwachstum des deutschen Marktes mitzuwirken.
Für das Geschäftsjahr 2025 (1. Februar 2024 bis 31. Januar 2025) rechnen wir mit Umsatzerlösen von mEUR 32,2, betrieblichen Aufwendungen von mEUR 30,1 und einem Jahresüberschuss von rund mEUR 1,4.

 

München, 10. September 2024

(gez.) Mihai Faur (gez.) Ionut Sas

(gez.) Annette Maier

Bilanz

Aktiva

31.1.2024
EUR
31.1.2023
EUR
A. Anlagevermögen 147.930,04 173.157,59
I. Sachanlagen 147.930,04 173.157,59
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 145.165,04 173.157,59
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.765,00  
B. Umlaufvermögen 20.535.626,52 13.190.240,23
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.533.582,65 6.080.556,75
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.186.278,64 5.715.100,21
2. sonstige Vermögensgegenstände 347.304,01 365.456,54
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.043,87 7.109.683,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 225.521,25 88.170,56
Aktiva 20.909.077,81 13.451.568,38

Passiva

31.1.2024
EUR
31.1.2023
EUR
A. Eigenkapital 6.187.967,23 4.614.830,30
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.589.830,30 3.608.964,05
III. Jahresüberschuss 1.573.136,93 980.866,25
B. Rückstellungen 5.254.476,16 3.726.327,31
C. Verbindlichkeiten 9.223.715,34 5.009.907,77
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.632,65 53.244,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.632,65 53.244,34
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.244.196,19  
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.244.196,19  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   4.227.399,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr   4.227.399,35
4. sonstige Verbindlichkeiten 965.886,50 729.264,08
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 965.886,50 729.264,08
D. Rechnungsabgrenzungsposten 242.919,08 100.503,00
Passiva 20.909.077,81 13.451.568,38

Gewinn- und Verlustrechnung

1.2.2023 - 31.1.2024
EUR
1.2.2022 - 31.1.2023
EUR
1. Rohergebnis 29.079.573,57 26.391.424,92
2. Personalaufwand 23.717.883,36 22.347.116,04
a) Löhne und Gehälter 22.434.928,11 20.875.255,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.282.955,25 1.471.860,56
davon für Altersversorgung 270.246,35 312.847,41
3. Abschreibungen 117.340,90 106.247,57
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 117.340,90 106.247,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.964.903,65 2.276.620,32
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 71.745,49 7.740,08
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 137.362,18  
davon aus verbundenen Unternehmen 46.149,38  
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.431,66 5.196,70
davon an verbundene Unternehmen 52.310,53  
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 791.239,25 675.378,04
8. Ergebnis nach Steuern 1.573.136,93 980.866,25
9. Jahresüberschuss 1.573.136,93 980.866,25

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: UiPath GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 237726

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung dieser Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Stichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung dieser Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen in Höhe von EUR 482,46 (Vj. EUR 482,46) enthalten, die eine Laufzeit von weniger als einem Jahr haben.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Boni, Urlaubsansprüche und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der Bilanz dargestellt. Die Verbindlichkeiten sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung
Herr Mihai Faur, CIO & SVP Finance, Finance Operations bei UiPath Inc.
Frau Marilena Visan, Direktor Standort Rumänien bei UiPath SRL (ausgeschieden im Juli 2023)
Herr Ionut SaS, VP, Tax & Treasury bei UiPath SRL (bestellt im Juli 2023)
Frau Elke Manjet, SVP, Talent bei UiPath GmbH (Juli 2023 bis Juli 2024)
Frau Annette Maier, Area Vice President Sales DACH bei UiPath GmbH (bestellt im Juli 2023)

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer betrug 66. Diese unterteilen sich in:



Verwaltung und Marketing
6
Produkt, Entwicklung und Dienstleistungen
8
Vertrieb
52
Gesamt
66



Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der UiPath Inc / New York / USA, einbezogen. UiPath Inc / New York, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Die Gebühren des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrugen TEUR 30 im Geschäftsjahr.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

 

München, 10. September 2024

(gez.) Mihai Faur (gez.) Ionut Sas

(gez.) Annette Maier

Anlagenspiegel zum 31.01.2024
UiPath GmbH
München


Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten
Zugänge
Abgänge
Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten
kumulierte Abschreibung

01.02.2023


31.01.2024
01.02.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen





I. Sachanlagen





1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
524.089,38
89.348,90
66.790,78
546.647,50
350.931,79
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
2.765,00

2.765,00
0,00
 Summe Sachanlagen
524.089,38
92.113,90
66.790,78
549.412,50
350.931,79
 Summe Anlagevermögen
524.089,38
92.113,90
66.790,78
549.412,50
350.931,79

Abschreibung Geschäftsjahr
Abgänge
kumulierte Abschreibung
Buchwert Geschäftsjahr
Buchwert Vorjahr



31.01.2024
31.01.2024
31.01.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen





I. Sachanlagen





1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
117.340,90
66.790,23
401.482,46
145.165,04
173.157,59
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau


0,00
2.765,00
0,00
 Summe Sachanlagen
117.340,90
66.790,23
401.482,46
147.930,04
173.157,59
 Summe Anlagevermögen
117.340,90
66.790,23
401.482,46
147.930,04
173.157,59

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 11.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die UiPath GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der UiPath GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UiPath GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 10. September 2024

Grant Thornton AG
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Stephan Mauermeier
Wirtschaftsprüfer

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