Autoforum
Neubrandenburg GmbH
Neubrandenburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht zum 31.12.2023
Autoforum Neubrandenburg GmbH
1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Gesellschaft Autoforum Neubrandenburg GmbH wurde
im Jahr 1999 gegründet und am 26.11.1999 im
Handelsregister beim Amtsgericht Neubrandenburg unter der
Nr. HRA 5205 eingetragen. Sie hat ihren Sitz in
Neubrandenburg.
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit
Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör, die
Durchführung von Reparatur- und Serviceleistungen
sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen.
2. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
"Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten
Umfeld ins Stocken" schreibt das Statistische Bundesamt in
der Pressemitteilung vom 15.01.2024. "Die trotz der
jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise
auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur.
Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch
steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In-
und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen
Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht
weiter fort".
Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief
im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen
unterschiedlich:
So gingen die Bauinvestitionen preis-, saison- und
kalenderbereinigt um 1,7 Prozent zurück, während
die Investitionen in Ausrüstungen um 3,5 Prozent
abnahmen. Die privaten Konsumausgaben stiegen hingegen um
0,2 Prozent, die staatlichen Ausgaben um 0,3 Prozent.
Darüber hinaus wurden im vierten Quartal 1,6 Prozent
weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im
Vorquartal, während die Importe um 1,7 Prozent
zurückgingen.
Die Statistiker führen dieses auf eine
verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische
Spannungen und hohe Energiepreise zurück. Die
stärksten Rückgänge bei der
Bruttowertschöpfung waren im Baugewerbe und im
Verarbeitenden Gewerbe zu verzeichnen.
Trotzdem erreichte die Erwerbstätigenzahl einen
neuen Höchststand: Im vierten Quartal trugen rund 46,2
Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort Deutschland zur
Wirtschaftsleistung bei, was einem Anstieg um 0,5 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe
(ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 %
zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des
Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr
2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (‑0,4 %).
Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der
Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen
sanken Produktion und Wertschöpfung in den
energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und
Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in
diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die
steigenden Energiepreise reagiert hatte.
Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen
Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die
zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar.
Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre
wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich
erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr
2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus
als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den
größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete
der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und
knüpfte damit an seine langjährige
Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche
Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die
Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht
zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte
Bruttowertschöpfung im zusammengefassten
Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %)
zurück. Das lag vor allem am Groß- und am
Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der
Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten.
Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt
um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich
damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %).
Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise
(+5,9%) zurückzuführen sein. Besonders stark
sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige
Güter wie Einrichtungsgegenstände und
Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im
Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine
preisbereinigten Konsumausgaben (‑1,7 %). Das lag vor
allem am Wegfall staatlich finanzierter
Corona-Maßnahmen. Durch solche Maßnahmen hatte
der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die
Wirtschaftsleistung gestützt.
Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023
preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten
sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die
insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale
kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den
stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben
dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem
Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge -
wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als
im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der
gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis
August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im
Firmenwagenbereich verstärkt wurde.
Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Es
waren noch nie so viele Menschen in Deutschland in
Beschäftigung, wie 2023 (+0,5% zum Vorjahr).
Entwicklung der Branche
Der deutsche Automarkt hat zum Jahresende seine
Talfahrt deutlich beschleunigt. Wie das
Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte, wurden
im Dezember 241.883 Pkw neu zugelassen. Das waren 23
Prozent weniger als vor einem Jahr. Bereits im November war
der Markt ins Minus gedreht. In der Jahresbilanz 2023
stehen somit insgesamt 2,84 Millionen Neuwagen, das
entspricht einem Zuwachs von 7,3 Prozent. 67,1 Prozent der
Fahrzeuge wurden gewerblich angemeldet (plus 12,4 Prozent).
32,8 Prozent entfielen auf Privatkunden (minus 1,9
Prozent).
