UiPath
GmbH
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024
Lagebericht
1.
Grundlagen des Unternehmens
Die UiPath GmbH ("die Gesellschaft" oder "wir")
ist ein Unternehmen in Privatbesitz der UiPath Inc. ("UiPath"
oder "der Konzern"), mit Hauptsitz in New York, USA.
UiPath wurde 2005 in einer Wohnung in Bukarest,
Rumänien, gegründet und 2015 in Delaware als ein
Unternehmen eingetragen, das sich hauptsächlich auf den
Aufbau und die Verwaltung von Automatisierungen und die
Entwicklung von Computer-Vision-Technologie konzentriert, die
auch heute noch die Grundlage unserer Plattform bildet.
Seitdem haben wir uns von unseren Anfängen in der
robotergestützten Prozessautomatisierung ("RPA") durch
Entwicklung und Übernahmen zu einer durchgängigen
KI-gestützten Plattform für die
Geschäftsautomatisierung entwickelt, neue Produkte auf
den Markt gebracht und unsere Geschäftstätigkeit
weltweit ausgeweitet. Unsere Vision ist es, die
Automatisierung aller wissensbasierten Tätigkeiten zu
ermöglichen, um menschliche Leistungen zu beschleunigen.
Die UiPath Business Automation Platform ist The Foundation of
Innovation™.
Wir bieten unseren Kunden eine robuste Reihe von
Funktionen, die es ihnen ermöglichen, Möglichkeiten
für die Automatisierung zu entdecken, mit einer
digitalen Belegschaft zu automatisieren, die nahtlos mit
Menschen zusammenarbeitet, und ein geschäftskritisches
Automatisierungsprogramm in großem Umfang zu betreiben.
Unsere Plattform ermöglicht es Kunden, KI in die
Automatisierung zu integrieren, so dass die Automatisierung
auf der Grundlage von Lernen und Erfahrung Maßnahmen
ergreifen kann. Sie ermöglicht es den Mitarbeitern,
schnell Automatisierungen für bestehende und neue
Prozesse zu erstellen und eine Vielzahl von Aktionen zu
automatisieren, wie z. B. die Anmeldung bei Anwendungen, das
Extrahieren von Informationen aus Dokumenten, das Verschieben
von Ordnern, das Ausfüllen von Formularen, das Lesen von
E-Mails und das Aktualisieren von Informationsfeldern und
Datenbanken.
Die Fähigkeit unserer Plattform, die von Menschen
ausgeführten Schritte bei der Ausführung von
Geschäftsprozessen zu replizieren, steigert die
betriebliche Effizienz und ermöglicht es Unternehmen,
wichtige digitale Initiativen schneller, flexibler und
genauer umzusetzen. Die KI-gestützte Automatisierung ist
da, und ihre Dynamik nimmt weiter zu, da Unternehmen auf der
ganzen Welt beginnen, die kombinierte Leistung von
Automatisierung und KI zur Steigerung von Effizienz und
Geschäftsergebnissen zu verstehen. Wir streben danach,
die maßgebliche Plattform für
Geschäftsautomatisierung zu sein und die Entwicklung von
Automatisierung und KI als Arbeitsweise und Katalysator
für kontinuierliche Neuerungen voranzutreiben.
Die Aufgabe der UiPath GmbH besteht darin, Marketing-
und Vertriebsunterstützung sowie auftragsbezogene
Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen in Bezug auf die
vom Konzern entwickelte intelligente Automatisierungs- und
RPA-Software zu erbringen. Die Gesellschaft erzielt
Umsatzerlöse, indem sie angefallene Kosten für
Marketing- und Vertriebsunterstützungsdienste sowie
für auftragsbezogene Forschungs- und
Entwicklungsdienstleistungen mit einem Aufschlag an
Konzerngesellschaften weiterverrechnet.
Der Hauptsitz der UiPath GmbH ist in München.
2. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im
Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr.
Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der
Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor
krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der
jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise
auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur.
Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch
steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und
Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen
Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht
weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der
Corona Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.
Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank im
Jahr 2023 insgesamt um 0,3% gegenüber dem Jahr 2022.
Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen
Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die
Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne
Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 %
zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel
niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das
Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden
Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisberenigt
ebenfalls im Minus (-0,4 %).
Viele Dienstleistungsbereiche konnten ihre
wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich
erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr
2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als
in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten
preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information
und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an
seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020
gebremste Wachstumsgeschichte an. Dagegen ging die
preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten
Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %)
zurück.
Der Markt für intelligente Automatisierung und
RPA-Software bleibt eines der am schnellsten wachsenden
Segmente des Marktes für Unternehmenssoftware. Obwohl
das jährliche Wachstum des RPA-Marktes von 22 % weit
über dem durchschnittlichen Wachstum des weltweiten
Softwaremarktes von 11 % lag, hat sich das Wachstum des
RPA-Marktes in den letzten Jahren verlangsamt - von 62 % im
Jahr 2019 auf 39 % im Jahr 2020 und 31 % im Jahr 2021.
Die weltweiten Ausgaben für RPA-Software im Jahr
2023 belaufen sich nach Angaben von Gartner voraussichtlich
auf 4,01 Milliarden US-Dollar. Dies stellt einen Anstieg von
etwa 38 % gegenüber den 2,9 Milliarden US-Dollar im Jahr
2022 dar. Die kontinuierliche Nachfrage nach
Automatisierungslösungen treibt das Wachstum des
RPA-Marktes weiter voran und Unternehmen investieren
weiterhin in RPA, um ihre betriebliche Effizienz zu steigern
und komplexe Geschäftsprozesse zu optimieren.
Der globale RPA-Softwaremarkt wird voraussichtlich mit
einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von
39,9% während des Prognosezeitraums, von 2023 bis 2028,
ansteigen.
Geschäftsverlauf
In diesem konjunkturellen Umfeld haben wir im
Geschäftsjahr 2023/2024 erneut ein positives Ergebnis
verzeichnen können. Aufgrund des guten Marktumfelds
für den RPA-Markt stiegen die betrieblichen
Aufwendungen, die sich im Wesentlichen aus Personalkosten
zusammensetzen, stärker als erwartet (Erwartung im
Vorjahr: mEUR 23, Wert im Geschäftsjahr: mEUR 27).
Aufgrund der Weiterbelastung der Aufwendungen an eine
Konzerngesellschaft wurde auch die Erwartung des Vorjahrs
hinsichtlich der Umsatzerlöse übertroffen. Die
Umsatzerlöse der Gesellschaft im Geschäftsjahr
2023/2024 betrugen TEUR 29.053 gegenüber TEUR 26.160 im
Vorjahr. Erwartet worden waren mEUR 25.
Der Jahresüberschuss in 2023/2024 belief sich auf
TEUR 1.573, und damit rund 2 mEUR wie erwartet (Vorjahr: TEUR
981), was sich aus den im Geschäftsjahr erbrachten
Marketing- und Vertriebsdienstleistungen sowie
Entwicklungsleistungen ergibt.
Investitionen
Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft
erfolgen Investitionen im Wesentlichen in EDV und
Mobilfunkausstattung der Mitarbeiter und in Mobiliar der
Bürostandorte. Im Geschäftsjahr wurden
Investitionen i.H.v. TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 158)
getätigt.
Personal- und Sozialbereich
Im Geschäftsjahr beschäftigten wir
durchschnittlich 66 (Vorjahr: 79) Mitarbeiter.
3.
Darstellung der Lage
UiPath hat eine Reihe von internen
Geschäftszielen, die von der Konzernführung genau
überwacht werden. Ziele, die genau überwacht
werden, sind unter anderem die Verlängerungsraten der
von Kunden gekauften Lizenzen und die Anzahl der Neukunden.
In Anbetracht der Art der von der Gesellschaft für
andere Konzerngesellschaften erbrachten Dienstleistungen
werden diese KPIs nur in einer globalen Perspektive gemessen,
und daher gibt es keine spezifischen geschäftlichen
KPIs, die die von der Gesellschaft ausgeübte
Tätigkeit messen können.
