Ealing GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Spielwaren und Musikinstrumenten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Dr. Dempe seit 16.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Reaction Biology Corporation | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reaction Biology Europe GmbHFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Reaction Biology Europe GmbH, Freiburg im BreisgauA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell Die Reaction Biology Europe GmbH (kurz "Reaction Biology" oder "Gesellschaft"), als 100%ige Tochter der Reaction Biology Corporation mit Sitz in Malvern, PA, USA, ist ein führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der präklinischen Medikamentenforschung und -entwicklung, v. a. im Bereich der Onkologie. Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaft ist die Pharma- und Biotechnologiebranche. Schlüsselkunden sind demzufolge in der pharmazeutischen Industrie, der Biotechnologiebranche, in Universitätskliniken sowie in Forschungseinrichtungen und -instituten zu finden. Das Portfolio der Reaction Biology untergliedert sich in die Geschäftsbereiche (i) Herstellung und Vertrieb von rekombinanten Proteinen sowie (ii) der Durchführung von in vitro und in vivo Auftragsforschungsprojekten der biopharmazeutischen Industrie. II. Forschung und Entwicklung Aufgrund ihrer Ausrichtung als Auftragsforschungslabor betreibt die Reaction Biology keine eigene Forschung und Entwicklung im engeren Sinn. Stattdessen werden neuartige Assay-Systeme kollaborativ mit den Auftraggebern entwickelt. In der Regel werden diese Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten dann von der biopharmazeutischen Industrie zumindest teil-, oftmals gar vollständig finanziert. In deutlich geringerem Umfang unternimmt die Reaction Biology auch in Eigenanstrengung die Entwicklung neuer Produkte und/oder Assay-Systeme. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. (Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html) Laut der jährlich durchgeführten Trendumfrage des Verbandes BIO Deutschland e. V. zeigt für den Biotechnologiestandort Deutschland, dass Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer ihre Geschäftslage 2023 noch deutlich schlechter einschätzen als 2022, sie aber wieder positiver in die Zukunft blicken. Allerdings setzt sich der negative Trend bei der Personalplanung und den Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) weiterhin fort. Die Zahl der Unternehmen, die planen Personal abzubauen, lag dreimal so hoch, wie noch im Vorjahr. Oliver Schacht, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland, konstatiert: "Das Jahr 2023 hat unsere Unternehmen vor besondere Herausforderungen gestellt. Der Kapitalmarkt war schwierig, die Energiekosten sind hoch, qualifiziertes Personal ist schwer zu finden. Die Ergebnisse unserer Trendumfrage bilden diese Situation ab. Bemerkenswert ist, dass viele Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer davon ausgehen, dass sich die Situation nicht weiter verschlechtern wird, sondern sich sogar eine Trendumkehr abzeichnet. Allerdings sind sie dennoch bei Investitionen weiterhin vorsichtig, auch mehr Stellenabbau ist geplant, aber nach wie vor auf niedrigem Niveau." (Quelle: https://www.biodeutschland.org/de/pressemitteilungen/biotech-industrie-finanzierung-stabil-trendwende-zeichnet-sich-ab.html?year=2024). Die genannten Schwierigkeiten gelten auch auf dem internationalen Umfeld, in dem sich die Reaction Biology befindet. So ist insbesondere das Risikokapitalinvestment im Bereich Biotech/Pharma signifikant zurückgegangen. II. Geschäftsverlauf Den Geschäftsverlauf der Reaction Biology beurteilen wir für den Berichtszeitraum insgesamt neutral. Zwar konnte die Gesellschaft nicht an dem positiven Umsatztrend der Vorjahre anknüpfen (so sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.088 gesunken) und verfehlte somit deutlich die Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorjahres; dennoch hat sich die Reaction Biology insgesamt noch resilient gezeigt und notwendige Schritte (insb. ein Programm zur Reduktion der Personalkosten) rechtzeitig zu Beginn der zweiten Jahreshälfte umgesetzt. So konnte der im Geschäftsjahr 2023 festgestellte Jahresfehlbetrag auf TEUR 830 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 1.859) eingegrenzt werden. Ursächlich für den Rückgang der Umsatzerlöse waren allein die ausbleibenden Aufträge der in der frühen Wirkstoffentwicklung beheimateten Kunden der Reaction Biology aufgrund des enormen Rückgangs an Risikokapitalfinanzierung. Im Jahr 2023 gipfelte die Anzahl der Firmenpleiten auf ein Allzeithoch (Quelle: https://www.fiercebiotech.com/special-reports/biotech-bankruptcies-break-10-year-record-2023). Aufgrund der enormen und unerwarteten heftigen Dynamik des Wegfalls an Neuaufträgen ab Beginn des Februars 2023 konnte insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2023 die Reaction Biology die fehlenden Neubuchungen nicht mehr adäquat abpuffern und initiierte entsprechend ein Programm zur Kostenreduktion im Bereich Personalaufwand und Investitionen. III. Wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Auf