Trotz des plötzlichen Förderstopps im
Dezember legte die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos
auf rund 54.700 zu. Im November waren es noch knapp 45.000
Einheiten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat brachen die
BEV-Zahlen allerdings um 47,6 Prozent ein. Ende 2022 war
der Kauf reiner Elektroautos noch stärker vom Staat
gefördert worden, viele Interessenten zogen ihre
Käufe vor und sorgten so 2022 für
außergewöhnlich hohe Neuzulassungszahlen
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr laut KBA 524.219
reine Elektro-Pkw registriert, eine Steigerung um 11,4
Prozent gegenüber 2022. Hinzu kamen 840.304
Hybridautos (plus 1,6 Prozent) - darunter befanden sich
175.724 Plug-in-Hybride (minus 51,5 Prozent) sowie 13.147
Flüssiggas-Pkw (minus 12,4 Prozent) und 1.327
Erdgasautos (minus 28,1 Prozent).
Die deutschen Autohersteller schnitten im vergangenen
Jahr überwiegend positiv ab. Zweistellige
Zuwächse gab es demnach für Audi (plus 15,7
Prozent), Mercedes-Benz (plus 13,7 Prozent), Porsche (+12
Prozent) und BMW (plus 11,2 Prozent). Auf Marktniveau
bewegte sich Branchenprimus VW (plus 7,9 Prozent).
Während Opel auf Jahressicht noch minimal zulegen
konnte (plus 0,2 Prozent), war Ford mit minus 11,2 Prozent
der große deutsche Verlierer 2023.
Größter Importeur war erneut Skoda mit
über 166.000 Einheiten und einem Zulassungswachstum um
17,1 Prozent, vor der Konzernschwester Seat (plus 18,8
Prozent) und Hyundai (plus 1,2 Prozent). Stärker als
der Gesamtmarkt wuchsen unter anderem Mazda (plus 32,6
Prozent), MG (35,4 Prozent), Volvo und Nissan (jeweils 22,2
Prozent) sowie Suzuki (61,2 Prozent).
Im Gebrauchtwagensektor war das Jahr 2023 kein
Rekordjahr. Die Besitzumschreibungen liegen zwar 6,9%
über dem sehr schlechten Jahr 2022, aber der Trend hat
sich im letzten Quartal 2023 umgekehrt. Der Markt ist
regelrecht abgestürzt, d.h. die Preise sind
rückläufig und die Standzeiten der Gebrauchtwagen
gehen rauf. Die gesamtwirtschaftliche Lage ist
verantwortlich dafür, dass sich die Endverbraucher mit
größeren Anschaffungen zurückhalten.
3. Geschäftsverlauf
In dem weiterhin schwierigen Umfeld der globalen
Krisen, hohen Zinsen und hohen Inflationsraten bewegte sich
auch der Geschäftsverlauf der Autoforum Neubrandenburg
GmbH. Die Gesellschaft schloss das Jahr 2023 wiederum mit
einem positiven Ergebnis ab.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr befindet sich der
Neu- und Vorführwagenverkauf auch weiterhin im
Aufwärtstrend. Die Stückzahlen zeigten einen
Zuwachs von +15,4%. Das spiegeln auch die Umsatzzahlen im
Neu- und Vorführwagenbereich wider. Sie sind um 14,2 %
gestiegen. Möglich war dies durch eine Verbesserung
der Liefersituation und die Unterstützung
verschiedener Vertriebsprogramme seitens des Herstellers.
Im Gebrauchtwagenbereich blieben dagegen die
Verkaufszahlen etwa gleich +2 Stück, was sich in
den Umsatzerlösen mit einem Minus von TEUR 481
widerspiegelt. Die Wertgrenzen der Gebrauchtwagen haben
sich etwas nach unten entwickelt, deswegen der leichte
Umsatzrückgang.
Der Ersatzteilvertrieb verzeichnete eine
Umsatzsteigerung von 21,13 % und die
Erlöse aus dem Reparaturgeschäft stiegen
ähnlich um12,22%. Dieses ergab sich durch eine bessere
Personaldecke als im Vorjahr.