Die wesentlichen finanziellen Kennzahlen während
des Geschäftsjahres entwickelten sich wie folgt:
In TEUR
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
|
01.02.2023 - 31.01.2024
|
01.02.2022 - 31.01.2023
|
Umsatzerlöse
|
29.053
|
26.160
|
Betriebliche Aufwendungen
|
./. 26.774
|
./. 24.499
|
Jahresüberschuss
|
1.573
|
981
|
Die betrieblichen Aufwendungen beinhalten sonstige
betriebliche Erträge (TEUR 26; Vorjahr TEUR 231),
Personalaufwand (TEUR 23.718; Vorjahr TEUR 22.347),
Abschreibungen (TEUR 117; Vorjahr TEUR 106) und sonstige
betriebliche Aufwendungen (TEUR 2.965; Vorjahr TEUR 2.277).
3.1 Ertragslage
Basierend auf dem Geschäftsmodell ergibt sich der
Umsatz im Wesentlichen aus den weiterberechneten
betrieblichen Aufwendungen plus einen Margenaufschlag. Diese
setzen sich überwiegend aus Personalaufwendungen
zusammen, welche im Geschäftsjahr um TEUR 1.371 auf TEUR
23.717 gestiegen sind. Ursächlich hierfür waren
höhere variable Vergütungsbestandteile aufgrund
erfolgreicher Geschäftsabschlüsse.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von TEUR 2.965 enthalten im Wesentlichen Mieten für
Büroräume (TEUR 403, Vorjahr TEUR 312) und Werbe-
bzw. Reisekosten (TEUR 1.507, Vorjahr TEUR 1.020).
Der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr betrug TEUR 1.573 (Vorjahr TEUR 981).
3.2
Finanzlage
Die Gesellschaft ist eigenfinanziert und auf keine
Fremdmittel angewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten bestehen aus Kreditkartenverbindlichkeiten
aus Reisekosten. Die Gesellschaft befindet sich in einer
Nettovermögensposition und ist gut gerüstet, um das
Tagesgeschäft zu finanzieren und ihren Verpflichtungen
nachzukommen, sobald sie fällig werden.
3.3
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR
20.909 (Vorjahr TEUR 13.452). Die Gesellschaft hat sich im
Geschäftsjahr einer konzerninternen Cashpooling
Vereinbarung angeschlossen. Der starke Anstieg der
Bilanzsumme ergibt sich aus einem Anstieg der Forderungen
gegen verbundene Unternehmen aus dem Leistungsverkehr um TEUR
14.471 auf TEUR 20.186. Gleichzeitig betrugen die
Verbindlichkeiten aus Cashpooling TEUR 8.244.
Aufgrund des Cashpoolings sind die Flüssigen
Mittel um TEUR 7.108 auf TEUR 2 gesunken.
Zum 31. Januar 2024 beträgt das Eigenkapital TEUR
6.188 (Vorjahr TEUR 4.615), was einer Eigenkapitalquote im
Verhältnis zur Bilanzsumme von ca. 30% (Vorjahr: ca.
34%) entspricht.
3.4
Gesamtbeurteilung
Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die
Geschäftsentwicklung als günstig.
4.
Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen
Chancen und Risiken
Viele Unternehmen führen repetitive und
regelbasierte Prozesse manuell aus. Diese Art von Prozessen
lassen sich sehr leicht mittels intelligenter Automatisierung
und RPA automatisieren und somit effizienter, häufiger
und schneller abwickeln. Dieses Potenzial erkennen immer mehr
Unternehmen und setzen RPA-Projekte um.
Laut der Prognose von Gartner, Inc. 2023 wird der
globale Markt für intelligente Automatisierung und RPA
weiterwachsen, da die kontinuierliche Nachfrage nach
Automatisierungslösungen das Wachstum des RPA-Marktes
weiter vorantreibt. Bis 2025 werden bis zu 90% der
RPA-Anbieter generative AI-unterstützte Automatisierung
anbieten.