Grund der im Laufe des Jahres 2023 signifikanten Marktveränderung im Zuge der globalen Inflationskrise und den durch die nationalen Notenbanken eingeleiteten Zinsmaßnahmen, die den Zustrom an Risikoinvestitionen zu den Kunden von Reaction Biology massiv verringerte, musste die Reaction Biology sich im Sommer 2023 von Personal trennen, einzelne Bereiche (z.B. zentraler Einkauf) schließen oder miteinander fusionieren. Dadurch ergaben sich nicht nur Einsparungen durch Personalabbau, sondern es wurde auch erhebliches Optimierungspotential in verschiedenen Bereichen identifiziert, insb. durch die Schaffung abteilungsübergreifender synchroner Organisationsstrukturen. Diese im Geschäftsjahr 2023 umgesetzten Maßnahmen werden sich künftig positiv auf die Ertragslage auswirken, führten jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 zu einmaligen Aufwendungen insbesondere im Personalbereich. Der Bereich Business Development wurde wieder der Geschäftsführung unterstellt, um eine bessere Anbindung des Vertriebs mit den operativen Abteilungen zu gewährleisten. Gleichzeitig wurde mit dem Bereich des "Science Office" eine wissenschaftliche Unterstützung des Business Development gebildet, um auch weiterhin eine umfassende wissenschaftliche Beratung des Kunden in der Planung der Auftragsarbeiten bei gleichzeitiger Straffung der operativen Studiendurchführung zu gewährleisten. Das Zusammenwachsen der einzelnen Standorte des Reaction Biology Konzerns konnte durch die Schaffung einer gemeinschaftlichen IT-Plattform signifikant vorangebracht werden. Die hier durchgeführten Investitionen erhöhen die Resilienz des Reaction Biology Konzerns langfristig, insbesondere hinsichtlich der Cyber-Abwehr. IV. Lage des Unternehmens Ertragslage Die Ertragslage hat sich im Berichtsjahr verschlechtert. Die Gesamtleistung sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.475 bzw. 13 %. Der Materialaufwand sank um TEUR 78. Im Gegenzug erhöhten sich die Personalkosten von TEUR 4.679 auf TEUR 5.669 aufgrund von nachlaufenden Kosten aus dem Personalabbau. Die Abschreibungen haben sich u. a. aufgrund der Investitionen in 2023 von TEUR 291 auf TEUR 300 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insgesamt um 13 % auf TEUR 2.117. Grund hierfür war im Wesentlichen die Weiterberechnung der angefallenen Kosten der Konzernmutter an die Reaction Biology. Darüber hinaus erhöhten sich insbesondere die Rechts- und Beratungskosten. Gegenläufig wirkten sich verringerte Aufwendungen aus Währungsumrechnungen aus. Aufgrund des erst Ende 2022 gewährten langfristigen Gesellschafterdarlehens im Zusammenhang mit dem Erwerb der Bioassay und ihrer Tochtergesellschaft PSL haben sich die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von TEUR 115 auf TEUR 880 erhöht. Die Zinsaufwendungen werden voraussichtlich auch in den kommenden Jahren die Ertragslage deutlich belasten. Insgesamt ergab sich ein Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr von TEUR 830. Finanzlage Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich zum Bilanzstichtag um TEUR 1.289 auf TEUR 1.005 reduziert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf TEUR - 298 und war insgesamt geprägt durch den Jahresfehlbetrag. Zahlungsmittelmindernd wirkten sich zudem die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen sowie die laufenden Zinszahlungen aus. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Liquidität, Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit erfüllt werden. Bei Bedarf kann die Gesellschaft auf Mittel der Reaction Biology-Gruppe zurückgreifen. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 37.312 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.811 verringert. Die Summe der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens beträgt TEUR 1.229 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 89 verringert. Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen betragen TEUR 213 und betreffen vor allem das Sachanlagevermögen. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft besteht somit zu 86 % aus langfristig gebundenem Anlagevermögen. Das Anlagevermögen selbst besteht wiederum im Wesentlichen aus Finanzanlagevermögen (96 %). Das Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzung hat sich von TEUR 6.978 auf TEUR 5.346 verringert. Die Abnahme ist insbesondere durch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 605 sowie der liquiden Mittel um TEUR 1.289 bedingt. Die Eigenkapitalquote beträgt 32 % gegenüber 33 % im Vorjahr. V. Finanzielle Leistungsindikatoren Die im Unternehmen verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren sind einerseits der Umsatz andererseits das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT). Im Berichtsjahr nahmen die Umsatzerlöse um TEUR 1.088 auf TEUR 10.098 ab. Das EBIT sank gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.782 auf TEUR - 43. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht Da sich der Kundenstamm der Reaction Biology hautsächlich mit Projekten der frühen Entwicklungsphase (Discovery-Bereich) beschäftigt, sind die meisten Kunden von Investoren-Geldern abhängig. Im Zuge der langjährigen Niedrigzinspolitik haben hohe Inflationsraten international ab Ende 2022 zu signifikanten Zinssteigerungen geführt. Dadurch schwächte sich ab dem Ende des Q4/22 der Zahlungszustrom der Investoren ab. Die reduzierten Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden der Reaction Biology waren deutlich sichtbar. Vor dem Hintergrund des sich leicht aufhellenden Finanzierungsklimas plant die Reaction Biology für das aktuelle Jahr 2024 wieder mit einem geringen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, jedoch nicht auf der Höhe des Ergebnisses von 2022. Das Erzielen von Ergebnissen aus den in 2023 getroffenen Maßnahmen, in Verbindung mit einer vorsichtig positiven Entwicklung des ersten Quartales 2024 und einer konservativen Führung der Geschäftstätigkeit, lässt uns mit einem EBIT planen, das dem Niveau aus den Jahren vor 2023 näherkommt. Strategisch planen wir auch in 2024 mit der Erweiterung des Dienstleistungsangebotes gepaart mit der Wiederaufnahme von Investitionen in angepasstem Umfang, weiterhin streng gesteuert durch entsprechende Nachfrage unserer Kunden. II. Risikobericht Risikomanagement Das Management von Risiken ist zentraler Bestandteil unserer Unternehmensführung. Das bei uns implementierte Kontroll- und Risikomanagement ist Bestandteil der Unternehmensplanung und der Geschäftsstrategie. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt und angepasst, um noch besser Risiken identifizieren, bewerten und bewältigen zu können. Wir werten regelmäßig Markt- und Wettbewerbsanalysen aus. Wir beobachten sehr genau Unsicherheiten und Marktveränderungen im Umfeld unseres täglichen Geschäfts, um gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können. Konjunkturelle Risiken Für 2024 können die konjunkturellen Folgen der politischen Situation rund um die Kriege in der Ukraine und Nah-Ost, sowie die Spannungen zwischen Amerika und China den weiteren Jahresverlauf stark beeinflussen. Eine Entspannung der Zinssituation wird erwartet, die zu einem wieder steigenden Zufluss an Risikokapital in die Biotech/Pharma Branche führen sollte. Im Allgemeinen erwarten wir nur geringe bis keine weiteren Preissteigerungen. Insgesamt gehen wir für die Berichterstattung in diesem Lagebericht von einer stabilen konjunkturellen Entwicklung aus. Beschaffungs- und Preisänderungsrisiken Die Situation rund um die Beschaffung von Verbrauchsmitteln hat sich im Laufe 2023 weiter entspannt. Ein Risiko stellt hier der anhaltende Konflikt zwischen China und Taiwan dar; aber auch die stärker werdenden Spannungen zwischen den USA und China. Die Abhängigkeit von Rohstoffketten aus China (und anderen Ländern Asiens) bleibt bestehen. Preisrisiken werden im Zuge der aktuell weiterhin rückläufigen Inflationsraten nicht erwartet. Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bestehen weiterhin und können aufgrund der Einzigartigkeit einzelner Ausgangsmaterialien auch nicht aufgelöst werden. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Werthaltigkeit der Finanzanlagen wird jährlich überprüft, mögliche Werthaltigkeitsrisiken werden dementsprechend bilanziell abgedeckt. Die Verfügbarkeit ausreichender Liquidität in der Gesellschaft wird kontinuierlich überwacht und gesteuert. Liquiditätsrisiken sind aber zum derzeitigen Zeitpunkt auf Basis des Bestandes an liquiden Mitteln nicht erkennbar. Das Risiko größerer Forderungsausfälle wird als gering eingeschätzt. Erkennbare Forderungsausfallrisiken sind durch bilanzielle Risikovorsorge angemessen abgedeckt. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist die Gesellschaft den allgemeinen Marktpreisrisiken ausgesetzt. Diesem Risiko wird durch die Diversifizierung auf der Lieferantenseite entgegengewirkt. Hierdurch werden Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten reduziert. III. Chancenbericht Die Kunden der Gesellschaft fragen Produkte mit überdurchschnittlich hohen Qualitätsstandards nach. Aus diesem Grund werden auch im kommenden Geschäftsjahr die vorhandenen und noch nicht akquirierten Kundenpotentiale weiter ausgebaut werden. Auf der Basis des hohen Know-how der Gesellschaft, das über die langjährigen Mitarbeiter fest im Unternehmen implementiert ist, kann insbesondere das Auftragsforschungsgeschäft weiter forciert werden. Im Geschäftsbereich der Services bestehen signifikante Wachstumschancen durch den gezielten Ausbau des internationalen Business Development in Verbindung mit gesteigertem Marketing. Als kleiner Marktteilnehmer im Pool der Auftragsforschungsunternehmen setzt die Reaction Biology verstärkt auf gezielte Verbreiterung des Kundenportfolios. Trotz der herausfordernden Situation in 2023 konnte die Reaction Biology ihr Serviceangebot umfassend erweitern, v.a. im Bereich der Immunonkologie. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Kompetenz wird die Reaction Biology von ihren Kunden stark nachgefragt für die Entwicklung maßgeschneiderter wissenschaftlich komplexer Kundenlösungen - hier bieten sich erhebliche weitere Wachstumspotentiale für die Gesellschaft. Das Zusammenwachsen mit ihrer in 2022 erworbenen Tochter sorgt überdies für eine noch stärkere Kundenbindung durch die Möglichkeit des Begleitens der Kundenprojekte nun auch während der klinischen Entwicklung.