4. Lage
Ertragslage
Die Umsatzsteigerung im Jahr 2023 belief sich
über alle Geschäftsbereiche auf 4,2 %
gegenüber dem Vorjahr. Die Materialaufwendungen nahmen
im gleichen Zeitraum um 3,8 % zu. Das Rohergebnis stieg von
TEUR 1.377 auf TEUR 1.489.
Die Mitarbeiterzahl ist im Jahresdurchschnitt um 2
Mitarbeiter gesunken. Der Personalaufwand hat sich dabei um
11,6% erhöht.
Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um
8,1 % gestiegen.
Der Aufwand für Zinsen ist aufgrund der in 2023
stetig steigenden Zinsen und einem zeitweilig hohen
Finanzierungsbestand um 333,3 % gestiegen.
Nach Steuern ergibt sich für 2023 ein
Jahresüberschuss von TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 249).
Finanzlage
Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet,
Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu
vereinnahmen.
Die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals ist im
Vergleich zum Vorjahr von 40 % auf 38,2 % gesunken.
Die Finanzschulden haben sich um TEUR 364
erhöht.
Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr wieder in
das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen
betrafen Neu- und Ersatzanschaffungen in der
Werkstattausrüstung.
Die liquiden Mittel sanken zum Ende des
Geschäftsjahres um TEUR 314 auf TEUR 191.
Die Finanz- und Liquiditätsstruktur stellt sich
in folgenden Kennzahlen dar:
Anlagendeckung durch Eigenkapital beträgt 115,76
% (Vorjahr 118,23 %)
Die Quote an flüssigen Mittel beträgt 4,57
% (Vorjahr: 15,3 %).
Vermögenslage
Das Vermögen des Unternehmens setzt sich bei
einer Bilanzsumme von TEUR 6.153 im Wesentlichen aus dem
Sachanlagevermögen i.H.v. TEUR 1.379 sowie den
Vorräten i.H.v. TEUR 3.600 zusammen. Diese beiden
Positionen addiert entsprechen 80,9 % der Bilanzsumme.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
erhöhten sich auf TEUR 979 (+197%).
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gewinn von TEUR
267 (Vorjahr TEUR 249) erzielt.
Das Eigenkapital erhöhte sich um 2 %. In Zahlen
ausgedrückt stieg das Eigenkapital von TEUR 1.330 auf
TEUR 1.598. Grund hierfür ist das Verrechnungskonto
der Komplementärin.
Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten erhöhten sich im Vorjahresvergleich.
Sie betragen 42,0 % der Bilanzsumme.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser
Fokus auf:
Ø Umsatzentwicklung
Ø Betriebsergebnis
Ø Branchenentwicklung.
Wir ziehen für unsere interne
Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro
Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran.
Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt TEUR 53 und
ist damit um TEUR 7 gestiegen.
Die Netto-Umsatzrendite stieg im Vergleich zum
Vorjahr um 0,1 % auf 2,7 %.
5. Nachtragsbericht
Es sind keine bestandsgefährdenden
wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken sowie Risiken mit
besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage erkennbar.
6. Zukünftige Entwicklung - Risiken
Die im Jahr 2020 in Kraft getretenen neuen Handels-
und Serviceverträge bilden die entscheidende Grundlage
der Geschäftstätigkeit der Autoforum
Neubrandenburg GmbH. Am 04.01.2021 wurde der
Zusammenschluss mit der Autohaus Neu Gruppe vollzogen.
Somit wird nach und nach das Großkundengeschäft
in Stralsund zentralisiert.
In der Geschäftspolitik sind keine wesentlichen
Änderungen geplant. Prinzipiell wird auch
zukünftig mittelfristig eine Politik der
Konsolidierung und Eigenkapitalorientierung verfolgt.