Laut Gartner-Bericht wird der RPA-Markt bis 2024
weiterhin mit zweistelligen Raten wachsen. Der wichtigste
Treiber für RPA-Projekte ist die Fähigkeit, die
Prozessqualität, Geschwindigkeit und Produktivität
auf dem Markt zu verbessern.
Laut dem Gartner Magic Quadrant 2023 ist UiPath
führend auf dem Markt für intelligente
Automatisierung und RPA. Die Aktivitäten von UiPath sind
geografisch über den Globus verteilt und seine Kunden
sind in der Regel große Unternehmen,
mittelständische Unternehmen und KMUs.
Nach dem Börsengang im April 2021 verfügt
UiPath über die Ressourcen und Partnerschaften, um seine
Plattform durch die Ermöglichung von
End-to-End-Automatisierungsprogrammen weiter zu verbessern.
Die UiPath Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024
Umsatzerlöse von 1.308 Millionen US-Dollar erzielt, d.h.
24 % mehr als im Vorjahr und erwartet für das
gesamte Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse in
Höhe von 1.405 bis 1.410 Millionen Dollar.
Das starke Interesse der Unternehmen an
RPA-Lösungen sowie die starke Marktstellung von UiPath
und deren Lösungen bieten UiPath weiter große
Wachstumschancen. Der damit verbundene höhere
Personaleinsatz in der Gesellschaft für Marketing und
Vertriebsleistungen sowie Entwicklungsleistungen der Gruppe
führt für die Gesellschaft zu höheren
Aufwendungen, die dann wiederum mit einem Gewinnaufschlag an
die Muttergesellschaft weiterberechnet werden.
Im Rahmen der bestehenden Intercompany Vereinbarungen
ist die Gesellschaft mit Marketing- und
Vertriebsunterstützungsdiensten sowie für
auftragsbezogene Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen
für Konzerngesellschaften betraut. Bis auf wenige
Ausnahmen werden alle anfallenden Kosten gemäß der
Vereinbarung mit einem Gewinnaufschlag vergütet.
Aufgrund dieser Vereinbarungen mit anderen
Konzerngesellschaften ist das wirtschaftliche Risiko der
Gesellschaft begrenzt. Bestandsgefährdende Risiken sind
nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben.
Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken
hat UiPath ein umfassendes Kontroll- und
Risikomanagementsystem als Bestandteil der
Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur
Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.
Das Wachstum der Gesellschaft ist abhängig vom
Gesamtwachstum der UiPath Gruppe. Das Wachstum und der
künftige Erfolg der UiPath Gruppe hängen bis zu
einem gewissen Grad von der erfolgreichen Umsetzung dieser
Wachstums- und Expansionsstrategie und der ausreichenden
Nachfrage nach seiner Software ab.
Marktakzeptanz: Ein großer Teil des Zielmarktes
von UiPath verwendet traditionelle Systeme, die für den
größten Teil ihrer Tätigkeiten auf
menschengesteuerte Aktivitäten angewiesen sind. Wenn es
nicht gelingt, den Markt über die Vorteile der
maschinengesteuerten Softwaretechnologie aufzuklären,
könnte dies dazu führen, dass potenzielle Kunden
weiterhin traditionelle Methoden bevorzugen, was zu einer
geringen oder langsamen Akzeptanzrate und einem langsameren
Wachstum der Umsätze und Gewinne von UiPath führen
würde.
Software-Zuverlässigkeit: Unerkannte
Softwaremängel können dazu führen, dass wir
die Leistungsanforderungen unserer Kunden nicht erfüllen
oder anderweitig die Vertragsspezifikationen nicht einhalten.
Dies kann dazu führen, dass wir Kunden verlieren,
gegenüber unseren Kunden schadensersatzpflichtig werden
und dies kann unter anderem den Ruf und die finanzielle Lage
von UiPath schädigen.