Freiburg im Breisgau, den 16. September 2024 gez. Dr. Sebastian Dempe BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Reaction Biology Europe GmbH, Freiburg im BreisgauAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Sitz der Reaction Biology Europe GmbH ist in Freiburg im Breisgau. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 5186 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Bilanz wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um die Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für den Anhang für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Entwicklungsleistungen wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von gesamt EUR 149.564,66 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2023 und in Vorjahren aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren vorgenommen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren vorgenommen. Der Geschäfts- und Firmenwert wurde gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist auf den Erinnerungswert abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Zuschreibungen erfolgen, sobald der Grund für die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen ist. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Der Ansatz erfolgt zur handelsrechtlichen Wertuntergrenze. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf den Nettoforderungsbestand Rechnung getragen. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem bzw. Einnahmen vor dem Stichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, gebildet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Im Geschäftsjahr ergibt sich insgesamt eine aktive latente Steuer, die in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wird. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 39.250,00 einer Ausschüttungssperre. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt EUR 38.902,78, davon entfallen EUR 21.720,00 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 154.779,31 (Vorjahr: EUR 32.037,80). Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gliedern sich in folgende Restlaufzeiten:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 357,00 (Vorjahr: EUR 1.956,96) enthalten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 28.317,70 (Vorjahr: EUR 267.714,27) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 84.273,37 (Vorjahr: EUR 235.212,87) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 79.840,04 (Vorjahr: EUR 24.744,81) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 880.186,60 (Vorjahr: EUR 114.752,81) enthalten. Sonstige Angaben Die Gesellschaft hat diverse Mietverträge über die Geschäftsräume am Sitz der Gesellschaft abgeschlossen. Die Mietverträge führen zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken ergeben sich aus einer unkündbaren Grundmietzeit. Aus den Mietverhältnissen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen - mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 82.680,00, - mit einer Fälligkeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren in Höhe von EUR 89.950,68. Die Gesellschaft hat diverse Leasingverträge für Laborgeräte und Büroeinrichtung abgeschlossen. Die Leasinggeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Geräte bei technischen Fortschritt ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Finanzierungskosten. Aus den Leasingverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen - mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 106.854,18, - mit einer Fälligkeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren in Höhe von EUR 136.723,83. Ein Außenlager wird bei dem Mutterunternehmen Reaction Biology Corporation, Malvern/PA, USA, unterhalten. Mietzahlungen wurden bisher nicht geleistet. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 74 Arbeitnehmer (Vorjahr: 62 Arbeitnehmer) beschäftigt. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dr. Sebastian Dempe, Karlsruhe. An folgenden Unternehmen besteht eine Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:
Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 Satz 1 HGB ist die Reaction Biology Corporation, Malvern/PA, USA. Die Gesellschaft wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, haben sich nicht ereignet. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 829.797,26 gemeinsam mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.541.773,53 - somit gesamt EUR 2.711.976,27 - auf neue Rechnung vorzutragen.
Freiburg im Breisgau, den 16. September 2024 gez. Dr. Sebastian Dempe sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.09.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende Jahresabschluss wurde unter Inanspruchnahme größenabhäniger Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 327 HGB aufgestellt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: ,,Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Reaction Biology Europe GmbH, Freiburg im Breisgau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reaction Biology Europe GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reaction Biology Europe GmbH, Freiburg im Breisgau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Bonn, 27. November 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
gez. Torsten Janßen, Wirtschaftsprüfer gez. Moritz Tack, Wirtschaftsprüfer |
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