Maßnahmen, die betrieblichen Strukturen,
Erlös- und Kostenbereiche zu optimieren und an die
Erfordernisse anzupassen, wurden und werden konsequent
weitergeführt, damit das Unternehmen für die
künftigen Anforderungen adäquat aufgestellt ist.
Insbesondere werden die Materialaufwendungen genauer
überprüft werden müssen, damit sie in einem
rentableren Verhältnis zum Umsatz stehen.
Einen wesentlichen Punkt für die betriebliche
Entwicklung stellen die Mitarbeiter dar. Die Gesellschaft
verfügt über einen qualifizierten und erfahrenen
Mitarbeiterstamm mit langjähriger
Betriebszugehörigkeit. Im Personalbereich ist eine
geringe Fluktuation vorhanden. Seitens der
Geschäftsführung sind aktuell keine
Veränderungen geplant, um auch hier eine stabile Basis
fortzuführen. Markenspezifische Schulungen und
Fortbildungen der Mitarbeiter wurden auch in 2023
wahrgenommen.
In den neun Monaten 2024 hat sich der
Neufahrzeughandel in Deutschland gleichbleibend entwickelt,
wobei der Absatz von Elektro-Fahrzeugen (BEV) stark
rückläufig ist. Durch das abrupte Aus bei der
Förderung der E-Autos ist das Vertrauen der Kunden in
die Elektromobilität mehr als beeinträchtigt. Die
Entwicklung im Absatz von Neu- und Vorführwagen der
Autoforum Neubrandenburg GmbH zu Beginn 2024 im Vergleich
zu 2023 ist ebenfalls sinkend um 14,19%.
Der Gebrauchtwagenmarkt kommt von einem
künstlichen Hoch, dass durch Corona, Chipkrise und
Lieferschwierigkeiten auf dem Neuwagenmarkt verursacht
wurde. Nun beginnen die Preise zu sinken, was die Nachfrage
anregen könnte. Die Umsatzerlöse erhöhten
sich im gleichen Zeitraum um 15,5 %.
Beim Verkauf von Ersatzteilen ist in den ersten
Monaten 2024 der Umsatz gegenüber dem gleichen
Zeitraum des Berichtsjahres um 7,1 % zurückgegangen.
Dagegen konnten die Umsätze im Servicebereich um 1,48
% gesteigert werden.
Laut der ifo-Konjunkturprognose 2024 deuten "aktuell
vorliegenden Frühindikatoren für den Jahresbeginn
2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin:
Verschlechterung der Auftragslage in allen
Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher
Krankenstand, andauernde Streiks. Zu einer spürbaren
gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der
zweiten Jahreshälfte kommen."
Die derzeitige Ertragslage lässt erwarten,
dass 2024 ein Ergebnis im Durchschnitt der letzten
drei Jahre nicht ganz erreicht wird.
Neubrandenburg, 06.12.2024
Holger Neu Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.380.481,00 |
1.125.414,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
875,00 |
1.331,00 |
| II.
Sachanlagen |
1.379.606,00 |
1.124.083,00 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
33.248,50 |
36.494,50 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
82.185,00 |
83.676,50 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
44.377,50 |
32.853,00 |
| 4.
Geschäfts- und Vorführfahrzeuge |
1.219.795,00 |
971.059,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
4.782.523,51 |
3.939.879,23 |
| I.
Vorräte |
3.600.792,78 |
2.936.746,12 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
77.913,59 |
31.222,68 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
990.096,95 |
496.683,91 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
191.633,78 |
506.449,20 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.500,00 |
1.500,00 |
| Aktiva |
6.164.504,51 |
5.066.793,23 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.598.066,67 |
1.330.582,02 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
100.000,00 |
100.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
1.230.582,02 |
981.633,63 |
| III.
Jahresüberschuss |
267.484,65 |
248.948,39 |
| B.
Rückstellungen |
382.089,30 |
418.376,84 |
| C.