Zu den weiteren zu berücksichtigenden Risiken
zählen das Marktrisiko, das Ausfallrisiko und das
Liquiditätsrisiko. Das Marktrisiko der Gesellschaft
hängt mit der Stärke der deutschen und
europäischen Wirtschaft und der Branchenentwicklung
zusammen. Wie oben erwähnt, besteht weiterhin eine
positive Grundstimmung in der Branche. Die RPA-Branche gilt
als starker Wachstumsmarkt. Als solches gilt das Marktrisiko
als gering. Die Gesellschaft hat keine Schulden, daher
besteht kein Ausfallrisiko. Das Liquiditätsrisiko ist
minimal, da sich die Gesellschaft in einer
Netto-Vermögensposition befindet und ihren
Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen kann.
Die Gesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente und
auch keine Sicherungsgeschäfte. Der Großteil der
Transaktionen wird in der lokalen Währung abgewickelt.
Die Gesellschaft wird weiterhin von der vorteilhaften
Marktentwicklung der RPA-Branche in Deutschland profitieren,
indem sie die UiPath Gruppe bei ihren
Geschäftstätigkeiten unterstützt. Es wird
erwartet, dass es zukünftig weiteres Wachstum im Bereich
der Serviceleistungen der Gesellschaft an andere
Konzerngesellschaften geben wird, da die UiPath Gruppe
weiterhin den Bekanntheitsgrad seiner Services in Deutschland
steigert, um beim Gesamtwachstum des deutschen Marktes
mitzuwirken.
Für das Geschäftsjahr 2025 (1. Februar 2024
bis 31. Januar 2025) rechnen wir mit Umsatzerlösen von
mEUR 32,2, betrieblichen Aufwendungen von mEUR 30,1 und einem
Jahresüberschuss von rund mEUR 1,4.
München, 10. September
2024
(gez.)
Mihai Faur (gez.) Ionut Sas
(gez.)
Annette Maier
Bilanz
Aktiva
|
|
31.1.2024
EUR |
31.1.2023
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
147.930,04 |
173.157,59 |
| I.
Sachanlagen |
147.930,04 |
173.157,59 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
145.165,04 |
173.157,59 |
| 2.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
2.765,00 |
|
| B.
Umlaufvermögen |
20.535.626,52 |
13.190.240,23 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
20.533.582,65 |
6.080.556,75 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
20.186.278,64 |
5.715.100,21 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
347.304,01 |
365.456,54 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
2.043,87 |
7.109.683,48 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
225.521,25 |
88.170,56 |
| Aktiva |
20.909.077,81 |
13.451.568,38 |
Passiva
|
|
31.1.2024
EUR |
31.1.2023
EUR |
| A.
Eigenkapital |
6.187.967,23 |
4.614.830,30 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
4.589.830,30 |
3.608.964,05 |
| III.
Jahresüberschuss |
1.573.136,93 |
980.866,25 |
| B.
Rückstellungen |
5.254.476,16 |
3.726.327,31 |
| C.
Verbindlichkeiten |
9.223.715,34 |
5.009.907,77 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
13.632,65 |
53.244,34 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
13.632,65 |
53.244,34 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
8.244.196,19 |
|
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
8.244.196,19 |
|
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
|
4.227.399,35 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
4.227.399,35 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
965.886,50 |
729.264,08 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
965.886,50 |
729.264,08 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
242.919,08 |
100.503,00 |
| Passiva |
20.909.077,81 |
13.451.568,38 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.2.2023 - 31.1.2024
EUR |
1.2.2022 - 31.1.2023
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
29.079.573,57 |
26.391.424,92 |
| 2.
Personalaufwand |
23.717.883,36 |
22.347.116,04 |
| a)
Löhne und Gehälter |
22.434.928,11 |
20.875.255,48 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.282.955,25 |
1.471.860,56 |
| davon
für Altersversorgung |
270.246,35 |
312.847,41 |
| 3.
Abschreibungen |
117.340,90 |
106.247,57 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
117.340,90 |
106.247,57 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.964.903,65 |
2.276.620,32 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
71.745,49 |
7.740,08 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
137.362,18 |
|
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
46.149,38 |
|
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
52.431,66 |
5.196,70 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
52.310,53 |
|
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
791.239,25 |
675.378,04 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
1.573.136,93 |
980.866,25 |
| 9.
Jahresüberschuss |
1.573.136,93 |
980.866,25 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß
§§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den
einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es
gelten die Vorschriften für mittelgroße
Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
UiPath GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
München |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
München |
| Register-Nr.: |
237726 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden maßgebend.
Das
Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der
Ansatz erfolgte zum Nennwert.
Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Die
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben
vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit
nach diesem Tag darstellen; die Auflösung dieser Posten
erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Das
Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.
Die
Steuerrückstellungen und die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Die
passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Einnahmen vor dem Stichtag, die Ertrag für eine
bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung
dieser Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Für die Ermittlung
latenter Steuern aufgrund von temporären oder
quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen
Wertansätzen von Vermögensgegenständen,
Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren
steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den
unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des
Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich
ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die
Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt
in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des
Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind
Mietkautionen in Höhe von EUR 482,46 (Vj. EUR 482,46)
enthalten, die eine Laufzeit von weniger als einem Jahr
haben.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden im
Wesentlichen für Boni, Urlaubsansprüche und
ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der
Bilanz dargestellt. Die Verbindlichkeiten sind alle innerhalb
eines Jahres fällig.
Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Sonstige Angaben
Geschäftsführung
Herr Mihai Faur, CIO & SVP Finance, Finance
Operations bei UiPath Inc.
Frau Marilena Visan, Direktor Standort Rumänien
bei UiPath SRL (ausgeschieden im Juli 2023)
Herr Ionut SaS, VP, Tax & Treasury bei UiPath SRL
(bestellt im Juli 2023)
Frau Elke Manjet, SVP, Talent bei UiPath GmbH (Juli
2023 bis Juli 2024)
Frau Annette Maier, Area Vice President Sales DACH bei
UiPath GmbH (bestellt im Juli 2023)
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer betrug
66. Diese unterteilen sich in:
Verwaltung und Marketing
|
6
|
Produkt, Entwicklung und
Dienstleistungen
|
8
|
Vertrieb
|
52
|
Gesamt
|
66
|
Konzernverhältnisse
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der
UiPath Inc / New York / USA, einbezogen. UiPath
Inc / New York, erstellt einen Konzernabschluss für
den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen.
Prüfungs- und Beratungsgebühren
Die Gebühren des Abschlussprüfers für
Abschlussprüfungsleistungen betrugen TEUR 30 im
Geschäftsjahr.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. § 285
Nr. 33 HGB sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht
zu verzeichnen.
München, 10. September
2024
(gez.)
Mihai Faur (gez.) Ionut Sas
(gez.)
Annette Maier
Anlagenspiegel zum 31.01.2024
UiPath GmbH
München
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
kumulierte Abschreibung
|
|
01.02.2023
|
|
|
31.01.2024
|
01.02.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
524.089,38
|
89.348,90
|
66.790,78
|
546.647,50
|
350.931,79
|
2. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
2.765,00
|
|
2.765,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
524.089,38
|
92.113,90
|
66.790,78
|
549.412,50
|
350.931,79
|
Summe Anlagevermögen
|
524.089,38
|
92.113,90
|
66.790,78
|
549.412,50
|
350.931,79
|
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
|
Abgänge
|
kumulierte Abschreibung
|
Buchwert
Geschäftsjahr
|
Buchwert Vorjahr
|
|
|
|
31.01.2024
|
31.01.2024
|
31.01.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
117.340,90
|
66.790,23
|
401.482,46
|
145.165,04
|
173.157,59
|
2. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
|
|
0,00
|
2.765,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
117.340,90
|
66.790,23
|
401.482,46
|
147.930,04
|
173.157,59
|
Summe Anlagevermögen
|
117.340,90
|
66.790,23
|
401.482,46
|
147.930,04
|
173.157,59
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 11.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten
verkürzten Jahresabschluss wurden die
größenabhängigen Erleichterungen nach §
276 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen
Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender
Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers
An die UiPath GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der UiPath GmbH,
München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar
2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UiPath
GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1.
Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht
der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar
2024 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
München, den 10.
September 2024
Grant
Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Stephan
Mauermeier
Wirtschaftsprüfer
Anja
Zweck
Wirtschaftsprüfer
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