Verbindlichkeiten |
4.184.348,54 |
3.317.834,37 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
2.615.249,85 |
2.250.957,11 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.615.249,85 |
2.250.957,11 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.569.098,69 |
1.066.877,26 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.569.377,69 |
1.066.877,26 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
-279,00 |
0,00 |
| Passiva |
6.164.504,51 |
5.066.793,23 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
2.783.215,55 |
2.390.762,92 |
| 2.
Personalaufwand |
1.064.045,90 |
971.003,37 |
| a)
Löhne und Gehälter |
838.890,29 |
773.422,19 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
225.155,61 |
197.581,18 |
| 3.
Abschreibungen |
249.279,88 |
230.525,18 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
249.279,88 |
230.525,18 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
949.683,45 |
788.004,31 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
7.036,17 |
5.125,87 |
| davon
Erträge aus Abzinsung |
5.488,00 |
2.409,00 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
131.401,81 |
39.388,75 |
| davon
sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus
Abzinsung |
2.409,00 |
1.735,00 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
123.724,03 |
112.072,84 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
272.116,65 |
254.894,34 |
| 9.
sonstige Steuern |
4.632,00 |
5.945,95 |
| 10.
Jahresüberschuss |
267.484,65 |
248.948,39 |
Anhang
1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen
Der Jahresabschluss der Autoforum Neubrandenburg GmbH
in Neubrandenburg zum 31. Dezember 2023 wurde auf der
Grundlage der Gliederungs‑, Bilanzierungs- und
Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine
Kapitalgesellschaft.
Von den größenabhängigen
Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei
der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) und
bei der Offenlegung (§ 326 HGB) des Jahresabschlusses
wurde Gebrauch gemacht.
Im Geschäftsjahr 2023 war Frau Marit
Grützner, Herr Holger Neu, Herr Georg Neu und Herr
Peter Neu zum Geschäftsführer bestellt. Weitere
Geschäftsführer waren nicht bestellt.
2. Bilanzierungsmethoden
Soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, sind
im Jahresabschluss sämtliche
Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge
enthalten.
Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten
der Passivseite, Aufwendungen nicht mit den Erträgen,
Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten
verrechnet worden.
Das Anlage- und Umlaufvermögen, das
Eigenkapital, die Schulden sowie die
Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert
ausgewiesen und sind hinreichend aufgegliedert. ( §
247 HGB )
Das Anlagevermögen enthält nur
Gegenstände, die bestimmt sind, dauernd dem
Geschäftsbetrieb zu dienen.
Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten
des Anlagevermögens ist aus
dem Anlagenspiegel ersichtlich. ( § 268
Abs. 2 HGB )
Rückstellungen wurden nur im Rahmen des §
249 HGB und gebildet.
3. Bewertungsmethoden
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des
Unternehmens ausgegangen.
Die Vermögensgegenstände und Schulden
wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden,
namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste,
die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind,
berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen
dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des
Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur
berücksichtigt worden, wenn diese bis zum
Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und
Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig
vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.
Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:
Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Bei den
Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung
zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten um planmäßige lineare
Abschreibungen gemindert (§ 253 Abs.
1 HGB). Grundlage der planmäßigen
Abschreibung ist die voraus- sichtliche Nutzungsdauer
des jeweiligen Vermögensgegenstandes.
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens von geringstem Wert wurden sofort
abgeschrieben. Wirtschaftsgüter von geringem Wert
wurden im Zugangsjahr in voller Höhe als
Betriebsausgaben abgezogen.
Die Bewertung der Waren erfolgte mit den
Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederwertprinzips.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände
und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bewertet.
Die Rückstellungen sind in Höhe der
wahrscheinlichen Inanspruchnahme dotiert.
Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgt zum
Rückzahlbetrag.
Am Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf
Jahren.
4. Angaben zu Positionen der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2
HGB).
Neubrandenburg,
den
gez. Marit
Grützner gez. Holger Neu
gez. Georg
Neu gez. Peter Neu
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024
festgestellt.
|